Schwanger nach fehlgeburt

Schneller schwanger nach einer Fehlgeburt?

Häufig wird Paaren nach einer Fehlgeburt empfohlen, drei Monate oder länger zu warten, bis sie erneut versuchen, schwanger zu werden. Neben der Trauer um das verlorene Baby kommt bei vielen Frauen die Angst dazu, wie eine neue Schwangerschaft verlaufen wird. Sollte man sich also einige Monate gönnen, um sich von dem Schicksalsschlag zu erholen?

Eine neue Studie deutet zumindest medizinisch gesehen etwas anderes an: Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen, die innerhalb von drei Monaten wieder schwanger geworden sind, mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein gesundes Baby zu Welt bringen als diejenigen, die etwa ein halbes Jahr mit einer neuen Schwangerschaft gewartet haben.

Die Studie, die in der Fachzeitschrift ‚Obstetrics and Gynecology‘ veröffentlicht wurde, untersuchte 1.083 Frauen, von denen viele 20 Wochen zuvor eine Fehlgeburt erlitten hatten. Komplikationen waren in keiner der Schwangerschaften aufgetreten. Die Frauen wurden während sechs Zyklen beobachtet und nahmen an einer großen Forschungsreihe teil, die 2007 begann und bis 2011 andauerte. Diejenigen, die in dieser Zeit erneut schwanger wurden, wurden auch während der Schwangerschaft genau beobachtet.

Über 76 Prozent der Frauen versuchten innerhalb der nächsten drei Monate nach der Fehlgeburt schwanger zu werden und verglichen mit denen, die länger warteten, erwarteten die Damen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein Baby – nämlich fast 70 Prozent von ihnen waren wieder schwanger, bei den Damen, die länger gewartet hatten, waren es nur 51 Prozent.

53 Prozent von denen, die direkt wieder versuchten, schwanger zu werden, brachten ein gesundes Baby zur Welt, bei den Schwangerschaftskomplikationen gab es bei beiden Gruppen keine Unterschiede.

„Empfehlungen, drei bis sechs Monate zu warten, bis man versucht, erneut schwanger zu werden, könnten für Paare, die psychologisch gesehen bereit sind, ungerechtfertigt sein und sollten neu geprüft werden“, erklären die Autoren der Studie. „Auch wenn emotionale Bereitschaft und körperliche Bereitschaft von Fall zu Fall unterschieden werden müssen, zeigten bereits frühere Studien, dass eine schnelle neue Schwangerschaft und die Geburt eines lebenden Kindes die Trauer von Paaren, die an einem Schwangerschaftsverlust leiden, lindern können.“

Allerdings: Auch wenn die Ergebnisse beeindruckend wirken, sollten sie mit Vorsicht genossen werden, da die Frauen selbst Auskunft über ihre Situation gaben. Die Daten könnten also verfälscht sein.

Zumindest jede zehnte Schwangerschaft endet in Fehlgeburt

Rund zehn bis fünfzehn Prozent aller Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt. „Eine Fehlgeburt stellt nicht nur eine psychische Belastung für die Betroffenen dar, sondern führt auch meist zu Unsicherheit hinsichtlich einer erneuten Schwangerschaft. Nun belegt diese neue Studie in den ersten sechs Monaten sogar eine reduzierte Wahrscheinlichkeit auf einen neuerlichen Abortus“, erläutert Prof. Obruca. Von einer Fehlgeburt spricht man, wenn der Embryo in den ersten 24 Wochen der Schwangerschaft abgestoßen wird.

Gesunder Lebensstil erhöht Chance auf positiven Schwangerschaftsverlauf

Die Studie dokumentierte zudem, dass ein Großteil der Frauen, die nach einer Fehlgeburt versucht wieder schwanger zu werden, besonders viel Wert auf einen gesunden Lebensstil legt. Dies verbesserte die Voraussetzungen für einen positiven Schwangerschaftsverlauf zusätzlich. „Wenn sich Paare rasch nach einer Fehlgeburt wieder bereit dazu fühlen, einen neuen Schwangerschaftsversuch zu starten, so steht dem aus medizinischer Sicht nichts im Wege“, betont unser ärztlicher Leiter Prof. Obruca.

