Schokolade in der schwangerschaft

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Zu viel Zucker in der Schwangerschaft kann schwere Folgen haben

Die wenigsten Frauen würden während einer Schwangerschaft zur Zigarette greifen. Schließlich ist allgemein bekannt, wie schädlich Rauchen auch für das ungeborene Kind ist. Und keine werdende Mama will ihrem Kind schon vor der Geburt Schaden zufügen!

Aber bei Schokolade, Kuchen, Gummibärchen? Da sind viele Schwangere hemmungslos. Ihr Heißhunger auf Süßes ist gerade während der Schwangerschaft besonders groß und ihr Umfeld bestärkt sie beim Schlemmen noch mit Kommentaren wie: „Gönn dir doch was, du kannst es dir ja jetzt leisten!“

Die Risiken des Zuckers werden unterschätzt

Leider wird die Wirkung von Zucker unterschätzt. Wird er in zu großen Mengen konsumiert oder gibt es bestimmte Vorerkrankungen, können Mutter und Kind schwere gesundheitliche Schäden davontragen – auch noch langfristig.

Wir haben Prof. Dr. med. Ursula Felderhoff-Müser, Direktorin der Klinik für Kinderheilkunde I im Universitätsklinikum Essen, gefragt, was den geliebten Zucker so gefährlich macht:

BRIGITTE.de: Kann man wirklich sagen, dass Zucker für Schwangere genauso riskant ist wie Rauchen?

Ursula Felderhoff-Müser: Für bestimmte Risikogruppen ist übermäßiger Zuckerkonsum für das Kind, aber auch die werdende Mutter, durchaus eine Gefahr. Das gilt auch schon zu Beginn der Schwangerschaft. Zu diesen Risikogruppen gehören:

  • Frauen mit Übergewicht – also einem Body-Mass-Index größer 25
  • Ältere Erstgebärende
  • Frauen mit Zuckerkrankheit in der Familie
  • Frauen, die schon mal während einer Schwangerschaft eine Zuckererkrankung hatten – Fachleute nennen das eine „diabetische Stoffwechsellage“ oder auch „Gestationsdiabetes“
  • Frauen, die bereits ein Kind mit einem hohen Geburtsgewicht (mehr als 4000 g) geboren haben
  • Frauen, die bereits mehrere Fehlgeburten oder eine Todgeburt hatten

Natürlich wird ein Frauenarzt auch bei den Vorsorgeuntersuchungen das Gewicht der Schwangeren kontrollieren und überwachen. So lässt sich eine mögliche Zuckererkrankung während der Schwangerschaft erkennen.

Was genau sind die Folgen, wenn Schwangere viel Zucker konsumieren?

Die Mutter kann Gestationsdiabetes bekommen. Das kann je nach Ausprägung zu durchaus auch schwerwiegenden Schwangerschaftserkrankungen und Infektionen führen. Außerdem steigt das Risiko einer zu frühen Geburt. Auch bei Folgeschwangerschaften muss dann mit einem höheren Risiko für eine erneute Zuckererkrankung gerechnet werden. Nach der Schwangerschaft besteht zudem ein erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei der Mutter steigt.

Und die Folgen für das Kind?

Eine Zuckererkrankung der Mutter kann dazu führen, dass das Kind mit mehr als 4000 Gramm Körpergewicht zur Welt kommt. Das liegt daran, dass die Mutter eine Resistenz gegenüber dem Hormon Insulin erworben hat. Dadurch steigt der Zuckerspiegel bei Mutter und Kind gleichermaßen. Beim Kind führt das zu einem verstärkten Einbau von Zucker in die Zellen.

Bei der Entbindung kann es in der Folge einer Zuckererkrankung zu Komplikationen kommen, etwa durch einen Schulterfehlstand – Fachleute sprechen von Schulterdystokie – oder einen Schlüsselbeinbruch.

Nach der Entbindung führt der Überschuss an Insulin zu einer Unterzuckerung beim Kind. Es dauert dann eine Weile, bis sich die Insulinproduktion des Kindes eingespielt hat. Auch das Risiko von Atemstörungen, Infektionen und Erkrankungen des Herzens beim Kind steigt.

Kann es auch zu Übergewicht beim Kind kommen?

Durchaus. Die Kinder haben später im Leben – etwa ab der Pubertät – ein höheres Risiko an Übergewicht oder Diabetes zu erkranken. Auch das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen ist erhöht. Ob und wie sich Zuckererkrankungen hingegen auf die Entwicklung des Gehirns auswirkt, wird zurzeit im Rahmen der Grundlagenforschung noch untersucht.

Grob geschätzt: Wie viel Zucker am Tag ist für Schwangere okay, wie viel ist zu viel?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Das ist von Person zu Person unterschiedlich. Übergewichtige sollten Zucker in jedem Fall wenn möglich weglassen. Aber auch für Normalgewichtige gilt es häufigen Zuckerkonsum im Übermaß – die berüchtigten Heißhungerattacken – zu vermeiden.

Wie sollten sich Schwangere am besten ernähren?

Generell sollten sie schon zu Beginn und während der Schwangerschaft eher auf eine mediterrane Diät zurückgreifen. Sinnvoll und gesund sind zum Beispiel Fisch, Gemüse und Früchte. Zurückhaltung gilt es hingegen bei Fertigprodukten, Soft-Drinks und Säften zu üben. Diese enthalten oft versteckten Zucker. Eine Ernährungsberatung kann werdenden Müttern hier weitere wertvolle Tipps geben – auch über die Schwangerschaft hinaus.

Ebenso wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind ist regelmäßige Bewegung während der Schwangerschaft. Mindestens 30 Minuten sollten hierfür täglich auf dem Programm stehen. Ein Spaziergang oder auch eine Runde leichtes Schwimmen lassen sich in der Regel in den Tagesablauf integrieren und reichen durchaus aus.

Viele Mütter geben ihren Kindern im ersten Lebensjahr gar keinen Zucker – ist das übertrieben oder sinnvoll?

In den ersten beiden Lebensjahren sollten Mütter bei der Ernährung ihrer Kinder auf Industriezucker, also etwa in Süßigkeiten aber auch in süßen Säften, wenn möglich weitgehend verzichten. Denn in diesem Alter bildet sich bei den Kindern der Geschmack aus. Deshalb wird hier auch die Lust auf etwas Süßes vorprogrammiert.

