Schöne kinder bilder

Inhalte

Fotografieren für Kinder

Beschreibung

Kinder werden schnell und kurzweilig in die Fotografie eingeführt. Im Vordergrund steht, die Kinder mit der kreativen Bildgestaltung vertraut zu machen und ihnen einen sinnlichen, erlebnisorientierten Zugang in eine faszinierende Welt zu eröffnen. Technik dient lediglich als Mittel zum Zweck.

Zielgruppe

  • Fotografierende Kinder
  • Fotobegeisterte Eltern

Leseproben

Autor / Autorin

Michael Ebert ist Fotograf und unterrichtet an den Hochschulen Magdeburg und Hannover Bildjournalismus. Früher hat er lange für Zeitungen und Magazine fotografiert. Inzwischen macht er Fotoausstellungen mit berühmten Fotografen und hat schon viel über Fotografie geschrieben.
Sandra Abend hat Kunstgeschichte studiert. Dabei hat sie sich intensiv mit Fotografie beschäftigt und schließlich ihre Doktorarbeit über den Fotografen Jeff Wall geschrieben. Sie leitet die Kinderartothek im Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden und lehrt auch an der Universität Düsseldorf.
Zusammen veranstalten Sandra und Michael seit einigen Jahren Foto-Workshops für Kinder.

Rezensionen

„Das Buch vermittelt Kindern gute Ideen wie man Tiere, einen schönen Moment oder viele andere tolle Motive fotografiert. Den Spaß am Fotografieren und die eigene Kreativität zu entdecken wird kleinen Paparazzis und ihren fotobegeisterten Eltern mit vielen interessanten Tipps gezeigt.“ (www.niederrhein-foto.de)
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„(…) ein wirklich kindgerechtes Fotobuch. Es orientiert sich daran, wie Kinder lernen: durch Ausprobieren und durch das Machen von Erfahrungen. Es doziert nicht sondern animiert und macht Lust, die Kamera auf vielfältige Art und Weise zu nutzen. Es wäre schön, wenn es auch für Erwachsene mehr solcher Bücher gäbe.“ (www.fotopaed.de)
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Buchtipp! (Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur, Newsletter Mai 2014)

Früh übt sich: Wenn Kinder fotografieren

Kinder und Fotografieren: Früh übt sich – da war der Kleine 3 1/2 Jahre alt!

Kinder und Fotografieren

Nur logisch, dass unsere Jungs schon als kleine Knirpse auch schon selber fotografieren wollten. Mit einer Mutter, die ständig Fotos macht, entdeckten sie sehr früh dieselbe Leidenschaft für sich selbst. Mit eigenen Kinderkameras bzw. später mit alten Digitalkameras ausgestattet konnten sie stets selber auf Entdeckungstour gehen und das fotografieren, was sie als interessant befanden.

Einige Jahre später: Die Leidenschaft fürs Fotografieren ist noch da!

Früh übt sich: Wenn Kinder Fotografen werden wollen

Mit dem Fotografieren können Kinder früh beginnen, allerdings sollten sie schon mindestens drei Jahre alt sein. Vorher ist die Motorik oft noch nicht weit genug ausgebildet. Sobald aber ein Kind die motorische Hürde genommen hat, auf den Auslöser zu drücken, kann es an das Fotografieren herangeführt werden. Beherrschen die Kinder das erst einmal, sind sie bereit für komplexere Zusammenhänge: Aspekte wie Hoch- oder Querformat, Perspektive oder Zoom können, wenn sie spielerisch eingeführt werden, ebenfalls schnell erlernt werden.

Kinder und Digitalkameras zum Einsteigen

Digitalkameras erleichtern den kleinen Fotografen den Weg zu gelungenen Bildern. Sie sind einfach zu bedienen und die Kinder sehen die Ergebnisse sofort und müssen nicht wie früher eine Woche warten, bis die Abzüge entwickelt waren. Laut Photoindustrie Verband sind heute 30 % der Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 13 Jahren mit einer Digitalkamera ausgestattet.

Fotografieren: Förderung der Medienkompetenz beim Kind

Die Fotografie ist ein sinnvoller Einstieg in das Arbeiten mit Medien. Kindern kann damit schon sehr früh Medienkompetenz vermittelt werden. Der Fotoapparat ist dazu gut geeignet, weil schon kleine Kinder in relativ kurzer Zeit gut mit ihm umgehen können.

Kinderfotografie: Spezielle Kinderapparate oder nicht?

Im Prinzip reichen normale Digicams, es braucht keine speziellen Kinderfotoapparate. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Geräte nicht zu viele Knöpfe und Funktionen mitbringen und nur eine kurze Auslösezeit haben. Spezielle Kinderkameras punkten allerdings mit robuster Verarbeitung und stabiler Bauweise, die auch etwas unvorsichtigere Behandlung gut wegstecken. Dafür sorgen zum Beispiel gummierte Griffkanten, die auch Stürze gut abfangen.

Quelle: Wenn Knirpse knipsen

Fotografieren wie ein Profi

Unserem Kleinen hat es in Sachen Fotografieren nun definitiv den Ärmel reingezogen! Letzte Weihnachten hat er eine „richtige“ Kamera erhalten, mit welcher er sich in den letzten Monaten vertraut gemacht hat. Auch hat er an einem Nachmittag einen tollen Kinder-Fotokurs besucht und wird – so Gott will und er auch einen Platz ergattern kann – nächstes Jahr ein Universikum-Kurs in Fotografie absolvieren.

Sein nächstes Ziel: Unsere USA-Reise aus seiner Perspektive dokumentieren! Wir sind sehr gespannt, welche Impressionen er nach Hause mitnehmen wird und werden euch bestimmt die eine oder andere auch sehr gerne zeigen!

Fotografieren eure Kinder auch so gerne? Womit? Wann haben sie angefangen? Haben Sie Kurse besucht?

Weitere Beiträge passend zum Thema „Fotografieren“:

  • Fotosafari durch Zürich: Tipps und Tricks für noch bessere Fotos
  • Ferienbilder: Unsere Tipps für gelungene Ferienfotos
  • Die Welt aus Kinderaugen: Perspektiven auf den Kopf stellen
  • Naturbeobachtungen mit der Wildkamera
  • Familien- und Kinderfotografie: So gelingen Familienfotos
  • Unsere Tipps für schöne Ferienfotos
  • Foto-Workshop: Die blaue Stunde
  • Die Welt durch Kinderaugen sehen – mit der Kamera
  • Wenn Knirpse knippsen
  • Das richtige Licht für schöne Fotos
  • Ferienzeit ist Fotozeit
  • Schöne Kinderfotos leicht gemacht

Kinder fotografieren – Augenblicke festhalten

Täglich erleben wir Situationen mit unseren eigenen oder fremden Kindern, die wir nur allzu gerne festhalten möchten: das Staunen in den Augen der Kleinen wenn ihnen ein Marienkäfer über die Finger krabbelt, die irrwitzige Freude wenn eine Seifenblase entsteht, ein beherzter Sprung in die spritzende Matschpfütze, eine Mehlwolke die beim Backen die kleinen Bäckerhände umwirbelt und, und, und. Momente, die viel zu schnell vergehen.

Doch Kinder fotografieren ist nicht so einfach wie es klingt. Wir haben für euch ein paar Tipps für ein gelungenes Kinder-Alltagsfoto zusammengestellt. Vielleicht ist ja noch eine Anregung dabei?

Zeitpunkt
Ausgeschlafene Kinder sind ein Segen. Das gilt auch beim Fotografieren (es sei denn man möchte kullernde Tränen einfangen) und ganz besonders dann, wenn es gestellte Bilder werden oder Studioaufnahmen sind.

