Sand selber machen

Das Rätsel des Magischen Sandes

Abbildung 1: Magischer Sand
als Spielzeug
Mit freundlicher Genehmigung
von Johanna Dittmar

Wie baut man eine Sandburg, wenn der Sand nicht nass werden kann? In dieser Aktivität verbringen Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 bis 16 ca. 2-3 Stunden Zeit mit der Untersuchung von Magischem Sand, einem bekannten Spielzeug, um dessen chemische Eigenschaften zu verstehen. Diese Herausforderung lässt Lernende Hydrophobizität und Obverflächenchemie kennenlernen, während sie die fünf Phasen des Forschenden Lernens durchlaufen: Ergreifen (engage), Entdecken (explore), Erklären (explain), Erweitern (extend) und Evaluieren (evaluate).

Was ist Magischer Sand?

Magischer Sand (auch als hydrophober Sand bekannt) ist hauptsächlich als Trick-Spielzeug und Gimmick bekannt, das im Spielwarengeschäft oder im Internet (Abbildung 1) gekauft werden kann, aber Chemie-Lehrer kennen ihn schon seit vielen Jahren und der naturwissenschaftliche Hintergrund des Spielzeugs bietet viele Lebensweltbezüge.

Wasser formt Tröpchen um
den Kontakt mit dem
Magischen Sand zu
minimieren
Mit freundlicher Genehmigung
von Steve Jurvetson; Bildquelle:
Wikimedia Commons

Anders als herkömmlicher Sand hat der Magische Sand eine hydrophobe Oberfläche, die Wasser abstößt, sodass der Sand nicht nass wird. Stattdessen verklumpt der Magische Sand unter Wasser und verhält sich anders als herkömmlicher Sand. Obwohl einige Produkte als Spielzeug verkauft werden, wird hydrophober Sand auch industriell produziert und für Abdichtungen (z.B. von Fundamenten) oder zum Absorbieren öliger Verunreinigungen und kleinerer Ölflecke verwendet. Eine weitere faszinierende Verwendung findet sich in Tierhandlungen unter dem Namen Kit4Cat. Dieses Produkt wurde erfunden, um Katzenurin für medizinische Untersuchungen zu sammeln und bietet einen weniger stressigen Weg als die herkömmliche Katheter-Methode. Viele Videos rund um Magischen Sand können bei YouTube gefunden werdenw1.

Eine Herstellungsmethode für Magischen Sand ist das Bedampfen mit Trimethylsilanol ((CH3)3SiOH). Das Trimethylsilanol formt kovalente Bindungen mit der Hydroxy(-OH)-Gruppe auf der Oberfläche der Sandmoleküle, wobei die hydrophilen -OH-Gruppen durch hydrophobe Siloxane ersetzt werden.

Abbildung 2: Die chemische
Oberfläche von
herkömmlichen Sand
Mit freundlicher Genehmigung
von Ingo Eilks

Eine andere Methode ist das Ummanteln der Sandpartikel durch eine extrem dünne Schicht eines hydrophoben Materials, so wie Wachs, Harz, Bitumen oder Plastik. Bei dieser Methode formt die hydrophobe Ummantelung zwischenmolekulare Interaktionen (keine kovalenten Bindungen) und ist daher weniger stabil gegenüber hydrophoben Lösungsmitteln (z.B. Aceton). Letztere Methode ist ökonomischer und wenn Sie keinen Magischen Sand erwerben können, können sie diesen selber aus herkömmlichen Sand herstellen, den sie mit Imprägnierspray einsprühen.

Im Kontext des naturwissenschaftlichen Bildungsprojekt TEMI (Teaching Enquiry with Mysteries Incorporated), haben wir eine Geschichte für die Phase des Ergreifens (engage) entwickelt, mit dem Ziel, durch einen persönlichen Kontext, das Interesse der Lernenden zu wecken und das Lernen bedeutsamer zu machen. Das TEMI-Team in Israel schlägt dazu die Geschichte von James vor (siehe Kasten).