Wie sieht es mit Fruchtzucker aus: Wird der von Eltern unterschätzt? Oder darf es davon ruhig etwas mehr sein, etwa in Form von Obst?

Unbedingt notwendig für eine ausgewogene Ernährung ist püriertes oder später auch geschnittenes Obst und rohes Gemüse. Das essen Kinder genauso gerne, wenn sie noch keine Schokolade kennen.

Was ist Ihr genereller Rat an Mütter bezüglich des Umgangs mit Zucker?

Bei Zucker kommt es wie überall im Leben auf das richtige Maß an. Weniger ist in diesem Fall mehr.

Gewürzgurken mit Nutella, keine Erfindung in der Schwangerschaft, denn zu keiner anderen Zeit im Leben fahren die Hormone derart Achterbahn. Und das äußert sich häufig in Heißhunger. Auch auf Süßes.

Heißhunger auf Süßes ist verbreitetes Phänomen

Vielen Schwangeren geht es so, dass sie gerade in der Schwangerschaft unheimliche Gelüste nach Schokolade und sonstigen süßen Sachen haben. Das ist auch nicht weiter schlimm. Schließlich ist die Schwangerschaft eine Zeit, in der der Körper der werdenden Mutter ganz besonders gefordert wird. Da kann man sich doch ruhig mit einem Stückchen Schokolade, oder eben auch mit der vielbeschworenen Gewürzgurke mit Nutella belohnen.

Hin und wieder ist das auch vollkommen in Ordnung. Aber wann ist die Grenze überschritten, wann es zu viel wird?

Vielen Schwangeren geht es so, dass sie gerade in der Schwangerschaft unheimliche Gelüste nach Schokolade und sonstigen süßen Sachen haben. (#01)

Ist Heißhunger auf Süßes in der Schwangerschaft normal

Einige werdende Mütter fragen sich, wann ihr Heißhunger auf Süßes überhandnimmt. Gefährdet man durch zu viel Süßes sein ungeborenes Kind? In der Schwangerschaft sollte man immerhin in erster Linie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten und Süßigkeiten gehören nun einmal nicht dazu.

Treten die Gelüste und der Heißhunger auf Süßes nicht täglich auf, sollte es nicht ganz so schlimm sein.

Ernähren sich Schwangere aber jeden Tag so ungesund, sollten sie ihre Ernährung mit einem Arzt besprechen. In der Regel sind die Gelüste an sich jedoch nicht besorgniserregend. Trotz allem sollte der Arzt abklären, ob der Heißhunger auf Süßes vielleicht ein Hinweis auf einen Mangel sein könnte, der sich eben auf falsche Weise äußert.

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Der Blutzucker könnte schuld am Heißhunger sein

Ärzte und auch einige Forscher gehen davon aus, dass der Grund für den Heißhunger auf Süßes in der Schwangerschaft im Blutzuckerspiegel liegt. Genauer gesagt in einem schwankenden Blutzuckerspiegel. Fällt der Blutzuckerspiegel nämlich abrupt ab, wird der Körper versuchen das auszugleichen. Zucker wird nämlich benötigt, um alle Prozesse am Laufen zu halten.

Gegen einen schwankenden Blutzuckerspiegel gibt es ein Mittel: Regelmäßige Mahlzeiten. Ideal sind fünf Mahlzeiten, die in regelmäßigen Abständen über den Tag verteilt werden. So kann der Blutzuckerspiegel relativ konstant gehalten werden und die Wahrscheinlichkeit einer Heißhungerattacke sinkt. Aber nicht nur dass man isst, auch was man isst ist sehr wichtig.

Gegen Heißhunger auf Süßes hilft gesunde Ernährung

In der Schwangerschaft schwankt nicht nur der Blutzuckerspiegel, auch der Hormonhaushalt ist vielen Veränderungen unterworfen. Und so kann Heißhunger auf Süßes auch darauf zurückzuführen sein. Hauptaufgabe des Körpers in der Schwangerschaft ist eben nun mal, das ungeborene Kind bestmöglich mit Nährstoffen zu versorgen. Die Folge davon kann Heißhunger, aber auch Gelüste auf ganz eigenartiges Essen sein, dass man vor der Schwangerschaft nicht angerührt hätte: Rollmops mit Marmelade zum Beispiel.

Hauptaufgabe des Körpers in der Schwangerschaft ist eben nun mal, das ungeborene Kind bestmöglich mit Nährstoffen zu versorgen. Die Folge davon kann Heißhunger auf Süsses sein. (#02)

Einfache Tricks können helfen

Es ist also gut möglich, dass Heißhunger aus Süßes bedeutet, dass dem Körper bestimmte Nährstoffe fehlen, die er sich auf diese Weise holen möchte.
Verlangt der Körper (oder auch der Geist) unbedingt nach noch mehr Schokolade, stellen Sie sich zunächst die Frage, ob das auch wirklich sein muss: Können Sie die Schokolade nicht vielleicht auch durch Nüsse ersetzen? Gesünder wäre das in jedem Fall und vielleicht lässt sich auch so der Heißhunger stillen.

Weiterer Tipp:

Trinken Sie bei jeder Heißhungerattacke ein großes Glas Wasser. Ganz häufig wird nämlich Hunger mit Durst verwechselt. Um auszuschließen, dass das bei Ihnen nicht so ist, sollten Sie immer ausreichend Wasser dabeihaben. In der Schwangerschaft ist es ja ohnehin sinnvoll, viel zu trinken.

Heißhunger auf Süßes in der Schwangerschaft. Was darf an eigentlich essen?

Richtige Ernährung in der Schwangerschaft: So geht es

In der Schwangerschaft sollte man viel Wert auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung legen. Schließlich bekommt das ungeborene Kind all das zu essen, was die schwangere Frau zu sich nimmt. Was man dabei bedenken sollte: Für das ungeborene Baby sind Schadstoffe und ungesunde Ernährung viel schlimmer als für die werdende Mutter. Zum einen ist das Kind noch sehr klein, damit ist das Verhältnis von Schadstoff zum Körpergewicht viel ungünstiger. Zum anderen ist das Baby noch am Wachsen und benötigt daher viel mehr gesunde Nährstoffe, als der ausgewachsene Körper der Frau.

