Schwanger ständig hunger

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Appetitveränderungen

Die Hormonflut zu Beginn der Schwangerschaft kann Ihren Geruchs- und Geschmackssinn verändern, so dass Sie bestimmte Dinge nicht mehr essen mögen. Viele Schwangere können den Geruch von frischem Kaffee nicht mehr ausstehen, dagegen glustet es sie nach frischem Obst. Vielleicht haben Sie aber auch einen merkwürdigen Geschmack im Mund. Beides kann sich auf Ihren Appetit und Ihr Körpergewicht auswirken.

Zu Beginn der Schwangerschaft verspüren Sie eventuell einen Heisshunger auf bestimmte Lebensmittel, insbesondere auf Süssigkeiten oder ungewöhnliche Speisenkombinationen. Chaotische Essgelüste wie die Lust auf Essig- oder Salzgurken soll ja – im Volksmund – zu den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft gehören. Ernährungswissenschaftler führen das auf den hohen Vitamin-C-Gehalt von Sauerkonserven zurück. Vitamin C spielt bei der Eisenverwertung im Körper eine wichtige Rolle und verbessert so den meist sehr niedrigen Eisenspiegel von Schwangeren.

Heisshungerattacken sind also ganz normal und auch ein Zeichen dafür, dass die ungewohnten Hormone, vor allem die sprunghaft steigende Menge des Schwangerschaftshormons Beta-HCG, zu Beginn einer Schwangerschaft den Appetit beeinflussen. Ein Drittel der Frauen reagiert darauf mit Übelkeit, andere haben ständig Hunger. Ausserdem will Ihr Körper die starken Blutzuckerschwankungen, verursacht durch die Achterbahnfahrt des Insulinspiegels, ausgleichen. Und das geht am besten, indem man ständig kleine Mengen isst.

Neben den Hormonen spielt auch Psychologie einen grosse Rolle. Essverbote, die Frauen sich vielleicht jahrelang auferlegt hatten, fallen in der Schwangerschaft. Motto: Mein Körper verändert sich sowieso, ohne dass ich Einfluss darauf habe.

Für das Baby im Bauch sind die hochkalorischen und ungewöhnlich zusammengestellten Essgelüste in der Regel unschädlich – wenn sie nicht übertrieben werden. Manche Schwangere haben allerdings einen unstillbaren Appetit auf nicht essbare Substanzen (von Fachleuten „Pica“ genannt), wie Erde, Kohle, Rost oder faulendes Obst. Es gibt bisher keine wissenschaftliche Erklärung für dieses Phänomen.

Stellen Sie einfach sicher, dass trotz merkwürdiger Speisenzusammenstellungen Ihre ausgewogene Ernährung nicht gefährdet wird – dann ist alles im grünen Bereich!

Häufige Fragen

Ich habe manchmal richtige Heisshungerattacken und kann mich dann nicht mehr beherrschen. Wenn das so weitergeht, nehme ich bestimmt zuviel zu!

Ich habe einen unangenehmen, sehr starken Speichelfluss, der die Schwangerschafts-Übelkeit noch verstärkt. Was kann ich tun?

Auf einmal habe ich ganz seltsame Essgelüste, vor allem auf Scharfes. Woran liegt das?

Wissen

Das Geschlecht des ungeborenen Kindes hat einen Einfluss auf den Appetit der Mutter

Schokolade schmeckt auch den Ungeborenen

(Fr-)Essattacken in der Schwangerschaft

Letzte Aktualisierung : 04-05-16, BH

Heißhunger

In der Schwangerschaft sorgen Hormone dafür, dass sich der Stoffwechsel ändert: Der Körper der Schwangeren legt Reserven an, und es gelangen viele Nährstoffe zum Ungeborenen, damit es wachsen kann. Schwangere haben deshalb oftmals schon zu Beginn der Schwangerschaft sehr großen Appetit.

Damit Sie trotzdem nicht zu viel zunehmen, ist es wichtig, nicht „für zwei“ zu essen, sondern durch eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung dafür zu sorgen, dass Sie und Ihr Baby genügend Nährstoffe bekommen. Lebensmittel mit hohem Fett- und/oder Zuckergehalt (Süßigkeiten, Kekse, Kuchen, Imbiss- oder Fastfood-Gerichte und gezuckerte Softdrinks) nehmen Sie am besten nur sparsam zu sich.

Im Verlauf der Schwangerschaft lässt der Appetit oft wieder nach. Das kommt daher, dass der Magen durch die wachsende Gebärmutter nach oben geschoben wird und weniger Nahrung aufnehmen kann. Auch deshalb ist es gut, lieber häufiger kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Viele Schwangere haben mehr Durst als sonst, da der Körper viel Flüssigkeit braucht. Trinken Sie täglich möglichst mindestens 1,5 Liter, bei Hitze und Anstrengung auch mehr. Am besten eignen sich Wasser oder kalorienarme Getränke wie Fruchtsaftschorlen.

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Wie kommt es zu „Heißhunger-Attacken“?

Regelrechte „Heißhunger-Attacken“ in der Schwangerschaft sind meist die Folge eines niedrigen Blutzucker-Spiegels. Das Hormon Insulin reguliert den Blutzucker-Spiegel und sorgt dafür, dass der Energielieferant Zucker (Glukose) in die Körperzellen gelangt. In der Schwangerschaft wird mehr Insulin produziert als sonst. Dadurch fällt der Blutzucker-Spiegel rascher ab. Dann verspürt die Schwangere plötzlichen Heißhunger.

Wenn Sie eine solche „Heißhunger-Attacke“ spüren, essen Sie am besten sofort eine Kleinigkeit, zum Beispiel einen Apfel oder eine ballaststoffreiche Zwischenmahlzeit, etwa eine Scheibe Vollkornbrot. „Heißhunger-Attacken“ lassen sich vorbeugen, wenn Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen.

Warum haben Schwangere oft ungewöhnliche Gelüste?

Sehr viele Schwangere berichten über ein gesteigertes Verlangen nach besonderen Speisen und viele kombinieren dabei auch Ungewöhnliches miteinander, zum Beispiel Saures oder Salziges mit Süßem. Wenn Sie das vertragen, macht das nichts.

