Schlafen mit baby

Wie bringe ich mein Kind zum Schlafen? Tipps für völlig übermüdete Eltern

„Wie bringe ich mein Kind nur zum Schlafen?“ ist sicher eine der häufigsten Fragen vieler Eltern während der ersten Lebensjahre ihres Kindes. Denn dass Schlafprobleme nach den ersten Monaten aufhören, ist leider nur ein Gerücht. Ein Hoffnungsschimmer, an den sich jedoch viele Eltern klammern.

Auch Klein-, Kindergarten- und Schulkinder können sich mit dem Schlafen noch schwer tun. Sie können nicht einschlafen, wachen nachts häufiger auf, wollen nicht im eigenen Bett schlafen bzw. können nicht einschlafen, wenn Mama oder Papa nicht daneben sitzen.

Mama und Papa treiben die Kleinen damit schnell an den Rand der Verzweiflung. Im Gegensatz zum Nachwuchs werden sie immer müder und wollen dringend etwas ändern. Leider gibt es keine Standard-Antwort auf die Frage „Wie bringe ich mein Kind zum Schlafen“. Es gibt zwar jede Menge Tipps und Methoden, doch ihr müsst für euch und euer Kind herausfinden, was hilft.

Wie bringe ich mein Baby zum Schlafen?

In den ersten sechs Monaten braucht ein Baby gut 15 Stunden Schlaf am Tag. Davon schläft es etwa 10 Stunden in der Nacht, die restlichen Stunden tagsüber. Das hört sich zwar unheimlich viel an, allerdings schlafen Säuglinge die Stunden nicht am Stück. Gerade nachts wachen sie meist spätestens alle vier Stunden auf, weil sie Hunger haben. Bis sie dann gefüttert und gegebenenfalls gewickelt sind, ist einiges an Zeit verstrichen.
Tipps, damit das Baby nachts schnell wieder einschläft:

  • Macht so wenig Licht wie möglich an.
  • Seid leise, sprecht gedämpft mit eurem Baby.
  • Spielt nicht mit eurem Kind.

Damit das Schlafengehen abends leichter fällt, könnt ihr schon früh mit Ritualen anfangen. Füttert das Baby immer mehr oder weniger zur gleichen Uhrzeit, wickelt es und zieht dann den Schlafanzug an. Danach könnt ihr ein Gute-Nacht-Lied singen oder die Spieluhr laufen lassen.

Übrigens: Viele Kinder tun sich mit dem Einschlafen schwer, weil sie übermüdet sind. Achtet auf die Signale und sorgt dafür, dass euer Baby nicht zu lange am Stück wach bleibt, sondern die Schlafenszeiten – auch tagsüber – eingehalten werden.

Tipps, damit das Kind allein einschläft

Ohne meine Mama schlaf ich nicht – kommt euch das bekannt vor? Manche Kinder schlafen nur ein, wenn Mama oder Papa neben dem Bett sitzen bleiben. Das kann auf Dauer ganz schön anstrengend werden. Die Ursachen für dieses Verhalten sind vielfältig. Manche Kinder haben Angst vor der Dunkelheit, andere Trennungsängste. Versucht herauszufinden, warum euer Nachwuchs nicht allein schlafen möchte. Gibt es eine Ursache, dann versucht sie zu beheben. Macht zum Beispiel eine Nachtlampe an oder entfernt Sachen von den Wänden, die gruselige Schatten werfen. Sind alle Probleme beseitigt, gibt es verschiedene Methoden, mit denen ihr euer Kind dazu bringt, allein einzuschlafen. Alle benötigen etwas Zeit. Wichtig: Ihr müsst konsequent bleiben.

Die Wecker-Methode:
Sagt eurem Kind beim Schlafengehen, dass ihr in fünf Minuten wiederkommt. Stellt euch gegebenenfalls einen Wecker und schaut nach fünf Minuten bei ihm rein. Nur kurz. Falls es nicht schläft, sagt, dass ihr nach zehn Minuten nochmal kommt. Weint es, könnt ihr es kurz trösten, lasst euch aber nicht auf Verzögerungstaktiken ein.
Die nächsten Abende macht ihr es ebenso, die Zeitabstände werden aber vergrößert.

Die Schritt-Methode:
Setzt euch am ersten Abend wie gewohnt zu eurem Kind ans Bett. Am nächsten Abend setzt ihr euch auf einen Stuhl etwas vom Bett entfernt. Am dritten Abend sitzt ihr euch auf einen Stuhl in der Nähe der Tür, danach lasst ihr die Tür offen und sagt, dass ihr im selben Stockwerk bleibt.

Tipps, damit Kinder im eigenen Bett einschlafen

Manche Kinder schlafen schon nicht im eigenen Bett ein, andere kriechen irgendwann nachts zu den Eltern ins Bett: Beides stört auf Dauer. Schließlich möchtet ihr euer Bett irgendwann wieder nur für euch haben! Die Kleinen machen sich nämlich gern richtig breit.
Der Schritt im eigenen Bett ein- und durchzuschlafen, ist für viele Kinder jedoch schwer. Macht es ihnen leichter, indem ihr darüber sprecht. Erklärt, wie schön es ist und dass Mama und Papa ganz in der Nähe sind. Um das Getrennt-Schlafen zu erleichtern, könnt ihr die ersten Nächte eine Matratze neben euer Bett legen, auf dem das Kind schläft. Danach geht es in sein Bett und ihr könnt zu Beginn auf einer Matratze daneben schlafen. Sorgt dann aber zum Beispiel mit der Wecker-Methode schnell dafür, dass es allein einschläft. Kommt es nachts zu euch, bringt ihr es wieder zurück – auch wenn es schwerfällt und es einfacher wäre, liegenzubleiben.

Wie bringe ich mein Kleinkind zum Schlafen?

Ein Kleinkind braucht gut elf Stunden Schlaf pro Nacht. Soll es morgens um sieben aufstehen, sollte es abends gegen acht ins Bett. Damit das Einschlafen leichter fällt, solltet ihr abends Rituale einführen. Gestaltet die letzte Stunde vor dem Schlafengehen ruhiger. Es sollte nicht mehr getobt oder ferngesehen werden. Stattdessen könnt ihr ruhige Musik hören, eine Geschichte lesen oder ein bisschen erzählen. Danach geht es erst ins Bad, dann gibt es eine kurze Kuschelrunde und eine Gute-Nacht-Geschichte im Bett.

Übrigens: Diese Tipps gelten genauso für ältere Kinder.

Tipps zum Durchschlafen

Manche Kinder schlafen abends zwar schnell ein, sie wachen nachts aber öfter auf und tun sich dann mit dem Einschlafen wieder schwer. Mit den richtigen Tipps sorgt ihr dafür, dass das nächtliche Aufwachen nicht in einer Spielstunde, sondern im Weiterschlafen endet:

  • Wartet erst einmal ab, manchmal wird das Kind gar nicht richtig wach und schläft von allein wieder ein.
  • Macht nur ein kleines Licht an, beruhigt euer Kind ganz leise und sanft. Nehmt es, wenn nötig, kurz auf den Arm.
  • Legt es so bald wie möglich wieder ins Bett, deckt es gut zu, verabschiedet euch.
  • Gebt ihm sein Lieblingskuscheltier ins Bett.
  • Ist euer Kind nachts oft durstig, stellt direkt ein wenig Wasser bereit.
  • Lasst ein Nachtlicht an.

Die Psychologin Anette Kast-Zahn ist Autorin eines Buches, zu dem schon viele übermüdete Eltern gegriffen haben, schließlich verheißt der Titel einiges: „Jedes Kind kann schlafen lernen“. Im Süddeutsche.de-Interview verrät die Autorin, wie Eltern ihren Kindern das Ein- und Durchschlafen erleichtern, ohne dass die Kleinen Angst vor dem Alleinsein im Dunkeln haben müssen.

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Besser den Teddy als Einschlafhilfe als die Eltern.

(Foto: Jörn Buchheim/Fotolia)

Süddeutsche.de: Sie arbeiten seit Jahrzehnten mit übernächtigten Eltern, deren Kinder nicht schlafen. Zu welchen absurden Tricks greifen manche Väter und Mütter, um ihre Kleinen endlich zur Ruhe zu bringen?

