Schamlippen nach geburt

Fühlen sich eigentlich alle Vaginas gleich an?

Wie sich Sex für das jeweils andere Geschlecht anfühlt, können wir eigentlich nur aus zweiter Hand anhand von Beschreibungen erfahren. Doch gerade deshalb sind wir natürlich besonders neugierig. Also wollen wir jetzt endlich mal wissen: Wie fühlt sich für Männer eine Vagina an? Und fühlen sie sich alle gleich oder ähnlich an, oder gibt es große Unterschiede?
Wir geben es ja zu: Manche Dinge würden wir Frauen einfach nur zu gerne wissen! Doch ob wir uns wirklich trauen, auch die Frage danach zu stellen, ist eine andere Sache. Zwar sollte es in einer Beziehung nichts geben, was man den anderen nicht fragen kann, doch gerade, wenn die Antwort die Geschlechtsteile seiner Ex-Freundinnen beinhaltet, ziehen wir dann vielleicht doch lieber die Anonymität des Internets zurate. In gleich mehreren Threats auf Reddit (hier und hier zum Beispiel) verraten ein paar Männer uns, wie sich verschiedene Vaginas voneinander unterscheiden. Und dabei zeigt sich: Keine Vagina ist wie die andere – oder?Bildquelle:
Getty Images/JochenSchoenfeld

Orgasmusprobleme: Zu weite Scheide, kleiner Penis – welche Hilfen möglich sind

Frauen profitieren vor allem von Beckenbodentraining

Das beste Mittel für Frauen mit erschlaffter, weiter Vagina lautet Beckenbodentraining. Denn die beiden Hauptmuskeln, die den Beckenboden ausmachen, lassen sich gezielt trainieren. Das funktioniert etwa mit der Rückbildungsgymnastik nach der Geburt. Spätestens vier Monate nach der Niederkunft sollte damit gestartet werden. Nach weiteren fünf Monaten ist der Beckenboden dann wieder so stark wie vorher, die Muskeln fest – und damit die Vagina wieder straff.

So bleibt sie jedoch nur, wenn regelmäßig weiter Beckenbodengymnastik gemacht wird, am besten täglich für einige Minuten. Übrigens stärken auch viele Sportarten gezielt den Beckenboden, etwa Pilates oder Reiten.

Vaginalstraffung per Operation

Nur in den seltensten Fällen ist die Vagina nach Geburten so strapaziert, dass Beckenbodentraining zu wenig hilft. Dann besteht die Möglichkeit einer Operation, der Vaginalstraffung. Meist setzt der Chirurg dabei Spezialnähte, wie etwa nach einem Dammriss. Zusätzlich werden die natürlichen Aufhängebänder der Vagina gekürzt.

Daneben sollen kosmetische Eingriffe, wie etwa Hyaluronsäureinjektionen die Vagina aufpolstern. Die sanfte Wirkung bleibt jedoch nur für einige Monate bestehen und die Injektionen in die Vagina müssten ständig wiederholt werden (Kosten pro Behandlung ab 800 Euro).

Neue, weniger aufwendige Therapieoptionen wie etwa die Radiofrequenztherapie, die mit einem Wärmestab die Vagina straffen soll, sehen viele deutsche Gynäkologen noch kritisch. Langzeitfolgen sind noch nicht absehbar und damit nicht abzuschätzen, wie etwa bösartige Veränderungen

Anlaufstelle für interessierte Frauen

Frauen, die sich für eine Operation interessieren, sollten sich an ihren Gynäkologen oder besser noch Urogynäkologen wenden. Entsprechende Ärztinnen und Ärzte, die sich zusätzlich qualifiziert haben für Behandlungen und Operationen der Vagina und des Beckenbodens finden Sie beispielsweise bei der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und Beckenbodenrekonstruktion.

Sex ist Kopfsache

Paare, die sich die Frage stellen – ist die Vagina zu weit oder der Penis zu klein – , sollten also zuerst einmal feststellen, ob es wirklich ein Problem der „Hardware“ ist und ob Mann und Frau nicht der Mechanik, Stichwort Reibung, einen zu großen Stellenwert geben.

