Rückenschmerzen in der frühschwangerschaft

Frühschwangerschaft

Frühschwangerschaft: Rückenschmerzen sind ungewöhnlich

Dass in der fortgeschrittenen Schwangerschaft zunehmend Rückenschmerzen auftreten, ist nicht ungewöhnlich: Der Bauch wird immer größer und schwerer. Zudem lockern sich hormonell bedingt alle bindegewebigen Strukturen wie Sehnen und Bänder. Damit der Körper dennoch stabil bleibt, muss die Muskulatur des Rückens und der unteren Körperhälfte verstärkt eine Halte- und Stützfunktion ausüben. Diese Überbelastung der Muskulatur und häufig auch eine Fehlhaltung der Frau führen dann zu mitunter sehr schmerzhaften Kreuz- und Rückenschmerzen.

Eher ungewöhnlich sind dagegen Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft, also im ersten Drittel. Eine schnell wachsende Gebärmutter oder eine nicht übliche Rückwärtsneigung der Gebärmutter (Retroflexio uteri) kann dann möglicherweise der Grund für die Rückenschmerzen sein.

Frühschwangerschaft birgt allerdings immer auch das Risiko für eine Fehlgeburt oder eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (wie Eileiterschwangerschaft). Diese ungünstigen Voraussetzungen können ebenfalls zu Schmerzen im Rücken führen. Das Gleiche gilt zum Beispiel für Nierenerkrankungen. Bei Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft sollten Sie daher immer einen Arzt aufsuchen!

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Hinzu kommt, dass durch das Hormon Progesteron die Bänder und Sehnen aufgelockert werden, um den weiblichen Körper auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. Die Wirbelsäule verliert dadurch ihre Stabilität und Rückenschmerzen sind die Folge.

Neben Schmerzen im Rücken klagen viele Schwangere vor allem in den letzten Schwangerschaftswochen über Ischiasschmerzen. Diese kommen dadurch zustande, dass das Gewicht des Kindes auf den Ischiasnerv drückt.

Es kann zu einem starken Kribbeln in den Beinen kommen oder zu einer vorübergehenden Taubheit. Wenn der Ischiasnerv entlastet wird, verschwinden diese Symptome aber wieder.

Um die Rückenschmerzen in der Schwangerschaft zu lindern, gibt es zum Glück viele Möglichkeiten von bewährten Hausmitteln bis zu alternativen Heilmethoden. Werden die Schmerzen jedoch zu stark, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft

Rückenschmerzen entstehen in der Regel durch das zunehmende Gewicht des Kindes und die starke Beanspruchung der Muskulatur. Schmerzen im Rücken können aber auch im ersten Drittel der Schwangerschaft auftreten und sind dann häufig Hinweise auf mögliche Komplikationen. Suchen Sie deshalb bei starken Rückenschmerzen in der Frühschwangerschaft Ihren Arzt auf.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft: Was hilft mir?

Wärme

Ein bewährtes Mittel, um Verspannungen zu lösen und Muskelbeschwerden zu lindern, ist Wärme. Sie können sich eine Wärmflasche oder ein Heizkissen in den Rücken legen. Aber auch Kirschkernkissen sind eine gute Alternative, um die betroffenen Stellen zu wärmen.

Sehr angenehm ist auch ein warmes Bad in der Wanne: Die Muskulatur kann durch die Schwerelosigkeit im Wasser besonders gut entspannen. Achten Sie jedoch bitte darauf, dass ein Vollbad gegen Ende der Schwangerschaft Wehen auslösen kann.

Yoga für Schwangere, Gymnastikübungen und Entspannung

Bei akuten Rückenschmerzen in der Schwangerschaft, aber auch prima als vorbeugende Maßnahme, sind Gymnastik- und Yogakurse speziell für Schwangere. Idealerweise werden dort genau die Muskeln gestärkt, die während der Schwangerschaft stark beansprucht werden.

Außerdem erlernen Sie in den Kursen Übungen, die Ihren Rücken und Ihre Gelenke im Alltag entlasten. Um Ihren Rücken kurzfristig zu entspannen, können Sie sich zum Beispiel auf den Rücken legen und Ihre Füße im 90 Grad-Winkel auf einen Stuhl ablegen. Und auch diese Übung kann die Verspannungen lockern: Gehen Sie in den Vierfüßlerstand und machen einen Katzenbuckel.

