Schwanger 12. woche

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12. SSW: Gewichtszunahme, Entwicklung und Baby-Größe

In der 12. SSW sind Sie bereits im dritten Monat schwanger und werden in wenigen Tagen das erste Drittel Ihrer Schwangerschaft abschließen. Ihr Baby ist bereits 10. Wochen alt und wird sich ab der 12. SSW auf seine Gewichtszunahme und Entwicklung fokussieren. Die Baby-Größe wird ab der 12. SSW enorm zunehmen und ein weiterer entscheidender Schritt vollzieht sich in der 12. SSW: Ihr Baby, das sich bis zur 12. SSW aus dem Dottersack ernährt hat, wird nun von der Plazenta mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Für die Entwicklung Ihres Babys ist jetzt vor allem Jod sehr wichtig. Ab jetzt wird Ihr Baby eine deutliche Gewichtszunahme verzeichnen und eine Baby-Größe von ca. 50 cm bis zum Schwangerschaftsende erreichen.

SSW 12: Entwicklung des Babys

12. SSW: Das ist für die Entwicklung wichtig

Ab der 12. SSW sind alle Organe Ihres Babys vollständig entwickelt und werden die kommenden Schwangerschaftsmonate reifen. Daher ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung sowie ein gesunder Lebensstil wichtig, um die Entwicklung Ihres Babys zu fördern. Vermeiden Sie nach wie vor Alkohol und die Einnahme von Medikamenten aller Art. Verzichten Sie, wenn möglich, auch auf das Rauchen. Denn dadurch kann auch nach der kritischen Phase in der 12. SSW noch die Entwicklung Ihres Babys maßgeblich beeinträchtigt werden. Wichtig für die Entwicklung Ihres Babys nach SSW 12 sind nach wie vor Nährstoffe und Vitamine, die Ihr Baby durch die Plazenta bezieht. Jod und Folsäure sind nun wichtig, um das Wachstum Ihres Kindes zu unterstützen. Jod finden Sie in tierischen Produkten, wie Eier und Milchprodukte und in Fisch und Meeresfrüchten. Folsäure kann durch Tomaten, Karotten und auch Fisch bezogen werden. Allerdings können Sie den Bedarf nicht allein durch Lebensmittel decken. Nehmen Sie daher zusätzlich jeden Tag Folsäure-Präparat ein. In den ersten drei Monaten sind 0,8 mg wichtig, ab dem vierten Schwangerschaftsmonat reichen 0,4 mg Folsäure.

12. SSW: Rapide Gewichtszunahme Ihres Babys

Ihr Baby hat nun einen entscheidenden Schritt in seiner Entwicklung getan: Es hat sich vom Embryo zum Fötus gewandelt, was so viel bedeutet, dass alle Organe bereits entwickelt sind und seine Niere, Leber und Herz bereits auf Hochtouren arbeiten. Ab der 12. SSW wird Ihr Baby eine kräftige Gewichtszunahme verzeichnen können. Sind es in der 12. SSW noch ca. 12 bis 16 Gramm, wird Ihr Baby bereits im 4. Schwangerschaftsmonat fast das doppelte an Gewichtszunahme aufzeichnen. Die Gewichtszunahme in der 12. SSW und im weiteren Schwangerschaftsverlauf wird deutlich durch Sie beeinflusst. Daher sind für eine kontinuierliche und gesunde Gewichtszunahme Ihres Babys ab dieser Woche eine vollwertige Ernährung und eine gesunde Lebenseinstellung sehr wichtig. Bis zum Ende der 20. SSW wird Ihr Kind ca. 300 Gramm wiegen. Bereits im 7. Monat bringt Ihr Baby ein Kilo auf die Waage und gilt hier schon nicht mehr als Frühgeburt. Zum Ende der Schwangerschaft kann Ihr Kind je nach Entwicklung und Gewichtszunahme bis zu 4500 Gramm wiegen.

12. SSW: Die Größe Ihres Babys

Betrug die Größe Ihres Babys in den ersten Schwangerschaftswochen nur wenige Millimeter, hat es in der 12. SSW bereits eine Größe von ca. 5,4 cm. Noch wird Ihr Baby bis zur 20. SSW vom Scheitel bis zum Steiß gemessen, da Ihr Kind die Beinchen meistens angezogen hat. Genannt wird es Scheitel-Steiß-Länge (SSL) oder auch CHL (englisch für crown-heel-length). Erst ab der 20. SSW misst Ihr Frauenarzt Ihr Baby von Scheitel bis Ferse. In dieser Woche hat es noch eine Größe von ca. 5 cm, ist Ihr Baby im 4. Schwangerschaftsmonat schon mehr als doppelt so groß und wächst um weitere 5 cm bis zum Ende der 20. SSW. Damit hat Ihr Baby eine Größe von 25,6 cm in der 20. SSW, gemessen von Scheitel bis Ferse. Bis zum Ende Ihrer Schwangerschaft wird Ihr Kind etwa eine Größe von 50 cm haben.
Denken Sie daran, dass alle Werte im Internet und in Zeitschrift nur Durchschnittswerte sind und machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind kleiner oder größer ist.

Quellen:

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Über Verena Janssen

Die 38-Jährige Autorin und Mutter lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern Paul Oskar (7) und Ella Marie (4) in schönen Fulda. Sie liebt Musik und versucht momentan ihren Kindern das Klavier spielen beizubringen. Wenn sie mal etwas Zeit für sich hat, powert sie sich beim Volleyball spielen aus.

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12. Schwangerschaftswoche (SSW)

Erholungs- und Stabilisierungsphase für die Mutter

Bei einigen Frauen zeigt sich in der 12. SSW bereits ein kleines Babybäuchlein. Auch wenn noch nichts zu sehen ist, werden Hosen- und Rockbünde allmählich spannen – ein guter Zeitpunkt, um nach den ersten echten Schwangerschafts-Outfits zu schauen. Brechreiz und Übelkeit sind in dieser Woche fast immer abgeklungen. Viele Schwangere haben jetzt endlich wieder Appetit.

Oft stellt sich durch das Wachstum des Uterus und den beginnenden Druck auf andere Organe jedoch bereits jetzt leichtes Sodbrennen ein, das die Mutter bis zum Ende ihrer Schwangerschaft begleiten wird. Dagegen hilft meist, den Essensrhythmus etwas umzustellen und bei den einzelnen Mahlzeiten zwar wenig, jedoch oft zu essen. Falls sich die Beschwerden vor allem abends und nachts bemerkbar machen, verhindert ein zusätzliches Kissen das Aufsteigen der Magensäure. Viele Frauen schlafen spätestens ab jetzt am liebsten auf der linken Seite.

Diese Schlafposition minimiert den Druck durch Uterus und Kind, verhindert ebenfalls den Magensäure-Rückfluss und tut ausserdem dem Baby gut – Nährstoffe und Blut erreichen dabei die Plazenta in optimaler Weise. Eine vollwertige Kost und reichliches Trinken sind natürlich auch jetzt und in der folgenden Schwangerschaftsetappe wichtig. Ab der SSW 12 steigt der Nährstoffbedarf von Mutter und Kind allmählich an. Für das Baby ist unter anderem eine gute Jod-Versorgung wichtig – das Spurenelement findet sich beispielsweise in jodiertem Speisesalz, Fisch und Meeresfrüchten.

