Schwangere promis 2015

Schwangere Stars: Glücklich für zwei

Kugelrund und superhappy. Da steckt weit mehr dahinter als eine ausgedehnte Schlemmerorgie. Unsere Promis sind schwanger. Und zeigen gern, was sie haben. Egal ob Models wie Karolina Kurkova, Sängerinnen wie Sophie Ellis-Bextor, Schauspielerinnen wie Liv Tyler, Anne Hathaway, Nina Bott und Jasmin Gerat, Spielerfrauen wie Coleen Rooney und It-Ladys wie Kim Kardashian – sie alle teilen über Social-Media-Kanäle und auf dem roten Teppich ihr Glück mit uns.

Action auch mit Baby-Bauch

Der Storch macht vor keiner Jahreszeit halt und ist im Frühling und Sommer, genauso aktiv wie im Herbst oder Winter. Schön kuschelig ist es auf jeden Fall für das Promi-Baby in spe in Mamas Bauch. Dass die glücklichen Bald-Mamis nicht nur zu Hause auf dem Sofa chillen, sondern noch richtig aktiv sind, zeigen Promi-Damen wie Reality-TV-Sternchen Audrina Patridge, die sich am Strand die Sonne auf den Bauch scheinen lässt und Schauspielerin Jessica Capshaw, die auch mit richtiger Baby-Kugel noch eine gute Figur auf dem roten Teppich macht. Auch ausgedehnte Spaziergänge am See oder im Schnee gehören zum Alltag der schwangeren Promis. Wäre ja auch zu schade, wenn die künftige Mama darauf verzichten müsste. Schließlich kann es dem Nachwuchs nur gutgehen, wenn auch die Mami glücklich ist.

Schwangere Stars in sexy Kleid und Jogginganzug

Während viele Promi-Damen auch mit Baby-Bäuchlein top-gestylt sind und selbst im Bikini erstaunlich sexy aussehen – Clooney-Ex Elisabetta Canalis, Model Kristin Cavallari oder Doku-Soap-Blondine Daniela Katzenberger zum Beispiel – legen andere mehr Wert auf Natürlichkeit. So pfeift Zooey Deschanel darauf, was andere von ihrem hellblauen Blümchen-Kleid denken, und Leighton Meester zeigt sich auch in Jogginghose den Paparazzi. Hauptsache schön entspannt.

Diese 11 Promi-Frauen wurden erst spät Mutter

Wird Naomi Campbell mit 48 etwa zum ersten Mal Mutter? Indizien dafür gibt es einige, ihr vielleicht-Freund Rapper Skepta schürte die Gerüchteküche, indem er ein Foto eines Ultraschallbildes postete. Da weder er noch Naomi Campbell selbst je die Beziehung zueinander bestätigten noch das Ultraschallbild kommentiert haben, muss man wohl einfach abwarten, ob Naomi bald einen Babybauch vor sich herträgt. Damit läge sie im Trend, denn heutzutage ist es völlig normal, dass viele Frauen nicht mit Anfang 20 Mutter sein wollen, sondern sich lieber erst einmal auf ihre Karriere konzentrieren möchten, bevor es ans Windelwechseln geht. Das ist bei den Stars, deren Terminkalender meist bis obenhin vollgepackt ist, natürlich nicht anders. Außerdem ist es gar nicht so einfach, bei dem Jetset-Leben den richtigen Mann zu finden, den man sich als Vater vorstellen kann. Doch besser spät den Richtigen als zu früh den Falschen: Die folgenden elf Frauen beweisen, dass Torschlusspanik Schnee von gestern ist.

1. Brigitte Nielsen

Brigitte Nielsen gab vor einigen Tagen über Instagram die freudige Botschaft bekannt: Sie ist schwanger und erwartet mit 54 Jahren ihr fünftes Kind. Es ist das erste gemeinsame Kind mit ihrem um 15 Jahre jüngeren Ehemann Mattia Dessi. Der älteste Sohn von Brigitte Nielsen ist übrigens 34.

2. Sharon Stone

Mittlerweile ist Sharon Stone glückliche Mama, mit 42 adoptierten sie und ihr damaliger Mann einen Jungen. Die beiden sind mittlerweile getrennt und Sharon Stone adoptierte im Alleingang mit 47 Jahren zwei weitere Jungen. Sharon Stone versuchte auch selbst ein Kind zu bekommen, doch beide Schwangerschaften endeten mit einer traumatischen Fehlgeburt.

Sharon Stone und ihr Sohn Roan Foto: FeatureflashSHM / Action Press / picturedesk.com

3. Gianna Nannini

Dass die italienische Rockröhre doch noch einmal Mutter werden würde dachte wohl niemand ernsthaft. Doch 2010 wurde Gianna Nannini tatsächlich zum ersten Mal Mutter – im Altern von 54 Jahren! Geplant hatte sie das nicht, doch nun kann sie ihr Glück kaum fassen meint, dass ihre Tochter sie zurück auf den Boden geholt hätte und ihr so das Leben gerettet hat.

4. Susan Sarandon

Die Schauspielerin ist stolze Mutter zweier Söhne. Bei der Geburt des Älteren war Susan Sarandon 43 Jahre alt, mit 46 wurde sie ein zweites Mal Mutter.

Susan Sarandon ist Mutter zweier Kinder Foto: ROBYN BECK / AFP / picturedesk.com

5. Geena Davis

Viermal musste Geena Davis heiraten, bis sie in Reza Jarrahy endlich den Mann fürs Leben fand. Nun war die Schauspielerin auch bereit Mutter zu werden: Mit 46 bekam sie ihr erstes Kind, eine Tochter, zwei Jahre später brachte sie Zwillingssöhne zur Welt.

6. Cameron Diaz

Noch ist sie nicht Mutter, doch Cameron Diaz erwartet mit 45 Jahren ihr erstes Kind. Papa ist der 38-jährige Benji Madden. Die Freude bei Cameron muss unermesslich sein, versuchte sie doch bereits seit Längerem schwanger zu werden und unterzog sich vielen Hormonbehandlungen.

Cameron Diaz erwartet mit 45 ihr erstes Kind Foto: Magnus Sundholm/Action Press/picturedesk.com

7. Janet Jackson

Im Jahr 2016 gab Janet Jackson bekannt, ihre geplante Tournee zu verschieben. Der Grund? Sie war schwanger und brachte im Jahr 2017 mit 50 Jahren ihr erstes Kind zur Welt.

Mit 50 zum ersten Mal Mutter Foto: ROLEX DELA PENA / EPA / picturedesk.com

8. Halle Berry

Auch Halle Berry war bei ihrem ersten Kind schon über 40, genau genommen war sie bei der Geburt 41 Jahre alt. Doch die kleine Nahla sehnte sich bald nach einem Geschwisterchen und so wurde Halle Berry mit 47 zum zweiten Mal Mutter.

Halle Berry wurde überraschend mit 47 zum zweiten Mal Mutter Foto: Richard Shotwell / AP / picturedesk.com

9. Kim Basinger

Kim Basinger ist Mutter einer Tochter. Bei der Geburt von Ireland, wie sie und ihr damaliger Ehemann Alec Baldwin die Tochter nannten, war Kim 42 Jahre alt.

Kim Basinger war bei der Geburt 42 Jahre alt Foto: Action Press/picturedesk.com

10. Holly Hunter

Holly Hunter konzentrierte sich in ihren jungen Jahren besonders auf ihre Karriere. Mit 47 wollte die Oscar-Preisträgerin aber dennoch die Mutterfreuden erfahren und wurde prompt Mutter von Zwillingen.

11. Diane Keaton

Die Schauspielerin und Regisseurin hegte stets einen Kinderwunsch – allerdings wollte sie vorher den passenden Mann finden. Nur … er kam nie. So vergingen die Jahre, bis Diane Keaton 1996 beschloss, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen und so adoptierte sie mit 50 Jahren ihre Tochter Dexter, fünf Jahre später adoptierte sie ihren Sohn Duke.

