Schwanger trotz pille durchnehmen

Schwanger trotz Pille? DAS sollte jede Frau wissen

Die Pille gilt als eins der sichersten Verhütungsmittel überhaupt, und das aus gutem Grund: Bei richtiger Anwendung ist die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden sehr gering. Der Pearl-Index liegt je nach Präparat zwischen 0,1 und 0,9. Das heißt, von 100 Frauen werden nur 0,1 bis 0,9 pro Jahr schwanger.
Die Gefahr, trotz Pille schwanger zu werden, ist also verschwindend gering. Allerdings bedeutet dieses klitzekleine Risiko immer noch, dass eine Schwangerschaft trotz Pille zwar unwahrscheinlich, aber doch… möglich ist!

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Schwanger trotz Pille: Ja, das ist möglich!

Kondom, Verhütungspflaster und Kupferspirale, Verhütungsring, Frauenkondom und Hormonimplantat… In Sachen Verhütungsmittel haben wir heute (zum Glück) die Qual der Wahl. Bei den Frauen ist die Pille die beliebteste Verhütungsmethode.
Warum? Sie lässt sich leicht anwenden, wir können ihre Einnahme selber kontrollieren, ohne uns auf den Partner verlassen zu müssen, und – das ist eines der Hauptargumente: Die Pille ist bekannt dafür, dass sie verlässlichen Schutz bietet.
Die zahlreichen Frauen, die sich für die Pille als Verhütungsmittel entscheiden, fühlen sich auch zurecht gut geschützt. Denn eine ungewollte Schwangerschaft ist eher selten. Wenn man schwanger wird trotz Einnahme der Pille, liegt es in der Regel an Anwendungsfehlern, nicht am Präparat selber. Denn auch wenn die Pille – zu Recht – als sicher gilt, können gewisse Faktoren ihre Wirkung und damit ihre Wirksamkeit beeinträchtigen
Diese Fehler können dazu führen, dass man trotz Pille schwanger wird:

  • Pille vergessen
  • Pille zu spät genommen
  • Magen-Darm-Beschwerden nach Einnahme der Pille, d.h.: Erbrechen oder Durchfall
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: Antibiotika, Johanniskrautpräparate, Antipilzmittel, Antihistaminika, Antiepileptika
  • Magen- & Darmentzündungen
  • Mukoviszidose
  • starkes Untergewicht
  • großer Zigarettenkonsum

Auch lesen: Vorsicht bei der Verhütung: Das setzt die Antibabypille außer Kraft

Gut zu wissen: Bestimmte Präparate, wie die Minipille, müssen jeden Tag pünktlich, immer zur gleichen Tageszeit eingenommen werden, um verlässlich zu sein. Eine Verzögerung von wenigen Stunden kann die Sicherheit der Pille bereits gefährden. Daher wichtig: Denkt daran den Beipackzettel immer sorgfältig zu lesen und im Zweifel euren Arzt zu fragen!

Schwanger trotz Pille danach

Pille vergessen, Kondom gerissen: Es kann immer mal zu Verhütungspannen kommen. In solchen Fällen kann die Pille danach vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Präparate gibt es mittlerweile rezeptfrei in der Apotheke. Aber Vorsicht, auch diese Notfallverhütung schützt nicht zu 100% vor einer Schwangerschaft! Schwanger werden trotz Pille danach? Auch das ist möglich.
Die Pille danach verschiebt den Eisprung nämlich nur um gut fünf Tage. Wird sie vor dem Eisprung genommen, kann sie eine Schwangerschaft erfolgreich verhindern. Fallen Eisprung und Verhütungspanne zusammen, ist schwanger zu werden möglich – trotz der Einnahme der Pille danach.

Jetzt lesen: Für den Notfall: So verhältst du dich richtig bei einer Verhütungspanne

Schwanger trotz Pille: Das sind typische Anzeichen & Symptome

Angst schwanger zu sein? Da das trotz Pille möglich ist, solltet ihr auf die folgenden Anzeichen achten. Sie können ein Hinweis auf eine Schwangerschaft sein.

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Typische Schwangerschaftsanzeichen:

  • Ausbleiben der Periode
  • Müdigkeit & Schwindel
  • Übelkeit
  • Spannungsgefühl in den Brüsten

Macht am besten sofort einen Termin bei eurem Frauenarzt, wenn der Verdacht einer Schwangerschaft besteht.