Material

Jeder Lernende oder jede Lerngruppe braucht:

  • einen Teelöffel (15 ml) herkömmlicher Sand
  • einen Teelöffel (15 ml) Magischen Sand
  • 50 ml Wasser
  • Zwei 100 ml Bechergläser
  • Zwei Pipetten

Die Schülerinnen und Schüler können außerdem verschiedene Lösungsmittel wie Öl, Aceton, Ethanol, Hexan oder Flüssigseife verwenden.

Sicherheitshinweis

Einige dieser Lösungsmittel sind hochgradig entflammbar und sollten nur unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen verwendet werden. Bitte beachten Sie außerdem die allgemeinen Science in School Sicherheitshinweise.

Durchführung

  1. Führen Sie das Rätsel des Magischen Sandes ein, indem Sie die Geschichte von James (siehe Text unten) erzählen. Dies ist die Phase des Ergreifens (engage).
  2. Geben Sie den Lernenden eine Probe des herkömmlichen Sandes, und eine Probe des Magischen Sandes, jeweils in einem 100 ml Becherglas.
  3. Stellen Sie Wasser und die Pipetten zur Verfügung und fordern Sie die Schülerinnen und Schüler auf, mit beiden Sandproben Sandburgen zu bauen, indem sie den Sand anfeuchten. Alternativ kann der Lehrer das Verhalten des Magischen Sandes anhand einer Onlinequellew1 demonstrieren.
  4. Basierend auf der Geschichte vergleichen die Lernenden den Magischen Sand mit dem herkömmlichen Sand. Während dieser Phase des Entdeckens (explore)(siehe Info-Kasten für die Lernphasen) untersuchen die Lernenden das Verhalten des Magischen Sandes durch die Verwendung von Wasser und verschiedenen anderen Flüssigkeiten und entwickeln eine Vorstellung über die Unterschiede zwischen hydrophilen und hydrophoben Substanzen.
  5. Stellen sie die anderen oben genannten Flüssigkeiten zur verfügung, damit die Schülerinnen und Schüler sehen können, wie die zwei Arten von Sand auf diese reagieren.

Die Geschichte von James

Mit freundlicher Genehmigung
von Benoit Rochon; Bildquelle:
Wikimedia Commons

James ist ein alter Mann, aber schon seit dem Kindergarten ist er verrückt danach Sandburgen zu bauen. Mit den Jahren sind sie immer und immer größer geworden, viel detaillierter und ausgeklügelter: er baute Märchenfiguren, Tiere und Gebäude. James wurde ein Meister des Sandburgen Bauens, aber eines Tages machte er bei einem Wettbewerb mit, der ein kleines bisschen anders war. Er ging zum Strand und ihm wurde ein kleiner Sandhaufen zugewiesen. Er nahm einen Eimer Wasser und schüttete ihn über dem Sand aus, aber etwas wirklich Merkwürdiges passierte: der Sand wurde einfach nicht nass. Wie kann man eine Sandburg bauen, wenn der Sand nicht nass wird?

Zuerst war James überzeugt, dass er den Wettbewerb verlieren würde. Aber am Schluss gelang es ihm doch noch eine Sandburg zu bauen.

Jetzt seid ihr dran. James hat mir eine Probe des Sandes geschenkt und die steht nun vor euch. Wie, glaubt ihr, hat es James geschafft eine Sandburg zu bauen? Schafft ihr es auch?

Was passiert?

In der Phase des Erklärens (explain), unterstützen Sie die Schülerinnen und Schüler beim Erarbeiten und Verstehen von zwischenmolekularen Interaktionen, insbesondere Wasserstoffbrückenbindungen. Herkömmlicher Sand kann solche Bindungen formen, weil die Oberfläche polar ist (siehe Abbildung 2), uns so bildet das Wasser eine Verbindung zwischen den Sandkörnern, die diese zusammenhalten kann.

