Schwanger und essen

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Was du in der Schwangerschaft nicht essen darfst

Was du nicht essen solltest

Rohes Fleisch und Fisch

Beides sollte stets gut durchgegart sein. Vor allem das Toxoplasmose-Risiko lässt sich dadurch minimieren. Auch solltest du dir nach der Verarbeitung immer stets gründlich die Hände waschen und Bretter benutzen, die du anschließend gut reinigst. Diese rohen Lebensmittel solltest du meiden:

  • rohes oder halbgares Fleisch
  • frisches Mett (Hackfleisch)
  • Teewurst, Mettwurst
  • Salami
  • Räucherschinken
  • Sushi und Sashimi
  • Matjes

Rohmilchprodukte

Rohmilchprodukte sind, wie der Name sagt, „roh“. Denn die Milch, aus der sie gemacht wurden, ist nicht pasteurisiert. Ob Rohmilch oder nicht muss auf der Packung stehen, sofern es eine gibt. Ob die Milch von der Kuh, dem Schaf oder der Ziege stammt, ist egal. Aus Rohmilch sind meist:

  • Parmesan
  • Mozzarella
  • Blauschimmelkäse
  • Brie/Camembert

Aber auch älterer Schnittkäse (wie zum Beispiel Bergkäse) aus kleineren Produktionen ist oft aus Rohmilch hergestellt. Also sieh genau hin und frag im Zweifel nach, um eine Infektion mit Toxoplasmose oder Listerien zu vermeiden.

Rohe Eier

Auch von rohen Eiern solltest du die Finger lassen und von allem was daraus gemacht ist. Zum Beispiel verwendet man für Tiramisu rohes Ei. Aber auch in Salatmayonnaise ist rohes Eigelb enthalten. Sobald das Ei gut durchgebraten, hart gekocht oder im Kuchen gebacken ist, besteht keine Gefahr mehr. Übrigens befinden sich die meisten Salmonellen auf der Eierschale. Leg rohe Eier daher besser nicht direkt auf die Arbeitsplatte.

Fertigsalate

Fertige Salate mit Fleisch, Wurst, Fisch, Ei oder Gemüse, wie es sie offen im Feinkost an der Theke gibt, sind ein Nährboden für Bakterien. Aber auch fertig geschnittener, abgepackter Salat gehört dazu. Denn auf ihm vermehren sich die Biester besonders gut. Daher gilt, alles möglichst frisch und selbst zubereiten.

Pass übrigens auch bei Aufschnitt und Schnittkäse auf. Mehr als 3 Tage sollten Packungen nicht offen gewesen sein, wenn du noch davon essen willst. Offene Wurst aus der Frische-Theke solltest du sogar nach 2 Tagen aufgebraucht haben.

Unabgewaschenes Obst und Gemüse

Obst und Gemüse musst du vor dem Verzehr immer abwaschen. Denn zum einen kann die anhaftende Erde Erreger enthalten. Zum anderen befinden sich Pflanzenschutzmittel vor allem an der Oberfläche. Achte auch darauf, die Arbeitsflächen sauber zu halten. Denn sonst kann die sandige Kartoffel andere Lebensmittel leicht verunreinigen.

Mit Schwermetallen Belastetes

Schwermetalle lassen sich nicht immer vermeiden. Aber einige Lebensmittel enthalten davon viel zu viel. Vor allem große Raubfische, die lange wachsen, wie z.B. Tunfisch, gehören dazu. Aber auch Algen und Meeresfrüchte wie Garnelen oder Muscheln sind betroffen. Eine andere Gruppe sind Waldpilze. Iss davon lieber nicht zu viel.

Innereien

Innereien haben zwei Nachteile. Zum einen enthalten sie sehr viel Vitamin A, zum anderen reichern sich gerade in der Leber alle Schadstoffe an, denen das Tier so ausgesetzt war. Ab und zu ein wenig Leberwurst ist okay, aber auf Leber und co. solltest du in der Schwangerschaft lieber verzichten.

Alkohol im Essen

Alkohol sollte in der Schwangerschaft absolut tabu sein. Schon kleinste Mengen sind schädlich. Die landläufige Meinung, dass der Alkohol beim Erhitzen sowieso verkocht, ist nicht ganz richtig. Auch nach stundenlangem Kochen ist in mit Wein oder Hochprozentigem verfeinerten Soßen und Gulasch immer noch Alkohol zu finden. Bei kürzerem Garen sogar bis zu 85%. Eine halbe Stunde im Ofen lässt etwa 50% verfliegen, aber nicht mehr.

Alkohol verfliegt übrigens nur, wenn das Gericht offen kocht. Ist ein Deckel darauf, bleibt der Gehalt gleich hoch.

Zu viel Zucker

Das mit dem Zucker wissen die meisten. Aber warum das so ist, wissen nicht alle. Es gibt zwei Gründe. Zum einen steigt bei regelmäßigem Zuckerkonsum in der Schwangerschaft die Gefahr eines Schwangerschaftsdiabetes. Zum anderen kann der Zucker beim ungeborenen Kind – neben anderen Problemen gleich nach der Geburt – dafür sorgen, dass es später fettleibig wird. Erstes gilt von Anfang an, letztes vor allem in den 4 bis 6 Wochen vor dem Geburtstermin.

Zucker ist nicht nur in Schokolade, Süßspeisen und Kuchen enthalten. Er steckt auch zuhauf in Fruchtsäften, Smoothies und vor allem in Soft-Drinks. Und auch Weißmehl verdaut der Körper viel zu schnell und wandelt es direkt in Zucker um.

Koffein und Guarana

Dass Kaffee Koffein enthält, ist sicher klar. Neueste Studien zeigen, dass selbst 2-3 Tassen zu viel sind. Besser ist gar kein Kaffee oder nur maximal eine Tasse am Tag. Energiedrinks solltest du komplett meiden, denn sie enthalten noch größere Mengen Koffein als Kaffee selbst. Auch Guarana ist riskant.

Wusstest du, dass Koffein nicht nur in Kaffee, grünem und schwarzem Tee steckt, sondern auch in Schokolade? Mehr zum Thema Koffein in der Schwangerschaft gibt es hier.

Süßholz und Chinin

So etwas esse ich doch nicht, sagst du jetzt vielleicht. Ganz sicher? Süßholz steckt in Lakritz und vielen Tees, vor allem in den Yogi Tees. Chinin findest du in Tonic und Bitter Lemon. Beide Stoffe sind für dein Baby so gar nicht gut und können sich auf die geistige Entwicklung auswirken. Lass sie daher lieber weg.

11 Dinge, die Schwangere nicht essen sollten

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Warum dürfen Schwangere nicht alles essen?

Grundsätzlich benötigst Du während der Schwangerschaft keine spezielle Ernährung. Für Dein Wohlbefinden solltest Du das essen, was Dir schmeckt und wonach Dir gerade ist. Dennoch ist die Frage „Was dürfen Schwangere nicht essen?“ durchaus berechtigt. Denn bei manchen Leckereien ist Vorsicht geboten. In ihnen befinden sich Bakterien wie Salmonellen, Listerien und Toxoplasmose. Für einen gesunden Menschen ist eine Infektion mit diesen Erregern ungefährlich. Doch durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft ist das Immunsystem geschwächt und Du bist anfälliger für Infektionen. Einen solchen Infekt kann Dein Körper nicht so einfach bekämpfen – daher ist Vorsicht geboten!

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Liste: Was dürfen Schwangere nicht essen?

