Schneller puls schwangerschaft

Inhalte

Das Herz ist eines der wichtigsten Organe im menschlichen Körper. In jeder Sekunde wird mit Hilfe des Herzens Blut durch den Körper geleitet und alle Zellen werden mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. In der Schwangerschaft ist diese Funktion nicht nur für uns, sondern auch für unsere ungeborenen Babys überlebenswichtig. Denn dann wird auch die Plazenta über unseren Blutkreislauf versorgt – und damit der Fötus im Bauch. Deshalb machen einem auch die folgenden Wörter / Symptome gehörig Angst, wenn man schwanger ist:

  • Herzrasen
  • Herzflattern
  • Herzstolpern

Wenn sich nun das Herz außergewöhnlich stark bemerkbar macht, zum Beispiel durch Herzrasen in der Schwangerschaft, hinterlässt das ein beunruhigendes Gefühl.

  1. Stimmt etwas nicht?
  2. Ist das gefährlich für das Baby?
  3. Ist es noch richtig versorgt?

Beitragsinhalte anzeigen

Was ist Herzrasen in der Schwangerschaft?

Normalerweise erhöht sich der Herzschlag eines Menschen, wenn er Angst, Stress oder starker Anstrengung ausgesetzt ist. Bei Schwangeren kommt es auch ohne diese Auslöser oft zu einem schnelleren Herzschlag – oft sogar in Situationen, in denen Du eigentlich völlig ruhig bist, zum Beispiel nachts. Man spricht dann von Herzrasen in der Schwangerschaft – auch Tachykardie genannt.

Von Herzrasen spricht man, wenn Dein Herz mehr als 100 Mal pro Minute schlägt. Normal ist ein Ruhepuls von 60-90 Schlägen / Minute.

Herzrasen spürst Du bis in die Halsschlagader, die dann kräftig pulsiert. Gleichzeitig treten manchmal weitere Symptome wie Schwindel, Kreislaufprobleme, ein beklemmtes Gefühl in Brust- oder Halsgegend, Kurzatmigkeit und ein Druckgefühl auf der Brust auf. Verständlich, dass dieser Zustand besorgniserregend sein kann.

Woher kommt der schnelle Herzschlag bei Schwangeren?

Tatsache ist aber, Herzrasen in der Schwangerschaft ist nicht gefährlich. Die Ursache ist ganz einfach erklärt: Während der Schwangerschaft erhöht sich Dein Blutvolumen kontinuierlich, immerhin musst Du jetzt einen zweiten kleinen Menschen mit versorgen. Auch sind Deine Blutgefäße durch die Hormone in der Schwangerschaft weiter als sonst, sodass sie mehr Blut fassen können. Zum Ende der Schwangerschaft hin hast Du bis zu 40% mehr Blut als vorher.

Dein Herz hat also alle Hände voll zu tun, dieses Blut durch Deinen Körper zu pumpen. Um diese Höchstleistung zu stemmen, ist eben manchmal ein erhöhter Puls erforderlich – mit allen unangenehmen Begleiterscheinungen.

Weil sich das Blutvolumen vor allem im dritten Trimester stark erhöht, tritt Herzrasen in der Schwangerschaft auch dann vermehrt auf.

Vermehrtes Herzrasen beim Liegen

Vielleicht geht es Dir auch so, dass Du vor allem im Liegen und Ruhen Dein Herz stark und schnell pochen fühlst? Das liegt zum Einen daran, dass Du dann eben die Ruhe hast, in Deinen Körper hinein zu horchen und den erhöhten Puls überhaupt bewusst wahrzunehmen. Tagsüber bist Du vielleicht mit anderen Dingen beschäftigt, die Deine volle Aufmerksamkeit fordern. Wenn Du schon Kinder hast, wollen die versorgt werden, der Haushalt wartet und vielleicht arbeitest Du auch weiterhin während der Schwangerschaft. Das Herzrasen wirst Du in diesen Situationen vielleicht nur bemerken, wenn es sehr stark ist oder mit den genannten Nebensymptomen einhergeht.

Zum Anderen kann Herzrasen in der Schwangerschaft vermehrt auftreten, wenn Du auf dem Rücken oder auf der rechten Körperseite liegst. Denn dann drückt das Gewicht Deines Bauches auf die untere Hohlvene, die Vena Cava. Diese Verläuft in der rechten Seite Deines Rückens und ist zuständig für den Blutrückfluss aus der unteren Körperhälfte zum Herzen. Wenn sie nun leicht abgedrückt wird, muss Dein Herz stärker pumpen. Ansonsten würde der Blutrückfluss blockiert, was zu starken Kreislaufproblemen führen kann. Auch das kann im Extremfall vorkommen, wenn ein stärkerer Herzschlag für den Blutrückfluss nicht ausreicht, weil die Hohlvene stark abgedrückt ist. Man spricht dann vom Vena-Cava-Syndrom.

Was hilft bei starkem Herzklopfen in der Schwangerschaft?

Wenn Dein Herz gewaltig pocht, dann ist vor allem eines wichtig: Ruhig bleiben. Denn Panik und Angst verstärken den starken Herzschlag nur. Es wird Adrenalin in Deinem Körper ausgeschüttet und vermehrt Blut in die Extremitäten gepumpt, um in einer Gefahrensituation eine Flucht zu ermöglichen. Gleichzeitig wird „weniger wichtigen“ Organen wie den Geschlechtsorganen, Blut entzogen. Da die Gebärmutter ebenfalls zu den Geschlechtsorganen zählt, bedeutet das, dass Dein Baby weniger frischen Sauerstoff bekommt.

Stattdessen kannst Du folgende Tipps ausprobieren:

