Schwanger nach windei

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Wann ist eine Schwangerschaft durch Ultraschall sichtbar?

(OrelPhoto / )

Frage:Ab wann kann ein Gynäkologe durch Ultraschall eine Schwangerschaft feststellen?

Antwort: Eine Schwangerschaft kann dann sicher nachgewiesen werden, wenn in der Gebärmutter eine Fruchthöhle mit einen Embryo oder einer Struktur, die zu der Fruchtanlage gehört (Dottersack), zu sehen ist. Das ist mit guten Ultraschall-Geräten etwa ab der 5. bis 6. Schwangerschaftswoche möglich, also ab einer Woche nach Ausbleiben der Regel. Vorher kann man manchmal schon einen kleinen Punkt in der hoch aufgebauten Gebärmutterschleimhaut erkennen, aber das ist noch kein sicherer Beweis für eine vorliegende Schwangerschaft.

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Autoren:
Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

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Wie eine Schwangerschaft normalerweise entsteht

Bei einer normalen Schwangerschaft wir die Eizelle der Frau durch die männliche Samenzelle befruchtet. Bei der Befruchtung werden die Erbinformationen von Mutter und Vater neu kombiniert, es entsteht sozusagen der Bauplan für den neuen Mensch. Nach der Befruchtung wandert die Eizelle in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Nun startet in der Eizelle die Zellteilung, der Embryo beginnt zu entstehen und die Plazenta entwickelt sich.

Was ist ein Windei?

Bei einer Windei Schwangerschaft kommt es zu einer fehlerhaften Schwangerschaftsanlage. Zwar wird eine Eizelle befruchtet, diese wandert auch in die Gebärmutter und nistet sich dort ein – allerdings kommt es nicht zur Zellteilung, es entsteht kein Embryo. Die Fruchthöhle bleibt leer. Windeier werden auch Abortivei, Widmole oder Molenei genannt, meist kommt es bei einer Windei-Schwangerschaft zu einer Fehlgeburt.

Was sind die Symptome für ein Windei?

Leider gibt es keine eindeutigen Symptome oder Anzeichen für ein Windei. Tatsächlich wirkt eine Windei-Schwangerschaft in den ersten Wochen wie eine reguläre Schwangerschaft. Der Schwangerschaftstest hat ein positives Ergebnis, die Frau kann übliche Schwangerschaftsanzeichen wie etwa Brustspannen, Übelkeit oder Müdigkeit feststellen, das Schwangerschaftshormon HCG wird gebildet.

Bei den Ultraschall-Untersuchungen in der Frühschwangerschaft wird der Frauenarzt allerdings feststellen, dass kein Embryo entstanden ist, Gebärmutter und Fruchthöhle sind nicht gewachsen. Die Eihülle ist zwar vorhanden, doch die Fruchthöhle ist leer. Zudem wird kein Herzschlag feststellbar sein.

Eine Eizelle in der Gebärmutter – bei einem Windei bleibt die Fruchthöhle leer.
Foto: iStock

Eine Kontrolle des HCG-Hormons wird zudem zeigen, dass kein regelrechter Anstieg des Hormons erfolgt ist, normalerweise verdoppelt sich der HCG-Wert in einer Schwangerschaft etwa alle zwei Tage.

Kann sich aus einem Windei ein gesundes Baby entwickeln?

Aus einem Windei kann sich kein Baby entwickeln. Viele Windei-Schwangerschaften werden noch in der Frühschwangerschaft, also bis zur achten Schwangerschaftswoche, durch einen sogenannten ovulären Abort also eine Fehlgeburt beendet. Oftmals hat die betroffene Frau die Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht bemerkt.

Was passiert nach der Diagnose eines Windeis?

Stellt der Frauenarzt ein Windei fest, kann er auch eine Ausschabung vornehmen. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut samt Windei vorsichtig aus der Gebärmutter entfernt. Nach der Ausschabung ist eine erneute Schwangerschaft möglich, sobald alle Schwangerschaftsanzeichen aus der Windei-Schwangerschaft verschwunden sind und der Zyklus der Frau sich normalisiert hat.

Was sind die Ursachen für Windeier?

Die Bildung eines Windeis kann durch eine Störung bei der Ausbildung der Zottengefäße verursacht werden. Diese sind für die Versorgung des Eis während des Reifeprozesses zuständig. Folglich wachsen die Zellen des embryonalen Körpers gar nicht oder stellen sehr schnell ihre Entwicklung ein.

Wie häufig kommen Windeier vor?

Ganz genau lässt sich nicht sagen, wie viele Windei Schwangerschaften es gibt, denn oftmals bemerken die Frauen eine solche Schwangerschaft und die mit ihr verbundene Fehlgeburt nicht. Sie halten die möglicherweise auftretenden Blutungen dann für eine verstärkte Regelblutung. Bei den klinisch dokumentierten Fehlgeburten sind etwa ein Drittel Windeier.

Das Windei (medizinisch Abortivei genannt) ist eine Form der Fehlgeburt. Bei durchschnittlich jeder 20. Einnistung kommt es zum Windei, also mit einer Häufigkeit von 5%.

Das Windei ist eine Schwangerschaftsanlage, die sich nicht weiterentwickelt. Zunächst sieht alles nach einer normalen Schwangerschaft aus: Das Ei wird befruchtet, die Zellen teilen sich und die Fruchthöhle entsteht. Auch der Schwangerschaftstest wird positiv, da das Hormon HCG gebildet wird. In einer gesunden Schwangerschaft wachsen Anlagen für Plazenta und Embryo. Bei einem Windei, auch Molenschwangerschaft genannt, bleibt die Fruchthöhle leer. Das bedeutet, dass zwar die Plazenta wächst, aber nicht der Embryo.

