Schlafstörung in der schwangerschaft

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Schlaflos und schwanger – Was kann ich tun?

Wie sich der Schlaf in der Schwangerschaft verändert, ist sehr individuell. Manche Frauen schlafen in dieser Zeit so gut wie nie zuvor, andere haben fast vom ersten Tag an Schwierigkeiten, ein- oder durchzuschlafen. Hausmittel, Akupunktur, Naturheilmittel oder homöopathische Arzneien können Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft fast immer lindern.

Ohne ärztliche Absprache absolut tabu sind herkömmliche Schlafmittel, da ihre Wirkstoffe in den Blutkreislauf des Kindes übergehen können.

Was verursacht Schlaflosigkeit in der Schwangerschaft?

Die Gründe für die Schlaflosigkeit unterscheiden sich in den verschiedenen Phasen einer Schwangerschaft – bemerkbar macht sie sich vor allem im ersten und letzten Drittel:

  • Die hormonelle Umstellung im ersten Schwangerschaftstrimester hat auch Folgen für den Schlaf. Viele Frauen verspüren tagsüber bleierne Müdigkeit, die Wirkung der Schwangerschaftshormone und häufiger Harndrang lassen sie jedoch nachts oft nicht zur Ruhe kommen.
  • Das zweite Schwangerschaftsdrittel ist für die meisten Schwangeren eine Entspannungs- und Erholungsphase. Auch Müdigkeit und Schlafprobleme treten in dieser Zeit zurück. Viele Frauen beginnen jetzt, sehr intensiv zu träumen.
  • Im letzten Schwangerschaftstrimester macht sich die wachsende körperliche Belastung auch immer stärker nachts bemerkbar. Viele Frauen leiden jetzt unter häufigem Sodbrennen, Rücken- oder Beckenschmerzen, nächtlichen Beinkrämpfen oder dem sogenannten Restless-Legs-Syndrom („ruhelose Beine“). Oft fällt es ihnen schwer, überhaupt noch eine bequeme Schlafposition zu finden. Das Gewicht von Gebärmutter und Kind drücken auf die Blase, so dass nächtliche Toilettengänge zu einer belastenden Routine werden können. Ausserdem sind ungeborene Babys durch hormonelle Einflüsse „nachtaktiv“ – wenn die Mutter zur Ruhe kommt, bewegen sie sich besonders intensiv.

Die richtige Schlafposition ist wichtig

Die richtige Schlafposition kann dabei helfen, Schlafprobleme zu vermindern. Am besten gewöhnen Sie sich schon in den ersten Schwangerschaftsmonaten das Schlafen auf der linken Seite an. Diese Position entlastet den Körper und fördert durch die Entlastung der Vena cava – der grössten Körpervene im unteren Bauchraum – die Durchblutung.

Auch die Arbeit der Nieren wird hierdurch erleichtert, so dass sich weniger Wassereinlagerungen im Körper bilden. Das Baby wird in dieser Position optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Ein Stillkissen zwischen den Knien wirkt zusätzlich entlastend, vielleicht stützen Sie auch Ihren Rücken mit bequemen Kissen ab. In den letzten vier bis sechs Wochen Ihrer Schwangerschaft finden Sie in einem bequemen Sessel vielleicht besser Schlaf als in Ihrem Bett.

Bewegung und Entspannung helfen, Schlaflosigkeit zu lindern

Regelmässige Bewegung ist in der Schwangerschaft aus mehreren Gründen zu empfehlen – sie kräftigt den Körper für die Strapazen der Geburt, hilft gegen viele Schwangerschaftsbeschwerden, fördert das seelische Wohlbefinden und verhilft oft auch zu einem besseren Schlaf.

Durch Schwimmen – möglichst am späten Nachmittag – lässt sich sogar der lästige Harndrang reduzieren, dessen Ursache in der fortgeschrittenen Schwangerschaft auch Wassereinlagerungen (Ödeme) sind: Durch die horizontale Lage im Wasser sowie den Wasserdruck vermindern sich die Ödeme vor allem an den Beinen – und Wasser, das tagsüber den Körper schon verlassen hat, stört Sie in der Nacht nicht mehr.

Spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen ist intensive Bewegung allerdings kontraproduktiv. Nach einem Sportprogramm benötigt der Körper für das „Herunterfahren“ mindestens zwei Stunden Zeit. Gezielte Entspannungsübungen oder einfach eine ruhige und entspannte Zeit fördern jetzt die Bereitschaft für den Schlaf.

Auch warme Bäder – für maximal zehn Minuten und nicht wärmer als 38 Grad Celsius – oder ein Fussbad mit allmählich ansteigender Temperatur können gegen Schlaflosigkeit Wunder wirken. Zur körperlichen und seelischen Entspannung vor dem Schlaf tragen auch Massagen bei. Beispielsweise kann Ihr Partner Ihnen Schultern, Rücken und Füsse sanft mit einem milden Massageöl massieren.

Weitere Tipps für möglichst störungsfreien Schlaf

Eine schwere Mahlzeit belastet den Körper und kann das Einschlafen ebenso wie entspannten Schlaf verhindern. Ihr Abendessen sollte deshalb leicht verdaulich sein und mindestens drei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden. Anregende Getränke – Kaffee, Tee und Cola – sind in der Schwangerschaft nur in Massen zu empfehlen, ab dem späten Nachmittag sollten Sie möglichst ganz darauf verzichten.

Kurz vor dem Schlafengehen trinken Sie am besten nur noch wenig, um sich wenigstens einige Unterbrechungen Ihrer Nachtruhe zu ersparen. Bei sehr häufigem nächtlichem Harndrang leistet der abendliche Verzehr von etwas Trockenobst gute Dienste, da es Flüssigkeit im Magen-Darm-Trakt bindet.

Warme Milch ist eine gute Einschlafhilfe: Bei ihrem Erwärmen wird Tryptophan – eine natürliche Aminosäure – freigesetzt, die auf Körper und Geist beruhigend wirkt.

Wenn Sie einmal partout nicht einschlafen oder nach einer Unterbrechung Ihrer Nachtruhe nicht weiterschlafen können, versuchen Sie nicht, sich in den Schlaf zu zwingen – lenken Sie sich ab, lesen Sie ein paar Seiten, machen Sie einige leichte Entspannungsübungen.

Der ersehnte Schlaf stellt sich danach oft von selber wieder ein. Viele Frauen plagen sich in einigen Phasen ihrer Schwangerschaft auch mit Unsicherheiten und Ängsten ab, die sie nicht zur Ruhe kommen lassen. Falls Sie davon betroffen sind: Suchen Sie sich Hilfe – möglicherweise räumt bereits ein Gespräch mit erfahrenen Müttern, einer Freundin oder Ihrer Hebamme Ihre Befürchtungen wirksam aus.

