Schulranzen für schulanfänger

Nicht nur die Körpergröße ist entscheidend für die Wahl des richtigen Schulranzens. Auch die Statur spielt eine wichtige Rolle. Die Muskulatur und der Knochenapparat sind bei zierlichen Kindern meist noch nicht so ausgeprägt. Daher sollte auch der Schulranzen an diese Bedingungen angepasst werden. Der Ranzen sollte demnach ein geringes Eigengewicht mit sich bringen. Wir empfehlen hier einen leichten Schulranzen bis zu 1000 Gramm Eigengewicht. Im Hinblick auf die Bewegungsfreiheit sollte dieser auch nicht zu breit sein. Zierliche Kinder haben meist auch schmale Schultern. Der Schulranzen sollte nicht oder nur wenig breiter sein, als die kindlichen Schultern.

In unserem Schulranzen Test haben wir auch Schulranzen für zierliche Kinder getestet.

Übersicht der Schulranzen für zierliche Kinder

Modell Testnote Features Test & Preisvergleich

1,5

  • Keine DIN 58124
  • Volumen: 18l
  • Gewicht: 1000g

ab 87,26 €*

1,7

  • Keine DIN 58124
  • Volumen: 20.5l
  • Gewicht: 800g

ab 197,10 €*

1,7

  • Entspricht DIN 58124
  • Volumen: 17l
  • Gewicht: 800g

ab 123,99 €*

1,8

  • Entspricht DIN 58124
  • Volumen: 18.9l
  • Gewicht: 1190g

ab 139,50 €*

2,1

  • Keine DIN 58124
  • Volumen: 18.5l
  • Gewicht: 900g

ab 159,95 €*

2,2

  • Keine DIN 58124
  • Volumen: 21l
  • Gewicht: 900g

ab 185,00 €*

2,2

  • Keine DIN 58124
  • Volumen: 20l
  • Gewicht: 1100g

ab 219,00 €*

2,3

  • Keine DIN 58124
  • Volumen: 19l
  • Gewicht: 990g

ab 98,98 €*

2,4

  • Keine DIN 58124
  • Volumen: 18l
  • Gewicht: 900g

ab 179,99 €*

Übersicht der Schulranzen nach Körpergröße

In der folgenden Tabelle können Sie ablesen, welcher Schulranzen für welche Körpergröße geeignet ist.

Körpergröße Geeignete Modelle
ab 100 cm Ergobag Cubo, Ergobag Pack
ab 105 cm DerDieDas ErgoFlex, DerDieDas Fliegengewicht XS, Step by Step Flexline, Scout Sunny, McNeill ERGO Light 912 S
ab 110 cm DerDieDas ErgoFlex XL, Die Spiegelburg Ergo Style Plus, Die Spiegelburg Flex Style, DerDieDas X-Light, Step by Step Comfort, Lego Explorer, Lego Xtreme, Schneiders Toolbag Basic
ab 115 cm Step by Step Touch, McNeill ERGO Light Plus, Lego Easy
100-150 cm (mitwachsend) Scout Alpha, Ergobag Cubo, Herlitz Motion Plus, Scout Genius, DerDieDas ErgoFlex, DerDieDas ErgoFlex XL, DerDieDas ErgoFlex Vario, McNeill ERGO Light Move, Step by Step Flexline, Scout Sunny, Die Spiegelburg Flex Style, Schneiders Toolbag Soft, Ergobag Pack

Nicht der richtige dabei? Hier gehts zurück zu den Schulranzen Testsiegern 2020

Es ist die große Frage nach dem richtigen Schulranzen, die gerade wieder etliche Eltern deutschlandweit beschäftigt. Leder, Rucksack oder klassischer Tornister: Welche Schultasche ist die Beste für mein Kind? Mittlerweile gibt es so viele Modelle, dass Mütter und Väter kaum noch durchblicken. Deswegen möchten wir hier einige Tipps geben, auf was man beim Kauf des Schulranzens achten sollte.

1. Nehmen Sie Ihr Kind zum Kauf mit

Zunächst einmal: Selbst wenn die Schultasche ein Geschenk werden soll – nehmen Sie unbedingt Ihr Kind mit, um wirklich zu sehen, welches Modell am besten passt. Das Kind sollte den Ranzen selbst „bedienen“, ihn also öffnen, schließen und die Gurte verstellen können, denn Sie werden in der Zeit des Unterrichts schließlich nicht helfen können.

Ihr Kind sollte den Ranzen unbedingt ausprobieren, bevor Sie ihn kaufen.

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dpa

2. Woher weiß ich, ob der Ranzen etwas taugt?

Wer ganz sicher gehen möchte, kauft einen Ranzen mit TÜV-Siegel oder Norm-Aufkleber, der besagt, dass er der Schulranzennorm DIN 58124 entspricht.

3. Selbst testen: Größe

Grundregel: Der Ranzen sollte nicht breiter oder höher sein als der Rücken des Kindes.

4. Selbst testen: Standfestigkeit

Im Praxistest sollten Sie schauen, ob der Ranzen von allein stehen bleibt oder umkippt. Fehlende Standfestigkeit kann dann nämlich im Unterricht anstrengend für Ihr Kind werden, wenn das Material dauernd rauskippt.

