Schlafenszeit kind tabelle

Wann ist eigentlich die ideale Zeit, Kinder ins Bett zu legen, damit sie am nächsten Tag gut ausgeschlafen und fit sind? Eine amerikanische Schule wollte Eltern in dieser Frage helfen und postete eine Tabelle mit Empfehlungen von Schlafexperten und Kinderärzten. Doch damit stieß sie auf ein überraschend starkes – und kritisches – Echo.

THEMEN:

  • Eltern und Erziehung

Wenn man noch keine Kinder hat, ist es schwierig nachzuvollziehen, warum Eltern so ein Riesending daraus machen, wann ihre Kinder ins Bett müssen. Das liegt daran, dass sie – übertrieben ausgedrückt – Sklaven der Launen ihres Nachwuchses sind. Und diese werden nun einmal direkt von dem Schlafkonsum der Mini-Menschen beeinflusst. Wer demnach am Folgetag kein Rumpelstilzchen versorgen möchte, versucht so gut es geht, die Bettchenzeiten einzuhalten. Und pfeift auf etwaiges Unverständnis anderer.

9000 Kommentare

Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass über 400.000 User die Tabelle likten, die die amerikanische Wilson Volksschule auf Facebook als „Hilfreiche Information“ gepostet hat. Hier ist genau aufgelistet, wann Kinder verschiedensten Alters abhängig von ihrer Aufstehzeit ins Bett gehen sollen. Die einen fühlten sich wohl in ihrem Erziehungsstil bestätigt, die anderen waren schlichtweg dankbar, für die Richtlinie der Experten. Das kann man aus den über 9.000 Kommentare herauslesen, die das Tabellenpost verzeichnete.

© News.at

Unrealistische Vorstellungen?

Das Post rief aber nicht nur positive Reaktionen hervor. Viele zweifelten daran, dass die Zeiten im Alltag umsetzbar sind. Vor allem berufstätige und alleinerziehende Mütter meinten, die Vorschläge wären unrealistisch. Es wurde auch vielfach betont, dass die Bettgehzeitentabelle zu wenig Raum für Individualität ließe: „Wir benutzen keine Tabelle, um unsere Tochter ins Bett zu schicken“, schreibt eine Mutter. „Wir benutzen etwas viel praktischeres … es nennt sich gesunder Menschenverstand.“ Auch die Frage „Zählt es auch, wenn die Kinder in der Nacht zweimal aufstehen?“, gab den Eltern zu denken.

So viel Schlaf brauchen Kids

Schlafforscher und Kinderärzte sind jedenfalls der Meinung, dass Volksschüler etwa zehn Stunden Schlaf benötigen. Wie viel Schlaf ein Kind jedoch tatsächlich braucht, variiert – ganz genauso wie bei Erwachsenen.

Was denken Sie?

So ein Blödsinn. Und der Abstimmung nach zu urteilen gibt es ja wirklich Eltern, die Ihren Kinder viel Zeit stehlen, indem sie diese viel zu früh ins Bett stecken.

Zu allererst sollte die sinnhaftigkeit hinterfragt werden, warum in österreich meist um 7.30 uhr schulbeginn ist und unsere armen kinder oft schon um 06.30 uhr (!!!) an der bushaltestelle anzutreffen sind! Müssen sie es für uns erwachsene büßen, weil wir schon so früh zu arbeiten beginnen müssen? Lieber ausgeschlafene kids im unterricht mit 09.00 uhr beginn, als unausgeschlafen zu sein!

Damit rennen Sie bei mir offene Türen ein.
Das extreme Am-Morgen-Herumgehupfe unserer Gesellschaft, das ein Drittel erwachsener Nachtmenschen und alle Jugendlichen belastet, ist wohl ein historisches Relikt aus einer fast durchwegs bäuerlichen Gesellschaft, wo das zumindest im Sommer Sinn machte. Ist aber jetzt kulturell genauso fest verankert wie die sieben Wochentage,deren Ursprung sich im Dunkel der Geschichte verliert.
Aber vielleicht könnte man wenigstens die Schulpflichtigen da rausnehmen.
In der ersten Stunde rennen ohnehin alle käsebleich wie Gespenster durch die Gegend, kein Mensch hat Puls und Blutdruck und alle glotzen sich mit glasigen Augen an, Lehrer wie Schüler. Was bringt das?