Babynamen der Promis: Ungewöhnliche Vornamen sind Pflicht

Ein typisches Beispiel für einen Modenamen aus dem Jahr 2016 ist Mila, ebenso wie das männliche Pendant Milan. Mila klingt hell, freundlich, irgendwie cooler als das inzwischen inflationär gewordene Mia und passt auch gut zu den meisten Nachnamen. 2006 war Mila als Mädchenname noch ein totaler Außenseiter. 2016 hat er es unter die Top 5 geschafft. Wer seinem Kind einen angesagten Namen gibt, beweist, dass er stilsicher, lässig und am Puls der Zeit ist. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr, dass es später in der Kita, auf dem Spielplatz und in der Schule mehr als eine Mila geben wird und der Name, so „in“ er gerade ist, irgendwann auch wieder aus der Mode kommt.

Der kleine Schwedenprinz Oscar Carl Olof (Foto: ©instagram.com/kungahuset.se)

Babynamen der Promis: Am besten ungewöhnlich

Dann vielleicht doch lieber etwas Klassisches, Konservatives? Die schwedische Kronprinzessin Victoria, die im März 2016 ihr zweites Kind zur Welt gebracht hat, macht es vor. Oscar Carl Olof heißt der kleine Prinz, der hinter seiner Mutter und der großen Schwester Estelle und vor seinem Onkel Carl Philip Platz drei der schwedischen Thronfolge belegt. Oscar ist ein traditioneller Name des schwedischen Königsgeschlechtes Bernadotte und sehr beliebt. Carl ist mindestens ebenso traditionell – siehe König Carl Gustav und Prinz Carl Philip. Olof ist der Zweitname seines Vaters – eigentlich sogar der Erstname: Olof Daniel Westling, aber Daniel ist der Rufname. Es bleibt also alles in der Familie. Victorias Bruder Carl Philip und seine Frau Sofia folgen diesem Beispiel. Auch ihr Sohn trägt vier klassische, der Familientradition verbundene Namen: Alexander Erik Hubertus Bertil.

Es gilt: Je ungewöhnlicher der Vorname, umso besser

Die Tochter von Liv Tyler trägt den schönen Namen Lula Rose (Foto: © Instagram/misslivalittle)

Weniger Wert auf Traditionen, dafür umso mehr Augenmerk auf möglichst ausgefallene Kreationen legen viele Promis, vor allem in den USA. Dort sind Namen wie Bluebell, Jayden, Abigail oder Aiden keine Seltenheit, sondern normal. Um aufzufallen, wird gerne hochgestapelt. So nannten TV-Starlet Kim Kardashian und ihr Mann, Rapper Kanye West, ihr 2016 geborenes Söhnchen Saint, was auf Deutsch „Heiliger“ heißt. Rapperin Lil´Kim gab ihrer Tochter den Namen Royal Reign, also „Königliche Hoheit“.

Jools Oliver, Frau von Starkoch Jamie Oliver, mit Söhnchen River Rocket (Foto: © instagram.com/jamieoliver)

Weil ein schräger Name oft nicht ausreicht, sind auch Kombinationen sehr beliebt. Blue Ivy („Blauer Efeu“) heißt beispielsweise die Tochter von Sängerin Beyoncé und ihrem Mann Jay Z. Musikerin Gwen Stefani und ihr Ex-Mann Gavin Rossdale gaben ihrem jüngsten Sohn den Namen Apollo Bowie Flynn. Ein Experte für ungewöhnliche Namen ist auch der englische Starkoch Jamie Oliver. Seine Kinder heißen Daisy Poo Pamela, Poppy Honey Rosie, Petal Blossom Rainbow, Buddy Bear Maurice und River Rocket.

Den kompletten Artikel zum Thema Babynamensfindung lest ihr im mum Special 2017. Weitere Themen aus dem Heft findet ihr hier.

Die Frau als Brutkasten

Berühmte Frauen werden in der Klatschpresse gut und gerne auf ihren Bauch reduziert. Wochenlang dreht es sich oft um nichts anderes: Ist sie jetzt schwanger? Warum wird das denn nichts mit dem Baby? Mit 43 wieder schwanger?

Da wird Prinzessin Victoria von Schweden im „Freizeitspass“ erst für ihre vermeintlichen Probleme beim Kinderkriegen bemitleidet, um in der gleichen Woche noch in „Frau aktuell“ Zwillinge zu bekommen. Beim „Goldenen Blatt“ ist es aber bisher nur „ein Söhnchen“. So schnell kann das Kinderglück über einen hereinbrechen. Denn royale Schwangerschaften verkaufen sich gut, da wird dann auch gerne von den Redaktionen vorgearbeitet.

Schwangerschaftsroulette

Die Beweisführung für die angeblichen Schwangerschaften sind jedoch mehr als zweifelhaft. Da werden Handwerker Schloss als eindeutiger Beweisführung für ein neues Kinderzimmer angegeben. Bei der „Frau aktuell“ reicht auch schon eine vielsagendes Lächeln für einen positiven Schwangerschaftstest aus.

Doch eigentlich kann Prinzessin Victoria keine Kinder bekommen, da die Nierentransplantation ihres Mannes vor sechs Jahren dessen Spermien noch zu schaffen macht. So sehr sogar, dass sie neidisch die Schwangerschaft ihrer jüngeren Schwester nur von der Seitenlinie beobachten kann.

Eine Schwangerschafts-Dartscheibe in der Redaktion ist vielleicht zum Einsatz gekommen, als Königin Maxima mit 43 Jahren gleichzeitig ein Sohn von der „Neuen Welt“ und das Zwillings-Glück von der „Prima-Freizeit“ angedichtet wurde.

Wer wirklich, wie viele Kinder, wann und in welchem Alter von wem bekommt, darüber hat unser Moderator Alexander Hertel mit Mats Schönauer von dem Blog „Topf voll Gold“ gesprochen.

sind die Blogger hinter dem „Topf voll Gold“. Diese Geschichten sind recht einfach gestrickt. Man muss nur ein Foto finden von irgendeiner Prinzessin oder Königin, die bei einem Termin die Hand auf den Bauch legt. Und sofort heißt es: Ach, sie hält schützend ihre Hand vor den Bauch, da wächst bestimmt ein kleiner Prinz unter ihrem Herzen heran.Mats Schönauer (links) und Moritz Tschermak Topf voll Gold – Die Royals und ihre Kinder 05:59

    Redaktion: Natalie Schorr

    Die Regenbogenpresse in Deutschland ist heiß, aber nur heimlich begehrt. Alltagssituationen, aufgeblasen zu dramatischen Seifenopern der Regenbogen-Realität. Für ihren Blog „Topf voll Gold“ wühlen sich Mats und Moritz Woche für Woche durch die deutsche Regenbogenpresse. Zwei Journalisten auf der vergeblichen Suche nach Seriosität.

    Die schönsten Schwangerschaftslooks der Royals

    Diese adligen Ladys haben mit ihrem modischen Verständnis die biederen Königshäuser ordentlich aufgemischt.

    Fürstin Charlène von Monaco und die modernen Prinzessinnen Sofia und Madeleine von Schweden sowie auch die Ehefrau von Prinz William haben mit ihren Outfits neue Maßstäbe gesetzt. Jede royale Hochzeit ist ein Modespektakel vom Feinsten, jeder Staatsbesuch ein Catwalk.

    Selbst wenn die adligen Damen in anderen Umständen sind, trumpfen sie mit tollen Looks auf. Mit diesen Schwangerschaftsoutfits verleihen sie ihren Babybäuchen eine Extraportion royalen Glamour.

    Schicke Schwangerschaftslooks der Royals

    Denn wer mit einem kugelrunden Bauch unterwegs ist, muss das nicht in weiten, beigefarbenen Umstandskleidern tun. Nicht falsch verstehen, wer sich in diesen legeren Klamotten wohlfühlt, soll diese auch weitertragen.

    Herzogin Kate und Co zeigen aber auch, dass man trotz Babybauch eine verdammt gute Figur in eleganten Designeroben und auf High Heels machen kann.

    Während Kate auf sehr klassische britische Designer setzt (Jenny Packham, Alexander McQueen), bevorzugt Sofia von Schweden junge Modeschöpfer wie Ida Lanto und Alexis. Kronprinzessin Victoria trägt schon mal, wenn sie nicht schwanger ist, H&M-Kleider auf dem roten Teppich. Mit Babybauch entschied sie sich für Roben von Elie Saab und ließ Kleider von Escada schneidern. Charlène von Monaco hingegen trägt am liebsten italienische Designer wie Armani und Versace. Auch als sie ihre Zwillinge (Gabriella und Jacques, 2) unter dem Herzen trug.