Bleibt der Schulranzen von alleine stehen oder fällt er leicht um?

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5. Selbst testen: Tragegurte

Die Tragegurte sollten mindestens vier Zentimeter breit und möglichst gepolstert sein, damit ihr Kind auf dem Schulweg gut zurecht kommt. Für einen optimalen Sitz am Körper ist ein Brustgurt wichtig. So wird das Herunterrutschen der Träger vermieden. Ebenfalls sinnvoll zur zusätzlichen zentrierten Fixierung ist ein Hüftgurt. Zum bequemen Hochheben sollte der Ranzen zudem über einen Tragegriff verfügen.

6. Achten Sie auf das Eigengewicht des Ranzens

Oftmals wird bei sehr leichten Ranzen an wichtigen ergonomischen Details gespart, denn irgendwo muss das fehlende Gewicht kompensiert werden. Deswegen sollte das Gesamtpaket stimmen. Allzu schwer sollte er dennoch nicht sein: Im leeren Zustand sind maximal 1,3 Kilogramm empfehlenswert.

7. Fächeraufteilung sollte rückenschonend sein

Nehmen Sie gern auch ein paar Bücher mit zum Anprobieren. Wie trägt sich der Ranzen mit Gewicht? Es sollte durch ein Ordnungssystem im Innenraum möglich sein, die schweren Sachen direkt am Rücken zu tragen und die leichteren Sachen wie Brotdosen und Mäppchen dann weiter entfernt. So zieht der Ranzen nicht nach hinten.

8. Wählen Sie ein zeitloses oder veränderbares Design

Bedenken Sie auch: Wenn Ihr Kind jetzt gerade Dinosaurier, Polizei oder Prinzessinnen toll findet, heißt das nicht, dass es das als Dritt- oder Viertklässler auch noch gut findet. Damit sich die Anschaffung lohnt, wäre es also günstig, wenn der Schulranzen entweder wandelbar ist (etwa durch Klett-Prinzessinnen, die später gegen Schmetterlinge getauscht werden können) oder in seinem Erscheinungsbild eher neutral.

Mag Ihr Kind auch in zwei Jahren noch niedliche Katzen? Bei diesem Ranzen können Sie das Motiv tauschen.

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9. Selbst testen: Material und Form

Achten Sie auch auf das Material. Wie fühlt es sich an? Der Rucksack sollte außerdem ergonomisch geformt sein und der Wirbelsäule des Kindes nachempfunden sein. Fragen Sie Ihr Kind: Drückt etwas? Scheuert etwas? Dann ist vielleicht ein anderes Modell besser geeignet.

10. Ist der Ranzen wasserdicht?

Denken Sie auch daran: Es wird nicht immer die Sonne scheinen – auch im wahrsten Sinne des Wortes. Fragen Sie also nach, ob der Ranzen wasserdicht ist oder zumindest ein schützendes Cape mitbringt, damit bei Regen nicht alle Schulsachen nass werden.

11. Ist der Ranzen verkehrssicher?

Bei schlechtem Wetter und Dunkelheit sind außerdem Reflektoren, Leuchtstreifen oder fluoreszierendes Material am Ranzen wichtig.

Dunkle Kleidung, dunkler Rucksack: Im Straßenverkehr würde ein auffälligerer Ranzen mit Reflektoren für mehr Sicherheit sorgen.

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12. Geld sparen auf Schulranzen-Messen

Und ein letzter Tipp zum Schluss, bevor wir Ihnen verschiedene Schulranzen-Modelle vorstellen: Viele Läden bieten Schulranzenmessen an, bei denen es zum Teil hohe Rabatte gibt. Erkundigen Sie sich einmal vor Ort, dann bekommen Sie nicht nur Beratung, sondern können auch noch Geld sparen.

Und hier kommen zehn unterschiedliche Schulranzen-Modelle für die Grundschule. Hinweis: Es gibt natürlich ganz unterschiedliche Modelle eines jeden Ranzenherstellers. Wir zeigen hier nur jeweils ein ausgewähltes.

Die ersten 5 Schulranzen für die Grundschule: McNeill, Step by Step, Ergobag, Scout, School Mood

McNeill

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McNeill

Der „McNeill Schulranzen Ergo Light 912“ eignet sich besonders für zierliche Kinder, hat eine Vortasche und ist sehr pflegeleicht. Das Eigengewicht des Ranzens gehört mit seinen nur 850 Gramm zu den leichtesten Modellen am Markt. Trotzdem bietet er mit 18,5 Litern Volumen genug Platz für Hefte und Bücher. Der Verschluss ist mit seinem Magnet leicht zu verschließen, der Ranzen steht durch eine Bodenplatte fest und ist durch zwei Leuchtstreifen auch im Dunkeln sichtbar.

Step by Step

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Step by Step

Auch der Step by Step Light ist mit nur 900 Gramm Eigengewicht ein Leichtgewicht. Das Hauptfach ist geräumig und die zwei Seitenfächer lassen sich mit einem Reißverschluss verschließen. Er ist weich gepolstert und verstellbar, was das Tragen angenehm macht. Für die Sicherheit im Dunkeln sorgt das reflektierende Material, das 10% der Oberfläche einnimmt. Der Ranzen ist durch eine feste Bodenplatte standfest. Besonders auffallend sind die 3D-Aplikationen.