Magischer Sand ist anders. Die Oberfläche des Magischen Sandes ist hydrophob (apolar), sodass sich zwischen den Sandpartikeln und den Wassermolekülen keine Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden können. Der Sand weist das Wasser ab, kann aber durch nonpolare Flüssigkeiten, wie Pflanzenöl, befeuchtet werden, weil dieses van der Waals Kräfte mit der Oberfläche des Magischen Sandes ausbildet. Dies wäre natürlich eine mögliche Lösung für das Problem mit dem Magischen Sand eine Sandburg zu bauen.

Eine Idee für Weiterarbeit

In der Phase des Erweiterns (extend) können die Lernenden die optimale Strategie zum Sandburgen Bauen ermitteln. Sie können ermutigt werden, Fragen zu stellen und eigene Experimente zu entwickeln, um diese zu beantworten, zum Beispiel welches Lösungsmittel am Besten funktioniert und bei welchem Mengenverhältnis. Des Weiteren können sie die technische Anwendbarkeit von Magischem Sand untersuchen, die kurz in der Beschreibung der Evaluationsphase in diesem Artikel beschrieben wird. Die Lernenden können dann einen Bericht über den Magischen Sand, seine Chemie und Nutzungsmöglichkeiten schreiben oder eine nützliche Gebrauchsanweisung für Magischen Sand verfassen.

Das TEMI-Projekt

Diese Aktivität wurde als Teil des Teaching Enquiry with Mysteries Incorporated (TEMI) Projekts entwickelt, einem Projekt des Forschenden Lernens (inquiry-based science-education, IBSE), das durch das 7. Framework Programme von 2013 to 2016 der EU gefördert wird. TEMI versorgt Lehrerinnen und Lehrer der Naturwissenschaften mit den Werkzeugen, die benötigt werden, um Forschendes Lernen zu implementieren, z.B. unerwartete und überraschende Phänomene, sowie durch die Implementierung eines innovativen Modells für forschendes Lernen.

Das forschende Lernen fokussiert auf Forschungsansätze der Lernenden als Antrieb des Lernens. Der Unterricht wird um Fragen und Probleme in einem schülerzentrierten Prozess angeordnet und die Schülerinnen und Schüler lernen direkt durch und über den naturwissenschaftlichen Erkenntnisweg anstatt durch Präsentationen von naturwissenschaftlichen Fachwissen von Lehrerinnen und Lehrern.

Der problemlösende Prozess von TEMI basiert auf dem 5E-Modell des forschenden Lernens, welches den Lernprozess in fünf Schritte gliedert: Ergreifen (engage), Entdecken (explore), Erklären (explain), Erweitern (extend) und evaluieren (evaluate). Dieses Modell wurde in den 1980er Jahren in den USA vorgestellt und hat seitdem den naturwissenschaftlichen Unterricht in zahlreichen Ländern beeinflusst (Bybee et al, 2006).

Informationen zu all diesen Aspekten, Arbeitsanweisungen und Beispiele können auf der Projekt-Websitew2 gefunden werden. Die Website enthält weiterhin andere Medien, z.B. Anmerkungen für Verlaufsplangestaltung, Videos mysteriöser Phänomene und eine Smartphone-App für selbständiges Lernen zu atemberaubenden naturwissenschftlichen Phänomenen.

Zaubersand selber machen: Indoor-Spielsand aus zwei Zutaten

Zaubersand ist eine schöne Beschäftigung für Kinder an regnerischen Tagen. Das Beste daran: Den Spielsand kannst du einfach selber machen – aus lediglich zwei natürlichen Zutaten.

Selbstgemachter Zaubersand ist nicht nur schadstoffarm, sondern klebt auch nicht und hinterlässt damit keine Spuren. Den Sand können deine Kinder nach dem Spielen leicht aufkehren und ein paar Tage lang wiederverwenden. Er muss lediglich etwas abgedeckt werden und sie können am nächsten Tag weiterbauen.