Seite 1 von 1

Wann sollte mein Kind ins Bett gehen?

Jeden Tag haben wir im Moment die gleiche Diskussion: darf der neunjährige Sohn das Fußballspiel um 20:00 Uhr sehen? Klar, es ist Fußball-Weltmeisterschaft, alle sind im Panini-Sammel-Fieber und NATÜRLICH müssen ALLE Spiele geguckt werden. Doch vor 22:00 Uhr ist er dann nicht im Bett und überhaupt: Der vierjährige Bruder will dann natürlich auch und für den ist es ja wirklich viel zu spät, oder? Durch den frühen Schulanfang um 8 Uhr in Deutschland ist die Schlafenszeit der schulpflichtigen Kinder unter der Woche nach hinten raus begrenzt. Das heißt, wer später ins Bett geht, bekommt weniger Schlaf – ganz einfache Rechnung. Doch wer sagt eigentlich, wieviel Schlaf den Kindern guttut?

Schlafen nach Zahlen?

Vor einigen Jahren sorgte eine Tabelle aus den USA für Aufsehen. Sie gibt angeblich Antworten auf die Frage: Wann sollte mein Kind ins Bett gehen, damit es am nächsten Morgen ausgeschlafen ist? Die Lehrerin einer Schule in Wisconsin hatte die Tabelle auf ihrer Facebookseite gepostet und sofort ging diese international viral durch die Decke. Die Meinungen dazu waren sehr kontrovers. Manche Eltern fanden die Empfehlungen hilfreich, andere konnten damit gar nichts anfangen und appellierten eher an den gesunden Menschenverstand, als an vorgegebene Zahlen.

Bedarf an verbindlicher Orientierung ist enorm

Das Thema Schlaf erhitzt die Gemüter vieler Mamas und Papas. Hängt doch vom Schlafverhalten der Kinder auch der eigene Gemütszustand ab. Schlafen die Kinder gut und sind in der Früh ausgeschlafen und fröhlich, überträgt sich dieser Zustand natürlich auch auf die Laune der Eltern. Zahlreiche Einträge in Elternforen zeigen, dass eine große Unsicherheit darüber herrscht, in welchem Alter die Kinder wann ins Bett gehen sollten. „Wann muss euer Kind ins Bett?“, „Schulkind, 7 Jahre, wann abends ins Bett?“, „Wann gehen eure Dreijährigen ins Bett?“ Die Antworten sind immer ähnlich: Die einen haben feste Schlafenszeiten, in anderen Familien wird das lockerer gesehen und die Eltern entscheiden nach Bedarf, wann das Kind müde erscheint und ins Bett gehen sollte.

Experten sind sich jedoch einig: Eine gewisse Regelmäßigkeit sollte vorhanden sein, damit die Kinder nach einem langen Tag zur Ruhe kommen und sie eine ausreichende Menge Schlaf bekommen. Diese variiert jedoch von Kind zu Kind und natürlich spielt das Alter auch eine Rolle.

So viel Schlaf brauchen Kinder – Rituale unterstützen dabei

Der Schlafbedarf von Kindern sinkt mit zunehmendem Alter. Während ein Neugeborenes noch durchschnittlich 17 Stunden am Tag schläft, sind es bei einem Sechsjährigen nur noch rund elf Stunden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat in einer Infografik Empfehlungen für Kinder bis sechs Jahren zusammengefasst. Allerdings sind hier lediglich die Stunden empfohlen, nicht die Zeiten, in denen das Kind ins Bett gehen sollte. Abweichungen bis zu zwei Stunden sind völlig normal, jedes Kind ist anders. Die richtige Zubettgehzeit ergibt sich aus der Aufstehzeit minus dem persönlichen Schlafbedarf des Kindes.