Wie wird ein Windei festgestellt?

Oftmals regelt die Natur das selbst und stößt die Fruchthöhle ab. Manche Frauen merken davon nichts und gehen von einer verspäteten Monatsblutung aus. Das Windei wird in der Regel bis zur 8. Schwangerschaftswoche abgestoßen. Einige Frauen erfahren jedoch erst durch eine Ultraschalluntersuchung beim Frauenarzt davon. Wenn die Fruchthöhle um die 6. Schwangerschaftswoche noch leer ist, kann es sich auch um ein etwas kleineres Baby handeln. Ist ein bis zwei Wochen später noch immer kein Embryo zu erkennen, so muss man von einem Windei ausgehen.

Ab und zu hat man es jedoch mit einem “Eckenhocker” zutun: So nennt man Fruchthöhlen, die sich in der Gebärmutter “verstecken”. Zunächst geht man von einer nicht intakten Schwangerschaft aus, die sich dann aber doch als intakt herausstellt.

Wie geht es weiter?

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Das Windei geht mit einem natürlichen Abgang ab. Das heißt, die Frau verliert das Gewebe mit den eintretenden Blutungen. Für viele Frauen ist der natürliche Abgang einfacher, da sie die Fehlgeburt psychisch besser verarbeiten können. Allerdings kann es sein, dass Gewebereste in der Gebärmutter zurückbleiben.

Manchmal wird das Windei vom Körper nicht abgestoßen, sodass eine Ausschabung erfolgen muss. Keinesfalls darf das Windei in der Gebärmutter bleiben, da das Risiko einer Infektion zu groß ist. Die Ausschabung (medizinisch Abrasio genannt) ist eine Operation, die in Vollnarkose oder unter örtlicher Betäubung stattfindet kann. Hierbei wird das Gewebe mithilfe verschiedener Instrumente manuell aus der Gebärmutter entfernt. Man kann sich relativ sicher sein, dass kein Gewebe in der Gebärmutter zurückbleibt. Allerdings können unter anderem folgende Risiken auftreten: Es kann zu schweren Nachblutungen kommen oder die Wunde kann sich entzünden. Das größte Problem ist aber wohl ein anderes: Viele Frauen denken noch jahrelang darüber nach, weil sie keine Wege zum Trauern fanden. Solch ein Ereignis muss psychisch erstmal verarbeitet werden.

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Worauf ist zu achten?

Nach einem natürlichen Abgang dauern die Blutungen etwa eine bis zwei Wochen. Nach dieser Zeit ist auch ein Schwangerschaftstest wieder negativ, da die Hormonwerte im Normbereich sind. Die erste Periode tritt nach etwa vier bis acht Wochen ein. Bei manchen Frauen kann es auch mehrere Monate dauern, bis sich die erste Monatsblutung wieder einstellt.

Bei einer Ausschabung kommt es zu einer geringen Wundheilung, die nach ein paar Tagen leicht zunehmen kann. Durch den Eingriff ist der Muttermund noch leicht geöffnet, sodass man in den ersten drei Wochen danach folgendes beachten sollte: Verzicht auf Geschlechtsverkehr und die Benutzung von Tampons, da der Gebärmutterhals nach der Operation noch leicht geöffnet ist und Keime schneller eindringen können. Ebenso sollte man in den ersten drei Wochen nicht baden, schwimmen oder in die Sauna gehen. Um Nachblutungen zu vermeiden ist es auch ratsam, sich körperlich zu schonen und keinen Sport zu betreiben.

Wieder schwanger werden?

Nach einem Abortivei müssen sich die Hormonwerte normalisieren. Daher kann es in den ersten Monaten zu unregelmäßigen Zyklen kommen. Mit dem nächsten Eisprung ist der Körper jedoch wieder bereit für eine erneute Schwangerschaft, die oftmals auch völlig problemlos verläuft. Mit jeder vorausgegangenen Fehlgeburt steigt jedoch das Risiko eines erneuten Aborts. Der Frauenarzt sollte den HCG-Wert regelmäßig überprüfen, um dessen Anstieg zu dokumentieren. In den ersten Schwangerschaftswochen steigt dieser Wert rasant an. Ist dies nicht der Fall, kann erneut eine Windei drohen.

Ein Windei verarbeiten

Nicht nur der Körper muss mit der Situation zurecht kommen, sondern vor allem auch die Seele. Ein Kind zu verlieren ist ein schreckliches Ereignis. Viele Frauen finden nicht die richtigen Worte, darüber zu sprechen. Oftmals machen sie sich auch Vorwürfe und fragen sich, ob sie alles hätten verhindern können? Jede Frau geht anders mit ihrer Trauer um. Manche ziehen sich zurück, andere möchten von sich aus über das Schicksal sprechen. Bei einem Windei gibt es keinen Schuldigen – eine Fehlgeburt passiert. Sie passiert leider gerade am Anfang sehr häufig. Wichtig ist es, sich Zeit zum Trauern zu nehmen, um das Erlebte zu verarbeiten.

Grund für eine Fehlgeburt: ein Windei

Ein Windei ist eine Schwangerschaftsanlage, die sich nicht oder nur in einem begrenzten Umfang entwickelt. Obwohl eine befruchtete Eizelle existiert, wachsen die Zellen des Embryos nicht weiter. Windeier werden auch Abortivei, Windmole oder Molenei genannt. Meist kommt es zur Fehlgeburt.

