Sanfter kaiserschnitt misgav ladach

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Der Operationsverlauf

Beim Kaiserschnitt wird das Kind mit einem chirurgischen Eingriff aus dem Bauch der Mutter geholt. Was genau passiert bei dieser Operation? Und wie geht es danach weiter?

© Cameron/Corbis Images

Der Kaiserschnitt ist eine Operation, die auch als Schnittentbindung (oder Sectio) bezeichnet wird. Dabei werden die Bauchdecke und die Gebärmutter der Schwangeren mit einem Schnitt geöffnet, um das Kind direkt aus der Gebärmutter auf die Welt zu holen. Der Eingriff kann meist unter regionaler Betäubung stattfinden und dauert etwa eine Stunde. Die Schnittentbindung selbst ist aufgrund der Betäubung zwar schmerzfrei, nach der Operation ist jedoch mit länger anhaltenden Wundschmerzen zu rechnen. Je nach Operationsmethode ist ein Klinikaufenthalt von drei bis sechs Tagen nötig.

Ablauf der Operation

Für die Operation stehen verschiedene Arten der Narkose zur Verfügung. Eine Vollnarkose wird heute nur noch in Ausnahmen oder Notfällen durchgeführt. Meist werden die regionalen Betäubungsverfahren Spinalanästhesie oder Periduralanästhesie (PDA) eingesetzt. In beiden Fällen ist die Frau bei Bewusstsein und spürt Zug- und Druckgefühle, aber keine Schmerzen. Die Risiken und Nachwirkungen einer Vollnarkose entfallen.

Zur Vorbereitung auf die OP werden die Schamhaare rasiert und ein Blasenkatheter gelegt, der bis zum nächsten Tag liegen bleibt. Wenn die Frau entkleidet ist, wird sie sofort mit großen Tüchern zugedeckt, die nur noch den Bauch freilassen. Im Bereich ihres Oberbauchs wird ein Sichtschutz angebracht, damit die Frau und ihr Partner, der sie möglicherweise begleitet, keinen direkten Blick auf das Operationsfeld haben. Außerdem wird auf diese Weise das Operationsfeld vor Keimen geschützt.

Sobald die Frau sicher schmerzfrei ist, wird ein horizontaler Schnitt unterhalb der Schamhaargrenze gesetzt und die Bauchdecke Schicht für Schicht sorgfältig eröffnet. Nach Öffnung der Gebärmutter wird das Neugeborene vorsichtig aus der Gebärmutter gehoben. Es wird direkt abgenabelt, in warme Tücher gehüllt und der Hebamme übergeben. Die Mutter kann nun das Neugeborene sehen, der Vater kann es im Arm halten und gemeinsam mit der Hebamme, der Kinderärztin oder dem Kinderarzt weiter versorgen.

Unmittelbar nachdem das Kind herausgehoben wurde, zieht sich die Gebärmutter zusammen, wie bei einer normalen Geburt. Der Mutterkuchen löst sich ab und wird ebenfalls herausgenommen. Danach werden die Gebärmutter und die einzelnen Bauchschichten wieder vernäht.

Kaiserschnitt nach Misgav-Ladach

Heute wird häufig eine Operationstechnik angewandt, die 1994 im Misgav-Ladach-Hospital in Jerusalem entwickelt wurde. Im Unterschied zum herkömmlichen Vorgehen wird beim Misgav-Ladach-Kaiserschnitt nur die obere Hautschicht mit dem Skalpell eingeschnitten. Die tieferen Schichten der Bauchwand werden anschließend mit den Fingern so vorsichtig wie möglich auseinandergerissen. Dies soll das Gewebe schonen und den Blutverlust gering halten.

Nach der Geburt des Kindes sind weniger Nähte nötig, um den Bauch zu verschließen. Die Zwischenschichten wachsen meist von selbst wieder zusammen. Die Operationsdauer ist kürzer als beim herkömmlichen Kaiserschnitt. Die Schnitt- und Rissstellen sollen schneller ausheilen, der Wundschmerz geringer sein. Blutergüsse (Hämatome) rund um die Naht treten jedoch häufiger auf. Der Blasenkatheter kann bereits nach zwei Stunden wieder entfernt werden. In der Regel können die Frauen früher aufstehen und um den vierten Tag herum aus der Klinik entlassen werden.

Die Misgav-Ladach-Technik wird hierzulande oft missverständlich als „sanfter“ Kaiserschnitt bezeichnet. Doch auch bei dieser Methode werden sämtliche Bauchschichten geöffnet. Egal, ob Schnitt- oder Risstechnik: Der Eingriff schafft eine recht große Bauchwunde und ist mit den üblichen Operationsrisiken verbunden.

Nach der Operation

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Im Anschluss an die Operation wird die Frau in ein Bett gehoben und für ungefähr zwei Stunden zur weiteren Überwachung in den Kreißsaal gebracht. Wenn sie möchte, kann sie das Kind nun zum ersten Mal stillen und zusammen mit ihren Angehörigen die erste Zeit mit dem Baby genießen.