Viele Frauen werden jetzt Komplimente für ihr perfektes Aussehen erhalten. Die Haut ist gut durchblutet, oft haben sie in den letzten Wochen auch deutlich volleres Haar bekommen. Allerdings setzen nun auch schwangerschaftsbedingte Veränderungen der Pigmentierung ein. Sommersprossen, Hautflecken sowie Brustwarzen und Warzenhöfe werden bei den meisten Frauen dunkler.

Bei manchen Frauen bildet sich in der Mitte des Bauches eine vertikale dunkle Linie, die erst nach der Geburt wieder verschwindet. Die Haut vieler Schwangerer wird licht- und sonnenempfindlicher, was einen Wechsel der Pflegeprodukte nötig machen kann. Insgesamt beginnt für die Mutter in der 12. SSW eine Erholungs- und Stabilisierungsphase.

Zeit für positive Erlebnisse, sportliche Aktivitäten oder eine Urlaubsreise

Die erste grosse gynäkologische Vorsorgeuntersuchung inklusive Blutbild und der ersten Ultraschalluntersuchung des Babys haben die meisten Schwangeren bereits in den vergangenen Wochen hinter sich gebracht. Bei Vorliegen von Risiken hat sich der Arzt dabei möglicherweise auch auf verschiedene Verfahren der pränatalen Diagnostik orientiert und die erforderlichen Untersuchungen veranlasst.

Wenn Mutter und Kind sich wohl befinden, stehen in der 12. SSW keine dringenden Arzttermine an, bis zur 32. Woche folgt nun eine monatliche Routineuntersuchung. Für die Information des Arbeitgebers, von Familienangehörigen und Freunden über die Schwangerschaft ist jetzt der richtige Zeitpunkt – ein Verlust des Babys durch eine Fehlgeburt ist nun sehr unwahrscheinlich.

Bei vielen Frauen fahren nach den Anstrengungen des ersten Trimesters die Gefühle Achterbahn. Positive Erlebnisse, eine Auszeit mit dem Partner, eine Urlaubsreise – die in den nächsten Schwangerschaftsmonaten meist problemlos möglich ist – können hier oft „Wunder“ wirken. Auch erfahrene Mütter oder eine professionelle Hebamme, zu deren Berufsbild übrigens auch die emotionale Unterstützung während einer Schwangerschaft gehört, sind in solchen Phasen wichtige Begleiterinnen.

Viele Frauen fühlen sich ab der 12. Schwangerschaftswoche auch wieder zu sportlichen Aktivitäten in der Lage. Ein sanfter Ausdauersport, beispielsweise Nordic Walking, Laufen, Radfahren oder Schwimmen – beugt zahlreichen Schwangerschaftsbeschwerden vor und fördern die körperliche und seelische Balance.

12. Woche

Die Chancen sind nicht schlecht, dass Sie nun – in der 12. SSW – die schlimmste Zeit der morgendlichen (und manchmal auch nachmittäglichen!) Übelkeit überstanden haben. Nur bei sehr wenigen Frauen dauert diese Phase länger als 12 Wochen an.

Wenn Sie allerdings noch öfter als dreimal täglich an drei aufeinanderfolgenden Tage erbrechen müssen, wenn Sie Gewicht verlieren anstatt zuzunehmen, dann sollten Sie unbedingt mit Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin darüber sprechen. Möglicherweise bekommt Ihr Baby jetzt nicht mehr alle Nährstoffe, die es braucht. Es kann sogar sein, dass bei Ihnen eine Hyperemesis gravidarum, die schwerste Ausprägung der Schwangerschafts-Übelkeit, vorliegt. Sie muss nicht selten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Oft ist in solchen Fällen allein schon der Umgebungswechsel eine wirksame Therapie, was die starke psychosomatische Komponente dabei zeigt.

Eine weitere gute Nachricht für alle Schwangeren, die es noch nicht wagten, sich zu freuen: Die Gefahr einer Fehlgeburt ist ab jetzt verschwindend klein.

In den nächsten zwei Wochen wird Ihr Frauenarzt oder Ihre Frauenärztin Sie zu einer Ultraschalluntersuchung des fetalen Nackens und evtl. einer Blutuntersuchung aufbieten. Wenn Sie damit einverstanden sind, wird mit dieser sogenannten Ersttrimesterdiagnostik eine Risikoberechnung für die häufigsten Chromosomenstörungen durchgeführt.

Der Bauch ist noch nicht richtig zu sehen, aber das knöcherne Becken mit Sehnen und Gelenken wird durch die Schwangerschaftshormone weicher und nachgiebiger. Auch die Bandscheiben der Wirbelsäule verschieben sich etwas. Besonders Schwangere, die viel stehen müssen, bemerken den Unterschied und klagen über Rückenschmerzen. Gute Haltung ist deshalb schon jetzt sehr wichtig: Stehen Sie immer so gerade wie möglich, und lassen Sie das Becken nicht nach vorne kippen. Bei längerem Sitzen sollten Sie mit einem kleinen Kissen den Rücken im unteren Bereich abstützen. Rückenschmerzen können nachlassen, wenn Sie eine Zeitlang flach auf dem Rücken liegen und den Kopf und die Unterschenkel mit Kissen etwas höher lagern.

Wie geht es denn dem zukünftigen Vater? Auch er muss sich an allerlei Veränderungen gewöhnen. Mehr lesen Sie zu diesem Thema auf den swissmom-Väterseiten und hier.

…und so entwickelt sich Ihr Baby in der 12. Schwangerschaftswoche…

Ihre Schwangerschaft in Zahlen:

Häufige Fragen in dieser Woche:

Ich arbeite in einem klimatisierten Büro. Seitdem ich schwanger bin, habe ich ständig eine verstopfte Nase. Bekommt mein Kind noch genug Sauerstoff?

Kann man eine Listeriose nur durch Verzehr von Rohmilchprodukten bekommen?

Sollten grundsätzlich alle Schwangeren ein Eisenpräparat einnehmen?

Welche endgültige Augenfarbe wird unser Baby haben?

Zur 11. Woche

Zur 13. Woche

Letzte Aktualisierung : 11-02-18, BH

12. SSW: Die 12. Schwangerschaftswoche (SSW 12+0)

In der 12. SSW haben Sie fast das erste Drittel der Schwangerschaft hinter sich. Oftmals wird in diesem Zusammenhang auch von 11+1 SSW bis 11+7 SSW, bzw. 12+0 SSW gesprochen. Das bedeutet, Sie sind 11 Wochen und eine bestimmte Anzahl an Tage schwanger. Ihr Baby ist nun 10. Wochen alt und wird Fötus genannt. Es haben sich bereits alle inneren Organe und Körperteile entwickelt, sodass sich Ihr Baby ab der 12. SSW seinem Wachstum widmen kann. Die meisten Schwangerschaftsbeschwerden legen sich nun und Sie werden wohl ab sofort das eine oder andere Kompliment zu hören bekommen. Auch das Fehlgeburtsrisiko sinkt in der Schwangerschaftswoche 12 rapide und beschert Ihnen so einen weiteren entspannten Schwangerschaftsverlauf.

