Schnupfen BEI kleinkindern

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Was Kindern bei Schnupfen hilft

Abschwellende Nasentropfen helfen Kindern

Bei hartnäckigeren Fällen, etwa wenn das Atmen sehr schwerfällt, helfen abschwellende Nasentropfen. Wirkstoffe wie Oxymetazolin oder Xylometazolin ziehen die feinen Gefäße zusammen, das Sekret fließt ab, die Nebenhöhlen werden besser belüftet. Wichtig: auf die ­altersgemäße Dosierung achten! Abschwellende Nasentropfen- oder sprays sollten höchstens fünf Tage in Folge angewendet werden. Empfehlenswert sind Nasentropfen mit wundheilenden und wasserbinden­den Zusätzen wie Dexpanthenol und Hyaluronsäure.

Luft in Wohnräumen befeuchten

Die Nasenschleimhaut mag es feucht. In Innenräumen ist daher eine Luftfeuchtigkeit von circa 50 Prozent genau richtig. Tipp: Das erreichen Sie zum Beispiel mit einem feuchten Handtuch auf der Heizung. Gleichzeitig sollten die Räume nicht wärmer als 20 Grad Celsius sein.

Bei häufigen oder schweren Erkältungen zum Arzt

Wann zum Arzt? Wenn ein Infekt länger als sieben Tage anhält oder wenn unklare Symptome oder Fieber hinzukommen. Auch wenn das Kind mehr als zwölf leichte Infekte im Jahr hat, sollte der Kinderarzt die Ursache dafür klären.

Starke Abwehr beugt Infekten vor

Draußen spielen stärkt die Abwehr – bei jedem Wetter und jeden Tag. Mit ­­entsprechender Funktions­kleidung, die wasserdicht, aber ­atmungsaktiv ist, kann den ­Kleinen die Kälte kaum etwas anhaben. Ergänzend unterstützen eine vollwertige, ausgewogene Ernährung und ausreichend zucker­freie Getränke das Immun­sys­tem.

Die 5 besten Hausmittel gegen Schnupfen bei Kindern

1. Warme Umschläge mit Kirschkernsäckchen oder Leinsamensäckchen

Entweder verwendest du fertige Leinsamensäckchen oder stellst selbst welche aus geschrotetem Leinsamen und Baumwolltüchern her. Dazu einfach den Lein in die Baumwolltücher legen und zu Säckchen binden, die dann im Wasser erhitzt werden. Alternativ kannst du natürlich auch ein Kirschkernsäckchen erwärmen und auf das Gesicht legen. Sei nur vorsichtig, damit es nicht zu heiß ist! Sowohl Leinsamen, als auch Kirschkerne speichern die Wärme.

2. Mit Dampf inhalieren um die Nebenhöhlen zu befreien

Inhalieren ist auch bei Schnupfen ein effektives Hausmittel, weil es die Nebenhöhlen befreit, Schleim verflüssigt und Krusten löst. Dadurch werden die Atemwege frei und kannst wieder besser durchatmen.

Ins Wasser selbst kannst du ein wenig Salz geben, aber auch Kamille oder Zwiebel. Auch Inhalationen mit Ingwertee tun bei Schnupfen gut.

Schnabli Tipp
Mit Schnabli hast du den Vorteil, dass der Zwiebel nicht so stark in den Augen brennt wie bei der klassischen Inhalation mit einem Handtuch über dem Topf. Auch du als Elternteil kannst mich als Inhalier-Hilfe ausprobieren!

3. Nasenduschen für Kinder

Besonders nach dem Inhalieren ist eine Nasendusche ideal, weil sie die Nase reinigt und die Schleimhäute befeuchtet.

4. Zwiebelsocken

Nicht nur bei Husten, auch bei Schnupfen ist der Zwiebel das ideale Hausmittel für Kinder. Als ich zum ersten Mal von Zwiebelsocken hörte, glaubte ich ehrlicherweise nicht daran, dass eine Scheibe Zwiebel an der Ferse helfen soll. Aber, sie hilft. Deswegen: Probiere es aus!

Schneide dazu den Zwiebel in Scheiben, erwärme sie im Wasserdampf (gleich beim Inhalieren) und fixiere die Zwiebelscheibe mit einem Socken an der Ferse.

5. Nasse Handtücher

Bei Schnupfen ist es besonders wichtig, dass die Raumluft nicht zu trocken ist. Gerade Heizungsluft ist aber sehr trocken – was da hilft? Nasse Handtücher und Leintücher aufhängen, am besten mit Meersalz. Das befeuchtet die Schleimhäute, lässt die Symptome abklingen und schützt auch vor neuen Infekten.

Schnupfen und Erkältung bei Kindern – wann muss ich zum Arzt?

Hausmittel sind eine sanfte Möglichkeit und Hilfe für Kinder und Erwachsene, Husten und Schnupfen auszukurieren. Wenn dein Kind aber hohes Fieber bekommt, sich das Fieber nicht senken lässt, wenn dein Kind wenig trinkt oder sich der Schnupfen nicht bessert, dann geh bitte mit deinem Kind zum Kinderarzt und lass die Ursache abklären.

Und jetzt du: Verrate uns deine besten Hausmittel gegen Schnupfen für Kinder! Oder deine besten Hausmittel-Rezepte!

THEMENWUNSCH?

Schnupfen: Und die Rotznase lässt grüßen!

Es vergeht kein Herbst oder Winter ohne Schnupfen. Lesen Sie hier, was bei Schnupfen hilft. Außerdem: Das sollten Sie wissen, wenn das Baby Schnupfen hat.

Hatschiiii! Es vergeht doch kein Herbst oder Winter ohne Schnupfen. Die Nase ist verstopft, Berge von Taschentüchern werden verbraucht, das Essen will nicht so recht schmecken und andauernd muss man niesen. Das kennt wirklich jeder. Und auch wenn wir wissen, dass so ein Schnupfen nach ein bis zwei Wochen wieder von alleine verschwindet, macht das die Sache nicht angenehmer: für uns Erwachsene nicht und für die Kleinsten schon gar nicht.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Arten von Schnupfen, medizinisch auch Rhinitis genannt, die an Hand der Ursache unterschieden werden:

– akuter Schnupfen
– chronischer Schnupfen
– allergischer Schnupfen

Im Normalfall meinen wir den akuten Schnupfen, wenn wir darüber sprechen. So ein akuter Schnupfen tritt als Symptom einer Erkältung auf. Die empfindlichen Schleimhäute der Nase sind ein wichtiges Abwehrsystem unseres Körpers und reagieren schnell auf Eindringlinge wie Viren. Durch das kräftige und wiederholte Niesen sollen die schnellstmöglich wieder aus dem Körper befördert werden. Bei einer Virusinfektion schwellen außerdem die Schleimhäute der Nase an und entzünden sich leicht. Sie sondern daraufhin ein grünliches Sekret ab, um die Krankheitserreger aus dem Körper zu schwemmen.
In den meisten Fällen ist der Schnupfen harmlos und verschwindet nach ein bis zwei Wochen von alleine wieder. Allerdings kann sich die Infektion manchmal auch auf den Hals-Nasen-Ohren-Bereich ausbreiten und eine Nasennebenhöhlenentzündung verursachen. Typisch dafür sind stechende, pochende oder drückende Schmerzen über den Wangen, zwischen den Augen oder in der Stirn. Das Nasensekret ist bei einer Nasennebenhöhlenentzündung meist gelb-grünlich gefärbt und sehr zäh.

Was hilft gegen Schnupfen?

Schnupfen ist zwar lästig, kann aber gut selbst behandelt werden. Dabei ist es das Wichtigste, die Schleimhäute feucht zu halten und der Nase beim Abschwellen zu helfen. Dafür werden verschiedenste Nasensprays angeboten. Die helfen im Notfall auch sehr gut. Allerdings sollten Sie diese nur maximal sieben Tage am Stück anwenden. Für Kinder eignen sich Sprays mit Kochsalzlösung. Eine bessere Alternative zu den Sprays: Inhalieren als Hausmittel gegen Erkältung. Der warme Wasserdampf befeuchtet die Schleimhäute auf ganz natürlich Weise und ist daher besonders schonend. Außerdem besteht, anders als bei Sprays, keine Gewöhnungsgefahr. Bei Schnupfen ist es besonders wohltuend, wenn Sie mit Kamille inhalieren. Sie wirkt entzündungshemmend. Allgemeine Tipps zum Inhalieren haben wir hier für Sie zusammengefasst ➤ Inhalieren bei Kindern

Kleinkind

Inhalieren bei Kindern

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Auch Erkältungssalben können dabei helfen, die Schleimhäute der Nase zu beruhigen und die Atemwege frei zu machen. Allerdings sollten Sie diese wegen der zum Teil hohen Dosierung ätherischer Öle auf keinen Fall bei Kleinkindern und Babys anwenden. Ihnen können bei Schnupfen kleingehackte Zwiebeln helfen. Die natürlichen, ätherischen Öle der Zwiebel sorgen für eine freie Nase – unbedenklich und ohne Nebenwirkungen. Stellen Sie nachts einfach ein Schälchen Zwiebeln neben das Bett.
Um die angegriffenen Schleimhäute nicht zusätzlich zu reizen, sollten Sie immer auf ein gutes Raumklima achten. Lüften Sie auch im Winter regelmäßig. Gerade das Schlafzimmer sollte idealerweise eine Temperatur von 16 bis 18 Grad haben. Das ist übrigens auch für Babys ausreichend. Zudem sollten Sie viel an die frische Luft gehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt, damit der Schnupfen schnell überstanden ist: viel trinken. Das befeuchtet die Schleimhäute und hilft dabei, dass der Schleim sich löst. Allerdings wissen wir aus eigener Erfahrung, dass das nicht immer leicht ist. Vor allem, wenn man sich nicht fit fühlt. Bei kranken Kindern müssen Sie daher ein besonderes Auge darauf haben, dass sie regelmäßig trinken. Wenn Sie stillen, kann es sein, dass Sie Ihr Baby vorübergehend etwas öfter Anlegen müssen. Bekommt Ihr Baby die Flasche, können Sie ihm zwischen den Mahlzeiten zusätzlich Tee anbieten.