    Seit sie mit Rollen in Fernsehserien wie ‚Marienhof‘ oder ‚Sturm der Liebe‘ und dem Kinofilm ‚Grenzverkehr‘ (2005) bekannt wurde, hat sich im Leben von Henriette Richter-Röhl einiges getan: So ist die aus einer Schauspielerfamilie stammende 38-jährige Berlinerin mittlerweile nicht nur Mama von zwei Töchtern (12 und 3 Jahre alt) und verheiratet mit dem Österreicher Walter Unterweger (43, Arzt, Verleger und Ex-‚Marienhof‘-Darsteller), sondern sie stand zuletzt auch das erste Mal seit ihrer Schauspielausbildung wieder auf der Theaterbühne.

    Mehr zu Henriette Richter-Röhl: Der Ex-‚Sturm der Liebe‘-Star spielt in ‚Weingut Wader‘

    In der Komödie ‚Zum Glück gibt’s Schreiner‘ liefert sie sich nun als karriereorientierte, alleinstehende Großstadt-Anwältin Katharina temperamentvolle Schlagabtäusche mit Kollegin Thekla Carola Wied (75), die ihre auf dem Land lebende Mutter Johanna spielt. Als diese plötzlich stürzt und ihr Haus seniorengerecht umgebaut werden soll, sorgt das für einige Reibereien zwischen den ungleichen Frauen. Wir haben mit Henriette Richter-Röhl über ihre Rolle gesprochen und erfahren, wie das Verhältnis zu ihrer eigenen Mutter ist, was die Geburt ihrer Kinder in ihr auslöste und wer in ihrer Ehe die Hosen anhat.

    Liebenswert: Was hat Sie am Drehbuch von ‚Zum Glück gibt’s Schreiner‘ besonders gereizt?

    Richter-Röhl: Ich fand das Buch beim Lesen sehr, sehr lustig, weil die Dialoge irgendwie lebensechter waren, als ich es aus anderen Komödien im deutschen Fernsehen kannte. Die Figuren der Geschichte sind zwar sehr klar umrissen und eher einfach angelegt, aber mit Hilfe dieser Dialoge, so dachte ich mir, kann man ihnen viel Leben einhauchen.

    ‚Zum Glück gibt’s Schreiner‘ mit Henriette Richter-Röhl, Thekla Carola Wied und Jochen Matschke. Foto: ARD Degeto/Hendrik Heiden

    Sie spielen sich in dem Film ja ganz besonders mit Ihrer Kollegin Thekla Carola Wied, die Ihre Mutter verkörpert, gegenseitig die Bälle zu. Wie haben Sie den Dreh mit ihr erlebt?

    Sie war unheimlich routiniert am Set und hat eine große Ruhe ausgestrahlt. Sie ist auch eine sehr freundliche Frau, wie ich finde. Die großen Differenzen, die es im Film zwischen unseren Figuren Katharina und Johanna gibt, mussten wir uns erst hart erarbeiten (lacht). Carola hat mich auch immer wieder darin bestärkt, noch mutiger im Spielen zu sein. Wir haben uns unheimlich gut verstanden – weshalb es für uns umso einfacher war, Gegner zu spielen.

    Mehr zu Thekla Carola Wied: Ihre schwierige Kindheit machte sie stark

    Sind Sie eigentlich selbst jemand, der gern streitet oder versuchen Sie eher, der Harmonie zuliebe Konflikte zu vermeiden?

    Das ist total lustig, denn eigentlich bin ich schon extrem harmoniebedürftig – ich ertrag‘ es gar nicht, wenn etwas im Raum steht, was nicht angesprochen wird. Das finde ich ganz furchtbar. Aber gerade deshalb gehe ich immer schnell in die Konfrontation. Ich muss das Problem direkt auf den Tisch bringen und bin dabei meist auch viel zu emotional. Dann kracht es eben mal, aber ich finde, meistens lohnt sich das auch. Wenn man sich wirklich liebhat, hält es eine Beziehung auch aus, wenn man sich mal richtig streitet und die Wahrheit sagt. Alles andere wäre ja nur ein Weiterlügen und Deckeln, was auf Dauer nicht gutgehen kann. Daran sind zwar auch schon Beziehungen zerbrochen, aber meine Erfahrung sagt mir, dass die, die für einen selbst gut sind, das aushalten.

    Fällt es Ihnen denn – egal, ob in der Partnerschaft oder innerhalb der Familie – auch leicht, zu verzeihen, beziehungsweise sich zu entschuldigen?

    Ich kann mich sehr gut entschuldigen – und ich kann auch relativ schnell vergeben, wenn sich der andere gut entschuldigt (lacht). Ich bin aber niemand, der sagt „ach ja, so ist er halt“ und dann einfach so alles verzeiht. Ich muss schon spüren, dass der andere wirklich einsichtig ist oder einen Schritt auf mich zugeht.

    Ihre Figur Katharina verliert in ‚Zum Glück gibt’s Schreiner‘ nur ungern die Kontrolle, will alles selbst bestimmen und hat gern das letzte Wort. Wie sieht das eigentlich bei Ihnen zu Hause aus, haben Sie in Ihrer Ehe die Hosen an?

    Ich glaube, zu Beginn unserer Beziehung – wir sind ja schon sehr lange zusammen – hatte tatsächlich ich ein bisschen die Hosen an. Nach einigen Jahren hatte dann mein Mann ein bisschen mehr das Sagen und ich glaube jetzt sind wir an dem Punkt, wo wir uns die Hose teilen (lacht). Das fühlt sich echt gut an und wir sind auch ein bisschen stolz darauf.

    Vor allem, wenn man Kinder hat, ist das sicher auch praktischer so. Merken Sie eigentlich an Ihren beiden Töchtern, dass sie mit gewissen Dingen eher zu Papa und mit anderen eher zu Ihnen kommen?

    Ja, gerade bei unserer kleinen Tochter ist das auf jeden Fall so. Die hat sehr schnell verstanden, wie das funktioniert (lacht). Bei Papa kriegt sie zum Beispiel viel eher das Tablet als bei mir oder auch bestimmte Spiele kann man mit ihm besser spielen – wenn man rausgehen will, muss man dagegen eher zu mir kommen. Das wissen meine Kinder schon sehr gut.

    Ihre Mutter war ja schon früh Ihre Hauptbezugsperson und hat Sie zum Beispiel gewähren lassen, als Sie für die Schauspielerei die Schule geschmissen haben. Wie würden Sie – im Vergleich zum Mutter-Tochter-Gespann im Film – das Verhältnis zwischen Ihnen beiden beschreiben?

    Da gibt es absolut keine Gemeinsamkeiten (lacht). Meine Mutter wäre niemals so fordernd wie Johanna – sie würde immer gemeinsam mit den Kindern eine Lösung suchen, die für alle gut ist. Auch, wenn sie sich vielleicht irgendwann schwach fühlt, würde sie trotzdem nicht einfordern, dass man bei ihr wohnt. Als ich das im Drehbuch las, dachte ich deshalb: „Hä? Das würde doch keine Mutter tun!“ Aber ich glaube, in Wahrheit machen das tatsächlich doch sehr viele Mütter. Das hätte ich nie gedacht, aber ich höre mittlerweile immer häufiger von Eltern, die alt werden und dann erwarten, dass die Kinder nun ihr eigenes Leben zurückstellen. Das finde ich ungeheuerlich! Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, dass ich meinen Kindern jemals so etwas abverlangen würde. Kommunikation ist alles: Man äußert, was man bräuchte, dann schaut man, was man geben kann und findet gemeinsam einen Kompromiss.

    Wie gehen Sie mit dem Älterwerden Ihrer Mutter um? Machen Sie sich zunehmend Sorgen um sie und darum, wie es mit ihr weitergeht?

    Auf jeden Fall. Nicht nur ich, sondern auch viele meiner Freunde und Kollegen merken langsam, dass man in der Familie ehrlich miteinander reden muss. Wir sprechen auch untereinander darüber, wie man das am besten anstellt. Das ist schon traurig – vor allem, wenn man das weiterdenkt. Kinder wollen einfach nicht darüber nachdenken, dass ihre Eltern älter werden und eines Tages auch gar nicht mehr da sind. Wir sind aber nun mal alle langsam erwachsen und tragen Verantwortung. Deshalb machen mein Mann und ich uns ganz realistische Gedanken darüber, wie wir die Eltern in unsere Nähe holen können. Meine Mutter wohnt zum Beispiel an der Ostsee, wo es zwar wunderschön ist, aber wo eben nicht unser Leben stattfindet. Wir basteln da gerade noch an einem Plan.

