Scharfes essen stillen

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Spargelzeit!

Hmmm….endlich wieder Spargelzeit! Auch für Schwangere sind die aromatischen weissen, violetten oder grünen Stangen praktisch die Idealnahrung. Spargeln schmecken nicht nur gekocht, gedünstet, gebraten oder gebacken köstlich, sondern auch roh feingeschnitten und mariniert als Salat.

Spargeln haben auch viele weitere Pluspunkte. Sie

  • wirken entwässernd, was bei leichten Ödemen und Taubheitsgefühl in den Händen günstig ist,
  • enthalten viele Ballaststoffe und wirken stuhlregulierend bei Verstopfung,
  • sind kalorienarm (13 kcal pro 100 g),
  • vitaminreich (Vitamin A und C, Vitamin E und die Vitamin-B-Gruppe),
  • mineralstoffreich (Magnesium, Kalium, Kalzium, Eisen, Phosphor, Jod und Zink)
  • und haben den höchsten Folsäure-Gehalt aller Gemüsesorten.

Auch stillende Mütter dürfen wegen all dieser Vorzüge Spargel geniessen. Allerdings kann sich dadurch der Geschmack der Muttermilch verändern, was manche Babys nicht so gluschtig finden. Dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als in diesem Jahr auf dieses Gemüse zu verzichten.

Grüne Spargeln schmecken zwar nicht ganz so fein. Aber sie sind sogar noch vitamin- und mineralstoffreicher als die weissen Verwandten. Und sie machen in der Küche nicht soviel Arbeit, weil man sie nur im unteren Drittel schälen muss – oder Sie schneiden einfach den harten Ansatz ab.

Klassischerweise wird Spargel im eigenen Sud gegart. Dazu werden zunächst Schalen und Abschnitte in Wasser ausgekocht. Den Sud abseihen und die Stangen darin je nach Dicke 10 bis 15 Minuten kochen. In das Spargelwasser gehören ausserdem etwas Salz, Zucker und Butter. Den Sud kann man übrigens trinken – er wirkt stark entwässernd.

Weisse Spargeln können in ein feuchtes Tuch eingewickelt ca. zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Grünspargel hingegen sollte aufrecht im Wasser stehend aufbewahrt werden. Geschält und eingefroren halten sich Spargeln rund sechs bis acht Monate.

Aber Vorsicht: Nicht alle klassischen Spargelbeilagen sind in der Schwangerschaft unbedenklich!

  • Toxoplasmose-Gefahr besteht vor allem bei rohem, aber auch in geringerem Ausmass bei geräuchertem oder luftgetrocknetem Schinken oder Fleisch (wie Bündner- oder Trockenfleisch, Carpaccio). Unser Tipp: Servieren Sie als Beilage gekochten Schinken oder Trutenbrust-Aufschnitt aus gekochtem Fleisch. Wenn Sie den rohen Schinken für ein paar Tage in die Tiefkühltruhe legen, werden zwar die Toxoplasmose-Erreger abgetötet, nicht aber die Listeriose-Erreger.
  • Denn auch Listeriose droht bei Erzeugnissen aus rohem Fleisch, zusätzlich aber bei allen Milchprodukten, die aus unpasteurisierter, also Rohmilch, hergestellt werden – egal von welchem Tier. Zu den Rohmilcherzeugnissen zählen z.B. der Vacherin, die meisten Schimmelkäse, aber auch Hartkäse mit geschützter Herkunftsbezeichnung, wie original italienischer Parmesan. Unser Tipp: Kaufen Sie Käse vorzugsweise abgepackt aus der Kühltheke. Dort muss Rohmilchkäse deutlich auf dem Etikett vermerkt sein.
  • Die Sauce Hollandaise, Béarnaise oder Mayonnaise zum Spargel sollten Sie während der Schwangerschaft nicht mit frischem Eigelb zubereiten – Schwangere sind besonders empfänglich für die Salmonellose. Es gibt Rezepte, die anstatt des rohen ein hartgekochtes Eigelb verwenden. Auf der sicheren Seite sind Sie aber, wenn Sie in dieser Saison ein Fertigprodukt verwenden. Mit ein bisschen Kreativität (Kräuter, Zitronen- oder Orangensaft, Senf) verfeinern Sie die Päcklisauce so phantasievoll, dass (fast) niemand einen Unterschied merkt!

Wunderbar zur dieser Jahreszeit passt ein Spargelsalat. Dazu gekochte, abgekühlte Spargeln in mundgerechte Stücke schneiden, anrichten und mit einer feinen Sauce begiessen. Sie wird zubereitet aus 2 EL Zitronensaft, 4 EL Sonnenblumenöl, 1EL Senf, 50 gr gekochter Schinken, 1 Bund glattblättriger Peterli, einigen Basilikumblättern, 3 EL Rahm. Alles mit dem Mixer fein pürieren und nach Bedarf mit Salz und Pfeffer würzen.

