Roter ausschlag gesicht

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Rote Flecken auf der Haut können verschiedene Ursachen haben. Erste Hinweise auf den Auslöser kann die Ausbreitung der Pusteln geben: Treten die roten Punkte am ganzen Körper oder lediglich an bestimmten Körperstellen wie dem Gesicht, dem Hals, der Brust oder dem Bauch auf? Daneben spielen auch das Aussehen der Flecken sowie die Dauer des Hautausschlags eine Rolle. Wichtig für die Diagnose ist außerdem, ob der Ausschlag juckt oder brennt. Wir haben für Sie im Folgenden die häufigsten Ursachen von roten Flecken auf der Haut zusammengestellt.

Rote Flecken auf der Haut

Rote Flecken sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern Symptom einer Erkrankung. Sie können entweder am ganzen Körper verteilt oder nur lokal auftreten.

Ein beidseitig auftretender Hautausschlag ist oftmals ein Anzeichen für eine innere Reaktion des Körpers, während einseitig auftretende Flecken auf das Einwirken äußerer Faktoren hindeuten. Oftmals wird der Hautausschlag von weiteren Symptomen wie Brennen, Juckreiz, Schmerzen oder Schwellungen begleitet.

Ursachen von roten Flecken

Rote Flecken können viele Ursachen haben, unter anderen können sie eine Reaktion des Körpers auf eine Infektion mit Viren oder Bakterien darstellen. Ebenso kann es sich um eine Abwehrreaktion des Körpers auf ein Allergen handeln. Bei einer allergischen Reaktion geht der Hautausschlag oftmals mit Juckreiz einher – dies ist allerdings auch bei einigen Hautkrankheiten der Fall.

In der Regel liegen roten Punkten auf der Haut harmlose Ursachen zugrunde – es sind aber auch ernsthafte Auslöser möglich. Deshalb sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen, wenn Sie bei sich einen Hautausschlag entdecken.

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Ursachen, die hinter roten Flecken am Körper stecken können. Dieser kann erste Hinweise auf die mögliche Ursache liefern, nicht aber den Besuch beim Arzt ersetzen.

Hautkrankheiten als Ursache

Rote Flecken am Körper werden häufig durch eine Hautkrankheit hervorgerufen. Hautkrankheiten können verschiedene Ursachen haben, oftmals ist eine allergische Reaktion der Auslöser. Daneben spielen aber auch genetische Faktoren und hormonelle Veränderungen eine Rolle. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Hautkrankheiten mit ihren typischen Symptomen.

  • Akne: Akne ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Hautkrankheit. Typisch sind eitergefüllte Pickel und rote Knötchen, die bevorzugt im Gesicht, aber auch an Rücken, Brust, Armen und Schultern auftreten.
  • Neurodermitis: Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit, die sich typischerweise durch entzündete Hautstellen, die stark jucken können, bemerkbar macht. Außerdem ist die Haut oftmals trocken und schuppig. Die roten Flecken können entweder schubweise auftreten oder chronisch bestehen.
  • Schuppenflechte: Bei Schuppenflechte bilden sich auf der Haut rote, entzündete Platten, die mit weißen Schuppen bedeckt sind. Mitunter kann der Hautausschlag stark jucken.
  • Nesselsucht: Typisch für Nesselsucht sind stark juckende Quaddeln auf der Haut. Die roten Flecken können die unterschiedlichsten Auslöser haben – unter anderem kommen bestimmte Medikamente und Lebensmittel, aber auch Druck, Wärme und Kälte in Frage.
  • Knötchenflechte: Bei der Knötchenflechte entwickelt sich auf der Haut oder den Schleimhäuten eine größere Gruppe an rötlichen, juckenden Knötchen. Besonders häufig treten sie an der Innenseite der Handgelenke oder Knöchel sowie am Unterschenkel auf.
  • Rosacea: Rosacea ist durch erweiterte Adern und fleckige Hautrötungen im Gesicht gekennzeichnet. Die Rötungen an Nase, Wangen und Stirn können sich mit der Zeit zu Eiterbläschen und Pusteln entwickeln.
  • Krätze: Bei Krätze rufen Parasiten wie Milben einen roten, stark juckenden Hautausschlag hervor. Neben Milben können auch andere Parasiten wie etwa Kopf-, Kleider- oder Filzläuse die roten Flecken verursachen. Letztere sorgen in erster Linie für einen Ausschlag im Bereich der Achsel-, Brust- und Schamhaare.
  • Hautpilz: Pilzerkrankungen der Haut äußern sich durch leicht gerötete, juckende, schuppige Hautbereiche. Je nach Erregertyp können sie sich an den unterschiedlichsten Körperstellen ansiedeln – besonders oft treten sie in Hautfalten auf.

