Schluckauf BEI baby im bauch

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32. SSW: Das Baby hat Schluckauf und nimmt zu

Du bist nun in der Schlussphase der Schwangerschaft angekommen: Es sind nur noch wenige Wochen bis zum errechneten Geburtstermin. Ab der 32. SSW, also am Ende des achten Monats, ist eine Gewichtszunahme von etwa einem Pfund pro Woche normal, von dem die Hälfte an dein Baby abfällt. Was erwartet dich und dein Baby sonst noch in dieser Schwangerschaftswoche?

Du in der 32. SSW: Schlaf wird zur Mangelware

In diesem Stadium der Schwangerschaft kann es passieren, dass dein Kind dich gerade in Ruhephasen – wie zum Beispiel kurz vor dem Einschlafen – sehr heftig tritt. Dies kann zu kurzzeitiger Atemnot führen, da dabei oft das Zwerchfell oder die Lunge Ziel der Tritte deines Babys sind.

Schlafmangel führt speziell in der 32. SSW zu ansteigender Erschöpfung. Hier empfiehlt es sich oft, einen bequemen Sessel anstelle des Bettes zu wählen, da der Baby-Bauch eine für gewöhnlich angenehme Position immer mehr stört.

Dein Baby in der 32. SSW: Speckreserven für das Leben außerhalb des Bauches

Das Baby legt in der 32. SSW noch einmal an Gewicht zu. Es ist nun etwa 43 Zentimeter lang und wiegt um die 1800 Gramm. Langsam baut dein Kind eine immer dickere Fettschicht auf, was vor allem deshalb eine wichtige Rolle spielt, da die Muttermilch-Produktion erst ein paar Tage nach der Geburt voll einsetzt und das Baby daher eine Art Puffer für diesen Zeitraum braucht.

Die Sinne deines Babys sind nun zudem fast vollständig ausgeprägt und langsam kann dein Ungeborenes seine Körpertemperatur selbst regulieren.

Hicks! Dein Baby hat öfters Schluckauf

Schon im Mutterleib hat dein Baby Schluckauf. Bei dir bebt dann manchmal der ganze Bauch. Du nimmst den Schluckauf als rhythmische und heftige Zuckungen wahr. Das ist vor allem ab der 32. SSW der Fall. Doch keine Sorge: Schluckauf im Mutterleib ist ganz normal und lediglich eine Übung für dein Kind. Es trainiert dadurch nämlich seine Atemmuskulatur.

32. SSW: Schäferstündchen vor der Geburt

In der 32. SSW solltest du mit deinem Partner auf keinen Fall auf Sex verzichten. Genießt die letzten Wochen in vertrauter Zweisamkeit ausgiebig. Dass das Baby den Geschlechtsverkehr mitbekommt, ist lediglich ein weitverbreiteter Irrglaube.

Wenn die Schwangerschaft normal verläuft, ist gegen Sex jedenfalls nichts einzuwenden. Dein Baby ist durch die Fruchtblase so geschützt, dass sogar die Möglichkeit besteht, bis kurz vor der Geburt mit deinem Partner intim zu werden.

Bewegungen im Bauch: Was bedeuten sie?

Wann Schwangere ihr Kind das erste Mal spüren, variiert. „Erstgebärende können Bewegungen etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche wahrnehmen,“ sagt Astrid Giesen, Vorsitzende des Bayerischen Hebammen Landesverbandes. „Mehrgebärende merken das oft bereits ein paar Wochen früher.“ Das liegt daran, dass sie diese Gefühle bereits kennen und besser einordnen können. Erstgebärende halten das sanfte Flattern oder weiche Glucksen oft noch für Luft im Darm. „Viele Mütter berichten, dass es sich anfühle wie ein kleiner Schmetterling im Bauch oder wie eine Seifenblase, die platzt“, erzählt die Hebamme.

Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen: Wenn Sie bis zur 20. Woche noch nichts gespürt haben, heißt das nicht, dass etwas nicht in Ordnung sein muss. Manchmal liegt die Plazenta einfach so nah unter der Bauchdecke, dass die ersten Bewegungen nicht spürbar sind.