Und wenn die Schlaflosigkeit trotzdem anhält?

Wenn Sie Ihre schwangerschaftsbedingte Schlaflosigkeit mit diesen Methoden nicht in den Griff bekommen, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme. Vielleicht kann sie Ihnen mit pflanzlichen Schlafmitteln weiterhelfen. Hopfen, Baldrian oder auch Bachblüten, Schüsslersalze und homöopathische Arzneien können Schlaflosigkeit zum Verschwinden bringen.

In der Homöopathie gibt es dafür eine ganze Reihe verschiedener Globuli, die Sie unbedenklich nehmen können. Coffea D12 ist beispielsweise wirkungsvoll, wenn Ihre Gedanken nicht zur Ruhe kommen, Scutellaria D6, wenn der Schlaf trotz Müdigkeit und Erschöpfung nicht kommen will. Zincum Metallicum D12 löst körperliche Unruhezustände auf, Phosphorus D12 ist besonders bei seelischer Anspannung hilfreich.

Viele Hebammen schwören bei Schlaflosigkeit ebenso wie bei vielen anderen Schwangerschaftsbeschwerden auf eine Akupunkturbehandlung und haben eine entsprechende Zusatzausbildung absolviert.

Die eigene Schlafposition hat große Auswirkungen auf die Qualität des Schlafs:

  • Liegen Sie falsch, dann kann das kurzfristig zu Verspannungen & Schmerzen nach dem Aufstehen führen.
  • Schlafmangel, Magenverstimmungen oder vorzeitiges Altern stellen nur einige der langfristigen Folgen dar.

Aus diesen Gründen lohnt es sich, etwas genauer bei den eigenen Schlafgewohnheiten nachzuforschen.

Falls Sie ständig müde sind, dann liegt das möglicherweise an der falschen Liegeposition.

In diesem Artikel finden Sie nicht nur die jeweiligen Vor- & Nachteile der bekanntesten Schlafpositionen, sondern auch ein paar allgemeine Tipps zur Verbesserung Ihres Schlafs.

Inhaltsverzeichnis

  1. Schlafen auf dem Rücken
  2. Schlafen auf der Seite
  3. Zusammengerollt schlafen
  4. Schlafen auf dem Bauch
  5. Schlafen in der Schwangerschaft
  6. Zu zweit schlafen

Von Schlafforschern empfohlen: Die Rückenlage

Für viele Experten gilt das Schlafen auf dem Rücken als die gesündeste Variante.

Der Körper kann sich entspannen und die Wirbelsäule bleibt gerade – das entlastet Rücken & Nacken.

  • Rückenschlaf fördert die Tiefschlafphasen & verbessert die Regeneration während der Nacht. Die Schlafqualität sowie die Schlafdauer verbessern sich und Sie fühlen sich während des Tages voller Energie.
  • Ihr Gesicht drückt zudem – im Gegensatz zur Seiten- oder Bauchlage – nicht gegen das Kopfkissen. Störende Falten oder dadurch verursachte Akne im Gesicht können so erst gar nicht entstehen.

Doch damit nicht genug: Diese Position vermindert auch Reflux aus dem Magen (aufstoßende Magensäure). Das tritt besonders im Alter immer häufiger auf und kann den Schlaf entschieden stören.

Rückenschläfer schnarchen öfter

Allerdings hat die Rückenposition nicht nur Vorteile, sondern kann bei einigen Menschen auch das Schnarchen verstärken.

In einer Studie schnarchten die Versuchspersonen seltener, sobald sie von der Rücken- auf die Seitenlage wechselten. Vor allem schlanken Schnarchern kann das Schlafen auf der Seite Erleichterung bringen.

Das richtige Kopfkissen ist entscheidend

Wichtig beim Rückenschlafen ist die richtige Höhe des Kopfkissens.

Falls Sie auf dem Rücken schlafen, dann sollte das Kissen weder zu niedrig noch zu hoch sein.

  • Es sollte auf keinen Fall zu hoch sein, um zu verhindern, dass das Kopfkissen die Halswirbel nach oben schiebt und ihren Kopf nach vorne drückt.
  • Die Wirbelsäule sollte die ganze Nacht über in einer neutralen Position bleiben. Falls Sie im Kissen versinken, ist wahrscheinlich ein zu hohes Kissen Schuld.
  • Bei einem geraden Rücken oder kaum eingedrehten Schultern reichen oft eine Nackenrolle & ein sehr niedriges Kissen aus, um für perfekten Schlaf zu sorgen.

Nur mit der richtigen Schlafhilfe bekommen Sie alle gesundheitlichen Vorteile des Rückenschlafens. Falls Sie mehr über die Auswahl des passenden Kissens erfahren wollen, dann lesen Sie am besten unseren umfangreichen Kopfkissen-Ratgeber.

Schlafen am Rücken zusammengefasst

Die Rückenlage bringt viele Vorteile und ermöglicht freies sowie unbeschwertes Atmen.

Im Gegensatz zur Seitenlage -bei der sich viele Menschen mit verkrümmter Wirbelsäule zusammenrollen – müssen Sie auch nicht daran denken, den Rücken gerade zu halten. Das geschieht ganz automatisch.

Aus gesundheitlichen Gründen sollten Sie daher möglichst immer auf dem Rücken schlafen. Langfristig kann das die Gesundheit & Lebensqualität spürbar verbessern.

Wenn Sie allerdings zum Schnarchen neigen, dann könnte vielleicht auch die nächste Position für Sie geeignet sein.

Schlafen auf der Seite: Gesund & weit verbreitet

Die meisten Deutschen sind Seitenschläfer – etwa 59% schlafen auf diese Weise. In der Regel ist das auch völlig gesund.

Jedenfalls, solange Sie einige Dinge beachten.

  • Die Wirbelsäule sollte auch in dieser Position möglichst neutral bleiben, um Verspannungen & langfristig chronische Schmerzen zu verhindern.
  • Falls Sie mit dem Kopf auf den Händen, Armen oder Schultern ruhen, dann komprimiert das die Neven und Ihre Finger können taub werden.

Auch in dieser Position ist das richtige Kopfkissen Pflicht. Es sollte den Kopf ausreichend stützen, damit er nicht nach unten absackt (oder nach oben drückt).

In der Seitenlage ist vor allem die Höhe des Kissens entscheidend.

Seitenschlafen ist nur gesund, solange Sie die Wirbelsäule im Gleichgewicht halten, ansonsten Drogen Verspannungen in Rücken & Nacken. Mehr zur Auswahl des richtigen Kopfkissens lesen Sie in der Kaufberatung für Seitenschläferkissen.