Geduld
In der Ruhe liegt die Kraft. Selten ist die erste Aufnahme das perfekte Bild. Viel eher entstehen wirklich gute Bilder aus der Situation heraus oder dann, wenn die Session langsam zu Ende geht. Der Fotograf ist ein Jäger, er muss sich auf die Lauer legen und warten und sich die Zeit nehmen (oder verdammt viel Glück haben). Wesentlich dabei ist natürlich auch das Alter der Kinder. Bei älteren kann man schon klar kommunizieren was man erwartet, was sie machen sollen (aber auch hier muss schließlich der richtige Moment, das entscheidende Funkeln getroffen und eingefangen werden). Sind die Kinder noch älter, könnt ihr mit ihnen sogar besprechen, was sie sich wünschen.
Kinder zwischen 2 und 4 sind übrigens ideale Motive, die verhalten sich nämlich fast immer natürlich. Ab 5 wird es schwieriger. Die Kleinen versuchen sich dann in Pose zu setzen und schon der Versuch des Lächelns endet meist in einer schiefen Grimasse.

Ablenkung
Kinder abzulenken ist eine bewährte Idee. Denn eine Kamera, gerade bei den Winzlingen, ist aufregend und lenkt von dem natürlichen Spielen ab. Wie wäre es denn mal mit mitspielen? Oder die Kinder aktiv einbinden? Nach dem Motto, Bild vom Teddy machen, das Ergebnis auf dem Display dem Kind zeigen und dann sagen „da fehlt doch noch die Prinzessin….“. Quatsch machen, den Hampelmann geben oder sie überraschen funktioniert auch sofern sie noch nicht zu alt sind. Achtet dabei aber darauf, dass ihr nicht in „Babysprache“ verfallt, denn auch kleine Kinder möchten schon ernst genommen werden. Übrigens spielt auch bei diesem Punkt Zeit wieder eine Rolle – je mehr Zeit ihr mit den Kindern verbringt und vielleicht erst mal ohne Kamera mit ihnen spielt oder gemeinsam Fotos macht, desto eher werdet ihr akzeptiert und nicht mehr besonders skeptisch beäugt. Lasst euch also nicht hetzen!

Lichtquelle
Es ist wie es ist: Tageslicht ist am besten und wirkt besonders, wenn es von schräg vorne auf das Kind fällt.
Fotografiert möglichst ohne Blitz (und wenn, dann mit kleiner Softbox oder gebounced). Die meisten integrierten Blitze blitzen zu hart und die Bilder wirken unnatürlich, es kommt zum Roten-Augen-Effekt und die Kinder können erschrecken.
Wenn ihr den Blitz ausschaltet und den ISO-Wert höher einstellt, könnt ihr gelungene Aufnahmen ohne das störende Blitzlicht machen. Harte Lichtquellen wie Strahler oder Mittagssonne werfen ebefalls unschöne Schatten – indirektes Licht wirkt viel angenehmer und natürlicher. Klar ist auch: nicht gegen die Sonne oder das Fenster fotografieren, es sei denn ihr möchtet mit Gegenlicht komponieren und seid entsprechend vorbereitet.

Perspektive und Abstand
Wenn Ablenkung nicht hilft, dann tut es vielleicht der gesunde Abstand. Zoom- oder Tele-Objektiv bringen zumindest ein paar Sekündchen, bevor das Kind angelaufen kommt. Geht der Fotograf in die Knie, begegnet er den Kindern auf Augenhöhe – das schafft Nähe und die Aufnahmen wirken ausdrucksstärker, die Proportionen sind nicht perspektivisch verzerrt. Zudem gut ist es, die Perspektive zu wechseln – so ergeben sich ganz unterschiedliche Bilder. Experimentiert mit den verschiedenen Blickwinkeln! Bilder aus der Totalen haben ihren Reiz, genauso aber auch Detailfotos, z.B. Babyfüße. Achtet dabei allerdings auf die Schärfentiefe und darauf, dass ihr auf die entsprechenden Körperteile fokussiert.

Kleidung und Accessoires
Nicht die Kleidung soll im Mittelpunkt stehen, sondern das Kind. Am besten etwas Einfarbiges anziehen, das nicht ablenkt und vor allem nicht zwickt oder einengt. Die richtigen Accessoires (weiße Decke, buntes Stofftier, Engelflügel, roter Ball zum weißen Kleid) reichen völlig und unterstreichen das Bild (auch ohne aufwändige Bildbearbeitung). Ein neutraler Hintergrund (z.B. eine grüne Wiese, eine weiße Wand) ist angenehmer in der Betrachtung, als ein detailreicher, der lenkt nämlich nur ab. Wer ganze Geschichten erzählen möchte, der sollte natürlich bereits vorher die entsprechenden Accessoires bereit gelegt haben.

Anzahl der Fotos
Es kostet ja nix mehr, also drauf mit der Kamera. Je mehr Fotos gemacht werden, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit den richtigen Treffer zu landen. Die Serienbildfunktion der Kamer kann da ungemein helfen. Und wie immer gilt: Übung macht den Meister. Bei spielenden Kindern empfiehlt sich übrigens die Sportautomatik für den, der gerne mit Kamera-Automatiken fotografiert: kurze Belichtungszeiten für scharfe Bilder.

Spaß
Der darf nicht zu kurz kommen. Nicht vergessen: Jede Emotion kann hinreißend sein – gähnen, lachen, oder auch schreien – das Bild fängt den Moment ein. Und besonders schön sind natürliche Szenen, keine gekünstelten Bilder.

Mit diesen Tipps sollte es gelingen ein paar Momente für immer gelungen einzufrieren. Als Anregung haben wir noch ein paar tolle Beispiele für besondere und vor allem kreative Fotos gefunden, die wir euch nicht vorenthalten wollen:

Kreative Babyfotos

Babyträume

Perfekt inszenierte Kinderfotos

Wer gerne Videos schaut, dem sei dieses Video mit Tipps zum Fotografieren von Kindern von Pavel Kaplun empfohlen, den ihr als Referent und Aussteller auch bei der Photo+Adventure trefft:

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10 Tipps um schöne Babyfotos selbst zu machen

Zuerst einmal: Was brauche ich für ein Shooting…

  • Hintergrund:

    Als Hintergrund eignen sich große Decken, Tischdecken, Bettlaken und große Stoffe. Jedoch solltet ihr darauf achten das die Farben eher hell bzw. neutral gehalten sind, nicht zu bunt, und nicht zu „wild“ gemustert, denn sonst passiert es sehr schnell das nicht mehr das Baby im Fokus des Bildes steht sondern der bunte Zoo auf der Decke.

  • Untergrund:

    Ein neugeborenes Baby möchte man als Mama nicht unbedingt auf den harten Boden legen und eine einfache Decke macht es auch nicht bequemer für den kleinen Zwerg. Als Untergrund eignet sich ein Sitzsack genauso gut wie ein Stillkissen und das gleich aus mehreren Gründen. Das Baby liegt weicher und ist somit zufriedener, der Aufbau wirkt deutlich interessanter als wenn man die Kleinen einfach auf den flachen Boden legt, man kann durch formen des Kissens eine etwas „aufrechtere Position“ wählen und selbst muss man sich auch nicht auf den Bauch legen um eine günstige Aufnahmepostion einzunehmen.

    Außerdem könnt ihr ein hübsches Tuch, einen kuscheligen Schal oder auch ein Fellimitat unter die Babys legen, das wirkt gleich noch viel kuscheliger.

  • Licht:

    Da nicht jeder eine kleine Blitzanlage rumstehen hat, müsst ihr natürlich auf andere Lichtquellen ausweichen. Am Besten eignet sich in solchen Fällen das Tageslicht! Jedoch gibt es auch hier ein paar Sachen zu beachten: Tage an denen es draußen nicht recht hell werden will sind nicht unbedingt geeignet, das versteht sich von selbst. Aber ganz wichtig ist es auch direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden, da diese ungewollte helle Stellen auf den Babys entstehen lassen kann und diese lassen sich nachträglich auf den Fotos auch bloß mit einigem Aufwand wieder entfernen. Leicht bewölkte Tage eigenen sich daher am Besten, da die Wolken wie ein natürlicher Lichtfilter wirken.

    Um die Bilder schön auszuleuchten braucht ihr zusätzlich weiße Styroporplatten oder auch Kartonplatten die mit weißem Papier beklebt sind. Das ist alle mal günstiger als sich direkt Reflektoren, wie die Fotografen sie benutzen, zu besorgen.