Zaubersand selber machen: Rezept

Zaubersand besteht nur aus zwei Zutaten: Öl und Mehl.
(Foto: Utopia)

Zutaten für Zaubersand:

  • Mehl
  • Öl

Herstellung:

  1. Mische das Öl mit dem Mehl im Verhältnis 1:8. Nimmst du als Maßeinheit eine Kaffeetasse brauchst du also auf eine Tasse Öl acht Tassen Mehl.
  2. Gib die Zutaten am besten in eine sehr große Schüssel oder auf ein Backblech.
  3. Knete die Zutaten so lange durch, bis sich Öl und Mehl gleichmäßig vermischt haben.
  4. Optional: Mit Lebensmittelfarbe kann der Sand auch eingefärbt werden.

Nun brauchen deine Kinder nur noch ein paar Förmchen und schon kann das Sandspielen im Wohnzimmer losgehen. Dank seiner feinen Konsistenz lassen sich die Förmchen leichter füllen und leeren als mit herkömmlichen Sand. Er verteilt sich aber auch schnell, weshalb du den neuen „Indoor-Spielplatz“ zuvor am besten auslegen solltest, z.B. mit einer alten Decke oder einem Bettlaken.

Auch viele andere Sachen kannst du ganz einfach mit deinen Kindern selber herstellen. Versuch doch mal:

  • Knete selber machen: Rezept mit natürlichen Zutaten
  • Seed Bombs eigenhändig basteln – Anleitung
  • Basteln mit Kindern: 5 kreative Ideen für Zuhause
  • Lesezeichen selber machen: Last-Minute-Geschenk aus Stoff
  • Kreide selber machen: Straßenmalfarben aus 3 Zutaten
  • Badekugeln selber machen: Rezept mit natürlichen Zutaten

Weiterlesen auf utopia.de:

  • Waldkindergarten: Natur erleben von Klein auf
  • Kartoffeldruck: Eine einfache Anleitung für Kinder
  • Bewegungsspiele für Kinder: Spaß für drinnen und draußen

Mondsand selber machen ✨ Günstige Alternative zu Kinetic Sand

Für mein DIY Mondsand Rezept (auch Zaubersand genannt) benötigst du nur 2 Zutaten! Kinder haben damit stundenlangen Spaß! Du wirst die Anleitung zum selber machen lieben!

Ich bin immer auf der Suche nach Möglichkeiten, unsere Leonie zu beschäftigen. Vor allem bei schlechtem Wetter! Leonie mag Knete in allen Varianten. Wenn es darum geht mit neuen Materialien zu experimentieren, ist sie sofort mit dabei. Als wir Inspirationen für ein weiteres Knete-Rezept suchten, entdeckten wir auf einem amerikanischen Blog eine Anleitung für selbstgemachten Mondsand. Dort nennt man ihn „Moon -Sand“.

Was ist Mondsand? Lässt sich Zaubersand selber machen?

Nicht verwechseln: Bei Mondsand handelt es sich nicht um Kinetic Sand! Genaugenommen ist er durch seine krümmelige unebene Eigenschaft, das komplette Gegenteil von kinetischem Sand. Seine unebene Textur erinnert an die die Oberfläche des Mondes, weshalb der diesen Namen trägt.

Mit richtigem Sand, hat „Moon Sand“ nicht viel am Hut. Stattdessen handelt es sich hierbei um eine formbare Knetmasse aus Mehl und Öl. Man kennt den Mondsand auch unter dem Namen Zaubersand, Delta Sand,Moon Sand. Da fällt mir ein, kennst du schon unsere Anleitung zum Knete selber machen

Mondsand ist:

  • viel leichter
  • trocknet nicht aus
  • klebt nicht an den Fingern
  • fühlt sich viel geschmeidiger an
  • kein richtiger Sand

Tipps – Darauf solltest du achten:

  • Damit sich Öl und Mehl richtig miteinander verbinden, musst du die Zutaten anfangs kräftig kneten und mit den Fingern verreiben.
  • Sollte dein Mondsand noch zu trocken sein, füge etwas Öl hinzu.
  • Damit sich der Mondsand nicht in deiner gesamten Wohnung verteilt, fülle ihn in einen großen Behälter oder ein kleines Planschbecken. Darin könnten Kinder ausgelassen kneten, schaufeln und formen.
  • Zum Aufbewahren füllst du den Zaubersand in einen luftdichten Behälter. Darin hält er einige Wochen oder sogar Monate.

