Schnarchen BEI kleinkindern

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Kind schnarcht – was tun?

Atemaussetzer sind gefährlich

Schnarchen bei Infekt gilt als unproblematisch. „Auch das Schnarchen ohne Infekt wird nur dann als kritisch bewertet, wenn ­weitere Probleme auftreten“, erklärt Teig. Wenn ­also Atemaussetzer hinzu­kommen, Kinder zu wenig Sauer­stoff be­kommen oder so angestrengt ­atmen, dass sie von den wichtigen Tiefschlafphasen immer wieder in einen eher oberflächlichen Schlaf gleiten. „Insgesamt betrifft dieses kritische Schnarchen vielleicht zwei bis drei Prozent aller Kinder“, so Teig.

Diese Probleme können die Hirnentwicklung beeinträchtigen, zu Konzentrationslosigkeit und Hyper­aktivität führen – Symptome, auf die Eltern schnarchender Kinder achten können. „Dagegen ist Tagesmüdigkeit, unter­ der Erwachsene mit Atemaussetzern oft leiden, bei Kindern eher selten.“

Manchmal ist eine OP nötig

Stellen Eltern fest, dass ihr Kind häufig schnarcht oder sogar Atem­aussetzer hat, sollten sie davon ein Video oder eine Tonaufnahme mit dem Handy machen und dem Kinder­arzt zeigen. „Daran lässt sich schon viel erkennen“, sagt Ackermann. Beurteilt der Kinderarzt das ­Schnarchen als kritisch, überweist er an ­einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Der untersucht den Hals-Nasen-Rachen-Bereich und prüft etwa, ob die Gaumen- oder Rachenmandeln das Kind schnarchen und schlecht ­atmen lassen.

„Ist sein Befund eindeutig und sind die Schilderungen der Eltern (oder ihre Videos) sehr plas­tisch, braucht es keine weiteren Unter­suchungen“, sagt Teig. Bleiben Unklarheiten, überweist der HNO-Arzt das Kind an ein Schlaf­­labor. „Dort können Mediziner genau und objektiv messen, etwa die Herzfrequenz, die Sauerstoffsättigung, mögliche Atempausen und die Atemanstrengung“, so Teig.

In den meisten Fällen sind tatsächlich vergrößerte Gaumen- oder Rachenmandeln die Ursache für kritisches Schnarchen. In der Regel ist dann eine Operation nötig: „Per Laserverfahren werden die Mandeln verkleinert. Entfernt werden sie heutzutage meist nicht mehr.“

Steckt eine Allergie hinter dem Schnarchen, bleibt Eltern von Säuglingen und Kleinkindern oft nur, ein möglichst allergenfreies Umfeld zu schaffen, etwa Matratzen und Bettwäsche zu um­hüllen und Räume gut zu lüften und zu reinigen. Eine Hyposensibilisierung wird selten vor dem fünften Lebensjahr gemacht.

Wann ist Schnarchen bei Kindern gefährlich für deren Gesundheit?

KindergesundheitSchnarchen

Gastbeitrag – Wenn die Kleinen im Schlaf schnarchen, sind viele Eltern besorgt und das in manchem Fall zurecht. Leidet Ihr Kind an einer Erkältung oder schnarcht nur vorübergehend sehr leise, müssen Sie sich in der Regel keine Sorgen machen. Besonders bei Frühgeburten, die bereits vor der 34. Schwangerschaftswoche geboren wurden, ist Schnarchen nicht unüblich. Achten Sie darauf, dass das Kleinkind auf dem Rücken liegt und der Nacken gestreckt ist. Das erleichtert die Atmung. Nach der eigentlich 34. Schwangerschaftswoche sollten die nächtlichen Schlafgeräusche jedoch wieder zurückgehen.

Wie entsteht Schnarchen bei Kindern?

Schnarchen bei Kindern kann unterschiedliche Ursachen haben. Es ist wichtig, diese abzuklären und ihnen entgegenzuwirken, damit Ihr Kind wieder ruhig schlafen kann. Denn die Erholungsphase in der Nacht ist essenziell für die Entwicklung des Kleinkindes und schafft Regeneration von den Erlebnissen des Alltages. Unter anderem können folgende Ursachen für den unruhigen Kinderschlaf verantwortlich sein.

Vergrößerte Polypen

Polypen sind Ausstülpungen der Schleimhäute. Durch vielfache Entzündungen können sie im Laufe des Lebens größer werden und zu Atemproblemen führen. In vielen Fällen sind bei Kindern die Polypen von Hause aus recht groß für die ansonsten noch sehr kleine Anatomie des Kopfes. In diesem Fall atmen Kinder instinktiv durch den Mund. Dies begünstigt Infekte, da die Viren und Bakterien ungefiltert in den Organismus gelangen. Zudem kommt es hierbei zum Schnarchgeräusch, da das Gaumensegel in Schwingung gerät.

Zu große Mandeln

Wenn man von den Mandeln spricht, meint man in der Regel, die Gaumenmandeln. Diese sitzen am hinteren Ende des Gaumenbogens und sind sozusagen die erste Wachstation, wenn es um die Erkennung von Bakterien und Viren geht. Mandeln sind somit wichtig für die Immunabwehr. Wenn diese jedoch sehr groß sind, ist die Luftzufuhr erschwert und das typische Schnarchgeräusch entsteht.

Übergewicht und passives Rauchen

Übergewicht und regelmäßiger Zigarettenrauch, den das Kind passiv einatmet, können ebenfalls Schnarchen begünstigen. Denn die Luftzufuhr funktioniert nicht mehr reibungslos und Ihr Kind muss sich beim Atmen anstrengen. Gesunder Schlaf ist so nicht möglich. Nehmen Sie sich die Zeit und hören Sie Ihrem Kind einmal beim Schlafen zu. Kommen anhaltendes Schnarchen oder sogar Atemaussetzer vor, sollten Sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.

Was sind die Folgen des Schnarchens?

Schnarchen bei kleinen Kindern zeigt, dass der Schlaf nicht erholsam ist. Oft sind die Kinder den Tag über müde, gereizt und appetitlos. Schnarchen im Kindesalter lässt sich mit Konzentrationsschwierigkeiten, Unausgeglichenheit und dem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (kurz: ADS) in Verbindung bringen. Die Folgen einer ausgeprägten Schlafapnoe (also sekundenlangem Nicht-Atmen) sind die gleichen, wie bei Erwachsenen. Der Körper erfährt einen Sauerstoffmangel, das Gehirn wird unterversorgt und gerade für Neugeborene kann bereits ein 20-sekündiges Aussetzen der Atmung schlimme Folgen haben.

Welche Behandlungen kommen infrage?

Sobald Sie merken, dass Ihr Kind schnarcht, obwohl keine Infektion der Atemwege vorliegt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Ein HNO-Arzt findet in der Regel eine gute Lösung, um im Rachenraum trotz der engen anatomischen Verhältnisse ausreichend Platz zum Atmen zu schaffen. Bei Kindern können zudem die vergrößerten Polypen entfernt werden. Wenn jedoch die Mandeln zu groß sind, sollten diese mittels Laser verkleinert werden. Diese Behandlung ist minimalinvasiv, dauert nicht sehr lang und ein Teil des Mandelgewebes bleibt erhalten und kann nach wie vor das Immunsystem Ihres Kindes unterstützen.