In Ruhe nehmen Bewegungen oft zu

Je größer das Baby wird, umso stärker nehmen auch die Bewegungen zu. Ab der 25. Woche können viele Mütter ihre kleinen Bauch-Athleten schon deutlich spüren. Meistens dann, wenn sie sich hinsetzen und entspannen wollen. Wenn die Mama in Bewegung ist, wird das Kind hin und her geschaukelt und somit beruhigend in den Schlaf gewiegt.

In Geburtsvorbereitungskursen hat Astrid Giesen folgendes beobachtet: „Immer dann, wenn die werdenden Mütter zur Ruhe kommen und Entspannungsübungen machen wollen, bekommen die Kinder einen Energieschub und werden agil.“ Da lassen sich bereits Temperamentsunterschiede ausmachen. „Es gibt Kinder, die sich im Bauch stark bewegen und solche, die ruhiger sind. Mehrgebärende erkennen oft große Unterschiede zwischen den Schwangerschaften von Geschwisterkindern.“

Erste Kontaktaufnahme

Baby-Bewegungen können auch Reaktionen auf äußere Einflüsse sein. Wenn die Mutter beispielsweise Angst hat, werden Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Diese Hormonausschüttung bekommt das Kind unmittelbar mit und beeinflusst es in seiner Agilität. „Man weiß, dass Kindern zum Beispel oft ganz unruhig werden, wenn Musik auf Livekonzerten zu laut ist,“ so Giesen.

Deswegen sollten Mütter genau auf die Signale achten, die ihnen ihr Kind sendet. „Die Kommunikation zwischen Mutter und Kind ist sehr wichtig,“ sagt die Expertin. So können die Frauen bereits in der Schwangerschaft direkten Kontakt zu ihren Kindern aufnehmen und eine Verbindung herstellen. „Wenn der kleine Fuß gegen die den Bauch drückt, soll man ihn ruhig anfassen, damit spielen, um so mit seinem Baby zu kommunizieren.“

Rhythmisches Klopfen ist meist Schluckauf

Manche Bewegungen können Frauen schnell gut einordnen, manche noch nicht. Bestes Beispiel für ein undefinierbares Glucksen kurz vor der Geburt ist der Schluckauf bei Ungeborenen. „Viele Frauen wissen nicht, was es mit diesem rhythmischen Klopfen in ihrem Bauch auf sich hat. Oft erfahren sie erst beim CTG von einer Hebamme oder vom Arzt, dass es sich um Schluckauf handelt.“

Manchmal fühlen Schwangere auch ein unbestimmtes Ziehen im Bauch – in manchen Fällen schon im dritten Monat, häufiger aber erst ab der 30. Woche. „Dieses Ziehen kann daher rühren, dass die Mutterbänder gedehnt werden oder die Plazenta wächst,“ so Giesen. Einige Mütter berichten außerdem davon, dass sie sich fühlen, als wären sie in der Bauchgegend wund. „Das kann sich so anfühlen, wenn bei einer Steißlage der Kopf oben lange gegen den Fundus drückt oder das Baby mit dem Fuß immer an die gleiche Stelle tritt.“

Keine Angst vor Ruhe im Bauch!

Doch was ist, wenn die Frau von all den Bewegungen in der Schwangerschaft nichts mitbekommt? Wenn sie ihr Baby einfach nicht spürt? „Das ist auffällig,“ sagt Giesen. „Trotzdem muss kein pathologischer Grund vorliegen.“ In ihrer Laufbahn hat die Hebamme das erst einmal erlebt. Die Frau hat keine Bewegungen ihres Babys gespürt, trotzdem ein gesundes Kind zur Welt gebracht. „Für diese Frauen kann es schwieriger sein eine Verbindung zum Kind herzustellen,“ so Giesen. „Sie leben in einer ständigen Angst, dass etwas nicht stimmen könnte.“

Die werdenden Mütter sind oftmals verunsichert und suchen häufiger den Arzt oder die Hebamme auf, weil sie keine Signale vom Kind erhalten. Natürlich ist es auch ratsam, alle Auffälligkeiten abklären zu lassen. Trotzdem müssen sie nichts Schlimmes bedeuten. Manchmal ist es so, dass Frauen erst lernen müssen, in den Bauch hineinzuspüren, um die Bewegungen wahrzunehmen. Dann bemerken oft auch sie, wie ihre kleinen Turner treten, klopfen und poltern.