Die folgenden Nahrungsmittel solltest Du meiden oder sehr stark einschränken:

  • Rohes oder nicht ganz durchgebratenes Fleisch sowie Fisch: Vermeide insbesondere Hack- und Schweinefleisch, rohe Wurst wie Mett- und Teewurst, Pasteten, rohen Schinken und Tatar. Denn sie können Toxoplasmose-Erreger enthalten, die das Hirn Deines Babys schädigen können. Auch roher Fisch, wie er häufig im Sushi zu finden ist – oder zum Beispiel Fisch-Carpaccio – sollte gemieden werden. Diese Lebensmittel sind anfällig für Listerien und können zu Infektionen sowie verfrühten Wehen führen. Gründliches Erhitzen tötet Keime zwar ab, trotzdem ist es ratsam, auf diese Fleisch- und Fischsorten in der Schwangerschaft zu verzichten.
  • Geräucherte Wurst oder geräucherter Fisch: Schinken, wie etwa Parma-, Serrano- oder Lachsschinken, sowie kalt geräucherter Fisch wie Räucherlachs und Aal sollten in der Schwangerschaft ebenfalls lieber tabu sein. Denn auch bei geräucherten Produkten ist nicht sichergestellt, dass alle Keime abgetötet worden sind.
  • Verpackte Salate: Ob Fertigsalate oder vorgeschnittene Früchte, verpackte sowie küchenfertige Produkte können Bakterien enthalten, die dem ungeborenen Kind schaden. Denn meist haften nach dem industriellen Waschen und Abpacken noch immer Listerien am Essen. In den Plastikverpackungen können sich diese leicht vermehren, deshalb: besser verzichten.
  • Rohe oder nicht ausreichend erhitzte Eier: Rohe Eier können Salmonellen enthalten. Deshalb solltest Du auch Speisen wie Mayonnaise, Zabaione und Tiramisu vermeiden, da sie mit rohen Eiern gemacht werden.
  • Rohmilchprodukte oder unbehandelte Milchprodukte: Vermeide Weichkäse aus Rohmilch wie Mozzarella, Brie, Gorgonzola, Ricotta und Feta sowie unbehandelte (nicht erhitzte) Frischmilch. Denn in diesen werden oft Listeriosebakterien, Salmonellen und Tuberkulosebakterien gefunden. Diese können zu Infektionen führen und ernste Hirnschäden bei Deinem Baby verursachen. Gründliches Erhitzen tötet auch diese Erreger ab.
  • Innereien: Innereien, wie beispielsweise Leber, solltest Du lieber meiden, denn ihre Schadstoffbelastung ist sehr hoch, und es besteht die Gefahr der Überdosierung von Vitamin A.
  • Gewürze mit Kumarin: Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kardamom und Nelken erhalten eine hohe Konzentration an Kumarin. Dieser Stoff kann den Unterleib erwärmen und die Durchblutung anregen – auch in der Gebärmutter. In größeren Mengen kann dies eine wehenfördernde Wirkung haben.
  • Alkohol: Auf Alkohol solltest Du in der gesamten Schwangerschaft komplett verzichten. Alkohol wirkt höchst schädigend auf die Entwicklung Deines Kindes. Mehr über Alkohol in der Schwangerschaft findest Du im Beitrag „Alkohol in der Schwangerschaft“.
  • Chinin- oder koffeinhaltige Getränke: Unbedingt solltest Du chininhaltige Getränke wie Bitter Lemon und Tonic Water meiden. Auch Kaffee, Schwarztee, Cola und Energydrinks solltest Du auf ein Minimum reduzieren, am besten lässt Du sie die nächsten Monate ganz weg.
  • Streng vegetarische Kost: Es ist schwer, mit einer rein vegetarischen Ernährung eine ausreichende Zufuhr an Eiweiß, Vitamin B12, Calcium, Eisen und Zink sicherzustellen. Daher raten Mediziner von einer strikt vegetarischen Ernährung in der Schwangerschaft ab. Alles Wichtige über die richtige Nährstoffzufuhr in der Schwangerschaft erklären wir Dir hier.
  • Minderwertige oder raffinierte Kohlenhydrate: Vermeide Zucker und Weißmehlprodukte. Versuche sie möglichst durch hochwertige Kohlenhydrate zu ersetzen, wie sie in Kartoffeln, Vollkornbrot, Vollkornnudeln und Vollkornreis zu finden sind.

Was dürfen Schwangere nicht essen? Apps, die helfen!

Wenn Du Dir eine zusätzliche Orientierung holen möchtest, was Du in der Schwangerschaft essen solltest oder nicht, bietet sich beispielsweise die App „Schwangerschaft Lebensmittelampel“ hervorragend an. Sie informiert Dich über die häufigsten lebensmittelbedingten Krankheiten, wie Salmonellen oder Listeriose. Außerdem zeigt sie Dir, welche Lebensmittel Dein ungeborenes Kind gefährden könnten und was Du ohne Bedenken essen kannst.

Außerdem empfehlenswert: Die App „Schwanger & Essen“. Die staatlich geförderte App (vom bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) bietet Dir verschiedene Kategorien, wie „Vorsorge“, „Bewegung“ oder eben die Ernährung. Im Ernährungs-Check bekommst Du eine Übersicht, was Du in der Schwangerschaft nicht essen solltest und welche Produkte unbedenklich sind.

Beide Apps sind kostenlos und für iOS und Android Geräte verfügbar.

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Tipps für eine ausgewogene Ernährung

In unserem Spezial „Ernährung in der Schwangerschaft“ findest Du viele wichtige Hinweise, Tipps und Rezepte rund um eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Unter anderem zu folgenden Themen findest Du dort wichtige Informationen:

  • Wichtige Nährstoffe in der Schwangerschaft
  • Welche Gewichtszunahme ist normal?
  • Gesunde Rezepte für Schwangere

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Erfahre mehr über die Ernährung in der Schwangerschaft im GU-Buch „Das große Buch zur Schwangerschaft“ von den Buchautoren Annette Nolden und Prof. Dr. med. Franz Kainer. Vielen Dank an den GRÄFE UND UNZER Verlag für die Unterstützung bei der Entstehung dieses Artikels.

Natürlich habe ich sie auch in meiner Schwangerschaft zu hören bekommen: Die Gerüchte, was man als Schwangere alles nicht essen soll. Aber, so dachte ich anfangs, ich sei da total locker. Würde auf mein Baby vertrauen und alles essen. So dachte ich, bis ich zum ersten Mal Feta-Käse im Salat gegessen hatte. Danach begann das Gedankenkarussel:

Was, wenn nun genau dieser Feta mit übermäßig vielen Bakterien belastet war?

Was, wenn eine Infektion meinem Baby unbemerkt schadet?

Diese Fragen quälten mich so sehr, dass ich den Rest der Schwangerschaft keine Lebensmittel mehr zu mir nahm, die unter Umständen gefährlich werden könnten.

Dazu musste ich natürlich erst einmal recherchieren um meine Fragen beantworten zu können.

  1. Was sind verbotene Lebensmittel für schwangere Frauen?
  2. Was sollte ich in der Schwangerschaft lieber nur in Maßen zu mir nehmen?
  3. Was ist dran an dem ein oder anderen Gerücht über gefährliche Nahrungsmittel?

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Warum sind bestimmte Nahrungsmittel in der Schwangerschaft gefährlich und tabu?

Alkohol und Genussmittel

Dass in der Schwangerschaft Lebensmittel mit Alkohol oder anderen starken Genussmitteln tabu sind, leuchtet den meisten ein. Denn bestimmte Stoffe wie Alkohol, Nikotin oder auch Koffein können die Plazenta-Schranke, die Deinen Blutkreislauf von dem Deines Babys trennt, überwinden und somit auch auf Dein Ungeborenes wirken.

Vor allem bei hohen Mengen an Alkohol und Drogen können die Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns gravierend sein. Aber auch in kleinen Mengen können diese Stoffe sich auf Dein Baby auswirken.

Während bei Kaffee, Tee und Energydrinks in der Schwangerschaft häufig über die maximale Menge diskutiert werden, sind sich alle Experten einig, dass Du auf Alkohol, Nikotin und natürlich illegale Drogen absolut, auch in kleinen Mengen, verzichten solltest.

Bakterielle Infektionen

Aber warum wird vor scheinbar ganz harmlosen oder sogar gesunden Produkten wie Mozzarella oder Rohmilch vom Bauern gewarnt? Der Grund, warum Du in der Schwangerschaft manche Lebensmittel nicht essen darfst, mit denen Du vielleicht gar nicht gerechnet hast, ist die Möglichkeit einer Infektion mit Bakterien.

Während eine Infektion mit Salmonellen für das Kind nur indirekt gefährlich ist, weil sie den Organismus der Mutter stark belastet, können andere Erreger, vor allem Listeriose und Toxoplasmose auf das ungeborene Baby übergehen. Während diese Erreger für einen gesunden Erwachsenen und auch für Schwangere in der Regel völlig ungefährlich und meist sogar unbemerkt bleiben, können sie beim Baby starke Schäden anrichten.

Als Mutter merkst von so einer Infektion mit Listerien (Listeriose) oder Toxoplasmose im Extremfall vielleicht Erkältungssymptome. Für Dein Baby kann sie dagegen im schlimmsten Fall zu einer Fehl- oder Frühgeburt oder einer Todgeburt führen. Wird eine Infektion rechtzeitig bemerkt, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.

Leider kommen vor allem Listerien eigentlich überall vor, z.B. in jedem häuslichen Kühlschrank. Den Unterschied macht hier die Menge. Das heißt, in kleinen Mengen sind die Erreger meist völlig unbedenklich, eine Infektion findet nur statt, wenn sich zu viele davon im Magen-Darm-Trakt befinden.