Das Seitenschlafen hat auch Nachteile

Der Kopf drückt während der Nacht nach vorne ins Kissen. Am nächsten Morgen gibt es dadurch deutlich erkennbare Abdrücke im ganzen Gesicht.

  • Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch Hautuntereinheiten wie Akne begünstigen.
  • Im Kissen sammeln sich nämlich Schmutz, Keime & Bakterien, die in die oberen Hautschichten eindringen.

Wenn Sie also häufig mit Unreinheiten zu kämpfen haben, dann könnte Ihr Kopfkissen der Auslöser sein. Waschen Sie den Bezug daher so oft wie möglich.

Hier helfen spezielle Seitenschläferkissen, die so gebaut sind, dass Ihr Körper nicht die ganze Zeit gegen den Stoff drückt. Mehr dazu erfahren Sie im oben verlinkten Ratgeber.

Seitenschlafen – Fazit

Solange Ihre Wirbelsäule gerade bleibt, ist auch das Schlafen auf der Seite gesund. Dann sind Verspannungen unwahrscheinlich & Schnarcher finden oft Erleichterung.

Zusammengerollt auf der Seite: Die fötale Position

Beim Schlafen auf der Seite kann manchmal Druck im Schulterbereich entstehen. Dieses Gefühl wird durchs Zusammenrollen (wie ein Baby) verstärkt.

  • Die Wirbelsäule wird dadurch krumm und das Atmen erschwert.
  • Verspannungen im Nacken & Schulterbereich nehmen drastisch zu.
  • Das nicht immer gesunde Schlafen mit offenem Mund wird begünstigt.

Während eines kurzen Mittagsschlafs müssen Sie dadurch keine Probleme befürchten, doch während einer stundenlangen Nachtruhe kann sich das negativ auf die Schlafqualität auswirken.

Wann immer möglich, sollten Sie die Wirbelsäule deshalb möglichst neutral (= gerade) halten, um Schlafbeschwerden zu verringern. Oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Fazit zur Embryoposition

So gut es geht vermeiden – besonders beim Schlafen über mehrere Stunden. Wenn Sie gerne auf der Seite schlafen, dann sollten Sie das mit möglichst geradem Rücken tun.

Achtung beim Schlafen auf dem Bauch

Ganz und gar nicht gesund ist außerdem das Schlafen auf dem Bauch – diese Position sollten Sie sich schnellstmöglich abgewöhnen.

  • Die Matratze drückt die ganze Nacht über gegen den Bauch und Sie können nicht frei & unbeschwert atmen. Die Folge sind schlechter Schlaf & möglicherweise langfristige Schlafstörungen.
  • Der Kopf dreht sich in eine unnatürliche Position – über mehrere Stunden bilden sich deutlich spürbare Verspannungen. Langfristig können diese Schmerzen auch chronisch werden.

Es gibt zwar spezielle Bauchschläferkissen, doch die mildern nur die Symptome. Möglicherweise drückt das Gesicht dann nicht ganz so fest gegen das Kissen, doch die eingeschränkte Atmung bleibt.

Vermeiden Sie das Schlafen auf dem Bauch & gewöhnen Sie sich um

Wechseln Sie daher besser in eine andere Position – der Umstieg kann jedoch besonders in der 1. Zeit schwerfallen.

  • Geben Sie Ihrem Körper daher genug Zeit. Zur Umgewöhnung ist es auch hilfreich, den Wechseln im Urlaub zu beginnen.
  • Falls Sie zu Beginn nicht genügend Schlaf bekommen, dann können Sie anschließend zumindest während des Tags rasten.

Auf lange Sicht werden es Ihnen Ihr Körper & Ihre Gesundheit danken.

Die beste Schlafposition in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sollten Sie das Schlafen auf dem Rücken besser vermeiden, denn die Gebärmutter drückt ansonsten auf den restlichen Körper & kann Atembeschwerden verursachen.

Außerdem kann das zu Rückenschmerzen führen und nicht zuletzt den Kreislauf Ihres Babys beeinflussen.

Experten raten deshalb zur stabilen Seitenlage auf der linken Seite.

Auf der rechten Seite verläuft nämlich eine wichtige Ader – die Vena cava – welche nicht zusammengedrückt werden sollte.

  • Spezielle Schwangerschaftskissen können bei der richtigen Rastposition helfen & die Nachtruhe durch ihre stützenden Eigenschaften angenehmer gestalten.
  • Am Anfang der Schwangerschaft können Sie sich auch noch auf den Bauch legen, doch mit zunehmendem Bauchumfang wird das immer schwieriger.

Wahrscheinlich wissen Sie das bereits, an dieser Stelle trotzdem noch ein kleiner Tipp: Sie können natürlich auch mehr als 1 einziges Kissen verwenden, um Ihren Körper zu stützen & für mehr Komfort zu sorgen.

Löffelchenstellung: Schlafen mit Partner

Gemeinsam mit dem Partner einzuschlafen ist eines der schönsten Dinge der Welt – abseits der Geborgenheit sorgt es allerdings nicht unbedingt für eine bessere Schlafqualität.

In der Löffelchenstellung erhöht sich die Belastung auf die Wirbelsäule & die Nerven im Nackenbereich werden komprimiert. Das führt nicht nur zu Verspannungen, sondern auch zu einschlafenden Händen.

Trotzdem müssen Sie auf Romantik nicht verzichten: Kuscheln Sie vor dem Einschlafen ruhig zusammen – und drehen Sie sich kurz davor auf die Seite oder den Rücken.

Sagt die Schlafposition etwas über den Charakter aus?

Wissen kann man es nie, aber wahrscheinlich ist es nicht. Oder werden Sie plötzlich zu einem anderen Menschen, wenn Sie sich morgens auf die Seite drehen?

Es hat auch schon Studien zu diesem Thema gegeben, doch eindeutig sind sie nicht. Nur eines ist laut den Forschern sicher:

Wer in einer schlechten Position schläft, der ist am nächsten Morgen wahrscheinlich schlecht gelaunt.

So offensichtlich das klingen mag, so ernst sind die Folgen: Schlechter Schlaf kann Ihre Lebensqualität entscheidend zum Negativen beeinflussen.

So verbessern Sie Ihren Schlaf

Viele Menschen bekommen jede Nacht zu wenig Schlaf und leiden unter Gesundheitsbeschwerden, höherer Anfälligkeit für Krankheiten & einer allgemein niedriger Lebensqualität.

