Schleimpfropf löst sich

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Schleimpfropf schützt vor Krankheitserregern

Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals schützt den Körper vor Krankheitserregern. Das Aussehen des Zervixschleims verändert sich im Laufe des Zyklus und der Schwangerschaft. Die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Wie ein Korken sorgt der Schleimpfropf dafür, dass keine Keime in den Körper gelangen. Foto: SarapulSar38, iStock, Getty Images Plus

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Von Julia Wohlgemuth

Was Sie über den Schleimpfropf wissen sollten:

  • Der Schleimpfropf schützt vor Fremdkörpern
  • Im Laufe des Zyklus verändert der Schleimpfropf sein Aussehen
  • Der Zervixschleim gibt Auskunft über die Fruchtbarkeit
  • Schleimpfropf-Abgang am Ende der Schwangerschaft

Der Schleimpfropf schützt vor Fremdkörpern

Eileiter, Gebärmutter und Scheide bilden die Verbindung der Bauchhöhle nach aussen. Damit duch die Scheide keine Keime eindringen können, hat der Körper verschiedene Schutzmechanismen entwickelt. Zu diesen gehört auch der Schleimpfropf, der den Gebärmutterhals fest verschliesst. Der Schleim wird von Drüsen im Gebärmutterhals abgesondert. Weil er klebrig und zäh ist, können Bakterien ihn nicht durchdringen. Allerdings verhindert er auch das Eindringen von Spermien.

Zyklus: Der Schleimpfropf verändert sein Aussehen

Um eine Befruchtung zu ermöglichen, verflüssigt sich der Schleimpfropf um den Zeitpunkt des Eisprungs herum. Auch die Menstruation darf durch den Zervixschleim nicht behindert werden. Menge und Beschaffenheit dieses Schleims werden durch den Östrogenspiegel beeinflusst, der in der ersten Hälfte des Zyklus ansteigt.

Das Aussehen des Schleimpfropfen verändert sich unter zunehmendem Hormoneinfluss. Er wird zunächst milchig und zum Zeitpunkt des Eisprungs ist er klar wie Eiweiss. Dann ist er dünnflüssig und bietet den Spermien mit seinem günstigen alkalischen PH-Wert Schutz. So können sie mehrere Tage überleben.

Wenn der Östrogenspiegel im Laufe des Zyklus wieder sinkt, sinkt auch der Wassergehalt des Schleims. Er trübt sich ein und verfestigt sich schnell. Kurz vor der Menstruation löst sich der Schleimpfropf wieder. Wenn bei jungen Mädchen der sogenannte Weissfluss auftritt, ist das oft ein Zeichen dafür, dass sich der Gebärmutterhalsschleim bereits zyklisch verändert und die erste Menstruation bald bevorsteht.

Der Zervixschleim gibt Auskunft über die Fruchtbarkeit

Die genaue Beobachtung des Zervixschleims (Billings-Methode) wird zur natürlichen Empfängnisverhütung eingesetzt. Dr. med. Catalin Teodosiu, Facharzt FMH für Gynäkologie u. Geburtshilfe in Horgen, schreibt dazu auf seiner Internetseite: „Die Temperaturmethode und Schleimstrukturmethode sollten immer zusammen angewandt werden. Sie ist eine der sichersten Arten, natürlich zu verhüten.“

Hormonelle Verhütungsmethoden wie die Hormon-Spirale oder die Dreimonats-Spritze bewirken unter anderem, dass der Schleimpfropf erhalten bleibt. Paare mit Kinderwunsch wenden die Schleimbeobachtung häufig an, um die Wahrscheinlichkeit für eine Empfängnis zu erhöhen. Wie das geht, lesen Sie im Beitrag „Mit Zervixschleim die fruchtbaren Tage herausfinden“

Schleimpfropf-Abgang am Ende der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft bleibt der Gebärmuttermund fest verschlossen. Gegen Ende der Schwangerschaft ist bei den meisten, aber nicht bei allen Schwangeren der Abgang des Schleimpfropfen ein Zeichen für die bevorstehende Geburt. Der Schleim löst sich auf ein Mal oder nach und nach, verursacht durch die sogenannten „Übungswehen“. Dieser Schleim ist in der Regel leicht blutig. Das ist ein Zeichen dafür, dass sich der Gebärmuttermund langsam öffnet. Meistens beginnt die Geburt dann innerhalb von zwei bis drei Tagen, es kann aber auch noch länger dauern.

Fortpflanzungsvorgänge bei der Frau

Der weibliche Körper bereitet sich in den fruchtbaren Jahren regelmäßig auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Wer über diese Vorgänge gut informiert ist, kann die Chancen für eine Empfängnis erhöhen oder sich vor einer unerwünschten Schwangerschaft schützen.

In den fruchtbaren Jahren der Frau bewirken Hormone monatlich wiederkehrende Veränderungen im Körper. Der Monats- oder Menstruationszyklus dauert bei den meisten Frauen zwischen 25 und 32 Tagen. Er beginnt am ersten Tag der Monatsblutung (Periode) und endet am Tag vor der nächsten Blutung.

Ein normaler Zyklus lässt sich in zwei Phasen einteilen: Phase Eins dauert vom ersten Tag der Periode bis zum Eisprung (Follikelphase), Phase Zwei beginnt nach dem Eisprung und dauert bis zum Einsetzen der Blutung (Lutealphase). In der ersten Phase reift die Eizelle heran, in der zweiten Phase bereitet sich die Gebärmutter auf das Einnisten eines Embryos vor. Eine Frau ist nur während der Tage um den Eisprung herum fruchtbar.

Hormone – wichtig für die Fruchtbarkeit

Der weibliche Zyklus wird in einem fein abgestimmten Regelkreis gesteuert, an dem Hormone des Zwischenhirns (Hypothalamus), der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) und der Eierstöcke (Ovarien) beteiligt sind. Hormone sind Botenstoffe, die in Körperdrüsen gebildet und ins Blut ausgeschüttet werden. Über die Blutbahn gelangen sie an ihre jeweiligen Wirkungsorte. Hormone spielen nicht nur für die Fruchtbarkeit eine wichtige Rolle, sie beeinflussen neben vielen anderen Körperfunktionen auch das Immunsystem und das seelische Befinden.

Für die Geschlechtsreife und die Fortpflanzung spielen folgende Hormone eine sehr wichtige Rolle: Das follikelstimulierende Hormon (FSH) bewirkt die Eireifung, das luteinisierende Hormon (LH) löst bei der Frau den Eisprung aus. Die heranreifenden Eibläschen (Follikel) produzieren das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Östrogene sorgen unter anderem dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut. In der zweiten Zyklusphase wird das Hormon Progesteron gebildet, auch Gelbkörperhormon genannt. Progesteron erhält die Gebärmutterschleimhaut.