Ergobag

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Ergobag

Der Ergobag hat sein ergonomisches Konzept klassischen Wanderrucksäcken nachempfunden. Durch die „Kletties“ sind die Motive wandelbar und er besteht zu 100% aus recycelten PET-Flaschen, denn Nachhaltigkeit ist dem Unternehmen wichtig. Der Ergobag Pack wiegt 1100 Gramm, lässt sich passgenau einstellen und wächst mit – für Kinder zwischen 1m und 1,50m. Der Verschluss ist magnetisch und innen gibt es ein Extra Deckelfach für das Regencape. Guter Zusatz: Der Sportbeutel lässt sich am Rucksack mit einer Schnalle befestigen.

Scout

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Scout

Der Klassiker von damals. Der Scout Alpha hat mit 20,5 Litern ein recht großes Fassvermögen, dafür aber auch ein Eigengewicht von 1280 Gramm. Praktisch sind die zwei großen Seitentaschen für Getränkeflaschen. Der Scout hat für gemütlichere Tragbarkeit einen integrierten Brust- und Hüftgurt. Das Gurtsystem ist höhenverstellbar und wächst mit. Für die Sicherheit im Straßenverkehr sorgen die reflektierenden Streifen. Das Material ist wasserdicht.

School mood

Der School Mood Timeless hat breit gepolsterte Schultergurte und der Beckengurt kann sogar im Rückenteil des Ranzens verstaut werden. Er wiegt 1100 Gramm und fasst 24 Liter. Der Hersteller verspricht eine vierjährige Garantie. Auch dieser Ranzen leuchtet durch fluoreszierende Streifen im Dunkeln und wächst mit dem Kind mit.

Die zweiten 5 Schulranzen für die Grundschule: IsI, DerDieDas, Herlitz, Sammies, Leder-Schultasche

Bio-Leder-Schulranzen IsI gelb von aruzzi taugo®

Foto:

aruzzi taugo

Den IsI-Bio-Schulranzen gibt es in gelb, rot, blau, lila und weiteren Farben, er wird aus pflanzlich gegerbtem Leder hergestellt und hat ein Eigengewicht von 1 Kilo. Er hat ein großes Innenfach, in das DIN A4-Ordner passen, die Schultergurte sind leicht gepolstert. Er eignet sich auch für zierlichere Kinder. Leuchtstreifen fehlen an diesem Ranzen.

DerDieDas

Foto:

DerDieDas

Der DerDieDas ErgoFlex wiegt gerade einmal 800 Gramm, die Gurte sind gepolstert und breit, es gibt einen Brust- und einen Beckengurt, damit sich das Gewicht des Ranzens gut auf dem Kinderrücken verteilen kann. Durch seine breite Bodenplatte fällt der Ranzen nicht sehr leicht um und die Leuchtstreifen sorgen im Dunkeln für Sicherheit. Die Schnalle ist auch für Kinder leicht zu bedienen.

Herlitz

Foto:

Herlitz

Der Herlitz Flexi Plus hat ein 15-Liter-Fassungsvermögen und ist wasserdicht. Der Verschluss lässt sich durch einen Magneten auch für Kinder leicht öffnen und schließen. Das Rückenpolster ist atmungsaktiv und die Schultergurte sind verstellbar, um sich der Größe des Kindes anzupassen. Innen lässt sich das Material gut ordnen. Das Eigengewicht beträgt 2,2 Kilo.

Sammies by Samsonite

Foto:

Samsonite

Der Sammies by Samsonite unterscheidet sich in der Optik vor allem durch seine Verschlussschnalle von anderen Modellen. Er wiegt mit 1,23 Kilo mehr als andere, hat dafür aber auch ordentlich Platz, was die Sortierung im Innenleben einfacher macht. Die Tragegurte sind gepolstert, es gibt Leuchtstreifen und er ist standfest. Es gibt zwei Taschen an den Seiten für Getränke und er sitzt körpernah und somit rückenfreundlich.

Leder-Schultasche für Schul-Anfänger

Foto:

Der Leder-Anfängerranzen „Delfin“ ist entweder über den Hersteller selbst oder über den Waldorfshop zu beziehen. Er hat Reflektorschnallen zum Öffnen und Schließen und auch an der Seite gibt es Reflektorschnallen. Er wird in Deutschland hergestellt und kommt anders als Nicht-Lederranzen im Querformat daher. Sein Eigengewicht liegt bei 1,5 Kilo. Das Bio-Leder ist pflanzlich gegerbt.