Nicht zuletzt ist Orgasmus bei Mann und Frau ja sogar bekanntlich ganz ohne äußere Stimulation möglich – etwa ausgelöst durch Träume beim Schlafen. Sex ist Kopfsache und für viele Sexualwissenschaftler gilt das Gehirn als das wichtigste Sexualorgan des Menschen. Gehen Sie Sex also gerne mal spielerischer an, mit mehr Fantasie, und nicht immer nur als das bekannte „Rein-Raus-Rein-Raus-Spiel“.

Und falls Sie trotzdem davon überzeugt sind, Größe der Vagina und/oder des Penis verhindern lustvollen Sex, lassen Sie sich bitte von Spezialisten beraten, bevor Sie sich vorschnell zu einer Intimoperation entscheiden.

Vagina nach Geburt – wie sie sich wirklich verändert

Fühlt sich Sex nach der Geburt anders an?

Sex kann sich kurze Zeit nach der Geburt anders anfühlen – das normalisiert sich allerdings auch wieder. Hierfür kann es verschiedene Gründe geben:

#1. Zu früh nach der Geburt: Nach einer vaginalen Geburt braucht der Körper eine Weile, bist er vollständig genesen ist. Schwellungen, Risse und Blutergüsse müssen verheilt sein, bevor an Sex gedacht wird. Die meisten Gynäkologen raten, zwischen vier und sechs Wochen zu warten.

#2. Noch nicht komplett verheilte schlimmere Geburtsverletzungen: Nach einem Scheiden- oder Dammriss kann es sein, dass der Wundbereich länger braucht, um komplett zu verheilen. Sex kann hier irritierend wirken und zu Schmerzen führen. In diesem Fall ist abwarten angesagt.

#3. Trockene Scheide durch Hormonhaushalt: Nach der Geburt ist der Hormonhaushalt oft unausgeglichen. Vor allem, wenn Frauen stillen, ist der Östrogenspiegel sehr niedrig. Das kann zu Scheidentrockenheit führt führen. Dazu kommt, dass die Scheidenschleimhaut nach der Geburt noch dünn ist und deswegen empfindlicher. Die Folge: Sex tut weh.. Hier können längeres Vorspiel oder Gleitgel Abhilfe schaffen.

#4. Unsicherheit nach der Geburt: Frauen fühlen sich nach der Geburt oft unwohl im eigenen Körper. Der Bauch hängt, die Kilos purzeln nicht so schnell. Am größten ist aber bei den meisten Frauen die Angst für ihren Partner nicht mehr attraktiv zu sein. Das kann zu Verspannungen und weniger Spaß beim Sex führen. Jedoch ist diese Angst meistens unbegründet – Männer bemerken die meisten ‚Problemzonen‘ gar nicht so.

Sex nach der Geburt – Gedehnte Vagina als Problem

Antwort : Es ist durchaus natürlich, dass nach einer Geburt der Beckenboden aufgedehnt ist und insofern auch die Scheide als weiter empfunden wird.

Um das gesamte Gefüge zwischen Beckenorganen und Beckenboden wieder in Form zu bringen und das Gefühl beim Sex wieder zu intensivieren, empfiehlt sich nach Entbindungen die Durchführung einer gezielten Beckenbodengymnastik.

Unterstützen kann man die Gymnastik noch durch Übungen mit Vaginalkegeln. Dabei handelt es sich um kleine Gewichte, die durch Anspannung der Beckenbodenmuskulatur in der Scheide gehalten werden müssen. Durch diese Übungen wird die Spannung verstärkt und das Gewebe wieder straffer.

Positiver Nebeneffekt der genannten Beckenbodengymnastik ist, dass damit auch dem unwillkürlichen Harnverlust, der bei manchen Frauen im höheren Alter auftritt, vorgebeugt werden kann.

Die Entscheidung für eine verengende Operation sollte man keinesfalls zu voreilig treffen. Mit 19 Jahren ist man noch sehr jung und es könnte durchaus sein, dass man zu einem späteren Zeitpunkt noch ein Kind möchte. Nach einer Scheidenoperation kann jedoch die Geburt auf natürlichem Wege erschwert bis unmöglich werden. Zudem gibt es bei Operationen immer auch mögliche Risiken.