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Wenn das Baby Schnupfen hat

Auch wenn das Baby Schnupfen hat, helfen im Grunde die gleichen Mittel wie bei den Großen. Der Unterschied ist, dass es bei Babys besonders wichtig ist, die Nase frei zu halten, da sie noch nicht selbstständig zwischen Nasen- auf Mundatmung umstellen können. Dabei können spezielle Nasensauger helfen, das zähe Sekret aus der Nase zu holen. Hebammen empfehlen außerdem, etwas Muttermilch in die Nase zu träufeln. Das soll die Schleimhäute beim Abschwellen unterstützen. Inhalieren funktioniert auch schon mit Babys. Allerdings reicht es, wenn Sie sich mit Ihrem Baby neben die aufgedrehte, warme Dusche stellen. Der entstehende Wasserdampf genügt.

Im Schlafzimmer Ihres Babys sollten Sie außerdem auf ein gutes Raumklima achten. Drehen Sie die Heizung nicht zu sehr auf: Temperaturen von 16 bis 18 Grad sind ausreichend. Um die Schleimhäute zusätzlich zu befeuchten, können Sie eine Schale Wasser auf die Heizung stellen oder einen Wäscheständer mit nassen Handtüchern ins Zimmer schieben. Zigarettenrauch sollte absolut tabu sein!

Schnupfen beim Baby: Das sollten Sie wissen

• keine Erkältungssalben mit ätherischen Ölen. Versuchen Sie Zwiebelsäckchen.
• Vorsicht bei Nasensprays und Nasentropfen: Rücksprache mit dem Kinderarzt.
• genügend Flüssigkeit. Das Baby öfter Anlegen oder zusätzlich Tee anbieten.
• viel frische Luft und gutes Raumklima (keine trockene Heizungsluft).

Bekommt Ihr Baby Fieber, hat es Ohrenschmerzen (es zieht es sich ständig am Ohr), verweigert es die Nahrung und bekommt es starken Husten, dann sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Informieren Sie sich hier über die Baby-Erkältung:

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Dauerschnupfen bei Kindern, was wirklich hilft?

Wenn die Nase trieft, wird nicht nur den Eltern übel, dieser Zustand verweist auf eines der häufigsten Krankheitssymptome, mit denen Kinder sich herumschlagen und gegen das kaum ein Kraut gewachsen ist. Was steckt eigentlich hinter einem Dauerschnupfen bei Kindern?

Was raten Fachärzte beim Schnupfenproblem? Im Prinzip kann sich die Beeinträchtigung der Nasenscheidewand auf die komplette Atmung auswirken, was sich schlussendlich auch in nächtlichem Schnarchen bemerkbar macht. In diesem Beitrag gehen wir dem Dauerschnupfen bei Kindern auf den Grund, führen einige Ursachen und Probleme auf, um praktische Hinweise zusammenzustellen.

Absaugen beim Babyschnupfen © Imcsike – Fotolia.com

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Die häufigsten Ursachen von Dauerschnupfen bei Kindern

Im Zusammenhang mit der Problematik des Dauerschnupfens bei Kindern kommt es nicht nur zu einem unschönen Schnarchen während der Nacht, sondern auch zu einer zunehmenden Schwerhörigkeit. Eltern erkennen dieses Symptom nicht auf den ersten Blick und führen es auf nachlassende Folgsamkeit der Kinder zurück – dabei kann in diesem Fall ein Polypen-Syndrom vorliegen. Im Zuge des Dauerschnupfens bilden sich Polypen in der Nase immer weiter aus und wachsen. Die Verbindung zwischen der Nase und dem Rachen wird zeitweise verlegt, was unwiderruflich zu Schnupfen und Atemproblemen führt.

Folglich kommt es zu einem Unterdruck direkt im Mittelohr – über diesen Unterdruck wird Flüssigkeit angesaugt. Im Zuge eines einsetzenden Schnupfens kann es zu einer Mittelohrentzündung kommen, Kinder bilden zumeist zähflüssigen Schleim aus. Achtung: Akute Mittelohrentzündungen bei Kindern sind äußerst schmerzhaft und mit zahlreichen Problemen verbunden. Darüber hinaus kann es zu einem Einreißen des Trommelfells kommen, folglich läuft auch die Flüssigkeit direkt aus dem Gehörgang.

Egal in welchem Zustand sich ihr Kind befindet, Dauerschnupfen hält zumeist über mehrere Tage an. Bekommen Sie das Schnupfenproblem nicht mit den gängigen Hausmitteln in den Griff, gilt es, einen Arzt aufzusuchen, denn dieser wird zumeist bei einer starken Erkältung oder Mittelohrentzündung ein spezielles Antibiotika für Ihr Kind verschreiben. Der Großteil aller Infekte entsteht über Viren – gegen diese Viren ist kein ursächliches Medikament erfolgreich, sodass viele Eltern zu homöopathischen Mitteln greifen, um die Beschwerden zu lindern.

Welche Folgen hat Dauerschnupfen bei Kindern?

Der Fokus liegt auf der Ohrtrompete – damit ist der Gang zwischen der Nase und dem Ohr gemeint, der so schnell wie möglich wieder frei sein sollte. Hier helfen vor allen Dingen abschwellende Nasentropfen, die speziell für Kleinkinder geeignet sein sollten.

Darüber hinaus sollte ein Arzt ein schleimlösendes Medikament verschreiben, auf diese Weise kann dickflüssiges Sekret leichter abfließen und der Dauerschnupfen verabschiedet sich bald. Erst wenn es nicht möglich ist, das Sekret überhaupt abfließen zu lassen und es fest in der Nase sitzt, kann es zu einer Schwerhörigkeit kommen. Nur in ganz seltenen Fällen und bei extremem Dauerschnupfen können die Gehörsknöchelchen einen Schaden davontragen. In diesem Zusammenhang sollte deutlich geworden sein, dass insbesondere Dauerschnupfen nicht zu unterschätzen ist und zumeist viel mehr als eine leichte Triefnase dahinter steckt.

Was bei chronischen Dauerschnupfen bei Kindern zu beachten ist

Kommt es zu einer Ansammlung von Flüssigkeit über drei Monate und das jedes Jahr, lässt sich eine Operation kaum noch vermeiden. In diesem Fall kann eine Verbindung vom Trommelfell zum Mittelohr Abhilfe schaffen, um den gesamten Bereich zu spülen. Für diese spezifische Erkrankung setzen die Ärzte ein Mittelohrröhrchen aus Titan oder Kunststoff ein, das verhindert, das bereits am nächsten Tag die Verbindung wieder verschlossen ist. Darüber hinaus garantiert dieser Eingriff eine optimale Durchlüftung, welches die Problematik in wenigen Tagen aus dem Weg räumt.

Wann ist eine Polypenoperation notwendig?

Ist diese Methode nicht erfolgreich, folgt zumeist eine Polypenoperation. Die Ärzte versuchen den eigentlichen Ursachen an den Kragen zu gehen, um eine folgerichtige und langwierige Verbesserung herbeizuführen. Es handelt sich dabei um einen kurzen Eingriff, der nicht mehr als 10 Minuten in Anspruch nimmt. Problemlos lässt sich dieser Eingriff auch ambulant durchführen – für betroffene Kinder tritt bereits zwei Stunden nach der Behandlung bereits eine deutliche Verbesserung ein, die Symptome werden langsam verschwinden und es ist von einer weitreichenden Verbesserung der Gesamtsituation auszugehen.

Interessant!

Wussten Sie eigentlich, dass das Problem des Dauerschnupfens bei Kindern bis in das alte Griechenland zurückführt? In den Aufzeichnungen ist von Bemühungen zu lesen, diese belastende Situation in den Griff zu bekommen.