Rote Flecken durch Erkrankungen

Neben Hauterkrankungen kommen auch Infektionskrankheiten als Ursache von roten Hautflecken in Frage. Unter anderem können die folgenden Erkrankungen mit rötlichem Ausschlag einher gehen:

  • Gürtelrose
  • Pfeiffersches Drüsenfieber
  • Syphilis
  • Hepatitis
  • Lyme-Borreliose
  • Dengue-Fieber

Allerdings müssen nicht alle Erkrankungen zwingend mit roten Flecken einher gehen. Manchmal fehlt der Ausschlag völlig, manchmal tritt er auch nur in bestimmten Stadien auf.

Allergische Reaktion als Ursache

Nicht immer werden rote Flecken am Körper durch eine Erkrankung ausgelöst – es kann auch eine allergische Reaktion die Ursache darstellen. Allergene können entweder über die Haut oder über die Schleimhäute auf den Körper wirken. Oftmals treten bei einer Allergie neben dem Hautausschlag noch weitere Symptome wie Schnupfen, Husten oder Juckreiz auf.

Der Körper kann auf verschiedenste Substanzen allergisch reagieren, beispielsweise auf Pollen, bestimmte Lebensmittel oder Kosmetika. Auch durch den Kontakt mit Chemikalien oder die Einnahme von Medikamenten wie Penicillin kann ein roter Hautausschlag hervorgerufen werden.

Daneben können auch im Rahmen einer Sonnenallergie rote Punkte auf der Haut auftreten.

Rote Flecken bei Babys und Kindern

Bei Babys und Kindern können rote Flecken auf der Haut auf eine der typischen Kinderkrankheiten hindeuten. Nicht alle diese Krankheiten treten jedoch ausschließlich bei Kindern auf.

  • Dreitagefieber: Das Dreitagefieber bricht typischerweise bei Kindern zwischen einem und drei Jahren aus. Es äußert sich zunächst durch hohes Fieber, später auch durch einen blassroten Hautausschlag. Die kleinen roten Flecken treten vor allem im Nacken und am Rumpf auf, können sich aber auch auf das Gesicht ausdehnen.
  • Windpocken: Von Windpocken sind vor allem Kinder im Kindergarten- und Schulalter betroffen. Bei einer Infektion treten am ganzen Körper – schwerpunktmäßig im Gesicht und am Rumpf – rote Bläschen auf, die stark jucken.
  • Röteln: Röteln äußern sich zu Beginn in der Regel durch Symptome wie vergrößerte Lymphknoten oder leichtes Fieber. Später tritt der typische Hautausschlag auf, der oft hinter den Ohren beginnt und sich von dort aus über das Gesicht am ganzen Körper ausbreitet.
  • Scharlach: Scharlach ist vor allem durch starke Hals- und Schluckbeschwerden und Fieber gekennzeichnet. Oftmals kommt es im weiteren Verlauf der Erkrankung außerdem zu einem dicken, feinfleckigen Ausschlag sowie einer himbeerroten Zunge.
  • Ringelröteln: Ringelröteln treten meist bei Kindern im Kindergarten oder in der Grundschule auf. Bei ihnen kommt es zunächst zu erkältungsähnlichen Symptomen. Später kann sich ein roter, juckender Hautausschlag an den Wangen bemerkbar machen. Dieser kann sich an der Innenseite der Arme und Beine entlang ringförmig weiter ausbreiten.
  • Masern: An Masern können Kinder ab sechs Monaten erkranken. Bricht die Erkrankung aus, kommt es zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Husten und Schnupfen. In der zweiten Phase der Erkrankung treten rote Flecken auf, die nach einiger Zeit ineinander verlaufen. Im Gegensatz zu Windpocken juckt der Hautausschlag allerdings nicht.

Im Zweifelsfall zum Arzt

Entdecken Sie bei sich am Körper rote Flecken, die nicht von selbst wieder abklingen, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn der Hautausschlag plötzlich und sehr stark sowie ohne erkennbare Ursache auftritt. Ebenso ist ein Arztbesuch dringend nötig, wenn Sie unter weiteren Symptomen wie Atemnot, Fieber, Schmerzen oder andere bedrohliche Anzeichen leiden.