Operationen an der Scheide werden in den gynäkologischen Abteilungen der Krankenhäuser durchgeführt. Liegt tatsächlich eine medizinische Indikation für diesen Eingriff vor, so werden die Kosten von der Krankenkasse getragen. Falls dem nicht so ist, sollte man sich direkt bei den jeweiligen Stationen über die Preise erkundigen.

Die Indikationen sind nach einer Untersuchung durch einen Frauenarzt zu stellen. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollte auf jeden Fall ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem Facharzt geführt werden.
(02. 02. 2001)

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Autoren:
Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

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Bleibt die vagina nach einer Geburt ausgeleiert?

Hasenzahn, DAS nenne ich mal ein „Klischeeopfer“ 😉
NEIN! Nicht zwingend und selbst wenn man sich der Frage seriös nähern wollte, wäre immer noch die Definition „ausgeleiert“ zu klären.
Unterstelle ich mal, dass du wegen der sexuellen Aspekte fragst, so kann ich dich beruhigen: NICHT EINE EINZIGE MUTTER, ist wegen ihrer Erstgeburt weniger liebenswert geworden, geschweige denn als „ausgeleiert“ mit einem „durch die Geburt bedingtem Mangel“ behaftet.

Ja, es kann unmittelbar nach der Geburt (für einige Tage, in wenigen Fällen auch länger) zu Irritationen kommen, die sich im Beischlaf auswirken könnten, sogar diesen erschweren oder unmöglich machen. Allerdings ist „ausgeleiert“ definitiv der allerletzte Begriff, den ich mit solchen Auswirkungen in Verbindung bringen würde.
Auch wenn ich mir nicht eine einzige Sekunde im Klaren bin, ob ich deine Frage wirklich als Neugier einer Unwissenden einordnen darf, oder einfach nur der Nonsens eines nicht Erwachsenen werdenden Bubens ist:
ich hoffe, das dir die Antwort deutlich genug war.

Kleiner Tipp:
Wenn du deine Fragen wirklich ernst verstanden wissen möchtest, solltest du dir die Zeit gönnen sich eine ernste, seriösere Formulierung einfallen zu lassen 😉

Aber, wir werden ja sehen, wie lange deine Frage hier öffentlich zu sehen sein wird und wenn sie tatsächlich verschwunden ist, solltest du gleich zweimal über diesen Tipp nachdenken 😉

Was passiert wirklich mit der Vagina nach der Geburt?

Die meisten Frauen haben Angst, dass sich ihre Vagina nach der Geburt stark verändert. Als Hebammen begegnen uns immer wieder die Fragen: Wie wird meine Vagina nach der Geburt aussehen? Werde ich nach der Geburt ‘untenrum’ so gedehnt bleiben, dass wir keinen Spaß mehr am Sex haben? Wobei, ehrlich gesagt, meist nicht der eigene Spaß der Frau im Vordergrund steht, sondern eher die Sorge mitschwingt, ob Frau nach der Geburt noch “eng genug” für den Mann ist. Wobei es eigentlich selbstverständlich sein sollte, dass alle Beteiligten Spaß daran haben! Milton Diamond, amerikanischer Sexologe, hat einmal gesagt: “Das wichtigste Sexualorgan liegt zwischen den Ohren, nicht zwischen den Beinen.” Spaß und Lust an der Zweisamkeit hängen nicht vom Zustand der Vagina ab, sondern vom Kopf und …dem Beckenboden.

Wie verändert sich die Vagina nach der Geburt?

Obwohl wir die Sorge über den Zustand der Vagina nach der Geburt nachvollziehen können, macht es uns traurig, dass sich die Gerüchte darum immer noch so hartnäckig halten. Deshalb möchten wir mit dem Mythos aufräumen, dass die Scheide nach der Geburt stark geweitet bleibt.