    Sehen Sie hier, mit wem Henriette Richter-Röhl das erste Traumpaar von ‚Sturm der Liebe‘ bildete (Artikel geht unten weiter):

    Sie pendeln zwischen Stadt und Land, zwischen Berlin und Ihrem Haus in Mecklenburg-Vorpommern. Wo sehen Sie langfristig eher Ihren Lebensmittelpunkt?

    Das ist immer wieder Thema bei uns. Wir haben das große Privileg, dass wir dieses Haus haben und sind dort gern in den Sommerferien und am Wochenende, was für die Kinder ganz toll ist – jedes Mal ist es auch so, dass wir da eigentlich alle gar nicht mehr wegwollen. Aber so lange die Mädchen noch zur Schule, beziehungsweise in die Kita, gehen, werden wir nicht raus aufs Land ziehen. In der Stadt gibt es für sie einfach noch viel mehr Möglichkeiten, sich auszuleben.

    Würden Sie sich das denn generell schon wünschen oder könnten Sie als Berlinerin nicht auf die Großstadt verzichten?

    Ehrlich gesagt wäre ich schon längst aus der Stadt weg, wenn es nur nach mir ginge! Mir ist das alles zu laut, zu viel, zu dreckig und zu voll. An den Wochenenden, gerade im Sommer, tummeln sich alle an denselben Plätzen, gehen in den Park und denken „ach, ist doch auch schön“ – aber das ist nicht das, was ich möchte. Mein Mann liebt die Großstadt und ihre kulturellen Vorzüge sehr, aber ich habe das Ganze ein bisschen satt. Ich würde schon gern irgendwann aufs Dorf ziehen. Vielleicht in ein paar Jahren.

    Was hat sich durch die Geburt Ihrer Kinder für Sie verändert? Also im Hinblick darauf, wie Sie zu sich selbst und der Welt stehen?

    Von dem Moment an, als meine erste Tochter zur Welt kam, haben sich meine Prioritäten im Leben natürlich sofort verschoben. Das war wie ein Aufwachen für mich. Ich war zwar noch nie besonders ehrgeizig und karrieregeil, aber dieses Streben nach Ansehen in der Schauspielbranche und das damit verbundene Kalkulieren und Taktieren, das ich durchaus an den Tag gelegt habe, ist zu dem Zeitpunkt wie weggeblasen gewesen. Es ging nur noch darum, wie ich arbeiten und trotzdem für mein Kind da sein kann. Damit meine ich nicht, dass ich in irgendeiner Art und Weise zurückgesteckt und gedacht hätte, ich könne mich nicht mehr verwirklichen, sondern ich hatte einfach das Bedürfnis, mehr bei meinem Kind zu sein. Ich habe also Rollen und Projekte angenommen, die mir das ermöglicht haben – und ich war deswegen nicht eine Sekunde lang unglücklich oder frustriert. Das mache ich auch jetzt, nach der Geburt meiner zweiten Tochter, immer noch so und bin wirklich sehr zufrieden und dankbar, dass das geht.

    Ein wichtiger Teil Ihrer Karriere war ja damals Ihre Rolle in der Telenovela ‚Sturm der Liebe‘, die noch immer höchst erfolgreich ist. Vor fast 15 Jahren ging sie zum ersten Mal auf Sendung – mit Ihnen als Protagonistin Laura Mahler (spätere Saalfeld), der ersten „Traumfrau“ der Serie. Was verbinden Sie heute noch mit ‚Sturm der Liebe‘, beziehungsweise woran erinnern Sie sich besonders?

    Ich habe von damals zwei Menschen mitgenommen, die mir noch sehr am Herzen liegen und die bis heute enge Freunde von mir sind: Jan van Weyde und Christof Arnold . Davon abgesehen kann ich zu der Zeit sagen: Es war wie ein einziger Rausch. Ich war irrsinnig glücklich, als wir ‚Sturm der Liebe‘ wie aus dem Nichts aus der Taufe gehoben haben, da versprühte alles noch diesen ganz besonderen Zauber des Anfangs. Wir haben uns auch einfach alle so gerngehabt, das war wirklich toll.

    Mehr dazu: Alle ‚Sturm der Liebe‘-Traumpaare von Staffel 1 bis 16

    Was ist es, das Ihr Leben heute besonders liebenswert macht?

    Das klingt jetzt so banal, aber es macht mich zum Beispiel glücklich, wenn ich mit meiner Familie auf dem Land bin, wir aufwachen, die Sonne ins Haus scheint, wir draußen die Eichhörnchen sehen, wir uns Kaffee und Kakao machen und uns damit dann alle wieder ins Bett kuscheln. Da denke ich jedes Mal: Es kann ja gar nicht wahr sein, wie gut es uns eigentlich geht.

    Der Film ‚Zum Glück gibt’s Schreiner‘ mit Henriette Richter-Röhl, Thekla Carola Wied und Jochen Matschke läuft am Samstag, den 1. Februar 2020 um 20:15 Uhr im Ersten.

    Weitere interessante Themen:

    • Henriette Richter-Röhls Cousine Katja Frenzel (‚Rote Rosen‘) im Interview
    • Thekla Carola Wied: „Es ärgert mich, dass mein Berufsleben so langsam verläppern soll“
    • ‚Ich heirate eine Familie‘ mit Thekla Carola Wied: Das war das Erfolgsgeheimnis der ZDF-Serie

    Henriette Richter-Röhl über Sturm der Liebe: „Ich hatte kein Privatleben“

    Ihren Durchbruch hatte Henriette Richter-Röhl, 38, am Fürstenhof: In ihrer Rolle als Laura Saalfeld eroberte sie in der ARD-Serie „Sturm der Liebe“ die Herzen der Zuschauer, damals war die Schauspielerin zarte 23 Jahre alt.

    Henriette Richter-Röhl über „Sturm der Liebe“

    Zwei Jahre danach stieg sie aus, sie wollte sich wieder neuen Projekten widmen. Mit Erfolg: Henriette Richter-Röhl ist im deutschen Filmgeschäft ein bekanntes und gern gesehenes Gesicht, sogar im Theater stellt sie regelmäßig ihr Talent unter Beweis. Auch privat könnte es für die sympathische Berlinerin kaum besser laufen, seit 2005 ist sie mit dem österreichischen Arzt Walter Unterweger, 43, verheiratet, das Ehepaar hat zwei Töchter. Im Interview mit GALA spricht Henriette Richter-Röhl über ihre Zeit bei „Sturm der Liebe“, Filme, die sie heute nicht mehr drehen würde und wie sie sich das älter werden vorstellt.

    GALA: Erinnern Sie sich noch gerne an Ihre Zeit bei „Sturm der Liebe“?
    Henriette Richter-Röhl: Ja, ich hatte dort eine schöne Zeit. Das war wie ein Rausch, ein Leben in einer Blase. Ich hatte überhaupt kein Privatleben, es war die absolute Schule, ich war so diszipliniert wie nie mehr danach, hatte ganz viel Spaß am Set und habe tolle Leute kennengelernt. Irgendwann wurde es dann aber einfach zu viel, ich konnte am Ende nicht mehr.

    Wegen des hohen Drehpensums?
    Ich hatte in diesen anderthalb Jahren kaum einen Tag frei, habe am Wochenende meinen Text gelernt. Ich war stolz darauf in der Lage zu sein, so viel zu arbeiten und habe das schlussendlich gar nicht mehr hinterfragt. Es war eben auch der „Zauber des Anfangs“.

    Schauen Sie denn trotzdem noch?
    Nein, ich komme tagsüber gar nicht mehr zum fernsehen, aber ich freue mich, dass der „Sturm“ noch immer so erfolgreich ist.