Erneute Schwangerschaft direkt nach einer Fehlgeburt empfehlenswert

Kurze Wartezeit nach Fehlgeburten steigert Chancen für Lebendgeburt
Eine Fehlgeburt ist ein tragischer Moment im Leben. Wie lange sollten Paare warten, bis sie erneut versuchen, ein Kind zu bekommen? Wissenschaftler versuchten jetzt herauszufinden, wann nach einer Fehlgeburt der beste Zeitpunkt ist, um wieder schwanger zu werden.

Wenn Paare eine Fehlgeburt erleiden, fällt es vielen Menschen schwer, in nächster Zeit einen neuen Versuch zu unternehmen, ein Kind zu bekommen. Sollten Frauen innerhalb von drei Monaten nach einer Fehlgeburt erneut schwanger werden, steigert dies allerdings die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt, behaupten US-Wissenschaftler auf Basis einer aktuellen Studie. Die Ergebnisse ihrer Untersuchungen veröffentlichten die Forscher in der Fachzeitschrift „Obstetrics & Gynecology“.

Frauen, die nach eine Fehlgeburt psychisch bereit sich für eine neue Schwangerschaft, sollten nicht warten. (Bild: RioPatuca Images/fotolia.com)

Studie an über 1.000 Frauen mit Fehlgeburt bringt neue Erkenntnisse
Frauen, die eine Fehlgeburt erlebt haben, wird oft von Ärzten geraten, dass sie bis zur nächsten Schwangerschaft drei Monate oder länger warten sollen. Doch laut der aktuellen Studie, könnte diese Empfehlungen falsch sein. Die neuen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Frauen eine bessere Chance auf eine Schwangerschaft und eine Lebendgeburt haben, wenn die Zeugung innerhalb von drei Monaten nach der Fehlgeburt erfolgt, erklärten die Mediziner. Für die Studie seien 1.083 Frauen untersucht worden. Die überwiegende Mehrheit von ihnen hatte eine Fehlgeburt vor der 20. Woche, ohne dass Schwangerschaftskomplikationen wie beispielsweise eine Eileiterschwangerschaft oder das Wachstum von abnormalen fetalen Gewebe in der Gebärmutter auftraten. Die Untersuchung fand von 2007 bis 2011 statt und die teilnehmenden Frauen wurden über einen Zeitraum von sechs Menstruationszyklen beobachtet, berichten die Forscher. Wenn die Probanden in diesem Zeitraum schwanger wurden, beobachteten die Forscher sie bis zum Ende der Schwangerschaft.

Psychologisch bereite Paare sollten nicht mit Schwangerschaft warten
Versuchen Frauen nach einer Fehlgeburt innerhalb von drei Monaten wieder schwanger zu werden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass dies tatsächlich gelingt, erläutern die Wissenschaftler. Fast 70 Prozent aller Frauen, die versuchten innerhalb von drei Monaten erneut schwanger zu werden, gelang dies. Im Vergleich dazu lag der Wert bei Frauen, die länger gewartet hatten, deutlich niedriger (51 Prozent). Rund 53 Prozent der Frauen, die nicht gewartet hatten, hatten eine Lebendgeburt, berichten die Forscher weiter. Es habe keine großen Unterschiede bei Schwangerschaftskomplikationen zwischen beiden Gruppen gegeben. Wenn Paare psychologisch bereit sind, einen neuen Schwangerschaftsversuch zu starten, könne eine Empfehlung, drei bis sechs Monate zu warten, ungerechtfertigt sein, warnten die Experten. Allerdings sei natürlich klar, dass einige Paare nach einer Fehlgeburt mehr Zeit brauchen, um die Situation psychologisch zu verarbeiten.