Eine Fehlgeburt kann verschiedene Gründe haben. Ein Windei ist eine mögliche Ursache. Foto: Jupiterimages, Bananastock, Thinkstock

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Windei: Entstehung

Zunächst entwickelt sich ein Windei wie eine herkömmliche Schwangerschaft – eine befruchtete Eizelle wandert in die Gebärmutter. Nach der Einnistung entwickeln sich Plazenta und Fruchthülle eine Zeit lang normal weiter; die Zellen des embryonalen Körpers jedoch wachsen entweder gar nicht oder stellen nach kürzester Zeit ihre Entwicklung ein. Es werden weder Organe noch Extremitäten wie Arme, Beine, Kopf oder Körper gebildet.
Meist wird ein Molenei schon in der Frühschwangerschaft bemerkt – auf dem Ultraschallbild ist der Ansatz der Embryonalentwicklung extrem klein für die voraussichtliche Schwangerschaftswoche, oder es ist kein Herzschlag feststellbar. Ein Anzeichen für eine Windmole ist auch gegeben, wenn kein Kind in der Fruchthöhle erkennbar ist, sondern nur „Schneegestöber“ auf dem Ultraschallbild zu sehen ist.

Windei: Symptome

Nur selten verursacht ein Windei Symptome – es kann unter anderem zu Schmerzen und Blutungen kommen, da viele dieser Schwangerschaften auf natürlichem Wege durch einen Abgang beendet werden, einen sogenannten ovulären Abort. Häufig wird dies von den betroffenen Frauen gar nicht bemerkt, da diese Abgänge meist in der Frühschwangerschaft (bis zur achten Schwangerschaftswoche) auftreten, wenn die Frau noch gar nichts von der Schwangerschaft bemerkt hat und sich die Blutungen mit einer Zyklusstörung erklärt. Selten kommt es zu Unterleibsschmerzen und blutig-schaumigem Ausfluss. Bei ärztlichen Untersuchungen kann neben dem Ultraschallbild auch ein sehr hoher HCG – Wert auf ein Molenei hinweisen, welcher zu stark ausgeprägten Schwangerschaftsanzeichen wie Brustwachstum, Spannen der Brust, Übelkeit, Heisshunger und Müdigkeit führen kann.

Windei: Behandlung

Wird das entwicklungsgestörte Ei nicht von selbst vom Körper der Frau ausgestossen, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung. Zunächst kann der Arzt versuchen, durch Medikamente einen Abort herbeizuführen. Nach einigen Tagen bis Wochen überprüft der Arzt im Ultraschallbild, ob das geklappt hat. Sollte das nicht gelingen, muss eine Ausschabung erfolgen, das heisst, die Gebärmutter wird operativ vorsichtig leer geräumt, um eine Entzündung oder ein Wuchern des Gewebes und eine damit verbundene Gefährdung der Mutter zu vermeiden.

Windeier sind häufig

Windeier kommen häufig vor: Rund ein Drittel der klinisch festgestellten Fehlgeburten sind Windeier. Die Dunkelziffer liegt um einiges höher, da viele dieser Schwangerschaften von den Frauen unbemerkt in einem sehr frühen Stadium beendet werden. Die Schweizer Sängerin Gunvor Guggisberg, welche 2013 persönlich von dem Thema betroffen war, sagte dem SonntagsBlick: „Über eine Fehlgeburt redet niemand gern (…) Dabei sind so viele Frauen davon betroffen.“ Besonders häufig scheint dieses Schicksal Frauen unter zwanzig und über vierzig Jahren zu treffen. Auf nachfolgende Schwangerschaften scheint eine Windmolenschwangerschaft im Normalfall keine Auswirkungen zu haben.

Ursachen für Windeier

Die genauen Ursachen konnten bisher noch nicht geklärt werden. Es wird aber davon ausgegangen, dass Abweichungen der Chromosomen, genetisch bedingte Schäden, Sauerstoffmangel, Vergiftungen, Strahlungen oder Krankheiten Windeier verursachen oder zumindest ihre Entstehung begünstigen können. „Das ist eine sinnvolle natürliche Selektion im frühen Stadium, damit nicht später in der Schwangerschaft oder erst bei der Geburt Missbildungen festgestellt werden“, sagte der Zürcher Gynäkologe Pierre Villars dem SonntagsBlick, „Es ist sinnvoll, wenn die Natur möglichst früh den Entscheid fällt, ob ein Kind gesund ist oder nicht.“

Thema: Bericht einer Fehlgeburt ohne Ausschabung (FG ohne AS)