Mit diesen Tipps gelingt gesundes Essen in der Schwangerschaft

Gesundes Essen in der Schwangerschaft ist gar nicht so schwierig. Mit ein paar einfachen Tricks gelingt es ganz unproblematisch. Das ist gut für die Gesundheit von Mutter und Kind und schützt außerdem vor Heißhunger auf Süßes.

  • Auf ausreichend Ballaststoffe achten:Die Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass ungefähr 30 Prozent der Nahrung aus Ballaststoffen bestehen sollte. Dazu gehören Körner, Vollkornprodukte, Gemüse, Beeren und Erbsen. Das ist gut für das Kind und sorgt schützt außerdem vor Heißhunger auf Süßes
  • Eiweiß:Ungefähr 15 Prozent der tagtäglichen Nahrung sollten aus Eiweiß (Protein) bestehen. Denn der Baustein ist essentiell wichtig dafür, dass sich die Nerven und Zellen des Babys richtig entwickeln können. Auch zur Immunabwehr trägt Eiweiß bei. Eiweiß kommt in Eiern, Milchprodukten wie Käse und Quark, Fleisch und Fisch vor. Auch vegetarische Eiweißlieferanten gibt es. Dazu gehören unter anderem Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen und Erbsen. Man sollte jedoch darauf achten, dass der Großteil des Proteins aus tierischen Quellen stammt, da dieses Eiweiß vom Körper besser aufgenommen und verwertet werden kann.
  • Kohlenhydrate:Diese letzte Gruppe von Nahrungsmitteln fehlt noch. Kohlenhydrate sind als Energielieferanten bekannt und sollten daher den größten Anteil unseres Essens ausmachen. Kohlenhydrate sind aber nicht gleich Kohlenhydrate, denn auch Schokolade enthält eine ganze Menge davon. Um sicher zu gehen, dass der Körper des Babys auch optimal mit Energie versorgt wird, sollte man hochwertige Kohlenhydrate zu sich nehmen. Die sind in Vollkornprodukten, Reis und Kartoffeln enthalten.

Heißhunger aus Süßes: Die Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass ungefähr 30 Prozent der Nahrung aus Ballaststoffen bestehen sollte. (#03)

Was Heißhunger auf Süßes nicht bedeutet

In der Schwangerschaft isst man für zwei! Das stimmt leider nicht ganz. Die werdende Mutter hat zwar einen erhöhten Nährstoff-Bedarf, den sie in der Regel über die Nahrung zu decken versucht, für zwei muss sie allerdings dabei nicht essen.

Diese Empfehlung stammt noch aus einer Zeit, als das Nahrungsangebot noch nicht so reichlich war. Damals war es durchaus noch ratsam, wenn eine Schwangere so viel wie möglich gegessen hat, denn man wusste nie genau, wann es das nächste Mal etwas zu essen geben wird.

Zucker: Schlecht für’s Kindergehirn

Zucker beeinträchtigt kognitive Entwicklung beim Kind

Zucker kann viele negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Besonders anfällig sind Kinder. Wir haben bereits hier berichtet, dass ein hoher Zuckerkonsum in der Schwangerschaft beim Kind das Risiko für Allergien und Asthma erhöhen kann. Jetzt hat sich in einer Studie gezeigt, dass Zucker – ob in der Schwangerschaft oder vom Kind selbst verzehrt – auch die kognitive Entwicklung des Kindes beeinträchtigen kann.

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Obst genauso schädlich wie gesüsste Getränke?

Da besonders gesüsste Getränke für einen hohen Zuckerkonsum verantwortlich sind, konzentrierten sich die Forscher rund um Studienleiterin Juliana F.W. Cohen von der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston auf diese Lebensmittelgruppe. Aber auch der Einfluss von Obst auf die kindliche Entwicklung wurde untersucht, um zu sehen, ob sich auch der darin enthaltene Fruchtzucker negativ auswirken könnte. Veröffentlicht wurde die Studie im April 2018 im American Journal of Preventive Medicine.

Zucker verschlechtert die kognitive Entwicklung des Kindes in allen Bereichen

Die Wissenschaftler überprüften zunächst die Ernährung von 1.000 schwangeren Frauen. Nach der Geburt wurde geschaut, wie die Kinder in den ersten Jahren ernährt wurden. Anschliessend untersuchte man, wie sich die kognitiven Fähigkeiten der Kinder entwickelt haben – und zwar im Alter von drei und sieben Jahren. Dabei ergaben sich die folgenden Erkenntnisse:

  • Je mehr Zucker die schwangeren Frauen konsumierten (insbesondere in Form gezuckerter Getränke), umso schlechter hatten sich die kognitiven Fähigkeiten ihrer Kinder entwickelt. Sie verfügten über ein schlechteres verbales Erinnerungsvermögen und auch über eine weniger gut ausgeprägte non-verbale Intelligenz.
  • Auch die allgemeine Intelligenz der Kinder schien reduziert, wenn ihre Mütter viel Zucker zu sich nahmen. Sie schnitten bei verbalen wie non-verbalen Aufgaben schlechter ab.
  • Je mehr Softdrinks die Mütter konsumierten, umso schlechter ausgebildet waren überdies die feinmotorischen Fähigkeiten, die visuell-räumlichen und die visuell-motorischen Fähigkeiten in der frühen Kindheit (im Alter von drei Jahren) und die verbalen Fähigkeiten im Alter von sieben Jahren.
  • Konsumierten die Kinder gesüsste Getränke, zeigten sich auch bei ihnen dadurch schlechter ausgebildete verbale Fähigkeiten.

Fruchtzucker aus Obst ist kein Problem

Wenn die Kinder jedoch in der frühen Kindheit (1 – 3 Jahre) viele frische Früchte erhielten, waren ihre kognitiven Fähigkeiten in vielen Bereichen deutlich besser ausgebildet. Fruchtsäfte jedoch hatten nicht diese positiven Auswirkungen.