Nachts oder wenn Sie sich zu einem Nickerchen hinlegen, schlummert es sich mit einem Stillkissen zwischen den Beinen besonders entspannt. Das entlastet vor allem die Rückenmuskulatur.

Massagen

Bei Rückenschmerzen in der Schwangerschaft kann außerdem eine sanfte Massage sehr angenehm sein. Fragen Sie Ihre Hebamme, ob Sie Ihnen einige Handgriffe zeigen kann, oder gehen Sie zu einem Physiotherapeuten.

Aber auch Ihr Partner kann mit einem Pflegeöl die schmerzenden Stellen sanft massieren. Sie sollten jedoch darauf achten, dass bei der Massage nicht zu viel Druck ausgeübt wird.

Alternative Heilmethoden

Als unterstützende Maßnahme zu den vorgestellten Hausmitteln, können Sie auf verschiedene alternative Heilmethoden zurückgreifen. In der Homöopathie gibt es Globuli, die bei bestimmten Beschwerden eingenommen werden können. Auch bei Schüssler-Salzen können Sie aus verschiedenen Präparaten wählen.

Bei Verspannungen und Schmerzen hat sich die sogenannte „Heiße 7“ bewährt: Das Salz Nr. 7 (Magnesium Phosphoricum) wird in einem Glas warmem Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken. Der große Vorteil: Globuli und Schüssler-Salze haben für Mutter und Kind keine Nebenwirkungen.

Bei stärkeren Schmerzen im Rücken kann Akupunktur eine Alternative sein. Viele Hebammen verfügen in diesem Bereich über eine Zusatzausbildung.

Wenn Sie weitere Fragen zur Wirkung und Anwendung alternativer Heilmethoden haben, informieren Sie sich bei Ihrer Hebamme oder Ihrem Frauenarzt.

Rückenschmerzen vorbeugen

Um Rückenschmerzen in der Schwangerschaft vorzubeugen, können Sie einiges tun. Regelmäßige Bewegung ist auch während der Schwangerschaft das A und O. Wenn der Babybauch immer mehr wächst ist Schwimmen ein besonders angenehmer Sport.

Das Gewicht des Körpers wird vom Wasser getragen, und das Schwimmen überlastet Muskulatur und Gelenke nicht. Wenn Sie ein Sportmuffel sind, gehen Sie einfach regelmäßig eine kleine Runde spazieren. 15 Minuten sind völlig ausreichend.
Um Ihren Rücken nicht über die Maßen zu beanspruchen, sollten Sie im Alltag auf die richtige Haltung achten. Denken Sie schon morgens beim Aufstehen daran, dass Sie über die Seite aufstehen und nicht ruckartig aus dem Liegen.

Wenn Sie etwas hochheben müssen, gehen Sie in die Knie und versuchen Sie Ihren Rücken gerade zu halten.

Grundsätzlich gilt: Als Schwangere sollten Sie generell darauf achten, nicht zu schwer zu heben. Wenn Sie sich zwischendurch hinlegen, ist für viele Schwangere die Seitenlage wesentlich bequemer als die Rückenlage. Der positive Effekt wird noch verstärkt, wenn Sie sich ein Kissen zwischen die Beine legen.

Bei starken Schmerzen zum Arzt

Lassen sich die Rückenschmerzen mit Hausmitteln oder alternativen Heilmethoden nicht lindern und dauern über mehrere Tage an, sollten Sie unbedingt einen Arzt hinzuziehen.

Greifen Sie auch bei starken Schmerzen ohne Absprache mit Ihrem Arzt bitte nicht zu Medikamenten: Viele Schmerzmittel können unerwünschte Nebenwirkungen für das ungeborene Baby zur Folge haben.