Gut zu wissen: Auch wenn die ausbleibende Periode DAS Hauptmerkmal einer Schwangerschaft ist, kann es trotz einer Schwangerschaft zu Blutungen kommen.
Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Artikel: Periode trotz Schwangerschaft: Das ist möglich!

Weitere Informationen zu typischen Schwangerschaftsanzeichen liefert euch der Berufsverband der Frauenärtze.

Nachgefragt: Alles Wissenswerte über die Pille danach in unserem Video

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Auch auf gofeminin: Mach es sicher: Alle Verhütungsmittel im Überblick

Die Pille durchnehmen

Das Wichtigste im Überblick:

  • Es gibt keine wissenschaftlichen medizinischen Argumente für das klassische Einnahmeschema mit sieben Tagen Pillenpause.
  • Beim Langzeitzyklus wird die Pille mehrere Monate am Stück durchgenommen.
  • Ein Vorteil können verminderte Menstruationsbeschwerden sein.

Die Pille ist das am häufigsten eingesetzte Verhütungsmittel in Deutschland und den meisten anderen Industrieländern der Welt. Die Wirkstoffe der Pille ähneln den körpereigenen weiblichen Geschlechtshormonen Östrogen und Gestagen.

Durch die Einnahme der Pille wird der Eisprung hormonell unterdrückt und der Aufstieg der männlichen Samenzellen in die Gebärmutter verhindert. Eine Schwangerschaft wird dadurch sehr unwahrscheinlich. Die Pille zählt mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 bei richtiger Einnahme zu den sichersten Verhütungsmitteln.

Die verschiedenen Einnahmeschemata der Pille orientieren sich am natürlichen Menstruationszyklus. Das gängigste Einnahmeschema besteht aus einem Einnahmezeitraum von 21 Tagen pro Zyklus, gefolgt von einer Pillenpause von sieben Tagen. In dieser einnahmefreien Zeit führt der Hormonentzug nach zwei bis vier Tagen zur sogenannten Abbruchsblutung, einer Art künstlichen Monatsblutung.

Bei der Einführung der Pille in den 1960er Jahren wurde dieses Einnahmeschema bewusst gewählt, um die Pille problemlos in den natürlichen weiblichen Zyklus zu integrieren. Dadurch sollte die Pille besser und schneller akzeptiert werden. Ein Konzept, das aufging.

Die Bedürfnisse vieler Frauen haben sich mittlerweile jedoch verändert. Viele wünschen sich, ihren Zyklus flexibel an ihren Alltag anpassen zu können und fragen sich, ob es möglich ist, die Pille gelegentlich eine Woche länger oder sogar durchgehend einzunehmen.

Ist die durchgängige Einnahme medizinisch sinnvoll?

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen medizinischen Argumente für das klassische Einnahmeschema von 21 Tagen plus 7 Tage Pillenpause. Ein anderer Einnahmemodus, der sogenannte Langzyklus, wird schon seit Längerem von Frauen angewandt, die an Erkrankungen wie Endometriose, ausgeprägten Menstruationsbeschwerden oder Eierstockzysten leiden.

Inzwischen wird der Langzeitzyklus als Einnahmemodus auch bei gesunden Frauen immer beliebter. Grund hierfür ist der Wunsch vieler Frauen, ihre Menstruationsblutungen verschieben können, um z.B. ihren Urlaub zu genießen oder in anstrengenden Situationen nicht zusätzlich mit einer Blutung belastet zu sein.

Wie funktioniert der Langzyklus?

Bei Anwendung des Langzeitzyklus wird die Pille mehrere Monate ohne Unterbrechung genommen. Auf diese Weise entfallen Abbruchblutungen und nach einer Weile auch die zu Beginn zunehmenden Zwischenblutungen.

Der Langzeitzyklus kann beliebig durch eine Pillenpause von sieben Tagen unterbrochen werden. Eine Frau, die einen Langzeitzyklus von drei Monaten praktiziert, hat folglich etwa fünf Blutungen pro Jahr.

Welche Vorteile hat die Langzeiteinnahme?

Als Vorteil des Langzyklus gelten die insgesamt abnehmende Blutungsstärke und verminderten Menstruationsbeschwerden wie Blähungen, Bauchkrämpfe, Migräne und unreine Haut. Auch das Risiko für bestimmte Krebsarten sinkt möglicherweise.

