Schnupfen BEI schwangerschaft

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Halsschmerzen in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kommen Halsschmerzen relativ häufig vor. Weil Dein Immunsystem nun zwei Menschen versorgen muss und sich oft mehr auf Dein Baby konzentriert als auf Dich, bist Du leider auch anfälliger für Erkältungskrankheiten. Das ist zwar gut für Dein Baby, aber wie wirst Du die lästigen Halsschmerzen in der Schwangerschaft wieder los? Woher kommen sie und wie kannst Du die Schmerzen lindern, ohne Dein Baby durch falsche Medikamente zu gefährden?

Was kannst Du tun, wenn Halsschmerzen die Schwangerschaft erschweren? Im Video stellen wir dir die zwei besten Hausmittel vor.

Werdende Mütter erkranken häufig an Erkältungskrankheiten wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Schwangerschaft, Hormonumstellung und der häufig damit verbundenen Stress schwächen den Körper, sodass Krankheitserreger häufig freie Bahn haben. Halsschmerzen in der Schwangerschaft sind deshalb besonders lästig, weil die werdende Mami bei der Wahl der Medikamente an ihr ungeborenes Baby denken muss. Der Griff zu Aspirin, Ibuprofen und anderen Schmerzmitteln sollte daher gut überdacht werden und wenn möglich solltest Du auf Hausmittel zurückgreifen. Davon gibt es nämlich vor allem bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft eine ganze Menge, die den Verzicht auf aggressivere Medikamente leicht machen.

Ursachen und Formen der Halsschmerzen in der Schwangerschaft

Wie andere Atemwegserkrankungen gehen auch Halsschmerzen in den meisten Fällen auf eine Virusinfektion zurück. Erkältungsviren kursieren vor allem in den kälteren Jahreszeiten und können Dir in dieser Zeit ganz besonders in Form von Halsschmerzen die Schwangerschaft erschweren. Doch auch Umwelteinflüsse wie Rauch und Abgase, Chemikalien und Staub oder sogar eine trockene Raumluft führen zu Halsweh. In der Schwangerschaft ist das Immunsystem generell schwächer als sonst, da es natürlich auch für Dein Baby mitarbeitet, weshalb Schwangere in dieser Zeit besonders anfällig für Erkältungskrankheiten sind. Stecken jedoch nicht Viren sondern Bakterien hinter den Halsschmerzen in der Schwangerschaft, handelt es sich meist um Streptokokken. Dabei sind Halsschmerzen nicht gleich Halsschmerzen. In der Schwangerschaft erkranken Frauen nicht selten an einer Rachenentzündung (Pharyngitis), einer Mandelentzündung (Tonsillitis) oder einer Kehlkopf- oder Stimmbandentzündung (Laryngitis). Auch diese Erkrankungen äußern sich in Form von Halsschmerzen, sodass Du gerade bei länger anhaltenden Beschwerden unbedingt von einem Arzt abklären lassen solltest, woher das Kratzen in der Kehle und die Probleme beim Schlucken kommen. Im Normalfall besteht jedoch keine Gefahr für Dein Baby, daher kannst Du erst einmal verschiedene Hausmittel ausprobieren.

Was hilft gegen Halsschmerzen in der Schwangerschaft?

Auch wenn werdende Mamis auf manche herkömmlichen Medikamente verzichten müssen, gibt es viele Hausmittel, die Halsschmerzen in der Schwangerschaft lindern können. Salbeibonbons, die am besten als zuckerfreie Variante mehrmals täglich gelutscht werden, beruhigen den Hals und versorgen ihn mit ausreichend Flüssigkeit und Speichel. Salbei ist für seine heilende Wirkung bei Halsbeschwerden bekannt. Neben den Bonbons kannst Du auch biologisch angebauten Salbeitee trinken. Du solltest dabei allerdings beachten, dass Salbei leicht wehenfördernd wirken kann, die Milchbildung hemmt und gegen Ende der Schwangerschaft daher vermieden werden sollte. Bis dahin ist eine Tasse am Tag jedoch unbedenklich. Um die heilende Wirkung von Salbei bei Halsschmerzen zu verstärken, kannst Du den warmen Tee auch gurgeln. Alternativ ist auch das Gurgeln mit Salzwasser zu empfehlen. Viele Frauen schwören bei Halsschmerzen in der Schwangerschaft auf Kamillen- sowie Pfefferminztee oder heiße Milch mit Honig. Auch drei bis fünf Löffel Fenchelhonig pro Tag, die pur eingenommen werden, können helfen. Ein altes Hausrezept, wenn länger anhaltende Halsschmerzen die Schwangerschaft erschweren, sind Kartoffelwickel. Dazu werden Kartoffeln gekocht und wie bei der Zubereitung von Püree zerstampft. Die Masse wird dann auf ein Küchentuch gegeben, wo sie etwas abkühlen sollte. Dann legst Du Dir das Tuch mit dem Püree um den Hals und wickelst am besten noch einen Schal darüber. Bei akuten Halsschmerzen sind dagegen feuchtkalte Wickel mit Quark anstelle der Kartoffeln zu empfehlen. Er wirkt schleimlösend und entzündungshemmend. Davon abgesehen solltest Du Dich wenn möglich warm halten, vor allem Deine Füße.