Anette Kast-Zahn: Ein Paar hatte einen Fön über dem Bett angebracht, der musste eine halbe Stunde laufen, bis das Kind schlief. Auch nachts mehrmals. Und er musste tatsächlich blasen, nur das Geräusch von der CD wirkte nicht. Ein anderer Vater, 1,90 Meter groß, quetschte sich immer mit ins Kinderbett. Eine Mutter lag auf dem Lammfell davor. Das klingt seltsam, aber das waren alles liebevolle Eltern, die versuchten, ihr Kind zum Schlafen zu bringen.

Süddeutsche.de: Trotzdem sind sie damit gescheitert?

Kast-Zahn: Ja, denn auf diese Weise wurde es nicht besser. Das Problem war nicht, dass die Kinder nicht einschlafen konnten, das kann jedes Kind. Schließlich ist Schlafen ein natürliches Bedürfnis wie Essen. Doch diese Kinder hatten gelernt, dass sie nur mit dem gewohnten Ritual und im Beisein der Eltern einschlafen können. Das ist nicht nur am Abend, sondern auch in der Nacht ein Problem.

Süddeutsche.de: Warum?

Kast-Zahn: Jedes Kind wacht in der Nacht mehrmals auf und prüft im Halbschlaf, ob alles in Ordnung ist. Das ist ganz normal. In Ordnung heißt für das Kind aber, dass alles so ist wie beim Einschlafen. Wenn es also feststellt, dass das Fläschchen fehlt, es nicht mehr auf dem Arm der Eltern ruht oder der Fön ausgestellt ist, schlägt es Alarm. Wir hätten auch ein Problem, wenn nachts plötzlich unser Kopfkissen weg wäre.

Süddeutsche.de: Wie können Eltern ihre Kinder also daran gewöhnen, ohne sie einzuschlafen?

Kast-Zahn: Allein das Wissen, dass jedes Kind ohne Eltern einschlafen und in Folge davon auch durchschlafen kann, ist für viele eine große Hilfe. Das bedeutet natürlich nicht, dass das Baby vom ersten Lebenstag an allein im Bett liegen soll. Die ganz Kleinen dämmern oft auf dem Arm oder beim Trinken weg. Nach acht bis zwölf Wochen ist es jedoch sinnvoll, das noch wache, aber müde Kind ins Bett zu legen statt es herumzutragen. Wenn es weint, bleiben Mutter oder Vater daneben sitzen und zeigen mit Streicheln und leisem Sprechen, dass sie noch da sind. Beruhigt sich das Baby nicht, nehmen sie es kurz auf den Arm. Doch wenn es aufhört zu weinen legen sie es wieder ins Bett. So lernt das Baby nach und nach, dass es auch im Bett einschlafen kann. Und findet sich in der vertrauten Einschlafsituation wieder, wenn es aufwacht.

Süddeutsche.de: Was halten Sie vom Schnuller als Einschlafhilfe?

Kast-Zahn: Den Daumen finden Babys natürlich leicht wieder, den herausgekullerten Schnuller nicht. Trotzdem ist er zum Einschlafen ganz gut und etliche Kinder brauchen ihn dann nachts auch gar nicht mehr. Aber wenn die Eltern sechsmal aufstehen müssen, um den Schnuller zu suchen, sollten sie sich überlegen, wie sinnvoll das ist.

Süddeutsche.de: Nicht nur die Eltern wachen auf, für die Kinder ist das ja auch anstrengend.

Kast-Zahn: Das wird meistens von den Eltern übersehen, wenn sich solche kraftraubenden Schlafgewohnheiten verfestigt haben. Können Kinder ihre Einschlafbedingungen im Halbschlaf selbst wieder herstellen, steigt auch die Qualität ihrer Nachtruhe. Wenn sie hingegen merken, dass etwas nicht stimmt und sie weinen, sind sie erst einmal wach.

Süddeutsche.de: Wie lange müssen Eltern durchhalten, bis ihr Kind allein einschlafen kann?

Kast-Zahn: Es gibt Fälle, da nehmen die Kinder die neuen Einschlafbedingungen so schnell an, dass sich die Eltern fragen, warum sie das nicht eher so gemacht haben. Andere, sehr willensstarke Kinder kämpfen um ihre Gewohnheit. Auch lassen sich Kinder davon verunsichern, wenn die Eltern selbst ein wenig Angst vor der neuen Situation haben und das auch ausstrahlen – da wollen die Kleinen natürlich lieber nicht allein bleiben. Außerdem sind nicht alle Kinder zum Schlafen gleich talentiert. Ein Junge sagte mir einmal: „Die Nacht ist nicht mein Freund.“

Süddeutsche.de: Müssen sich die Eltern von solchen Kindern mit ihrem Schlafdefizit abfinden?

Kast-Zahn: Sie sollten besser die Schlafzeiten aneinander anpassen. Kleine Wenigschläfer kommen mit unter zehn Stunden in der Nacht aus. Die Eltern müssen die durchschnittliche Schlafdauer ihres Kindes kennen und diese nach und nach so verschieben, dass das Kind nicht schon fünf Stunden geschlafen hat, wenn sie selbst ins Bett gehen. Das Verschieben klappt ganz gut, das merkt man am Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit, den Kinder meist gut mitmachen.

Süddeutsche.de: Was ist noch wichtig, damit Kinder durchschlafen?

Kast-Zahn: Ein schönes Einschlafritual, das Nähe vermittelt, bevor die Nacht beginnt, zum Beispiel mit Vorlesen und Kuscheln. Den Kindern soll klar sein: Wir Eltern sind zwar nicht bei dir im Bett oder im Zimmer, aber in Gedanken. Und wir passen auf dich auf. Für einen guten Schlafrhythmus ist auch der Tagesablaufwichtig, er sollte Ruhepausen, aber auch körperlichen Aktivitäten enthalten. Und mit etwa sechs Monaten muss ein Baby nachts eigentlich nichts mehr trinken, auch große Mahlzeiten gehören dann in die Tageszeit.

Süddeutsche.de: Die nächtliche Flasche abzuschaffen ist gar nicht so leicht. Das nehmen viele Eltern erst auf sich, wenn der Leidensdruck zu groß wird.

Kast-Zahn: Klar, wenn alle sich wohlfühlen, gibt es auch kein Problem. Aber das ändert sich oft mit der Zeit. Ein kleiner Junge schlief immer im Bett der Eltern, das war für sie zweieinhalb Jahre lang in Ordnung. Doch dann wurde der Schlaf der Eltern dadurch immer unruhiger und sie wollten das nicht mehr. Viele Mütter und Väter trauen sich jedoch nicht, so ein Problem anzugehen und machen es nur halbherzig. Das bringt aber nichts.

Süddeutsche.de: Sollten diese Eltern ihre Kinder also ruhig ein bisschen länger schreien lassen?

Kast-Zahn: Im Gegenteil, ich empfehle unsicheren Eltern die sanfte Pingpong-Methode: Statt in Drei-, Fünf- und Sieben-Minutenabständen gehen Sie jede Minute wieder ins Zimmer, wenn das Kind allein im Bett weint, versichern ihm mit Worten und Berührungen, dass Sie da sind und auf es aufpassen – und gehen dann wieder raus. Wer das nicht aushält, setzt sich eben mit ins Zimmer, damit das Kind nicht allein ist. Allerdings reichen sie nichts zu trinken und tragen das Kind nicht herum. Wenn das Kind dann trotzdem weiter weint, zeigt das, dass es eigentlich keine Angst vor dem Alleinsein hat, die Eltern sind ja im Zimmer. Vielen Eltern fällt es dann leichter, zur Pingpong-Methode zu wechseln, weil sie nun wissen: Mein Kind hat ja gar keine Angst.

Süddeutsche.de: Können Eltern auch jüngere Babys dazu bringen, nachts zumindest mehrere Stunden am Stück zu schlafen?