Die gute Nachricht ist, dass solche bakteriellen Erreger hitzeempfindlich ist, d.h. sie kommen nur auf rohen oder nicht ganz durchgegarten Lebensmitteln vor.

Was dürfen Schwangere nicht Essen? – Liste an verbotenen Speisen

Darum gilt die folgende Liste für die jeweiligen Lebensmittel nur im Rohzustand, nicht aber, sobald sie länger als 2 Minuten auf mehr als 70°C erhitzt wurden.

Zudem kommt eine übermäßige Belastung mit Bakterien nur sehr selten vor, d.h. dass nicht automatisch jedes dieser Lebensmittel immer gefährlich sein muss – aber es eben sein kann.

Liste an verbotenen Nahrungsmittel in der Schwangerschaft:

  • Salami
  • Rohmilchprodukte (nicht pasteurisierte Milch und Erzeugnisse daraus)
  • Eier
  • Fisch
  • Fleisch
  • Sprossen und Keimlinge
  • Salate und Feinkost vom Buffet, offen gelagerte Käsesorten
  • vorgeschnittene und abgepackte Salate, Obst und Gemüse
  • vorgefertigte Sandwiches aus dem Kühlregal und belegte Brötchen vom Bäcker

Fleisch

In rohem Fleisch können Toxoplasmose-Erreger enthalten sein. Deshalb sollte Fleisch immer ganz durchgegarte werden. Salami ist in der Regel nicht komplett gegart, genauso wie Carpaccio, Tartar, Mett / Mettwurst, Serranoschinken, Lachsschinken, Parmaschinken und Teewurst. Beachte auch, dass geräuchertes Fleisch nicht durchgegart ist.

Fisch

Fisch kann mit Listerien in hohem Maße verunreinigt sein. Deshalb solltest auf rohen Fisch, wie er auch in Sushi vorkommt, verzichten. Vor allem Thunfisch aber auch andere Raubfischarten wie Schwertfisch und Steinbeißer weisen teils sehr hohe Quecksilberwerte, also eine Belastung mit Schwermetallen, auf.

Geräuchterter oder marinierter Fisch ist häufig roh.

Rohmilchprodukte, also alles aus nicht pasteurisierter Milch, können unter Umständen große Mengen an Listerien enthalten. Sobald die Milch gekocht wurde, ist die Gefahr behoben.

Interessant ist, dass in Kanada Rohmilch als unbedenklich gilt, weil eine Infektion sehr selten ist.

Eier

An den Eierschalen können sich erhöhte Mengen an Salmonellen befinden. Bei der Verarbeitung können diese dann in die Lebensmittel übergehen. Deshalb sollte alles, was rohes Ei enthält, in der Schwangerschaft gut durchgegart sein, also auch Spiegelei. Beachte, dass auch Tiramisu oft rohes Ei enthält.

Auch Softeis kann übrigens mit Salmonellen verunreinigt sein.

Käse

Bei Käse in der Schwangerschaft gibt es viel zu beachten. So solltest Du nicht nur auf Rohmilchkäse (s.o.) verzichten, sondern auch auf Käse, der in offenen Fässern gereift ist oder gelagert wird, das ist häufig bei Feta oder Mozzarella der Fall. Wenn er steril in Plastik verpackt war, kannst Du ihn bedenkenlos verzehren. Allerdings solltest Du ihn nicht zu lange offen im Kühlschrank aufbewahren, denn er bietet einen guten Nährboden für Listerien.

Auch auf Blauschimmelkäse, Käse mit Rotschmiere, Brie, Camembert und Edelpilzkäse solltest Du im Rohzustand verzichten. Die Käserinde solltest Du sicherheitshalber ebenfalls abschneiden, sie bietet einen guten Nährboden für Bakterien. Wenn Du geriebenen Käse roh verzehren möchtest, reibe ihn lieber frisch. Denn vorgeriebener Käse kann verunreinigt sein und Bakterien können sich stark vermehren.

Auch vorgefertigte Sandwiches aus dem Kühlregal und belegte Brötchen vom Bäcker sind in der Schwangerschaft tabu, weil die Bakterien durch die Lagerung in der Auslage viel Zeit haben, sich zu vermehren.

Obst und Gemüse

Salate, die bereits geschnitten und abgepackt sind, haben in Laborprüfungen häufig erhöhte Listerienwerte aufgewiesen. Auch Obst und Gemüse, das vorgeschnitten und abgepackt wurde, solltest Du gründlich waschen, wenn Du es roh essen möchtest.

Salate und Feinkost vom Buffet solltest Du ebenso meiden wie Sprossen und Keimlinge.

Diese Lebensmittel sollten Schwangere nur in Maßen essen

Einige Lebensmittel solltest Du aus anderen Gründen nur in geringer Menge genießen. Neben koffein- bzw. teeinhaltigen Nahrungsmitteln gehören dazu:

  • Leber (Schadstoffbelastung)
  • Waldpilze / Wildpilze (Schwermetallbelastung)
  • Lakritz (Glycyrrhizin)

Fazit

Auch wenn eine gefährliche Infektion mit Folgen für das Baby in der Schwangerschaft unwahrscheinlich ist, solltest Du doch wissen, was Schwangere nicht essen dürfen. Denn im Ernstfall, da bin ich mir sicher, würdest Du Dir wünschen, auf das Stück Salami oder das nicht ganz durchgebratene Rührei verzichtet zu haben. Ganz vermeiden lässt sich das Risiko einer Infektion in der Schwangerschaft ohnehin nie, aber zumindest minimieren.

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Kapern

Der echte Kapernstrauch ist eine Pflanze, deren ungeöffnete Blütenknospe, die als Kaper (Capers) bezeichnet wird und andere Teile der Pflanze, die oberhalb der Erde wachsen, als Medizin verwendet werden.

Kapern werden bei Diabetes, Pilzinfektionen, verstopften Atemwegen, Wurmbefall der Verdauungsorgane und eine Hautkrankheit namens Leishmaniase verwendet. Kapern werden auch als Tonikum verwendet.

Einige Menschen tragen Kapern bei trockener Haut oder anderen Hautkrankheiten, sowie zur Verbesserung des Blutflusse in der Nähe der Hautoberfläche direkt auf die Haut auf.

Kapern werden als Nahrungsmittel gegessen und als Geschmacksstoff verwendet.

Wie wirken Kapern?

Kapern enthalten Chemikalien, die bei der Kontrolle des Blutzuckerspiegels helfen können. Kapern könnten auch antioxidative Eigenschaften besitzen.

Wie effektiv sind Kapern?

Es gibt nicht genügend wissenschaftliche Daten, um die Wirksamkeit von Kapern bei Diabetes, Pilzinfektionen, verstopften Atemwegen, Wurmbefall des Verdauungstrakts und einer Hautkrankheit namens Leishmaniase, sowie auf die Haut aufgetragen bei Hautkrankheiten, trockener Haut und zur Verbesserung der Durchblutung in der Nähe der Hautoberfläche beurteilen zu können. Es bedarf weiterer wissenschaftlicher Untersuchungen, um die Wirksamkeit von Kapern bei diesen Anwendungen bewerten zu können.

Sicherheit und Nebenwirkungen

Kapern sind für die meisten Menschen sicher und unbedenklich, wenn sie als Nahrungsmittel verzehrt werden. Es gibt jedoch nicht genügend Informationen über Sicherheit und Unbedenklichkeit der Einnahme in medizinischen Mengen. Kapern können Hautausschlag und Hautreizungen hervorrufen.

Vorsichtsmaßnahmen und Warnungen

Schwangerschaft und Stillzeit: Kapern sind sicher, wenn sie als Nahrungsmittel verzehrt werden, doch es gibt nicht genügend Informationen darüber, ob größere Mengen, die zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden, sicher und unbedenklich sind. Schwangere und stillende Frauen sollten deshalb auf solche Mengen verzichten, bis mehr über deren Sicherheit bekannt ist.

Diabetes: Es gibt Bedenken, dass Kapern die Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern beeinträchtigen könnten. Aus diesem Grund sollten Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel sorgfältig überwachen, wenn sie Kapern in medizinischen Mengen verwenden.

Operationen: Kapern könnten den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Es gibt Bedenken, dass Kapern die Blutzuckerkontrolle während und nach Operationen beeinträchtigen könnten. Aus diesem Grund sollte man die Verwendung medizinischer Mengen mindestens 2 Wochen vor geplanten Operationen beenden.

