Schwanger werden trotz endometriose

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Werde ich mit Endometriose jemals Kinder bekommen können?

Bei Ihnen wurde Endometriose diagnostiziert und Sie machen sich nun Sorgen, dass Ihr Kinderwunsch nicht erfüllt wird? Wir klären Sie über die Krankheit auf und verraten Ihnen, wie Sie trotz Befund Kinder bekommen können. Jährlich erkranken mehr als 30.000 Frauen an der chronischen Krankheit, bei der sich Gebärmutterschleimhaut in anderen Organen ansiedelt. In diesem Beitrag erfahren Sie alles zum Thema Endometriose und Kinderwunsch. Zunächst werfen wir einen Blick auf die Krankheit selbst: Was genau ist eigentlich Endometriose? Im Anschluss erfahren Sie, mit welchen Methoden Sie Ihren Kinderwunsch trotz Endometriose erfüllen können. Fruchtbarkeitsexperten wie IVI sind darauf spezialisiert, Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen zu einer Schwangerschaft zu verhelfen. Ihr Traum einer eigenen Familie könnte sich schon sehr bald erfüllen.

Was ist Endometriose?

Bei der chronischen Erkrankung Endometriose siedelt sich Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter an, unter anderem in den Eileitern und Eierstöcken. In selteneren Fällen sind auch die Harnblase, der Darm, das Bauchfell oder andere Organe wie die Lunge betroffen. Da die Krankheitsherde durch die Hormone des Monatszyklus beeinflusst werden, bauen sie sich regelmäßig auf und bluten ab. Als Folge der Erkrankung treten bei Frauen Entzündungen auf, wodurch sich Zysten bilden und Vernarbungen sowie Verwachsungen entstehen können. Wichtig ist zu betonen, dass Endometriose zwar eine der häufigsten Ursachen von weiblicher Unfruchtbarkeit ist, aber dennoch von gutartiger Natur ist. Mit den Wechseljahren verschwinden die Endometrioseherde meistens von selbst. Gynäkologen gehen davon aus, dass rund sieben bis fünfzehn Prozent aller geschlechtsreifen Frauen an der chronischen Krankheit leiden. In Deutschland erkranken beispielsweise jedes Jahr rund 30.000 Frauen an Endometriose. Sie stehen mit Ihrer Diagnose also ganz gewiss nicht alleine da.

Wie kommt es zu einer Endometriose-Erkrankung?

Endometriose wurde bereits 1861 von dem Arzt Rokitansky beschrieben. Dennoch werfen die Endometriose-Ursachen bis heute ein Rätsel auf. Forscher gehen davon aus, dass es sich um eine Krankheit mit multifaktorellen Ursachen handelt. Als Gründe werden unter anderem die folgenden Szenarien diskutiert:

  • Retrograde Menstruation, bei der die Monatsblutung durch die Eileiter in den Bauchraum zurückfließt
  • Erbliche Veranlagung
  • Eine Fehlfunktion des eigenen Immunsystems
  • Lokale Verschleppung der Gebärmutterschleimhaut bei einem operativen Eingriff
  • Ausbreitung der Krankheitsherde über Blut- und Lymphbahnen

Oftmals kommen Frauen nicht um eine Bauchspiegelung herum, um endgültig festzustellen, ob bei Ihnen Endometriose vorliegt.

Endometriose-Anzeichen: Wann sollten Sie zum Arzt?

Sie sollten in erster Linie beachten, dass die Endometriose-Symptome bei jeder Frau unterschiedlich ausfallen. Somit können Anzeichen vereinzelt oder kombiniert auftreten und unterschiedlichste Grade annehmen. Zudem ist nicht unbedingt gesagt, dass betroffene Frauen mit kleinen Endometrioseherden kaum Beschwerden haben und größere Krankheitsherde für heftige Beschwerden sorgen. Die Intensität der Schmerzen hängt unter anderem davon ab, wo sich die Gebärmutterschleimhaut irrtümlich angesiedelt hat. Sollten die folgenden Endometriose-Schmerzen bei Ihnen auftreten, sollten Sie nicht zögern und einen Arzttermin abmachen:

  • Starke sowie unregelmäßige Menstruationen
  • Bauch- und Rückenschmerzen, vor allem vor und während der Monatsblutung – oftmals strahlen diese in die Beine aus
  • Schmerzen beim sowie nach dem Sex
  • Schmerzen bei einer gynäkologischen Untersuchung
  • Schmerzen während des Eisprungs
  • Blasen- sowie Darmkrämpfe
  • Ohnmachtsanfälle – plötzlich und in Kombination mit Regelschmerzen
  • Schmerzen oder Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang
  • Blutungen aus Darm oder Blase
  • Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen

Weitere Endometriose-Symptome, die in Kombination mit Beschwerden auftreten können:

  • Erschöpfung
  • Müdigkeit
  • Intensiveres Auftreten von Allergien sowie weiteren Autoimmunkrankheiten
  • Erhöhte Infektanfälligkeit während der Monatsblutung

Selbstverständlich gilt, dass man keine Selbstdiagnose durchführen sollte. Wenn Sie ungewollt kinderlos sind und vermuten, dass Sie an Endometriose leiden, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Eine ärztliche Endometriose-Diagnose basiert unter anderem auf dem Fund von Zysten, Verwachsungen und Narben. Um endgültig zu wissen, ob Sie betroffen sind, ist es daher unumgänglich, einen Arzt aufzusuchen.

Behandlungsmöglichkeiten von Endometriose

Nicht jede Form von Endometriose verursacht Probleme und wirkt sich negativ auf die Fruchtbarkeit von Frauen aus. Da die Endometriose-Ursache bis heute nicht eindeutig identifiziert wurde, gibt es auch keine gezielte Endometriose-Behandlung, jedoch diverse Behandlungsmöglichkeiten. Bei einer erkrankten Frau empfiehlt der Arzt eine individuelle Therapie, die auf das jeweilige Krankheitsbild angepasst ist.

Kann nachgewiesen werden, dass die Endometrioseherde hormonell bedingt sind und vom Monatszyklus beeinflusst werden, könnte eine Hormontherapie infrage kommen. Durch eine Hormonzufuhr wird verhindert, dass sich das irrtümlich angesiedelte Gebärmuttergewebe im monatlichen Zyklus aufbaut. Solch eine Behandlung wirkt sich auch auf die Schleimhaut in der Gebärmutter aus, hemmt die Eizellenreifung und damit auch eine mögliche Schwangerschaftsentstehung.

Ist eine Endometriose bereits weit verstreut, müssen sich Frauen einer Endometriose-OP unterziehen. Insbesondere, wenn Sie einen bislang unerfüllten Kinderwunsch haben, verspricht ein operativer Eingriff beste Resultate. Je nachdem, wo sich die Krankheitsherde befinden, wird der Eingriff entweder durch die Scheide oder mithilfe einer Laparotomie (Bauchschnitt) durchgeführt. Selten müssen bei einer Operation ganze Organe entnommen werden. Sollten Sie Ihre Familienplanung allerdings bereits abgeschlossen haben, kann die Entnahme der gesamten Gebärmutter oder der Eileiter manchmal einfacher sein.

Schwangerschaft trotz Endometriose – so klappt’s

Nach erfolgreicher Entfernung der Endometrioseherde haben Sie – sofern Sie und Ihr Partner über keinerlei andere Fruchtbarkeitsprobleme verfügen, beste Voraussetzungen, um schwanger zu werden. Falls bei Ihnen jedoch nicht alle Krankheitsherde auf einmal entfernt werden konnten, kann es sein, dass Sie sich zunächst einer Hormonentzugstherapie unterziehen müssen. Ziel dieser ist es, die irrtümlich angesiedelte Gebärmutterschleimhaut loszuwerden. Eine Schwangerschaft stellt die natürlichste Hormonentzugstherapie dar. Schnell schwanger zu werden, ist daher nicht nur aufgrund eines Kinderwunsches ratsam. Es existieren diverse Methoden, schwanger zu werden, die wir im nächsten Abschnitt vorstellen.

Trotz Endometriose: Schwangerschaft und Wunschkind

Auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten, beraten Sie Ärzte wie die Spezialisten der IVI-Kliniken darüber, auf welchem Wege Sie am besten schwanger werden. Abgesehen von einer natürlichen Schwangerschaft steht Ihnen eine große Bandbreite an Behandlungsmethoden zur Verfügung. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen die gängigsten Formen der medizinisch unterstützten Reproduktion.

Bei einer Insemination befruchtet ein Arzt die Eizelle einer Frau mit Samenzellen des Partners direkt im Körper. Eine Samenübertragung kann aber auch mit Spendersamen durchgeführt werden, wenn das Sperma des eigenen Partners eine mangelhafte Qualität aufweist. In diesem Fall spricht man von einer heterologen oder donogenen Insemination. Der Ablauf dieser Behandlung beginnt mit einer hormonellen Stimulation der Eierstöcke. Sobald die Eizelle die gewünschte Reife erreicht hat, wird ein Eisprung gezielt ausgelöst und spätestens sechsunddreißig Stunden später findet dann die Insemination statt.

Anders als bei einer Samenübertragung werden Eizelle und Samen bei einer In-vitro-Fertilisation (IVF) außerhalb des weiblichen Körpers im Labor vereint. Es handelt sich hierbei um die am häufigsten verwendete Behandlungsmethode der Reproduktionsmedizin. IVF bietet sich unter anderem bei Frauen mit einer fortgeschrittenen Endometriose an, die sich auf die Funktionalität der Eierstöcke sowie auf die Qualität der Eizellen auswirkt. Wie bei einer Samenübertragung wird zu Beginn der Behandlung eine ovarielle Stimulation durchgeführt. Nach zehn bis zwanzig Tagen werden die Eizellen im Rahmen einer Follikel-Punktion entnommen. In einer Kulturschale vereinen sich schließlich Eizelle und Samenzelle. IVI empfiehlt eine Kultivierungszeit der befruchteten Eizellen von fünf bis sechs Tagen, bevor der Embryo in die Gebärmutter transferiert wird.

Die ICSI-Methode ist nahezu mit einer IVF identisch. Der maßgebliche Unterschied bei dieser Form der medizinisch unterstützten Reproduktion besteht darin, dass bei einer Intrazytoplasmatischen Injektion gezielt Ei- und Samenzellen von einem Mediziner vereint werden – anders als bei einer IVF, bei der diese auf eigenem Wege zueinanderfinden. Die ICSI-Form der künstlichen Befruchtung ist daher technologisierter. ICSI wird von Ärzten dann empfohlen, wenn der Mann lediglich über wenig bewegliche Spermien verfügt und bei der Frau Insemination sowie IVF-Zyklen erfolglos blieben. Falls Sie an Endometriose leiden oder gerade eine entsprechende Therapie hinter sich haben, stehen Ihnen diverse Möglichkeiten zur Verfügung, schwanger zu werden.

Mit der Diagnose von Endometriose müssen Sie keinesfalls auf eine Schwangerschaft verzichten. Wichtig ist, dass Sie sich ausführlich untersuchen lassen und abgesehen von einer auf natürlichem Wege entstandene Schwangerschaft auch andere Optionen in Betracht ziehen. Endometriose und Kinderwunsch müssen nicht zwangsweise im Widerspruch zueinander stehen. Nutzen Sie noch heute die Chance, einen Termin in einer IVI-Klinik abzumachen und sich von deutschsprachigem Fachpersonal ganzheitlich beraten zu lassen. Dank modernster Techniken hat IVI seit 1990 dabei geholfen, mehr als 160.000 Babys auf die Welt zu bringen. Vertrauen auch Sie sich den Experten der medizinisch unterstützten Reproduktion an!

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Hurra, ein Baby – trotz Endometriose

Hä? Zwei Streifen? Ich? Das kann doch eigentlich gar nicht sein! Ich habe doch Endometriose?!* Ein Wahnsinnsmoment war das letztes Jahr, denn: Dass ich überhaupt Mutter werden könnte, damit hatte ich nicht wirklich gerechnet.

Über Jahre hatte ich daran gearbeitet, mir diese Idee auszutreiben bzw. mir immer wieder zu sagen, dass das Ganze eine echt schwierige Kiste werden würde, ich mich wohl nie Mama nennen darf – und mich auf ein Leben mit Hund und einer schönen Weltreise eingestellt. Ich wollte so der Enttäuschung vorbeugen.

Ich hatte Angst, nie Mutter zu werden.

2006 wurde ich operiert. Was ich hatte, das wusste ich vorher nicht. Ich war mit enormen Bauchschmerzen in die Klinik gegangen und bin kurzerhand auf dem OP-Tisch gelandet. Diagnose Endometriose. Bei der Entlassung gab eine Ärztin mir zu verstehen, dass ich mit dem Kinder kriegen nicht allzu lange warten solle. Schließlich könne die Krankheit zur Unfruchtbarkeit führen. Danke für die Blumen, dachte ich mir damals. Mit 25. Ich fand mich nicht nur noch zu jung, um Mutter zu werden – dazu war weit und breit kein potentieller Vater in Sicht. Worte, die mich nachhaltig geprägt hatten. Eine Krankheit, die mich dann über Jahre begleitet hat – zunächst nicht nur wegen der Schmerzen, sondern auch wegen der damit verbundenen Angst, nie Mutter werden zu können. Wie oft habe ich im Internet Worte wie „nicht schwanger wegen Endometriose“ oder „Unfruchtbarkeit wegen Endometriose“ gelesen und verinnerlicht.

Ich musste mich plötzlich entscheiden: OP? Oder soll ich es so wagen?

2014 war bei uns das Thema „Schwangerschaft“ auf dem Tisch. Doch mit dem Absetzen der Pille kamen heftige Schmerzen zurück. Ich sollte ins MRT. Ein erster Schritt. Plötzlich stand das Wort OP wieder im Raum. Scheiße! Denn das könnte bedeuten, dass ich mich entscheiden müsste: Entweder OP oder ‚es darauf ankommen zu lassen‘. Würde ich dann die richtige Entscheidung treffen? Ich hatte Angst.

Hilfe von einer Heilerin. Echt jetzt? Ja!

Zeitgleich bekam ich einen Tipp aus dem Bekanntenkreis. Ich solle doch mal zu einer bestimmten Heilerin gehen. Sie könne vielleicht meine Schmerzen lindern. Hand auflegen, heilen. Das hatte ich vorher ein einziges Mal ausprobiert. Mit dem Ergebnis, dass ich mich unter den Händen einer Heilpraktikerin liegend gefragt habe: „Was zur Hölle mache ich hier eigentlich? Kohle verbrennen? Ich merke rein gar nichts.“ Ich war mir damals sicher: das ist nichts für mich. Nur: Nun waren nicht nur meine Schmerzen da, sondern auch der Wunsch, ein Kind zu bekommen. Ich wollte nichts unversucht lassen – und habe es ausprobiert.

Die Heilerin: eine junge Frau, wie du und ich. Gelernte Intensivkrankenschwester. Ich war tierisch aufgeregt. Einfach, weil ich nicht wusste, was mich erwartet. Das Verrückte ist: Sie hat mich während der Behandlung nicht einmal angefasst. Ich stand. Sie ist um mich herum gegangen, ihre Hände immer mit einem gewissen Abstand zu meinem Körper.

Huch, was passiert mit mir?

Und ich, ja, ich hatte das Gefühl, in einem Magnetfeld zu stehen. Meine Knie zitterten und ich konnte kaum gerade stehen. Irgendwann fing dann mein Bauch an zu rumoren. Und das tierisch laut. Komisch, dachte ich – das kenne ich so gar nicht. Dazu zog es kurz an den Stellen, die mir immer wieder weh taten. Dann hörte mein Bauch auf und ihrer übernahm buchstäblich das Geräusch. Ich war völlig perplex und dachte mir: Bilde ich mir das hier alles nur ein? Nein, das wusste ich spätestens als ich nach der Behandlung die Metallschnalle meines Gürtels anfasste. Die war heiß. Und das, obwohl ich sie vorher nicht einmal berührt hatte.