Schnelle Hilfe bei Dauerschnupfen bei Kindern

Im Prinzip helfen schon praktische Tipps, um der Schnupfnase den Garaus zu machen und für eine augenblickliche Erleichterung der Gesamtsituation zu sorgen. Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Methoden, die bei Dauerschnupfen zu einer schnellen Verbesserung führen sollen:

  1. Für die Nase ist es äußerst wichtig, in einem feuchten Zustand zu verbleiben. Nur so ist es möglich, Viren abzuwehren und zu bekämpfen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Nasensprays auf Salzwasserbasis anzuwenden.
  2. Das Kinderzimmer sollte vor dem Schlafengehen gründlich gelüftet werden, denn so garantieren Sie ein feuchtes und kühles Schlafzimmer. Auch in diesem Zusammenhang ist es wichtig, ein Kinderzimmer nicht zu überhitzen.
  3. Hat der Dauerschnupfen in seiner vollen Stärke zugeschlagen und die Nase ist vollkommen verstopft? Greifen Sie zu einem kortisonhaltigen Nasenspray für Kleinkinder. Eine unmittelbare abschwellende sowie entzündungshemmende Wirkung zeigt eine schnellere Wirkung im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten. Diese Mittel sollte nur für einige Tage und in Absprache mit dem Kinderarzt eingesetzt werden.
  4. Insbesondere Mütter, die ihre Kinder noch stillen und deren Babys unter einer verstopften Nase leiden, ist anzuraten, ein paar Tropfen der Muttermilch in die Nase zu geben. Tatsächlich hat diese eine entzündungshemmende und abschwellende Wirkung.
  5. Die roten und entzündeten Nasen sollten mit der klassischen Nivea Creme regelmäßig eingecremt werden, d.h. vor allen Dingen auf dem Nasenbein und direkt nach dem Schnauben beruhigt es sanft die Haut.

Fazit: Was Eltern zum Dauerschnupfen lernen können

Schlussendlich können Sie einer Entzündung der Nase und Dauerschnupfen bei Kindern nicht gänzlich aus dem Wege gehen. Es gibt keinerlei Impfungen, dennoch ist es an den Eltern, die Abwehrkräfte der Kinder zu stärken. Nicht zuletzt über eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Ballaststoffen, statten Sie Ihr Kind mit den vitalisierenden Inhaltsstoffen aus. Außerdem ist es empfehlenswert, jeden Tag mit den Kindern an die frische Luft zu gehen, dabei die Füße so warm wie möglich zu halten und die Kleidung immer an die äußeren Witterungsverhältnisse anzupassen. Es ist weder gesund, die Füße und den Körper zu kalt werden zu lassen, noch diesen zu überhitzten. Bedenken Sie, dass nach dem Schwitzen zumeist die Kälte und das Frieren folgen. Gerade bei Kindern bringen die kostspieligen Vitaminpräparate nur sehr wenig. Insbesondere bei einem Infekt arbeitet das menschliche Immunsystem auf Hochtouren, um gegen die Viren vorzugehen.

Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Was ist eine Nasennebenhölenentzündung?

Die Nasennebenhöhlen sind lufthaltige Hohlräume in den Knochen des Schädels, die an die Nase angrenzen. Man unterscheidet zwischen der Stirnhöhle, den Kieferhöhlen, der Keilbeinhöhle und den Siebbeinzellen. Die Nasennebenhöhlen sind wie die Nasengänge mit Schleimhaut ausgekleidet und stehen über kleine Öffnungen mit den Nasengängen in Verbindung. In den Höhlen wird die eingeatmete Luft aufgewärmt und angefeuchtet.

Die einzelnen Nasennebenhöhlen sind bei der Geburt noch nicht vollständig ausgebildet. Sie entwickeln sich mit dem Wachstum des Kindes. Im Säuglingsalter sind nur Kieferhöhlen und Siebbeinzellen soweit vorhanden, dass hier eine Nasennebenhöhlenentzündung entstehen könnte. Allerdings findet man diese Erkrankung meist erst bei Kleinkindern. Entzündungen der Keilbeinhöhle und der Stirnhöhle treten häufig erst im Schulkindalter auf.

Ursachen

Meist entsteht eine Nasennebenhöhlenentzündung durch die Fortleitung einer Entzündung aus dem Nasenrachenraum, z.B. im Rahmen einer Erkältungskrankheit (grippaler Infekt). Als Ursachen können aber auch Engstellen oder Verschluss, besonders im Bereich der Verbindungen zwischen den Nebenhöhlen und der Nasenhöhle, ständig behinderte Nasenatmung, z.B. durch Nasenpolypen, eine verbogene Nasenscheidewand oder vergrößerte Rachenmandeln, fortgeleitete Zahnentzündungen oder Allergien in Betracht kommen.

Symptome & Krankheitsbild

Die Schleimhaut der Nasennebenhöhlen ist mit Flimmerhärchen besetzt. Diese Härchen transportieren den ständig gebildeten Schleim ab, wodurch die Schleimhaut sich stetig selbst reinigt. Bei einer Entzündung schwillt die Schleimhaut an und bildet vermehrt Sekret. Dadurch können die Öffnungen zur Nase verschlossen werden. Die Höhle wird nicht mehr belüftet und das Sekret kann nicht mehr abtransportiert werden und staut sich auf, so dass ein schmerzhafter Druck entsteht. Im Sekret können sich Bakterien, Viren, unter Umständen auch Pilze vermehren. Meist sind die Kieferhöhlen und die Siebbeinzellen betroffen, seltener die Stirnhöhle und die Keilbeinhöhle.
Grundsätzlich wird zwischen einer akuten und einer chronischen Nasenneben-höhlenentzündung unterschieden. Die akute Nasennebenhöhlenentzündung kann eitrig oder nicht-eitrig verlaufen, je nachdem, welche Erreger sie auslösen. Meist entsteht sie im Rahmen einer Erkältung (Grippaler Infekt) . Die Hauptsymptome einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung sind hohes Fieber, das bis auf 40° C ansteigen kann, Husten und Schnupfen, der eitrig werden kann. Das Nasensekret ist dann grünlich-gelb. Das Sekret aus den Nasennebenhöhlen läuft über den Rachen ab, das ist an der Rachenhinterwand als Schleim- und Eiterstraße zu beobachten. Dazu kommen starke Kopfschmerzen und ein schmerzhaftes Druckgefühl an verschiedenen Stellen des Kopfes (z.B. Schläfen, Augen, Wangen), je nachdem, welche der Nasennebenhöhlen betroffen ist; die Schmerzen treten besonders vormittags auf und verstärken sich beim Bücken. Auch das Beklopfen des Knochens über der betroffenen Nasennebenhöhle ist schmerzhaft.
Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung entwickelt sich meist aus einer nicht ausgeheilten akuten Entzündung. Aber auch andere Ursachen können ihr zugrunde liegen, wie eine ständig behinderte Nasenatmung, z.B. weil Nasenpolypen den Abfluss des Sekrets aus den Nebenhöhlen verhindern, die Nasenscheidewand verbogen oder eine Rachenmandel vergrößert ist oder eine durch Allergien vorgeschädigte Schleimhaut. Die Symptome der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung sind nicht so ausgeprägt wie bei der akuten Sinusitis, klingen aber über längere Zeit nicht vollständig ab. Charakteristisch sind eine behinderte Nasenatmung mit schleimigen Absonderungen, Kopfschmerzen sowie Geruchs- und Geschmacksstörungen. Das Druckgefühl über der betroffenen Höhle ist nur leicht, aber auch hier ist das Beklopfen des Knochens schmerzhaft.
Nebenhöhlenentzündungen kommen auch in Verbindung mit einer chronischen Bronchitis vor, man spricht dann von einer Sinubronchitis. In diesen Fällen müssen beide Erkrankungen behandelt werden.

Auswirkungen

Die Entzündung der Nasennebenhöhlen kann auf die knöcherne Nebenhöhlenwand übergreifen und eine Knochenhautentzündung hervorrufen. Nur in seltenen Fällen bricht die Knochenwand dann durch und die Entzündung dehnt sich auf die Gehirnhaut aus. Auch eine Ausweitung auf die Augenhöhle ist möglich. Es kommt dann zum Anschwellen des Lids (Lidödem) und später zum Hervortreten des Augapfels.

Diagnose

Zu den üblichen diagnostischen Verfahren gehören das Abklopfen der Nasennebenhöhlen, die Nasenspiegelung (Rhinoskopie), eine Ultraschalluntersuchung oder Röntgenaufnahme und letzlich auch die Spiegelung der Nasennebenhöhlen (Endoskopie). Mit diesen Verfahren wird auf unterschiedliche Weise eine Schleimhautschwellung und die Höhe des Sekretspiegels in den Höhlen bestimmt. In einigen Fällen kann auch eine MRT-Untersuchung erforderlich sein, um andere Erkrankungen, wie z.B. Knochenprozesse oder Tumoren, auszuschließen.