Das Zusammenspiel der Hormone muss störungsfrei ablaufen, damit eine Eizelle heranreifen, befruchtet werden und sich in der Gebärmutter einnisten kann. Äußere Reize und auch das seelische Befinden wirken auf den hormonellen Regelkreis ein und können die Reifung der Eizellen positiv oder negativ beeinflussen.

Vor dem Eisprung

Während der ersten Zyklusphase wächst in der Gebärmutter unter dem Einfluss des Hormons Östrogen eine gut durchblutete, nährstoffreiche Schleimhautschicht heran.

Die Drüsen des Gebärmutterhalses bilden einen Schleim, der an den meisten Tagen im Monatszyklus als zäher Pfropf den Muttermund verschließt. Spermien können diesen Schleimpfropf nicht durchdringen. An den Tagen vor dem Eisprung verflüssigt sich jedoch der Pfropf und wird nun für die Spermien durchlässig. Dieser meist durchsichtige, dünnflüssige Schleim bietet den Samenzellen zudem eine günstige Umgebung, in der sie einige Tage lang lebensfähig sind.

In dieser Phase öffnet sich auch der Muttermund ein wenig, sodass Spermien durch den Gebärmutterhals und die Gebärmutterhöhle in die Eileiter gelangen können. Dort können die Spermien zwei bis fünf, in sehr seltenen Fällen bis sieben Tage überleben.

Eizelle und Eisprung

Normalerweise reifen in jedem Zyklus einer Frau mehrere Eibläschen (Follikel) im Eierstock heran. Im Allgemeinen entwickelt sich jedoch nur einzelnes sprungbereites Eibläschen pro Zyklus. Ist das Eibläschen so weit, bewirkt das luteinisierende Hormon (LH) die endgültige Ausreifung und löst den Eisprung aus: Das Eibläschen platzt auf und gibt die Eizelle frei. Der Eileiter legt sein trichterförmiges Ende über die Eizelle und sorgt dafür, dass sie in den Eileiter aufgenommen wird. Im Eileiter kann die Eizelle dann von einer Samenzelle befruchtet werden.

Nach dem Eisprung

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Das Eibläschen (Follikel), aus dem sich die Eizelle gelöst hat, entwickelt sich zum sogenannten Gelbkörper. Er beginnt mit der Bildung des Hormons Progesteron, das die Einnistung der befruchteten Eizelle unterstützt. Die Schleimhautschicht in der Gebärmutter lockert sich schließlich auf und bereitet sich auf die Einnistung des Keims vor.

Bleibt die Eizelle unbefruchtet oder kann sich eine befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnisten, wird der Gelbkörper vom Körper wieder abgebaut und die Menstruation setzt ein. Mit ihr wird der die oberste Schleimhautschicht der Gebärmutter abgestoßen. Ein neuer Zyklus beginnt.

Der Schleimpfropf als Schutzschild für Mutter und Kind

Ein Schleimpfropf verschließt den Gebärmutterhals schon zu Beginn der Schwangerschaft.

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Die Zeit der Schwangerschaft ist eine aufregende und lehrreiche, insbesondere wenn es sich um das erste Kind handelt. Man lernt dabei nicht nur seinen Körper ganz neu kennen, sondern begegnet auch Begrifflichkeiten, mit denen man sich zuvor noch nie beschäftigt hat. Der „Schleimpfropf“ ist eine davon. Wozu ist der Schleimpfropf da? Wie entsteht er? Und was passiert, wenn er sich löst? Wir beantworten alle wichtigen Fragen rund um den Schleimpfropf in der Schwangerschaft.

Was ist der Schleimpfropf und wie entsteht er?

Weibliche Geschlechtsorgane: Gebärmutter, Eierstock, Eileiter, Muttermund und Scheide

Bei jeder gebärfähigen, auch nichtschwangeren Frau bildet sich über Drüsen im Bereich des Gebärmutterhalses (Zervix) der sogenannte Zervixschleim. Dieses Sekret bildet den sogenannten „Kristellschen Schleimpfropf“ am Eingang des Gebärmutterhalskanals. Er wurde nach dem deutsch-jüdischen Gynäkologen Samuel Kristeller benannt und schützt die Gebärmutter auch ohne Schwangerschaft vor Krankheitserregern.
Dabei ist die Schleimbildung hormonell gesteuert und passt sich dem Zyklus an. Um den Eisprung herum wird das Sekret dünnflüssiger und durchlässiger für Spermien.
Sobald eine Eizelle befruchtet ist und sich eingenistet hat, wird der Schleim wiederum besonders zäh und verschließt den Muttermund am unteren Ende des Gebärmutterhalskanals. Schräg verlaufende Schleimhautfalten am Muttermund sorgen dafür, dass der Schleimpfropf fest sitzt.

Welchen Zweck erfüllt der Schleimpfropf in der Schwangerschaft?

Der Schleimpfropf hat die Funktion, die Gebärmutter gegen die Scheide abzudichten. So verhindert er das Vordringen von Bakterien und Keimen aus der Scheide in die Gebärmutter und schützt Mutter und Kind während der Schwangerschaft vor Infektionen. Durch seine Zähheit und Festigkeit wirkt der Schleimpfropf außerdem stabilisierend auf die Gebärmutter und kann die Gefahr einer Frühgeburt verringern.

Wie und warum löst sich der Schleimpfropf vor der Geburt?

Sobald das Baby für die Geburt bereit ist, rutscht es normalerweise tiefer ins Becken und der mütterliche Körper produziert vermehrt Prostaglandine. Diese Hormone lassen das Gewebe des Gebärmutterhalses weicher werden, wodurch sich der vorher festsitzende Schleimpfropf in Vorbereitung auf die Geburt ablöst. In der Regel geschieht dies am Ende der Schwangerschaft zwischen der 38. und 42. Schwangerschaftswoche.

Der Schleimpfropf löst sich kurz bevor die Geburt beginnt. Wie er abgeht, unterscheidet sich von Frau zu Frau.

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Wie genau das Ablösen des Schleimpfropfes erlebt wird, ist bei jeder Schwangeren so individuell wie die gesamte Schwangerschaftund das Geburtserlebnis. Oftmals wird er im Ganzen ausgeschieden, kann sich aber auch nach und nach in Stücken auflösen und ist beim Abgang eventuell vom normalen Scheidenausfluss während der Schwangerschaft gar nicht zu unterscheiden. Auch wenn er im Ganzen austritt, passiert das oft beim Toilettengang oder unter der Dusche, ohne dass es die werdende Mutter mitbekommt bzw. keine Chance hat, den Schleimpfropf genauer anzuschauen.