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

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Keine Schmerzen mehr

Was Sie gegen Rückenschmerzen tun können Seit Sie schwanger sind, haben Sie Probleme mit Rückenschmerzen? Damit sind Sie absolut nicht allein – nahezu dreiviertel aller Schwangeren leiden unter Rückenschmerzen (Young & Jevell, 1999; Ostgaard et al,1991; 1994; Fast et al, 1987). Und obwohl man meinen könnte, dass ein gewisses Maß während der Schwangerschaft völlig normal ist, können Sie eine ganze Menge tun, um die Beschwerden zu lindern und zu verhindern, dass sie womöglich chronisch werden.
Viele Frauen, die schon Rückenschmerzen hatten, bevor sie schwanger wurden, kommen im Verlauf der Schwangerschaft immer besser damit zurecht. Und geht es auf die Geburt zu, hilft eine umfassende Beratung und Behandlung, um Rückenschmerzen während der Wehen zu minimieren. Es lohnt sich also, aktiv zu werden und etwas dagegen zu tun.

Was löst Rückenschmerzen in der Schwangerschaft aus?

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft können in zwei Kategorien eingeteilt werden.
1. So genannte echte Rückenschmerzen
2. Beckenschmerzen
1. Die so genannten echten Rückenschmerzen werden durch dieselben Umstände ausgelöst wie die Rückenbeschwerden von nicht schwangeren Personen. Bänder, Muskeln, Gelenke und Bandscheiben werden hier durch Verletzungen, schwache oder harte Muskeln, eine falsche Hebetechnik oder eine mangelhafte Haltung überlastet. Meistens waren diese Beschwerden schon vor der Schwangerschaft vorhanden (Ostgaard et al, 1997).
Werden Ihre Rückenschmerzen im Laufe des Tages schlimmer und je länger Sie auf den Beinen sind? Das liegt daran, dass die Muskeln ermüden und die Bänder durch Ihr Gewicht und dem Ihres Babys leicht überdehnt werden. Studien haben übrigens gezeigt, dass ein ausgeprägtes Hohlkreuz nicht die Ursache für Rückenschmerzen während der Schwangerschaft ist (Franklin & Conner-Kerr, 1998.
Eine kleine Prozentzahl (0-1% : Noren 1997; Ostgaard 1991a) von Frauen leidet während der Schwangerschaft unter Ischias-Schmerzen. Diese entstehen durch eine Entzündung oder dadurch, dass der Rücken auf den Ischias-Nerv drückt. Manchmal kann die Funktion des Nervs beeinträchtigt werden, was sich durch ein Schwächegefühl oder ein Kribbeln bemerkbar macht. Ischias-Beschwerden treten mit oder ohne Rückenschmerzen auf und können bis in die Rückseite des Beins strahlen. Entgegen einer verbreiteten Ansicht werden Ischias-Beschwerden nicht vom Druck des Babys im Mutterleib ausgelöst. Die Wahrscheinlichkeit, Ischias-Schmerzen zu bekommen, verändert sich durch die Schwangerschaft nicht (MacEvilly & Buggy, 1996).
2. Bei der zweiten Rückenschmerz-Kategorie handelt es sich um Beckenschmerzen. Die meisten Frauen, die über Schmerzen im Rückenbereich klagen, leiden unter diesem Schmerztypus (Ostgaard et al, 1996). Er wird für gewöhnlich durch die Schwangerschaft ausgelöst und muss ganz anders als herkömmliche Rückenschmerzen kuriert werden. Standard-Behandlungen für Rückenschmerzen können hier nutzlos sein oder die Beschwerden sogar verschlimmern (Ostgaard et al, 1994). Es ist also wichtig, dass Sie von einem qualifizierten Physiotherapeuten beraten werden, der die beiden grundverschiedenen Beschwerdeformen sicher voneinander unterscheiden kann.

Kann ich Rückenschmerzen vorbeugen?

Sie können Rückenschmerzen vorbeugen, indem Sie versuchen, schon vor der Schwangerschaft so fit wie möglich zu sein. Sollten Sie bereits schwanger sein, ist es auch jetzt noch nicht zu spät, mit dem Fitnesstraining zu beginnen. Studien zeigen, dass Sie Rückenschmerzen schon verhindern können, wenn Sie nur zwei mal pro Woche Rückenübungen machen (Ostgaard et al, 1994) (Lesen Sie auch unsere Rubrik Fitbleiben in der Schwangerschaft).