Letzte Aktualisierung : 12-04-19, BH

Durch Anpassung der Ernährungsgewohnheiten das Kind schützen

Neben schädlichen Substanzen gibt es Inhaltsstoffe von bestimmten Nahrungsmitteln, die individuell zu Beschwerden beim Säugling führen können, aber keinesfalls müssen. Allgemeine Empfehlungen können und sollen deshalb nicht abgegeben werden. Eine Mutter kann jedoch durch genaues Beobachten und durch Anpassung der Ernährung die unerwünschten Reaktionen ihres Kindes minimieren.

Lebensmittel, die beim Säugling Beschwerden verursachen können

Die folgende Zusammenstellung geben Hinweise, welche Lebensmittel zu Symptomen führen können:

Nahrungs­mitteleinnahme durch die Mutter Mögliches Symptom beim Kind
Kohlarten, Lauch­gewächse (Lauch, Knoblauch, Zwiebeln), Spargel, Fruchtsäfte (Orangensaft, Apfelsaft), Hülsen­früchte (Bohnen, Erbsen) Verdauungs­beschwerden, Bauch­schmerzen, Blähungen, Unwohlsein.
Konsum von Zitrus­früchten in großen Mengen Windel­dermatitis (wunde Haut im Bereich der Windeln) durch Säuerung des Urins.
Knoblauch, Zwiebeln, Spargel, Rhabarber, Melonen Geschmack­liche Beeinträchtigung. Abneigung gegen die Mutter­milch, geringere Trinkmenge.

Entscheidet sich die Mutter für das Stillen, ändert sich nach der Geburt der Übertritt von Stoffen von der Mutter auf das Kind nicht grundsätzlich. Somit sollte auch während der Stillzeit mindestens im gleichen Umfang Rücksicht auf das Kind genommen werden, wie während der Schwangerschaft.

Einnahme von Vitamin- und Mineralstoffpräparaten während der Stillzeit

Normalerweise ist bei einer gesunden und abwechslungsreichen Ernährung eine zusätzliche Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen in Form von Tabletten nicht notwendig. Bestehen jedoch Einschränkungen bei der Einnahme oder der Resorption (Aufnahme im Verdauungssystem) von Nährstoffen, müssten die Präparate folgendes beinhalten:

Nährstoff tägliche Dosis
Kalzium 250 mg
Eisen 30-60 mg
Zink 15 mg
Kupfer 2 mg
Vitamin D 10 µg
Vitamin B6 2 mg
Folsäure 300 µg

Die Einnahme von Jod (200 µg/d) ist ebenfalls empfehlenswert. Frauen mit einer Laktoseintoleranz oder einem Vitamin D-Mangel und Veganerinnen sollten folgende Vitalstoffe einnehmen, um Mangelerscheinungen zu verhindern:

Umstand Nährstoffpräparat tägliche Dosis
Laktose­intoleranz oder geringe Ein­nahme von Milchprodukten Kalzium 600 mg
Geringe Sonnen­lichtexposition oder wenig Vitamin D-haltige Esswaren (tierische Produkte) Vitamin D 10 µg
Veganerinnen

Vitamin B12

Vitamin D

2.6 µg 10 µg

Aktualisiert: 26.10.2017 – Autor: Nathalie Blanck

Schwanger und scharf essen: Das sollten Sie beachten

  • Steht Ihnen der Sinn nach scharfem Essen, können Sie diese Mahlzeiten getrost genießen. Ihrem Baby schadet scharfes Essen nicht.
  • Es gibt verschiedene Theorien, warum Schwangere plötzlich Lust auf scharfe Gewürze bekommen. Eventuell könnte dies auf einen Zinkmangel hinweisen.
  • Möglich ist jedoch auch, dass Schwangere durch den Verzehr scharfer Speisen unbewusst Schweißausbrüche provozieren. Die durch den Schweiß entstehende Verdunstungskälte kühlt den Körper ein wenig herunter. Das kann bei Hitzewallungen während der Schwangerschaft recht angenehm sein.
  • Ebenso ist es möglich, dass die Gelüste nach scharfen Speisen durch das in der Schwangerschaft veränderte Geschmacksempfinden zustande kommen.
  • Wodurch der Heißhunger entsteht, spielt letztendlich aber keine Rolle. Wenn Ihnen danach ist, so würzen Sie nach Herzenslust – sofern das Gewürz nicht schädlich ist.
  • Bestimmte Gewürze sind in der Schwangerschaft zu vermeiden, so etwa Koriander. Würzen Sie mit Pfeffer, Chili oder anderen scharfen Gewürzen, kann dies Sodbrennen zur Folge haben. Haben Sie kein Problem damit, können Sie ruhig etwas kräftiger würzen.