Kast-Zahn: Für Neugeborene ohne Tag- und Nachtrhythmus gibt es noch keine Regel, aber Drei-Monatskinder haben schon die Fähigkeit, nachts drei bis fünf Stunden am Stück zu schlafen. Die sollten sich dann möglichst mit der Schlafzeit der Eltern überschneiden. Hilfreich ist es auch, dass die Mutter dem Baby nochmal Nahrung anbietet, wenn sie selbst zu Bett geht.

Süddeutsche.de: Und das Kind dafür weckt?

Kast-Zahn: Dieses eine Mal dürfen Sie das schon. Bei manchen Babys klappt das sehr gut, die schlafen dann auch länger. Andere werden allerdings nicht wach genug zum Trinken. Ab einem Alter von drei Monaten können Eltern zudem versuchen, dem Kind nach dem Aufwachen nicht sofort etwas zu trinken zu geben und so die Zeiten zwischen den nächtlichen Mahlzeiten etwas auszudehnen.

Süddeutsche.de: Häufiges Wecken in der Nacht kann Eltern an den Rand des Nervenzusammenbruchs bringen. Was tun, wenn man am Bettchen steht und merkt, dass man bald die Kontrolle verliert?

Kast-Zahn: Bevor jemand das Kind schlägt, verzichtet er besser auf seine Prinzipien und holt es zu sich ins Bett, da beruhigen sich fast alle Babys. Auch wenn es die meisten nicht zugeben würden, viele kennen den gefährlichen Gedanken, ich könnte dieses schreiende Baby jetzt nehmen und schütteln! Wer da die Kontrolle verliert, setzt die Gesundheit seines Kindes aufs Spiel. Auch deshalb ist es so wichtig, den Kindern das richtige Schlafen beizubringen. Kindesmisshandlung hat viel mit Überforderung und Hilflosigkeit zu tun. Wer sich aber durchringt, das Problem methodisch anzugehen, der weiß, dass die kommenden Nächte anstrengend werden. Aber er hat die Situation selbst in der Hand und ist ihr nicht mehr ausgeliefert. Dann ist die Gefahr nicht mehr so groß, dass Eltern durchdrehen.

Die Diplom-Psychologin Anette Kast-Zahn ist Mutter von drei Kindern und hat seit 1991 eine Praxis für Verhaltenstherapie. Zuvor arbeitete sie in einem Heim mit verhaltensauffälligen Kindern und in einer kinderpsychologischen Praxis. Sie verfasste unter anderem die Elternratgeber „Jedes Kind kann Regeln lernen“ und „Jedes Kind kann schlafen lernen“ (zusammen mit H. Morgenroth).

Am Anfang, wenn Babys noch nicht unterscheiden zwischen Tag und Nacht, ist es für Eltern am anstrengendsten. Leider kehren die schlaflosen Nächte zuweilen auch bei älteren Kindern zurück. Vor allem, wenn ein Maulwurf im Bett haust. Die Erziehungs-Kolumne.

Einschlafhilfen richtig verwenden

Mit Liebe, Geduld und Konsequenz zu neuen Schlafgewohnheiten

Wenn Sie bereits eingefahrene Schlafgewohnheiten Ihres Kindes ändern wollen, sollten Sie als allererstes von der Notwendigkeit der Umgewöhnung wirklich überzeugt und gewillt sein, den einmal eingeschlagenen Weg auch durchhalten zu wollen.

  • Zeigen Sie Ihrem Kind mit Liebe und Geduld, aber auch mit Konsequenz, dass Sie etwas ändern wollen und das auch durchsetzen werden.
  • Gelingen kann das allerdings nur, wenn Ihr Kind Sie auch tagsüber als konsequent erlebt. Schwenken Sie nicht abends, wenn es Zeit zum Schlafengehen ist, plötzlich auf einen ganz anderen Erziehungsstil um, den sie tagsüber nicht durchhalten wollen oder können.
  • Lassen Sie sich und Ihrem Kind so viel Zeit für die Umgewöhnung, wie Sie es für notwendig und richtig halten.

Sie können Ihr Kind zum Beispiel in kleinen Schritten daran gewöhnen, alleine einzuschlafen:

  • Bleiben Sie zunächst an seinem Bettchen sitzen, bis es eingeschlafen ist, halten Sie dabei vielleicht sogar seine Hand.
  • Rücken Sie dann allmählich, von Abend zu Abend, den Stuhl immer weiter weg, bis Sie das Zimmer schließlich ganz verlassen können.

Das kann einige Zeit dauern. Aber wichtig ist, dass Sie standhaft bleiben und den Protesten, die mit Sicherheit kommen werden, nicht nachgeben. Ihr Kind muss merken, dass Sie es ernst meinen. Es soll aber auch spüren, dass Sie es bei der Aufgabe, die es hier zu bewältigen hat, liebevoll begleiten.

Kämpfe ums Schlafengehen: Wie man sie verhindert

In diesem Artikel

  • Warum Kindergartenkinder nicht ins Bett gehen wollen
  • Wie können Sie die Kämpfe ums Zubettgehen eindämmen?

Warum Kindergartenkinder nicht ins Bett gehen wollen

Sicher kennen Sie dieses Szenario: Sie bringen Ihr Kind zu einer bestimmten Zeit ins Bett, umarmen und küssen es und wünschen ihm eine gute Nacht. Es ist ein langer Tag gewesen, aber Sie müssen noch abwaschen, die Waschmaschine leer räumen, die Katze muss gefüttert werden und Sie haben noch keine einzige freie Minute gehabt, um die Füße hoch zu legen.
Aber anstatt den restlichen Abend damit zu verbringen, Ihre Aufgaben zu erledigen und ein wenig kostbare Zeit für sich zu haben, laufen Sie immer wieder ins Kinderzimmer, weil Ihr Kleines einfach nicht einschlafen will. Schließlich ist es, möglicherweise nach Stunden, endlich soweit – und Ihr Abend gelaufen.
Trösten Sie sich: Das Zubettgehen kann für ein Kindergartenkind sehr hart sein. Einerseits lernt es, sich und auch seine neu entdeckte Unabhängigkeit zu behaupten und steht deshalb immer wieder aus dem Bett auf. Andererseits hat es Furcht vor dem, was es bedeutet, allein zu sein.
Den Schlaf zu bekämpfen, ist eine Möglichkeit, die Kontrolle zu übernehmen, aber es hilft auch dabei, nächtiche Ängste hinauszuzögern: Monster unter dem Bett, Ungeheuer im Schrank, Gewitterstürme, unheimliches Krabbelgetier – das sind ziemlich furchterregende Dinge, wenn man allein im Dunkeln ist und die Fantasie gerade aufblüht! Und selbst wenn es keine Angst hat, so kann Schlaf im Vergleich mit den Aufregungen des Tages für ein Kindergartenkind sehr langweilig sein – und deshalb will es schlicht nicht schlafen.
Einschlafen bedeutet stets auch Loslassen – Abschied nehmen vom Tag und meist auch für eine gewisse Zeit von den Eltern. Und das fällt vielen Kleinkindern sehr schwer. Sie fühlen sich einfach sicherer, wenn sie bei ihren Bezugspersonen sind.

Wie können Sie die Kämpfe ums Zubettgehen eindämmen?