  • Und das Schlimmste: Oftmals bekommen Sie gar nicht mit, dass fehlender Schlaf die Hauptursache für die eigenen Beschwerden darstellt.
  • Nehmen Sie sich deshalb etwas Zeit, & lernen Sie Ihre Schlafgewohnheiten kennen – und wie sie den Körper beeinflussen.

Diese Seite ist der ideale Anfangspunkt, um mehr über Ihren Schlaf zu erfahren.

Haben Sie sich z.B. schon immer gefragt, wie viel Schlaf ein Mensch für ein gesundes Leben wirklich benötigt oder wie sich Smartphones auf den Schlaf auswirken?

Der 1. Schritt zu einem besseren Lebensgefühl

Stöbern Sie am besten in unseren verschiedenen Rubriken & erfahren Sie, mit welchen Maßnahmen Sie Ihren Schlaf verbessern können:

  1. In der Kategorie Schlafzimmer gibt es hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr Schlafzimmer optimal einrichten.
  2. In der nächsten Rubrik finden Sie mehr Informationen zu häufigen Schlafproblemen & Schlafstörungen.
  3. Aktuelle Untersuchungen erklären wir (für alle verständlich) in der Kategorie zu Schlafforschung.
  4. Allgemeine Tipps & Strategien für eine gesunde Nachtruhe erfahren Sie hier: Besser Schlafen.

Stöbern Sie einfach in dem Themenbereich, der Sie am meisten interessiert. Jeder davon kann Ihre Lebensqualität spürbar steigern.

Ich hoffe, dass dieser Artikel zum Thema Schlafpositionen hilfreich für Sie war. Bitte empfehlen Sie diese Seite weiter, um auch anderen Menschen mit diesem Wissen zu helfen.

Köln –

Deutschland hat „Rücken“. Jeder dritte Deutsche hat mehrmals pro Monat Rückenschmerzen, knapp die Hälfte mehrmals im Jahr. Und das prägt den Alltag der Betroffenen, auch nachts: 30 Prozent können aufgrund der Schmerzen nur schlecht schlafen.

Dabei ist Schlaf wichtig, nicht nur für den Geist – auch für den Rücken. Neben dem Gehirn erholen sich im Schlaf auch die Bandscheiben, Wirbel und Muskeln, erklärt Reinhard Schneiderhan. Der Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga weiß, dass auch die richtige Position in der Nacht einen Einfluss auf die Schmerzen des Tages hat.

In der Rückenlage liegt die Wirbelsäule s-förmig gekrümmt, in der Seitenlage ist sie gerade

Eine der Schlafpositionen, die für viele Menschen angenehm ist, ist die Rückenlage. In dieser Schlafposition liegt die Wirbelsäule s-förmig gekrümmt, in der Seitenlage ist sie gerade. Für erholsamen Schlaf sei allerdings wichtig, dass sich Rücken- und Seitenlage abwechseln: „Die beste Lage ist die wechselnde Lage.“ Dadurch werde sichergestellt, dass die Muskeln der aufliegenden Bereiche gut durchblutet und belastet würden.

„Man kann sich vorstellen, dass bei einem etwas schwereren Menschen, der auf der rechten Seite liegt, die rechte Schulterpartie sowie das Becken in die Matratze gedrückt werden und dadurch die Blutversorgung in den aufliegenden Bereichen nicht optimal ist. Deswegen wird es mit der Zeit unbequem, der Patient dreht sich im Schlaf um. Das ist der Idealzustand.“ Der Patient jedoch, der Veränderungen an der Wirbelsäule hat, werde eher eine individuell auf ihn zugeschnittene Schlafposition bevorzugen, so der Experte.

Dr. Reinhard Schneiderhan

Foto:

Schneiderhan

Linke Seitenlage entlastet Organe und minimiert Sodbrennen

Wer bereits mit Rückenschmerzen Probleme hat, der sollte die Embryostellung testen: auf der Seite liegend, die Beine angezogen, Arme verschränkt oder bei den Beinen. Man kann ein Kissen unter den Armen platzieren oder umschlingen. „Die Embroystellung ist eine Komfortlage für Menschen, die Rückenprobleme haben. In dieser Position können sie optimal die Wirbelgelenke entlasten“, sagt Schneiderhan. Durch die Entspannungslage werde zusätzlich die Durchblutung in dieser Region gefördert. Aber Achtung: Wer so schläft, sollte darauf achten, die Halswirbelsäule nicht zu stark zu beugen, denn sonst drohen Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich.

Und wenn wir auf dem Rücken schlafen, sollten wir uns unbedingt in die Seitenlage nach links und nicht nach rechts drehen, meint der Experte. „Schlafen wir auf dem Rücken nach links gedreht, kommt es seltener zu Sodbrennen, einem sogenannten Reflux.“ Das heißt konkret: Wir stoßen seltener sauer auf, was auf Dauer zu ernsthaften Magenproblemen führen kann. Liegen wir in der linken Seitenlage, findet eine Entlastung der Organe wie der Milz statt, der Reflux wird reduziert, die Pumpfunktion des Herzes wird gleichzeitig verbessert beziehungsweise weniger beeinträchtigt.

Bauchlage führt einer Überstreckung der Halswirbelsäule

Ungünstig für den Rücken ist dagegen die Bauchlage – dabei wird Druck auf Gelenke und Muskeln ausgeübt. Außerdem kommt es laut Schneiderhan zu einer Überstreckung der Halswirbelsäule und zu Verspannungen im Bereich der Nackenmuskulatur. „Wenn wir auf dem Bauch liegen, drehen wir automatisch den Kopf zur Seite, um zu atmen. Manche Patienten klagen dann noch in der Nacht über eingeschlafene Gliedmaße, oder Verspannungen, Blockierungen von Wirbelgelenken, Überlastung von Kiefergelenken sowie Verspannungen im Gesichtsbereich.

Schlafpositionen nehmen wir unterbewusst ein

„Schlafpositionen nehmen wir völlig unterbewusst ein“, erklärt Schneiderhan. Aber: Haben wir uns beispielsweise die rechte Schulter verletzt und sollten nicht auf dieser liegen, so könne man das eigene Schlafverhalten mit bestimmten Kissen steuern. „Beim Orthopädietechniker gibt es spezielle Kissen, die den Rückenbereich abstützen und die verhindern, dass wir uns im Schlaf auf eine bestimmte Seite drehen.“

Nackenverspannungen – auch das Kopfkissen spielt eine Rolle

Das richtige Kopfkissen während des Schlafens kann Nackenverspannungen vorbeugen. Dazu muss es den oberen Teil der Wirbelsäule in eine neutrale Position bringen. Beim Seitenschläfer erkennt man das daran, dass die Wirbelsäule von hinten betrachtet gerade liegt. Für Menschen, die auf der Seite und dem Rücken schlafen, eignen sich schmale Kopfkissen in den Maßen 80 mal 40 Zentimeter mit Latexkern, erklärt Schneiderhan. Bauchschläfer sollten dagegen besser dünne oder gar keine Kissen verwenden. (mit dpa)

Auf dem Rücken schlafen lernen ist gar nicht so einfach, wenn Du bisher eine ganz andere Schlafposition einnimmst. Ein Großteil der Bevölkerung schläft auf der Seite und langfristig kann eine einseitige Schlafhaltung zu Schäden führen.