Zuhause fiel ich erst einmal in einen dreistündigen Tiefschlaf. Und die Schmerzen, ja, die ließen tatsächlich nach. Viel wichtiger war aber für mich, dass sie zu mir sagte: „Ich wüsste nicht, warum du kein Kind bekommen solltest.“ Worte, die mich wahnsinnig stärkten. Der Glaube an mich kehrte zurück. Und ich gewann Vertrauen in meinen Körper.

Vertrauen in mich und meinen Körper.

Das MRT-Ergebnis war dann nicht eindeutig. Es könnten neue Endometriose-Herde sein, sagte mir meine Frauenärztin. Die Entscheidung, ob OP oder nicht – die läge bei mir. „Was ist, wenn eine erneute Operation eine Schwangerschaft überhaupt erst möglich macht?“, fragte ich mich. Mit Sorge. Aber auch wenn ich Angst hatte, mich falsch zu entscheiden – es hat sich dann einfach richtig angefühlt, es erst einmal so zu versuchen. Denn mir wurde nun auch klar: Ich hatte eine Schwangerschaft abgeschrieben, bevor ich überhaupt versucht hatte, schwanger zu werden. Ich hatte Google und wagen Aussagen von Ärzten mehr vertraut als mir selbst.

Heute bin ich mir sicher: die Behandlung hatte einen entscheidenden Anteil an dem positiven Schwangerschaftstest. Nur kurze Zeit später hat es geklappt. Meine Frauenärztin sagte damals zu mir: „Wer heilt, hat Recht.“ Und da gebe ich ihr Recht.

Für mich ist nun klar: eine Endometriose ist kein Ausschlusskriterium für eine Schwangerschaft. Die zwei Streifen können trotzdem in Erfüllung gehen! Das Wichtigste bei dieser Diagnose ist, denke ich, dass man die Hoffnung nicht zu früh aufgibt!

*Bei der Endometriose handelt es sich um gutartige, oft schmerzhafte Wucherungen von Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (das so genannte Endometrium), das sich außerhalb der Gebärmutter in benachbarten Organen ansiedelt.

Falls ihr Fragen an mich habt oder den Kontakt zu der Heilerin Viola haben möchtet, dann schreibt mir gerne eine Mail. Hier findet ihr übrigens ein Interview mit ihr und unsere Erfahrungsberichte zum Thema Heilung.

Macht Endometriose unfruchtbar? Die Wahrheit zu Deinen Optionen findest Du hier

Lena Dunham, die Erschafferin der TV-Serie Girls, verriet dieses Jahr, dass sie sich die Gebärmutter entfernen ließ um dem qualvollen Leiden rund um ihre Endometriose ein Ende zu bereiten.
Die Entscheidung der gerade mal 31-Jährigen war höchst umstritten, denn es hat sie letzten Endes unfruchtbar gemacht.
Jedoch erklärte Dunham, dass sie trotz dem Verlust ihrer Fruchtbarkeit mit ihrer Entscheidung zufrieden war, denn es bedeutete das Ende einer langen qualvollen Zeit in der ihr Leben zunehmend eingeschränkt war.
Falls auch Du an schlimmen Krämpfen und Schmerzen im Unterleib leidest, vor allem während Deiner Periode, oder falls Du Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs hast, so könnten dies Symptome einer Endometriose sein. Jedoch kann die Krankheit auch völlig symptomlos ausfallen. Und es gibt dabei einen Zusammenhang mit Unfruchtbarkeit.

Endometriose, eine chronische Schmerzkrankheit, kommt sehr häufig vor und betrifft zirka 1 in 10 Frauen im reproduktiven Alter. Experten schätzen, dass in Deutschland jährlich etwa 40.000 Neuerkrankungen auftreten. Jedoch ist die Krankheit noch immer wenig anerkannt und wird oft missverstanden.

Dieser Blog-Beitrag bietet Dir Antworten zu Deinen Fragen rund um die Endometriose, welches die Symptome sind und wie sich die Krankheit auf Deine Fruchtbarkeit auswirkt. Du findest auch Antworten zu den verfügbaren Behandlungsmethoden (und ja, Du kannst Deine Gebärmutter auch behalten).

Was bedeutet Endometriose?

Normalerweise wird während einer Periode die Gebärmutterschleimhaut aus dem Körper ausgeschieden. Bei einer Endometriose hingegen, bleiben Teile des Gewebes zurück, die dann sich auf andere Bereiche wie Eileiter, Eierstöcke, Becken und die Eingeweide ausweiten und sich dort ansiedeln. Auch ausserhalb der Gebärmutter wächst dieses Gewebe weiter und stößt während des Menstruationszyklus weiterhin Zellen ab. Dieser Vorgang kann sehr schmerzvoll sein und sogar zu inneren Vernarbungen und Verklebungen führen (wenn dabei Organe aneinanderhaften).

Forscher verstehen noch nicht ganz genau warum sich Gebärmutterschleimhaut überhaupt außerhalb der Gebärmutter bildet. Jedoch wurden eine Reihe an Risikofaktoren festgestellt, die zu diesem Zustand beitragen können:

Wie weiss ich ob ich Endometriose habe?

Trotz der Häufigkeit dieser Krankheit werden medizinische Untersuchungen auf Endometriose nicht regelmäßig durchgeführt. Falls Du Verdacht auf die Krankheit hast, oder mit ungeklärter Unfruchtbarkeit zu kämpfen hast, solltest Du Deinen Arzt auf eine entsprechende Untersuchung ansprechen. Bei Verdacht auf eine Endometriose klärt der Arzt zuerst mit einer gynäkologischen Untersuchung, ob es Verwachsungen außerhalb der Gebärmutter gibt. Gegebenenfalls kommt eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) oder eine Magnetresonanz-Tomografie (MRT) zum Einsatz, die den genauen Ort der Verwachsungen bestimmen kann. Jedoch ist der einzige Weg die Krankheit mit Sicherheit festzustellen eine Bauchspiegelung. Hierbei wird unter Narkose eine kleine Kamera in die Beckengegend eingeführt um diese genau zu untersuchen.

Bei mir wurde Endometriose festgestellt. Kann ich trotzdem schwanger werden?

Kurz gesagt: Ja, kannst Du. Aber es könnte etwas schwieriger sein.

Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen Endometriose und Unfruchtbarkeit – je stärker die Endometriose desto schwieriger wird es für Dich schwanger zu werden. Aber wo genau sich die Verwachsungen befinden spielt ebenfalls eine Rolle.
Laut einer Studie waren Schwangerschaften bei Frauen mit peritonealen Endometriosen (im Bauchfell versprengte Verwachsungen) weniger erfolgreich als bei ovariellen Endometriosen (die Eierstöcke betreffend). Jedoch kann bei ovariellen Endometriosen, wenn etwa Narbengewebe oder Verwachsungen die Eierstöcke blockieren, der Eisprung blockiert werden.

Eine weitere Herausforderung bei Endometriosen ist, dass die Zellen entzündungsfördernde Zytokine ausstossen, das sind Proteine, die vom Körper hergestellt werden um das Wachstum und die Differenzierung von Zellen zu regulieren.
Abhängig davon wo die Entzündung vorkommt, können Vorgänge wie der Weg des Eies durch den Eileiter oder die Einnistung des Eies unterbrochen werden. Auch die Effektivität von Spermien kann beeinträchtigt werden.

Wie wirkt sich eine Endometriose also auf Deine Fruchtbarkeit aus? Das kommt ganz auf die jeweiligen Gegebenheiten an. Da die Krankheit verschiedene Organe zu verschiedenen Zeitpunkten befallen kann, ist auch ihre Auswirkung auf die Fruchtbarkeit von Frau zu Frau verschieden. Dies bereitet Forschern Schwierigkeiten, den genauen Zusammenhang zwischen der Fruchtbarkeit und der Endometriose zu bestimmen.

Was bedeutet all dies also?
Es bedeutet, dass es sehr wohl möglich ist schwanger zu werden, wenn man an einer Endometriose leidet.

Hilft eine Behandlung der Endometriose dabei schwanger zu werden?

Das kommt ganz darauf an wie ernst die Erkrankung bei Dir ist.

Hormonbehandlungen, wie etwa durch Einnahme der Pille oder des Sexualhormons Gonadotropin, sind zwar gut für die Schmerzlinderung, helfen aber dabei schwanger zu werden.

Operative Eingriffe können helfen, ist aber auch abhängig davon wie schwer die Erkrankung ist. Eine Studie der European Society of Human Reproduction and Embryology hat festgestellt, dass ein sogenannter laparoskopischer Eingriff um Verwachsungen zu entfernen bei der Empfängnis helfen kann, vorausgesetzt die Erkrankung hat eine milde Form.
Leider wissen wir derzeit nicht, ob ein chirurgischer Eingriff bei Frauen mit schwereren Formen der Erkrankung, oder bei denjenigen die eine künstliche Befruchtung in Erwägung ziehen, helfen kann. Es gibt dazu noch keine verlässlichen Studien.

Bei Endometriosen im Eierstockbereich wissen wir zumindest, dass Entfernungen der Verwachsungen eine bessere Wirkung erzielten als eine sogenannte Ablation, wobei die Zellen abgesaugt und zerstört werden. Was Du Deinen Arzt jedoch in jedem Fall fragen solltest ist, ob der Eingriff den gesunden Eierstöcken oder Eiern schaden kann und welche Möglichkeiten es gibt Deine Eier aufzubewahren oder zu schützen.

Eine andere Option, die der Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie), ist ein radikaler Eingriff der bedeutet, dass Du nicht mehr schwanger werden kannst. Dies wird nur bei sehr extremen Fällen der Endometriose angewendet, wenn keine anderen Behandlungsmethoden mehr in Frage kommen.

Von Vicky Kummer | Mrz 2, 2018 Tags: Endometriose, fertility, trying to conceive

Vicky Kummer

Endometriose und Kinderwunsch

Therapiemöglichkeiten

Ist die Diagnose Endometriose gestellt, ist das für viele Betroffene eine Erleichterung, da sie ihre Beschwerden endlich einer Ursache zuordnen können. Allerdings hat diese Diagnose auch eine Kehrseite – Endometriose gilt als unheilbar.

Dennoch gibt es verschiedene Ansätze, mit denen eine Schwächung oder Unterdrückung der Symptome erzielt beziehungsweise der Krankheitsverlauf verlangsamt werden kann.

Treten die Herde nur oberflächlich auf Organen und/oder in der Bauchhöhle auf, können sie meist im Rahmen einer Laparoskopie entfernt werden. Sind die Herde versteckt oder schwer erreichbar, ist mitunter auch eine Öffnung der Bauchdecke nötig.

Sind alle Herde entfernt, verschwinden die Symptome für gewöhnlich. Allerdings werden oftmals nicht alle Herde entdeckt oder sie wachsen nach, was neuerliche Eingriffe nötig machen kann.

Bereits vorhandene Organschädigungen und starke Verwachsungen können in vielen Fällen jedoch nicht operativ korrigiert werden.

Eine Hormontherapie kann die von Endometrioseherden ausgelösten Symptome lindern. Die Einnahme von Gelbkörperhormonen, sogenannten Gestagenen, in Form von hormonellen Verhütungsmitteln, schwächt die Symptome meist zuverlässig ab. Da die Einnahme von Gestagenen aber oft von unerwünschten Nebenwirkungen wie Zwischenblutungen oder starken Kopfschmerzen begleitet wird, wird oftmals Kombipräparaten mit einem zusätzlichen Östrogenanteil der Vorzug gegeben. Östrogen schwächt die Nebenwirkungen des Gelbkörperanteils ab, kann aber zu einer verminderten Wirkung in Bezug auf Endometriose sowie zu Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen oder Haut- und Gewichtsproblemen führen.

Zu beachten ist dabei, dass Hormontherapien keine Wirkung auf bereits vorhandene Verwachsungen oder Organschäden haben. Werden die Beschwerden nicht von den Herden direkt, sondern von deren Begleiterscheinungen verursacht, ist trotz der Einnahme von Hormonen somit nicht mit einer Linderung der Symptome zu rechnen. In diesem Fall ist ein operativer Eingriff meist unumgänglich.

Auch bei bestehendem Kinderwunsch ist eine Hormontherapie nicht sinnvoll, da die Präparate eine empfängnisverhütende Wirkung haben.

Zusätzlich zu schulmedizinischen Ansätzen können auch alternative Behandlungsmethoden wie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Homöopathie, Massagen, Cranio Sacral-Therapien, Entspannungstechniken oder Yoga die Symptome lindern oder Betroffenen Wege aufzeigen, besser mit ihren Beschwerden zurecht zu kommen. Auch eine psychologische Betreuung kann sinnvoll sein, da oft jahrelanger Leidensdruck hinter der Diagnose Endometriose steht.

Bei starken chronischen Endometrioseschmerzen empfiehlt sich eine begleitende Schmerztherapie.

Steht die Erkrankung der Erfüllung des Kinderwunsches im Weg, finden betroffene Paare in Kinderwunsch-Kliniken kompetente Ansprechpartner. Die dortige Therapie ist abhängig von den Faktoren, die im jeweiligen Fall eine Schwangerschaft verhindern. Bei operativen Eingriffen können verklebte Eileiter oftmals wieder durchgängig gemacht werden. Nach erfolgreichen chirurgischen Eingriffen zur Entfernung von Endometrioseherden oder Verwachsungen steigt die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, deutlich an.

Ist eine natürliche Befruchtung dennoch nicht möglich, stehen betroffenen Paaren diverse reproduktionsmedizinische Methoden zur Verfügung. Der österreichische IVF-Fonds übernimmt bei einer Endometrioseerkrankung bis zu 70 Prozent der Kosten für diverse Formen der künstlichen Befruchtung.

Schwanger, trotz Endometriose?

Die Diagnose „Endometriose“ trifft viele Frauen wie ein Schlag: Nach Schätzungen der Endometriose Vereinigung Deutschland sind allein in Deutschland jedes Jahr rund 30.000 Frauen betroffen. Bei vielen von ihnen wird die Krankheit erst entdeckt, wenn ein Kinderwunsch verdächtig lange unerfüllt bleibt. Der Europäischen Endometriose Liga zufolge steckt die Krankheit sogar hinter der Hälfte aller Fruchtbarkeitsprobleme bei Frauen. Und umgekehrt hat die Hälfte aller bereits diagnostizierten Patientinnen Schwierigkeiten beim schwanger werden. Ein Grund zum Verzweifeln sollte das aber nicht sein, denn eine Endometriose muss nicht das Ende deiner Familienplanung bedeuten. Wir erklären dir, was es alles zum Thema Endometriose und Schwangerschaft zu wissen gibt.

Einen ausführlichen und emotionalen Erfahrungsbericht zweier betroffener Frauen liest du in unserem Artikel: „Ich wurde einfach nicht schwanger: Diagnose Endometriose“

Die Krankheit: Das passiert in deinem Körper

Obwohl Endometriose weit verbreitet ist, ist noch viel zu wenig über die Krankheit bekannt und Ärzte brauchen oft lange, um die richtige Diagnose zu stellen. Zeit, die vor allem Frauen mit Kinderwunsch wie eine Ewigkeit vorkommt und an den Nerven zehrt. Doch was macht die Krankheit mit deinem Körper? Gutartige Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) siedelt sich außerhalb der Gebärmutter an, hauptsächlich findet sich das Gewebe an Organen wie Eierstöcken, Eileitern, Darm und Blase. Hier durchläuft die Schleimhaut die gleichen zyklischen Veränderungen wie das normale Endometrium, kann jedoch nicht bei der Regelblutung abgestoßen und ausgeschieden werden. In der Folge kommt es deshalb an den Endometrioseherden zu Entzündungen, Zysten und Vernarbungen. Und genau diese Narben und Entzündungen beeinträchtigen im schlimmsten Fall die Funktion von Eierstöcken und Eileitern.