Studien konnten bisher weder Nachteile noch Nebenwirkungen des Langzyklus und der ausbleibenden Menstruation feststellen. Ultraschalluntersuchungen und Analysen von Gewebeproben der Uterusschleimhaut konnten keinen Unterschied zwischen dem klassischen Einnahmeschema und dem Langzyklus entdecken.

Langzeitdaten zur Nutzung des Langzyklus liegen jedoch noch nicht vor, weshalb die Sicherheit des Langzyklus nicht abschließend beurteilbar ist. Hinzu kommen die allgemeinen Nebenwirkungen der Pille, die bei dauerhafter Pilleneinnahme durch die gesteigerte Hormonzufuhr zunehmen können.

Die meisten Gynäkologen raten dazu, nicht mehr als drei Blisterpackungen am Stück zu nehmen. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist es jedoch auch möglich, das einnahmefreie Intervall auf vier Monate auszudehnen.

Welche Pillen können für den Langzeitzyklus eingesetzt werden?

Zur durchgehenden Einnahme der Pille eignet sich vor allem sogenannte Mikropillen. Dabei handelt es sich um Einphasenpräparate, die Östrogen- und Gestagen-ähnliche Stoffe enthält. Im Gegensatz zu den Mehrphasenpräparaten enthält jede Tablette eine identische Hormondosis.

Typische Pillenpräparate für den Langzeitzyklus sind Belara, Microgynon, Valette oder Yasminelle. Ob auch andere Präparaten ein flexibles Einnahmeschemata oder einen Langzyklus erlauben, kann im Gespräch mit einem Frauenarzt geklärt werden.

Kann man trotz Pille schwanger werden?

Die Antwort lautet leider: Ja – das kann man.

Zwar zählt die Pille mit einem Pearl Index von 0,1 bis 0,9 zu den sichersten Verhütungsmethoden, doch das schließt eine Schwangerschaft nicht zu 100% aus. Wenn Ihr den Pearl Index noch nicht kennt, er zeigt an wie viele Frauen von 100 pro Jahr mit einer speziellen Verhütungsmethode schwanger werden. Bei der Pille sind es 0,1 bis 0,9 Frauen von 100. Der Wert schwankt, weil es verschiedene Pillen Präparate gibt. Die normale Pille oder beispielsweise die Micro Pille.

Damit hat sich die Frage, ob man trotz Pille schwanger werden kann bereits beantwortet. Aber gleichzeitig seht Ihr, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft trotz Pille mit 0,1 bis 0,9 von 100 sehr gering ist.

Doch warum besteht überhaupt eine Wahrscheinlichkeit, wenn sie doch als eines der sichersten Verhütungsmethoden gilt? Bevor wir auf die Anzeichen einer Schwangerschaft trotz Pille eingehen, klären wir zunächst einmal wie die Frage „wie wirkt die Pille“ und die eventuellen Ursachen für eine Schwangerschaft trotz Pille. Denn wenn Ihr die Ursachen bei euch ausschließen könnt, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft trotz Pille bei euch bereits. Dennoch solltet Ihr bei Unsicherheiten den Arzt (Frauenarzt) eures Vertrauens aufsuchen, um eine Schwangerschaft mit endgültiger Sicherheit auszuschließen oder gegebenenfalls festzustellen.

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Wie wirkt die Pille?

Die Pille wirkt gleich dreifach im weiblichen Körper, was die Sicherheit entsprechend erhöht. Sie verhindert die Eireifung und den Eisprung, sorgt dafür, dass euer Körper einen zähflüssigen Schleim bildet, der es den Spermien nicht erlaubt bis in die Gebärmutter zu wandern und zu guter Letzt hemmt sie das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Auf diese Weise ist eine Einnistung der Spermien in die Gebärmutter nicht möglich.