Häufig wollen Kinder abends nicht ins Bett. Obwohl sie müde sind, wollen sie den Tag einfach nicht beenden oder haben Angst, etwas zu verpassen. Besonders im Sommer, wenn es bis 23 Uhr fast noch hell ist oder jetzt, während der WM, gibt es immer wieder Diskussionen. Um allabendliche Machtkämpfe zu vermeiden, ist es sinnvoll, in der Regel konsequent bei einer einmal vereinbarten Zeit zu bleiben. Ein klares Schlusswort hilft da oft besser als endlose Diskussionen. Hilfreich sind dabei Rituale, die die Kinder wissen lassen: jetzt ist der Tag für mich zuende. Abendessen, Zähneputzen, Vorlesen, Kuscheln sind bewährte Klassiker, um die Kinder liebevoll in den Schlaf zu begleiten.

Wenn die Zubettgehzeiten klar geregelt sind, kann natürlich auch einmal eine Ausnahme gemacht werden – bei besonderen Anlässen zum Beispiel, oder wenn das Kind wirklich einmal noch nicht müde ist.

Wir haben mit dem Neunjährigen jetzt bestimmte Spiele ausgesucht, die er gerne sehen möchte, so dass er in der Woche zwei Spiele um 20:00 Uhr sehen darf. Am Wochenende kann er alle späten Spiele gucken, wenn er möchte. Der Vierjährige darf bei den Deutschland-Spielen länger wach bleiben und am Wochenende, wenn am nächsten Tag alle ausschlafen können. Daran schließt die Frage an: Wieviel sollten Kinder Fernsehen oder andere elektronische Medien konsumieren? Dazu bald mehr hier auf dem Blog.

Wann sollte mein Kind ins Bett gehen? Um eine der häufigsten Fragen von Eltern zu beantworten, postet die Wilson Grundschule in Wisconsin eine Tabelle mit empfohlenen Schlafenszeiten auf ihrer Facebook-Seite mit dem Hinweis „Hilfreiche Informationen“.

Die Tabelle empfiehlt für verschiedene Aufstehzeiten die entsprechenden Bettzeiten für Kinder von fünf bis zwölf Jahren.

Wann sollte Ihr Kind ins Bett gehen? Empfehlungen einer Grundschule auf Facebook sorgt für Diskussionen (© Wilson Elementary)

Allerdings empfinden nicht alle Eltern die Empfehlungen als realistisch. Bisher wurde die Tabelle mit den Schlafempfehlungen über 380.000 geteilt und in den Kommentaren kontrovers diskutiert. Für viele Eltern sind die Schlafenszeiten im Alltag kaum umsetzbar, da Hausaufgaben, Familienzeit und Freizeitaktivitäten oft bis in die Abendstunden stattfinden.

Eine Mutter schreibt: „Wer auch immer diese Tabelle erstellt hat, hat keine Kinder“.


Wie, wann und wieviel Kinder schlafen, ist von Kind zu Kind sehr verschieden. Richtwerte nach Durchschnittsalter können aber zumindest einen Anhaltspunkt geben. Eine in Deutschland empfohlene Schlafdauer für Kinder bis sechs Jahre und von sechs bis zwölf Jahren finden Sie in der Übersicht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ( Stand: Juli 2015).

Hier können Sie nachschauen und vergleichen, ob Ihre Kinder zur „richtigen Zeit“ ins Bett gehen.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, kindergesundheit-info.de, http://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/1-6-jahre/schlafbedarf/, CC BY-NC-ND

Und für ältere Kinder:

Angaben nach: Oskar G. Jenni, Ivo Iglowstein, C. Benz, Remo H. Largo: Perzentilenkurven für die Schlafdauer in den ersten 16 Lebensjahren. pädiat. prax. 63 481-489 (2003) Hans Marseille Verlag. München

Hinweis: bei konkreten Fragen und Sorgen zum Schlafverhalten oder zur Schlafdauer Ihres Kindes sprechen Sie bitte mit Ihrem Kinderarzt oder Ihrer Kinderärztin.