Deshalb ist es besser, wenn Du Deine Schlafposition veränderst und auch mal auf dem Rücken schläfst. Die neue Haltung ist aber nicht immer angenehm und kann zu Beginn dazu führen, dass Du nur schwer einschlafen kannst.

In diesem Ratgeber stelle ich Dir vor, weshalb es sich lohnt auf dem Rücken zu schlafen und wie Du es erlernen kannst.

Weshalb solltest Du lernen, auf dem Rücken zu schlafen

Nur ein geringer Teil der schlafenden Bevölkerung Deutschlands bevorzugt die Lage auf dem Rücken. Die Seitenlage gilt immer noch als die Lieblingsposition und wird als am bequemsten eingestuft.

Ein Grund hierfür könnte sein, dass wir schon im Fötus eine Haltung einnehmen, die an die Seitenlage erinnert. Die fötale Position vermittelt Geborgenheit und hält den Körper warm. Meist wird diese Angewohnheit vom Kindes- zum Erwachsenenalter fortgeführt.

Die fötale Position mag zwar angenehm sein, auf dem Rücken zu schlafen ist aber deutlich gesünder.

Dennoch lohnt sich das Schlafen auf dem Rücken und es ist vorteilhaft für Dich, wenn Du auch in dieser Position einschlafen kannst. Die Wirbelsäule ist gerade ausgerichtet und falls Du einen Bürojob hast und dort vornehmlich sitzt, kann die aufrechte Haltung des Rückenschlafens eine gesunde Gegenmaßnahme gegen Rückenschmerzen darstellen.

Das Schlafen auf dem Rücken bietet aber noch einige weitere Vorteile.

Vorteile des Schlafens auf dem Rücken

Von Medizinern wird das Schlafen auf dem Rücken als die gesündeste Variante eingestuft. Die Haltung der Wirbelsäule wurde bereits angesprochen, aber es gibt noch einige weitere Vorteile, die nicht nur die Rückenschmerzen betreffen.

Die Wirbelsäule besitzt nicht nur Auswirkungen auf den Rücken. Zwar werden die Rückenschmerzen am häufigsten im unteren Rücken wahrgenommen, zum Beispiel durch eine schlechte Haltung bei der Arbeit am PC. Dennoch sind die Auswirkungen ganz vielfältig.

Das Kissen sollte eine gute Position für den Rückenschlaf ermöglichen.

Leidest Du unter Nackenschmerzen, kann eine ungünstige Schlafhaltung dafür verantwortlich sein. Beim Schlafen auf der Seite besteht die Gefahr, dass der Kopf förmlich abknickt. Ist das Kissen zu hoch oder zu niedrig, liegt der Kopf nicht mehr auf einer Ebene mit der Wirbelsäule. Als Folge sind Verspannungen und Nackenschmerzen zu spüren, die auf einer Seite besonders stark sind.

Hast Du nach dem Aufstehen Magenbeschwerden oder leidest unter starkem Mundgeruch? Eine Ursache hierfür könnte der Rückfluss der Magensäue in die Speiseröhre sein. Dieses Risiko ist bei der Seitenlage besonders hoch, da die Speiseröhre oberhalb des Magens liegt.

Schläfst Du lieber auf dem Bauch, kann dies ebenfalls mit Einschränkungen verbunden sein. Das Zwerchfell kann sich nicht richtig entfalten und es fällt Dir schwerer zu atmen. Das mag Dir im Schlaf gar nicht auffallen, aber der Körper wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Am Morgen fühlst Du Dich müde und bist weniger leistungsfähig.

Auf dem Rücken hast Du hingegen die Möglichkeit viel tiefer zu atmen. Du nimmst mehr Sauerstoff zu Dir und ein Mangel liegt nicht vor. Dies kann dazu führen, dass Du Dich am Morgen viel fitter fühlst und besser in den Tag starten kannst.

Gegen Müdigkeit am Morgen hilft es, das Schlafen auf dem Rücken zu erlernen. Denn auch die Tiefschlafphase soll durch den Rückenschlaf begünstigt werden. Dein Körper kann besser „abschalten“ und am nächsten Morgen fühlst Du Dich viel ausgeschlafener.

Auch aus kosmetischer Sicht kann das Schlafen auf dem Rücken einen Vorteil erbringen. Es wird vermutet, dass durch das Kissen auf dem Gesicht Falten entstehen. Durch den Rückenschlaf vermeidest Du die Belastung des Kissens und die Faltenbildung wird gemindert.

Ehrlicherweise sollte aber auch erwähnt werden, dass der Rückenschlaf als eine Ursache des Schnarchens gelten kann oder diesen verstärkt. Schnarchst Du, solltest Du einige Variationen des Rückenschlafens ausprobieren, um das Schnarchen zu minimieren.

Vorgehensweise, um auf dem Rücken schlafen zu lernen

Bist Du es nicht gewöhnt auf dem Rücken zu schlafen, wird es Dir wahrscheinlich zu Beginn sehr schwerfallen. Jetzt heißt es, Durchhaltevermögen zu beweisen und Dich Schritt für Schritt an die neue Schlafposition heranzuführen.

Mit der folgenden Vorgehensweise kannst Du langfristig vom Schlafen auf dem Rücken profitieren.

Zeit auf dem Rücken verbringen

Es ist wenig sinnvoll, Dich einfach nur ins Bett zu legen und so lange wachzubleiben, bis Du auf dem Rücken einschläfst. Dies kann zu zusätzlichem Stress führen und die Erfolgsaussichten mindern.

Besser ist es, wenn Du zunächst einfach nur probierst, Dich an die Rückenposition zu gewöhnen. Dazu gehört, dass Du Dich bewusst auf den Rücken legst und die Seitenposition vermeidest.

Wirst Du müde und möchtest einschlafen, nutze Deine gewohnte Schlafposition. Versuche jeden Abend, die Zeit auf dem Rücken zu verlängern und mit jeder Nacht wirst Du Dich besser fühlen.

Fühlt sich die Rückenposition komfortabel an, kannst Du probieren in dieser Haltung einzuschlafen. Zwinge Dich aber nicht dazu und wenn Du eher gestresst bist, nimm lieber Deine gewohnte Position ein.