  • Deko:

    Ein Haarband, ein süßes Kuscheltier, das Outfit das die Oma besorgt hat, ein paar Blüten… da findet ihr sicher so manches was sich eignen würde. Schön ist es immer wenn man die Größenverhältnisse festhalten kann, um sich später noch zu erinnern wie klein die Kinder tatsächlich waren.

  • Kamera:

    die Anschaffung einer etwas „besseren“ Kamera lohnt sich mit Kindern auf jeden Fall, sei es um schon die Schwangerschaft zu dokumentieren oder dann die Entwicklung der Kleinen festzuhalten (der Gesichtsausdruck beim ersten mal Barfuß in der Wiese, der Sandkasten, Urlaub,…). Hier würde ich aber empfehlen sich im Fachgeschäft beraten zu lassen, eine Profikamera fordert auch entsprechendes Wissen und kostet auch entsprechend, das muss für den „Hausgebrauch“ garnicht sein.

  • Gaaanz wichtig: Geduld!

    Bitte nicht verzweifeln wenn es beim ersten mal nicht gleich klappt. Vielleicht drückt der Bauch, blendet die Sonne oder kratzt der Tüll des süßen Röckchens, es gibt tausend Gründe warum es an dem einen Tag nicht klappen will. Einfach entspannt bleiben und es an einem anderen Tag erneut versuchen. Das bringt auch Routine beim Aufbau und beim nächsten mal geht es dann schon etwas schneller.

Wie komme ich jetzt zu meinen schönen Babyfotos? Wir haben hier unsere 10 Tipps für euch

Es ist wohl wie bei vielen Dingen, jeder hat einen tollen Ratschlag und es gibt unendlichen viele Wege ans Ziel zu gelangen. Nach einiger Übung stellt sich heraus das man das eine oder andere nicht braucht, etwas anderes aber viel wichtiger erscheint, wer kennt das nicht? Ich möchte hier nur einige grundlegende Tipps geben die den Einstieg deutlich vereinfachen werden.

  1. Die Fotos solltet ihr in geschlossenen Räumen bei Tageslicht machen, welcher Raum sich am Besten eignet hängt wohl vom Platz und der Fenster-Ausrichtung ab. Der Aufbau sollte so gestellt werden das die Kinder dem Fenster zugewandt sind um das Licht schön Gleichmäßig zu haben.

  2. Der Hintergrund sollte den Untergrund und 2 Wände/Seiten bedecken. Ich bezeichne es hier als Wände, aber gerade bei den noch kleinen Babys reicht es meist wenn man Polster oder Stühle um das Sitzkissen stellt und die Decke (idealerweise ohne Falten oder Knicke) darüber hängt. Das lässt ich auch ganz leicht mit Wäscheklammern befestigen.

  3. Um keinen eigenen Schatten ins Bild zu werfen solltet ihr von schräg vorne fotografieren.

  4. Nun zur Ausleuchtung, dafür habt Ihr die Styroporplatten/Kartonplatten besorgt. Um das Licht schön gleichmäßig von allen Seiten reflektieren zu können, stellt man die Platten leicht nach hinten geneigt. Möglicherweise seht ihr nicht direkt wie und wo die Reflektion ankommt, daher empfehle ich einfach mal ausprobieren (erst ohne, da sieht man die dunklen Bereiche die es aufzuhellen gilt am einfachsten, dann mal mit, dann ein bisschen schräger…) bis ihr das gewünschte Ergebnis erhaltet.

  5. Nehmt euch auch ruhig noch eine helfende Hand dazu, Papa, Oma oder Freundin. Zum Aufheller halten oder mal schnell wieder den Stoff glatt streichen ist die Hilfe ideal. Bitte achtet aber darauf das nicht zu viele Zuschauer dabei sind, das ist oft mehr Ablenkung als Unterstützung.

  6. Ändert öfter mal euren Blinkwinkel, dadurch entstehen schöne abwechslungsreiche Bilder. Mal von leicht oben, mal direkt auf Augenhöhe, vielleicht auch mal von ganz oben! Einfach ausprobieren! Das macht Spaß und zeigt die Babys aus verschieden Perspektiven.

  7. Traut euch nah ran zu gehen, es lohnt sich. Die winzigen Details eurer Kleinen lassen sich am Besten festhalten wenn Ihr mit der Kamera so nah wie möglich (je nach Kamera/Brennweite) an die Babys heran geht. So kann man die kleinen Hände, winzigen Füße oder den Flaum auf den Ohren fotografieren. Dabei solltet Ihr aber beachten das die Kamera auch auf das richtige Motiv scharf stellt, hält man den Auslöser nur leicht gedrückt, fokussiert die Kamera ein Motiv ohne auszulösen und Ihr könnt überprüfen ob der gewünschte Bereich scharfgestellt ist.

  8. Wenn Aufbau, Lichtverhältnisse und Ausleuchtung passen braucht Ihr keinen extra Blitz von der Kamera. Dieser würde die Babys nur erschrecken und gleichzeitig harte Schatten entstehen lassen. Bitte fotografiert nicht mit der Automatik, macht euch lieber vorher etwas mit der Kamera vertraut, schlagt im Handbuch nach oder übt an unbeweglichen Sachen (Kuscheltier, Topfpflanze, Teetasse,…).

  9. Achtet darauf das die Blende weit geöffnet ist. Das hat gleich zwei Vorteile: zum Einen fotografiert ihr so mit einer geringen Tiefenschärfe was den Hintergrund schön unscharf werden lässt, die Bilder wirken weicher und kuscheliger und das Hauptelement im Bild bleibt das Baby. Und zum Anderen fällt so mehr Licht in die Kamera, die Bilder werden also Heller! Wer trotzdem mit den Kameraeinstellungen überfordert sein sollte, der kann die Kamera auf A (Zeitautomatik) stellen, die Blende dann auf ca. 4 und die Zeit stellt sich automatisch ein. ABER hier ist zu beachten das die Verschlusszeit nicht unter 1/60 liegen sollte da sonst die Fotos verwackelt sein werden, da sollte man dann die ISO etwas höher stellen! (wie gesagt, das Kamerahandbuch lesen hilft bei derlei Schwierigkeiten).

  10. Keep cool! Ihr habt alles aufgebaut, das Wohnzimmer ist gemütlich eingeheizt damit der Zwerg es auch schön warm hat, das Baby ist satt und die Windel frisch und alles scheint prima zu laufen. Nach 10 Minuten ist es mit der Ruhe aber vorbei…? Das kann jedem passieren, auch dem Profi im Studio! Manchmal hilft es mit einem Spielzeug zu rascheln, manchmal hilft eine kurze Pause, mal kuscheln und manchmal einfach garnichts. Und das nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht…. Da kann man schon schnell frustriert sein. Leider sind gerade die Kleinsten sehr auf unseren Gemütszustand fixiert und merken sofort wenn sich die Stimmung ändert. Bleibt entspannt, gönnt dem Baby eine Pause, wickelt es wieder in die Decke, wartet bis es in eurem Arm eingeschlafen ist und versucht es dann erneut. Das schöne an der Digitalfotografie ist ja das man tausend Fotos machen kann und man sich zum Schluß dann doch bloß die Besten 100 Stück behalten kann 😉

Wer freut sich nicht auf die Ankunft eines neuen kleinen Erdenbewohners? Gestalten Sie jetzt tolle Fotoprodukte der ROSSMANN Fotowelt, um Ihre Babyfotos immer bei sich zu haben.

Mit viel Liebe im Herzen kommen Sie das erste Mal zu Dritt nach Hause, mit einem kleinen Kind im Handgepäck. Das Baby ist endlich da, darauf haben Sie die letzten Monate hingefiebert und sich tage- und wochenlang darauf vorbereitet. Was Sie nun tun können, um Ihre Babyfotos in der Familie, dem Freundes- und Bekanntenkreis und auf Arbeit jedem zeigen zu können und auch selbst Ihre emotionalen Fotos immer bei sich tragen, das erfahren Sie in unserer Themenwelt.

Machen auch Sie viele Babyfotos?