Es ist inzwischen schon einige Tage her. Aber da ich in der Zeit meiner Fehlgebut sehr viel darüber im Internet gelesen habe, wollte ich nun einmal berichten wie es mir ergangen ist. Und um euch zu zeigen, daß ein Fehlgeburt auch komplett ohne operativen Eingiff möglich ist.
Ich wurde gleich beim ersten Versuch schwanger. Wir waren im Urlaub und haben ganz bewußt die Kondome zuhause gelassen. Schon die letzten Tage bevor ich meine Periode bekommen sollte, dachte ich „irgenwie ist das anders als sonst“. Als meine Periode dann sechs Tage überfällig war, konnte das nicht mehr an Jetlag liegen. Außerdem habe ich ganz deutliche Veränderungen gespürt. Meine Brüste und Brustwarzen wurden größer, ich war sehr verpeilt, dauernd müde und mir war immer latent übel.
Für mich war sehr schnell klar, daß ich mich in der Schwangerschaft und bei der Geburt komplett von einer Hebamme aus dem Geburtshaus begleiten lassen wollte. Mit meinem Fraunearzt war ich sowieso seit längerem nicht mehr zufrieden. Außerdem erinnerte ich mich noch an Geschichten aus dem Freundeskreis, daß die betreuenden Frauneärzte eher das Bedürfniss haben einem pränatale Diagnostik aufzuschwätzen, die teuer ist und eine werdende Mutter mehr verunsichert als das sie hilft. Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen (Frauen-)Ärzte. Wenn es mir schlecht geht, gehe ich auch zum Arzt. Und als meine Hebamme mich ins Krankenhaus schickte, war für mich klar daß ich da hin gehe. Aber grundsätzlich denke ich: eine Schwangerschaft ist etwas ganz normales im Leben einer Frau und keine Krankheit. Warum soll ich also zu Arzt wenn es mir gut geht und es keine Hinweise auf Komplikationen gibt?
Nach einem sehr netten Vorgespräch mit der Hebamme gab es in der 9. Schwangerschaftswoche die erste Vorsorgeuntersuchung. Trotz langem Suchen konnte die Hebamme keine Herztöne hören, was aber zu dem Zeitpunkt der Schwangerschaft nicht ungewöhnlich ist. Ich meinte noch halb im Scherz zu ihre „irgenwie ist mir die letzten Tage gar nicht mehr so arg übel, ich vergess manchmal ganz daß ich schwanger bin“.
Genau eine Woche später, ich ging kurz vorm Feierabend am Freitagnachmittag nochmal zur Toilette, hatte ich ein wenige Blut im Urin. Das hat mich ziemlich schockiert. Weil ich wusste, daß meine Hebamme gerade im Geburtshaus Sprechstunde hatte, fuhr ich kurzerhand dort hin. Sie untersuchte mich und schickte mich dann ins Krankenhaus zum Ultraschall. Mein Freund und ich hatten einen Tag vorher Sex und die Blutung hätte auch daran liegen können. Aber sie und ich wollten sicher gehen.
Auf dem Weg zum Krankenhaus dachte ich noch „ gut, dann gibt es eben jetzt schon ein Ultraschallbild“. Eigenlich wollte ich erst zum 2. Ultraschall zur Frauenärztin, da die Hebammm im Geburtshaus einen Ultraschall braucht, um bestimmte Komplikationen auzuschließen.
Im Krankenhaus untersuchte mich ein netter junger Arzt. Er machte einen Ultraschall, und als er auf einmal fast nichts mehr sagte und nur etwas unruhig auf dem Ultraschallmonitor hantierte, wußte ich daß es mit dieser Schwangerschaft wohl nix war. Irgendwann sagte er dann, daß er keine Herztöne sehen kann und daß der Fötus viel zu klein ist für die 10. Woche. Er nahm mir dann noch Blut ab wegen dem BetaHCG-Wert und meinte er müßte die Bilder noch mal mit seinem Chefarz ansehen, aber daß der Fötus wohl nicht mehr lebe. Ich mußte noch ca. eine Stunde auf das Ergebnis des Bluttests warten.
Ich war traurig. Ich wußte daß im ersten Trimenon 20-50% aller Schwangerschaften nicht überleben. Und ich kenne einige Frauen, die schon mal eine Fehlgeburt hatten und danach weitere problemlose Schwangerschaften hatten. Deshalb war ich nicht am Boden zerstört. Aber ich fand es doch sehr gemein, daß das gerade mir bei der ersten Schwangerschaft passieren mußte. Das schlimmste war, auf der Gynäkologischen Station der Krankanhauses zu warten und die ganzen frischgeborenen Babys oder Frauen mit dickem Schwangerschaftsbauch zu sehen.
Inzwischen kam mein Freund und wir redeten gemeinsam mit dem Arzt. Der BetaHCG-Wert war zu niedrig und der Fötus nicht mehr am Leben. Er meinte ich sollte am nächsten Tag, Samstag, oder spätestens Montag unbedingt eine Ausschabung machen lassen. Er erklärte auch schon genau was da gemacht werden würde und welche Gefahren es geben würde, aber das es eben notwendig sei. Auf meine Frage, ob die Schwangerschaft auch auf natürliche Art und Weise abgehen könnnte, meinte er, in etwa: schon, aber es wäre sehr gefährlich, da Reste in der Gebärmutter verbleiben könnten, die sich dann entzünden könnten, und eigentlich sei eine Ausschabung unabdingbar.
Ich hatte in meinen Leben noch nie ein Operation und hatte auch nicht wirklich Lust darauf. Späte abends zuhause rief dann nochmal meine Hebamme an. Sie sagte mir daß es durchaus möglich ist, daß eine Schwangerschaft ohne OP abgeht, aber man solle dann später auf jeden Fall per Ultraschall untersuchen, ob auch alles abgegangen ist. Ich beschloß in Absprache mit der Hebamme und meinem Freund, daß ich erstmal das Wochenende abwarten wollte. Sollte es mir zu schlecht gehen, sollte es Komplikationen geben, hätte ich immer noch ins Krankenhaus gehen können.
Nach der folgenden Nacht war ich mir dann sicher, daß ich keine Ausschabung machen lassen würde. Sehr bald nachdem ich zuhause war fing es an. Es war wie eine Menstruationsblutung, nur mit viel mehr Blut, viel mehr Schmerzen und ein paar Tage länger. Ich schlief die Nacht nur immer mal wieder ein Stündchen. Ansonsten verbrachte ich viel Zeit auf der Toilette, da die Blutung schon enorm war. Zwischendurch hatte ich richtige Krämpfe; vermutlich Wehen. Am nächsten Morgen war mir klar, daß eine Ausschabung nicht mehr notwendig war. Ich hatte das Gefühl daß ein großer Teil der Schwangerschaft abgegangen war. Ganz ohne Operation. Das restliche Wochenende hatte ich immer noch starke Blutunngen und ich war müde. Kein Wunder, hatte ich doch kaum geschlafen und jede Menge Blut verloren. Aber es ging mir schon besser. Am darauffolgenden Mittwoch (4 Tage später) hatte ich einen Termin bei der Frauenärztin. Im Ultraschall war fast nichts mehr zu sehen. Sie meinete, ein „Bettchen“ sei noch da, das ging dann auch am folgenden Tag ab. Die Blutungen dauerten insgesamt eine Woche. Beim Ultraschalll zwei Wochen später war nichts mehr zu sehen.
In der Woche nach der Fehlgeburt rief mich meine Hebamme fast täglich an um sich nach meinem Zustand zu erkundigen und mir Tipps zu geben, damit ich mich wieder gut erhole. Sie kam auch einmal zu mir nach Hause. Ich fühlte mich bei ihr sehr gut aufgehoben mit der „Schwangerschaftsnachbetreung“, auch wenn die Schwangerschaft nicht wie gewünscht endete.
Inzwischen hatte ich schon einmal ganz normal meine Periode. Nicht nach 28 Tagen, wie sonst, sondern erst nach 33. Ich finde das ist nach einer Fehlgeburt doch schon wieder sehr nah an meinem Rhythmus. Und wir üben schon wieder fleissig…
Im Resultat kann ich für mich sagen, ich würde eine Fehlgeburt in den ersten 3 Monaten immer auf natürliche Weise abgehen lassen. Ich würde es auf jeden Fall versuchen. Sollte es zu Komplikationen kommen, würde ich dann auch ins Krankenhaus gehen.
Was mich sehr geärgert hat, ist die Aussage des Arztes in der Klinik, daß es eigenltlich nicht ohne Ausschabung geht. Er wollte mich schon fast dazu zwingen eine Ausschabung zu machen. Ich denke, wenn Fehlgeburten im ersten Trimenon so häufig sind, kann es die ja nicht erst geben, seit es die Möglichkeit von operativen Ausschabungen gibt. Unsere Urgroßmütter waren häufiger schwanger als wir heutzutage. Wahrscheinlich haben sie fast alle eine oder mehrere Fehlgeburtern im ersten Trimenon erlebt. Und viele von ihnen haben es überlebt, auch ohne Operation, und noch weitere Kinder belommen. Wenn er so „normal“ ist, daß die Natur in den ersten Wochen entscheidet, ob der Fötus lebensfähig ist oder nicht und ihn dann absterben lässt, dann hat die Natur auch die Mittel die Schwangerschaft auf eine natürliche Art und Weise abgehen zu lassen.
Meine Empfehlung an euch alle ist: lasst euch nicht zu einer sofortigen Abtreibung zwingen. Fühlt in euch hinein, frag euch: Will ich eine Operation? Will ich die Zeit, um mich mit der Situaion auseinander zu setzten? Will ich alles ohne äußere Eingriffe geschehen lassen?
Ich denke daß eine Operation meistens nicht sofort notwendig ist. Wenn dem so ist, nehmt euch die Zeit, um zu entscheiden, was ihr wollt. Und lasst euch zu nichts zwingen.
Liebe Grüße und lasst Euch nicht unterkriegen!

