Rückbildungsgymnastik nach kaiserschnitt

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Ist denn Rückbildungsgymnastik nach einem Kaiserschnitt überhaupt notwendig?

Eindeutige Antwort: Ja! Auch wenn durch diese Entbindungsform die Scheide samt umliegenden Gewebe natürlich nicht in dem Maße gefordert und gedehnt wurden, ist eine gewissenhaft Rückbildungsgymnastik sehr zu empfehlen. Der Grund liegt dabei hauptsächlich in der Bauchmuskulatur. Diese wurde während der Schwangerschaft massiv gedehnt. Außerdem haben sich die beiden Längsmuskelstränge seitlich verlagert (Rektusdiastase), um dem heranwachsenden Nachwuchs im Inneren des Bauchs mehr Platz zu bieten. Findet keinerlei Rückbildung nach der Schwangerschaft statt, ist die Gefahr von Mikrofissuren, kleinen Rissen und gar einem kompletten Muskelriss in der Bauchmuskulatur enorm – gerade bei Hebe- und Sprungbewegungen. Desweiteren gelten aber natürlich auch alle weiteren positiven Aspekte, die eine Rückbildungsgymnastik mit sich bringt – aber der zwingende Grund liegt eben am Bauch!

Ab wann sollte mit Rückbildungsgymnastik nach einem Kaiserschnitt begonnen werden?

In aller Regel kann mit der Rückbildung bei normalem Heilungsprozess 8 – 12 Wochen nach der Geburt gestartet werden. Hier sollten Sie jedoch unbedingt auf den Rat ihrer Hebamme / ihres Arztes hören.

Somit liegt der Zeitpunkt für die Rückbildung etwa 2 bis 4 Wochen später, als bei einer spontanen Geburt. Die Antwort auf die häufige Frage, ob mit der Rückbildung 1 Monat nach der Geburt bei einem Kaiserschnitt begonnen werden kann, lautet also in fast allen Fällen: Nein! Und Rückbildungsgymnastik im frühen Wochenbett ist definitiv Tabu.

Rückbildungsgymnastik bei Kaiserschnitt – was gibt es noch zu beachten?

Auch bei einem Kaiserschnitt ist es von großer Wichtigkeit, das Training am Beckenboden zu beginnen. Die ersten ein bis zwei Wochen Ihrer Rückbildung sollten also Beckenbodentraining ganz klar im Fokus stehen. Erst wenn dort eine gewisse Stabilität vorhanden ist, macht das Trainieren von Bauch, Po, etc. Sinn.

Machen Sie sich zudem keinen all zu großen Kopf wegen ihrer Narbe. Diese ist äußerlich bereits 3 bis 4 Wochen nach der Entbindung vollständig verheilt. Im inneren kann es passieren, dass bestimmte Muskelschichten wie die des Pyramidenmuskel verletzt wurden. Daher ist ein ganz behutsames Training zu Beginn erforderlich.
Sofern Sie sich an die zeitlichen Rahmenbedingungen halten, und sanft beginnen, kann dort aber absolut nichts passieren.

Erst abnehmen oder erst Muskeln aufbauen während der Rückbildung?

Prinzipiell ist das oberste Ziel in den ersten Wochen der Rückbildung, die Muskeln zu reaktivieren und zu stärken – auch und gerade die Bauchmuskulatur. Fall Sie auch zu den Frauen gehören, die ein kleines Speckröllchen oberhalb der Kaiserschnittnaht besitzen, sollten Sie sich nicht darauf versteifen, dieses so schnell es geht los zu bekommen. Festigen Sie erst ihre Bauchmuskulatur, im Anschluss daran wird durch leichtes Ausdauertraining und Sport das Röllchen ganz von allein verschwinden. Setzen Sich sich dabei bitte nicht unter Druck. Genießen Sie lieber das Gefühl, von Tag zu Tag wieder fitter und stärker zu werden. Danach haben Sie genug Zeit, sich um ihre Taille zu kümmern.

Desweiteren sollten Sie sich klar machen, dass der energetische Grundumsatz steigt, je mehr Muskelgewebe Sie sich antrainiert haben. Das bedeutet im Klartext: Je stärker Sie sind, desto leichter fällt Ihnen hinterher das abnehmen, da Sie mehr Energie pro Zeiteinheit verbrennen werden.

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Rückbildung nach Kaiserschnitt: Vom Wochenbett bis zum Rückbildungskurs

Schwangerschaft und Geburt stellen eine große Herausforderung für den Körper dar. Wenn dabei, wie beim Kaiserschnitt, eine größere Wunde entsteht, dauert die Heilung etwas länger. Wann beginnt die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt und wieso ist sie so wichtig?

Kuscheleinheiten mit deinem Baby sind ein wichtiger Bestandteil der Rückbildung – auch mit Kaiserschnittwunde.

Rückbildung nach Kaiserschnitt: Was passiert im Körper?

Dein Beckenboden und die umliegenden Bänder und Gelenke haben sich während der Schwangerschaft und in Vorbereitung auf die Geburt deines Babys stark gelockert, sodass das Gewebe sich zurückbilden muss. Dieser Prozess ist für jede Frau – egal, wie ihr Baby zur Welt gekommen ist, ziemlich langwierig. Noch bevor das Gewebe mithilfe von gezielten Übungen gestrafft und gestärkt werden kann, muss es sich erholen.

Wie wichtig ist die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt?

Nicht nur die vaginale Geburt beansprucht den Beckenboden, sondern alles, was in den neun Monaten davor passiert ist: Das Gewicht von Gebärmutter und Baby und die Dehnung deines Beckens üben einen enormen Druck auf den Beckenboden aus – über einen sehr langen Zeitraum. Zwar leidet dieser bei einem Kaiserschnitt etwas weniger, dennoch ist es wichtig das Gewebe nach der Schwangerschaft wieder zu festigen. Inkontinenz kann sonst die Folge sein – oder eine chronische Beckenbodenschwäche, die eine Gebärmuttersenkung und Scheidensenkung zur Folge haben kann und oft operativ behandelt werden muss. Ruhe zahlt sich aber trotzdem aus: Je besser die Heilung der Kaiserschnittnarbe verläuft, umso eher kannst du wieder in deinen normalen Tagesablauf zurückkehren. Und umso besser bist du auch deine nächste Schwangerschaft vorbereitet, solltest du dir eine wünschen.

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Rückbildung mit Kaiserschnittnarbe: Was vermeiden?

Als Entwarnung vorweg: Auch nach dem Kaiserschnitt darfst du dich im Wochenbett bewegen und dein Baby selber versorgen. Das Klinikpersonal oder deine Hebamme werden dir wahrscheinlich schon am Tag nach der Geburt beim Aufstehen helfen und dir Bewegungen zeigen, die deinen Körper bei der Rückbildung und Erholung unterstützen. So unterstützt du deinen Kreislauf, verhinderst einen Muskelabbau und verringerst das Risiko einer Thrombose oder Lungenembolie. Dennoch ist im Wochenbett aber Ruhe wichtig, damit alles gut verheilt und du Kraft für dich und dein Baby tankst.

Wochenbett nach dem Kaiserschnitt: Worauf achten?

Für viele Dinge wirst du im Wochenbett zunächst Hilfe benötigen, denn die Kaiserschnittnarbe kann noch sehr schmerzen. Deine Ärztin und Hebamme werden dich individuell beraten, welche Bewegungen ab wann möglich sind und wie du die Wunde am besten pflegst. Duschen ist z. B.in der Regel kein Problem. Und auch dein Baby kannst du mit ein paar veränderten Bewegungen normal stillen, halten und tragen.

Wann mit dem Rückbildungskurs nach dem Kaiserschnitt beginnen?

Ärzte und Hebammen empfehlen generell, bis nach dem Wochenbett mit Rückbildungskursen zu warten. Bei einer vaginalen Geburt ohne große Verletzungen kann in der Regel nach sechs bis acht Wochen mit einem Kurs oder gezielten Übungen begonnen werden, nach einem Kaiserschnitt (oder z. B. einem komplizierten Dammschnitt) verschiebt sich dieser Zeitraum auf acht bis zwölf Wochen, um der Narbe genügend Zeit zum Abheilen zu geben. Auch, wenn dann das Training beginnt, ist das Gewebe um die Narbe noch sehr empfindlich und kann sich noch im gesamten Jahr nach dem Kaiserschnitt melden. Manche Übungen sind dann kein Problem, bei anderen wirst du vielleicht aussetzen. Deine Kursleiterin hat bestimmt eine Abwandlung parat, mit der du weitermachen kannst.

Warum so lange warten?

Die Kaiserschnittnarbe ist ziemlich lang und tief und verläuft durch mehrere Gewebeschichten. Jede Schicht muss gut verheilen, um eine Infektion und / oder ein Aufgehen der Naht zu verhindern. Möglichst langsame und bedachte Bewegungen helfen dir dabei, eine Überanstrengung der Bauchmuskeln zu verhindern, die zu kleinen Geweberissen und Verwachsungen führen können. Auch wenn du dir dabei erst komisch vorkommst, wird das schnell zur Routine. Gut zu wissen: Mindestens jede dritte Mama hat eine Kaiserschnittnarbe wie du – die in der Regel komplikationslos verheilt.

Rückbildungsgymnastik ab wann?

Eine Frage, die mir frischgebackene Mütter immer ganz regelmäßig stellen, ist die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt, um mit der Rückbildungsgymnastik zu beginnen. Ganz pauschal lässt sich das so gar nicht beantworten, da der für dich persönlich richtige Zeitpunkt von verschiedenen Faktoren abhängt. Wir Du Deinen richtigen Zeitpunkt findest, erkläre ich Dir hier.