Wenn alles in Ordnung ist, werden Mutter und Kind im Anschluss auf der Wochenstation betreut. Nach dem Klinikaufenthalt beobachtet die nachsorgende Hebamme den Gesundheitszustand der Mutter und die Heilung der Wundnaht. Nach vier bis sechs Wochen steht die übliche Nachuntersuchung bei der Frauenärztin oder beim Frauenarzt an.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist es ganz normal, dass sich die Frau wegen des Wundschmerzes nur eingeschränkt bewegen kann. Die Wunde ist meist 12 bis 15 Zentimeter lang und reicht durch mehrere Gewebeschichten. Der Körper braucht jetzt vor allem Zeit und Ruhe für die Wundheilung. Zur Schmerzbehandlung stehen auch nach dem Klinikaufenthalt verschiedene Medikamente zur Verfügung, die das Stillen nicht beeinträchtigen.

Nach einem Kaiserschnitt bildet sich die Gebärmutter etwas langsamer zurück als nach einer normalen Geburt. Dadurch hält auch der Wochenfluss etwas länger an.

Väter im OP-Saal

Der werdende Vater (oder eine andere nahestehende Person) kann bei der Schnittentbindung dabei sein. Dies ist für die Frau oft eine wertvolle Unterstützung. Bei einer geplanten Operation ist es ratsam, dass sich der Mann vorher gut über den Ablauf des Eingriffs informiert. Auf diese Weise kann er während der Operation für seine Partnerin da sein und sie unterstützen.

Der Partner sitzt am Kopf der Frau. Er kann sie beruhigen und so dazu beitragen, dass sie den Eingriff möglichst stressarm erlebt. Manchmal werden Väter vom Operationsteam auch mit kleinen Aufgaben, zum Beispiel dem Halten der Sauerstoffmaske, betraut. Wenn das Kind geboren ist, kann der Mann es mit Unterstützung der Hebamme vor Ort versorgen. Wenn er möchte, kann er das Neugeborene auf seine Brust legen, bis die Mutter nach dem Eingriff im Überwachungsbereich selbst dazu in der Lage ist.

Der Kaiserschnitt ist die einzige Operation, bei der Angehörige im Operationssaal zugelassen sind. Damit wurde dem Bedürfnis vieler Eltern entsprochen, die Geburt auch unter OP-Bedingungen gemeinsam erleben zu können. Die Frage, wie Männer eine Schnittentbindung erfahren, wurde bisher aber nur wenig untersucht.

Sanfter Kaiserschnitt: Neue Variante

Für Frauen, die sich für einen Kaiserschnitt entscheiden oder entscheiden müssen, gibt es eine neue Variante. Neben der Kaisergeburt und dem sanften Kaiserschnitt scheint diese Geburt ebenfalls sanft und behutsam zu sein: Bei dieser Geburt gleitet das Baby von selbst aus dem Bauch der Mutter.

Sanfter Kaiserschnitt: Diese Alternative ist ganz neu

In diesen faszinierenden Videos können Sie sehen, wie die neue Variante des sanften Kaiserschnitts abläuft. Nicht die Ärzte ziehen das Baby aus dem Bauch heraus, sondern es schlüpft allein aus dem aufgeschnittenen Bauch. Dadurch hat das Neugeborene eine ansatzweise ähnliche Erfahrung wie ein Kind, das auf natürlichen Weg auf die Welt kommt. Selbstverständlich ist es nicht das Gleiche, jedoch nimmt es den letzten entscheidenen Weg ohne fremde Hilfe.

In diesem Video wird dem Baby nur ganz sanft geholfen, den Bauch der Mama zu verlassen. Unglaublich wie friedlich es dabei aussieht, oder? Die Eltern sehen dabei zu und nehmen das Neugeborene direkt nach der Geburt in den Arm. Bei einem normalen Kaiserschnitt wird der Säugling erst einmal kurz untersucht bevor es in Mutters Arme kommt.

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Ein Arzt ist Venezuela hat sich auf diese Kaisergeburt-Variante spezialisiert

Auch in diesem Video ist diese Variante des sanften Kaiserschnitts dokumentiert. Hier ist deutlich zu erkennen, dass sich das Kleine durchaus auf die Welt kämpfen muss.

Dr. Jham Frank Lugo, der diese Art des sanften Kaiserschnitts in Venezuela praktiziert, hat bereits einige Babys so auf die Welt gebracht. Für viele Mütter sei diese Alternative sehr geeignet. Insbesondere Frauen, die glauben ihrem Kind durch einen Kaiserschnitt das natürliche Geburtserlebnis komplett zu nehmen, seien von der Geburt sehr angetan. In Deutschland wird eine ähnliche Geburt an der Berliner Charité praktiziert: die Kaisergeburt. Hier sehen die Eltern ebenfalls zu und die Mutter darf ihr Baby direkt in den Arm nehmen.