In seltenen Fällen kommen absonderliche Gelüste nach nicht-essbaren Substanzen auf, wie zum Beispiel Sand, Steinen, Zahnpasta oder Kohle. Dies kann schädliche Folgen für die Mutter oder das Ungeborene haben. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 15.03.2019

Schwangerschaftsanzeichen: Bin ich schwanger?

Zu den sichersten Symptomen einer Schwangerschaft zählt das Ausbleiben der Regel. Ab diesem Tag können Schwangerschaftstests relativ sichere Ergebnisse anzeigen. Doch vielen Frauen fallen die Veränderungen in ihrem Körper schon viel früher auf. Wir sagen Ihnen, woran Sie erkennen können, ob Sie schwanger sind.

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft können Frauen schon bemerken, bevor die Monatsblutung ausbleibt. Denn der Körper stellt sich sehr schnell auf die neue Situation ein. Die gängigsten Anzeichen haben wir Ihnen hier erklärt.

Müdigkeit

Bleierne Schwere und totale Erschöpfung empfinden viele Frauen in der Frühschwangerschaft. Die Hormone sind Schuld. Große Mengen Progesteron werden produziert und das macht müde. Der Körper vollbringt in der Frühschwangerschaft Höchstleistungen, mit allen hormonellen und organischen Veränderungen. Das kostet viel Kraft und Energie.

Fruchtbarkeitskalender – Wann sind Ihre fruchtbaren Tage?

Fruchtbarkeitskalender
Wann sind Ihre fruchtbaren Tage?

Schmierblutungen und Unterleibskrämpfe

Einige Tage nach der Einnistung kommt es manchmal zu einer leichten Schmier- oder Einnistungsblutung. Sie ist oft verbunden mit leichten Unterleibskrämpfen. Das passiert, wenn sich die Blastozyste, wie das Baby in dieser Entwicklungsphase genannt wird, in der Gebärmutterschleimhaut festsetzt. Leichte Blutungen in der frühen Schwangerschaft sind in diesem Stadium normal.

Harndrang

Schwangere verspüren relativ schnell einen häufigen Harndrang. Das kommt daher, dass nach der Einnistung des Embryos das Hormon HCG (humanes Choriongonadoptropin) produziert wird. Es sorgt für eine erhöhte Durchblutung des Beckens, was zu einem erhöhten Druckgefühl auf der Blase führt. Ab dem zweiten Trimesters normalisiert sich dieser erhöhte Harndrang wieder. Erst in den letzten Schwangerschaftswochen ist dieser Druck auf der Blase wieder zu spüren. Er wird jedoch dann durch die Last der Fruchtblase ausgelöst.

Empfindliche Brüste

Die Brüste schwellen in der fünften Schwangerschaftswoche an und werden sehr empfindlich gegenüber Berührungen. Zudem sind nun die Gefäße auf der Brust leichter zu erkennen.

Das Spannungsgefühl, das viele Frauen in der Frühschwangerschaft empfinden, hängt mit dem Hormonanstieg zusammen. Er sorgt dafür, dass sich die Milchdrüsen auf die bevorstehende Milchproduktion vorbereiten. Sobald der Körper sich daran gewöhnt hat, lässt der Schmerz nach. Währenddessen sollten Sie einen entsprechenden, weichen BH tragen – auch Umstands-BHs sind hierfür optimal geeignet, um die empfindlichen Brüste zu schonen.

Dunkle Verfärbung der Brustwarzenhöfe

In Vorbereitung auf die Milchproduktion färben sich die Brustwarzen dunkler und werden zugleich größer. Zugleich produzieren sie etwas Fett, dass die empfindliche Haut hier verstärkt schützt. Auch dies ist ein hormoneller Vorgang.

Übelkeit

Übelkeit, ob morgens, mittags oder abends, tritt häufig schon am Anfang einer Schwangerschaft auf und kann ein weiteres Anzeichen sein. Doch sie kann auch erst einige Wochen nach der Empfängnis einsetzen. Spätestens nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel sollte sie wieder verschwinden. Ein Auslöser der Übelkeit kann der veränderte Geruchssinn sein.

Veränderter Geruchssinn

Zwei Drittel der Schwangeren haben plötzlich keine Lust mehr auf ihren heißgeliebten Morgenkaffee. Obwohl sie vorher nicht darauf verzichten konnten, schmeckt er nicht mehr und riecht zudem auch unerträglich. Auch der Geruchssinn hat sich deutlich verbessert. Er soll sogar mit der Morgenübelkeit zusammenhängen beziehungsweise diese auslösen können.

So geht es vielen Schwangeren mit den unterschiedlichsten Gerüchen und Geschmäckern. Was der Auslöser ist, ist jedoch noch unklar.

Heißhunger

Plötzlich auftretender Heißhunger auf ungewöhnliche Speisenkombinationen kann ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Heißhungerattacken treten oft nachts auf. Viele Frauen haben Lust auf Süßes, wie Eis oder Schokolade, andere bevorzugen Saures, wie eingelegte Gurken oder Grapefruitsaft.

Wissenschaftler sind sich noch unklar darüber, was der Auslöser des Heißhungers sein kann. Eine gehen davon aus, dass er durch einen Nährstoffmangel ausgelöst wird. Andere glauben, dass bereits derartige Gelüste bei den werdenden Müttern vor der Schwangerschaft vorhanden waren, diese nun aber verstärkt ausgelebt werden können.

Bei Heißhungerattacken sollten Sie versuchen, anstatt zu Schokolade und Chips, zu gesunden Alternativen zu greifen.

Hohe Basaltemperatur

Ein weiterer Hinweis auf eine Schwangerschaft ist eine erhöhte Basaltemperatur. Frauen, die ihre Körpertemperatur morgens gleich nach dem Aufwachen messen, können damit erkennen, dass diese kurz vor Einsetzen der Menstruation nicht wie gewohnt absinkt, sondern erhöht bleibt. Geschieht dies 18 Tage am Stück, ist das ein gutes Schwangerschaftsanzeichen. Doch Vorsicht: Die Basaltemperatur kann durch andere Ereignisse beeinflusst werden, wie zum Beispiel ein nahender Infekt.