Über den Autor

Dr. Bernd Schuster

Dr. Schuster studierte Medizin an den Universitäten Brüssel, Erlangen und Genf. Er promovierte 1987 und schloss seinen Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde im Jahre 1993 an der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg ab.

1996 gründete Dr. Schuster seine HNO-Praxis in München und im Jahre 2008 seine HNO-Privatpraxis im Privatärztezentrum Theatinerstraße. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf-und-Hals-Chirurgie und bei der European Academy of Facial Plastic Surgery (E.A.F.P.S.).

Dr. Bernd Schuster
Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
(Zusatzbezeichnung Plastische Operationen; Zusatzbezeichnung Spezielle Kopf- und Halschirurgie)
Schwerpunkte: Operative HNO-Heilkunde und plastische Operationen

Bild: – Lizenz: Public Domain CC0

Frischgebackene Eltern haben schon eine ganze Reihe von Dingen, um die sie sich Sorgen machen müssen: die richtigen Windeln, schlaflose Nächte, endloses Weinen, die Erwartung, die richtige Erziehung zu erreichen – und all das während sie mit ihrem eigenen Leben jonglieren…. es ist endlos!

Nun, anstatt sich über Dinge zu stressen, die in Ihren Händen liegen oder nicht, konzentrieren wir uns auf etwas, um das Sie sich (in den meisten Fällen) keine Sorgen machen müssen – das Schnarchen beim Baby.

Schnarchen im Kindesalter ist etwas, das beunruhigend klingen kann, aber es ist wahrscheinlich überhaupt kein Problem, da Babyschnarchen normalerweise nur ein Teil des frühen Wachstums ist.

Neugeborene haben oft eine geräuschvolle Atmung, besonders wenn sie schlafen. Diese Atmung kann wie Schnarchen klingen, und ist vielleicht sogar schnarchen! In den meisten Fällen sind diese Geräusche jedoch kein Zeichen für etwas Gefährliches.

Die Nasenwege von Neugeborenen sind sehr klein, so dass das geringste Maß an Trockenheit oder zusätzlichem Schleim in der Nase die Babys zum Schnarchen bringen kann. Manchmal klingt auch die ganz normale Atmung von Neugeborenen wie Schnarchen. Während des Wachstums wird die Atmung eines Neugeborenen in der Regel ruhiger.

Allerdings, wenn Ihr Baby anfängt zu schnarchen und andere Symptome aufweist, müssen Sie sicherstellen, dass diese Geräusche kein Hinweis auf etwas Ernsthafteres sind.

Lesen Sie weiter, um mehr über die möglichen Ursachen des Schnarchens bei Säuglingen und wie Sie das Schnarchen verhindern, zu erfahren.

Ursache – eine verstopfte Nase!

Schnarchende Babys haben meist nur verstopfte Nasen. In diesem Fall können Verstopfungen der Nase mit Hilfe von Salztropfen beseitigt und behoben werden.

Mit zunehmendem Wachstum der Babys nimmt die Größe ihrer Nasenlöcher zu, und das Problem des Schnarchens lässt normalerweise mit zunehmendem Alter nach.

Schnarchen kann jedoch gelegentlich auf schwerwiegendere Probleme hinweisen.

Wenn das Schnarchen Ihres Babys nach der Anwendung von Kochsalzlösungen weitergeht und sich verschlimmert, empfehlen wir die Geräusche mit einer Kamera oder einem Tonbandgerät aufzunehmen und für den Kinderarzt abzuspielen.

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Andere Ursachen des Schnarchens

Lautes Schnarchen kann ein Zeichen für viele Dinge sein, einschließlich vergrößerter Mandeln oder Polypen, eines abweichenden Septums oder sogar einer Schlafapnoe.

“Auch wenn Schnarchen nur unser Körper ist, der ein Geräusch macht, ist es normalerweise ein Symptom für ein größeres Problem, und alle möglichen Probleme machen es unseren Kindern schwerer zu atmen und einen guten Schlaf zu bekommen”, sagt Dr.med. Hans Klose.

Ein abweichendes Septum kann ein relativ häufiges Auftreten in den ersten Tagen nach der Geburt sein, das laut einer Studie in fast 20 Prozent der Neugeborenen auftritt. Viele dieser Babys haben jedoch keine Beschwerden, und es kann mit der Zeit verschwinden. Andere Ursachen des Schnarchens treten jedoch bei älteren Kindern häufiger auf als bei Säuglingen.

Obwohl viele Kinder schnarchen, erleben nur 1 bis 3 Prozent der Kinder eine Schlafapnoe, und die Chancen stehen gut, dass sie zwischen 3 und 6 Jahren alt sind.

Dr. Thomas M. Seman, ein in Massachusetts ansässiger, vom Board zertifizierter Kinderarzt, sagt, dass Eltern besorgt sein sollten, wenn ihre Kinder gewöhnliche Mundatmer sind.

Viele dieser Probleme würden höchstwahrscheinlich relativ früh im Leben des Kindes bekannt sein, aber sie können sich im Laufe des ersten Jahres entwickeln.

Folgen von unsachgemäßem Schlaf

Kinder, die gewöhnlich schnarchen, bekommen möglicherweise keine richtigen tiefen Schlafphasen, wenn sie auch an Schlafapnoe leiden. Ihr Körper kann sie durch mühevolles Atmen und die Bildung von Kohlendioxid in den teilweise kollabierten oder blockierten Atemwegen aufwecken.

Die arbeitsintensive Atmung ist nicht nur laut, sondern behindert auch den richtigen Schlaf und verursacht zusätzliche Probleme.

Schlafentzug kann sich nachteilig auf Wachstum und Entwicklung auswirken. Es steht sogar im Zusammenhang mit:

  • schlechter Gewichtszunahme
  • Verhalten ähnlich Aufmerksamkeitsdefizit Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
  • Bettnässen
  • Nachtschrecken
  • Fettleibigkeit

Jedes Kind mit den folgenden Symptomen sollte von seinem Kinderarzt vollständig untersucht werden:

  • nachts schlecht schlafen können
  • Atembeschwerden während des Tages
  • leichtes Aufdrehen möglich
  • Schwierigkeiten beim Essen und Abnehmen haben
  • Schnarchen mit langen Pausen (mehr als zehn Sekunden) zwischen den Atemzügen

4 Lösungen für das Schnarchen von Neugeborenen

Es gibt eine handvoll Dinge, die Sie unternehmen können, um das Schnarchen des Babys zu lindern – ob es nun ein Problem ist oder nicht, das Schnarchen könnte für ein Baby (oder Sie) unangenehm sein. Probieren Sie diese aus, aber fragen Sie immer zuerst Ihren Kinderarzt:

1. Nasenspray

Mit der Zulassung des Kinderarztes sind Nasensprays eine Möglichkeit, die Nasenwege Ihres schnarchenden Babys zu öffnen und es beim Atmen zu unterstützen. Es gibt in den meisten Apotheken freiverkäufliche, von Säuglingen zugelassene Nasensprays (die aufgrund möglicher Verunreinigungen im Wasser empfohlen werden), die nur zwei bis drei Tropfen der Kochsalzlösung einmal täglich in die Nase Ihres Babys benötigen. Sie mögen es vielleicht anfangs nicht, aber sie werden dir für den besseren Schlaf danken (indem sie dich selbst etwas dringend benötigten Schlaf bekommen lassen!).