Sanfte Sectio: So funktioniert die Misgav-Ladach-Methode

Diese Varianten sind jeweils Weiterentwicklungen des sanften Kaiserschnitts, der auch „Misgav-Ladach-Methode“ genannt wird. Diese Art der Geburt wurde im „Misgav Ladach“-Krankenhaus in Jerusalem erstmals praktiziert. Hierbei wird der Bauch an der Schamhaargrenze in der oberen Hautschicht aufgeschnitten und der Schnitt durch dehnen und reißen vergrößert. Anschließend wird die Gebärmutter ebenfalls leicht angeschitten und gedehnt. Den Wundverschluss führen die Ärzte wesentlich minimaler als beim üblichen Kaiserschnitt durch. Dadurch wird die Operationszeit verkürzt, der Blutverlust ist geringer und auch die Narbe soll schneller heilen. Die sanfte Sectio gilt als besonders schonend. Langzeitstudien gibt es jedoch noch nicht.

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Der scho­nende Kaiser­schnitt

Bei dieser Methode legt der Operateur einen etwa zwölf Zentimeter langen horizontalen Hautschnitt oberhalb des Schambeins an. Die unter der Haut liegenden Gewebe schneidet er nur leicht ein, zieht sie dann auseinander und dehnt sie etwas. Dadurch bleiben Blutgefäße und Nervenbahnen weitgehend heil. Dann öffnet er die Gebärmutter mit einem Schnitt von etwa zwei Zentimetern und dehnt ihn wiederum etwas.

Anschließend hebt er das Kind und anschließend die Plazenta wie sonst auch aus der Gebärmutter. Zum Schluss verschließt er die Gebärmutter und die sie umgebende Faszie, eine bindegewebige Hülle, mit einem durchlaufenden Faden und die Haut mit einem Faden oder mit Klammern. Die übrigen Schichten unter der Haut, also Bauchfell, Muskulatur und Fettgewebe, muss er beim schonenden Kaiserschnitt nicht vernähen.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Kaiserschnitt dauert dieser Eingriff nur etwa 15 Minuten.

Die Frau erholt sich meist schnell von diesem Eingriff und braucht weniger Schmerzmittel. Auch während der anschließenden Wundheilungsphase scheint diese Methode des Kaiserschnitts weniger schmerzhaft zu sein.

Die sanfte Sectio wird zunehmend auch in Deutschland eingesetzt. Kurzfristig sind Vorteile im Vergleich zur bisherigen Methode vor allem wegen der geringeren Schmerzhaftigkeit für die Mutter zu erkennen. Ob diese Methode jedoch auch über einen längeren Zeitraum hinweg besser abschneidet, ist unklar. Voroperationen im Bauchraum können den sanften Kaiserschnitt erschweren oder unmöglich machen.

Schon der Begriff der „sanften“ Operation ruft die Kritiker auf den Plan. Zu Recht, denn es bleibt ein Eingriff mit all seinen Risiken. Im Vergleich zum herkömmlichen Kaiserschnitt ist die Wortwahl aber dennoch berechtigt. Denn was israelische Mediziner bereits in den 1990er Jahren entwickelt haben, stellt für die Kaiserschnitt-Gebärenden heute einen großen Fortschritt dar.

Was macht den „sanften Kaiserschnitt“ aus?

Beim herkömmlichen Kaiserschnitt werden alle Schichten von der Bauchdecke bis zur Gebärmutter glatt mit dem Skalpell durchtrennt, bis das Baby das Licht der Welt erblicken kann. Die Misgav-Ladach-Methode beschränkt sich auf einen Schnitt der oberen Bauchdecke. Alle darunterliegenden Schichten werden soweit gedehnt, geschlitzt oder gerissen, bis sie den notwendigen Raum freigeben.

Hintergrund

Kaiserschnitt Die Entscheidung treffen: Kaiserschnitt – Ja oder Nein? Herzlichen Glückwunsch! Du bist schwanger und steuerst auf eine aufregende Zeit mit Baby zu. Die bevorstehende Geburt kann allerdings schon früh Kopfzerbrechen bereiten und vielleicht sogar Angst machen. Horrorgeschichten aus dem Freundeskreis schweben jetzt wie ein Damoklesschwert über dir und du überlegst, ob nicht eine Entscheidung für einen Kaiserschnitt dieses Gedankenchaos schnell beenden könnte.

Welche Vorteile hat die Misgav-Ladach-Methode?

Der flachere Schnitt trägt dazu bei, dass die Wunde schneller verheilt. Es werden weniger Nerven und Blutgefäße verletzt. Die fransige Form der OP-Wunde heilt zudem besser ab, als dies bei einem glatten Schnitt der Fall ist. Ergebnis: Die Mutter kommt schneller wieder zu Kräften, braucht weniger Schmerzmittel und kann eher aus der Geburtsklinik entlassen werden.

Vorteile gibt es übrigens auch bei der Operation selbst, deren Dauer sich mehr als halbiert. In den meisten Fällen gelingt die sanfte Kaiserschnitt-Geburt in rund 15 Minuten. Zugleich wird der Materialeinsatz verringert, da zum Beispiel auf viele Nähte verzichtet werden kann.