    Sturm der Liebe

    Gala am Set: Exklusiver Blick hinter die Kulissen der ARD-Telenovela

    Einmal hinter die Kulisse des Fürstenhofs zu blicken ist ein Traum vieler Fans von „Sturm der Liebe“. Mit Gala geht er in Erfüllung: Kommen Sie mit, wenn Lorenzo Patané und Uta Kargel Sie zu einer exklusiven Studioführung mitnehmen ©Gala

    Wie wählen Sie Ihre Rollen aus?
    Die Figur muss schon im Drehbuch etwas haben, was in mir kribbelt. Ob das jetzt eine Szene ist oder eine bestimmte Eigenschaft – sie muss etwas haben, was mich packt. In erster Linie zählt für mich sowieso meine Lebenszeit. Nicht das Resultat, sondern die Frage, ob ich beim Machen, beim Spielen eine gute Zeit habe.

    Gibt es eine Produktion, bei der Sie sich im Nachhinein um Ihre Lebenszeit ärgern?
    Absolut! Weil es schon so lange her ist traue ich mich auch zu verraten, bei welchem Film: „Autobahnraser“. Das war mein erster Kinofilm, direkt nach „Marienhof“, da war ich ungefähr 17 Jahre alt. Das war schrecklich. Aber ich habe viel Geld verdient, also alles gut. Deswegen bereue ich im Grunde auch nichts. Wenn man mal in einen blöden Film reingerät, weiß man eben beim nächsten Mal, worauf man achten muss.

    Wie schaffen Sie es, Ihre Karriere und das Familienleben unter einen Hut zu bekommen?
    Mit einem Kind war das alles noch verhältnismäßig unkompliziert. Als meine erste Tochter klein war ist sie mit meinem Mann zu Dreharbeiten mitgekommen, als sie größer wurde ist er mit ihr zuhause geblieben, manchmal kam dann auch die Oma als Verstärkung dazu. Jetzt, mit zwei Kindern, ist es mitunter schon ganz schön herausfordernd.

    Inwiefern?
    Ich habe immer den Anspruch an mich selber, trotz Arbeit zu hundert Prozent für meine Kinder da zu sein. Manchmal fehlen dann hier und da die Erholungspausen. Aber ich musste wegen meiner Kinder bisher noch nie beruflich zurückstecken – zum Glück. Ich habe eine ganz tolle Familie: Mein Mann, meine Schwiegereltern, meine Mutter… Die sind immer da, wenn ich arbeiten möchte. Das ist ein großer Segen. Ich sage denen immer: „Ohne euch hätte ich überhaupt keinen Beruf.“

    View this post on Instagram

    Da trifft man sich nach 15 Jahren völlig überraschend wieder und dann gleich SO! #wwds

    A post shared by Henriette Richter-Röhl (@henrietterichterroehl) on Jan 22, 2020 at 6:23am PST

    Möchten Ihre Töchter (Anm. d. Red.: Henriette Richter-Röhls Töchter sind 12 und 3 Jahre alt) später auch Schauspielerinnen werden?
    Ach ja, das zeichnet sich schon hin und wieder ab… Aber meine große Tochter ist so dermaßen intelligent, ich könnte mir auch vorstellen, dass sie die nächste Bundeskanzlerin wird. (lacht)

    Großer Fan von Angela Merkel ist sie ja auch schon. Bei einer Premiere hat sie als „Tarnung“ eine Maske der Bundeskanzlerin getragen.
    Stimmt, aber das war Zufall.

    Ein Kind sucht sich aus Zufall eine Maske von Angela Merkel aus?
    Das war kurz nach dem ersten Flüchtlingsdrama, als Frau Merkel die Türen geöffnet hat. Wir wollten ihr unsere Dankbarkeit aussprechen. Als kleines Zeichen der Solidarität.

    …und das mit 9 Jahren.
    Wahnsinn, oder? Meine Große ist ein kleines Genie. Die versteht politische Zusammenhänge oft besser als ich.

    In Ihrem neuen Film „Zum Glück gibt’s Schreiner“ bauen Sie widerwillig das Haus Ihrer Filmmutter seniorengerecht um. Würden Sie das für Ihre eigene Mutter freiwilliger machen?
    Meine Mutter und ich beginnen, wenn auch etwas zögerlich, über die Möglichkeiten der Lebensgestaltung im Alter zu sprechen. Das ist nicht leicht, man muss echt behutsam miteinander umgehen. Aber da meine Mutter die Unterstützung nicht so massiv einfordert wie beispielsweise meine Filmmutter, klappt das ganz gut.

    © ARD Degeto/Hendrik Heiden

    © ARD Degeto/Hendrik Heiden

    • Pinterest
    • Twitter
    • E-Mail

    Gab es für dieses Gespräch einen bestimmten Anlass?
    Nein. Wenn die Jahre voranschreiten, wird das einfach mal Thema. Meine Mutter ist ja noch fit (Anm. d. Red.: Henriette Richter-Röhls Mutter ist 64 Jahre alt), aber irgendwann muss man darüber sprechen. Für diese Offenheit bin ich sehr dankbar.

    Sprechen Sie auch über den Tod?
    Nein, das haben wir uns noch nicht getraut. Dafür bin ich auch noch nicht bereit.

    Würden Sie Ihre Mutter ins Altersheim schicken?
    In ein Heim bestimmt nicht. Wie das schon klingt! Aber wenn Eltern in einem Stadium sind, in dem sie ohne Pflege nicht mehr zurechtkommen, würde ich mich wahrscheinlich schon über so etwas wie eine Seniorenresidenz informieren. Schön nah bei uns, so dass man für einander da sein kann. Meine Mutter möchte gar nicht, dass ich mein Leben für sie ändere – was ja der Fall wäre wenn man seine Angehörigen selbst pflegt. Ich ziehe meinen Hut vor allen, die das schaffen.

    Machen Sie sich für sich auch schon solche Gedanken?
    Mein Mann und ich haben beschlossen, dass wir alles regeln und dass unsere Kinder mit unserem alt werden so wenig wie möglich zu tun haben müssen. Alles soll finanziert sein, unsere Töchter sollen unsere Beerdigung nicht bezahlen müssen. Trauer ist anstrengend und traurig genug. Dann muss man sich nicht noch mit Bürokratiekram quälen.

    Frau Richter-Röhl, Sie haben mal gesagt, die Winzerin Anne Wader, die Sie in der ARD-Reihe „Weingut Wader“ spielen, sei ein Arbeitsvieh. Wie meinen Sie das?

    Ich glaube, bei Anne fehlt einfach die Trennung zwischen Arbeit und Leben oder Arbeitsleben und Privatleben. Das ist bei ihr alles eins, weil sie in Gedanken eigentlich immer bei ihrem Wein ist. Das hilft mir als Schauspielerin natürlich total, weil ich so automatisch einen Unterbau für die Figur habe und mich schnell in sie hineinversetzen kann. Ich ziehe mir ihre Kleidung an und dann bin ich Anne. Der Wein, die Weinberge, die Natur, der Boden, das Wetter – das alles ist immer in ihr drin und das macht diese Figur so bodenständig. Das meine ich mit dem Arbeitsvieh.

    Fällt es Ihnen auch so schwer wie Anne, eine Grenze zu ziehen zwischen Arbeit und Privatleben?

    Das fällt mir in der Tat nicht leicht. Wobei es oft schon allein dann eine Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben gibt, wenn ich nicht zu Hause in Berlin drehe. Dann bin ich nur am Wochenende daheim, und manchmal besucht mich meine Familie beim Dreh – aber sonst sind diese beiden Leben automatisch getrennt, und wenn ich abends ins Hotel gehe, dann arbeite ich und lerne zum Beispiel meinen Text. Im Moment ist aber alles ein bisschen anders, weil ich in Berlin für eine Theateraufführung probe. „Skylight“ ist ein wahnsinnig komplexes Stück, da kann man abends nicht abschalten. Ich habe unfassbar viel Text und muss lernen, lernen, lernen. Aber wir wussten alle vorher, dass das eine Herausforderung wird. Zum Glück ist meine Familie da sehr tolerant und unterstützt mich.

    Es ist das erste Mal seit längerer Zeit, dass Sie wieder auf der Bühne stehen, oder?

    Die Komödie am Kurfürstendamm hat in den vergangenen Jahren immer mal wieder angefragt, aber es war für mich nie dieses eine Stück dabei, für das ich bereit gewesen wäre, diese Reise auf mich zu nehmen, weil es einfach sehr viel Arbeit ist. Ich habe schon die Sehnsucht gehabt, Theater zu spielen. Aber es musste ein Stück sein, für das ich eine Leidenschaft entwickeln kann, die mich über viele Wochen trägt. Bei dem ich weiter machen will, auch wenn ich eigentlich gar nicht mehr kann. Und dann kam eben „Skylight“ und meine Leidenschaft wurde auf Anhieb geweckt. Mit „Skylight“ komme ich an meine Grenzen und vielleicht sogar darüber hinaus. Ich kenne das Stück schon lange, ich habe es vor Jahren gelesen und so geheult! Es ist einfach wunderschön und ein riesengroßes Glück, dass ich das spielen darf.