Ist nach einem ausführlichen Gespräch und der Begutachtung des Ausschlags die Ursache der roten Flecken nicht klar, wird der Arzt vermutlich eine Blutuntersuchung durchführen. Ebenso kann eine Gewebeprobe oder ein Abstrich der Haut nötig sein. Bei Verdacht auf eine Allergie kann der Arzt einen Allergietest durchführen.

Rote Flecken behandeln

Wie der Hautausschlag am besten zu behandeln ist, hängt immer von der zugrunde liegenden Ursache ab. Zunächst wird der Arzt versuchen, die Symptome zu lindern und anschließend die Ursache zu bekämpfen. Oftmals kommen zur Behandlung der Symptome kortisonhaltige Präparate in Form von Salben, Cremes oder Tabletten zum Einsatz. Einige Hautkrankheiten lassen sich auch gut durch eine Lichttherapie behandeln.

Liegt eine Infektionskrankheit vor, können Virustatika oder Antibiotika helfen, die Erkrankung schneller wieder abklingen zu lassen. Manche Infektionskrankheiten heilen aber auch von selbst wieder aus.

Stellt eine allergische Reaktion die Ursache dar, ist die Einnahme von Antihistaminika empfehlenswert. Sie schwächen die Abwehrreaktion des Körpers ab und lindern dadurch die Symptome. In Zukunft sollte der allergieauslösende Stoff dann möglichst vermieden werden.

Aktualisiert: 23.10.2018 – Autor: Kathrin Mehner

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Rote Punkte auf der Haut? Was dahinter steckt und was du dagegen tun kannst

Sicher kennst du es: Beim morgendlichen Spiegel-Check entdeckst du rote Punkte auf der Haut – „nicht schon wieder ein Pickel“, denkst du dir.

Doch Vorsicht: Es muss sich nicht immer um gewöhnliche Akne handeln. Eine Dermatologin verrät, welche Ursachen noch hinter den roten Pusteln stecken und wie du sie am besten behandelst.

Rote Punkte auf der Haut: Was dahinter steckt und wie du sie loswirst

1. Akne

Was es ist:

Akne ist die in Deutschland am weitesten verbreitete Hautkrankheit. Typisch für die sogenannte zystische Akne sind eitergefüllte Pickel und rote Knötchen, die sich vornehmlich an Kinn und Mund bilden.

Woher es kommt: Akne hängt oft zusammen mit entzündeten Haarfollikeln oder einer übermäßigen Talg-Produktion der Haut, bei der einzelne Drüsen verstopfen. „Ein Phänomen, das aber schon lange nicht mehr nur bei Teenagern auftritt, sondern immer häufiger auch bei Erwachsenen, dann spricht man von einer Akne tarda“, erklärt Dr. med. Miriam Rehbein aus München. Schuld seien Hormonumstellungen. Was bei Teenagern die Pubertät ist, ist bei Erwachsenen dann zum Beispiel die Pille, die Menopause oder auch eine Schwangerschaft.

Vermehrt tritt Akne an Gesicht, Rücken oder mittlerer Brustregion auf. Die Körperstellen, an denen besonders viele Talgdrüsen zu finden sind.

So wirst du es los:

Besonders wirkungsvoll gegen Akne sind Produkte mit Benzoylperoxiden. Dieser äußerlich angewandte, verschreibungspflichtige Wirkstoff tötet Bakterien, die Akne verursachen, ab und lässt Entzündungen schneller abklingen. „Auch Vitamin A-Cremes wie ‚Akne Attack‘ oder Cremes mit dem Wirkstoff Tretinoin können Abhilfe schaffen, sind allerdings auch verschreibungspflichtig“, so die Münchner Dermatologin.

Mastozytose: Symptome, Bilder, Therapie (systemische & kutane Mastozytose)

Letzte Änderung: 23.08.2019
Verfasst von Till von Bracht • Medizinredakteur Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

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Der Begriff Mastozytose bezeichnet eine seltene Krankheit, bei der zu viele Mastzellen im Körper vorhanden sind. Mediziner unterscheiden zwischen einer systemischen und einer kutanen Mastozytose. Zu den auffälligsten Symptomen einer Mastozytose gehören braun-rote Flecken auf der Haut, meist an den Oberschenkeln oder am Rumpf. Bislang lässt sich eine Mastozytose nicht komplett heilen. Wer es aber konsquent schafft, die Auslöser (sog. Trigger) zu meiden, kann ein Leben lang beschwerdefrei bleiben.

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Inhaltsverzeichnis

  • Überblick
  • Definition
  • Ursachen
  • Symptome
  • Diagnose
  • Therapie
  • Verlauf
  • Weitere Informationen

Eine Mastozytose kommt sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vor und äußerst sich vor allem durch einen Ausschlag auf der Haut – wie bei einer Allergie. Die gute Nachricht: Eine Mastozytose ist nicht ansteckend und verläuft in der Regel gutartig.