Ernährung der Mutter während der Stillzeit

Eine spezielle Diät während der Stillzeit ist nicht notwendig. Allerdings sollten sich stillende Mütter gesund, abwechslungsreich und ausgewogen ernähren, damit ihr Kind ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Als gesund gilt grundsätzlich, was für alle Frauen im gebärfähigen Alter gut ist. Stillen ist schwere körperliche Arbeit, so dass es zu einem erhöhten Energiemehrbedarf der Mutter von 630 kcal pro Tag kommt. Es ist trotzdem wichtig, nur seinem Hungergefühl zu folgen und nicht rein vorsorglich mehr zu sich zu nehmen. Unterernährung, aber auch Überernährung der Mutter verringert die Milchproduktion und sollten vermieden werden. Das Körpergewicht sollte in der Stillzeit nur langsam und nicht mehr als 2 kg pro Monat verringert werden.

Zu den unentbehrlichen Nahrungsmitteln gehören eiweiß-, vitamin- und mineralstoffhaltige Produkte aus Milch und Vollkorn, frisches Obst und Gemüse. Basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen empfiehlt die European Food Standard Agency (EFSA) darüber hinaus zwei Portionen fetthaltigen Seefisch, d.h. Makrele, Lachs, Hering, pro Woche zu essen. Die hierin in hohem Maß enthaltenen mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie Omega-3- oder Omega-6-Fettsäure beeinflussen das zentrale Nervensystem, Hirn, Leber, die Augennetzhaut sowie das Immunsystem des Säuglings positiv.
Dreimal in der Woche sollten fettarmes Fleisch oder Fleischwaren auf dem Speisezettel stehen. Sie liefern Proteine, Zink, Eisen und B-Vitamine.

Nach aktuellen Erkenntnissen ist es nicht nötig, in der Stillzeit zur Vermeidung von Blähungen des Babys auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Wenn es doch einmal vorkommt, dass das Baby auf ein Nahrungsmittel reagiert, muss man einfach ausprobieren, was ihm besser bekommt: Die Gemüsesorten Möhren, Brokkoli, Fenchel und Spinat sowie die Obstsorten Apfel, Bananen, Trauben, Aprikosen und Mango werden meist gut aufgenommen. Hülsenfrüchte, Knoblauch, Zwiebeln und Kohlgemüse können im Einzelfall zu Blähungen führen, so dass sie, wenn das der Fall ist, gemieden werden sollten.

Den späteren Geschmack des Kindes kann man bereits beim Stillen ein wenig beeinflussen. Kinder essen bestimmte Obst- und Gemüsesorten lieber, wenn die Mutter diese bereits während der Stillzeit häufiger zu sich genommen hat.

Trinken hat keine Auswirkung auf die Milchmenge. Trotzdem sollte jede stillende Mutter auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 2 bis 2,5 Litern pro Tag achten. Am besten nimmt sie zu jeder Stillmahlzeit ein Glas Wasser zu sich. Hierfür bieten sich vor allem stilles oder kohlsäurearmes Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, Säfte bzw. Schorlen aus säurearmen Früchten an. Bei Kaffee (möglichst entkoffeiniert) oder schwarzem Tee sollte man sich auf ein bis zwei Tassen am Vormittag direkt nach dem Stillen beschränken.

Die vorsorgliche Einnahme von Vitaminen, Fluorid oder Jod sollte in Abstimmung mit dem Arzt erfolgen.

Reine Vegetarierinnen und Veganerinnen (Verzicht auf jegliche Lebensmittel tierischer Herkunft) sollten sich von ihrer Gynäkologin/ ihrem Gynäkologen hinsichtlich der richtigen Ernährung während der Stillzeit unbedingt schon in der Schwangerschaft beraten lassen. In diesen Fällen ist manchmal die zusätzliche Einnahme von Nährstoffen oder eine sehr gezielte Lebensmittelauswahl erforderlich.
Bei Vegetarierinnen, die auf Fleisch verzichten, aber Milch zu sich nehmen, ist Eisen ein kritischer Faktor, da es am besten über das Fleisch aufgenommen wird.

Jahrelange strenge Veganerinnen leiden oftmals unter einem Vitamin B12-Mangel. Kann dieses Vitamin mit der Muttermilch somit nicht weitergegeben werden, sind bleibende neurologische Schäden bei dem Säugling zu befürchten.

Zwiebeln, Apfelsinen & Co: Darf man das wirklich nicht essen, wenn man stillt?

Es wird eifrig gewarnt in der einschlägigen Literatur für die Stillzeit: Blähende Lebensmittel wie z.B. Kohl, Zwiebeln, Knoblauch oder Bohnen sollen wegen möglichen Verdauungsschwierigkeiten des Babys ebenso gemieden werden wie Zitrusfrüchte, die nach mütterlichem Genuss zum wunden Po beim Säugling führen können. Womit wir beim Punkt sind:

Unsere 14 wichtigsten Tipps zum Stillen

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Können, aber nicht müssen. Denn diese Warnungen sind letztlich reine Theorie. Wie es sich bei Ihnen und Ihrem Kind tatsächlich verhält, ob und auf welche der vermeintlich zu meidenden Nahrungsmittel Ihr Kind mit Beschwerden reagiert, können Sie letztlich nur durch Ausprobieren herausfinden. Testen Sie dabei immer nur ein „verdächtiges“ Lebensmittel pro Tag, um klare Erkenntnisse zu gewinnen.