Wann können Medikamente die Halsschmerzen in der Schwangerschaft lindern?

Wenn die diversen Hausmittel bei Dir einfach nicht helfen und die Halsschmerzen die Schwangerschaft und die damit verbundenen körperlichen Beschwerden stark erschweren, solltest Du trotzdem vorsichtig sein mit Medikamenten. Generell solltest Du nie zu Arzneimitteln greifen, ohne vorher mit einem Arzt oder Apotheker Rücksprache gehalten zu haben. Neben Antibiotika und Schmerzmitteln wie Ibuprofen sind selbst rezeptfreie Mittel wie Neo Angin und ähnliche Lutschpastillen in der Schwangerschaft nicht unbedenklich, da sie das ungeborene Kind in seiner Entwicklung schädigen können. Sprich am besten mit Deinem Arzt über die Halsschmerzen in der Schwangerschaft. Er wird Dir garantiert sagen können, was Du am besten tun solltest, um die Beschwerden wieder loszuwerden.

Halsschmerzen in der Schwangerschaft: Bei Fieber zum Arzt

Wenn die Halsschmerzen in der Schwangerschaft ungewohnt lang andauern, Du irgendwelche Veränderungen an Dir feststellen kannst oder Fieber auftritt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Die Halsschmerzen können dann auf einen grippalen Infekt oder andere Krankheiten hindeuten und die Einnahme von Medikamenten wie Antibiotika erfordern. Du solltest deshalb zum Arzt gehen, wenn Du zusätzlich zu den Halsschmerzen in der Schwangerschaft auch Fieber über 39 Grad bekommst – vor allem dann, wenn es bereits mehr als einen Tag anhält.

Auch wenn Dir die Halsschmerzen die Schwangerschaft ganz schön vermiesen können, sind sie nicht das Ende der Welt – besonders, weil Du meistens keine Komplikationen zu befürchten hast. Helfende Hausmittel ersetzen herkömmliche Medikamente, sodass Du die Halsschmerzen in der Schwangerschaft in der Regel bald wieder los bist. Aufpassen musst Du nur, wenn Fieber auftritt. Gehe in diesem Fall lieber zum Arzt! Er kann eine Diagnose stellen und Dich entsprechend behandeln.

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Eine Erkältung in der Schwangerschaft wirft bei vielen werdenden Müttern Fragen auf: Ist die Erkältung gefährlich für das Baby? Wann sollte ich zum Arzt gehen? Kann ich erkältet arbeiten oder sollte ich mich krankschreiben lassen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Erkältungen während einer Schwangerschaft.

Warum bin ich ständig erkältet?

Viele Frauen sind während einer Schwangerschaft häufig erkältet. Das ist nicht ungewöhnlich, denn das Immunsystem muss schließlich zwei Personen schützen und wird dadurch stärker beansprucht als sonst. Dies macht es auch für Erkältungsviren leichter angreifbar. Kein Wunder also, dass viele Frauen das Gefühl haben, die ganze Schwangerschaft erkältet zu sein.

Ist eine Erkältung in der Schwangerschaft gefährlich?

Schwanger und erkältet? Das ist kein Grund zur Panik. Eine normale Erkältung während der Schwangerschaft ist nicht schlimm und schadet dem Baby in der Regel nicht. Dennoch gibt es ein paar Dinge, die Schwangere beachten sollten.

Da das Immunsystem mit der Schwangerschaft bereits genug zu tun hat, ist eine Erkältung für werdende Mütter nicht nur besonders anstrengend, sie macht sie auch anfällig für weitere Infektionen (sogenannte Sekundärinfektionen). Bei einer Erkältung sollten Schwangere also besonders aufpassen, nicht mit Krankheitserregern in Kontakt zu kommen, und Menschenmassen daher lieber meiden. Generell gilt: Achten Sie auf die Zeichen Ihres Körpers und suchen Sie im Zweifel lieber einen Arzt auf.

Bei einer Erkältung kurz vor dem Geburtstermin kann es sein, dass das Baby auf sich warten lässt, da der Körper der werdenden Mutter sich zunächst auf das Bekämpfen der Erkältung konzentriert.

Schadet die Erkältung dem Baby?

Eine Erkältung während der Schwangerschaft ist in der Regel für das Baby weder schädlich noch ansteckend. Die Erkältungsviren greifen vor allem die oberen Atemwege sowie die Nasen- und Rachenschleimhaut der Mutter an. Ihr Immunsystem verhindert, dass die Viren tiefer in den Körper eindringen und das Baby erreichen können. Zudem sind Babys im Mutterleib durch die Antikörper der Mutter, den sogenannten Nestschutz, vor Krankheitserregern geschützt.