Wie sieht der Schleimpropf aus?

Der abgelöste Schleimpfropf zeigt sich üblicherweise als weißes, hellrosafarbenes oder sogar rot-bräunliches Gemisch aus Schleim und Blut. Die Farbe unterscheidet sich genau wie die Konsistenz des Schleimpfropfes allerdings von Frau zu Frau. Zumeist berichten Schwangere von einem geleeartigen, dickflüssigen Schleimklumpen. Kleine Blutspuren darin sind ein Zeichen dafür, dass sich der Muttermund bereits langsam öffnet. Denn dann reißen Blutgefäße ein und führen zu einer Blutung, die sich dem Schleimpfropf beimischt. Diese sogenannte Zeichnungsblutung ist ganz normal und kein Grund zur Sorge.
Entdecken Sie allerdings eine starke Blutung mit einer größeren Menge von hellrotem, frischem Blut, deutet das nicht auf den Schleimpfropf-Abgang hin, sondern kann die Folge einer vorzeitigen Plazentaablösung sein. Suchen Sie in diesem Fall umgehend einen Arzt auf, um Gefahren für sich und Ihr Baby auszuschließen!

Sekretausscheidung während der Schwangerschaft: Hat sich der Schleimpfropf gelöst?

Auch wenn der Schleimpfropf während der Schwangerschaft den Muttermund verschließt, produzieren Frauen weiterhin schleimiges Sekret. Der vaginale Ausfluss ist in der Schwangerschaft aufgrund der Steigerung der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron sogar vermehrt. Weiß-cremige Ausscheidungen sind bei schwangeren Frauen daher nichts Ungewöhnliches und kein Anzeichen für einen frühzeitigen Schleimpfropf-Abgang.

Schleimpfropf abgelöst: Wann geht die Geburt los?

Die Ablösung des Schleimpfropfes ist ein erstes Anzeichen, dass die Geburt bald beginnt. Ihre Hebamme (oder der Arzt) kann alle Fragen rund um den Schleimpfropf beantworten.

© Adobe Stock

Der Schleimpfropf-Abgang ist ein erstes Anzeichen für die bevorstehende Geburt. Er ist jedoch meist noch kein Grund, direkt ins Krankenhaus oder Geburtshaus zu fahren. Wann es tatsächlich los geht, hängt immer von den Wehen ab.
Folgen direkt nach dem Abgang des Schleimpfropfes starke Wehen in regelmäßigen Abständen, die den Muttermund öffnen, sollten Sie die Kliniktasche ins Auto packen und sich auf den Weg machen. Bei manchen Frauen können nach dem Ablösen des Pfropfes jedoch einige Tage oder sogar Wochen vergehen, bis die Wehen einsetzen. Wenn Sie nach dem Schleimpfropf-Abgang keinerlei Schmerzen (das Ablösen an sich verursacht keine), kein Ziehen, keine beginnenden Wehen spüren, ist das zumeist ein Zeichen, dass die Geburt noch nicht unmittelbar bevorsteht.

Umgekehrt sind allerdings auch Wehen möglich, ohne dass sich der Schleimpfropf abgelöst hat. Bei einigen werdenden Müttern geht er erst während der Eröffnungsphase durch eine Wehe oder sogar erst im späteren Geburtsverlauf ab.Falls sich Ihr Schleimpfropf gelöst hat und Sie keine Wehen verspüren, sollten Sie weiterhin Ruhe bewahren.
Natürlich ist das in den letzten Tagen einer Schwangerschaft nicht immer einfach. Denn gerade zum Ende hin steigt die Ungeduld, endlich das lang erwartete Baby in den Armen zu halten. Versuchen Sie, auf Ihren Körper zu hören und sich zu entspannen, zum Beispiel durch leichte Bewegung, wie Spaziergänge. Wenn Sie entspannt sind, übertragen Sie dies auch auf Ihr Ungeborenes. So bereiten Sie sich beide gut auf die nahende Geburt vor.

Wie hoch ist das Infektionsrisiko ohne Schleimpfropf?

Auch wenn das Ablösen des Schleimpfropfes vor der 38. SSW geschieht, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Ihre Hormone sind in der Lage, den schützenden Schleim neu zu produzieren. Und selbst wenn sich dieser in der Spätphase der Schwangerschaft nicht wieder regeneriert, ist das Baby durch die Fruchtblase vor Erregern und Infektionen geschützt. Der Schleimpfropf ist demnach sogar ein doppelter Schutzschild für Ihr Ungeborenes. Falls sich der Schleimpfropf frühzeitig gelöst hat und Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie Geschlechtsverkehr vermeiden, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Auch vom Schwimmen in Schwimmbädern und Badeseen ist dann abzuraten.

Auf einen Blick:
Das sollten Sie über den Schleimpfropf wissen

  • Auch bei nichtschwangeren Frauen bildet sich ein Schleimpfropf aus dem Sekret der Drüsen um den Gebärmutterhals.
  • Er verhindert das Vordringen von Keimen und Bakterien in die Scheide.
  • In der Schwangerschaft wird der Schleim zäher und dichtet den Gebärmutterhals ab.
  • So schützt der Schleimpfropf Mutter und Kind vor Infektionen.
  • Er löst sich meist zwischen der 38. und 42. Schwangerschaftswoche ab.
  • Kein Schleimpfropf ist wie der andere, er weist von Frau zu Frau unterschiedliche Farben (weiß, hellrosa bis hin zu rot-braun) und Konsistenzen (geleeartig, dickflüssig, klumpig) auf.
  • Der Abgang des Schleimpfropfes ist das erste Anzeichen für die nahende Geburt. Doch erst mit den Wehen beginnt der tatsächliche Geburtsvorgang.
  • Auch wenn sich der Schleimpfropf vor der 38. SSW löst, ist das Baby im Mutterleib durch die Fruchtblase weiterhin vor Krankheitserregern geschützt.

In der Schwangerschaft bemerkst Du einige Veränderungen in Deinem Körper und achtest genau auf Dein Empfinden. Eine wichtige Veränderung ist auch der Schleimpfropf: er bildet sich in der Schwangerschaft und geht erst kurz vor der Geburt ab. Wozu er dient, welche Aufgabe er hat und wann er abgeht erfährst Du hier.

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Der Schleimpfropf – Was ist das?