Es ist eines der größten Wunder der Natur, wie anpassungsfähig das weibliche Genital ist. Bei einer natürlichen Geburt vergrößert sich die Vagina kurzfristig und ohne Probleme um das Zehnfache. Danach erholt sich das Hohlorgan recht schnell wieder und bildet sich zügig zurück. Bereits eine Stunde nach der Geburt kann man sich schon nicht mehr vorstellen, dass da jemals ein Baby durchgepasst haben soll. Und nach sechs Wochen besteht kein Unterschied mehr zwischen der Scheide einer jungen Mutter und der einer Frau, die nie vaginal geboren hat.

Was wirklich zählt: Der Beckenboden macht den Unterschied

Jene Muskeln des weiblichen Intimbereichs, die allerdings für das Lustempfinden beider Partner beim Sex verantwortlich sind und trainiert werden können, sind die der Beckenbodenmuskulatur. Sie bildet den muskulären Verschluss des Beckens und ist dafür verantwortlich, dass die Bauch- und Beckenorgane (z.B. Harnblase, Gebärmutter und Darm) dort bleiben, wo sie hingehören. Außerdem sorgt sie dafür, dass Du kontrolliert auf’s Klo gehen kannst und darüber hinaus spielt sie beim Orgasmus eine wesentliche Rolle. Eine starke Beckenbodenmuskulatur sorgt dafür, dass die Vagina den Penis fester umschließen kann und ein An- und Entspannen des “Liebesmuskels” kann für beide die sexuelle Lust steigern. Du kannst Dir den Beckenboden wie eine dreilagige Hängematte vorstellen, die in deinem knöchernen Becken aufgespannt ist. Je weniger sie durchhängt, desto optimaler funktioniert sie.

Welche Rolle spielt der Beckenboden?

Der Beckenboden in der Schwangerschaft Unter dem Einfluss hormoneller Veränderungen wird die Beckenbodenmuskulatur in der Schwangerschaft immer weicher, obwohl sie zunehmend mehr Gewicht tragen muss. Hintergrund ist, dass sie sich darauf vorbereitet, unter der Geburt soviel Platz für Dein Kind machen zu können, wie nötig. Ob Dein Beckenboden in der Schwangerschaft bereits überfordert ist, merkst Du an ungewolltem Urinabgang beim Husten, Niesen, Springen oder Bücken.

Der Beckenboden nach der Geburt Unter der Geburt werden Beckenbodenmuskulatur und Vagina ziemlich gedehnt. Logisch, dass sich in den ersten Tagen nach der Geburt Dein Genitalbereich weich, locker und irgendwie “offen” anfühlt. Teilweise ist er auch geschwollen und Du verspürst so einen diffusen Druck nach unten. Das ist normal und geht durch körperliche Schonung und Entlastung des Beckenbodens ein paar Tage nach der Geburt merklich zurück.

Was kannst Du gegen einen schlaffen Beckenboden tun?

Training Beginnen kannst du, nach Rücksprache mit Deinem Arzt oder einer Hebamme, ab dem 10. Tag nach der Entbindung mit leichten Übungen, bei denen es darum geht, wieder ein gutes Gespür für den Beckenboden zu bekommen. Mit einem echten Aufbautraining für den Beckenboden solltest Du frühestens 8 Wochen nach der Entbindung beginnen. Dafür empfiehlt sich vor allem ein qualifizierter Rückbildungskurs zum Einstieg. Darüberhinaus empfehlen wir Dir regelmäßige Übungen und ein beckenbodenschonendes Verhalten.

Gewichte Eine Ergänzung zum gezielten Beckenbodentraining sind Vaginalgewichte. Das sind kleine konische Gewichte, die vaginal eingeführt werden und dann über einen gewissen Zeitraum vom Beckenbodenmuskel gehalten werden müssen. Weil eine schwache Muskulatur die relativ kleinen Konen allerdings noch gar nicht halten kann, eignen sie sich vor allem zum Ausdauertraining bei bereits relativ stabilem Beckenboden, aber noch nicht direkt nach einer Entbindung.

Wir wünschen Dir einen verlässlichen Beckenboden.

Dein Team von Kinderheldin

Sprich mit uns! Wenn Du Fragen zur Rückbildung hast.