Wichtig: Worauf Sie in der Stillzeit tatsächlich unbedingt verzichten sollten, sind Rauchen und Alkohol. Denn Nikotin und Alkohol gelangen rasch in die Muttermilch und können die Entwicklung Ihres Kindes ernsthaft beeinträchtigen.

Muss ich in der Stillzeit komplett auf Zitrusfrüchte verzichten?

Probieren Sie es mit aller gebotenen Umsicht einfach aus. Dann wissen Sie, ob Ihr Säugling beim kleinsten Zitrusgenuss der Mutter einen wunden Po bekommt oder ob Sie diesen gesunden Teil des Nahrungsspektrums auf Ihrem Speiseplan, zumindest in eingeschränkter Form, belassen können. Für die Mehrzahl der Kinder ist es nämlich völlig unproblematisch, wenn ihre Mama täglich 1-2 Gläser Orangensaft trinkt, den Salat auch weiterhin mit Zitronensaft abschmeckt oder die ein oder andere Zitrusfrucht verzehrt.

Wie lange dauert es, bis sich meine Nahrung auf die Milch auswirkt?

Etwa 3-6 Stunden nach einer Mahlzeit ist damit zu rechnen, dass Sie eventuelle Reaktionen Ihres Säuglings beobachten können, falls er auf Inhaltsstoffe bestimmter Nahrungsmittel empfindlich reagiert. Nehmen Sie verdächtige Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, am besten einzeln zu sich und beobachten Sie Ihr Baby, um rasch herauszufinden, was es verträgt und was nicht. Die Empfindlichkeit Ihres Kindes gegenüber verschiedenen Nahrungsmitteln kann sich im Laufe der Stillzeit übrigens auch verändern.

Lesen Sie dazu auch:
Welche Nahrungsmittel fördern die Milchbildung?

Autor: Dr. Hubertus Glaser

„So, und nun müssen wir darüber sprechen, was Sie überhaupt in der Stillzeit essen dürfen,“ mit diesen Worten und einem wichtigen Blick saß mir die Nachsorgehebamme gegenüber. Und dann kam eine lange Aufzählung. Mit Verboten. An die hielt ich mich etwa eine Woche lang. Mir ging es schlecht – ich sollte auf so vieles verzichten und gleichzeitig hatte ich kaum Zeit zum Kochen und auch nicht zum Einkaufen. Die Rettung kam in Form einer neuen Hebamme. „Schwachsinn,“ kommentierte sie den Rat ihrer Vorgängerin. Generell dürfe ich fast alles essen. Denn das Wichtigste ist erst einmal überhaupt ausreichend gesunde Mahlzeiten und viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Ihr bester Tipp: „Kochen Sie auf Vorrat, immer fertige Portionen im Tiefkühlfach haben. Und wenn die Oma sich langweilt, darf sie Sie gern bekochen.“

Für mich war das der Rettungsring, den sie mir zuwarf. Denn ich hatte keine Lust, für nur eine Portion zu kochen. Und mit der Verbotsliste hatte es erst Recht keine Freude gemacht. Über den Tag verteilt zu essen ist nicht so meine Stärke, auch an das Trinken muss ich mich immer erinnern. Hebammentipp: Immer eine Thermosflasche mit Stilltee und eine Wasserflasche neben den Stillplatz stellen. Bei jeder Stillmahlzeit ein großes Glas leer trinken. Tatsächlich ging es mir mit dem Stillen so gut, dass ich meine Tochter 12 Monate lang gestillt habe – das hätte ich in den ersten Wochen nie geglaubt.

Ernährt sich die Mutter gesund, ist das auch für das Baby gut (c) Thinkstock

Mehrbedarf in der Stillzeit

Schon in der Schwangerschaft ist der braucht der Körper mehr Nährstoffe, vollstillende Mütter haben sogar einen noch größeren Bedarf. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät in den ersten vier Monaten zu etwa 635 Kilokalorien am Tag zusätzlich, andere Experten raten zu etwas weniger. Ohne Zweifel ist das Trinken besonders wichtig, denn ein zuwenig an Flüssigkeit hemmt die Milchbildung. Drei Liter sollten es am Tag sein. Ein Zuviel nutzt allerdings nicht mehr, dann müssten die Nieren übermäßig arbeiten.

Tipps für den Speiseplan

Die DGE empfiehlt eine ausgewogene Mischkost wird für stillende Frauen. Vor allem sollten junge Mütter auf eine ballaststoffreiche, nicht zu fettige Nahrung, achten. Als Faustregel für den täglichen Zusatzbedarf gilt: Milch (200- 250ml), Fleisch (40g), Vollkornbrot (1 Scheibe), Haferflocken (1 EL), Gemüse oder Salat (200g), und Obst (100g). Daran muss man sich nicht genau halten, es soll nur die zusätzlichen Mengen verdeutlichen.