Baldige neue Schwangerschaft kann helfen, Trauer über Fehlgeburten zu mindern
Den Angaben der US-Forscher zufolge muss daher untersucht werden, ob Paare körperlich und psychisch in der Lage sind, eine neue Schwangerschaft einzuleiten. Doch hätten die bisherigen Forschungen festgestellt, dass eine baldige neue Schwangerschaft und die Geburt eines lebenden Kindes, die Trauer über die erlittene Fehlgeburt mindern, erklärten die Mediziner. In der Studie berichteten die teilnehmenden Frauen selber, ab wann sie wieder versucht hatten, schwanger zu werden. Dies könne bedeuten, dass Termine nicht präzise erfasst wurden, berichten die Forscher weiter. Fest stehe allerdings, dass es keinen physiologischen Grund dafür gibt, warum Frauen nach einer Fehlgeburt die nächste Schwangerschaft verzögern sollten, so das Fazit der Studienautoren.(as)

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Kann ich nach einer Fehlgeburt gleich wieder schwanger werden?

Mindestens 6 Monate warten – oder doch nicht?

Erst vor kurzem wurde von der World Health Organziation (WHO) eine Meldung herausgegeben, die sich auf eine Studie aus Südamerika stützt. Die Organisation empfiehlt, mindestens 6 Monate mit einer erneuten Schwangerschaft nach einer Fehlgeburt zu warten. Die Forscher der University of Aberdeen wollten diese Aussage genauer untersuchen.

In den 16 Studien wurden Wartezeiten unter und über 6 Monate nach einer Fehlgeburt in Bezug auf das Risiko einer weiteren Fehlgeburt, Frühgeburt, Totgeburt oder einer Geburt mit niedrigem Geburtsgewicht verglichen.

Das erstaunliche Ergebnis: Innerhalb von 6 Monaten wieder schwanger zu werden, soll sogar hilfreich sein. Das Risiko erneut eine Fehlgeburt zu erleiden sinkt um 18 Prozent. Auch das Risiko einer Frühgeburt soll um 21 Prozent sinken. Das Risiko einer Stillgeburt oder hohem Blutdruck während der Schwangerschaft sei ebenfalls nicht höher als nach 6 Monaten. Wie häufig Fehlgeburten in Deutschtland vorkommen, erfahren Sie hier.

Nach einer Fehlgeburt sofort wieder schwanger werden

Nach der Fehlgeburt kann es beängstigend sein, wieder schwanger zu werden, aber prinzipiell kann es direkt wieder passieren. Da du nicht weißt wann dein Zyklus nach der Fehlgeburt wieder beginnt, ist es schwierig deine fruchtbaren Tage zu berücksichtigen. Sobald du deine Periode wieder hast, ist es einfacher, deinen Eisprung zu berücksichtigen.

Eine Fehlgeburt hat keine Auswirkungen auf eine nachfolgende Schwangerschaft. Wenn du also sofort wieder schwanger wirst, ist dies ungefährlich und bedeutet nicht, dass die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Fehlgeburt größer ist. Im Gegenteil: Untersuchungen haben ergeben, dass Paare, die versuchen, innerhalb von drei Monaten nach einer Fehlgeburt schwanger zu werden, schneller schwanger werden und gute Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft haben.

Es ist jedoch ratsam, deinem Mutterleib eine Pause von zwei Wochen zu gönnen, bevor du es erneut versuchst.

Ursachen erforschen

Wie wir bereits gesehen haben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Fehlgeburt nicht. Etwa 90-95% werden beim nächsten Mal keine Fehlgeburt bekommen. Nach zwei Fehlgeburten steigt die Wahrscheinlichkeit einer nachfolgenden Fehlgeburt jedoch um etwa 25% und nach drei Fehlgeburten sogar um bis zu 35%. Hattest du eine zweite Fehlgeburt? Es kann Zufall sein, aber es kann auch eine andere Ursache haben. Gemeinsam mit Ärzten musst du untersuchen, ob ein Grund vorliegt. Beispielsweise kann es zu einer Störung der embryonalen Entwicklung kommen, die während der Empfängnis auftritt. Um dies herauszufinden, müssen deine Chromosomen und die Chromosomen deines Partners untersucht werden. Leider entdecken nur 15% der Paare mit Fehlgeburten die Ursache.