Anfänglich ist es noch ein zartes Vibrieren, später bebt der ganze Bauch. Denn schon Ungeborene haben einen Zwerchfellkrampf, besser bekannt als Schluckauf. Schon ab dem dritten Schwangerschaftsmonat beginnt sich der Brustkorb des Babys gleichmäßig zu heben und zu senken. Tatsächlich wirkt es fast so, als ob dies erste Atemübungen sind. Doch das Heben und Senken des Zwerchfells ist ein Reflex, der dafür sorgt, dass Kind kein Fruchtwasser einatmet. So wird auch das Zwerchfell gestärkt. Besonders deutlich spürt die werdende Mutter die Hickser, wenn sie abends zur Ruhe kommen möchte. Ein wenig Hilfe kann ein sanftes Streicheln des Bauchs bringen, ein warmes Bad oder eine heiße Milch mit Honig – das beruhigt jedenfalls die Mutter.

Auch in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt ist dieser Reflex des Zwerchfells, dem Muskel zwischen Brust und Bauch, noch oft vorhanden. Der Schluckauf entsteht dadurch, dass sich das Zwerchfell, vor allem nach dem Trinken, plötzlich zusammen zieht. Dadurch schließt sich der Kehlkopfdeckel und die Luft kann nicht mehr austreten. Gleichzeitig wird der so genannte Reflux, der Rückfluss der Milch nach oben, gestoppt. Sobald die eingeatmete Luft des Kindes auf die Kehldeckelbarriere trifft, entsteht der typische Schluckauf.

Je ausgereifter die Entwicklung des Kindes ist, desto besser sind auch die Nervenverbindungen und das Zwerchfell kann kontrolliert werden. Bei Neugeborenen hat so ein Schluckauf aber auch eine wichtige Schutzfunktion. Denn er verhindert, dass die Milch versehentlich in die Lungenflügel fließt.

Bei einigen Babys ist das Hicksen auch Zeichen davon, dass ihnen zu kalt ist. Gerade bei nasskaltem Wetter, beim Wechsel von drinnen nach draußen, bei kühlen Räumen oder beim Ausziehen müssen einige Kinder aufstoßen. Hier hiflt der Nackentest, denn die Füße oder Händchen fühlen sich oft kalt an, auch wenn das Baby gar nicht friert. Ist der Nacken allerdings kühl, sollte das Baby rasch warm eingekuschelt werden. Am besten hilft Körperwärme von Mama oder Papa beim Kuscheln unter eine molligen Decke.


Wie können Eltern helfen?

So ein Schluckauf gehört also zur kindlichen Entwicklung. Manchmal sieht es ja auch niedlich aus, wenn so ein Winzling sich selbst darüber wundert. Es gibt allerdings auch Kinder, die sich scheinbar von dem Schluckauf ziemlich geplagt werden – dann fragen sich die Eltern oft, wie sie ihrem Kind helfen können.

„So unangenehm das aussieht, es ist völlig harmlos. Wirkliche Hilfe gibt es allerdings nicht, da der Schluckauf eine natürliche Schutzfunktion hat und zumeist von selbst wieder aufhört,“ erklärt Kinderarzt Dr. Peter Votil: „Nach den ersten Monaten, wenn die Nerven des Zwerchfells komplett ausgebildet sind, legt sich der Schluckauf zumeist komplett und wird bis dahin in seinem Auftreten zunehmend seltener.“

Doch wenn das Baby sehr unglücklich wirkt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ein wenig Erleichterung bringen. Auf keinen Fall sollte man allerdings Methoden für Erwachsene wie „Erschrecken“ anwenden. Bei Babys könnte so eine Brachialmethode nur Angst auslösen. Luftanhalten, Traubenzucker und anderes sind ebenfalls tabu.