  1. Position verändern: Wenn Du auf dem Rücken oder der rechten Seite liegst, dreh Dich auf die linke Seite. Wenn Du auf der Couch oder in einem Sessel sitzt, steh kurz auf oder lege dich richtig hin.
  2. Tief durchatmen: Wenn Du Dich auf Deinen Atem konzentrierst, lenkt das von eventuell entstehender Angst oder dem beklemmenden Gefühl in Deiner Brust ab. Zähle beim Einatmen bis vier, beim Ausatmen dann genauso schnell bis acht. So verhinderst Du, zu hyperventilieren und Dein Atem beruhigt sich.
  3. Entspannungsübungen: Wenn Du darin geübt bist oder es gerne lernen möchtest, helfen auch Entspannungstechniken wie Meditation, Autogenes Training oder Yoga. Setz Dich im Schneidersitz auf eine Yogamatte. In dieser Position hat Dein Babybauch genug Platz und die Hohlvene im Rücken wird nicht belastet. Wenn Du aus dem Stegreif noch keine Übungen kannst, such Dir ein gutes Youtube-Video und mach einfach mit.
  4. Ein Glas kaltes Wasser: Wenn es mal schnell gehen muss, hilft ein ganz einfaches Hausmittel – ein Glas kaltes, stilles Wasser. In der Schwangerschaft solltest Du ohnehin viel Wasser trinken, auch das unterstützt einen gesunden Kreislauf.
  5. Tee trinken: Auch ein warmer, wohlschmeckender Tee trägt zur mentalen und körperlichen Entspannung bei. Achte bei der Auswahl des Tees aber darauf, dass keine verdauungs- bzw. wehenanregenden oder entwässernden Kräuter genutzt werden. Wenn Du auf Nummer sicher gehen möchtest, kannst Du bei Schwangerschaftstee sicher sein, dass die Bestandteile ungefährlich sind.
  6. Magnesium: Wenn Du verstärkt unter Herzrasen in der Schwangerschaft leidest, kannst Du über die Einnahme von Magnesium nachdenken. Magnesium setzt den Muskeltonus herab, das heißt, es entspannt die Muskeln. Da das Herz einer der stärksten Muskeln im Körper ist, trifft das also auch auf das Herz zu. Eine langfristige Magnesiumeinnahme solltest Du aber unbedingt mit Deinem Arzt besprechen. Auch wird zusätzliches Magnesium in den letzten Schwangerschaftswochen nicht mehr empfohlen. Denn auch die Gebärmutter ist ein Muskel, dessen Kontraktionen (Übungswehen) durch zu viel Magnesium gehemmt würden.
  7. Eisen, Vitamin D und Vitamin B12: Auch ein Mangel an bestimmten Mineralien und Vitaminen kann zu dauerhaftem Herzstolpern in der Schwangerschaft führen. Dein Eisenwert wird bei den Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig überprüft. Für genug Vitamin D sorgst Du durch ausreichend Aufenthalt im Tageslicht. Vitamin B12 solltest Du dringend substituieren, wenn Du vegan lebst, denn es kommt vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch und Eiern vor. Halte vielleicht auch besser Ausschau nach passenden Schwangerschaftsvitaminen.
  8. Bryophyllum: Viele Hebammen empfehlen bei innerer Unruhe und Herzrasen in der Schwangerschaft, genauso wie bei vorzeitigen Wehen, die Einnahme von Bryophyllum. Auch wenn das ein pflanzliches und – je nach Präparat – homöpathisches Medikament ist, solltest Du die Einnahme sicherheitshalber mit Deinem Arzt oder Deiner Hebamme absprechen.

Kann Herzrasen in der Schwangerschaft schädlich sein?

Du siehst also, in aller Regel hat der erhöhte Herzschlag eine ganz harmlose Ursache und nichts zu bedeuten. Er ist nicht für Dich, noch für Dein ungeborenes Baby, gefährlich. Vielleicht fragst Du Dich aber, ob es Fälle gibt, wo der schnelle Puls eben doch gefährlich ist.

Wenn eine Erkrankung der Hintergrund ist, zum Beispiel eine Erkrankung der Schilddrüse oder des Herzens, dann kann das natürlich behandlungsbedürftig sein. Wenn Du zum Beispiel einen Herzfehler hast, der bisher nicht erkannt wurde, dann sorgt die erhöhte Belastung auch zu einer erhöhten Gefahr für Dich – und damit auch für das Baby.

Das bedeutet jetzt aber nicht, dass Du sofort zum Arzt musst, nur weil Du mal Herzrasen hast. Wenn Du aber fast durchgehend darunter leidest, starke Atemnot oder Herzaussetzer hast oder Dir der Zustand wirklich zu schaffen macht, solltest Du auf jeden Fall mit Deinem Arzt darüber sprechen. Er kann am besten beurteilen, ob und welche weiteren Schritte eingeleitet werden müssen.

Dein Körper in der Schwangerschaft: Blutdruck und Puls

Entwicklung

Während der gesamten Schwangerschaft verändert sich dein Körper. Sichtbarstes Zeichen dafür ist dein wachsender Bauchumfang. Weniger sichtbar, aber nicht weniger wichtig: Auch Puls und Blutdruck verändern sich. Deshalb kontrolliere deinen Blutdruck regelmäßig. Ein zu hoher Blutdruck kann zu Komplikationen führen, die du zum Glück vermeiden kannst.

Wie verändert sich der Blutdruck in der Schwangerschaft?

Im ersten und zweiten Drittel der Schwangerschaft ist dein Blutdruck eher niedrig. Mit Werten von 105/65 mmHg liegt er etwas unter den Normwerten von 120/80 mmHg. Dafür verantwortlich ist das Schwangerschaftshormon Progesteron. Es entspannt und erweitert die Blutgefäße, wodurch der Blutdruck sinkt. Das bewirkt bei manchen Frauen, dass ihnen nach langem Stehen oder schnellem Aufstehen schwindelig wird. Ein leichter Bluthochdruck entwickelt sich meist erst im letzten Schwangerschaftsdrittel. Oft pendelt sich der Blutdruck in den Wochen vor der Geburt wieder auf Normwerte ein.

Blutvolumen und Puls steigen an

Im Laufe der Schwangerschaft steigert dein Körper die Blutproduktion. In der 35. Schwangerschaftswoche zirkuliert fast 40 Prozent mehr Blut in deinen Adern als vor der Schwangerschaft. Der Grund hierfür ist einfach: Dein Blut muss nicht nur dich, sondern auch dein Baby versorgen. Das meiste zusätzliche Blut wird in die Gebärmutter und den Mutterkuchen (Plazenta) geleitet, damit ausreichend Nährstoffe und Sauerstoff zu deinem Baby gelangen. Außerdem dient es als Reserve, falls während und nach der Geburt Blutungen auftreten sollten. Das höhere Blutvolumen bedeutet mehr Arbeit für das Herz-Kreislauf-System. Dein Herz muss öfter schlagen, um die größere Menge Blut durch die Adern zu pumpen. Der Pulsschlag erhöht sich deshalb um etwa 10 Schläge pro Minute – er wird stärker und härter.

Was ist ein normaler Blutdruck?

In jeder Minute pumpt das Herz fünf bis sieben Liter Blut durch den Körper. Die Blutgefäße, durch die unser Blut zirkuliert, stehen ständig unter Druck – wie ein gefüllter Wasserschlauch. Diesen Druck bezeichnet man als Blutdruck. Blutdruckwerte werden in dieser Form wiedergegeben: 120/80 mmHg. Die erste Zahl beschreibt den systolischen Wert, das heißt den Druck, mit welchem das Blut aus dem Herzen herausgepresst wird. Der zweite, diastolische Wert gibt an, wie viel Blut wieder zurück in die Herzkammern strömt.

