Schwanger wasser in den beinen was hilft

Warum lagert der Körper Wasser ein?

Das wachsende Kind und die Gebärmutter drücken mit zunehmender Größe die Beckenvenen ab, dies erschwert den Blutrückfluss aus den Beinen. Um den Fötus ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen, produziert eine Schwangere ca. 50 Prozent mehr Blut. Dadurch weiten sich die Blutgefäße, werden elastischer und durchlässiger für Flüssigkeit. Und diese tritt dann natürlich auch leichter ins umliegende Gewebe aus.

Hinzu kommt, dass vier bis sechs Kilo der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft Körperwasser sind, das durch die veränderte Hormonlage und das aufgelockerte Gewebe auch leichter dort eingelagert wird.

Hintergrund

Schwangerschaftsübelkeit Diese 5 Tipps helfen dir gegen Übelkeit in der Schwangerschaft Herzogin Kate erwartet ihr drittes Kind. Wie schon bei ihren ersten beiden Schwangerschaften leidet sie an Schwangerschaftsübelkeit. Was dagegen hilft, erfährst du hier!

Wie machen sich Ödeme bemerkbar?

Kommt es zu Flüssigkeitsansammlung im Gewebe, den sog. Ödemen, sind Extremitäten (Arme und Beine) aufgrund der Schwerkraft am häufigsten betroffen. Dicke Füße oder geschwollene Hände sind typische Anzeichen für Wassereinlagerungen. Oft drücken jetzt Uhr oder Ringe, gut passende Socken schneiden plötzlich unangenehm ein.

Wasser kann sich aber überall im Körper ansammeln, z.B. auch im Gesicht. In der Spätschwangerschaft (ab 29. SSW) sind Ödeme meistens ungefährlich, schränken jedoch Wohlbefinden und Beweglichkeit ein.

Achtung: Treten Ödeme frühzeitig (vor der 24. Woche) oder sehr plötzlich auf und handelt es sich zudem um mehrere Liter, sollte dringend einen Arzt aufgesucht werden!

Hilfreiche Tipps bei Wasser in den Beinen

  1. Trage weite, bequeme Kleidung und Schuhe.

  2. Ernähre dich ausgewogen, salze dein Essen wie gewöhnlich und nimm genügend Eiweiß zu dir. Salz- und eiweißarme Kost oder die sogenannten Reistage werden heute nicht mehr empfohlen!

  3. Sorge für ausreichend Bewegung, besonders Schwimmen gehen kann helfen.

  4. Vermeide stehende Tätigkeiten!

  5. Trinke ausreichend Flüssigkeit, mindestens zwei Liter Wasser, ungesüßten Tee oder dünne Fruchtsaftschorlen.

  6. Ziehe Stütz- oder Kompressionsstrümpfe noch vor dem Aufstehen an. Lege sie einfach am Abend vorher neben dein Bett. Im Sanitätshaus findest du sie in schicken Farben. Frage deinen Frauenarzt nach einem Rezept für letztere, wenn du unter Ödemen leidest.

  7. Wechselduschen können Linderung bringen. Hierbei ist es wichtig, an der Stelle zu beginnen, die am weitesten vom Herzen entfernt ist. Betrifft es die Beine, dann beginne an den Fersen und brause bis zum Gesäß und wieder zurück. Eine anschließende Massage mit einer Bürste oder einem Handschuh regt die Durchblutung an.

  8. Ein warmes Vollbad bei 37°C, eventuell mit einem Meersalz-Zusatz, lässt die Ödeme ebenfalls abschwellen.

  9. Auf keinen Fall mit Entwässerungsmitteln nachhelfen, auch nicht natürlichen wie z.B. Brennesseltee. Hier würde Wasser nur dem Blutkreislauf entzogen, nicht dem Gewebe!

  10. Akupunktur wird in der Schwangerschaft bei vielen Beschwerden (z.B. Übelkeit) und zur Geburtsvorbereitung angeboten. Auch bei Ödemen kann sie hilfreich sein.