Das Umerlernen geht zügig, wenn Du ohnehin über einen guten Schlaf verfügst und keine Probleme mit dem Einschlafen hast. Kämpfst Du hingegen mit Schlafproblemen, kann es sinnvoll sein, diese zunächst zu beseitigen, bevor der Rückenschlaf trainiert wird.

Die optimale Schlafhaltung

Auch auf dem Rücken solltest Du darauf achten, dass Dein Körper optimal ausgerichtet ist und sich die Wirbelsäule in einer natürlichen Position befindet.

Als Erstes sollte der Kopf und die Wirbelsäule auf einer Höhe liegen. Achte darauf, dass das Kissen weder zu niedrig, noch zu hoch ist. Am besten lässt Du dies einen Freund beurteilen, der Dich von der Seite betrachten kann. Selber kann Deine Wahrnehmung verzerrt sein.

Die Arme liegen entspannt neben Dir. Habe also zu beiden Seiten genügend Platz, um Deine Arme abzulegen.

Entspannt lässt Du nun die Beine etwa schulterbreit ausgestreckt. Auf diese Weise können sich alle Muskeln entspannen.

Vermeide es, dass Du Deine Hände auf den Bauch legst oder die Beine überkreuzt. Dadurch sind die Muskeln noch leicht unter Spannung.

Jetzt atmest Du tief ein und entspannst all Deine Muskeln. Diese Atemtechnik mag an eine Meditation erinnern und führt zu besseren Resultaten, um das Schlafen auf dem Rücken zu lernen.

Weitere Tipps

Fällt es Dir schwer, zu lernen auf dem Rücken zu schlafen oder hast Du leichte Verspannungen oder Schmerzen, kannst Du die folgenden Tipps befolgen.

Kissen unter das Knie

Das Schlafen auf dem Rücken ist besonders für die untere Wirbelsäule entlastend. Besteht aber eine besondere Belastung durch den Beruf, kann diese ungewohnte Position zu einer Verschlimmerung der Rückenschmerzen führen.

Um dies zu verhindern, legst Du ein Kissen unter die Knie. Die Beine liegen dadurch etwas höher und der Druck wird von der unteren Wirbelsäule genommen.

Entspannte Gedanken

Schlafen ist zum Großteil eine Kopfsache. Bist Du gestresst und möchtest einfach nur so schnell wie möglich einschlafen, wird es Dir wahrscheinlich kaum gelingen.

Zusätzlich erschwert wird dies, wenn Du Deine gewohnte Schlafhaltung verlässt und auf dem Rücken schlafen möchtest. Um den Stress zu vermeiden, hilft die richtige Atemtechnik.

Um das Rückenschlafen zu erlernen, versetze Dich in eine entspannte Geisteshaltung.

Versuche zunächst die negativen Gedanken des Tages auszublenden und atme tief und gleichmäßig ein. Schweifen Deine Gedanken ab, versuche diese auf Deine Atmung zu konzentrieren.

Du kannst auch versuchen das Rückenschlafen, als besonders positiv wahrzunehmen. Stelle Dir vor, dass Du durch diese Position viel ausgeruhter und leistungsfähiger sein wirst. Durch die Kraft der positiven Gedanken fällt der Stress ab und Du kannst besser einschlafen.

Die passende Matratze

Auch für den Rückenschlaf ist die Matratze ein wichtiger Bestandteil. Du verbringst etwa 8 Stunden jede Nacht auf der Matratze und diese Zeit sollte verdeutlichen, dass sich die Investition in eine hochwertige und vor allem passende Matratze lohnt.

Wichtig ist hierbei vor allem die Härte der Matratze. Ist diese zu weich, wird dein Rücken zu wenig stabilisiert. Die Wirbelsäule hängt förmlich durch und kann nicht in ihrer natürlichen Position bleiben.

Ist die Matratze hingegen zu hart, kann dies als unangenehm empfunden werden. Hier verspürst Du schnell den Drang, eine andere Position einzunehmen.

Finde daher einen gesunden Mittelweg, der vor allem für Deine Wirbelsäule ideal ist. Nutze die Zeit beim Matratzenkauf und probiere die Matratze aus. Schultern und Gesäß können leicht nachgeben, der Rücken sollte aber stabil aufliegen.

Deshalb lohnt sich das Lernen auf dem Rücken zu schlafen

Mit diesen Tipps sollte es Dir schnell gelingen, aus Deinen Gewohnheiten auszubrechen und das Schlafen auf dem Rücken zu lernen.

Der Rückenschlaf wird von Medizinern als gesündeste Schlafposition empfohlen und falls Du unter Müdigkeit oder Schlafproblemen leidest, kann diese neue Haltung Dein Wohlbefinden verbessern.

Taste Dich langsam heran und setz Dich nicht selber unter Druck. Mit der Kraft der positiven Gedanken wirst Du Dich schnell an den Rückenschlaf gewöhnen und von den Vorteilen profitieren.

Schlafstörungen und Schlaflosigkeit

Viele Schwangere haben das Bedürfnis, mehr zu schlafen als vor der Schwangerschaft. Doch nicht selten haben sie Probleme mit dem Schlafen: Manche schlafen abends schlecht ein, andere wachen nachts auf und können dann nicht gleich wieder einschlafen oder schlafen unruhig. Oft fühlen sie sich dann am Tag unausgeruht und müde.

Wie kommt es dazu?

Viele Schwangere werden wegen häufigen Harndrangs nachts immer wieder wach. Auch Sodbrennen, Wadenkrämpfe oder „unruhige Beine“ (Restless-legs-Syndrom) sind oft für Schlafunterbrechungen verantwortlich.

Ein weiterer Grund für unterbrochenen Schlaf ist der wachsende Bauch: Schwangere finden oft nur schwer eine bequeme Schlafposition und wachen auf, wenn sie ihre Lage wechseln müssen. Zudem sind die Schlaf-Wach-Phasen des Ungeborenen kürzer als die mütterlichen. Das Baby wird deshalb manchmal ausgerechnet dann aktiv, wenn die Frau schlafen möchte. Es kann auch sein, dass Schwangere in der Nacht wach liegen, wenn Gedanken an die bevorstehende Geburt oder die Zeit danach auftauchen. All das ist normal.

Schlafstörungen und Schlaflosigkeit können aber auch die Folge von Stress sein oder im Zusammenhang mit einer Angsterkrankung oder einer Depression stehen. Sich morgens nicht erholt zu fühlen oder tagsüber sehr müde zu sein, kann in seltenen Fällen auch an nächtlichen Atempausen liegen, die bei starkem Schnarchen auftreten können.

Was tun?