Wussten Sie schon? Familien mit Kindern schießen doppelt so oft Fotos wie Paare ohne Familienzuwachs. Meist gibt es tausende Fotos vom Kind, schlafend, essend, lachend, mit Papa, mit Oma und Opa, mit Freunden oder Tieren. Niedliche YouTube-Videos über einschlafende Babys am Küchentisch oder kuschelnde Kinder mit Hunden beherrschen das Internet. Auch Sie werden viele schöne Babyfotos von Ihrem Neugeborenen machen und sich diese ständig auf dem Handy- oder Computer anschauen.

Gestalten Sie aus Ihren Babybildern personalisierte Babygeschenke für Ihre Familie. Euer Enkelkind ist nun da, Deine Cousine ist geboren oder Dein Bruder wird ab jetzt immer bei Dir sein, bringen Sie Ihre wundervollen Kinderfotos mit schönen Sprüchen auf verschiedene Fotoprodukte.

Geburtskarten für Familie und Freunde

Verschicken Sie Grußkarten im klassischen Format, quer oder hochkant designt mit Ihren Fotos vom Kind. Die ersten Babybilder werden meist schon im Krankenhaus von einem professionellen Fotografen geschossen. Nutzen Sie diese tollen Fotos von ihrem Kind für Ihre „Herzlich Willkommen auf der Welt“-Postkarte.
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Ihre Fotos vom Kind überall dabei haben

Das erste Jahr mit Ihrem Baby vergeht so schnell, Zeit in denen Sie sich besser kennenlernen konnten, viel Spaß zusammen genossen haben und sich gar nicht mehr vorstellen können, wie es ohne Kind war.
Bald beginnt die Zeit, in welcher Ihr Baby zum Kleinkind wird und das erste Mal die KiTa besucht. Sie gehen wieder arbeiten und der Alltag hält schnell Einzug in Ihr neues Leben. Gestalten Sie ihn jetzt schöner und personalisieren Sie Ihren Arbeitsplatz und Ihre alltäglichen Gegenstände mit schönen Motiven.

Babyfotos auf Ihrer Handyhülle

Wenn Ihr Kind nun im Kindergarten ist, werden Sie auf Abruf immer Ihr Handy bei sich haben. Gestalten Sie jetzt eine Handyhülle zum Schutz vor Kratzern und Stößen. In Meetings oder am Schreibtisch sehen Sie so immer Ihr liebevolles Foto von Ihrem Kind. Zeigen Sie Ihren Freunden und Kollegen, wie wundervoll es ist Mutter zu sein und designen Sie sich Ihre Handyhülle.

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Kin­der­fo­tos: 5 Tipps für schö­ne Bil­der von Ihren Kin­dern

Kin­der sind das größ­te Geschenk im Leben jun­ger Eltern. Doch die magi­schen Momen­te sind flüch­tig. In atem­be­rau­ben­dem Tem­po ler­nen die Klei­nen lau­fen und spre­chen, sie kom­men in den Kin­der­gar­ten, in die Schu­le, in die Puber­tät. Beglei­ten Sie die­ses Aben­teu­er mit Ihrer Kame­ra und hal­ten Sie alle schö­nen Momen­te foto­gra­fisch fest. In unse­rem UPDATED Rat­ge­ber zum The­ma Kin­der­fo­to­gra­fie geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Kin­der­fo­tos sel­ber machen kön­nen und lie­fern Ihnen Ide­en für schö­ne Moti­ve, die Sie als Chro­nist für Ihre Kin­der ein­fach umset­zen kön­nen. So erin­nern Sie sich spä­ter ger­ne dar­an, wel­chen Weg Sie gemein­sam gegan­gen sind.

  • 1. Tipp: Die Basics für gute Kin­der­fo­tos
  • 2. Tipp: Las­sen Sie Ihr Kind spie­len
  • 3. Tipp: So las­sen Sie das Kind posie­ren
  • 4. Tipp: Klei­der machen Models
  • 5. Tipp: Spie­len Sie mit Per­spek­ti­ven und Belich­tungs­zei­ten
  • Erin­ne­run­gen für die Ewig­keit

1. Tipp: Die Basics für gute Kin­der­fo­tos

Wie im rea­len Leben wird es Ihnen auch als Foto­graf nur schwer gelin­gen, Ihre Kin­der zu etwas zu bewe­gen, was sie nicht wol­len. Erzwin­gen Sie also nichts. Wäh­len Sie für eine Foto­ses­si­on am bes­ten einen Zeit­punkt, an dem Ihr Nach­wuchs satt und aus­ge­schla­fen ist. Ach­ten Sie dar­auf, dass kei­ne ande­ren Ter­mi­ne wie Arzt­be­su­che oder Spiel­ka­me­ra­den auf dem Pro­gramm ste­hen. Pla­nen Sie aus­rei­chen­de Pau­sen ein, und stel­len Sie Geträn­ke und Snacks bereit. Den­ken Sie dar­an: Das Kind ist der Star, und sei­ne Stars soll­te man immer bei Lau­ne hal­ten.

2. Tipp: Las­sen Sie Ihr Kind spie­len

Schon nach etwa sechs Mona­ten kön­nen Sie Ihr Kind zu “Action” vor der Kame­ra bewe­gen. Je natür­li­cher und fröh­li­cher Ihr Modell vor der Lin­se agiert, umso mehr hal­ten Sie die Eigen­schaf­ten, Vor­lie­ben und Macken fest. Las­sen Sie Ihr Kind zum Bei­spiel frei mit dem Lieb­lings-Stoff­tier oder ‑Spiel­zeug agie­ren. Für die schöns­ten und aus­sa­ge­kräf­tigs­ten Auf­nah­men brau­chen Sie nicht ein­mal eine Foto­ses­si­on zu pla­nen. Haben Sie ein­fach die Kame­ra stets griff­be­reit, und beob­ach­ten Sie, wie Ihr Kind immer wie­der etwas Neu­es ent­deckt oder gelöst her­um­tollt. Hal­ten Sie sich dezent im Hin­ter­grund, und nut­zen Sie gege­be­nen­falls ein Tele­ob­jek­tiv. Im Sport­mo­dus (das Modus­rad auf das Sym­bol mit dem Sprin­ter stel­len) wer­den die Bil­der auch in der Bewe­gung scharf.

Wenn sich Ihr Kind frei und unge­zwun­gen fühlt, kön­nen Sie es auch um eine Pose bit­ten, um ein Lachen in die Kame­ra, um ein Auf­sprit­zen des Was­sers im Plansch­be­cken, um ein Kopf­über-Hän­gen vom Klet­ter­ge­rüst. Drü­cken Sie dabei lie­ber ein­mal zu viel als ein­mal zu wenig auf den Auf­lö­ser und bewe­gen Sie sich frei um das Kind her­um. Viel­leicht wol­len Sie auch ein­mal eine unge­wöhn­li­che Per­spek­ti­ve aus­pro­bie­ren und legen sich vor die Schau­kel, wäh­rend Ihr Kind in die Höhe schnellt?

Wie Sie beson­ders schnel­le Bewe­gun­gen opti­mal foto­gra­fie­ren, erfah­ren Sie im Rat­ge­ber
Sport­fo­to­gra­fie: Die rich­ti­gen Ein­stel­lun­gen an der Kame­ra

Je unbe­fan­ge­ner Sie das Kind spie­len las­sen, umso authen­ti­scher ist der Ein­druck auf dem Foto. (© 2016 KOICHI SAITO/a.collectionRF)

Kame­ra & Tech­nik-Tipps für Kin­der­fo­tos

  • Kin­der hal­ten ungern still. Wäh­len Sie eine kur­ze Belich­tungs­zeit, zum Bei­spiel 1/125 Sekun­den, um auch bei hek­ti­schen Bewe­gun­gen eine schar­fe Auf­nah­me zu errei­chen.
  • Nut­zen Sie die Seri­en­funk­ti­on, damit Sie den “einen” rich­ti­gen Moment erwi­schen, wenn Ihr Nach­wuchs posiert. Sie macht meh­re­re Auf­nah­men unmit­tel­bar hin­ter­ein­an­der.
  • Ver­zich­ten Sie bei klei­nen Kin­dern auf das Blitz­licht. Ihr Kind könn­te sich erschre­cken, und dar­über hin­aus sorgt das Blitz­licht bei Por­trät­auf­nah­men eher für unna­tür­li­che Bil­der. Set­zen Sie nach Mög­lich­keit auf Tages­licht.
  • Machen Sie Auf­nah­men im Frei­en ruhig bei bedeck­tem Him­mel. Die Wol­ken wir­ken wie ein natür­li­cher Fil­ter und zau­bern ein dif­fu­ses, ange­neh­mes Licht.
  • Um sich mit allen Funk­tio­nen Ihrer Kame­ra in Ruhe ver­traut zu machen, üben und expe­ri­men­tie­ren Sie am bes­ten, wenn das Kind schläft.