  11. Halte dich im Sommer am Besten in angenehm temperierten Räumen auf, da sich die Gefäße durch Wärme zusätzlich weiten.

  12. Simpel und doch effektiv: Lege so oft es geht die Beine hoch, und ruhe dich aus! Schlafe, wenn möglich, auch mit erhöhten Beinen. Wichtig ist, dass die Beine höher als das Becken liegen, damit das Blut leichter zum Herzen zurückfließen kann. Laut der Hebamme Ingeborg Stadelmann reicht Bettruhe meist schon aus, um eine erhöhte Flüssigkeitsausscheidung zu gewährleisten und Ödeme zu reduzieren.

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Nach der Geburt dauert es nur zwei bis fünf Wochen, bis dein Körper das zusätzliche Wasser auf natürlichem Wege verloren hat. Also keine Sorge, deine Beine werden sich nicht auf Dauer so schwer anfühlen.

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Wasser in den Beinen in der Schwangerschaft: Die Gefahren

In der Schwangerschaft wird verstärkt Wasser eingelagert. Stark betroffen von den sogenannten Ödemen sind vor allem die Beine. Meist ist das vor allem zum Ende des Tages oder bei sehr warmen Wetter zu bemerken. Frauen, die viel sitzen und stehen, leiden meist auch unter Wasser in den Beinen. Dabei können Unterschenkel, Knöchel und sogar die Füße anschwellen. Sobald die Frau ihre Schuhe auszieht, kommt sie durch die Wassereinlagerungen in den Füßen nicht mehr in die Schuhe. Ödeme können auch in den Unterarmen, Händen und auch im Gesicht auftreten. In den meisten Fällen sind die Ursachen für das Wasser in den Beinen natürlicher Art und es besteht selten ein Grund zur wirklichen Besorgnis.

Gründe für Wasser in den Beinen

Meistens sind die Hormone, die in der Schwangerschaft freigesetzt werden dafür verantwortlich, dass es zu Wassereinlagerungen kommt. Aufgrund der Hormone werden die Blutgefäße geweitet und sind so lockerer als zuvor. Allerdings wird aufgrund der Schwangerschaft das Blutvolumen aufgebaut. Dieses muss durch den Körper gepumpt werden. Vor allem tut sich der Körper sehr schwer das Blut aus den unteren Körperregionen wieder zum Herzen zu pumpen. Dabei steigt das Risiko, dass sich das Blut im Gewebe stockt. Dadurch setzt sich im Bindegewebe zusätzliche Flüßigkeit ab. Zusätzlich zu Ödeme in den Beinen kann es auch zu Krampfadern oder Besenreisern kommen.

Ist Wasser in den Beinen gefährlich?

Wassereinlagerungen sind vor allem sehr stark im letzten Drittel der Schwangerschaft zu bemerken. Im Regelfall sind die Ödeme unangenehm, aber selten gefährlich. Mit einfachen Tipps, wie langes Stehen und Sitzen vermeiden und Beine bei jeder Gelegenheit hoch legen sowie viel Trinken, kann man zur Linderung beitragen. Nach der Entbindung wird die angesammelte Flüßigkeit wieder abgesondert. Allerdings sollten Schwangere auf weitere Anzeichen achten, die mit den Wassereinlagerungen auftreten können. Dabei kann es zu Komplikationen kommen, die nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby schädlich sind. Weitere Anzeichen wie hoher Blutdruck, stark eiweißhaltiger Urin, Kopfschmerzen, Schwindelattacken, Augenflimmern und Ohrensausen können darauf hindeuten, dass Gestose, einer Schwangerschaftsvergiftung oder Präeklampsie vorliegt. Die Anzeichen treten im seltenen Fall gleichzeitig auf. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Wassereinlagerungen nicht natürlich sind, sollten Sie sich immer direkt an Ihren Frauenarzt oder Hebamme wenden, damit eine ernsthafte Gefahr ausgeschlossen werden kann. Wichtig um Komplikationen schon frühzeitig zu erkennen, ist es auch die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. In Zuge dieser Untersuchungen werden bereits bestimmte Werte der Mutter gemessen und auf Auffälligkeiten geachtet.