12. SSW: Das erste Mal am Daumen nuckeln

In der 12. SSW ist Ihr Baby 5 bis 6 cm groß und ist etwa 16 Gramm schwer. In den kommenden Schwangerschaftswochen wird Ihr Baby eine deutliche Gewichtszunahme, Größe und Entwicklung hinlegen und wachsen. Seine inneren Organe, wie die Leber, Niere und der Magen arbeiten bereits fleißig. Und da sich das Gehirn und die Muskeln auch weiter entwickeln, kann Ihr Baby seine Bewegungen besser koordinieren. Unter einem Ultraschall in der 12. SSW können Sie deutlich die Bewegungen Ihres Babys sehen. Zusätzlich kann Ihr Baby in der 12. SSW Schlucken und Saugen. Es trinkt nun vom Fruchtwasser und manchmal nuckelt es sogar am Daumen. Sie könnten sogar unter dem Ultraschall sehen, wie Ihr Baby die Augenlider oder den Mund bewegt. Hat sich Ihr Baby bis in die 12. SSW aus dem Dottersack ernährt, übernimmt nun die Plazenta bis zu Ihrer Niederkunft die Versorgung Ihres Babys. Ihr Baby kann sogar schon Urin ausscheiden und daher wird sehr oft das Fruchtwasser gewechselt. Dadurch, dass Ihr Baby oft am Trinken ist, bekommt es ab und an mal Schluckauf und das werden Sie auch mitbekommen.

SSW 12: Entwicklung des Babys

12. SSW: Schwangerschaftsbeschwerden gehen zurück

In der 12. SSW gehen die meisten Schwangerschaftsbeschwerden, wie Übelkeit und Erbrechen, zurück. Oftmals haben die meisten Mamas ab der 12. SSW wieder richtig Hunger. Dadurch, dass die Gebärmutter am Wachsen ist und auf andere Organe drückt, kommt es ab der 12. SSW zu Sodbrennen. Das hält sich in den meisten Fällen bis zum Ende der Schwangerschaft. Versuchen Sie daher, weniger zu essen und dafür mehrmals auf den Tag verteilt. Leiden Sie meistens in der Nacht unter Sodbrennen kann ein weiteres Kissen verhindern, dass die Magensäure aufsteigt und es zu Sodbrennen kommt. Meist hilft es auch, sich seitlich zu legen und die meisten Mamas bevorzugen es ab der 12. SSW links zu schlafen. Das hilft die Last durch Gebärmutter und Baby zu reduzieren und vermeidet, dass die Magensäure zurückfließt. Des Weiteren tut diese Schlafposition auch Ihrem Kind gut. Denn durch die seitliche Lage wird die Plazenta mit Blut und Nährstoff gut versorgt. Achten Sie auch weiterhin auf eine ausgewogene Ernährung und trinken Sie ausreichend, denn Ihr Körper und Ihr Baby brauchen nun viele Nährstoffe. Jod, enthalten in Fisch oder Meeresfrüchten, ist in der 12. SSW und in den weiteren Wochen sehr wichtig für Ihr Baby.

12+0 SSW: War das etwa ein Kompliment?

Ab der 12+0 SSW lassen die meisten Schwangerschaftsbeschwerden nach. Die meisten Mamas kommen jetzt in die Phase, in der sie sich so richtig gut fühlen, wieder ausgeglichener werden und die Schwangerschaft genießen können. Auch Ihr Körper verändert sich in der 12+0 SSW. Die Haut wird straffer und rosiger, was der guten Durchblutung zu verdanken ist. Auch Ihr Haar wächst nun besser und wird voller. So bekommen Sie ab der 12+0 SSW ein sehr blühendes Aussehen, was auch den meisten Menschen um Sie herum auffällt. Auch andere Veränderungen sind festzustellen. Wie, dass Sie Sommersprossen oder Hautflecken bekommen können oder sogar bemerken, dass Ihre Brustwarzen und die Warzenhöfe dunkler werden. Viele Frauen bekommen sogar in der 12+0 SSW ein kleines Babybäuchlein. Meist merken Sie das daran, dass Ihre Hosen nicht mehr richtig zu gehen. Schauen Sie sich hier einfach mal in der Schwangerschaftsabteilung um, Sie werden sicherlich fündig. Zusätzlich könnten sich sogar in der Mitte Ihres Bauches eine vertikale Linie bilden, die aber kein Grund zur Beunruhigung ist. Diese verschwindet wieder nach der Entbindung. Da Ihre Haut und Haare nun sehr empfindlich sind, wählen Sie Ihre Pflegeprodukte gut und lassen Sie sich gegebenenfalls sogar von Ihrer Friseurin oder Kosmetikerin beraten.

12. SSW: Vorsorgeuntersuchung und wichtige Meldungen

Wahrscheinlich haben Sie die erste große Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall bereits schon erledigt. Dabei wurde Ihr Blutbild und auch Ihr Urin getestet und Sie und Ihr Kind von oben bis unten komplett von Ihrem Frauenarzt durchgecheckt. Ihr Frauenarzt hat Ihnen sicherlich auch die verschiedenen Maßnahmen der pränatalen Diagnostiken erklärt, die Sie durchführen können. Die nächste große Vorsorgeuntersuchung findet erst wieder zwischen der 19. SSW und der 21. SSW statt. Bei dieser Untersuchung kann Ihnen Ihr Frauenarzt auch meistens schon das Geschlecht Ihres Babys verraten, sofern Sie es wissen wollen. Denn in der 12. SSW wäre eine Geschlechtsbestimmung noch sehr ungenau. Dazwischen schauen Sie aber trotzdem noch routinemäßig einmal im Monat bei Ihrem Arzt vorbei, um Ihren Gesundheitszustand und die Entwicklung Ihres Babys zu prüfen. Andere Mütter und eine Hebamme können für Sie jetzt wichtige Ansprechpartner und Begleiterinnen sein, um Ihre Fragen zu beantworten und Sie während der Schwangerschaft zu unterstützen. Bereits jetzt können Sie Ihre Familie und Ihren Arbeitgeber über Ihre Schwangerschaft informieren. Sie werden sicherlich Ihre Freude mit Ihnen teilen. Auch können Sie in der 12. SSW auch wieder mit sportlichen Übungen anfangen. Gut geeignet sind Schwimmen, Nordic Walking oder sogar Radfahren. Das hilft nicht nur gegen einige Schwangerschaftsbeschwerden, sondern auch fit zu bleiben.

12. Schwangerschaftswoche (SSW)

Letzte Änderung: 13.12.2018
Nächste Aktualisierung von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Mit der 12. Schwangerschaftswoche (SSW) enden sowohl der 3. Schwangerschaftsmonat als auch das 1. Drittel der Schwangerschaft – und damit die kritische Zeit: Das Risiko einer Fehlgeburt sinkt nun stark. Der Embryo ist jetzt etwa fünf Zentimeter lang (Scheitel-Steiß-Länge = SSL).

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Inhaltsverzeichnis

  • Ende der kritischen Phase
  • Die Mutter
  • Der Fötus
  • Untersuchungen
  • Quellen

Was passiert in der 12. SSW?