Nach einer Totgeburt kann frau bald wieder schwanger werden

Endet eine Schwangerschaft als Totgeburt, stellt sich die Frage: Wann soll die Frau am besten wieder schwanger werden? Eine neue Studie dürfte viele Paare entlasten.

Stephanie Lahrtz 18.03.2019, 05.30 Uhr Drucken Teilen

(Illustration: Pascal Staub)

In der wöchentlichen Rubrik „Hauptsache, gesund“ werfen die Autorinnen und Autoren einen persönlichen Blick auf Themen aus Medizin, Gesundheit, Ernährung und Fitness.

Ein Ungeborenes während der Schwangerschaft zu verlieren, ist für Frauen wie auch ihre Partner ein traumatisches Erlebnis. Vorfreude, Tagträume, Planungen: Alles wird mit einem Schlag zunichtegemacht. Jede und jeder geht mit der Trauer und dem Verlust anders um. Neben der Ursachenforschung treibt viele Paare bald einmal die Frage um, ob und wann frau denn wieder schwanger werden könnte.

Ab wann „darf“ man wieder? Das Internet quillt über vor Fragen und gutgemeinten Ratschlägen. Und offenbar hat auch die Ärzteschaft einen bunten Strauss an Meinungen zu bieten. Sofort beim ersten Zyklus versuchen, unbedingt sechs Monate warten oder gar mehr als ein Jahr – und auch fast alle Zeiträume dazwischen werden angeboten. Der Körper müsse sich erholen, der Hormonhaushalt sich normalisieren, die Gebärmutterschleimhaut sich zurückbilden. Das klingt alles plausibel. Doch alle diese Prozesse sind sehr individuell.

Auch die Ratschläge der Weltgesundheitsorganisation helfen nicht wirklich weiter. Sie empfiehlt, nach einer geglückten Geburt zwei Jahre und nach einer Fehlgeburt mindestens sechs Monate bis zur nächsten Schwangerschaft zu warten. Aber was soll man nun bei einer Totgeburt tun, wenn das Baby älter als 22 Wochen war? Je älter, desto länger warten?

Forscher aus Finnland, Norwegen und Australien haben nun für besorgte, zweifelnde und ungeduldig wartende Paare eine beruhigende Nachricht in der Fachzeitschrift „The Lancet“ verkündet: üben, wann man es selber für am besten hält. Sie haben in den drei Ländern insgesamt fast 14 500 gelungene Schwangerschaften aus den Jahren 1980 bis 2016 unter die Lupe genommen. Alle Frauen hatten davor eine Totgeburt ab der 22. Schwangerschaftswoche.

Der Abstand zwischen Totgeburt und Beginn der nächsten Schwangerschaft habe keinerlei messbare Auswirkungen auf das Gelingen der folgenden Schwangerschaft gehabt, betonen die Autoren. Ebenso habe man keine Auswirkungen der Wartezeit auf die Länge der zweiten Schwangerschaft oder auf das Geburtsgewicht der danach geborenen Babys gefunden. Paare könnten somit genau dann, wenn sie das Gefühl hätten, für eine neuerliche Schwangerschaft bereit zu sein, diese anstreben. Einzige Einschränkung sei allerdings, dass man das nur für wohlhabende Länder mit einem funktionierenden Gesundheitssystem und ebensolcher Vorsorge sagen könne.

Dass eine längere Wartezeit eventuell sogar kontraproduktiv sein kann, hatte bereits eine 2010 publizierte Studie aus Schottland gezeigt. Dort haben Forscher die Daten von 31 000 Frauen ausgewertet, deren erste Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt endete, und dann das Intervall zwischen der folgenden Schwangerschaft und deren Gelingen oder Misslingen analysiert. Frauen, die weniger als sechs Monate warteten, hatten sogar ein leicht geringeres Risiko für eine weitere Fehlgeburt.