    Anne Wader (Henriette Richter-Röhl) möchte nicht, dass Dieter Ardenberger (Gerhard Fehn) Pestizide einsetzt – schließlich ist sie Bio-Winzerin. | Bild: ARD Degeto / Frank Dicks

    Glauben Sie, dass Sie nach Ihrer langen Theaterpause bei der Premiere großes Herzklopfen haben werden?

    Ehrlich gesagt war das keine Pause – ich stand noch nie auf einer großen Bühne. Im Studium spielt man vor Kommilitonen, Lehrern, Familie und Freunden, das ist ein ganz kleines Publikum. Aber im Moment bin ich positiv aufgeregt.

    Zurück zum „Weingut Wader“. In der Reihe spielt die Familie ja eine große Rolle. Wie wichtig ist Familie für Sie?

    Die Familie ist bei Anne im Grunde auf einen ganz kleinen Kreis beschränkt. Da sind ihre Mutter und ihr Bruder, der Rest ist zerstritten. Auch bei mir ist der innere Kreis ein kleiner. Mein Mann und meine Kinder geben mir Ruhe und Sicherheit, das ist die Familie, um die man nicht großartig kämpfen muss, die ist immer da – und das ist schön. Darüber hinaus kann es aber auch schwierig sein. Ich finde, Familie kann anstrengend und aufregend zugleich sein. Man kann daraus so viel schöpfen. Ich lese auch gern Bücher, um zu durchdringen, welche Mechanismen es zwischen Familienmitgliedern gibt. Das hilft mir für meine Arbeit natürlich ungemein. Und das macht für mich auch „Weingut Wader“ so interessant, weil die Familie in der Reihe sozusagen erbarmungslos seziert wird.

    Anne ist ja nicht einfach nur Winzerin, sondern Bio-Winzerin. Sind Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch für Sie wichtig?

    Ja, und es überrascht mich, dass es nicht viel mehr Menschen so geht, dass das nicht für jeden ein großes Thema ist. Ich habe zwei Kinder und allein deshalb will ich versuchen, die Fehler, die ja auch wir gemacht haben, wieder gut zu machen.

    Das könnte Sie auch interessieren

    Und wie sieht das dann bei Ihnen aus?

    Ich fahre nur Fahrrad und überhaupt kein Auto, außer wenn es unbedingt sein muss. Und ich kaufe vor allem Bio-Lebensmittel. Fleisch essen wir sowieso nicht bis kaum. Wir beziehen auch Ökostrom, und ich versuche, Verpackungen zu vermeiden, wo es nur geht. Damit gehe ich am Set immer allen auf den Geist. (lacht) Ich kann natürlich niemandem vorschreiben, nur noch Bioprodukte zu kaufen, aber ich kann darauf hinweisen, dass Bio nicht immer teuer sein muss. Und dass man eben nicht immer aus Plastikflaschen trinken muss. Bei „Weingut Wader“ haben nachher alle ihre eigenen Tassen mitgebracht.

    Wie viel Zeit investieren Sie eigentlich in die Theateraufführung?

    Ich probe fünf Stunden am Tag, aber dazu kommt eben noch das Textlernen. Und die Fahrzeit – ich brauche mit dem Fahrrad eine Dreiviertelstunde hin und eine Dreiviertelstunde zurück. Da kommt schon einiges zusammen.

    Wie lange laufen die Proben schon?

    Wir proben seit Mitte Oktober und noch bis Ende November, dann ist die Voraufführung und am 1. Dezember die Premiere. Und dann spielen wir fast jeden Tag bis zum 29. Dezember …

    Zeit, um Geschenke zu kaufen oder sich auf Weihnachten zu freuen, bleibt da aber nicht wirklich.

    Das stimmt. Ich habe versucht, das positiv zu sehen, weil dann auch der ganze Stress an mir vorbeigeht. Aber das ist natürlich Quatsch. Erstens liebe ich Weihnachten und gerade die Vorweihnachtszeit und finde sie überhaupt nicht stressig. Und zweitens sind meine Kinder total traurig, vor allem die Große, weil in diesem Jahr alles so anders ist. Ich habe gemerkt, dass mir diese Zeit wichtig ist, und mir vorgenommen, dass ich es trotzdem irgendwie schaffe, Adventskalender für die Kinder zu basteln. Das mache ich dann halt nachts. Dann bin ich am nächsten Morgen zwar total müde und stinkig, aber das ist dann halt so. (lacht) Im Dezember kommt meine Schwiegermutter aus Österreich und unterstützt uns. Sie ist sehr traditionell und ich glaube, sie macht das alles noch viel schöner als ich. Da werden die Kinder froh sein! Und am 23. und 24. Dezember bin ich ja auch zu Hause.

    Ihre große Tochter war immer mal wieder mit Ihnen auf dem roten Teppich zu sehen – da trug sie eine Maske. Wird das so bleiben?

    Sie dreht jetzt auch ein bisschen und braucht dadurch nicht mehr ganz so viel Schutz vor der Öffentlichkeit.

    Der Schauspieler Henriette Richter-Röhl und Gregory B. Waldis spielten in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ ab 2005 das erste Liebespaar. Die Serie läuft nach wie vor. | Bild: ARD / Jo Bischoff

    Sie sind ja durch die Telenovela „Sturm der Liebe“ so richtig bekannt geworden. Ist das ein Kapitel Ihres Berufslebens, an das Sie sich gern erinnern?

    Ich erinnere mich total gern daran! Das war einfach wie ein Rausch, weil wir so viel gedreht haben, eigentlich unmenschlich viel. Jeden Tag eine Folge, da ging es manchmal nur darum zu funktionieren. Aber die Produzenten wussten genau, was sie tun. Das ganze Team hat für diese Serie gebrannt. Damals war das Format in Deutschland ja noch ganz neu, und wir hatten richtig Spaß daran. Wir waren allerdings so beschäftigt, dass wir gar nicht wirklich mitbekommen haben, wie erfolgreich „Sturm der Liebe“ war. Rückblickend denke ich, dass mir das vielleicht ein paar Castings versaut hat, weil ich den Stempel „Telenovela-Schauspielerin“ hatte. Aber geschadet hat mir „Sturm der Liebe“ nicht, ich habe weiterhin viel gearbeitet, habe schöne Rollen gespielt und kann mich mit meinem Beruf einfach total glücklich schätzen.

    Zur Person

    Henriette Richter-Röhl (37) ist seit ihrer Jugend als Schauspielerin tätig. Bekannt wurde sie Anfang der 2000er-Jahre durch ihre Rollen in der Seifenoper „Marienhof“ in und der Telenovela „Sturm der Liebe“ (2005-2007). Sie studierte Schauspiel in Graz. Richter-Röhl war in vielen Serien (“Das Pubertier“) und Fernsehfilmen (“Vorzimmer zur Hölle“) zu sehen. Seit 2018 hat sie eine Rolle in der ARD-Reihe „Weingut Wader“. Die vierte Folge „Neue Wege“ läuft am 29. November 2019 um 20.15 Uhr. Folge drei, „Nur zusammen sind wir stark“, ist in der Mediathek verfügbar. Die 37-Jährige ist mit dem österreichischen Arzt Walter Unterweger (43) verheiratet, der 2000 an der zweiten Staffel der TV-Show „Big Brother“ teilnahm. Das Paar hat zwei Kinder und lebt in Berlin. Im Dezember ist Richter-Röhl in der Komödie am Kurfürstendamm im Berliner Schillerthater im Stück „Skylight“ zu sehen.

    Schwangerschaft: Jetzt wird alles anders

    Corinna und Lasse sind noch nicht lange ein Paar, da müssen sie eine Entscheidung treffen. Sie ist schwanger.