Die ersten 12 Wochen der Schwangerschaft werden auch als die sogenannte kritische Phase bezeichnet. In dieser Zeit muss sich Ihr Körper auf die hormonellen Veränderungen einstellen. Beim Baby entwickeln sich lebenswichtige Strukturen wie Nervenbahnen und Organe. Alle negativen Einflüsse in diesen Wochen können sich schwerwiegend auf die Schwangerschaft (z.B. in Form einer Fehlgeburt) sowie die weitere Entwicklung des Babys (z.B. in Form von Missbildungen) auswirken. Zu diesen Einflüssen zählt beispielsweise:

  • falsches Verhalten seitens der Schwangeren, wie der Konsum von Alkohol, Zigaretten oder Drogen,
  • Infektionen wie etwa Listeriose oder Toxoplasmose,
  • erbliche Vorbelastungen,
  • Fehlbildungen, die während der Zellteilung aufgetreten sind,
  • Gelbkörperhormonschwäche der werdenden Mutter
  • u.a.

Ab dem 2. Trimester hat sich die Schwangerschaft so weit eingespielt, dass der Körper sich an die Hormonumstellung gewöhnt hat, und die wichtigsten Entwicklungsschritte des Fötus sind abgeschlossen. Ab jetzt kann weniger passieren – wobei Sie weiterhin ein paar Regeln beachten sollten (z.B. auf bestimmte Lebensmittel verzichten, kein Alkohol, keine Zigaretten, keine Drogen usw.). Viele Frauen warten aus diesen Gründen etwa bis zum Ende der 12. SSW, bevor sie ihrem Umfeld von der Schwangerschaft erzählen.

Was bedeutet 12. SSW?

In der 12. SSW ist der Fötus etwa zehn Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 12. SSW sind Sie 11 Wochen und x Tage schwanger – die 12. SSW besteht demnach aus den Tagen:

Bis zum errechneten Geburtstermin sind es nun noch etwa 28 Wochen.

Die Mutter in der 12. SSW

Im Lauf der 12. Schwangerschaftswoche (SSW) lassen Schwangerschaftsbeschwerden wie übermäßige Müdigkeit und Übelkeit bei den meisten Schwangeren nach. Das 1. Schwangerschaftsdrittel geht seinem Ende zu, Ihr Körper hat sich nun auf die hormonellen Veränderungen eingestellt.

Die Gebärmutter ist jetzt etwa so groß wie eine Männerfaust. Sie wächst mit ihrem oberen Rand (Fundus) nun allmählich über den Rand des Schambeins hinaus. Wenn Sie zu den eher schlanken Frauen gehören, können Sie die Gebärmutter eventuell selber dort ertasten. Das Baby liegt darin sicher und geschützt – in wenigen Wochen werden Sie seine Bewegungen spüren können. Bis der Bauch deutlich wächst, dauert es aber noch eine Weile.

Das sollten Sie in der 12. SSW beachten!

Die Schilddrüse des Babys nimmt in der 12. SSW ihre Funktion auf. Außerdem muss Ihre Schilddrüse in der gesamten Schwangerschaft verstärkt arbeiten. Daher sollten Sie nun mehr Jod mit der Nahrung (oder bei Bedarf und nach Absprache mit dem Arzt über Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente) aufnehmen, um selber keinen Jodmangel in der Schwangerschaft zu bekommen.

Der tägliche Jodbedarf einer Schwangeren beträgt etwa 250 Mikrogramm – wenn Sie unsicher sind, ob Sie diesen Bedarf mit der Nahrung decken können, sollten Sie sich mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

Durch die aktivere Schilddrüse sind Sie nun unter Umständen oft gereizt und lustlos oder auch depressiv verstimmt. Gönnen Sie sich häufiger Ruhepausen und atmen SIe immer wieder mal tief durch.

Ultraschall in der Schwangerschaft

4. SSW: Die befruchtete Eizelle nistet sich ein. Hier ist die Fruchthöhle (schwarz) zu sehen, der Embryo ist noch zu klein.

5. SSW: Rechts im Bild ist die Fruchthöhle (schwarz) zu sehen. Der Embryo ist auf dem Ultraschall zu dieser Zeit oft noch nicht zu erkennen.

6. SSW: Der Embryo ist als kleine Verdickung in der schwarzen Fruchtblase zu erkennen.

7. SSW: Links in der Fruchtblase ist der Embryo sichtbar. Der helle Kreis mit dunklem Fleck über dem Embryo ist der Dottersack.

8. SSW: Der Embryo ist von vorne zu sehen, der Kopf liegt links im Bild. Arm- und Beinansätze lassen den Embryo wie einen kleinen Teddybären aussehen.

9. SSW: Der Fötus liegt links im Bild mit dem Kopf, der auf die Brust gesenkt ist, nach links. Rechts im Bild ist der Dottersack zu sehen.

10. SSW: Der Fötus liegt mit dem Kopf nach rechts. Der Kopf ist auf die Brust geneigt.

11. SSW: Man sieht nur die Beine des Fötus. Sie sind an den Knien im rechten Winkel gebeugt, die Füße zeigen nach oben. In den Beinen sind die langen Röhrenknochen, in den Füßen die Knochen der Zehen gut zu erkennen.

12. SSW: Man sieht den Kopf und einen Teil des Oberkörpers. Im Kopf sieht man die Schädelknochen und die Anlagen von Kiefer und Zähnen, im Oberkörper den Knochen des Schlüsselbeins. Auch die kleine Nase und der Mund sind gut zu erkennen.

13. SSW: Man sieht den Kopf des Fötus von oben. Die beiden Gehirnhälften (hier eine oben, eine unten im Bild) sind gut zu sehen. Sie sind durch eine Mittellinie, das Corpus callosum, getrennt. Die Anlagen des Gehirns zeichnen sich deutlich in den Gehirnhälften ab.

14. SSW: Man sieht eine Zwillingsschwangerschaft mit zwei Fruchtblasen.

15. SSW: Man sieht ein Bein des Fötus. Links im Bild liegt der Po, das Bein streckt sich nach rechts und ist im Knie leicht gebeugt. Die langen Röhrenknochen in Ober- und Unterschenkel sind gut zu erkennen, ebenso die Zehenknochen im Fuß.

16. SSW: Die Nabelschnur ist sichtbar. Der Blutfluss lässt sich mithilfe des sogenannten Dopplerultraschalls farbig darstellen.

17. SSW: Man erkennt das kleine Gesicht des Fötus. Unter dem Kopf sind auch die Hände gut zu sehen. Links am Kopf entlang und dann über die Brust des Babys verläuft von oben nach unten die in sich gedrehte Nabelschnur.

18. SSW: Von rechts unten kommt ein Fuß ins Bild, die Zehen zeigen nach links oben. Der Fuß liegt über den beiden Händen, die überkreuzt sind. Eine Hand kommt dabei von oben rechts ins Bild, die Finger beider Hände fächern sich nach links auf.

19. SSW: Man sieht die Plazenta (gesamter unterer, grauer Bereich), aus der die Nabelschnur entspringt. Die Blutgefäße der Nabelschnur sind dank Dopplerultraschall farbig gekennzeichnet.