Der Zervikalschleim ändert sich auch vor der Schwangerschaft im Laufe Deines Zyklus. An den fruchtbaren Tagen wird er dünnflüssiger, um den Spermien den Weg zur Gebärmutter zu erleichtern. Danach wird die Konsistenz wieder zäher, um Bakterien und Keime abzuwehren. Auf diese Weise entsteht auch der Schleimpfropf: Zu Beginn der Schwangerschaft bilden die Drüsen am Gebärmutterhals einen zähen Schleim. Dieser vermehrte Schleim bildet den Schleimpfropf, der den Muttermund verschließt und dafür sorgt, dass keine Bakterien und Keime in die Gebärmutter aufsteigen können. Infektionen könnten schwerwiegende Folgen für Dich und Dein ungeborenes Baby haben. Außerdem stabilisiert er die Gebärmutter und soll so eine Frühgeburt verhindern. Nach dem deutschen Gynäkologen Samuel Kristeller benannt ist er auch als “Kristellscher Schleimpfropf” bekannt.

Wie sieht der Schleimpfropf aus?

Das Aussehen und die Beschaffenheit des Schleimpfropfes können von Frau zu Frau sehr verschieden sein. Auch die Menge des Schleims ist unterschiedlich und es kann sein, dass Du den Abgang des Schleimpfropfes gar nicht bemerkst. Eine geringe Menge spürst Du vielleicht als vermehrten Ausfluss. Häufig ist der Schleimpfropf aber ein weißlicher Klumpen aus zähem Schleim. Kleine Blutspuren darin sind ein Zeichen dafür, dass sich der Muttermund bereits langsam öffnet. Wenn sich der Muttermund weitet, reißen kleine Blutgefäße ein und führen zu einer Blutung. Diese kleine Blutung wird auch “Zeichnungsblutung” genannt. Je nachdem, ob das Blut frisch ist oder nicht, ist der Schleimpfropf rosa, hellrot oder bräunlich.

Warum löst sich der Schleimpfropf?

Wenn Dein Baby reif ist für die Geburt, produziert Dein Körper Hormone, die sogenannten Prostaglandine. Diese Hormone bewirken, dass sich das Gewebe am Gebärmutterhals verändert, quasi auch geburtsreif wird, und sich der Schleim somit zurückbildet. Der Schleimpfropf löst sich aber auch durch Übungswehen oder geburtskräftige Wehen in der Eröffnungsphase. Die Wehen zeigen an, dass die Geburt beginnt und der Schleimpfropf nicht mehr notwendig ist, da Dein Baby bald auf die Welt kommt.

Wann löst sich der Schleimpfropf?

In der Regel löst sich der Schleimpfropf ab der 38. SSW. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Geburt bald beginnt. Allerdings können auch noch einige Tage vergehen, bis die Wehen einsetzen. Bei Abgang des Schleimpfropfes musst Du nicht direkt zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren, wenn Du keine weiteren Anzeichen hast, wie etwa einen Blasensprung. Wenn Du Schmerzen und in regelmäßigen Abständen Wehen hast, solltest Du Dich jedoch auf den Weg dorthin machen. Spätestens jetzt solltest Du auch Deine Kliniktasche packen und immer in Deiner Nähe haben! Bei einer länger anhaltenden Blutung mit frischem Blut darfst Du jedoch nicht zögern, ins nächste Krankenhaus zu fahren. Eine starke Blutung — vor allem vor der 38. Schwangerschaftswoche – deutet nicht auf den Abgang des Schleimpfropfes hin, sondern ist ein Anzeichen für etwas Ernsteres, wie eine vorzeitige Plazentaablösung.

Was tun, wenn sich der Schleimpfropf gelöst hat?

Wenn sich der Schleimpfropf gelöst hat, kann die Geburt anfangen, muss aber nicht. Daher ist es zunächst ratsam, abzuwarten. Bekommst Du Schmerzen oder sogar regelmäßige Wehen? Oder ist alles noch ruhig bei Deinem Baby im Bauch? Hilfreich ist es immer, wenn Du versuchst, Dich zu entspannen. Ein warmes Bad, leichte Bewegung oder bestimmte Atemtechniken helfen Dir abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Tu’ alles, was Dir gut tut. Du kannst Dich ausruhen, eine Runde spazieren gehen oder etwas essen und trinken. So kannst Du auch nochmal neue Kräfte sammeln, wenn die Geburt wirklich unmittelbar bevorsteht.

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Schleimpfropf: Abgang – geht jetzt die Geburt los?

Während der Schwangerschaft bildet Ihr Körper einen sogenannten Schleimpfropf. Dieser zähe Schleim dient als Verschluss für den Muttermund am unteren Ende des Gebärmutterhalskanals. Ihr ungeborenes Kind wird somit vor Bakterien und Keimen geschützt. Aber was ist, wenn sich dieser Schleimpfropf löst? Beginnt dann schon die Geburt?

Wann bildet sich der Schleimpfropf?

Beim sogenannten Schleimpfropf handelt es sich um einen Pfropfen aus Schleim, also eine Art Stöpsel. Der Schleimpfropf wird gleich zu Beginn der Schwangerschaft gebildet. Verantwortlich dafür sind die Drüsen am Gebärmutterhals. Der Schleim ist sehr zäh und verfestigt sich durch die Hormone Östrogen und Progesteron. Dadurch entsteht ein weicher Stöpsel, der den Muttermund verschließt. Der Pfropf entsteht schon, bevor die befruchtete Eizelle sich in der Gebärmutter eingenistet hat.

Was für eine Funktion hat der Schleimpfropf?

Der Schleimpfropf schützt ihr Baby vor Keimen und Bakterien. Durch den Pfropfen wird zum Beispiel verhindert, dass Keime durch Geschlechtsverkehr oder Untersuchungen beim Frauenarzt in die Gebärmutter aufsteigen. Dazu dient für gewöhnlich der normale Zervixschleim. Der in der Schwangeschaft gebildete Schleimpfropf ist jedoch deutlich effektiver. Schließlich ist Ihr Baby auf einen besonderen Schutz angewiesen. Ihr Baby ist durch die Fruchtblase und den Schleimpfropf sehr gut geschützt.

Die Lysozyme im Schleim sind dazu in der Lage, die Zellwände von Bakterien zu zerstören, wodurch sie dann keinen Schaden mehr anrichten können. Hierzu trägt auch die antimikrobielle Wirkung des Schleims bei. Der normale Zervixschleim hat ebenfalls eine antimikrobielle Wirkung. Der Schleimpfropf bietet jedoch eine viel stärkere Konzentration an bakterienabwehrenden Stoffen.