2. Nasenspülung

Eine Nasenspülung ist im Wesentlichen das Gegenteil von einem Nasenspray. Anstatt etwas hineinzulegen, um den überschüssigen Schleim zu lösen, können Sie mit einer Nasenspülung einfach ausspülen!

3. Befeuchten des Babyzimmers

Wenn Sie eine Zentralheizung haben, haben Sie wahrscheinlich trockene Luft in Ihrem Haus. Wenn die Nase Ihres Babys verstopft ist, kann ein warmer Nebelverdampfer oder Befeuchter helfen, die Luft zu befeuchten und das Schnarchen zu reduzieren. In ähnlicher Weise kann mit einem warmen Bad oder einer Dusche eine Lockerung der Nasenschleimhaut erreicht werden, die Ihrem Baby helfen kann, angenehmer zu schlafen.

4. Babyschlafposition

Die Schlafposition kann das Schnarchen des Säuglings auslösen. Genau wie bei Erwachsenen, ist die Wahrscheinlichkeit des Schnarchens höher, wenn ein Baby auf dem Bauch oder Rücken schläft. Studien ermutigen Sie jedoch, Ihr Baby nicht auf der Seite schlafen zu lassen, da es gefährlich sein kann!

Wenn ein Baby alt genug ist, um auf der Seite natürlich zu schlafen, schnarcht es weniger, aber wenn es sehr jung ist, wird empfohlen, es auf dem Rücken schlafen zu lassen – auch wenn es dazu führt, dass es ein wenig mehr schnarcht.

Schlaftests und andere Untersuchungen

Während Schlaftests normalerweise für ältere Kinder empfohlen werden, ist es ein Verfahren, das notwendig sein könnte, wenn ein Kind abnormale Schnarchprobleme hat, die im Kindesalter begannen.

Wenn Ihr Kind Schlaftests oder ein Polysomnogramm machen muss, empfiehlt The National Sleep Foundation, das Beste daraus zu machen.

Zum Beispiel kann ein Elternteil mit dem Kind im Zimmer schlafen, den gleichen Pyjama tragen, Essen zum Mitnehmen bestellen und lange aufbleiben. Auf diese Weise wird sich der Schlaftest eher wie eine Schlummerparty als wie eine medizinische Untersuchung anfühlen.

Andere medizinische Untersuchungen für schnarchende Babys und Kinder können Folgendes beinhalten:

  • endoskopische Untersuchungen zur direkten Sicht auf die Atemwege
  • Lungenfunktionstests (PFTs) zur Beurteilung der Lunge
  • CT-Scans
  • MRT-Tests
  • Sprach- und Schluckvorführungen
  • Mitnahme

Schnarchen bei Säuglingen ist selten die Folge einer schweren Erkrankung. Verstopfte Nasen, die häufigste Ursache des Schnarchens, können mit einfachen Hausmitteln behandelt werden oder benötigen möglicherweise überhaupt keine Behandlung. Eine abweichende Septum- oder Laryngomalazie kann auch ohne Behandlung durchgeführt werden.

Wenn Sie sich jedoch Sorgen um das Schnarchen oder Atmen Ihres Kindes machen, vereinbaren Sie einen Termin mit seinem Kinderarzt. Der Arzt kann mit Ihnen sprechen, Ihr Baby untersuchen und bei Bedarf Tests und Vorsorgeuntersuchungen durchführen, um festzustellen, was das Schnarchen verursacht.

Mein Kind schnarcht, ist das normal?

Einige Babys und Kinder schlafen alles andere als ruhig – sie schniefen, grunzen und schnarchen was das Zeug hält. Meistens ist das harmlos und das „Gesäge“ tritt entwicklungsbedingt nur kurzzeitig auf. Manchmal steckt aber auch mehr dahinter.

Ganz friedlich liegt es da, das kleine Bündel Glück, schlafend… und schnarchend. Was? Ja genau, es schnarcht. Wie süß! Was frischgebackene Eltern anfangs in Verzückung bringt, erregt schon bald Verunsicherung. Ist das normal? Machen das alle Babys? Bekommt mein Kind genug Luft?

Babys schnarchen wegen enger Atemwege

Tatsächlich sind einige Säuglinge sehr geräuschvolle Schläfer. Das liegt daran, dass sich bei ihnen die Schleimhautfalte im Rachen noch nicht vollständig entfaltet hat. Die Atemwege sind dadurch noch recht eng und das Schnarchen entsteht durch die Vibration des weichen Gewebes im Luftstrom. Das ist ganz normal und legt sich mit der Zeit von selbst. Manchmal kann es helfen, die Schlafposition des kleinen Schnarchers zu verändern, also das Baby zum Beispiel von der Rücken- in die Seitenlage zu bringen.
Mitunter macht den Kleinen auch ein Infekt, ein Schnupfen oder eine verstopfte Nase zu schaffen. Dann hilft es, die Nase frei zu halten (zum Beispiel mit einem Nasensauger) und die Luftfeuchtigkeit im Raum zu erhöhen, indem Sie beispielsweise feuchte Tücher in der Nähe des Babybetts aufhängen.

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Mit zunehmendem Alter sollte sich das Schnarchen bei Ihrem Baby bessern. Sind Sie aber unsicher, wird das Schnarchen plötzlich stärker oder haben Sie das Gefühl, Ihr Kind tut sich beim Atmen schwer, sollten Sie das vorsichtshalber beim Kinderarzt ansprechen. Vielleicht schaffen Sie es sogar, die Geräusche mit Ihrem Smartphone aufzunehmen, um es dem Arzt später vorspielen zu können. Zwar sind selten ernste Erkrankungen ursächlich für die Schnarcherei, allerdings sollten sie und anatomische Fehlbildungen vorsichtshalber ausgeschlossen werden.

Vergrößerte Mandeln häufig Ursache für Schnarchen bei Kindern

Doch nicht nur die ganz Kleinen können kräftig „sägen“. Auch und insbesondere Kinder im Kindergartenalter schnarchen gelegentlich, etwa jedes siebte Kind sogar regelmäßig. Wenn eine verstopfte Nase oder ein Infekt ausgeschlossen werden können, sind bei ihnen meist vergrößerte Gaumenmandeln (hinten im Hals sichtbar) oder Rachenmandeln („Polypen“, sitzen hinter der Nase und sind nicht sichtbar) die Schnarch-Auslöser.
Die Mandeln spielen eine wichtige Rolle für die Gesundheit: Ihre Aufgabe ist es, eindringende Krankheitserreger zu erkennen und abzuwehren. Dabei können sie sich entzünden, anschwellen und so groß werden, dass sie die Atmung beeinträchtigen. Das passiert vor allem dann, wenn die sie umgebende Muskulatur erschlafft – also im Entspannungszustand, im Schlaf. Anzeichen für vergrößerte Mandeln sind neben dem Schnarchen zum Beispiel eine nasale Sprache, eine überwiegende Mundatmung, häufige Infekte des Bronchialsystems sowie häufige Entzündungen der Nasenschleimhaut oder der Nasennebenhöhlen.
Im Kindergartenalter, wenn Kinder häufig mit Krankheitserregern in Berührung kommen, haben die Mandeln allerhand zu tun, deshalb sind sie in diesem Alter häufig angeschwollen. Aber keine Sorge, bei den meisten Kindern schrumpfen sie etwa mit dem Schuleintritt wieder, sodass die nächtliche Sägerei sich bald bessert.