Bewährt haben sich bei Baby-Schluckauf folgende Tricks:

  • Das Kind noch einmal auf die Schulter legen zum aufstoßen lassen. So können überflüssige Luft und Gase aus dem Körper entweichen. Zur Unterstützung sanft auf den Rücken klopfen
  • Nehmen Sie Ihr Baby zwischendurch hoch und pusten Sie ihm leicht ins Gesicht, damit es seine Atemfrequenz ändern und das Zwerchfell wieder entspannen kann
  • Eine Methode, die auch Erwachsenen hilft, funktioniert allerdings bei Babys: Noch einmal etwas trinken. Dies kann, je nach Alter, auch ungesüßter Tee oder Wasser sein. Warme Getränke wirken tatsächlich besser als kalte
  • Auch ein warmes Kirschkernsäckchen auf Babys Bauch kann helfen, den Schluckauf wieder in den Griff zu bekommen.

Baby im Bauch hat Schluckauf – Was nun?

Es kann schon in der 9. Schwangerschaftswoche passieren, dass Ihr als werdende Mutter ein leichtes, sehr regelmäßiges Zucken im Bauch verspürt. Es kann dann durchaus sein, dass Euer Baby seinen ersten Schluckauf hat. Bei den meisten werdenden Mütter tritt das Gefühl erst später auf. Jeder Embryo ist anders, daher gibt es keine allgemeingültigen Regeln, ab wann ein Schluckauf auftritt, oder nicht. Das Hicksern kann mehrmals täglich, einige Minuten spürbar sein.

  1. Warum bekommt ein Baby im Mutterbauch einen Schluckauf?
  2. Gibt es vorbeugende Maßnahmen gegen einen Schluckauf von Babys im Mutterleib?
  3. Fazit

Warum bekommt ein Baby im Mutterbauch einen Schluckauf?

Bereits im Mutterleib beginnt das ungeborene Baby mit Atemübungen, damit die Muskulatur vom Brustkorb und des Zwerchfells trainiert wird. Bei den ersten Atemzügen, die das Baby nach der Geburt selbstständig machen soll, ist eine trainierte Routine von Vorteil. Da das Baby im Mutterleib keine Luft einatmen kann, wird bei dem Atemtraining Fruchtwasser eingeatmet und dabei durchs Zwerchfell (mit Muskelkraft), gedrückt. Bei diesem Training kann es dann zum Schluckauf kommen. Werdende Mütter brauchen sich deswegen nicht zu beunruhigen, dieser Effekt ist vollkommen normal.

Ruhe ist wichtig, wenn das Baby im Mutterleib einen Schluckauf hat

Schwangere Frauen wünschen sich für ihr Baby immer nur das Beste. Ihr solltet daher nicht beunruhigt sein, wenn Euer Baby das erste Mal einen Schluckauf hat. Eure Unruhe oder auch Ängste, würden sich gleich auf Euer Baby übertragen. Damit Ihr auch wirklich entspannt sein könnt, wenn das erste Mal ein Hickser spürbar ist, kann eine Ultraschalluntersuchung helfen. Euer behandelnde Gynäkologe kann mit einer gezielten Ultraschalluntersuchung genau sehen, ob mit Eurem Baby alles in Ordnung ist. In seltenen Fällen kann eine Sauerstoffunterversorgung des Kindes ebenfalls zu ruckartigen Bewegungen führen.

Ist erst einmal mithilfe von Ultraschall bewiesen, dass bei Euch und dem Baby alles in bester Ordnung ist, kehrt die notwendige Ruhe schnell wieder zurück. Es kann dann aber durchaus sein, dass der Schluckauf für Euch immer stärker spürbar wird. Das liegt dann an der Größe des Kindes, das im Mutterleib stetig wächst. Je größer das Baby im Bauch ist, desto intensiver kann ein Schluckauf von der Mutter verspürt werden.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen gegen einen Schluckauf von Babys im Mutterleib?