Die aus­führ­li­chen Infor­ma­tio­nen hier­zu fin­den Sie bei den
Nach­wuchs im Fokus: Tipps für das gelun­ge­ne Baby­fo­to

Mehr zu Blen­de, Brenn­wei­te und Co. fin­den Sie in
Grund­la­gen der digi­ta­len Foto­gra­fie: Tipps für Ein­stei­ger

3. Tipp: So las­sen Sie das Kind posie­ren

Wäh­rend man­che Kin­der es lie­ben, vor der Kame­ra zu posie­ren, ver­lie­ren ande­re schnell die Lust. Hal­ten Sie des­halb ein Shoo­ting so kurz wie mög­lich. Ent­wi­ckeln Sie eine kla­re Vor­stel­lung, wel­che Bil­der Sie von Ihrem Nach­wuchs machen wol­len und berei­ten Sie alles vor, bevor Sie das Kind hin­zu­bit­ten.

Haben Sie auch hier den Mut zur Natür­lich­keit. Ein Kind ist auch mal trot­zig, albern, wütend, gelang­weilt, genervt. Soll es aber ein­mal das lächeln­de Gesicht für Bild für die Ahnen­ga­le­rie sein, ver­su­chen Sie, das Kind auf­zu­hei­tern. Machen Sie einen Witz, schnei­den Sie Gri­mas­sen, sei­en Sie albern. Zwi­schen­durch drü­cken Sie dann bei­läu­fig immer wie­der auf den Aus­lö­ser.

Geben Sie Ihrem Modell zwi­schen­durch immer wie­der die Gele­gen­heit, eine Pose nach Lust und Lau­ne ein­zu­neh­men, damit kein Stress auf­kommt, der die gute Lau­ne ver­der­ben könn­te. Oder Sie bie­ten dem Kind einen Deal an: Sie neh­men zusam­men fünf Bil­der auf, bei dem es sich nach Ihnen und Ihren Wün­schen rich­tet, und bei den nächs­ten zehn Auf­nah­men darf das Kind wie­der die Regie über­neh­men.

4. Tipp: Klei­der machen Models

Kin­der lie­ben Ver­klei­dun­gen. Das gibt Ihnen die Chan­ce für eine aus­ge­dehn­te Foto­ses­si­on, die außer­ge­wöhn­li­che Bil­der ver­spricht. Wie wäre es zum Bei­spiel mit einem Kos­tüm, das die Per­sön­lich­keit von Toch­ter und Sohn aus­drückt, zum Bei­spiel Cow­boy, Prin­zes­sin oder Superheld/in? Lich­ten Sie Ihr Kind mit einem Gegen­stand ab, das sei­ne Hob­bys sym­bo­li­siert, etwa ein Instru­ment, einen Mal­kas­ten nebst farb­ver­schmier­tem Kit­tel, Tor­wart­hand­schu­he und Ball. Viel­leicht gibt es auch eine spe­zi­el­le Fami­li­en­tra­di­ti­on, die sich auf einem Foto abbil­den lässt, zum Bei­spiel ein bestimm­tes Rei­se­ziel, eine Fah­ne mit Fami­li­en­wap­pen oder einen Beruf, der von Genera­ti­on zu Genera­ti­on “ver­erbt” wird.

Am stärks­ten rich­tet sich die Kon­zen­tra­ti­on auf sol­che Acces­soires, wenn das Bild vor neu­tra­lem Hin­ter­grund in einem Stu­dio-Set­ting ent­steht. Aber bestimmt macht es auch Spaß, das Kind ein­mal “in Action” auf­zu­neh­men. Bezie­hen Sie die klei­nen Models in die Ide­en­su­che ruhig mit ein. Wenn Sie ihnen auf der Digi­tal­ka­me­ra die bis­he­ri­gen Ergeb­nis­se zei­gen, moti­viert das zusätz­lich.

Ver­klei­dun­gen machen Kin­dern Spaß und zei­gen sie von einer unge­wöhn­li­chen Sei­te. (© 2016 Milen­ko Bokan)

5. Tipp: Spie­len Sie mit Per­spek­ti­ven und Belich­tungs­zei­ten

Alles, was unge­wöhn­lich ist, erweckt unse­re Auf­merk­sam­keit. Das gilt auch beim Blick auf Fotos. Eine Kame­ra in der Frosch­per­spek­ti­ve, über dem Kopf oder zen­ti­me­ter­nah am Auge – expe­ri­men­tie­ren Sie mit Ansich­ten abseits unse­rer Seh­ge­wohn­hei­ten. Auch der Bild­aus­schnitt eröff­net vie­le Mög­lich­kei­ten. Schnei­den Sie die Auf­nah­me in der Nach­be­ar­bei­tung so zu, dass Ihr Kind am Rand oder viel­leicht sogar halb aus dem Bild her­aus steht. Dazu müs­sen Sie aller­dings stets aus­rei­chend Raum um das Kind her­um mit auf­neh­men, damit Sie an den Rän­dern genü­gend “Fut­ter” haben. Wech­seln Sie auch immer wie­der zwi­schen Hoch- und Quer­for­mat, um vom Foto­al­bum über den Kalen­der bis zur Tas­se alle Ver­wen­dungs­mög­lich­kei­ten abzu­de­cken.

Mit Bild­aus­schnitt und Unschär­fen set­zen Sie Ihr Kind gekonnt in Sze­ne. (© 2016 moodboard/Thinkstock)

Auch mit der Belich­tungs­zeit erzie­len Sie fas­zi­nie­ren­de Effek­te. In den meis­ten Fäl­len emp­fiehlt sich zwar eine kur­ze Belich­tungs­zeit von zum Bei­spiel 1/125 Sekun­den, um auch bei schnel­len Bewe­gun­gen des Kin­des schar­fe Bil­der zu erhal­ten (sie­he Tech­nik-Tipps im Kas­ten). Doch Sie haben auch ande­re Mög­lich­kei­ten. Wäh­len Sie zum Bei­spiel eine län­ge­re Ver­schluss­zeit, und foto­gra­fie­ren Sie das spie­len­de Kind in vol­lem Lauf. Jetzt bleibt der Hin­ter­grund scharf, wäh­rend die Haupt­fi­gur “ver­wischt” und die gan­ze Dyna­mik abbil­det. Oder Sie fol­gen bei län­ge­rer Belich­tungs­zeit mit der Kame­ra dem lau­fen­den Kind, dann sind Sohn oder Toch­ter scharf zu sehen, wäh­rend der Hin­ter­grund ver­wischt. Die­ser Effekt benö­tigt aller­dings etwas Übung.

Kin­der­fo­tos sind Erin­ne­run­gen für die Ewig­keit

Ein tol­les Kin­der­fo­to­al­bum besticht durch den Wech­sel zwi­schen, geplan­ten Por­trät­bil­dern und spon­ta­nen Auf­nah­men aus dem all­täg­li­chen Leben. Sam­meln Sie ein bun­tes Pan­ora­ma von Stim­mun­gen, Aus­drü­cken, Erleb­nis­sen und Eigen­hei­ten – das eine Mal bewusst insze­niert, das ande­re Mal spon­tan ein­ge­fan­gen. Wenn Sie sich die Zeit neh­men, bei­de Aspek­te im Bild fest­zu­hal­ten, wer­den Sie sich in spä­te­ren Jah­ren die gesam­te Kind­heit Ihres Nach­wuch­ses immer wie­der vor Augen füh­ren kön­nen.