Die Symptome: Starke Schmerzen

Was die Diagnose so schwierig macht? Wie genau sich eine Endometriose zeigt, ist von Frau zu Frau verschieden: Ein sehr typisches Symptom sind zum Beispiel heftige Unterleibsschmerzen. Sie beginnen häufig schon einige Tage vor der Regel und bleiben während der Menstruation durchgehend stark. Auch Unterleibsschmerzen an anderen Tagen des Zyklus können auf Endometriose hindeuten. Wenn du beim Geschlechtsverkehr und beim Urinieren starke und ungewöhnliche Schmerzen hast, deutet das eventuell ebenfalls auf Endometriose hin. Andererseits tritt die Krankheit manchmal völlig ohne offensichtliche Symptome auf. Dann wird sie meist erst festgestellt, wenn es mit dem Baby über einen längeren Zeitraum nicht klappen will. Umso wichtiger ist es, dass dein Arzt bei Fruchtbarkeitsproblemen auch Endometriose als mögliche Ursache abklärt. Beobachte deinen Körper und deinen Zyklus also ganz genau. Jede noch so kleine Kleinigkeit ist für die Diagnose vielleicht von Bedeutung.

Die Diagnose: Langwierig und problematisch

Endometriose ist eine komplexe Erkrankung und wird deshalb von Ärzten nicht immer gleich erkannt. Die Endometriose Vereinigung Deutschland schätzt, dass jede Patientin im Schnitt sechs Jahre auf eine Diagnose warten muss. Und selbst bei Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen vergehen durchschnittlich drei Jahre. Klar, dass wir in dieser Zeit unsicher sind und uns mit unseren Schmerzen und Problemen nicht ernst genommen fühlen. Ein erstes ausführliches Gespräch mit anschließender Untersuchung bei deinem Frauenarzt hilft, dem Problem auf die Spur zu kommen. Absolute Gewissheit bringt eine Bauchspiegelung. Nur so kann der Schweregrad und die Lage der Krankheitsherde genau bestimmt werden.

Die Behandlung: So kannst du trotzdem schwanger werden

Doch was nun? Was tun mit dem Befund? Vor allem nicht verzweifeln, denn es gibt Mittel und Wege um Endometriose zu behandeln. Sie richten sich nach Art und Ausprägung der Erkrankung und unterteilen sich in verschiedene medikamentöse oder operative Strategien. Dein Kinderwunsch sollte bei der Wahl der richtigen Therapie auf jeden Fall berücksichtigt werden. Denn gerade viele der hormonellen Therapieansätze, zum Beispiel die Einnahme bestimmter Verhütungspillen, stehen einer Schwangerschaft im Weg. Stattdessen kann dein Arzt erst eine operative Entfernung der Krankheitsherde vorschlagen. Die passiert meist über eine Bauchspiegelung. Werden dabei nicht alle Herde entfernt, kann eine anschließende Hormontherapie über mehrere Monate hinweg, die restlichen Stellen „austrocknen“. Da die Krankheit chronisch verläuft ist es allerdings so, dass bei fast 80 Prozent der chirurgisch behandelten Frauen innerhalb von fünf Jahren nach dem Eingriff erneut Herde auftreten.

Wie dein Arzt vorgeht, hängt ganz davon ab, wie genau die Endometriose bei dir ausgeprägt ist. Der Weg zu deinem Wunschkind ist möglicherweise ein wenig länger, deswegen solltest du Fruchtbarkeitstherapien inklusive einer künstlichen Befruchtung nicht ausschließen. Zur Frage ob Endometriose eine Schwangerschaft riskanter macht, gibt es übrigens unterschiedliche Studien. Einige Untersuchungen fanden ein erhöhtes Risiko für Komplikationen, andere konnten keinen Unterschied zwischen Frauen mit und ohne Endometriose feststellen.

Endometrium nennt man die Schleimhaut im Inneren der Gebärmutter, die während eines Zyklus unter der Wirkung weiblicher Geschlechtshormone (Östrogene, Progesteron) aufgebaut und bei der Menstruation abgestossen wird.

Gutartiges Wachstum der Uterus-Schleimhaut – ausserhalb der Gebärmutter!

Schätzungsweise 10 Prozent der weiblichen Bevölkerung leidet unter einer Endometriose, d.h. einem gutartigen Wachstums von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter. Wie es dazu kommt, weiss man noch nicht genau. Wahrscheinlich gelangen während der Menstruation kleinste Mengen an Gebärmutterschleimhaut durch die Eileiter in die Bauchhöhle, wo sie sich ansiedeln und zu Verwachsungen führen können. Die Schleimhaut bildet kleine Nester oder Zysten vor allem in den Beckenorganen: In der Gebärmutter, an den Eierstöcken und den Eileitern. Aber auch der Darm, Bauchnabel und andere Körperorgane können betroffen sein.

Monatliche Veränderungen mit dem Monatszyklus

Die Beschwerden beginnen meist im Alter zwischen 20 und 30 Jahren, oft auch schon mit der ersten Monatsblutung. Die Endometrioseherde machen die gleichen monatlichen Veränderungen durch wie die normale Gebärmutterschleimhaut. Sie wachsen und entwickeln sich, als ob sie sich in der Gebärmutter befänden und bluten auch am Ende des Zyklus. Allerdings wird das Menstrualblut nicht durch die Scheide ausgestossen – es verbleibt im Körperinneren, sammelt sich z.B. in der Bauchhöhle an und wird langsam wieder vom Körper aufgenommen. Staut sich das Blut, bilden sich Endometriose-Zysten.

Dies alles muss nicht unbedingt Beschwerden verursachen. Bei den meisten betroffenen Frauen macht sich eine Endometriose allerdings durch starke Schmerzen typischerweise zwei Tage vor und während der Monatsblutung bemerkbar, so dass sie ihrer Arbeit oder ihrem Alltag kaum nachgehen können.

Mögliche Anzeichen für eine Endometriose sind:

  • starke Schmerzen während der Monatsblutung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder danach
  • Schmerzen oder Blutungen, wenn Blase oder Darm entleert werden
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • starke oder verlängerte Monatsblutungen
  • Unterbauchschmerzen, die von der Monatsblutung unabhängig sind und sehr heftig sein können

Die Symptome sind leider recht untypisch und können auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Deshalb ist die Diagnosestellung nicht einfach. Häufig wird die Krankheit zufällig festgestellt, z.B. bei unerfülltem Kinderwunsch. Bis klar ist, dass eine Endometriose vorliegt, vergehen im Mittel 10 Jahre.

Macht eine Endometriose unfruchtbar?

Die an sich gutartige Erkrankung kann eine wichtige Ursache für Unfruchtbarkeit sein, besonders wenn die Eileiter betroffen sind. Diese können durch die Schleimhautwucherungen verkleben, vernarben und blockiert werden. Dadurch wird die Wanderung der Samenzellen zur Eizelle behindert, aber auch nach evtl. erfolgter Befruchtung der Weg der sich teilenden Eizelle zur Gebärmutterhöhle. Eine Implantation, also Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut, bleibt dann trotz Befruchtung aus und der Embryo wird mit der nächsten Menstruationsblutung ausgestossen.

Therapie der Endometriose

Die Endometriose ist eine chronische Krankheit. Sie kann nur in Einzelfällen wirklich geheilt werden. Die Beschwerden verschwinden aber normalerweise nach der letzten Monatsblutung, d.h. mit der Menopause, von selbst.

Je nachdem wo und wie stark sich die Endometriose auswirkt, ist eine medikamentöse oder operative Therapie oder eine Kombination aus beiden notwendig – und oft auch in Wiederholung:

  • Bei einer Bauchspiegelung können Endometrioseherde und Vernarbungen erkannt und direkt endoskopisch/mikrochirurgisch entfernt werden. So gelingt es manchmal, die Eileiter wieder durchgängig zu machen.
  • Hormone können Beschwerden lindern, indem sie die Monatsblutungen schwächen oder für
    längere Zeit unterdrücken. Dadurch werden auch die Endometriose-Herde ruhig gestellt. Für die Hormontherapie kommen Gelbkörperhormone in Frage. Auch eine Antibaby-Pille kann
    gezielt helfen.

Broschüre über Endometriose zum Herunterladen:

Patienteninformation zur Endometriose

Newsticker

Nach Endometriose-OP | 13.02.2019

Endometriose betrifft jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter und kann eine Rolle bei unerfülltem Kinderwunsch spielen. Oft wird dann eine minimal-invasive Operation zur Entfernung der Endometrioseherde nötig. Forscher der Univ.-Frauenklinik Bern untersuchten 62 Frauen nach einer erfolgreich durchgeführten Operation und verglichen sie mit 186 gesunden Frauen. Ergebnis: Insgesamt sind Schwangerschaften und Spontangeburten bei Endometriose-Patientinnen nach einer Operation nicht risikoreicher als bei gesunden Frauen. Die Frauen mit Endometriose hatten lediglich einen leicht höheren Blutverlust während der Geburt und etwas häufiger Bluthochdruck während der Schwangerschaft. Ausserdem kam es etwas häufiger zu einer Plazenta praevia. Das Geburtsgewicht der Neugeborenen lag etwas unter dem Durchschnitt.

Wenn Frausein schmerzhaft ist | 10.05.2016

Dass Schmerzen während der Periode nicht einfach hingenommen werden müssen, ist mittlerweile bekannt. Weniger bekannt ist die Krankheit Endometriose, die solche Schmerzen hervorrufen kann, weil sich Gebärmutterschleimhaut-Inseln ausserhalb der Gebärmutter ansiedeln. Und kaum jemand weiss, dass Endometriose sogar die Ursache von ungewollter Kinderlosigkeit sein kann. Deshalb vergehen oftmals Jahre bis die Krankheit entdeckt und die Frau behandelt wird. Rund 10 – 20 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter sind von Endometriose betroffen. Das zertifizierte Endometriosezentrum des Inselspitals Bern veranstaltet am 19. Mai 2016, 19.00 h, einen kostenlosen Informationsabend für Interessierte und Betroffene.

Letzte Aktualisierung : 05-09-19, BH

Endometriose ist eine wenig bekannte Krankheit, an der ausschließlich Frauen leiden. Trotz der geringen Bekanntheit sind viele Frauen betroffen. Allein in Deutschland erkranken jährlich zwischen 30.000 und 40.000 Frauen an Endometriose. Wer betroffen ist, hat oft Schwierigkeiten, ein Kind zu bekommen. Der Kinderwunsch muss aber auch mit Endometriose nicht unerfüllt bleiben.

Endometriose ist eine der häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. In vielen Fällen ist sie der Grund für einen unerfüllten Kinderwunsch. Eine Endometriose Kinderwunsch Behandlung verläuft meist genauso individuell wie die Krankheit selbst.

Bei Frauen, die unter Endometriose leiden, bildet sich außerhalb der Gebärmutter Gewebe, das dem in der Gebärmutter ähnelt. In der Regel kommt es in Bereichen des Bauchraums dazu sowie in Eierstöcken und Eileitern. Ähnlich wie das Gebärmuttergewebe wird auch das außen liegende Gewebe von Geschlechtshormonen gesteuert. Das bedeutet, es baut sich ab und auch wieder auf. Da das Gewebe allerdings außerhalb der Gebärmutter liegt, kann es nicht abbluten. Das führt zu Vernarbungen und Zystenbildung.

Die Ursachen für das Auftreten von Endometriose sind weitgehend unbekannt, allerdings ist die Krankheit ohne Zweifel östrogenabhängig. Möglicherweise gibt es auch eine erbliche Komponente. Bisher haben sich zwei Vermutungen bezüglich der Ursache für Endometriose durchgesetzt:

1. Schleimhautzellen werden aus der Gebärmutter nach außen verschleppt, zum Beispiel durch einen Blutrückfluss während der Menstruation.

2. Hormonell bedingt bilden sich Schleimhautzellen außerhalb der Gebärmutter von allein.

Endometriose wird meist spät erkannt, weil die Symptome auch auf viele andere Krankheiten hindeuten. Wer betroffen ist, leidet zum Beispiel an:

  • Unterbauchschmerzen
  • Starker und unregelmäßiger Menstruation
  • Zystenbildung
  • Schmerzhaften Blutungen

Häufig geht mit der Krankheit ein unerfüllter Kinderwunsch einher. Das ist auch oft der Zeitpunkt, zu dem die Endometriose festgestellt wird. Endometriose ist die dritthäufigste Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch, deswegen wird in solchen Fällen meist auch auf diese Krankheit getestet. Die Fruchtbarkeit kann bei betroffenen Frauen um bis zu 50 Prozent reduziert sein. Das ist abhängig von der Schwere der Endometriose. Aber auch Alter und bisherige Behandlungsmaßnahmen spielen eine Rolle.

Für die eingeschränkte Fruchtbarkeit durch Endometriose gibt es verschiedene Gründe. Zum einen bringen die Schleimhautnester im Unterleib das natürliche Zusammenspiel der weiblichen Fortpflanzungsorgane aus dem Takt, zum anderen kann eine im Eierstock eingenistete Schleimhaut den Zyklus negativ beeinflussen. Zudem kann es im Verlauf der Krankheit zu Verklebungen oder Verwachsungen an Gebärmutter, Eileitern und Eierstöcken kommen. Auch das biochemische Gleichgewicht ist gestört, was sich negativ auswirkt auf Eireifung, Eisprung sowie Transport des Eis und Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutter.

So erfüllen Sie Ihren Kinderwunsch trotz Endometriose

Frauen, die an Endometriose leiden, müssen nicht mit einem unerfüllten Kinderwunsch leben. Es gibt verschiedene Optionen, trotz der Krankheit schwanger zu werden. Häufig helfen Eizellen Spenden, zum Beispiel, wenn die eigenen Eizellen aufgrund der Endometriose unbrauchbar sind. Das kann vorkommen, wenn die Funktionalität der Eierstöcke unter der Endometriose leidet. Auch chirurgische Eingriffe stellen eine Möglichkeit dar. Die Schleimhautherde können operativ bei einer Bauchspiegelung entfernt werden, so wird eine Spontanschwangerschaft wahrscheinlicher. Allerdings ist das keine endgültige Lösung, bei vier von fünf Frauen kommen die Schleimhautherde zurück. Wirklich endgültig frei von Endometriose ist man nur, wenn die Eierstöcke oder Eileiter entfernt werden.

Generell ist eine künstliche Befruchtung bei einer Endometriose-Erkrankung eine sinnvolle Option, um sich seinen Kinderwunsch zu erfüllen. Egal ob mit den eigenen Eizellen oder einer Eizellenspende. Erkrankte Frauen mit Kinderwunsch sollten am besten in einem spezialisierten Endometriose- Kinderwunschzentrum vorstellig werden. Dort wird man fachkundig beraten und bekommt realistische Alternativen aufgezeigt.

Endometriose ist nicht nur häufig ein Grund für ungewollte Kinderlosigkeit, sie ist für viele Frauen auch qualvoll und äußerst schmerzhaft. Das Ausmaß können sich meist nur die Betroffen vorstellen – ich gehöre im übrigen dazu und weiß von was ich hier schreibe. Leider wird der Krankheit immer noch zu wenig Beachtung geschenkt und die Symptome der Frauen häufig nicht ernst genommen. Ungefähr 7-15 % aller Frauen im geschlechtsreifen Alter leiden an Endometriose. In Deutschland sind das ungefähr 2-6 Mio. Frauen. Jedes Jahr erkranken mehr als 30.000 Frauen an Endometriose.

Endometriose – Schmerzhaft, aber wenig anerkannt

Vielen ist Endometriose nicht bekannt und es ist selten, dass es die Krankheit in die Schlagzeilen schafft. So wie kürzlich, als bekannt wurde, dass die Schauspielerin und Autorin („Girls“) Lena Dunham mit gerade mal 31 Jahren aufgrund von Endometriose ihre Gebärmutter entfernen lies.