Die neue Studie ist noch aus einem zweiten Grund eine gute Nachricht: Sollte auch die nächste Schwangerschaft nicht glücklich zu Ende gehen, so muss sich niemand den Vorwurf machen, man habe sich zu schnell wieder ins Vergnügen gestürzt. Denn leider gibt es keine Garantie dafür, dass jede Schwangerschaft nach einer Fehl- oder Totgeburt gelingt. Daher sollten mögliche Ursachen wie bakterielle Infektionen, Hormonstörungen oder organische Fehlbildungen der Gebärmutter unbedingt abgeklärt werden, bevor ein weiterer Versuch gestartet wird.

Bereits erschienene Texte der Rubrik „Hauptsache, gesund“ finden sich hier.

Folgen Sie der Wissenschaftsredaktion der NZZ auf Twitter.

„Für mein Kind gab es keine Beerdigung – nichts“

Mit 44 Jahren wurde die reformierte Pfarrerin Mirjam Wagner von ihrem muslimischen Ehemann zum ersten Mal schwanger. Seither hat sie sechs Kinder verloren, bevor sie zur Welt kamen. Sie kämpft gegen einen tabuisierten Schmerz und hat eine Gedenkstätte für ungeborene Kinder ins Leben gerufen.

Immunzellen im Dienste der Fortpflanzung

Damit eine Schwangerschaft gelingt, ist die reibungslose Mitarbeit des mütterlichen Immunsystems gefragt. Eine bessere Kenntnis der beteiligten Prozesse ermöglicht die Früherkennung von Komplikationen und treibt die Entwicklung von Therapien voran. Ulrike Gebhardt 23.01.2013

Erfahrungsbericht Fehlgeburt und Folgeschwangerschaften

Nach der Geburt unserer Tochter wünschten sich mein Mann und ich schon sehr schnell weitere Kinder.
Doch leider tat sich lange überhaupt nichts: Mein Zyklus war nach dem abstillen sehr unregelmässig und
es war schwierig zu bestimmen, ob und wann mein Eisprung jeweils stattfand. Aus Sicht meines
Gynäkologen war aber alles in Ordnung – schliesslich hatte ich schon ein Kind, deshalb war seiner
Meinung nach alles eine Frage der Geduld. Mein Gefühl sagte mir aber, dass irgendetwas nicht stimmen konnte.

Mehrere Fehlgeburten machen ratlos

Nach einem knappen Jahr begann ich mit Akupunktur, und mein Zyklus wurde etwas regelmässiger.
Ich wechselte den Arzt und wurde endlich wieder schwanger. Leider verlor ich das Kleine in der 10.
Schwangerschaftswoche. Es folgte ein Jahr, in dem wir verschiedenste Aerzte aufsuchten und ich immer
wieder auf natürlichem Wege schwanger wurde – aber leider jedes Mal eine Fehlgeburt erlitt.

Die Gründe für die Fehlgeburten blieben auch nach umfangreichen Abklärungen im Dunkeln. Es handelte
sich am ehesten um unglückliche Kombination der Faktoren Alter (ich war mittlerweile 36) und Zufall
bzw. Pech, hiess es von Seiten der Aerzte. Die Fehlgeburten erfolgten zwar alle im ersten Trimester, jedoch
war ansonsten keine Gemeinsamkeit auszumachen. Aus schulmedizinischer Sicht gab es keine
Möglichkeit, mir zu helfen. Die Reproduktionsmedizin versprach auch keinen wirklichen Erfolg, da mein
Problem ja nicht das schwanger werden, sondern das schwanger bleiben war….