Die folgenden Tipps können helfen, Ihren Schlaf zu verbessern:

  • Nehmen Sie am Abend nur eine leichte Mahlzeit zu sich und verzichten Sie auf koffeinhaltige Getränke. Lassen Sie den Tag möglichst ruhig ausklingen und gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie müde sind.
  • Sorgen Sie für ein gut gelüftetes, kühles Schlafzimmer (etwa 18 Grad Celsius).
  • Legen Sie sich ein paar Kissen zurecht: Auf der linken Seite zu liegen, mit einem Kissen zwischen den Knien, unter dem Bauch und im Rücken, finden viele Schwangere bequem. Auch Rückenschmerzen treten dann seltener auf. Zudem kann eine wärmende Auflage im unteren Rückenbereich schlaffördernd wirken.
  • Wenn Sie sich hingelegt haben und nicht einschlafen können, zwingen Sie sich nicht dazu, liegen zu bleiben. Stehen Sie auf, nehmen Sie ein warmes Bad oder machen Sie etwas Entspannendes wie Stricken oder Lesen.
  • Gestalten Sie Ihren Tagesablauf aktiv, mit regelmäßiger Bewegung, um müde zu werden. Wenn Sie tagsüber müde sind, kann ein kurzer Mittagsschlaf sehr erholsam sein – nur nicht zu spät am Nachmittag, sonst könnten Sie abends erst spät müde werden.
  • Treiben Sie regelmäßig Sport – das kann langfristig den Schlaf verbessern.

Wenn die Schlafstörung durch psychische Belastungen wie Stress verursacht wird, können Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Achtsamkeitsübungen hilfreich sein. Auch Akupunktur, Massage oder Yoga können bei Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit helfen.

Gegen nervös bedingte Einschlafstörungen gibt es frei verkäufliche Arzneimittel, die meist Baldrian, Hopfen, Melisse oder Passionsblume enthalten. Allerdings sollten in der Schwangerschaft nur Zubereitungen ohne Alkohol verwendet werden. Lassen Sie sich vor der Einnahme von Medikamenten in jedem Fall von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten.

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Wann zur Ärztin oder zum Arzt?

Wird Ihr Schlaf trotz dieser Maßnahmen nicht besser, wenden Sie sich am besten an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. In schweren Fällen gibt es gut erprobte Medikamente, die kurzfristig eingesetzt werden können.

Wenn Sie im Liegen ein unangenehmes Gefühl in den Beinen haben, wie Kribbeln, Vibrieren oder Brennen, das sich bei Bewegung bessert (Restless-legs-Syndrom), ist ärztlicher Rat ebenfalls sinnvoll.

In manchen Fällen kann es bei starkem Schnarchen zu Atempausen kommen. Wenn diese Atempausen länger als zehn Sekunden andauern, ist eine Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung möglich. Wenn Sie den Verdacht haben, dass bei Ihnen nächtliche Atempausen auftreten, können Sie bei Bedarf an eine Praxis überwiesen werden, die auf Schlafstörungen spezialisiert ist.

Können Sie nachts nicht schlafen, weil Sie sich große Sorgen machen, Ängste haben oder sich sehr niedergeschlagen fühlen, ist es wichtig, dies bei Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme anzusprechen. Sie können Ihnen weiterhelfen und Ihnen zum Beispiel weitere Hilfsangebote vorschlagen.

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 22.03.2019

Stillkissen

Wahrscheinlich haben Ihnen andere (werdende) Mütter Ihnen davon vorgeschwärmt oder der Tipp kam von Ihrer Hebamme – denn Stillkissen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sehen aus wie riesige, gebogene Würste und können bis zu zwei Meter lang und bis zu vier Kilogramm schwer sein. Doch trotz ihrer Unförmigkeit sind die praktischen Rollen sowohl bei Schwangeren als auch stillenden Müttern beliebt, weil sie praktische Helfer in vielen Lebenslagen sind.

Wann sollte ich mir ein Stillkissen anschaffen?

Ungefähr im sechsten Monat der Schwangerschaft kann sich die Anschaffung eines Stillkissens schon lohnen. Bequem um den inzwischen gewölbten Bauch oder hinter den Rücken gelegt, kann das Kissen für einen wesentlich gemütlicheren Schlaf in der dann meist nur möglichen Seitenlage sorgen. Durch die Unterstützung der Beine und des Bauches wird zudem die Wirbelsäule entlastet. Auch tagsüber, wenn der Zeitpunkt der Geburt immer näher rückt und die Entspannungsphasen immer länger werden, können Sie das Stillkissen einsetzen und es kann Ihnen beim Sitzen als bequeme Rückenstütze dienen.

Warum ist das Stillkissen in der Stillzeit so praktisch?

Ist Ihr Kind erst einmal auf der Welt, wird schnell klar, wo der eigentliche Nutzen des Stillkissens liegt: Sie können damit unzählige Verspannungen der Schulter- und Nackenmuskulatur sowie wunde Brustwarzen durch falsches Anlegen beim Stillen vermeiden, denn das Stillkissen bietet eine sichere Auflage für das Baby. Dabei legen Sie zum Stillen im Sitzen das Kissen meist hufeisenförmig mal um die linke, mal um die rechte Körperseite. Das Baby kann dann in zwei verschiedenen Positionen – entweder Bauch-an-Bauch (Wiege-Haltung) oder unterm Arm (Football-Haltung) – gemütlich auf dem Kissen gebettet gestillt werden.
Am Anfang, wenn Ihr Kind noch nicht so groß ist, können Sie es auch auf Ihren Oberschenkel setzen und gestützt zwischen Ihrem Körper und dem Stillkissen von vorne an die Brust anlegen. Diese Stillposition empfiehlt sich auch, wenn das Baby mit dem starken Milchfluss noch nicht so gut zurechtkommt, oder auch bei Kindern mit einer Gaumenspalte.
Auch beim Stillen im Liegen kann das Kissen zum Einsatz kommen: Wenn Ihr Baby erhöht auf dem Kissen liegt, kann das Stillen Bauch-an-Bauch für Sie bequemer sein, da sich die Brustwarze dann direkt in der Höhe des Babymundes befindet. Sie müssen sich nicht verrenken oder verdrehen, um Ihren Säugling anzulegen. Hier können auch kleinere Stillkissen gut benutzt werden.
Wenn Ihr Baby unruhig ist, können Sie es auf dem zusammengepresstem Stillkissen mittig ablegen – natürlich nur auf dem Rücken – so liegt Ihr Baby geschützt in einer weichen Umrandung. Babys, die noch nicht allein sitzen können, finden dank eines Stillkissens, in das sie sozusagen eng umschlossen „hineingesetzt“ werden, den nötigen Halt. Grundsätzlich gilt jedoch: Das Baby in dieser Position niemals alleine lassen! Denn falls sich Ihr kleiner Mensch verschluckt oder übergeben muss, müssen Sie manchmal schnell eingreifen können.