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Wird das Schnarchen plötzlich lauter und regelmäßig, sollten Sie es jedoch vom Kinderarzt abklären lassen. Ebenso, wenn zum Schnarchen eines oder mehr der folgenden Symptome auftreten:
• ADHS-ähnliche Symptome wie Tagesmüdigkeit, Unkonzentriertheit, Zappeligkeit
• starkes nächtliches Schwitzen
• Entwicklungsverzögerungen wie Minderwuchs oder Untergewicht
• häufige Kopfschmerzen
• Angst vor dem Schlafengehen
In diesen Fällen kann es sein, dass Ihr Kind unter einem Schlaf-Apnoe-Syndrom leidet.

Das Schlaf-Apnoe-Syndrom bei Kindern

Von einem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom sprechen Ärzte, wenn im Schlaf mehrmals kurzeitig die Atmung aussetzt. Dazu kommt es, wenn die Atemwege im Entspannungszustand durch eine erschlaffte Rachenmuskulatur blockiert werden. So kommt es zu Atemaussetzern, die mehrere Sekunden andauern können. Doch keine Sorge: Der Betroffene erstickt nicht unbewusst im Schlaf. Sinkt die Sauerstoffversorgung im Blut unter eine kritische Grenze, meldet das Hin: „Atmen!“ und setzt alle Hebel und Anstrengungen in Bewegung, damit wieder Luft geholt werden kann. Häufig setzt die Atmung dann durch ein lautes Schnarchen, Seufzen oder Stöhnen wieder ein, oft wird der Betroffene dabei kurz wach. Zwar schreckt er dabei nicht zwangsläufig auf und ist putzmunter – meist merken die Betroffenen das Wachwerden nicht einmal bewusst und können sich am nächsten Morgen nicht daran erinnern. Trotzdem werden sie wiederholt aus dem Schlaf gerissen. Eine längere und erholsame Tiefschlafphase ist für sie so kaum möglich. Kein Wunder also, dass sie tagsüber müde oder zappelig und unkonzentriert sind.
Zwar haben insbesondere ältere Menschen mit dem obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndrom zu kämpfen, aber auch Kinder können schon davon betroffen sein. Ist Ihr Kind ein regelmäßiger Schnarcher und bemerken sie anhaltende Atemaussetzer, gehen Sie auf jeden Fall zum Kinderarzt. In den meisten Fällen kann eine operative Entfernung oder Verkleinerung der störenden Polypen zu einer Verbesserung der nächtlichen Atmung führen und so die Lebensqualität des kleinen Patienten erheblich erhöhen. Sind nicht etwa vergrößerte Gaumen- oder Rachenmandeln sondern beispielsweise Kieferfehlstellungen Ursache für die Schlafstörungen, können Zahnspangen oder Schienen helfen.
Achtung: Neugeborene atmen „periodisch“, das heißt Atempausen von bis zu 15 Sekunden können bei ihnen schon mal vorkommen. Ab einem Alter von drei Monaten wird das Atmen regelmäßiger und die Atempausen sollten zurückgehen. Soweit, so normal. Gefährlich wird es erst, wenn der natürliche Schutzmechanismus gegen Sauerstoffmangel nicht einsetzt und das Baby nicht von allein wieder zu atmen beginnt. Dann besteht die Gefahr des Plötzlichen Kindstods. Bitte informieren Sie sich über die Risikofaktoren und sorgen Sie für eine gesunde Schlafumgebung für Ihr Kind. Alle wichtigen Fakten haben wir in unserem Artikel für Sie zusammengefasst:

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Und wie immer gilt: Wenn Sie unsicher sind, was das Atemverhalten Ihres Babys angeht, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Kinderarzt! Das gilt vor allem dann, wenn sich zusätzlich zu anhaltenden Atempausen und Schlafgeräuschen die Haut Ihres Babys bläulich verfärbt, es im Schlaf stark schwitzt, das Baby auffallend blass ist oder sich schwer wecken lässt.

Viele Eltern finden es in erster Linie niedlich, wenn ihr Kind schnarcht. Dabei kann das Schnarchen ein Warnzeichen für Erkrankungen sein. Eine Studie hat nun herausgefunden, wie häufig Eltern dieses Signal ignorieren.

Im Internet finden sich zahlreiche Videos von schnarchenden Kindern – aufgenommen werden die Filme meist von den Eltern, die die Geräusche einfach niedlich finden. Dabei ist vielen Menschen gar nicht bewusst, dass Schnarchen bei Kindern auf eine Erkrankung wie beispielsweise Schlafapnoe hinweisen kann. Eine Studie aus Schweden hat sich nun mit diesem Thema befasst. Das Ergebnis der Forscher: Die meisten Eltern ignorieren das Alarmsignal und suchen mit dem Nachwuchs keinen Arzt auf, wenn das Kind schnarcht.

Alarmzeichen Schnarchen: Die Gefahr wird unterschätzt

Für die Studie wurden an die Eltern von insgesamt 1.300 zufällig ausgewählten schwedischen Kindern zwischen 0 und elf Jahren Fragebögen verschickt. Dabei sollten in erster Linie Angaben zum Schlafverhalten gemacht werden. Beispielsweise wurde gefragt, ob das Kind schnarcht, Atemaussetzer hat oder im Schlaf würgt. 754 beantwortete Fragebögen kamen zurück. 4,8 Prozent der Eltern hatten dabei angegeben, dass sie bei ihrem Kind im letzten Monat entsprechende Schlafauffälligkeiten festgestellt hatten – aber nur 31 Prozent von ihnen sind deshalb zum Kinderarzt gegangen.

Den Studienautor Gunnhildur Gudnadottir, der an der zur University of Gothenburg gehörenden Sahlgrenska Academy arbeitet, alarmiert diese Zahl: „Kinder, die häufig schnarchen, haben oft bereits eine eingeschränkte Lebensqualität. Noch stärker betroffen sind Kinder mit einer Schlafapnoe“, so der Forscher. Neben schlechtem Schlaf leiden Kinder dadurch häufig auch an Mundgeruch und Verhaltensproblemen. Bei einigen lässt durch die eingeschränkte Schlafqualität außerdem die Konzentration nach – und die Noten werden schlechter. Zusammen genommen können sich dadurch also leicht soziale Probleme entwickeln und / oder verstärken.

Was hilft, wenn das Kind schnarcht?