Therapie

Die Behandlung einer Nasennebenhöhlenentzündung zielt darauf ab, den Abfluss des Sekrets zu verbessern oder wieder herzustellen und die Erreger zu bekämpfen. Nasentropfen oder -sprays führen zu einem Abschwellen der Schleimhaut, so dass das Sekret wieder besser abfließen kann. Je nach Alter gibt es für Kinder unterschiedlich stark dosierte Nasentropfen und -sprays. Die Altersvorgaben sollten unbedingt beachtet werden, denn bei Überdosierung kann der Wirkstoff der Nasentropfen in den Blutkreislauf gelangen und zu einer starken Beeinträchtigung der Atmung bis hin zur Bewusstlosigkeit führen. Diese Gefahr besteht nicht bei Anwendung altersgemäßer Verdünnungen. Ihr Kinder- und Jugendarzt berät Sie bei der Wahl des richtigen Medikaments und der idealen Dosierung.
Wärmeanwendungen wie Rotlicht oder Inhalation verbessern die Durchblutung und fördern dadurch die körpereigene Immunantwort im entzündeten Gebiet. Die Inhalation ätherischer Öle wirkt zudem schleimlösend. Allerdings sollte man dabei achtsam sein, denn ätherische Öle können unter Umständen Allergien hervorrufen.
Zur Behandlung einer eitrigen Sinusitis ist meist die Anwendung von Antibiotika erforderlich. Um dies abzuklären, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Bei der Therapie der chronischen Sinusitis gilt es, die Ursache zu beseitigen, die z.B. in Störungen der Nasennebenhöhlenschleimhaut oder Engstellen zwischen den Nebenhöhlen und der Nasenhöhle bestehen kann. Eine ärztliche Untersuchung ist zur Abklärung auf jeden Fall erforderlich.
Wenn die Behandlung mit Medikamenten und den anderen genannten Maßnahmen nicht zur Besserung führt, ist eine Nasennebenhöhlenspülung oder auch eine operative Therapie möglich. Damit kann ein Abfluss für das aufgestaute Nasennebenhöhlensekret geschaffen werden (z.B. Kieferhöhlendrainage), Engstellen an den Öffnungen zwischen Nasennebenhöhlen und Nasenhöhle können erweitert und krankhaft veränderte Schleimhaut entfernt werden.

Vorsorge

Die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen zielen darauf ab, die Schleimhäute des Atmungsapparates und damit auch der Nasennebenhöhlen möglichst nicht zu schädigen. Sorgen Sie dafür, dass geheizte Räume möglichst nicht überheizt sind und dass eine angenehme Luftfeuchtigkeit vorhanden ist. Dies kann man z.B. erreichen, indem man feuchte Tücher über die Heizkörper hängt. Viel trinken hilft, das Nasensekret flüssig zu erhalten.

Adressen & Links

Gesellschaft für Endonasale Laserchirurgie
Franziskushospital Köln
Schönsteistraße 63
50825 Köln

Schnupfen, Rhinitis, Erkältung

Bewährte homöopathische Schnupfenbehandlung beim Kind

Homöopathische Schnupfenmittel beim Baby, Kind und Jugendlichen.
Die Homöopathie bietet ein reiches Repertoire an wirksamen Schnupfenmitteln. Für die Wirksamkeit ist es entscheidend, die Arzneimitteleigenschaften möglichst genau dem aktuellen Krankheitsbild anzupassen. Nachfolgend eine Übersicht bewährter Schnupfenmittel.

  • Aconitum:
    ein wichtiges Anfangsmittel bei plötzlichem Erkältungsbeginn, ausgelöst durch kalten Wind. Die Nase ist verstopft, die Schleimhäute sind trocken. Es besteht ein ausgeprägter Niesreiz. Die Kinder sind ängstlich und unruhig. Es kann schlgartig zu hohem Fieber kommen.
  • Dulcamara:
    ein bewährtes Herbstmittel. Der Schnupfen beginnt mit dem Eintritt der kalten Witterung und besonders nach Durchnässung (Regenwetter). Die Nase ist meist stark verstopft, trocken oder es besteht ein gelb-weißlicher Fließschnupfen. Der Schnupfen bessert sich im warmen Zimmer und tritt in der kalten Luft im Freien wieder verstärkt auf.
  • Allium cepa:
    reichlich wässriger Fließschnupfen mit heftigem Niesreiz. Die Nase ist stark gerötet und sehr wund, dagegen nur eine milde Bindehautentzündung mit nichtreizendem Tränenfluss. Oft Heiserkeit und Husten einhergehend. Frische Luft bessert, dagegen Verschlechterung abends im warmen Zimmer.
  • Euphrasia:
    sehr ähnlich wie Allium cepa, aber brennende, wundmachende Bindehautentzündung der Augen, bei eher mildem wässrigen Nasensekret.
  • Luffa operculata:
    Stockschnupfen mit Borken und Krusten in der Nase. Druckgefühl im Bereich der Stirn mit Gefahr der Nasennebenhöhlenentzündung. Besserung an der frischen Luft, Verschlechterung in der trockenen Wohnung.
  • Arsenicum album:
    es besteht ein heftiger Schnupfen mit wässrigem scharfen Nasensekret. Nasenschleimhaut und Bindehäute sind stark gereizt mit brennendem Wundschmerz. Die Kinder sind schlank, kälteempfindlich und fröstelig. Verschlimmerung durch Regen und Kälte, besser im warmen Zimmer.
  • Pulsatilla:
    verstopfte Nase in der warmen Zimmerluft mit dickem milden, gelben Sekret. Besserung an der frischen Luft. Allgemein weinerliche, anhängliche Kinder mit häufigen Stimmungsschwankungen.
  • Nux vomica:
    lästiger Stockschnupfen in der Nacht, morgens typischerweise Niesanfälle, das Nasensekret verflüssigt sich. Tagsüber Wechsel von Fließschnupfen und verstopfter Nase. Verschlechterung in der kalten Luft mit stockendem Schnupfen, der sich im warmen Zimmer wieder verflüssigt. Die Kinder sind sehr empfindlich auf Zugluft, allgemein ungeduldig und leicht reizbar.
  • Kalium bichromicum:
    verstopfte Nase mit zähem fädenziehendem weißlichen Sekret. Sehr wichtiges Mittel bei länger anhaltendem Schnupfen mit Tubenkatarrhen, Mittelohrbeteiligungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen.
  • Sabadilla:
    starker, wässriger Fließschnupfen, häufig begleitet von Kopf- und Augenschmerzen. Typisch ist der heftige Niesreiz. Besserung durch warme Umschläge.
  • Hydrastis:
    länger anhaltender Fließschnupfen, entweder wässrig-reizend oder zäh, von gelb-grünlicher Farbe.
  • Sticta pulmonaria:
    trockener Schnupfen mit stark verstopfter Nase, Naseschneuzen bringt nichts. Typischerweise entwickelt sich die Erkältung von der Nase in die Bronchien hinein. Die Kinder bekommen nach einigen Tagen eine Bronchitis. Frische Luft bessert.

Dosierung:

Geben Sie das passende Mittel in der Potenz D12.
Zu Beginn der Symptome zweistündlich fünf Globuli, im weiteren Verlauf dreimal täglich fünf Globuli bis zur Besserung der Beschwerden.

Mein Baby hat Schnupfen – Was tun?

Was Eltern grundsätzlich beachten sollten

Viele Neugeborene und Säuglinge haben relativ häufig den sogenannten Babyschnupfen mit den klassischen Schnupfensymptomen. Da die Nasengänge verglichen mit älteren Kindern oder Erwachsenen anatomisch kleiner und zarter sind, können sie schon aufgrund von alltäglichen Erregungszuständen – wie beispielsweise heftigem Schreien – zuschwellen und die Atmung behindern. Bei Infektionen der Nasenschleimhäute prägen sich die daraus resultierenden erkältungsbedingten Schnupfensymptome bei Babys recht häufig stark aus. Säuglingseltern sind also nicht selten vor die Frage gestellt, wie sie ihrem verschnupften Baby sinnvolle Hilfe und Pflege zukommen lassen.

Einige grundsätzliche Informationen bei der Behandlung von Babys mit Schnupfen sind:

  • Fast alle in Frage kommenden herkömmlichen (schulmedizinischen) Maßnahmen können zwar zur Symptomlinderung beitragen, aber keine ursächliche Heilung bewirken;
  • Am besten wirken bei Babyschnupfen erfahrungsgemäß homöopathische Mittel (Globuli). Manche der Mittel lindern die Symptome und andere wirken sogar heilungsfördernd;
  • Bestimmte medikamentöse Behandlungsoptionen, die bei älteren Kindern oder Erwachsenen denkbar sind, kommen für Säuglinge oder gar Neugeborene gar nicht in Frage;
  • Eltern sollten sich vor der Einnahme bzw. Anwendung aller Arzneimittel von ihrem Kinderarzt und Apotheker über vorhandene Behandlungsoptionen beraten lassen und Packungsbeilagen stets gründlich und insbesondere auf die Verwendbarkeit von Präparaten bei Babys hin prüfen;
  • Mit Hinblick auf Unverträglichkeitsreaktionen sollten Eltern besondere Vorsicht bei jeder Erstverwendung von Maßnahmen oder Präparaten walten lassen – vor allem je jünger das Kind ist;
  • Eine Behandlung mit Antibiotika kommt bei einem einfachen infektiösen Schnupfen sowohl bei ansonsten gesunden Babys als auch bei Erwachsenen in der Regel nicht in Frage;
  • Neugeborene – also Babys in den ersten vier Lebenswochen sollten beim Auftreten von Schnupfensymptomen besser immer einem Kinderarzt vorgestellt werden;
  • Eltern sollten darüber hinaus auch bei älteren Babys wissen, wann sie besser den Rat eines Arztes oder Gesundheitsexperten hinzuziehen sollten – mehr über Wann muss ich mit meinem verschnupften Baby zum Arzt?
  • Bei der Behandlung von verschnupften Babys sollten Eltern etwas Geduld mitbringen, da die Erkrankung in der Regel innerhalb von zwei bis zehn Tagen auch ganz ohne weiteres Zutun ausheilen sollte;

Mit diesen Tipps im Hinterkopf, gibt es einige Maßnahmen, die Eltern bei Babyschnupfen verwenden können.