Das auffälligste Symptom einer Mastozytose sind kleine braun-rote Flecken auf der Haut, die meist an den Oberschenkeln oder am Rumpf zu finden sind. Der Grund: Mastzellen befinden sich vor allem in der Haut, der Lunge und dem Magen-Darm-Trakt und können unter anderem den „Allergiestoff“ Histamin ausschütten. Histamin führt an der Haut zu den typischen Allergiesymptomen, wie etwa Quaddeln, Juckreiz und Rötung.

Warum sich bei einer Mastozytose vermehrt Mastzellen ansammeln, kann verschiedene Gründe haben – entweder weil die Mastzellen

  • krankhaft wachsen,
  • sich unkontrolliert vermehren
  • oder außergewöhnlich lange leben.

Mastzellen: Was ist das eigentlich?

Mastzellen gehören zur Gruppe der weißen Blutkörperchen – sie kommen bei jedem Menschen vor. Mastzellen enthalten Substanzen wie Histamin, Serotonin, Heparin und verschiedene Enzyme, die man als Entzündungsmediatoren (= Entzündungsvermittler) bezeichnet.

Die Hauptaufgabe der Mastzellen besteht darin, bei Kontakt mit einem Krankheitserreger den Körper in einen Alarmzustand zu versetzen, indem sie diese Substanzen (insbesondere Histamin) freisetzen – dies ist das Startsignal für eine örtlich begrenzte oder sich ausbreitende Entzündung der Haut. In der Folge weiten sich die Hautgefäße, die Haut schwillt an, wird rot, juckt – und es bilden sich Quaddeln.

Wo entstehen Mastzellen?

Wie die meisten anderen weißen Blutkörperchen entstehen Mastzellen im Knochenmark. Später halten sich Mastzellen vor allem in Geweben und nicht im Blut auf. Am häufigsten findet man sie in den Schleimhäuten der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes, den Nervenzellen sowie in der Haut.

Doch Mastozytose ist nicht gleich Mastozytose. Gemäß der World Health Organisation (WHO) kann man grundsätzlich zwei verschiedene Formen der Mastozytose voneinander unterscheiden:

  • die kutane (Haut-)Mastozytose
  • und die systemische Mastozytose.

Bei der kutanen Mastozytose (von lat. cutis = Haut) kommt die Mastzellvermehrung ausschließlich in der Haut vor – innere Organe sind nicht betroffen. Diese Form der Mastozytose tritt meist bei Kindern auf.

Im Gegensatz dazu betrifft die systemische Mastozytose auch die inneren Organe. Die Haut kann, muss aber nicht beteiligt sein. Systemische Mastozytosen treten häufig erst im Erwachsenenalter auf.

Am häufigsten betrifft eine Mastozytose Haut und Knochenmark, seltener vermehren sich die Mastzellen der inneren Organe.

Wie kommt es zu einer krankhaften Vermehrung der Mastzellen?

Die Frage nach den Ursachen einer Mastozytose können Experten bis heute nicht eindeutig beantworten. Einige Wissenschaftler vermuten, dass bei einer Mastozytose eine ganz bestimmte Stelle im Erbgut verändert ist. Genetiker sprechen hier von einer sogenannten Punktmutation des c-KIT-Gens.

Bei etwa 80 Prozent der Patienten mit Mastozytose zeigen sich braun-rote Flecken auf der Haut – sie entstehen meist

  • an den Oberschenkeln,
  • am Bauch oder
  • am Rücken.

Manchmal verursacht eine Mastozytose jedoch keine Symptome und bleibt lange Zeit unentdeckt. Eine Mastozytose führt erst dann zu Beschwerden, wenn die Mastzellen ihre Inhaltsstoffe ausschütten – dazu sind bestimmte Reize (sog. Trigger) nötig.

Setzen die Mastzellen schlagartig Histamin frei, kommt es zu akuten allergischen Beschwerden wie zum Beispiel Quaddeln, Juckreiz oder Hautrötung. Darüber hinaus kommt es häufig zu unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Magen-Darm-Problemen. Einige Patienten berichten auch über Muskelschmerzen und Abgeschlagenheit.