Wechselwirkungen

Bei der Verwendung von Kapern in medizinischen Mengen in Kombination mit folgenden Medikamenten sollte man vorsichtig sein

Diabetesmedikamente

Kapern könnten den Blutzucker senken. Auch Diabetesmedikamente werden verwendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Die Einnahme von Kapern in Kombination mit Diabetesmedikamenten könnte ein zu starkes Absinken des Blutzuckerspiegels zur Folge haben. Aus diesem Grund sollte der Blutzuckerspiegel sorgfältig überwacht werden. Es ist möglich, dass die Dosierung der Diabetesmedikamente angepasst werden muss.

Dosierung

Eine angemessene Dosierung von Kaper hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und weiteren ab. Zum augenblicklichen Zeitpunkt gibt es keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten, um eine Aussage über angemessene Dosierungsbereiche für Kaper treffen zu können. Aus diesem Grund sollte man sich an die Dosierungsanleitung auf dem Etikett halten und/oder vor der Verwendung einen Arzt oder Apotheker fragen.

Referenzen:

Ernährung in der Schwangerschaft: Was sollte man unbedingt essen!

GesundheitMütter am 17.08.2016 Jetzt Fan werden!

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Wie soll eine für Mutter und Kind gesunde Ernährung in der Schwangerschaft aussehen? Können Sie diese Frage auf Anhieb beantworten? Eine werdende Mutter sollte nicht nur wissen, dass Alkoholgenuss in der Schwangerschaft ihrem ungeborenen Kind schaden kann. Sie sollte auch wissen, welche Nahrungsmittel sie unbedingt zu sich nehmen sollte. Alles hierzu steht in unserem Artikel über Ernährung in der Schwangerschaft: Was sollte man unbedingt essen!

Überblick

  • Ernährung in der Schwangerschaft: Einfluss auf Mutter und Kind
  • Ernährung in der Schwangerschaft: essen für zwei?
  • Gesunde und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft
  • Besser meiden bei der Ernährung in der Schwangerschaft
  • Ernährung in der Schwangerschaft: auf Hygiene achten
  • Ernährung in der Schwangerschaft: wichtige Nährstoffe
  • Wie die Ernährung in der Schwangerschaft Schwangerschaftsübelkeit bessern kann
  • Fazit

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Ernährung in der Schwangerschaft: Einfluss auf Mutter und Kind

Mit einer klug zusammengestellten Ernährung in der Schwangerschaft tut eine Frau sich selbst etwas Gutes und obendrein ihrem ungeborenen Kind. Alles was sie isst, wirkt auch auf ihr Kind. Bereits während der Schwangerschaft stellt die Ernährung der Mutter einige Weichen für das spätere Leben ihres Kindes. Sie selbst kann mit ausgewählten Nahrungsmitteln dafür sorgen, dass sie sich in der Schwangerschaft möglichst gut fühlt. Sogar Schwangerschaftsübelkeit lässt sich mit bestimmten Lebensmitteln mildern oder verhindern.

Ernährung in der Schwangerschaft: essen für zwei?

„Du musst jetzt für zwei essen!“ Diesen alten Rat bekommen werdende Mütter gelegentlich heute noch zu hören. Im Grunde muss er gar nicht falsch sein, denn tatsächlich versorgt eine Schwangere über ihren Stoffwechsel jetzt auch ihr Kind mit. Das heißt aber nicht, wie mit dem Spruch meistens gemeint, dass sie jetzt möglichst doppelte Portionen zu sich nehmen soll.

Bloß nicht! Eine Gewichtszunahme während der Schwangerschaft ist normal. Das Kind, das Fruchtwasser und Wassereinlagerungen im Körpergewebe erhöhen das Gewicht, dazu gesellen sich ein paar Pölsterchen. Diese sollten aber nicht mit doppelten Portionen zusätzlich gefördert werden.

Für zwei zu essen ist hingegen völlig okay, wenn es bedeutet, dass die Schwangere für sich und ihr Kind ihren Speiseplan bewusst gesund zusammenstellt. Sie soll nicht wesentlich mehr essen als sonst, dafür besser, ausgewogener und möglichst regelmäßig. Der Energiebedarf Schwangerer erhöht sich nicht so stark, wie viele meinen. Erst ab der zweiten Schwangerschaftshälfte steigt er etwas stärker an. Dabei erhöht sich auch der Bedarf an ganz bestimmten Nährstoffen.

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Gesunde und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft

Das sollte jetzt besonders häufig auf dem Einkaufszettel stehen: Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Tierische Produkte sollten Schwangere maßvoll verzehren und dabei fettarme Milch und Milchprodukte, mageres Fleisch und fettreichen Seefisch bevorzugen. Bei Fetten ist außerdem darauf zu achten, dass diese möglichst ungesättigte Fettsäuren enthalten.

Gesättigte Fettsäuren sind möglichst zu meiden. Einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren haben tierische Fette wie Schmalz, Butter und Fleisch. Bei Fleisch schneidet Rindfleisch günstiger ab als Schweinefleisch. Ungesättigte Fettsäuren sind zum Beispiel in Olivenöl und weiteren Pflanzenölen. Seefische mit hohem Fettanteil wie Lachs, Hering und Makrele enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren.

An Getränken nehmen Schwangere am besten kalorienarme oder besser kalorienfreie Getränke zu sich wie Wasser, Tee oder verdünnten Fruchtsaft. Bei Tees sollten sie Kräutertees nur mit ärztlicher Absprache trinken, da diese ungünstige Wirkungen auf die Schwangerschaft oder das Kind haben können. Schwarzer Tee, Grüner Tee, Rooibos-Tee, Hibiskustee oder Hagebuttentee können bedenkenlos getrunken werden.

Besser meiden bei der Ernährung in der Schwangerschaft

Verzichten sollten Schwangere nicht nur auf Alkohol, sondern außerdem auf Süßigkeiten und Snackerzeugnisse. Süßwaren enthalten vor allem gesättigte Fettsäuren und Zucker. Snackerzeugnisse sind oft sehr salzig und mit besonders vielen Zusatzstoffen versehen. Während Alkohol in der Schwangerschaft völlig tabu ist, dürfen Süß- und Snackwaren ab und zu in kleinen Mengen konsumiert werden.

Ernährung in der Schwangerschaft: auf Hygiene achten

Hygiene spielt in der Essenszubereitung natürlich grundsätzlich eine Rolle. Während der Schwangerschaft ist sie besonders streng einzuhalten. Einige Lebensmittel können mit Krankheitserregern befallen sein, die dem Fötus schaden. Insbesondere geht es dabei um Erreger von Toxoplasmose und Listeriose, meistens beim Verzehr roher tierischer Erzeugnisse übertragen.

So selten sie sind, können diese Infektionskrankheiten für das Kind gefährlich werden. Schwangere sollten auf Nummer sicher gehen und in diesem Lebensabschnitt nur gar gekochtes oder durchgebratenes Fleisch sowie durchgegarte Eier und Backwaren essen. Im Umgang mit Fleisch müssen die Hände und alle Küchengegenstände, die mit dem rohen Fleisch in Berührung kamen, sofort gründlich gewaschen werden.

Wurstwaren wie Rohwürste sollen nicht Bestandteil einer Schwangerschaftsernährung sein. Auch Weichkäse sollte während der Schwangerschaft möglichst nicht gegessen werden.

Obst und Gemüse sind stets vor dem Verzehr zu waschen, besonders gründlich in der Schwangerschaft. Neben verschiedenen Krankheitserregern können auch auf diesem Wege Toxoplasmose- oder Listerien-Erreger übertragen werden.

Bei Milchprodukten sollte pasteurisierte beziehungsweise wärmebehandelte Milch bevorzugt und umgehend verbraucht werden. Bei Käse sind harte Käsesorten am Stück die beste Wahl, wobei stets die Rinde abzuschneiden ist und der Käse innerhalb 2 bis 3 Tagen zu verbrauchen.

Geriebener Käse sollte während der Schwangerschaft außenvorbleiben, ebenso in der Gastronomie in offenen Gefäßen angebotener Käse, Frischkäse, Quark, Schafskäse, Mozzarella und ähnliches sowie vorgefertigte Salate, Antipasti, Sandwiches und belegte Brötchen.

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Ernährung in der Schwangerschaft: wichtige Nährstoffe

Eine bewusst ausgewählte, ausgewogene Schwangerschaftsernährung stellt die Versorgung mit Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralien weit gehend sicher. An einigen Nährstoffen besteht während der Schwangerschaft erhöhter Bedarf: Folsäure, Jod und Eisen. Folsäure und Jod können nicht in ausreichender Menge über die Ernährung in der Schwangerschaft zugeführt werden.