In einem Seminar für Fotopädagogen der Partnereinrichtungen der KameraKInder in Nordrhein Westfalen stellten die beiden Referenten Michael Ebert und Dr. Sandra Abend Möglichkeiten für die kreative Gestaltung und den individuellen Aufbau von Kinderfotoworkshops vor, angefangen von der Planung über die Realisierung bis zur Nachbereitung des Projektes. Im Vordergrund stand, wie man Kinder für das Medium Fotografie begeistert und gleichzeitig, neben technischen Fertigkeiten zur Umsetzung eigener kreativer Vorstellungen, auch Medienkompetenz vermittelt.

Die Referenten

Michael Ebert ist Fotograf, Hochschullehrer und Kurator. 2008 gründete er den ersten Studiengang für Bildjournalismus in Magdeburg. Die Kunsthistorikerin Dr. Sandra Abend arbeitet im Hildener Wilhelm-Fabry-Museum und unterrichtet Kunstgeschichte an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.

Beide veranstalten seit 2004 Workshops mit Kindern und Jugendlichen. 2010 erschien ihr Buch: „Fotoworkshop für Kinder“.

Natürlich können wir nicht das ganze Seminar wiedergeben und beschränken uns hier auf die Quintessenz

Zunächst stellten die Referenten einige Genres vor, die sich für die Fotoarbeit mit Kindern gut eignen:

Genres der Fotografie

Streetfotografie – bei der Fotografie im öffentlichen Raum, in Straßen und Geschäften muss man eine besondere Situation schnell erfassen. Zunächst sollte man sich mit dem öffentlichen Raum auseinandersetzen: Was ist öffentlich (dort darf fotografiert werden), was ist privat? Dann geht es natürlich auch immer um das Recht am eigenen Bild, das übrigens bei öffentlichen Veranstaltungen (Feste, Demonstrationen) eingeschränkt ist.

Am besten ist natürlich, man hat ein “Model release”, also die Freigabe des Models zur Veröffentlichung (schriftlich), was natürlich gerade bei der Straßenfotografie schwierig ist. Schon der berühmte Streetfotograf Cartier-Bresson sagte “heute müsste man sich an seine Leica einen Anwalt binden”. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass Verbreitung (also eine Ausstellung, bei der Bilder wieder abgehangt werden konnen) etwas anderes ist als Veröffentlichung.

Potraitfotografie, ein beliebtes Genre bei Kindern, da szenische Portaits und Selbstportaits angefertigt werden können. Sondergenre: Selbstportaits

Tierfotografie – das Lieblingsgenre bei den Jüngeren, kann auch Themen wie Tierhaltung etc. aufgreifen

Jugend/Identitat – die Kinder bekommen die Kamera eine Woche mit nach Hause, um sich in ihrer Umwelt zu fotografieren

inszeniert Fotografie – grosse Variationsbreite (schauen Sie doch auch einmal im Fotoknow how unter diesem Eintrag nach). Tolle Projektidee: z.B. Kinderarbeit im Museum wie in der Fotogeschichte nachzustellen (Lewis Hine).

Mode/Lifestyle – eine Modenschau mit Kindern veranstalten und dann fotografieren. Dabei kann auch ein kritischer Ansatz reingebracht werden.

Fotografie/ Technik – hier geht es vor allem um die Vermittlung der technischen Möglichkeiten

Gesellschaftlich sozio- interkulturell

Makro – Prima Thema: Ihr habt eine Stunde Zeit und bringt 10 Tierbilder

Was muss alles beachtet werden, bevor das Seminar startet:

Logistische Vorbereitungen

Absprache mit den Kooperationspartnern

Ankündigungstext mit geeigneten Fotos

Werbung und Presseinformation

Geeignete Location: Verdunklungsmöglichkeit, Außengelände oder gute Anbindung an einen Park oder eine Fußgängerzone (Möglichkeit zum Fotografieren checken)

Laut der Erfahrungen von Ebert/ Abend werden Kinderfotoworkshops von der Presse gut aufgenommen. Wichtig ist auch, sich die Locations mitsamt der Verdunklungsmoglichkeit und den Beamer für die Bildsichtung vorher anzuschauen. Außerdem sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Leitung die Aufsichtspflicht hat.

Technische Vorbereitung:

  • Kameras (von Medienzentren leihen oder von Kameraherstellern sponsern lassen)
  • Beamer (möglichst Full HD)
  • Leinwand
  • Laptop
  • Speicherkarten
  • Lesegerät (gut ist Hama für ca. 9,-€, alle 2 Jahre neu kaufen, die Geräte werden immer schneller)

Alle Kameras sind okay, auch Einwegkameras oder Polaroid, ggf. darauf achten, dass dieKamera wasserdicht und stoßfest ist,

Wichtig:Bilder machen Bilder.

Aufbau eines Workshops:

Am Anfang steht für Abend/ Ebert immer die Auseinandersetzung mit dem Kosmos der vorhandenen Bilder.

Dabei geht es darum, Kindern Einblick in die Bildgeschichte zu geben, Sie sollen anspruchsvolle Fotografie, hohe Bildqualitat, aufwendige Aufbereitung der Bilder kennen lernen. Beidengeht es darum, anhand von Bildmaterialien die historische Einordnungsfahigkeit zu schulen. Die Bildbesprechung liefern die Kinder und Jugendlichen:

fotografische Originalität

Verdichtung des Themas

Inspiration für die eigene Umsetzung und für neue Perspektiven

Wahrnehmung anderer Lebensrealitaten

Erkennung von soziokultzreller Relevanz,

Kenntnisse über die Entwicklung des Mediums Fotografie

Entwicklung von MEDIENKOMPETENZ

Die Fähigkeiten zur Erkennung guter Bildgestaltung, humorvolle Weltsicht, emotionale Ansprache, sinnliche Wahrnehmung,

Es geht darum, das Alltägliche in den Fotos zu entdecken, ungewöhnliche Perspektiven, Aufmerksamkeit durch aktive Teilnahme (kleine Aufgaben stellen an die Kids) zu wecken und fotografische Wege zu eröffnen.

“Ich sehe in die Augen, die Napoleon gesehen haben”, so der Fototheoretiker Roland Barthes zur Faszination der Fotografie

Wo findet man Bilder?

Life Fotoarchiv http://images.google.com/hosted/life(fur Education

Kennedy Source Life, dann auch mittlere Bildgröse)

http://www.zeno.org/Fotografien 5000 Meisterwerke der Fotografie ( 70 Jahre nach Tod abdruckbar)

www.Flickr.com hatte vor 2 Jahren 5 Milliarden online

Devinart und Prometeus und die google Bildsuche

Zum Archivieren der Bilder eignen sich Eintragungen in den IPT Datenfeldern (acdsee ist gutes Archivierungsprogramm, Faststone oder rich sind auch okay)

Technische und gestalterische Basics

Prämisse: So wenig Technik wie möglich, so viel Technik wie nötig

Kinder lernen schnell mit der Kamera umzugehen, lange technische Erklärungen demotivieren nur.

Zeigen sollte man:

scharf und unscharf (Schärfepunkt, das Spiel mit Schärfe ist bei einfachen Konpaktkameras allerdings nicht möglich)

Zoom

Bewegungsunscharfe

Hell- dunkel

Blitz aus

Makro Einstellung

hell vor dunkel

im richtigen Moment auslösen

auf Hintergrund achten

Projektbeispiel

Anhand von 3 Projektbespielen zeigten dioe beiden Referenten nun Möglichkeiten auf:

1. Ein Projekt zur interkulturellen Verständigung – Identity, that’s Me

(http://www.wilhelm-fabry-museum.de/index.php/presse/217-das-bin-ich-schueler-stellen-projekt-vor)

2. Realitätsbezogene Fotografie, Dokumentarfotografie in einer Kinderarztpraxis

3. Fotografie als Träger persönlicher Erinnerung, ein Projekt mit Kindern, die Angehörige verloren haben. Fotografie ist hier das Medium gegen das Vergessen; es entstanden Fotobücher

Nachbereitung

  • Bilder speichern auf dem Rechner
  • Besprechung der Ergebnisse
  • Bilder aussortieren ist wie “Hamster erschlagen”
  • unscharf muss nicht schlecht sein
  • Fotos ohne Farbe?
  • Manchmal kommt es auf den richtige Ausschnitt an
  • Sollten Fotos retuchiert und manipuliert werden ? (“mach das weg” – eine kleine Einführung in die Medienethik)
  • wie präsentieren wir unsere Fotos ? (Fotobücher, Leine, Beamer, Rahmen, aufstellen)
  • Wie gehe ich mit meinen Bildern um? (Sensibel mit der Verbreitung in Netzwerken)

Wie bringt man Kindern die Fotografie nahe?

