Schluckauf nach dem stillen

Schwangerschaftskalender: 32 SSW

Der Babybauch nimmt gewaltig an Umfang zu – und er gerät ins Zucken, wenn das Baby Schluckauf hat. Ab jetzt sollten Schwangere mit der Dammmassage beginnen und öfter die Beine hochlegen, um Krampfadern entgegenzuwirken.

Größe und Entwicklung des Fötus in der 32. SSW

Ab der 32. Schwangerschaftswoche macht die Lungenreife des Babys rasante Fortschritte, da sich nun immer mehr Lungenbläschen bilden. Unter seiner Haut hat sich inzwischen die Fettschicht so weit aufgebaut, dass die Haut nicht mehr durchscheinend wirkt, sondern zunehmend ihre normale Farbe bekommt.

In seinen Wachphasen schluckt das Baby bis zu 500 Milliliter Fruchtwasser am Tag, die es als Urin wieder ausscheidet. Dies führt dazu, dass es in dieser Zeit vermehrt Schluckauf hat, was Sie an einem rhythmischen Zucken in Ihrem Bauch erkennen können.

Der Bauch wächst und wächst

Verwandte und Freunde staunen über Ihren Babybauch: Sie können nicht glauben, dass Sie sich erst in der 32. Schwangerschaftswoche befinden und demnach noch weiter an Umfang zunehmen werden. Durch die starke Dehnung kann die Haut unangenehm spannen und jucken. Einölen verschafft Linderung und hält die Haut elastisch.

Stützstrümpfe gegen Krampfadern

An Ihren Beinen entdecken Sie nun möglicherweise lila-rötliche Besenreiser oder bläuliche Krampfadern. Sie entstehen durch Schwangerschaftshormone und das erhöhte Blutvolumen im Körper. Während Besenreiser nur als kosmetisches Problem sind, können Krampfadern in seltenen Fällen auch zu Venenentzündungen oder Thrombosen führen. Verhindern können Sie ihre Entstehung leider kaum, denn sie hängt von Ihrer familiären Veranlagung ab. Allerdings helfen tägliche Bewegung, Stützstrümpfe, eine moderate Gewichtszunahme sowie das regelmäßige Hochlegen der Beine dabei, das Risiko für die Entstehung von Krampfadern zu verringern.

Massage beugt Dammriss vor

Viele Schwangere machen sich Sorgen, dass sie unter der Geburt einen Dammriss erleiden oder ein Dammschnitt notwendig wird. Als Damm wird die feste Gewebebrücke zwischen Scheide und After bezeichnet. Bei der Geburt wird er durch den Kopf des Babys weit gedehnt, sodass es passieren kann, dass er einreißt oder präventiv eingeschnitten wird.

Vorbeugend können Sie ab der 32. Schwangerschaftswoche mit der Dammmassage beginnen. Besorgen Sie sich ein spezielles Massageöl. Nur wenn Sie von vorzeitigen Wehen betroffen sind, werden Ihnen der Arzt oder die Hebamme von der Dammmassage abraten, da die Kontraktionen dadurch verstärkt werden können.

Trage oder Tuch? Die passende Tragehilfe auswählen

Der Kinderwagen steht vielleicht schon bereit, aber zusätzlich ist die Anschaffung einer Babytrage oder eines Tragetuchs ratsam. Die meisten Babys lieben es, eingekuschelt umhergetragen zu werden. Insbesondere in unruhigen Phasen, wenn das Baby zahnt oder unter Koliken leidet, lässt es sich so am besten beruhigen.

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Die Auswahl der Tragehilfe hängt von den persönlichen Vorlieben ab: Ein Tragetuch ist sehr flexibel und passt sich durch unterschiedlichen Bindetechniken den Bedürfnissen von Eltern und Baby an. Allerdings müssen Sie im Vorfeld die Bindetechniken üben, um ein Gefühl für die richtige Festigkeit zu bekommen. Viele Eltern fühlen sich daher mit einer Babytrage mit Gurtsystem wohler, weil sie das Gefühl haben, weniger falsch machen zu können als beim Tuch. Doch auch hier müssen Sie unbedingt die Angaben des Herstellers beachten, um das Baby in einer anatomisch korrekten Position zu tragen.