Laut der Deutschen Hochdruckliga gilt folgende Einteilung:

  • normaler Blutdruck: 120–129/80–84 mmHg
  • hochnormaler Blutdruck: 130–139/85–89 mmHg
  • milder Bluthochdruck: 140–159/90–99 mmHg
  • mäßiger Bluthochdruck: 160–179/100–109 mmHg
  • schwerer Bluthochdruck: ≥180/≥110 mmHg

Bei einer jungen gesunden Frau liegt der Durchschnittswert zwischen 110/70 und 120/80 mmHg. Es kann sein, dass diese Werte bei einer Messung wesentlich höher liegen. Das allein ist noch kein Grund zur Sorge, denn der Blutdruck steigt auch an, wenn du gestresst oder aufgeregt bist. Liegt der Blutdruck mehrfach über 140/90 mmHg – vor allem nach der 20. Schwangerschaftswoche – könnte das ein Hinweis auf einen Schwangerschaftsbluthochdruck sein.

Symptome Schwangerschaftsbluthochdruck

Leicht erhöhter Blutdruck in der Schwangerschaft zeigt oft gar keine Symptome. Meist wird er bei den Vorsorgeuntersuchungen entdeckt. Erst wenn dein Blutdruck deutlich zu hoch ist, verspürst du Symptome wie starke Kopfschmerzen, Ohrensausen, Schwindelgefühle oder Sehstörungen. Dann solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen. Ein Bluthochdruck, der nicht richtig behandelt wird, ist für Mutter und Kind gefährlich.

Warum sollte dein Blutdruck im Normbereich bleiben?

Bei Hochdruck sind die Blutgefäße verengt. Dadurch verringert sich die Durchblutung lebenswichtiger Organe. Die Plazenta wird ebenfalls schlechter durchblutet und versorgt das Kind nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen. Kinder hochdruckkranker Frauen haben oft ein zu niedriges Geburtsgewicht. Häufig werden sie auch zu früh geboren. Wird der Bluthochdruck nicht richtig eingestellt, können sich weitere Komplikationen wie z.B. eine Schwangerschaftsvergiftung (Präeklampsie), Krampfanfälle (Eklampsie) oder gefährliche Blutungen entwickeln.

Regelmäßige Blutdruckkontrolle verschafft dir Sicherheit

Natürlich sollte bei jeder Vorsorgeuntersuchung der Blutdruck kontrolliert werden. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du deinen Blutdruck zusätzlich selbst messen. Passende Messgeräte erhältst du im medizinischen Fachhandel oder in der Apotheke. Sprich rechtzeitig mit deinem Arzt, wenn dein Blutdruck nicht in Ordnung ist. Hier gilt das Motto: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Bei guter Kontrolle reichen oft schon Entspannung, leichte Bewegung und eventuell eine Ernährungsumstellung zur Behandlung aus.

Solltest du unter Bluthochdruck leiden, unterstützt dich deine AOK bei der Anschaffung eines Blutdruckmessgerätes. Weitere Extraleistungen findest du außerdem im Schwangerschaftspaket deiner AOK Hessen.

Gute Gesundheit und eine wunderbare Schwangerschaft wünscht dir deine AOK Hessen.

Besorgte werdende Mütter machen sich während ihrer Schwangerschaft über allerlei Dinge Gedanken. Oftmals sind es in diesem Fall auch die eigenen Pulswerte, die für unruhige Nächte sorgen. Viele Experten gehen hier allerdings davon aus, dass ein leichter Anstieg des Pulses jetzt völlig normal ist. Schließlich muss das Herz der Mutter aufgrund des Ungeborenen jetzt mehr Blut durch die Adern pumpen. Rein physiologisch erhöht sich damit auch entsprechend die Anzahl der Pulsschläge.

Durchaus kann aber ebenso ein Kalium- oder Eisenmangel während der Schwangerschaft erhöhte Pulswerte bescheren. Gleiches gilt im Übrigen auch bei einer Schilddrüsenüberfunktion. Somit sollten werdende Mütter dieses Thema ruhig bei den Vorsorgeuntersuchungen mit ihrem Arzt besprechen. Dieser wird dann mit entsprechenden Untersuchungen schnell feststellen, warum der Puls erhöht ist.

Aus welchem Grund steigt der Puls in der Schwangerschaft an?

Studiert man die vielen Erfahrungsberichte im Netz, steht hier häufig geschrieben, dass ein Ruhepuls von 90, 100 und sogar 110 bei zahlreichen Schwangeren Gang und Gebe ist. Anscheinend spielt der weibliche Körper in dieser Zeit schlichtweg verrückt, denn eigentlich ist doch ein Ruhepuls zwischen 60 bis 70 Schlägen pro Minute bei Frauen normal.

Warum, das so ist, ist im Grunde auch schnell erklärt, denn der erhöhte Ruhepuls kommt daher, dass während der Schwangerschaft gut eineinhalb Liter mehr Blut im weiblichen Körper zirkulieren. Schließlich muss auch das Ungeborene bestmöglich versorgt werden. Somit gehen die erhöhten Pulswerte mit einem geringeren Blutdruck in der Schwangerschaft einher.

Schon ab dem dritten Schwangerschaftsmonat macht sich dieses Phänomen bemerkbar, denn bereits jetzt wird ein Liter mehr Lebenssaft benötigt um das Kind richtig zu versorgen. Im ersten, wie zweiten Trimester hingegen sinkt dann auch der Blutdruck ab. Wobei dieser zwischen der 18. und 20. Schwangerschaftswoche dann seinen Tiefpunkt erreicht hat.

Welchen Zusammenhang gibt es in der Schwangerschaft zwischen Puls und Blutdruck?

Aus anatomischer Sicht ist es nachvollziehbar, dass ein niedriger Blutdruck in der Schwangerschaft mit erhöhten Pulswerten einher ergeht. So wird ein Anstieg des Blutdrucks ab der 20. Schwangerschaftswoche als chronische bzw. essentielle Hypertonie bezeichnet. Meist hat diese dann bereits vor der Schwangerschaft bereits bestanden. Kommt es erst hinterher zu einem Blutdruckanstieg sprechen Experten von einer Gestationshypertonie.

Warum leiden manche Frauen in der Schwangerschaft an einem erhöhten Puls?

Neben den bereits genannten Ursachen für erhöhte Pulswerte in der Schwangerschaft, finden sich aber noch weitere Gründe. So kann die Erhöhung auch mit dem stetig steigenden Körpergewicht der Schwangeren in Zusammenhang stehen.

Körperliche Anstrengungen, wie Treppensteigen, Einkauftaschen tragen oder andere alltägliche Dinge können nun einmal jetzt dazu führen, dass sich Herz-, wie Pulsschlag beschleunigen. Des Weiteren haben einige Frauen in der Schwangerschaft häufiger mit Albträumen oder gar Angstzuständen zu kämpfen, so dass sich die Pulswerte aus diesen Gründe erhöhen.

Wie lässt sich der Puls in der Schwangerschaft senken?