Reservieren Sie ein wenig Zeit, um mit Ihrem Kind über seinen Tag zu reden
Ihr kleiner Schatz kämpft vielleicht nur gegen den Schlaf an, weil es für ihn sehr wichtig ist, am Ende des Tages ein wenig Zeit mit Ihnen zu verbringen. Besonders wenn Sie selbst viele Stunden arbeiten, nehmen Sie sich abends etwas Zeit, um mit Ihrem Kind darüber zu sprechen, was es im Kindergarten erlebt hat und ob es vielleicht Sorgen hat.
Vielleicht finden Sie heraus, dass es bereitwilliger ins Bett geht, wenn es die Gelegenheit hatte, sein Herz auszuschütten. Gut ist es, erst über schwierige Erlebnisse zu sprechen und danach dann zu thematisieren, was am Tag Schönes passiert ist, damit Ihr Kind mit einem guten Gefühl einschlafen kann.
Halten Sie eine Routine beim Zubettgehen ein
Halten Sie immer die gleiche Abfolge ein – das schließt das Bad, das Kuscheln, das Zähneputzen, eine Gute-Nacht-Geschichte und einen Gute-Nacht-Kuss ein. Das beinhaltet auch seine üblichen (und vernünftigen Bitten) – wie zum Beispiel noch einen Schluck Wasser zu trinken oder einen Blick auf den Mond zu werfen. Lassen Sie es rechtzeitig wissen, wann diese Routine jeden Abend beginnt („Sophie, in fünf Minuten wird gebadet!“). Versuchen Sie, es nicht trödeln zu lassen, oder Dinge durch Aktivitäten, die nicht Teil dieses Rituals sind, hinauszuzögern – kein drittes Glas Wasser oder eine Runde Kartenspielen zum Beispiel.
Motivieren Sie Ihr Kind
Wenn Ihr Kind pünktlich ins Bett geht, sind die Vorteile für Sie offensichtlich. Machen Sie diese Vorteile auch für Ihr Kind deutlich. Sie können zum Beispiel als logische Konsequenz erklären: “Wenn du jetzt nicht kommst/die Zähne putzt, können wir nur noch ganz kurz lesen, weil es sonst zu spät wird!”
Wenn Ihr Kind trotz allem große Probleme hat, abends ins Bett zu gehen, können Sie auch Folgendes versuchen: Für jedes Mal pünktlich und ruhig ins Bett gehen geben Sie ihm einen Aufkleber, den es in ein besonderes Heft oder auf seinen Schrank kleben kann. Bieten Sie ihm eine Belohnung an – zum Beispiel ein neues Buch oder den Besuch seines Lieblingsspielplatzes – wenn es drei oder vier Nächte hintereinander im Bett geblieben ist. (Beginnen Sie mit kleinen Zeiträumen – für ein Kindergartenkind sind einige Tage eine lange Zeit.)
Bieten Sie Wahlmöglichkeiten an
Sich zu weigern, ins Bett zu gehen, ist für Ihr Kind eine wirkungsvolle Art, um sich zu behaupten. Deshalb kann es hilfreich sein, akzeptable Möglichkeiten zu finden, die ihm erlauben, sich durchzusetzen. Erlauben Sie ihm zu entscheiden, welche Geschichte es vorgelesen bekommen möchte, oder fragen Sie es, ob es einen Schluck Wasser vor oder nach dem Zähneputzen möchte. Achten Sie darauf, dass Sie nur Dinge zur Wahl stellen, mit denen Sie gut leben können. Wenn Sie fragen „Möchtest Du jetzt ins Bett gehen?“ wird Ihnen wahrscheinlich die Antwort, die Sie bekommen, nicht gefallen.
Nicht zum Schlafen zwingen
Niemand kann auf Befehl einschlafen. Sie können Ihr Kind nicht zwingen, direkt nach der abendlichen Routine ins Bett zu sinken, die Augen zu schließen und friedlich einzuschlummern. Überlegen Sie, wie Ihnen zumute wäre, würde es von Ihnen verlangt. Den Kampf um das Einschlafen können Sie daher nicht gewinnen – probieren Sie es gar nicht erst.

Aber Sie können Ihrem Kind beibringen, dass es nach dem Zubettgehen nicht mehr aufstehen, herumtollen oder ins Wohnzimmer kommen soll. Sagen Sie ihm, dass Sie möchten, dass es im Bett bleibt – es kann noch mit seinen Stofftieren sprechen oder nach einem Sternenhimmel an seiner Zimmerdecke schauen, es kann auch noch seine Schlaflieder-CD hören. Aber was immer es tut – es soll im Bett bleiben.
Seien Sie ruhig, aber standhaft
Selbst wenn Ihr Kind um eine Ausnahme bei der abendlichen Routine weint oder bittet, bleiben Sie standhaft. Wenn Sie frustriert sind, lassen Sie sich nicht auf einen Machtkampf ein. Sprechen Sie ruhig und leise, aber bestehen Sie darauf, dass, wenn die Zeit abgelaufen ist, die Zeit abgelaufen ist. Wenn Sie seinem Wunsch „noch fünf Minuten bitte“ nachgeben, hören Sie ihn am folgenden Abend wieder. Seltene Ausnahmen zu besonderen Anlässen sind natürlich möglich, sollten aber auch klar als solche erklärt werden.
Bringen Sie Ihrem Kindergartenkind bei, allein einzuschlafen
Wenn Ihr Kind im Alter von drei oder mehr Jahren noch davon abhängig ist, dass Sie bei ihm sind, wenn es einschläft, so ist jetzt eine gute Zeit, um es zu ermutigen, allein einzuschlafen. Oft hilft es, wenn man vereinbart: “Wenn du ruhig im Bett liegen bleibst, schau’ ich nach ein paar Minuten nach dir und streichle dich nochmal.” Kommen Sie zuerst nach zwei Minuten wieder, nach zwei Wiederholungen nach vier Minuten und steigern Sie so die Wartezeit allmählich. Vorher wird natürlich noch über den Tag gesprochen, gelesen und gekuschelt. Versichern Sie Ihrem Kind, dass es in Sicherheit ist und Sie in seiner Nähe sind.
Mit kleinen Schritten zum Erfolg
Sie können nicht von Ihrem Kind erwarten, dass es auf einen Schlag lernt, wie es zu Bett gehen und die ganze Nacht entsprechend Ihrem perfekten Szenario schlafen soll. Machen Sie einen Schritt nach dem anderen: Wenn Ihr kleiner Liebling daran gewöhnt ist, in Ihrem Bett einzuschlafen, ist der erste Schritt vielleicht, dass es in seinem Bett einschläft – anfangs noch mit Ihrer Begleitung. Der zweite Schritt könnte sein, dass Sie Ihre Hilfe beim Einschlafen reduzieren und z.B. nicht mehr mit im Kinderbett liegen, sondern nur noch daneben sitzen und schließlich nur noch an der Tür stehen.
Problemlösung
Finden Sie heraus, warum es für Ihr Kind schwierig ist, abends zur Ruhe zu kommen. Fragen Sie es nach seinen persönlichen Einwänden gegen das Schlafengehen – liegt es daran, dass es nicht müde ist? Ist es ihm zu still oder zu dunkel?
Achten Sie darauf, dass Ihr Kleines nicht zu viel Zucker konsumiert, besonders abends nicht, da das unruhig machen kann.
Und achten Sie darauf, dass Sie seine Vorschläge, was hilfreich sein kann, aufmerksam anhören. Schließlich hat ein Plan, an dem das Kind mitarbeitet, eine bessere Chance zu funktionieren.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Kind genügend frische Luft und Bewegung im Laufe des Tages bekommt. Dies trägt dazu bei, dass es am Abend auch müde ist. Auch ein zu frühes Zubettgehen kann schuld an großer Munterkeit zur festgesetzten Schlafenszeit sein. In diesem Alter brauchen Kinder insgesamt 10 bis 12 Stunden Schlaf pro Nacht), deshalb sollten Sie überlegen, ob Sie das Zubettgehen nicht um eine Stunde nach hinten verschieben. Wenn Ihr Kind aber eigentlich müde wirkt, sollten Sie es nicht noch länger wach halten – dann wird es nur überreizt reagieren.
Zuletzt überarbeitet: September 2019

Wie dein Baby schlafen lernt

Wie viel schlafen Babys?

Neugeborene schlafen durchschnittlich 14,5 von 24 Stunden. Es gibt allerdings sehr große individuelle Unterschiede, die von 9 bis 19 Stunden täglich reichen.
Nach und nach ändert sich das Schlafverhalten und immer mehr Schlafzeit wird auf die Nacht verlegt. Mit einem halben Jahr schlafen Babys im Schnitt nur noch drei Mal am Tag, mit einem Jahr sind es nur noch 2 Nickerchen am Tag und mit anderthalb Jahren reicht normalerweise ein einziger Mittagsschlaf aus.

Wie lange schlafen Babys?