Ins Bett gehen: Diese Tabelle verrät die Schlafenszeit für euer Kind

Jeden Abend dasselbe Spiel

Schlafenszeit ist Diskussionszeit. Die wenigsten Kinder wollen die Äuglein schließen, sie wollen noch was erleben. So erfinden sie tausend Gründe, um noch nicht den Schlafanzug anziehen zu müssen. Und wenn sie dann endlich im Bett liegen, kriegen sie Durst, Hunger und das längst verheilte Knie tut plötzlich wieder weh.
Ist das Licht endlich aus, verursacht der elterliche Blick auf die Uhr meist Schuldgefühle: Verdammt, das Kind kriegt wieder viel zu wenig Schlaf (und unser Abend ist auch schon wieder irre kurz geworden)!

Studien zeigen: Wer früher ins Bett geht, profitiert davon!

Doch nicht (nur) für die Zweisamkeit in der Beziehung ist es wichtig, seinen Nachwuchs früh ins Bett zu bringen. Auch das Kind profitiert davon, wenn es zeitig schlafen geht. Wie eine neue Studie aus Japan zeigt, sind Babys im Alter von 18 Monaten motorisch, sprachlich und sozial besser entwickelt, wenn sie vor 22 Uhr ins Bett kommen. 22 Uhr? Sollte doch zu schaffen sein.
Eine 2012 publizierte Studie hat zudem gezeigt, dass Kinder zwischen sieben und elf Jahren davon profitieren, wenn sie zwischen 18 und 21 Uhr im Bett liegen. Sie hätten demnach weniger Probleme in der Schule und könnten dem Leistungsdruck besser standhalten. Natürlich muss jedoch für jedes Alter eine eigene, passende Schlafenszeit gefunden werden. Die Tabelle der „Wilson Elementary School“ zeigt, zu welchen Zeiten die lieben Kleinen im Bett liegen sollten, um genug Schlaf zu bekommen.

Die Schlafenszeit-Tabelle

Helpful information!

Gepostet von Wilson Elementary am Freitag, 28. August 2015

Wenn die Kinder trotzdem zu spät im Bett liegen, bekommen das auch die Lehrer zu spüren, die am nächsten Morgen unsere müden Kinder unterrichten sollen. Wohl deshalb hat die kalifornische „Wilson Elementary School“ auf Facebook eine Tabelle geteilt, auf der zu sehen ist, wann Kinder in welchem Alter ins Bett gehen sollten, damit sie bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie geweckt werden, genug Schlaf bekommen. Damit hat die Schule einen Nerv getroffen: Die Tabelle wurde über 400.000 Mal geteilt.

Warum ein guter Kinderschlaf für alle wichtig ist

Ihr findet die Tabelle starr? Ist sie auch. Aber Experten werden nicht müde zu betonen, dass feste Schlafgewohnheiten gerade für Kinder wichtig sind. Im Schlaf sammelt der Körper Energie, in unseren Träumen verarbeiten wir die Erlebnisse des Tages. Ein guter Schlaf ist für das seelische und körperliche Wohlbefinden zentral.
Chronischer Schlafmangel kann bei Kindern laut Studien angeblich sogar zu Übergewicht, Konzentrationsstörungen, Lernproblemen, Verhaltensauffälligkeiten, mangelndem Wachstum und kognitiven Verzögerungen führen – die Hirnreifung, die vor allem nachts stattfindet, ist erst mit dem 24. Lebensjahr abgeschlossen. Von der Übellaunigkeit eines unausgeschlafenen Kindes mal ganz abgesehen.
Es lohnt sich also, Kindern einen regelmäßigen Schlafrhythmus angedeihen zu lassen. Der zahlt sich auch im Zusammenleben aus: Die Kinder danken ihn uns mit weniger Protest beim Zubettgehen – denn sie sind daran gewöhnt und stellen sich automatisch darauf ein. Und unsere Erwachsenen-Abende werden so auch viel berechenbarer.