Aber wie genau funktioniert das eigentlich? Beteiligt daran sind Hormone, die den weiblichen Hormonen Östrogen und Progesteron sehr ähnlich sind. Beide kommen im Körper auf natürliche Weise vor und helfen dabei eine Schwangerschaft einzuleiten, beziehungsweise zu begünstigen. Die Hormone der Pille greifen in den Hormonhaushalt eures Körpers ein und spiegeln ihm vor, dass diese beiden Hormone bereits in ausreichender Form vorhanden sind und nicht mehr produziert werden müssen. Auf diese Weise bereitet sich euer Körper nicht durch eine Hormonproduktion der beiden Hormone Östrogen und Progesteron auf eine Schwangerschaft vor. Natürlich ist dies nur eine sehr vereinfachte Erklärung für die hochkomplexen biologischen Vorgänge eures Körpers. Doch genau so funktioniert es.

Wann kann eine Frau schwanger werden?

Schwanger könnt Ihr werden, wenn Ihr euren Eisprung habt. Dieser ist nur wenige Tage während eines Zyklus und die Eizelle selbst ist sogar nur wenige Stunden fruchtbar. Circa 12 – 18 Stunden. Schwanger werden könnt Ihr, wenn Ihr 5 Tage vor, oder am Tag eures Eisprungs selbst, ungeschützten Sex habt. Wann genau eure fruchtbaren Tage bzw. euer Eisprung ist, könnt Ihr über einen Zyklusrechner herausfinden.

Ursachen für eine Schwangerschaft trotz Pille

Wenn man schwanger trotz Pille wird gibt es dafür in der Regel nur wenige Gründe. Das die Pille von alleine nicht wirkt, ist dabei eher unwahrscheinlich.

Viel wahrscheinlicher und zwei der Hauptgründe sind die Folgenden:

  • Ihr habt vergessen die Pille regelmäßig einzunehmen

Die regelmäßige Einnahme zur ungefähr gleichen Tageszeit ist eine sehr wichtige Voraussetzung dafür, dass die Pille auch wirkt. So bleibt der Hormonspiegel in eurem Blut konstant, und die Pille wirkt wie sie es soll. Habt ihr die Einnahme, aus welchen Gründen auch immer, vergessen, dann bringt auch die weitere Einnahme im Anschluss nicht viel für die sichere Verhütung. Natürlich solltet Ihr sie trotzdem weiter nehmen, alleine schon um den Rhythmus für euren Körper beizubehalten. Doch seid euch darüber im Klaren, dass Ihr nicht mehr ausreichend vor einer Schwangerschaft geschützt seid. Eine Unterbrechung der Einnahme von mehr als 12 Stunden kann das Risiko für eine Schwangerschaft trotz Pille bereits erhöhen.

  • Magen- Darmbeschwerden

Magen- Darmbeschwerden können viele Gründe haben. Entweder Ihr habt etwas Falsches gegessen, was Ihr nicht vertragt oder Ihr habt vielleicht gerade eine stressige Zeit. Beispielsweise Prüfungsphasen oder sogar private Belastungen. All das kann sprichwörtlich auf den Magen schlagen und dazu führen, dass Ihr Durchfall bekommt. Auch bei Reisen in fremde Länder ist Durchfall nichts Ungewöhnliches, weil Ihr die fremden Gerichte und Gewürze vielleicht nicht gewohnt seid. Die Gründe sind vielfältig, doch das Ergebnis ist dasselbe. Magen-Darm- Beschwerden die zu Durchfall oder Erbrechen führen erhöhen das Risiko einer Schwangerschaft und ein Verhütungsschutz durch die Pille ist nicht mehr gewährleistet.

  • chronische Krankheiten

Auch chronische Vorerkrankungen können die Wirkung der Pille beeinflussen. Insbesondere Krankheiten, welche mit dem Magen-Darm-Trakt zu tun haben, aber auch jede andere Krankheit die euren Stoffwechsel stark beeinflusst. Wenn Ihr aufgrund solcher Krankheiten zu häufigem Durchfall oder Erbrechen neigt, ist bei euch das Risiko für eine Schwangerschaft trotz Pille ganz sicher erhöht, und Ihr solltet durch sicherheitshalber zusätzlich Kondome nutzen.

Die häufigsten Krankheiten, die die Wirkung der Pille beeinträchtigen sind:

  • Morbus Chron (chronische Darmerkrankung)
  • Magenschleimhautentzündungen (Colitis Ulcerosa)
  • Reizdarm
  • Zöliakie (Gluten Unverträglichkeit)
  • Laktoseintoleranz

Dies sind nur Beispiele für Mögliche Darmerkrankungen. Alle Krankheiten, die bei euch zu Durchfall oder Erbrechen führen, stellen ein Risiko dar.