Dieser Arzt warnt: „Die Natur hat einen Kaiserschnitt nicht vorgesehen“ Fast jedes dritte Kind in Deutschland kommt inzwischen per Kaiserschnitt auf die Welt – in den meisten Fällen ohne strenge medizinische Gründe. Woher rührt dieser Trend und wie riskant ist ein Kaiserschnitt wirklich? Wir haben Privat-Dozent Dr. Uwe Torsten vom Vivantes Klinikum in Neukölln gefragt.

Welche Nachteile hat die Misgav-Ladach-Methode?

Im Vergleich der Operationsmethoden sind bisher keine Nachteile der Misgav-Ladach-Methode bekannt geworden. Allerdings hat sich der Trend zum geplanten Kaiserschnitt damit weiter verstärkt. Diesen Fakt als Nachteil zu werten, ist bestimmt eine zulässige Sicht. Denn eine natürliche Geburt ist, wenn alles normal verläuft, immer noch das Beste für Mutter und Kind.

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Der Kaiserschnitt

Die „Misgav-Ladach“-Methode ist ein schonendes Operationsverfahren für einen Kaiserschnitt, bei dem die Gewebeschichten nicht mit Instrumenten durchtrennt, sondern lediglich leicht eingeschnitten und dann auseinandergezogen und -gedehnt werden.

Im Einzelnen verläuft diese Operationstechnik so: Nach der Durchtrennung der Hautschicht mit einem Skalpell wird das Unterhautfettgewebe mit den Fingern aufgedehnt. Nach scharfer Durchtrennung der Muskelfaszie mit einer Schere drängt man nun die Muskelbäuche der geraden Bauchmuskulatur auseinander.

Nach der scharfen Eröffnung des Bauchfelles mit Schere oder Skalpell auf kurzer Strecke wird dieses ebenfalls mit den Fingern aufgedehnt. Die Gebärmutter wird nun oberhalb der Harnblase mit einem Skalpell auf kurzer Strecke eröffnet, mit den Fingern die Öffnung erweitert und das Baby entwickelt.

Nach Abnabelung entfernt man nun auch den Mutterkuchen. Die Wunde an der Gebärmutter wird nun mit einer fortlaufenden Naht wieder verschlossen. Das Bauchfell sowie die gerade Bauchmuskulatur werden nicht genäht (anders als bei der „klassischen“ Sectio). Nach fortlaufendem Verschluss der Muskelfaszie erfolgt dann noch die Hautnaht.

Nerven und Blutgefäße, die sonst durchtrennt werden müssten, bleiben so erhalten.

Das beschleunigt den Heilungsprozess und die Frau kann schon fünf Tage nach der Operation das Krankenhaus wieder verlassen. Ein weiterer Vorteil der „Misgav-Ladach“-Methode ist die kurze Operationsdauer im Vergleich zu einer „herkömmlichen“ Sectio, die Schonung der Blutgefäße und der relativ geringe Schmerzmittelbedarf.

Welche Vorteile bietet die Misgav-Ladach-Sectio für das Kind gegenüber der herkömmlichen Technik?

  • Verkürzung der Operationsdauer bei Vollnarkose und damit geringere Belastung mit Narkosemitteln
  • Eine fittere Mutter durch raschere Erholung nach der Operation

Für alle Frauen, denen diese Entscheidung noch bevorsteht, gibt es eine weitere Alternative: den sanften Kaiserschnitt.

Was ist ein sanfter Kaiserschnitt?

Der sanfte Kaiserschnitt hat viel mit Wundheilung zu tun. Denn glatte Wundränder – durch Skalpell und Schere – heilen langsamer und schmerzen stärker als ausgefranste Wundränder. Deshalb setzen Ärzte beim sanften Kaiserschnitt auf Techniken, die zu genau diesen Wundrändern führen. Das sind – und jetzt heißt es stark sein, Mädels – dehnen und reißen.

Ja, die Technik nennt sich „sanfter“ Kaiserschnitt. Richtig schonend ist sie trotzdem nicht: Der Kaiserschnitt bleibt eine Operation. Allerdings hatte die sanfte Version einige Vorteile, vor allem für die Mutter.

Ein Beitrag geteilt von Nadine ¨̮ 🇩🇪 (@my_lenilove) am 15. Mai 2017 um 9:33 Uhr

Wie funktioniert der sanfte Kaiserschnitt?

Beim sanften Kaiserschnitt – auch Misgav-Ladach-Methode genannt – öffnet der behandelnde Arzt nur die Bauchdecke mit einem Skalpell. Die darunter liegenden Schichten – Unterhautfettgewebe, Bauchmuskulatur, Bauchfell, Gebärmutter – werden nur teilweise angeschnitten. Es folgt das Dehnen. Das öffnet die Schichten und verursacht die gewünschten ausgefransten Wundränder. Ganz anders bei einem klassischen Kaiserschnitt: Dort werden all diese Gewebeschichten mit einem Skalpell geöffnet.