Da ein Schluckauf von Babys im Mutterleib vollkommen normal ist, könnt Ihr kaum vorbeugende Maßnahmen zur Linderung durchführen. Weder das Essverhalten ist ausschlaggebend, noch die Bewegung. Ärzte haben lediglich nachweisen können, dass Entspannung Mutter und Kind gut tut, wenn es immer mal wieder zu einem Schluckauf kommt.

Das Streicheln des Babybauches hilft zwar nicht wirklich gegen den Schluckauf, beruhigt aber den Fetus. Je älter der Fetus wird, desto mehr kleine Haare und abgestorbene Zellen sind im Fruchtwasser enthalten. Ab der 26. Schwangerschaftswoche sind die Nasenflügel bei einem Ungeborenen geöffnet. Das Fruchtwasser wird dann beim Atmen ebenfalls durch die Nase eingesogen. Es kann aufgrund der Verunreinigungen des Fruchtwassers zum Verschlucken kommen, wodurch ein Schluckauf ausgelöst wird. Als verantwortungsvolle Mütter könnt Ihr dies bei einem ungeborenen Baby nicht verhindern. Entspannungskurse für Mütter und das Erlernen spezieller Atemtechniken kann leichte Linderung für Mutter und Kind bringen. Sollte der Schluckauf mal in der Nacht auftreten und Euch beim Schlafen stören, kann eine Lageveränderung lindernd wirken. Es kann sein, dass durch die veränderte Liegeposition der Schluckauf beim Baby aufhört, oder er ist einfach nicht mehr so intensiv spürbar, weil das Kind anders im Mutterleib liegt.

Fazit

Dass Babys Schluckauf im Mutterleib bekommen, ist vollkommen normal. Sollte der Schluckauf besonders häufig auftreten, kann ein beratendes Gespräch mit dem Gynäkologen Klarheit bringen. Damit dieser sich ein Bild der Situation machen kann, ist es anzuraten, dass Ihr einen kleinen Kalender zur Hand habt und aufschreibt, wann und in welcher Situation der Schluckauf spürbar wird. Zusammen mit einer Ultraschalluntersuchung ist dann schnell geklärt, ob es dem Baby gut geht. Entspannung, eine gezielte Atemtechnik und Spaziergänge an der frischen Luft, sind ebenfalls positiv.

Die Schwangerschaft ist ein beeindruckender Vorgang. Damit der Embryo zu einem Baby heranreift, passieren verblüffende Dinge im weiblichen Körper. Wir haben einige Fakten zur Schwangerschaft zusammengetragen, die Sie vielleicht noch nicht kennen.

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Während der Schwangerschaft vergrößert sich die Gebärmutter

1. Die Gebärmutter vergrößert sich während der Schwangerschaft um ein Vielfaches – ihr Volumen nimmt etwa um das 100fache zu. In den ersten Schwangerschaftswochen ist die Gebärmutter etwa faustgroß. Im Verlauf der Schwangerschaft dehnt sich der Hohlmuskel in die ganze Bauchhöhle. Dabei verschiebt er die anderen Organe nach hinten. Die Gebärmutter ist kurz vor der Geburt in etwa so groß wie zwei Fußbälle.

2. Die Herzleistung der Schwangeren steigt um 40 Prozent an.

3. Die Schwangere produziert zudem bis zu 50 Prozent mehr Blut. So soll unter anderem die Durchblutung der Gebärmutter gewährleistet werden.

Schwangerschaft: Früh entwickelt sich der Fingerabdruck des Kindes

4. Bereits im vierten Schwangerschaftsmonat ist der individuelle Fingerabdruck des Babys entwickelt.

5. Der Geruchssinn der werdenden Mutter verstärkt sich – vor allem im ersten Trisemester der Schwangerschaft. Sie reagiert empfindlicher auf verschiedene Düfte. Studien zufolge liegt das an den hormonellen Veränderungen.