Schlafenszeiten für Schulkinder (5 bis 12 Jahre)

Zwischen unseren Mädels liegen 3 Jahre Altersunterschied, lange hatten die beiden die gleichen Schlafenszeiten, jetzt ist plötzlich alles anders. Nena ist jetzt 9 Jahre alt und kann einfach nicht einschlafen, wenn sie zusammen mit LIsi um 19:30 Uhr ins Bett geht. Lisi könnte ich aber locker auch schon um 18:30 Uhr hinlegen, weil sie seit Schulbeginn einfach fix- und foxi ist. Die Schlafenszeit 19:30 Uhr war lange das Maß aller Dinge! Zumindest so lange wie Lisi noch im Kindergarten war, denn da musste sie erst um 09 Uhr antanzen.

Die Grundschule schlaucht einfach, gerade das erste Schuljahr. Lisi ist ein echter Langschläfer und das frühe Aufstehen macht ihr echt zu schaffen. Nena hingegen ist eine kleine Nachteule und selbst wenn sie abends erst um 21:30 Uhr ins Bett geht, kommt sie morgens ohne Probleme raus. Und genau deswegen mussten wir die Schlafenszeiten für unsere Mädels „nachjustieren“.

Das größte Problem momentan ist, dass die beiden sich ein Zimmer teilen. Durch unsere Baustelle ist ein Kinderzimmer noch immer unbewohnbar. Und weil Nena eben noch nicht müde ist, hält sie Lisi auf Trab bwz. ebenfalls vom schlafen ab. Am Ende schlafen beide erst um 21 Uhr ein und das Chaos ist perfekt. Das wird natürlich wieder einfacher, wenn Lisi´s Zimmer wieder bewohnbar ist.

Wieviel Schlaf braucht mein Kind?

Da unsere Mädels 3 Jahre auseinander liegen, hat jede von beiden ein individuelles Schlafpensum. Ich habe mich natürlich auch mal schlau gemacht, wozu Experten raten. Ich habe mich online durchgesucht, Empfehlungen für die Schlafenszeiten gefunden und eine Tabelle daraus gebastelt:

Schlafenszeiten für Kinder

Natürlich sind das nur Empfehlungen und ein grobes Maß!

Übrigens: Wir haben vor kurzen einen tollen Tipp gegen die fiesen Einschlafprobleme der Kinder verbloggt!

Lisi (6 Jahre): 19:30 Uhr

Natürlich fand Lisi es so garnicht gut als ich ihr verkündete, dass sie jetzt früher als ihre Schwester ins Bett gehen soll. Doch nach anfänglichem Protest hat sie nachgegeben und noch am gleichen Abend hat es wunderbar geklappt. Sie braucht einfach ihren Schlaf und braucht keine 5 Minuten bis sie weg ist. Sie braucht jetzt sicher erstmal eine Zeit, bis sich das frühere zu Bett gehen bzw. einschlafen bei ihr bemerkbar macht, doch ich bin ganz zuversichtlich.

Nena (9 Jahre): 20:30 Uhr

Ihr könnt euch jetzt sicherlich denken, wie Nena diese Planänderung findet. Sie ist ja auch der Gewinner bei der ganzen Sache. Doch wir haben auch mit ihr eine klare Abmachung und jede gute Sache hat doch auch einen kleinen Haken. Sie gehen zusammen um 19:30 Uhr ins Bad und machen sich bettfertig, dann darf sie noch 1 Stunde in ihrem Zimmer lesen, spielen oder Musik hören. Fernseh- oder Videos verboten!