Sexualität
 Das erste Mal nach der Geburt

Gibts tatsächlich Probleme im Bett, so sind in den allermeisten Fällen nicht die so gefürchteten körperlichen Veränderungen schuld. „Viele Frauen haben Angst, dass sich ihre Vagina durch eine Geburt stark verändern könnte“, erklärt die Stuttgarter Frauenärztin Dr. Friederike M. Perl. „Dabei ist eines der größten Wunder der Natur, wie rasant schnell sich die Scheide nach einer Geburt erholt. Schon eine Stunde später kann man sich die Vagina angucken und sich nicht mehr vorstellen, dass da jemals ein Baby durchgepasst haben soll. Und sechs Wochen nach der Geburt besteht kein Unterschied mehr zwischen der Scheide einer jungen Mutter und der einer Frau, die nie vaginal geboren hat.“ Zwar kann ein nach der Geburt erschlaffter Beckenboden für verändertes Lustempfinden sorgen, doch mit der Rückbildungsgymnastik kehrt auch hier die Muskulatur zurück. Für Schwierigkeiten beim Sex macht die Gynäkologin deshalb einen anderen Körperteil verantwortlich: „Das ist Kopfsache.“ Friederike Perls Erklärung: Was wir als attraktiv und erotisch empfinden, ist weniger durch unsere Biologie geprägt als durch kulturelle Zuschreibungen. Und die können durch die neue Rolle Kratzer bekommen: Schließen sich die Attribute „mütterlich“ und „sexy“ nicht aus? Können weibliche Brüste im einen Moment Nahrungsquelle für ein Neugeborenes und im nächsten „Sex Toys“ sein? Ist das ist nicht irgendwie … unangemessen?

Frontal, unverblümt und direkt zwischen die Beine: Die britische Fotografin Laura Dodsworth hat für ihr Kunstprojekt die Vulven von 100 Frauen fotografiert!

Nach dem Kunstprojekt weiß die Fotografin: „Wir sind nicht hübsch, rosa und perfekt!“

Und das ist auch gut so! Ob jung oder alt, groß oder klein, schwarz oder weiß: Die Frauen, die in der dreiteiligen Video-Dokumentation über ihre Vagina sprechen und sie zeigen – sind genau so unterschiedlich wie ihre Vulven.

Hannah ist eine von ihnen. Als sie das Foto zum ersten Mal sieht, fängt sie an zu kichern – ihre Vagina erinnert sie an eine Schnecke. Sie verrät in der Doku: „Ich habe mich jetzt seit etwa zwei Jahren nicht mehr selbst rasiert … manchmal macht das mein Freund.“

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Hannah guckt sich das Bild ihrer Vulva anFoto: Laura Dodsworth

Roweena spricht in der Doku darüber, wie viel Einfluss die eigene Fruchtbarkeit auf das Selbstwertgefühl haben kann: „Als ich erfahren habe, dass ich höchstwahrscheinlich nie schwanger werden kann, habe ich meine Identität als Frau angezweifelt.“

Roweena grinst, als sie das Foto ihrer Vulva zum ersten Mal sieht Foto: Laura Dodsworth

Auch Sue berichtet in der Doku, dass sie ihren Körper und ihre Sexualität bis heute liebt. Ihr Verhältnis dazu, hat sich im Laufe der Jahre verändert. Bei der Geburt ihrer Kinder erlitt sie einen Dammriss, musste genäht werden: „Ich konnte nie wieder im Lot pinkeln, meine Muschi ist jetzt schief!“

In Teil 3 berichten die Frauen auch über tragische Erlebnisse, die sie hatten. Vergewaltigung, Unfruchtbarkeit, die Geburt und die Wechseljahre sind Themen, die einige Teilnehmerinnen des Kunstprojektes in der Dokumentation beschäftigen.

Sehen Sie mit BILDplus die dreiteilige Doku

Sexualität, Schönheit, Selbstbestimmung – all das sind Themen über die offener geredet werden muss, findet auch die Künstlerin Laura Dodsworth.