Der Schleimpfropf hat außerdem die Aufgabe, den Gebärmutterhals zu stabilisieren und eine Frühgeburt zu verhindern.

Abgang des Schleimpfropfens

Der Pfropfen löst sich für gewöhnlich erst kurz vor der Geburt. Der Körper produziert nun Prostaglandine. Diese Hormone sollen das Gewebe des Gebärmutterhalses auf die bevorstehende Niederkunft vorbereiten. Der Zervixschleim bildet sich zum Ende der Schwangerschaft zurück. Dadurch wird der Pfropf dünnflüssiger und hat keinen Halt mehr. Viele Frauen spüren den es nicht, wenn sich der Pfropf löst. Der Zeitpunkt kann sich von Frau zu Frau unterscheiden. Bei den meisten Schwangeren löst er sich jedoch in der 38. Schwangerschaftswoche. Bei manchen löst er sich erst durch die Übungswehen oder gar mit den Geburts-Wehen.

Ist der Abgang des Schleimpfropfens ein Anzeichen für die bevorstehende Geburt?

Wenn der Schleimpfropf abgegangen ist, ist das ein frühes Anzeichen dafür, dass die Niederkunft bevorsteht. Wenn Sie sehen, dass der Pfropf abging, müssen Sie sich jedoch nicht direkt auf den Weg ins Krankenhaus machen. Sollte es noch weitere Zeichen für die Geburt geben, ist es an der Zeit sich auf den Weg in die Klinik zu machen.

Wenn der Schleimpfropf abgegangen ist, haben Sie für gewöhnlich noch einige Stunden, manchmal sogar noch Tage Zeit, bevor es mit der Geburt losgeht. Dies ist bei jeder werdenden Mutter anders. Sie können sich aber erst mal entspannen. Nehmen Sie ruhig noch ein Bad. Machen Sie einen Spaziergang oder essen Sie etwas, um sich für die Geburt zu stärken. Sie können auch Ihren Klinikkoffer packen, falls noch nicht geschehen. Wenn Sie schon ein Kind zur Welt gebracht haben, können die Wehen früher einsetzen.

Wie sieht so ein Schleimpfropf aus?

Der Schleimpfropf sieht nie gleich aus. Manche Frauen sehen oder spüren ihn in ihrem Slip. Andere bekommen gar nicht mit, dass er abgegangen ist. Oft löst sich der Pfropf beim Toilettengang oder während des Duschens. Manche Frauen haben das Gefühl, dass Sie Urin verloren haben. Der weiße Pfropf ist meistens etwa 4 cm lang und recht zäh ähnlich wie Gelatine.

Wenn der Schleimpfropf mit etwas Blut abgeht, ist dies ein Zeichen dafür, dass sich der Muttermund bereits geweitet hat. Dabei reißen feinste Gefäße. Das Blut, das dabei austritt, wird auch als Zeichnungsblut bezeichnet. Das Blut kann hellrot, rot oder bräunlich aussehen. Es ist auch normal, wenn sich der Pfropf in mehreren Teilstücken löst. In diesem Fall halten viele Frauen ihn für ganz normalen Ausfluss.

Was kann man tun, wenn sich der Schleimpfropf zu früh löst?

Bei manchen Frauen findet der Abgang des Pfropfens bereits vor der 37. Schwangerschaftswoche statt. Er kann sich zum Beispiel bei Vorsorgeuntersuchungen lösen. Ihr Körper wird dann automatisch wieder einen neuen Schleimpfropfen bilden. Für gewöhnlich ist so ein früher Abgang noch kein Zeichen dafür, dass die Geburt bevorsteht. Allerdings kann das Ablösen des Pfropfens vor der 37. SSW eine Frühgeburt ankündigen. Suchen Sie daher bitte Ihren Arzt oder die Hebamme auf, um zu schauen, ob mit Ihrem Baby alles in Ordnung ist.

Sollte der Schleimpfropf schon sehr früh abgegangen sein, ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind keinem Risiko aussetzen. Verzichten Sie bis zur Geburt auf Sex und das Baden in öffentlichen Schwimmbädern und Seen.

Um festzustellen, ob alles in Ordnung ist, sollten Sie regelmäßige Kontrollen bei Ihrer Hebamme oder Arzt wahrnehmen.

Die gesamte Schwangerschaft über schützt er den Muttermund, die Gebärmutter und damit das ungeborene Kind. Zum Ende der Schwangerschaft löst er sich und macht so den Weg frei für die Geburt. Die Rede ist vom sogenannten Schleimpfropf. Was genau das ist und woran Du erkennst, dass sich der Schleimpfropf gelöst hat, erfährst Du in diesem Artikel.

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Was ist der Schleimpfropf?

Nicht nur Schwangere haben einen Schleimpfropf, auch während des normalen Zyklus bildet sich rund um den Muttermund (Zervix) der Frau sehr zähflüssiger, dicker Ausfluss (Zervixschleim). Nur vor und während des Eisprungs, während der fruchtbaren Tage also, wird er dünnflüssiger und weniger, sodass Spermien zur Eizelle vordringen und sie befruchten können.

Der Muttermund in der Schwangerschaft bleibt durchgehend fest verschlossen. Der Schleim wird noch dichter und fester, als während des Zyklus. Das soll verhindern, dass Bakterien oder andere Erreger durch den Muttermund zur Gebärmutter aufsteigen können. Eine solche aufsteigende Infektion kann zu vorzeitigen Wehen und einer Frühgeburt führen, kann also sehr gefährlich für das Baby werden.

In der Schwangerschaft stützt der Schleimpfropf, auch „Kristellscher Schleimpfropf“ genannt, außerdem die Gebärmutter und gibt ihr Stabilität.

Wie genau der Schleimpfropf abgeht und aussieht, ist sehr individuell. Er kann als Ganzes als weißlicher, zäher Klumpen abgehen oder als schleimiger Ausfluss in der Schwangerschaft wahrgenommen werden. Bei vielen Frauen kommt auch etwas bräunlicher oder blutiger Ausfluss, weil sich gleichzeitig der Muttermund zu öffnen beginnt und kleine Äderchen reißen. Diese leichte Blutung nennt manch auch „Zeichnungsblutung“. Durch sie kann der Schleimpfropf blutig, also hellrot, rosa oder bräunlich sein.

Nicht alle Frauen merken beim Schleimpfropf-Abgang überhaupt einen Unterschied zum normalen Ausfluss in der Schwangerschaft. Denn manchmal kommt der Schleimpfropf ohne Blut und als ganz dünner, klarer Ausfluss.