Tagsüber schlafen Neugeborene etwa 2-4 Stunden am Stück, nachts liegt der Schlafbedarf bei vier bis sechs Stunden, normalerweise eher bei 2-3. Mit der Zeit verlängert sich der nächtliche Schlaf, während die täglichen Nickerchen sich verkürzen. Meist dauert es ein halbes Jahr, bis das Baby durchschläft.

Wie und wo sollten Babys schlafen?

Es ist sehr wichtig, dass dein Kind eine geeignete und sichere Schlafumgebung hat. Denn so wird das Risiko für den Plötzlichen Kindstod stark gemindert. Wichtig ist dabei insbesondere, dass die Atmung deines Babys nicht beeinträchtigt wird und es nicht überhitzt.

So sieht die optimale Schlafumgebung für dein Baby aus – zusammengestellt anhand der Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

  • Lage. Dein Baby sollte nur auf dem Rücken schlafen. So kann es ungehindert atmen. Am besten liegt es mit den Füßen nah am Bettende, denn dann kann es nicht so leicht unter das Bettzeug rutschen.
  • Bettzeug. Hier gilt: Weniger ist mehr. Beispielsweise solltest du auf ein Kopfkissen für dein Baby verzichten. Besser als eine Decke ist ein Schlafsack, der nicht über den Kopf rutschen kann. Zusätzliche Decken, Tücher, Felle, große Stofftiere oder Kissen gehören nicht ins Bett. Sie könnten zu Überwärmung oder verminderter Luftzirkulation führen. Auch Wärmflaschen und Heizkissen sind tabu.
  • Kleidung. Zum Schlafen sollte dein Baby nicht zu dick angezogen sein. Eine Windel, Unterwäsche und ein Schlafanzug sind ausreichend, im Sommer genügt sogar ein Body über der Windel.
  • Bett. Am besten ist es, wenn dein Baby ein eigenes Bett hat, oder ein Beistellbett, das ans Elternbett angedockt wird. Wenn dein Kind im Elternbett schlafen soll (was besonders beim Stillen praktisch ist), müssen einige zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.
  • Standort. Im ersten Jahr kann das Babybett im Schlafzimmer der Eltern stehen. So bist du ganz in der Nähe. Zudem wirken sich die Atemgeräusche der Eltern positiv auf den Atemrhythmus des Babys aus. Achte darauf, dass das Bettchen weder an einer Heizung noch in der Sonne steht.
  • Raumklima. Eine Raumtemperatur von 16-18° ist ideal. Das Zimmer sollte mindestens einmal am Tag bei vollständig geöffnetem Fenster gelüftet werden. Natürlich darf in dem Zimmer nicht geraucht werden, am besten wird in der ganzen Wohnung nicht geraucht.

Warum will mein Baby nicht schlafen?

In den ersten Wochen und Monaten ist der unregelmäßige Schlafrhythmus noch völlig normal. Das hat verschiedene Gründe:

  • Der Schlaf-Wach-Rhythmus muss sich erst noch entwickeln.
  • Babys brauchen im Verhältnis zu ihrer Körpergröße sehr viel Energie. Eine Still- oder Flaschenmahlzeit hält jedoch nur wenige Stunden vor.
  • Die verschiedenen Schlafstadien sind bei einem Baby kürzer. Zwar lässt sich Babys Schlaf auch schon in REM-Schlaf und Non-REM-Schlaf (der wiederum weitere Stadien beinhaltet) unterteilen. Doch während bei einem Erwachsenen ein Durchlauf der Stadien 1,5 Stunden dauert, sind es bei einem Neugeborenen nur rund 50 Minuten.

Wenn du glaubst, dass dein Schatz darüber hinaus Schlafprobleme hat und schwer einschlafen kann, kannst du den Kinderarzt um Rat fragen. Das gilt insbesondere, wenn dein Baby schnarcht – das könnte auf Atemprobleme im Schlaf hindeuten.

Was hilft beim Durchschlafen?

Du kannst deinem Baby dabei helfen, seinen Schlafrhythmus zu lernen und nachts durchzuschlafen. Dabei solltest du die Schlafgewohnheiten dem Alter des Babys anpassen.

Mit diesen Tipps schläft dein Baby bald durch:

  • Abendritual. Kinder und Babys lieben Rituale mit festen, vorhersehbaren Abläufen. Finde für dein Baby ein geeignetes Einschlafritual. Als besonders hilfreich haben sich dabei das Baby Baden und die Babymassage herausgestellt. Beides entspannt dein Kind und hilft ihm dabei, länger zu schlafen. Einleiten kannst du das Ritual mit dem abendlichen Füttern, was deinem Baby ebenfalls beim Schlafen hilft.
  • Tag und Nacht trennen. Hilf deinem Baby dabei, Tag und Nacht zu unterscheiden. Der Schlafplatz sollte beispielsweise nicht zum Spielen genutzt werden. Wenn du dein Baby nachts füttern oder wickeln musstest, verhältst du dich am besten anders als tagsüber: Mach nur ein kleines Licht (zum Beispiel ein Nachtlicht) an, verhalte dich still und ziehe die Abläufe nicht in die Länge. Hebe dir Kitzelspiele und Plaudereien lieber für tagsüber auf.
  • Mittagsschlaf im Rahmen halten. Wenn dein Baby 6 Monate alt ist, sollte es tagsüber 2 Nickerchen von etwa 1,5 Stunden halten. Wenn es länger schläft, kannst du es sanft wecken. Mit zunehmendem Alter nimmt die Anzahl und Dauer an Nickerchen ab. Achte auch darauf, dass das Nickerchen am Nachmittag nicht zu spät ist, es sollte lieber am frühen Nachmittag sein.
  • Geeignete Schlafumgebung. Eine kühle, ruhige und dunkle Schlafumgebung hilft deinem Baby, dass es einschläft und auch durchschläft.
  • Wach ins Bett legen. Am liebsten schläft dein Baby natürlich in deinem Arm ein. Doch ganz allmählich solltest du es daran gewöhnen, nachts allein einzuschlafen. Zunächst kannst du es hinlegen, wenn es schon sehr schläfrig ist. Wenn möglich, solltest du es danach nicht mehr auf den Arm nehmen, sondern anderweitig trösten (falls nötig).

Erstes Lebensjahr: So schlafen Babys länger und werden seltener wach

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Babys schlafen einer britischen Studie zufolge etwas länger, wenn sie ab dem vierten Monat neben der Muttermilch auch Beikost erhalten. Im Alter von sechs Monaten schlummerten die Kinder pro Nacht im Mittel rund eine Viertelstunde länger als Altersgenossen, die nur gestillt wurden. Außerdem wurden sie nachts etwas seltener wach – im Schnitt zwei Mal weniger pro Woche. Die Zahl schwerer Schlafprobleme war sogar um die Hälfte verringert.

Die Wissenschaftler hatten gut 1300 drei Monate alte Babys zwei Gruppen zugeteilt, wie sie in der Fachzeitschrift „Jama Pediatrics“ berichten. Die Mütter der einen Gruppe wurden gebeten, ihre Kinder nicht nur zu stillen, sondern ihnen im Alter von vier bis sechs Monaten zusätzlich auch Beikost mit Joghurt, Eiern, Getreide, Fisch und gemahlenen Nüssen zu geben. Die andere Gruppe der Kinder erhielt weiterhin nur Muttermilch.

Der Zusammenhang von Schlafverhalten und Beikost sei bislang noch nie so deutlich dokumentiert worden wie in dieser Studie, erläutert Berthold Koletzko von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) empfehle die erste Gabe von Beikost jedoch erst zwischen dem Beginn des fünften und dem Beginn des siebten Monats, sagt Koletzko, der die DGKJ-Ernährungskommission leitet.

Hungrige Kinder schlafen schlecht

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Beikost bereits vom vierten Monat an sei mit Übergewicht assoziiert. „In der Studie bekamen drei bis vier Monate alte Babys auch nur Joghurt in winzigen Mengen. In diesem Alter können Säuglinge meist noch gar nicht vom Löffel essen.“

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Insgesamt zeige schon die Erfahrung: „Wenn Kinder hungrig sind, dann sind sie auch unruhiger und schlafen schlecht.“ Daher bekämen Kinder, die einen hohen Energieverbrauch hätten, in der Regel ohnehin schon früher Beikost. „Man sollte immer das Kind beobachten und seine Signale beachten.“ Keinesfalls sollte man die Säuglinge nun mit Brei vollstopfen, damit sie besser schlafen.