Situation 1:
Du hast noch nicht entbunden und bist im Endspurt Deiner Schwangerschaft
In diesem Fall empfehle ich Dir den Artikel “Rückbildung im Wochenbett”. Dort zeige ich ich Dir, welche Vorteile es für Dich hat, wenn Du bereits ab dem ersten Tag nach der Entbindung mit der Rückbildung zu beginnen. Sowohl nach einem Kaiserschnitt, als auch nach einer spontanen Entbindung kannst Du mit den richtigen Trainings sofort mit der Wochenbett-Rückbildung beginnen und den Verlauf Deines Wochenbettes positiv beeinflussen. Zu diesem frühen Zeitpunkt sind das vor allem Rückbildungsübungen zur besseren Wahrnehmung Deines Beckenbodens. Klingt zwar nicht sehr spannend, ist aber sehr wichtig. Denn nur wenn Du bereits gelernt hast, die unterschiedlichen Beckenbodenschichten (es gibt drei davon) gezielt anzuspannen und zu aktivieren, kannst Du sie später gezielt trainieren. Auch die ersten Kräftigungsübungen für die 1. und 2. Beckenbodenschicht solltest Du schon im frühen Wochenbett machen.

Situiation 2:
Du hast bereits entbunden
Herzlichen Glückwunsch, ich hoffe es geht euch allen prima und ihr genießt die schöne Zeit!
Für den richtigen Zeitpunkt, um mit dem umfangreichen Rückbildungskurs zu starten, ist es entscheident, wie Du entbunden hast. War es ein Kaiserschnitt oder eine spontane Geburt? Mehr dazu gleich.
Egal, wie Du entbunden hast, wichtig ist, dass Du Rückbildungsübungen machst, die auch wirklich die richtigen, wichtigen Muskeln ansprechen. In meinem Rückbildungs-Onlinekurs sind beispielsweise für jede Phase die passenden Übungen enthalten. Erst wenn Du Deinen Beckenboden mit diesen Übungen etwas vorgekräftigt hast, starten die aktive Rückbildung für den ganzen Körper.

Obwohl die meisten frischgebackenen Mütter wirklich andere Sorgen haben, geht es früher oder später darum, den Körper wieder in seine alte Form zu bringen. Vor allem im Bereich Bauch und Becken hat die Schwangerschaft einiges anders hinterlassen, als es sein sollte. Der Beckenboden muss nach der Schwangerschaft gestärkt werden, und das passiert im Rahmen von Sport. Beckenbodengymnastik heißt das, es klingt wenig ansprechend, ist aber durchaus wichtig. Denn wird der durch die Schwangerschaft gedehnte und bei der Geburt oft verletzte Beckenboden nicht langsam wieder aufgebaut, kann es zu einer Harn- und Stuhlinkontinenz kommen. Nicht erschrecken: Das ist normal. Sport beugt dem vor und kann einen schwachen Beckenboden soweit stärken, dass auch bestehende gesundheitliche Probleme auch wieder verschwinden.

Timing – bitte nicht zu früh anfangen!

Manchmal müssen Hebammen Frauen richtiggehend bremsen: Die würden gerne wenige Tage nach der Geburt schon wieder anfangen, dem gewohnten Sport nachzugehen. Ganz so einfach ist es nicht. Bevor der Körper Joggen, Rumba oder Step-Aerobic verträgt, muss sich die Muskulatur von der Schwangerschaft erholen.

Was passiert da eigentlich?

Der Beckenboden besteht aus mehreren Muskelschichten, die im unteren Bauchraum verlaufen. Du kannst Dir die verschiedenen Lagen wie eine Hängematte vorstellen, die zwischen Bauchnabel und den hinteren Rippen beziehungsweise dem Rücken aufgespannt ist. Wie ein Netz, das alle inneren Organe festhält, schließen die flächig verlaufenden Muskeln den Bauchraum nach unten ab. Sie halten sowohl die Gebärmutter als auch Verdauungs- und Ausscheidungsorgane an ihrem Platz.

In der Schwangerschaft wurden die Organe im Bauch an die Ränder gedrängt. Sie mussten langsam, aber sicher der Gebärmutter und Deinem Baby Platz machen. Die Gebärmutter wurde dabei nicht nur größer, sondern auch schwerer. Sie drückte Darm und Blase auf die Seite, drückte den Magen nach oben, verschob Nieren und andere Organe. Und das steigende Gewicht Deines Bauchs musste vom Beckenboden getragen werden. Die Muskulatur ist dabei nicht nur stärker geworden, sondern wurde auch gedehnt. Denn die Gebärmutter ist in der späten Schwangerschaft etwas nach unten gesackt, das Baby „hat sich gesetzt“. Der Beckenboden musste nachgeben, um das zu ermöglichen. Dabei sind die Muskelschichten gewachsen, so dass die Hängematte (um zum vorherigen Bild zurückzukehren) einfach etwas weiter nach unten durchhängen konnte.

Bei der Geburt muss der Beckenboden noch einmal nachgeben. Er muss das Baby durch den Geburtskanal lassen. Die Scheidenmuskulatur gehört zum Beckenboden dazu, denn auch sie stützt den Bauchraum von unten. Bei einer vaginalen Geburt wird der Beckenboden etwas geöffnet und in eine andere Richtung gedehnt.

Ist Dein Baby auf der Welt, kann sich die Muskulatur natürlich nicht sofort einfach wieder zusammenziehen. Du solltest Dich nach der Geburt erst einmal nur vorsichtig bewegen, denn Deine Organe im Bauchraum müssen erst langsam an ihre gewohnte Position zurückfinden. Und sie müssen von der Muskulatur dort gehalten werden.

Rückbildungsgymnastik ist schon im Wochenbett möglich

Du kannst natürlich schon die ersten einfachen Übungen im Wochenbett machen. Damit regst Du den Beckenboden an, sich langsam wieder in seine alte Form zu begeben. Die Muskellagen müssen sich wieder zusammenziehen, die Hängematte muss etwas strammer werden und sollte wieder weiter oben hängen. Außerdem sollte sie sich schließen, immerhin muss da erstmal nicht noch ein Baby durch. In den ersten Tagen nach der Geburt lässt Du es bitte langsam angehen. Dein Körper hat genug damit zu tun, die hormonelle Umstellung zu verkraften und sich auf „nicht mehr schwanger“ und das Stillen umzustellen. Außerdem muss er die Strapazen der Geburt verkraften. Auch wenn Du keine Geburtsverletzungen hattest, sind die Energiespeicher erst einmal leer, die Muskulatur ist an der Belastungsgrenze gewesen.

Am Ende der ersten Woche nach der Geburt (gemeint sind sieben Tage, nicht der nächste Samstag im Kalender) darfst Du vorsichtig tasten, ob Du Deinen Beckenboden fühlst. Das machst Du im Liegen. Versuch einfach mal ganz sacht, die beiden Knubbel in den Pobacken zusammen zu bringen. Auch wenn die sich nicht wirklich bewegen, spannst Du in diesem Moment Muskulatur an, die zum Beckenboden gehört. Das ist eine der ersten Übungen im Rückbildungskurs. Auch die Bewegung, wenn Du beim Urinieren den Harnstrahl kurz unterbrichst, gehört zur Rückbildungsgymnastik. Mit dieser Bewegung sprichst Du andere Muskeln an, die aber genauso zum Beckenboden gehören.

Rückbildungskurs erst nach vier bis sechs Wochen

Einen kompletten Rückbildungskurs bei einer Hebamme oder Physiotherapeutin solltest Du nach einer vaginalen Geburt nicht so schnell besuchen. Das wird Dir Deine Hebamme auch sagen. Denn bis Deine Muskulatur so weit gefestigt ist, dass sie gestärkt werden kann, braucht einfach Zeit. Der Rückbildungskurs ist also so in etwa vier bis sechs Wochen nach der Geburt angesagt. Zu spät solltest Du den Rückbildungskurs auch nicht machen, denn ein starker Beckenboden ist immer wichtig.

Der Rückbildungskurs spricht nicht nur den Beckenboden an, sondern auch die Bauchmuskulatur. Wenn Du vor Deiner Schwangerschaft etwas athletischer warst, kanntest Du Deine Bauchdecke vermutlich als eine geschlossene, starke Schicht zwischen den Rippen und den Hüftknochen. Nach der Geburt wirst Du etwa auf der Höhe des Bauchnabels eine Ritze bemerken. Deine Bauchmuskeln, und zwar die gerade verlaufenden, haben sich während der Schwangerschaft in der Mitte geöffnet, um Platz für den Babybauch zu schaffen. Bevor Du Dir das gewohnte Waschbrett wieder antrainierst, musst Du langsam und vorsichtig diese Ritze schließen. Deshalb ist nach der Geburt erst einmal Waschbär statt Waschbrett angesagt. Auch die frühen Übungen der Rückbildungsgymnastik stärken nicht die geraden Bauchmuskeln. Ein guter Rückbildungskurs wird immer zuerst die schrägen Bauchmuskeln stärken.

Sectio – und jetzt?

Nach einem Kaiserschnitt solltest Du wenigstens sechs, aber besser acht Wochen warten, bevor Du einen Rückbildungskurs besuchst. Denn Dein Körper braucht aufgrund der Verletzungen länger, um zu heilen. Aber auch nach einer Sectio kannst Du schon früher vorsichtig einzelne Übungen machen.

Wie oft und lange was üben?