Was passiert bei einer normalen Schwangerschaft?

Bei einer Schwangerschaft wird eine Eizelle von einer Samenzelle befruchtet. Erbinformationen von Mutter und Vater werden neu miteinander kombiniert. Die Eizelle wandert nach der Befruchtung in die Gebärmutter. Dort nistet sie sich ein. Nun startet die Zellteilung. Ein Embryo entsteht und die Plazenta entwickelt sich. In der 5. SSW spürt die Frau erste Anzeichen der Schwangerschaft. In der 6. SSW beginnen die Schwangerschaftsbeschwerden. Ab der 7. SSW beginnt der Embryo sich zu bewegen. Man kann in der 8. SSW das Gesicht erkennen und der Embryo kann den Kopf heben.

Was ist genau passiert, wenn die Fruchthöhle leer ist?

Ist die Fruchthöhle leer, ist die Schwangerschaft fehlerhaft angelegt. Die Eizelle wurde befruchtet, wandert in die Gebärmutter und nistet sich ein. Es kommt aber nicht zur Zellteilung, also entsteht kein Embryo. Die Fruchthöhle ist leer. Man nennt dies auch Windei, Abortivei, Molenei oder Windmole. Wirkliche Ursachen gibt es nicht. Ist die Fruchthöhle leer, kommt es in den meisten Fällen zu Blutungen und einer Fehlgeburt. Vorher ist man trotzdem schwanger und hat trotzdem Schwangerschaftssymptome. Der HCG steigt. Treten die Blutungen nicht ein, wird die leere Fruchthöhle in der 5. SSW, 6.SSW, 7. SSW oder 8. SSW von einem Frauenarzt beim Ultraschall festgestellt. Häufig wird erstmal abgewartet, ob Blutungen eintreten. Eine Ausschabung ist nicht immer notwendig. Nur wenn die Schwangerschaft nicht vollständig abgeht oder der HCG weiter steigt, muss eine Ausschabung gemacht werden.

Gibt es Symptome, wenn die Fruchthöhle leer ist?

Ist die Fruchthöhle leer, hat die Schwangere keine Symptome. Du bist trotzdem schwanger und hast trotzdem Schwangerschaftssymptome. Der HCG steigt. Kommt es nicht zur Fehlgeburt, stellt der Frauenarzt fest, dass kein Embryo vorhanden ist. Die Fruchthöhle und Gebärmutter sind nicht größer geworden. Eine Eihülle ist vorhanden, doch die Fruchthöhle ist leer. Es kann kein Herzschlag festgestellt werden. Aus einem Windei entwickelt sich kein Baby. Ursachen gibt es nicht. Zellen des Embryos wachsen nicht oder stellen die Entwicklung ein. Wie oft es dazu kommt, dass die Fruchthöhle leer ist, weiß man nicht genau. Oftmals wird die Schwangerschaft gar nicht bemerkt, da es schon vorher zu Blutungen kommt. Bei den dokumentierten Fehlgeburten sind etwa ein Drittel auf eine leere Fruchthöhle zurückzuführen.