Der Einsatz von Folsäuretabletten und Jodtabletten sollte daher mit dem Arzt oder Apotheker erörtert werden. Meeresfische begünstigen eine jodhaltige Ernährung.

Gute Folsäurelieferanten sind grüne Gemüsesorten wie Erbsen, Brokkoli, Grünkohl, Feldsalat und Spinat, ferner Kichererbsen, Kidneybohnen, Linsen, weiße Bohnen, Kirschen, Weintrauben, verschiedene Beerenfrüchte, verschiedene Nüsse, Weizenkeime, Haferflocken oder Leber. Viele der folsäurehaltigen Lebensmittel enthalten auch besonders viel Eisen. Mit dem Verzehr jod- und folsäurehaltiger Lebensmittel hilft die Ergänzung mit Tabletten zu reduzieren.

Wie die Ernährung in der Schwangerschaft Schwangerschaftsübelkeit bessern kann

Vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel leiden zahlreiche Frauen unter Schwangerschaftsübelkeit. Hierauf können sie über ihre Ernährung Einfluss nehmen. Haben sie einen Widerwillen gegen Fleisch, Eier oder Fettes, dürfen sie ruhig darauf verzichten. Das kann bereits eine Besserung bedeuten und ist für das ungeborene Kind vorteilhafter, als wenn sich eine Schwangere mit Übelkeit plagt. Empfehlenswert ist hier außerdem, kleinere Portionen zu essen und diese dafür häufiger.

Lebensmittel mit hohen Anteilen von Eiweiß und Kohlenhydraten werden meistens gut vertragen, wobei die Kohlenhydrate nicht von Zucker oder Süßwaren, sondern Vollkornprodukten, Nüssen, Obst und Gemüse kommen sollten. Hülsenfrüchte und blähende Gemüsesorten wie Kohl sind ungünstig. Leichte Gemüsesorten wie Tomaten, Salatgurken, Spinat, Kartoffeln oder Karotten sind allgemein gut verträglich.

Viele schwangere Frauen entwickeln oft einen ungewöhnlich starken Appetit auf bittere Speisen wie Oliven, Kapern, Radicchio oder Grapefruit. Die gute Nachricht hierzu: Bitterstoffe dämpfen häufig Übelkeit.

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Statt für zwei zu essen und zwar das Doppelte, sollte eine Schwangere ihren Speiseplan nach Nahrungsmitteln zusammenstellen, die ihr und auch ihrem Kind gut tun. Der Schwerpunkt sollte auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukten liegen und weniger auf Fleisch und anderen tierischen Erzeugnissen.

Dennoch sollte sie bei tierischen Produkten zumindest nicht auf Eier und Milchprodukte verzichten. Eine gründliche Hygiene bei der Essenszubereitung ist gerade während der Schwangerschaft von besonderer Bedeutung, da über einige Lebensmittel sonst gefährliche Krankheitserreger auf das Kind im Mutterleib übertragen werden können.

Bei bestimmten Nährstoffen wie Folsäure und Jod kann eine ergänzende Zufuhr mittels Tabletten angeraten sein. Hierzu berät der Arzt oder Apotheker.

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Welches Gemüse in der Schwangerschaft?

Gemüste sollte ohnehin reichlich auf jedem Speiseplan stehen. Kein Problem, wenn es gegart ist. Rohes Gemüse unbedingt gut waschen, das gilt auch für Salat. Für fertige Salatmischungen aus der Tüte gilt: bitte nicht. Darin können sich ziemlich schnell Keime entwickeln. Auch unerhitzte Gemüsesäfte sollte man meiden, weil man nie weiß, ob das Gemüse darin gut genug gewaschen wurde. Grüne Smoothies also lieber selbst machen!

Obst

Auch hier gilt erhitzen, und beispielweise als Kompott essen, oder gründlich waschen. Wie für die Gemüsesäfte lautet auch hier der Tipp: Smoothies und Obstsäfte lieber nicht am Stand kaufen, auch wenn es noch zu verlockend aussieht.

Milch und Milchprodukte

Alles Pasteurisierte ist unbedenklich (steht immer auf der Packung). Natürlich keine Rohmilch – also beispielsweise frisch vom Bauernhof. Und die Milchshakes erleiden für die nächsten Monate das gleiche Schicksal wie die Smoothies. Selbst machen ist natürlich kein Problem.

Und was ist mit Käse in der Schwangerschaft?

Eines der wichtigsten Themen – ich habe selten so viele Meinungen und auch falsche Informationen bekommen (selbst von Experten!). Auch hier kann man mit pasteurisierten Produkten nichts falsch machen – sei es nun Schnitt- oder Weichkäse. Man sollte nur die Rinde immer abschneiden. Hartkäse ist in Ordnung, wenn er länger gereift ist – das gilt also beispielsweise auch für Parmesan oder die meisten Bergkäse. Die Finger lassen sollte man von Weichkäse aus Rohmilch wie Camembert oder Brie und von Käse mit Oberflächenschmiere wie Harzer Käse. Und wie oben schon beschrieben: Nichts aus offenen Gefäßen.

Alles gut durchgaren, dann bist du auf der sicheren Seite. Rohes Fleisch ist absolut tabu.

Alles Rohe ist auch hier zu meiden, das gilt auch für Austern oder Matjes. Und auch heiß oder kalt Geräuchertes sollte man als Schwangere meiden – also beispielsweise Räucherlachs oder geräucherte Forelle. In Öl oder Lake eingelegte Fische wie Sardellen oder Rollmops sind okay.

Sonstige Lebensmittel

Auch Speisen, in denen rohe oder nicht ganz durchgegarte Eier enthalten sind, kommen auf den Index: zum Beispiel Mayonnaise und Tiramisu, um mal zwei Klassiker zu nennen. Und man sollte sich besser auch das Sandwich von der Bäckertheke verkneifen – denn unter Umständen liegt das schon eine ganze Weile und da sollte man dann doch eher vorsichtig sein.

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, sich in der Schwangerschaft vernünftig zu ernähren. Das oberste Prinzip sollte einfach immer sein: Am besten alles frisch und idealerweise selbst zubereiten. Das ist ohnehin gesünder (und meist auch billiger) und man weiß genau, was drin ist. Beim Einkauf sollte man die Packung studieren und schauen, was drin ist. Das ist auch außerhalb der Schwangerschaft sinnvoll – beispielsweise wenn es um versteckten Zucker in Industrieprodukten geht.

Aber das Wichtigste ist: Entspannt sein und nicht alles auf die Goldwaage legen. Bei allen Unsicherheiten lieber den Arzt fragen und nicht wild durch die Gegend googeln. Man findet immer Horrorgeschichten, die einen nur noch unsicherer machen.

Meine extra Mama-Tipps für Schwangere

Der beste Ratgeber für Schwangere, der auch ein ausführliches Kapitel zum Thema Essen in der Schwangerschaft enthält, ist meiner Meinung nach Der Schwangerschaftsratgeber der Berliner Charité. Leider ist er seit geraumer Zeit nicht mehr erhältlich. Es gibt allerdings eine begleitende Website, auf der man beispielsweise seine Ernährungsgewohnheiten überprüfen kann: www.derschwangerschaftsratgeber.de.

Das Mama-Kochbuch

Ein tolles Kochbuch für die Schwangerschaft und auch danach ist das Mama Kochbuch von Bloggerin und Autorin Hannah Schmitz, das im Callwey-Verlag erschienen ist: Leckere Rezept-Ideen, auch mal ungewöhnliche Zutaten und wunderschöne Fotos, gemixt mit vielen Einblicken ins Hannahs eigenes Familienleben.

Wie viel soll ich in der Schwangerschaft essen?

In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten hat die Mutter einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen, nicht aber an Energie. Deshalb sollten werdende Mütter sich vitamin- und mineralstoffreich, aber möglichst fettarm ernähren. Das heißt, sie sollten mehr Obst, Gemüse, Kartoffeln, Vollkorn- und Milchprodukte verzehren, aber kalorienreiche Lebensmittel wie Süßigkeiten nach Möglichkeit meiden.

Ab dem vierten Monat erhöht sich der Energiebedarf um etwa 300 Kilokalorien. Dies entspricht in etwa einem Früchtemüsli oder Käsebrot zusätzlich. Viel ist das nicht. Der alte Rat, Schwangere sollten für zwei essen, ist längst überholt.