Homöopathische Globuli

Dies ist aus unserer Sicht für einen einfachen Babyschnupfen die Behandlung der Wahl. Bestimmte mittel helfen die Symptome zu lindern und andere sind sogar deutlich heilungsfördernd. In keinem Fall wirken aber die oft für Schnupfen empfohlenen Globuli bei jedem Schnupfen und in jedem Stadium. Es kommt vielmehr darauf an, die richtige Potenz und das richtige Mittel je nach Schnupfenart und -stadium zu finden. Dies setzt eine kurze Diagnose voraus.

Reichlich Flüssigkeitszufuhr

Verschnupfte Neugeborene und Säuglinge sollten im Rahmen der alters- bzw. gewichtsadaptierten empfohlenen Mengen und in Ausnahmefällen unter Berücksichtigung eventueller Restriktionen von kinderärztlicher Seite reichlich mit Flüssigkeit versorgt werden. Die aufgenommene Flüssigkeit kann dabei helfen, den Schleim von verschnupften Babys zu lösen und – insbesondere bei erhöhter Temperatur – einer Austrocknung des Körpers (Dehydrierung) entgegenzuwirken. Der Speiseplan von Babys kann sich je nach Alter in der Regel teilweise stark unterscheiden, und Eltern sollten daher altersgerechte bzw. von ihrem Kinderarzt oder Gesundheitsexperten empfohlene Flüssigkeiten wählen. Beispielsweise können in der Regel nur bei älteren Säuglingen Flüssigkeiten in Form von Hühnersuppe oder Kamillentee in Frage kommen, während bei Neugeborenen und Säuglingen in der Regel Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung verwendet werden kann – siehe auch Schnupfen bei Babys nach Alter. Von kuhmilchbasierten Produkten raten wir aber grundsätzlich ab.

Viel Ruhe und Schlaf

Große Aufregung und heftiges Weinen oder Schreien können – verglichen mit dem Ruhezustand – die Atemwegsschleimhäute eines Babys zum Anschwellen bringen und somit die Atmung behindern. Möglichst viel Ruhe und Schlaf können sich daher günstig auf das Allgemeinbefinden von verschnupften Babys auswirken. Darüber hinaus können Ruhe und Schlaf bei erkältungsbedingtem Schnupfen einen unterstützenden Einfluss auf die Abwehrreaktion des Immunsystems haben. Eltern sollten daher versuchen Anstrengungen und Aufregungen von ihrem Baby fernzuhalten.

Frische Luft und nicht zu warm

Zu warme und trockene Luft kann die ohnehin bereits irritierten Schleimhäute eines verschnupften Babys zusätzlich reizen. Zum einen sollte daher die Temperatur vor allem im Schlafbereich des Babys überprüft und gegebenenfalls reguliert werden. Achtzehn bis 21 Grad Celsius Raumtemperatur sind in der Regel sinnvoll, wobei vor allem zur Nacht eher eine Einstellung im unteren Bereich dieser Werte angestrebt werden sollte. Zum anderen sollten Eltern darauf achten die Wohnräume ausreichend zu lüften. Hier ist vor allem bei niedriger Außentemperatur zu beachten, dass das Baby sich während des Lüftens besser nicht im selben Raum befinden sollte, um eine Unterkühlung zu vermeiden. Neben Temperatur und Luftaustausch ist außerdem auf die Luftfeuchtigkeit zu achten. Werte zwischen 30 und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit sind erstrebenswert. Wer es sehr genau nehmen will, kann mit einem Messgerät die Luftfeuchtigkeit kontrollieren und einen Luftbefeuchter für mehr Spielraum bei der Regulation einsetzen.

Rotznäschen entlasten

Eine direkte und wichtige Maßnahme bei Schnupfen ist die Nase des Babys von Schleim und Atemwegssekret zu befreien – vor allem um für freie Atmung zu sorgen. Wichtig ist dabei möglichst schonend vorzugehen und beim Einsatz von Nasentropfen und anderen Präparaten Vorsicht walten zu lassen.

TASCHENTÜCHER

Zum Ab- und Auswischen der Nase sollten möglichst hautfreundliche Einweg-Taschentücher statt Stofftaschentücher verwendet werden. Einmal benutzte Einweg-Taschentücher sollten direkt und möglichst hygienisch entsorgt werden – beispielsweise in einem mit einer Abfalltüte ausgekleideten Tretmülleimer mit Deckel.

HAUTPFLEGE BEI BABYSCHNUPFENNASE

Um zu vermeiden dass die Nasenhaut rau oder gar wund und schmerzhaft wird, kann regelmäßiges Auftragen einer Heilsalbe helfen. Auf keinen Fall sollten hierzu parfümierte Hautcremes oder –lotionen verwendet werden, da das Auftragen solcher Produkte auf wunde Haut sehr schmerzhaft sein kann.

KOCHSALZLÖSUNG

Eltern können physiologische Kochsalzlösung oder für Babys geeignete Meersalz-Nasentropfen mit Hilfe einer Pipette vorsichtig in die Nasenmuscheln ihres verschnupften Babys tropfen, um so Verstopfungen der Nase durch Schleim und Sekret besser entfernen und dem Baby die Atmung erleichtern zu können.

HOMÖOPATHISCHE NASENTROPFEN

Homöopathische Nasentropfen mit Euphorbium – auch Wolfsmilch genannt – können eine weitere Alternative zur Verwendung bei Neugeborenen und Säuglingen mit Schnupfen sein. Auch hier ist in jedem Fall darauf zu achten, dass das jeweilige Medikament für die Altersgruppe geeignet sein muss, da manche Präparate auch erst beispielsweise ab dem zweiten Lebensjahr verwendet werden dürfen.

MUTTERMILCH IN DIE NASE TRÄUFELN

Stillende Mütter können Muttermilch als Nasentropfen verwenden. Die Muttermilch kann nach dem Ausstreichen beispielsweise mit einer Pipette in die Nasenlöcher geträufelt werden.

ABSCHWELLENDE NASENTROPFEN

Es gibt verschiedene Arten von selbsthergestellten oder industriell zubereiteten Nasentropfen zur Behandlung von Schnupfen. Eltern sollten beim Thema Nasentropfen aufpassen: Viele Präparate kommen nicht für die Behandlung von Säuglingen oder Neugeborenen in Frage. Dazu gehören vor allem Nasentropfen oder -sprays, die schleimhautabschwellende Wirkstoffe wie beispielsweise Oxymetazolin oder Xylometazolinhydrochlorid in Erwachsenendosierung enthalten. Diese Medikamente können in höherer Dosierung zu unerwünschten Wirkungen bei Babys führen. Einen Grund hierfür vermutet man in der – vor allem bei jungen Säuglingen, Neu- oder Frühgeborenen – noch unreifen Ausbildung der Blut-Hirn-Schranke. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine anatomische Barriere zwischen dem Blutkreislauf und dem zentralen Nervensystem und sorgt dafür, dass beispielsweise Krankheitserreger oder Giftstoffe, die im Blut zirkulieren, nur relativ schwer in die empfindlichen Strukturen von Gehirn oder Rückenmark (Zentralnervensystem) geraten können. Verabreicht man Neugeborenen oder Säuglingen zu hohe Dosierungen von Nasentropfen, die schleimhautabschwellende Wirkstoffe enthalten, fürchtet man daher – auch aufgrund einzelner Fallberichte – insbesondere zentralnervöse Nebenwirkungen, wie Atempausen oder komatöse Zustände. Aufgrund dieser Problematik gibt es allerdings abschwellende Nasentropfen in säuglingsgerechter Dosierung, deren Verwendung beispielsweise bei schwerem Schnupfen sinnvoll sein kann. Eltern sollten sich bei ihrem Kinderarzt und Apotheker über babygerechte Präparate informieren und vor allem bei untergewichtigen oder bei frühgeborenen Babys sollte die Dosierung nur nach Anordnung eines Arztes erfolgen.

NASENSAUGER

Sitzt der Schleim locker und wird die Anwendung vom Baby entspannt toleriert, kann erfahrungsgemäß auch die Verwendung eines Nasensaugers Sinn machen. Mit diesen Instrumenten wird über ein Nasenansatzstück ein Sog erzeugt, der dabei helfen kann locker sitzenden Schleim aus der Nasenhöhle des Säuglings zu entfernen. Eltern können sich am besten vom Kinderarzt, der Hebamme oder Kinderkrankenschwester bei der Auswahl und richtigen Anwendung von Nasensaugern beraten lassen. Es gibt viele verschiedene Typen von Nasensaugern. Manche Modelle erzeugen beispielsweise den Sog handbetrieben über einen Pumpball. Andere Modelle funktionieren nach dem Strohhalm-Prinzip und haben einen Schlauch mit Mundansatzstück, über das die Eltern den Sog mit dem eigenen Mund erzeugen können – ein Filter verhindert in der Regel, dass der Mund des Anwenders mit dem abgesaugten Schleim in direkten Kontakt kommen kann. Wieder andere Nasensauger sind elektrisch betrieben. Hygiene ist bei der Verwendung von Nasensaugern ein wichtiges Thema. Die Instrumente sollten daher immer nach den Angaben des Herstellers gründlich gereinigt und gewartet werden. Nicht jedes Baby toleriert die Anwendung von Nasensaugern – was funktioniert und was nicht kann aber auch vom Modelltyp abhängen. Die Entscheidung ob ein Nasensauger überhaupt und wenn ja welches Modell verwendet wird ist daher eine individuelle und kann am besten mit dem behandelnden Kinderarzt oder der Hebamme besprochen werden.