Wichtig für den Speiseplan:

• Kohlenhydrate sollten komplex sein. Besonders geeignet: Vollkornbrot und -flocken, Naturreis, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse und Kartoffeln.
• Essentielle Fettsäuren sind wichtig. Sie sind in ungesättigten Pflanzenölen wie Oliven-, Sonnenblumen- und Rapsöl enthalten.
• Als Proteinquellen und für die Calciumversorgung sind Buttermilch und Milch, Käse und Joghurt und Seefisch sind als Proteinquellen gut geeignet.

• Folsäure ist reichlich enthalten in Hülsenfrüchten, Vollkornbrot, Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl, Gurken, Spinat, Erbsen, Bananen und Erdbeeren.
• Eisenhaltige Lebensmittel sind Fleisch- und Wurstwaren, Hirse, Hafer, Grünkern, Brot (Vollkorn), Spinat, Schwarzwurzeln, Feldsalat und Möhren.

• Tipp: Gemüse garen und nicht verkochen. Durch das Verkochen werden Blähstoffe aktiviert, die im knackig getarten Gemüse keine Probleme verursachen.


Verbote in der Stillzeit

Es gibt nur wenige Tabus in der Stillzeit. Sicher, einiges verursacht bei einigen Kindern Blähungen (Sauerkraut, Linsen) aber nicht bei jedem! Generell sollte jede stillende Mutter essen, worauf sie Lust hat, denn jede wird ihre eigenen Erfahrungen machen. Allerdings gibt es einige Lebensmittel, mit denen viele Stillende Probleme haben. Diese daher erst einmal vorsichtig testen, ob sie bekömmlich sind. Wenn das Baby Blähungen hat, die Milch verweigert oder einen wunden Po hat, liegt es wahrscheinlich an einem Nahrungsmittel. Ob es die Orange, die Mango oder die Bohnen in der Suppe waren – da hilft nur ausprobieren bzw. weglassen.

Tabu in der Stillzeit:

•Alkohol
• Zigaretten

• roher Fisch, bestimmte belastete Fische (siehe Fisch in der SS – Link)
• rohes Fleisch (Tartar) wegen Infektionsgefahr
• rohe Eier oder Speisen daraus (Salmonellengefahr)

Vorsicht ist geboten bei:

• Dicken Bohnen • Linsen • Sauerkraut • Kohl (eventuell hilft würzen mit Kümmel gegen Blähungen) • Sauerkraut
• Spargel (Baby mögen dann den Geschmack der Milch manchmal nicht) • Obstsalat (lieber Obst einzeln testen) • Zitrusfrüchte (können bei empfindlichen Kindern zu einem roten Po führen)

Was ist gut für die Milch, was nicht?

Gute Hebammen haben hier für Mütter viele Tipps. Der wichtigste: Was für die Mutter gut ist, ist auch für die Milchbildung gut. Gut für die Milchbildung: •Viel und häufig trinken
• Ruhe, Schlaf, Entspannung
• Häufiges Anlegen, beide Brustseiten pro Mahlzeit
•“Milchbildungstee“ aus Anis, Fenchel, Kümmel, Kreuzkümmel ist gut für die Verdauung und die Milchbildung (gibt es in Apotheken und Drogerien) • Einige Kräuter sind besonders milchfördernd: Basilikum, Dill und Majoran
• Eisen ist wichtig und auch in Getreide wie Hirse enthalten. Lecker schmeckt Hirse als Beilage (ähnlich wie Couscous) oder als Babybrei (auch für Mamas, erinnert an Milchreis) • Malzbier und Malzkaffee tun ebenfalls gut • Mandeln und Nüsse haben hochwertige Fette und sind ein gesunder kleiner Snack

Als milchhemmend gilt:

• wenig Nahrung, wenig Flüssigkeit
• Stress, Unruhe
• Rauchen
• Pfefferminz- und Salbeitee
• Kräuter wie Petersilie, Salbei, Pfefferminze
• Bei einigen besonders empfindlichen Kindern „saure“ Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Beeren, sauer eingelegtes Gemüse (Relish) oder kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Mehr Information und leckere Rezepte für stillende Mütter können Sie nachlesen. Buchtipp: Dagmar von Cramm: Richtig Essen in der Stillzeit. Graefe und Unzer Verlag 2005. 7,50 Euro.