Hicks! Es ist wie ein kleines Erdbeben, das unseren Körper erschüttert. Vier bis sechzig Mal pro Minute kann so ein Mini-Erdbeben unseren Körper durchzucken. Hicks!

Wie entsteht ein Schluckauf?

Das Zwerchfell ist ein Muskel zwischen dem Brustraum und dem Bauchraum, der beim Atmen eine große Rolle spielt.

Der Schluckauf hängt mit dem Zwerchfell zusammen, einem großen, flachen Muskel, der zwischen Brust- und Bauchhöle liegt und uns beim Atmen hilft. Auslöser für einen Schluckauf kann zum Beispiel sein, dass wir etwas Kaltes trinken oder uns erschrecken. In diesem Moment sind die Nerven verwirrt, die mit dem Atemmuskel in Verbindung stehen. Normalerweise befehlen die Nerven dem Zwerchfell, dass es sich beim Einatmen zusammenziehen soll. Sind sie verwirrt, also im Stress, dann geben sie den Befehl viel zu schnell – und der Schluckaufreflex wird ausgelöst.

Was ist ein Reflex?

Reflexe sind lebensrettende Befehle, die die Nervenzellen in unsem Körper automatisch ausführen ohne dafür vom Gehirn gesteuert zu werden. Wir reagieren ohne Nachzudenken. Niesen, Atmen und Husten sind solche Refexe. Auch dass wir unser Augenlid unwillkürlich schließen, um es vor einem Fremdkörper zu schützen oder dass sich unsere Finger automatisch von einer heißen Herdplatte zurückziehen, sind Reflexe.

Jetzt zieht sich das Zwerchfell ruckartig zusammen und wir atmen plötzlich tief ein. Gleichzeitig verschließt sich die Stimmritze zwischen den Stimmbändern: Die bereits eingeatmete Luft aus der Lunge kann nicht mehr entweichen. Der Luftstrom wird für einen winzigen Moment unterbrochen. Nun stößt neu eingeatmete Luft von außen gegen die geschlossenen Stimmbänder. Wie auf einem Trampolin prallt die eingeatmete Luft mit dem bekannten „Hicks“-Geräusch von der geschlossenen Stimmritze ab.

Lebenswichtige Vorübung fürs Atmen

zum Audio Lästiger Hickser Haben auch Tiere Schluckauf?

Bekommen Tiere eigentlich auch manchmal das komische Hicksen? Gemeinsam mit Antonia hat radioMikro-Reporterin Katrin Stadler bei Tierärztin Monika Mager nachgefragt.

Einige Forscher sagen, dass der Schluckauf für uns wichtig war, als wir noch im Bauch unserer Mutter im Fruchtwasser lebten. Dort mussten wir üben, wie es ist, an der Luft zu atmen. Der Schluckauf war das Training dafür. Außerdem schulen die Säuglinge auf diese Weise Muskeln, die sie später beim Trinken und Schlucken brauchen. Die geschlossene Stimmritze sorgt dafür, dass keine Milch in die Lunge gelangt. Heute ist der Schluckauf nur noch lustig – und manchmal auch lästig.

Im Normalfall ist ein Schluckauf schon nach wenigen Minuten wieder vorbei. Bei Entzündungen der Speiseröhre oder der Luftröhre kann es aber auch passieren, dass ein Schluckauf zum Beispiel mal zwei Wochen anhält. Das ist dann vor allem beim Schlafen besonders nervig, wie sich jeder vorstellen kann. Gefährlich ist ein Schluckauf selbst aber nie.

Bei Schluckauf hilft es angeblich, ein Glas Wasser zu trinken und dabei die Luft anzuhalten.

Den Weltrekord über den längsten Schluckauf hält übrigens der Amerikaner Charles Osborne: Angeblich „hickste“ er ganze 68 Jahre lang. Sein Schluckauf begann im Alter von 18 Jahren. Zunächst waren es 40 „Hickser“ pro Minute, später „nur“ noch zwanzig. Er wurde trotzdem 93 Jahre alt – und wie durch ein Wunder hörte sein Schluckauf ein Jahr vor seinem Tod auf.

Der längste Schluckauf dauerte angeblich knapp 70 Jahre. Bei den meisten Menschen verschwindet das lästige Hicksen aber so schnell wie es gekommen ist. Leiden Babys beim Füttern unter Schluckauf, fürchten Eltern, dass sie sich verschlucken und keine Luft mehr bekommen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erklärt, was zu tun ist.