Was passiert, wenn der Frauenarzt feststellt, dass die Fruchthöhle leer ist?

In den meisten Fällen wartet der Frauenarzt ab, ob eine Fehlgeburt eintritt. Ist dies nicht der Fall, kann er eine Ausschabung machen. Die Gebärmutterschleimhaut und das Windei werden aus der Gebärmutter entfernt. Eine erneute Schwangerschaft ist kein Problem. Sobald alle Schwangerschaftssymptome verschwunden sind und der Zyklus wieder normal ist, kannst du wieder schwanger werden.

Windei: Wenn die Schwangerschaft fehlangelegt ist

Im Fachjargon wird das Windei auch als Molenschwangerschaft oder Abortivei bezeichnet. Mit einer Häufigkeit von fünf Prozent aller Fruchtanlagen kommt das Windei also etwa bei jeder 20. Einnistung vor. Die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut wird medizinisch als Nidation bezeichnet. Daher spricht man beim Windei auch von einer Einnistungs- oder Nidationsstörung. Das Windei zählt zu den Entwicklungs- und Einnistungsstörungen der Schwangerschaftsanlage in der Gebärmutter. Während Eihülle und Außenwand der Keimblase erhalten bleiben, ist die Fruchthöhle im Inneren leer. Hierdurch kommt es zu einer Fehlgeburt.

Ursache für ein Windei

Als Ursache für ein Windei gilt eine Störung in der Ausbildung der sogenannten Zottengefäße, die während der Reifung für die Versorgung des Eis zuständig sein sollen. Dadurch dass die Fruchthöhle ansonsten intakt bleibt, entsteht beim Ultraschall erst einmal der Eindruck einer normalen Schwangerschaft.

Symptome und Feststellung eines Windeis

Ein Windei kann leider nicht anhand der Schwangerschaftssymptome? 16 typische Anzeichen festgestellt werden, da es keine typischen Symptome hierfür gibt. Der Schwangerschaftstest ist positiv und die Frau hat oft auch alle Anzeichen einer Schwangerschaft. Erst in der normalen Schwangerschaftsdiagnostik fällt das Windei auf. Bei der Ultraschalluntersuchunh in der Frühschwangerschaft ist dann kein Embryo in der Fruchthöhle zu erkennen. Das leere Ei kann noch einige Tage bis Wochen erhalten bleiben, bis der Frauenarzt bemerkt, dass die Gebärmutter und Fruchthöhle nicht mitgewachsen sind. Mittels Ultraschall kann die Diagnose Windei dann meist gesichert werden. Manchmal wartet man jedoch noch ein bis zwei Wochen ab, ob im Ultraschall nicht doch noch etwas sichtbar wird. Auch die HCG-Kontrolle kann erfolgen udn Aufschluss geben, wenn kein regelrechter Anstieg (Verdopplung etwa alle zwei Tage) der HCG erfolgt.

Wie geht es weiter bei einem Windei?

Steht die Diagnose Windei fest, erfolgt in der Regel eine Ausschabung (Abrasio), wenn nicht bereits Blutungen aufgetreten sind und die fehlangelegte Frucht abgestoßen wurde. bei einer Ausschabung wird die Gebärmutterschleimhaut mitsamt der Einnistung abgetragen und eine vorhandene Blutung kann gestoppt werden Somit sinkt die Gefahr einer Infektion.

Weiterer Verlauf nach einem Windei

Nach der Ausschabung normalisieren sich Gebärmutterschleimhaut und HCG-Wert wieder. Sind alle Schwangerschaftsanzeichen verschwunden und hat sich der Zyklus wieder eingestellt, ist eine erneute Schwangerschaft direkt wieder möglich.

Was ist ein Eckenhocker?

Eckenhocker werden Fruchthöhlen genannt, die sich in einer ungewöhnlichen Gegend in der Gebärmutter „verstecken“. Es wird vielleicht beim Ultraschall auch zunächst nicht erkannt und eine nicht intakte Schwangerschaft vermutet. Dabei kann noch etwas abgewartet werden, und manchmal wird beim nächsten Ultraschall dann der Eckenhocker sichtbar und eine intakte Schwangerschaft festgestellt.