Schon sehr früh litt die Schauspielerin an Endometriose, einer chronischen Erkrankung, bei der sich die Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter ausbreitet und die während der Periode mit starken Schmerzen verbunden ist. Nicht jeder konnte die Entscheidung der 31-jährigen nachvollziehen. Aber Dunham war mit ihrer Entscheidung zufrieden, da Ihre schmerzhaften Qualen damit ein Ende hatten. Es lässt sich also erahnen, wie schmerzhaft Endometriose verlaufen kann.

Jeden Zyklus bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut darauf vor, ein Ei aufzunehmen. Dafür verdickt sie sich. Wenn das Ei unbefruchtet ist, wird die Schleimhaut wieder abgeleitet. Dadurch entsteht die monatliche Blutung.

Wenn eine Frau an Endometriose erkrankt, wächst das Gewebe nicht nur innerhalb der Gebärmutter, sondern auch außerhalb. Das Gewebe ist dem der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) sehr ähnlich und kann sich an Eileiter, Eierstöcke, Darm, Blase oder Bauchfell ansiedeln. In seltenen Fällen sind sogar weitere Organe, wie die Lunge, betroffen. So entstehen im Unterleib der Frauen Verwachsungen und Vernarbungen, Entzündungsreaktionen und Zysten. Dies alles kann natürlich sehr schmerzhaft sein.

Wie erkennt man Endometriose?

Symptome

Leider kann der Frauenarzt Endometriose bei der Untersuchung per Ultraschall meistens nicht erkennen, da die Herde zu klein sind. Deshalb bleibt die Krankheit in sehr vielen Fällen auch unerkannt.

Die Beschwerden fallen bei jeder Frau unterschiedlich aus und müssen nicht unbedingt im Verhältnis zum Grad der Erkrankung stehen. Auch kleine Endometrioseherde können starke Beschwerden auslösen.

Häufige Symptome bei Endometriose sind:

  • Schmerzen vor und während der Menstruation
  • Starke und/oder unregelmäßige Monatsblutung
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Eisprung
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Blasen- / Darmkrämpfe
  • Ungewollte Kinderlosigkeit

Die Scherzen treten also nicht ausschließlich mit der Menstruation auf, sondern können auch in der Zeit des Eisprungs bzw. beim Wasserlassen o.ä. Beschwerden machen. Der Grund dafür: Das Schleimhautgewebe (Endometrium) kommt nicht nur in der Gebärmutter vor, sondern beispielsweise auch am Eileiter oder in anderen Bereichen.

Obwohl die Krankheit recht häufig auftritt werden medizinische Untersuchungen daraufhin nicht regelmäßig durchgeführt. Wenn du den Verdacht hast, dass die Symptome bei dir zutreffen, solltest du daher deinen Arzt darauf ansprechen.

Diagnose durch Bauchspiegelung

Wie gesagt, ist es meistens nicht möglich, die Endometriose per Ultraschall oder Tasten bei der normalen gynäkologischen Untersuchung zu erkennen. Wenn der Verdacht auf Endometriose besteht, ist leider ein operativer Eingriff erforderlich, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Dabei wird bei einer Bauchspiegelung (Laparaskopie) eine Gewebeprobe entnommen. Außerdem können die Ausmaße und Lage der Krankheit so geklärt werden. Die Endometrioseherde können bei der Bauchspiegelung auch operativ entfernt werden.

Aus Erfahrung kann ich jeder Frau vor dem Eingriff nur empfehlen, einen erfahrenen Endometriose-Arzt zu wählen, um die Krankheit möglichst gut zu behandeln. Tausche dich dazu am besten in Internetforen mit anderen Frauen zu deren Erfahrungen aus. Hier findest du außerdem eine Liste mit zertifizierten Endometriose-Zentren.

Kann man mit Endometriose schwanger werden?

Zwischen Endotriose und ungewollter Kinderlosigkeit besteht ein großer Zusammenhang – trotzdem ist es möglich schwanger zu werden. Aber es kann unter Umständen etwas schwieriger sein.

Dabei kommt es auch darauf an, wo sich die Verwachungen befinden. Laut Studien waren Schwangerschaften bei Frauen mit ovarieller Endometriose (Eierstöcke betreffend) erfolgreicher als bei Frauen mit Endometriose im Bauchfell (peritonealen Endometriosen). Dafür kann die ovarielle Endometriose die Eierstöcke oder den Eisprung blockieren.

Außerdem stoßen die Zellen bei Endometriose entzündungsfördernde Zytokine aus. Je nachdem, wo sich die Endometriose befindet, kann dadurch der Weg des Eis durch den Eileiter oder die Einnistung unterbrochen werden. Auch die Spermien können beeinträchtigt werden. (1)

Endometriose behandeln, um schwanger zu werden ?

Endometriose kann durch die Einnahme der Pille behandelt werden und die Schmerzen lassen dann nach. Aber dies hilft natürlich nicht, um schwanger zu werden.

Wenn die Endometriose nur schwach ausgeprägt ist, kann laut einer Studie der European Society of Human Reproduction and Embryology ein laparoskopischer Eingriff helfen, um Verwachsungen zu entfernen. Leider ist es noch nicht durch Studien belegt, ob chirurgische Eingriffe bei Frauen mit schwerer Endometriose helfen können, um schwanger zu werden. (2)

Es ist jedoch erwiesen, dass Entfernungen von Verwachsungen im Eierstockbereich eine bessere Wirkung haben, als die Ablation, bei der Zellen abgesaugt und zerstört werden. Frage deinen Arzt auf jeden Fall, ob der Eingriff deinen Eierstöcken oder Eiern schaden könnte und welche Gegenmaßnahmen es dafür gibt. (3)

Buchempfehlungen*

Nicht ohne meine Wärmflasche: Leben mit Endometriose Diagnostik – Therapie – Ganzheitlicher Ansatz* 224 Seiten – 02.03.2017 (Veröffentlichungsdatum) – Komplett Media GmbH (Herausgeber) Endometriose: Schmerzfrei durch optimale Ernährung und einen gesundheitsfördernden Umgang mit Stress* 144 Seiten – 10.03.2012 (Veröffentlichungsdatum) – Diametric (Herausgeber) Frauenkörper – Frauenweisheit* 780 Seiten – 09.06.2017 (Veröffentlichungsdatum) – ZS Verlag GmbH (Herausgeber) Endometriose – Die verkannte Frauenkrankheit. Diagnostik und Therapie aus ganzheitsmedizinischer Sicht* 192 Seiten – 25.10.2010 (Veröffentlichungsdatum) – Diametric (Herausgeber) Endometriose: Rat und Hilfe für Betroffene und Angehörige (Rat & Hilfe)* 256 Seiten – 30.09.2010 (Veröffentlichungsdatum) – W. Kohlhammer GmbH (Herausgeber)

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Hilfreiche Links

Europäische Endometriose Liga

Informationen, Patientenbroschüre, Expertenrat, Endometriose-Selbsttest, Endometriose-Ärzte und Links zu europäischen Selbsthilfegruppen

Endo Bay – Gestrandet in der Endometriose
Blog einer Betroffenen mit ausführlichen Erfahrungsberichten und Tipps für einen ganzheitlichen Ansatz zur Schmerzlinderung

Ärztlicher Rat

Bundesverband der Frauengesundheitszentren e.V.

Selbsthilfegruppen bei Endometriose

Informationen, Endometriose-Ärzte und Übersicht von Selbsthilfegruppen
Endometriose-Vereinigung Deutschland e.V.

Quellen:

(1) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25593948

(2) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24435778

(3) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16246860

eine Schwangerschaft trotz Endometriose

http://www.m-ww.de/krankheiten/gynaekologie/endometriose.html?page=3
Endometriose
Zusammenfassung
Endometrioseherde
Bei der Endometriose finden sich Herde von Gebärmutterschleimhaut entweder in anderen Gebärmuttergeweben wie der Muskulatur oder außerhalb der Gebärmutterhöhle, z.B. im Eileiter, im Eierstock oder in verschiedenen anderen Organen des Körpers. Das verlagerte Gebärmuttergewebe nimmt an den normalen zyklischen Veränderungen der Gebärmutter teil und führt so zu Beschwerden vor allem während der Menstruation. Wesentliches Symptom der Endometriose ist daher eine schmerzhafte Regelblutung. Weitere Beschwerden wie Kreuzschmerzen und das Auftreten von Blut im Stuhl oder Urin sind davon abhängig, in welchen Organen sich verlagertes Gebärmuttergewebe befindet. Die Symptome der Endometriose sind an den hormonellen Zyklus der Frau gebunden und verschwinden im Allgemeinen mit dem Erreichen der Wechseljahre. Als Ursachen der Erkrankung werden verschiedene Theorien diskutiert. Die Therapie besteht meist in der operativen Entfernung der Endometrioseherde und begleitend einer medikamentösen Blockade des Hormonzyklus.
Definition und Terminologie
Unter Endometriose wird das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut (=Endometrium) in anderen Geweben, z.B. der Gebärmuttermuskulatur, oder außerhalb der Gebärmutterhöhle in verschiedenen Organen des Körpers verstanden. Das verlagerte Gewebe ist dabei funktionstüchtig und nimmt wie die normale Gebärmutterschleimhaut am Menstruationszyklus teil.
Der Begriff Endometrium für die Schleimhaut im Inneren der Gebärmutter stammt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus métra = Gebärmutter und endo = innen. Das Wort Gebärmutter (früher auch \“Bärmutter\“) wird seit dem 16. Jahrhundert verwendet und leitet sich vom althochdeutschen giberan mit den Bedeutungen \“bringen, erzeugen, gebären\“ ab. Der aus dem Lateinischen stammende Begriff Uterus für Gebärmutter bedeutet \“Leib, Mutterleib\“.
Je nachdem, wo sich Gebärmutterschleimhaut anlagert, werden eine interne (lat. internus = innerlich) und eine externe (lat. externus = außen liegend) Endometriose unterschieden. Bei der so genannten Endometriosis interna uteri finden sich die Endometrioseherde innerhalb der Gebärmutter in anderen Schichten als dem Endometrium, z.B. in der Gebärmuttermuskulatur. Bei der Endometriosis externa uteri dagegen treten die Herde außerhalb der Gebärmutter in anderen Organen auf. Prinzipiell können sie in allen Organen vorkommen. Am häufigsten finden sie sich jedoch in der unmittelbaren Nähe zur Gebärmutter in den Organen des kleinen Beckens wie dem Eileiter und den Eierstöcken bzw. in einer Bauchfellhöhle zwischen dem Darm und der Hinterseite der Gebärmutter (=Douglas-Raum). Eine Endometriose kann mit sehr starken Schmerzen verbunden sein und sogar zu einem Darmverschluss führen.
Allgemeines
Die innerste Schicht der Gebärmutter, das Endometrium, unterliegt der Steuerung durch den Hormonzyklus der Frau, der sich etwa alle 28 Tage wiederholt. In diesem Zeitraum wird es unter dem Einfluss von weiblichen Hormonen, wie Östrogenen und Progesteron, aufgebaut, um im Falle einer Schwangerschaft für die Einnistung der befruchteten Eizelle zur Verfügung zu stehen. Wenn es im Anschluss an den Eisprung (=Ovulation), nicht zu einer Befruchtung der Eizelle kommt, wird das Endometrium durch die Regelblutung abgestoßen. Anschließend beginnt der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut in einem neuen Zyklus.
Ursachen
Zur Entstehung der Endometriose gibt es verschiedene Theorien. So wurde vor allem in der Vergangenheit diskutiert, dass sich die Endometrioseherde durch Umwandlung aus anderen Gewebearten bilden, so genannte Metaplasie. Andere Theorien gehen von einer Verschleppung von Endometriumzellen aus der Gebärmutter durch Blut- oder Lymphgefäße, z.B. in die Lunge, aus. Als ein weiterer wesentlicher Faktor für die Entstehung von Endometrioseherden wird heute die so genannte retrograde Menstruation gesehen. Dabei wird angenommen, dass durch die Regelblutung Endometriumzellen aus der Gebärmutter, z.B. in die Eileiter, verschleppt werden.
Entscheidend für die Anlagerung von Endometriumzellen außerhalb der Gebärmutter scheinen vor allem immunologische Prozesse zu sein. So wird diskutiert, dass die verschleppten Zellen nur dann in anderen Organen einwachsen können, wenn das Immunsystem überfordert ist oder nicht ausreichend arbeitet. Die genauen Prozesse bei der Endometrioseentstehung sind jedoch noch unbekannt.
Häufigkeit
Bei ca. 6% bis 8% aller gynäkologischen Operationen werden Endometriosen gefunden. Genaue Zahlen zur Erkrankungshäufigkeit gibt es nicht, da viele der betroffenen Frauen beschwerdefrei sind und die Erkrankung deshalb nicht entdeckt wird. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Endometriose zu erkranken, nimmt mit dem Alter bis zum Einsetzen der Wechseljahre zu und sinkt danach rapide ab. Die Diagnose wird meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr gestellt.
Symptome
Die Beschwerden, die durch eine Endometriose verursacht werden, sind an den hormonellen Zyklus der Frau gebunden und verschwinden deshalb mit dem Beginn der Wechseljahre. Der Schweregrad der Erkrankung und die Intensität der Beschwerden stehen nicht unbedingt in einem Zusammenhang. So sind etwa 50% der Betroffenen frei von typischen Symptomen. Auftretende Beschwerden hängen in erster Linie von der Lokalisation, also dem Ort der Endometrioseherde ab.
Hauptsymptom ist eine schmerzhafte Regelblutung (=Dysmenorrhoe). Dabei beginnen die Schmerzen bereits kurz vor dem Einsetzen der Regelblutung und verstärken sich dann an den ersten beiden Tagen der Blutung. Sie treten unter Umständen so stark auf, dass die Patientinnen an diesen Tagen arbeitsunfähig sind. Mitunter halten die Schmerzen über einen längeren Zeitraum an oder treten völlig unabhängig vom Zyklus auf. Es wird vermutet, dass dieser Dauerschmerz durch eine Schädigung des Gewebes, in dem die Endometriumherde angelagert sind, hervorgerufen wird. Besonders an den Stellen, an denen das Blut aus anatomischen Gründen nicht abfließen kann, kommt es durch die wiederholten Blutungen zu Reizungen.
Endometrioseherde, die in der Bauchfellhöhle zwischen dem Darm und der Gebärmutter liegen, führen zu Kreuzschmerzen und zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (=Dyspareunie).
Ein weiteres wichtiges Symptom sind Blutungsstörungen. So klagen die Patientinnen häufig über Zwischen- und Schmierblutungen. Befinden sich Endometrioseherde in der Muskelschicht der Gebärmutter, ist die Regelblutung stark ausgeprägt und hält meist lange an (=Menorrhagie).
Weitere seltenere Beschwerden sind Blut im Urin und erschwertes Wasserlassen bei einer Endometriose in der Blase bzw. Blutauflagerungen auf dem Stuhl und Entleerungsstörungen bei einer Endometriose im Enddarm. Außerdem kann es sogar zu einem Darmverschluss kommen.
Während einer Schwangerschaft lassen die Beschwerden nach oder verschwinden völlig, da die Regelblutung aussetzt. Im Anschluss an die Entbindung kehren sie jedoch meist zurück.
Komplikationen
Durch die wiederholten Blutungen der Endometrioseherde an Stellen, an denen das Blut nur erschwert abfließen kann, kommt es zu einer dauernden Reizung des umliegenden Gewebes. Die Folge davon können Verwachsungen und Vernarbungen sein, die zu starken Schmerzen und Beeinträchtigungen der Organfunktion führen. So entstehen z.B. bei Endometrioseherden in den Eileitern blutige Zysten, die nach der Farbe des abgelagerten Blutes Schokoladezysten genannt werden. Sie können durch vernarbende Prozesse Stenosen in den Eileitern hervorrufen.
Eine häufige Komplikation der Endometriose ist die Unfruchtbarkeit, also Sterilität. Sie ist wahrscheinlich zum einen durch Verwachsungen und Vernarbungen in den für eine Schwangerschaft wichtigen Organen wie den Eileitern und Eierstöcken bedingt. Zum anderen werden wie bei der Entstehung der Endometriose immunologische Prozesse als Ursache vermutet. Durch eine gezielte und rechtzeitige Endometriosebehandlung kann die Sterilität aufgehoben werden.
Diagnose
Erste Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Endometriose ergeben sich aus den Schilderungen der Patientinnen zu ihren Symptomen. Starke Schmerzen während der Regelblutung, die erst im Erwachsenenalter auftreten, sind typisch für die Endometriose. Sie werden in Abgrenzung zur so genannten primären Dysmenorrhoe, die bereits einige Monate nach der ersten Regelblutung einsetzt und nicht auf krankhafte Organveränderungen zurückzuführen ist, als sekundäre Dysmenorrhoe bezeichnet. Zwischen dem Schweregrad der Schmerzen und dem Ausmaß der Endometrioseerkrankung besteht allerdings kein Zusammenhang.
Bei der gynäkologischen Untersuchung können Endometrioseherde in der Scheide und am Gebärmutterhals gesehen werden. Liegt eine Endometriose der Eierstöcke vor, sind diese meist vergrößert und unterliegen deutlich tastbaren knotigen Veränderungen. Bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchung oder Computertomographie dienen meist der Feststellung des Ausmaßes von Organveränderungen. Gesichert wird die Diagnose durch eine Bauchspiegelung (=Laparoskopie) mit der gleichzeitigen Entnahme von Gewebeproben (=Biopsie), die anschließend mikroskopisch ausgewertet werden.
Therapie
Die Behandlung der Endometriose richtet sich nach der Ausdehnung und der Lokalisation der Endometriose bzw. dem Alter und einem eventuell bestehenden Kinderwunsch der Patientin. Grundsätzlich sind sowohl eine chirurgische als auch eine medikamentöse Therapie möglich, wobei in vielen Fällen beide Methoden kombiniert werden.
Operative Behandlung
Die Operation ist die wirksamste Therapie. Je nach Größe und Lokalisation der Endometrioseherde stehen verschiedene Operationstechniken zur Verfügung. Endometrioseherde, die über die Scheide zugänglich sind, können direkt vom Gynäkologen ausgeschnitten werden (=Exzision). Kleinere Herde innerhalb des Bauchraumes werden bei Bauchspiegelungen mit dem Laser abgetragen oder elektrochirurgisch verödet. Auch die operative Entfernung während der Bauchspiegelung mittels minimal-invasiver Technik (so genannte \“Schlüssellochchirurgie\“) hat sich als effektive Methode zur Entfernung von Endometrioseherden herausgestellt.
Bei ausgedehnten oder ungünstig gelegenen Herden ist eine große Operation über einen Bauchschnitt notwendig. In solchen Fällen und bei fehlendem oder bereits erfülltem Kinderwunsch wird mitunter die komplette Entfernung der Eierstöcke empfohlen, um den Hormonzyklus der Patientin und die damit einhergehenden Endometriosesymptome zu unterbinden.
Medikamentöse Behandlung
Die medikamentöse Behandlung wird häufig als Zusatzbehandlung vor oder nach einer Operation eingesetzt. Sie ist jedoch auch als alleinige Therapie möglich. Ihr Ziel ist eine Blockade des hormonellen Zyklus, wodurch es zu einer Rückbildung der Endometrioseherde kommt. Eingesetzt werden hierfür Östrogen-Gestagen-Kombinationen, verschiedene Gestagene, Danazol und so genannte GnRH-Agonisten. Die Medikamente müssen im Allgemeinen über sechs Monate eingenommen werden. Sie zeigen bei kleineren Endometrioseherden häufig gute Erfolge. Allerdings führen sie in vielen Fällen zu einer Reihe von unangenehmen Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Stimmungsveränderungen und Schweißausbrüchen. Darüber hinaus besteht bei den meisten Medikamenten eine hohe Rückfallquote für die Erkrankung (=Rezidivneigung). Sie liegt allgemein bei etwa 15% bis 35% in den ersten beiden Jahren nach alleiniger medikamentöser Behandlung.
Prognose
Operationen, die mit einer kompletten Entfernung der bestehenden Endometrioseherde einhergehen, verlaufen meist sehr erfolgreich und führen in vielen Fällen zur Beschwerdefreiheit. Bei Patientinnen, die als Folge einer Endometriose Sterilitätsprobleme aufweisen, kann nach der Operation etwa in der Hälfte der Fälle der Kinderwunsch erfüllt werden.
Vor allem nach einer ausschließlich medikamentösen Therapie besteht ein deutliches Risiko für ein Wiederauftreten der Erkrankung. Sicheren Schutz vor einem Rezidiv bieten lediglich die komplette Entfernung der Eierstöcke bzw. der Übergang in die Menopause mit dem Ende der monatlichen Regelblutungen.
Prophylaxe
Vorbeugende Maßnahmen als Schutz vor der Ausbildung einer Endometriose sind nicht bekannt.
Endometriose Vereinigung Deutschland e.V.
Frau Bagernihl, Frau Heider
Bernhard-Göring-Straße 152
04277 Leipzig
Telefon: 03 41 / 306 53 04
Telefon: Mo Mi Do 9-12, Di 9-18.30 Uhr
Fax: 03 41 / 306 53 04
[email protected]
http://www.endometriose-vereinigung.de
Stiftung Endometriose Forschung
Lange Straße 38
26655 Westerstede
http://www.endometriose-sef.de/