„Die Studie zeigt, dass vielen Eltern die negativen Effekte, die durch die Schlafapnoe auftreten können, gar nicht klar sind. Und dementsprechend werden die Auffälligkeiten auch nicht untersucht“, so Gudnadottir. Dabei gibt es viele Behandlungsmöglichkeiten: Bei einer Schlafapnoe beispielsweise reichen diese von einem Eingriff, bei dem die als Mitverursacher geltenden Mandeln entfernt werden, über eine Gewichtsreduktion bis hin zur Verabreichung von Medikamenten. Die Ergebnisse der Studie zeigen jedoch laut den Forschern auch deutlich, dass Eltern mehr für die Gefahren von auffälligem Schlafverhalten sensibilisiert werden sollten: „Es ist offensichtlich, dass wir darüber nachdenken müssen, wie wir den Eltern besser entsprechende Informationen zur Verfügung stellen können. Auch darüber, wo genau sie Hilfe für das jeweilige Problem finden“, erklärt Gudnadottir. Allerdings müssen Schlafauffälligkeiten auch nicht immer auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen – ist das Kind erkältet, sei Schnarchen beispielsweise völlig normal, so der Experte.

Hamburg, 01. März 2016

Mein Kind schnarcht

Als der Kinderarzt bei der Routineuntersuchung die Mutter des vierjährigen Julian fragt, ob es irgendwelche Probleme oder Veränderungen gibt, denkt sie kurz nach und meint dann: „Naja, seit ein paar Wochen schnarcht er jede Nacht“, und fügt mit einem Lächeln an: „Und das schon fast wie ein Großer.“ Anders als viele meinen, ist Schnarchen nicht nur Erwachsenen vorbehalten. So wie Julian geben zehn Prozent der Kinder im Alter von einem bis 14 Jahren im Schlaf Atemgeräusche von sich. Davon sind fast zwei Drittel Buben. „So wie Julians Mutter halten leider die meisten Eltern das Schnarchen ihrer Kinder für lieb und herzig“, weiß Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Leiter der Abteilung für Kinder und Jugendliche am Landeskrankenhaus Leoben, wo man sich auf die Behandlung von Kindern mit Schlafproblemen spezialisiert hat. „Meist sind die Mütter und Väter dann überrascht, wenn man ihnen sagt, dass Schnarchen bei Kindern nicht immer harmlos ist, sondern ernste Folgen für ihre Gesundheit und Entwicklung haben kann.“
Müde, grantig, häufig krank
Dabei sind die Auswirkungen des nächtlichen Sägens schon kurzfristig merkbar: So ist ein Kind, das nachts schnarcht, wegen der damit verbundenen schlechten Schlafqualität tagsüber oft müde, grantig, kann sich nicht ausreichend konzentrieren und hat daher oft Schwierigkeiten beim Lernen. „Da sich ein schnarchendes Kind beim Atmen sehr anstrengen muss, sich auch oft hin- und herwälzt, was an zerwühlter Bettwäsche und durchschwitzter Kleidung erkennbar ist, verbraucht es außerdem mehr Energie“, erklärt Reinhold Kerbl. „Nach einiger Zeit des Schnarchens kann es daher zusätzlich zu einem Gewichtsstillstand kommen oder sogar dazu, dass das Kind abnimmt.“ Viele werden durch den gestörten Schlaf zu Bettnässern, wodurch ihr Schlaf noch unruhiger wird und das Immunsystem schwächer. Da die kleinen Schnarcher zudem mehr durch den Mund als durch die Nase atmen, sind sie anfälliger für Erkrankungen vor allem der Atemwege: Sie haben sehr oft Halsweh, Schnupfen und Husten, aber auch Ohrenentzündungen.
Trichterbrust und Herzschwäche
Fällt die Nachtarbeit des Atemapparats mehrere Monate hindurch hart aus, kann es sogar zu Fehlbildungen im Rachenraum kommen und durch das extreme Einziehen des Brustkorbs beim angestrengten Luftholen zur Entwicklung einer Trichterbrust. „Wenn diese Kinder nachts ständig zu wenig Luft bekommen, wird das Blut nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt“, nennt Kerbl eine weitere Gefahr. „Das ist vor allem dann der Fall, wenn sie zusätzlich Atemaussetzer haben.“ Dann drohen Lungenfunktionsstörungen und eine Herzschwäche – im Extremfall kann beides zum Tod führen.
Mit einem Video zum Arzt
Dauert das Schnarchen bei Kindern länger als ein paar Wochen an, sollten Eltern daher den Arzt informieren. Bei einem Großteil der betroffenen Kinder, etwa 80 Prozent, stellt sich durch die Schilderungen der Eltern, dem Vorführen eines Videos vom schnarchenden Kind und eine Untersuchung heraus, dass keine Behandlung nötig ist. Vielmehr reichen in den allermeisten Fällen andere Maßnahmen, um das Schnarchen zum Verschwinden zu bringen: „Viele Kinder schnarchen zum Beispiel nur in Rückenlage, zu der sie eine zu weiche Matratze oder ein ungeeigneter Polster zwingt“, weiß Kerbl. Mit neuem Bettzeug ist das Problem meist behoben. Nicht so leicht ist es, weitere verbreitete Hindernisse auf dem Weg zum erholsamen Schlaf zu überwinden: „Wenn das Kind übergewichtig ist und Fettpolster auf die Atemwege drücken, können diese dadurch so eingeengt werden, dass das Kind bei jedem Atemzug stark Luft holen muss und so Schnarchgeräusche erzeugt“, erläutert Kerbl. Oft sind auch ungesunde Gewohnheiten der Eltern verantwortlich für das Problem: Aufgrund der Belastung der Atemwege durch das Einatmen von Tabakrauch werden nicht wenige Kinder zu Schnarchern.
Polypen oder Mandeln
Bei rund 20 Prozent der kleinen Säger wird festgestellt, dass anatomische Veränderungen der Nachtruhe im Wege stehen – allen voran vergrößerte Polypen oder Gaumenmandeln. „Dann hilft eine Operation, bei der die Polypen und Gaumenmandeln entfernt werden“, informiert Kerbl. „Bei Vorschulkindern entnimmt man aber nur einen Teil der Gaumenmandeln, da dies schonender für die kleinen Patienten ist und die Mandeln auch einen gewissen Schutz vor Krankheitserregern bieten.“
Schlaflabor und Maske
Schnarcht das Kind auch noch nach diesem Eingriff, empfiehlt sich eine Untersuchung im Schlaflabor. Schließlich könnten zusätzlich andere angeborene Fehlbildungen der Atemwege hinter den Schlafgeräuschen stecken, wie abgeschwächte Rachenmuskeln, eine Enge der Atemwege, eine Rückverlagerung des Unterkiefers oder eine etwas zu große Zunge, die beispielsweise Kinder mit Down-Syndrom haben. Auch in diesen Fällen gibt es Hilfe. „Solche Fehlbildungen wachsen sich meistens aus, wenn die Kinder nachts eine Atemmaske tragen, die die Atemwege schient und zu einer regelmäßigen und guten Atmung verhilft“, nennt Kerbl die Maßnahme der Wahl. Zwar kann das ein paar Jahre dauern, doch dank der Maske werden die Nächte für das Kind sofort ruhiger – und für die ganze Familie gleich mit.
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Mein Mann schnarcht
Wann ärztliche Hilfe nötig ist
Ebenso wie Buben häufiger als Mädchen schnarchen auch Männer häufiger als Frauen. Das Schnarchen der Erwachsenen kann zwar genauso wie bei Kindern an vergrößerten Polypen oder Gaumenmandeln liegen, weiß der Schlafmediziner Prim. Univ. Prof. Dr. Reinhold Kerbl, meist hat es aber andere Ursachen: Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum, Rauchen oder schlicht ein fortgeschrittenes Alter. „Mit den Jahren wird das Gaumensegel weicher und flattert bei jedem Atemzug, wodurch die Schnarchgeräusche entstehen“, verdeutlicht Kerbl. Dann können eine Operation, bei der das Gaumensegel verkleinert wird, oder das Tragen einer Spange helfen, die das Segel fixiert. Geht das Schnarchen mit Atemaussetzern (Schlafapnoe) einher, kann dies zu Sauerstoffmangel und nachfolgend zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Kerbl: „Deshalb sollten Menschen mit Schlafapnoe unbedingt zum Arzt und sich in einem Schlaflabor helfen lassen.“

Stand 11/2014

Kategorie(n): Gesundheit

Viele Eltern kennen das Problem nachts vom schnarchenden Partner geweckt zu werden. Irritiert sind sie jedoch, wenn die gewohnten Schnarchgeräusche auf einmal aus einem ganz anderen Teil des Hauses kommen. Denn, nicht nur viele Männer, sondern auch Kinder geben ganz schön ungewohnte Geräusche von sich ab.