Es gibt kein Erfolgsrezept, wie oft Du Rückbildungsgymnastik machen solltest. Deine Muskulatur wird aber generell stärker und zuverlässiger, wenn Du sie im Alltag gebrauchst. Du kennst das, wenn Du einmal eine neue Sportart erlernt hast: Einmal die Woche trainieren reicht einfach nicht aus. Das ist bei der Rückbildungsgymnastik ähnlich. Du solltest die einzelnen Übungen in den Alltag einbauen, morgens, mittags, abends oder zwischendurch ein bisschen sporteln. Allerdings darfst Du es nicht übertreiben: Dein Körper braucht vor allem am Anfang mehr Schonung als Sport.

Ebenfalls wichtig: Wenn Du Mehrlinge geboren hast, war Dein Körper stärker beansprucht. Gib ihm mehr Zeit. Sprich mit Deiner Hebamme ab, was Du Dir wann zumuten kannst. Und nach dem zweiten, dritten, vierten oder fünften Kind ist der Körper im Normalfall noch weiter „aus dem Leim“ geraten als bei dem ersten Kind. Die Rückbildungsgymnastik darf etwas später anfangen, und vermutlich wirst Du auch länger brauchen, um zu Deiner alten Form zurück zu finden.

Rückbildungskurs ist oft zu anspruchsvoll

In einem Rückbildungskurs muss die Hebamme oder die Physiotherapeutin auf viele Frauen eingehen. Jede hat etwas andere Anliegen, einen anderen Körperbau, andere Geburtsverletzungen und eine andere Anzahl Kinder. Da ist es schwer, die Übungen zu finden, von denen wirklich alle profitieren. Für den Einstieg in die Rückbildungsgymnastik kannst Du Dir von Deiner Hebamme Übungen für zu Hause zeigen lassen. Ein Rückbildungskurs online ergänzt die Übungen sinnvoll. Denn die Videotutorials helfen Dir, die Übungen richtig durchzuführen, auch wenn Deine Hebamme gerade nicht neben Dir steht.

FAQ-Sektion

Ab wann macht Rückbildungsgymnastik Sinn?

Die ersten Übungen der Rückbildungsgymnastik kannst du schon im Wochenbett machen. Allerdings geht es jetzt noch nicht um die Stärkung der Muskulatur, sondern nur um eine vorsichtige Aktivierung und um das Bewusstsein.

Ab wann soll ein Rückbildungskurs besucht werden?

Den Rückbildungskurs außer Haus solltest Du, abhängig von der Art der Geburt und davon, wie viele Kinder Du hast, zwischen der vierten und zehnten Woche nach der Geburt besuchen. Das ist ein recht großes Zeitfenster. Denn ob Dir der Rückbildungskurs etwas bringt, hängt von vielen Faktoren ab. Sinnvoll ist es auf jeden Fall, einen Rückbildungskurs online zusätzlich oder statt einem Kurs mit persönlicher personeller Betreuung zu machen. Denn der ist unabhängig von den Fütterungszeiten Deines Babys, den Schulzeiten Deines großen Kindes und anderen terminlichen Verpflichtungen.

Wann soll ich mich zur Rückbildungsgymnastik anmelden?

Wenn Du Rückbildungsgymnastik in einem Kurs mit anderen Frauen bei einer Therapeutin machen willst, hat das Vorteile: Du bekommst eine genaue Anleitung und Feedback, ob Du die Übungen richtig machst. Außerdem kannst Du oft Dein Baby mitnehmen, bei vielen Teilnehmenden ist immer für die ein oder andere Art von Betreuung gesorgt. Allerdings ist der Rückbildungskurs oft schnell ausgebucht. Melde Dich zu einem Kurs online an, wann immer Du willst und es Dir passt. Hier gibt es keine Teilnehmerbeschränkung.

Quellen und Ressourcen

Rückbildungsgymnastik

Die Hebammen in Siegen haben ganz gut zusammengefasst, warum Rückbildungsgymnastik sinnvoll ist und was Du dazu alles wissen solltest.

Der Fachartikel ist verständlich geschrieben und beleuchtet die biochemischen und anatomischen Hintergründe sehr gut.

Fazit – Rückbildungsgymnastik zu Hause – Deine Vorteile

Rückbildungsgymnastik sollte zwar angeleitet werden, damit Du die Übungen auch richtig machst und wirklich verstehst. Aber es reicht aus, wenn Dir Deine Hebamme das ein- oder zweimal zeigt. Denn wirklich schwer sind die Übungen nicht. Wichtig ist, dass Du bei der Rückbildungsgymnastik am Ball bleibst. Du solltest nicht nach dem üblicherweise zwei Monate laufenden Kurs aufhören, Deine Muskulatur zu trainieren. Und hier kommt die Rückbildungsgymnastik online ins Spiel: Der Kurs bietet Dir viel Anregung, und zwar zeitlich unbegrenzt. Für einen starken Beckenboden, der Dich durchs Leben trägt.

Du warst rund 40 Wochen schwanger, hast Dein Kind bekommen und jetzt beginnt für Dich die Mission “Rückbildung”. Jede Mama sollte unbedingt einen Rückbildungskurs besuchen und erst danach mit dem eigentlichen Sport beginnen. Warum das so wichtig ist, wann Du damit anfangen solltest, was Du in der Rückbildungsgymnastik für Deinen Körper tust und welche Übungen Dich erwarten, das möchte ich Dir heute erzählen.

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Warum ist die Rückbildung so wichtig?

In vielen Krankenhäusern kommt ein paar Tage nach der Geburt die Hebamme zu Dir und zeigt Dir Übungen, die Du schon im Wochenbett machen kannst. Während der Schwangerschaft hat sich Deine Gebärmutter um das 20-fache vergrößert und sie braucht nach der Geburt ca. sechs Wochen, bis sie sich wieder zurückgebildet hat. Deshalb wirst du nach der Geburt noch schwanger aussehen. Bei der Rückbildungsgymnastik wird Dein Beckenboden wieder gestärkt, denn dieser ist nach der Schwangerschaft noch geschwächt. Es kann z. B. passieren, dass du beim Husten oder Lachen Urin verlierst, das ist ganz normal und sollte acht Wochen nach dem Rückbildungskurs nicht mehr passieren. Falls Du das Problem aber dann immer noch hast, solltest Du unbedingt mit einem Arzt oder Deiner Hebamme darüber sprechen. Dein Beckenboden ist sozusagen Dein Korsett, das Deinen Körper stützt. Wenn Du Dich nicht darum kümmerst, gibt er nach. Ein Rückbildungskurs kann für Dich auch deshalb wichtig sein, weil Du Kontakt findest zu anderen Müttern. Ihr könnt Euch austauschen und vielleicht entstehen dadurch Freundschaften, schließlich sind Eure Kinder im gleichen Alter. Außerdem ist der Kurs Deine persönliche Stunde Auszeit in der Woche, sofern Du den Kurs ohne Baby machst. Auch das tut Dir gut.

Wann solltest Du mit der Rückbildungsgymnastik beginnen?

Du kannst direkt nach der Geburt mit leichten Beckenboden-Übungen im Wochenbett anfangen. Die richtigen Rückbildungs-Übungen beginnen nach sechs bis acht Wochen. Wenn Du einen Kaiserschnitt hattest, solltest Du erst nach acht bis zehn Wochen einsteigen. Du kannst zu Hause selbst täglich 15 Minuten trainieren, solltest aber trotzdem einen Rückbildungskurs besuchen. Dieser wird meistens von Hebammen angeboten und die Kosten übernimmt Deine Krankenkasse. Die Hebamme zeigt Dir die Übungen und hilft Dir, diese richtig auszuführen. Wenn Du keinen Kurs besuchen kannst, kannst Du Dir eine Trainings-DVD besorgen oder Videos im Internet raussuchen. Das dann aber wirklich nur, wenn du gar keine Möglichkeit hast, zur Rückbildungsgymnastik mit Hebamme zu gehen.

Was passiert mit deinem Körper?

Es werden verschiedene Übungen zur Beckenbodenstraffung gemacht und auch Bauch, Beine, Po werden nicht vergessen. Du wirst lernen, wie Du Deine Brust und den Rücken stärken kannst und Deine seitlichen Bauchmuskulaturen werden trainiert. Die geraden, also die eigentlichen Bauchmuskeln kannst Du erst dann trainieren, wenn sich eine eventuelle “Rektusdiastase” geschlossen oder stark zurückgebildet hat. Das ist ein Spalt zwischen den queren Bauchmuskelsträngen, die dir Dein Kursleiter zeigen wird und an dem Du Dein Training orientieren kannst. Achtest Du nicht darauf, kann es passieren, dass sich der Spalt wieder öffnet.

Einfache Übungen für Dich

Meine Hebamme hat immer gesagt, wir sollen uns vorstellen, zwischen unseren Beinen hängt eine kleine Kugel, die wir mit unserem Beckenboden hochziehen und halten sollen. Vielleicht hilft Dir das ja bei den Übungen:

Spüre Deinen Beckenboden

Du stehst aufrecht, hältst Deine Hände auf den Bauch und Deine Finger zeigen zueinander. Beim Ausatmen ziehst Du den Bauchnabel nach innen oben und spannst den Beckenboden an. Kurz halten. Beim Einatmen in den Brustkorb atmen. Das Ganze wiederholst Du fünf Mal.

Stärke Deinen Rücken

Du liegst auf dem Rücken, winkelst beiden Beine an und ziehst die Füße Richtung Po. Wenn Du möchtest, kannst du Dein Baby auf die Oberschenkel legen und es gut festhalten. Du spannst Beckenboden, Bauch und Po an und schiebst beim Ausatmen Becken und Rücken hoch. Jetzt sollten nur noch Deine Schulterblätter den Boden berühren. Rücken und Beine sollten dabei eine Linie bilden. Halte die Spannung und senke das Becken. Acht bis 25 Mal wiederholen.