Schwangere Frauen müssen auch keine Angst haben, ihr Baby beim Husten oder Niesen zu verletzen. Die Erschütterung wird durch das Fruchtwasser abgefedert, sodass Babys davon höchstens ein Schaukeln spüren.

Wann zum Arzt mit einer Erkältung?

Eine leichte Erkältung erfordert auch in der Schwangerschaft keinen Arztbesuch. Vorsicht ist aber geboten, wenn die Erkältung mit Fieber einhergeht. Kurze Fieberanfälle sind noch kein Grund zur Sorge. Bleibt die Temperatur hingegen mehrere Tage lang über 39 Grad Celsius, sind vorzeitige Wehen möglich. Geht das Fieber nicht von selbst wieder weg, sollte man spätestens nach zwei Tagen zum Arzt gehen.

Zudem sollten Schwangere einen Arzt konsultieren, wenn bereits eine andere Erkrankung vorliegt, wenn die Erkältung länger als eine Woche andauert oder Verdacht auf eine Grippe besteht. Anzeichen einer Grippe können beispielsweise Schüttelfrost und Muskelschmerzen sein.

Ein Arztbesuch ist auch bei einem der folgenden Symptome ratsam:

  • starker Husten, da dieser vorzeitige Wehen auslösen kann
  • Fieber in Verbindung mit Bauchschmerzen
  • blutiges oder eitriges Sekret oder Auswurf
  • langanhaltende Atembeschwerden oder extreme Schwäche
  • plötzlich auftretende und sich schnell verschlimmernde Beschwerden
  • besonders heftige Symptome oder Schmerzen

Zu welchem Arzt?

Oft besteht Unsicherheit darüber, welcher Arzt bei einer Erkältung in der Schwangerschaft zuständig ist: Hausarzt oder Frauenarzt. Prinzipiell ist es egal, zu welchem Arzt man geht. Sollte Ihr Hausarzt unsicher sein, was im speziellen Fall einer Schwangerschaft zu beachten ist, wird er Sie an Ihren Frauenarzt verweisen.

Andere Virusinfektionen ausschließen

Einige Virusinfektionen verursachen ähnliche Symptome wie eine Erkältung und werden daher oft nicht sofort erkannt. So bewirkt etwa das Cytomegalie-Virus (CMV) aus der Familie der Herpes-Viren bei einem gesunden Erwachsenen Kopfschmerzen und angeschwollene Lymphknoten, kann für Ihr Kind aber lebensbedrohlich sein.

Auch der Erreger der Ringelröteln scheint zunächst eine harmlose Erkältung zu verursachen, ist aber gefährlich für das Baby. Wenn die Erkältung mit Fieber und Hautausschlag einhergeht, sollten Schwangere daher einen Arzt zurate ziehen.

Trotz Erkältung arbeiten gehen?

Bei einer Erkältung sollten Schwangere sich Ruhe gönnen und sich lieber einige Tage schonen, um den Infekt nicht zu verschleppen. Wenn Sie sich zu krank fühlen, um arbeiten zu gehen, lassen Sie sich besser krankschreiben.

Dürfen Schwangere Medikamente nehmen?

Als Grundregel gilt: In der Schwangerschaft sollte man auf Medikamente möglichst verzichten. Auch manche pflanzlichen Wirkstoffe, homöopathischen Mittel und einige Hausmittel können dem Baby schaden. Informieren Sie sich daher, welche Mittel Sie anwenden können und fragen Sie am besten einen Arzt oder Heilpraktiker um Rat.

Erkältungen in der Schwangerschaft vorbeugen

Eine Erkältung während der Schwangerschaft ist unangenehm und belastet das Immunsystem. Daher ist es am besten, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. So können Sie einer Erkältung vorbeugen:

  • Halten Sie nach Möglichkeit Abstand von erkälteten Menschen und großen Menschenmengen, aber auch von Dingen, die mit den Erregern in Kontakt gekommen sein könnten, wie Türgriffen und Geländern.
  • Waschen Sie sich häufiger und gründlich die Hände.
  • Ist Ihr Partner erkältet, verzichten Sie auf Küsse und teilen Sie nicht dasselbe Geschirr. Um die Erreger nicht unnötig zu verbreiten, sollte Ihr Partner seine benutzten Taschentücher sofort in einem geschlossenen Mülleimer entsorgen.
  • Denken Sie daran, die Räume gründlich zu lüften!
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und trinken Sie genug.
  • Gönnen Sie sich regelmäßige Bewegung (am besten an der frischen Luft) und vermeiden Sie Stress.

Grippe in der Schwangerschaft

Im Gegensatz zu einer Erkältung, die auch als grippaler Infekt bezeichnet wird, kann eine Grippe schlimme Folgen für Schwangere und ihr Baby haben. Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft steigt das Risiko für einen schweren Verlauf der Grippe und Komplikationen, wie beispielsweise eine Lungenentzündung. Auch Fehl- und Frühgeburten sind möglich.