20. SSW: Das Baby scheint am Daumen der linken Hand zu nuckeln. Die rechte Hand verdeckt das Gesicht.

21. SSW: Gut sind die zwei kleinen Füße von unten zu sehen. Besonders die Knochen der Zehen und die Mittelfußknochen zeichnen sich deutlich ab.

22. SSW: Links im Bild liegt der Hinterkopf, die Stirn nach oben. Mittig im Bild sieht man Nase, Mund und Kinn. Im Mund sind die Knochen des Kiefers und die Zahnanlagen zu sehen.

23. SSW: Gesichtszüge und Mimik sind im 3-D-Ultraschalls besonders gut zu beobachten. Hier gähnt das Baby ausgiebig.

24. SSW: Ganz deutlich ist hier eine Hand mit Hand- und Fingerknochen zu sehen.

25. SSW: Mittig erkennt man die Wirbelsäule, daneben oben im Bild gut die Rippen, unten das Becken.

26. SSW: Auf dem Bild sieht man gut, wie das Baby weit den Mund öffnet.

27. SSW: Mit dem Dopplerultraschall wird der Blutfluss in den Blutgefäßen im Gehirn farbig dargestellt.

28. SSW: Hier wird der Urinstrahl eines kleinen Jungen dargestellt.

29. SSW: Man sieht einen einen kleinen Fuß, der mit der Sohle nach oben zeigt. Die Zehen zeigen nach rechts. Die Knochen des Fußes sind gut zu erkennen.

30. SSW: Der 3-D-Ultraschall zeigt das Gesicht des Babys und die beiden kleinen Hände, die vor dem Körper verschränkt sind.

31. SSW: Das Gesicht des Babys füllt fast das ganze Bild aus. Die Stirn ist rechts im Bild, das Kinn links. Die Augen sind etwas geöffnet.

32. SSW: Hier sieht man einen kleinen Jungen: Der Penis ragt deutlich nach rechts ins Bild.

33. SSW: Das Baby ist hier im Profil zu sehen. Von rechts nach links erkennt man Stirn, Nase, Mund und Kinn. Die weißen Bereiche zeigen Knochenstrukturen.

34. SSW: Hier ist ein perfektes kleines Ohr zu erkennen.

35. SSW: Auf diesem Bild sieht man den Kopf des Kindes von oben. Die hellen Punkte rechts im Bild sind Haare, die im Fruchtwasser schwimmen.

36. SSW: Dieses Baby ist ein Mädchen. Deutlich sind die äußeren, größeren und die inneren, kleineren Schamlippen zu sehen.

37. SSW: Auch hier wieder ein Baby im Profil. Das Gesicht ist vollständig ausgebildet.

38. SSW: Das Baby, das auch hier im Profil zu sehen ist, lutscht am Daumen.

39. SSW: Auf diesem Bild sind deutlich die vier Herzkammern und die Herzklappen zu erkennen.

40. SSW: Auf diesem 3-D-Ultraschall hält sich das Baby eine Hand vors Gesicht. Der errechnete Geburtstermin steht jetzt kurz bevor.

Der Fötus in der 12. SSW

Der Fötus ist in der 12. Schwangerschaftswoche (SSW) etwa fünf Zentimeter groß und bringt etwa 16 Gramm auf die Waage. Nach wie vor ist sein Kopf im Vergleich zum Körper riesig und kann nun einen Durchmesser von rund 20 Millimeter haben. Auf dem Ultraschallbild kann man die hohe Stirn und die kleine Nase gut erkennen. Die Windungen der Gehörgänge sind bereits angelegt. Im Unterkiefer entwickeln sich die Zahnknospen, die Anlagen für die Zähne. An Fingern und Zehen zeichnen sich die Nägel deutlicher ab. Rippen und Wirbelsäule beginnen nun zu verknöchern.

Die Augen verlagern sich langsam von den Schläfen auf die Vorderseite des Kopfes, liegen aber immer noch sehr weit auseinander. Über den Augen sind schon ansatzweise die Augenlider zu erkennen und die Netzhaut setzt sich dunkel unter der immer noch recht durchsichtigen Haut ab. Die Schilddrüse nimmt in der 12. SSW ihre Funktion auf, indem sie damit beginnt, Hormone zu produzieren. Beim weiblichen Fötus werden in dieser Zeit die äußeren Geschlechtsorgane sichtbar.

Der Dottersack, der den Fötus in den ersten Wochen ernährt hat, hat sich in der 12. SSW restlos aufgelöst. Die Plazenta ist nun komplett ausgebildet und kann den Fötus vollständig mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Was kann das Baby in der 12. SSW?

Die Nervenbahnen sind jetzt so weit entwickelt, dass sie Muskelkontraktionen auslösen können. Der Fötus bewegt sich aber noch nicht koordiniert: Beispielsweise ballt er nun unbewusst die Fäuste oder dreht seine Füße und Hände. Wenn das Baby wächst und kräftiger wird, werden auch Sie diese Kindsbewegungen fühlen können.

In der 12. Schwangerschaftswoche beginnt der Fötus außerdem Fruchtwasser zu schlucken und kann seinen ersten Schluckauf haben und gähnen – beides notwendige Atemübungen.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

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Vorsorgeuntersuchungen in der 12. SSW

Zwischen Beginn der 9. SSW und Ende der 12. SSW ist die erste große Vorsorgeuntersuchung inklusive Ultraschall vorgesehen. Dabei sind folgende Untersuchungen und Daten wichtig:

  • mütterliches Gewicht und Blutdruck
  • Urinuntersuchung (Eiweiß, Zucker, Keime)
  • Hämoglobingehalt (gibt Hinweis auf den Eisengehalt)
  • Lage der Gebärmutter (Fundusstand: wird ermittelt über den Abstand von oberem Gebärmutterrand (über die Bauchdecke durch Tasten feststellbar) zum Bauchnabel)
  • Ultraschall:
    • Scheitel-Steiß-Länge (SSL)
      • alternativ zur SSL: Biparietaler Durchmesser (BPD – Abstand von Schläfe zu Schläfe)
    • Lage, Bewegungen und Herzaktivität des Babys
    • Feststellung der Einlings- oder Mehrlingsschwangerschaft
    • Entwicklung von Gehirn, Organen und Gliedmaßen

Die Untersuchung umfasst außerdem eine ausführliche Beratung entsprechend dem Schwangerschaftszeitpunkt.

Im Anschluss an die Ultraschalluntersuchung druckt der Frauenarzt gewöhnlich ein bis mehrere Ultraschallbilder aus und übergibt Sie den werdenden Eltern.

In der 10. bis 12. Schwangerschaftswoche kann bei Bedarf (z.B. bei einer Risikoschwangerschaft oder auf ärztlichen Rat) die sogenannte Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden, die genetische Besonderheiten wie Trisomien (z.B. Trisomie 21) und verschiedene Stoffwechselerkrankungen nachweisen kann. Bei unklarem Befund schließt sich an die Chorionzottenbiopsie eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) an.

Zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche kann außerdem die Nackenfaltenmessung durchgeführt werden. Sie dient dazu, bestimmte genetische Erkrankungen wie das Down-Syndrom sowie bestimmte Herz- und Skelettfehler auszuschließen oder zu erkennen.