Die 5 größten Irrtümer über Ernährung in der Stillzeit

Die 5 Irrtümer während der Stillzeit

  1. Stillen darf nicht dem Abnehmen dienen!
    Eine voll stillende Frau verbraucht pro Tag etwa 650 kcal zusätzlich. Das heißt, wenn eine Frau während der Stillzeit wenig isst, nimmt sie in der Regel langsam ab. Rasches Abnehmen in der Stillzeit ist mit Gefahren für das Baby verbunden. Denn bei zu raschem Abbau des Körperfettes werden die im Fett gespeicherten Umweltgifte nicht ausgeschieden, sondern gehen in die Muttermilch über. Dies belastet den kindlichen Körper und kann die Entwicklung beeinträchtigen. Die Belastung des mütterlichen Fettgewebes mit Umweltgiften hängt vom Wohnort, der Ernährung und dem Lebensstil in den Jahren vor und während der Schwangerschaft ab.
  2. Alkohol erhöht langfristig nicht die Milchbildung!
    In der Muttermilch befindet sich eine Stunde nach dem Konsum von Alkohol dieselbe Konzentration, wie im Blut der Mutter. Nachweislich kann Alkohol in der Muttermilch beim Baby zu Schädigungen führen. Dennoch wird immer wieder Sekt zur Milchbildung empfohlen. Eine aktuelle Studie kam zu dem Ergebnis, dass zwar kurzfristig die Milchbildung mit Sekt angeregt werden kann. Aber langfristig der Milchfluss weniger wird. Alkohol beeinflusst jene Hormone, die für den Milchfluss zuständig sind und Experten sind sich einig: Alkohol sollte in der Stillzeit nicht getrunken werden. Oder zumindest 3 Stunden nach dem Konsum eines Glases Alkohol darf nicht gestillt werden.

    Hinweis: Mehr zum Thema Koffein und Alkohol in der Muttermilch lies bitte in unserem Beitrag Koffein und Alkohol in der Muttermilch.

  3. Dürfen stillende Frauen Knoblauch oder Spargel essen?
    Schon das Fruchtwasser hat je nach den Essgewohnheiten der Mutter einen eigenen Geschmack und dieser Geschmack findet das Baby in der Muttermilch wieder. Am liebste mögen Babys nach der Geburt den bekannten Geschmack, das heißt dasselbe Essen der Mutter wie in der Schwangerschaft. Speisen mit viel ätherischen Ölen, wie Knoblauch und Spargel beeinflussen den Geschmack der Milch ganz besonders. Und je nachdem wie experimentierfreudig das Baby ist und ob die Mutter in der Schwangerschaft Knoblauch und Spargel gegessen hat, mag es das Baby oder eben nicht. Tatsächlich wenden einige Kinder den Kopf ab, sobald sie intensive neue Geschmäcker, wie Knoblauch in der Muttermilch wahrnehmen. In so einem Fall muss das Lebensmittel weggelassen werden. Bei den meisten Babys ist es nur eine vorübergehende Reaktion. Die Mutter muss einfach das Baby dazu bringen, die gewohnte Milch (einige Stunden später) wieder zu trinken.
  4. Blähende Lebensmittel sind nicht von vornherein für stillende Frauen tabu!
    Die Babys sind so verschieden, wie die Mütter. Und so gibt es Babys, die einfach alles vertragen und andere wiederum sind sehr empfindlich. Von vornherein einfach alle blähenden Lebensmittel wegzulassen ist nicht zu empfehlen. Denn auch die Mutter muss sich gesund ernähren und das wird immer schwieriger, je mehr Lebensmittel nicht erlaubt sind. Meist verträgt das Baby jene Speisen nicht gut, die auch für die Mutter schwer verdaulich sind. Am besten findet die Mutter gemeinsam mit ihrem Baby die optimale Ernährung. Alle für die Mutter gut verträglichen und möglicherweise blähenden Speisen werden in kleinen Mengen ausprobiert.
  5. Große Mengen Stilltee sind nicht optimal für die Milch!
    Stilltee wirkt sich positiv auf die Verdauung des Babys aus und kann die Milchbildung unterstützen. Dennoch werden diese Eigenschaften nicht verstärkt, wenn große Mengen Stilltee getrunken werden. Ab 4 Liter pro Tag kann die Milchproduktion wieder reduziert werden. Zudem führte in Tierversuchen eine größere Menge Fencheltee zu Leberkrebs. Das heißt, beim Stilltee lautet die Regel: Weniger ist mehr.

    Tipp der Redaktion: Zum Thema „Trinken in der Stillzeit“ lies bitte unseren gleichnamigen Artikel Trinken in der Stillzeit

Tipps & Infos

# 1. Mütter müssen viel trinken, damit sie genug Milch haben

Falsch! Nicht die Trinkmenge der Mutter, sondern die Nachfrage regelt das Angebot. Wenn viel Milch angefordert wird, das heißt, das Baby trinkt häufig an der Brust, dann wird auch mehr Milch gebildet. Selbstverständlich sollte die Mutter auch ausreichend und nach Durst trinken. Zwei Liter pro Tag sind eine gute und ausreichende Menge.