Welche Trigger genau dazu führen, dass sich die Mastzellen entladen, variiert von Mensch zu Mensch. Zu den häufigsten Triggerfaktoren bei einer Mastozytose zählen

  • Insektengift und -stiche (z.B. von Bienen, Wespen, Schlangen, Quallen),
  • Infektionskrankheiten,
  • Medikamente (z.B. Betäubungsmittel und Acetylsalicylsäure),
  • Alkohol,
  • scharfe Gewürze,
  • Nahrungsmittel (Fisch und Krustentiere) und Nahrungsmittelzusatzstoffe (Konservierungsmittel, künstliche Aromen, Farbstoffe),
  • physikalischer Stress (z.B. Anstrengung, Wärme, Kälte, Reibung, Sonnenlicht) und
  • emotionaler Stress.

Für jeden Patienten ist es wichtig, seine individuellen Auslöser zu kennen und zu meiden. In Einzelfällen können die genauen Auslöser unbekannt bleiben.

Obwohl das von den Mastzellen produzierte Histamin eine wichtige Rolle bei allergischen Reaktionen spielt, handelt es sich bei der Mastozytose nicht um eine Allergie! Eine Mastozystose stellt eine Krankheit dar, bei der im Körper zu viele Mastzellen vorhanden sind.

In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Mastozytose um eine gutartige Erkrankung. Wenn die Mastozytose im Kindesalter auftritt, heilt sie meist bis zum Eintritt ins Erwachsenenalter spontan ab. Nur sehr selten tritt eine bösartige Form der Mastozytose auf.

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Hautausschlag – Online-Diagnose & Behandlung

Hefepilze (medizinisch Candida) führen nicht automatisch zu Erkrankungen. Bei gesunden Menschen besiedeln sie unter anderem den Mund, die äußeren Geschlechtsorgane sowie den Magen-Darm-Trakt. Ist allerdings das Immunsystem gestört, können sie sich auf der Haut und den Schleimhäuten vermehren und zu Hautausschlag und Entzündungen führen. Die Candida-Pilze sind auch verantwortlich für die Windeldermatitis bei Säuglingen. In der feucht-warmen und kaum luftdurchlässigen Umgebung einer Windel breiten sie sich schnell aus und können die Haut reizen.

Pilzinfektionen entstehen häufig in Hautfalten, in denen sich Feuchtigkeit bildet, so auch bei übergewichtigen Erwachsenen. Hautausschlag auf Grund von Hefepilzen zeigt sich in etwa in schuppenden, farblich veränderten Flecken, die sich wie bei der Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) gleichmäßig ausbreiten.

Bakterien

Bakterien vom Typ Streptokokken dringen über Verletzungen in das Hautgewebe ein. Dort sind sie in der Lage, Entzündungen mit einem roten, geschwollenen Hautausschlag auszulösen. Diese Symptome der Wundrose (Erysipel) zeigen sich im Gesicht, an den Beinen und an den Füßen. Hinzu kommen oft noch Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost. Eine Wundrose muss umgehend behandelt werden, denn sie kann Komplikationen wie eine Blutvergiftung oder eine akute Venenentzündung hervorrufen.

Parasiten

Auch durch Parasiten entsteht Hautausschlag. Die Krätze (medizinisch Skabies) zum Beispiel wird durch Milben verursacht, die sich unter der Haut festsetzen und für extrem stark juckende und allergische Exantheme sorgen. Weitere Parasiten wie die Kopf-, Filz- und Kleiderläuse erzeugen ausschlagähnliche Flecken in den Bereichen der Brust-, Achsel- und Schamhaare bei gleichzeitigem Juckreiz.

Viren

Dellwarzen (Mollusca contagiosa) entstehen auf Grund von Viren. Diese ansteckende Erkrankung tritt besonders häufig in tropischen Regionen auf und führt zu teils entzündlichen Wucherungen, die sich schlagartig ausbreiten können. Befallen werden vor allem das Gesicht, die Augenlider, Hals, Achseln, Oberkörper sowie der Genitalbereich.

Für den Ausbruch einer Nesselsucht (Urtikaria) können bestimmte Reize wie Wärme, Kälte, Druck, aber auch Stressfaktoren und allergische Reaktionen eine Rolle spielen. Es bildet sich dann ein Hautausschlag mit stark juckenden Quaddeln aus, manchmal begleitet von Schwellungen (Angioödeme).

Seborrhoisches Ekzem

Bei dieser Erkrankung entstehen rötliche Flecken an den Haaransätzen und im Gesicht mit gelblichen, fettigen Schuppen. Betroffen sind vor allem Männer und Säuglinge. Vom Kopf und Gesicht kann sich der Hautausschlag weiter ausbreiten. Die Ursache ist bisher unbekannt. Es deutet aber einiges darauf hin, dass eine Überfunktion der Talgdrüsen und andere Faktoren dafür verantwortlich sind. Details zum seborrhoischen Ekzem finden Sie hier.