Chorionzottenbiopsie und Nackenfaltenmessung sind keine Kassenleistungen. Wenn sich werdende Eltern für diese Untersuchungen entscheiden, müssen sie die Kosten selber tragen. Es sei denn, der Frauenarzt sieht einen erhöhten Bedarf, etwa im Rahmen einer Risikoschwangerschaft. Dann können die Krankenkassen diese Leistungen in einigen Fällen übernehmen. Die Fruchtwasseruntersuchung gehört erst für Frauen ab 35 Jahren zur Schwangerschaftsvorsorge dazu und ist ab diesem Zeitpunkt eine Kassenleistung.

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Quellen

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Abrufdatum: 7.8.2018)

Online-Informationen der BZgA: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 7.8.2018)

Online-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.: www.dge.de (Abrufdatum: 7.8.2018)

Online-Informationen des Gemeinsamen Bundesausschusses: www.g-ba.de (Stand: 20.7.2016)

Weyerstahl, T., Stauber, M.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Schneider, H., Husslein, P., et al.: Die Geburtshilfe. Springer Verlag. Berlin Heidelberg 2011

Letzte inhaltliche Prüfung: 07.08.2018
Letzte Änderung: 13.12.2018

Die 12. Schwangerschaftswoche (12. SSW)

Das erste Trimester deiner Schwangerschaft neigt sich in der 12. SSW dem Ende zu. Das bedeutet, dass sich deine Schwangerschaft stabilisiert hat, wodurch das Risiko für eine Fehlgeburt von nun an stark sinkt. Spätestens jetzt ist auch der Zeitpunkt gekommen, um deiner Familie, deinen Freunden und Kollegen von deinem Glück zu erzählen.

  • Die 10 wichtigsten Helferchen
  • Veränderungen des Körpers ab der 12. SSW
  • Entwicklungen des Babys ab der 12. SSW
  • Kernthema I: Anlässe für Arztbesuche im ersten Trimester bis zur 12. SSW
  • Risiko eines Blasensprungs im ersten Trimester und Abtreibung
  • Kernthema 2: Einnahme von Medikamenten im ersten Trimester bis zur 12. SSW

Ab dieser Woche solltest du dich bei schweren Aktivitäten unterstützen lassen und darfst ruhig mal bei deiner Arbeit und in deiner Freizeit kürzertreten. Sicherlich wirst du bei all deinen Tätigkeiten von deinem Partner unterstützt und auch dein Arbeitgeber wird angesichts der Tatsache, dass du bald einen neuen Erdenbürger zur Welt bringst, Verständnis für dich als Schwangere haben – zumal nun das Mutterschutzgesetz greift.

Die 10 wichtigsten Helferchen für eine unbeschwerte Schwangerschaft

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Veränderungen des Körpers ab der 12. SSW

Langsam aber sicher wird deine Kleidung unbequemer und enger. Dies liegt daran, dass deine Gebärmutter sehr stark gewachsen ist, um deinem Baby in den kommenden Wochen ausreichend Platz zu gewährleisten. Deine Gebärmutter hat nun etwa die Größe eines Apfels. Die Gewichtszunahme in der 12. SSW wird sich bei manchen schwangeren Frauen zunächst in Grenzen halten. Andere Schwangere wiederum leiden unter Wassereinlagerungen und wiegen deshalb etwas mehr. Beide Möglichkeiten sind normal und variieren von Frau zu Frau.

Die Plazenta ist jetzt vollständig ausgebildet und in der Lage, dein Baby mit allem, was es braucht, zu versorgen. Die Schwangerschaftshormone in deinem Körper sind jetzt hochaktiv und auch die Pigmentbildung nimmt zu. Dunklere Stellen im Gesicht oder an anderen Körperstellen sowie Muttermale, die plötzlich stärker hervortreten, sind in dieser Zeit völlig normal. Auch deine Brüste verändern sich weiter.

Sie werden anschwellen und die Stellen um den Brustwarzenhof werden dunkler und größer. All diese Veränderungen des Körpers treten bei Schwangeren mehr oder weniger ähnlich stark auf, allerdings ergeben sich natürlich individuelle Unterschiede. Bei spezifischen Fragen ist es deshalb ratsam, deinen Frauenarzt zu fragen.

Solltest du Schwierigkeiten beim Einschlafen haben, hilft auch ein kuscheliges Stillkissen oder ein Wärmekissen auf deinem Bäuchlein, das du dann, sobald dein kleiner Engel auf der Welt ist, für ihn verwenden kannst, wenn er mal wieder Bauchweh oder Blähungen hat. Zudem kannst du auf die Alternativmedizin zurückgreifen und dir Unterstützung im Homöopathie-Ratgeber holen.

Entwicklungen des Babys ab der 12. SSW

Dein Baby hat mittlerweile etwa die Größe einer Aprikose, d.h. 5,0 cm vom Scheitel bis zum Steiß, und wiegt circa 16 g. Der Kopf ist im Vergleich zum Körper, wie auch in den vorangegangenen Wochen, verhältnismäßig groß. Stirn und Nase sind auf dem Ultraschallbild bereits gut zu erkennen. Die Anlagen für Zähne und Nägel werden fertig ausgebildet.

Die Schilddrüse deines ungeborenen Babys beginnt nun zu funktionieren und durch die erhöhte Hormonaktivität können bei einem Ultraschall bald die Geschlechtsorgane des Kindes sichtbar sein. Theoretisch ist es möglich, ab der 12. Schwangerschaft das Geschlecht des ungeborenen Kindes auf dem Ultraschallbild zu erkennen, eine wirklich eindeutige Bestimmung des Geschlechts ist oft aber erst in der 20. SSW, also in der Mitte der Schwangerschaft, möglich.

Die Finger und Zehen deines Kindes sind nun getrennt, die Nieren beginnen ihre Funktion aufzunehmen. Auch wenn du es noch nicht spüren kannst: Dein Baby ist nun in der Lage sich aktiv zu bewegen, weil sich seine Muskeln entwickeln und es erstmals über klar erkennbare Reflexe verfügt. Das Baby erhält alle nötigen Nährstoffe und seinen Sauerstoff über deine Plazenta. Für dein Baby beginnt jetzt eine starke Wachstumsphase in den kommenden Wochen, nachdem sein Körper fast vollständig ausgebildet ist.

Anlässe für Arztbesuche im ersten Trimester bis zur 12. SSW

Auch wenn die nächsten Monate spannend sind und hoffentlich eine schöne Zeit für dich darstellen, solltest du wie bisher in den kommenden Wochen Acht auf dich und dein ungeborenes Baby geben.

Denn trotz sinkendem Fehlgeburtsrisiko solltest du Beschwerden wie Schmierblutungen, Ausfluss, starke Unterleibsschmerzen, höheres Fieber als 38°C, verschwommene Sicht, starke Kopfschmerzen, starkes und plötzliches Anschwellen der Hände, des Gesichts oder der Finger sowie Schmerzen und Brennen beim Urinieren absolut ernst nehmen und bei einem Arztbesuch abklären.