Schilddrüsenmedikamente können unter Umständen für einen erhöhten Puls verantwortlich sein, so dass der behandelnde Mediziner hier eventuell über eine veränderte Dosierung nachdenken sollte.

Bevor es hier zu einer entsprechenden Anpassung kommen kann, gilt es allerdings verschiedene Untersuchungen und eine Blutanalyse vorzunehmen. Durchaus kann es aber ebenso sein, dass es in der Schwangerschaft zu einem Mineralstoffmangel gekommen ist. Dieser lässt sich dann leicht mit entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln wieder beheben.

Fazit: Das es während einer Schwangerschaft zu erhöhten Pulswerten kommt, ist in den meisten Fällen völlig unbedenklich. Schließlich muss der weibliche Körper jetzt Schwerstarbeit leisten, um das Ungeborene bestmöglich mit zu versorgen. In einigen Fällen können die vermehrten Pulsschläge aber auch mit einem Eisen- oder Kaliummangel, sowie mit einer Schilddrüsenstörung in Zusammenhang stehen. Zumal auch das stetig steigende Körpergewicht bei Anstrengung für einen erhöhten Puls sorgen kann. Oftmals sind die Gründe für einen zu hohen Puls kaum besorgniserregend, so dass Schwangere sich meist grundlos Sorgen machen.

CTG in der Schwangerschaft

Anzeige

Schwangerschaft überwachen mit CTG

Das CTG Gerät zeichnet gleichzeitig die Herzfrequenz Deines ungeborenen Babys und die Wehentätigkeit auf. Die Untersuchungsergebnisse werden in zwei verschiedenen Kurven dargestellt und auf Millimeterpapier ausgedruckt. Anhand der Berge und Täler, die die Kurven des CTGs beschreiben, kann Dein Arzt Rückschlüsse auf das Wohlergehen und auf die aktuelle Sauerstoffversorgung Deines Kindes im Mutterleib ziehen. Die Untersuchung ist einfach und schmerzlos.

Anzeige

Das CTG-Muster

Mit der Aufzeichnung der kindlichen Herztöne kann Dein Arzt Sicherheit über verschiedene Messgrößen erlangen. Denn der CTG-Streifen verrät, wie häufig und regelmäßig das Herz Deines Kindes schlägt und ob es in der Herzfrequenz Abweichungen nach oben oder unten gibt. Auch die Bandbreite der Ausschläge gibt Auskunft darüber, wie es Deinem Kind geht. Auf dem Messstreifen wird dazu horizontal die Dauer der Aufzeichnung und vertikal die Herzfrequenz Deines Kindes aufgezeichnet. Ein normaler CTG hat folgende Merkmale:

  • Die durchschnittliche Herzfrequenz liegt zwischen 110 und 150 Schlägen pro Minute
  • Die Kurve verläuft abwechslungsreich
  • Bei der durchschnittlichen Herzfrequenz lassen sich „Ausreißer“ nach oben und unten erkennen (kleine Zickzack-Bewegungen um die Durchschnittsfrequenz)
  • Bei einer Aufzeichnung von 30 Minuten zeigen sich mindestens zwei „Berge“, die beweisen, dass der kindliche Herzschlag auf äußere Reize (zum Beispiel Zusammenziehen der Gebärmutter) reagiert.
  • Es zeigen sich über die Dauer der Aufzeichnungen keine wiederkehrenden „Täler“

Auffälliges CTG

Als auffällig gilt ein CTG, wenn die durchschnittliche Herzfrequenz unter 100 oder über 170 Schlägen pro Minute liegt und das Muster mit gleicher Form und ohne Ausschläger verläuft. Auch mehrere untypische Täler und fehlende Berge sind Anstoß für weitere Kontrollen. Auffällig niedrige, beziehungsweise beschleunigte Herzfrequenzen können aber auch ganz harmlose Erklärungen haben. So verlangsamt sich der Herzschlag, wenn Dein Kind schläft. Und wenn es sehr aktiv ist, kann die Herzfrequenz erhöht sein. Sicherheitshalber aber müssen bei abweichenden Herztonmustern Erkrankungen ausgeschlossen werden.

Anzeige

Einflüsse auf das CTG in der Schwangerschaft

Das das CTG anders als normal ausfällt, kann verschiedene Ursachen haben:

  • Mütterliche Ursachen: Wehen, Blutdruck, Fieber, körperliche Aktivität, Rückenlage
  • Plazenta und Nabelschnur: Schwangerschaftsalter, Nabelschnurkompression, Plazentainsuffizienz
  • Kindliche Ursachen: Schlaf- oder Wachzustand, Aktivität, Sauerstoffversorgung
  • Äußere Einflüsse: Drogen, Medikamente, Rauchen

Abweichung von der Normkurve

Das CTG-Muster ist von vielen Einflussfaktoren abhängig. Auffällige Muster müssen daher nicht immer bedeuten, dass die Versorgung Deines Kindes gefährdet ist. So spielt es zum Beispiel eine wichtige Rolle für die Beurteilung, ob Dein Kind gerade schläft oder wach ist und sich viel bewegt. Ist das CTG auffällig, führt Dein Arzt weitere Untersuchungen durch, um völlig sicher zu gehen, dass es Deinem Baby gut geht und seine Versorgung einwandfrei funktioniert. Im Einzelnen handelt es sich um:

  • Dopplerultraschall: Er dient dazu, den Blutfluss in den Gefäßen und die Entwicklung des Herzens darzustellen.
  • Fetale Stimulation: Dein Arzt versucht, Dein Baby durch sanftes Rütteln am Bauch, durch akustische und lichtoptische Reize aufzuwecken und prüft erneut die Herzfrequenz.
  • Kineto-Kardiotokogramm (K-CTG): Mit einem dritten Messfühler wird während des CTGs die Bewegungsintensität und -dauer Deines Kindes geprüft.