Warum wir hicksen

Schluckauf entsteht durch eine Art Krampfanfall der Atemmuskulatur, vor allem der Muskeln des Zwerchfells. Das Zwerchfell zieht sich auf einen Reiz hin unerwartet zusammen und in der Lunge eingeschlossene Luft befreit sich durch das bekannte Hicksen. Generell ist ein Schluckauf harmlos, das ständige Hicksen allenfalls lästig. Die meisten Menschen erleben ihren ersten Schluckauf bereits im Mutterleib. So trainieren Ungeborene möglicherweise ihren Atemreflex. Andere Wissenschaftler glauben, dass der Reflex verhindert, dass die Kleinen ungewollt Fruchtwasser schlucken.

Ablenkung gegen Schluckauf

Nach der Geburt bekommen die meisten Babys Schluckauf, wenn sie beim Füttern zu viel Luft schlucken. „Mütter müssen dann nicht mit dem Stillen oder Fläschchengeben aufhören, denn der Schluckauf hört meist von alleine auf. Das Baby verschluckt sich auch nicht, da der Kehlkopfdeckel die Luftröhre verschließt, wenn sich ein Schluckauf ereignet“, erklärt Dr. Monika Niehaus vom BVKJ.

Bei älteren Kindern und Erwachsenen löst häufig das Trinken großer Mengen kohlensäurehaltiger Getränke einen Schluckauf aus. Auch zu schnelles oder reichliches Essen und große Temperaturunterschiede der Speisen sind manchmal der Grund. Dann ist es wichtig, während des Schluckaufs eine Essenspause einzulegen. Einige Kinder reagieren auf plötzliche Aufregung oder stressige Situationen mit Schluckauf. In den meisten Fällen hilft es dann, die Luft anzuhalten oder ein Glas Wasser ohne Kohlensäure zu trinken. Ist der Betroffene von seinem Problem abgelenkt, löst sich der Krampf von selbst und der Schluckauf verschwindet.

Wann der Arzt gefragt ist

Tritt Schluckauf besonders häufig auf, ist oftmals in den Magen zurückfließender säurehaltiger Magensaft (Reflux) der Grund dafür. Außerdem kann das Hicksen Nebenwirkung eines Medikamentes sein. In sehr seltenen Fällen lösen Infektionen oder ernsthafte Erkrankungen, beispielsweise Multiple Sklerose, häufigen und andauernden Schluckauf aus. „Wenn ein Kind mit Schluckauf unter Bauchschmerzen leidet, Blut spuckt oder hustet, wenn der Schluckauf zeitlich zusammen mit der Einnahme von neuen Medikamenten entstanden ist oder mehr als drei Stunden anhält, sollten Eltern mit ihm umgehend zum Kinder- und Jugendarzt“, rät Dr. Niehaus.

Autoren

15.11.2013 | Anne Jantos/BVKJ

„Da denkt jemand an dich und küsst eine Andere!“, hat Großmutter immer gesagt, wenn jemand hickste. Und spätestens dann – bevor weitere Spekulationen über das Liebesleben folgten – versuchte man, den Schluckauf so schnell wie möglich wieder loszuwerden.

Schluckauf ist prinzipiell harmlos und verschwindet meist irgendwann von selbst. Nur tritt er häufig in den ungünstigsten Momenten auf. Gängige Hilfsmittel wie auf den Kopf stellen, erschrecken lassen oder Luft anhalten, tragen auch nicht gerade dazu bei, das Problem unauffällig zu lösen – wenn überhaupt. Denn obwohl unzählige verrückter Tipps gegen Schluckauf existieren, helfen davon nur die wenigsten.

Doch was tut man nun, wenn das Hicksen einen in einem ganz und gar unpassenden Moment erwischt? Dann braucht man eine schnelle Lösung, die wirklich hilft. Wir stellen sie dir vor.

5 Tricks, mit denen du deinen Schluckauf sofort loswirst

Apfelessig

Apfelessig ist nicht nur unglaublich gesund, er wirkt auch schnell und gut gegen Schluckauf. Denn die Säure lenkt uns und unsere Nerven so sehr ab, dass das Hicksen plötzlich aufhört. Dazu einfach einen Esslöffel einnehmen.