    1. August 2017, 8:30 Uhr ZEIT Campus Nr. 5/2017 171 Kommentare

    Er

    Ich lag im Bett, als das Telefon klingelte. Morgens um sieben, Tiefschlafphase. Ich hörte, wie Cori zu mir sagte: „Lasse, wir sind schwanger.“ Wir waren erst drei Monate zusammen. Die Gefühle zwischen uns waren sehr schnell intensiv geworden. Aber mit so etwas hatte ich nicht gerechnet. Die Tragweite habe ich auch nicht realisiert. Ich sagte: „Ja, gut, ich komm dich besuchen. Dann schauen wir mal.“

    Sie

    Als ich die beiden Striche auf dem Test sah, habe ich laut „Oh, mein Gott!“ gerufen. Erst vor ein paar Wochen hatte ich meinen Job gekündigt und mir einen Zwischenmieter für meine Wohnung in Düsseldorf gesucht. Sechs Monate lang wollte ich mit einer Freundin durch Spanien und Marokko reisen. Als ich Lasse anrief, war ich wie im Schockzustand.

    Ich schrieb einem Freund: „Lass mal treffen, ich muss dir was sagen.“ Er half mir, meine Gedanken zu sortieren. Bis dahin hatte ich nur über die kurzfristigen Folgen nachgedacht. Statt „Das bringt mein ganzes Leben durcheinander!“ überlegte ich: „Was bedeutet das für meine Pläne im Sommer?“ Mit meinem Kumpel konnte ich dann auch über die Option sprechen, das Kind nicht zu bekommen.

    Dieser Text stammt aus dem ZEIT Campus Magazin 5/17. © Das aktuelle Heft können Sie am Kiosk oder hier erwerben.

    Lasse kam nachmittags zu mir, mit diesem verschmitzten Lasse-Blick, der mich sofort beruhigt hat. Wir haben dann erst mal die Sendung mit der Maus geguckt, „Wie entsteht ein Kind?“, weil wir darauf klarkommen mussten. Danach saßen wir lange am Rhein und haben geredet. Und schließlich sind wir ins Kino gegangen, in den erstbesten Film: Wolverine, Action mit viel Gemetzel. Wir fanden den Film beide ziemlich bescheiden. Aber es hat uns dazu gebracht, zwei Stunden lang nicht darüber nachzudenken, was gerade mit unserem Leben passiert.

    Cori hat so eine süße Eigenschaft: Immer wenn sie einen Satz beendet, lacht sie. Auch an diesem Tag. „So, was machen wir denn jetzt, Lasse, Mensch?“, fragte sie. Es hat mir total geholfen, dass sie nicht so verzweifelt war. Ich hatte eine kleine Tendenz zur Abtreibung. Aber ich habe das nicht ganz so formuliert. Ich wollte Cori nicht drängen.

    Lasse war kein One-Night-Stand, mit ihm fühlte sich alles richtig an. Nach dem Test dachte ich: „Okay, jetzt tappen wir im Dunkeln.“ Aber auch: „Wie schön ist das denn?“ Als wir dann über Abtreibung sprachen, war das für mich ein Dämpfer.

    Es war schon länger geplant, dass Cori ein paar Tage mit Freunden in den Ski-Urlaub fahren würde. Wir beschlossen, dass wir uns danach entscheiden wollen. Während sie weg war, wurde mir klar: Ich bin gerade fertig mit der Uni, bald fange ich mein Referendariat an, und das mit Cori ist was Besonderes. Es gibt kein einziges Argument dagegen.

    Im Urlaub habe ich gemerkt, wie sich mein Körper verändert hat. Ich war müder als sonst und hatte das Bedürfnis, das Würmchen in mir zu schützen. Sonst bin ich total die Pistensau, jetzt wollte ich nicht so krasse Strecken fahren. Als ich zurückkam, war für uns beide klar: Wir bekommen das Kind.

    Nach der Entscheidung fühlte sich alles ganz leicht an. Aber dann bekam Corinna Unterleibsschmerzen und Blutungen. Wir fuhren in die Notaufnahme. „Es sieht nicht gut aus“, sagte der Gynäkologe. Dreißig Prozent der Kinder würden in den ersten drei Monaten sterben. Ich war geschockt. Cori musste sich sofort ins Bett legen, durfte sich nicht bewegen. Nach zwei Wochen im Krankenhaus gab der Arzt Entwarnung: „Sie können sich darauf einstellen, dass Sie ein Kind bekommen.“ Ich habe mich so gefreut. Als wären wir zum zweiten Mal schwanger geworden.

    Ein Moment, zwei Perspektiven: Laura Cwiertnia fragt zwei Menschen unabhängig voneinander nach einem gemeinsamen Erlebnis. Corinna und Lasse wollten offen über Gefühle sprechen, aber ihre Nachnamen für sich behalten. Auch was zu erzählen? Schreibt an: [email protected]

    Schwangerschaft: Der richtige Sport schützt vor zu starker Zunahme

    Zehn Sport­tipps für Schwangere

    Tipp 1: Mehr­mals pro Woche trainieren. Bewegen Sie sich während der gesamten Schwangerschaft möglichst an den meisten Tagen der Woche – jeweils mindestens 20 Minuten lang. Trainieren Sie aber nicht bei Hitze und hoher Luft­feuchtig­keit, das belastet den Kreis­lauf zu stark.

    Tipp 2: Richtige Sport­arten auswählen. Walking, Tanzen, Schwimmen oder Radfahren sind gute Ausdauer­sport­arten während der Schwangerschaft. Fürs Kraft­training empfehlen sich Übungen, die auf große Muskel­gruppen zielen – mit Widerstands­bändern oder leichten bis mitt­leren Gewichten. Zum Beispiel können Sie 1 bis 3 Kilogramm schwere Hanteln zehn bis 15 Mal hinter­einander bewegen.

    Tipp 3: Riskante Sport­arten meiden. Verzichten Sie auf Sport­arten mit hohem Sturzrisiko wie Inline-Skaten oder mit hohem Belastungs­level wie Hot Yoga und Marathonläufe. Auch Tauchen und Kampf­sport­arten bergen Gefahren für das Neugeborene.

    Tipp 4: Nicht zu viel zumuten. So lange Sie sich noch unterhalten können, brauchen Sie keine Über­beanspruchung zu fürchten. Sie sollten das Training höchs­tens als „etwas anstrengend“ empfinden, möglichst nicht als „anstrengend“, „sehr schwer“ oder „sehr, sehr schwer“ – diese Einstufung richtet sich nach der sogenannten Borg-Skala.

    Tipp 5: Die Anstrengung messen. Sie können Ihr Anstrengungs­level auch in maximaler Herz­frequenz messen – mit tech­nischen Hilfs­mitteln wie Fitnessarmbändern, test 1/2016oder manuell: Dafür den Puls auf der Innenseite des Hand­gelenks unter dem Daumen­ansatz finden. Zeige- und Mittel­finger anlegen. Die Anzahl der Puls­schläge in 15 Sekunden zählen, den Wert mit vier multiplizieren. Diese Zahl wiederum mit Ihrer persönlichen maximalen Herz­frequenz abgleichen – die ergibt sich aus der Formel „220 minus Lebens­alter in Jahren“. Bei moderaten Training sollte die maximale Herz­frequenz bei 60 bis 80 Prozent liegen. Vermeiden Sie Anstrengungen, bei denen die maximale Herz­frequenz bei mehr als 80 Prozent beträgt. Dann steigt das Risiko für Über­hitzung und Austrock­nung. Zudem brauchen die Muskeln viel Blut, schlimms­tenfalls wird die Plazenta nicht richtig versorgt.

    Tipp 6: Abbrechen. Stoppen Sie das Training sofort bei Unwohl­sein, Benommenheit, Kopf- und Brust­schmerzen, Waden­schmerzen, Atemnot, Schwindel oder Schwel­lungen sowie bei schmerzhaften oder häufigen Kontraktionen und bei Symptomen wie vaginalen Blutungen oder Flüssig­keits­austritt.

    Tipp 7: Atem- und Bauchmuskeln nicht stark anspannen. Verzichten Sie auf Kraft­übungen, bei denen Sie Druck auf die Atem- oder Bauchmuskulatur ausüben – zum Beispiel Sit-Ups oder Valsalva-Manöver, bei denen man mit zugehaltener Nase und geschlossenem Mund Druck aufbaut. Der Blutfluss durch die Plazenta könnte sich verringern und so die Herz­frequenz des Kindes. Auch der Beckenboden kann leiden.