Mondsand selber machen:

Eigenschaften: Krümelig, formbar, relativ trocken
Zutaten: 6 Tassen Mehl, 1 Tasse Babyöl (Mischung 6:1)
Anleitung:

  1. Gib das Öl in eine große Schüssel, wenn du lieber bunten Mondsand machen möchtest, gib etwas Lebensmittelfarbe (am besten Pulver*), Duftöl oder Glitzer* hinzu.
  2. Nach und nach Mehl hinzufügen und mit einem Löffel verrühren.
  3. Sobald die Masse fester wird, kräftig mit den Händen weiter kneten. Bei Bedarf gib noch ein etwas Babyöl hinzu.
  4. Fülle den selbstgemachten Zaubersand in einen großen Behälter, worin die Kinder ausreichend Platz haben. Jetzt noch ein paar Utensilien wie Sandförmchen und Ausstechformen bereitlegen, schon kann es losgehen.

Du siehst, Zaubersand bzw. Mondsand selber machen ist kinderleicht. Leonie freute sich sehr, dass sie ihn ganz alleine herstellen konnte. Wir entschieden uns für Babyöl, du kannst natürlich ein anderes Öl verwenden. Ob das Mischungsverhältnis (6:1) dann noch das selbe ist, kann ich dir leider nicht sagen.

Wenn dir meine Anleitung für selbstgemachten Mondsand gefällt, würde ich mich riesig freuen wenn du sie auf Pinterest oder anderen Social Media Kanälen teilst. Solltest du die Anleitung ausprobieren, lass es mich wissen, ich werde deine Tipps gerne im Rezept ergänzen 🙂 Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim ausprobieren.

Deine Désirée

Mondsand – Zaubersand kaufen

*Die DIY-Anleitung „Zaubersand selber machen“ enthält Werbelinks zu Produkten die wir nutzen und gerne weiterempfehlen.

Spielsand selber machen

Wann wird’s endlich wieder richtig Sommer? Dieses Lied spule ich Jahr für Jahr ab. Besonders ärgerlich ist es ja, wenn man Kinder hat und sich auf das schöne Wetter freut. Denn ohne Gummihose und barfuss im Sandkasten zu buddeln, ist doch ein echtes Highlight! Bei Highlight bleibt es dann wohl auch, bisher haben wir die Sandkasten-ohne-alles-Session vielleicht zwei-/dreimal durchgeführt. 12 Grad im Juli, tsss…. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und holen uns den Buddelspaß jetzt einfach in die Wohnung mit Spielsand. Den kann man mit ein paar Handgriffen auch ganz einfach selber herstellen.

Das Tolle an diesem Sand: Man kann damit die genialsten Sachen bauen, ohne dass etwas herunter rieselt, alles bleibt schön stabil. Von der Konsistenz her ist er wie nasser Sand, nur viel weicher und er klebt nicht. Ein weiterer Pulspunkt, der vor allem uns Eltern freut: die Bude bleibt nach dem Spiel sauber, von Sandkörnern keine Spur.

Inhaltsstoffe

Was mich ein bisschen an dem Zaubersand aus dem Handel stört: in ihm ist eine Art Silikon (PDMS) enthalten. Das ist zwar nicht giftig, aber essen lassen würde ich mein Kind den Sand nicht. Deshalb war ich froh, als mir eine Freundin ein Rezept zum Selbermachen von künstlichem Sand gab. Der „fließt“ zwar nicht ganz so schön, wie die Fabrik-Variante, ist aber viel günstiger. Knapp 20 Euro muss man für ein Kilo Indoor-Sand im Geschäft hinblättern, ein bisschen Mehl und Babyöl sind da um einiges billiger. Hier nun eine kleine Anleitung, wie ihr euch den Super Sand selber machen könnt.