Kommt es zu Wasser in den Beinen, greifen viele Frauen auf Entwässerungskuren, salzarme Ernährung und zudem auch auf Medikamente zurück. Dabei sollten vor allem Schwangere auf diese Methoden verzichten. Wichtig für eine gesunde Schwangerschaft ist eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung, verbunden mit viel Trinken. Kuren schaden nicht nur der Mutter, sondern auch dem Baby, weil ihm hier wichtige Nährstoffe entzogen werden. Medikamente auch auf pflanzlicher Basis können sich negativ auf die Entwicklung des Babys auswirken. Selbstdiagnose ist in der Schwangerschaft tabu und eine Medikamenteneinnahme sollte immer mit dem Frauenarzt oder der Hebamme besprochen werden. Bei Wasser in den Beinen helfen viele einfache und natürliche Methoden, die Ödeme zu lindern oder sogar ganz zu vermeiden. Bei starken Wassereinlagerungen können auch Homöopathie und Akupunktur helfen. Sprechen Sie mir Ihrem Frauenarzt oder Hebamme!

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Was hilft bei schweren Beinen?

  • Folgende Tees wirken entwässernd, aber bitte nicht mehr als zwei Tassen pro Tag: Brennessel, Birkenrinde und -blätter, Zinnkraut, Schachtelhalm, Eisenkraut, Johanniskraut und Löwenzahn
  • Auch Molke, Grüner Tee und Rotbusch-Tee (Roibos) wirken leicht entwässernd, und davon dürfen Sie ruhig mehr trinken.
  • Gemüsesorten wie Porree, Spargel, Sellerie, Petersilie, Pellkartoffeln und Salatgurken und Obstsorten wie Ananas, Sauerkirschen, Äpfel und Birnen schwemmen aus.
  • Auch eine Reismahlzeit wirkt entwässernd. Ganze Reistage sind jedoch nach neueren Erkenntnissen eher schädlich.
  • Salzen Sie weiterhin ganz normal. Eine verminderte Kochsalzaufnahme verstärkt nach neueren Erkenntnissen die Wassereinlagerung.
  • Nehmen Sie ein warmes Bad, am besten mit einem Zusatz von Meersalz.
  • Kalte Beingüsse und Wadenwickel, zum Beispiel mit Pfefferminztee oder einer Salzlösung (ein Esslöffel Salz auf eine Tasse Wasser), wirken sehr gut gegen das Spannungsgefühl.
  • Einreiben mit Franzbranntwein ist angenehm.
  • Massieren Sie Ihre Beine mit einem kühlenden Gel oder einer Salbe mit Rosskastanienextrakt. Auch die Massage mit einem Igelball (aus dem Sportgeschäft) tut wohl. Professionelle Hilfe bekommen Sie mit einer manuellen Lymphdrainage.

Wie kommt es zu Wassereinlagerungen in den Beinen in der Schwangerschaft?

Was kann man vorbeugend gegen geschwollene Füsse tun?

Newsticker

Schwere Beine gut gestützt | 07.07.2018

Die Behandlung mit „Stützstrümpfen“ gehört jetzt auch für Schwangere zwischen der 13. SSW und 8 Wochen nach der Geburt zur Grundversorgung (KVG) ohne Kostenbeteiligung, ohne Franchise und Selbstbehalt. Alle Schweizerischen Krankenkassen übernehmen pro Kalenderjahr die Kosten für zwei Paar medizinische Kompressionsstrümpfe der Klasse II und höher bei Vorliegen eines Arztrezepts. Auf das Rezept gehören Ihr Name und die Diagnose (Mutterschaft mit Schwangerschaftswoche vermerken!), sowie Stempel und Unterschrift des Arztes. Weiter wird genau definiert, welcher Strumpf verordnet wird (Strumpf, Kompressionsklasse). Die Wahl von Marke und Farbe sowie allfälligen Hafträndern ist Ihnen frei überlassen. Anziehhilfen werden nicht von der Grundversicherung gedeckt. Viele Zusatzversicherungen übernehmen jedoch einen Kostenanteil. Fragen Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse.