Aus diesem Grund wird Schwangeren ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft eine Grippeimpfung empfohlen. Unter bestimmten Umständen ist sie auch bereits in der Frühschwangerschaft ratsam. Die Grippeimpfung gilt als risikofrei und sollte rechtzeitig vor Beginn der Wintersaison durchgeführt werden.

Stillen mit Erkältung – was ist zu beachten?

Auch bei stillenden Müttern ist eine leichte Erkältung kein Problem. Da Babys mit der Muttermilch auch Antikörper aufnehmen, können erkältete Mütter ihr Kind in der Regel nicht anstecken. Natürlich sollten Sie trotzdem darauf achten, Ihr Baby nicht anzuniesen oder anzuhusten.

Achten Sie bei einer Erkältung in der Stillzeit gut auf sich selbst. Ihr Körper braucht viel Ruhe und eine nährstoffreiche Ernährung. Genau wie bei einer Erkältung in der Schwangerschaft sollten Sie auch in der Stillzeit bei Fieber oder einer starken Erkältung lieber einen Arzt aufsuchen.

Aktualisiert: 06.11.2016 – Autor: Silke Hamann

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Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen – eine Erkältung in der Schwangerschaft kommt nicht selten vor. Das Immunsystem ist geschwächt, die Aufmerksamkeit des Körpers liegt voll auf dem Kind. Eine Erkältung ist zwar lästig, stellt aber nicht zwangsweise eine Gefahr für das Baby da. Denn durch den sogenannten „Nestschutz“, die Antikörper der Mutter, ist es geschützt. Das Problem: Durch eine Erkältung sind Schwangere anfälliger für andere Viren. Deshalb solltest du unbedingt vorbeugen und dich möglichst schonen.

Eine Erkältung stelltin der Schwangerschaft keine Gefahr für das ungeborenen Baby da – bei einer Grippe solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen!
Foto: iStock

Im Folgenden klären wir die wichtigsten Fragen bei einer Erkältung während der Schwangerschaft:

Was hilft bei einer Erkältung in der Schwangerschaft?

Die guten alten Hausmittel helfen auch bei laufender Nase und dickem Kopf. Dampfbäder mit Thymian oder Kamille lösen den Schleim in der Nase, eine Salz-Nasenspülung ist ebenfalls sinnvoll. Bei Kopfschmerzen kann Minzöl auf der Stirn Abhilfe schaffen.

Du hast starken Husten? Normalerweise hilft schleimlösender Hustensaft. Da der aber Alkohol und andere Wirkstoffe enthält, die schädlich für das Kind sind, solltest du lieber auf einen selbstgemachten Sirup aus Honig und Zwiebeln zurückgreifen. Wenn du Halsschmerzen hast, gurgle mit Salbeitee oder lege dir feucht-warme Wickel um den Hals.

Zusätzlich solltest du dich ausruhen, viel Wasser trinken und dich in nicht zu überhitzten Räumen aufhalten, um deinen Kreislauf zu schonen. Und: Wenn du zu schlapp bist, lasse dich krankschreiben und gehe nicht arbeiten.

Mehr: Tipps zur Stärkung des Immunsystems

Darf ich Medikamente während der Schwangerschaft einnehmen?

Während der Schwangerschaft solltest du auf eine Vielzahl von Medikamenten möglichst verzichten. Das gilt auch für pflanzliche Mittel. Suche unbedingt einen Arzt auf oder frage in der Apotheke, welche Medikamente in einer geringen Dosis geeignet und unbedenklich sind.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Bei einer Grippe und folgenden Symptomen solltest du einen Arzt aufsuchen:

  • Starker Husten
  • Fieber über 38,5 Grad Celsius
  • Blutiges oder eitriges Sekret oder Auswurf
  • Langanhaltende Atembeschwerden oder extreme Schwäche
  • Plötzlich auftretende und sich schnell verschlimmernde Beschwerden
  • Starke, heftige Symptome oder Schmerzen

Mehr: Warum ist eine Erkältung abends schlimmer?

Wann ist das Baby gefährdet?

Bei den oben genannten Symptomen solltest du zum Arzt gehen. Aus einem grippalen Infekt kann schnell eine Grippe werden – und die kann mit Fortschreiten der Schwangerschaft im schlimmsten Fall zu einerLungenentzündung oder sogar einer Früh- oder Fehlgeburt führen.

So kannst du dich vor einer Erkältung schützen

Lasse dich ab dem zweiten Drittel der Schwangerschaft gegen die Grippe impfen. Die Impfung birgt kein Risiko, im Gegenteil: Sie schützt dich und dein Baby vor Viren. Zudem solltest du:

  • Regelmäßig lüften
  • Spazierengehen
  • Dich vitaminreich ernähren
  • Stress vermeiden
  • Möglichst Abstand von Menschen, die bereits erkältet sind, halten
  • Dir gründlicher und häufiger die Hände waschen

Während der Stillzeit ist dein Kind vor Erkältungsviren übrigens geschützt. Achte aber natürlich darauf, dein Baby nicht anzuniesen oder es anzuhusten. Wie auch während der Schwangerschaft, solltest du zum Arzt gehen, wenn du Grippe-Symptome wie hohes Fieber hast.