CTG Einsatzmöglichkeiten in der Schwangerschaft

Aufgrund von wissenschaftlichen Studien ist eine CTG-Überwachung bei einer unauffällig verlaufenden Schwangerschaft erst notwendig, wenn der Geburtstermin überschritten ist. Nur wenn Risiken bestehen, können CTG-Kontrollen schon früher dazu beitragen, die Versorgung des Kindes zu überwachen. Wichtig für das kindliche Wohlergehen ist eine regelmäßige CTG-Kontrolle in folgenden Fällen:

  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes der Mutter
  • Bluthochdruck
  • Auffälligen Ultraschallergebnissen
  • Blutungen
  • Infektionen
  • Spürbar nachlassenden Kindsbewegungen
  • Vorzeitigen Wehen

CTG Durchführung

Um das CTG zu schreiben, ist die Seitenlage am besten geeignet. Suche Dir eine Haltung aus, die möglichst bequem ist, da die Aufzeichnung etwa eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Um Deinen Bauch wird ein Gurt mit zwei Messfühlern gelegt, die die Herztöne Deines Kindes und die Wehen aufzeichnen. Die Ableitung der Herztöne erfolgt über einen Doppelultraschall-Abnehmer. Dieser sendet gepulste Ultraschallsignale an das Herz Deines Ungeborenen. Das Herz Deines Kindes reflektiert diese und die Ultraschallsonde empfängt sie. Die empfangenen Signale zeichnet das Untersuchungsgerät automatisch als Kurve auf. Das Kardiotogramm spiegelt die Herzschläge meist nicht eins zu eins wider. Aus diesem Grund sind etwas fünf Herzzyklen in Folge notwendig, um den tatsächlichen Verlauf rekonstruieren zu können. Die Registrierung von Wehen erfolgt über einen Druckabnehmer. Bei Kontraktionen richtet sich die Gebärmutter gegen die Bauchdecke auf und führt so dazu, dass sich der Drucksensor mechanisch auslenkt. Dies wiederum wird in ein elektrisches Signal umgewandelt und im Wehenkanal der CTG-Registrierung aufgezeichnet. Besteht während der Schwangerschaft der Verdacht auf eine gesundheitliche Gefährdung des Ungeborenen, kann Dein Arzt zur Sicherheit bereits mit 24 Schwangerschaftswochen eine Kardiotokographie anordnen. Wie häufig ein CTG geschrieben wird, hängt stark von der individuellen Situation ab. In einigen Fällen kann schon ein einmaliges, ambulant – das heißt ohne Krankenhausaufenthalt – durchgeführtes CTG ausreichen. Bei einem stark erhöhten Risiko ist dagegen manchmal auch eine Dauerüberwachung nötig.

CTG unter der Geburt

Während der Geburt ist die CTG-Überwachung die sicherste Methode, eine Unterversorgung Deines Kindes rechtzeitig zu erfassen: Weil das Gerät den Abfall der kindlichen Herztöne sofort registriert, können umgehend geeignete Hilfsmaßnahmen ergriffen werden. Das erste CTG wird schon bei der Aufnahme im Kreißsaal geschrieben. Je nachdem, ob ein Risiko für Dein Ungeborenes Kind besteht, wird es regelmäßig nach 30 Minuten bis zwei Stunden wiederholt. Während der späten Eröffnungs- und Austreibungsphase erfolgt dann eine kontinuierliche CTG-Aufzeichnung, damit die Sicherheit Deines Kindes auf jeden Fall gewährleistet ist. Bei einer Risikoschwangerschaft wird während der gesamten Eröffnungs- und Austreibungsphase ein CTG geschrieben. In gut ausgestatteten Kliniken kommen dabei spezielle CTG-Geräte zum Einsatz, die die Bewegungsfähigkeit der Schwangeren möglichst wenig einschränken. Die CTG-Signale werden in diesem Fall per Funk übermittelt.

Anzeige Weitere Informationen

Erfahre mehr über das CTG im GU-Buch „Das große Buch zur Schwangerschaft“ von den Buchautoren Annette Nolden und Prof. Dr. med. Franz Kainer. Vielen Dank an den GRÄFE UND UNZER Verlag für die Unterstützung.

Auch wenn Sie eigentlich kerngesund sind, kann während einer Schwangerschaft Herzrasen auftreten. Solche Tachykardien werden in der Schwangerschaft mit dem Herannahen des Geburtstermins sehr schnell lästig und unangenehm.

Wirklich gefährlich ist dieses Phänomen in der Regel aber nicht. Sie brauchen sich daher keine Sorgen zu machen, sollten aber zusätzlich auftretende Symptome im Auge behalten und das gegebenenfalls mit Ihrem Frauenarzt abklären.

Herzrasen und Tachykardien in der Schwangerschaft – Copyright: fizkes bigstockphoto

Herzrasen und Tachykardien in der Schwangerschaft: Es gibt viel zu tun

Inhaltsverzeichnis →

Herzrasen kann in der Schwangerschaft dadurch zustande kommen, dass sich das Blutvolumen um etwa die Hälfte erhöht. Denn auch der wachsende Embryo muss über die Plazenta mit mütterlichem Blut versorgt werden.

Für das mütterliche Herz bedeutet das ein Mehr an Arbeit: Das Herz muss schneller und kräftiger, man könnte auch sagen: für zwei schlagen. Daher ist es völlig normal, wenn der Puls sich um 10 bis 20 Schläge pro Minute erhöht und gegen Ende der Schwangerschaft verstärktes Herzrasen auftritt.

Zusätzlicher Stress kann das Herzrasen weiter verstärken. In der Regel ist ein solches Herzrasen mit Tachykardien in der Schwangerschaft völlig harmlos und klingt bald wieder ab.

Herzrasen in der Schwangerschaft: Die lieben Hormone

Frauen sind ohnehin mehr von ihren Hormonen geplagt als Männer. Na ja, sagen wir lieber von ihren Hormonschwankungen. Kaum ist die Pubertät vorbei, fahren die Hormone allmonatlich ein paar Tage Schlitten und in den Wechseljahren verschärfen sich die zugehörigen Symptome.

Auch bei diesen hormonellen Schwankungen treten immer wieder gehäuft Hitzewallungen, Herzrasen und Tachykardien auf, so wie in der Schwangerschaft auch. Vor allem Geschlechtshormone und Schilddrüsenhormone bringen das vegetative Nervensystem und damit auch die Herztätigkeit ab und zu ins Schleudern.

Die hormonelle Achterbahnfahrt führt auch zu sogenannten Schwangerschaftsvergiftungen (Gestosen) wie Hyperemesis, Präeklampsie und Eklampsie. In harmloseren Fällen können die Hormonschwankungen auch zu zeitweisen Entgleisungen des Blutzuckerspiegels führen. Auch das sind mögliche Ursachen für das Herzrasen und die Tachykardien in der Schwangerschaft.

Tachykardie: Der Monitor zeigt in den grünen Elektrokardiogrammwellen, die Sinusrhythmus die mittig mit sieben Schlägen die ventrikuläre Tachykardie zeigt, die rote Wellenform zeigt den arteriellen Blutdruck und die blaue Linie den Sauerstoffsättigungslevel. Copyright: tloventures, bigstockphoto

Herzrasen und Tachykardien in der Schwangerschaft: Hol den Blutdruck aus dem Keller!

Durch die Hormonumstellungen während der Schwangerschaft erweitern sich die Blutgefäße, so dass das Blut schneller in den Beinen versackt. Wenn man aufsteht, sinkt der Blutdruck mitunter rapide ab. Vor allem beim morgendlichen Aufstehen führt das zu Problemen mit Schwindel, Ohrensausen und Herzrasen. Solche Tachykardien sind normal, wenn das Herz den Blutdruck erst wieder auf normales Niveau bringen muss. Dann sollten Sie erst eine Weile auf der Bettkante sitzenbleiben, bis der Kreislauf langsam in Gang kommt.