Verhaltener Abort oder „Eckenhocker“

Re: Verhaltener Abort oder „Eckenhocker“
hallo,
ich moechte niemandem angst machen. trotzdem moechte ich erzaehlen, wie meine geschichte ausgegangen ist, um vielleicht anderen dabei zu helfen, sich nicht unbegruendeten hoffnungen hinzugeben.
seitdem meine FÄ vor einer woche nur einen leere fruchtblase im US entdeckt hat, habe ich mich viel im internet, v. a. in foren zum thema „schangerschaft“ und „fehlgeburten“ rumgetrieben. dabei stiess ich auf das phaenomen der „eckenhocker“, also embryos die sich so gut verstecken, dass man sie erst relativ spaet sieht. manche frauen haben mir (aus eigener erfahrung oder vom hoeren-sagen) von eckenhockern berichtet, die erst in der 11. woche gesehen wurden.
gestern war ich also wieder bei der untersuchung und habe lange mit der FÄ diskutiert (man hat natuerlich wieder nur eine leere fruchtblase gesehen). ihre argumentation hat mich wirklich ueberzeugt und wurde dann auch von den aerzten im krankenhaus bestaetigt. abgesehen von dieser argumentation sprachen dann auch andere fakten gegen die theorie des eckenhockers, z.b. die tatsache, dass die fruchtblase ueberhaupt nicht gewachsen ist.
aber nun zu dem argument, das sehr hilfreich sein kann, wenn man sich einmal in meiner situation befinden sollte. die aerzte meinten, dass bei diesen extrem spaet entdeckten eckenhockern, eine unsicherheit ueber das alter der schwangerschaft vorliegt. entweder die frau hat sich einfach geirrt oder ein zyklus war besonders lang, sprich der eisprung besonders spaet, was zur folge hat, dass die schwangerschaft ein bis zu sogar zwei wochen juenger sein kann, als standardmaessig (ab 1. tag der letzten regel) errechnet und angenommen. und genau das kann bei mir nicht der fall sein. erstens habe ich nur zweimal (beide male nach operationen) im meinem leben einen zyklus gehabt der laenger als 28 tage war. deswegen habe ich zweitens schon bei 4 wochen + 2 tage (ab 1. tag der letzten regel gerechnet) einen SST gemacht, der positiv war. d.h. dass es keinerlei zweifel am alter der schwangerschaft geben kann! ich waere also letzte woche tatsaechlich bei 7 + 4 und gestern bei 8 + 4 gewesen. da muss man bei 1) normal geformten uterus, bei 2) einem modernen US-geraet und 3)vaginaler US-untersuchung etwas sehen.
die FÄ meinte schon, dass sie sich ihrer diagnose sicher ist und hat mich ins krankenhaus geschickt, wo die diagnose, wie gesagt, bestaetigt wurde: verhaltener abort/windei. ich habe immer noch keinerlei blutungen oder schmerzen, weswegen am freitag eine ausschabung durchgefuehrt wird.
ich erzaehle das, da ich persoenlich gerne diese information waehrend der letzten woche gehabt haette, denn ich habe mich schon gewissen hoffnungen hingegeben, die mir nicht gerade dabei geholfen haben, mich zu beruhigen. also, es ist wichtig all diese faktoren zu kennen, um seine eigene situation einschaetzen zu koennen! andere erfahrungen sind zwar sehr troestlich und interessant aber eben nicht unbedingt relevant, da sich die situationen in entscheidenden punkten unterscheiden koennen!
nun aber noch eine gute nachricht. entgegen mancher antworten, die ich in so manchen foren erhalten habe, haben alle aerzte einmuetig gesagt, dass sich bei einem windei das risiko eines abgangs fuer eine zukuenftige schwangerschaft nicht erhoeht! ich finde es wichtig, das zu wissen!
dann wuensche ich jetzt allen viel glueck, die schwanger sind oder es werden wollen, und all denen viel kraft, die ihre unbegorenen kinder verlieren!
LG
Sophie

Windei oder Blasenmole: Schwangerschaft ohne Embryo

Schwanger aber doch nicht schwanger. Was Ärzte unter einem Windei verstehen und was dies für den Kinderwunsch bedeutet.

Bei durchschnittlich jeder 20. Einnistung kommt es zu einem Windei, von Medizinern auch Abortivei oder Molenschwangerschaft genannt. Darunter versteht man eine Schwangerschaftsanlage, die sich nicht weiterentwickelt.

Zunächst entwickelt sich ein Windei wie eine reguläre Schwangerschaft: Eine befruchtete Eizelle wandert in die Gebärmutter. Die Zellen teilen sich, Plazenta und Fruchthöhle entstehen. Ein Schwangerschaftstest fällt zu diesem Zeitpunkt bereits positiv aus, da auch die Produktion des Schwangerschaftshormons HCG beginnt. Nun würde bei einer gesunden Schwangerschaft der Embryo zu wachsen beginnen. Bei einem Windei wachsen die Zellen des embryonalen Körpers allerdings entweder gar nicht oder stellen nach kürzester Zeit die Entwicklung ein. Die Fruchthöhle bleibt im Inneren leer. Die Einnistung in die Gebärmutterschleimhaut wird von Medizinern als Nidation bezeichnet. Bei einem Windei spricht man daher auch von einer Einnistungs- oder Nidationsstörung, die letztendlich mit einer Fehlgeburt endet.

Manchmal wird eine Windmole auch als Scheinschwangerschaft bezeichnet, das ist allerdings nicht korrekt, da es bei einem Windei im Gegensatz zu einer Scheinschwangerschaft zu einer Befruchtung kam und sich auch Plazenta und Fruchthöhle entwickeln.

Windei: Symptome und Anzeichen

Nur in Ausnahmefällen verursacht ein Windei Symptome, denn bestimmte Anzeichen für ein Windei gibt es nicht wirklich. Oft wird eine solche Schwangerschaft in den ersten Schwangerschaftswochen auch auf natürlichem Wege durch einen Abgang, dem sogenannten ovulären Abort, beendet. Dabei kann es zu Schmerzen und Blutungen kommen. Häufig bemerken betroffene Frauen den Abgang aber auch gar nicht, da diese Abgänge meist in der Frühschwangerschaft bis zur achten Schwangerschaftswoche auftreten. Zu diesem Zeitpunkt hat die Frau oft noch gar nichts von der Schwangerschaft gemerkt und erklärt sich die auftretende Blutung eventuell durch Zyklusunregelmäßigkeiten.

In Ausnahmefällen kann es auch zu Unterleibsschmerzen und blutig-schaumigen Ausfluss kommen. Außerdem kann auch ein sehr hoher HCG-Wert auf eine Windmole hinweisen. Dies könnte sich dann in stark ausgeprägten Schwangerschaftsanzeichen wie Brustwachstum, Übelkeit und Heißhunger äußern. Andererseits kann auch ein sehr niedriger HCG-Wert auf ein Windei schließen lassen.