  1. Welcher Schulranzen ist der richtige für mein Kind?
  2. Die ersten 5 Schulranzen für die Grundschule: McNeill, Step by Step, Ergobag, Scout, School Mood
  3. Die zweiten 5 Schulranzen für die Grundschule: IsI, DerDieDas, Herlitz, Sammies, Leder-Schultasche

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Schulrucksäcke

Worauf es beim Kauf von Schulrucksäcken ankommt

JAKO-O bietet Ihnen eine riesige Auswahl an hochwertig verarbeiteten Schulrucksäcken für Kinder. Hierauf sollten Sie beim Kauf achten: Damit der neue Schulrucksack Ihres Kindes sein neues Lieblingsstück werden kann, muss er genau an die Bedürfnisse des Nachwuchses angepasst sein. Praktische Magnetverschlüsse und Reißverschlusssysteme sorgen dafür, dass Ihr Kleines den Ranzen mühelos allein öffnen und schließen kann. Durch die stabile Bodenplatte und kleine Stellfüße können die Kinder den Schulrucksack abstellen, ohne dass er umkippt und die Schulsachen herausfallen. Viele praktische Fächer und Reißverschlusstaschen bieten großzügig Stauraum, sodass von der Brotdose bis hin zu den Büchern alles in den Schulrucksack passt. Mit den verstärkten Tragegriffen bleibt Ihnen der Schulrucksack auch bei hohem Gewicht lange gut erhalten.

Sicher im Straßenverkehr mit Schulrucksäcken von JAKO-O

Damit auch an dunklen Wintermorgenen und verregneten Nachmittagen kein Schulkind auf der Straße übersehen wird, sind die Schulrucksäcke von JAKO-O allesamt mit Reflektoren ausgestattet. So sind die Kleinen auch bei schlechten Sichtverhältnissen für jeden Verkehrsteiilnehmer gut zu erkennen. Zusätzlich bieten wir Ihrem Nachwuchs eine große Auswahl an farbenfrohen Mustern und leuchtenden Designs. Dies sorgt ebenso für Sicherheit im Straßenverkehr wie auch für viel Spaß im Klassenzimmer. Ein praktisches Accessoire ist die Regenschutzhülle zum Überziehen, damit alle Bücher und Hefte trocken bleiben. Auch diese erwecken mit gut sichtbaren Reflektoren und leuchtenden Farben die Aufmerksamkeit der Autofahrer.

Warum der Tragekomfort von Schulrucksäcken wichtig ist

JAKO-O bietet Ihnen eine große Auswahl an hochwertigen Schulrucksäcken für Kinder, die sowohl die Gesundheit Ihres Kindes schützen als auch seinen Komfort gewährleisten. Besonders bei Schulanfängern sollten Sie darauf achten, dass der Schulrucksack an die Tragebedürfnisse Ihres Kindes angepasst ist. Optimal sind höhenverstellbare Tragegurte am Schulrucksack Ihres Kindes, damit Sie diese an die Körpergröße anpassen können. Wichtig sind außerdem bequeme Polsterungen an Schultergurten und am Rücken. Ergonomische Brust- und Hüftgurte entlasten kleine Kinderrücken zusätzlich. Achten Sie auch darauf, dass der Schulrucksack möglichst leicht ist. Für coole Oberschüler bietet JAKO-O klassische Rucksäcke mit lässigen Designs und tollen Zusatzfunktionen wie einem gepolsterten Laptopfach und verstärkten Tragegriffen.

Vielfältige Designs der Schulrucksäcke

Der Schulrucksack begleitet Ihr Kind jeden Tag – über Jahre hinweg. Daher sollte er nicht nur ergonomisch stabil und gut sichtbar im Straßenverkehr sein, sondern auch optisch etwas hermachen. Ob Sie Ihren Nachwuchs selbst entscheiden lassen wollen oder eine Überraschung planen, bei unserer großen Auswahl an Farben und Mustern ist sicher das Richtige für Sie dabei. Die Kleinen kommen mit Pferden, Einhörnern, Fußbällen und Sternen auf ihre Kosten, während Teenagern eine breite Palette an coolen Mustern oder klassischen Uni-Farben zu Verfügung stehen. Alle Schulrucksäcke von JAKO-O überzeugen mit qualitativen Materialien und hochwertiger Verarbeitung.

Schulranzen: 7 Dinge, auf die du beim Kauf achten solltest

Ein Schulranzen soll den Rücken der Kleinen schonen, gleichzeitig Bücher, Stifte und Brotdose sicher und praktikabel transportieren – und natürlich cool aussehen. Utopia zeigt, was es beim Schulranzen-Kauf zu beachten gibt.

Schulranzen und Sicherheit

Schulranzen darf sich nur nennen, was alle Kriterien der Industrienorm DIN 58124 erfüllt. Eltern sollten beim Kauf deshalb auf diese Auszeichnung achten. Die Norm regelt unter anderem, dass „mindestens 20 Prozent der sichtbaren Flächen der Vorder- und Seitenteile aus fluoreszierendem Material und mindestens 10 Prozent dieser Flächen aus retroreflektierendem Material bestehen“, informiert das Verbraucherinformationssystem Bayern (Quelle).

Fluoreszierendes Material sorgt dafür, dass beispielsweise Autofahrer den Ranzen und somit auch das Kind in der Dämmerung unter diffusen Lichtverhältnissen oder bei Nebel sehen können. Das Material ist selbstleuchtend und darf laut Norm nur orange-rot oder gelb sein. Retroreflektierende Flächen dagegen sind solche, die nur leuchten, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt werden. Sie dienen der Sichtbarkeit in der Nacht. So wird dein Kind unter allen Umständen gesehen.