Homöopathie bei unerfüllltem Kinderwunsch

Ungewollt kinderlos: Viele Paare wünschen sich vergeblich ein Kind. Nach Monaten oder Jahren des vergeblichen Hoffens und Bangens nehmen viele von ihnen große Belastungen auf sich. Monatelange Hormoneinnahme oder gar eine künstliche Befruchtung zerren an den Nerven und stellen die Partnerschaft auf eine harte Probe. Eine professionelle homöopathische Behandlung kann helfen, auf sanftem Weg doch noch das ersehnte Kind zu bekommen.

Job, Karriere, Unabhängigkeit: Für meisten jungen Frauen haben diese Dinge zunächst einmal Vorrang. Doch mit spätestens Mitte 30 wird bei vielen von ihnen das Thema Kinderwunsch aktuell. Sie haben sich im Leben eingerichtet, den passenden Partner gefunden und wünschen sich nun ein Kind. Doch längst nicht immer gelingt dies wie gedacht. Monate streichen ins Land und alle Hoffnungen konzentrieren sich auf das Ausbleiben der Regel und den Schwangerschaftstest. Fällt dieser wieder negativ aus, ist die Enttäuschung groß. Woran liegt es, wenn Paare sich ein Kind wünschen, es sich aber partout nicht einstellen will?

Ungewollt kinderlos?

Wird eine Frau nach ein bis zwei Jahren regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs nicht schwanger, sprechen Ärzte von „ungewollter Kinderlosigkeit“. In Deutschland sind hiervon etwa 15%, etwa 2 Millionen Paare betroffen. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

  • Bei 30-40 % der Paare hat die ausbleibende Schwangerschaft medizinische Gründe wie zum Beispiel
    • Geschlechtskrankheiten (meist Chlamydien- sie können unter anderem zu einem Eileiterverschluss bei der Frau oder Nebenhoden- bzw. Prostataentzündungen beim Mann führen)
    • Hormonstörungen bei der Frau (z.B. durch Erkrankungen der Schilddrüse)
    • Organische Defekte der weiblichen Geschlechtsorgane, frühere Entzündungen, Eileiterschwangerschaften oder Endometriose
    • Mangelnde Spermienqualität beim Mann
    • Sexuelle Probleme wie erektile Dysfunktion oder vorzeitiger Samenerguss
  • Bei 10 bis 15 Prozent der Paare lässt sich jedoch keine organische Ursache feststellen. Hier sind es meist emotionale Belastungen wie zum Beispiel
    • Stress oder Beziehungsprobleme,
    • Sorgen um die ausbleibende Schwangerschaft selbst sowie die emotionale Berg- und Talfahrt bei einer künstlichen Befruchtung,
    • Rauchen, Unter- oder Übergewicht sowie schwere körperliche Belastungen (schwere Arbeit oder Extremsport) hinzu,

die zum Ausbleiben der Schwangerschaft führen können.

Endlich ein Kind! Wann Homöopathie helfen kann

Ein homöopathisches Arzneimittel kann der Fruchtbarkeit in vielen Fällen auf die Sprünge helfen. Dies gilt vor allem bei folgenden Ursachen:

Bei Frauen:

  • Psychische Ursachen, z.B. Stress
  • Verzögerter oder fehlender Eisprung
  • Zyklusstörungen (z.B. Gelbkörperschwäche)
  • Endometriose (bei durchgängigen Eileitern)

Bei Männern:

  • Psychische Ursachen, z.B. Stress
  • Impotenz, erektile Dysfunktion
  • Schlechte Samenqualität, solange noch bewegliche Spermien nachweisbar sind

Lediglich da, wo organische Ursachen wie zum Beispiel eine Verklebungen der Eileiter, eine Fehlbildung der Gebärmutter oder eine zu schlechte Samenqualität beim Mann vorliegen, ist die Homöopathie machtlos. Allerdings sollte das passende Mittel sorgfältig ausgewählt werden. Im Idealfall geschieht dies im Rahmen einer Konstitutionstherapie durch einen erfahrenen Homöopathen.

Bewährte homöopathische Mittel bei unerfülltem Kinderwunsch

Um die Fruchtbarkeit anzuregen und eine Schwangerschaft herbeizuführen haben sich in meiner homöopathischen Praxis diese homöopathischen Mittel bewährt:

Agnus castus (Mönchspfeffer)

Früher zur Abschwächung des Geschlechtstriebs bei Mönchen verwendet, kann diese Heilpflanze dazu beitragen, den Hormonhaushalt der Frau zu regulieren. Dies geschieht in erster Linie durch eine Senkung des Prolaktinspiegels. Dieser ist häufig bei Frauen, die viel Stress haben, erhöht. Als Folge kann es unter anderem zu einer Gelbkörperschwäche und einer zu kurzen zweiten Zyklushälfte kommen.

Symptome:

  • Periode zu früh und zu stark
  • Ausbleibende Menstruation mit starken Unterleibsschmerzen
  • Fehlender bzw. unregelmäßiger Eisprung
  • Gelber Ausfluss, der die Wäsche verfärbt und zu starkem Juckreiz führt
  • Depressive Verstimmungen: Nervös, traurig, mit sich und der Welt unzufrieden und mutlos

Verbesserung: frische Luft, Wärme

Verschlechterung: Bewegung, Berührung, Kälte, Kaffee, Nikotin

Dosierung: D12, 2x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Agnus castus (Mönchspfeffer)

Alchemilla vulgaris (Frauenmantel)

Auch der Frauenmantel gilt seit Urzeiten als Fruchtbarkeitspflanze. Ebenso wie der Mönchspfeffer verbessert er die Produktion des Gelbkörperhormons. Zusätzlich regt er den Eisprung an und kräftigt die Gebärmutter.

  • Unregelmäßige Regelblutungen
  • Periode zu früh und zu stark
  • Ausfluss
  • Liebevoll und hilfsbereit, perfektionistisch, gibt in die Beziehung mehr als der Partner

Verbesserung/Verschlechterung: Nicht bekannt

Dosierung: D4, 3x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Alchemilla vulgaris (Frauenmantel)

Argentum metallicum ( Silber)

Dieses Mittel aus dem Mineralreich hilft bei zu früh einsetzenden Wechseljahren, stärkt die Funktion der Eierstöcke und fördert die Eireifung. Auch beim Mann regt es die Keimzellen an und verbessert die Spermienqualiät.

  • Schmerzen im linken Eierstock
  • Hinunterziehender Schmerz in den Eierstöcken
  • Fauliger, wund machender Ausfluss
  • Unverträglichkeit von Hitze

Verbesserung: Im Freien

Verschlechterung: Durch Berührung, gegen Mittag

Dosierung: D6, 2x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Argentum metallicum ( Silber)

Cuprum metallicum (Kupfer)

Dieses Mittel hat sich bei einer verzögerten Eireifung bewährt.

  • Krampfartige Unterleibsschmerzen vor oder während der Periode
  • Periode zu spät, verlängert
  • Stress, Herzklopfen
  • Unregelmäßiger Zyklus

Verbesserung: Durch Schwitzen, durch Trinken von kaltem Wasser

Verschlechterung: Vor der Periode, bei Berührung

Dosierung: D12, 3x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Cuprum metallicum (Kupfer)

Pulsatilla (Küchenschelle)

Pulsatilla ist eins der wichtigsten Mittel in der Frauenheilkunde. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch kann es gute Dienste leisten.

  • Periode ausbleibend oder sehr schwach
  • Periode zu spät
  • Dunkle, klumpige Blutung, wechselhaft
  • Durchfall während oder nach der Periode
  • Schmerzhafte Periode
  • Anhängliches Wesen, ist nicht gern allein
  • Traurig, weint leicht

Verbesserung: Im Freien, durch Bewegung, kalte Anwendungen, kaltes Essen und Getränke

Verschlechterung: Hitze, schweres Essen, im warmen Zimmer

Dosierung: D12, 2x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Pulsatilla (Küchenschelle)

Sepia (Tintenfisch)

Dieses Mittel ist besonders häufig bei Frauen angezeigt, die großen Wert auf ihre Unabhängigkeit und ihre Selbstbestimmung legen. Ihre Karriere steht für sie oft an erster Stelle. Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen fällt ihnen schwer. Es hilft, den Hormonhaushalt zu regulieren und die eigene Weiblichkeit anzunehmen.

  • Zyklusstörungen
  • Schmerzhafte Periode, scharfe Schmerzen
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Fehlender Eisprung
  • Schmerzende Vagina beim Geschlechtsverkehr
  • Verbliebene Symptome überstandener Unterleibserkrankungen
  • Bei der Periode im Unterleib starker Druck nach unten

Verbesserung: Körperliche Anstrengung, Druck, Bettwärme, heiße Anwendungen

Verschlechterung: vormittags und abends, durch Feuchtigkeit, nach Schwitzen, kalte Luft

Dosierung: C 30, 1x 5 Globuli an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

>> hier gelangen Sie zum Mittel Sepia (Tintenfisch)

Hinweis zur homöopathischen Kinderwunsch-Behandlung:

Die hier genannten Mittelvergaben basieren auf der langjährigen Erfahrung der Autorin. Es sei hier noch einmal hingewiesen, dass in Bezug auf eine Kinderwunsch-Behandlung unbedingt ein/e fachlich kompetenter Therapeut/in hinzugezogen werden sollte.

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Silke Lemhöfer Heilpraktikerin und Homöopathin mit eigener Praxis für klassische Homöopathie.

Praxisadresse:

Lohmühle 2
50321 Brühl
Tel.: 02232-307984

Website: http://www.homoeopathie-bruehl.de/

siehe auch: Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe)

Unter Endometriose versteht man das überschiessende Wachstum von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) am falschen Ort (Bauchfell, Eierstöcke, Eileiter, Muttermund, Scheide, Blasenwand, Harnleiter, Bauchfell, Darm). Wenn auch selten, können diese Gewebszellen überall im Körper vorkommen (Lunge, Gallenblase, Niere, Magen, Zwerchfell, usw.). Die typischen Endometrioseherde (erhabene Knötchen) unterliegen wie die Gebärmutterschleimhaut dem Einfluss der Sexualhormone. Sie besitzen ausserdem die Fähigkeit Enzyme zu produzieren, welche die Zellmembranen auflösen, wodurch ein Einwachsen in benachbarte Gewebe (Blase, Darm) möglich ist. Im Monatszyklus reagieren Endometrioseherde wie die Gebärmutterschleimhaut mit einer Blutung. In der Gebärmutter kann das Blut abfliessen, in der Bauchhöhle führen die Blutungen jedoch zu Komplikationen. Dies ruft je nach Stelle starke Schmerzen hervor. Es kommt zu Entzündungen und Bildung von Narbengewebe, Verklebungen, Zysten. Eine gefürchtete Komplikationen ist die Sterilität durch Verklebungen der Eileiter.