Klopf, Klopf – Atemwege befreien

Zur Lockerung von Verschleimungen in den unteren Atemwegsabschnitten kann es hilfreich sein, sanft den Rücken des Babys mit hohler Handfläche von oben nach unten sanft abzuklopfen. Dazu können Eltern das Baby entweder bäuchlings über die Knie legen oder mit zugewandtem Rücken und leicht vornübergebeugtem Oberkörper auf den Schoß setzen.

Autor: Dr. Jörg Schweikart

Schnupfen, verstopfte Nase

Grundsätzlich raten Kinderärzte dazu, Erkältungskrankheiten mit möglichst milden und nebenwirkungsarmen Mitteln zu behandeln. Ist das Näschen einmal verstopft, ist es aber wichtig, so schnell wie möglich für gute Nasenatmung zu sorgen. Oft können oder wollen sich kleine Kinder aber nicht richtig schnäuzen.

Ist der Schleim dünn genug, kann er auch mit einem speziellen Absauger (aus der Apotheke) abgezogen werden.

Similasan

Schnupfen Globuli

Bei trockenem oder fliessendem Schnupfen. Dies ist ein zugelassenes Arzneimittel. Lesen Sie die Packungsbeilage. Similasan AG. mehr erfahren

Es gibt im Handel abschwellende Nasentropfen in niedriger Konzentration extra für Säuglinge. Fachleute raten zu deren Gebrauch aber frühestens nach dem 2. Geburtstag. Zu hohe Dosierungen (z.B. durch versehentliche Benutzung der Konzentration für Erwachsene) können bei Säuglingen fatale Wirkungen zeigen. Neuerdings gibt abschwellende Nasentropfen ohne Konservierungsmittel. Diese sollte man bei Kleinkindern und Allergikern bevorzugen, da Konservierungsstoffe bekannte Allergene sind, dh Allergien auslösen können.

Natürliche Alternativen sind physiologische Koch- oder Meersalzlösung aus der Apotheke, am besten in Monodosen konfektioniert, die man in das Nasenloch (pro Seite 1-3 Tropfen) einträufelt. In der Volksmedizin wird gerne frisch abgepumpte Muttermilch oder Kamillentee verwendet, wobei Kamillentee bei einer familiären allergischen Disposition besser nicht angewendet werden soll. Auch mit ätherischen Ölen sollten Sie vorsichtig sein. Pefferminze zum Beispiel kann bei Babys im Extremfall Atemkrämpfe auslösen. Eine milde Bronchialsalbe mit Engelwurz sanft auf die Nasenflügel appliziert, kann schnell Milderungen bringen.

Ihr Baby braucht jetzt zusätzlich viel Flüssigkeit, das hält das Nasensekret flüssig. Achten Sie darauf, dass Ihr Baby besonders viel trinkt. Bewährt hat sich z.B. Holundertee. Wenn Sie noch stillen, legen Sie möglichst oft an.

Beikost: Diese Breie sollten Sie bei Husten und Schnupfen vermeiden

Die wunde Nase und trockenen Lippen vertragen eine Portion Vaseline, Anisbutter oder Engelwurzbalsam.

Ausserdem tut es ihrem Baby gut, wenn das Köpfchen ein wenig höher liegt. Sie sollten ihm aber kein Kopfkissen geben, sondern ein Kissen oder einen Keil unter die Matratze legen. Kopfkissen haben im Babybettchen nichts zu suchen.

Ein altes Hausmittel: Eine klein geschnittene Zwiebel wird neben das Bett gelegt. Regelmässiges kurzes Lüften ist wichtig. Feuchte Tücher (evtl. mit ein paar Tropfen vom Erkältungsbad) oder Wasserverdunster verbessern das Raumklima und erleichtern die Atmung.

Aus der Homöopathie hat sich Sambucus nigra D4 bewährt, 3-4 x 5 Globuli.

Letzte Aktualisierung : 06-11-19, AS

Erkältung (Grippaler Infekt)

Da es kein Medikament gibt, das die eigentlichen Verursacher der Erkältung, die Viren, bekämpft, dauert die Erkrankung mit oder ohne Behandlung meist 7-10 Tage lang.

Bei Erkältungen und verschleimten Atemwegen gilt generell: viel Trinken. Das macht den Schleim flüssig und lässt ihn leichter abfließen. Feuchte Tücher über der Heizung sorgen für eine feuchte, reizarme Luft, die entzündete Schleimhäute schont.

Ruhe und Schlaf führen bei Erkältungskrankheiten am schnellsten zur Erholung. Nicht alle Kinder wollen jedoch bei einer fiebrigen Erkältung im Bett liegen. Manchmal sind sie trotz Krankheit sehr munter. Eltern können darauf vertrauen, dass ein Kind, das sich krank fühlt, sich auch freiwillig hinlegt. Will das Kind spielen und herum laufen, bringt schon ein ruhiger Tagesablauf die erforderliche Erholung.

Allgemein ist es sinnvoller, das jeweilige Hauptsymptom einer Erkältungskrankheit mit einem spezifischen Medikament zu behandeln und auf Kombinationspräparate zu verzichten. In Apotheken und Drogerien ist eine Vielzahl von Mitteln rezeptfrei erhältlich.

Erleichterung bei Schnupfen schaffen Arzneimittel, deren Wirkstoffe die Nasenschleimhaut abschwellen lassen, indem sie dazu führen, dass sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut verengen (Spray, Tropfen, Gel). Dosiersprays haben den Vorteil, dass sie eine genaue Wirkstoffmenge in die Nase abgeben und dass der Wirkstoff sehr gut im Naseninnenraum verteilt wird. Größere Kinder können sie auch schon selbst unter Aufsicht anwenden. Nasentropfen sollten im Liegen in die Nase eingeträufelt werden. Sie laufen in den Rachenraum, verteilen den Wirkstoff nicht so gleichmäßig wie die Dosiersprays, werden aber gerade bei einer Ohrenentzündung von manchen Kinderärzten bevorzugt. Durch das Abschwellen der Nasenschleimhaut werden auch die Ausführungsgänge zu den Nebenhöhlen frei. Das in den Nebenhöhlen gebildete Sekret kann so leichter abfließen, die Gefahr einer Nasennebenhöhlenentzündung vermindert sich.

Je nach Alter gibt es für Kinder unterschiedlich stark dosierte Nasentropfen und –sprays. Die Altersvorgaben sollten unbedingt beachtet werden, denn bei Überdosierung kann der Wirkstoff der Nasentropfen in den Blutkreislauf gelangen und zu einer starken Beeinträchtigung der Atmung bis hin zur Bewusstlosigkeit führen. Diese Gefahr besteht nicht bei Anwendung altersgemäßer Verdünnungen.

Nasensprays und -tropfen sind jedoch nur für den kurzfristigen Einsatz gedacht – es sei denn der Arzt hat eine längere Anwendung verordnet, denn die Gefäße in der Nasenschleimhaut können ihre Weite selbständig regulieren; eine Fähigkeit, die sich bei dauerhafter Anwendung von abschwellenden Nasensprays verliert. Als Alternative zu Nasensprays können auch selbsthergestellte Kochsalz-Nasentropfen (1 g Speisesalz in 100 ml Wasser) eingesetzt werden.

Wohltuend für die Atemwege sind auch Kamille oder ätherische Öle wie z. B. Eukalyptus. Doch Vorsicht ist geboten, denn ätherische Öle können unter Umständen Allergien hervorrufen. Sie werden entweder direkt auf die Haut oder die Oberbekleidung aufgetragen oder in heißes Wasser gegeben und inhaliert. Auch das Inhalieren von heißem Dampf erleichtert das Atmen.

Gegen trockenen Husten helfen häufig alte Hausmittel wie heiße Milch mit Honig oder frei verkäufliche Hustensäfte. Beruhigende, codeinhaltige Hustenblocker sind in der Regel rezeptpflichtig und müssen vom Arzt verschrieben werden. Sie werden eingesetzt, wenn der Husten gerade nachts den Schlaf sehr beeinträchtigt. Auch Auszüge von Heilpflanzen, etwa aus Eibischwurzel oder Isländisch-Moos können bei Reizhusten lindernd wirken.

Wird der Husten schleimhaltiger, d. h. „produktiver”, werden Hustenlöser (Expektorantien) eingesetzt. Der Wirkstoff Acetylcystein beispielsweise verändert die Struktur des Schleims, macht ihn weniger zäh und erleichtert so seinen Abtransport. Wirkstoffe wie Ambroxol oder Bromhexin regen die Produktion eines dünnflüssigen Schleims an. Expektorantien gibt es – abhängig natürlich vom Wirkstoff – in den unterschiedlichsten Darreichungsformen, als Saft, Kapseln, als Brausetabletten oder als Granulat zum Auflösen. Die letztgenannten Präparate haben den Vorteil, dass man zusätzlich zum Wirkstoff gleich auch Flüssigkeit zu sich nimmt.