    Tipp 8: Auf isome­trische Übungen verzichten. Machen Sie keine ausgedehnten isome­trischen Übungen, bei denen statisch Druck oder Zug auf die Muskeln ausgeübt wird.

    Tipp 9: Nicht lange auf dem Rücken liegen bei fort­geschrittener Schwangerschaft. Ab dem zweiten Schwanger­schafts­drittel sollten Sie ausgedehnte Übungen in Rückenlage meiden. Die Gebärmutter übt dann großen Druck auf die Bauch­aorta aus, wodurch der Blut­druck absinken und sich der Blut­strom zum Ungeboren verringern kann.

    Tipp 10: Yoga fürs Seelische treiben. Yoga beugt zwar nicht der über­mäßigen Gewichts­zunahme vor, scheint aber das seelische Wohl­befinden von Schwangeren sowie Schmerzen verbessern zu können.

    Bachelor-Babe Inci ist sechs Monate nach der Geburt wieder schwanger

    Inci Sencer ist wieder schwanger. Das Bachelor-Babe erwartet nur sechs Monate nach der Geburt von Baby Nummer eins Kind Nummer zwei.

    Bei „Der Bachelor“ im vergangenen Jahr wollte Inci Sencer das Herz von Sebastian Pannek erobern. Doch der entschied sich in der letzten Nacht der Rosen für Clea-Lacy Juhn. Kein Problem für Inci. Die war ohnehin in einen anderen verliebt.

    Kurz nach den Dreharbeiten der RTL-Kuppelshow wurden Inci und Daniel ein Paar. Es folgte die Verlobung, später die Hochzeit. Im Dezember 2017 wurden die Deutsch-Türkin und ihr Auserwählter dann auch noch zum ersten Mal Eltern.

    Jetzt, sechs Monate später, ist es wieder so weit: Inci ist zum zweiten Mal schwanger. Das verkündete die 25-Jährige auf Instagram – wenn auch nicht ganz freiwillig.

    Zu einem Foto von sich und Töchterchen Mila schrieb Inci: „Schade, dass es uns verwehrt geblieben ist, euch selber von unserem zweiten Wunder zu erzählen. Ich hoffe auf euer Verständnis, dass wir dieses Glück vorerst im Kreise der Familie genießen wollten, bevor wir euch an unserem Glück teilhaben lassen wollten.“

    Viola Kraus, ebenfalls eine „Bachelor“-Kandidatin aus der Staffel von Sebastian Pannek, hatte die Baby-News verbreitet. „Schade, dass aus Missgunst solch in intime Informationen in die Welt gesetzt werden“, so Inci weiter.

    Doch was war überhaupt passiert?

    Angefangen hatte der Streit mit der Trennung von Sebastian und Clea-Lacy. Nach anderthalb Jahren Beziehung gab das Bachelor-Traumpaar vor wenigen Tagen sein Liebes-Aus bekannt. Eine Nachricht, die viele Fans schockierte, Viola hingegen erfreute.

    View this post on Instagram

    A post shared by 𝒱𝒾𝑜𝓁𝒶 𝒦𝓇𝒶𝓊𝓈 (@viola.kraus.official) on May 28, 2018 at 3:15am PDT

    Denn die 27-Jährige war damals ebenfalls in Bachelor Basti verliebt. Und weil der jetzt wieder Single ist, witterte Viola ihre Chance und ging in die Flirtoffensive. „Sebastian, du weißt doch noch, wo ich in München wohne. Und meine Nummer hast du ja sowieso“, schrieb sie in ihrer Insta-Story.

    Für viele Fans ein No-Go, auch für Inci. Die kritisierte das Verhalten ihrer ehemaligen Mitstreiterin. Und weil Viola das nicht auf sich sitzen lassen konnte, verriet die Münchnerin Incis größtes Geheimnis. „Herzlichen Glückwunsch zum zweiten Nachwuchs“, schrieb die 27-Jährige in ihre Instagram-Story.

    • „Bachelor“-Paar getrennt: Liebes-Aus bei Sebastian und Clea-Lacy
    • „Bachelor in Paradise“: Peinliches Missverständnis kurz vorm Rosen-Finale
    • Baby für Bachelor-Babe: Mona Stöckli ist zum ersten Mal schwanger

    View this post on Instagram

    A post shared by 𝒱𝒾𝑜𝓁𝒶 𝒦𝓇𝒶𝓊𝓈 (@viola.kraus.official) on May 28, 2018 at 3:15am PDT

    Eine Aktion, die Inci dazu drängte, mit der Baby-Neuigkeit an die Öffentlichkeit zu gehen. In ihrer Story verriet sie außerdem: „Ich war mir nie sicher, ob ich ein zweites Kind möchte. Aber die Pille hat nicht gewirkt, somit wurde mir die Entscheidung abgenommen“, so die werdende Mama. „Es ist ein Unfall. Es ist der schönste Unfall meines Lebens.“

    König Willem-Alexander + Máxima: Das Dreimädel-Haus

    Lange haftete das Image eines Partygängers an den damaligen Kronprinzen. Doch der junge Willem-Alexander genoss eine gute Ausbildung an einer Privatschule in Wales, studierte im Anschluss Geschichte und bewies, dass in ihm viel mehr steckte als nur wilde Partys zu feiern.

    Vom Partygänger zum König der Niederlande

    König Willem-Alexander ist der älteste Sohn von Prinzessin Beatrix. Nach ihrer über drei jahrzehntelangen Herrschaft über die Niederlande, gab sie 2013 ihre Abdankung bekannt und machte ihrem Sohn den Weg als Thronnachfolger frei.

    Die Leidenschaften von Willem-Alexander

    Neben der Arbeit im niederländischen Königshaus, ließ sich König Willem-Alexander außerdem zum Piloten ausbilden und flog sogar einige Einsätze für die African Medical & Research Foundation (AMREF), einer Hilfsorganisation, die eine medizinische Versorgung in Teilgebieten Ostafrikas gewährleistet. Seit 2001 ist er im Besitz einer Lizenz für Verkehrspiloten und hat damit auch die Befugnis, Passagiermaschinen zu fliegen. So kann er sogar selbst Regierungsmaschinen steuern oder die Familie in den Urlaub fliegen – praktisch!

    König Willem-Alexander + Co.

    Eine königliche Großfamilie

    Umstrittener Hintergrund von Königin Máxima

    Der 49-Jährige löste 2001 einen Skandal am Hofe aus, als er verkündigte, sich mit der Argentinierin Máxima Zorreguieta zu verloben. Die Eheschließung verlief nicht ganz unproblematisch, da Máximas Vater Mitglied eines umstrittenen Videla-Regimes ist. Das Parlament stimmte der Eheschliessung jedoch zu. Einzige Bedingung: Máximas Eltern müssen der Hochzeit fernbleiben.

    Máxima + Willem-Alexander – Rückblick

    Schluchz! Ihre Hochzeit war zum Weinen schön

    ©Gala

    Drei Kinder krönen das Glück

    Máxima und Willem ließen sich auf diese Bedingung ein und feierten am 2.2.2002 Hochzeit im Amsterdam – standesamtlich im Rathaus, kirchlich in der Nieuwe Kerk. Das Paar wohnte zunächst in Den Haag im Noordeinde 66. Im Frühjahr 2003 bezog es dann Villa Eikenhorst in Wassenaar etwas außerhalb von Den Haag. Passend zur familiengründung: Im Dezember 2003 kam Prinzessin Catharina-Amalia zur Welt, meist Amalia genannt und als Prinzessin von Oranje die Thronfolgerin nach ihrem Vater. Im Juni 2005 kam Prinzessin Alexia zur Welt, im April 2007 wurde Prinzessin Ariane geboren. Hollands Dreimädelhaus war komplett, in der nächsten Generation wird ganz sicher wieder mal – wie auch schon in den drei Generationen vor König Willem-Alexander – eine Königin auf dem Thron der Niederlande sitzen.

    Von Wassenaar nach Huis ten Bosch

    Seit 2019 lebt König Willem-Alexander mit seiner Frau Máxima und seinen drei eifrig wachsenden Töchtern, die das Paar ganz schön auf Trab halten, in dem beeindruckenden Residenzschloss Huis ten Bosch bei Den Haag. Die langjährige Ehe des Paares und die drei Kinder liefern den Beweis – die Sorge vor der Eheschließung der beiden war völlig unbegründet.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.