Straffe Deine Oberschenkel

Du kniest und die Beine sind hüftbreit aufgesetzt. Oberschenkel, Po, Rücken und Kopf bilden eine Linie. Spanne Beckenboden, Bauch und Beine fest an. Beim Ausatmen kippst Du leicht nach hinten, achte darauf, dass Dein Körper die Linie behält. Beim Einatmen bewegst Du Dich langsam vor. Acht bis 25 Mal wiederholen.

Kräftige Deinen Bauch

Leg’ Dich auf den Rücken, hebe die Beine an und beuge Dich im rechten Winkel. Strecke das linke Bein schräg nach vorne, etwa 45 Grad. Stelle Dir vor, Dein Bein wird immer länger. Hebe die gestreckten Arme leicht, Deine Handflächen zeigen nach oben. Kopf und Schultern ziehst Du Richtung Knie, Dein Po bleibt fest am Boden. Strecke jedes Bein acht bis 25 Mal.

Forme Deine Beine

Du liegst seitlich auf dem Boden, Deine Hüftknochen sind senkrecht übereinander. Beide Beine sind 90 Grad gebeugt, die Knie zeigen nach vorne. Halte den Oberkörper gerade und lege den Kopf auf dem unteren Arm ab. Deine Fersen berühren sich. Hebe Dein oberes Bein leicht in die Höhe, die Fersen bleiben zusammen, die Knie angewinkelt. Bewege Dein Bein je nach Kondition langsam acht bis 25 Mal auf und ab, wechsle dann die Seite.

Die Übungen lassen sich wunderbar in den Alltag integrieren und diese kleinen Auszeiten wirst Du sicher auch genießen. Viel Spaß dabei!

Über den Kaiserschnitt zu sprechen, kann eine ledige Angelegenheit sein. Dabei spielen der Eingriff selbst und die später bleibende Narbe dank modernster OP-Techniken eine immer geringere Rolle. Unangenehm sind der teilweise enorme Mangel an Aufklärung über das Thema sowie die unzureichenden Ressourcen an begleitender Betreuung nach der Operation.
Wenn du Glück hast, wird dir erzählt, du solltest in den ersten sechs Wochen nach dem Kaiserschnitt nichts Schweres heben, kein Auto fahren und auf Sport verzichten. Ist das alles? Wie sieht es mit Physiotherapien, Anleitungen für den Notfall und Ratschläge für spezielle Bewegungsübungen aus? Du brauchst mehr Informationen. Nur ein „Alles Gute“ bei der Entlassung aus dem Krankenhaus ist etwas wenig.

Was passiert bei dem Eingriff?

Ein Kaiserschnitt kann geplant (z. B. bei einer Steißlage) oder ungeplant (u. a. bei Komplikationen während der Geburt) durchgeführt werden. In jedem Fall durchtrennt der Arzt zunächst Haut, Fettzellen, Bindegewebe und Teile der Bauchhöhle. Anschließend werden die Bauchmuskeln auseinandergedrückt und ggf. eingeschnitten. Da die Blase den Zugang zur Gebärmutter versperrt, wird sie nach unten gedrückt. Mit einem möglichst kleinen Schnitt öffnet der Arzt die Gebärmutter, um das Baby und wenig später die Plazenta herauszunehmen.
Ist das Kind auf der Welt, wirst du wieder „zugemacht“. In umgekehrter Reihenfolge werden Gebärmutter, Bauchmuskeln, Bauchmuskeln und Haut vernäht. Selbstauflösende Fäden halten in mehreren Schichten die verletzten Bereiche. Mit dem Heilungsprozess entstehen folglich in entsprechend vielen Ebenen Narben.

In sechs Wochen geheilt?

Nicht so schnell. Wie oben angedeutet, handelt es sich beim Kaiserschnitt um einen alles andere als schonenden Eingriff. Es wird dabei nicht nur deine Haut aufgeschnitten. Der Arzt verschiebt Organe, öffnet die Bauchhöhle und vieles mehr. Ausreichend Ruhezeit und genügend Erholung sind unerlässlich. Du musst geduldig sein und in deinen Körper hineinhorchen. Fängst du zu früh an, wieder Sport zu machen oder schwere Dinge zu heben, kann das schwerwiegende Folgen für dein ganzes Leben haben. Hab keine Eile. Gib deinem Organismus die Zeit, die er braucht, um die Wunden komplett auszuheilen.
Du weißt selbst am besten, wie schnell oder langsam eine Verletzung bei dir normalerweise abklingt. Bei einem Kaiserschnitt wird es höchstwahrscheinlich analog ablaufen. Eine Garantie ist dies aber nicht.
Generell kannst du diese OP mit einer komplizierteren Knieoperation vergleichen, die eine Heilungsdauer von neun bis zwölf Monaten hat. Lass dir von deinem Chirurgen einen Plan ausarbeiten, den du anschließend mit deinem Physiotherapeuten verfeinern kannst. Du brauchst einen Zeitplan, um zu deinen früheren Aktivitäten gefahrlos zurückkehren zu können. Nur so sollte ein Kaiserschnitt post-operativ behandelt werden.

Der Schein kann trügen: Außen heil, innen noch nicht

Weiter unten wird dir gezeigt, wie du die Besonderheiten bei der Rückkehr zum Alltag nach einem Kaiserschnitt bewältigen kannst. Denk dabei immer daran, dass der Heilungsverlauf nicht nach sechs Wochen abgeschlossen sein wird. Die Haut ist weniger anspruchsvoll und regeneriert am schnellsten. Von außen betrachtet, wird die Wunde deutlich früher „heil“ aussehen. Doch in den tieferen Schichten benötigt dein Körper mehr Zeit, das dortige Gewebe zu vernarben.
Wenn dein Arzt dir zusichert, nach sechs Wochen könntest du wieder Sport machen, handelt es sich dabei um leichte und sanfte Bewegungen. Im Klartext bedeutet dies für dich, Übungen wie die folgenden zu absolvieren:
– Atmungsübungen
– Wandern
– moderates Schwimmen
– leichtes Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht
– Kräftigung der Körpermitte (z. B. kurzes Halten im Liegestützstand (erst wenige Sekunden, später mehr))
Vermeiden solltest du hingegen diese Art von Bewegungen:
– Laufen und Springen in allen erdenklichen Formen
– schweres Krafttraining
– Bauchmuskelübungen jeglicher Art (Beinheben, Crunches, Sit-Ups, etc.)

Können Kaiserschnitte eine etwaige Dysfunktion des Beckenbodens vermeiden?

Sicherlich ist das Risiko in der Zeit danach bei einer vaginalen Geburt höher. Grundsätzlich erhöht jede Schwangerschaft die Gefahr einer Beckenbodendysfunktion. So oder so musst du deine Körpermitte wieder regenerieren, was u. a. die Integration bzw. das Zusammenspiel mit dem Beckenbereich beinhaltet.
Hier sind einige Gründe, warum du nach einem Kaiserschnitt auf die Gesundheit deines Beckenbodens achten solltest:
– Durch den Abwärtsdruck des Babys können Muskeln und Bindegewebe im Beckenboden überdehnt werden. Dadurch werden sie lockerer als normal sein. Eine spezielle Behandlung bzw. Festigung des Bereichs ist fast immer unerlässlich.
– Die während der Schwangerschaft stark gewachsene Gebärmutter drückte immer stärker gegen die Beckenorgane (Blase, Enddarm u. a. ), wodurch deren natürliche Funktion gestört sein kann.
– Die Narben nach einem Kaiserschnitt können die Funktion der Nerven im Beckenboden stören. Ein Brennen in der Harnröhre, Schmerzen im Genitalbereich (Klitoris und Schamlippen) oder ständiger Harndrang sind oftmals die Folge.
– Während der Schwangerschaft veränderst du deinen Stand und deinen Gang. Du sitzt anders und machst auch andere Dinge nicht so, wie es für dich üblich ist. Alles ist auf Schonung ausgerichtet. Das macht Sinn, aber für die Muskulatur im Beckenbodenbereich kann das bedeuten, dass sie mit der Zeit enger und kürzer werden.