Ausbleiben der Periode

Wenn in der Zeit um dem Eisprung ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, gilt das Ausbleiben der Periode als sicherstes Schwangerschaftsanzeichen. Nun wird es Zeit für einen Schwangerschaftstest oder gleich für einen Termin beim Gynäkologen, um die Schwangerschaft zu bestätigen.

Haben Sie folgende Symptome ab und zu oder häufiger?

Schwangerschaftstest bringt Sicherheit

Allerdings weisen die genannten Anzeichen nicht immer auf eine Schwangerschaft hin. Gewissheit erhalten Sie nur mit einem Schwangerschaftstest. Möchten Sie allerdings wirklich sicher gehen, sollten Sie einen Bluttest beim Arzt durchführen lassen.

So funktioniert ein Schwangerschaftstest

Schwangerschaftstest für zu Hause können Sie im Drogeriemarkt aber auch in der Apotheke erwerben. Sie kosten ab drei Euro und können, wenn es sich um einen Frühtest handelt, ab dem ersten Ausbleiben der Periode angewendet werden. Bevor Sie den Schwangerschaftstest durchführen, sollten Sie sich die Packungsbeilage durchlesen. Denn es gibt hier Unterschiede bei der Durchführung.

Ein Schwangerschaftstest misst die Konzentration des Schwangerschaftshormons ß-hCG (humanes Choringonadotropin) im Urin. Das Hormon wird gebildet, sobald eine Eizelle befruchtet ist.

Wenn Sie Ihren Wunsch, schwanger zu werden, erhöhen möchten, sollten Sie einen Ovulationstest oder einen

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Legende:
Menstruation Sehr fruchtbare Tage Fruchtbare Tage
Eisprung Einnistung
Schwangerschaft durch Bluttest nachweisbar
Schwangerschaft durch Urintest nachweisbar

Mit anderen Daten berechnen? verwenden. Mit ihnen können Sie Ihre fruchtbaren Tage bestimmen und erkennen, wann der beste Zeitpunkt ist, um schwanger zu werden.

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Schwangerschaftsupdate 39. SSW 38+1

Ich bin unruhig, habe ständig das Gefühl etwas vergessen zu haben oder noch erledigen zu müssen. Ich tigere manchmal rast- und ziellos durch die Wohnung. Damit gehe ich mir selbst schon schrecklich auf die Nerven. Ich habe das Gefühl, dass ich die Zeit jetzt noch nutzen muss und will so viel wie möglich schaffen. Dabei weiß ich zum Teil gar nicht, was ich eigentlich noch schaffen will und wenn mir tatsächlich etwas einfällt, bin ich oftmals so müde und erschöpft, dass ich es nicht in der Zeit schaffe die ich mir dafür vornahm. Und dann bin ich schlecht gelaunt und weinerlich.

Die ganze Unruhe macht auch, dass ich mir ständig irgendwas in den Mund stopfe. Ich ertappe mich viel häufiger wie ich unzufrieden in den Kühlschrank starre oder in die Vorratskammer gehe. Dabei habe ich nicht mal wirklich Hunger. Hoffentlich geht das wieder weg und ich kann den Endspurt in Ruhe genießen.

Was mich allerdings immer wieder runter kommen lässt sind die ganzen Vögel die bei uns auf und um die Terrasse herum ihren Spaß haben. Ich stehe ja total darauf die kleinen Süßis zu beobachten. Wir haben eine verdammt mutige Amsel, dann irgendwas gleich großes, aber bräunliches, ein kleines Pärchen Gimpel (vielleicht auch irgendwas anderes mit rötlicher Brust) und noch einen kleinen Minivogel, den ich nicht zuordnen kann. Mal gucken ob ich noch zur Omi mutiere und mich mehr unseren kleinen Vögeln widme. Ich plane zumindest schon mal eine kleine Futterstelle für den Winter. Gerade gibt es hier genug Futter für alle. Neben der Terrasse stehen zwei Büsche Felsenbirnen mit ordentlich Beeren dran und was auch immer bei uns in Massen auf dem Boden wächst und blüht scheint den ganzen Vögeln hervorragend zu schmecken.

Schwangerschaftswoche:
Wir sind jetzt in der 39. Schwangerschaftswoche angekommen. Das geht alles so schnell!

Gewicht:
+8 kg Da merkt man mal, wie viel ich die Woche über irgendwas frustriert in mich hineinstopfte.

Schwangerschaftsstreifen:
Ich habe noch eine dritte Runde Einölen am Tag dazugepackt. Der Bauch spannt schon ganz schön. Er ist aber weiterhin streifenfrei.

Bauchnabel:
Da tut sich nichts mehr.

Symptome:
Mehr Rückenschmerzen und mehr Müdigkeit gesellen sich zu ziemlicher Unruhe und ich bin schrecklich sensibel. Gerade heulte ich weil Google Docs ein Problem hatte, das ich nicht nachvollziehen konnte.

Wehenanzeichen:
Es ziept und zieht, aber das war es auch schon.

Heißhunger:
Nektarinen!

Schlafverhalten:
Ich snooze mich durch den Morgen. Und abgesehen von gefühlt tausend Pipipausen schlafe ich auch ziemlich gut.

Kindsbewegungen:
Ich glaube, die kleine Avocado hatte noch mal einen kleinen Wachstumsschub und der Platz im Bauch für viel Bewegung wird weniger. Er ist ruhiger geworden. Dafür hat er gerne mal Schluckauf.

Neuzugänge für die kleine Avocado:
Wir haben ein weiteres Bild für das Kinderzimmer gekauft und werden nachher noch neue Rahmen besorgen.