Über diesen Teil von uns sprechen wir nicht, wir verstehen ihn nicht und sehen ihn uns nicht einmal an. Es ist an der Zeit, sich damit auseinanderzusetzen.
Laura Dodsworth

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Melissa, 15: Meine inneren Schamlippen sind etwas länger- also man sieht sie raushängen. Und sie sind auch ein bisschen blau oder lila. Ich hab zwar noch keinen Freund. Aber ich hab total Angst davor, dass der Junge mit dem ich Mal zusammen sein werde, das total eklig findet. Was mach ich denn jetzt?

Dr.-Sommer-Team: Sichtbare innere Schamlippen haben viele Mädchen!

Liebe Melissa,

das Aussehen der Schamlippen verändert sich in der Pubertät. Wie genau sich die inneren und äußeren Schamlippen entwickeln, ist allerdings bei jedem Mädchen unterschiedlich. Bei einigen sind die inneren Schamlippen kaum sichtbar. Bei anderen sind die gut oder sehr deutlich zu sehen. Sie können sogar mehrere Zentimeter lang sein. Und es verändert sich auch ihre Farbe. Der Farbton ist schwer zu beschreiben. Vielleicht trifft es violett oder rötlich. Jedenfalls wird er meist dunkler. Manchmal werden die Schamlippen auch etwas gekräuselt oder sehen leicht schrumpelig aus. Und nicht immer sind sie symmetrisch. Also eine kann länger oder dicker sein, als die andere. All das ist normal und Du kannst nichts daran ändern. Es gibt auch Mädchen, bei denen die äußeren Schamlippen sehr ausgeprägt sind. Bei manchen Mädchen ziehen sich Schamlippen und die Hautfalte zwischen ihnen sichtbar über den Venushügel – also nach oben. Bei anderen siehst Du kaum den Schlitz, den sie bilden, weil alles versteckt zwischen den Beinen liegt. Jede Vulva ist anders. Was Deine Befürchtungen angeht, kannst Du aber ganz beruhigt sein: Uns hat noch nie ein Junge geschrieben, dass er die Vulva seiner Freundin nicht leiden mag. Im Gegenteil: Er wird es aufregend finden, Dich und „sie“ entdecken zu dürfen.

Dein Dr.-Sommer-Team!

Mehr Infos:

“ Vulva-Galerie! Schau welche Unterschiede es gibt!

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  • Gesundheit
  • Körper

Die Vagina: Sie liegt irgendwie im Verborgenen und bereitet uns nicht nur Freuden. Regel oder Ausfluss nerven einfach manchmal und ob ihr Geruch nun wirklich für Männer betörend wirkt, stellen wir doch hin und wieder in Frage.

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  • Als ob das nicht schon genug Kritik an dieser kleinen aber feinen Körperregion wäre, machen sich auch noch jede Menge Frauen Sorgen, ihre Vagina könnte irgendwie unnormal aussehen. Manche sehen sogar chirurgischen Handlungsbedarf, weil ihre Schamlippen nicht dem aktuellen oder individuellen Schönheitsideal entsprechen.

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  • Es wird Zeit für ein bisschen Aufklärung, Ladys. Denn ihr werdet viel mehr Genuss mit eurer Vagina erleben, wenn ihr liebevoll Richtung Schamhügel schaut und anfangt, eure Vulva so zu akzeptieren, wie sie ist. Letzte Unsicherheiten räumen wir hier hoffentlich aus.

    Sieht meine Vagina normal aus?

    Keine Vagina gleicht der anderen. Innere und äußere Schamlippen können unterschiedlich gekräuselt, verschieden lang oder dick sein. Auch Asymmetrie ist normal. Die Farbe ist meist dunkler oder auch rötlicher als die umliegende Region und auch wenn es manche nicht glauben: Bei ganz vielen Frauen schauen die inneren Schamlippen zwischen den äußeren heraus. Nicht nur ein paar Millimeter! Das ist nur in Ausnahmefällen ein medizinisches Problem, auch wenn es viele Frauen optisch stört.

    Ihr seid immer noch skeptisch? Dann seht euch die ganze Vielfalt der Natur auf der „wall of vaginas“ oder fragt euren Frauenarzt.