Letzte Aktualisierung : 19-06-16, BH

Wasser in den Beinen bzw. Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft!

Es kommt häufig vor, dass Schwangere über Wasser in den Beinen klagen. Sie stellen im Verlauf der Schwangerschaft zunehmend fest, dass sie abends schwere und dicke Beine haben. Auch die Füße und Knöchel sind davon betroffen, was oftmals dazu führt, dass ihnen ihre Schuhe viel zu eng werden und sie nur noch flache, weite und bequeme Schuhe tragen können. Bei einigen werdenden Mamas quellen noch dazu die Hände und Finger auf, so dass sich nicht einmal mehr ein Ring abnehmen lässt. Gegen Ende der Schwangerschaft klagen fast alle Frauen über Wassereinlagerungen und geschwollene Beine. Am meisten mit Wassereinlagerungen in den Beinen sind jedoch werdende Mütter konfrontiert, die in den heißen Sommermonaten gerade hoch schwanger sind.

Schwangere haben häufig mit Wasser in den Beinen zu kämpfen

Wodurch entstehen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

Wassereinlagerungen werden durch Schwangerschaftshormone ausgelöst. Natürlich hat „Wasser in den Beinen“ auch noch weitere Ursachen. Durch das immer größer und schwerer werdende Baby in der Gebärmutter und den dadurch stärker werdenden Druck auf das Becken der Schwangeren wird der Blutrückfluss erschwert, das Blut kann schlechter transportiert werden. Und da Bindegewebe auch als Wasserspeicher für den Körper dient und sehr nachgiebig ist, sammelt sich dort das Wasser. Die Wassereinlagerungen können auch aufgrund des hohen Austauschbedarfs an frischem Fruchtwasser zunehmen. In der Regel ist morgens noch nichts zu sehen, dass Wasser in den Beinen wäre, erst gegen Nachmittag oder Abend sind sie dann dick angeschwollen, was auch durch langes Stehen und große Hitze verursacht werden kann. Mangelnde Bewegung während der Schwangerschaft kann eine weitere Ursache für Wassereinlagerungen sein.

Wie kann man geschwollenen Beinen und Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft vorbeugen und die Beschwerden lindern?

Schwimmen hilft bei Wassereinlagerungen in den Beinen

Bewegen Sie sich ausreichend an der frischen Luft, bei einem Spaziergang oder mit dem Fahrrad, denn dadurch wird der Blutfluss zum Herz verbessert. Auch Schwimmen ist optimal, ob vorbeugend oder wenn bereits Beschwerden bestehen. Schwimmen ist generell für Schwangere bestens geeignet, da neben der Bewegung auch der Rücken entlastet wird. Egal was Sie machen, Sie sollten immer zwischendurch kleine Pausen einlegen und nicht übertreiben.

Vermeiden Sie langes Stehen und legen Sie so oft wie möglich die Beine hoch. Auch nachts ist es gut, wenn die Beine etwas höher gelagert werden, damit sie abschwellen (z.B. ein dickes Kissen unter die Füße legen).
Strümpfe dürfen am Bund nicht einschneiden, besser ist, wenn Sie gleich morgens im Bett Stützstrümpfe bzw. Stützstrumpfhosen oder sogar Kompressionsstrümpfe (können Sie vom Arzt verordnen lassen) anziehen.
Tragen Sie flache und bequeme Schuhe oder laufen Sie barfuss.
Wenn Sie auch Probleme mit Wasser in den Händen haben, so ist zu empfehlen, die Ringe abzunehmen bevor sie einschnüren und die Hände auf Herzhöhe zu halten und nicht herunter hängen zu lassen.