So ergaben Statistiken, dass circa die Hälfte aller Kinder gelegentlich schnarchen, 9% jede Nacht und sogar bereits 6% der Säuglinge. Meist handelt es sich dabei um kurzfristige Atemprobleme aufgrund von Erkältungen etc. Doch Eltern sollten stets ein Auge auf die doch sehr ungewohnten Geräusche ihrer Kinder haben.

Schnarchen bei Kindern kann die Entwicklung stören

Schnarchen hat Konsequenzen für die kindliche Entwicklung und damit Gesundheit der Kinder. Problematisch ist hier jedoch nicht das Schnarchen für sich, sondern vielmehr die Auswirkungen des Schnarchens auf den Schlaf.

So sorgt Schnarchen bei Kindern und die damit verbundenen Störungen auf den Schlaf bei Kindern häufig für kurze Atemaussetzer. Diese Aussetzer die durch das Schnarchen entstehen können, machen einen dauerhaften Tiefschlaf nahezu unmöglich. Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt – die Folge sind gesundheitliche Beeinträchtigungen bis hin zu ernstzunehmenden Folgeerkrankungen.

Auswirkungen des Schnarchens bei Kindern sind oft:

  • Kraftlosigkeit
    Unausgeschlafene Kinder können sich weniger gut konzentrieren und leiden verstärkt unter Tagesmüdigkeit. Aber auch genau das Gegenteil kann sich bemerkbar machen.
  • Hyperaktivität oder aggressives Verhalten
    Häufig wird Schlafmangel neben der Kraftlosigkeit der Kinder auch mit aggressivem Verhalten oder starker Unruhe kompensiert.
  • Vermehrte Lernstörungen
    Die schulischen Leistungen schnarchender Kinder fallen häufig ab, denn durch die Tagesmüdigkeit kommt es auch zu verringerter Konzentrationsfähigkeit. Die Kinder sind häufig besonders reizbar und haben ein schlechtes Durchhaltevermögen. Das Risiko für einen Leistungsabfall in der Schule steigt im Grunde proportional zur Häufigkeit des kindlichen Schnarchens an.
  • Infektanfälligkeit
    Fehlt es Kindern an Schlaf, so steigt automatisch auch die Wahrscheinlichkeit krank zu werden. Ein unausgeruhter Körper reagiert deutlich schneller auf äußere Einflüsse, als ein erholter. Kinder die Schnarchen leiden weit häufiger an Erkältungen oder grippalen Infekten, als jene, die Nacht für Nacht lange Tiefschlafphasen zur Erholung nutzen können.
  • gesundheitliche Probleme
    Neben der allgemeinen Infektanfälligkeit sind bei schnarchenden Kindern häufig auch andere gesundheitliche Verschlechterungen festzustellen. Dazu zählen beispielsweise: veränderte Blutfettwerte, Insulinresistenz, starkes Untergewicht bzw. Fettleibigkeit oder auch Bluthochdruck.

Wie bemerkt man das Schnarchen bei Kindern?

Nicht alle Kinder sägen lauthals los, sobald sie die ersten Minuten schlafen. Häufig beginnen Kinder erst im Laufe der Nacht zu schnarchen. Doch auch wenn Eltern ihre Kinder nachts nicht schnarchen hören, können manche Symptome auf eventuelles Schnarchen bzw. eine Unterversorgung mit Sauerstoff hindeuten.

Dazu gehören:

  • Mundatmung (statt durch die Nase, wird vor allem durch den Mund geatmet) und damit verbundene Mundtrockenheit am Morgen
  • sehr unruhiger Schlaf
  • starkes Schwitzen im Schlaf

Doch wo liegen die Gründe für das Schnarchen bei Kindern und was kann man tun?

  • Allergien / kurzfristige Erkrankungen
    Viele Kinder schnarchen nur zeitweise. Dies gilt es zu beobachten. Ist es wirklich vorübergehend, aufgrund eines aktuellen Infektes der Atemwege, verstopfter Nase oder einer Allergie? Auch hier muss Abhilfe geschaffen werden, damit der Schlaf dem Kind die für die Gesundheit benötigte Ruhe und Kraft geben kann. Falls aber beobachtet wird, dass das Schnarchen andauert, sollte es unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden.
  • Wucherungen in Nase- und Rachenraum
    Sehr häufig sind gutartige Wucherungen in der Nase (Polypen) die Ursache des kindlichen Schnarchens, ebenso vergößerte Gaumen-, Zungen- und Rachenmandeln. Falls eine dieser beiden Erkrankungen durch die Einengung der Atemorgane und somit für das Schnarchen der Kinder verantwortlich ist, empfiehlt sich ein operativer Eingriff. Werden Polypen oder vergrößerte Mandeln entfernt, sind die Atemwege wieder frei für eine schnarchfreie Atmung!
    Manche Eltern schwören auch auf das Behandeln der Polypen mit homöopathischen Mitteln wie Acidum formicicum D12, Calcium hypophosphoricum D6, Calcium phosphoricum D6 oder auch Thuja occidentalis bzw. Cadmium sulfuricum D6.
  • Übergewicht
    Auch Übergewicht begünstigt das Schnarchen – durch Einlagerung von Fett, auch im Bereich der Atemwegsorgane. Hier muss allerdings abgeklärt werden, was die eigentliche vorrangige Ursache ist: das Übergewicht oder das Schnarchen? Denn Beides kann Symptom oder Folge des Anderen sein.
  • Passivrauchen
    Passiv rauchende Kinder, bei denen ein Elternteil oder sogar beide im Beisein des Kindes rauchen, sind ebenfalls gefährdete Schnarcher. Zudem hat das Rauchen in Beisein der Kinder natürlich noch zahlreiche weitere negative Auswirkungen.
  • Schlafapnoe
    Ebenfalls Ursache für Schnarchen bei Kindern können Schlafapnoen sein, bei denen es zu nächtlichen Atemaussetzern der Kinder kommt. Bei der Diagnose Schlafapnoe wird eine Atemmaske erforderlich, die zusammen mit einem Gerät die kindliche Atmung im Schlaf therapiert. Der Luftdruck wird erhöht und die regelmäßige Atmung aufrechterhalten. Die gefährlichen Atemaussetzer des nächtlichen Schlafes bleiben aus, und ein ruhigeres, tieferes Durchschlafen ist wieder möglich – und somit der wichtige, dem Kind gesundheitsfördernde Schlaf!