Frisches Obst ist also nicht annähernd mit Fertigsäften oder gar mit Softdrinks zu vergleichen. Früchte sind gesund, auch wenn sie – genau wie die beiden Getränkegruppen – Fruchtzucker enthalten. Es kommt auf das Gesamtpaket an – und Früchte bestehen bekanntlich nicht nur aus Wasser und Fruchtzucker, Softdrinks hingegen schon, wobei letztere auch noch weitere Zusätze zur Konservierung, Stabilisierung und Geschmacksverbesserung enthalten.

Sind Sie ein Zuckerjunkie, obwohl Sie nie naschen?

Oft heisst es, gemässigte Zuckermengen seien überhaupt kein Problem. Nur ein wirklich hoher Zuckerkonsum bringe gesundheitliche Nachteile mit sich. Beim Begriff „hoher Zuckerkonsum“ fühlen sich die meisten Menschen jedoch gar nicht angesprochen, da sie glauben, nur sehr wenig Zucker zu verzehren.

Zucker aber befindet sich nicht nur in der Zuckerdose, die man zum Süssen von Kaffee und Tee oder zum Kuchenbacken nutzt. Ja, selbst dann, wenn man selbst überhaupt keinen Zucker verwendet und auch keine Süssigkeiten wie Schokolade oder Bonbons nascht, kommt man bei einer herkömmlichen Ernährung problemlos auf täglich 100 Gramm Zucker und mehr.

Denn Zucker steckt in fast allen Fertigprodukten – ob süss oder herzhaft. Empfohlen wird jedoch, nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag zu sich zu nehmen. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man regelmässig auf Fertigprodukte zurückgreift.

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Zuckerreiche Lebensmittel, die keine Süssigkeiten sind

Besonders zuckerreich sind Milchprodukte (fettarme Fruchtjoghurts, Joghurtdrinks, Buttermilchdrinks etc.), Frühstückscerealien (Müsli, Frosties & Co.), Dosenobst, Fertigsmoothies, Müsliriegel, Heringsalat, Krautsalat, Gewürzgurken, Ketchup, Dips, Dressings, Rotkohl im Glas, Instantkaffeegetränke, manche Wurstsorten, Softdrinks, Säfte und viele weitere Lebensmittel mehr.

Bei dieser Aufzählung sind also Desserts, Kuchen, Fruchtgummis, Schokolade, Marmelade und andere süsse Brotaufstriche etc. noch gar nicht dabei. Nascht man zusätzlich noch ab und zu, dann kann man problemlos 150 bis 200 Gramm Zucker pro Tag erreichen.

Unter „Zucker” wird jeder industriell eingesetzte Zucker verstanden, ganz gleich ob Saccharose (Haushaltszucker), Glucosesirup, fructosereicher Maissirup (HFCS) oder andere Zuckerformen. Süssstoffe und Zuckeraustauschstoffe zählen nicht zu den Zuckerformen.

Mögliche Zuckeralternativen haben wir hier vorgestellt, doch sollten auch diese wirklich nur in gemässigten Mengen verzehrt werden: Neun gesunde Süssungsmittel

Ohne Zucker die kognitive Entwicklung der Kinder fördern

Mütter können also bereits in der Schwangerschaft sehr viel dafür tun, dass sich ihre Kinder im späteren Leben zu intelligenten und erfolgreichen Menschen entwickeln. Dazu gehört – laut vorliegender Studie – gesüsste Getränke unbedingt zu meiden. Das ideale Getränk ist Wasser. Sollten Sie bereits zu sehr süsse Getränke gewöhnt sein, dann haben wir für Sie hier gesunde Alternativen vorgestelllt: Erfrischende gesunde Getränke und Vitaminwasser

Wenn es Ihnen schwer fällt, Ihren Zuckerkonsum zu reduzieren, wird es Zeit für einen Zuckerentzug – Ihrer Gesundheit und Ihren Kindern zuliebe!

Nicht zu viel Süßes – daran versuchen sich viele Frauen während der Schwangerschaft zu halten. Eine aktuelle US-Studie zeigt nun, dass es aber auch positive Effekte geben kann – zumindest von dunkler Schokolade. Die Forscher konnten zeigen, dass die in Schokolade enthaltenen Flavonoide (Pflanzenstoffe) des Kakaos die Funktion der Plazenta verbessern und das Risiko für Präeklampsie reduzieren können. Bei dieser Erkrankung kommt es zu Bluthochdruck, über den Harn wird zu viel Eiweiß ausgeschieden – das kann lebensbedrohliche Folgen für Mutter und Kind haben.

In der Untersuchung erhielten 129 Frauen ab der elften und 14. Schwangerschaftswoche entweder Schokolade mit einem hohen oder geringen Gehalt an Flavonoiden. Über zwölf Wochen konsumierten sie täglich 30 Gramm. Die Forscher konnten nicht nur zeigen, dass Präeklampsie und Bluthochdruck seltener vorkamen, wenn dunkle Schokolade mit hohem Flavonoidgehalt gegessen wurde. Auch ein positiver Einfluss auf die Plazenta sowie das Wachstum und die Entwicklung des Ungeborenen wurden festgestellt.

Schokolade gegen Schwangerschaftskomplikationen?

Bluthochdruck in der Schwangerschaft kann ernstzunehmende Folgen für Mutter und Kind haben. Kommen andere Komplikationen dazu, ist von Präeklampsie die Rede. Das in Schokolade und Kakao enthaltene Theobromin schützt möglicherweise vor der Stoffwechselerkrankung.

Eine der größten Gefahren in der Schwangerschaft ist die Präeklampsie (griech. für hervorleuchten, hervorstrahlen): Sie tritt bei 5-8 % aller Schwangerschaften auf. Die Schwangere entwickelt dabei einen erhöhten Blutdruck (über 140/90 mm Hg), scheidet über ihren Harn zu viel Eiweiß aus und leidet meist auch unter Wasseranlagerungen. Betroffene berichten weiters über Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen wie etwa Augenflimmern sowie Übelkeit und Erbrechen. Bei einigen Frauen kommt es zur schwersten und lebensgefährlichen Verlaufsform mit Krampfanfällen – zur Eklampsie. Die Ursache der Präeklampsie ist im Einzelnen noch nicht bekannt. Krankheiten wie Diabetes, Herzkrankheiten, starkes Übergewicht, Autoimmunerkrankungen sowie chronische Nierenerkrankungen steigern die Gefahr der Stoffwechselerkrankung. Auch eine sehr frühe oder späte Schwangerschaft sowie die erste Schwangerschaft können das Risiko erhöhen.