Akne gilt als die häufigste Hautkrankheit. In ihren schweren Formen kann sie sich schlagartig ausbreiten. Die typischen Pickel, Knötchen und eitergefüllten Pustel erscheinen hauptsächlich im Gesicht. Sie können aber auch auf Rücken und Brust, an den Schultern und Oberarmen sowie an anderen Körperpartien auftauchen.

Hauttumore

Hauttumore vom Typ Melanom und Basaliom äußern sich meist durch lokal begrenzte Hautveränderungen. In Ausnahmefällen bilden auch Tumore wie Kaposi-Sarkom und der Paget-Tumor Hautausschlag. Er äußert sich charakteristisch in zungenförmigen Flächen und Platten in der Genital- und Anusregion sowie in den Achselhöhlen. Mitunter kommt es dabei zu Schmerzen und stärkerem Juckreiz.

5. Autoimmunerkrankungen

Autoimmunerkrankungen der Haut

Bei Autoimmunerkrankungen der Haut erfolgt eine Abwehrreaktion des Körpers auf die eigenen Hautzellen. Bei einem Pemphigoid und anderen Pemphigus-Erkrankungen zum Beispiel bilden sich Blasen, Krusten und andere Gewebeschäden. Diese zeigen sich auf Grund entzündlicher Vorgänge auf der Hautoberfläche.

Pemphigoide können in seltenen Fällen während der Schwangerschaft auftreten. Häufiger entstehen sie aber bei Menschen höheren Alters, etwa in Kombination mit anderen Autoimmunerkrankungen oder bei psychischen und neurologischen Störungen. Typisch für den Hautausschlag sind dabei rote Knötchen, gefolgt von juckenden, mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen. Sie erscheinen meist am Hals und unter den Achseln, an den Oberarmen und Oberschenkeln sowie in der Nabelregion.

Die häufigste Krankheit aus dieser Gruppe ist Pemphigus vulgaris. Hier befällt der Hautausschlag vor allem die Schleimhaut im Mund. Es können aber auch Blasen und Schäden der Haut am ganzen Körper auftreten.

Die Dermatitis herpetiformis fällt ebenfalls in diese Gruppe und entsteht eventuell im Zusammenhang mit anderen Autoimmunerkrankungen wie der Zöliakie.

Kollagenosen und andere Systemerkrankungen

Kollagenosen sind Autoimmunerkrankungen des Bindegewebes. Ihre Symptome erfassen vor allem die Haut, aber auch andere Organe samt ihren Gefäßen. Beim Lupus erythematodes zum Beispiel zeigt sich ein schmetterlingsförmiger, roter Hautausschlag im Gesicht, begleitet von schuppigen Flächen an Händen und anderen Körperteilen.

Die Sarkoidose ist eine entzündliche Systemerkrankung. Sie äußert sich in roten, schmerzhaften Gewebeknötchen in der Haut, etwa an den Beinen, und in weiteren Organen.

Die Behçet-Erkrankung ist ebenfalls eine Systemerkrankung. Ihre Ursache ist bis heute unbekannt. Dabei entwickeln sich über den ganzen Körper verteilte Gefäßentzündungen, Pusteln und andere Veränderungen der Haut. Hauptsächlich erscheinen Letztere als Aphthen im Mund, manchmal auch an den Genitalien. Als Begleiterscheinungen treten häufig Fieber, Muskelschmerzen, entzündliche Schwellungen an den Gelenken und Müdigkeit auf.

Der Hautausschlag beim so genannten Sweet-Syndrom ist gekennzeichnet durch Knoten und Verdickungen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Sie erscheinen an den Innenseiten der Arme und Beine, im Gesicht, am Hals und im Nacken. Hinzu kommen Gelenkschmerzen und Fieber. Auch rheumatoide Arthritis, eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit und Krebstypen wie Lymphome und Leukämien gehören zu den Beschwerden. Die Ursache des Sweet-Syndroms, von dem vor allem Frauen betroffen sind, ist noch unbekannt.

Gefäßentzündungen

Bei Gefäßentzündungen spielen ebenfalls autoimmunologische Prozesse eine Rolle. Dazu zählt etwa die Purpura Schoenlein-Henoch. Sie tritt hauptsächlich bei kleinen Kindern auf und ist mit einem charakteristischen Hautausschlag verbunden. Dieser äußert sich in Hauteinblutungen, die sich von den Beinen herauf bis über das Gesäß ausweiten können. Hinzu kommen Gelenkbeschwerden und andere Symtome.