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Auch Till Reckert vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ist überzeugt von der Machart der Studie. „Und sie ist auch meines Wissens die erste Studie, die diese Frage wirklich sauber adressiert.“

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Frühere Studien hätten allerdings gezeigt, dass das Durchschlafen wesentlich von der Fähigkeit des eigenständigen Einschlafens abhängt. „Es tritt also viel häufiger auf, wenn Babys gelernt haben, wie sie sich selber beruhigen können, wenn sie im Bett liegen.“

Auf den Energieverbrauch achten

Die Untersuchung entstand unter Leitung von Gideon Lack vom King’s College London. 94 Prozent der Kinder waren bis zur Vollendung der ersten drei Lebensjahre dabei. Sie basiert auf Daten einer Studie, bei der ursprünglich ermittelt werden sollte, wie gut Kinder bestimmte Nahrungsmittel vertragen.

Inzwischen hätten schon rund zehn Studien gezeigt, dass Kinder, die sehr spät Beikost bekommen, ein erhöhtes Allergierisiko haben, sagte Koletzko. Bei der Gabe von Beikost im Alter von vier bis sechs Monaten entwickle das Immunsystem dagegen eine gute Toleranz.

Schlafen und Schlafprobleme

Wie Ihr Baby in seinen ersten drei Lebensmonaten schläft

In seinen ersten Lebenswochen braucht Ihr Baby noch sehr viel Schlaf. Neugeborene schlafen täglich etwa 18 Stunden, jeweils etwa drei bis vier Stunden an einem Stück, tagsüber ebenso wie nachts. Der Schlafzyklus von Neugeborenen ist kürzer als bei Erwachsenen oder älteren Kindern und nähert sich diesen erst im Verlauf des ersten Lebensjahres an.

Ihr Schlaf wird vorerst durch die leichteren REM (Rapid Eye Movement)-Schlafphasen dominiert, die durch eine hohe Traumaktivität geprägt sind. Der REM-Schlaf hilft Ihrem Kind, die vielen noch ungewohnten Außenreize zu verarbeiten. Ihr Kind und auch die Entwicklung seines Gehirns durchläuft in dieser Zeit eine sehr wichtige Phase.

Wenn es aufwacht – egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit – braucht es Zuwendung und will gewickelt und gewindelt werden. Im Alter von sechs bis acht Wochen bleiben die Babys tagsüber allmählich länger wach, auch die nächtlichen Durchschlafphasen können sich verlängern.

Anfangs ist Ihr Neugeborenes meist nicht länger als zwei Stunden wach. Wenn Sie bemerken, dass Ihr Kind müde wird, legen Sie es entweder in die Wiege oder tragen es herum. Gerne liegen kleine Babys auch zum Schlafen auf der Brust der Mutter oder des Vaters. Enger Körperkontakt ist in den ersten Lebensmonaten sehr wichtig für das Kind. Nach einiger Zeit werden Sie den Schlafrhythmus ihres Kindes sehr gut kennen. Frühestens ab dem dritten Monat können Sie versuchen, es auf einen Tag-Nacht-Rhythmus hin zu orientieren.

  • Wenn Ihr Baby tagsüber wach ist: Sprechen, singen und spielen Sie mit ihm. Sorgen Sie für einen hellen Raum und Tageslicht. Lassen Sie Ihr Kind Alltagsgeräusche – Stimmen, Radio oder auch die Waschmaschine – hören. Halten Sie es auf sanfte Art und Weise wach, falls es beim Füttern einnickt.
  • Nachts: Signalisieren Sie ihm durch das Anziehen des Schlafanzugs, dass der Tag zu Ende ist. Füttern Sie es liebevoll, aber still, ohne größere Aktivitäten und Geräusche sowie in gedämpftem Licht.

Dritter bis sechster Monat: Ihr Baby beginnt allmählich, durchzuschlafen

Ab dem dritten Lebensmonat liegen die schlaflosen Nächte hoffentlich weitgehend hinter Ihnen. Ihr Baby schläft jetzt täglich etwa 15 Stunden – zehn Stunden in der Nacht, den Rest auf drei Schlafphasen über den Tag verteilt. Im sechsten Lebensmonat machen viele Kinder dann tagsüber dann nur noch zwei Mal ein längeres oder kürzeres Nickerchen.

Nachts wird Ihr Baby jetzt wahrscheinlich nur noch zwei Mal wach, weil es Hunger hat. Am Ende des ersten Lebensjahres ist es zumindest körperlich jedoch auch fähig, durchzuschlafen.

Inzwischen können Sie für Ihr Kind feste Schlafenszeiten bestimmen und es auch zu gleichbleibenden Zeiten für seine Tageschläfchen niederlegen. Alternativ richten Sie sich am Tag einfach danach, wann es müde ist. Die beste Schlafenszeit am Abend liegt zwischen 19 und 20.30 Uhr.

Ihr Baby ist zu dieser Zeit noch nicht übermüdet, was Ihnen und dem Kind auch einen guten Rahmen für die Entwicklung einer Schlafroutine schafft. Wichtig dafür sind Rituale – immer gleiche Abläufe vor dem Schlafengehen, ruhiges Spielen, ein Schlaflied, eine sanfte Massage und auch Zeit, um zum Tagesausklang noch einmal zu kuscheln.

Welche Routine Sie und Ihre Familie dafür finden, ist egal, solange Sie sich wirklich regelmäßig daran halten. Falls sich Ihr Kind morgens als Langschläfer erweist, sollten Sie es wecken – natürlich nur, wenn Sie sicher sind, dass es genügend Schlaf bekommen hat.

Wenn Sie Ihr Baby in einem solchen Fall zu einem immer gleichen Zeitpunkt wecken, hat es diese Aufwachzeit vermutlich schon nach wenigen Tagen gelernt und wird von alleine wach. Sie verhindern damit, dass Ihr Kind Schwierigkeiten hat, am Tag nochmals für einige Zeit zu schlafen oder abends Einschlafprobleme hat.

Sechster bis zwölfter Lebensmonat: Der Schlafrhythmus Ihres Kindes pendelt sich immer besser ein

Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensmonat benötigt Ihr Baby etwa 14 Stunden Schlaf pro Tag. Zehn Stunden davon liegen in der Nacht. Durchschlafen kann es jetzt für rund sieben Stunden. Danach wacht es kurz auf, hat aber nun auch herausgefunden, wie es schaffen kann, wieder einzuschlafen.

Für eine gesunde Entwicklung Ihres Kindes ist es jetzt und auch in den folgenden Jahren natürlich wichtig, dass es entsprechend seinem Alter genügend Schlaf bekommt – sein Schlafrhythmus hat sich bis zum Ende des ersten Lebensjahres dem Rhythmus von Erwachsenen jedoch vom Prinzip her angeglichen.

Schlafprobleme – auch richtiges Schlafen will gelernt sein

Schlafprobleme können zwei völlig verschiedene Ursachen haben. In den ersten Lebensmonaten sind sie Ausdruck einer völlig normalen Entwicklungsphase Ihres Babys. Auch ältere Kinder schlafen nicht immer durch – Befindlichkeitsstörungen, Träume oder auch entwicklungsbedingte Trennungsängste können zeitweise immer wieder zu unruhigen Nächten führen.

Eine andere Frage sind Schlafprobleme, die aus gelerntem Verhalten, das frühestens ab dem dritten Monat eine Rolle spielt, resultieren – die Weichen dafür stellen Sie schon früh. Wenn Sie Ihr Neugeborenes beispielsweise daran gewöhnen, dass es, falls es nachts aufwacht, gewiegt oder herumgetragen wird, können Sie damit rechnen, dass es dies auch auf lange Sicht von Ihnen fordert.