Ist das Baby auf der Welt, vernäht der Arzt den Schnitt in Gebärmutter, Bauchwand und der Haut. Alle anderen Schichten werden nicht verschlossen – sie heilen von selbst.

Vorteile eines sanften Kaiserschnitts

So rabiat sich das auch anhört: Der „sanfte“ Kaiserschnitt schont tatsächlich Blutgefäße und Nervenbahnen! Für die frisch gebackene Mutter bedeutet das: die Operationsdauer verkürzt sich, genauso wie die Liegezeit im Krankenhaus. Auch kann sie direkt am Tag der Geburt wieder Essen und Trinken. Die enstandene Wunde ist wesentlich kleiner als die bei einem klassischen Kaiserschnitt. Sie heilt also schneller und besser.

Video: Der sanfte Kaiserschnitt

Keine Sorge, es fließt kaum Blut. Es ist einfach nur faszinierend, das Wunder der Geburt zu sehen.

Eine Geburt ist ein völlig normaler Vorgang, die meisten von uns haben sie – wenn nicht selbst erlebt – dann doch zumindest einmal in einer Fernseh-Dokumentation gesehen. Aber einen Kaiserschnitt? Nein. Haben wir tatsächlich noch nie gesehen. Bitte entscheidet selbst, ob ihr das folgende Video sehen wollt.

+++ ACHTUNG: DIESES VIDEO IST NICHT FÜR JEDERMAN+++

Tatsächlich finden wir das Video, das ein Arzt der Geburtsklinik Centro de Fertilidad Clinica Lugo in Venezuela ins Netz gestellt hat, faszinierend. Es zeigt den Moment, in dem ein Baby sein Köpfchen durch den Schnitt in der Bauchdecke der Mutter schiebt:

Der „langsame“ Kaiserschnitt

Die Geburts-Methode, bei der der Arzt das Kind nur anleitet, seinen eigenen Weg aus der Gebärmutter zu finden, wird als „sanfter“ oder „natürlicher“ Kaiserschnitt bezeichnet. Nach Ansicht einiger Mediziner soll diese Form der langsamen C-Sectio im Gegensatz zu einem Standard-Kaiserschnitt der vaginalen Geburt extrem ähneln. Die Mütter fühlen sich angeblich involvierter in die Geburt, dazu soll das Risiko von Atemwegserkrankungen minimiert werden.

Kaiserschnitt

Was muss ich nach dem Kaiserschnitt beachten?

Nach dem Kaiserschnitt wird die Patientin auf die Wöchnerinnenstation gebracht und kann sich dort von dem Eingriff erholen. An der Bettkante sitzen und auch Aufstehen ist nach der Sectio caesarea bereits nach einigen Stunden möglich und auch nötig, um die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern. Die frühzeitige Mobilisation dient auch dazu, einer Verstopfung nach Kaiserschnitt vorzubeugen und die Darmtätigkeit anzuregen.

Die Bauchnaht verheilt in der Regel innerhalb von 8 bis 12 Tagen. Nach einer Sectio caesarea bleiben die meisten Patientinnen für etwa 4 bis 7 Tage im Krankenhaus. Ein längerer Klinikaufenthalt kann zum Beispiel bei einer Notfallsectio notwendig sein, oder wenn Komplikationen auftreten.

Schmerzen nach Kaiserschnitt

Schmerzen können nach dem Kaiserschnitt vor allem in den ersten Tagen nach der Operation auftreten. Das betrifft in besonderem Maße Bewegungen, welche die Bauchdecke belasten – wie etwa beim Aufstehen, aber auch beim Husten oder Niesen. Bei starken Schmerzen kann der Frauenarzt schmerzstillende Mittel verschreiben, die auch Stillenden einnehmen dürfen, ohne das Kind zu gefährden.

Rückbildung nach Kaiserschnitt

Sobald die Bauchnaht verheilt und die Umgebung der Wunde bei Berührung schmerzfrei ist, kann die Hebamme eine Bauchmassage durchführen. Das fördert die Rückbildung der Gebärmutter, unterstützt Darmtätigkeit und Wochenfluss, und sorgt außerdem für Entspannung.

Der Bauch nach Kaiserschnitt ist in seiner Form verändert und sehr weich, außerdem haben viele Patientinnen nach der Geburt des Kindes Probleme, den jetzt „leeren“ Bauch anzunehmen. Ziel der Massage ist es daher auch, die Patientin beim Annehmen des ungewohnten Körpergefühls zu unterstützen.

Die sogenannte Rückbildungsgymnastik nach Kaiserschnitt soll der Patientin helfen, sich mit ihrem Körper nach der Geburt auseinanderzusetzen. In speziellen Kursen lernen die Frauen, die durch Schwangerschaft und Geburt beanspruchten Gewebestrukturen in Bauch und Beckenboden zu kräftigen. Die Kurse bestehen aus leichten Übungen, bei denen auch auf die Kaiserschnittnarbe Rücksicht genommen wird. Im Regelfall können die Patientinnen bereits sechs Wochen nach der Operation mit der Rückbildungsgymnastik beginnen.