Je dunkler, desto besser!

Wissenschafter der Universität Yale haben 2008 in einer Studie festgestellt, dass Bitterschokolade das Risiko für diese Schwangerschaftserkrankung reduzieren kann. Sie untersuchten dafür 2291 Erstgebärende und befragten sie nach ihrem Schokoladenkonsum während des ersten und letzten Schwangerschaftsdrittels. Außerdem wurde bei den Babies die Theobrominkonzentration im Nabelschnurblut gemessen.
Die Resultate zeigten, dass die Frauen, die am meisten Bitterschokolade gegessen hatten, die geringste Erkrankungsrate an Präeklampsie aufwiesen. Zudem zeigten ihre Babies die höchsten Theobromin-Werte. Theobromin ist das hauptsächlich vorkommende Alkaloid in Kakao und Kakaoprodukten und ist dem Koffein ähnlich. Es hat aber eine andere Wirkung auf den Organismus, da es mild und dauerhaft anregt. Elisabeth Triche, eine der Autorinnen der Studie, gibt bezüglich der Auswahl der Schokolade eine klare Empfehlung: „Je dunkler, desto besser“. Weiße Schokolade enthält im Gegensatz zur dunklen Schokolade kaum Theobromin. Fünf bis sieben Rippen Bitterschokolade pro Woche haben laut der Wissenschafterin einen ausreichend hohen Theobromingehalt – eine Rippe pro Woche bietet hingegen keinen Schutz.

Daten unter der Lupe

2010 untersuchten Saftlas et al. erneut den Zusammenhang zwischen Schokoladenverzehr und Präeklampsie. Sie bestätigten die Ergebnisse der Wissenschaftler der Universität Yale. Eine weitere Studie stellte jedoch keine Korrelation fest. Aufgrund der widersprüchlichen Datenlage widmen sich derzeit Mogollon et al. diesem Thema und sind dabei die bestehende Literatur zusammenzufassen. Hintergrund zur Vorgehensweise ist hier in englisch nachzulesen.

Fazit

Derzeit ist keine klare Aussage möglich, ob Schokoladenkonsum in der Schwangerschaft das Risiko für Präeklampsie beeinflusst. Die Mehrheit der Studien spricht sich momentan für eine Risikosenkung aus. Eine systematische Übersichtsarbeit bleibt abzuwarten. Unverändert sollte man Schokolade mit Maß und Ziel genießen. Erwiesenermaßen hebt sie die Laune und senkt den Blutdruck – vielleicht auch noch mehr. Und so gilt: Je dunkler – desto besser!

Literatur

Triche EW et al.: Chocolate Consumption in Pregnancy and Reduced Likelihood of Preeclampsia. Epidemiology 19(3): 459 – 464 (2008).
Saftlas AF et al.: Does chocolate intake during pregnancy reduce the risks of preeclampsia and gestational hypertension? Annals of Epidemiology 20(8):584-91 (2010).
Klebanoff MA et al.: Maternal serum theobromine and the development of preeclampsia. Epidemiology 20(5):727-32 (2009).
Mogollon JA et al.: Consumption of chocolate in pregnant women and risk of preeclampsia: a systematic review. Systematic Reviews 2:114 (2013).
Preeclampsia foundation: Preeclampsia Fact Sheet. www.preeclampsia.org/pdf/Preeclampsia%20Fact%20sheet%20v2.pdf (Zugriff am 15.07.2014).

Auf Schokolade können die wenigsten Frauen verzichten. Auch, wenn sie eigentlich auf ihre Linie achten wollen. Nun gibt es gute Nachrichten für Schwangere. Greifen Sie zu! Die leckere Nascherei soll dem Ungeborenen richtig gut tun. Das hat eine Studie jetzt bewiesen…

Über zwölf Wochen lang wurden 129 Frauen von der 11 bis 14 Schwangerschaftswoche beobachtet. Sie durften täglich 30 Gramm Schokolade essen. Eine Gruppe nahm eine Sorte mit hohem Flavanol-Anteil, also vielen sekundären Pflanzenstoffen, zu sich, die zweite Gruppe aß Schokolade mit geringem Flavanol-Anteil. In beiden Fällen kam nur Positives heraus.

Der positive Einfluss von Schokolade

Der regelmäßige Verzehr von Schokolade sorgt für ein besseres Wachstum des Kindes und der Plazenta sowie eine stärkere Entwicklung. Grund dafür sei die verbesserte Durchblutung im Körper der Mutter.

Ein schlechtes Gewissen müssen Sie also nicht mehr haben, wenn Sie ab und zu zur Schoki greifen…

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Medikamente-Verbot und Sportentzug: Irrtum 6: Zucker und Süßstoffe sind harmlos

Irrtum 7: Sport gefährdet das Baby im Bauch

Dass Sport für Schwangere nicht gut sei, ist ein Irrglaube. Trainieren Frauen in der Schwangerschaft, können sie durch den Sport sogar Überbelastung und Komplikationen während der Geburt vorbeugen.

Allerdings sollten werdende Mütter ihren Sport an das Stadium der Schwangerschaft anpassen. Dazu gehört, dass werdende Mütter eine Überbelastung des Beckenbodens vermeiden sollten und der Babybauch immer gut geschützt ist. Geeignet sind also Sportarten wie Yoga, Wandern, Schwimmen, Radfahren oder Fitnessübungen am Crosstrainer.

Verzichten sollten Schwangere auf Risikosportarten wie Klettern und Reiten, da hierbei die Sturzgefahr hoch ist. Außerdem rät Gynäkologe Jörg Angresius von „Kontaktsportarten“ wie Ball- oder Kampfsport ab.

Genaueres zu Sport während der Schwangerschaft können Sie unter www.sportundschwangerschaft.de nachlesen.