Heute weiß man, dass eine übermäßige Gewichtszunahme für Mutter und Kind Risiken birgt. Zu den Gefahren gehört der Schwangerschaftsdiabetes, der wiederum das Risiko einer Schwangerschaftsvergiftung erhöht. Außerdem verursacht die Zuckerkrankheit oft ein hohes Geburtsgewicht des Kindes, das Komplikationen während der Entbindung oder einen Kaiserschnitt zur Folge haben kann. Auch die Langzeitfolgen sind nicht zu unterschätzen. Zwar normalisiert sich der Zuckerspiegel der erkrankten Frauen nach der Entbindung meist wieder, doch die Gefahr, im späteren Leben erneut Diabetes zu entwickeln, ist erhöht. Die Kinder haben ein größeres Risiko, später an Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten zu leiden.

Gibt es Lebensmittel, die in der Schwangerschaft besonders zu empfehlen sind?

Schwangere sollten etwa dreimal pro Woche gebratenes Fleisch essen. Dies beugt einem Eisenmangel vor. Etwa zehn bis 20 Prozent aller Schwangeren leiden an einer Eisenmangelanämie, bei Vegetarierinnen ist das Risiko besonders hoch.

Auch fetter Seefisch ist für Schwangere empfehlenswert: „Damit schlägt man drei Fliegen mit einer Klappe“, sagt Gerhard Rechkemmer, Präsident des Max Rubner-Instituts für Ernährung und Lebensmittel. Denn der Fisch enthält Omega-3-Fette, Jod sowie Vitamin D, die für eine komplikationslose Schwangerschaft von Bedeutung sind.

Für den Knochenaufbau des Kindes ist darüber hinaus Calcium wichtig. Deshalb sollten Schwangere täglich zu Milch- und Milchprodukten greifen. Ungefähr ein Glas Milch, eine Scheibe Käse und ein Becher Joghurt sind ausreichend.

Welche Lebensmittel sollte ich in der Schwangerschaft meiden?

Schwangere sollten auf Rohmilch und -käse verzichten. Bei diesen Produkten besteht die Gefahr schwerer bakterieller Infektionen. Auch rohes Fleisch ist nicht zu empfehlen. Tatar, Mett oder Carpaccio können Toxoplasmose-Erreger enthalten. Während eine Infektion beim Erwachsenen meist unbemerkt verläuft, kann sie zu schweren Schäden des Ungeborenen oder Fehlgeburten führen. Frauen können vorbeugen, indem sie Fleisch gut durchgaren sowie Obst und Gemüse gründlich waschen, da die Erreger auch in Erdresten sitzen können.

Vielen Frauen werden die Toxoplasmose-Erreger ohnehin nicht gefährlich, denn sie haben bereits eine Immunität erworben, die auch das Kind schützt. Ob eine Schwangere immun ist, kann ein Toxoplasmose-Test feststellen. Er wird als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten.

Der IGeL-Monitor, ein Internetplattform zur Beurteilung der Leistungen, bewertet die Untersuchung allerdings negativ. Denn anders als der Name suggeriert, ist es mit einem einmaligen Test meist nicht getan. Um Klarheit zu erreichen, müssen weitere Untersuchungen folgen. Und selbst wenn eine Infektion festgestellt wird, ist unklar, ob die Konsequenz – die Einnahme von Antibiotika – tatsächlich hilfreich ist.

Richtig ernähren in der Schwangerschaft

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Käse? Aber sicher!

Gute Käsesorten auch für Schwangere

Soll ich mich während meiner Schwangerschaft anders ernähren?

Jetzt, in der Schwangerschaft, ist es besonders wichtig, dass Sie sich ausgewogen ernähren. Damit Sie und Ihr Baby alle Nährstoffe bekommen, die Sie beide brauchen.
Wenn Sie schon ahnen, dass Sie bisher nicht immer gesund gegessen haben, ist es umso wichtiger, damit in Ihrer Schwangerschaft zu beginnen. Genießen Sie nährstoffreiches und ausgewogenes Essen. Ihre täglichen Mahlzeiten sollten alle Lebensmittel-Hauptgruppen enthalten, wie sie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt:

  • Obst und Gemüse. Versuchen Sie am Tag fünfmal Obst und Gemüse zu essen – sei es frisch, tiefgekühlt, getrocknet oder als frisch gepressten Saft oder als selbstgemachten Smoothie. Dabei werden zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse täglich empfohlen.
  • Lebensmittel mit Kohlenhydraten (Stärke). Zu dieser Gruppe gehören Brot, Pasta, Reis und Kartoffeln. Die Basis sollte nach Möglichkeit immer aus Vollkorngetreide sein.
  • Proteinreiche Lebensmittel. Hierzu zählen vor allem mageres Fleisch, Huhn, Fisch, Eier und Hülsenfrüchte wie etwa Erbsen, Bohnen und Linsen. Fleisch inklusive Wurst und Eiern können zwei- bis dreimal in der Woche auf den Tisch kommen. Versuchen Sie, in der Woche ein- bis zweimal Fisch zu essen, egal ob frisch, tiefgekühlt oder aus der Dose, Hauptsache er ist nicht roh. Wählen Sie einmal einen fettreichen Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele, denn dieser enthält wichtige Omega-3-Fettsäuren und Jod.
  • Milchprodukte. Milch, Käse und Joghurt gehören zu dieser Gruppe – alle enthalten viel Eiweiß und Kalzium. Essen Sie davon täglich drei Portionen, wie z.B. eine Scheibe Käse, ein Joghurt und ein Glas Milch.
  • Gesunde Fette in Form von pflanzlichem Öl. Verwenden Sie Raps-, Oliven-, Nussöl und/oder essen Sie Nüsse und Kerne, Avocado und Oliven .

Besonders Eisen und Folsäure sind in der Schwangerschaft wichtig und Sie haben einen höheren Bedarf als sonst. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten, ob Sie diese Stoffe mit einem Nahrungsergänzungsmittel zuführen sollten.

Muss ich in der Schwangerschaft mehr essen?

Ihr Körper arbeitet in der Schwangerschaft effizienter und macht mehr aus der Energie, die er aus der Nahrung gewinnt. Nach den Referenzwerten der DGE sollten Schwangere im 2. Trimester etwa 250 Kalorien und im 3. Trimester ca. 500 Kalorien mehr am Tag aufnehmen. Das ist ein Richtwert und gilt für Frauen, die vor der Schwangerschaft normalgewichtig waren. 250 Kalorien entsprechen etwa:

  • einem Vollkornbrot mit einer Scheibe Käse
  • 150 g-Joghurt mit frischen Früchten und zwei bis drei Löffeln Haferflocken
  • einem 100 bis 120 g-Stück Apfelkuchen mit Streuseln mit Mürbeteig (ohne Sahne)
  • 250 ml Nudelsuppe mit Hühnchen und Gemüse

Hören Sie auf Ihren Körper, dann wissen Sie, wie viel Sie essen müssen. Ihr Appetit wird nicht immer gleich groß sein:

  • In den ersten Wochen Ihrer Schwangerschaft haben Sie vielleicht wenig Appetit und fühlen sich gar nicht danach, ganze Mahlzeiten zu sich zu nehmen, besonders dann, wenn Sie unter Übelkeit leiden.
  • In der Mitte Ihrer Schwangerschaft ( im zweiten Trimester ) wird Ihr Appetit vermutlich so sein wie vor der Schwangerschaft, vielleicht ein kleines bisschen größer.
  • Je näher Ihr Entbindungstermin rückt, desto größer wird vermutlich Ihre Esslust. Sollten Sie Sodbrennen oder Völlegefühle nach den Mahlzeiten haben, sind vermutlich häufige, kleinere Mahlzeiten das Richtige für Sie.

Die wichtigste Faustregel bleibt: Essen Sie dann, wenn Sie Hunger haben. Wenn Sie dann noch ausgewogen und abwechslungsreich essen, werden Sie stetig zunehmen, was ein gutes Zeichen dafür ist, dass Ihr Baby sich gesund entwickelt.

Gibt es Lebensmittel, die ich als Schwangere nicht essen sollte?