  • 8 Teile Mehl
  • 1 Teil Babyöl

Einfach eine Tasse, klein oder groß – je nachdem wie viel Sand ihr produzieren wollt, erst achtmal mit Mehl und anschließend einmal mit Babyöl füllen. Alles in eine Schüssel geben und miteinander vermengen, schon ist der Indoor-Sand fertig. Wenn der Sand nicht so krümelig, sondern eher kompakter sein soll, einfach mehr Öl hinzugeben. Wenn die Kleinen mithelfen wollen, könnt ihr das Zubereiten des Sandes ja einfach auf den Küchenfußboden verlegen. Eventuelle Krümel können im Anschluss einfach weggefegt oder -gesaugt werden. Das Resultat duftet schön nach Babyöl und ist von der Konsistenz her auch optimal für kleine Patschhändchen, der Sand ist zur herkömmlichen Variante nämlich ganz weich.

Ewig hält sich der Sand zwar nicht, aber ihr könnt ihn einige Wochen unverschlossen und an einem trockenen Ort lagern. Sobald er beginnt, komisch zu riechen: einfach wegschmeißen und neuen Zaubersand machen.

Wer sich für daheim noch einen schönen Buddelkasten bauen will, bei Geborgen Wachsen gibt es eine tolle Anleitung.

Und zum Schluss noch einen herrlichen Spruch von Joachim Ringelnatz, der ganz offensichtlich ein großer Sandfan war:

Kindersand

Das schönste für Kinder ist Sand,
Ihn gibt’s immer reichlich.
Er rinnt unvergleichlich
Zärtlich durch die Hand.

In diesem Sinne viel Spaß beim Indoor-Buddelspaß, vielleicht lockt ja das den Sommer ein wenig 😉 Und wer noch ein paar Tipps für Indoor-Kinderbeschäftigungen braucht, hier habe ich eine kleine Liste zusammengestellt.

Zaubersand ganz einfach selber machen

Mit Zaubersand könnt ihr euch den Sandkasten in die Wohnung holen. Im Gegensatz zu normalem Sand müsst ihr dabei keine Angst vor einem kleinen Sandsturm in eurer Wohnung haben: Durch seine besonderen Eigenschaften eignet sich Zaubersand bestens für das Indoor-Spielen.

Mit Zaubersand könnt ihr euch den Sandkasten in eure Wohnung holen.

Ein Sandkasten ist für Kinder etwas ganz Besonderes: Burgen bauen, Matschkuchen backen oder ganz einfach den Sand zwischen den Fingern herunter rieseln zu lassen, hat schon uns als kleine Kinder vor Freude zum Quietschen gebracht. Doch nicht jeder hat den Platz für einen eigenen Sandkasten und bei kaltem oder nassem Wetter ist auch der Sandkasten auf dem Spielplatz keine Option. Wie schön wäre es, einen kleinen Indoor-Sandkasten zu haben…

Mit Zaubersand könnt ihr euch den Buddelspaß in die Wohnung holen. Keine Angst – im Gegensatz zu gewöhnlichem Sand vom Spielplatz klebt Zaubersand nicht und hinterlässt keine Spuren. Nach dem Spiel einfach die Reste aufkehren, das war’s! Mit Zaubersand kann gebuddelt und geformt werden wie mit herkömmlichen Sand – er hält sogar länger die Form, da er nicht austrocknet und zerfällt.

Lernen mit Zaubersand

Das Spielen mit Zaubersand macht Kindern nicht nur Spaß, es fördert sie auch in vielen verschiedenen Punkten. Kein Wunder, schließlich wurde Zaubersand ursprünglich als Therapiesand eingesetzt. Auch heute wird er immer wieder in der Ergotherapie, bei alten Menschen oder Menschen mit Behinderung eingesetzt. So fördert Zaubersand die folgenden Fähigkeiten:

  • Kreativität: Kinder können beim Kneten, Bauen und In-Form-Pressen des Sandes ihrer Fantasie freien Lauf lassen.
  • Sensorik: Die Wahrnehmung sensorischer Eigenschaften wird durch z. B. das Fühlen und Sehen der veränderten Formen des Zaubersandes geschult.
  • Motorik: Auch die körperliche Geschicklichkeit wird mit dem Zaubersand gefördert.
  • Konzentration: Da Zaubersand nicht austrocknet und so nicht so schnell wieder zusammenfällt wie gewöhnlicher Sand, können Kinder lange und konzentriert an einem Objekt modellieren.