Wenn der Wecker klingelt…

Wenn unter der Woche der Wecker dann um 06:30 Uhr klingelt, klappt es ganz gut mit dem aufstehen. Ok – Lisi braucht immer etwas länger, aber genau deswegen fange ich mit dem Wecken auch schon eine halbe Stunde vorher an. So haben die Mädels genug Zeit wach zu werden und können noch ausgiebig frühstücken. Das Frühstück ist nämlich so unglaublich wichtig!

Übrigens: Hier gehts zum Artikel über den Nachtschreck, falls eure Kinder auch manchmal schreien und ihr das Gefühl habt, sie sind garnicht wirklich wach.

Teile diesen Beitrag

  • twittern
  • teilen
  • merken

Schlafforschung: So viel Schlaf brauchen Kinder

Schlaf ist wichtig, soviel ist klar. Ein Erwachsener braucht durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht. Eltern möchten, dass ihre Kinder genug Schlaf bekommen – aber wie viel ist wirklich nötig? Und bis zu welchem Alter sollten Kinder einen Mittagsschlaf machen? Unsere Tabelle nennt Richtwerte.

Grundsätzlich ist Schlafen natürlich etwas sehr Individuelles. Was für den einen locker reicht, ist dem anderen noch lange nicht genug. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder. Trotzdem aber gibt es Richtwerte, die Eltern eine Orientierung für das Schlafbedürfnis von Kindern geben.

Schlafrhythmus verändert sich

Die meisten Neugeborenen verschlafen fast den ganzen Tag und werden oft nur zum Essen und Wickeln wach. Einen Tag-Nacht-Rhythmus kennen sie in der Regel nicht. Deshalb schlafen sie auch tagsüber viel und werden nachts regelmäßig wach.

Im Laufe der ersten Monate gewöhnen sie sich an den Unterschied von Tag und Nacht und verlagern den Schlaf mehr und mehr auf die Nacht. Bis ungefähr zum ersten Geburtstag schlafen sie dann meistens noch zweimal am Tag, danach stellen sich die meisten Babys auf einen Tagesschlaf, den Mittagsschlaf, um.

Durchschnittliches Schlafbedürfnis von Kindern nach Alter

Alter durchschnittliches Schlafbedürfnis
0 bis 3 Monate 15,5 Stunden
4 – 11 Monate 13,5 Stunden
1 – 2 Jahre 12,5 Stunden
3 – 5 Jahre 11,5 Stunden
6 – 13 Jahre 10 Stunden
14 – 17 Jahre 9 Stunden

Quelle: www.statista.de

Bis wann ist Mittagsschlaf nötig?

Experten raten, den Mittagsschlaf bis zum vierten Lebensjahr fortzusetzen. Aber natürlich ist auch das Mittagsschläfchen etwas Individuelles. Während manche Kinder schon um den zweiten Geburtstag herum nicht mehr dazu zu bewegen sind, mittags zu schlafen, sind andere Kinder noch im Vorschulalter dafür dankbar.

Besonders wenn es um diese Zeit zuhause unruhig ist, weil zum Beispiel ältere Geschwister aus der Schule wiederkommen, fällt es den Kindern manchmal schwer, zur Ruhe zu kommen. Wenn Kinder abends nicht mehr zur Ruhe finden oder später einschlafen als gewohnt, ist es Zeit, den Mittagsschlaf zu reduzieren beziehungsweise ganz einzustellen.

Kinder nicht zur Strafe ins Bett schicken

Kinder profitieren davon, wenn sie schon lange vor der Einschulung selbstständig einschlafen können. Spätestens mit fünf Jahren sollten sie soweit sein. Schüler mit Schlafproblemen können sich schlechter konzentrieren. Außerdem fällt es ihnen schwer, ihre Gefühle zu kontrollieren. Dies sind Verhaltensweisen, die sich negativ auf den Schulerfolg auswirken können.

Wann die Kinder ins Bett müssen, legen die Eltern fest. Allerdings sollten Kinder nicht als Strafe ins Bett geschickt werden.