Eile ist bei jedem dieser Gründe geboten, denn Entwicklungsstörungen können nur sehr schwer oder gar nicht mehr wettgemacht werden. Ein frühes Erkennen und Behandeln kindlichen Schnarchens ist deshalb überaus wichtig, um dem Kind eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen.

© Pezibear () – Symbolfoto

Internationale Studien zeigen, dass bereits 21 bis 37 Prozent der Kinder unter Schlafstörungen leiden und etwa 9 Prozent aller Säuglinge und Kinder schnarchen. Laut Schätzungen leidet jeder fünfte kindliche Schnarcher unter Schlafapnoe (1). In seltenen Fällen kann die nächtliche Atmungsstörung kleinen Kindern sogar so viel Kraft beim Atmen abverlangen, dass es zu Entwicklungsverzögerungen kommt. Mehr als die Hälfte aller Kinder zwischen ein und vier Jahren schnarchen gelegentlich, acht Prozent davon aber jede Nacht. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl der Kinder an, die regelmäßig schnarchen: Von 6 Prozent bei den Einjährigen auf bis zu 13 Prozent der Vierjährigen. Kleine Jungen schnarchen häufiger als Mädchen.

Warnsignal Schnarchen

Schnarchen ist ein Warnsignal für gestörten Schlaf. Kinder, die nicht ausgeruht sind, können sich nicht so gut konzentrieren. Das mindert ihre Schulleistungen (2). Wie amerikanische und deutsche Studien belegen, ist der Anteil der Kinder mit schlechten Schulleistungen in der Gruppe der Schnarcher mit 30,6 Prozent fast doppelt so hoch, wie in der Kontrollgruppe mit nur 16,3 Prozent.

Auch Tagesmüdigkeit, Hypermobilität und Blässe sind bei schnarchenden Kindern häufiger als bei Kindern, die nachts ruhig durchschlafen können. Kinder, die schnarchen, sind auch infektanfälliger, sie leiden wesentlich häufiger unter chronischem Husten, Erkältungskrankheiten und Ohrinfektionen.

Ursachen

Ursache des nächtlichen „Sägens“ kann die Blockade der oberen Atemwege sein, die durch eine vergrößerte Rachenmandel, besser bekannt als Polypen, hervorgerufen wird. Aber auch vergrößerte Gaumenmandeln sind oft an der erschwerten Atmung schuld. Übergewicht verstärkt solche Probleme. Auch Passivrauchen kann Schnarchen bei Kindern auslösen: Schon wenn nur ein Elternteil in der Umgebung von Ein- bis Vierjährigen raucht, erhöht sich deren Risiko zu schnarchen um 60 Prozent.

Therapie

Das Schnarchen lässt sich oftmals durch das Abschaben der Polypen behandeln. Sind die Gaumenmandeln ebenfalls stark vergrößert, so können sie mit Hilfe eines Lasers teilweise entfernt werden. Diese so genannte „Tonsillotomie“ kann auch schon bei kleinen Patienten unter fünf Jahren angewandt werden. Ein Teil des Mandelgewebes bleibt erhalten und behält seine Abwehrfunktion gegenüber Krankheitserregern bei.

Fazit

Sollte Ihr Kind schnarchen, so sprechen Sie dies beim nächsten Besuch des Kinderarztes an. Er wird das Kind untersuchen und gegebenenfalls an einen Hals-Nasen-Ohrenarzt überweisen. Bei Kindern, die regelmäßig schnarchen, gehört auch eine Untersuchung durch einen Schlafmediziner dazu, evtl. auch ein Termin beim Zahnarzt oder Kieferorthopäden.
Quellen:
(1) Initiative Gesunder Schlaf
(2) American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 2003;doi:10.1164

Aktualisiert: 22.06.2016 – Autor: pgk

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Schnarchen bei Kindern – Wie sich das Alter auf Schnarchen auswirkt

Schnarchen tritt nicht nur bei Erwachsenen auf, es kann bereits in frühen Jahren zum Problem werden. Vor allem bei Kindern sollte es nicht unbehandelt bleiben. Schnarchen ist nicht nur für die betroffene Person belastend, sondern auch für Familienmitglieder und Partner. Im Urlaub kann die nächtliche Lärmbelästigung dafür sorgen, dass die Ruhe und Entspannung viel zu kurz kommt. Auch ist Schnarchen leider einer der Hauptgründe für Scheidungen in einer Ehe. Dieses Problem sollte definitv nicht unterschätzt werden, denn es kann auch ein Symptom für eine Schlafapnoe sein. Schnarchen bei Kindern ist nicht ganz so häufig wie bei Erwachsenen, allerdings erhöht sich die Wahrscheinlichkeit an Schnarch Problemen zu leiden mit dem Alter. Dies kann verschiedene Ursachen haben.

Studien zeigen, dass ungefähr jedes 10. Kind schnarcht. Dies kann mehrere Gründe haben. Häufig liegt es daran, dass vergrößerte Gaumenmandeln (Tonsillen) oder auch vergrößerte Rachenmandeln (Polypen) die Atemwege blockieren. Ist dies der Fall kann eine Operation Abhilfe schaffen. Dieser Schritt sollte natürlich nur in Betracht gezogen werden, wenn Kinder durch das Schnarchen gesundheitlich beeinträchtig werden.

Allerdings kann auch ein Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS), also eine anatomische Verengung der oberen Atemwege in Verbindung mit einem verminderten Muskeltonus, hinter dem vermeintlich harmlosen Schnarchen bei Kindern stecken. Hierbei kommt es auch zu nachweisbaren Atemaussetzern und kann unbehandelt zu neurokognitiven Defiziten führen.

Wenn man seine Kinder schnarchen hört, kann man als Elternteil relativ einfach das Schnarchen analysieren. Dazu benötigen Sie lediglich eine Schnarch App, die Sie auf ihr Smartphone herunter laden können. Diese zeichnen jegliche Geräusche in der Nacht auf und werten diese aus. An hand der Daten lässt sich das Schnarchen bei Kindern dann gut einschätzen beziehungsweise gibt es auch Applikationen, welche das Schnarchverhalten direkt bewerten und ein Warnhinweis geben, sollte es in der Nacht bereits zu Atemaussetzern kommen. Ist dies der Fall empfiehlt es sich einen Facharzt aufzusuchen.

Schnarchen bei Erwachsenen

Ungefähr 30% aller Erwachsenen in Deutschland Schnarchen, vor allem im Alter steigt das Risiko. Wie auch bei Kindern wird das Schnarchen hier durch eine Verengung der Atemwege verursacht. Dies kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. eine verstopfte Nase, Übergewicht, Konsum von Alkohol etc.

Je älter Sie werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie zunehmen. Achten Sie also darauf auch mit fortschreitendem Alter einen aktiven und ausgeglichenen Lifestyle zu führen. Auch jahrzehntelanges Rauchen und Alkoholkonsum, aber auch die Einnahme von Medikamenten können das Schnarchen begünstigen. All diese Faktoren führen dazu, dass Muskeln und Gewebe im Rachenraum an Spannung verlieren und Schnarchen verursacht.