    Verändert sich das Aussehen der Vulva im Erwachsenenalter?

    Der ganze Körper verändert sich, wenn wir älter werden und natürlich auch die Vagina. Trauert aber bitte jetzt nicht eurer jugendlichen Vagina hinterher, wenn ihr vielleicht irgendwann unten nicht mehr ganz so rosig ausseht. Dadurch wird das Genusspotenzial dieser Region nicht kleiner.

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  • Wo ist die Vagina besonders erregbar?

    Schamlippen und Klitoris sind hochsensible Bereiche des Körpers. Klar, dass Berührungen an diesen Stellen intensiv sein können oder erregen. Doch die Klitoris ist nicht nur dieser kleine Zipfel, den wir sehen. Sie geht von ihrer Spitze bis zu neun Zentimeter V-förmig in den Körper hinein, um von dort – im Optimalfall – Wellen der Erregung auszuströmen. Außerdem hat die Klitoris richtige Schwellkörper, die bei Erregung die Intimregion komplett durchbluten.

    Doch auch im Inneren – also an der Scheidenwand – sitzen vor allem im ersten Drittel viele Nervenenden, die empfänglich für Zärtlichkeiten sind. Wer das bei der Masturbation vernachlässigt, dem entgeht vielleicht etwas. Hier wird auch deutlich, warum die Penislänge für die Lust der Frau nicht die Hauptrolle spielt.

    Schwellen Schamlippen beim Orgasmus wirklich an?

    Ja, das passiert. Und zwar auch schon vorher, wenn sich Erregung einstellt und die Durchblutung dadurch auf Hochtouren läuft. Außerdem wird die Produktion von Feuchtigkeit ordentlich angekurbelt. So kommen alle Körpersäfte richtig in Wallung.

    Wie die Erregung körperlich abläuft, kann sich im Laufe des Lebens jedoch verändern. Manche Frauen werden irgendwann nicht mehr so leicht feucht oder nicht feucht genug. Das ist nicht immer ein Zeichen von ungenügender Erregung, sondern oft hormonell bedingt. Es gibt jedoch wunderbare wärmende oder kühlende und wirklich gut duftende Gele oder auch neutrale Cremes, die alles wieder schmeichelnd machen. Zögert nicht, diese auszuprobieren. Sie können das Gefühl positiv beeinflussen.

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  • Worauf stehen Männer bei der Vagina?

    Tja, das ist knifflig und nicht so pauschal zu beantworten. Im Normalfall ist es so, dass Männer auch das Aussehen einer Vagina heiß finden, wenn sie richtig auf die Frau abfahren. Oder habt ihr schon mal erlebt, dass ein Mann zu euch gesagt hat: „Du bist ja ganz sexy, aber deine Vagina törnt mich ab!“? Ich hoffe nicht. Sollte euch dieser Horror tatsächlich passiert sein, kann ich nur wünschen, dass ihr eure Würde durch einen Rausschmiss dieses Idioten wieder hergestellt habt.

    Letztlich ist es so: Ihr könnt eure Vulva nicht ändern. Warum auch? Sie gehört zu euch, ist einmalig und beschert euch gute Gefühle, wenn ihr wollt.

    Und selbst wenn die meisten Porno-Muschis wie Brötchen aussehen, heißt das noch lange nicht, dass eure Vulva nicht sexy ist. Männer sind da sehr flexibel und ihr solltet ebenfalls nicht so selbstkritisch sein…

  • Hot! 10 Dinge, die Männer an unser Vagina heiß finden – und was sie abtörnt!
  • Riecht meine Vagina normal?

    Eine gesunde, gepflegte Vagina stinkt nicht. Die Vulva hat jedoch ihren ganz eigenen Duft. Und der kommt immer wieder durch, egal, welches Wundermittel ihr verwendet. Deshalb gilt für die Vulva: Weniger ist mehr. Denn was viele nicht wissen: Zu häufiges waschen und die Reinigung mit parfümhaltigen Duschgels oder gar Deos können die unerwünschte Geruchsbildung im Intimbereich sogar noch begünstigen!