Es gibt tatsächlich Lebensmittel, die für Ihr Baby nicht ganz unbedenklich sind. Diese Lebensmittel sind nicht an sich gefährlich, aber sie könnten zum Beispiel mit Bakterien und Parasiten belastet sein. Daher sollten Sie möglichst ganz darauf verzichten:

  • Käse mit einer weißen Schimmelrinde wie Brie und Camembert sowie Blauschimmel-Käse wie Stilton, Gorgonzola oder Roquefort (FSA undat. c). Diese Käsesorten können Listeria-Bakterien enthalten, die Ihrem Baby schaden.
  • Paté und rohes oder nicht durchgegartes Fleisch sowie rohe oder weich gekochte Eier. Auch hier besteht Bakterien-Gefahr. Wenn Sie Fleisch und Eier kochen, achten Sie darauf, dass die Gerichte durchgegart sind (FSA undat. c).
  • Rohe Meeresfrüchte wie Austern oder Sushi, wenn Sie nicht vor der Zubereitung tiefgefroren waren (FSA undat. b).
  • Hai, Schwertfisch oder Merlin. Diese Fischsorten enthalten so viel natürlich auftretendes Quecksilber, dass sie gefährlich sein können (FSA 2004a, FSA 2004b). Deswegen raten das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesumweltministerium (BMU) Schwangeren und Stillenden auf den Verzehr von Fischen, die besonders mit Quecksilber höher belastet sein können, zu verzichten. Zu diesen zählt auch Thunfisch als frische Variante und auch der Konserventhunfisch in Dosen. Auch Heilbutt, Aal, Hecht, Steinbeißer und Seeteufel sind nicht zu empfehlen. Den Verzehr von Thunfisch sollten Sie wegen des Quecksilbers sehr einschränken oder ganz darauf verzichten (COT 2003, FSA 2004a).
  • Leber und Leberprodukte wie Leberwurst können größere Mengen Retinol enthalten (tierisches Vitamin A, siehe oben )(FSA undat. b).
  • Verzichten Sie auf Alkohol (BMA 2007, DH 2009).
  • Sie sollten nicht mehr als 200 mg Koffeein täglich zu sich nehmen. Das entspricht etwa einem großen Becher Filter-Kaffee (je nach Stärke) oder vier Tassen Tee oder fünf Dosen Cola (FSA undat. b). Steigen Sie auf entkoffeinierten Kaffee um.

Wie kann ich auf gesunde Art zunehmen?

Am besten ist es, wenn Sie gleichmäßig Gewicht zulegen. Am Ende Ihrer Schwangerschaft werden Sie vermutlich zwischen 10 und 12,5 kg mehr wiegen (DH 2009). Gegen Ende nehmen Sie schneller zu als am Anfang.

Bitte denken Sie aber daran, dass Ihre Gewichtszunahme von vielen Faktoren abhängt und von Mutter zu Mutter unterschiedlich ist. Konzentrieren Sie sich einfach auf eine Ernährung aus viel Gemüse, komplexen Kohlehydraten, Hülsenfrüchten, Obst, magerem Fleisch sowie Fisch, Milch und Milchprodukten und wenig fett- oder zuckerhaltigen Lebensmitteln. Kochen Sie regelmäßig frisch und verwenden Sie Bio-Produkte.

Wie oft sollte ich jeden Tag essen?

Auch wenn Sie gerade keinen Hunger haben, Ihr Baby hat vielleicht Hunger. Deshalb sollten Sie regelmäßig essen. Probieren Sie es mit drei vollständigen Mahlzeiten und zwei bis drei gesunden Snacks zwischendurch. Und wenn regelmäßige Mahlzeiten durch morgendliche oder ständige Übelkeit, Appetitlosigkeit, Sodbrennen oder Verdauungsstörungen schwierig sind, dann probieren Sie stattdessen, viele kleine Zwischenmahlzeiten zu essen. Fünf- bis sechsmal am Tag eine Kleinigkeit zu verdauen, kann für Ihren Körper einfacher sein als drei große Mahlzeiten.

Darf ich auch mal sündigen?

Sie müssen nicht gleich Ihr Lieblingsgericht aufgeben, weil Sie jetzt schwanger sind. Trotzdem sollten fett- und zuckerhaltige und sehr salzige Lebensmittel und Snacks nicht gerade der Hauptbestandteil Ihrer Ernährung sein.
Sie können auch mal naschen, aber probieren es mit einer Banane, bevor Sie eine Packung Chips verputzen, und essen Sie lieber ein Fruchtsorbet statt eines Sahneeises. Trotzdem müssen Sie sich nicht schuldig fühlen, wenn Sie ein Stück Kuchen essen – genießen Sie einfach jeden Bissen!
Hier finden Sie unseren Ernährungsbegleiter durch die Schwangerschaft, der Ihnen Trimester für Trimester dabei hilft, sich ganz einfach gesund zu ernähren.

Darf ich während der Schwangerschaft Diät halten?

Eine Diät während der Schwangerschaft kann sowohl Ihnen als auch Ihrem Kind schaden. Einige Diät-Arten greifen die Nährstoffdepots im Körper an und Sie verlieren Eisen, Folsäure und andere wichtige Vitamine und Mineralien. Behalten Sie in Erinnerung, dass Ihre Gewichtszunahme eins der besten Signale dafür ist, dass sich Ihr Baby gut entwickelt und Sie eine gesunde Schwangerschaft erleben!
Wenn Sie übergewichtigsind, können Sie Ihre Ernährung umstellen. Essen Sie gesund und ausgewogen, verzichten Sie auf zuviel Zucker und Fett und treiben Sie Sport. Bevor Sie aber Ihre Ernährung umstellen oder Ihr Sportpensum erhöhen, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen.
Vergessen Sie nicht, unsere kostenlose App herunterzuladen, um täglich interessante Infos über Ihre Schwangerschaft zu erhalten. „Mein Baby heute” gibt Ihnen alle von Experten geprüften Antworten, die Sie brauchen – immer griffbereit! Zuletzt überarbeitet: Januar 2019

Quellen

BMA. 2007. Fetal alcohol spectrum disorders: A guide for health professionals. British Medical Association (BMA) Board of Science.
COT. 2003. Updated COT statement on a survey of mercury in fish and shellfish. Committee on Toxicity of Chemicals in Food, Consumer Products and the Environment. www.food.gov.uk
DH. 2009. The pregnancy book: Chapter 3 Your health in pregnancy.
FSA. 2004a. Tuna advice updated. Food Standards Agency. www.food.gov.uk
FSA. 2004b. Mercury in fish: your questions answered. Food Standards Agency. www.food.gov.uk
FSA. undat b Is it safe to eat sushi during pregnancy? Food Standards Agency. www.eatwell.gov.uk
FSA. undat. cEat well be well: When you’re pregnant. Food Standards Agency. www.eatwell.gov.uk
NHS. 2011. Vitamins and minerals – Iodine. NHS Choices. www.nhs.co.uk
NICE. 2008. Antenatal care: Routine care for the healthy pregnant woman. National Institute of Health and Clinical Excellence.
RCOG. 2006. Alcohol and pregnancy: Information for you. London: Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG). www.rcog.org.uk
Vanderpump M, Lazarus J, Smyth P, et al. 2011. Assessment of the UK iodine status: a National Survey. Presented at the Society of Endocrinology BES. Summary: www.edocrine-abstracts.org
Weng X, Odouli R, Li D-K. 2008. Maternal caffeine consumption during pregnancy and the risk of miscarriage: a prospective cohort study. Am J Obstet Gynecol 198(23):297

Ernährung in der Schwangerschaft: Für das Leben des Kindes prägend

Die von den relevanten Fachgesellschaften erarbeiteten nationalen Handlungsempfehlungen sind Grundlage für die Beratung zu Fragen der Ernährung und Bewegung in der Schwangerschaft.

Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen steigt in den letzten Monaten der Schwangerschaft stärker als der Energiebedarf. Foto: Fotolia contrastwerkstatt

Eine gesunde Lebensweise vor und in der Schwangerschaft ist wichtig für Mutter und Kind. Im Netzwerk „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie“, gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen von IN FORM Deutschland – Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung, haben sich Institutionen und Organisationen aus den Bereichen Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit auf einen nationalen Konsens für einheitliche Botschaften und Empfehlungen verständigt.

Ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Bewegung wirken sich nicht nur kurzfristig auf Mutter und Kind aus, sondern prägen auch langfristig Gesundheit und Wohlbefinden. Auch das kindliche Allergierisiko kann bereits in der Schwangerschaft günstig beeinflusst werden. Im Alltag treffen werdende Mütter und Väter jedoch immer wieder auf widersprüchliche Empfehlungen. Deshalb hat das Netzwerk Junge Familie „Gesund ins Leben“ Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft und angrenzenden Bereichen im Expertenkonsens formuliert. Werdende Eltern sind für Veränderungen ihres Gesundheitsstils offen. Die Kernaussagen betreffen unter anderem die im Folgenden genannten Bereiche.