Zaubersand kaufen oder selber machen

Zaubersand könnt ihr sowohl kaufen als auch selber machen. Wir empfehlen den Kinetic Sand Koffer, z. B. über Amazon für ca. 30 €* . Hier bekommt ihr zum Zaubersand direkt noch einen praktischen Aufbewahrungskoffer, der aufgeklappt als Spielfläche genutzt werden kann sowie ein paar Förmchen dazu.

Zaubersand könnt ihr euch aber auch selber machen. Wir haben die Anleitung für euch.

Zaubersand selber machen: Anleitung

Ihr braucht:

  • Babyöl (ersatzweise Sonnenblumenöl)
  • Mehl
  • Evtl. Lebensmittelfarbe oder Glitzer

Anleitung:
Mehl und Öl im Verhältnis 8:1 mischen: Acht Tassen Mehl auf eine Tasse Öl. Oder 16 Tassen Mehl auf zwei Tassen Öl. Durchkneten, im Zweifel nochmals Mehl oder Sand dazugeben – und schon kann der Sand-Spaß beginnen! Wer mag, kann den magischen Sand mit Glitzer oder Lebensmittelfarben aufpeppen. Der selbstgemachte Zaubersand hält allerdings nicht ewig: Nach ein paar Wochen fängt das Müffeln an – dann wird’s Zeit ihn zu entsorgen und für Nachschub zu sorgen.

Zaubersand: Tipps zum Verarbeiten

Unsere Empfehlung: Verwendet eine große Unterlage, damit der Sand sich nicht überall verteilt. Perfekt geeignet ist ein Mini-Planschbecken, das ihr direkt im Kinderzimmer aufstellen könnt.

Zum Spielen, Kneten, Formen und Bauen könnt ihr all die Förmchen, Eimer und Werkzeuge nutzen, die euer Kind auch im Sandkasten auf dem Spielplatz nutzt. Viel Spaß bereiten auch spezielle Spielsets für Zaubersand, wie das Bäckerei-Spielset von Kinetic Sand, z. B. über Amazon für ca. 20 €* oder das Eiscreme-Spielset von Kinetic Sand, ebenfalls über Amazon für ca. 13 €* .

Egal, ob ihr Zaubersand selber macht oder ihn kauft, eure Kinder (und ihr) werden mit dem Sand eine Menge Spaß haben!

*gesponserter Link

Hallöchen, nimm mich mit!

Zaubersand, Kinetischer Sand bzw. Magic / Kinetic Sand – Der begegnet mir zur Zeit alle Nase lang in irgendeinem Geschäft und winkt mir zu: Hallöchen, Mama, kauf mich und dein Kind wird einen riesen Spaß mit mir haben! Einmal habe ich diesen Zaubersand zwischen die Finger nehmen dürfen und musste zugeben: Es hat mir viel Spaß gemacht, damit rumzupanschen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass das für Kinder auch toll ist! Trotzdem habe ich der Versuchung bisher stand gehalten, denn ich habe auch meine Bedenken: Woraus besteht der wohl, dieser Sand? Ist das gesundheitlich unbedenklich? Wie lange ist der überhaupt haltbar?

Was steckt drin?