Falls Sie Ihr Baby füttern, bis es an Ihrer Brust oder an der Flasche einschläft, was in den ersten drei Monaten völlig in Ordnung ist, erzielen Sie einen vergleichbaren Effekt – das Kind wird das Füttern gleichzeitig mit Schlaf assoziieren. Wenn Ihr Kind gewohnt ist, ausschließlich in Ihrer Anwesenheit einzuschlafen oder dafür den körperlichen Kontakt zu Ihnen brauchen, werden Schwierigkeiten haben, alleine einzuschlafen.

Spätestens im zweiten Lebenshalbjahr werden solche Situationen problematisch – nicht nur für Sie, sondern vor allem für Ihr Kind. Es hat auf diese Weise keine Möglichkeit, Strategien zu entwickeln, um allein und ohne Ihre Unterstützung einzuschlafen – wenn es aufwacht, wird es deshalb um Hilfe schreien.

Geben Sie Ihrem Baby deshalb die Möglichkeit, allein zu schlafen (ab dem dritten Monat, manchmal individuell auch erst später). Damit ist nicht gemeint, dass Sie es ignorieren und einfach schreien lassen, bis es eingeschlafen ist. Ihr Kind muss sich auch bei Schlafproblemen sicher fühlen können, also wissen, dass Sie in der Nähe sind und kommen, wenn es Sie wirklich braucht.

Richten Sie sich jedoch nach der Schlafroutine, die Sie mit Ihrem Kind gefunden haben. Legen Sie Ihr Kind, zu seiner festen Schlafenszeit oder sobald es müde ist, in sein Kinderbettchen. Falls Ihr Kind am Tag nur ungern schläft, helfen oft ebenfalls Rituale sowie feste Zeiten. Möglicherweise schläft das Kind jedoch auch am Tag zu viel und ist dafür nachts hellwach.

Und was ist mit sogenannten Schlafprogrammen?

Viele Schlafexperten schwören auf sogenannte „Schlafprogramme“. Am bekanntesten ist die Ferber-Methode („kontrolliertes Schreien“), die bei vielen Eltern höchst umstritten ist: Dabei wird das Kind wach ins Bett gebracht, die Eltern lassen es zunächst allein.

Falls es weint, kommen die Eltern wieder und beruhigen es. Die Abstände zwischen den Beruhigungsversuchen betragen anfangs wenige Minuten, zuletzt bis zu einer halben Stunde. Kritiker meinen, dass ein solches Schlaftraining das Vertrauen der Kinder nachhaltig erschüttern kann.

Wissenschaftler der Universität Tübingen verfolgen mit ihrem Schlafprogramm Mini-KiSS für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und vier Jahren einen deutlich individuelleren Ansatz. Zunächst wird analysiert, warum die Kinder Schlafprobleme haben.

Schreien sie aus Angst, weil sie ihre Macht über die Eltern testen wollen oder aus Gewohnheit? Nach dieser Unterscheidung richtet sich die Strategie: Einem ängstlichen Kind helfen vielleicht ein Nachtlicht und eine Gruppe Kuscheltiere rund um das Kinderbett als Wächter.

Kleine Machttester sollten vielleicht tagsüber öfter ihren Willen haben. Gleichzeitig lernen die Eltern, was sie bei Schlafproblemen ihres Kindes tun und vor allem unterlassen sollten. Am besten ist es, das Kind direkt im Bett zu beruhigen – wenn es herausgenommen wird, ist es mit dem Schlafen oft endgültig vorbei.

Geschichten, Spielen oder Fernsehen sind nachts dagegen absolut tabu. Das Fazit der Tübinger Schlafexperten: Nach sechs Wochen schliefen die Kinder nachts länger durch, wurden weniger herumgetragen und brauchten seltener eine Flasche zur Beruhigung.

Wie bringe ich mein Baby tagsüber zum Schlafen?

Antwort:

Liebe Lieselotte,
bestellen Sie Ihren Eltern und Ihrem Mann einen schönen Gruß von mir: ja, Ihr KInd ist komplett verwöhnt – und das ist das Beste was man tun kann!!!!
Mal ehrlich: was würde Ihr Mann sagen, wenn Sie ihm mitteilen, dass seine Kuschelei mit Ihnen nach wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht nötig tut. Er müsse jetzt lernen alleine (ein)zuschlafen. Er würde Ihnen einen Vogel zeigen!!!!!
Aber von 10 Wochen alten Kindern verlangen manche das!
Der Tipp kann nur heißen: tragen, tragen, tragen und da sein und gelassen bleiben – notfalls abends vorm Fernseher oder alle zusammen gekuschelt um 23 Uhr auf der Couch.
Wenn Sie nach New York ziehen, dann würden Sie sich zu Anfang völlig unsicher fühlen (Angst haben, heulen, sich ungerecht behandelt fühlen), wenn Sie sich nach 3 Wochen auf einmal irgendwo in der Stadt wiederfinden würden! Klar, Sie würden sich dann umschauen und gucken, ob Sie irgendetwas wiedererkennen – Ihr Kind kann das nicht, denn es kann nur einen kurzen Radius scharf sehen! Da gilt: aus dem Auge – aus dem Sinn – Verlassensein!
Und Sie würden in New York nach dem Weg fragen – Ihr Kind kann das nicht – es weiß gar nicht, was ein Weg ist!
Ihr Kind schläft auf dem Arm (in Sicherheit) oder vom Schaukeln des Kinderwagens (bekannte Bewegung) ein und wacht im Bett auf – da würde ich auch schreien! Ihr Kind ist irritiert.
Irritiert, weil es auf dem Arm einschläft, aber an einer anderen Stelle wieder aufwacht! Das Kind weiß nämlich nicht, dass Sie es dort abgelegt haben!
Wenn Sie vor dem Fernseher einschlafen und im Bett aufwachen, dann wissen Sie, dass Ihr Mann so nett war……..Ihr Kind kann das nicht einordnen.
Deshalb fühlt es sich im Moment auf Ihrem Arm am wohlsten und das ist gut (und völlig normal) so!
Sicher können Sie sich noch erinnern wie es war als Sie Ihren Freund/ Ihren Mann kennengelernt haben! Da war schmusen, anschauen, knuddeln, knutschen, „zusammenkleben“ angesagt – am liebsten hätte man sich doch überhaupt nicht losgelassen, oder?
Und so geht es im Moment Ihrem Kind! Ihr Kind war 9 Monate im Bauch – und da herrscht eine wahnsinnige Geräuschkulisse, da ist richtig Krach! Diesen „Krach“ inform von Herzschlag und Darmgeräuschen sucht Ihr KInd, um sich in Sicherheit zu wiegen, deshalb ist Tragen angesagt.
Dann fällt das das Wort „verwöhnen“. Fragen Sie doch mal die anderen Leute, ob sie gerne verwöhnt werden!
Ein paar Beispiele (ohne Ansehen der Person):
Mag Ihr Freund es, wenn man ihn verwöhnt? Ein paar Schnittchen für die Kumpels und ihn beim Fernseh-Fußball-Abend? Abends eine warme Mahlzeit? Rücken eincremen nach dem Baden? Das Bier holen, obwohl er selber gehen kann? Kuscheln vorm Fernseher? DAS ist Verwöhnen!
Mag Ihre (Schwieger)mutter es, wenn Sie Ihr aufmerksam zuhören? Wenn Sie Ihr zum Kaffee den Tisch nett richten? Mal eine kleine Aufmerksamkeit und sei es nur das Bemerken der neuen Frisur? DAS ist verwöhnen!
Mag Ihre Nachbarin es, wenn Sie die Tageszeitung von unten mit hochbringen etc……. usw.!
Fragen Sie mal Ihren Schwiegervater, wie es ihm gehen würde, wenn er von der Arbeit käme (nachdem er sich über die Kollegen geärgert hat und der Tag sowieso mies war) und seine Frau würde ihm einen großen Stopfen in den Mund schieben und ihn hin und her wiegen und ihm sagen: Schscht, ist alles gut! Schlaf ein bisschen……… oder geh nach nebenan und brüll da vor Dich hin! *grins*
Oder wenn Ihre Mutter das Neueste erzählen will und Sie hören gar nicht hin, sondern telefonieren mit der Freundin!
Kollegin Andrea hat es einmal ganz treffend ausgedrückt:
„Verwöhnen“ hat in Deutschland leider, speziell wenn es um Kinder geht, einen unguten Beigeschmack. Dabei wünscht sich doch eigentlich jeder, „verwöhnt“ zu werden, denn in Wirklichkeit ist das ja nichts anderes als besonders umsorgt werden, jeden Wunsch von den Augen abgelesen zu bekommen, einfach das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. In diesem Sinne „verwöhnst“ Du Dein Kind, und das braucht es auch und es ist richtig, was Du tust.
Was die „anderen Seiten“ betrifft, die davor warnen (woher wissen die eigentlich um Deinen Tagesablauf?): sie meinen „verziehen“, d.h. maßlosen Wünschen nachgeben, unsinnige Dinge erlauben etc. und ist etwas ganz anderes.
Genieße die kostbare Zeit mit Deinem Neugeborenen, „verwöhne“ es nach Strich und Faden und laß Dich aber auch selber verwöhnen (Du bist ja auch noch im Wochenbett!). Es wird sich ganz sicher im Laufe der Zeit ein Familienrhythmus ergeben, der allen Beteiligten gerecht wird. Alles Gute!“
Hier noch ein Brief einer anderen Forums-Nutzerin
„es gibt solche Babys, meiner war auch so einer. Ich habe mir das Buch „Das 24-Stunden-Baby“ von Dr. William Sears zugelegt – hier stehen so manche hilfreiche Erklärungen und auch Tipps.
Zusammenfassend kann man sagen: das Einzige was hilft sind TRAGEN und/oder STILLEN und das rund um die Uhr und es ist das Beste was Du für Dein Baby tun kannst. Keine Bange, Du verwöhnst Dein Baby damit nicht, Du erfüllst nur seine existentiellen Bedürfnisse.
(Ich habe mal den schlauen Satz gelesen …“und glauben Sie nicht, dass Sie ihrem Baby damit irgendeine besondere Gunst erweisen. Getragen und Gestillt zu werden ist für ihn lediglich der Normalzustand.“
Nachdem ich das begriffen hatte wurde mein Leben einfacher. (Auch wenn das Tragen selbst natürlich anstrengend war)
Unser Sohn wurde die ersten 3 Monate seines Leben quasi nicht mehr abgelegt, sondern er schlief und wachte nur in meinen Armen – und wenn ich zu müde wurde, übernahmen ihn andere hilfreiche Hände. Ein Freundin hat das mal folgendermaßen genannt – „Euer Sohn schläft nur auf Körpern, grins).
Nachdem er jedenfalls begriffen hatte, dass er sich felsenfest darauf verlassen kann wurde er fast schlagartig zufrieden.
Heute mit 11 Monaten ist er ein heiteres, gelassenes Baby, dass sich sicher sein kann, dass wir alles versuchen, seine Bedürfnisse zu erfüllen und damit in sich selbst ruht.
Ich kann Euch nur wünschen, dass Ihr Euren Weg findet,
LG Joshi“
Es gibt Kinder, die schlafen vom ersten Tag an ohne Murren in Ihren Bett.
Es gibt Kinder, die schlafen NIE in Ihrem Bett, bevor sie vier Jahre alt sind.
Und dazwischen gibt es 1000 Varianten wie und wo Kinder schlafen – meist in der Nähe eines Elternteils!
Bleiben Sie gelassen und tragen Sie Ihr Kind – das gibt ihm sovieeeel Sicherheit!
Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 08.02.2013