Tipp: Wenn Ihr unsicher seid, ob die Pille aufgrund einer oder mehrerer der oben genannten Gründe nicht wirkt, könnt Ihr den Verhütungsschutz durch zusätzliches Verwenden eines Kondoms erhöhen.

  • durch die Wechselwirkung mit Medikamenten

Nicht nur Einnahmefehler oder Krankheiten können den Verhütungsschutz gefährden, sondern auch die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten. Dazu zählen sowohl rezeptpflichtige als auch frei verkäufliche Medikamente.

Zu den häufigsten Medikamenten, die euren Verhütungsschutz durch die Pille beeinflussen können zählen diese:

Vorsicht bei diesen Medikamenten!

  • Antibiotika
  • Chemotherapeutika
  • Anti-Pilz-Mittel
  • Antiepileptika
  • Medikamente für Allergiker

Schwanger trotz Pille und Periode?

Schwanger trotz Pille und Periode kann rein biologisch nicht sein. Wenn ihr sicher seid, trotz lückenloser Pilleneinnahme und einer gleichzeitigen Blutung schwanger zu sein, so handelt es sich dabei vermutlich nicht um eure Periode, sondern eine durch die Schwangerschaft bedingte Zwischen- bzw. Einnistungsblutung.

Schwanger trotz Pille und Kondom?

Die Wahrscheinlichkeit schwanger trotz Pille und Kondom zu werden ist wirklich sehr gering. Dazu müssten schon mehrere Dinge gleichzeitig passieren. Zum einen, dass Ihr wie oben beschrieben die Pille entweder nicht regelmäßig eingenommen habt oder durch Erbrechen oder Durchfall die Wirkung beeinflusst ist. Wenn Ihr dann noch ein zusätzliches Kondom verwendet habt, müsste dieses entweder gerissen oder geplatzt sein, oder es müssen beim Abstreifen aus Versehen einige Spermien in eure Vagina gelangen. Da Ihr gleichzeitig auch noch euren Eisprung und fruchtbaren Tage haben müsst, sind es schon sehr viele Zufälle auf einmal. Außerdem kommt noch hinzu, dass die Spermien bzw. eines davon es bis zur Gebärmutter schaffen muss. Da die Anzahl der Spermien, die von außen „aus Versehen“ in eure Vagina gelangen könnten sehr klein ist, und genau davon ein Spermium den ganzen Weg „bis nach oben“ meistern muss, ist die Wahrscheinlichkeit schwanger trotz Pille und Kondom zu werden wirklich nahezu gering. Ganz ausgeschlossen ist es jedoch auch nicht.

Schwanger trotz Pille – Anzeichen

Wie merkt man, dass man schwanger ist? Gibt es dafür besondere Anzeichen? Ja, die gibt es. Einige sogar. Manche davon könnt Ihr bereits in den ersten beiden Schwangerschaftswochen wahrnehmen, andere jedoch erst im späteren Schwangerschaftsverlauf. Allerdings sind die Schwangerschaftsanzeichen nicht bei allen Frauen gleich und auch nicht bei allen gleich stark. Einige merken sogar gar nicht, daher sind diese Anzeichen nur ein Indikator, aber kein Garant für oder gegen eine Schwangerschaft. Wenn Ihr wirklich sicher sein wollt, kommt Ihr nicht um einen Schwangerschaftstest und einen Besuch beim Frauenarzt herum.

Die ersten und häufigsten Anzeichen einer Schwangerschaft sind:

Schwangerschaftsanzeichen

  • Übelkeit (besonders morgens)
  • Heißhunger Attacken
  • häufiges Wasserlassen
  • Kreislaufprobleme
  • Stimmungsschwankungen
  • empfindlicher Geruchssinn
  • Anschwellen und Überempfindlichkeit der Brüste
  • plötzliche Ekelgefühle vor bestimmten Lebensmitteln, die Ihr vorher mochtet
  • Verdauungsprobleme
  • starker Ausfluss

Schwangerschaftstest trotz Pille

Vielen von euch, die die Antibabypille nehmen fragen sich, ob ein Schwangerschaftstest trotz Pille möglich ist und auch ein zuverlässiges Ergebnis liefert.