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Erkältung in der Schwangerschaft: was tun? Hausmittel und andere Tipps

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Wenn Erkältungsviren die Runde machen, bleibst auch du als Schwangere nicht verschont. Husten, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen sind nicht nur nervig, sondern belasten dich besonders stark. Gleichzeitig sind viele Frauen verunsichert, was Medikamente und Hausmittel angeht – welche dürfen wirklich bedenkenlos eingenommen werden? Ist eine Erkältung in der Schwangerschaft gefährlich fürs Baby? Tempo beantwortet die wichtigsten Fragen und gibt hilfreiche Tipps zum Thema Erkältung bei Schwangerschaft.

Schwangerschaft und Erkältung: Welche Medikamente sind erlaubt?

Es gibt einige wenige Medikamente, die du bei einer Erkältung während der Schwangerschaft einnehmen darfst. Dabei solltest du die Einnahmedauer aber immer so kurz wie möglich halten. Bei Schmerzen und Fieber ist Paracetamol das Mittel der Wahl. Beim Nasenspray sollte auf den Wirkstoff Xylometazolin, bei Hustensaft auf Ambroxol zurückgegriffen werden. Antibiotika hingegen sollten nur bei nachgewiesenem Bedarf, also wenn es wirklich gar nicht mehr anders geht, und auf Anraten eines Arztes angewendet werden.

Erkältung und Schwangerschaft: In der Ruhe liegt die Kraft

Ruhe und Auskurieren sind die besten Hausmittel gegen Erkältung bei Schwangerschaft! Als schwangere Frau solltest darauf achten, Erkältungen nicht zu verschleppen – eine Krankschreibung ist empfehlenswert, um sich vernünftig erholen zu können. Wenn du fit genug bist, kannst du einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft machen, um Kopf und Nase frei zu bekommen. Und natürlich immer positiv denken – so lässt sich die fiese Erkältung während der Schwangerschaft am besten ertragen! Erfahre hier, wie du eine Erkältung richtig auskurierst und dir dabei nicht langweilig wird.

Was tun bei Erkältung in der Schwangerschaft? Hausmittel gegen Schnupfen

Wenn die Nase läuft und ein Schnupfen dich quält, ist Kochsalzlösung (0,9 Prozent) die beste Wahl. Du kannst sie als Nasentropfen-Ersatz einfach mit einer Pipette in die Nase tropfen. Wenn deine Nase stark verstopft ist, kannst du zudem inhalieren, um den Schleim zu lösen. Als Schwangere solltest du hierfür am besten Kamillentee verwenden.

Tipp

Bei einer Erkältung, solltest du zu einem Taschentuch greifen, das dein Nase auch bei häufigem Schnäuzen schont. Tempo soft & sensitive ist so weich, dass deine Nase sich nicht rötet.

Wenn du in der Schwangerschaft unter Erkältung leidest, solltest du ausserdem reichlich Flüssigkeit zu dir nehmen. Ungesüsste Tees wie Kamillen-, Holunderblüten- und Lindenblütentee eignen sich besonders gut. Auch heisse Milch mit Honig ist erlaubt und kann helfen, einen kratzenden Hals zu beruhigen. Da sie die Schleimproduktion fördert, ist sie jedoch nicht bei Husten geeignet. Auf Kräuter wie Ingwer, Pfefferminze und Salbei solltest du während der Schwangerschaft unbedingt verzichten.

Erkältung und Schwangerschaft: Hausmittel gegen Halsschmerzen

Wenn es bei dir im Hals kratzt und das Schlucken beschwerlich wird, kannst du mit lauwarmem Salzwasser gurgeln und so die Viren bekämpfen. Bei starkem Halsweh hilft auch ein Kartoffelwickel: Gekochte Pellkartoffeln zerstampfen und in ein Geschirrtuch oder Handtuch legen, noch heiss um den Hals wickeln, bei Bedarf einen Schal darüberlegen.

Erkältung in der Schwangerschaft: Was tun gegen Husten?

Rettichsirup und Rettichhonig sind oft unterschätzte Hausmittel gegen eine Erkältung in der Schwangerschaft. Der Sirup ist leicht herzustellen: Einen schwarzen Rettich reiben und mit Zucker in einer Schüssel ziehen lassen, sodass sich ein Sirup bildet. Er hilft gegen Husten – einfach drei Mal täglich zwei Teelöffel einnehmen. Bei hartnäckigem Husten solltest du Rettichhonig ausprobieren. Hierfür höhlst du einen Rettich aus, füllst ihn mit Honig und lässt das Ganze über Nacht ziehen. Dann füllst du die Mischung in ein sauberes Gefäss. Diese Kombination aus Honig und Rettich wirkt entzündungshemmend und schleimlösend: drei Mal täglich einen Teelöffel langsam im Mund zergehen lassen.