Endometriose äussert sich v.a. durch krampfartige Schmerzen, welche der Menstruationsblutung um ein bis drei Tage vorausgehen und manchmal auch in der blutungsfreien Zeit nicht ganz abklingen. Auch wenn die Endometriose ihren Ausgangspunkt im Becken hat, so sind doch Körper und Psyche mitbetroffen. Nicht alle betroffenen Frauen haben Beschwerden. Warum dies so ist, ist unbekannt. Der Ort des Befalles ist dabei sicher entscheidend, aber auch die individuelle Schmerzschwelle. Wodurch die Endometriose entsteht ist mehr oder weniger unbekannt. Etwa 10 % der weiblichen Bevölkerung leidet unter Endometriose. In den Wechseljahren bildet sich die Endometriose normalerweise aufgrund des veränderten Hormonhaushalts weitgehend zurück.

Ursachen

Die genaue Entstehung der Endometriose ist noch ungeklärt. Man vermutet die Abwanderung von Gebärmutterschleimhautzellen während der Menstruation, aber auch die Streuung über Blut- und Lymphwege. Es werden genetische und hormonelle Faktoren diskutiert. Auch das ausser Takt geratene Immunsystem kann eine Rolle spielen. So beobachtet man, dass betroffene Patientinnen vermehrt unter Fibromyalgie; Chronischem Erschöpfungssyndrom CFS; Schilddrüsenunterfunktion, Allergien oder rheumatischer Arthritis, Sjögren-Syndrom leiden. Endometriosepatientinnen haben oft eine tiefere Schmerzschwelle. Darüber hinaus werden psychische Konflikte als mögliche Ursache diskutiert. Die Umweltmedizin bringt die Häufigkeit ihres Auftretens mit der zunehmenden Schadstoffbelastung, speziell mit östrogenwirksamen Umweltgiften (in Pestiziden, Weichmachern, Fleisch, etc.), in Verbindung.

  • Die Erkrankung trifft häufiger Frauen, die ihre erste Menstruation (Menarche) sehr früh hatten
  • Frauen die nie geboren haben sind häufiger betroffen.
  • Übergewicht

Symptome

  • Sehr schmerzhafte Regelblutungen. Sie strahlen in die Schenkel und ins Kreuz aus.
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Chronische Unterbauchschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen.
  • Schmerzen bei der gynäkologischen Tastuntersuchung (Uterus, Eierstöcke).
  • Die Menstruation ist länger, stärker, oder sogar blutsturzartig.
  • Zyklusstörungen
  • Zwischenblutungen
  • Bei einer Darmendometriose kann es zu Blutungen aus dem Darm, bei der Blasenendometriose zu Blutbeimengungen im Urin kommen.
  • Übelkeit und Völlegefühl
  • Im Anfangsstadium einer Endometriose ist die Gefahr einer Eileiterschwangerschaft erhöht.
  • Unerfüllter Kinderwunsch (Verwachsungen der Gebärmutter, Eileiter oder Eierstöcke); Fehlgeburten

Um die Diagnose zu sichern, muss eine Spiegelung des Bauchraums (Laparoskopie) durchgeführt werden. Eine Darmspiegelung (Koloskopie) kann eine Darmendometriose, eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) eine Blasenendometriose nachweisen.

Behandlung Klassische Homöopathie

Die Endometriose löst heftige Schmerzen aus, welche die Lebensqualität einer Frau ganz erheblich einschränken können. Besonders tragisch ist, dass ihr Kinderwunsch häufig unerfüllt bleibt. Bis die Diagnose feststeht, hat die Frau meist eine Odyssee von Behandlungen, bzw. Untersuchungen hinter sich. Nach der Diagnose hat die Krankheit zwar einen Namen, die schulmedizinische Behandlung ist aber meist schwierig, ungewiss, mit Nebenwirkungen verbunden, der Verlauf der Krankheit ist oft nicht absehbar. Viele Frauen finden sich notgedrungen mit der Krankheit ab und leiden Monat für Monat weiter.

Die klassische Homöopathie behandelt die Frau immer in ihrer Gesamtheit. Bei Endometriose berücksichtig sie die ganze pathologische Entwicklung. Diese beginnt jedoch nicht wie in der Schulmedizin erst im gebärfähigen Alter, sondern in der Kindheit, z.B. mit medikamentöser Behandlungen banaler Infekte oder Hauterkrankungen. Im Erwachsenenalter setzt sich die Krankheitsgeschichte dann fort, z.B. mit Heuschnupfen, Lippen-Herpes, Ausfluss, Scheidenpilz, Blasenentzündungen, usw.. Wiederum wurden die Beschwerden mit unterdrückenden Behandlungen gelindert oder zum Verschwinden gebracht. Jahrelang wurde zudem noch hormonell verhütet oder eine Spirale gesetzt.

In der Homöopathie haben solche „Unterdrückungen“ einen grossen Stellenwert bei der Behandlung von chronischen Krankheiten. Von einer unterdrückenden Behandlung spricht man hier, wenn eine Krankheit nur lokal behandelt wurde. Das heisst, die Lebenskraft wird nicht dabei unterstützt, Ausscheidungsreaktionen erfolgreich zu beenden, vielmehr wird durch die Behandlung dieser Prozess gestoppt und die Lebenskraft dadurch geschwächt. Um solche Unterdrückungen zu vermeiden, behandelt die Homöopathie ausschliesslich von innen mit Arzneimitteln, welche immer auf die Gesamtheit der Symptome (Körper, Seele und Geist) verschrieben werden. Dadurch wird der Organismus/Lebenskraft angeregt, sich selber zu heilen. Eine Endometriose ist immer die Folge einer „Krankheitsgeschichte“, welche ihren Ursprung eigentlich schon in der Kindheit bis hin zum jungen Erwachsenenalter genommen hat.

Die klassische Homöopathie hat bei Endometriose sehr gute Therapieerfolge. Das wunderbare dabei ist, dass sie regulierend ins Hormonsystem und Immunsystem eingreift, ohne dass Nebenwirkungen in Kauf genommen werden müssen. Die homöopathische Heilkunde kennt eine ganze Reihe von Arzneimitteln, die bei der Behandlung von Beschwerden rund um den Menstruationszyklus in Frage kommen. Sie werden tagtäglich in homöopathischen Praxen bei Schmerzen und anderen Beschwerden eingesetzt. Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung chronischer Beschwerden ist immer eine genaue Anamnese (Erfragung der Krankengeschichte) und das Einhalten der Heilgesetze der klassischen Homöopathie.

Menstruation, Fortpflanzung und Hormonsystem sind ganz sensible Systeme. So kann alleine die monatliche Blutung durch Ärger, Stress, Reisen, Kummer, kaltes Baden, kalte Füsse, Verhütung mit Pille, Spirale gestört werden. Das hormonelle Gleichgewicht gerät dadurch leicht in Unordnung. Bei der Erstkonsultation stelle ich Ihnen viele Fragen zu Ihrer ganz persönlichen Krankheitsgeschichte und über aufgetretene Krankheiten in der Familie, besonders wichtig sind aber auch individuelle Symptome, Allgemeinsymptome (Schlaf, Schweiss, Kälte/Wärmeempfindung, Essneigungen, Verdauung), Lokalsymptome (z.B. Blasenbeschwerden, Verstopfung, usw.) und ihre Modalitäten (wann, wie, wo, wie oft). Die homöopathische Behandlung richtet sich zum einen Teil nach dem Grundleiden, zum anderen aber nach der Konstitutionsschwäche der betreffenden Frau. Deshalb ist eine Besserung des Allgemeinzustandes und eine Stärkung der Persönlichkeit zu erwarten.

Nach einer der Anamnese wähle ich dann eine Arznei, welche genau für sie passend erscheint. Die Schmerzsymptomatik sowie die vielfältigen Begleiterscheinungen lassen sich nach zwei bis drei Monatszyklen deutlich verbessern. Je nachdem braucht es noch einmal eine Arznei (in der gleichen oder höheren Potenz oder es erfolgt ein Mittelwechsel). Die Erstanamnese beträgt vom zeitlichen Rahmen her durchschnittlich ein bis zwei Stunden, eine Folgekonsultation durchschnittlich eine gute halbe Stunde.

Homöopathische Sichtweise bei Endometriose

Die Endometriose ist eine Erkrankung, für die die Schulmedizin noch keine Erklärung hat. In der Homöopathie sucht man für die Arzneimittelbestimmungen ebenfalls nach Krankheitsursachen oder Auslöser. Die Homöopathie begreift die Endometriose jedoch nicht als Organdefekt, sondern als Systemerkrankung. Dabei spielen u.a. Vererbung, unterdrückende Behandlungen, Impfungen, eine grosse Rolle. Viele Frauen, die unter Endometriose leiden, funktionieren oft perfekt, sie übernehmen viel Verantwortung und übergehen damit oft ihre innersten Bedürfnisse. Ihr Energiefluss im Becken wird blockiert und ihr Immunsystem geschwächt. Auf die Endometrioseerkrankung zu hören bedeutet, auf den eigenen Körper zu hören und erfahrene seelische Verletzungen nicht einfach zu ignorieren. Eine homöopathische Behandlung hilft Körper und Seele zu heilen, indem durch Heilimpulse die Lebenskraft gestärkt wird.

Eine Endometriose kann beeinflusst oder verursacht werden durch:

  • Vererbung, bzw. Miasmen. Ein Miasma kann man verstehen als eine Grunderkrankung, die entweder ererbt oder erworben sein kann. So können Operationen, Impfungen, unterdrückende Behandlungen, Geschlechtskrankheiten (Tripper, Chlamydien), usw. bei bestimmten Veranlagungen miasmatische Folgen haben. Es findet dadurch eine Sykotisierung statt (das sykotische Miasma wird geweckt). Impfungen können so Impfschäden auslösen. Nach Impfungen beobachtet man oft Hautkrankheiten (Nesselfieber, Ekzem, Herpesförmige Ausschläge, Neurodermitis, Psoriasis, usw.). Aber auch andere Organe können betroffen sein. Im Zusammenhang zwischen Impfschaden und Endometriose steht z.B. die frühere Pockenimpfung (Impfschäden können auch vererbt werden). Impfungen verursachen eine Störung der Lebenskraft. Wenn man bedenkt, dass auch in der Schulmedizin immunologische Zusammenhänge als Ursache der Endometriose vermutet werden, ist der „Kreis eigentlich wieder geschlossen“.
    siehe auch Homöopathie; Impfdossier
  • Seelische Aspekte, z.B. Trauer aber auch nicht gelebte Trauer (z.B. Fehlgeburten); seelische Verletzungen; Missbrauch

Dass Endometriose nicht allein ein örtliches Geschehen ist, zeigen Begleitsymptome wie:

  • Zyklusstörungen, Verstopfung, Durchfall, Ausfluss, Pilzerkrankungen, Störungen des Menstruationsflusses, Anämie, Hämorrhoiden, Blasenreizungen, usw.

Tipps aus der Naturheilkunde

  • Ernährung: Weniger tierische, mehr pflanzliche Lebensmittel (vollwertige Ernährung) können helfen, die Endometriose-Beschwerden zu lindern. Es ist sinnvoll, auf Schweinefleisch zu verzichten. Nahrungsmittel mit ungesättigten Fettsäuren helfen bei Entzündungen (Walnussöl und Leinöl, Olivenöl, sowie Nüsse und Salzwasserfettfische). Ballaststoffe regulieren die Darmfunktion, was für die gereizte Umgebung wichtig sein kann. Leinsamen enthaltenen z.B. Schleimstoffe (sie wirken beruhigend auf das Endometriosegewebe), Lignane (wirken hormonmodulierend), Ballaststoffe in Kombination mit Schleimen fördern den beschwerdefreien Stuhlgang.
  • Leichter Ausgleichssport lindert die Dysmenorrhoe
  • Schmerzbekämpfung: Pestwurz, Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Melisse, Johanniskrautöl (zum Einreiben).
  • Blutstillung bei Hypermenorrhö: Hirtentäschel, Schafgarbe
  • Blutbildung: Brennnessel
  • Hormonausgleichend wirken: Frauenmantel, Himbeerblätter, Mönchspfeffer, Schafgarbe
  • Schleimhautsanierend: Ringelblume
  • Seelische Unterstützung: Johanniskraut, Melisse, Passionsblume, Baldrian

Tees:

  • Frauenmantel, reguliert den Hormonhaushalt, lindert Schmerzen. Oder Alchemilla Urtinktur, zum Einnehmen.
  • Ingwer, regt Blutzirkulation an, entkrampfend.
  • Himbeerblätter, Regulation des Hormonhaushalts, beruhigt die Gebärmutter, lindert
    Krämpfe.
  • Herzgespann, wirkt auf die Gebärmutter, hilft gegen Unruhe.
  • Johanniskraut, beruhigt das vegetative Nervensystem.

Behandlung Schulmedizin

Endometriose zeigt sich in verschiedenen Krankheitsbildern, welche eine individuelle Therapie erfordern.

Schmerztherapie

  • Ziel der Therapie sollte zwar die Beseitigung der Ursachen sein. Wenn dies nicht möglich ist, dann bleibt nur die Bekämpfung der Symptome (Schmerzen), z.B. mit einem Spasmolytikum.

Hormontherapie

In Frage kommen Gelbkörperhormone, bestimmte Arten der Pille und synthetische Steuerungshormone des Zwischenhirns. Die Verabreichung erfolgt entweder in Form von Tabletten, Scheidenzäpfchen oder in Form von Spritzen, die entweder monatlich oder alle 3 Monate gegeben werden.

  • „Pille“. Wobei eine Pille bevorzugt wird, bei der keine Periodenblutung eintritt (Gelbkörperhormone/ Gestagene). Sie wird durchgehend eingenommen. Im Vergleich zu anderen Medikamenten (z.B. GnRH) zeigt sich in entsprechenden Studien nur ein geringer Rückgang der Endometrioseherde. Die Schmerzen können jedoch oft deutlich gelindert werden. Die Beschwerden nehmen dadurch zwar ab, eine Rückbildung der Schleimhautwucherung wird jedoch nur mit sehr hohen Dosen erreicht. Wegen den Nebenwirkungen brechen viele Frauen diese Behandlung wieder ab.
  • GnRH-Agonisten. Diese wirken auf die Hirnanhangsdrüse und unterdrücken die körpereigene Hormonproduktion. Sie erzeugen eine künstliche Menopause (Wechseljahre). Das bewirkt häufig eine Rückbildung der wuchernden Gebärmutterschleimhaut und der ausserhalb liegenden Herde. Die Krankheit kann dadurch nicht geheilt werden kann, die Stimulation der Gebärmutterschleimhaut wird lediglich unterbunden. Es kann zu Nebenwirkungen wie Hitzewallungen, Schweissausbrüchen, Übelkeit, Depressionen, Gewichtszunahme und Wassereinlagerungen im Gewebe kommen. Ausserdem kann durch den Östrogenentzug das Risiko für Knochenschwund steigen. Zur Abmilderung dieser Symptome verabreicht man deshalb künstliche Hormone in Form der empfängnisverhütenden Minipille oder der Hormonersatztherapie. Die Therapiedauer ist wegen der Gefahr von Osteoporose, Arteriosklerose und Stoffwechselveränderungen auf 6 Monate beschränkt. Die Schwangerschaftsrate kann durch eine medikamentöse Behandlung nicht verbessert werden.

Operation

  • Mittels endoskopischer Operation (Laparoskopie) werden möglichst viele der Endometriose-Herde entfernt, Herde koaguliert, Zysten entfernt, verengte Eileiter geöffnet. Vor der Operation wird versucht, durch eine Hormontherapie die Herde zu verkleinern.
  • Entfernung von Gebärmutter, Eileiter, Teile der Eierstöcke.