Mehr dazu: Geheimwaffe Apfelessig – Wogegen er noch hilft

Zunge umschlagen

Ein geläufiger Tipp bei Schluckauf ist es, die Zunge wie ein Hund herauszustrecken und zu hecheln. Das ist nicht gerade vorteilhaft, wenn man in Gesellschaft ist. Alternativ kannst du die Zunge für einige Atemzüge umklappen und die Rückseite an den Gaumen legen. Das Zwerchfell entspannt, der Schluckauf verschwindet.

Manchmal steckt auch Stress hinter akutem Schluckauf. Dann kannst du es mit Finger Yoga probieren: 5 Mudras gegen Stress und Schmerzen.

Ein Löffel Zucker kann helfen, Schluckauf schnell loszuwerden!
Foto: iStock

Zucker als Schluckauf-Medizin

Wer gerade keinen Apfelessig parat hat, kann in der Not einen Teelöffel Zucker nehmen. Diesen leicht auf der Zunge zergehen lassen – und schon vergeht auch der Schluckauf! Für Nutella-Fans: Der Trick soll übrigens auch mit Nuss-Nougat-Creme statt Zucker funktionieren..

Gurgeln gegen Schluckauf

Wenn man im Büro ist, hilft es, kurz ins Bad zu gehen. Zum einen hat man dort seine Ruhe – unter Druck verschwindet der Schluckauf erst recht nicht – zum anderen hilft es, kurz mit Wasser zu gurgeln, um dem Hicksen ganz ein Ende zu setzen.

Ohren zuhalten

Wer keine Zutaten zur Hand hat, kann auch seinen eigenen Körper benutzen, um den Schluckauf selbst zu bekämpfen. Halte dir mit den Zeigefingern einen Moment die Ohren zu. Das soll Wunder wirken – und verschafft dir einen Moment Ruhe vom Alltagslärm.

Du möchtest mehr über spannende Heilmittel aus dem Alltag erfahren? Hier findest du weitere Hausmittel gegen Schnupfen, Stress und Co.

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So werden Sie Ihren Schluckauf wieder los

Hicks, hicks, hicks – Schluckauf klingt zwar lustig, kann aber ziemlich nervig sein. Die meisten Menschen wollen den Schluckauf so schnell wie möglich wieder loswerden. Zum Glück dauert eine Attacke meist nur wenige Minuten lang. „Schluckauf kennt jeder“, sagt die Atemtherapeutin Veronika Langguth.

Viele wissen aber gar nicht, wie der Schluckauf, der mit dem Fachbegriff auch als Singultus bezeichnet wird, entsteht. „Er wird ausgelöst, wenn der Zwerchfellnerv gereizt wird“, sagt die Expertin. Dabei handelt es sich um den Nervus Phrenicus. Es verkrampft sich dann unwillkürlich, weshalb man den Schluckauf auch nicht willentlich steuern kann.

Die meisten Auslöser für Schluckauf sind harmlos

Das Zwerchfell spannt sich zwischen Brust- und Bauchraum aus und ist der größte Atemmuskel. Beim Einatmen dehnt es sich nach unten aus. Verkrampft es sich beim Schluckauf, kommt es ebenfalls zu einer reflexartigen tiefen Einatmung. „Das allerdings führt dazu, dass die Stimmritze sich blitzartig verschließt und der Luftstrom dagegen schlägt“, sagt Langguth. Dadurch entsteht der Schluckauf mit seinem typischen Hicksen. (Auch interessant: Das kann passieren, wenn Sie ein Niesen unterdrücken)

Gründe für die Reizung des Nervs am Zwerchfell gibt es viele. „Die meisten der Auslöser sind harmlos“, sagt die Expertin. Zu den Klassikern zählen dabei hastiges Essen und sehr kalte oder sehr heiße Speisen und Getränke. Auch scharfes Essen kann einen Schluckauf verursachen. „Letztlich kann alles, was den Magen reizt, auch zu Schluckauf führen.“ Dazu zählen auch Getränke mit Kohlensäure. Wer beim Sprechen Luft schluckt, kann ebenfalls Schluckauf bekommen. „Ganz typisch ist außerdem der Schluckauf nach dem Konsum von Alkohol, wie man es aus Karikaturen kennt“, sagt die Expertin. (Lesen Sie auch: Das hilft wirklich bei einem Magen-Darm-Infekt)

Das hilft meistens gut gegen das Hicksen

Schluckauf kann darüber hinaus auch psychisch bedingt sein. „Er kommt zum Beispiel bei Stress oder Aufregung vor“, sagt die Atemtherapeutin. Auch wenn man sich erschreckt, verkrampft sich dabei womöglich das Zwerchfell und löst so die Hickser aus.