Schleimpfropf löst sich – Ein Anzeichen, dass die Geburt bald los geht?

Wann geht der Schleimpfropf ab?

Der Schleimpfropf löst sich im Regelfall ab der 38. Schwangerschaftswoche, also einige Tage bis Stunden vor der Geburt. In den Tagen und Wochen vor der Entbindung produziert der Körper weniger Progesteron und vermehrt ein anderes Hormon, Prostaglandine. Diese Hormone führen unter anderem dazu, dass der Zervixschleim, aus dem der Schleimpfropf besteht, sich verändert und schließlich löst. Auch Wehentätigkeit unterstützt den Abgang des Pfropfs. Der Muttermund kann sich nun öffnen.

Muss ich jetzt ins Krankenhaus?

Wenn der Schleimpfropf abgegangen ist, kann man trotzdem nicht mit Sicherheit sagen, wann die Geburt anfängt. Denn der Zeitraum ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Vor allem bei Erstgebärenden kann es danach noch bis zu zwei Wochen dauern. Deshalb ist der Abgang des Schleimpfropfens auch kein Grund, in Panik zu verfallen oder überhastet die Kliniktasche für die Geburt zu packen und sofort ins Krankenhaus zu fahren.

Natürlich ist er ein sehr sicheres Anzeichen auf eine baldige Geburt – trotzdem solltest Du ganz ruhig bleiben, Dich bei einem Bad oder einem guten Buch entspannen und auf weitere Anzeichen der Geburt, vor allem auf echte Wehen, warten.

Ins Krankenhaus solltest Du aber auf jeden Fall und zu jedem Zeitpunkt, wenn Deine Fruchtblase geplatzt ist, Du starke Blutungen oder sehr regelmäßige, wiederkehrende Wehen über einen längeren Zeitraum hast.

Der Schleimpfropf verschließt den Gebärmutterhals in der Schwangerschaft und hat eine schützende Funktion. Doch wenn das Baby auf natürlichem Weg geboren wird, öffnet sich die Gebärmutter an genau dieser Stelle. Deshalb kommt es vor der Geburt zu einem sogenannten Abgang des Schleimpfropfes. Was dabei genau passiert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Anatomie der Gebärmutter (Uterus)

Die Gebärmutter stellt man sich am besten in Birnenform vor:

Der dicke runde Teil stellt den muskulösen Gebärmutterkörper (Corpus uteri) dar, das längliche Ende ist der Gebärmutterhals (Cervix uteri). Dieser ragt in die Scheide herein. Seine äußere Fläche wird als Muttermund bezeichnet. Die Gebärmutter wird durch Bänder im kleinen Becken (Unterbauch) sicher verankert.

Im Gebärmutterhals befindet sich der sogenannte Cervixschleim. Er tritt gelegentlich als Absonderung zutage. Der Schleim schützt die Frau vor einer Infektion der inneren Geschlechtsteile durch aufsteigende Infektionen. Während der Zeit des Eisprunges (Ovulation) wird der Schleim dünn und durchlässig. In der Phase der Menstruation ist der Gebärmutterhals leicht geöffnet, um Blut und Gewebe aus der Gebärmutterhöhle abfließen zu lassen.

Der Schleimpfropf befindet sich im Inneren des Gebärmutterhalses. In der Schwangerschaft schützt der dicke Schleimpfropf das Kind. Er verschließt die Gebärmutter und bildet eine Barriere vor einer eventuell aufsteigenden Infektion. In der Schwangerschaft ist durch die hormonelle Umstellung die Schwangere anfälliger für Scheideninfektionen. Diese könnten das Kind und/oder die Schwangerschaft gefährden, wenn sich die Infektion von der Scheide aus in die Gebärmutter ausbreitet.

Wie sieht Cervixschleim aus?

Der Schleimpfropf in der Schwangerschaft ist weißlich und zäh. Er sitzt relativ fest im Kanal des Gebärmutterhalses.

Welche Funktion hat der Schleimpfropf?

Er schützt das Kind in der Gebärmutter vor mechanischen Einwirkungen und lokalen infektiösen Erregern bei einer Scheidenentzündung.

Achtung: Der Schleimpfropf schützt nicht vor Infektionen, die über den Blutweg (also kleinste Läsionen während des Geschlechtsverkehrs) übertragen werden, wie zum Beispiel HIV!

Warum geht der Schleimpfropf ab?

Vorwehen bereiten den Muttermund auf die Geburt vor. Der Gebärmutterhals muss vollständig verstreichen. Dadurch wird der Verschlussmechanismus aufgehoben. Erst dann kann sich der Muttermund in der Weite öffnen. Bei diesem Prozess, dem Verstreichen und leichtem Öffnen des Gebärmutterhalses, löst sich der Schleimpfropf ab. Dabei werden ganz kleine Blutgefäße eröffnet und es kommt zum sogenannten „Zeichnen“. Als Zeichnen bezeichnet man den blutigen Schleimabgang vor Geburtsbeginn. Der abgehende Schleim ist zäh und blutig tingiert, in der Färbung, also hell mit hellrotem bis bräunlichen Blutbeimengungen in geringem Umfang (Schmierblutung). Das ist kein Grund zur Sorge.

Achtung: Wenn es in der Schwangerschaft zu hellroten (frischen) periodenstarken Blutungen oder stärker kommt, sollten Sie sich sofort in eine Klinik bringen lassen. Die Ursachen müssen schnell herausgefunden und behandelt werden.

Wann sich der Schleimpfropf löst, ist bei jeder Gebärenden verschieden. Bei manchen Frauen löst sich der Pfropf eine Woche vor Geburtsbeginn, weil die Vorwehen eben seit dieser Zeit üben und den Muttermund erweichen und verkürzen und leicht öffnen. Manchmal löst sich der Schleimpfropf bei manchen Frauen auch erst wenige Tage oder Stunden vor der Geburt. Andere Frauen (meist Mehrgebärende) erleben das lösen des Pfropfes erst mit dem Geburtsbeginn. Es gibt keine allgemeingültige Regel. Fakt ist: Schleimpfropfabgang ist ein „Vorbote“ der Geburt.

Maßnahmen bei Schleimpfropfabgang

Legen Sie sich eine frische Vorlage in den Slip ein und warten erst mal ab. Meist spielen sich Wehen ein und die Geburt beginnt. Wenn Sie über den Schleimpfropfabgang oder die Blutbeimengung beunruhigt sind, suchen Sie Ihren Arzt oder Ihre Hebamme auf. Bei regelmäßiger Wehentätigkeit begeben Sie sich zu Ihrem beabsichtigten Geburtsort.