Schlafrhythmus verschiebt sich bei Teenagern

Bei Teenagern verschiebt sich der Schlafrhythmus deutlich nach hinten. Das heißt, die Jugendlichen sind morgens später leistungsfähig und abends länger wach. Sie morgens um halb sieben oder sieben zu wecken, damit sie pünktlich in der Schule ankommen, wird da zur Geduldsprobe.

Auch sind sie in der ersten Schulstunde noch nicht voll leistungsfähig. Aus diesem Grund fordern immer wieder Schlafforscher, den Schulanfang zeitlich nach hinten zu schieben und erst um 8:30 oder 9 Uhr mit der Schule zu beginnen. Am Nachmittag haben Teenager wieder ein Leistungshoch.

Zu wenig Schlaf macht übergewichtig

Eine Untersuchung aus Neuseeland zeigt, dass Kinder, die wenig schlafen, stärker zu Übergewicht neigen. Professor Ed Mitchell von der Universität Auckland und seine Kollegen hatten dafür die Schlafdauer von 591 Siebenjährigen gemessen. Im Schnitt verbrachten die Kinder pro Nacht 10,1 Stunden im Bett, berichten die Mediziner im Fachjournal „Sleep“.

Kinder, die weniger als neun Stunden schliefen, waren demnach eher übergewichtig oder fettleibig. Der Schlafmangel könne das Risiko für Übergewicht sogar auf das Dreifache erhöhen, schreibt die Gruppe um Mitchell. Dieser Effekt habe sich unabhängig von Bewegungsmangel und Fernsehkonsum gezeigt. Kinder mit Schlafmangel zeigten sich während den Untersuchungen für die Studie auch eher verhaltensauffällig. Die Forscher betonen die große Bedeutung ausreichenden Schlafs für die Entwicklung von Kindern.

Kinder mit wenig Bewegung brauchen länger zum Einschlafen

In einer weiteren Studie der Universität Auckland wurde nun nachgewiesen, was viele Eltern bereits ahnten: Kinder brauchen umso länger zum Einschlafen, je weniger sie sich tagsüber bewegen. Für jede Stunde, die ein Kind sich nicht genügend bewegt, benötigt es drei Minuten länger, bis es in den Schlaf fällt. Außerdem schlafen junge Bewegungsmuffel der Studie zufolge kürzer als Kinder, die sich tagsüber ausgetobt haben. Untersucht wurde für die zweite Studie das Schlafverhalten von 519 Kindern im Alter von sieben Jahren.

  • Schlafen: Schlafen im Elternbett: Tabu oder Sicherheitsmaßnahme?
  • Schlafen: Schlaftipps für Babys bis sechs Monate
  • Schlafen: Schlaftipps für Babys im Alter von sechs bis zwölf Monaten
  • Schlafen: Schlaftipps für Kinder ab 12 Monaten

Sie finden uns auch auf Facebook – jetzt Fan unserer „Eltern-Welt“ werden und mitdiskutieren!

Schlafphasen-Rechner: Um welche Zeit soll ich zu Bett gehen?

„Um fit und ausgeruht zu sein, solltest du acht Stunden pro Nacht schlafen” – kennst du diese Aussage? Es ist zwar wichtig, ausreichend Schlaf zu bekommen; deswegen aber zu glauben, ausgeruhter zu sein, ist ein Fehlschluss. Die ideale Zeit, um abends schlafen zu gehen, richtet sich vor allem danach, wann du am nächsten Morgen aufstehen musst. Mit dem Schlafphasen-Rechner lernst du deinen Rhythmus kennen und wachst erholter auf.

Jetzt ist Zeit, um schlafen zu gehen

Berechne mit dem Schlafphasen-Rechner, wann du ins Bett gehen solltest, um erholt aufzuwachen:

Kalkuliere zur berechneten Zeit auch mit ein, dass man durchschnittlich 14 Minuten braucht, bis man eingeschlafen ist.

Vielleicht hast du bemerkt, dass die einzelnen Einschlafzeiten 90 Minuten auseinander liegen. Warum ist das so?