# 2. Abends reicht Muttermilch nicht aus

Falsch! Gerade abends sind Babys häufig unruhig. Das liegt aber nicht an einem Mangel an Muttermilch. Die Babys wollen am Abend viel kuscheln und auch „erzählen“, wie ihr Tag war. Fakt ist, dass zum Ende des Tages der Fettgehalt der Muttermilch etwas abnimmt und die Babys auch deshalb häufiger an die Brust wollen. Das ist ein normaler Prozess und hat nichts damit zu tun, dass die Milch nicht ausreicht.

# 3. Neue Milch darf nicht auf alte Milch kommen (im Bauch des Babys)

Falsch! Es gibt keine Untersuchungen, die belegen, dass Babys, die sehr häufig gestillt werden, mehr Bauchschmerzen haben. Clusterfeeding (sehr häufiges Trinken in kleinen Abständen) ist vollkommen normal.

# 4. Milch ist manchmal zu dünn

Falsch! Muttermilch ist niemals zu dünn oder – das Gegenteil – zu nahrhaft. Muttermilch hat, allgemein gesehen, immer die gleiche Grundzusammensetzung egal wo auf dieser Welt. Sie passt sich lediglich den geänderten Anforderungen des heranwachsenden Kindes an.

# 5. Milch macht Milch

Falsch! Früher dachte man, stillende Mütter müssten viel Milch trinken, um ausreichend Milch zu bilden. Die Wahrheit ist, dass Milch uns mit Kalzium und wichtigen Nährstoffen versorgt. Diese Versorgung kann aber auch durch eine ausgewogene Ernährung erreicht werden.

# 6. Die Brust muss leer getrunken werden

Falsch! Eine Brust ist niemals leer oder voll. Die Milchdrüse produziert bedarfsgerecht während der Mahlzeit die benötigte Menge an Muttermilch.

# 7. Sport macht die Milch sauer

Falsch! Stillende Mütter dürfen natürlich Sport treiben. Am besten ist ein langsam aufbauendes Training. Sehr exzessiver Sport kann den Geschmack der Milch allerdings tatsächlich etwas verändern.

# 8. Stillen verursacht Haarausfall

Falsch! Viele Frauen bekommen nach der Schwangerschaft Haarausfall, unabhängig davon, ob sie stillen oder nicht. In der Schwangerschaft verändert sich der Wachstumszyklus der Haare. Sie fallen nicht so schnell aus und bleiben länger in der Kopfhaut. Das Haar wirkt voller und voluminöser. Nach der Geburt kehrt alles wieder in seinen Ausgangszustand zurück. Die überzähligen Haare fallen nach und nach aus.

# 9. Babys schlafen nur durch, wenn sie richtig satt sind

Falsch! Sattsein hat nichts mit Durchschlafen zu tun. Für das Druchschlafen sind Reifungsprozessen im Gehirn verantwortlich, die von Kind zu Kind individuell ablaufen.

# 10. Wenn eine Frau erneut schwanger wird, darf sie nicht mehr stillen

Falsch! Das sogenannte Tandemstillen ist natürlich möglich. Das bedeutet, dass zwei Kinder unterschiedlichen Alters gestillt werden. In der Schwangerschaft kann sich allerdings der Geschmack der Milch verändern, was manchmal dazu führt, dass das ältere Geschwisterkind nicht mehr trinken möchte. Die Muttermilch ist übrigens immer an die Bedürfnisse des jüngsten Kindes angepasst.

# 11. Langzeitstillen = Verwöhnen

Falsch! Langzeitstillen (Stillen auch noch über den ersten Geburtstag des Kindes hinaus) bedeutet keinesfalls, dass ein Kind verwöhnt wird. Vielmehr ist es Zeichen einer sehr innigen Beziehung zwischen Mutter und Kind und bringt sogar noch einige gesundheitliche Vorteile.

# 12. Stillen macht Hängebrüste

Falsch! In der Brust gibt es feine Bänder, keine Muskeln, die der Brust ihre genetisch festgelegte Form geben. Bereits in der Schwangerschaft und in den ersten Tagen nach der Geburt werden diese Bänder gedehnt. Dies führt eventuell zu einer veränderten Festigkeit der Brust. Die meisten Frauen erlangen ihre alte Brustform zurück, wenn sie ihr Ausgangsgewicht wieder erreicht haben.

# 13. Stillen macht Babys dick

Stimmt nicht! Stillbabys nehmen zwar anfangs stärker zu als Babys, die ausschließlich Ersatznahrung bekommen, aber das gleicht sich meist zum ersten Geburtstag hin wieder aus.

# 14. Muttermilch ist nach einem halben Jahr nicht mehr nahrhaft genug

Falsch! Muttermilch passt sich an die Bedürfnisse des heranwachsenden Kindes an. Mit einem halben Jahr zeigen viele Kinder Interesse am Familienessen. Dann darf gerne probiert werden, was schmeckt – am besten noch unter dem Schutz der Muttermilch.