Wo sollte das Baby schlafen?

Nachts sollte Ihr Baby einen festen Schlafplatz haben, das erleichtert ihm das Ein- und Durchschlafen. Wo das ist, ist aber relativ egal und von Ihren persönlichen Bedürfnissen abhängig.

Wenn das Babybettchen in einem separaten Zimmer steht, werden wahrscheinlich sowohl Sie selbst als auch Ihr Kind mehr Schlaf bekommen. Denn Babys wachen nachts häufig auf, blicken sich ein bisschen um und schlafen wieder ein. Das müssen die Eltern nicht unbedingt bemerken.

Schläft das Baby in Ihrem Zimmer, ist es eher zu erwarten, dass Sie von diesen nächtlichen Bewegungen des Babys aufwachen. Die meisten Eltern stehen dann auf, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Das führt wiederum dazu, dass das Baby neugierig wird und erst noch richtig aufwacht. Schliesslich sind alle wach und müssen erst wieder zurück in den Schlaf finden.

Andererseits ist es sehr angenehm, für die Nachtmahlzeiten nicht allzu weite Wege zurücklegen zu müssen. Manche Mütter können sehr gut im Halbschlaf stillen, das Kind zurücklegen und sofort wieder einschlafen, was natürlich nur möglich ist, wenn das Bettchen ganz nah steht. Ein Beistellbettchen, quasi eine Erweiterung des Elternbetts, ist hierfür ideal, und manche Modelle lassen sich später in ein vollwertiges Babybett umwandeln. Ein Kompromiss könnte auch sein, dass der junge Vater auch einen Teil seiner Nachtruhe opfert und das Baby aus dem Kinderzimmer holt und wieder wegbringt…

Stellen Sie die Wiege oder das Bettchen an einen zugfreien, hellen Platz im Schlafzimmer. Aus Gründen der Vorsicht vor möglichem Elektrosmog ist zu empfehlen, es nicht in die Nähe von elektrischen Geräten wie Nachtspeicheröfen, Steckdosenverteiler und Verlängerungskabel zu stellen. Zwischen Babybett und Babyphon ist ein Abstand von mindestens 50 cm zu empfehlen. Die neuste Generation von Babyphon-Geräten funktioniert per Telefon. So ist Ihr Kind keinem Elektrosmog ausgesetzt, die Babyphone haben keine Reichweiten-Einschränkung und Ihr Kind hat dennoch beste Überwachung. Ist kein Festnetzanschluss vorhanden, gibt es die Möglichkeit mit einem passenden Mobiltelefon und einer Spezialausführung eines Babyphones das Kind zu überwachen. Das Kind sollte Lampen, Lichtschalter, Stromkabel und Steckdosen nicht vom Bett aus erreichen können.

Sie brauchen keine Befürchtungen haben, dass Ihr Baby in Ihrem Schlafzimmer keine Ruhe findet: Babys ziehen regelmässige rhythmische Geräusche der vollständigen Ruhe vor. Die Atemgeräusche der Eltern scheinen sogar einen positiven Einfluss auf die Atemregulation des Kindes zu haben. Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys, die im Elternschlafzimmer untergebracht sind (sog. Co-Parenting), seltener am plötzlichen Kindstod versterben.

Schläft das Baby dagegen mit im Bett der Eltern (Familienbett), kann es leicht zu einer Überwärmung des Kindes kommen.

Tagsüber kann ein Säugling praktisch überall schlafen: Auf dem Arm, im Kinderwagen, in einem Tragesack oder einer Rückentrage, im Autositz, in einer Baby-Hängematte – da gibt es eigentlich keine Einschränkungen, solange Sie Ihr Baby im Auge behalten.

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange darf ein Baby in einer Hängematte liegen?

Die rhythmischen Bewegungen und die elastische Enge einer Hängematte beruhigen das Kind (v.a. wenn es Koliken hat) und geben ihm Geborgenheit. Somit ist die Hängematte als sehr gute Alternative zu einer Wiege zu sehen.

Vom orthopädischen Standpunkt her ist gegen eine Hängematte in den ersten vier…

vollständige Antwort lesen Mein Sohn ist sehr gerne im Maxi Cosi. Aber wie gesund ist das für seinen Rücken?

Fachleute sagen: Eigentlich sollte man ca. zwei Stunden in einem Autositz, einer Liegeschale oder Babywippe nicht überschreiten. Auf einer langen Autofahrt muss immer mal wieder eine ausgedehnte Pause gemacht werden, in der das Kind flach liegen kann.

Legen Sie Ihren Sohn zwischendurch auch immer…

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Letzte Aktualisierung : 21-11-19, AG / AS

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