Wie weiter trotz Fehlgeburten

Nach der dritten Fehlgeburt innerhalb eines Jahres war ich total verzweifelt. Der Kinderwunsch
begleitete mich Schritt auf Tritt, war ständig präsent und die Trauer um die drei verlorenen „Babys“ nahm mir einen Teil meiner Lebensfreude. Zum Glück hatten wir unsere Tochter, die uns immer wieder zum
lachen brachte und uns in Erinnerung rief, dass wir doch dankbar sein durften, schon ein Kind zu haben.
Dennoch fühlte ich mich in dieser Zeit sehr alleine: Ich spürte, wie Freunde und Aerzte nicht mehr daran
glaubten, dass es bei uns mit einem zweiten Kind noch klappen könnte. Mein einziger Verbündeter war zu
diesem Zeitpunkt noch mein Mann. Wir glaubten stur daran, dass auch wir eines Tages ein zweites Kind
haben würden und waren nicht bereit, aufzugeben. Ich spürte aber, dass ich noch eine aussenstehende
Person zur Unterstützung benötigte. Die Fachstelle für Fehlgeburt empfahl mir schliesslich Frau Cella, und
nachdem ich ihre Website gesehen hatte, war ich überzeugt, dass sie mir helfen konnte.

Unterstützung durch die Fruchtbarkeitsmassage

In der ersten Zeit der Behandlung war ich einfach nur dankbar jemanden zu haben, der mir zuhörte. Wir
redeten jeweils die erste Hälfte der Sitzung, in der zweiten Hälfte folgte dann eine Bauchmassage. Ich hatte
den Eindruck, dass die Massagen meinen Unterleib, der durch all die kurzen Schwangerschaften und
Operationen (Curettagen nach den Fehlgeburten) so strapaziert worden war, sehr gut taten und eine
heilende Wirkung hatten. In den Gesprächen ging es oft darum, die drei verlorenen Babys loszulasen und
einen Umgang mit der Trauer zu finden.

Trotz erneuter Fehlgeburt neuen Mut für die nächste Schwangerschaft

Kurze Zeit später wurde ich wieder schwanger, jedoch zeigte sich sehr bald, dass ich auch dieses Kind
wieder verlieren würde. Doch diesmal konnte ich mit Hilfe von Frau Cella auch das Positive in dieser
kurzen Schwangerschaft sehen. Ich versuchte den kurzen Besuch dieses kleinen Wesens zu geniessen
und konnte es auch leichter gehen lassen, als es uns wieder verliess. Besonders dankbar war ich, dass
Frau Cella mir in dieser schweren Situation auch telefonisch immer zur Seite stand. In der Zeit danach
half mir Frau Cella mit Hilfe von Visualisierungen meinen Körper für eine weitere Schwangerschaft zu
stärken, die Gebärmutter zu „pflegen“ und ganz allgemein ein gutes Körpergefühl zu erhalten. Als ich
dann wieder schwanger wurde, war aber die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt sofort wieder da. Mein
Arzt verordnete mir für das erste Schwangerschaftsdrittel absolute Ruhe. Trotzdem kam es wieder zu
Komplikationen. Ein Hämatom in der Gebärmutter und wiederkehrende Harnwegsinfekte gefährdeten die die Schwangerschaft immer wieder.

Mit Visualisieren Kraft und Mut finden

Frau Cella war mir in dieser Zeit eine grosse Unterstützung: Mittels Visualisierungen versuchten wir
meine Selbstheilungskräfte zu aktivieren und für das ungeborene Kind eine möglichst ideale Umgebung
zu schaffen. Schliesslich heilte das Hämatom ab, ich überstand das erste Schwangerschaftsdrittel und
es kehrte langsam etwas Ruhe ein. Während des weiteren Schwangerschaftsverlaufs war ich immer sehr
froh um die Behandlung durch Frau Cella: Mit ihrem medizinischen Wissen war sie mir eine wertvolle
Ansprechperson und ihre Ratschläge und Tipps waren für mich sehr wertvoll. Vor allem gegen Ende der
Schwangerschaft wurden die Massagen – mittlerweile handelte es sich um Rückenmassagen – sehr wichtig
für mich.

Obwohl die Schwangerschaft fast die ganze Zeit über etwas schwierig war (gegen Ende hatte ich mit vor-
zeitigen Wehen zu kämpfen), habe ich sie rückblickend in guter Erinnerung. Schliesslich kam unsere
lange ersehnte zweite Tochter kurz vor Termin nach einer schnellen und komplikationslosen Geburt
gesund und munter auf die Welt.

D. N.

Kontakt Dienstleistungen

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.