Sinnvoll ist es, die Übungen bis mindestens drei bis vier Monate nach der Geburt fortzuführen. Solange die Narbe nicht völlig verheilt ist, sollten die Frauen aber keine Sportarten machen, bei denen die Bauchdecke belastet wird oder schwere Gegenstände heben. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich hier, den Frauenarzt zu fragen, ob und wann im individuellen Fall Sport nach Kaiserschnitt erlaubt ist.

Nachwehen

Nicht nur nach einer vaginalen Geburt bekommen Frauen Nachwehen, Kaiserschnitt-Patientinnen sind auch davon betroffen. Unter Nachwehen versteht man das krampfartige Zusammenziehen der Gebärmutter, wie es auch bei der Geburt auftritt. Die Nachwehen unterstützen die Rückbildung: Abgestorbenes Gewebe in der Gebärmutter wird abgestoßen und Blutungen aus der Gebärmutterschleimhaut werden gestillt.

Während Erstgebärende die Nachwehen oft lediglich als leichtes Ziehen im Unterbauch wahrnehmen, kann die Schmerzintensität bei Mehrfachgebärenden deutlich zunehmen. Die Patientinnen empfinden es hier oft als lindernd, wenn sie sich auf den Bauch legen. Bei starken Schmerzen können homöopathische oder auch krampflösende Medikamente helfen.

Stillen nach Kaiserschnitt

Das Stillen nach Kaiserschnitt ist erlaubt und sogar sehr sinnvoll, da es vielen Frauen bei der seelischen Verarbeitung des Kaiserschnitts hilft. Wenn die Mutter ihr Kind an die Brust legt, schüttet ihr Körper außerdem Hormone aus, die die Mutter-Kind-Bindung unterstützen. Darum ist es besonders nach schweren, traumatischen Kaiserschnitten wichtig, das Kind so oft wie möglich an die Brust zu legen. Um eine Reizung der Bauchnaht beim Stillen zu vermeiden, empfiehlt es sich, in Seitenlage zu stillen.

Duschen und Baden nach Kaiserschnitt

Sobald der Kreislauf der Patientin wieder stabil ist, darf sie in der Regel auch duschen. Dies ist ungefähr ab dem dritten Tag nach der Operation der Fall. Dabei sollte sie darauf achten, die Bauchnaht nicht mit Shampoo oder Duschgel in Berührung zu bringen, zum Beispiel durch Verwendung eines speziellen Duschpflasters.

Wird die Naht dennoch feucht, sollte man sie mit einem sauberen Tuch vorsichtig trocken tupfen. Baden darf die Patientin erst wieder, wenn der Wochenfluss versiegt ist, da dieser bei Kontakt mit der Operationswunde zu Infektionen führen kann. Sitzbäder sind jederzeit möglich.

Kaiserschnitt: Narbe richtig pflegen

Entlang des Pfannenstiel-Schnittes bildet sich nach der Sectio caesarea eine Narbe. Durch die Schnittführung in der Bikinifalte stellt sie für die Frauen aber meist kein großes ästhetisches Problem dar. Dennoch sollten die Patientinnen die Kaiserschnittnarbe pflegen, zum Beispiel mit Narbensalben, die regelmäßig einmassiert werden. Diese werden nicht nur aufgetragen, wenn die Kaiserschnittnarbe geschwollen ist, sondern auch um eine starke Narbenbildung nach dem Kaiserschnitt zu verhindern.

Kaiserschnitt: Ablauf im Detail einfach erklärt

  • Ein geplanter Kaiserschnitt wird in der Regel nicht in Vollnarkose, sondern mit einer regionalen Betäubung, einer sogenannten Periduralanästhesie. Wie bei jeder Operation üblich erhält auch beim Kaiserschnitt die Mutter Infusionen.
  • Zuerst werden bei der Mutter die Haare im Schambereich und am Bauch abrasiert, das Operationsgebiet mit sterilen Tüchern abgedeckt und die Haut großflächig desinfiziert.
  • Die Hebamme entleert dann die Blase der Mutter mithilfe eines Blasenkatheters. Das ist ein kleiner Schlauch, der durch die Harnröhre in die Blase eingeführt wird. Das ist weder schmerzhaft noch gefährlich.
  • Wirkt die Narkose, führt der Arzt als erstes den sogenannten „Bikini-Schnitt“ durch. Dabei handelt es sich um einen Schnitt in der Haut quer oberhalb des Schambeins. Anschließend wird Bauchdecke Schicht für Schicht sorgfältig eröffnet.
  • Liegt die Gebärmutter frei, folgt ein Schnitt im unteren Teil der Gebärmutter.
  • Nun kann auch schon das Baby vorsichtig herausgeholt und die Nabelschnur direkt durchtrennt werden. Die Hebamme nimmt das Kind entgegen, wickelt es in warme Tücher und übergibt es der Mutter. Außerdem wird das Baby untersucht und einige wichtige Reflexe überprüft.
  • Nachdem die Plazenta entfernt ist, kann die Wunde vernäht werden – erst die Gebärmutter, anschließend die einzelnen Bauchschichten.
  • Insgesamt dauert ein Kaiserschnitt mit Narkose und anschließendem Vernähen der Wunde etwa eine Stunde.