Homöopathie bei Kinderwunsch kann ein natürlicher Weg sein, um sich den Kinderwunsch zu erfüllen. Du hast schon von Frauen gehört, die mit Globuli schwanger wurden und möchtest gerne mehr darüber wissen? Sicher hast Du auch schon Diskussionen mitbekommen – die Einen lehnen die natürliche Behandlung ab, da wissenschaftlich eine Wirkungslosigkeit nachgewiesen wurde und die Anderen schwören auf Homöopathie und wenden sie in den unterschiedlichsten Fällen an. Nachfolgend findest Du Infos und Möglichkeiten zu dem Thema Homöopathie bei Kinderwunsch und kannst Dir selbst ein Bild davon machen und darüber entscheiden, ob Du Dir natürliche Unterstützung auf dem Weg zur Schwangerschaft holst oder nicht.

Inhalt

Homöopathie bei Kinderwunsch und Schüßler-Salze

Leidet eine Frau an Gelbkörperschwäche, kann diese die Fruchtbarkeit erheblich stören. Folgende Mittel können dabei helfen:

  • Agnus castus (auch bekannt als Mönchspfeffer, hilft zusätzlich bei einem Zyklus, der zu kurz oder zu lang ist und bei keinem oder unregelmäßigem Eisprung)
  • Pulsatilla (die “Gemeine Küchenschelle” regt den Eisprung an)
  • Schüßler-Salz Nr. 13, Kalium arsenicosum (Kaliumarsenit, unterstützt aufbauende Stoffwechselprozesse)
  • Schüßler-Salz Nr. 25, Aurum chloratum natronatum (wird bei Schlafstörungen und Menstruationsbeschwerden verabreicht)

Bei einer verzögerten Eireifung:

  • Sepia (unterstützt bei Progesteronmangel und kurbelt das komplette weibliche System an)
  • Cuprum metallicum (homöopathisches Mittel aus Kupfer, löst Verkrampfungen und hilft bei Stress und Zyklusschwankungen)
  • Pulsatilla
  • Schüßler-Salz Nr. 21, Zincum chloratum (Zinkchlorid, wird zum Schutz für die Membran jeder Körperzelle und gegen Krämpfe eingesetzt)

Bei Hormonstörungen:

  • Agnus castus
  • Pulsatilla
  • Schüßler-Salz Nr. 9, Natrium phosphoricum (Natriumphosphat, gilt als Generalmittel für alle Störungen im Säure-Basen-Haushalt und ist beteiligt am Fett- und Eiweißstoffwechsel sowie am Zuckerabbau)
  • Schüßler-Salz Nr. 25, Aurum chloratum natronatum

Für Frauen, die unter Endometriose leiden:

  • Sepia
  • Agnus castus
  • Schüßler-Salz Nr. 11, Silicea (Kieselsäure hilft beim Aufbau und zur Stärkung des Bindegewebes, ein Festigungsmittel für Haut, Nägel, Bänder und Knochen sowie für Blutgefäße)
  • Schüßler-Salz Nr. 25 (Aurum chloratum natronatum)

Homöopathie bei Kinderwunsch für den Mann

Natürlich kann auch die Spermienqualität des Mannes ein Grund für den unerfüllten Kinderwunsch sein. Auch hier gibt es die Möglichkeit, natürliche Mittel einzusetzen.

Bei eingeschränkter Spermienqualität:

  • Thuja (ein Zypressengewächs, bekannt als “Lebensbaum)
  • Zincum metallicum (Zink)
  • Selenium (Selen)
  • Schüßler-Salz Nr. 17, Manganum sulfuricum (Mangansulfat, sorgt für eine bessere Sauerstoffversorgung im Gewebe)
  • Schüßler-Salz Nr. 21, Zincum chloratum

Bei reduzierter Spermienzahl:

  • Schüßler-Salz Nr. 21, Zincum chloratum

Anwendung der homöopathischen Mittel

Selten wirst Du einen Beipackzettel bei einem homöopathischen Mittel finden und wenn doch, wird es Dir nicht sagen, wann und wie Du es anwenden kannst. Dein Arzt oder der Apotheker wird Dir genau sagen, wie du die Homöopathie bei Kinderwunsch einzunehmen hast. Globuli werden in “Potenzen” eingenommen. Die Substanz wird stufenweise mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch verdünnt und per Hand verschüttelt. Du wirst hinter jeder Beschreibung einen Buchstaben finden, der Dir sagt, in wie vielen Schritten die Verdünnung des Mittels produziert wurde. D (Zehnerverdünnung)- und C (Hunderterverdünnung)- Potenzen gelten als Tiefstpotenzen, das sind z. B. D6 oder C6. Mittlere Potenzen sind z. B. D12, als Hochpotenzen gelten D30 oder C30 und LM- oder Q-Potenzen.

Grundsätzlich und in den meisten Fällen werden Globuli in niedrigen Potenzen (D3 bis D12, C3 bis C12) eingenomen. Das sind fünf Kügelchen bzw. 1 Tablette täglich 2- bis 6-mal. Höhere Potenzen solltest du mit einem Homöopathen absprechen, denn falsche Einnahmen bzw. Überdosierungen können schwere Folgen mit sich bringen. Homöopathische Mittel sollen mindestens drei und maximal sechs Monate eingenommen werden.

Was muss beachtet werden?

Verzichte während der Homöopathie bei Kinderwunsch auf Kaffee, Pfefferminze, Kamille und ätherische Öle, sie können die Wirkung negativ beeinflussen. Denke auch daran, dass Pfefferminze und Kamille auch in Mundspülungen und Zahnpasten enthalten ist. Um ganz sicher zu gehen, greife zu Produkten, die mit “homöopathieverträglich” ausgezeichnet sind. Die Einnahme der Mittel sollte zehn Minuten vor oder nach dem Essen, Trinken oder Zähneputzen stattfinden und Du solltest dabei keinen Metalllöffel verwenden.

Wann wirkt die Homöopathie bei Kinderwunsch?

Homöopathie bei Kinderwunsch kann bei unerfülltem Kinderwunsch ein bis zwei Jahre dauern, da im Laufe der Behandlung die Mittel oft geändert und angepasst werden. Ein Erfolg ist in vielen Fällen oft schon innerhalb eines Jahres sichtbar. Du solltest Dich während der Behandlung auch gesund und vitaminreich ernähren, körperlich bewegen, aber auf Leistungssport verzichten, Stress und Übergewicht abbauen und natürlich nicht rauchen. Diese Punkte gelten natürlich auch für Deinen Partner.

Was spricht für Homöopathie bei Kinderwunsch?

Die Behandlung mit homöopathischen Mitteln ist wesentlich günstiger als die konventionelle Behandlung. Bei dieser müssen mehrere Zyklen durchgeführt werden, damit eine mögliche Schwangerschaft eintritt. Du kannst bei einer homöopathischen Behandlung mit etwa 250 bis 500 Euro rechnen, drei Versuche der IVF (In-vitro-Fertilisation) kosten über 10.000 Euro. Ein weiterer Vorteil der Homöopathie ist, dass es deutlich weniger Nebenwirkungen gibt.

Eine Kombination beider Therapien macht wenig Sinn, denn bei der Hormonbehandlung setzen die körpereigenen Regulationsmechanismen aus und die natürlichen Mittel können nicht wirken.

Ich möchte Dich allerdings noch darauf hinweisen, dass die Homöopathie bei Kinderwunsch niemals ohne vorherige Absprache mit Deinem Arzt stattfinden darf. Auch in homöopathischen Mitteln können Stoffe enthalten, die gefährlich oder sogar tödlich sein können.

Trotz Endometriose kann sich der Kinderwunsch erfüllen

Sie ist zwar eine chronische, aber dennoch gutartige Erkrankung bei Frauen: die Endometriose. Es handelt sich dabei um Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt und das sich außerhalb der Gebärmutterhöhle in unterschiedlichen Bereichen des Bauchraums entwickelt. Vor allem im Bauchfell des Beckens, an den Eierstöcken und Eileitern, in der Muskelschicht der Gebärmutter, in der Blasen- und Darmwand sowie zwischen Enddarm und Scheide. Besonders die Endometriose am Darm zeigt sich oft mit dramatischen Symptomen: heftige Durchfälle, die häufig mit Blut durchsetzt sind. Blut im Urin kann ebenfalls eine Begleiterscheinung sein, wenn die Blase von Endometriose befallen ist. Wenn auch äußerst selten, wurde die Erkrankung schon an anderen Organen beobachtet, wie an der Lunge, am Herzen oder um den Nabel. Da die Endometriose fast immer von den Hormonen des monatlichen Zyklus beeinflusst wird, sondern die Gewebe um die Zeit der Menstruation herum Stoffe ab, die Schmerzen, Schwellungen und atypische Blutungen verursachen.

Jährlich gibt es rund 40 000 Neuerkrankungen

Laut Weltgesundheitsorganisation leiden etwa 10 Prozent aller Frauen an Endometriose. In Deutschland vermutet man jährlich rund 40 000 Neuerkrankungen. Genauere Zahlen sind nicht möglich, da es eben doch eine ganze Reihe von Frauen gibt, die unter keinerlei Beschwerden leiden. Bis zu 50 Prozent der Frauen, die vergeblich versuchen, schwanger zu werden, leiden nachgewiesenermaßen unter dieser chronischen Erkrankung. Damit ist sie die dritthäufigste Ursache für unerfüllten Kinderwunsch. Daher müssen bei einer Endometriose Symptome, Behandlung und Kinderwunsch als Einheit betrachtet werden, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Als schwierig erweist sich dabei immer wieder, dass die Krankheit sehr unterschiedlich verläuft. Manche Frauen bemerken über Jahre hinweg keinerlei Anzeichen einer Endometriose, sodass sich die Erkrankung ungehindert ausbreiten und verschlimmern kann. Andere Frauen wiederum leiden unter starken Schmerzen, deren Ursachen jedoch nicht als Endometriose-Symptome erkannt werden. So vergehen vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose häufig mehr als sechs Jahre. Um die Schwere einer Endometriose einschätzen zu können, hat man die Erkrankung in vier Stadien aufgeteilt, die Hinweise darauf geben. An ihnen sollen sich die Behandlungsmöglichkeiten orientieren:

  • Stadium I (gering):
Endometriosesprengsel sind im kleinen Becken oder am Muttermund zu finden. Sie sind unter 5 Millimeter groß. Beide Eileiter sind durchgängig.
  • Stadium II (leicht):
Die Herde befinden sich im kleinen Becken, am Muttermund oder oberhalb der Harnblase. Sie sind über 5 Millimeter groß, die beiden Eileiter bereits geschädigt.
  • Stadium III (mittelschwer):
Endometriose-Herde zeigen sich in der Muskulatur der Gebärmutter. Es sind Zysten auf den Eierstöcken vorhanden oder an den Bändern, die die Gebärmutter halten.
  • Stadium IV (schwer):
Die Endometriose hat auf andere Organe übergegriffen, wie Darm, Lunge oder Leber.

Komplexe Krankheit, schwierige Diagnostik

Hier zeigt sich bereits, wie komplex diese Erkrankung ist. Und ob eine Endometriose vorliegt, ist nicht immer einfach zu beantworten. Hier sind einige Fragen, die bei Endometriose-Tests gestellt werden. Sie geben einen ersten Aufschluss, ob es sich um die Erkrankung handelt. Auf diese Weise wird die Endometriose-Diagnostik erleichtert:

  1. Sind Ihre Regelblutungen schmerzhaft?
  2. Treten die Schmerzen vor Beginn der Menstruation auf oder mit Beginn der Blutung?
  3. Haben Sie unabhängig von Menstruation sehr oft Unterleibsschmerzen?
  4. Haben Sie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, die stellungsabhängig sind?
  5. Tritt vor oder während der Regelblutung Blut im Stuhl oder Urin auf?
  6. Haben Sie einen unerfüllten Kinderwunsch?
  7. Leiden Sie unter Zwischenblutungen?
  8. Haben Sie Rückenschmerzen während der Periode?
  9. Schmerzen bei Blasen- und Darmentleerung

Je größer die Herde, desto größer die Schmerzen

Diese Schmerzvielfalt ist ein klassisches Endometriose-Symptom, ebenso wie die Schmerzqualität. Die richtet sich in der Regel nach Größe und Anzahl der Endometriose-Herde. Bei manchen Frauen sind nur einzelne Absprengungen zu finden, bei anderen eine Vielzahl an den unterschiedlichsten Stellen. Die Ursache über die Entstehung der Endometriose liegt immer noch im Dunkeln. Sie wurde zwar bereits 1861 beschrieben, doch über die Entstehung gibt es bis heute lediglich einige Theorien, aber keine gesicherten Erkenntnisse.

Die Ursachen der Krankheit liegen im Dunkeln

So könnte sich die Krankheit während der Menstruation entwickeln, wenn Blut und Gewebe nicht vollständig durch die Scheide abfließen, sondern über die Eileiter in die Bauchhöhle gelangen. Hier spricht man von einer retrograden, also rückläufigen Menstruation. Doch nicht alle Frauen mit einer retrograden Menstruation entwickeln auch tatsächlich eine Endometriose. Diskutiert werden zudem eine erbliche Veranlagung, eine Fehlfunktion des Immunsystems oder eine mechanische Übertragung von Schleimhaut bei operativen Eingriffen an der Gebärmutter. Auch die Ausbreitung von Endometriumzellen über Lymphe und Blut gelten als eine Möglichkeit, ebenso wie Umwelteinflüsse. Insgesamt sind sich die Mediziner darin einig, dass es sich bei den Endometriose-Ursachen um ein multifaktorielles Geschehen handelt.

Weitere Beschwerden erschweren die Diagnose

Neben Endometriose-Schmerzen treten häufig auch noch andere Beschwerden auf, die gar nicht mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht werden. So leiden viele Frauen unter Müdigkeit und Erschöpfung oder beklagen eine erhöhte Infektanfälligkeit während der Menstruation. Auch Allergien und andere Autoimmunerkrankungen scheinen häufiger aufzutreten. Bei ärztlichen Untersuchungen werden oft Zysten, Narben und Verwachsungen nachgewiesen, sowie unklare Unterbauchschmerzen festgestellt. Es gibt also nicht das eine, spezifische Endometriose-Symptom, sondern im Gegenteil auch Krankheitsanzeichen, die in eine völlig andere Richtung weisen. Das macht das eindeutige Erkennen der Endometriose so schwierig und erklärt, warum sich die Krankheit manchmal jahrelang unentdeckt ausbreiten kann.

Ultraschall und Laparoskopie

Als diagnostisches Mittel hat sich eine Ultraschalluntersuchung der Genitalorgane und des Bauchraums bewährt. Das allerdings gilt nur für größere Herde, kleinere Absprengsel lassen sich auf diese Weise nicht darstellen. Eine differenziertere Möglichkeit bietet hier die Laparoskopie, die nicht nur diagnostisches, sondern gleichzeitig therapeutisches Mittel ist. Während dieses Eingriffs können die Endometriose-Herde nicht nur entdeckt, sondern sofort entfernt werden, durch Verdampfung (Koagulation) mittels Hitze, Laser oder Hochfrequenzstrom oder durch einen Schnitt. Wichtig dabei ist, dass gesundes Gewebe geschont wird. Existieren bereits große Endometriose-Herde mit massiven Verwachsungen kann ein Bauchschnitt erforderlich werden. Dabei muss der gesamte Bauchraum abgesucht werden, was viel chirurgisches Fingerspitzengefühl erfordert. Auch die Entfernung der Eileiter kann unter Umständen erforderlich werden. Es ist jedoch inzwischen bekannt, dass bei fast 80 Prozent der chirurgisch behandelten Frauen innerhalb von fünf Jahren nach dem Eingriff erneut Herde auftreten.

Nichtinvasive Therapie mit Schmerzmitteln

Vor einer operativen Endometriose-Behandlung stehen daher in der Regel nichtinvasive Therapien. Es sei denn, die Schwere der Erkrankung lässt nur einen chirurgischen Eingriff zu. Dazu gehören die Gaben von Schmerzmitteln und Hormonen oder eine Neuraltherapie, um den Schmerz auszuschalten. Der Nachteil von Schmerzmitteln liegt jedoch auf der Hand: Da die Endometriose mit chronischen Schmerzen einhergeht, werden die Mittel nach einiger Zeit wirkungslos. Das kann zu einem Teufelskreis führen, wenn immer stärkere Schmerzmittel eingenommen werden. Und aller Therapien zum Trotz gibt es für diese Erkrankung keine Heilung.