Wasser in den Beinen vorbeugen durch gesunde Ernährung

Achten Sie auf gesunde ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, denn auch dadurch wird Wasser ausgeschwemmt. Essen Sie Kartoffeln mit Schale, Spargel, Ananas, Gurken, sowie eiweißhaltige Nahrung wie Fisch, Fleisch, Eier, Milch und Milchprodukte.
Sehr wichtig ist auch, dass Sie trotz Wassereinlagerungen genügend trinken, d. h. mindestens 2 -3 Liter pro Tag, denn dadurch wird der Stoffwechsel angeregt und der Blutfluss verbessert. Geeignet sind Getränke wie Wasser und Fruchtsaftschorlen, sowie manche Früchte- und Kräutertees. Entwässernde Tees und Medikamente sollten Sie meiden, denn diese können negative Nebenwirkungen auslösen. Bei starken Beschwerden können Sie auch ab und zu einen Reis- oder Kartoffeltag (mit etwas Salat) einlegen.

An heißen Tagen mit hohen Temperaturen können Sie Ihre Beschwerden auch lindern, indem Sie hin und wieder ein kühles Fußbad, eine Wechseldusche oder ein Vollbad mit einer Wassertemperatur von etwa 37 Grad machen.
Sofern all diese Vorkehrungen und Maßnahmen nicht gegen die Wassereinlagerungen helfen, sollten Sie Ihren Frauenarzt informieren und mit ihm über weitere Möglichkeiten sprechen, welche Ihnen helfen könnten die Beschwerden zu lindern, z.B. eine Lymphdrainage, Druckmassage oder Akupunktur, etc.

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Wasser in den Beinen

Sobald eine Frau ihre Schuhe erst einmal ausgezogen hat, ist es ihr einige Zeit später unmöglich, wieder hineinzuschlüpfen. In der Schwangerschaft kann es auch zu vermehrten Wasseransammlungen in den Unterarmen, Händen oder im Gesicht kommen. Alles fühlt sich geschwollen an und die Fingerringe werden zu eng.

Natürliche Ursache

In den meisten Fällen sind die Schwangerschaftshormone für das Wasser in den Beinen verantwortlich. Sie bewirken nämlich, dass sich die Blutgefäße weiten und an Elastizität verlieren. Gleichzeitig wird jedoch die Gesamtblutmenge, welche durch den weiblichen Organismus zirkuliert, infolge der Schwangerschaft deutlich mehr und die Gefäße werden durchlässiger. Das Risiko für das „Versacken“ des Blutes im Gewebe erhöht sich. Im Bindegewebe sammelt sich zusätzliche Flüssigkeit an.

Warum sind besonders die Knöchel und Zehen so geschwollen?

Während der Schwangerschaft vollbringen die Venen Höchstleistungen. Die wachsende Gebärmutter übt gerade auf die Beckenvenen einen starken Druck aus, wobei die große untere Hohlvene auf der rechten Körperseite besonders betroffen ist. Die Venen in den Beinen pumpen permanent das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen.

Sobald die Venen gegen den überhöhten Druck nicht mehr ankommen, versackt das Blut mitsamt der Gewebeflüssigkeit in den Beinen. Neben Wasser in den Beinen kann dieser Mechanismus auch Krampfadern oder Besenreiser provozieren.

Wie viel Wasser in den Beinen ist normal?

Bei etwa zwei Dritteln aller werdenden Mütter lagert sich vorzugsweise im letzten Schwangerschaftsdrittel zusätzlich Wasser im Organismus ein. Insbesondere die Unterschenkel und Füße können dabei anschwellen. Während die Schwangere am Morgen noch bequem in ihre Pumps schlüpfen konnte, passen ihre Füße am Abend vielleicht gerade mal noch in bequeme Birkenstock-Pantoletten.