Die Purpura pigmentosa progressiva äußert sich auch in einem Hautausschlag mit Einblutungen. Als Auslöser kommen Entzündungen und andere Störungen der Gefäße in Betracht. Die eigentliche Ursache ist unbekannt. Man geht aber davon aus, dass verspätete allergische Reaktionen auf Lebensmittel oder Medikamente verantwortlich sein können. Die Ausschläge beginnen an den Beinen und können sich von dort über das Gesäß bis zum Oberkörper und den Armen ausbreiten. Sie äußern sich in schuppenden und juckenden Hautpartien.

Das Kawasaki-Syndrom ist eine seltene Gefäßentzündung, die in der Regel bei Kindern unter fünf Jahren auftritt. Erste Anzeichen sind ein hohes Fieber, Rötungen in der Mundregion und Bindehautentzündungen. Schließlich kommt es zu Hautausschlag mit Rötungen an den Handflächen und Fußsohlen. An den Fingern beginnt die Haut zu schuppen, und die Lymphknoten schwellen deutlich an.

Ein Hautausschlag kann schließlich auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie dem Morbus Crohn entstehen. Hier kommen autoimmunologische Vorgänge und weitere Faktoren zum Tragen, die zudem Bauchschmerzen und Durchfall hervorrufen.

6. Hautausschlag auf Grund erblicher Veranlagung

Reiter-Krankheit

Zu den erblich bedingten Erkrankungen, die sich unter anderem in Hautausschlag äußern, gehört die Reiter-Krankheit, auch als reaktive Arthritis bezeichnet. Sie entwickelt sich zum Beispiel nach Magen-Darm-Infektionen oder durch Chlamydien verursachte Infektionen an den Geschlechtsorganen und Harnwegen.

Die Reiter-Krankheit führt zu Entzündungen an den Knie- und Fußgelenken, im Harnleiter und an den Augen. Der begleitende Hautausschlag erscheint auf der Mundschleimhaut, an Handflächen und Fußsohlen, kann aber auch am ganzen Körper erscheinen. Bei Männern sind oft noch die Geschlechtsorgane betroffen.

Familiäres Mittelmeerfieber

Das Familiäre Mittelmeerfieber zählt zu den Fiebererkrankungen, die nicht durch Erreger, sondern durch eine erbliche Veranlagung hervorgerufen werden. Hierbei wird das Immunsystem durch bestimmte Veränderungen an den Genen immer wieder eigenständig aktiv. Die Krankheitsschübe werden in der Regel von einem Hautausschlag begleitet.

Porphyrien

Bei Porphyrien handelt es sich um seltene, in der Regel angeborene Erkrankungen des Stoffwechsels. Sie können aber auch im Zusammenhang zum Beispiel mit einer Hepatitis C auftreten. Menschen, die an bestimmten Formen leiden, sind extrem lichtempfindlich. Bei der Porphyria cutanea tarda entstehen rötliche, juckende Partien, Blasen und Geschwüre auf der Haut. Dies gilt vor allem für Hände, Arme und Gesicht, die dem Licht besonders ausgesetzt sind. Im weiteren Verlauf der Krankheit verhärtet die Haut und strafft sich in den betroffenen Regionen.

Die Diagnose bei Hautausschlag erfolgt in der Regel in mehreren Schritten. Zunächst beschafft sich der Arzt in einem ausführlichen Gespräch mit dem Patienten (der so genannten Anamnese) Informationen zu seiner bisherigen Krankengeschichte.

Bezogen auf den Ausschlag ist es für den Arzt wichtig, Antworten auf folgende Fragen zu bekommen. Die Infos sind auch nützlich bei einer Online-Überprüfung auf unserer Startseite:

  • Wann und wo ist er zum ersten Mal aufgetreten?
  • Wie hat er anfangs ausgesehen?
  • Hat sich der Ausschlag ausgebreitet und verändert?
  • Zeigt er sich schubweise, etwa unter bestimmten Umgebungseinflüssen wie Hitze oder Kälte?
  • Führt der Ausschlag zu Juckreiz?
  • Hatte der Patient schon häufiger Probleme mit der Haut?
  • Hat der Partner, ein Familienmitglied oder sonst eine nahestehende Person ebenfalls Ausschlag?
  • Welchen Beruf hat der Patient und wie sehen seine Lebensumstände aus?
  • Werden aktuell bestimmte Medikamente eingenommen?
  • Wurde die Ernährung umgestellt?
  • Trägt der Patient neue Kleidung?
  • Benutzt er andere Pflegemittel und Hygieneartikel als gewöhnlich?