Fieber ist ein wichtiger Abwehrmechanismus des Körpers und sollte deswegen nur in Ausnahmefällen gesenkt werden. Sind die Beschwerden unerträglich, drücken kalte Wadenwickel die Temperatur nach unten. Wadenwickel dürfen jedoch nur angewendet werden, wenn Beine und Arme ebenfalls warm sind. Bei „Kreislaufzentralisation“ (Körper heiß – Arme und Beine kalt), können Wadenwickel sehr schädlich sein. Den Arzt sollte man unbedingt bei hohem Fieber aufsuchen und wenn die Krankheitssymptome über mehrere Tage hinweg unverändert andauern. Die Einnahme von fiebersenkenden Mitteln ist erst ab einer Temperatur von 39° C ratsam, Kinder erhalten üblicherweise Paracetamol. Acetylsalicylsäure sollte von Kindern und Jugendlichen bei fieberhaften Erkrankungen nicht eingenommen werden, da die Gefahr des ”Reye-Syndroms”, einer zwar in Deutschland außerordentlich selten auftretenden akuten, oft tödlichen Leber-Hirn-Erkrankung, besteht. Ohne ärztliche Empfehlung sollte auch Paracetamol nicht über einen längeren Zeitraum oder in höherer Dosierung eingenommen werden.

Halsschmerzen oder ein Kratzen im Hals sind medikamentös schwer zu beeinflussen. Pfefferminz- oder Salbei-Bonbons oder das Gurgeln mit warmen Kamillen, Tormentill- oder Salbeitees befeuchten die Schleimhaut und wirken der Vermehrung der Keime im Mund- und Rachenraum entgegen.

Bei Kopf- und Gliederschmerzen kommen kurzfristig Schmerzmittel zum Einsatz, die gleichzeitig auch das Fieber senken. Mit zu den bekanntesten Wirkstoffen zählt Paracetamol, das bei Kindern das Mittel der Wahl ist.

Vorsicht: Keine ätherischen Öle für kleine Kinder!

Ätherische Öle, die häufig als Hausmittel gegen Erkältungen gelten, können für Kinder lebensgefährlich werden. Das berichtet die „Ärztliche Praxis“ (Nr. 11, S. 9). In konzentrierter Form inhaliert, auf die Haut oder Schleimhaut aufgetragen oder geschluckt, könnten die Öle zu massiven Vergiftungserscheinungen führen.

Je nach Menge des Öls sind bei Kindern Krampfanfälle, Schockreaktionen, Bauchweh, Übelkeit und Schleimhautirritationen möglich. Bei Säuglingen könnten ätherische Öle sehr rasch einen tödlichen Stimmritzenkrampf auslösen. Höchste Alarmstufe bestehe, wenn Lösungen ätherischer Öle in die Lunge eingeatmet würden. Das Blatt warnt unter anderem vor dem in Mode gekommenen Teebaum-Öl.

Eine ständig verstopfte Nase schmerzt zwar nicht, kann den Alltag aber erheblich erschweren. Fließt die Nase immer wieder oder ist sie ständig verstopft, kommt es schnell zu Abgeschlagenheit, Schlafstörungen und weiteren Atemwegsinfekten. Chronischer Schnupfen ist daher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Er kann die Schleimhäute dauerhaft schädigen und andere Krankheiten begünstigen. Erfahren Sie jetzt, was dauerhaften Schnupfen verursacht und wie er sich effektiv behandeln lässt.

Wie erkenne ich eine chronische Rhinitis?

Dauerschnupfen, unter Medizinern auch als chronische Rhinitis bekannt, zeigt sich durch eine ständige Reizung oder Entzündung der Nasenschleimhaut. Dabei kann der Schnupfen im Rahmen einer herkömmlichen Erkältung auftreten, aber auch auf eine Allergie hinweisen. Insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten ist Schnupfen keine Seltenheit. In der Regel klingt dieser von selbst innerhalb einer Woche wieder ab. Ist die Nase jedoch permanent gereizt, läuft sie ständig oder halten die Schnupfen-Symptome über viele Wochen bzw. Monate an – dann sprechen Experten von einer chronischen Rhinitis. Diese äußert sich durch folgende Symptome:

  • Fließschnupfen oder behinderte Nasenatmung
  • starkes Anschwellender Nasenschleimhaut, vor allem bei den Nasenflügeln
  • Reizungen im Rachenraum, was zu häufigem Räuspern und Husten führt
  • allgemeine Erschöpfungszustände
  • Kopf- und Gliederschmerzen

Kann chronischer Schnupfen gefährlich werden?

Sobald ein Schnupfen chronisch wird, ist ein Besuch beim Arzt erforderlich. Denn ein dauerhafter Schnupfen begünstigt Folgekrankheiten und kann zu Schäden an der Nasenschleimhaut führen. Das liegt unter anderem an der ständigen Infektion der Schleimhäute: Die Entzündung schwächt das Immunsystem. Dadurch sind Betroffene viel anfälliger für weitere Infekte und Krankheiten, leiden an Schlafproblemen und ausgeprägter Erschöpfung. So gilt eine Rhinitis mit chronischem Verlauf zu den größten Risikofaktoren für eine Nasennebenhöhlen-Entzündung oder für allergisches Asthma. Ebenso kann es zu einer Mittelohrentzündung, Rippenfellentzündung oder im schlimmsten Fall zu einer Hirnhaut-Entzündung (Meningitis) kommen.

Was sind die Ursachen für Dauerschnupfen?

Es gibt viele mögliche Ursachen für anhaltenden Schnupfen. Menschen, die häufig an Erkältungen erkranken, sind ebenso wie Allergiker gefährdet, eine chronische Rhinitis auszubilden. Auch sensible Nasen können durch Umweltreize wie Abgase, Tabakrauch oder Schadstoffe stark irritiert und dauerhaft gereizt werden.

Davon abgesehen sind auch anatomische Ursachen für chronischen Schnupfen in Betracht zu ziehen. Häufig ist eine krumme Nasenscheidewand für die lang anhaltenden Beschwerden verantwortlich. Bei Kindern kommen sogar Fremdkörper, die in der Nase stecken, in Frage. Allerdings können auch Medikamente wie die Antibaby-Pille, abschwellende Nasensprays, Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure oder Mittel gegen Bluthochdruck eine ständige Reizung der Nasen-Schleimhäute auslösen. Sogar psychische Aspekte wie Stress und Überanstrengung gehören zu den bekannten Ursachen.

Hier noch einmal alle Auslöser im Überblick:

  • Allergien wie Heuschnupfen (Pollenallergie), Hausstauballergie und Tierhaarallergie
  • Erkältungskrankheiten
  • Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis)
  • Mittelohrentzündung
  • verkrümmte Nasenscheidewand (Septumdeviation)
  • Hindernisse im Nasenraum wie Fremdkörper, Nasenpolypen und Nasentumore
  • Reizstoffe wie Abgase, Feinstaub, Tabakrauch und andere Schadstoffe
  • zu häufige Anwendung von abschwellenden Nasensprays
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • psychische Belastungen
  • andere Grundkrankheiten wie Pilzerkrankungen, Tuberkulose etc.

Was hilft bei chronischer Rhinitis?

Mit welchen Mitteln sich Dauerschnupfen effektiv behandeln lässt, hängt natürlich von der Ursache der Erkrankung ab. Im Prinzip ist ein chronischer Schnupfen jedoch schwerer zu behandeln als die akute Form. Im Vordergrund der Therapie steht immer die Beseitigung der Grunderkrankung. Zur Unterstützung können aber auch Nasensprays zum Einsatz kommen.

Gegen Fließschnupfen und eine verstopfte Nase helfen in erster Linie Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen. Zur Akuttherapie bei Infektionen eignen sich Schnupfensprays mit Xylometazolin wie beispielsweise das hysan® Schnupfenspray (Pflichtext). Diese Mittel sind sehr effektiv, dürfen aber nicht länger als wenige Tage angewendet werden, um Gewöhnungseffekte zu vermeiden.

Tritt langanhaltender Schnupfen als Folge einer trockenen Nasenschleimhaut auf, können Sie sich mit befeuchtenden und pflegenden Nasensprays behelfen. Am besten greifen Sie zu einem Pflegespray mit Hyaluronsäure und/oder Dexpanthenol oder einem Nasenspray auf Meersalzbasis.

Besteht eine Abhängigkeit gegenüber schleimhautabschwellenden Nasensprays, bietet sich das hysan® Salinspray an: Die hypertone Meersalzlösung lässt die Nasenschleimhaut abschwellen und unterstützt den Heilungsprozess. Abhängigkeitserscheinungen können hier gar nicht erst auftreten.

Liegen Allergien dem chronischen Schnupfen zugrunde, erzielen antiallergische Nasensprays eine gute Wirkung. Allergiker haben die Wahl zwischen Azelastin- oder Cromoglicinsäure-haltigen Nasensprays. Während der Wirkstoff Azelastin im Akutfall hilft, erzielt Cromoglicinsäure eine sanftere Wirkung und muss vorbeugend angewandt werden. Daneben gibt es auch Antihistaminika-Tabletten.