Erholung in den ersten Wochen nach der Geburt

In der ersten Zeit wirst du dich so viel ausruhen und entspannen, wie es irgendwie geht, und dich voll und ganz auf das Baby konzentrieren. Es gibt einige Dinge, die du in den ersten sechs Wochen nach dem Kaiserschnitt tun kannst. Hier sind die wichtigsten von ihnen aufgeführt:
1. Bitte um Hilfe
Hol dir Hilfe von deinem Partner sowie von deiner Familien und deinen Freunden. Sie werden dir alle unter die Arme greifen wollen. Sei nicht pikiert, wenn sie übertriebene Angebote machen. Freu dich stattdessen über die Fürsorge. Denn selbst wenn das Heilfleisch keine Beschwerden macht, könnte jede Anstrengung böse Folgen haben. Deine Aufgabe sollte ausschließlich darin bestehen, dich in deine neue Rolle hineinzufinden und das Baby im wahrsten Sinne des Wortes zu bemuttern.
2. Seitlich aus dem Liegen in die Sitzposition
Du musst jeglichen Druck auf die Bauchgegend vermeiden. Leg dich zuerst auf die Seite, wenn du dich hinsetzen willst. Aus dieser Haltung kannst du dich „hochrollen“. Würdest du wie gewohnt frontal aufstehen, hätte das einen großen Druck auf deine verletzte Bauchpartie zur Folge.
3. Erholsame Atmung
Beginne sofort bzw. in den ersten Tagen nach der Geburt mit der Wiederherstellung deiner Körpermitte. Indem du tief aus dem Bauch heraus atmest, stärkst du vom Zwergfell bis zur Beckenmuskulatur einen Großteil des Bereiches. Fühle die sanfte Ausdehnung von Brustkorb und Bauch, wenn du einatmest. Beim Ausatmen spürst du auf die gleiche Weise, wie Bauchmuskeln und Beckenboden aktiviert werden.
Es ist sinnvoll, diese Bauchatmung vor jeder Anstrengung durchzuführen und damit nach dem Ausatmen loszulegen. Das gilt auch dann, wenn du dein Baby in den Arm nehmen willst.
4. Gehen
Anfangs solltest du im Bett liegen bleiben. Solange die Wunden noch frisch sind, ist jeder Schritt einer zu viel. Wenn der Heilungsprozess spürbar eingesetzt hat, solltest du langsam mit den Bewegungen anfangen. Fange mit ein paar Schritten an. Steigere die Anzahl stetig, indem du beispielsweise um dein Haus gehst. Horche in deinen Körper hinein und fühle, wie die Energie wieder zurückkommt. Mach während deiner kleinen Spaziergänge weiterhin deine Atemübungen.
5. Gehe zwecks Beckenbodentrainings zu einem Physiotherapeuten
Innerhalb der ersten sechs Wochen nach der Geburt solltest du deinen Arzt bitten, dir eine Beckenbodenbehandlung beim Krankengymnasten zu verschreiben, auch wenn du keine Beschwerden hast. Während der Physiotherapie können die Spezialisten die korrekte Funktionalität deines Beckenbereich feststellen und mit der Mobilisierung deiner OP-Narbe beginnen.
Abhängig vom Heilungsprozess könntest du in der Praxis bereits vor dem 6-Wochen-Kontrolltermin zusätzlich zu deinen Atemroutinen mit Stabilitätsübungen für die Körpermitte beginnen. Es gibt kein magisches Datum, wann du wieder anfangen kannst. Jeder Körper heilt anders. Die Physioexperten werden dir entscheidende Hilfe leisten können, indem sie mit dir u. a. die folgenden Übungen durchführen:
– Gesäßbrücken bzw. Beckenheben aus der Rücklage
– Seitliches Oberschenkelheben mit angewinkelten Beinen (Muschelschalen oder „Clamshells“)
– Beinstrecken aus der Rückenlage (Beine angewinkelt abstellen und abwechselnd parallel zum Boden bringen)
Deine Kernatmung kannst du bei all diesen Übungen mitmachen. Du atmest am besten unmittelbar bevor du die schwierigen Teile durchführst aus.

Wiederaufnahme des Krafttrainings nach dem Kaiserschnitt

Nach der sechswöchigen Erstregeneration inkl. einer abschließenden Kontrolluntersuchung durch deinen Physiotherapeuten kannst du in Absprache mit deinem Arzt mit deinem traditionellen Krafttraining beginnen. Gib deinem Körper genügend Zeit, um die steigenden Anforderungen der Bewegungen zu verarbeiten. Das beinhaltet vor allem eine ausreichende Erholung zwischen den Übungen.
Am besten startest du mit zwei 15-minütigen Trainingseinheiten in der Woche, die du langsam steigern kannst. Ein guter Richtwert wäre eine Verlängerung der Dauer um 5 Minuten alle 14 Tage. Viele Frauen setzen sich als Ziel, vier Mal in der Woche 30 bis 40 Minuten zu trainieren. Wenn es deine Lebensumstände zulassen, kannst du dich daran orientieren.
Am Anfang deiner Wiedereinführungsphase solltest du mit deinem Körpergewicht und leichten Hanteln trainieren. Expander, Widerstandsbänder und TRX-Übungen sind ideal. Schwerere Gewichte sind Belastungen, die du deinem Körper erst zumuten solltest, wenn die Wunden in allen Schichten möglichst vollständig verheilt sind. Hier sind einige Beispiele für sinnvolle Übungen:
– modifiziertes Seitheben (Körperheben aus der Seitenlage; unteres Bein angewinkelt)
– Kniebeugen ohne Hanteln (nur mit dem Körpergewicht)
– Ausfallschritte (gehe anfangs nicht zu weit hinunter)
– Schulterziehen mit dem Expander (schulterbreit vor dem Körper am Band (nicht am Griff) angefasst und nach außen ziehen
Auch hier kannst du die Kernatmung in jede Übung integrieren, indem du kurz vor der schwierigen Phase ausatmest und beim Zurückgehen Luft holst.
Zwei Punkte sind dabei ganz wichtig:
1. Genauso wie beim Beckenbodentraining solltest du den zweiten, weniger anstrengenden Teil konzentriert angehen.
Nur wenn du den gesamten Bewegungsablauf der Übungen gleichmäßig mit der gleichen Intensität durchführst, können die Work-outs ihre optimale Wirkung entfalten. Außerdem vermeidest du auf diese Weise technische Fehler, die zu Verletzungen führen können.
2. Dein Körper muss bei allen Übungen in einer neutral ausgerichtet sein. Das bedeutet, dein Rücken bzw. deine Wirbelsäule ergibt eine lange, gerade Linie. Im Lendenbereich sowie im Nackenansatz sind leichte Krümmungen sinnvoll. Achte darauf, deinen Brustkorb möglichst senkrecht über deinem Becken zu halten.

Übungen, die du nach einem Kaiserschnitt vermeiden solltest

Alle Art von Anstrengungen, die einen direkten Druck auf deinen Beckenboden ausüben, sind erst einmal tabu. Hier ist eine kleine Liste der Übungen, auf die du besser verzichten solltest, bis deine Narben vollständig ausgeheilt sind:
– generell: Training mit schweren Gewichten
– Crunches, Sit-Ups und alle anderen Bauchübungen
– Beinheben (Ausnahme: modifiziertes Beinheben (s. o.)
– Körperhalten im Liegestützstand („front planks“)
– Dauerlauf
– Springen
– Stufentraining („Step ups“)
– schweres Überkopfheben mit Hanteln („Reißen“)
– alle Übungen mit direkter Druckausübung auf den Beckenboden (z. B. Kniebeugen mit Langhantel im Nacken)
Die Wiederaufnahme des Trainings ist nach einem Kaiserschnitt sowie nach einer vaginalen Geburt sehr ähnlich. Es kommt hauptsächlich darauf an, den Körper vor, während und nach dem Sport zu fühlen. Wichtig ist zudem, sich in einer Weise zu bewegen, dass du dich in jeder Phase der Einheiten sicher, energiegeladen und gut fühlst.

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Sanfte Rückbildung nach Kaiserschnitt

Die Rückbildungsgymnastik ist nach einer Geburt sehr wichtig. Sie stärkt Deinen Beckenboden und Deine Beckenmuskulatur und hilft Dir dabei, Dich langsam wieder an Bewegungen zu gewöhnen. Die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten von der herkömmlichen Rückbildungsgymnastik. Daher solltest Du, wenn Du per Kaiserschnitt entbunden hast, einige Dinge beachten.

Um Dein Baby zu gebären, musst Du bei der Geburt Deinen Beckenboden und die Muskulatur entspannen. Im Geburtsvorbereitungskurs wirst Du hierauf optimal vorbereitet. Genauso wichtig wie dieser Kurs vor der Geburt ist nach der Geburt aber auch die Rückbildungsgymnastik. Dabei sollen der Beckenboden und die Beckenbodenmuskulatur, die während der Schwangerschaft stark beansprucht wurden, wieder trainiert werden. Für die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt gilt, dass Du hierbei besonders behutsam vorgehen musst, um zu verhindern, dass die Narbe aufgeht oder sogenannte Mikrofissuren, kleine innere Verletzungen, entstehen. Daher solltest Du die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt langsam angehen lassen.

Gymnastik ist wichtig für die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt.

Rückbildung nach Kaiserschnitt: Erste Übungen

Die ersten Schritte zur Rückbildung erfolgen bei einer natürlichen Geburt schon kurz nach der Entbindung. Wenn Du auf natürlichem Wege entbunden hast, zeigt Dir die Hebamme oder die Krankenschwester bereits im Krankenhaus einige leichte Übungen, die Du im Wochenbett machen kannst. Wichtig ist, dass Du Dich nicht übernimmst und lieber öfter kurze Übungseinheiten einlegst. Die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt unterscheidet sich jedoch gerade in der ersten Zeit wesentlich von der gewöhnlichen Rückbildung. Wenn Du einen Kaiserschnitt hattest, muss sich Dein Körper nämlich zunächst einmal von der Operation erholen. Es ist möglich, dass Du im Wochenbett schon für kleine Bewegungen – etwa wenn Du Dich aufrichten willst – Hilfe benötigst. Da auch die Narbe die Bewegung noch stark einschränkt, solltest Du mit der Rückbildung nach dem Kaiserschnitt erst später beginnen.

Video: 9 Dinge, die dich nach der Geburt erwarten können

Wie in der Schwangerschaft durchläuft der Körper auch nach der Geburt einige Veränderungen. Auf welche neun Dinge Du Dich einstellen solltest, erfährst Du im Video.