Nun wünsche ich Ihnen eine aufregende und glückliche Zeit. Ihre Hebamme wird Sie zuverlässig und sicher begleiten.

Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern. ×Wanda Unger ist Diplom-Medizin-Pädagogin und Hebamme. Seit vielen Jahren begleitet sie junge Familien durch die Zeit der Schwangerschaft bis zum 1. Lebensjahr ihrer Babys. Für unser Portal schreibt sie Fachtexte rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und Babypflege. Als Mutter und Hebamme ist es ihr wichtig, den Familien den Start in den Alltag mit dem neuen Familienmitglied zu erleichtern. Latest Posts

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Der Schleimpfropf

Im letzten Trimester bist Du gerade als zukünftige Erstmami vermutlich sehr aufgeregt. Was erwartet Dich wohl nun? Wie wird die Geburt ablaufen? Und ab wann musst Du eigentlich ins Krankenhaus? Als Indikator für die letzte Frage kann Dir in gewisser Weise der Schleimpfropf dienen.

Was ist eigentlich der Schleimpfropf?

Wenn es in die letzten Wochen der Schwangerschaft geht, bist Du vermutlich schon sehr aufgeregt. Eine der wichtigsten Fragen als zukünftige Mami, ist natürlich die, ab wann Du eigentlich ins Krankenhaus musst. Glücklicherweise gibt es einige Indikatoren, die Dir zeigen können, wann es in etwa so weit ist. Einer dieser Indikatoren ist der Schleimpfropf, der nach dem deutschen Gynäkologen Samuel Kristeller auch als Kristellscher Schleimpfropf bekannt ist. Dieser dichtet während der Schwangerschaft den Zervixkanal ab und schützt so Dich und Dein Baby vor gefährlichen Keimen. Kurz vor der Geburt löst er sich dann ab, sodass Du den Schleimpfropf als Zeichen der bevorstehenden Geburt werten kannst.

Der Schleimpfropf vor der Schwangerschaft

Vor der Schwangerschaft gibt es in dem Sinne keinen wirklichen Schleimpfropf. Es spielt allerdings der Zervixschleim eine große Rolle, der sich in der Schwangerschaft zum Pfropfen bildet. Auch außerhalb einer Schwangerschaft bilden die Drüsen des Gebärmutterhalses nämlich schon einen Schleim, der je nach Abschnitt des Zyklus eine andere Konsistenz annimmt. Während Deiner unfruchtbaren Tage dichtet der Schleim die Gebärmutter ab und schützt diese vor Keimen. Teilweise kann der Zervixschleim je nach Frau tatsächlich eine Konsistenz annehmen, die der eines Schleimpfropfs sehr ähnlich ist. Vor allem wenn Du gerade die Pille abgesetzt hast, können die überschüssigen Hormone dafür sorgen, dass der Zervixschleim eine etwas dickflüssigere Konsistenz annimmt. Sobald Dein Eisprung näher rückt, verändert sich durch die Östrogene dann die Konsistenz des Schleims, sodass dieser dünnflüssiger und spinnbar wird. Das sorgt dafür, dass die Spermien hindurch schwimmen können und es leichter auf ihrem Weg in die Gebärmutter haben. Im Anschluss sorgt der vermehrte Ausschuss von Progesteron dafür, dass der Zervixschleim wieder dickflüssiger wird und weder Keime noch Spermien hindurch können. Ähnlich wird dann auch der Schleimpfropf in der Schwangerschaft gebildet.

Der Schleimpfropf während der Schwangerschaft

Der eigentliche Schleimpfropf bildet sich erst, wenn Du schwanger wirst. In dieser Zeit wird der Zervixschleim noch wesentlich zäher als in Deiner unfruchtbaren Phase und verschließt Deinen Muttermund. Solange er fest sitzt, sind Du und Dein Baby vor allen Keimen gut geschützt. Aus diesem Grund kannst Du auch eine bald einsetzende Geburt gut am Abgang von Deinem Schleimpfropf erkennen. Sobald der Schutz nicht mehr gewährleistet ist, wird Dein Baby sich nämlich bald schon auf den Weg machen, damit sich diese eher ungeschützte Zeit möglichst in Grenzen hält. Darüber hinaus hat der Pfropf auch noch die Aufgabe, die Gebärmutter zu stabilisieren. Geht er viel zu früh ab, kann es sein, dass Dein Kind aufgrund der instabilen Gebärmutter ebenfalls viel zu früh zur Welt kommt.

Der Schleimpfropf löst sich

In der Regel kann man sagen, dass Deine Geburt bald beginnen wird, sobald sich Dein Schleimpfropf ablöst. Dies ist in den meisten Fällen so. Oft dauert es noch gut ein bis zwei Tage, aber in der Regel wirst Du in dieser Zeit auch schon leichte Wehen spüren. In seltenen Fällen kann es jedoch auch sein, dass Dein Schleimpfropf sich sehr viel früher ablöst und zwar bis zu zwei Wochen bevor die eigentliche Geburt einsetzt. Solltest Du sehr unsicher sein, weil Du meinst, dass er sich bereits abgelöst hat, Deine Geburt aber einfach nicht beginnt, sprich am besten einmal mit Deiner Hebamme. Sie wird nachgucken können, ob alles in Ordnung ist. Dies gilt auch für den Fall, wenn Du beim Lösen des Pfropfes zu sehr blutest. Ein wenig Blut ist normal, denn schließlich beginnt nun auch die Gebärmutter sich zu öffnen. Sollte es jedoch zu viel werden, musst Du Dich in jedem Fall untersuchen lassen.

Video: So erkennst Du dass die Geburt beginnt

Gerade so kurz vor der Geburt beobachtest Du Deinen Körper natürlich ganz genau und achtest auf jedes Zeichen. Um den Schleimpfropf zu erkennen, musst Du aber natürlich auch wissen, wie er aussieht. Viele Frauen sind sich hierin unsicher und das zurecht, denn sein Aussehen kann von Frau zu Frau variieren. Mal besteht er aus sehr viel Schleim und ist daher relativ leicht zu identifizieren, mal ist es aber so wenig, dass er Dir gar nicht auffällt. Auch der Anteil von Blut kann je nach Schleimpfropf stark variieren, sodass er mal dunkelrot, mal rosa und mal hellbraun aussehen kann. Teilweise ist es auch so, dass einige Frauen den Abgang des Pfropfes gar nicht erst bemerken, da er nur mit sehr wenig Blut und sehr wenig Schleim einhergeht.