Solange keine weiteren Beschwerden hinzukommen, sind die Ödeme zwar äußerst unangenehm, aber sowohl für die Mutter als auch ihr Kind unschädlich. Direkt nach der Entbindung wird die überschüssige Flüssigkeit wieder ausgeschieden.

Wann wird es gefährlich?

Wasser in den Beinen, den Armen und im Gesicht kann jedoch auch auf eine ernsthafte, schlimmstenfalls sogar für Mutter und ihr Baby lebensbedrohliche Schwangerschaftskomplikation hinweisen. Verbunden mit

  • hohem Blutdruck
  • erhöhten Eisweißwerten im Urin
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Ohrensausen
  • Augenflimmern
  • manchmal auch Schmerzen im Oberbauch

könnte eine Gestose, auch Schwangerschaftsvergiftung oder Präeklamspie genannt, die Ursache für die Entstehung der Ödeme sein. Nicht immer treten alle Symptome gemeinsam auf, sodass es bereits bei geringstem Verdacht ratsam ist, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen.

Achtung! In diesem Zusammenhang ist es für jede werdende Mutter auch ganz wichtig, regelmäßig alle Vorsorgetermine wahrzunehmen!

Mythos Salz und Reis

Früher gaben viele Frauenärzte schwangeren Frauen den Rat, auf gesalzene Speisen möglichst zu verzichten. Angeblich würde das Salz das Blut dicker mache und die Venen hätten es damit noch schwerer, es aus den Extremitäten zum Herz zu pumpen. Allerdings konnten klinische Studien diese Theorie eindeutig widerlegen. Inzwischen gilt die Empfehlung, weiter normal zu salzen.

Auch Empfehlungen zu sogenannten Reis- oder Kartoffeltagen sind heute völlig antiquiert. Im Gegenteil: Sie verhindern nicht nur keineswegs das Wasser in den Beinen, sie können der Gesundheit von Mutter und Kind sogar abträglich sein. Gesund ist dagegen eine ausgewogene Ernährung mit der gewohnten Salzmenge und ausreichend Flüssigkeit (etwa zwei Liter am Tag). Diese zwei Komponenten zusammengenommen, lassen das Blut am besten fließen.

Entwässerungsmittel sind in der Schwangerschaft tabu!

Ebenso wie schwangere Frauen die Flüssigkeitszufuhr aufgrund von Wasser in den Beinen keinesfalls reduzieren sollten, dürfen sie ohne den ausdrücklichen Rat ihres Arztes auch keine entwässernden Medikamente einnehmen.

Das gilt übrigens auch für entwässernd wirkende Hausmittel, wie etwa Brennnesseltee. Entwässernde Tabletten führen unweigerlich zu einer Unterversorgung des Organismus mit Flüssigkeit, was schwere Stoffwechsel- oder Kreislaufprobleme nach sich ziehen kann.

Hebammentipps bei Schwangerschaftsödemen

  • so oft es geht, die Beine bitte entlasten: nicht über längere Zeit stehen, hochlagern
  • bequeme Kleidung und bequeme Schuhe tragen, sobald die Hände anschwellen: Ringe ablegen
  • Stützstrumpfhosen und Stützstrümpfe verhindern das Absacken des Blutes in die Beine, am besten gleich morgens, noch im Liegen anziehen
  • viel Ruhe gönnen, in extremen Fällen empfiehlt sich sogar ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus
  • mindestens zwei Liter kalorienarme Getränke pro Tag
  • regelmäßige Bewegung verschafft Linderung, geeignet sind Sportarten, wie Wassergymnastik, Schwimmen, Walken, Barfußgehen, Fußgymnastik
  • ausgewogene, gesunde Ernährung (bitte nicht zu verwechseln mit salzarmer Diätkost!)
  • Fußbad mit Zusatz von Meersalz als Soforthilfe gegen geschwollene Füße
  • Wechselduschen und Beingüsse, am besten unter fachkundiger Anleitung

Homöopathie und Akkupunktur

Spezielle homöopathische Präparate aus verschiedenen Pflanzen und Mineralien können die Beschwerden durchaus lindern. Je nach Ausprägung empfehlen Naturmediziner bei Wasser in den Beinen während der Schwangerschaft Helonias dioica D6, Apis mellifica D12 und Solidago virgaurea D3. Allerdings ist auch hier von einer Selbstmedikation dringend abzuraten. Sowohl die genaue Zusammensetzung als auch die passende Dosierung gehören gerade bei werdenden Müttern immer in die Hände eines speziell ausgebildeten Experten.