Falls Sie Sport nicht gewöhnt sind, lesen Sie bitte unseren Artikel Empfehlenswerte Sportarten, und fangen Sie langsam an. Machen Sie regelmäßig leichte Übungen, achten Sie auf eine korrekte Körperhaltung und vermeiden Sie schweres Heben. Wie das genau geht, können Sie sich in unserem Nancy-Video „Rückenschmerzen in der Schwangerschaft“ ansehen. Befolgen Sie zudem ein paar einfache Regeln für Ihren Rücken, können Sie der Entstehung von Rückenschmerzen vorbeugen. Wenn Sie zum Beispiel etwas hochheben müssen, führen Sie es dicht an Ihrem Körper, beugen Sie die Knie, nicht den Rücken, und vermeiden Sie Drehungen. Mehr Informationen zum Rückenschutz finden Sie in unserem Artikel Schutz für Rücken und Hüfte während der Schwangerschaft.
Ein/e entsprechend spezialisierte/r Physiotherapeut/in kann Ihnen weitere Ratschläge zu den am besten geeigneten Übungen für Ihren Rücken geben.

Was kann ich gegen meine Rückenschmerzen tun?

Die folgenden Tipps können helfen:

  • Versuchen Sie es mit einer Massage. Diese, am unteren Rücken angewandt, hilft oftmals gegen müde, schmerzende Muskeln. Versuchen Sie, sich vornüber auf eine Stuhllehne zu stützen oder auf der Seite zu liegen. Ihr Partner kann dann entweder behutsam die Muskeln seitlich der Wirbelsäule massieren oder sich auf den unteren Teil des Rückens konzentrieren. Ein/e gelernte/r Masseur/in, eine Hebamme oder ein/e Physiotherapeut/in haben natürlich noch effektivere Möglichkeiten, Ihnen zu helfen.
  • Wärme und Wasser. Ein warmes Bad, eine Schwitzpackung oder der warme Strahl einer Dusche können bei Rückenschmerzen helfen.
  • Tragen Sie einen Stützgürtel. Ihre Frauenärztin / Ihr Frauenarzt kann Ihnen einen Stützgürtel empfehlen, der Ihre Bauch- und Rückenmuskeln von einem Teil des Baby-Gewichtes befreit.
  • Benutzen Sie beim Schlafen ein Stützkissen (Thomas et al, 1989). Es hat sich als hilfreich gegen Rückenschmerzen erwiesen, auf der Seite mit einem keilfömigen Stützkissen unter dem Bauch zu schlafen.
  • Machen Sie Kraft- und Haltungstraining. Übungen für den Beckenboden und für den Unterleib können Ihren Rücken für die Last der Schwangerschaft wappnen. Eine sichere und leichte Übung für den Unterleib ist folgende: Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand, und halten Sie Ihren Rücken möglichst gerade. Atmen Sie ein. Während Sie wieder ausatmen, spannen Sie alle Muskeln im Beckenbereich an und ziehen gleichzeitig Ihren Bauchnabel ein. Halten Sie die Kontraktion der Muskeln fünf bis zehn Sekunden, ohne den Atem anzuhalten oder den Rücken zu bewegen. Entspannen Sie am Ende dieser Übung langsam die Muskeln.
  • Falls Sie Schmerzen über dem Steißbein (Coccyx) haben, passen Sie auf, dass Sie beim Sitzen nicht zusammensacken, und krümmen Sie Ihren Rücken so, dass es sich bequem anfühlt. Probieren Sie, auf einem weichen Kissen oder einem Polsterring zu sitzen.
  • Forschungen haben auch gezeigt, dass Aqua-Kurse während der Schwangerschaft Rückenschmerzen effektiv lindern können (Kihlstrand et al, 1999).
  • In unserer Bildergalerie „Schmerzen in der Spätschwangerschaft“ finden Sie Übungen, die Ihren Rücken entlasten.

Auch die alternative Medizin bietet bei Rückenschmerzen eine Fülle von Möglichkeiten. Vielleicht ist dort genau das Richtige für Sie dabei.

In welchen Fällen sollte ich einen Spezialisten aufsuchen?