Was es bei der Stabilität zu beachten gibt

Laut Industrienorm muss der Schulranzen „den zu erwartenden Belastungen standhalten“. Dazu gehört, dass der Schulranzen mit schweren Büchern gefüllt, immer noch stabil ist. Aber auch, dass der Ranzen mit voller Wucht in die Ecke fliegen kann, ohne gleich kaputt zu gehen oder andere Dinge zu beschädigen.

Beim Kauf sollte man deshalb darauf achten, ob die Schweiß- oder Fadennähte gut verarbeitet sind. Ist dies nicht der Fall, könnte der Ranzen einer Belastungsprobe nicht standhalten. Außerdem sollte der Ranzen keine scharfen Ecken und Kanten haben, um Verletzungen und Beschädigungen beim Zusammenprall zu vermeiden. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Eltern sich zusätzlich am GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) orientieren. Dieses garantiert, dass auch die Fertigung des Schulranzens überwacht wurde.

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Das sollte der Schulranzen wiegen

Ein normaler Schulranzen wiegt ohne Inhalt idealerweise zwischen einem und 1,3 Kilogramm. Auch das Gewicht ist in der Schulranzen-Norm DIN 58124 geregelt. Als Faustregel gilt: Der befüllte Schulranzen sollte zwischen 10 und 12 Prozent des Körpergewichts des Kindes ausmachen. Je nach Statur, Fitness und Muskelkraft des Kindes kann es aber auch mal mehr und mal weniger sein. Ein Anzeichen für eine Überlastung ist, wenn die Kinder beim Tragen des Schulranzens ihre Haltung unnatürlich verändern.

Das Gewicht kann man günstig verteilen, indem man schwere Bücher in die Nähe des Rückens sortiert und leichtes Gepäck weiter weg. Außerdem sollte man auf eine gute Balance zwischen links und rechts achten. Abgeraten wird von Schultrolleys: Diese müsse man häufig anheben, zum Beispiel in den Bus oder auf den Bordstein. Die Belastung insgesamt ist dann noch viel ungünstiger als bei den normalen Schulranzen.

Der beste Tipp gegen zu hohe Belastungen bei Grundschülern ist aber einfach: Muskeln trainieren! Starke Kinder, die des Öfteren raus gehen und ihren Körper fit halten, bekommen definitiv weniger schnell Rückenschmerzen wegen eines schweren Schulranzens.

Es gibt einiges zu beachten beim Kauf des richtigen Schulranzens. (Foto: © fotolia – unguryanu)

Schulranzen und Komfort

Der Ranzen muss nach dem Einstellen gut am Rücken anliegen und darf nicht zu tief sitzen. Idealerweise schließt der Ranzen mit der Schulterkante ab. Die Ranzenbreite sollte der Schulterbreite des Kindes entsprechen.

Die Tragegurte müssen laut Industrienorm mindestens vier Zentimeter breit und gut gepolstert sein. Polster und Riemen dürfen nicht drücken. Die Riemen sollten vom Kind leicht verstellbar und nicht zu lang sein. Außerdem sollte man hier auf eine richtige Einstellung achten: Sind sie zu kurz, fördert es einen Rundrücken, sind sie zu lang, neigt die Haltung zu einem Hohlkreuz. Der Ranzenrücken muss zudem gut gepolstert, stabil und der Körperform des Kindes angepasst sein. Damit vermeidet man ein unangenehmes Tragegefühl, Druckstellen und Rückenschmerzen.

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Schulranzen und Praktikabilität

Idealerweise sollte der Ranzen ein Fach nah am Rücken haben, um schwere Bücher zu verstauen. Praktisch sind auch Außen- oder Seitentaschen, um zum Beispiel Stiftetui und Brotdose schnell griffbereit zu haben.

Die Industrienorm schreibt darüber hinaus vor, dass der Verschluss des Schulranzens leicht zu öffnen und zu schließen sein muss. Er muss sich weit nach hinten öffnen lassen und darf nicht von alleine zuklappen. Nur so ist gewährleistet, dass der Schulranzen in geöffnetem Zustand dicht an der Schulbank stehen kann, sodass die Schulsachen griffbereit sind.

Schulranzen – Nachhaltigkeit ist ein Problem

Die meisten Schulranzen bestehen zu großen Teilen aus Plastik und Kunstfasern. Dass das nicht nachhaltig sein kann, liegt auf der Hand. Die Zeitschrift Öko-Test hat 11 Schulranzen getestet. Neben bedenklichen Stoffen wie Weichmachern bemängelt das Test-Magazin vor allem, dass einige Modelle im Straßenverkehr zu wenig reflektieren. Aus Nachhaltigkeitssicht auch nicht verkehrt: Ein gebrauchter Schulranzen in gutem Zustand.

Öko-Test hat elf Schulranzen getestet. Neben bedenklichen Stoffen wie Weichmachern bemängelt das Test-Magazin vor allem, dass einige Modelle im Straßenverkehr…

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Den richtigen Schulranzen kaufen

Damit der Schulranzen passt und das Modell gefällt, muss das Kind mit zum Kauf. Der Ranzen sollte zwecks Sicherheit relativ hell strahlend sein und über ausreichend Reflektoren verfügen. Auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit und das Emblem für die Schulranzennorm DIN 58124 kannst du dich verlassen. Achte darauf, dass der gewählte Ranzen damit ausgezeichnet ist.