Unschönster Moment:
Wir waren Anfang der Woche Eis essen und als ich in den Laden kam, starrte mich ein Mädel sehr intensiv und eher grimmig an. Ausnahmsweise war der Blick mal nicht auf meinem Bauch, sondern auf mein Gesicht gerichtet. Als wir mit unserem Eis wieder rauskamen, saß sie mit Freundinnen vor dem Geschäft und starrte mich wieder extrem unfreundlich und lange an. Das war schrecklich unangenehm. Kannte ich sie? Oder kannte nur sie mich? Habe ich ihr irgendwas getan? Warum machen Menschen das? 🙁

Schönster Moment:
Der Besuch unserer Hebamme. Ich freue mich einfach immer noch riesig darüber, dass wir uns gefunden haben. <3

39. SSW (Schwangerschaftswoche)

Die 39. Schwangerschaftswoche liegt noch eine Woche vor dem Termin, der als voraussichtliches Geburtsdatum berechnet worden ist. Weil die meisten Geburten jeweils zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem ermittelten Termin stattfinden, werden in der 39. Schwangerschaftswoche schon viele Kinder geboren. Für die Schwangere bedeutet dies eine Zeit der Ungeduld und Ungewissheit, weil das Kind jederzeit kommen kann. Die werdenden Mütter sollten sich um die 39. Schwangerschaftswoche viel entspannen. Eine gängige Abkürzung für die 39. Schwangerschaftswoche lautet 39. SSW.

Wie sieht das Kind in der 39. Schwangerschaftswoche aus?

Das Kind ist fertig entwickelt, die nächsten größeren Veränderungen finden bei der Geburt statt. Es wächst aber von Tag zu Tag weiter und nimmt ebenfalls an Gewicht zu. In der 39. Schwangerschaftswoche wiegt das Kind um die 3,25 Kilogramm. Es hat eine durchschnittliche Länge von 50 Zentimetern, gemessen von Kopf bis Fuß (Scheitel-Fersen-Länge). Da Menschen an sich unterschiedliche Körpermaße und Fettpolster haben, können diese Werte aber auch deutlich abweichen. Das Kind ist nicht 39 Wochen alt, sondern erst 37 Wochen. Der Grund dafür ist, dass die Schwangerschaft nicht etwa vom Zeitpunkt der Befruchtung aus gezählt wird, sondern von der vorherigen Monatsblutung. Diese Zählung ist meist genauer möglich und hat sich deshalb etabliert.

In der Gebärmutter beziehungsweise Fruchtblase befindet sich immer weniger Fruchtwasser. Das größer und dicker werdende Kind nimmt mehr Raum ein. In der Gebärmutter herrscht eine starke Enge, ausholende Bewegungen wie in den mittleren Phasen der Schwangerschaft kann das Kind jetzt nicht mehr ausführen. Die Arme und Beine des Kindes sind meist angewinkelt. Oft kommt es vor, dass die Mutter über Stunden nichts von ihrem Sprössling wahrnimmt. Das Baby hat sich in den meisten Fällen für die Geburt positioniert und sich so gedreht, dass der Kopf nach unten gerichtet ist. Oftmals ist das Kind bereits tief in das Becken gerutscht (so genannte Einstellung).

In manchen Fällen hat das Kind aber eine für die Geburt ungünstige Lage. Es kann mit dem Gesäß voran im Bauch liegen (Beckenendlage) oder quer liegen (Querlage). Ebenfalls unvorteilhaft ist es, wenn das Baby nicht das Gesicht in Richtung des mütterlichen Rückens hat, sondern nach vorne schaut (hintere Hinterhauptslage im Gegensatz zur normalen vorderen Hinterhauptslage). Das Kind kann auch den Kopf in den Nacken gestreckt haben, was gleichermaßen den Geburtsvorgang beeinträchtigen kann (Vorderhauptslage). Bei schlechten Lagen kann eine Geburt mit Hilfsmitteln wie Zange oder Saugglocke angezeigt sein oder eine Geburt durch Operation, also ein Kaiserschnitt.

Von der so genannten Käseschmiere (Vernix caseosa) ist immer weniger auf der Haut des Kindes vorhanden. Sie dient im Mutterleib zum Schutz des kleinen Organismus vor äußeren Einflüssen, beispielsweise vor hautangreifenden Substanzen im Fruchtwasser. Bei den meisten Kindern ist zur 39. Schwangerschaftswoche auch die vorübergehende Behaarung verschwunden, die Lanugo-Behaarung. Nur an manchen Stellen ist sie üblicherweise noch sichtbar, wie etwa auf dem Rücken oder auf den Ohren. Dafür findet sich jetzt bei vielen Babys die dauerhafte Behaarung, insbesondere auf der Kopfhaut. Es gibt aber auch Kinder, die mit sehr wenig Haaren auf dem Kopf geboren werden.

Besonderheiten und Schwierigkeiten der Mutter in der 39. SSW

Die Schwangere fühlt sich mit ihrem mächtigen Bauch sehr eingeschränkt und träge. Das Körpergewicht und die Verdrängung der Organe kann viele verschiedene Beschwerden verursachen. So kann es zu Harndrang oder unwillkürlichem Harnabgang, zu Sodbrennen, Übelkeit oder Verstopfung kommen. Nicht wenige Frauen in der fortgeschrittenen Schwangerschaft klagen über Rückenschmerzen oder Beckenschmerzen. Der Bauch kann jucken, und es kann zu Schwellungen an Armen und Beinen kommen. Solche Erscheinungen lassen sich meist mit einfachen Mitteln lindern, beispielsweise bei den Schwellungen durch Hochlegen der Beine oder durch Bandagen oder Stützstrümpfe.

Die Wehentätigkeit nimmt insgesamt zu. Häufig verspürt die angehende Mutter jetzt Vorwehen oder Übungswehen, manchmal kommen Senkwehen vor. Senkwehen bringen das Kind tiefer in das Becken hinein. Sowohl Vor- als auch Senkwehen haben noch nichts mit den Geburtswehen zu tun. Vorwehen/Senkwehen sind nicht so stark wie die endgültigen Wehen und liegen zeitlich recht weit auseinander. Zudem kommen sie nicht regelmäßig wieder. Echte Geburtswehen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie kräftig sind und von der Intensität zunehmen. Sie kommen oft und regelmäßig, die Zwischenabstände verringern sich.

Nicht nur bei Wehen, sondern auch schon bei einer geplatzten Fruchtblase sollte sich die werdende Mutter in die Klinik begeben. Ein solcher vorzeitiger Blasensprung macht sich durch den tröpfchenweise stattfindenden bis (selten) gussartigen Abgang von Wasser, das nicht gehalten werden kann, bemerkbar.