Zeit für eine Recherche zum Thema „Zaubersand“. Was in welchen Mengenverhältnissen wirklich darin steckt, erfahre ich dabei natürlich nicht, denn es ist klar, dass die Hersteller ihre Originalrezeptur nicht verraten. Ich erfahre dabei nur, dass Zaubersand „ungiftig, bakterienfrei, umweltfreundlich, wasserlöslich, pädagogisch und therapeutisch“ ist und nicht verklebt. Es ist ein „Naturprodukt, bestehend aus Sand und Muscheln!“ (Quelle: http://www.zaubersand.com/informationen)

Hochtrabende Versprechen

Wow, das sind ja dolle Versprechungen! Ungiftig, bakterienfrei, umweltfreundlich klingt ja erstmal beruhigend. Pädagogisch und therapeutisch hört sich für mich etwas hochtrabend an. Jedes Spielzeug ist ja irgendwie auch pädagogisch bzw. therapeutisch je nachdem wie man es einsetzt und mit dem Kind zusammen erkundet… Klar die Sinne werden durch diesen Zaubersand besonders angesprochen, aber jetzt auch nicht wesentlich mehr als bei normalen Sand oder wenn man das Kind mit Kartoffelbrei in die Badewanne setzt. Letzteres meine ich jetzt vollkommen ernst!

Zaubersand selber machen

Bleibt noch: Ein Naturprodukt, bestehend aus Sand und Muscheln. Aha! Wenn das so ist, dann kann man doch diesen Magischen Sand bestimmt einfach nachbasteln, oder? Die Idee finde ich reizvoll. Selbermachen tue ich gerne, ist einfach ein schönes Gefühl und man weiß, was man (rein) getan hat. Also wird weiter recherchiert. Und so finde ich hübsche, einfach Anleitungen, wie man Zaubersand einfach zuhause selber herstellen kann. Eine ganz einfache finde ich bei „Mama notes“, die die Idee wiederrum bei „Tollabea“ gefunden und dann ausprobiert hat. Das las sich so gut, dass ich es sofort ausprobieren musste. Alles, was ich dazu benötigte, hatte ich gerade auch da:

  • Mehl & Babyöl.
  • Wird im Verhältnis 8:1 vermischt.

Am besten nimmt man Weizenmehl; ich hatte nur Roggenmehl da, deshalb ist der Sand dunkler geworden. Auch musste ich etwas mehr Babyöl verwenden, um zum gewünschten Resultat zu kommen: Eine homogene, leicht an sich selbst haftende, jedoch nicht klebrige Masse, die sich in Förmchen drücken, zerbröseln, verklumpen lässt.

Für jüngere Kinder würde ich vielleicht auch besser statt Babyöl Sonnenblumen- oder Rapsöl nehmen, damit es nicht schlimm ist, falls sie das Ganze mal doch in den Mund nehmen sollten. Das ist eigentlich schon alles. Schnelles Rezept, große Freude – das sind mir die liebsten DIY Anleitungen.

So ganz krümelfrei ist das Ganze natürlich nicht. Mit ein bisschen Sauerei muss man schon rechnen. Daher kann man je nach Sauberkeitsfimmel die Spielerei damit z.B. in die Badewanne verlegen. Oder man nutzt eine große Box oder Wanne, in die das Kind sich hinein setzen kann, wenn es damit spielt.

Ich habe zu diesem Zweck die Unterbettkommode „Dilling“ von Ikea benutzt, d.h. eine große Plastikbox, die im Sommer auf dem Balkon als Planschbecken gedient hat und jetzt Indoor als Sandkasten verwendet werden kann. Der Bettkasten „Dilling“ heißt jetzt übrigens „Gimse“. Mehr dazu habe ich hier geschrieben. Wer so was nicht hat, ein Trost: Man kann den Zaubersand leicht wieder aufsammeln bzw. wegsaugen.

Der Zaubersand hält sich übrigens mehrere Wochen, wenn man ihn nicht verschlossen aufbewahrt. Ständige Belüftung ist wichtig, sonst fängt der Sand an komische Dinge zu machen 😉

Weitere Rezepte

Diese Abwandlung des Rezeptes fand ich auch noch sehr interessant: Hier werden Vogelsand und Maisstärke mit Wasser vermischt. Wer mag gibt noch Farbpulver (Lebensmittelfarbe) dazu. Das Video könnt ihr euch hier ansehen; es erklärt sehr ausführlich, wie man die gewünschte Konsistenz erreicht.

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