Beim Anprobieren sollte sich der Schulranzen leicht verstellen lassen und gut sitzen (siehe oben). Auch die Riemen müssen leicht verstellbar und dürfen nicht zu lang sein. Die Rückenseite des Ranzens muss körpergerecht geformt und gut gepolstert sein. Das Kind sollte weder mit gefülltem noch mit dem leeren Ranzen Probleme mit der Haltung haben und keine Druckstellen bekommen.

  • Der Ergobag Pack Neo Edition Strahlebär ist einer der beiden Testsieger bei Öko-Test (Note „sehr gut“). Er ist unter anderem bei Schulranzen.net, Amazon oder direkt bei Ergobag erhältlich**.
  • Auch der Sammies Ergofit 2.0 Ballerina Dreams bekam im Test ein „sehr gut“ (erhältlich** z.B. Amazon.de oder über Samsonite).
  • Gut weggekommen mit der Note „gut“ ist auch der Scout Alpha, zu haben beispielsweise über Schulranzen.net oder Scout.
  • Eine große Auswahl an etwas hochpreisigeren (um die 200 Euro), dafür ökologischen Schulranzen aus pflanzlich gegerbtem Leder, bietet zum Beispiel Aruzzi Taugo.

Passende Bestenlisten:

  • Bestenliste: Die besten Recycling-Schulhefte
  • Bestenliste: Die besten Buntstifte
  • Bestenliste: Empfehlenswerte Wassermalfarben

Weiterlesen auf Utopia.de:

  • Nachhaltiger Schulanfang: Hefte und Stifte ohne Gifte
  • Schulranzen im Test: im Dunkeln kaum sichtbar, Giftstoffe im Ranzen
  • A bis Z: Studiengänge zur Nachhaltigkeit
  • Grüne Jobs: die besten Jobbörsen für nachhaltige Berufe

Schulranzen-Kauf: Worauf sollte man achten?

Andrea Treib von der Unfallkasse Saarland, dem gesetzlichen Unfallversicherungsträger für Schüler dieses Bundeslandes, gibt Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte:

„Vor allem kommt es darauf an, dass der Ranzen Rücken schonend ist. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass er möglichst leicht ist, das ist das A und O. Der leere Ranzen sollte maximal 1.300 Gramm wiegen, beim gepackten Ranzen kann man als Richtwert zehn Prozent des Körpergewichts des Kindes nehmen. Diese zehn Prozent sollten nicht überschritten werden.“

Ist der Ranzen im Einsatz, sollten die Eltern darauf achten, dass das Kind nur die Bücher und Hefte einpackt, die in der Schule am jeweiligen Tag wirklich gebraucht werden, damit es nicht unnötige Gewichte mit sich herumschleppt.
Gut sind Schultaschen mit sehr breiten, gepolsterten Trageriemen, die nicht einschneiden.

Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Kinder mit dem Ranzen gut zu sehen sind, erklärt Susanne Woelk von der Aktion DAS SICHERE HAUS: „Es ist wichtig, dass rund ein Drittel der Schultasche aus Leuchtfarben und Reflektoren bestehen. Vor allem, weil es nach dem Schulanfang relativ bald in den Herbst geht, wo es am Morgen dämmerig Ist. Die Autofahrer können die Kinder schon durch die Reflektoren ganz gut erkennen – ein Plus für die Sicherheit.“

Dass die Kinder beim Auswählen und Kaufen des Ranzens mit einbezogen werden, ist eigentlich klar. Denn der beste Ranzen nützt nichts, wenn er in der Ecke verstaubt, weil er einfach nicht benutzt wird. Trotzdem sollte auch bedacht werden, dass die Schultasche das Kind schon durch die Grundschulzeit begleiten sollte. Also möglichst ein Design wählen, was nicht schon nach kurzer Zeit „out“ ist.

Die wichtigsten Tipps rund um den Schulranzen im Überblick:
– Der Ranzen sollte das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen
sowie der DIN-Norm 58 124 entsprechen.
– Das Eigengewicht der Schultasche sollte nicht über 1300 Gramm
liegen. Ideal ist ein Gewicht unter 1 kg, denn der gepackte
Ranzen sollte höchstens 10% des Körpergewichts des Kindes
betragen.
– Ein Drittel der Oberfläche des Ranzens sollte aus
reflektierendem und fluoreszierendem Material bestehen. Bunte
Farben sorgen dafür, dass das Kind bei Dunkelheit und im Regen
gut zu erkennen ist.
– Wichtig sind gut gepolsterte Trageriemen und Rückenfläche.
– Nicht nur teure Ranzen erfüllen die hohen Anforderungen. Es gibt
auch durchaus preiswertere Produkte, welche den
Qualitätsstandards entsprechen.

Alle Tipps, die man braucht, um eine vernünftige Schultasche zu kaufen, gibt es im Internet unter www.unfallkassen.de. Dort einfach „Schulranzen“ eingeben, schon erfährt man alles, was man braucht. Außerdem gibt es auf der Homepage viele Informationen darüber, wie ABC-Schützen sicher zur Schule kommen.