Das so genannte Zeichnen kann in dieser späten Phase der Schwangerschaft eintreten. Das Zeichnen kann, muss aber nicht, die in Kürze kommende Geburt ankündigen. Beim Zeichnen löst sich ein Stück Schleim vom Muttermund ab, das diesen zuvor abgeschlossen und geschützt hat. Der Schleimklumpen geht oftmals mit etwas Blutbelegung ab. Das Zeichnen kann einige Wochen vor der Geburt oder auch Stunden vorher eintreten.

Welche Untersuchungen können in der 39. SSW erforderlich werden?

In der letzten Phase der Schwangerschaft finden zweiwöchentlich Vorsorgeuntersuchungen statt. Falls nötig, werden sie auch häufiger vorgenommen. Bei diesen Vorsorgeterminen wird der Körper von Mutter und Kind noch einmal kontrolliert. Das Körpergewicht der Mutter wird ebenso wie der Blutdruck gemessen. Der Bauch wird abgetastet, so dass der Arzt die Lage des Kindes erfühlen kann. Eine Abtastung des Muttermundes erfolgt, um festzustellen, ob er eventuell schon geweitet ist. Die Schwangere muss eine Urinprobe abgeben, oft wird ihr auch Blut abgenommen. Mit einem CTG (Cardiotokographie) können Wehen aufgezeichnet werden, ebenso wie der Herzschlag des ungeborenen Kindes. Nur als Zusatzuntersuchung kann ein Ultraschall durchgeführt werden.

Schon ab der 41. Woche finden die Kontrolluntersuchungen alle zwei Tage statt, denn der ursprüngliche Geburtstermin wird dann überschritten sein. Es gehört aber zur normalen Variation, dass Kinder bis zu zwei Wochen nach dem berechneten Termin kommen können.

Welche Hinweise sollte eine Mutter in der 39. SSW beachten?

Die Frau in der 39. Schwangerschaftswoche sollte sich auf die Geburt gut eingestellt und vorbereitet haben. Eine Kliniktasche mit z. B. Bekleidung, Pflegeprodukten und den Papieren sollte mitnahmefähig bereitliegen. Die Schwangere sollte sich Taxigeld zurückgelegt haben, um schnell in die Klinik kommen zu können. Der Betrag wird im Regelfall von der Krankenkasse zurückgezahlt. Falls ein eigenes Auto zur Beförderung in die Klinik genutzt werden soll, dann muss die Tankfüllung reichen. Genügend Essensvorräte, die sich einfach zubereiten lassen, sollten im Haus sein, denn es kann schnell der Fall sein, dass die Schwangere einige Tage daheim bleiben muss.

Viele werdende Mütter fühlen sich in der 39. Schwangerschaftswoche zu einer Art Nestbau animiert. Sie wollen dem Kind einen würdigen und schönen Ort schaffen und richten das Kinderzimmer beziehungsweise die ganze Wohnung ein. Auch kann es zu einem Putzdrang kommen, der richtiggehend ausarten kann. Verantwortlich für den Drang zum Nestbau sind die Hormone. Schwangere in der 39. SSW sollten es aber auf keinen Fall übertreiben. Sie sollten sich lieber schonen, anstatt eine zu große Anstrengung in das Einrichten und das Saubermachen zu stecken.

Ohnehin ist für Frauen in der 39. SSW viel Entspannung angesagt. Sie haben mit der ungewissen Situation und mit dem Warten schon genug seelische Belastung. Der Endspurt der Schwangerschaft kann beispielsweise mit Lesen oder mit einem romantischen Abend mit dem Liebsten verschönert werden. Körperliche Anstrengung sollte in der 39. SSW vermieden werden.

Auf Alkohol muss in der 39. SSW weiterhin verzichtet werden. Gleiches gilt für Rauchen sowie auch für andere Drogen. Bevor eigenmächtig Medikamente eingenommen werden, muss immer mit dem Arzt geklärt werden, ob sie für das Kind im Bauch ungefährlich sind. Eine ausgewogene Ernährung sollte auch in den letzten Wochen der Schwangerschaft selbstverständlich sein. Für einen guten Flüssigkeitshaushalt sollte die werdende Mutter viel trinken, optimalerweise Mineralwasser.

Ich könnt’s schon wieder tun: Wenn der Heißhunger kommt

Hilfe, wo kommt der Heißhunger plötzlich her? Warum Sie so machtlos gegen die Heißhunger-Attacken in der Schwangerschaft sind und was Sie dagegen tun können.

In der Schwangerschaft ändern sich die Essgewohnheiten total. Doch: Woher kommen solch radikale Änderungen der Essgewohnheiten? Und warum haben viele Schwangere so irritierende Heißhunger-Attacken?

Woher kommt der plötzliche Heißhunger?

Diese Fragen können auch Wissenschaftler nicht ganz genau beantworten. Aber es gibt Theorien: Ein großer Einfluss auf das Geschmacks- und Geruchsempfinden wird der hormonellen Umstellung während der Schwangerschaft zugeschrieben. Sie soll nicht nur für das Chaos der Gefühle, sondern auch für das Chaos in der Ernährung verantwortlich sein. Die entscheidende Rolle spielt offenbar das Schwangerschaftshormon Beta-HCG. Diese Abkürzung steht für „Beta-humanes Choriongonadotropin“. Es wird am Anfang der Schwangerschaft von den äußeren Zellschichten der befruchteten Eizelle gebildet. Ein Teil der Schwangeren reagiert darauf mit Übelkeit, ein anderer hat Heißhunger.

Reserven für die Schwangerschaft

Warum aber entwickeln oft gerade sehr schlanke Frauen einen unwiderstehlichen Appetit auf Kalorienreiches, warum sendet ihr Körper ständig Hungersignale? Der Grund liegt wohl darin, dass sich der Körper gezielt die fehlenden Fettreserven für Schwangerschaft und Stillzeit „anfuttern“ will. Dass sich Geruchs- und Geschmackssinn mit der Schwangerschaft oft fast schlagartig ändern, hat also seinen Sinn: Es ist ja auch durchaus üblich, dass der morgendliche Kaffee plötzlich nicht mehr schmeckt oder Raucherinnen keine Lust mehr auf Zigaretten haben.
Eine weitere wissenschaftliche These geht davon aus, dass der Körper versucht, über ein gesteigertes Verlangen nach bestimmten Lebensmitteln einen Vitamin- oder Nährstoffmangel in der Ernährung auszugleichen – etwa durch Heißhunger auf Fleisch einen schlechten Eisenstatus. Das wäre ziemlich clever. Darum: Essen Sie ruhig, was Ihnen schmeckt und worauf Sie Appetit haben – so kurios Ihre Wahl für andere auch sein mag.