6. Ab der 13. Schwangerschaftswoche kann das Baby Licht von Dunkelheit unterscheiden.

7. Das Baby kann auch im Bauch schon Schluckauf haben. Etwa ab der 21. Schwangerschaftswoche verschluckt es sich ab und zu am Fruchtwasser. Den Schluckauf nimmt die werdende Mutter als sanftes Stupsen gegen die Bauchdecke wahr.

Welche Lebensmittel das Kind mag, wird in der Schwangerschaft geprägt

8. Ab der 25. Schwangerschaftswoche kann das Baby richtig hören. Stimmen kann es ein paar Wochen später bereits voneinander unterscheiden.

9. Der Geschmackssinn des Babys ist schon in der 25. Schwangerschaftswoche voll entwickelt. Die persönlichen Vorlieben in Sachen Geschmack werden in der Schwangerschaft geprägt – durch die Nahrung, die die Mutter aufnimmt. Was der Schwangeren schmeckt und sie oft zu sich nimmt, das mag meistens auch das Baby.

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10. Viele Schwangere entwickeln gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft einen Nesttrieb: Dann putzen sie die Wohnung besonders häufig und räumen auf – schließlich wollen sie, dass es der Familienzuwachs schön haben wird.

Schluckauf bei Babys: So hilfst du gegen das „Hicksen“

Das erste „Hicks“ klingt meist ziemlich süß: aber kann der Schluckauf für dein Baby auch zur Gefahr werden? Ernsthafte Sorgen um die Gesundheit musst du dir nicht machen. Nimmt der Schluckauf beim Baby kein Ende, kann das für das Kleine jedoch sehr irritierend sein. Hier kannst du deinem Baby mit einigen Tricks jedoch schnell helfen: Wir erklären dir, warum Schluckauf bei Babys so häufig auftritt und was du dagegen tun kannst.

Auch mitten in der Schwangerschaft lässt sich aus dem Bauch manchmal ein kleiner „Hickser“ vernehmen. Das hängt mit der Atemtechnik deines Babys zusammen. Hier findest du alles, was du rund um Schluckauf im Mutterleib wissen musst.

Warum haben Babys so häufig Schluckauf?

Stillzeit, dein Baby setzt zum Trinken an, saugt an der Brust und plötzlich: Der Körper des Neugeborenen zieht sich zusammen. Dann stößt es einen leichten „Hickser“ aus. Was anfangs noch niedlich klingt, kann für eine übermüdete Mutter auf Dauer zur echten Geduldsprobe werden. Um den Schluckauf beim Baby zu stoppen, musst du erstmal verstehen, wo überhaupt die Ursachen für die „Hickser“ liegen.

So entsteht Schluckauf bei uns Menschen

Auch wir haben ab und zu Schluckauf. Bei uns entsteht er, wenn sich das Zwerchfell verkrampft. Diese trägt nämlich in unserem Körper die Verantwortung für die Atmung. Zieht es sich unkontrolliert und schnell zusammen, schließt sich die Stimmritze zusammen. Wird nun eingeatmet, prallt die Luft auf die zusammengezogene Stimmritze. Dabei entsteht ein leichtes „Hicks“-Geräusch, auch besser bekannt als Schluckauf.

Ursachen für Schluckauf bei Babys

In den ersten Lebensmonaten tritt der Schluckauf bei Babys öfter auf, da die Muskulatur ihres Zwerchfells noch nicht vollständig entwickelt ist. Wird dein Baby gestillt oder trinkt es aus der Flasche atmet es ein. Gleichzeitig schließt sich jedoch der Kehlkopfdeckel und der Schluckauf entsteht.

Eine weitere Ursache können Temperaturschwankungen im Magen sein. Diese enstehen durch zu heißes oder zu kaltes Essen. Außerdem verschlucken Babys beim Lachen oder Atmen schnell Luft. Auch hierbei entsteht Schluckauf bei Babys.