Foto 1: Hase Felix-Ranzenset, die Spiegelburg, Foto 2: DSH

Mit der Einschulung wechseln Kinder nicht nur von der Kindergartengruppe in die Schulklasse, sie tauschen auch die Kindergartentasche gegen einen Schulranzen. Damit der Kinderücken nicht zu stark zu belastet wird, ist es wichtig, die passende Schultasche zu finden. Hier erfahren Sie worauf es beim Schulranzenkauf ankommt.

1. DIN-Norm beachten

Den ersten Hinweis auf einen guten Tornister gibt die DIN-Norm 58124. Schulranzen, die dieser Norm entsprechen, erfüllen bestimmte Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit, Gestaltung und Verkehrssicherheit. Ein solcher Ranzen ist beispielsweise mit genügend Reflektoren an der Vorder- und Seitenflächen ausgestattet, er ist wasserdicht, ergonomisch und sicher.

2. Gemeinsam einkaufen gehen

Ein guter Schulranzen muss nicht teuer sein.

Auch wenn Sie Ihr Kind gerne mit einem schönen Ranzen überraschen wollen – Sie sollten Ihr Kind zum Kauf mitnehmen. So kann der Schulranzen vorher anprobiert und probegetragen werden. Ihr Kind wird den Ranzen die nächsten Jahre fast täglich tragen. Daher ist es wichtig, dass er angenehm sitzt und sowohl beim Laufen als auch im Sitzen nicht von den Schultern rutscht.

3. Der richtige Sitz

Der Schulranzen sollte an mehreren Stellen am Rücken anliegen. Er sitzt gut, wenn er nicht über die Schultern hinaus ragt und die Oberkante mit den Schultern abschließt. Schultergurte sollten gut gepolstert und mindestens vier Zentimeter breit sein. Auch der Tragegriff sollte gepolstert, griffig und weit genug sein. Idealerweise eignet er sich sowohl zum Tragen als auch zum Aufhängen.

4. Möglichst leicht sollte er sein

Mit dem richtigen Schulranzen macht das Lernen doppelt soviel Spaß.

Bücher, Hefte, Stifte, Pausenbrot und Trinkflasche – das alles landet im Schulranzen. Im Schulalltag wird der Ranzen also deutlich schwerer sein als im leeren Zustand. Daher sollten Sie schon beim Kauf darauf achten, dass Sie ein leichtes Modell wählen.

5. Verkehrssicherheit

Da Ihr Kind auf dem Weg von und zur Schule im Straßenverkehr unterwegs sein wird, ist es wichtig, dass der Tornister gut sichtbar ist. Sowohl vorne als auch an den Seiten sollte er mit großen Leuchtflächen ausgestattet sein. Diese Streifen sollten bei Lichteinstrahlung aufleuchten. Außerdem ist es wichtig, dass der Ranzen zusätzlich mit reflektierenden Streifen ausgestattet ist. So wird Ihr Kind für Autofahrer auch im Dunkeln sichtbar sein.

6. Weitere Tipps für den Schulalltag

Nicht nur beim Tornisterkauf, sondern auch im Alltag sollten Eltern regelmäßig das Gewicht des vollen Schulranzens überprüfen. Er sollte nicht mehr als 15 Prozent des Körpergewichtes wiegen. Eltern können ihre Kinder regelmäßig daran erinnern, Unwichtiges auszupacken. Denn nicht jeden Tag werden alle Hefte und Bücher benötigt. Auch das richtige Packen kann helfen, Rückenschmerzen in der Schule vorzubeugen: Schweres sollte nah am Rücken getragen werden, während Leichtes in den äußeren Fächern Platz finden kann. Grundsätzlich gilt außerdem, dass Ausgleich und viel Bewegung in der Freizeit den Rücken entlasten und Rückenmuskulatur aufbauen. Sportarten wie Schwimmen, Fahrrad fahren, Klettern oder Turnen eignen sich besonders gut und machen großen Spaß.

Rückenprobleme bei Kindern
 „Schwere Schulranzen sind nicht das Problem!“

Jahrelang haben wir die Meldung zu lesen bekommen, dass der gepackte Schulranzen nicht schwerer als zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts sein darf, um irreparable Haltungsschäden zu vermeiden. Wie kommen Sie dazu, diese Warnung für absurd zu erklären?
Es gibt zum Thema Schulranzengewicht sogar die DIN-Norm 58124, doch selbst die Experten beim Institut für Normung in Berlin wissen nicht, woher dieser Wert von zehn Prozent des Körpergewichts kommt. Bei unseren Nachforschungen ergab sich, dass diese Empfehlung offenbar aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stammt. Sie bezog sich darauf, wie schwer der Tornister eines Rekruten sein durfte, damit auch lange Märsche ab 20 Kilometer ohne Ermüdungserscheinungen zu überstehen sind. Diesen Wert auf Schulranzen und Schulwege anzuwenden, ist vollkommen absurd. Es gibt nach unseren Untersuchungen zudem keinen einzigen Beleg dafür, dass der Rücken eines Kindes geschädigt wird, wenn es einen schwereren Schulranzen trägt.