  • Energie- und Nährstoffbedarf: Der Energiebedarf ist in den letzten Monaten der Schwangerschaft nur etwa zehn Prozent höher als vor der Schwangerschaft. Im Verhältnis dazu steigt der Bedarf an einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen/Spurenelementen aber erheblich stärker. Bei Folat, Jod und Eisen wird schon vor, beziehungsweise ab Beginn der Schwangerschaft eine deutlich erhöhte Zufuhrmenge empfohlen. Schwangere Frauen sollten besonders auf die Qualität ihrer Ernährung achten und bei der Lebensmittelauswahl für zwei denken, aber nicht das Doppelte essen. Denn ein Zuviel an Nahrungsenergie kann sich nachteilig auswirken, es erhöht das Risiko für ein hohes kindliches Geburtsgewicht und für Übergewicht und Diabetes mellitus Typ 2 im späteren Leben.
  • Gewichtsentwicklung: Das Körpergewicht der Frau vor der Schwangerschaft ist von großer Bedeutung für ihre Empfängnisbereitschaft, den Schwangerschafts- und Geburtsverlauf sowie für die Gesundheit des Kindes. Es wirkt sich stärker aus als die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft. Deshalb sollten Frauen schon vor der Schwangerschaft Normalgewicht anstreben. Die normale Gewichtsentwicklung in der Schwangerschaft liegt zwischen etwa zehn und 16 kg.
  • Ernährungsweise: Schwangere Frauen brauchen keine spezielle Ernährung. Mit einer Ernährung, wie sie der Allgemeinbevölkerung empfohlen wird, können sie ihren Mehrbedarf für zahlreiche Nährstoffe decken. Ausnahmen sind die kritischen Nährstoffe Folat und Jod. Schwangere sollten auf einen regelmäßigen Verzehr von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, fettarmer Milch und fettarmen Milchprodukten, fettarmem Fleisch und (fettreichem) Meeresfisch achten. Ausgewogen sollte die Ernährung sein: Mit ihr kommen reichlich kalorienfreie/-arme Getränke und pflanzliche Lebensmittel auf den Tisch.

Tierische Lebensmittel werden mäßig verzehrt und sollten, Meeresfisch ausgenommen, fettarm sein. Fette mit hohem Anteil gesättigter Fettsäuren sowie Süßigkeiten und Snackprodukte gibt es sparsam. Bei einer gezielten Lebensmittelauswahl kann auch eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung eine gute Nährstoffversorgung ermöglichen. Eine rein pflanzliche (vegane) Ernährung birgt dagegen ernsthafte gesundheitliche Risiken – vor allem für die Entwicklung des kindlichen Nervensystems.

  • Supplemente: Zur Deckung des Bedarfs an Folat und Jod werden zusätzlich zu einer ausgewogenen Ernährung Supplemente empfohlen. 400 μg Folsäure täglich bei Kinderwunsch und mindestens bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels sowie 100–150 μg Jod täglich während der gesamten Schwangerschaft sollen es sein. Eine generelle Eisensupplementierung wird nicht empfohlen, da sie bei gefüllten Eisenspeichern nachteilige Wirkungen haben kann. Die Eisensupplementierung sollte individuell medizinisch, auf Grundlage einer Anamnese und Blutuntersuchung, abgeklärt werden.

Schwangere, die nicht regelmäßig Meeresfisch essen, sollten ein Supplement mit der Omega-3-Fettsäure DHA einnehmen (mindestens 200 mg/Tag). Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung wird bei einem hellen Hauttyp in unseren Breiten in den Sommermonaten in der Regel erreicht, wenn Gesicht und Arme etwa fünf bis zehn Minuten täglich in der Mittagszeit ohne Lichtschutz der Sonne ausgesetzt werden. Bei fehlender Vitamin-D-Eigensynthese wird die Einnahme eines Supplementes mit täglich 20 μg (800 IU) Vitamin D angeraten. Ob weitere Nährstoffe ergänzt werden sollten, hängt von der Ernährungs- und Lebensweise der Schwangeren ab und ist im Einzelfall zu prüfen.

  • Empfehlungen für Vegetarierinnen: Eine vegetarische Ernährung mit Verzehr von Milch (-produkten) und Eiern (ovo-lakto-vegetarisch) kann bei gezielter Lebensmittelauswahl auch in der Schwangerschaft den Bedarf an den meisten Nährstoffen decken.

Um eine ausreichende Eisenversorgung sicherzustellen, sollen nach entsprechender Blutuntersuchung und medizinischer Beratung gegebenenfalls Eisensupplemente eingesetzt werden.

Bei Verzicht auf den Verzehr von Meeresfisch sollten Supplemente mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren verwendet werden.

  • Schutz vor Lebensmittelinfektionen: Lebensmittelbedingte Infektionen wie Listeriose und Toxoplasmose können das ungeborene Kind gefährden. Deshalb sollen Schwangere auf rohes oder nicht durchgegartes Fleisch, Rohwurst und Rohschinken und andere rohe tierische Lebensmittel verzichten, ebenso auf Lebensmittel, die daraus hergestellt und nicht ausreichend erhitzt sind. Auch Weichkäse, Räucherfisch und vorbereitete, abgepackte Salate sind zu meiden. Frisches Obst, Gemüse und Salat sollen gründlich gewaschen, frisch zubereitet und bald verzehrt werden, eine Beachtung grundlegender Regeln der Küchenhygiene soll selbstverständlich sein.
  • Allergieprävention: Das Meiden bestimmter Lebensmittel in der Schwangerschaft hat keinen Nutzen für eine Allergieprävention beim Kind.

Regelmäßiger Verzehr von fettreichem Meeresfisch wird auch unter dem Gesichtspunkt der Allergieprävention empfohlen.

Eine Zufuhr von Prä- und Probiotika in der Schwangerschaft bietet keine hinreichend bewiesenen Vorteile für die Allergieprävention beim Kind.

  • Bewegung : Sofern keine medizinischen Komplikationen vorliegen, ist in der Schwangerschaft tägliche Bewegung – als körperliche Aktivität im Alltag oder als Sport mit moderater Intensität – wünschenswert. Sie unterstützt das Wohlbefinden der Schwangeren und trägt zu einer gesunden Gewichtsentwicklung bei. Besonders übergewichtige Schwangere sollten gezielt auf regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung hingewiesen werden.
  • Genussmittel: Schwangere sollen Alkohol meiden. Eine für den Fetus sichere, risikolose Alkoholmenge oder ein Zeitfenster in der Schwangerschaft, in dem Alkoholkonsum keine Risiken birgt, kann nicht definiert werden. Deshalb ist es am sichersten, in der Schwangerschaft keinen Alkohol zu trinken.

Schwangere sollen nicht rauchen oder sich nicht in Räumen aufhalten, in denen geraucht wird oder wurde. Da Frauen aus niedrigen sozioökonomischen Gruppen, alleinstehende Frauen und Frauen unter 20 Jahren häufiger in der Schwangerschaft rauchen, sollten Gynäkologen, Hebammen und weitere Multiplikatoren gezielt das Rauchverhalten ansprechen und zu Entwöhnungsmaßnahmen motivieren.

  • Koffeinhaltige Getränke: Schwangere sollten koffeinhaltige Getränke nur in moderaten Mengen trinken. Bis zu drei Tassen Kaffee pro Tag werden als unbedenklich angesehen. Von koffeinhaltigen Energydrinks wird abgeraten.
  • Vorbereitung auf das Stillen: Stillen ist das Beste für Mutter und Kind. Werdende Eltern sollten sich bereits in der Schwangerschaft über das Stillen informieren und beraten lassen. Fachleute, die zum Stillen beraten, sind gefragt, aktiv auf Schwangere zuzugehen und sie zum Stillen zu ermutigen.

Die Autoren haben sich bei der Entwicklung der Empfehlungen vor allem auf vorhandene Leitlinien, Metaanalysen und systematische Übersichten gestützt. Im Rahmen des Netzwerks wurde keine eigene systematische Literatursuche durchgeführt. Die im Konsens formulierten Kernaussagen entsprechen damit dem Evidenzniveau einer Expertenempfehlung. Sie sollten in regelmäßigen Abständen, spätestens nach fünf Jahren, aktualisiert werden, um ihre Gültigkeit zu behalten.

Prof. Dr. med. Berthold Koletzko

Sprecher des wissenschaftlichen Beirats des Netzwerks „Gesund ins Leben“ im Nationalen Aktionsplan IN FORM der Bundesregierung,

Dr. von Haunersches Kinderspital, Klinikum der Universität München

@Die Handlungsempfehlungen im
Internet: www.aerzteblatt.de/13612

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