Irrtum 8: In der Schwangerschaft darf eine Frau für zwei essen

„Dieser Spruch ist Unsinn.“, erklärt Gynäkologe Jörg Angresius. „Zwar sollte eine Schwangere im Durchschnitt 300 Kalorien mehr zu sich nehmen als sonst, zu viel Gewichtzunahme ist allerdings wieder schädlich und kann zu Schwangerschaftsdiabetes führen.“

Da eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft besonders wichtig ist, sollten werdende Mütter jedoch auch auf Schlankheitskuren verzichten. Eine ausreichende Energiezufuhr ist für Mutter und Kind unbedingt notwendig. Das Baby holt sich die wichtigen Nährstoffe von selbst aus dem Mutterleib, damit es sich richtig entwickeln kann. Ist die Nahrungszufuhr der Mutter also nicht ausgewogen, kann sie Nährstoffmängel bekommen. Entzieht das Baby dem mütterlichen Körper zum Beispiel viel Kalzium, droht als Spätfolge eine Osteoporose.

Irrtum 9: Schwangere sollten auf Medikamente verzichten

Das stimmt nicht ganz. Die Einnahme von Medikamenten sollten Frauen jedoch während der Schwangerschaft in jedem Fall mit ihrem Frauenarzt absprechen, damit diese keine ungeahnten Auswirkungen auf das Baby haben. Generell sollten sie so wenig wie möglich und immer die am wenigsten toxischen Medikamente einnehmen.

Rosinen in der Schwangerschaft: Das müssen Sie wissen

  • Naschen Sie regelmäßig Rosinen pur oder mischen Sie die Trockenfrüchte in Ihr Müsli, tun Sie Ihrer Gesundheit damit etwas Gutes. Denn die kleinen Früchte bringen einiges an gesunden Inhaltsstoffen mit.
  • Neben nennenswerten Mengen an den Vitaminen B1, B3, B5 und B6 punkten Rosinen in der Schwangerschaft vor allem durch ihren hohen Eisengehalt. Schwangere leiden häufig an einem Eisenmangel. Der regelmäßiger Verzehr von Rosinen kann dem entgegenwirken.
  • Wichtig ist allerdings, dass Sie zusätzlich Vitamin-C-haltige Lebensmittel dazu essen. Dieses Vitamin benötigt der Körper, um die großen Mengen an Eisen der Rosinen auch aufnehmen zu können.
  • Schwarze Johannisbeeren enthalten beispielsweise viel Vitamin C. Geben Sie diese einfach mit den Rosinen zusammen in Ihr Müsli.
  • Die getrockneten Weintrauben enthalten außerdem Ballaststoffe. Da eine Schwangerschaft häufig von Verdauungsproblemen begleitet wird, profitieren Sie also auch in dieser Hinsicht von Rosinen.
  • Es gibt sowohl ungeschwefelte als auch geschwefelte Rosinen. Die Behandlung mit Schwefeldioxid dient dazu, die getrockneten Früchte vor Schädlingsbefall und vor Verfärbungen zu schützen.
  • In der Schwangerschaft können Sie bedenkenlos auch geschwefelte Rosinen verzehren. Die Mengen an Schwefeldioxid, die verwendet werden, sind so gering, dass sie nicht gesundheitsschädlich sind – auch nicht für Schwangere.

Trockenfrüchte während der Schwangerschaft: Pro und Contra

Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper der Frau. Damit ganz eng verbunden ist der Bedarf des weiblichen Körpers, der sich ebenso ändert. Dabei ist der Satz „ich esse ja für 2“ mittlerweile längst abgedroschen. Die Essensrationen zu verdoppeln, ist keineswegs der richtige Weg. Welcher Weg in der Schwangerschaft der Bessere ist und wie der Konsum von Trockenfrüchten in der Schwangerschaft bewertet wird, soll Thema dieses Beitrags sein.

Ruhe, Entspannung, frische Luft, Bewegung und eine gesunde Ernährung. All diese Einzelbestandteile wirken sich positiv auf die werdende Mutter und das Kind aus.

Tipps vom Bundesministerium

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat unter gesund-ins-leben.de eine eigene Themenseite zur gesunden Ernährung in Familien ins Leben gerufen. Kurz und knapp stehen dort auch die wichtigsten Hinweise zum Essen und Trinken in der Schwangerschaft geschrieben. Dabei geht es weniger darum, den pädagogisch anmutenden Finger zu heben, sondern einen aufmerksamen Umgang mit Lebensmitteln zu erwirken. So lauten die Tipps in der Zusammenfassung:

  1. Während der Schwangerschaft muss nicht quantitativ mehr gegessen, sondern auf eine qualitativ hochwertigere Ernährung geachtet werden. Auf der Seite der empfohlenen Lebensmittel stehen kalorienarme Getränke, fettarme (tierische) Lebensmittel und pflanzliche Lebensmittel. Gesättigte Fettsäuren sollten möglichst vermieden werden.
  2. Eisen ist essentiell wichtig für Mutter und Kind. Mit Vollkornprodukten, Gemüse und Obst sollte der tägliche Bedarf gedeckt werden. Vegetariern fehlt indes der Eisenlieferant Fleisch. Hier sind die eben erwähnten Lebensmittel sowie Milchprodukte noch wichtiger. Wer eine gesunde Kost mit Vitamin C kombiniert, hilft dem Körper, das Eisen auch aufnehmen zu können.
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  3. Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln ist auch mit Blick auf mögliche Lebensmittelinfektionen wichtig. „Toxoplasmose wird durch Parasiten hervorgerufen, Listeriose durch Bakterien, die so genannten Listerien. Beide Infektionen treten zwar selten auf, die Folgen für das Kind können jedoch schwerwiegend sein“, heißt es dazu in dieser Informationsbroschüre. In diesem Zusammenhang ist es ratsam, auf rohes Fleisch und Räucherlachs in der Schwangerschaft besser zu verzichten. Weichkäse, Rohmilchkäse und Weichkäse-Sorten bergen ebenfalls ein erhöhtes Risiko.
  4. Über eine gesunde Ernährung lässt sich der erhöhte Nährstoffbedarf in der Schwangerschaft weitestgehend decken – aber nicht absolut. Das gilt insbesondere für Jod und Folsäure. Daher werden die meisten Frauen mit Kinderwunsch und werdende Mütter mit Zusatzpräparaten versorgt, um den Nährstoffbedarf in diesem Bereich zu decken. Jodsalz, Fisch und Milchprodukte sind hierfür wichtige Lieferanten.