Genau das habe ich mich gefragt, als meine Tochter immer um mich herumschwänzelte, während ich fotografierte. Sie schaute immer ganz neidisch und wollte unbedingt auch ein paar Bilder schießen. „Um Gottes Willen, lass die Kamera bloß nicht fallen…“, sagte eine ganz panische Stimme in meinem Kopf.

Sie war neun Jahre alt, als sie dann zum vergangenen Weihnachtsfest Opas ausrangierte Canon EOS 1000D mit einem 18–55-mm-Objektiv erhielt. Die Freude war groß und ihre Kinderhände waren zu klein für diese Kamera mit Batteriegriff. Aber das hat sie nicht davon abgehalten, es einmal auszuprobieren.

Wir wanderten also um unsere Nachbarschaft. Die Straßen waren schneebedeckt, wir waren warm angezogen und so zogen wir los auf der Suche nach Blumen. Sie liebt Blumen und sie wäre enttäuscht gewesen, hätte sie nicht zumindest eine fotografieren können. Nach einigem Unkraut, das bei ihr ebenfalls als „Blume“ durchging, fanden wir aber tatsächlich geeignetes Material zum Fotografieren. Als Vater, der selbst fotografiert (zwar Menschen, aber die sind stellenweise genauso steif wie Blumen im Winter), bekommt man dann auf einmal graue Haare, wenn man sieht, was das Kind da fabriziert.

Tief Luft holen. Genau darum geht es jetzt.

Eine Frage der Technik

Gott sei Dank ist die Fotografie keine Frage der Technik. Mit entsprechendem Auge, Wissen und Emotionen kann jede*r mit einem Handy, einer Plastikkamera oder was auch immer packende und ergreifende Bilder herstellen. Trotzdem erkannte ich die Ambitionen meiner Tochter und wollte es ihr ein wenig leichter machen.

Sie ist nun, zehn Monate später, zehn Jahre alt, aber ihre Hände noch immer klein. Als Fuji-Nutzer schielte ich nach einer ausrangierten X-E1 für sie und diskutierte über das Thema auch in diversen Foren. Es hat mich sehr erschrocken, wie harsch dort Fronten aufeinanderprallen. Ein Kommentar lautete: „Sie soll die Canon behalten, die Fufi macht es ihr zu leicht, gute Bilder zu schießen. Sie wird niemals lernen, mit Blende, ISO und Zeit umzugehen.“

Den Zusammenhang dieser drei Faktoren lernt sie auch jetzt nicht. Ich möchte das auch zu diesem Zeitpunkt nicht. Ihre Kamera steht im Automatikmodus. Punkt. Sie hat noch nicht das technische Verständnis hierfür, gleichzeitig aber auch die Ungeduld ihrer Mutter geerbt, wenn es darum geht, sich mit komplexen technischen Dingen auseinanderzusetzen. Eine explosive Mischung.

Ganz ehrlich: Warum sollte sich ein zehnjähriges Mädchen mit der fiesen Technik der Fotografie auseinandersetzen? Sprunghaft wie Kinder sein können, sollte sie sich den Spaß an der Fotografie bewahren und einfach mit ihrer Kamera losziehen. Selbst Erwachsene in meinem Umfeld haben es schon geschafft, sich auf diese Art und Weise den Spaß an der Fotografie zu verderben.

Bildkomposition

Der Automatikmodus ermöglicht eine Sache hervorragend: Die Komposition eines Bildes in Ruhe, ohne sich auf andere Faktoren einlassen zu müssen. Ich habe diesbezüglich mit ihr auch noch kein Aufklärungsgespräch geführt. Bis es an ISO und Co. geht, soll sie eine eigene Sicht der Dinge entwickeln, Spaß haben und alles fotografieren, was ihr gefällt.

Bei der Bildkomposition spielt aber auch noch ein anderer Faktor wesentlich mit. Dein Kind wird naturgemäß die Dinge bedingt durch die eigene Körpergröße anders betrachten. Es ist ein Unterschied, ob Du mit einer Körperhöhe von 110 cm durch die Gegend läufst oder mit 190 cm. Im Prinzip komponieren Kinder nicht bewusst. Auch das ist gut so. Während Erwachsene anfänglich ihre Bilder bewusst komponieren, machen Kinder das einfach so.

Wer mehr Erfahrung in der Fotografie hat, komponiert auch, aber tut dies ohne darüber nachzudenken. Dies sollte zumindest für Erwachsene das Ziel sein. Kinder, die die ersten fotografischen Erlebnisse verdaut haben, kann man sachte an das Fotografieren mit Gitternetz ranführen. Hier gilt es vorzumachen.

Fotografiere Dein Kind und zeig ihm, wie die Bilder wirken, wenn es unterschiedlich positioniert ist. Menschen können hier natürlich auch durch Blumen ersetzt werden. Einmal darauf aufmerksam gemacht, benötigt es keiner Wiederholung. Das Kind wird es abgespeichert haben. Es wird nur wahrscheinlich nicht darauf zurückgreifen.

Väterliche Ratschläge

Es ist sicher nett gemeint, wenn Du Deinem Kind ständig Verbesserungsvorschläge unterbreiten möchtest. Das Bild, das Du gerade auf dem Kameradisplay Deines Kindes gesehen hast, mag absolut scheiße aussehen, aber für Dein Kind ist es das zauberhafteste Werk, das es jemals erschaffen hat. Zerstör bloß nicht seinen Stolz. Halte den Mund und wenn Du es nicht kannst, sei ja behutsam mit Deiner Wortwahl.

Konstruktive Vorschläge sind die besten. Das wurde uns schon immer in der Schule beigebracht. So halte ich es auch mit meiner Tochter. Anfänglich fotografierte sie Blumen aus einer Distanz von 10 Metern mit einer Brennweite von 18 mm. Such die Blume! „Wenn Du näher rangehst, nimm die maximale Brennweite Deines Objektivs, so sieht Dein Bild ganz anders aus. Versuch es!“

Mit so etwas kann Dein Kind umgehen. Aber Achtung. Auch damit wird es nicht lange umgehen können, wenn Du ihm alle zwei Minuten irgendeinen Rat geben willst. In der Sportdidaktik haben wir gelernt, dass sich Kinder in diesem Alter maximal ein bis zwei Korrekturvorschläge auf einmal merken und verarbeiten können. In der Fotografie dürfte es ganz ähnlich sein.

Zurück zur Blume. Da fand ein ganz eigener Lernprozess statt, in den ich so wenig wie möglich eingreifen wollte. Damals und jetzt noch immer nicht.

Bereits heute fotografiert sie anders. Das Schwarzweißbild am Meer hat sie zauberhaft komponiert. Ich hätte es vermutlich nicht anders geschossen. Sie hat dem Meer eine ganz besondere Tiefe gegeben und trotzdem stechen die im Wasser herumtollenden Menschen hervor. Sie hat hier insbesondere, unbewusst oder bewusst, darauf geachtet, dass die Köpfe der Personen freigestellt erscheinen. Das Bild wäre ein völlig anderes gewesen, wären die Köpfe in den Wellen „untergegangen“. Das Bild hat, so wie es ist, ganz viel Stimmung. Es bleibt ein ganz großer Spielraum zwischen positivem und negativem Empfinden.