Die Antwort auf diese Frage lautet: Ja. Auch wenn Ihr die Pille nehmt, könnt Ihr alle möglichen Schwangerschaftstests durchführen. Welche das sind, ab wann und wie Ihr sie durchführen könnt und wie zuverlässig sie sind, erfahrt ihr jetzt. Vorab noch eine kurze Erklärung wie der Schwangerschaftstest eine mögliche Schwangerschaft feststellt. Sobald Ihr schwanger seid, bildet euer Körper das Schwangerschaftshormon HCG (humanes Choriongonadotropin), und genau das versucht der Test bei euch zu finden.

Urintest

Der Urintest ist der Klassiker unter den Schwangerschaftstests. Ihr bekommt ihn in jeder Apotheke und könnt ihn ganz einfach zu Hause durchführen. Dazu füllt ihr etwas Morgenurin in ein kleines Behältnis ab und steckt den saugfähigen Teststreifen so lange hinein, wie in der Packung angegeben.

Kurze Zeit später wird euch meist über Streifen angezeigt, ob Ihr schwanger seid oder nicht. Den Urintest könnt Ihr erst dann anwenden, wenn eure Periode das erste Mal ausgeblieben ist.

Frühtest

Der Frühtest funktioniert im Grunde genommen genau so wie ein Urintest, mit dem Unterschied, dass man ihn bereits circa 4 Tage vor dem Ausbleiben der nächsten Periode verwenden kann. Mann steckt ein Stäbchen in den Morgenurin und bekommt nach wenigen Minuten das Ergebnis angezeigt. Allerdings ist das Ergebnis nur ein Indikator, und nicht zu 100% verlässlich.

Bluttest

Der Bluttest liefert bereits 7-14 Tage nach der Befruchtung ein Ergebnis. Allerdings kann man ihn nicht alleine durchführen, sondern nur bei einem Arzt oder Gynäkologen. Dafür ist sein Ergebnis aber zuverlässig. Wenn Ihr ganz sicher sein wollt, empfiehlt sich in jeden Fall der Bluttest.

Ultraschall Test

Der Ultraschalltest wird ebenfalls beim Gynäkologen durchgeführt und ist circa ab der 6.ten Schwangerschaftswoche möglich. Dazu wird euch ein Ultraschallgerät vaginal eingeführt und macht sich auf die Suche nach Gewebeveränderungen, denn einen Fötus kann man in diesem frühen Stadium noch nicht wirklich erkennen.

Schwanger trotz Pille – so könnt Ihr vorbeugen

Solltet Ihr aufgrund von Verdauungsproblemen oder durch Vergessen der Einnahme unsicher sein, ob die Pille noch richtig wirkt, gibt es ein paar Tricks, die euch beim Vorbeugen einer Schwangerschaft helfen. Eine 100% ige Sicherheit ist allerdings nicht gewährleistet.

  1. die Pille danach – hattet Ihr Geschlechtsverkehr während eurer fruchtbaren Tage und seid unsicher, ob die Pille wirkt, dann könnt Ihr euch zur Sicherheit einen Termin beim Frauenarzt geben lassen und mit ihm abklären, ob er euch die Einnahme der Pille danach empfiehlt. Falls ja, wird er euch ein Rezept dafür ausschreiben.
  2. Ihr verwendet bis zur nächsten Pillenpause zusätzlich ein Kondom.
  3. Ihr zieht eure Pillenpause vor, macht die gewohnte Pause von 7 Tagen und setzt eure Einnahme dann wie gewohnt fort.
  4. Ihr sprecht mit eurem Frauenarzt, welche Maßnahmen für euch speziell an sichersten sind.

Fazit

Wie Ihr seht, ist eine Schwangerschaft trotz Pille leider nicht ausgeschlossen, obwohl sie zu den sichersten Verhütungsmethoden zählt. Aber der Vorteil ist, dass Ihr ziemlich genau abschätzen könnt, wann und weshalb der Verhütungsschutz nicht mehr zu 100% gegeben ist und dann entsprechend reagieren könnt, um eine eventuelle Schwangerschaft rechtzeitig zu verhindern. Solltet Ihr euch unsicher fühlen, empfehlen wir euch in jeden Fall einen Termin bei eurem Frauenarzt auszumachen. Dort bekommt Ihr zuverlässigen Rat zu allen Fragen, Tipps zur weiteren Vorgehensweise oder könnt einen Schwangerschaftstest durchführen.

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