Rückbildung nach Kaiserschnitt: Ärztlichen Rat holen

Bevor Du mit der Rückbildung nach dem Kaiserschnitt beginnst, solltest Du Deinen Arzt und Deine Hebamme fragen, ob Dein Körper für die Übungen bereit ist. Wenn der Arzt und die Hebamme Dir grünes Licht gegeben haben, kannst Du schon vor dem Beginn des Rückbildungsgymnastikkurses mit leichten Übungen beginnen, die Dich bereits auf die im Kurs praktizierte Rückbildung nach dem Kaiserschnitt vorbereiten. In jedem Falle solltest Du aber vier bis sechs Wochen komplett auf körperliche Anstrengung – vor allem auf Anstrengung der Bauchmuskulatur – verzichten, damit Deine Narbe in aller Ruhe verheilen kann. Um Mikrofissuren zu vermeiden, empfiehlt es sich, im kompletten ersten halben Jahr nach der Geburt alle Übungen zu vermeiden, die die Bauchmuskeln zu stark beanspruchen.

Frage Deinen Arzt und Deine Hebamme um Rat, bevor Du mit der Rückbildung beginnst.

Nach Kaiserschnitt: Die Rückbildungsgymnastik

Normalerweise starten junge Mütter mit dem Kurs für die Rückbildungsgymnastik zwischen der sechsten und achten Woche nach der Geburt. Die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt sollte jedoch erst etwas später beginnen. Wenn Du einen Kaiserschnitt hattest, empfiehlt es sich, zwischen der achten und zwölften Woche zur Rückbildungsgymnastik zu gehen und die Übungen besonders vorsichtig zu machen. Deine Narbe sollte zwar sechs Wochen nach der Geburt verheilt sein, aber Du solltest trotzdem, bevor Du mit dem Kurs beginnst, Rücksprache mit Deinem Arzt oder Deiner Hebamme halten. Sie können Dir am verlässlichsten sagen, wann Dein Körper für die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt bereit ist. Die Narbe und einige Bewegungen könnten bei den Übungen schmerzen. Daher ist etwas mehr Rücksicht geboten. Du solltest Dir nicht zu viel zumuten und geduldig sein. Höre immer auf Deinen Körper. Wenn Du merkst, dass Dir eine Übung Schmerzen bereitet, brich sie lieber ab. Bei der Rückbildungsgymnastik geht es nämlich in erster Linie darum, die Muskulatur aufzubauen und nicht darum, den Bauch abzutrainieren. Lass Dir also Zeit und überfordere Dich nicht!

Rückbildung nach Kaiserschnitt: Langfristige Ziele

Die Rückbildung nach dem Kaiserschnitt muss jedoch nicht nur aus der klassischen Rückbildungsgymnastik, die den Beckenboden und die Beckenbodenmuskulatur trainiert, bestehen. Neben der üblichen Rückbildungsgymnastik kannst Du, sofern Dein Arzt nichts dagegen hat, auch leichtes Ausdauertraining machen. Eine hierfür besonders gut geeignete Sportart ist das Schwimmen. Auf alle Sportarten, die mit ruckartigen Bewegungen wie Springen und Heben verbunden sind, solltest Du bei der Rückbildung nach dem Kaiserschnitt aber verzichten. Auf jeden Fall solltest Du Deinem Körper eine Erholungsphase von mindestens vier Monaten gönnen. Ob Du danach auch wieder Sportarten betreiben kannst, die Deinen Körper stärker belasten, klärst Du am besten mit Deinem Arzt ab.

Die Rückbildungsgymnastik dient dazu, den Beckenboden und die Beckenbodenmuskulatur, die während der Schwangerschaft einer starken Belastung ausgesetzt waren, nach der Geburt wieder zu stärken. Die Rückbildung nach einem Kaiserschnitt sollte jedoch etwas später einsetzen als bei einer natürlichen Entbindung. Wenn Du einen Kaiserschnitt hattest, empfiehlt es sich, erst zwischen der achten und zwölften Woche mit einem Rückbildungsgymnastikkurs zu beginnen. Wenn Dein Arzt es Dir erlaubt, kannst Du auch schonendes Ausdauertraining wie Schwimmen betreiben.

Training nach dem Kaiserschnitt – eine sanfte Rückbildung des Beckenbodens ist die Basis für den weiteren Muskelaufbau

Anastasia Romanova | Experte für Intimfitness

Nach der Geburt wieder in die gewünschte Form zu kommen möchte jede Frau, deswegen beginnen viele gleich mit dem Muskeltraining. Doch Vorsicht, besonders nach einem Kaiserschnitt ist das Gewebe innen noch sehr empfindlich. Zur Rückbildung ist am Anfang mit dem Beckenbodentraining zu beginnen – erst wenn die Körpermitte gestärkt ist können weitere Muskelgruppen beansprucht werden.

Auf was man beim Training nach dem Kaiserschnitt genau achten muss und welche Sportarten sowie Übungen geeignet sind erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wieso muss der Beckenboden trainiert werden?

Wird das Baby mittels Operation auf die Welt gebracht, erspart es der Frau die kräftezehrende vaginale Geburt. Viele Mütter gehen in dem Fall davon aus, die übliche Rückbildungsgymnastik ausfallen lassen zu können. Der Geburtskanal wurde letztlich nicht gebraucht.

Dabei wirkt das Training nicht nur auf die Vagina und Gebärmutter ein. Vielmehr wird der gesamte Unterleib nach den intensiven Monaten aufgebaut, gestrafft und in Form gebracht.

Wissen muss man dazu, dass die Schwangerschaft eine enorme Belastung für das Becken darstellt. In den knapp 10 Monaten werden die Muskeln, Bänder, Faszien und Sehnen des Unterleibs maximal beansprucht.

Weil die inneren Organe (insbesondere Blase, Dickdarm, Dünndarm, Zwerchfell und Magen) ihre Lage verändern, kommt es zu einem neuen Körpergefühl. Daneben sorgt die Ausschüttung der Prostaglandine für ein weiches Bindegewebe.

Aus all diesen Gründen ist das Beckenbodentraining nach der Geburt so wichtig. Wird es gewissenhaft vollendet, hilft sie dabei, spätere Folgeerkrankungen (Inkontinenz oder eine Absenkung von Gebärmutter und Blase) zu vermeiden.

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Das Training nach dem Kaiserschnitt

Nach dem Kaiserschnitt ist Sport zunächst untersagt. Trotzdem sollte die junge Mutter ihren Körper sanft stimulieren. Ideal dazu geeignet ist ein behutsames Beckenbodentraining.

Dabei geht es erst einmal darum, den Bereich zwischen Steißbein und Schambein gedanklich zu ergründen und die Muskeln bewusst wahrzunehmen. Wirkliche Bewegungen werden vorerst nicht verübt.

Ist die Narbe nach der Geburt verheilt und fühlt sich die Frau im Kreise ihrer Familie wieder fit, beginnt die klassische Rückbildung. Das Training beinhaltet raffinierte Übungen, die nach dem Kaiserschnitt erlaubt sind.

Dabei werden die tief im Körper liegenden Muskeln und Bänder angesprochen. Die oberflächlichen Muskelschichten rund um die Kaiserschnittnarbe werden weiterhin geschont. Im Laufe der Wochen wird die Intensität gesteigert.

Häufig besuchen Frauen zur Rückbildung spezielle Kurse. Im geschützten Rahmen lassen sich alle Fragen und Antworten rund um die Geburt unverblümt klären. Geschulte Hebammen geben daneben Tipps zur Ernährung und einem „beckenbodenfreundlichen“ Alltag mit dem Kind.

Das Beckenbodentraining ist nach dem Kaiserschnitt besonders wichtig, wenn:

  • Sich der Beckenboden „offen“ anfühlt.
  • Der Damm schmerzt oder taub ist.
  • Sich tröpfelnder Urinverlust zeigt.
  • Ein Druckgefühl im Unterleib spürbar ist.

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Welches Training ist nach einem Kaiserschnitt erlaubt?

Wer schwanger war, möchte nach dem Kaiserschnitt häufig mit einem leichten Cardio-Training wieder zu einem guten Körpergefühl zurückfinden. Geeignet sind dafür gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Walken oder Yoga.

Ebenso ist ein sanftes Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht realisierbar.

Viele Frauen wünschen schnelle Erfolge. Wer vor der Schwangerschaft EMS-Übungen ausprobiert hat, könnte damit ins Training zurückfinden. Beachten muss man jedoch, dass der Beckenbereich in den ersten 12 Wochen nicht mit Strom trainiert werden darf. Dabei ist auch ein Beckenbodentraining während der Schwangerschaft zur Vorbereitung der Geburt sinnvoll.

Hinweis: Häufig lehnen Babys die Muttermilch direkt nach dem Elektrostimulationstraining ab. Stillende Mamis sollten deshalb vorsorgen und vor den Übungen genügend Milch für das Kind abpumpen.

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Ab wann nach Kaiserschnitt trainieren?

Das Wochenbett ist dazu da, der Frau Zeit, Ruhe und Kraft zu schenken. Deshalb sollte jede Mami ihren Körper rund zwei Wochen nach dem Kaiserschnitt schonen.

Daneben leiden viele Frauen in der ersten Zeit nach der Geburt unter Schmerzen und Blessuren, welche die operative Entbindung zurückgelassen hat.

Liegt der Kaiserschnitt rund 14 Tage bis drei Wochen zurück, dürfen die betroffenen Frauen sanfte Beckenbodenübungen ausprobieren. Jede Übung muss nachsichtig und langsam verrichtet werden.

Fällt das Training leicht und ist der Eingriff gut überwunden, kann mit der klassischen Rückbildungsgymnastik nach dem Kaiserschnitt begonnen werden.

Viele Experten gehen davon aus, dass nach etwa sechs Wochen (nach der Entbindung) die Narbe praktisch verheilt ist. Deshalb dürfen Frauen spätestens zu diesem Zeitpunkt nach dem Kaiserschnitt wieder ins Training einsteigen.

Dann sind die Bänder und Sehnen soweit stabilisiert, dass sie der Belastung standhalten.