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Schwangerschaftsgelüste: Darauf haben werdende Mamas Appetit

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Mit kleinen Snacks Heißhunger in der Schwangerschaft vermeiden

Das ist ärgerlich für die Figur und auch ungesund. Denn Übergewicht kann zu Schwangerschaftsdiabetes führen und Stoffwechselkrankheiten (Gestose) begünstigen. Dehalb gehört Übergewicht zu den Risikofaktoren in der Schwangerschaft. Gerade zu Beginn der Schwangerschaft sollte die Ernährung nicht üppiger, sondern vor allem ausgewogener und wirkstoffreicher sein. Schließlich steigt zunächst nur der Bedarf an vielen Vitaminen und Mineralstoffen.
Und wenn der Heißhunger in der Schwangerschaft doch zu stark wird? Da heißt es vorbeugen. Das funktioniert, indem Sie Ihren Magen gar nicht erst leer laufen lassen. Denn bei Nahrungsmangel sackt der Blutzuckerspiegel empfindlich ab und zwingt das Gehirn, alle Signale auf „Sofort was Süßes“ zu setzen. Zucker in Form von Glukose (Traubenzucker) ist nämlich der einzige Stoff, aus dem das Gehirn Energie gewinnen kann.
Mit mehreren kleinen Mahlzeiten und gesunden Snacks zwischendurch lässt sich dem Heißhunger ein Schnippchen schlagen. Essen Sie deshalb also lieber doppelt so gesund als doppelt so viel. Packen kann Sie der Heißhunger dann zwar trotzdem noch, aber das muss kein Problem sein – es gibt ja schließlich viele gesunde Lebensmittel, die sich ganz prima wegknuspern lassen. Bevor Sie sich also aus alter Gewohnheit auf die Tafel Lieblingsschokolade stürzen, greifen Sie lieber zu süßen und doch gesunden Snacks.

Obst gegen den Heißhunger

Wenn Sie das nächste mal am liebsten unkontrolliert den Kühlschrank plündern wollen, probieren Sie es doch statt dessen mal damit:
➤ einem frischen Obstsalat,
➤ einer fruchtige Quarkspeise,
➤ Bratapfel aus dem Ofen,
➤ einem Stück Bananen-Vollkornkuchen
➤ Vanille-Pudding mit Himbeeren
Auch ungeschwefelte Trockenfrüchte wie Feigen, Datteln und Dörrobst sind wertvoll, sorgen für Abwechslung beim Knabberspaß und ergänzen die Ernährung in der Schwangerschaft.
Wer’s lieber knackig mag: Auch Nüsse sind richtig gut zum Naschen zwischendurch – pur, als Studentenfutter gemischt oder in einem Müsli mit frischem Obst. Das schmeckt nicht nur zum Frühstück, sondern auch nachmittags. Zu den Naschereien der eher schlanken Art zählen: ungesüßtes Popcorn Reiscräcker, Löffelbiskuits, Buchstaben-Kekse und Schokoküsse.

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Gewichtszunahme in der Schwangerschaft

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Heißhunger in der Schwangerschaft: Was tun?

Es ist ganz normal, dass sich die Essgewohnheiten während der Schwangerschaft ändern. Immer wieder kann es zu regelrechten Heißhungerattacken kommen. Warum es genau zu Heißhungerattacken in der Schwangerschaft kommt, können Wissenschaftler nicht genau beantworten. Allerdings wird davon ausgegangen, dass die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft dazu beiträgt. Ein anderer Grund warum es zu Heißhunger in der Schwangerschaft kommt, ist der Aufbau von Reserven für die Zeit nach der Geburt. Auch gehen Wissenschaftler davon aus, dass der Heißhunger vom Körper ausgestrahlt wird, damit der Bedarf an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen, die der Körper braucht, gedeckt wird. Doch im Regelfall brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Heißhunger ist während der Schwangerschaft vollkommen normal.

Was hilft gegen Heißhunger in der Schwangerschaft?

Heißhunger kann sehr schnell auf die Figur schlagen, Übergewicht kann dann zu Diabetes in der Schwangerschaft oder Gestose führen. Daher ist eine ausgewogene und nahrhafte Ernährung vor allem in der Schwangerschaft sehr wichtig, um den Mangel an Nährstoffen und wichtigen Vitaminen zu decken. Zusätzlich wird so das Ansetzen von überflüssigen Kilos erschwert. Doch nicht immer hilft das gegen den Heißhunger. Versuchen Sie daher, den Heißhunger in der Schwangerschaft vorzubeugen. Vermeiden Sie es, dass Sie Hunger bekommen und Ihr Magen nichts mehr zu essen hat. Dadurch, dass Sie Hunger haben, sackt der Blutzuckerspiegel ab und sofort fordert Ihr Gehirn etwas Süßes. Grund dafür ist, dass Ihr Gehirn durch Glukose (Traubenzucker) an Energie kommt. Essen Sie daher mehrere kleinere Snacks auf den Tag verteilt. Achten Sie drauf, dass diese nahrhaft und gesund sind. Kommt der Heißhunger trotzdem, sollten Sie auf gesunde Lebensmittel zurückgreifen, die Ihren Hunger stillen.

Hausmittel gegen Heißhunger in der Schwangerschaft

Obst ist ein gutes Mittel, um den Heißhunger in der Schwangerschaft zu stillen und zudem macht es auch satt und ist nicht so ungesund wie eine Tafel Schokolade oder eine Tüte Chips. Ein frischer Obstsalat, Bratäpfel aus dem Ofen oder auch ein Stückchen Bananen-Vollkornkuchen oder ein Vanillepudding mit Erdbeeren sind ebenfalls lecker und stillen den Heißhunger. Alternativ können Sie auch auf getrocknete Feigen, Datteln oder Trockenobst zurückgreifen. Auch Studentenfutter oder Müsli mit frischen Obst sind gute Snacks für zwischendurch. Diese kann man nicht nur früh am Tag, sondern auch ruhig nach der Arbeit mal verzehren. Wenn Sie allerdings Lust auf etwas Süßes haben, greifen Sie auf Buchstaben-Kekse, Schokoküsse, Reiskräcker oder Löffelbiskuits zurück.