Falls Sie der Meinung sind, dass Sie unter Beckenschmerzen oder Ischias-Beschwerden leiden, oder Sie haben Rückenschmerzen und die oben stehenden Schritte haben sich nicht als nützlich erwiesen, dann sollten Sie sich unbedingt von einer/m Physiotherapeuten/in behandeln lassen. Ihr/e Gynäkologe/in oder Ihre Hebamme können Ihnen sicher Empfehlungen geben. Auch ein/e Chiropraktiker/in oder Osteopath/in mag in der Lage sein, Ihnen zu helfen.
Verfasst von Alison Borne, Physiotherapeutin für Frauenheilkunde
(Alison arbeitet als Senior-Physiotherapeutin für Frauenheilkunde am Royal Hospital in Chesterfield, England, und leitet zudem eine Privatklinik in Matlock, Derbyshire. Ihre Arbeit umfasst Entbindungen, prä- und postnatale Betreuung für interne und externe Patientinnen sowie fachkundige Tipps und Lehrgänge für andere Experten aus der Gesundheitsbranche. Alison hat zwei Kinder, Lucy, geboren 2001, und Alex, geboren 2004)
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Quellen

Fast A., Shapiro D., Ducommun E.J., Low back pain in pregnancy, Spine, Vol. 12, pp. 368-371.
Franklin ME & Conner-Kerr T., 1998., An Analysis of Posture and Back Pain in the First and Third Trimesters of Pregnancy,Journal of Orthopaedic and Sports Physical Therapy, Vol. 28, No. 3., pp. 133-138.
Kihlstrand M., Stenman B., Nilsson S. & Axelsson O., Water-gymnastics reduced the intensity of back/low back pain in pregnant women. Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica, Vol. 78, No. 3., pp. 180-5.
MacEvilly M. & Buggy D., 1996. Back pain and pregnancy: a review. Spine, Vol. 21, No. 6, pp. 702-709.
Noren L., Ostgaard S., Nielsen T.F. & Ostgaard H.C., 1997. Reduction of sick leave for lumbar back and posterior pelvic pain in pregnancy, Spine, Vol. 22, pp. 2157-2160.
Ostgaard H.C., Andersson G.B.J. & Karlsson K., 1991. Prevalence of back pain in pregnancy, Spine, Vol. 16, pp. 549-552.
Ostgaard H.C., Zetherstrom G. & Roos-Hansson E. 1994. Reduction of back and posterior pelvic pain in relation to pregnancy, Spine, Vol. 19, pp. 894-900.
Ostgaard H.C., Roos:Hansson E. & Zetherstrom G., 1996. Regression of Back and Posterior Pelvic Pain After Pregnancy, Spine, Vol. 21, No. 23, pp. 2777-2780.
Ostgaard H.C., Zetherstrom G. & Roos-Hansson E. 1997. Back pain in relation to pregnancy: a 6 year follow-up, Spine, Vol. 22, No. 24, pp. 2945-2950.
Thomas IL, Nicklin J, Pollock H., Faulkner K., 1989. Evaluation of a maternity cushion (Ozzlo pillow) for backache and insomnia in late pregnancy. Australian and New Zealand Journal of Obstetrics and Gynaecology, Vol 29, pp 133-138.

Young G. & Jewell D., 1999. Interventions for preventing and treating backache in pregnancy, Cochrane Database of Systematic Reviews.

Wann Rückenschmerzen in der Schwangerschaft ein Warnsignal sind

In der Schwangerschaft wird der Rücken stark belastet. Doch es gibt noch andere Ursachen für Rückenschmerzen in der Schwangerschaft als den wachsenden Bauch. © iStockphoto.com/NataliaDeriabina

  • Rückenschmerzen in der Schwangerschaft sind weit verbreitet

  • Verspannungen durch das Gewicht des Babybauchs sind häufigster Auslöser

  • Heftiges Ziehen im Rücken kann auch ein Wehen-Symptom sein

  • Was hilft? Schwimmen, Gymnastik und Akupunktur haben sich gegen Rückenschmerzen bei Schwangeren bewährt

  • Extrem starke Rückenschmerzen in der Schwangerschaft sollte immer der Arzt abklären!