Jeder Schlafzyklus dauert 90 Minuten

Eine erholsame Nacht beinhaltet fünf bis sechs abgeschlossene Schlafzyklen. Während jedes Zyklus durchläuft unser Körper die folgenden fünf Schlafphasen:

1. Einschlafphase
2. Leichtschlafphase
3. & 4. Tiefschlafphase
5. Traum- bzw. REM-Schlafphase (REM steht für „Rapid Eye Movement” und ist durch Augenbewegungen und lebhafte Träume gekennzeichnet).

Wachst du während einer dieser Schlafphasen auf, wirst du dich abgeschlagen fühlen.

***

Sie quengeln, sie schreien, sie wollen noch nicht ins Bett: Das erleben etliche Eltern mit ihren Kindern jeden Abend. „Nur noch fünf Minuten“ – so beginnen die nicht enden wollenden Diskussionen. Auch wenn das Kind schon gähnt und sich die Augen reibt, will es viel lieber noch spielen oder einfach mit den Erwachsenen „aufbleiben“.

Um einen einfachen Machtkampf handelt es sich beim Ins-Bett-Gehen schon lange nicht mehr. Die Konsequenz der Eltern hat lebenslange Folgen für die Gesundheit ihrer Kinder – das hat jetzt eine Studie des University College London (UCL) ergeben. Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, Kinder, die zu unregelmäßigen Zeiten ins Bett gehen, ähnliche Symptome wie bei einem Jetlag entwickeln. Was wiederum die gesunde Entwicklung beeinflusst.

Diese These ergibt sich aus ganz einfachen Zusammenhängen: Unregelmäßige Schlafenszeiten führen zu einem gestörten Biorhythmus, dieser wiederum führt zu Schlafstörungen und das hat Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns. Die Verbindung zwischen den Schlafenszeiten der Kinder und deren Verhalten ist statistisch eindeutig, wie das University College London in einer offiziellen Mitteilung erklärt.

Mehr als 10.000 Kinder der Jahrgänge 2000 und 2001 wurden für die Studie beobachtet: Die Wissenschaftler haben Daten der Kinder aus dem dritten, fünften und siebten Lebensjahr analysiert und auch Berichte von Müttern und Lehrern über deren Verhalten mit einbezogen. Dabei haben sie auch herausgefunden, dass Kinder, die jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten ins Bett gebracht werden, eher zu Verhaltensauffälligkeiten wie Hyperaktivität und emotionalen Problemen tendieren.

Yvonne Kelly ist eine der an dieser Studie beteiligten Wissenschaftlerinnen und Professorin an der Fakultät für Gesundheitswesen und Epidemiologie am UCL. Sie erläutert: „Wir wissen jetzt, dass Störungen des Schlafrhythmus während der frühkindlichen Entwicklung lebenslange gesundheitliche Folgen haben kann.“ Diese negative Entwicklung im Kleinkindalter sei aber nicht unumkehrbar. Laut der Studie des UCL zeigten Kinder ab dem Moment, da sie stets um die gleiche Zeit ins Bett gebracht wurden, klare Verbesserungen in ihrem Verhalten.

Besonders verbreitet sind unregelmäßige Bettzeiten der Studie zufolge bei den Dreijährigen. Die Wissenschaftler fanden aber auch heraus, dass mehr als die Hälfte der Kinder ab dem siebten Lebensjahr jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett geht – und zwar zwischen 19.30 Uhr und 20.30 Uhr. Zudem belegt die Studie, dass Kinder ohne feste oder mit späten Schlafenszeiten (nach 21 Uhr) eher aus sozial benachteiligten Familien kommen.

Kelly schlägt vor, eine Kontrolle möglicher Schlafstörungen mit in die ärztlichen Routine-Untersuchungen für Kinder aufzunehmen. Davon abgesehen gebe es laut der Professorin aber auch Möglichkeiten, familiäre Routinen zu unterstützen. Das könne lebenslange gesundheitliche Schäden für die Kinder vermeiden.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.