Sollten Sie in der Schwangerschaft Ihre Ernährung umstellen wollen, aber selbst Probleme dabei haben oder Hilfe brauchen, kann ein Ernährungsberater genau der richtige Ansprechpartner sein. Dieser kann mit Ihnen zusammen wirksam Ihre Ernährung umstellen und Ihnen dabei helfen in der Schwangerschaft nicht mehr als unbedingt nötig zuzunehmen. Das Verzichten auf ungesunde Lebensmittel kann zudem auch richtig viel Spaß machen, wenn Sie Ihre Familie oder Ihr Partner dabei unterstützen und mit Ihnen zusammen die Speisen zubereiten oder an einem Essplan arbeiten. Doch denken Sie dran, sofern Sie in der Schwangerschaft gefährlich viel zunehmen, wird Ihr Arzt oder Ihre Hebamme einschreiten. Sie können sich immer an Ihren Arzt oder Ihre Hebamme wenden, wenn Sie sich Sorgen machen, dass Sie zu viel zunehmen und in einem klärenden Gespräch Anregungen bekommen.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Gelüste durch Nährstoffmangel? – kein Märchen

Bestimmte Gelüste legen die Vermutung nahe, dass der Körper damit versucht einen Nährstoffmangel auszugleichen. Dieses Phänomen kennen schon kleine Kinder, denn ihm ist sogar ein bekanntes Märchen gewidmet:

„(…)Eines Tags stand die Frau an diesem Fenster und sah in den Garten hinab. Da erblickte sie ein Beet, das mit den schönsten Rapunzeln bepflanzt war, und sie sahen so frisch und grün aus, daß sie lüstern ward und das größte Verlangen empfand, von den Rapunzeln zu essen.(…)“

Tatsächlich könnte die Nährstoffmangeltheorie die Rapunzelgeschichte erklären, denn Rapunzeln (aka Feldsalat), enthalten besonders viel Eisen, Vitamin C und Kalzium. Lust auf Schokolade könnte man mit Vitamin B Mangel begründen oder mit einem erhöhten Bedarf an Magnesium. Und selbst das Matjesbrötchen macht Sinn, denn Seefisch enthält für den Körper wichtige Fette.

Blutzuckerschwankungen

Aber was ist mit Gummibärchen und Spritzgebäck? Braucht eine schwangere, nicht mangelernährte Frau wirklich zusätzlichen Zucker und Fett? Sicherlich nicht so viel, als dass man damit solche Gelüste erklären könnte. Vielmehr ist es wohl eher so, dass der Blutzuckerspiegel, durch eine erhöhte Insulinproduktion während der Schwangerschaft, manchmal absinkt. Dann kann es zu Unterzuckerungserscheinungen kommen. Wenn diese dann mit Süßigkeiten (also Einfachzuckern) ausgeglichen werden, kommt es zwar zunächst zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspielgels, aber dann auch bald wieder zum nächsten Abfall, und so weiter… Das ist dann ein zuckersüßer Kreislauf, der alles andere als sinnvoll ist.
Daher ist es besser, durch mehrere über den Tag verteilte, kleine Mahlzeiten, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Am besten geht das, wenn man sich dabei an komplexe Kohlenhydrate (wie Vollkornbrot, Kartoffeln, Gemüse, Vollkornnudeln und Vollkornreis oder auch mal Snacks wie „Studentenfutter“ oder Müsliriegel) hält. Einen wirklich erhöhten Kalorienbedarf hat man aber eigentlich erst im letzten Schwangerschaftsdrittel. Und auch der ist minimal: ca. 300 kcal mehr.

Voll Fett

Fette sind natürlich auch erlaubt und in Maßen sogar nötig. Denn sie sind für die optimale Aufnahme der fettlöslichen Vitamine (ADEK) zuständig. Besonders sinnvoll ist es, ungesättigte Fettsäuren aufzunehmen. Also wieder nicht das Spritzgebäck, sondern einfach mal zum Kochen die passenden Pflanzenöle (Olivenöl, Rapsöl, Distelöl und Kürbiskernöl) verwenden. „Gute Fette“ finden sich aber auch in Avocado, Nüssen und Fisch. In frischem Seefisch sind auch gleich die guten Omega-3-Fettsäuren, die bei der Hirnentwicklung eine wichtige Rolle spielen, enthalten.

Gelüste Gallore

Meine liebe Bloggerkollegin Andrea (Runzelfüsschen) hat kürzlich mal eine schöne Sammlung von Gelüsten in der Schwangerschaft angefertigt. Wenn du also mal schauen willst, wo du mit deinem Heißhunger so stehst… da bist du sicher in bester Gesellschaft.

Schwangerschaftsmythen

Übrigens lässt sich durch die Art des Heißhungers nicht erkennen, ob ein Mädchen oder Junge geboren wird. Auch wenn dieses Gerücht hartnäckig kursiert, ließ sich ein Zusammenhang von bestimmten Vorlieben und dem Geschlecht des Kindes noch in keiner Studie nachweisen.

Gelüste weltweit

Interessanterweise unterscheiden sich die Gelüste von Frauen je nach Land und Kulturkreis. Laut einer Studie aus Tanzania aßen Schwangere dort am liebsten Fleisch, Mangos, Yogurt und Orangen. Wohingegen eine Publikation aus den USA nahe legt, dass dort die Vorliebe für Lebensmittel wie Schokolade, Früchte & Fruchtsäfte, Saure Gurken, Eis und Pizza überwiegt.