Welche Füllungen für Stillkissen gibt es?

  • ESP-Perlen: Viele Anbieter nehmen Perlen aus Polystyrol, die die großen Kissen angenehm leicht und flexibel machen. Sie sind zudem haltbar, hygienisch und antiallergisch. Kaufen Sie niemals ESP-Perlen-Kissen, die stechend riechen! Es ist möglich, dass Styrol ausgast. Styrol ist der krebserregende Ausgangsstoff für die Herstellung von aufgeschäumtem Polystyrol. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie ein Kissen mit dem Ökotex Standard 100 kaufen – diese sind schadstofffrei.
  • Getreide: Unter den Füllungen mit Getreideschalen sind diejenigen mit Dinkelspelz die häufigsten. Diese Naturprodukte nehmen die Körperwärme auf, sind anpassungsfähig und formstabil – jedoch auch meist doppelt so schwer wie ein Kissen mit beispielsweise einer Styroporfüllung. Allergikern ist diese Füllung nur unter Vorbehalt zu empfehlen. Außerdem benötigen Stillkissen mit Getreidespelzfüllungen eine intensive Pflege, d.h. sie müssen regelmäßig ausgelüftet und vor allem getrocknet werden. Sonst können sich gefährliche Schimmelpilze bilden.
  • Wollkügelchen: Diese Füllung ist eine leichte und natürliche Alternative zur Getreidespelzfüllung. Doch auch sie hat ihre Nachteile: Sobald das Wollvlies feucht wird, trocknet es nur schwer wieder aus. Die Babys sind zudem wie auf einem Wattekissen gebettet – versucht man jedoch das Kissen fester mit Wollvlies zu stopfen, verliert es seine Flexibilität.

Worauf sollte ich noch achten?

  • Um das ideale Stillkissen für sich zu finden, sollten Sie sich vor dem Kauf verschiedene Modelle bei einer stillenden Freundin oder z.B. in der Hebammenpraxis anschauen und bestenfalls auch testen. Sie sollten das Kissen mit nur einer Hand gut zurechtrücken können, denn in der anderen wird sich bald Ihr Baby befinden.
  • Achten Sie darauf, dass das Stillkissen einen Reißverschluss hat, so dass Sie den Füllgrad variieren können. Dies kann für die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten durchaus eine Hilfe sein.
  • Der Bezug sollte aus Baumwolle, leicht abziehbar und bei möglichst hoher Temperatur (60 Grad) in der Waschmaschine waschbar sein.
  • Die Preise für Stillkissen variieren stark: Einige Stillkissen gibt es bereits ab 17 Euro. Der Preis kann jedoch leicht bis auf 70 Euro hochklettern. Einige Kissen werden bereits mit einem Bezug angeboten, bei anderen muss noch der Bezug hinzugekauft werden. Einige Kissen entsprechen dem Ökotex Standard 100 und sind damit schadstofffrei. Ein Vergleich lohnt sich also unbedingt!

Risikofaktoren für den Kindstod – die richtige Schlafumgebung

Überwärmung, Überdeckung und Rückatmung zählen zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren für den Kindstod, da sie die Aufwachschwelle hemmen: Die Aufwachreflexe des Kindes funktionieren nicht mehr adäquat und es wird durch seine eigenen Schutzreflexe nicht mehr richtig geweckt. Was kann dazu beitragen, für einen gesunden Schlaf des Babys zu sorgen?

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Risikofaktoren für Überwärmung und Rückatmung

  • der gepolsterte Kopfschutz („Nestchen”) vor den Gitterstäben oder auch das Stillkissen im Bett, das dem Kind eine Begrenzung geben oder den kindlichen Kopf vor dem Kontakt mit den Gitterstäben des Bettes schützen soll.
  • die Zudecke als Wolldecke, Daunen- oder Federkissen oder andere plustrige Decken, die mit sogenanntem antiallergischem Material gefüllt sind.
  • das Schaffell als isolierende Unterlage im Bett.
  • grosse oder viele Kuscheltiere.
  • das Mützchen auf dem Kopf.
  • die wasserdichte Moltonunterlage, die die Matratze vor Feuchtigkeit schützen soll.
  • das Schlafen des Kindes im Bett der Eltern in enger Nähe zu deren Körpern und zugedeckt mit der Decke der Eltern.
  • zu hohe Raumtemperaturen.
  • zu warme Schlafbekleidung.

Verzicht auf Kopfbedeckungen

Der Kopf eines Kleinstkindes stellt im Schlaf mit 20 bis 25 Prozent die grösste unbedeckte Körperoberfläche dar, über die der kindliche Körper seine Temperatur massgeblich reguliert. Wird ein Teil des Kopfes oder der gesamte Kopf bedeckt, führt dies zwangsläufig zu einer schlechteren Wärmeabgabe und damit möglicherweise auch zur Überwärmung. Daher muss von jeglicher Bekleidung oder sonstigen Ausstattung, die das Risiko der Bedeckung oder Teilbedeckung des Kopfes des Kindes nach sich zieht, dringend abgeraten werden.

Halte jegliche Decken und Kissen aus dem Kinderbett fern. Ziehe deinem Kind nachts einen Schlafsack an.

Die richtige Schlafbekleidung

Im Haus braucht das Baby zum Schlafen in der Regel nicht mehr Kleidung als das grössere Kind oder der Erwachsene. Unterwäsche und ein Schlafanzug unter einem Schlafsack sind daher ausreichend. Im Sommer, wenn die Raumtemperatur höher liegt als 18° C, sollte das Baby eher weniger anhaben.

Wenn das Kind sich zu kühl anfühlt, sollte es besser etwas mehr Kleidung unter dem Schlafsack angezogen bekommen, niemals aber eine Decke zusätzlich über dem Schlafsack. Das ist aus den oben genannten Gründen gefährlich.

Das optimale Raumklima

Zur Vermeidung von Überwärmung und zugleich zur Verminderung der Anfälligkeit für Atemwegsinfekte, welche die Gesundheit eines Säuglings stark beeinträchtigen können, gehört ebenso die Einhaltung eines optimalen Raumklimas: gute Frischluftzufuhr durch mehrfaches Stosslüften am Tag für ca. zehn Minuten; eine Raumtemperatur von 16–18°C und eine Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 Prozent (messbar mit einem Hygrometer).

Hier erhältst du weitere Infos zum Plötzlichen Kindstod und vermutete Ursachen.

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