Ansonsten ist der Blutdruck in der Schwangerschaft üblicherweise eher höher als normal (hypertensive Schwangerschaftserkrankung). Dann empfiehlt sich die Vermeidung von Stress und regelmäßige ärztliche Kontrolle.

Herzrasen in der Schwangerschaft: Runter von meiner Vene!

Nachts verschlimmert sich das Herzrasen. Die Tachykardien treten dann in der Schwangerschaft sogar unter Ruhe auf, obwohl man sich überhaupt nicht anstrengt. Vorzugsweise ist das der Fall, wenn man auf dem Rücken liegt.

Das liegt daran, dass das wachsende Baby mitsamt der ebenfalls zusehends größer werdenden Gebärmutter auf die Große Hohlvene (Vena cava inferior) im Bauchraum drückt. Diese Hohlvene sammelt das Blut aus dem Körperkreislauf und bringt es zurück zum Herzen. Im Gegensatz zu Arterien wie der Hauptschlagader ist die Gefäßwand nicht besonders dick oder muskulös.

Wenn da ein paar zusätzliche Kilo draufdrücken, verengt sich das Gefäß sehr schnell. Dann muss das Herz stärker arbeiten, um das Blut aus dem Körper ansaugen zu können.

Herzrasen und Tachykardien treten in der Schwangerschaft vor allem im letzten Trimenon auf, wenn das Kind bereits ordentlich an Gewicht zugenommen hat. Man bezeichnet das auch V. cava-Kompressionssyndrom. Da das Gehirn als Erstes von dem damit verbundenen Sauerstoffmangel betroffen wird, können sehr schnell Atemnot, Schwindel und Übelkeit hinzukomme.

Der Sauerstoffmangel betrifft auch sehr schnell das Kind, das vom mütterlichen Kreislauf und seiner Sauerstoffversorgung abhängig ist. Wenn es Ihnen schon nicht gut geht, müssen Sie davon ausgehen, dass es Ihrem Baby nicht wesentlich anders ergeht. Daher sollten Sie gerade nachts die Rückenlage vermeiden, bei der Babys Druck auf Mamas Leitungen am stärksten ist. Wenn Sie sich stattdessen auf die Seite legen, entlastet das die Hohlvene, weil sich dann der Druck von Kind und Gebärmutter auf Ihrer Seite verteilt statt auf die große Vene dicht vor der Wirbelsäule.

Wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente bei Herzrasen in der Schwangerschaft wirken

Jede Schwangerschaft bedeutet auch einen erhöhten Bedarf an vielen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. Denn nicht nur die Mutter braucht die jetzt, sondern auch das wachsende Kind in immer größeren Mengen.

Der Mangel an einigen dieser Substanzen kann ebenfalls zu Herzrasen und Tachykardien in der Schwangerschaft führen. Dazu gehören beispielsweise der schnell auftretende Eisenmangel, auch infolge der bereits angesprochenen vermehrten Blutbildung, oder Mangel an Vitamin D und B12.

Was kannst du gegen Herzrasen in der Schwangerschaft tun?

Vor allem Ruhe bewahren. Das Herzrasen geht spätestens mit der Geburt zu Ende. Fassen Sie das Herzklopfen einfach als Warnsignal Ihrer Blutpumpe auf, dass Sie in der Schwangerschaft allzu große körperliche Anstrengungen vermeiden sollen. Ähnliches gilt für Genussmittel wie schwarzen Tee, Kaffee oder die beliebten Energy Drinks: In der Schwangerschaft sind Sie gegen Coffein & Co. noch wesentlich empfindlicher als sonst.

Was man niemals unterschätzen sollte ist der Trainingszustand Ihres Herzens: Wenn Sie schon vor der Schwangerschaft Ihr Herz ab und an mit etwas leichtem Sport in Gang halten, kann auch die Schwangerschaft es nicht so schnell außer Atem bringen.

Wann sollte ich bei Herzrasen in der Schwangerschaft zum Arzt gehen?

Wenn Herzrasen und Tachykardien in der Schwangerschaft vermehrt auftreten und ausgesprochen unangenehm zu werden beginnn, sollten Sie Ihren Frauenarzt um Rat fragen. Ein Stolpern kann auch auf Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) zurückzuführen sein und muss gegebenenfalls mit Medikamenten behandelt werden.

Ein Engefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und Schwindel können durchaus auch Anzeichen einer Herzerkrankung sein. Denn eine Schwangerschaft schützt nicht vor Herzerkrankungen, kann aber dazu führen, dass man diese leichtfertig überspielt und als normale Folgeerscheinung des Babys im Bauch ansieht.

Literatur

  1. Gerhard Grospietsch: Erkrankungen in der Schwangerschaft: Ein Leitfaden mit Therapieempfehlungen für Klinik und Praxis. 4. Auflage. Stuttgart 2004: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft. ISBN-10: 3804720331.
  2. Michael Bolz (Hrsg.), Volker Briese (Hrsg.), Torolf Reimer: Krankheiten in der Schwangerschaft: Handbuch der Diagnosen von A-Z. 2. Auflage. Berlin 2018: De Gruyter-Verlag. ISBN-10: 311055447X.
  3. Werner Rath, Klaus Friese: Erkrankungen in der Schwangerschaft. Stuttgart 2009: Thieme-Verlag. ISBN-10: 3131467118.

Hinweis für die Leser

Diese Inhalte sind zur Information gedacht. Sie sind kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bitte konsultieren Sie dafür immer einen Arzt.

schneller puls 21 ssw

Hi du :O)
Ich bin derzeit Wo 26 und ich habe auch ständig Puls um die 108 rum (Ruhepuls wohlgemerkt, da hocke ich ganz ruhig auf der Couch oder liege). Manchmal habe ich auch so richtige Hitzeflashs, so einen Druck in der Brust, dann rast der Puls hoch auf ca 120 und mein Kopf wird total heiß, fühle den Puls dann sogar in den Augen klopfen. Mein Arzt sagte mir, kommt 1. vom erhöhten Blutvolumen in der Schwangerschaft und dass das Blut auch dünner ist, 2. Ich habe einen recht hohen Eisenmangel (Wert 9,8, in die SSW bin ich mit 15 gestartet), der kann den Puls auch so verändern. Er sagte aber, dass ich mir bei Allem was bis Puls 120/max 130 geht, keine Sorgen machen muss, kann der Körper und auch das Baby wegstecken. Fiese Sachen beginnen erst ab ca 140/145 Puls und selbst da ist es dann kein Muss, dass es etwas Fieses ist. Ich kann dich aber total gut verstehen, hatte vor der SSW auch Panikattacken und habe sie im Prinzip immer noch, aber nehme auch wegen meinem Baby nix mehr. Aber dieses Rennpferd-Feeling, dass man von dem hohen Puls bekommt oder hat, ist wirklich total unangenehm und wenn man mit Panik zu tun hatte, wirklich schwer zu unterscheiden bzw, dass man dadurch nicht in sein `altes` Verhalten zurückfällt :O( Du bist auf jeden Fall nicht alleine*wink*!Ich versuche mir dann immer vorzuhalten „nur noch 14 Wochen bis zum errechnetetn ET, nur noch 14 Wochen…,….“ (in deinem Fall noch 19).Kopf hoch, das bekommen wir auch noch rum für die kleinen Zwerge :O)
LG
Sera