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Trockenfrüchte in der Schwangerschaft: Die Vor- und Nachteile des Konsums

Obst und Gemüse in der Schwangerschaft ist (nicht zuletzt aufgrund des erhöhten Vitamin-Bedarfs) wichtig. Doch wie ist es um die Trocken-Variante bestellt, die beispielsweise bei Online-Shops wie etwa paradise-fruits.de als gefriergetrocknete Varianten angeboten werden?

Diese Vorteile hat der Konsum von Trockenfrüchten in der Schwangerschaft

  • Trockenfrüchte enthalten Phosphor, Kalium, Mineralien, Vitamine und Pflanzenstoffe. All das ist gut für die werdende Mutter und das Kind. Was beim Dörrvorgang verloren geht, ist in erster Linie die Feuchtigkeit, die Trockenfrüchte von frischem Obst unterscheidet. Auch einige Vitamine (unter anderem Vitamin C) mögen den Dörrvorgang nicht besonders. Hier muss auf Beeren oder Zitrusfrüchte ausgewichen werden.
  • Der Ballastgehalt von Trockenfrüchten ist hoch. Das heißt, dass Trockenfrüchte in Maßen einen positiven Einfluss auf einen trägen Darm haben können. Aprikosen, Apfelringe, Datteln, Feigen und Rosinen werden bei Verdauungsproblemen in der Schwangerschaft gern empfohlen. Auch Trockenpflaumen können auf natürliche Art bei Verstopfung helfen.
  • Da besonders viele Schwangere an Eisenmangel leiden, können getrocknete Aprikosen hier ein eisenhaltiger Snack für zwischendurch sein. Auch Magnesium ist häufig ein Bestandteil getrockneter Früchte. Damit können Trockenfrüchte für zwei der drei wichtigsten Spurenelemente in der Schwangerschaft sorgen.
  • Trockenfrüchte sind häufig eine praktische Alternative zu frischem Obst. Eine überschaubare Anzahl an Trockenobst ist (in ungeschwefelter Form) auch in der Schwangerschaft zu empfehlen.

Das Angebot an Trockenobst ist riesig. In Maßen ist Trockenobst auch in der Schwangerschaft ein durchaus sinnvoller Nahrungsbaustein, denn es hilft, die Verdauung zu regulieren und beinhaltet viele Nährstoffe.

Diese Nachteile hat der Konsum von Trockenfrüchten in der Schwangerschaft

  • Gerade das wichtige Vitamin C hat mit dem Dörrvorgang Probleme, da es sowohl licht- als auch hitzeempfindlich ist. Auch die für Schwangere wichtige Folsäure mag den Trocknungsvorgang nicht besonders.
  • Wer Trockenfrüchte im Übermaß konsumiert, riskiert Blähungen oder Verdauungsprobleme. Um als Mittel gegen Verstopfung zu wirken, müssen Trockenfrüchte in Maßen eingesetzt werden. Zu viele Trockenfrüchte können auch abführend wirken.
  • Trockenfrüchte sind eine wahre Kalorienbombe. Während das Wasser beim Dörren aus den Früchten verschwindet, bleibt der Fruchtzucker zurück. Da mit dem Wasser auch das Volumen der Frucht verschwindet, werden Trockenfrüchte schnell im Übermaß konsumiert. Für den Mageninhalt ist das leicht zu ertragen, aber der Kalorienzähler schnellt so unaufhaltsam in die Höhe.

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Fazit: Trockenobst in Maßen ist auch für Schwangere erlaubt

Besonders die Auswirkungen auf die Kalorienuhr und den Darm veranlassen Experten zu dem Ratschlag, Trockenobst in Maßen zu erlauben. Tipp: Das von Schwangeren verzehrte Trockenobst sollte nach Möglichkeit nicht geschwefelt sein, da Schwefel dem Körper Vitamin B1 entzieht. Der Schwefelprozess entzieht dem Trockenobst auch die Folsäure, die gerade für Schwangere besonders wichtig ist. Zudem kommt es nach dem Konsum von geschwefeltem Trockenobst häufig zu Kopfschmerzen.

Auch gefrorenes Obst kann eine denkbare Alternative in der Schwangerschaft sein.

Alternativ-Tipp: Neben der Trocken-Variante sind auch tiefgefrorene Früchte ein sinnvoller Ernährungsbaustein in der Schwangerschaft. Werden diese direkt nach der Ernte geputzt und gefrostet, können so mehr Vitamine erhalten werden, als bei einem langen Transportweg des frischen Obstes.

Letzte Aktualisierung am 3.02.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Damit Ihr gesund und fit durch die Schwangerschaft kommt, ist es sinnvoll sich vollwertig und ausgewogen zu ernähren, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.
Wie schon im ersten Teil erwähnt, reichen 250- 300 kcal mehr am Tag für Euch beide aus…

  1. Als gute Zwischenmahlzeit eignen sich ca. 30 gr. Nüsse (Walnüsse, Mandeln) am Tag, Trockenobst oder auch eine Banane. Nüsse liefern wertvolle B-Vitamine, Mineralien, hochwertiges Eiweiß und wertvolles Fett.
  2. Bei Süßigkeitenhunger könnt Ihr kleine Mengen an getrocknetem Obst (hochkalorisch!) essen. Zum Beispiel 1-2 Datteln, 10 Rosinen oder zwei Aprikosen. Trockenobst ist ebenfalls voll mit Mineralien und guten Vitaminen.
  3. Auf Eurem Teller sollten sich die Portionen so verteilen, das der Gemüse/Obst Anteil am größten ist (Hälfte des Tellers) und die Kohlenhydrate zusammen mit dem Eiweiß den restlichen Platz füllen.
  4. Salzen könnt Ihr ganz nach Bedarf, auch bei Wassereinlagerungen oder erhöhtem Blutdruck. Wenn keine Hashimoto Erkrankung an der Schilddrüse vorliegt, ist es gut, wenn Ihr jodiertes Salz verwendet.
  5. Euren Flüssigkeitsbedarf stillt Ihr am Besten mit Wasser. Es empfiehlt sich nur sanft sprudelndes oder stilles Wasser zu trinken, um Sodbrennen zu vermeiden. Dagegen kann auch basisches Wasser (z.B. Staatlich Fachinger) helfen. Auch milde Früchte – oder Kräutertees sind eine gute Abwechslung. Sehr wenig solltet Ihr Säfte oder gesüßte Getränke zu Euch nehmen, da sie viele leere Kalorien enthalten und zusätzlich noch den Appetit anregen.
  6. Kaffee, koffeinhaltige Getränke, schwarzer oder grüner Tee nur in Maßen (max. zwei Tassen am Tag) trinken.
  7. Alkohol ganz meiden.
  8. Leider hat sich in Untersuchungen herausgestellt, das eine allergenarme Ernährung in der Schwangerschaft keine Allergieprophylaxe beim Kind bewirkt. Im Gegenteil, je bunter und abwechslungsreicher Ihr esst, desto besser ist es für Euer Baby.
  9. Verzichten solltet Ihr auf rohe tierische Produkte, wie halb gegartes bzw. rohes Fleisch, Rohmilch und Produkte daraus (Camembert), rohen Fisch (Sushi), rohe Eier (Tiramisu), da sonst die Gefahr von verschiedenen Infektionen wie EHEC-Bakterien, Listerien oder Toxoplasmose bestehen kann.
  10. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte immer mit der Hebamme oder dem Arzt beraten werden.