Der dritte Schluckauf am Tag: Trägt mein Baby einen Schaden davon?

Gefährlich ist der Schluckauf bei Babys nicht. Im Gegenteil: Beim Stillen kann er ihnen sogar das Leben retten. Der kleine „Hickser“ sorgt nämlich dafür, dass die Muttermilch nicht versehentlich in der Lunge anstatt im Magen landet. Auf Grund dessen ist der Schluckauf bei Babys auch völlig normal und wird von ihnen nicht als schmerzhaft empfunden. Manche Babys scheinen das leichte“Hicksen“ nicht mal richtig wahrzunehmen. Sie können trotz kontinuierlichen Schluckauf in Ruhe schlafen.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Neugeborene, die das „Hicksen“ nervig oder irritierend finden. Wenn du bemerkst, dass der Schluckauf dein Baby stört, kannst du mit Anti-Schluckauf-Methoden helfen. Aber Achtung: Finger weg von Tricks, die wir als Erwachsene zum Vertreiben von Schluckauf verwenden.

Dem Baby bei Schluckauf helfen: Fünf Tipps für Eltern

  • Ein Schlückchen Trinken: Manchmal reicht es sogar, wenn du dein Baby nochmal kurz an die Brust anlegst oder ihm aus der Flasche etwas zu trinken gibst. Hilft dieser erste Schritt nicht, kannst du dich durch die anderen Methoden durchprobieren.
  • Bäuerchen machen lassen: Lass dein Baby nach jeder Mahlzeit auf deinem Arm ein Bäuerchen machen. Überschüssige Luft, die sich im Körper des Kindes befindet, kann so nach außen befördert werden. Und kleiner Pluspunkt: Das Bäuerchen hilft auch, Blähungen vorzubeugen.
  • Massiere das Baby: Wie bei so vielen körperlichen Problemen hilft Entspannung, dem Baby den Schluckauf zu vertreiben. Eine Babymassage ist deswegen ein hervorragendes Anti-Schluckauf-Mittel. Beginne, indem du deinem Baby sanft die Fußssohlen massierst und es streichelst. Nimm dein Kind dazu auf dem Arm. Für die ultimative Entspannung kannst du auch ein schönes Kinderlied vorsingen. Hier erfährst du, worauf du bei der Babymassage achten solltest.
  • Mach es kuschelig warm: Achte darauf, dass dein Baby immer warm genug angezogen ist. Schließlich kann der Schluckauf bei Babys auch durch Kälte und Temperaturschwankungen ausgelöst werden. Ein warmes Kirschkernkissen auf dem Babybauch wirkt deshalb beim Schluckauf Wunder. So entspannt sich nicht nur dein Neugeborenes, sondern auch sein Zwerchfell. Achte jedoch darauf, dass das Kissen nicht zu heiß ist. Damit es dein Kleines immer mollig warm hat, kannst du außerdem den Wickeltisch mit einer Wärmelampe ausstatten.
  • Puste deinem Kind leicht ins Gesicht: Klingt absurd, hat aber eine große Wirkung – pustest du deinem Kind sanft ins Gesicht, ändert es seinen Atemrythmus. Das Zwerchfell entspannt sich und der Schluckauf ist schnell wieder vorbei.

„Buh“ ist tabu: Baby nicht erschrecken!

„Schluckauf vertreiben? Das geht doch ganz einfach, wir erschrecken das Kleine einfach,“ denken sich viele Eltern. Diese Alltagsweisheit mag zwar bei Erwachsenen und Jugedlichen funktionieren, sollte jedoch bei Babys auf keinen Fall angewandt werden. Erschrecken ist ein absolutes No-Go, da es bei deinem Baby Angstzustände auslöst. Schließlich ist dein Neugeborenes noch sehr empfindlich. Nur sanfte Methoden, wie wir sie vorgestellt haben, eignen sich deshalb, um den Schluckauf bei Babys zu vertreiben.