Werdende Mütter leiden im Verlauf der Schwangerschaft häufig unter Rückenschmerzen. Zwar ist in den meisten Fällen das zunehmende Körpergewicht und die damit verbundene erhöhte Belastung für die Wirbelsäule der Grund. Jedoch können auch andere Ursachen hinten den Rückenschmerzen stehen, die in manchen Fällen einer Behandlung durch den Arzt bedürfen. Daher sollten Rückenschmerzen beim Arzt auf jeden Fall angesprochen werden.

Warum Frauen häufiger Rückenschmerzen haben

Kreuzschmerzen, die im ersten Drittel der Schwangerschaft auftreten, können ein Hinweis auf eventuelle Komplikationen sein, zum Beispiel eine gegen den Gebärmutterhals nach hinten abgeknickte Gebärmutter oder eine Störung der Frühschwangerschaft, etwa eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter. Frauen, die während des ersten Schwangerschaftsdrittels unter starken Rückenschmerzen leiden, sollten die Ursache von ihrem Arzt abklären lassen.

Vor allem in den letzten Monaten der Schwangerschaft nimmt die Belastung für die Wirbelsäule durch das steigende Körpergewicht und den größer werdenden Bauch- und Brustumfang stark zu. Viele Frauen versuchen, die wachsende Last am Bauch durch ein Hohlkreuz wettzumachen. Durch die damit verbundene anhaltende Fehlbelastung der Wirbelsäule kommt es zu Verspannungen in der Muskulatur und einer starken Beanspruchung der Bandscheiben. Unser Selbsttest zu Rückenschmerzen

Verspannungen und Wehen können Rückenschmerzen verursachen

Zudem beansprucht das wachsende Kind immer mehr Platz im Bauch. Das kann dazu führen, dass insbesondere der Kopf des Kindes oder die Gebärmutter auf die Nerven im Becken drücken, wodurch ischiasartige Rückenschmerzen ausgelöst werden. Auch Gebärmutterkontraktionen, bei denen sich die Muskulatur der Gebärmutter schmerzhaft zusammenzieht, oder Nierenerkrankungen können Ursachen für Rückenschmerzen im späteren Schwangerschaftsverlauf sein. Nicht zuletzt kennzeichnen Rückenschmerzen häufig auch die einsetzenden Wehen kurz vor der Geburt.

Bei schwangerschaftsbedingten Rückenschmerzen, die hauptsächlich auf die erhöhte Belastung der Wirbelsäule und Verspannungen der Muskulatur zurückzuführen sind, ist schonende Bewegung die beste Medizin. Vorsichtiges gezieltes Bewegungstraining vor allem in den ersten Wochen der Schwangerschaft kann helfen, die Muskulatur und den Bewegungsapparat auf die zu erwartende erhöhte Belastung vorzubereiten. Die Krankenkassen bieten hierfür eine spezielle Schwangerschaftsgymnastik an.

Rückenschmerzen: Überraschende Auslöser

Bewegung und Akupunktur helfen Schwangeren mit Rückenschmerzen

Auch Schwangerenschwimmen ist eine gute Möglichkeit zur schonenden körperlichen Bewegung und kann auch noch in den letzten Wochen der Schwangerschaft durchgeführt werden. Dabei wird die Wirbelsäule durch den Auftrieb des Wassers entlastet, gleichzeitig werden die Muskeln durch die Bewegung gelockert und trainiert.

Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Akupunktur gut gegen schwangerschaftsbedingte Rückenschmerzen helfen kann. Vorsicht ist hingegen bei Schmerzmedikamenten geboten. Viele Medikamente können unerwünschte Wirkungen auf die Schwangerschaft oder das ungeborene Kind haben. Schwangere sollten deshalb vor der Einnahme von Arzneimitteln zuerst mit ihrem Frauenarzt besprechen, ob es sich um ungefährliche Medikamente handelt oder nicht.

Bei starken Rückenschmerzen immer zum Arzt!

Auf jeden Fall sollten starke Rückenschmerzen während der Schwangerschaft Anlass für einen Besuch beim Gynäkologen sein. Verbergen sich hinter den Rückenschmerzen andere Gründe als die erhöhte Belastung der Wirbelsäule und Verspannungen der Muskulatur, wird der Frauenarzt gegebenenfalls entsprechende Therapien veranlassen.

Rückenschmerzen als Warnsignal: Muss ich zum Arzt?

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