Weitere Tipps findet Ihr zusätzlich in Teil 1:
Ernährung in der Schwangerschaft – Teil 1

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>Kann ich Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao essen, wenn ich schwanger bin?

Während der Schwangerschaft empfehlen die Ärzte oft eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung. Es ist allerdings manchmal schwierig zu wissen welche Lebensmittel empfohlen sind und welche nicht empfohlen sind. Es gibt eine Menge Empfehlungen die sie während der Schwangerschaft respektieren werden, um sicherzustellen, dass Ihr Baby so gut wie möglich wächst. Aber können wir Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao essen, wenn wir schwanger sind? Nachtische und Gebäck sind süße Lebensmittel die wir uns gerne gönnen, und Sie werden während der Schwangerschaft auch nicht verboten. Wir werden zuerst mit Ihnen sehen, ob Sie Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao während der Schwangerschaft essen können, dann die Vorsichtsmaßnahmen zu nehmen wenn man während der Schwangerschaft Nachtische und Gebäck essen möchte und schließlich eine kurze Erklärung zum Gewicht während der Schwangerschaft.

Kann ich Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao essen, wenn ich schwanger bin?

Nachtische und Gebäck! Können wir wirklich neun Monate lang darauf verzichten? Können wir Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao essen, wenn wir schwanger sind? Die Antwort ist JA, Sie können Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao während Ihrer Schwangerschaft essen. Aber seien Sie vorsichtig, es gibt mehrere Empfehlungen sie Sie befolgen sollten.

Welche Risiken bestehen, wenn Sie Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao während der Schwangerschaft essen?

Die mit dem Verzehr von Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao während der Schwangerschaft verbundenen Risiken.

Es gibt 3 Hauptrisiken im Zusammenhang mit zwei Bakterien (Salmonellen und Listerien) und einem Parasiten (Toxoplasmose). Die erste ist mit dem Risiko einer Salmonellose verbunden. Dieses Risiko besteht insbesondere beim Verzehr von rohen oder nicht gekochten Eiern. Das zweite Risiko ist die Listeriose, die in Milchprodukten (Milch, Sahne, Butter) aus Rohmilch enthalten ist, die bei Temperaturen über 70°C nicht gekocht werden. Die dritte ist die Toxoplasmose, die auf Früchten auftreten kann, die Sie z.B. auf Ihren Kuchen nach dem Backen zur Dekoration legen.

Nahrungssuchmaschine während der Schwangerschaft

Empfehlungen zur Vorbeugung von Krankheiten beim Verzehr von Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao während der Schwangerschaft

Um das Risiko einer Salmonellen- und Listerieninfektion zu verringern, stellen Sie Ihr eigenes Gebäck oder Nachtisch mit gekochten Eiern her. Wenn Sie sie von einmal frische Eier verwenden wollen, verwenden Sie Eier in der Nähe des Legedatums und lagern Sie sie an einem kühlen Ort. Am besten wählen Sie Rezepte, bei denen die Eier richtig gekocht werden. Das gleiche gilt für pasteurisierte Milch und Sahne.

Um die Infektion mit Toxoplasmose zu minimieren, waschen Sie die Frucht gründlich.

Vermeiden Sie in Bäckereien, Konditoreien, Restaurants oder Gasthäusern Backwaren aus Schnee-Eiern, roh oder ungekocht, um kein Risiko einzugehen (Tiramisu, Meringue, Zitronen-Meringue-Pastete). Das Legedatum der Eier, aus denen der Kuchen hergestellt wird, ist nicht bekannt. So wie die richtige Lagerung des Gebäcks nicht sicher ist.
Für die industrielle Herstellung ist das Risiko gering. Wählen Sie Zitronenkuchen, Schokoladenmousse und viele andere industrielle Rezepte gegenüber selbstgemachten.

Um Das aller einfach zu erklären: essen Sie Nachtische oder Gebäck, das industrielle hergestellt wurde oder handwerkliche Rezepte sind, aber aus gekochten Eiern, pasteurisierter Sahne oder Milch hergestellt werden.

Gewicht während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft werden Sie an Gewicht zunehmen. Es wird jedoch empfohlen, es auf eine bestimmte Anzahl von Kilo zu beschränken (durchschnittlich 12 kg während der gesamten Schwangerschaft). Sie werden in der Regel einen erhöhten Appetit haben, denken Sie an einen Snack, aber es wäre ratsam, Obst oder Joghurt zu wählen. Nachtische oder Gebäck sollten gegessen werden, aber Sie können Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao essen, wenn Sie schwanger sind.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Hebamme.

Machen Sie regelmäßige Bewegung für Ihr persönliches Wohlbefinden.

Sie möchten mehr Informationen über körperliche Bewegung während der Schwangerschaft: https://www.medizin-transparent.at/gewichtszunahme-schwangerschaft

In der Kategorie Nachtische und Gebäck können Sie Dunkle Schokolade mit minimum 40% Kakao essen, wenn Sie schwanger sind, aber vergessen Sie nicht, zu überprüfen, ob alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden.
Wenn Sie wissen möchten, ob Sie ein anderes Lebensmittel essen können, geben Sie es in unsere Suchleiste für schwangere Frauen ein.

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