Tipp: In Großstädten sollte man sich rechtzeitig in einem Rückbildungskurs anmelden. Die Krankenkassen helfen bei der Suche nach einem freien Platz. Wartelisten von zwei bis drei Monaten sind keine Seltenheit.

Wer an einem Online-Kurs teilnehmen möchte, kann hingegen direkt einsteigen. Diese Kurse sind jedoch nicht immer kostenlos. Da sie aber über einen längeren Zeitraum laufen, steigern die speziellen Übungen die Fitness und helfen den Müttern beim Abnehmen von überflüssigem Gewicht.

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Möglicher Zeitraum der Heilung

Ein jeder Kaiserschnitt verheilt spezifisch. Je nach Verlauf wird früher oder später mit dem Beckenbodentraining gestartet. Wie schnell sich hier wiederum Erfolge einstellen, liegt an der individuellen Konstitution der einzelnen Frau.

Als Faustregel geben Ärzte oder Hebammen an, dass bei den meisten Frauen mit Kaiserschnitt die Rückbildung nach rund sechs Monaten (nach dem Trainingsbeginn) abgeschlossen ist. Dieser Zeitraum gibt jedoch nur eine grobe Orientierung.

In der Praxis zeigt sich, dass junge Frauen zügig auf das regelmäßige Training ansprechen. Andere Mütter brauchen etwas mehr Zeit. Bei ihnen verläuft der Heilungsprozess der Bauchmuskulatur dann langsamer, was generell nicht ungewöhnlich ist.

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Welche Sportarten nach einem Kaiserschnitt?

Wer nach der Geburt erfolgreich die Rückbildung absolviert hat und sich insgesamt wieder kräftig und gesund fühlt, kann ein normales Sportprogramm aufnehmen. Dazu eignen sich alle Sportarten, an denen man auch vor der Schwangerschaft Freude hatte.

Nicht nur Frauen mit einem weiteren Kinderwunsch ist zu empfehlen, das erlernte Beckenbodentraining langfristig weiterzuführen. Sinnvoll ist es, die Übungen neben dem favorisierten Workout in den Alltag mit einfließen zu lassen.

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Welche Übungen sind nicht geeignet?

Auch wenn die schmale Narbe in recht kurzer Zeit verschlossen ist, verläuft der Heilungsprozess im inneren des Körpers etwas langsamer.

Sehr ambitionierte Mütter riskieren deshalb feine Risse oder Verwachsungen im Unterleib, wenn sie zu früh mit einem starken Sportprogramm beginnen.

Wissen muss man, dass hormonelle Veränderungen rund um die Geburt für ein weiches Bindegewebe sorgen. Deshalb sind Bänder und Sehnen selbst Wochen später noch instabil.

Aus diesem Grund sind jene Sportarten, bei denen gelaufen und gesprungen wird (Joggen, Tennisspielen, Trampolinspringen, Aerobic usw.), tabu.

Ebenso muss die Tiefe der Narbe berücksichtigt werden. Weil sie durch viele Gewebeschichten reicht, sollten Betroffene die ersten Monate Bauchmuskelübungen aussparen.

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„Ich hatte einen Kaiserschnitt und brauche keine Rückbildung!“ Diese oder ähnliche Aussagen hören wir in unseren Kursen leider des Öfteren. Als Sportwissenschaftlerin und Mutter kann ich nur sagen, dass ist absolut nicht richtig und ich möchte hiermit die ganzen Mythen rund um das Thema Kaiserschnitt endlich einmal ausräumen.

Was ist ein Kaiserschnitt überhaupt? Und weshalb wird er durchgeführt?

Ein Kaiserschnitt oder auch Sectio caesarea (kurz „Sectio“) genannt ist eine Schnittentbindung, bei der das Baby auf operativem Weg aus der Gebärmutter entbunden wird. Allgemein gesprochen also eine nicht ganz ungefährliche Bauchoperation, verbunden mit Risiken, wie bei jeder anderen Operation eben auch.

Generell unterscheidet man zwischen einem primären oder sekundären Kaiserschnitt. Bei einer primären Sectio wird das Kind zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt „geholt“. Es ruht also noch im Mutterleib und hat sich selbst noch nicht auf die bevorstehende Geburt eingestellt. Diese Art des Kaiserschnitts wird normalerweise durchgeführt, wenn lebensbedrohliche medizinische Gründe wie z.B. eine Querlage des Kindes vorliegt.

Verwunderlich ist nur, dass dieser Entbindungsmodus in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Gibt es heutzutage also häufiger lebensbedrohliche Zustände? Oder passt der geplante Geburtstermin einfach besser in den Terminkalender der Eltern, des Arztes oder der Klinik? Ist ein geplanter Kaiserschnitt gar lukrativer als eine spontane Geburt?

Von einer sekundären Sectio hingegen sprechen wir, wenn die natürliche Geburt bereits begonnen hat und es während des Verlaufs zu Komplikationen wie einem Geburtsstillstand und einer Veränderung der kindlichen Herztöne kommt. In diesem Fall wird häufig ebenfalls eine Schnittentbindung eingeleitet.

Der sekundäre Kaiserschnitt kann aber nicht mit dem sogenannten „Notkaiserschnitt“ gleichgesetzt werden. Denn dieser kann sowohl primär als auch sekundär erfolgen. Der Ausdruck „Notkaiserschnitt“ hat einzig und allein mit der Dringlichkeit und der damit verbundenen Gefahr für Mutter und Kind zu tun. Darunter fallen z.B. eine vorzeitige Plazentaablösung, eine Uterusruptur oder auch eine Eklampsie.

Wie läuft der Kaiserschnitt eigentlich ab?

Zu allererst erfolgt die Narkose, meist in Form einer Spinalanästhesie, denn viele Frau wollen die Geburt bei vollem Bewusstsein miterleben. In Notfällen wird allerdings häufiger auf eine Vollnarkose zurückgegriffen, da die Zeit meistens drängt.

Anschließend eröffnet der Operateur die Bauchdecke mit einem Skalpell über einen 8 – 12 cm langen Hautschnitt knapp oberhalb der Schambeinfuge. Im Anschluss daran werden Fett-, Nerven- und Muskelgewebe im Idealfall beiseitegeschoben/gezogen/gedehnt oder alternativ geschnitten. Danach erfolgt die Eröffnung der Gebärmutter, das Kind wird herausgeholt und abgenabelt. Abschließend werden die einzelnen Gewebsschichten wieder zusammengenäht. Insgesamt dauert ein Kaiserschnitt etwa 45 – 60 Minuten.

Soweit genug mit den medizinischen Fakten. Aber was bedeutet ein Kaiserschnitt für Mutter und Kind?

Hier die Erfahrung einer Mutter, die sowohl eine natürliche Geburt als auch einen Kaiserschnitt erlebt hat.

„Bei der zweiten Geburt wurden die Herztöne meines Babys plötzlich immer schwächer und dann ging alles ganz schnell – Rückenmarksnarkose, und schon lag ich auf dem OP-Tisch! Ich hatte einfach nur Angst, war komplett passiv und hatte das Gefühl selbst absolut nichts zur Geburt beitragen zu können. Auch nach dem Kaiserschnitt habe ich sehr lange gebraucht, um dieselbe Bindung zu meinem Kind aufzubauen wie nach der ersten Geburt. Das war wirklich eine große psychische Belastung für mich. Und dann waren da noch diese unerträglichen Schmerzen. Ich konnte mich kaum bewegen, geschweige denn aus dem Bett aufstehen. Noch nie in meinem Leben hatte ich solche Schmerzen – warum tun sich das manche Frauen freiwillig an?“

„Medizinisch notwendige Indikationen und lebensbedrohliche Zustände sind für mich absolut nachvollziehbar. Wunschkaiserschnitte NICHT! Warum machen Frauen so etwas? Planen sie den Kaiserschnitt extra mehrere Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, um sich die Figur nicht zu ruinieren? Ja, von einigen Prominenten hört man sowas ja leider immer mal wieder. Da kann ich nur den Kopf schütteln…“

„Das wichtigste ist doch das Neugeborene. Und das kommt, wenn es bereit dazu ist. Also wenn alle Organe fertig entwickelt und der neue Erdenbürger bereit ist seine Umgebung kennenzulernen.“

Die Vorteile einer natürlichen Geburt für das Kind, sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Durch die Wehen beispielsweise entsteht Druck auf den Brustkorb des Kindes. Dadurch wird das Fruchtwasser aus den Lungen herausgepresst und das Kind auf die Atmung vorbereitet. Bei einem Kaiserschnitt entfällt dies. Nicht selten hört man danach Aussagen wie „das Baby braucht etwas Unterstützung beim Atmen“. Klar – ein wichtiger von der Natur vorgegebener Prozess hat gefehlt.

Auch die Immunabwehr ist bei Kindern, die durch eine natürliche Geburt auf die Welt gekommen sind, häufig besser ausgeprägt. Durch die Passage des vaginalen Geburtskanals bekommt das Baby eine erste Immunisierung durch die schützenden Vaginal- und Darmbakterien der eigenen Mutter.

Außerdem fördern die Wehen die Ausschüttung von Glückshormonen, welche eine intensivere Bindung zwischen Mutter und Kind begünstigen.

Ein weiterer entscheidender Vorteil: Die Frau erholt sich deutlich schneller von einer natürlichen Geburt, als nach einem Kaiserschnitt. Zumal ja auch noch operative Risiken wie Nachblutungen, Infektionen, hoher Blutverlust und Verletzung von umliegenden Organen auftreten können.

Wie sieht es nun mit der Rückbildung aus? Und wann kann nach einem Kaiserschnitt endlich wieder Sport getrieben werden?