Was also hilft nun gegen den Schluckauf? „Eine gute Strategie ist es, sich abzulenken“, rät Langguth. Das können die Klassiker sein: An zehn Männer mit Glatze denken oder sich fragen, was man eigentlich am Vortag zum Frühstück gegessen hat. Auch durch Erschrecken kann man manchmal einen Schluckauf loswerden. „Wenn man hingegen versucht, den Schluckauf zu unterdrücken, löst man die Verkrampfung nicht, sondern sorgt eher dafür, dass sie länger anhält.“ (Das hilft gegen Knoblauchgeruch)

Bestimmte Atemmethoden können außerdem dazu beitragen, das lästige Hicksen zu beenden. „Es hilft zum Beispiel, zu hecheln oder zu schnüffeln“, sagt die Expertin. Hecheln funktioniert am besten, wenn man gerade alleine ist. „Schnüffeln ist dagegen ziemlich unauffällig, das kann man auch einmal im Taxi oder im Büro machen.“ Außerdem kann es das Zwerchfell entspannen, wenn man die Zunge herausstreckt. „Die schönste Weise, einen Schluckauf zu beenden, ist es, jemanden zu küssen“, rät die Expertin.

Was, wenn der Schluckauf länger andauert?

So harmlos ein Schluckauf in den meisten Fällen auch ist, kann er durchaus auch einmal ernste Ursachen haben. Deshalb sollte man zum Arzt gehen, wenn er länger als höchstens einen Tag anhält. „Auch wenn man regelmäßig zweimal die Woche oder häufiger unter Schluckauf leidet, sollte man das abklären lassen“, sagt die Atemtherapeutin. (Mundgeruch: 5 überraschende Ursachen für schlechten Atem)

Zu den organischen Ursachen, die man dann ausschließen sollte, zählen zum Beispiel Abszesse und Entzündungen im Bauchraum. Auch wenn das zentrale Nervensystem gestört ist, kann es zu Schluckauf kommen. „Das kann dann auch ernste Ursachen haben, wie eine Hirnblutung“, sagt die Expertin. Doch keine Sorge: In den allermeisten Fällen ist ein Schluckauf allenfalls lästig, ansonsten aber überaus harmlos. (Daher kommt der Blähbauch – und so verschwindet er wieder)

Der wohl längste Schluckauf dauerte 69 Jahre

In einigen Fällen lässt sich selbst für einen hartnäckigen Schluckauf keine Ursache finden. So soll der Amerikaner Charles Osborne 69 Jahre seines Lebens an einem penetranten Schluckauf gelitten haben, für den sich kein Grund finden ließ. Geschadet hat das seiner Gesundheit nicht – er wurde trotzdem 93 Jahre alt.

Die Ursache von Schluckauf & wie man ihn los wird, laut Forschern

0 0 Was ist eigentlich die Ursache von Schluckauf? Das haben sich auch Forscher gefragt und die Antwort liegt bei den kleinsten unter uns: Babys.

Luft anhalten, einen Schreck kriegen, Wasser trinken: Wenn der Schluckauf einmal da ist, willst du ihn ganz schnell loswerden. Doch wieso leiden wir eigentlich unten den „Hicksern“? Forscher haben jetzt ergründet, was die Ursachen des Schluckaufs sind. Die Antwort wird dich überraschen.

Ursache von Schluckauf: Forscher fanden es heraus

Viele Menschen haben nicht gern einen Schluckauf. Mit diversen Tricks und Hausmitteln versuchen sie ihn so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Dabei liegen des Schluckaufs Ursachen wichtige evolutionstechnische Mechanismen zugrunde, wie Forscher jetzt herausgefunden haben wollen.