Sollte keiner unserer Tipps funktionieren, dann warte bis der Schluckauf von selbst verschwindet. Auf gar keinen Fall solltest du dann zu „Erwachsenen-Anti-Schluckauf-Methoden“ greifen. Schlucken und gleichzeitig die Luft anhalten, das kann dein Kind ja sowieso noch nicht bewerkstelligen. Trotzdem ist es keine Option, ihm einfach die Nase oder Ähnliches zuhalten. Auch hierbei bekommt dein Kind Panik und du machst alles nur noch schlimmer.

„Mein Baby hüpft“ –Schluckauf im Mutterleib

Den Schluckauf-Reflex besitzen Babys bereits im Mutterleib. Meist treten die ersten „Hickser“ ab der 25.SSW auf. Tatsächlich kann das Baby aber sogar schon ab der 9.SSW Schluckauf im Bauch haben. Für das Baby ist der Schluckauf eine Art Atemtraining. Hierbei ziehen sich Nacken- und Rippenmuskulatur und das Zwerchfell zusammen. Außerdem dehnt sich sich die Lunge zusammen. Durch den Schluckauf im Bauch simuliert das Baby also den natürlichen Atemvorgang. Keine Sorge, Fruchtwasser kann das Baby dabei aber nicht versehentlich einatmen. Beim Schluckauf ist der Kehlkopfdeckel nämlich fest verschlossen.

Wenn du Glück hast, kannst du den Schluckauf beim Baby sogar beobachten und zwar bei der Ultraschall-Untersuchung. Hat dein Baby Schluckauf im Bauch sieht es nämlich so aus, als würde es im Mutterleib auf- und abhüpfen. Wann es Zeit für die erste Ultraschalluntersuchung ist, erfährst du hier.

Atemübung statt Lebensrisiko: Schluckauf beim Baby im Mutterleib und als Neugeborenes

Ob im Bauch oder auf der Welt: der Schluckauf des Babys ist nicht gefährlich, sondern hilft diesem das natürliche Atmen zu erlernen. Beim Neugeborenen ist das Zwerchfell nämlich noch nicht vollständig entwickelt.

Auf Grund dessen fühlen sich die Babys von den „Hicksern“ meist nicht gestört. Sollte dein Baby auf den Schluckauf trotzdem genervt oder irritiert reagieren, kannst du mit einigen sanften Methoden helfen, den Schluckauf zu stoppen. Der Geheimtipp lautet: Puste dem Kleinen leicht ins Gesicht, dann verändert es seine Atmung.

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Über Susanne Baumann

Die agile Mama von zwei Kindern ist unser neustes Teammitglied und haut ordentlich in die Tasten. Sie liebt es, draußen aktiv zu sein und Zeit in ihrem Garten zu verbringen oder mit ihren Söhnen Tim (13) und Elias (11) Tennis spielen zu gehen.

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Schluckauf im Bauch – wird mein Kind gesund sein?

(nattanan726 / )

Antwort: Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Baby in der Gebärmutter „Schluckauf“ hat. Es macht rhythmische Atembewegungen, die manchmal auch spürbar sein können. Das ist normal. Ihr Baby muss die Atemmuskulatur gleichsam „trainieren“, weil es ja in einigen Wochen selbst atmen muss. Sie persönlich können nichts daran ändern. Auch beeinflusst Ihr Essverhalten oder Ihre Atmung die Situation nicht.

Wichtig ist, dass die Bewegung im Ultraschall beurteilt wird. Finden sich immer wieder ruckartige Bewegungen, sollte ein gezielter Ultraschall in einem Zentrum für pränatale Diagnostik erfolgen. In seltenen Fällen können solche Bewegungsmuster auch auf neurologische Störungen hinweisen. Wenn sich bisher alles normal entwickelt hat, so ist aber anzunehmen, dass hinter diesen Bewegungen keine Besorgnis erregenden Faktoren stecken. Durch das zunehmende Wachstum des Kindes übertragen sich seine Bewegungen mit der Zeit auch immer besser und werden für Sie somit spürbarer als zu einem früheren Zeitpunkt in der Schwangerschaft.

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Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

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