Bei einer Fehlstellung der Nasenscheidewand oder Hindernissen wie Polypen und Geschwülsten kann das Problem operativ beseitigt werden. Kurze Zeit nach dem Eingriff klingen die Symptome in der Regel deutlich ab oder verschwinden ganz.

Welche Hausmittel helfen bei chronischem Schnupfen?

Um den lästigen Dauerschnupfen endlich loszuwerden, eignen sich eine Reihe von Hausmitteln. Sie stellen zwar keine Alternative zur schulmedizinischen Therapie dar, können den Heilungserfolg aber unterstützen.

  • Inhalieren von Heilkräuteraufgüssen oder -Tees (z.B. Kamille) befreit die Atemwege und desinfiziert.
  • Regelmäßige Nasenspülungen mit Kochsalzlösung reinigen den Nasen-Innenraum von Allergenen, Fremdpartikeln, Keimen und Schmutzstoffen.
  • Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr verdünnt zähen Schleim und stärkt den Körper.
  • Die angegriffene Nasenschleimhaut mit befeuchtenden und wohltuenden Pflegesprays behandeln.
  • Scharfes Essen sorgt für eine bessere Durchblutung der Nasen-Schleimhäute und lässt diese abschwellen.
  • Befeuchten Sie trockene Raumluft mit Hilfe von nassen Tüchern oder Luftbefeuchter.
  • Schlafen Sie viel. So kann das Immunsystem besser arbeiten und der Körper Kraft sammeln.

Chronischer Schnupfen ist in den Griff zu bekommen. Am besten stimmen Sie die Maßnahmen mit Ihrem Hausarzt ab, und mit etwas Geduld werden Sie den lästigen Dauerschnupfen wieder los.

Der Artikel „Chronischer Schnupfen“ wurde zuletzt bearbeitet am 16.01.2017 von hysan®

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Schnupfen bei Babys und Kleinkindern

1. März 2016 8 Min.

In den ersten Lebensjahren sind Infekte häufig. Bis zu zwölf Erkrankungen im Jahr sind bei Babys und Kleinkindern normal, davon fällt ein Großteil auf Erkältungen und Schnupfen. Wenn ein Kind also häufig krank ist, heißt das nicht, dass es an einer Immunschwäche leidet.

Warum haben Babys und Kleinkinder so oft Schnupfen?

Schuld an den vielen Infektionen ist das schwache Immunsystem von kleinen Kindern. Es gibt hunderte Viren, die Infektionen der oberen Atemwege hervorrufen. Erwachsene haben im Laufe ihres Lebens schon viele Infektionen hinter sich und sind gegen einige Dutzend Erreger immun. Bei kleinen Kindern ist das noch nicht der Fall, da sich das Immunsystem noch entwickeln muss.

Kinder stecken sich schnell an. In Kindergärten ist die Übertragungswahrscheinlichkeit von Rhinitis und Erkältungen sehr hoch. Kleinkinder kommen dort mit vielen Altersgenossen in Kontakt. Sie nehmen oft Spielzeug oder ihre Hände in den Mund und teilen sich gern mal den Trinkbecher.

Auch in der Schule sind viele Kinder auf engem Raum zusammen, so dass Viren sich leicht ausbreiten können.

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Kinder haben stärker ausgeprägten Schnupfen

Die Schnupfen-Symptome fallen bei Kindern stärker aus als bei Erwachsenen. Das liegt daran, dass die Atemwege vor allem bei Babys und Kleinkindern sehr eng sind. Dadurch schwellen die Verbindungsgänge zwischen Hals, Nase und Ohren bei einem Schnupfen viel schneller zu. Die Nasenatmung ist in diesem Fall bei Babys und Kindern stark eingeschränkt. Außerdem kommt es zu einer schlechten Belüftung der Nebenhöhlen und einem Sekretstau. Unter diesen Bedingungen können sich Bakterien leicht einnisten und Folgeerkrankungen wie eine Nasennebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung.

Wann zum Arzt?

Wenn der Säugling oder das Kleinkind krank werden, sind Eltern schnell besorgt. Außerdem gerät die Alltagsorganisation durcheinander: Ein Erwachsener muss mit dem kranken Kind zu Hause bleiben, dadurch bleiben viele Alltagsaufgaben liegen. Vor allem wenn das Kind das erste Mal einen Infekt hat, ist die Sorge groß. Normalerweise ist eine Rhinitis harmlos und innerhalb von einer Woche bis zehn Tagen überstanden. Zum Arzt sollten Eltern gehen, wenn:

  • das Kind jünger als drei Monate ist. Neugeborene sollten bei jeder Erkrankung einem Arzt vorgestellt werden.
  • Über 40 °C Fieber gemessen wird oder wenn es sich nicht senken lässt (durch Wickel oder Zäpfchen).
  • Das Kind nicht ausreichend trinkt. Es besteht Austrocknungsgefahr.
  • Die Atmung schlechter wird und Eltern das Gefühl haben, dass das Kind keine Luft mehr bekommt.
  • Das Kind einen schlechten Allgemeinzustand zeigt, zum Beispiel bei Berührungen wimmert oder sich kaum wecken lässt.
  • Das Kind über Ohrenschmerzen klagt oder sich immer wieder ans Ohr fasst und offensichtlich Schmerzen hat.
  • Ein Hautausschlag auftritt.
  • Wenn die Eltern beunruhigt sind und ein ungutes Gefühl haben, sollten sie nicht zögern, mit ihrem Kind zum Arzt zu gehen. Gerade bei kleinen Kindern gilt: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig zum Arzt.

Schnupfen-Symptome bei Babys und Kleinkindern

Erste Hinweise auf einen Infekt sind Weinerlichkeit, eine ungewöhnliche Unruhe und Appetitlosigkeit. Bei einem angehenden Schnupfen kommen häufiges Niesen und Husten, sowie wässrige oder glasige Augen dazu. Wenn der Schnupfen dann richtig ausgebrochen ist, sind die Symptome ähnlich wie bei einem Erwachsenen. Bei Kindern sind die Symptome oft noch stärker ausgeprägt und werden häufig von Fieber begleitet.

Wie kann ich meinem Baby oder Kleinkind helfen?

Sobald sich erste Anzeichen für einen Schnupfen zeigen, sollten Eltern für eine entspannte Atmosphäre sorgen, dem Kind Ruhe gönnen und Trubel vermeiden. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Gestillte Säuglinge wollen meist häufiger, dafür aber nur kurz trinken, um ihren Flüssigkeitsbedarf zu decken. Wenn die Kinder hohes Fieber haben und darunter leiden, können fiebersenkende Mittel (Ibuprofen und Paracetamol) in Form von Saft oder Zäpfchen gegeben werden. Fieber lässt sich auch durch lauwarme Waden- oder Brustwickel sanft absenken. Für eine freie Nase können Sie vorsichtig Meersalztropfen oder, wenn vorhanden, Muttermilch in die Nase träufeln. Für Kinder ab zwei Jahren gibt es spezielle abschwellende Nasensprays mit einer reduzierten Wirkstoffkonzentration. Babys und Kleinkinder können noch nicht schnauben. Wenn sie es tolerieren, kann mit Hilfe eines Nasenschleimabsaugers vorsichtig zäher Schleim aus der Nase entfernt werden. Die zarte Nasenhaut können Sie mit einer Heilsalbe pflegen. Ein gutes Raumklima ist wichtig – mehrmaliges Lüften am Tag hilft. Da die Gefahr einer Unterkühlung besteht, sollten sich Säuglinge und Kleinkinder beim Lüften in einem anderen Raum aufhalten. Weitere Tipps finden Sie im Artikel Schnupfenbehandlung von Kindern.

Schnupfen bei Babys und Kleinkindern vorbeugen?

Ein Vorbeugen ist kaum möglich. Gerade wenn Kinder in die Kita gehen oder Geschwister haben, kommen sie mit Schnupfenviren ständig in Kontakt. Eltern können aber das Immunsystem der Kinder stärken. Dafür sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder Wert legen und sie bei jedem Wetter viel draußen spielen lassen. Weiterhin können Eltern auf eine gute Handhygiene achten – bei sich selbst sowie bei den Kindern. Halten Sie ihr Baby außerdem bestmöglich von erkrankten Mitmenschen fern.

Schnupfen bei Kindern vorzubeugen, geht am besten, wenn die Eltern selbst gesund bleiben. Dabei helfen die 10 besten Tipps, um Schnupfen vorzubeugen.

Schnupfen gehört dazu Eltern brauchen sich vor Erkältungskrankheiten ihrer Kinder nicht zu fürchten, denn Schnupfen trainiert das Immunsystem. Generell verkraften Babys ab sechs Monaten einen Schnupfen besser, weil sie kräftiger sind und ihr Immunsystem besser ausgereift ist als bei einem Neugeborenen.

Wissenswert:

Neugeborene kommen mit einem sogenannten Nestschutz auf die Welt. Während der Schwangerschaft hat die Mutter Antikörper auf ihr Kind übertragen, welche das Baby in den ersten Monaten vor bestimmten Erkrankungen schützen. Auch für Erkältungskrankheiten haben Säuglinge anfangs eine Immunität, allerdings nur gegen die Viren, gegen die auch die Mutter immun ist. Der Nestschutz hält ungefähr die ersten sechs Lebensmonate an und wird durch das Stillen verstärkt, denn auch Muttermilch enthält Antikörper.

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