Meist wird die Windmole bei der Schwangerschaftsdiagnostik durch eine Ultraschalluntersuchung erkannt. Auf dem Ultraschallbild ist der Ansatz der Embryonalentwicklung extrem klein für die entsprechende Schwangerschaftswoche oder der Herzschlag ist nicht feststellbar. Ein weiteres Anzeichen für ein Windei ist das „Schneegestöber“, wenn also kein Kind in der Fruchthöhle erkennbar ist, sondern nur „Schneegestöber“ auf dem Ultraschallbild zu sehen ist.

Der Zeitfaktor spielt hier auch eine Rolle: Ist die Fruchthöhle in der 6. SSW noch leer, könnte es sich auch um ein sehr kleines Baby handeln. Ist allerdings zwei Wochen später immer noch kein Embryo zu erkennen, ist es wahrscheinlich, dass es sich um eine Windmole handelt.

In wenigen Fällen gibt es allerdings auch nach der 8. SSW noch Hoffnung: Der Embryo könnte ein „Eckenhocker“ sein. So bezeichnet man Fruchthöhlen, die in der Gebärmutter „versteckt“ sind und durch die Ultraschalluntersuchung nicht oder nur schlecht identifizierbar sind. In solchen Fällen könnte man von einem Windei ausgehen, obwohl es sich um eine intakte Schwangerschaft handelt. Betroffene Frauen sollten in solch einer Situation noch ein paar Wochen abwarten. Mit der Zeit sollte sich dann per Ultraschall sehen lassen, ob es sich um einen „Eckenhocker“ oder um ein Windei handelt.

Genaue Ursachen für das Abortivei sind bislang noch nicht ausreichend geklärt. Eine Störung der sogenannten Zottengefäße, die für die Versorgung des Eis zuständig sein sollen, wird meist als Hauptverursacher für ein Windei ausgemacht. Auch Abweichungen der Chromosomen, Sauerstoffmangel, genetisch bedingte Schäden oder Vergiftungen und Krankheiten sollen die Entstehung von Windeiern begünstigen. Ärzte bezeichnen dies als eine natürliche Selektion, die verhindert, dass sich ein nicht überlebensfähiger Embryo weiterentwickelt.

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Was ist der nächste Schritt?

In vielen Fällen geht das Windei mit einem natürlichen Abgang ab. Die betroffene Frau verliert also das Gewebe mit einer eintretenden Blutung. Häufig setzt die Blutung zu dem Zeitpunkt ein, an dem ohne Schwangerschaft auch wieder die Periode gekommen wäre. Viele Frauen empfinden solch einen natürlichen Abgang als einfacher, da sie so die Fehlgeburt besser verarbeiten und besser Abschied nehmen können. Allerdings kann es bei einem natürlichen Abgang sein, das Gewebereste in der Gebärmutter zurückbleiben.
Nach dem Abgang dauern die Blutungen etwa ein bis zwei Wochen. Nach dieser Zeit ist auch der Schwangerschaftstest wieder negativ. Die erste Periode tritt nach etwa vier bis acht Wochen wieder ein.

Wird das Windei nicht selbst vom Körper der Frau abgestoßen, kann der Arzt versuchen, durch Medikamente einen Abort herbeizuführen. Gelingt dies nicht, ist eine Ausschabung („Abrasio“) nötig, denn die Windmole darf nicht in der Gebärmutter bleiben, da das Risiko für eine Infektion zu groß ist. Nach der Ausschabung ist der Muttermund noch leicht geöffnet, die drei bis vier Wochen nach dem Eingriff sollte Frau auf Geschlechtsverkehr und Tampons verzichten. Da der Gebärmutterhals nach der Operation noch leicht geöffnet ist, könnten andernfalls Keime schneller eindringen. Auch auf Baden, Schwimmen, Saunabesuche oder Sport sollte während dieser Zeit verzichtet werden.

Mit der Diagnose umgehen

Die eine Sache ist es, das Windei körperlich zu überwinden, doch auch seelisch muss eine solche Diagnose verarbeitet werden. Eine Fehlgeburt ist immer ein schweres Schicksal. Viele Frauen in solch einer Situation nehmen sich nicht genug Zeit, zu trauern. Manche Frauen denken sogar, sie haben kein Recht zu trauern, da es bei ihnen ja „nur“ eine leere Fruchthülle war, die abgegangen ist. Viele machen sich Vorwürfe und fragen sich, was sie anders hätten machen können. Doch bei einem Windei gibt es keinen Schuldigen. Und jede Frau hat nach jeder Art der Fehlgeburt das Recht, zu trauern. Wichtig ist, das Erlebte nicht abzutun, sondern sich Zeit zum Trauern zu nehmen und das Erlebte zu verarbeiten.

Nach einem Windei wieder schwanger werden

Nach dem Abortivei müssen sich die Hormonwerte erst wieder normalisieren. Deswegen kann es sein, dass der Zyklus erst einmal ein bisschen braucht, bis er sich wieder normalisiert und regelmäßig ausfällt. Sind alle Schwangerschaftsanzeichen verschwunden und hat sich der Zyklus wieder eingestellt, ist auch eine erneute Schwangerschaft direkt wieder möglich. In den meisten Fällen verläuft eine erneute Schwangerschaft auch völlig problemlos. Doch steigt mit jeder vorausgegangenen Fehlgeburt das Risiko eines erneuten Aborts. Deshalb sollte der HCG-Wert regelmäßig überprüft und dokumentiert werden. In den ersten Schwangerschaftswochen steigt der HCG-Wert rasant an. Tut er das nicht, könnte erneut eine Windmole drohen.

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