Was tun bei Erkältung in der Schwangerschaft? Das Entspannungsbad

Wenn du deinem Immunsystem etwas Gutes tun willst, kannst du Schüssler-Salze in ein Vollbad geben. Auf Echinacea und ähnliche Mittel solltest du unbedingt verzichten. Ätherische Öle, die zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs sind, sind als Badezusatz geeignet: Mandarinenöl gilt als beruhigend und entspannend, Orangenöl als fiebersenkend und beruhigend für das Herz-Kreislauf-System. Wenn in der Packungsbeilage keine Gegenanzeige vermerkt ist, kannst du bei 37 bis 38 Grad Celsius ein Erkältungsbad nehmen. Achte dabei aber genau auf Temperatur und Dosierung.

Ist eine Erkältung in der Schwangerschaft gefährlich fürs Baby?

Ab wann solltest du einen Arzt aufsuchen, wenn du krank bist? Pauschal gibt es dafür keine Antwort, denn bei dir kann es anders sein als bei anderen Schwangeren. Gründe für einen Arztbesuch sind aber beispielsweise ein schnell steigendes oder langanhaltendes Fieber. Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit, die über einen längeren Zeitraum andauern, sind ebenfalls Gründe für einen Besuch bei deinem Arzt, da sonst die ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme deines Babys gefährdet sein könnte. Du als werdende Mutter solltest hier auf deinen Bauch hören und auf dein individuelles Befinden achten.

Leidest du unter Heuschnupfen in der Schwangerschaft? Erfahre hier, was du dagegen tun kannst.

Bitte beachte, dass diese Ratschläge nicht die individuelle Beratung deines Arztes oder Apothekers ersetzen.

Schnupfen in der Schwangerschaft

1. März 2016 6 Min.

Eine rote und geschwollene Nase, die das Atmen erschwert, ist unangenehm. Wenn dazu noch ein runder Bauch kommt, der die Bewegungsfreiheit einschränkt und den Schlaf stört, kann dies richtig belastend sein. Schwanger und krank zu sein, ist anstrengend. Deswegen ist es wichtig, die Krankheitssymptome zu lindern, damit sich die werdende Mutter bald wieder besser fühlt und mit ihr das ungeborene Baby. Bei der Einnahme von Medikamenten zur Behandlung eines Erkältungsschnupfens während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Das heißt, Schwangere müssen eine Erkrankung nicht unbehandelt ertragen, sondern können etwas dagegen tun. Natürlich sollten sich Schwangere aber vor jeder Einnahme genau informieren und Rücksprache mit einem Arzt halten.

Um das Baby im Bauch brauchen sich werdende Mütter keine Sorgen zu machen: Es liegt gut geschützt in der Fruchtblase, Schnupfen- und Erkältungsviren können ihm dort nichts anhaben.

Zwei häufige Schnupfenarten in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaftsrhinitis wird nicht durch Erreger verursacht, sondern ist hormonell bedingt und in den meisten Fällen harmlos. Die ständig verstopfte Nase kann aber einen hohen Leidensdruck bei der Betroffenen auslösen. Die Symptome von Schwangerschaftsschnupfen treten häufig im ersten Schwangerschaftsdrittel (1. Trimester) auf, können aber auch erst in der späten Schwangerschaft auftauchen. Spätestens zwei Wochen nach Ende der Schwangerschaft verschwindet die Schwangerschaftsrhinitis in den meisten Fällen von allein.

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Grippale Infekte, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden, haben neben Schnupfen meist noch weitere Symptome wie Husten, Halsschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündung oder Fieber im Gepäck. In beiden Fällen gilt: Mit ein paar Tipps und Hausmitteln lassen sich die Schnupfensymptome verbessern und das Wohlbefinden steigern.

Was können Schwangere gegen Schnupfen tun?

Eine verstopfte Nase führt zu Unwohlsein und häufig zu Schlafstörungen. Dies ist nicht nur lästig, die Schwangere leidet oft unter Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche und fühlt sich zunehmend ausgelaugt.

Abschwellendes Nasenspray mit dem Wirkstoff Xylometazolin wird in der Schwangerschaft nicht empfohlen. Wenn Sie starke Beschwerden haben und dennoch ein abschwellendes Nasenspray verwenden möchten, halten Sie bitte Rücksprache mit ihrem Frauenarzt. Während der Stillzeit können Sie abschwellendes Nasenspray bei akuten Beschwerden für wenige Tage verwenden, aber auch hier nur, nachdem ein Arzt konsultiert wurde. Xylometazolin wird vom Körper nur in Kleinstmengen resorbiert (aufgenommen) und erreicht das gestillte Kind in der Regel nicht. Eine Anwendung über längere Zeit empfiehlt sich hingegen nicht, da bei Schnupfensprays die Gefahr einer Abhängigkeit besteht. Meiden Sie Nasensprays mit Konservierungsmitteln konsequent! Die Zusatzstoffe können die Nasenschleimhaut dauerhaft schädigen.