Auch Akupunktur kann helfen, die Symptome und die daraus folgenden Beschwerden der Ödeme zu lindern. Viele Hebammen bieten solche Akupunkturbehandlungen an.

Nach der Geburt des Mutterkuchens (Plazenta), fällt die Konzentration der schwangerschaftserhaltenden Hormone in deinem Blut schnell ab.
Dies hat zur Folge, dass du die während der letzten Schwangerschaftswochen angesammelten Wassereinlagerungen (Ödeme) innerhalb weniger Tage nach Geburt ausschwemmst und über deinen Urin ausscheidest.
Das du dadurch in der ersten Zeit teilweise 3 bis zu 4 Liter Urin pro Tag lassen musst, wird als sogenannte Harnflut bezeichnet und ist völlig normal. Du wirst aufgrund der nach der Geburt veränderten Raumverhältnisse in deinem Bauch, nicht unbedingt einen Harndrang verspüren, deine Blase hat nämlich theoretisch Platz, den kompletten Raum in deinem Bauch einzunehmen, in dem dein Baby vorher lag. Achte deswegen in der ersten Zeit unbedingt darauf, deine Harnblase spätestens alle 3 Stunden zu entleeren, damit deine Gebärmutter sich wieder optimal zurückbilden kann.
Bei manchen Frauen, werden die Ödeme nach Geburt erst noch einmal schlimmer. Da dies häufig erst dann passiert, wenn du bereits aus dem Krankenhaus entlassen wurdest, haben wir dir für diesen Fall ein paar Tipps und Tricks aufgeschrieben, die dir helfen können. Du kannst diese natürlich auch bereits bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft anwenden.

Allgemeine Tipps

Nimm ausreichend Flüssigkeit, d.h. mindestens 1,5 bis 2 Liter, idealerweise Wasser, über den Tag verteilt zu dir.
Trage keine einschnürenden Socken und lege deine Beine sooft es irgendwie geht, mehrmals am Tag, für einige Zeit nach oben.

Wasser

Fußbad
Mache ein Fußbad mit lauwarmen Wasser und einer Handvoll Salz aus dem Toten Meer. Bade deine Füße und Unterschenkel für ~10 Minuten darin. Trockne deine Füße im Anschluss gut ab.

Wechselduschen
Wenn du fertig bist mit dem duschen, führe noch kalt-warme Wechselduschen an beiden Beinen und Füßen durch.
Starte dabei immer mit dem warmen Duschvorgang und höre mit dem kalten auf. Benetze beide Beine von den Füßen bis hin zu den Hüften. Du kannst den Vorgang zweimal hintereinander wiederholen.

Gymnastik

Du kannst mehrmals am Tag leichte Übungen durchführen, um die Pumpfunktion deiner Waden- und Fußmuskulatur zu aktivieren, zum Beispiel:
– auf den Zehen gehen
– Zehen einrollen und wieder strecken
– Fersen im Wechsel vom Boden abheben