Der eigene Pfad

Der Pfad Deines Kindes ist nicht Dein Pfad. Das ist so. Das gilt für die Berufswahl, das gilt für die Wahl der Bekleidung, aber auch für die Fotografie ist das ein ganz wichtiger Standpunkt. Warum sollte ich meine Tochter in irgendeine Richtung drücken wollen? Ich würde sie beeinflussen. Mit jedem Hinweis, den ich ihr gebe, beeinflusse ich sie und ihre Art zu fotografieren.

Und noch einmal. Meine Tochter ist gerade einmal zehn Jahre alt. Sie soll Spaß haben mit der Fotografie und weiterhin auch mit all ihren anderen Spielsachen spielen. Ich kenne so viele Erwachsene, die keinen Spaß damit haben, weil sie in die Fotografie etwas hineininterpretieren, was da nicht hingehört. Die sollen bloß nicht ihre eigenen Kinder so programmieren.

Was macht meine Tochter also im Moment? Sie fotografiert einfach, wann sie will, wen sie will und wie sie es will. Sie fotografiert, was sie im Augenblick als schön erachtet und erfreut sich daran. Ich selbst muss nicht in jedem ihrer Fotos den tieferen Sinn erkennen. Den sieht sie nämlich für sich und das reicht.

Wenn Du es gern hättest, dass Dein Kind fotografiert, ist das zwar schön, aber Du kannst es nicht erzwingen. Lass Dein Kind Spaß daran haben und erwarte nichts. Lass es tun und machen, was es will. Dein Kind wird vielleicht gern fotografieren. Andererseits ist es möglich, dass es gar keinen Spaß daran hat. Letzteres ist überhaupt nicht schlimm.

Da Wiederholung Verstärkung bringt: Hat Dein Kind die Kamera in der Hand, überfrachte es nicht. Es kann nicht sofort all Deine Gedanken und Korrekturen nachvollziehen und umsetzen. Alles, was zu viel ist, verpufft irgendwo zwischen den Gedanken an Eis und Prinzessin Lillifee.

Zeit genießen

Bereits während des Fotografierens kannst Du etwas tun, was im Alltag oft untergeht. Genieß die Zeit mit Deinem Kind. Es ist ein besonderer Moment zwischen Euch, wenn Ihr etwas zusammen tun könnt, woran Ihr gemeinsam Freude habt. Lauf nicht ständig neben Deinem Kind her, fotografier selbst ein bisschen und sei trotzdem für Dein Kind da, wenn es Fragen hat.

Aber auch später am Rechner gilt das Prinzip „Zeit genießen“. Der Moment, mit dem eigenen Kind in seinem Zimmer zu sitzen, den Laptop aufzuklappen und mit ihm durch seine Fotos zu gehen… das ist echt schön. Denn was bleibt mir als Vater? Sie ist mittlerweile so groß, dass sie sich selbst mehr Privatsphäre einräumt, sich also in ihrem Zimmer verschanzt, liest oder in den Nintendo verfällt. Vorbei die Zeiten, in denen man mit ihr auf dem Boden lag und mit kleinen Plastikeinhörnern gespielt hat. Kinder werden halt größer. Alle. Auch Deins.

Bilder aussortieren

Wir machen das ganz einfach. Das Prinzip lautet: „Schön oder nicht schön?“ Ich habe meinen Finger auf dem Touchpad und sie delegiert. Sie sagt mir, welche Bilder sie behalten möchte und welche nicht. In manchen Fällen frage ich sie, warum sie diese Entscheidung getroffen hat. Meistens in den Fällen, in denen ich selbst das Bild grundlegend anders bewerte. Ich möchte lernen, was sie sieht. Das sind Dinge, die selbst für mich nützlich sein könnten. Das eigene Kind als Referent, ganz zauberhaft. Aber Du vermittelst auf diese Art und Weise, dass die Meinung Deines Kindes wichtig ist.

In wirklich seltenen Fällen mische ich mich ein und lösche ein Bild nicht, da ich es behalten und ihr später zeigen möchte, was ich darin sehe. So eröffnen wir uns gegenseitig neue Perspektiven.

Eines ist ganz wichtig: Wenn Dein Kind sagt, das Bild ist schön, dann hast Du das Foto verdammt nochmal schön zu finden (ganz gleich wie Du es findest). Das hat mit Respekt und Verständnis zu tun. Hey, Du bist Mutter oder Vater, Du weißt, dass das Selbstwertgefühl Deines Kindes auf jeden Fall in den Keller rutschen wird. Ich weiß, hier kommt eventuell die Fotografiepolizei zum Einsatz und sagt, dass Dein Kind so nichts lernt. Das ist aber völliger Unsinn.

Farbe, mit ohne Farbe, heller, dunkler, näher

Ich halte es hier wie mit meinem Assistenten. Klare und einfache Aussagen erleichtern das Leben. Während mein Assistent Dinge verstehen muss wie kippen, neigen oder drehen, halte es für Dein Kind ebenfalls einfach.

Fang mit der Auswahl an, ob Dein Kind das Bild eher mit Farbe oder ohne möchte. Erst dann wird die Belichtung geregelt. Spielt da einfach mal ein paar Szenarien durch. Zeig Deinem Kind die Unterschiede, es hat sonst keine Vorstellung davon, was da passieren kann. Am Ende kannst Du dann einen eventuellen Beschnitt vornehmen.

Besprechung kaputter Bilder

Wir wissen, wie wir Bilder absichtlich kaputt und daraus Kunst machen. Verwacklungsunschärfe kann ein gar wundervolles Stilmittel sein. Dein Kind jedoch wird ein gewisser Grad der Verwacklung gar nicht interessieren. Aber irgendwann ist ein Bild trotzdem „kaputt“. So wird es Dein Kind wahrscheinlich nennen. Schade. Denn es gäbe Fotos, die wären wahrscheinlich großartig geworden, wären da nicht grobe technische Schnitzer drin gewesen.

Der Automatikmodus ist eben nicht allwissend und trifft nicht immer die beste Entscheidung. Manchmal gibt er Belichtungszeiten vor, die es Deinem Kind unmöglich machen, jenes Foto nicht zu verwackeln. Das kann Dein Kind nicht wissen. Meiner Tochter sage ich dann, woran es liegt und wie sie es in Zukunft besser machen könnte. Denn dieser Moment wird der erste Schritt sein, Deinem Kind den Ansporn zu verpassen, den Vollautomatikmodus zu verlassen und schon einmal in eine Teilautomatik hineinzuschnuppern. Yeah…noch mehr Verschuss. Egal!

Das eigene Bilderalbum

Ich halte das so: Fotografieren und das Bearbeiten am Rechner nützen nichts, wenn man am Ende nicht ein fertiges Werk hat. Ein fertiges Werk bedeutet für mich, etwas Fühlbares in der Hand zu haben. So hat meine Tochter ein Bilderalbum, speziell für ihre eigenen Fotos. Hier kommen die schönsten Bilder, die sie geschossen hat, hinein. Wenn das Hobby bleibt, kann sie ihren fotografischen Weg für immer nachverfolgen.

Auch habe ich drei Fotos großgezogen und ihr im Bilderrahmen ins Zimmer gehangen. Sie hat da etwas erschaffen, das soll sie auch bestmöglich erleben. Dein Kind macht da etwas Großartiges, gib Deinem Kind dieses Gefühl. So wirst Du es immer ermuntern, weiterzumachen. Rückschläge gibt es in Zukunft genug.

Der Umgang mit Rückschlägen

Jetzt nutzt alles Wissen der Fotografie nichts. Jetzt sei Mutter bzw. Vater und muntere es auf. Zeig Deinem Kind sogar vielleicht Deine eigenen vermasselten Fotos. Das wird es aufmuntern, denn zu Dir blickt es auf. Wenn es erkennt, dass es gar nicht schlimm ist, Fehler zu machen, kommt es darüber hinweg. Wenn alles nichts hilft, helfen am Ende aber immer eine Umarmung und ein anschließendes Eis (mit ganz viel Soße). Du bist in dem Moment kein Lehrer, das solltest Du sowieso nicht sein, sondern immer Vater oder Mutter bleiben.

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