Eine gute und sanfte Alternative zu herkömmlichen Nasensprays ist ein hypertones Meerwasser Nasenspray. Die konzentrierte Meersalzlösung wirkt abschwellend und verflüssigt das Nasensekret auf natürliche Weise, sodass es leichter abfließen kann. Meersalzsprays können über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Darüber hinaus befeuchten Pflegesprays mit Hyaluronsäure effektiv die Nasenschleimhaut, zusätzliches Dexpanthenol lindert wunde Stellen.

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Weitere Tipps zur Linderung der Schnupfensymptome sind:

  • Viel trinken! Durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird der Schleim verflüssigt und fließt so besser ab.
  • Kopfteil des Betts erhöhen: durch den hochgelagerten Kopf können Sekrete besser abfließen und das Atmen fällt nachts leichter.
  • Spezielle Nasenpflaster aus der Apotheke helfen, die Nase zu weiten und so das Durchatmen zu verbessern.
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und das Aufstellen eines Luftbefeuchters helfen, die Nasenschleimhaut feucht zu halten.
  • Inhalieren mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus- oder Pfefferminzöl tut der geschwollenen Nase gut und macht die freie Nasenatmung wieder möglich.
  • Die durch das häufige Schnauben meist gereizte Haut am Naseneingang kann man mit einer pflegenden Nasensalbe beruhigen.

Die beste Maßnahme ist aber viel Ruhe: Der strapazierte Körper braucht Zeit, bis er sich wieder erholt hat. Energie kann bevorzugt im Schlaf und beim Entspannen gesammelt werden. Wenn die Nacht unruhig war, sollte man sich nicht scheuen, tagsüber den Schlaf nachzuholen. Denn nur ein ausgeschlafener Körper hat genug Kraft, den Schnupfen zu bekämpfen. Bei hartnäckigem Schnupfen, der sich über einen längeren Zeitraum hinweg nicht bessert, ist ein Arztbesuch notwendig. Er kann Medikamente verschreiben, die in der Schwangerschaft eingenommen werden können.

Erkältung vorbeugen

Lieber steckt man sich gar nicht erst an. Doch wie können sich Schwangere (und Nichtschwangere) am besten vor Schnupfen schützen?

  • Eine ausgewogene Ernährung mit vielen, vitaminreichen Obst- und Gemüsesorten stärkt das körpereigene Abwehrsystem, sodass es Viren und Bakterien schwer haben.
  • Leichter Sport – am besten draußen – steigert die Durchblutung und Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Infekte.
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen verhindert eine Übertragung von Krankheitserregern auf die eigenen Schleimhäute, worüber sie ansonsten schnell in den Körper eindringen können.
  • Während der Erkältungszeit lieber öffentliche Verkehrsmittel und größere Menschenansammlungen meiden und Abstand zu offensichtlich erkrankten Personen halten.

Mit diesen Tipps sollte ein Schnupfen schnell besser werden und die werdende Mutter kann ihre Schwangerschaft wieder genießen.

Wissenswertes rund um die Schwangerschaft

Erkältungskrankheiten und grippale Infekte gehören zu jenen Erkrankungen, die sowohl für Schwangere, als auch für ihr Kind in der Regel harmlos, wenn auch sehr lästig sind. Wichtig ist, dass Sie Ihren behandelnden Arzt immer über Ihre Schwangerschaft informieren, damit dieser Ihre Medikamente auf die Schwangerschaft abstimmen kann.

Achten Sie besonders darauf, viel Wasser während eines solchen Infektes zu trinken, da der Körper sowohl bei Erkältungen, als auch bei grippalen Infekten sehr viel Flüssigkeit ausscheidet. Statt Medikamente einzunehmen sollte man auf alte Hausrezepte zurückgreifen, z. B. Kamillendampfbäder bei Husten, Kochsalzlösung bei Schnupfen. Auf Schmerzmittel sollten Sie besser verzichten – wenn es sich jedoch nicht vermeiden lässt, z. B. wegen Fieber, dann sollten Sie eher zu Paracetamol greifen. Verzichten Sie bitte wenn möglich auch auf schleimlösende Medikamente wie Nasensprays oder GeloMyrtol.

Besprechen Sie jegliche Medikamenteneinnahme vorher mit Ihrem Arzt oder Apotheker und gehen Sie in der Schwangerschaft mit einem Arztbesuch lieber auf Nummer sicher. Denn in der Schwangerschaft ist eine Abgrenzung beispielsweise zu einer eitrigen Mandelentzündung, welche potentiell ähnliche Symptome aufweist wie eine Erkältung, besonders wichtig. Eine solche Erkrankung kann für den Embryo gefährlich werden und müsste mit Penicillin behandelt werden.