# 15. Stillende dürfen keine blähenden Lebensmittel essen

Falsch! Experten sind sich einig, dass blähende Stoffe nicht in die Muttermilch übergehen. Sicher ist jedoch, dass Aromen wie Knoblauch oder Spargelgeschmack in der Milch nachweisbar sind. Blähungen und Bauchschmerzen werden eher durch die Unreife des kindlichen Darmes hervorgerufen.

# 16. Mütter dürfen keine Zitrusfrüchte essen

Nicht ganz richtig! Früher gab es sehr strikte Einschränkungen für stillende Mütter. Heute wird empfohlen, sich ausgewogen zu ernähren und auszuprobieren, was das Baby verträgt und was nicht. Zitrusfrüchte und Früchte mit hohem Vitamin-C-Anteil können durchaus zu einem geröteten Babypopo führen, aber eventuell auch nicht. Es wäre doch schade, wenn man auf Orangen, Erdbeeren und Co. verzichtet, obwohl das Baby es vertragen würde.

# 17. Stillen länger als sechs Monate führt zu Eisenmangel beim Kind

Babys kommen tatsächlich mit Eisenspeichern auf die Welt, die für sechs bis neun Monate ausreichen. Ab diesem Alter steigt aber auch die Fähigkeit des Kindes, sich auf eine niedrigere Versorgung einzustellen. In diesem Fall sollten wir auf Mutter Natur vertrauen. Wenn das Baby Interesse am Essen entwickelt, sollte natürlich auch eisenhaltige Kost auf dem Speiseplan stehen.

# 18. Wunde Brustwarzen sind normal

Absolut falsch! Schmerzen und wunde Brustwarzen gehören definitiv nicht natürlicher Weise zum Stillen. Wunde Brustwarzen werden meist durch falsche Anlegetechniken bzw. ungünstiges Saugen des Babys an der Brust hervorgerufen. Hier ist Hilfe durch eine Hebamme oder Stillberaterin ratsam.

# 19. Kleine Brüste geben wenig Milch

Falsch! Die Größe der Brust sagt nichts über ihre Fähigkeit aus Milch zu bilden. Ausschlagegebend ist der Anteil des milchbildenden Milchdrüsengewebes. Im Umkehrschluss bilden danach große Brüste auch nicht zwangsläufig viel Milch.

# 20. Wenn ein Stillbaby weint, hat es immer Hunger

Stimmt nicht! Babys weinen aus vielen Gründen, nicht immer ist es Hunger. Manchmal wollen Babys auch getragen oder gekuschelt werden. Immer ist Weinen jedoch ein Signal des Kindes auf ein Bedürfnis, das gestillt werden möchte. Absichtlich weinen können kleine Babys übrigens nicht. („Der macht das mit Absicht!“)

# 21. Gestillte Kinder werden nie das Essen lernen

Falsch! Gestillte Kinder entwickeln im Laufe des ersten Lebensjahres Interesse am Essen der Eltern und werden ganz natürlich das Essen für sich entdecken. Dies ist eine ganz normale Entwicklung, die sich nicht aufhalten lässt. Unter dem Schutz der Muttermilch werden viele Lebensmittel zudem deutlich besser vertragen. Das natürliche Abstillalter liegt übrigens bei drei bis vier Jahren.

# 22. Stillende Mütter können nicht schwanger werden

Falsch! Der Zeitpunkt des ersten Eisprungs nach der Geburt ist bei stillenden Frauen sehr unterschiedlich. Erst etwa 14 Tage nach dem Eisprung kommt es zur Regelblutung. In den Tagen dazwischen kann eine Frau, die stillt, schwanger werden. Verhütung ist also auch in der Stillzeit ein wichtiges Thema und sollte mit dem Gynäkologen/der Gynäkologin besprochen werden.

# 23. Bei einer Brustdrüsenentzündung muss abgestillt werden

Falsch! Eine Brustentzündung ist eine Entzündung der milchproduzierenden Drüsen und/oder der beteiligten Milchgänge, meist einer Brust. Meist ist ein Milchstau vorangegangen. Abstillen würde die Symptome der Mastitis eher noch verschlimmern. Auch wenn die Mutter Antibiotika nehmen muss, ist dies kein Grund abzustillen. Die Medikamente werden so ausgesucht, dass sie mit dem Stillen vereinbar sind.

# 24. Das Baby muss immer beide Seiten trinken

Stimmt nicht! Viele Babys schwenken nach anfänglichem beidseitigen Stillen auf das einseitige Stillen um. Daran gewöhnt sich die Brust schnell. In Phasen von Wachstum und Mehrbedarf wird dann meist wieder beidseits getrunken.

# 25. Die Mutter muss für Zwei essen

Falsch! Eine stillende Mutter sollte sich gesund und ausgewogen ernähren. Der Mehrbedarf von 300 bis 500 kcal während der Stillzeit ist über kleine Snacks wie Müsliriegel oder Nüsse einfach zu decken.

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