Symptome wie zum Beispiel das Auftreten von vaginalen Blutungen können vielschichtige Hintergründe haben. Die meisten werdenden Mütter denken bei vaginalen Blutungen sofort an eine Fehlgeburt, was aber nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

Ein Grund für vaginale Blutungen in der Frühschwangerschaft kann ein Mangel an Progesteron sein. Das Gelbkörperhormon sorgt in der Schwangerschaft für das Ausbleiben der Regelblutung. Fehlt dieses im Körper oder ist seine Konzentration zu gering, können leichte Zwischenblutungen zu den Zeitpunkten auftreten, wenn eigentlich die Regelblutung hätte einsetzen müssen.

Meistens sind diese Schmierblutungen für das Baby unbedenklich. Eine weitere, meist ungefährliche Ursache können Kontaktblutungen durch leichte Verletzungen am Muttermund sein. Da dieser in der Schwangerschaft stärker mit Blut versorgt wird, kann es durch kleine Verletzungen bei Untersuchungen oder Geschlechtsverkehr zu diesen Blutungen kommen.

Allerdings können vaginale Blutungen in Kombination mit starken Unterbauchschmerzen auch auf eine Extrauteringravidität hindeuten. Weitere Infos hierzu findest du bereits unter 7. SSW.

Dies sind nur einige Ursachen, die zu vaginalen Blutungen führen können. Du solltest aber in jedem Fall einen Arzt aufsuchen, um abzuklären, ob mit dir und deinem Baby alles in Ordnung ist. Auch wenn du Krämpfe bemerkst, du starken vaginalen Ausfluss hast oder ungewöhnlichen Geruch bemerkst oder dich Fieber und Schüttelfrost quälen, dann solltest du auch einen Arzt konsultieren.

Bei Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin sowie bei starken Bauchschmerzen oder abdominalen Schmerzen in der Schwangerschaft wäre es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Denn deine Gesundheit und die deines Babys hat während der gesamten Schwangerschaft erste Priorität; deshalb warte nicht ab, sondern kontaktiere deinen Arzt sofort, wenn du ein ungutes Gefühl hast oder dich körperliche Beschwerden länger als 24 Stunden quälen.

Risiko eines Blasensprungs im ersten Trimester und Abtreibung

Bereits im ersten Trimester kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Blasensprung kommen. Was meist als Startschuss für die Geburt gilt, kann auch in diesen frühen Wochen bereits eintreten und schlimmstenfalls zu einem Abgang führen. Ein Blasensprung bedeutet nicht notwendigerweise das Ende der Schwangerschaft, man sollte dennoch die Anzeichen erkennen und rechtzeitig einen Arzt aufsuchen.

Ein Blasensprung muss nicht schwallartig und mit viel Fruchtwasser einsetzen. Meistens haben die Frauen keinerlei Schmerzen und passiert dies gegen Ende der Schwangerschaft, ist das meist völlig normal, weil dies ein Zeichen für die beginnende Geburt ist.

Manche Frauen befinden sich in einer so speziellen oder schwierigen Situation, so dass sie darüber nachdenken, das ungeborene Kind abzutreiben. Die Abtreibung ist bis zu 12 Wochen nach der Befruchtung möglich. Bevor die Abtreibung erfolgt, müssen einige Maßnahmen ergriffen werden, um abzuklären, ob die Abtreibung von der Schwangeren wirklich gewollt oder gar medizinisch notwendig ist.

Falls du dich betroffen fühlst und ernsthaft über eine Abtreibung nachdenkst, suche vor allen anderen Maßnahmen zunächst unbedingt den Arzt deines Vertrauens auf und besprich alles Weitere mit ihm. Du hast sicherlich deine Gründe, warum du über eine Abtreibung nachdenkst und du brauchst dich dafür vor niemanden zu rechtfertigen, wenn du deine Entscheidung zu einer Abtreibung willentlich und mit vollem Bewusstsein getroffen hast.

Trotz all dieser Faktoren, die einen Arztbesuch veranlassen oder keine erfreulichen Themen sind, solltest du wissen, dass ab der 12. Schwangerschaftswoche bis zum Ende des 2. Trimesters normalerweise für schwangere Frauen die “schönste” Zeit der Schwangerschaft stattfindet, da sich der Fötus in einer stabilen Entwicklungsphase befindet und für die werdenden Mütter in der Regel keine akuten gesundheitlichen Risiken bestehen.

Du kannst diese Zeit ideal dafür nutzen, um sportliche Aktivitäten durchzuführen oder eine Urlaubsreise mit deinem Partner oder einer engen Freundin anzutreten. Gönne dir eine Auszeit und genieße diese sogenannte Erholungs- und Stabilisierungsphase der Schwangerschaft so lange wie möglich und bereite dich mental auf den Familienzuwachs vor, indem du beispielsweise die ersten Strampelanzüge oder andere Dinge für dein Baby einkaufen gehst.

Einnahme von Medikamenten im ersten Trimester bis zur 12. SSW

Mama werden – das bedeutet Rücksichtnahme auf und Verantwortung für das ungeborene Baby. Dass man sich während der Schwangerschaft gesund ernähren und schädliche Substanzen wie zum Beispiel Zigaretten und Alkohol unbedingt vermeiden soll, ist allseits bekannt. Aber wie verhält es sich denn eigentlich mit Medikamenten?

Denn vielleicht nimmst du jeden Morgen Schilddrüsenhormone in Form von Tabletten ein oder aber du bist es gewöhnt, bei Kopfschmerzen oder Unterleibschmerzen eine Schmerztablette einzunehmen. Und nun fragst du dich, ob du das überhaupt noch darfst, wenn du schwanger bist.

Vor einigen Jahren war man der Ansicht, dass die Plazenta das Ungeborene vor möglichen Schadstoffen schützt. Inzwischen ist bekannt, dass beinahe alle chemischen Stoffen, mit denen die werdende Mutter in Berührung kommt, auch in den Kreislauf des Fötus gelangen – neben Alkohol und Nikotin auch Medikamente aller Art.

Wenn du also in der Schwangerschaft Medikamente einnimmst, wird der Embryo automatisch mitbehandelt. Falls du aus Prinzip keine Medizin zu dir nimmst, betrifft dich dieses Thema nicht direkt. Trotz allem ist es wichtig für alle Schwangeren zu wissen, wie sehr die eigene Lebensweise Einfluss auf das ungeborene Baby in Bauch der werdenden Mutter nimmt. Die Sensibilität des Kindes gegenüber schädlichen Arzneimitteln ist davon abhängig, welcher Monat der Schwangerschaft vorliegt und welche Medikamente eingenommen werden.

Besonders kritisch ist die Einnahme von Medikamenten während der Organentwicklung des Kindes zwischen der 6. und 12. SSW, da in dieser Zeit das ungeborene Baby äußerst empfindlich gegenüber Schadstoffen ist. Ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester nimmt die Sensibilität des Embryos gegenüber giftigen Stoffen wieder ab.

Selbstverständlich darfst du für die Schwangerschaft extra verordneten Medikamente wie beispielsweise Folsäure-Präparate trotzdem einnehmen. Es gibt auch Medikamente, die trotz Schwangerschaft eingenommen werden müssen wie zum Beispiel blutdrucksenkende Mittel oder die bereits erwähnten Schilddrüsenhormone.