Wenn Dein Schleimpfropf abgeht, ist dies ein mehr oder weniger sicheres Zeichen, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Oft dauert es dann nur noch einen Tag, bevor die Wehen richtig einsetzen und Dein Schatz sich auf den Weg macht. Wie der Pfropf aussieht, lässt sich allerdings nicht eindeutig sagen, da sein Aussehen von Frau zu Frau stark variieren kann.

Was ist ein Schleimpfropf?

Der Schleimpfropf bildet sich zu Beginn der Schwangerschaft aus Zervixschleim. Dieses Sekret begleitet den weiblichen Menstruationszyklus, wird also unabhängig von einer Schwangerschaft von Drüsen im Gebärmutterhals der Frau produziert. Es verschließt den Muttermund zum Schutz vor Bakterien. An den fruchtbaren Tagen der Frau wird der Zervixschleim durchlässiger, sodass Spermien durchdringen könnten.
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Sobald eine Frau schwanger ist, verändern sich natürlich die Hormone. Steigt der Anteil von Östrogenen und Progesteron, verfestigt sich der Zervixschleim zu einem Schleimpfropfen, setzt sich am Muttermund fest und verschließt den sogenannten Zervixkanal. Dies geschieht bereits in den ersten Tagen der Schwangerschaft.

Mediziner sprechen häufig auch vom „Kristellschen Schleimpfropf“. Benannt wurde der Schleimpfropf nach dem deutsch-jüdischen Gynäkologen Samuel Kristeller (1820–1900), der den Kristeller-Handgriff 1867 zum ersten Mal während einer Geburt anwendete.

Welche Funktion hat der Schleimpfropf in der Schwangerschaft?

Da der Schleimpfropf den Muttermund während der Schwangerschaft verschließt, fungiert er als natürliche Barriere gegen Bakterien und Keime, die sich in der Scheide der werdenden Mutter befinden. Zusätzlich wirkt der zähe Schleimpfropfen während der Schwangerschaft stützend für die Gebärmutter und kann so das Risiko einer Frühgeburt vermindern.

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Wie und wann löst sich der Schleimpfropf in der Schwangerschaft?

So natürlich der Körper den Schleimpfropf am Anfang der Schwangerschaft aufbaut, so natürlich sorgt er am Ende der Schwangerschaft für dessen Ablösung. In der Regel findet dieser schmerzfreie Vorgang zwischen der 38. und 42. Schwangerschaftswoche statt. Bei manchen Frauen löst sich der Schleimpfropfen aber erst mit Aufkommen der ersten Wehen. Auch das ist vollkommen normal.

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Zum Ablösen des Schleimpfropfens werden vermehrt Prostaglandine produziert. Diese Gewebshormone verändern das Zervixgewebe, lassen es dünnflüssiger werden – man spricht von einer Zervixreifung – und machen es so möglich, dass der Schleimpfropf sich löst. Häufig geschieht die Ablösung vollkommen schmerzfrei unter der Dusche oder auch beim Toilettengang, sodass einige Frauen gar nicht bemerken, dass der Schleimpfropfen nun weg ist. Genauso oft finden Schwangere das Sekret aber auch in ihrer Unterwäsche.

Ist eine zu frühe Ablösung gefährlich für mein Baby?

Nein. Sollte sich bei Ihnen der Schleimpfropf vor der 38. Schwangerschaftswoche lösen, produziert Ihr Körper in den meisten Fällen eine neue Schutzbarriere aus Zervixschleim. Passiert dies nicht, ist Ihr Baby trotzdem durch die Fruchtblase geschützt, sodass kein wesentlich erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Dennoch raten Ärzte dazu, nach einem frühen Abgang des Schleimpfropfens keinen Geschlechtsverkehr zu haben und auch vom Baden in öffentlichen Schwimmbädern oder Badeseen abzusehen. Wichtig ist jedoch, der Hebamme oder der/dem Frauenärztin/Frauenarzt Bescheid zu geben, sobald die vorzeitige Ablösung des Schleimpfropfens bemerkt wurde, um das Risiko frühzeitiger Wehen im Auge zu behalten.

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Welche Farbe und Konsistenz hat der Schleimpfropf?

Auch wenn das zunächst komisch klingt: Der Schleimpfropf ist so individuell, wie jede Schwangerschaft an sich. Farbe, Konsistenz, ja sogar die Menge variieren von Frau zu Frau. Dennoch gibt es sichtbare Merkmale, die Ihnen dabei helfen, einen Schleimpfropf als solchen zu erkennen. Meist ist der Schleimpfropf weißlich-trüb und von der Konsistenz her – wie der Name schon verrät – schleimig, fest und geleeartig.

Häufig weist der Schleimpfropf allerdings auch eine Färbung auf. Das kann von Hellrosa bis Dunkelbraun alles sein und ist zunächst kein Grund zur Sorge. Die Färbung bedeutet lediglich, dass sich der Zervixschleim mit etwas Blut vermischt hat: Je heller seine Färbung, desto frischer das Blut. Dazu kommt es, weil sich der Muttermund in Vorbereitung auf die Geburt bereits öffnet und so die ersten kleinen Gefäße reißen. Diese leichte Blutung bezeichnet man als Zeichnungsblutung.

Wichtig ist aber: Sollten Sie verstärkt bluten, (Unterleibs-)Schmerzen verspüren oder einfach das Gefühl haben, dass der Schleimpfropf zu stark gefärbt ist oder unangenehm riecht, kontaktieren Sie unverzüglich Ihre/n Ärztin/Arzt.

Geht der Schleimpfropf in einem Rutsch ab, verlieren viele Frauen einen ca. vier Zentimeter langen Schleimstreifen. Bei anderen löst sich der Schleimpfropfen wiederum Stückweise, was dazu führen kann, dass man ihn für den normalen Ausfluss während der Schwangerschaft hält.

Leitet der Schleimpfropf die Geburt ein?

Nein. Der Abgang des Schleimpfropfens ist eines der frühen Zeichen, dass Ihr Körper nun bereit ist für die Geburt: Die natürliche Schutzbarriere am Muttermund löst sich, der Weg für Ihr Baby wird freigemacht. Dennoch ist ein abgelöster Schleimpfropf nicht der Startschuss für die Geburt – dieser ist und bleibt das Aufkommen regelmäßiger Wehen. Manche Frauen haben es allerdings zum Ritual gemacht, die Tasche fürs Krankenhaus zu packen, wenn sich der Schleimpfropfen in der 38. SSW gelöst hat.

Pschyrembel, klinisches Wörterbuch, 260. Auflage (2004), Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin

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