Geburt per Kaiserschnitt: Wir klären die wichtigsten Fragen zum Ablauf

Etwa jedes dritte Kind kommt in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt. Die Operation ist zur Routineoperation geworden und relativ risikoarm. Obwohl die meisten Frauen eine natürliche Geburt bevorzugen, entscheiden sich immer mehr für einen geplanten Kaiserschnitt – ohne dass er unbedingt notwendig wäre. Man spricht bei diesem Kaiserschnitt „auf Wunsch“ auch von einem „Wunschkaiserschnitt“.
Kaiserschnitt statt natürliche Geburt: Wir klären euch über die Vor- und Nachteile sowie über den Ablauf des Kaiserschnitts auf.

Wann wird ein Kaiserschnitt notwendig?

Es gibt viele Gründe, warum Ärzte zu einem Kaiserschnitt raten. Generell empfehlen Ärzte einen Kaiserschnitt, wenn eine natürliche Geburt mit einem zu hohen Risiko für Mutter oder Kind verbunden wäre. Entwicklungsstörungen des Babys oder eine Querlage können ein Grund sein, dass von vorneherein eine OP geplant wird. Auch eine Grunderkrankung der Mutter sowie ein enges Becken oder eine Mehrlingsschwangerschaft sprechen für einen geplanten Kaiserschnitt.

Das sind die häufigsten Gründe für einen Kaiserschnitt:

  • Schlechte Lage des Babys (Steiß- oder Querlage)
  • Plazenta praevia: Die Plazenta liegt vor dem Muttermund
  • Schlechtes Schädel-Becken-Verhältnis: Das Becken der Mutter ist zu eng, der Kopf des Babys kann nicht durchtreten
  • Erkrankung der Schwangeren wie HIV, Herpes genitalis, Epilepsie, Nierenerkrankungen, Herzfehler, Gestosen, …
  • Zwillinge und andere Mehrlingsschwangerschaften, vor allem wenn eines der Kinder ungünstig liegt
  • Störungen in der Entwicklung des Babys

Ähnlich vom Ablauf sind ungeplante Kaiserschnitte. Sie werden gemacht, wenn bei der Geburt Komplikationen auftreten und Mutter sowie Kind gefährdet sind. Sie sind allerdings mit größeren Risiken verbunden.

Die Risiken eines Kaiserschnitts

Obwohl der Kaiserschnitt von seinem Ablauf und der Nachbehandlung her recht unproblematisch ist, kann es dennoch zu Komplikationen kommen. Wie nach jeder Operation kann es im Nachhinein zu Blutungen, Wundinfektionen, Thrombosen oder Verwachsungen der Narbe kommen. Babys, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, haben öfter Atemstörungen, weil sie Fruchtwasser verschluckt haben.

Was man auch nicht vergessen darf: Nach der OP ist die Mutter die ersten Tage körperlich stark beeinträchtigt. Durch die Bauchwunde kann sie schlecht laufen, hat Schmerzen und ist nicht in der Lage, das Kind allein zu versorgen. Aus diesem Grund muss sie auch bis zu sechs Tage im Krankenhaus bleiben, sofern es keine Komplikationen gibt.

Geplanter Kaiserschnitt: Das ist der Ablauf

Steht fest, dass ein Kaiserschnitt gemacht wird, bespricht der Arzt den Ablauf der OP im Vorfeld mit den werdenden Eltern. Es gibt verschiedene Operationstechniken, der Ablauf ist jedoch sehr ähnlich.

Als Vorbereitung für die OP wird ein Blasenkatheter gelegt und das Schamhaar rasiert. Da nur in Ausnahmefällen eine Vollnarkose gegeben wird, wird vor dem Bauch im Operationsraum ein Sichtschutz angebracht, damit die werdende Mama so wenig wie möglich mitbekommt. Betäubt wird sie mit einer lokalen Narkose, wahlweise einer Spinalanästhesie oder einer Periduralanästhesie. Dadurch spürt sie keinerlei Schmerzen, bekommt aber Druck- und Zugbewegungen am Bauch mit.