Lebensmittel

Lebensmittel wie Trauben, Wassermelone, Gurke oder Spargel (Vorsicht, kann den Geschmack der Muttermilch verändern!), können dir helfen überschüssiges Wasser aus dem Gewebe abzutransportieren.
Himalaya-Salz
Gib einen Kristall vom Himalaya-Salz in ein Glasgefäß (nimm am besten ein Marmeladenglas) und fülle dies im Anschluss mit ~100ml stillem Wasser auf. Lasse diese dann für 24 Stunden stehen, damit die Lösung sich sättigen kann. Nimm im Anschluss jeden Tag einen Teelöffel der Lösung am Morgen, verdünnt in einem Glas Wasser zu dir, bis du eine Besserung verspürst.
Gersten Wasser
Lasse 3 EL Gerste über Nacht in einem Glas Wasser einweichen, trinke den Absud am nächsten Morgen. Du kannst bei sehr starken Wassereinlagerung auch mehrere Gläser davon am Tag trinken.
Maishaartee/Maisbarttee
Übergieße 1-2 EL Maishaartee/Maisbarttee mit einem Liter kochenden Wasser und lasse diesen für etwa 7 Minuten ziehen. Trinke diesen über den Tag verteilt in kleinen schlucken.

Das regelmäßige akupunktieren der Punkte Ma36, MP9 hilft sehr gut gegen unerwünschte Wassereinlagerungen. Suche dir für die Therapie jemanden der Erfahrung mit TCM (Heilpraktiker/in, Hebamme, Arzt/Ärztinnen) hat in deiner Nähe.

Hebamme

Liebe knitzelbutz,
Die Salz-Wasser-Konzentration in den Gefäßen stimmt nicht mehr und außerdem ist die Gefäßelastizität noch herab gesetzt. Deshalb das Wasser.
Die Empfehlung heute lautet:
Eiweiss ist ein wichtiger Baustein ein Mangel ist oft für die Ödeme verantwortlich.
Der Eiweißgrundbedarf beträgt 70 Gramm pro Tag.
Alles Wissenswerte dazu finden Sie unter www.gestose-frauen.de
Bitte nicht mit Brennesseltee entwässern, da er nur an den Glumeroli (sozusagen dem Urinspeicher)
der Niere ansetzt. Da sich das Wasser aber noch im Gewebe befindet……
Salz bindet Wasser!
Aber um sich aneinander zu binden und auszugleichen, müssen sich Salz und Wasser treffen.
Sind Wasser und Blut in den Gefäßen (Adern) ausgeglichen, also genug Salz für die entsprechende Menge Wasser, dann passiert gar nichts. Salz und Wasser bleiben in den Gefäßen.
Ist zuwenig Salz in den Gefäßen, wird Wasser in das Gewebe abgegeben. Dann ist die Flüssigkeit in den Gefäßen wieder ausgeglichen. Aber Ödeme sind im umliegenden Gewebe entstanden.
Nehmen Sie Salz zu sich, wird das Salz in den Gefäßen mehr. Es muß Wasser aus dem Gewebe in die Blutbahnen gegeben werden, damit wieder ein ausgeglichener Zustand hergestellt wird.
Und nun kann die Niere (die wir mit dem zusätzlichen Salz, mit Eiweiss, Wärme und Flüssigkeit in der SS gut pflegen müssen)überschüssige Flüssigkeit über die Harnwege nach außen ableiten.
Na, erinnern Sie sich wieder an die Diffusionsgesetze aus dem Physikunterricht?*fg*
Jetzt verstehen Sie sicherlich auch, warum Brennesseltee zum Ausschwemmen keinen Sinn macht. Brennesseltee greift nämlich nur an den ableitenden Harnwegen – aber wo nichts ist…….!
Bitte Ihre Speisen zusätzlich salzen!!!!
Wassereinlagerungen und leichte Eiweissausschwemmungen (+) sind okay! Falls ein hoher Blutdruck dazu kommt, sollten Sie hellhörig werden und sich in der Klinik vorstellen. Kopfschmerzen und Augenflimmern, dazu ein Oberbauchschmerz bedeutet: sofort in die Klinik. Das gilt auch noch eine zeitlang NACH der Geburt!
Beine hochlegen und Übungen zur Entödematisierung (evtl. sogar Anti-Thrombosestrümpfe) sind zusätzlich angesagt!!!!L Bitte lassen Sie die Hebamme nochmal draufschauen.
Liebe Grüße
Martina Höfel
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