In einer Studie am University College London (UCL), haben Wissenschaftler 13 neugeborene Babys überwacht. Schließlich haben die Föten und Säuglinge häufig Schluckauf. Das Phänomen wird von Ärzten bereits in der neunten Schwangerschaftswoche beobachtet. Frühchen, also Frühgeborene, die mindestens drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin dem Mutterleib entschlüpfen, verbringen sogar täglich 15 Minuten mit Schluckauf.

Hirnsignale wichtig für Entwicklung

Die an der Studie beteiligten Früh- und Vollzeitgeborenen hatten Elektroden auf der Kopfhaut und Sensoren auf dem Torso. Dadurch wurde der Schluckauf der Babys überwacht. So konnten Forscher feststellen, dass Kontraktionen in den Membranen der Babys drei Gehirnwellen erzeugen. Deshalb glauben sie, dass die Kleinen durch die dritte Welle fähig sein könnten, den „hick“-Klang des Schluckaufs mit der körperlichen Kontraktion zu verbinden, die sie fühlen.

Diese Wellen von Hirnsignalen sind der Schlüssel, denn laut den Forschern unterstützen sie die menschliche Entwicklung. Lorenzo Fabrizi, leitender Autor der Studie, sagt in einem Statement, dass diese Gehirnaktivität Babys helfen könnte „zu lernen, wie man die Atemmuskeln überwacht“, was dann zu der Fähigkeit führt, die Atmung freiwillig zu kontrollieren.

„Bei unserer Geburt sind die Schaltkreise, die Körperempfindungen verarbeiten, noch nicht vollständig entwickelt, so dass die Einrichtung solcher Netzwerke ein entscheidender Entwicklungsmeilenstein für Neugeborene ist“, so Fabrizi. Sehr wahrscheinlich sei diese Entwicklung typisch für das letzte Drittel einer Schwangerschaft und erkläre die Schluckauf-Ursache.

Unerklärliche Phänomene: Sind sie wirklich real? Unerklärliche Phänomene: Sind sie wirklich real?

Des Weiteren erklärt Kimberley Whitehead, Hauptautorin der Studie CNN gegenüber: „Die Muskelkontraktion eines Schluckaufs ist ziemlich groß – es ist gut für das sich entwickelnde Gehirn, weil es plötzlich einen großen Impuls des Inputs gibt, der den Gehirnzellen hilft, sich alle miteinander zu verbinden.“

Es gibt einen Haken

Das bedeutet aber nicht, dass jeder deiner Schluckaufe einen tieferen Sinn hat und dich in deiner Entwicklung voranbringt. Bedenke: Schluckauf bei Babys ist wichtig. Für Erwachsene allerdings hat er keinen Vorteil. Sie sei vielmehr ein Beispiel für „einen Kater aus früheren Phasen unseres Lebens, der bis ins spätere Leben andauert“, meint auch Whitehead.

Anti-Schluckauf-Mittel: Tipps von Forschern

Wenn man sich also nicht für immer vom nervigen Hicksen verabschieden kann, wie wird man den Schluckauf dann im Moment los? Das Aufschlucken wird durch den Vagusnerv im Rachen gesteuert. Deswegen heißt es diesen zu reizen. Forscher der Uni-Klinik Heidelberg haben in einem Interview mit dem Spiegel folgende Tipps geäußert. So kann der Rachennerv stimuliert werden:

  • Etwas kaltes oder warmes trinken
  • Mit dem Zeigefinger den Gehörgang bearbeiten
  • An der Zunge ziehen
  • Am hinteren Halsmuskel zupfen
  • Sex haben

Der Vagusnerv kann laut den Forschern der Uni-Klinik Heidelberg womöglich auch durch einen Orgasmus entspannt werden.

Schluckauf und mehr Mythen

Dieselben Forscher des University College hatten zuvor die These aufgestellt, dass die Tritte im Mutterleib einem Fötus helfen können, eine mentale Karte seines eigenen Körpers zu erstellen. Ihre neuesten Ergebnisse zu den Schluckauf-Ursachen zeigen, dass der gleiche Prozess im Inneren der Babys ablaufen könnte.

Du willst mehr? Der Placebo-Effekt ist mehr als ein Mythos. Außerdem rätselt die Wissenschaft weiter über diese mysteriösen Dinge. Schon im Jahr 2045 wollen Forscher uns unsterblich machen.

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