Ruhepuls

Veröffentlicht von visomat 21.06.2018 Kategorie(n): Herzkreislauf Wissen

Der Ruhepuls („normaler Puls“), sagt aus, wie oft unser Herz in einer Minute schlagen muss, um den Körper mit ausreichend Blut zu versorgen. Bei gesunden Erwachsenen liegt der Ruhepuls zwischen ca. 60 und 80 Schlägen pro Minute.

Wie schnell das Herz im Ruhezustand schlägt, ist abhängig vom Alter und bei jedem unterschiedlich. Bei Bewegung oder Aktivität steigt unser Puls, weil dann mehr Blut in die Muskeln gepumpt werden muss.

Sie haben sich schon immer gefragt, was Ihr Pulswert aussagt? In diesem Artikel erfahren Sie, ob Ihr Ruhepuls normal ist und erhalten praktische Ruhepuls-Tabellen.

Was ist ein normaler Puls?

Der Ruhepuls ist der Pulsschlag, den wir im Ruhezustand haben. Er wird auch als „normaler Puls“ bezeichnet. Zwischen 60 bis 80 Schläge pro Minute hat der ideale Ruhepuls. Wie der Puls im Allgemeinen, ist auch der Ruhepuls kein starrer Wert, sondern abhängig von vielen weiteren Faktoren. Dazu zählen

  • das Wetter
  • die Tageszeit
  • Hormone
  • Infektionen und Fieber
  • Stress
  • Alkohol
  • Koffein

Manchmal rast unser Puls und das Herz schlägt selbst im Ruhezustand bis zum Hals. Unsere körperliche und psychische Verfassung lässt sich daher schon anhand des Pulses messen. Deshalb ist der Ruhepuls für Mediziner ein wichtiger Indikator.
Neben einer normalen Pulsfrequenz sollte auch der Pulsdruck normal sein.

Was ist ein niedriger Puls?

Von einem niedrigen Puls, einer Bradykardie spricht man bei Erwachsenen von weniger als 60 Schlägen pro Minuten. Vor allem bei trainierten Sportlern kommt eine Bradykardie häufig vor, wenn sich das Herz an das Training angepasst hat.

Ein niedriger Ruhepuls hat verschiedene Ursachen. Oft haben Sportler einen niedrigen Puls, denn ein gut trainiertes Herz kann mit einem Herzschlag deutlich mehr Blut in die Muskeln pumpen und muss deshalb seltener schlagen. Auch Patienten, die Medikamente wie Beruhigungsmittel, Betablocker oder Opiate einnehmen, haben einen langsameren Puls.

Es können jedoch auch Krankheiten dahinterstecken:

  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Hashimoto
  • Hirnhautentzündung
  • Herzmuskelentzündung
  • Herzschwäche

Deshalb sollte auch ein zu niedriger Puls vorsichtshalber ärztlich abgeklärt werden.

Was ist ein hoher Puls?

Ein hoher Puls ist nicht gleichbedeutend mit einer Krankheit. Kurzfristig kann unser Puls durch viele Einflussfaktoren wie z. B. körperliche Anstrengung, Fieber oder Aufregung steigen. Auch Schwangere haben einen höheren Puls, um das Baby im Bauch mit ausreichend Blut zu versorgen. Ist der Ruhepuls jedoch dauerhaft erhöht, sollte dies ärztlich untersucht werden, um eine ernste Erkrankung auszuschließen. Bereits ab einem dauerhaften Puls von über 77 Schlägen pro Minute steigt das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Hat Ihr Ruhepuls mehr als 100 Schläge pro Minute, so spricht man von einer Tachykardie, einem zu schnellen Herzschlag.

Personen mit niedrigem Ruhepuls nehmen einen Pulsanstieg oft stärker wahr. Deshalb ist es ratsam, den Puls in solchen Situationen zu messen, z.B. mit einem Handgelenks-Messgerät wie dem visomat handy soft.

Ist die Anzahl Ihrer Pulsschläge tatsächlich dauerhaft erhöht, so sollten Sie dies mit Ihrem Arzt besprechen.

Herzrhythmusstörungen erkennen | © visomat

Was ist der Puls?

Der Puls ist die rhythmische Ausdehnung und Kontraktion unserer Gefäßwände, die durch die Herzaktion ausgelöst wird. Das Herz ist der Motor unseres Blutkreislaufes und pumpt permanent Blut durch unseren Körper. Es stellt so die Versorgung der Organe, des Gewebes und der Zellen mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen sicher. Die Aortenwände erweitern sich durch den Druckanstieg und ziehen sich durch die Elastizität wieder zusammen. Die entstehende wellenförmige Bewegung bezeichnet man als Pulswelle bzw. Puls.

Durch manuelles Tasten oder durch elektronische Pulsmessung am Handgelenk und an verschiedenen Körperregionen lässt sich die Gefäßausdehnung der Arterien bestimmen. Die Anzahl der Herzkontraktionen entspricht der Anzahl des gefühlten oder gemessenen Pulses als Ruhpuls oder bei Belastung.

Puls lässt sich unterscheiden in arteriellen und venösen Puls. Der Venenpuls wird medizinisch meist als weniger relevant angesehen. Man spricht hier auch von einer retrograden (rückwärts gerichteten) Fortleitung der Herzaktion in den Gefäßen. Der arterielle Puls (anterograde, vorwärts gerichtete Fortleitung) findet dagegen klinisch mehr Beachtung. Er gibt Auskunft über den individuellen Herzrhythmus, die Effektivität der Herzaktion den Blutdruck als auch über die systolische Druckanstiegsgeschwindigkeit und das Füllungsvolumen der Gefäße.

Von Pulsverlust, dem wichtigsten Indikator eines Kreislaufstillstands spricht man, wenn sich kein Puls mehr tasten oder messen lässt.

Welcher Ruhepuls ist gefährlich?

Einen Ruhepuls unter 50 und über 90 sollte beobachtet werden. Da Sport, aber auch Vorerkrankungen, einen starken Einfluss auf Ihren Ruhepuls haben, ist nicht jede Abweichung von den Normwerten per se gefährlich. Ärzte werden daher bei der Anamnese nach Ihrer Gesamtsituation und dem Freizeitverhalten fragen.