Diese altbewährten Hausmittel können Ihnen helfen gegen Fieber, Husten & Co. vorzugehen:

  • heiße Hühnerbrühe
  • Viel trinken!
  • Zwiebelsaft mit braunem Kandis (muss einige Stunden ziehen) – in kleinen Schlucken eingenommen oder als Dampfbad, mit heißem Wasser übergossen, hilft gegen Husten.
  • Inhalation von heißen Dampfbädern verschafft Linderung bei Schnupfen sowie einer verstopften Nase – Versuchen Sie Kochsalzlösung, Kamillenblüten oder ätherische Öle.
  • Nasenspülungen mit Kochsalz oder Meerwasserspray können ebenfalls helfen.
  • Mit Salzwasser gurgeln empfiehlt sich bei Racheninfektionen.
  • Warmer Kartoffelwickel oder kalte Quarkwickel helfen bei Fieber.
  • Bei Kopfschmerzen können Sie Pfefferminz- oder Teebaumöl auf die Schläfen streichen oder ein Taschentuch damit tränken und daran riechen.
  • Ohrenschmerzen können Sie mit einfacher Watte lindern.

Die beste Medizin ist aber immer noch viel Schlaf. Tragen Sie dabei am besten warme Kleidung und dicke Socken, damit Sie viel schwitzen. Machen Sie vor dem Zubettgehen einen Spaziergang an der frischen Luft und ein abendliches Fußbad. Lüften Sie vor dem Schlafengehen nochmals das Schlafzimmer gut durch.

Durch das geschwächte Immunsystem in der Schwangerschaft sollte zudem darauf geachtet werden, dass den Infekten vorzeitig entgegengewirkt wird. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung, viel Flüssigkeit und eine gute Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen.

Fieber in der Schwangerschaft

Eine Erkältung, welche mit leichtem Fieber bis ungefähr 39 Grad einhergeht, ist für die Schwangerschaft und das Ungeborene in den meisten Fällen unproblematisch. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass das Fieber nicht weiter steigt. Denn hohes Fieber kann zu einer Überhitzung des Körpers führen. Dies kann für das Ungeborene gefährlich werden und zu Fehlbildungen sowie vorzeitigen Wehen führen.

Versuchen Sie, leichtes Fieber mit den üblichen Hausmitteln zu bekämpfen. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und machen Sie Wadenwickeln. Sollte das Fieber weiter steigen raten wir Ihnen, einen Arzt aufzusuchen oder ein fiebersenkendes Medikament, wie beispielsweise Paracetamol einzunehmen. Dieses gefährdet das Ungeborene in der Regel nicht.

Tritt bei Ihnen ohne „ersichtlichen“ Grund Fieber auf, also zum Beispiel ohne dass Sie eine Erkältung haben, sollten Sie unbedingt Ihre Ärztin / Ihren Arzt aufsuchen. Nur diese/r kann der Ursache des Fiebers auf den Grund gehen und somit möglicherweise gefährlichen Erkrankungen schnell entgegenwirken.

Autoren:
Dr. Renate Kirschner (Doktor der Erziehungswissenschaften; seit mehr als 25 Jahren in der sozialwissenschaftlichen Forschung und Beratung tätig)
Dr. Wolf Kirschner (Doktor der Philosophie; seit 1997 in den Bereichen Epidemiologie, Evaluations- und Interventionsforschung, Gesundheitsförderung und Prävention tätig)
Priv. Doz. Dr. med. Dr. rer. nat. Axel Schäfer (Doktor der Medizin, Doktor der Naturwissenschaften, Frauenarzt)
Geprüft durch das wissenschaftliche Beratungskomitee von BabyCare.
Beitrag erstellt am: 16.08.16 12:25

Beitrag zuletzt aktualisiert am: 16.08.16 12:25

Nasenspray in der Schwangerschaft – das müssen Sie beachten

  • Nasenspray sollten Sie in der Schwangerschaft tatsächlich nie leichtfertig benutzen. Durch die gefäßverengende Wirkung kann sich das Spray bei einer hohen Dosierung auch auf die Blutgefäße der Plazenta auswirken und so möglicherweise dem ungeborenen Kind schaden.
  • Wenn Sie allerdings eine starke Erkältung ereilt, kommen Sie womöglich nicht um das Nasenspray herum, da der Schnupfen den erholsamen Schlaf rauben kann. Hier sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt aufsuchen und dessen Meinung einholen. Verwenden Sie das Nasenspray nur in kleinen Dosen und für wenige Tage.
  • Jedoch muss der Grund für eine verstopfte Nase in der Schwangerschaft nicht immer eine Erkältung sein. Einige Frauen leiden unter diesem Symptom häufig aufgrund der erhöhten Hormonproduktion. Hierdurch wird nämlich die Durchblutung angeregt und dies kann zu einer angeschwollenen Nasenschleimhaut führen.
  • Hier sollten Sie dennoch nur im Notfall zu Nasenspray greifen. Denn durch die Verwendung des Sprays entsteht schnell eine Art Abhängigkeit. Nachdem die Wirkung nachlässt, schwellen die Schleimhäute noch stärker an als vorher und so muss immer wieder nachgesprüht werden.

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