Natürlich muss vermehrtes Schnarchen nicht unbedingt daran liegen, dass Sie älter werden. Es ist üblich, dass dies bei Erwachsenen durch medizinische Bedingungen und Gewohnheiten auftritt, die über Jahre hinweg gepflegt werden

Was Sie gegen Schnarchen tun können

Es gibt viele Dinge, die gegen Schnarchen helfen können. So kann zum Beispiel schon eine Änderung des Lebensstils oder der Gebrauch eines Luftbefeuchters Abhilfe schaffen. Es gibt sowohl diverese natürliche Hausmittel und Tipps, die gegen Schnarchen helfen können.

In manchen Fällen steckt jedoch ein tieferliegendes Problem hinter dem Schnarchen, in diesem Fall sollten Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Behandlungsarten sprechen.

Außerdem gibt es mittlerweile verschiedene Anti-Schnarch Produkte, die Ihnen helfen können.

Anti-Schnarch-Kissen

Rückenschläfer neigen eher dazu zu Schnarchen als Bauch- oder Seitenschläfer, da hierbei zu einem Rückfallen der Zunge oder Zusammenfallen der Rachenseitenwände kommen kann.

Ein Anti-Schnarch-Kissen hilft Ihre Schlafposition zu ändern und somit den Körper zum Seitenschlaf zu bewegen. Dadurch wird das Schlafen mit offenem Mund verhindert, wodurch wiederum Schnarchen verhindert werden kann.

Anti-Schnarch-Mundstücke

Hier gibt es verschiedene Produkte, wie z.B. Zungenstabilisatoren, Kinnriemen oder Schnarchschienen. Das Ziel ist hier den Unterkiefer und die Zunge in einer fixierten Position zu halten.

Das wohl effektivste Anti-Schnarch Produkt ist hier die Schnarchschiene mit einer Effektiv von 90% bei allen Schnarchern. Sie verhindert, dass die Atemwege durch Absacken der Zunge oder des Unterkiefers verengt werden und somit kommt es auch nicht zum Schnarchen.

Nasenspreizer

Schnarchen kann auch auftreten, wenn die Atemwege aufgrund von Nasennebenhöhlen Problemen blockiert sind. Hier können Nasenstreifen oder auch Nasenspreizer helfen, da sie Ihre Atemwege möglichst offenhalten.

Falls Ihre Nase durch Allergien oder eine Erkältung verstopft sind, kann schon ein Nasenspray aus der Apotheke Abhilfe schaffen.

Luftbefeuchter

Luftbefeuchter können Abhilfe für alle schaffen, die nachts Atemprobleme haben. Auch für Säuglinge und Kinder kann dies gesundheitsfördernd sein.

Schnarchen wird mitunter auch durch eine Austrocknung der Atemwege begünstigt und diesem kann man mit Luftbefeuchtern entgegenwirken.

CPAP-Therapie

Sollte sich herausstellen, dass hinter Ihrem Schnarchen eine Schlafapnoe steckt, stell die effektivste Therapie die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure) dar. Hierbei wird beim Schlafen eine Nasen-/Mund-Maske getragen, die durch einen Schlauch mit einem kleinen Gerät verbunden ist, dass einen leichten Luft-Überdruck erzeugt. Dies hält die Atemwege offen und verhindert das Schnarchen.

Erfahrungsberichte von Patienten

„Es herrscht wieder Ruhe“

„Das Schnarchen war für meine Frau unerträglich geworden, sie schlief deshalb oft im anderen Zimmer. Der Eingriff selbst stellte kein Problem für mich dar, die Schmerzen danach waren mit entsprechenden Medikamenten erträglich. Meine Frau und ich sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, es herrscht wieder Ruhe und ein erholsamer Schlaf für beide im Schlafzimmer. Vielen Dank.“

Gerhard P.*, 67 Jahre

„Meine Tochter schläft wieder durch“

„Meine Tochter, jetzt sechs Jahre alt, sprach seit Jahren nur durch die Nase, jede Nacht schnarchte sie wie eine ‚Große‘. Selbst beim normalen Atmen gab es Probleme — es half nicht einmal Nasenspray. Meine Tochter hat den Eingriff sehr gut überstanden, schon auf dem Heimweg war sie guter Dinge, hatte keine Schmerzen. Schon kurze Zeit danach hatten wir ein ganz anderes Kind: Sie atmet ruhig und leise, schläft durch und selbst das nasale Sprechen hat nachgelassen. Meine Tochter ist ein lebensfrohes, aufgewecktes Kind.“

Kristin M.*, 33 Jahre

„Ein neues Lebensgefühl“

„Ich hatte die Nase voll davon, immer die Nase voll zu haben. Eine Atmung durch die Nase war selbst im Sitzen kaum möglich, schlafen konnte ich nur mit Nasenspray. Nach dem Eingriff war ich endlich beschwerdefrei und bin es bis heute. Ich empfehle jedem, die halbe Stunde, die der Eingriff dauert, gegen ein neues Lebensgefühl einzutauschen.“

Sylvia O.*, 39 Jahre

„Ich kann diese Methode empfehlen“

„Ich habe jahrelang schlecht geschlafen und war dadurch stark beeinträchtigt. Ich bekam einfach keine Luft durch die Nase. Ich habe meist durch den Mund geatmet, was mit starkem Schnarchen einherging. Eine große OP habe ich immer gescheut. Über die CELON-Methode, auf die mich meine Ärztin aufmerksam machte, erkundigte ich mich ausführlich im Internet . Ich hielt das für eine gute Alternative. Nachdem der Eingriff an der Nase erfolgreich war und auch das Schnarchen nachließ, entschied ich mich nach einem Jahr auch zur Gaumenstraffung, Mandelverkleinerung und Zäpfchenkürzung. Ich kann diese Methode allen empfehlen, die auch diese Probleme kennen. Mir hat es so sehr geholfen und ich kann endlich wieder frei atmen und ruhig schlafen.“

Dave C.*, 38 Jahre

„Die Operation empfand ich als problemlos“

„Durch viele verschiedene Allergien, die ich habe, hat sich in den letzten Jahren das Problem ‚Nase‘ entwickelt. Am Schluss bekam ich nur noch schlecht Luft und konnte schlecht schlafen. Durch das viele Nasenspray fühlte sich meine Nase ‚kaputt’ an. Nach dem Eingriff fühle ich mich richtig gut. Endlich kann ich wieder tief durchatmen. Das Verfahren selbst war auch gar nicht schlimm, es verlief ohne Schmerzen.“

Lena K.*, 31 Jahre

„Die CELON-Methode hätte ich schon viel früher entdecken sollen“

„Ich hatte ständig eine verstopfte Nase, litt bei Anstrengungen unter akutem Luftmangel, schnarchte und schlief dadurch sehr schlecht. Das führte zu einer allgemeinen Lust- und Antriebslosigkeit, die mein ganzes Leben beeinträchtigte. Die CELON-Methode hätte ich schon viel früher entdecken sollen. Der Eingriff war schmerzfrei und gut zu ertragen. Danach fühlte ich mich wieder besser und ich kann sogar beim Joggen wieder durch die Nase atmen.“

Thomas W.*, 29 Jahre

* Namen redaktionell geändert.

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