    Was die natürliche Frische länger erhält, sind Pflegeprodukte für die Vagina, die zu eurem PH-Wert passen. Sie stärken den natürlichen Schutzfilm der Haut und beugen Reizungen vor. Wer mit seinem normalen Duschgel zufrieden ist und es gut verträgt, kann aber natürlich dabei bleiben.

    Ist der Vagina-Geruch anders als früher?

    Ziemlich sicher hat früher nicht nur eure Scheide etwas anders gerochen, sondern euer ganzer Körper. Denn unser körpereigener Geruch verändert sich durchaus auch durch hormonelle Umstellungen im Laufe des Lebens und nicht nur wegen neuer Pflegeprodukte.

    An der Vagina können hormonelle Umstellungen dazu führen, dass sich ihr PH-Wert verändert. Junge Frauen haben zum Beispiel oft einen anderen PH-Wert als Frauen in der Menopause oder auch als Schwangere. Und das beeinflusst unter anderem den Duft der Genitalien.

    Ein ungewohnter Geruch kann allerdings auch eine Nebenerscheinung hormoneller Verhütung sein. Wenn die Vulva richtig stinkt, liegt das jedoch oft an einer Infektion, die behandelt werden muss.

    Vagina-Ausfluss: Wie viel ist normal?

    Wie viel Ausfluss in welcher Konsistenz und Farbe aus der Scheide kommt, ist bei jeder Frau anders. Es hängt auch davon ab, wo in ihrem Zyklus sich eine Frau befindet. Eher mittig zwischen einer Regel und der nächsten ist der Ausfluss eher wässrig und etwas mehr, danach oder davor eher zäh und leicht gelblich oder milchig. Manchmal zieht er auch Fäden. All das ist normal. Nicht normal ist übermäßiger Ausfluss, der dunkel gefärbt ist und übel riecht. Das muss behandelt werden.

    Der Sinn des Ausflusses ist neben der natürlichen Reinigungsfunktion der Scheide noch ein anderer: Die Beschaffenheit des Schleims soll entweder Spermien einen leichten Zugang zum Gebärmutterhals ermöglichen (während des Eisprungs) oder diesen eben eher verschlossen halten. Je nach dem, was hormonell gerade bei euch los ist.

    Wichtig: Für den Ausfluss bitte keine Tampons verwenden. Slipeinlagen oder einfach die Unterhose wechseln, ist gesünder.

  • Intimrasur oder Wildwuchs? Da ist was im Busch
  • Sind graue Schamhaare normal?

    Ja. Auch davor sind wir nicht gefeit. Es kann passieren, muss aber nicht. Das ist zwischen den Beinen nicht anders als auf dem Kopf. Ein bisschen Silber im Schritt ist aber in Zeiten der Intimrasur wirklich kein Drama. Und der Fokus des Mannes liegt eh weniger auf dem Haar. Ihr habt doch noch jede Menge mehr zu bieten…

    Und wenn ich wirklich unglücklich über meine Vagina-Form bin?

    Manche Frauen empfinden einen hohen Leidensdruck wegen des Aussehens ihrer Vulva. Doch sie wissen oft nicht, wie ähnlich sie vielen anderen Frauen sind und dass sie ganz normal geformt sind. Die Ablehnung des Aussehens der eigenen Vulva kann außerdem unbewusste psychische Ursachen haben oder die Folge schlechter Erfahrungen sein.

    Da Schamlippenkorrekturen wirklich kein Spaziergang sind und sich auf die Empfindsamkeit der Vulva negativ auswirken können, solltet ihr unbedingt mit einem Gynäkologen mit Schwerpunkt Genitalchirurgie sprechen und zusätzlich mit einem Sexualtherapeuten. Körperakzeptanz zu lernen, hört schließlich nicht nach der Pubertät auf. Für viele Frauen bleibt es ein lebenslanges Thema. So sind wir eben.

    Beginnt jetzt damit, liebevoll auf euer Unikat zu schauen. Wenn ihr eure Vagina liebt, werden es auch andere tun!

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