Neben zu niedriger Pulsfrequenz und Tachykardie gilt auch der unregelmäßige Puls als gefährlich. Dabei enthält die Herzfrequenz sogenannte Arrythmien oder Herzrhythmusstörungen. Der Puls ist dann entweder zu langsam oder zu schnell (Tachykardie).

Unregelmäßige Schläge können verschiedene Ursachen haben. Zu diesen zählen Schilddrüsenfunktionsstörungen, Stress und Kaliummangel. Schwere Herzrhythmusstörungen nehmen wir als Herzstolpern oder als Herzrasen wahr, mitunter auch als Aussetzen des Herzschlages. Diese Symptome sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, um gefährliche Komplikationen zu vermeiden.

Vorhofflimmern erkennen | Foto: © visomat

Wie wird der Ruhepuls gemessen?

Den Ruhepuls misst man am besten morgens direkt nach dem Aufwachen – vor dem Aufstehen – um die gemessenen Werte besser vergleichen zu können. Puls messen kann man manuell oder elektronisch mit einer Pulsuhr oder einem Blutdruckmessgerät. Bei der Pulsmessung wird in der Regel die Anzahl der Impulse bzw. Schläge pro Minute angegeben.

Häufig erleiden Menschen einen Schlaganfall durch Vorhofflimmern ohne es zu wissen. Die Deutsche Herzstiftung rät daher zur regelmäßiges Messung des Ruhepulses, um frühzeitig einen auffälligen Puls feststellen zu können. Das Blutdruckmessgerät visomat double comfort kann erkennt Vorhofflimmern, eine der gefährlichsten Herzrhythmusstörungen.

Ruhepuls Normalwert-Tabellen

Der Ruhepuls ist stark abhängig von zahlreichen Einflüssen wie Wetter, Tageszeit oder auch Kaffeekonsum. Zudem wird er von persönlichen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Größe und Gewicht beeinflusst. Frauen haben meistens einen etwas höheren Puls als Männer. Einen einheitlich optimalen Puls gibt es daher nicht. Trotzdem lassen sich normale Pulswerte nach Kategorien als Orientierungshilfe in Tabellen angeben:

Ruhepuls bei Kindern

Fötus Neugeborenes Kindergartenkind Jugendliche
150-160/min 120-140/Min ca. 100/Min ca. 85/Min

Der Körper eines Kindes durchläuft enorme Veränderungen, die sich unter anderem auf das Herz auswirken. Deshalb sollten Sie den Puls von Kindern nicht nach dem Maßstab für Erwachsene beurteilen.

Ruhepuls bei Erwachsenen

Erwachsene Senioren Sportler Schwangere
60-80/min 70-90/Min 30-40/Min Erhöhung um 10-12/Min

Im Laufe des Lebens verändert sich der Ruhepuls. Zumeist werden die Arterien enger und unflexibler, was zu geringeren Pulswellen und erhöhter Pulsfrequenz führen kann.

Puls-Normalwerte-Tabelle zum Ausdrucken

Mit dieser praktischen Tabelle haben Sie die Richtwerte immer im Blick. Alternativ können Sie die Ruhepuls Normalwerte als PDF herunterladen und ausdrucken.

Ruhepuls-Normalwerte für alle Generationen.

Was tun bei niedrigem Puls?

Falls eine Therapie der Bradykardie notwendig ist, richtet sie sich nach der Ursache.

  • Ist ein Medikament ausschlaggebend, sollte dieses nach ärztlicher Absprache weggelassen oder ersetzt werden.
  • Medikamentöse Therapie, um den Herzrhythmus zu normalisieren
  • Einsatz eines Herzschrittmachers, falls eine medikamentöse Therapie nicht möglich ist.

Im Allgemeinen hilft eine gesunde Lebensweise mit vielen vitamin- und ballaststoffreichen Lebensmitteln um das Herz zu entlasten und zu unterstützen. Auch eine mögliche Gewichtsreduktion sowie der Verzicht auf Alkohol, Rauchen und Stress können helfen.

Wie kann man den Ruhepuls senken?

Ihr Arzt hat festgestellt, dass Sie unter einem zu hohen Puls leiden? Liegt wirklich eine Krankheit als Ursache vor, dann sollte zuerst eine entsprechende Behandlung erfolgen. Außerdem kann Ihnen Ihr Arzt Ratschläge geben, wie Sie Ihre Lebensumstände entsprechend anpassen können.

Gesunde Erwachsene können ihre Herzfrequenz durch regelmäßiges Ausdauertraining und Steigerung der Fitness senken. Unter ärztlicher Aufsicht ist dies auch für Patienten mit Vorerkrankungen wie Herzinsuffizienz möglich. Beispiele für gesundes Ausdauertraining:

  • Joggen
  • Nordic Walking
  • Wandern
  • Radfahren
  • Schwimmen
  • Tanzen

Auch ein Blick auf die eigene Ernährung oder eine Gewichtsreduktion können hilfreich sein, um den Ruhepuls zu senken. Stressabbau hilft bei der Senkung der Herzfrequenz.

Tipp: Gerade ältere Menschen sollten auch dem Pulsdruck besondere Beachtung schenken.

Was ist der Belastungspuls?

Bei Bewegung und Aktivität steigt der Puls an. Der sogenannte Belastungspuls misst man während des Trainings. Da der Puls nach Belastung schnell wieder sinkt, sollte in den ersten 10 Sekunden nach Belastungsende gemessen werden. Sportler überprüfen oft Ihren Puls während des Trainings, um den optimalen Trainingspuls zu erreichen.

Der optimale Trainingspuls kann man anhand verschiedener Formeln berechnen. Es beschreibt den Pulsbereich, in dem der Sauerstofftransport und die Fettverbrennung optimal sind. Der Pulsbereich hängt von den angestrebten Zielen ab und wird möglichst zuverlässig mit Hilfe der Spiroergonomie ermittelt, bei der man auch den Blutdruck mitbestimmt. Der optimale Trainingspuls liegt dann meist bei 50 bis 75 Prozent des Maximalpulses – der schnellsten Pulsfrequenz, die man unter Belastung erreichen kann.

Regelmäßiges Ausdauertraining hält fit, stärkt unseren Herzkreislauf und lässt das Herz langsamer und kraftvoller pumpen. Der Ruhepuls eines Sportlers liegt meist zwischen 32 und 45 Schlägen/Min. Zudem sinkt die Herzfrequenz bei trainierten Ausdauersportlern nach dem Training deutlich schneller – man spricht von einer schnellen Regeneration. Dieser Erholungspuls zeigt an, wie schnell sich der Körper nach Belastung erholt und wie trainiert Herz und Kreislauf sind.

Weitere hilfreiche Informationen zum Thema Herzkreis finden Sie auch in unserem Ratgeber.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.