Man sieht doch aber manchmal Kinder, die ganz offensichtlich einen zu schweren Schulranzen zu schleppen haben. Das kann doch zumindest für die Schultern nicht gesund sein!
Was Sie da anführen, sind Kinder, deren Schulranzen-Gurte schlecht eingestellt sind. Entscheidend ist, dass der Ranzen richtig getragen wird. Wenn die Gurte zu lang sind, dann hängt der Ranzen zu tief und zieht das Kind ins Hohlkreuz. Außerdem belastet so eine Tragevariante die Schulterblätter. Ungünstig ist es selbstverständlich auch, wenn Kinder ihren Ranzen nur über einer Schulter tragen. Diese Rotation im Oberkörper belastet auf Dauer die Wirbelsäule. Was wir in unseren Untersuchungen oft gesehen haben: Die Ranzen werden falsch gepackt, das heißt, die schweren Sachen lagen an der Außenwand und nicht – wie es richtig wäre – körpernah. Wird der Ranzen nicht richtig getragen, muss das Kind ständig Energie aufwenden, um den Körper im Gleichgewicht zu halten.

Schwere Ranzen sind also grundsätzlich kein Problem, sofern sie richtig getragen werden.
In unserer Studie hatte jeder Ranzen im Durchschnitt ein Gewicht, das bei 17,2 Prozent des Körpergewichts der Kinder lag, also deutlich schwerer als die empfohlenen zehn Prozent. Wir haben die Kinder eine Art anstrengenden Schulweg gehen lassen. Die Muskulatur war dennoch nicht merklich ermüdet. Eine nennenswerte Aktivität von Bauch- und unterer Rückenmuskulatur wurde überhaupt erst messbar, wenn das Ranzengewicht ein Drittel des Körpergewichts ausmachte. Erst bei dieser Last änderte die Wirbelsäule ihre Position und die Ruhehaltung wurde instabil. Jetzt spannten sich auch die Muskeln deutlich an, um den Körper zu stabilisieren. Dadurch wurde die Wirbelsäule entlastet. Unser Fazit: Ein schwererer Ranzen führte selbst bei den muskelschwächeren und molligeren Kinder nicht zu deutlichen Ermüdungserscheinungen der Rumpfmuskulatur. Ein schwerer Ranzen kann sogar die Rumpfmuskulatur trainieren – zumindest bei Kindern, die sonst kaum Bewegung haben. Da fast 50 Prozent aller Kinder so schwache Bauch- und Rückenmuskeln haben, dass sie sich nicht dauerhaft gerade halten können, muss jedes Training zur Kräftigung willkommen sein.

Das eigentliche Problem ist also der Bewegungsmangel?
Ja – und falsche Schulmöbel! Bei Kindern wachsen die Wirbelkörper noch und reagieren sehr empfindlich auf einseitige Belastung wie stundenlanges Sitzen. Sitzt ein Kind immer wieder lange Zeit nach vorn gebeugt, werden vorwiegend die vorderen Abschnitte der Wirbelkörper belastet. Dadurch wird ihr Wachstum an dieser Stelle frühzeitig gestoppt, hinten wachsen die Wirbel jedoch weiter. Dadurch entwickelt sich ein Rundrücken. Diese Haltungsschwäche wird schließlich zu einem Haltungsschaden, der nicht mehr zu beheben ist. Vor allem in den weiterführenden Schulen sehen wir, dass Kinder mit 150 Zentimeter Körpergröße in derselben Bestuhlung sitzen wie Kinder mit 175 Zentimeter. Wir haben viel zu viel über Schulranzengewichte diskutiert und viel zu wenig über Themen wie „Bewegter Unterricht“ und „Gesunde Schulmöbel“. Da sitzen die Kinder acht Stunden in der Schule und wir machen uns Gedanken um 15 Minuten Schulweg mit einem schweren Ranzen! Aber es gibt durchaus fortschrittliche Schulen und engagierte Lehrer, die zeigen, dass man etwas verändern kann.

Falsches Sitzen soll auch das Lernvermögen beeinträchtigen.
Auch dazu haben wir eine Untersuchung gemacht. Wir haben die Durchblutung der Oberkörper gemessen und zwar bei einer Gruppe von Schülern, die auf bewegten Sitzmöbeln sitzen, und bei einer Gruppe, der nur klassisches Sitzmobiliar zur Verfügung steht. Da gab es drastische Unterschiede! Nach einer Stunde auf einem herkömmlichen Stuhl bestand eine deutliche Minderdurchblutung des Oberkörpers – und damit vermutlich auch des Gehirns. Konzentrationsprobleme sollten also nicht überraschen. Wir schauen zu viel auf die reine Orthopädie, also auf Muskeln, Knochen und Gelenke. Aber wir sollten den ganzen Körper anschauen. Die allermeisten der heutigen Schüler werden ihren Beruf im Sitzen ausüben. Die Schule ist der Ort, in dem junge Menschen lernen könnten, mit dieser sitzenden Tätigkeiten so umzugehen, dass sie gesund bleiben. Stehpulte, kurze Gymnastik während des Unterrichts oder Bewegungsangebote für die Pausen wären wichtig. Da wird einfach noch viel zu wenig getan.

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