Verschiedene Interpretationen

Aber nicht nur die Art der Gelüste unterscheidet sich weltweit. Auch die Interpretationen sind teilweise sehr verschieden.
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden Schwangerschaftsgelüste noch aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet, als in unserem westlichen Medizinverständnis. Dennoch finden sich viele Parallelen in der Interpretation:
In der TCM ordnet man die verschiedenen Nahrungsmittel, bzw. Geschmäcker den fünf Elementen, oder auch Wandlungsphasen, zu. Denn auch eine Schwangerschaft durchläuft diesen Kreis:

  • Holz (1. + 2. Monat)
  • Feuer (3. + 4. Monat)
  • Erde (5. + 6. Monat)
  • Metall (7. + 8. Monat)
  • Wasser (9. + 10. Monat)

Dementsprechend werden die Gelüste der „Vieräugigen“ (= Schwangere), je nach Phase, in einem ganz anderen Kontext gesehen.

Holz
Sauren Lebensmitteln wird in der TCM eine adstringierende (zusammenziehende) Wirkung nachgesagt – nicht nur im Mund, sondern im ganzen Körper. Das könnte bedeuten, dass Saures beispielsweise die körpereigene Haltefunktion unterstützt und so die Schwangerschaft sicherer macht.
Saure Speisen werden dem Element „Holz“ zugerechnet , das unter Anderem für den Anfang steht. Also dem Anfang der Schwangerschaft: die ersten acht Wochen, aber auch für die Geburt. Vielleicht wird deshalb die Lust auf saure Gurken so oft als Schwangerschaftsanzeichen interpretiert? Auch die Vorliebe von Schwangeren und Gebärenden für Zitrusgerüche könnte hiermit erklärt werden.

Feuer
Die Wandlungsphase Feuer, steht für den 3. und 4. Monat. Beim bitteren Geschmack aus dem Element „Feuer“ sind sich TCM und westliche Medizin einig, wenn auch die Erklärungsmodelle wieder ganz unterschiedlich ausfallen:
Die Schwangere soll nicht so viel bitteres – wie Kaffee – im Übermaß zu sich nehmen, da das eine austrocknende, nach unten ausleitende Eigenschaft hat. Und ausleiten möchte man ja im dritten bis vierten Monat der Schwangerschaft noch nichts.
Aber natürlich macht auch hier wieder die Dosis das Gift. Und Menschen mit einer Neigung zu Übergewicht und Ödemen profitieren – nach TCM-Meinung – durchaus von ein paar Bitterstoffen, die ja in vielen bekannten Salatsorten vorkommen. Vielleicht kommt daher die Lust vieler Frauen auf Radicchio, Endiviensalat und Löwenzahn?

Erde
Süßes stärkt das Qi. Das Wort hat viele Bedeutungen, aber „Lebensenergie“ kommt dem vielleicht am nächsten. Süße Lebensmittel kräftigen und harmonisieren. Allerdings kann eine extreme Lust auf Süßes auch auf einen Mangel hinweisen. Das bedeutet im chinesischen Sinne, dass viel Süßes einen Körper schwächt, wodurch er erst recht nach Süßem verlangt, um sich wieder zu kräftigen. So wird auch in der TCM zu Zucker nur in Maßen, bzw. zu den richtigen (mehrfach-) Zuckern geraten.
Süßes wird dem Element „Erde“ zugerechnet. Daher kommt wohl die Lust auf Schokolade, Kuchen und Eis im 5. und 6. Monat. Gegensteuern kann man mit einer getreidereichen Ernährung. Besonders empfohlen werden, in der chinesischen Medizin, warme Getreidebreie (z.B. aus Hirse) am Morgen.

Metall
Scharfes Essen soll Stagnationen lösen und nach Oben leiten. Es ist typisch für die Wandlungsphase „Metall“. So kommt es, dass Gelüste nach Rettich, Kresse oder Ingwer oft im 7. – 8. Monat angesiedelt sind.

Wasser
Salziges wirkt erweichend. Somit könnten salzige Lebensmittel Stauungen auflösen und absenkend wirken. Diese Erweichung könnte als Vorbereitung auf die Geburt sinnvoll sein. Zum Schwangerschaftsende, in der Wandlungsphase „Wasser“, könnte das die Gelüste nach Chips erklären. In dieser Zeit unterstützen regelmäßige, warme Mahlzeiten das Wohlbefinden. So sind in den letzten zwei Monaten (aus chinesischer Sicht) Suppen, Fisch und Reisgerichte besonders gut.

Das Beste aus zwei Welten

In der TCM sieht man den Menschen und alle gesundheitlichen Aspekte aus einem ganz anderen Blickwinkel. Und weil es recht schwierig ist, all das in einem so relativ kurzen Artikel darzulegen, habe ich es stark vereinfacht dargestellt. Es soll aber zeigen, dass sich auch andere Kulturen schon vor langer Zeit mit der Bedeutung von schwangerschaftsbedingten Gelüsten befasst haben. Die Chinesen erklären diese zwar ganz anders, kommen aber letztendlich zu den selben Schlüssen wie wir.

Ich denke, dass es sich lohnt, sich mit den eigenen Gelüsten auseinanderzusetzen und zu überlegen, ob der Körper einem damit etwas Bestimmtes sagen will. Denn wer weiß, vielleicht taugt der Jieper ja zu mehr, als nur zur Belustigung der Umwelt: Er könnte für eine gesunde Nährstoffaufnahme von Mutter und Kind durchaus wichtig sein.

Frage & Blog-Vorschau

Habt ihr einen Zusammenhang zwischen euren Schwangerschaftsgelüsten und einem etwaigen Nährstoffmangel feststellen können? Gab es bei euch ein begehrtes Lebensmittel, das in einem dieser Erklärungsmodelle rückblickend wirklich Sinn gemacht hat? Oder waren die Heißhunger-Attacken einfach nur unverständlich? Gibt es etwas, das ihr hier gerne ergänzen wollt?

Im nächsten Artikel wird geht es um die richtige Ernährung in der Schwangerschaft gehen. Habt ihr schon jetzt spezielle Fragen dazu? Kennt ihr vielleicht sogar ein paar Foodblogs, die dazu etwas gemacht haben und die ihr hier empfehlen könnt?

So, ich werde jetzt meinen nichtschwangeren Gelüsten frönen und Lakritze essen. Darauf habe ich eigentlich fast immer Lust. Das rechtfertige ich übrigens einfach damit, dass es meinem oft sehr niedrigen Blutdruck etwas auf die Sprünge hilft. 😉

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