Im Durchschnitt nimmt eine schwangere Frau während der Schwangerschaft 3 bis 8 unterschiedliche Arzneimitteln ein, wobei dabei eine vorherige Absprache eines Mediziners unerlässlich ist. Möglicherweise gibt es für starke Medikamente eine schwächere Alternative. Das Wichtigste bei der Verwendung von Medizin ist stets die Nutzen-Risiko-Abwägung.

Das heißt konkret, dass du Mittel, die nicht zwingend notwendig sind, wie beispielsweise gegen Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder Husten, vermeiden oder so wenig wie möglich dosiert einnehmen solltest.

Sicherheitshalber solltest du jeden Arzt auf deine bestehende Schwangerschaft aufmerksam machen, auch deinen Augen- und Zahnarzt. Falls du chronisch krank bist und deshalb täglich starke Medikamente, wie beispielsweise Psychopharmaka oder gerinnungshemmende Mittel, zu dir nimmst, solltest du am besten vor der Schwangerschaft einen Facharzt aufsuchen oder spätestens nach Bekanntwerden der Schwangerschaft mit deinem Arzt des Vertrauens über weiteres Vorgehen sprechen.

Als leidenschaftliche Teetrinkerin und Befürworterin von ökologischen Produkten solltest du wissen, dass auch pflanzliche Medizin und Tees nicht immer unbedenklich sind, unter anderem deshalb, da viele natürliche Arzneimittel Ethanol enthalten und so dem ungeborenen Baby regelmäßig Alkohol zugeführt wird.

Alles in allem ist es für jede Schwangere das Beste bei medizinischen Themen, die für Laien sehr komplex klingen oder nicht leicht verständlich sind, einen Facharzt aufzusuchen und sich ausführlich beraten zu lassen. Nimm dir ruhig die Zeit, alles was dich beschäftigt oder gar belastet mit einem ausgebildeten Fachmediziner zu besprechen.

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Die Woche davor: 11. SSW

Die Woche danach: 13. SSW

12. SSW – 12. Schwangerschaftswoche

Das erste Trimester der Schwangerschaft ist geschafft! Damit endet auch die besonders kritische Phase, in denen es vermehrt zu Abbrüchen und Komplikationen kommt. Nachdem auch die hormonelle Umstellung deiner Frau geschafft ist, fühlt sie sich deutlich besser und kann damit beginnen, die Schwangerschaft – gemeinsam mit dir – in vollen Zügen zu genießen. Da die große gynäkologische Untersuchung in den meisten Fällen schon abgeschlossen ist, erwarten euch keine Arztbesuche, sodass ihr die Schwangerschaft mit Freunden und Familie genießen könnt.

So geht’s deinem Baby in der 12. SSW

In der 12. SSW bringt dein Baby schon etwa stolze 16 Gramm auf die Waage und misst um die fünf bis sechs Zentimeter. Organe, wie Nieren, Leber und Magen sind nun funktionstüchtig. Die Weiterentwicklung der Muskeln und des Gehirns schreiten voran. Dadurch ergibt sich eine bessere Koordination des Körpers, wodurch dein Kind viele neue Bewegungen ausführen kann.
Mit einem Blick auf den Ultraschall lässt sich die Aktivität des kleinen Menschen verfolgen. Hoch, runter, seitlich, Purzelbaum – alle Bewegungen werden geübt und verfeinert. Noch bekommt deine Liebste von den Kindsbewegungen nichts mit, doch schon bald wird sie den Bewegungsdrang ihres Nachwuchses selbst zu spüren bekommen.

Da sich das Kind in der 12. Schwangerschaftswoche nicht mehr intensiv mit der Ausbildung der Organe befassen muss, kann es sich nebenbei um weitere Bereiche der Entwicklung kümmern. Dazu zählen beispielsweise Saugreflex und Schluckreflex. Das Kind nuckelt gelegentlich am Daumen und trinkt vom Fruchtwasser. Die generelle Versorgung mit Nahrung und Sauerstoff wird nun allerdings von der voll entwickelten Plazenta übernommen.

Neu ist nun außerdem, dass dein Baby schon in der Lage ist, Urin auszuscheiden, was voraussetzt, dass sich das Fruchtwasser ständig austauscht. Eine nette Begleiterscheinung: Das Baby bekommt nun öfters Schluckauf. Was für dein Kind einfach nur eine neue Erfahrung ist, kann deine Frau bald im Babybauch spüren und wird sich hierbei ein Schmunzeln wohl nicht verkneifen können.

So geht’s deiner Frau in der 12. Schwangerschaftswoche

Die letzten Wochen waren für deine Frau unter Umständen nicht einfach. Viele werdende Mütter leiden in den ersten Wochen an dauerhafter Übelkeit, Erbrechen und einem unbegrenzten Müdigkeitsgefühl. Allerdings wird mit der 12. SSW die Phase der Erholung eingeläutet, die deine Frau jetzt gut zur Regeneration und Stärkung gebrauchen kann. Denn die Geburt steht bevor und dafür wird jede Kraft gebraucht.

Bei einigen Frauen zeigt sich nun in der 12. Woche erstmals ein kleiner Babybauch. Spürbar ist das für deine Frau vor allem dadurch, dass der Hosenbund ein wenig spannt. Da die Phase der Übelkeit und des Erbrechens endlich abgeschlossen ist, frönen viele Frauen nun auch gerne in der 12. Schwangerschaftswoche ihrem neugewonnenen Appetit.

So ganz von Beschwerden ist deine Frau aber leider nicht verschont. Da in der 12. Woche der Druck auf die inneren Organe steigt, stellt sich bei einigen Frauen unter anderem ein dezentes Sodbrennen ein. Tipp: Besorge etwas Natronpulver. Eine Prise davon kann in ein Glas Wasser eingerührt getrunken werden und lindert das lästige Sodbrennen.

Das kannst du in der 12. SSW machen

Die 12. SSW gehört für viele Frauen zur schönsten Zeit der Schwangerschaft. Auch optisch verändern sich Frauen häufig und „strahlen“ ihre Schwangerschaft positiv aus. Mach ihr ruhig ein paar Komplimente für ihr volles Haar oder ihre gut durchblutete Haut – das stärkt das Wohlbefinden zusätzlich.

Wundere dich nicht darüber, dass deine Liebste ihre Essgewohnheiten wieder ändert – ihr Appetit ist endlich zurück. Auch die Schlafposition ändert sich oftmals in der 12. SSW, da es auf der linken Seite nun einfach bequemer für sie ist.

Kleiner Tipp zum Abschluss: Die hormonelle Umstellung ist zwar vorbei, doch der Körper deiner Frau wird sich weiterhin stark verändern. Das gilt nicht nur für den Bauch oder die Brust, sondern auch für eventuell neue Sommersprossen, Hautflecken oder veränderte Brustwarzen sowie Warzenhöfe. Auch mit einer Linie, die vertikal an der Bauchmitte zu sehen ist, solltest du rechnen – diese Linie verschwindet nach der Geburt wieder.
Wenn deine Frau Veränderungen am Körper weniger locker sieht, dann sieh über diese Veränderungen ganz einfach hinweg und hilf ihr, sich bei der neuen Phase der Erholung wieder zu stabilisieren.

Wichtige Termine und ToDo’s in der 12. SSW

  • Nackentransparenzmessung (Nur bis zur ca. 14. Woche möglich)

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