Wirkt die Betäubung, wird das Baby meist mit dem Misgav-Ladach Verfahren geholt. Das heißt, im Bereich der Bikinizone am Unterbauch wird ein 12 bis 15 cm langer Schnitt gesetzt und die Haut darunter Schicht für Schicht durch Dehnen aufgespalten, bis man zur Gebärmutter kommt. Das Baby wird vorsichtig aus der Gebärmutter gehoben, die Nabelschnur wird durchtrennt und dann kann es auch schon zu seiner Mutter auf den Arm.
Der Kaiserschnitt endet mit diesen typischen Ablauf: Der Arzt entnimmt die Plazenta und verschließt sowohl die Gebärmutter als auch die Bauchdecke. Insgesamt dauert der Kaiserschnitt etwa eine Stunde.
Gut zu wissen: Ein geplanter Kaiserschnitt liegt einige Tage vor dem errechneten Geburtstermin

Warum ein Wunschkaiserschnitt?

Rund 30 Prozent der Babys kommen in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt. Immer häufiger handelt es sich dabei um einen sog. Wunschkaiserschnitt. Aber warum ziehen immer mehr Frauen den Kaiserschnitt einer natürlichen Geburt vor?
Viele Frauen sehen den Vorteil darin, dass sie die Geburt so besser planen können. Andere haben Angst vor den Geburtsschmerzen und möchten diese mit einem Wunschkaiserschnitt umgehen. Auch Frauen, die mit einer normalen Geburt schlechte Erfahrungen gemacht haben, entscheiden sich bei weiteren Geburten möglicherweise für einen Wunschkaiserschnitt.
Die Entscheidung ist natürlich jeder Frau selbst überlassen. Wir möchten euch auch keine Angst machen oder euch von diesem Schritt abraten. Wenn ihr euch für einen Wunschkaiserschnitt entscheidet solltet ihr euch trotzdem der Tatsache bewusst sein, dass es sich dabei um einen chirurgischen Eingriff handelt – mit allen Vor- aber auch Nachteilen, die eine OP mit sich bringt. Lasst euch also gut von eurem Arzt beraten.

Angst vor der Geburt? Diese Tipps sollte jede werdende Mutter kennen

Der ungeplante Kaiserschnitt

Es kann vorkommen, dass ein Kaiserschnitt nicht im Vorfeld geplant ist, sondern nach einer ganz normal verlaufenen Schwangerschaft aufgrund von unvorhersehbaren Komplikationen bei der Geburt durchgeführt werden muss. Ein solcher ungeplanter Kaiserschnitt kann zum Beispiel folgende Gründe haben:

  • Schlechtes Schädel-Becken-Verhältnis, das vorher nicht erkennbar war
  • Wehenschwäche: Lassen die Wehen nach oder werden nicht stark genug, kann man versuchen, sie mit verschiedenen Methoden zu unterstützen. Hilft das nicht, kann ein Kaiserschnitt nötig sein.
  • Probleme bei der Schwangeren, z.B. plötzliche Blutdruckschwankungen, Fieber, vorzeitige Plazentaablösung, …
  • Probleme beim Baby: Nabelschnurvorfall (etwa wenn die Nabelschnur sich um den Hals des Kindes wickelt), schlechte Herztöne, …

Ist der Kaiserschnitt nicht geplant, sondern ergibt sich durch Komplikationen bei der Geburt, ist der Ablauf der OP etwas anders. In der Regel wird eine Vollnarkose gegeben, weil sie schneller wirkt. Es kann auch häufiger zu Verletzungen der benachbarten Organe kommen, zum Beispiel von Blase oder Darm.

Kaiserschnitt: Kann der Vater am Ablauf der OP teilhaben?

Bei einer natürlichen Geburt ist es ganz selbstverständlich, dass der werdende Papa mit dabei sein kann – sofern er das möchte. Doch wie sieht das bei einem Kaiserschnitt aus? Stört er beim Ablauf oder kann er auch dabei sein?

Ist der Kaiserschnitt geplant, ist die Teilnahme des Vaters kein Problem. Er wird mit OP-Kleidung ausgestattet und darf ans Kopfende hinter den Sichtschutz, um dort der werdenden Mama die Hand zu halten.

Muss allerdings ein Notkaiserschnitt gemacht werden, darf er nicht mit in den Operationsraum. Hier kommt es auf jede Minute an. Außerdem wäre die Situation zu belastend für ihn.

Nach dem Kaiserschnitt: der typische Ablauf nach der OP

Die Operation ist eine Sache, nach dem Kaiserschnitt geht es leider noch weiter. Der klassische Ablauf sieht vor, dass die frischgebackene Mama direkt nach der OP für ein paar Stunden zur Beobachtung in den Kreißsaal kommt. Hier kann sie das Baby stillen oder es einfach nur im Arm halten. Geht es ihr gut, kann sie danach auf die normale Wochenstation.

Durch den Schnitt am unteren Bauch hat sie meist größere Schmerzen und kann sich in den ersten Tagen nach der Geburt kaum bewegen. Es ist deswegen üblich, dass die frischgebackene Mutter bis zu sechs Tage im Krankenhaus bleibt. Geht es ihr sehr gut, kann sie aber auch schon ab dem dritten Tag entlassen werden. Die Hebamme kontrolliert die Wundheilung der Naht.

Quellen:

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
  • Weltgesundheitsorganisation (WHO)

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