Grundsätzlich ist eine Rückbildung auch nach einem Kaiserschnitt unerlässlich und absolut notwendig! Zwar wird der Beckenboden bei einem Kaiserschnitt selbst nicht so stark belastet, da das Neugeborene nicht durch die Beckenbodenmuskulatur hindurchtritt. Jedoch muss diese während der Schwangerschaft einer enormen Belastung standhalten.

  • Zunehmendes Gewicht des Kindes und der Mutter
  • Veränderte Körperhaltung durch die Veränderung des Körperschwerpunktes
  • Hormonelle Veränderungen, die das Gewebe „weicher“ machen
  • Bauchmuskulatur weicht zur Seite und der Beckenboden wird stärker belastet

Bereits wenige Tagen nach der Geburt können erste isometrische Übungen für den Beckenboden durchgeführt werden. In der Regel bekommst du eine genaue Anleitung bereits im Krankenhaus oder von deiner Hebamme.

Sportliche Aktivität ist in dieser Zeit aber noch absolut tabu. Gönne deinem Körper eine Pause, damit eine optimale Wundheilung stattfinden kann. Diese dauert in der Regel ca. 4 — 6 Wochen. Außerdem hat dein Körper mit hormonellen Umstellungen und Schlafmangel in den ersten Wochen genug zu tun! Zudem will dein Baby in den ersten Wochen einfach nur kuscheln, kuscheln und kuscheln. Also genieß es – die Kleinen werden so schnell groß!

Übungen zur Rückbildung der Bauchmuskulatur und erste sportliche Aktivitäten sollten frühestens 6 Wochen nach der Entbindung erfolgen. Dabei können längere Spaziergänge ein guter Einstieg sein. Dadurch kommt dein Kreislauf in Schwung und kann so die Wundheilung unterstützen. Ansonsten stehen am Anfang leichte Dehnübungen für Schulter, Nacken, Rücken und isometrische Aktivierung der Bauch-, Beckenboden- und Rückenmuskulatur im Vordergrund. Jeden zweiten Tag reicht hierbei völlig aus. In dieser Zeit sollte auch dein Rückbildungskurs starten. Wusstest du schon das auch buggyFit in vielen Standorten als Zusatzangebot Rückbildungskurse anbietet? Die Kurse sind nicht so überlaufen wie bei den Hebammen und sind ein absoluter Geheimtipp.

Nach ca. 10 – 12 Wochen kann häufig wieder mit Sport begonnen werden. Das wäre auch der optimale Zeitpunkt für eine buggyFit-Probestunde.

Sportarten bei denen der Beckenboden sehr stark belastet wird, wie z.B. Joggen, sollten frühestens nach 6 Monaten ausgeübt werden. Im Idealfall solltest du auch nicht mehr stillen, damit sich dein Hormonhaushalt wieder reguliert hat.

Ulrike, Sportwissenschaftlerin, buggyFit Trainerin und Mama.

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Wieder fit werden mit Rückbildungsgymnastik nach Kaiserschnitt

Häufig höre ich von Frauen, die ihr Baby per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht haben: “ Brauche ich überhaupt einen Rückbildungskurs? Mein Beckenboden wurde ja nicht belastet!“

Diese Aussage ist schlichtweg falsch. Natürlich wird der Beckenboden bei einer Kaiserschnittgeburt nicht in dem Maße belastet wie bei einer vaginalen Geburt, aber es wird völlig außer Acht gelassen, dass der Beckenboden während der Schwangerschaft schwer arbeiten musste. Der Beckenboden lockert durch die hormonelle Veränderung auf und trägt das gesamte Gewicht des wachsenden Kindes, samt Gebärmutter, Fruchtwasser und Plazenta, welches bis zu 6 kilo betragen kann. Alleine durch diese Belastung wird der Beckenboden geschwächt.

Aber nicht nur der Beckenboden wird durch die Schwangerschaft belastet, auch die Bauchmuskulatur verliert an Kraft und Spannung, wird dünner und wird stark überdehnt. Das gesamte Muskelkorsetts, welches unseren Körper Stabilisiert, unsere aufrechte Haltung ermöglicht und die Wirbelsäule entlastet, wird geschwächt und muss nach der Geburt durch ein ganzheitliches Training wieder aufgebaut werden. Dabei spielt es keine große Rolle, ob du dein Baby durch einen Kaiserschnitt, oder eine normale Geburt zur Welt gebracht hast. Die Körpermitte ist erst einmal geschwächt und überdehnt und kann ihre Funktionen schlechter erfüllen. Daher steht anfangs Erholung im Vordergrund und später Rückbildungsgymnastik um die Muskulatur wieder Stück für Stück zu kräftigen.

Die ersten Wochen nach dem Kaiserschnitt

Ein, zwei Tage nach dem Kaiserschnitt wirst Du bereits wieder die ersten Schritte tun. Anfangs ist das sehr schmerzhaft, aber bereits nach ein paar Tagen wird es Dir leichter fallen aufzustehen und zu laufen. Im Wochenbett steht körperlich gesehen allerdings erst einmal Erholung, Wundheilung und die körpereigenen Regenerationsprozesse an erster Stelle. Du solltest viel Liegen, die Narbe entlasten und wenig Heben und Tragen.

Du kannst Dich aber bereits nach ein paar Tagen auf den Bauch legen, um die Rückbildung Deiner Gebärmutter anzuregen. Das erfordert Überwindung und auch etwas Mut. Am Besten legst Du dabei eine Handtuchrolle, oder ein Kissen unter Deinen Bauch. So förderst Du die Rückbildung der Gebärmutter und entlastest Deinen unteren Rücken.

Deine Wochenbetthebamme kann Dir einige sanfte Wochenbettübungen zeigen, die Du bereits in der Wochenbettzeit durchführen kannst, um den Kreislauf anzuregen, die Wassereinlagerungen auszuschwemmen und Deinen Körper zu mobilisieren.

Wann soll ich mit Rückbildung beginnen?

Der Zeitpunkt wann mit Rückbildungsgymnastik begonnen werden sollte, ist nach einem Kaiserschnitt etwas später als nach einer normalen Geburt. Bevor Du mit „richtiger“ Rückbildungsgymnastik beginnst, solltest Du mit Deiner Hebamme oder Deinem Arzt sprechen und fragen, ob Dein Körper dazu schon bereit ist.

In der Regel ist der Körper nach 8-12 Wochen soweit regeneriert, dass man mit Rückbildungsgymnastik starten kann. Alle Übungen sollten vorsichtig durchgeführt werden. Im Fokus steht die tiefe Muskulatur. Dazu gehört die tiefe Bauchmuskulatur, die tiefe Rückenmuskulatur und der Beckenboden.

Was muss ich beachten?

Rund sechs Wochen nach der Geburt sollte die äußerliche Narbe zwar verheilt sein, dennoch sollte man vorsichtig sein und sich ein wenig Zeit geben. Die inneren Narben brauchen bis zu einem Jahr um komplett abzuheilen. Einige Bewegungen und die Narbe selbst können ein wenig schmerzen. Schmerzen sind ein Warnsignal und ein Zeichen, dass Du die Übung beenden solltest.

Rückbildungsworkout nach Kaiserschnitt für Anfänger

Geh das Training vorsichtig an, damit die Narbe nicht zu stark belastet wird, innere Verwachsungen entstehen, oder es zu kleinen inneren Verletzungen (Mikrofissuren) kommt.

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In der ersten Zeit solltest Du Übungen vermeiden bei denen Druck und/oder Zug auf die Narbe ausgeübt werden und Übungen bei denen die gerade Bauchmuskulatur trainiert wird, wie bei Sut-ups und Crunches. Ansonsten unterscheidet sich das Rückbildungtraining nach einem Kaiserschnitt nur minimal von dem nach einer normalen Geburt.

Ein gutes Rückbildungstraining sollte einen ganzheitlichen Ansatz haben und beinhaltet Workouts für Beckenboden, Bauch- und Rückenmuskulatur und den Rest des Körpers. Alle Körperpartien, die sich während der Schwangerschaft und der Geburt verändert haben sollten über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten gekräftigt werden. Es geht dabei also nicht darum, den Bauch wegzutrainieren und wieder eine Top-Figur zu bekommen, sondern wieder eine stabile Mitte zu bekommen, die einen von innen stabilisiert und Halt gibt.

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Nimm die Rückbildung ernst, mute Dir aber nicht zu viel zu und gib Dir selbst ein wenig mehr Zeit. Höre auf Dich und Deinen Körper, denn Du merkst selbst, wenn Du Dich überforderst.

Fazit

Rückbildung nach einem Kaiserschnitt ist wichtig, um die Körpermitte, die durch die Schwangerschaft und durch den Schnitt durch die Bauchmuskulkatur geschwächt wurde, wieder ausreichend zu kräftigen.

Mit der Rückbildung nach einem Kaiserschnitt solltest Du daher ein klein wenig länger warten. Gib Deinem Körper einfach etwas mehr Zeit und achte genau darauf, was Dir guttut und was nicht. Auf Übungen, die Dir Schmerzen bereiten solltest Du lieber verzichten! Wenn Du Dich übernimmst, riskierst Du innere Verwachsungen und Mikrofissuren.

Die passende Rückbildung nach einem Kaiserschnitt sollte vor allem die Beckenbodenmuskulatur und das Muskelkorsett stärken, um Folgeproblemen wie Beckenbodenschwäche, Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen vorzubeugen. Es geht bei dem Training also nicht darum schnell abzunehmen und den Bauch zu reduzieren, sondern die Muskulatur zu trainieren. Erst das Innere, dann die Hülle, so die Devise!

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