Hilfe für Frauen auf unseren Endometriose-Stationen

Dass eine Endometriose oft erst dann entdeckt wird, wenn sich auch nach jahrelangen Bemühungen der Kinderwunsch einfach nicht erfüllt, erleben wir in unseren IVI-Zentren immer wieder. Da uns die Komplexität dieser Krankheit bewusst ist, haben wir für unsere Patientinnen spezielle Endometriose-Stationen eingerichtet, um ihnen eine adäquate Betreuung anbieten zu können. Besonders wichtig ist neben der medizinischen Behandlung die emotionale Unterstützung, da viele Frauen sich mit ihrer Krankheit alleingelassen fühlen. Vor allem dann, wenn durch diese Erkrankung womöglich der Kinderwunsch in Gefahr gerät, weil eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege nicht mehr möglich ist. In unseren Kliniken stehen zu Beginn intensive Gespräche mit unseren Ärzten, die ausführliche Anamnese erstellen, um für jede Endometriose-Patientin eine eigens zugeschnittene Therapie erarbeiten zu können. Denn nicht jedes Verfahren unserer Reproduktionsmedizin ist auch für jede Patientin geeignet.

Verschiedene Techniken verhelfen zum Wunschkind

Müssen sich Frauen einem chirurgischen Eingriff unterziehen (z. B. Eileiterentfernung), schlagen wir unseren Patientinnen eine Vitrifikation (Einfrieren) unreifer Eizellen vor. Eine Technik, die IVI als erste Klinik in Europa bereits 2007 anwendete. Dabei handelt es sich um ein Kühlverfahren, bei dem Eizellen, Embryonen und Vorkernstadien bei -196 °C tiefgefroren werden. Der Vorteil gegenüber der herkömmlichen Kryokonservierung: Es bilden sich keine Eiskristalle, die eine Zelle schädigen könnten. Auch die klassische In-vitro-Fertilisation (IVF) kommt in Betracht. Sie ist vor allem für Frauen mit fortgeschrittener Endometriose geeignet, wenn die Funktionalität der Eierstöcke beeinträchtigt und die Qualität der Eizellen herabgesetzt ist. Die Vereinigung von Ei- und Samenzelle erfolgt im Labor. Der befruchtete Embryo wird später in die Gebärmutter übertragen. In manchen Fällen, beispielsweise bei der Verwendung vitrifizierter Eizellen, wird für den Transfer eine Intrazytoplasmatische Injektion (ICSI) verwendet. Diese direkte Vereinigung von Ei- und Samenzelle erleichtert die Befruchtung.

Mit einer Eizellspende schwanger werden

Eine weitere Möglichkeit für eine Endometriose-Patientin, schwanger zu werden, besteht in der Eizellspende. Ein Verfahren, mit dem unsere Mediziner der IVI-Zentren bereits seit 1988 Erfahrung haben. Denn schon damals wurde die Eizellspende in Spanien gesetzlich geregelt. Anders als vielen anderen Ländern, wo sie noch immer verboten ist. Unsere Spenderinnen sind zwischen 18 und 35 Jahre alt und müssen strenge Voraussetzungen erfüllen, bevor sie in die Kartei aufgenommen werden. Ein großes Plus des Eizellspende-Programms unserer IVI-Kliniken besteht darin, dass wir die größte Eizellbank der Welt vorweisen können. Dadurch entfallen nervenzehrende Wartezeiten. Mit einer Behandlung kann sofort begonnen werden.

Keine höheren Risiken

Die Angst vieler Frauen, dass die Endometriose den Embryo oder Fötus gefährdet, ist unbegründet. Es gibt auch keine höhere Komplikationsrate während der Schwangerschaft. Weder muss eine Patientin häufiger mit Schwangerschaftsdiabetes noch mit schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck rechnen. Auf das kindliche Wachstum oder den Zustand des Kindes während der Geburt hat eine Endometriose ebenfalls keinen negativen Einfluss. Auch das Risiko für Früh- oder Totgeburten erhöht sich nicht durch diese Erkrankung.

TROTZ ENDOMETRIOSE ZUM WUNSCHKIND

Symptome der Endometriose

Endometriose ist eine chronisch verlaufende Erkrankung. Ihre genaue Ursache ist nicht bekannt. 10 bis 15 Prozent aller Frauen vor der Menopause sind davon betroffen. Das sind in Österreich rund 300.000 Frauen. Häufig bleibt die Erkrankung lange Zeit unerkannt. Bei Endometriose treten Gebärmutterschleimhaut-ähnliche Gewebeherde an verschiedenen Stellen im Körper auf. Diese Endometrioseherde lösen Blutungen aus. Da das Blut aber nicht abfließen kann, entstehen Zysten, Verwachsungen, Entzündungen und Vernarbungen.

Dies führt zu Symptomen, die die Lebensqualität massiv einschränken können:

  • Extreme Regelschmerzen
  • Starke Schmerzen während und nach dem Sex, beim Harnlassen oder beim Stuhlgang
  • Unterbauchschmerzen, Übelkeit, allgemeines Unwohlsein
  • Blutungsstörungen in Form sehr langer oder sehr starker Perioden
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Antriebslosigkeit, leichtes Fieber oder Rückenschmerzen

Die Beschwerden hängen zumeist mit dem Monatszyklus zusammen, aber nicht direkt mit dem Entwicklungsstadium der Krankheit. Das heißt, ein ausgeprägter Endometriosebefall bedeutet nicht zwingend stärkere Schmerzen und umgekehrt. Treten Schmerzen auf, nehmen diese allerdings mit dem Alter der Frau zu.

Diagnose und Therapie

Die Symptome der Krankheit sind vielfältig; die Endometrioseherde kommen an verschiedensten Körperstellen vor. Die Diagnose ist daher häufig schwierig. Zudem fehlt vielen Betroffenen das Bewusstsein für dieses Thema. So vergehen oft Jahre, bis ein Arzt konsultiert und die Krankheit festgestellt wird.

Wenn Sie denken, Sie könnten Endometriose haben, fragen Sie Ihren Gynäkologen und kommen Sie direkt zu uns in die Wunschkind-Klinik.

Mit einer Tastuntersuchung und mit Ultraschall stellen wir fest, ob sich Ihr Verdacht erhärtet. Eindeutig diagnostizieren lässt sich eine Endometriose nur mit einem operativen Eingriff. Bei dieser Bauchspiegelung (Laparoskopie) wird durch kleine Schnitte eine Kamera eingeführt und so festgestellt, ob und wo Endometrioseherde vorhanden sind.

Endometriose ist unheilbar. Therapien sind daher darauf ausgerichtet, die Symptome zu lindern, zu unterdrücken und das Fortschreiten der Krankheit einzubremsen. Behandelt wird Endometriose operativ oder mit Hormontherapien. Werden die Endometrioseherde durch einen Eingriff entfernt, können die Beschwerden vollständig verschwinden. Hormontherapien zielen darauf ab, die Symptome der Krankheit zu unterdrücken.

Unerfüllter Kinderwunsch bei Endometriose

Rund 40 Prozent der Patientinnen trifft eine gravierende Auswirkung der Endometriose: unerfüllter Kinderwunsch.

Aus verschiedenen Gründen kann die Krankheit eine Schwangerschaft verhindern:

  • Die Eileiter sind durch Entzündungen verklebt. Das Ei kann nicht in die Gebärmutter wandern.
  • Zysten schränken die Beweglichkeit der Eierstöcke ein und beeinträchtigen dadurch den Eisprung.
  • Verwachsungen verhindern, dass das Ei in den Eileiter gelangt.
  • Die Eizellen entwickeln sich schlechter als bei gesunden Frauen.
  • Die auf die Krankheit zurückzuführenden Entzündungen führen zu ungünstigen Bedingungen für die Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter.
  • Die rhythmischen Bewegungen der Gebärmuttermuskulatur funktionieren nicht richtig, sodass die Samenzellen nicht aktiv genug durch die Eileiter zum Ei transportiert werden.

Wege zur Schwangerschaft

Frauen mit Endometriose, die sich ein Kind wünschen, sollten ihre persönliche Situation mit dem Arzt ihres Vertrauens genau abklären. Gelingt aufgrund der Krankheit keine natürliche Schwangerschaft, bieten sich mehrere Möglichkeiten an, wie es doch klappen kann.

Je nachdem, welche Auswirkungen die Endometriose bei Ihnen hat, stehen diese Behandlungsoptionen offen:

  • Hormonelle Stimulation, durch die die Eizellbildung angeregt und der Eisprung ausgelöst wird.
  • Insemination. Wir bereiten das Sperma des Mannes auf und bringen es direkt in die Gebärmutter ein.
  • Künstliche Befruchtung – IVF. Bei der In-Vitro-Fertilisation entnehmen wir Ihnen, nach einer hormonellen Stimulation, Eizellen und führen sie im Reagenzglas mit den Spermien zusammen. Entwickeln sich Embryonen, bringen wir diese in die Gebärmutter ein.
  • Künstliche Befruchtung – ICSI. Der Ablauf dieser Therapie ähnelt der IVF-Behandlung. Allerdings wählen wir hierbei ein geeignetes Spermium aus und injizieren es direkt im Reagenzglas in die Eizelle.

Gute Beratung, umsichtige Behandlung

Mit Endometriose zu leben, ist schon belastend genug. Wir wissen das und gehen daher sensibel mit Ihrer Situation um. Wir sorgen dafür, dass Sie mit unserer Hilfe Ihren Weg zum Kind möglichst gut meistern können. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung, unser medizinisches Wissen und vor allem auf die Umsicht, mit der wir Ihre Beratung und Behandlung durchführen. Kinderwunschbehandlungen erfordern Behutsamkeit und unterstützende Begleitung. Wir bieten Ihnen daher komplementäre Therapieformen wie TCM und Akupunktur genauso wie psychologische Betreuung. Kurz gesagt: Wir tun alles, damit Sie sich bestens betreut und wohl fühlen und sich dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie schwanger werden, erhöht.

Endometriose

Unter Endometriose versteht man das Vorkommen Gebärmutterschleimhaut-ähnlicher Zellen außerhalb der Gebärmutterhöhle. Bevorzugte Lokalisationen sind Eierstöcke, Eileiter oder das Bauchfell (Peritoneum). Aber auch Endometrioseherde in anderen Organen (Lungen, Brustfell, Blase, Darm) sind nicht selten.

Bei der Endometriose handelt es sich um eine der häufigsten gutartigen Erkrankungen der Frau, die ca. 10% aller Frauen und etwa 20-25% aller Kinderwunschpatientinnen betrifft.

Die Ursachen dieser Erkrankung sind immer noch nicht ganz klar. Häufige Symptome einer Endometriose sind Unterbauchschmerzen, schmerzhafte Blutungen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Ebenso finden sich bei den Betroffenen nicht selten unerfüllter Kinderwunsch (Subfertilität). Hier können organische Veränderungen oder Milieustörungen der Bauchhöhlenflüssigkeit verantwortlich sein.

Die Diagnose einer Endometriose kann in der Regel erst durch eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) gestellt werden.

Da auch im IVF-Programm die Schwangerschaftsraten bei Endometriosepatientinnen erniedrigt sind, ist vor der Einleitung einer Kinderwunschtherapie häufig eine operative und/oder medikamentöse Therapie der Endometriose sinnvoll.

Die Endometriose führt im statistischen Mittel zu einer Verminderung der Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft, auch in der IVF/ICSI-Behandlung.

Bei schweren Endometrioseformen mit Verschluss der Eileiter oder starker Beeinträchtigung der Eileiterfunktion ist eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege nicht möglich.

Häufig ist die schlechtere Eizellqualität das Problem bei Endometriose.

Die Diagnose einer Endometriose kann in der Regel nur im Rahmen einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) erfolgen. In diesem Rahmen sollte eine Sanierung vorhandener Endometrioseherde unter Schonung von Gebärmutter, Eierstöcken und Eileitern erfolgen.

Man muss allerdings auch wissen, dass die Datenlage, die für die operative Sanierung der Endometriose vor einer Kinderwunschbehandlung spricht, sehr dünn ist. Insgesamt gibt es nur zwei gute, randomisierte Studien, die insgesamt einen statistisch geringgradigen Benefit der operativen Therapie belegen.

Hier ist die assistierte Reproduktion (In-vitro-Fertilisation (IVF), Intracytoplasmatische Spermatozoeninjektion (ICSI)) der operativen Therapie klar überlegen.

Die reine Unterdrückung der Eierstockfunktion, wie sie nach einer operativen Sanierung bei Schmerzpatientinnen häufig empfohlen wird, ist bei Kinderwunschpatientinnen nicht sinnvoll !

Die Metaanalyse der verfügbaren Studien zeigt hier eine signifikante Verbesserung von Schwangerschaftsrate und Lebendgeburtenrate nach GnRH-Analoga Vorbehandlung.

Den Link zu den aktuellen Richtlinien der „European Society for Human Reproduktion and Embryolgy (ESHRE) zur Behandlung der Endometriose finden sie hier.

Endometriose und Schmerzen

Die Schmerzen bei Endometriose können sowohl durch eine operative Therapie als auch durch eine medikamentöse Therapie meist effizient behandelt werden. Dies ist durch Studien klar belegt.

Alle Formen der medikamentösen Therapie führen dabei gleichermaßen zu Erleichterung der Schmerzsymptomatik.

GnRH-Analoga sind immer noch der „Gold-Standard“ der Endometriosetherapie

Allerdings sind gerade bei Langzeittherapie über mehr als 6 Monate die Nebenwirkungen zu beachten. Sie sind auf den Wirkmechanismus der GnRH-Analoga zurückzuführen …

Das Wirkprinzip dieser Medikamente ist – nach einer kurzen Phase der Stimulation über die ersten zwei Wochen der Therapie – nämlich die (nahezu) komplette Unterdrückung der Eierstockfunktion, die zu einer Verminderung der Östrogenspiegel im Serum auf nicht mehr nachweisbare Spiegel und in der Folge zum Ausbleiben der Menstruationsblutung führt. Diese „therapeutische Amenorrhoe“ führt zum Austrocknen der Endometrioseherde und zur Reduktion der Symptome.

Die Therapie mit GnRH-Analoga wird heute aufgrund ihrer Nebenwirkungen und Kosten nur noch zur Reduktion der Endometrioseaktivität vor einer geplanten operativen Sanierung oder vor einer IVF/ICSI-Therapie durchgeführt.

Auch die kontinuierliche Gabe von synthetischen Gelbkörperhormonabkömlingen (Gestagenen) führt zum Austrocknen der Endometrioseherde.

Besonders für das für diese Indikation zugelassene Präparat Visanne liegen gute Studien für eine den GnRH-Analoga adäquate Wirksamkeit vor.

Allerdings sind auch die Gestagene nicht frei von Nebenwirkungen, die jedoch geringer ausgeprägt sind als bei den GnRH-Analoga

Eine sehr gute Alternative ist die lokale Gestagengabe in die Gebärmutter mit der Gestagen-haltigen Spirale (Mirena).

Die Mirena führt in Studien nachgewiesen zu einer effektiven und sehr nebenwirkungsarmen Reduktion der Beschwerden über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren und ist darüberhinaus ein zugelassenes Verhütungsmittel.

Die heute sicherlich am häufigsten angewandte Methode der Langzeit-Endometriosetherapie ist die Gabe einer klassischen Pille im Langzyklus, also ohne die sonst übliche Pillenpause von 7 Tagen.

Die Einnahme im Langzyklus funktioniert nur mit „Ein-Phase-Präparaten“, bei denen alle Tabletten die gleiche Zusammensetzung aufweisen.

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