Nachdem der Arzt sich auf diese Weise einen ersten Eindruck verschafft hat, erfolgt eine körperliche Untersuchung. Dabei werden vor allem der Hautausschlag und die Hautveränderungen begutachtet. Als Hilfsmittel können hierbei Holz- oder Kunststoffspatel zum Einsatz kommen. Mit streichenden Bewegungen des Spatels oder Druck prüft der Arzt die Haut auf ihre Reaktionen. Außerdem misst er die Größe der betroffenen Hautpartien. Bei Verdacht auf Pilzinfektionen nimmt der Arzt einen Abstrich des erkrankten Hautgewebes vor und lässt diesen von einem Labor überprüfen.

Wichtig ist bei der Diagnose eines Hautausschlags auch, dass es sich dabei nicht um einen Tumor handelt. Mit einem Auflichtmikroskop kann der Arzt die Hautveränderungen präziser kontrollieren. Reicht dies nicht, erfolgt häufig eine Untersuchung mit Ultraschall, etwa bei unklaren Schwellungen. Endgültige Gewissheit gibt eine Untersuchung von Gewebeproben.

Hautausschlag – Therapie

So vielfältig wie die Arten und Ursachen von Hautausschlag sind auch die entsprechenden Behandlungsmethoden. Liegt eine Infektion vor, richtet sich die Therapie nach dem Typ des Erregers. Bei einer bakteriellen Infektion wie Scharlach kann zum Beispiel ein Antibiotikum verordnet werden. Handelt es sich um eine Virus-Infektion bei Kindern, werden Antibiotika nur verschrieben, wenn zusätzliche Komplikationen durch Bakterien drohen.

Häufig geht es aber allein darum,die Symptome des Ausschlags zu lindern, etwa den meist begleitend auftretenden Juckreiz. Hier können Antihistaminika in Form von Salben oder Tabletten hilfreich sein.

So genannte Virustatika werden bei Erkrankungen wie der Gürtelrose verschrieben, die durch wieder auflebende Herpes-Erreger entsteht. Virustatika können die weitere Vermehrung der Viren verhindern.

Mittel gegen Pilze und Viren sowie Antibiotika stehen nicht nur zur Einnahme, sondern auch als Cremes und Salben zur Verfügung, die direkt auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen werden. Gleiches gilt für Kortison, dem wichtigsten Medikament gegen zahlreiche Allergien, Haut- und Autoimmunerkrankungen.

In der Regel verschreibt der Arzt den passenden Wirkstoff gezielt entweder zur äußeren oder inneren Anwendung. In manchen Fällen sind auch Medikamente erforderlich, die das Immunsystem unterdrücken (Immunsuppressiva). Sie kommen bei Autoimmunerkrankungen oder schweren Symptomen der Psioriasis zum Einsatz.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die lokale Therapie erkrankter Hautpartien im Vordergrund steht und deshalb Medikamente zur äußeren Anwendung vorherrschen. Dazu stehen neben Cremes und Salben auch Tinkturen, Badezusätze und mit Wirkstoffen versetztes Verbandmaterial zur Verfügung. Letzteres kann Substanzen wie Teer, Jod, Schwefel oder Harnstoff enthalten. Hilfreich sind auch Immunmodulatoren in Salbenform. Sie beeinflussen das Immunsystem positiv bei entzündlichen Erkrankungen wie der Neurodermitis.

Manche Hautkrankheiten und ihre typischen Ausschläge lassen sich sehr gut mit Lichttherapien behandeln. Die UV-Strahlung hilft zum Beispiel bei Psioriasis, Neurodermitis, Pityriasis lichenoides, Sklerodermie und Lichen ruber.

Sofern möglich, bringen Aufenthalte in bestimmten Klimazonen wie dem Hochgebirge oder am Meer Linderung für Patienten mit Neurodermitis und Psioriasis.

Hautausschlag – vorbeugende Maßnahmen für eine gesunde Haut

Vielen Krankheiten lässt sich durch geeignete Maßnahmen vorbeugen. Dies gilt auch für Hauterkrankungen und Hautausschlag. Mit einigen einfachen Maßnahmen kann man die Haut vor negativen äußeren Einflüssen schützen.

  • Der erste Schritt ist eine vernünftige Körperhygiene und Pflege der Haut. Die Betonung liegt auf “vernünftig”, denn eine übermäßige Hygiene kann genauso schädlich sein wie eine dauernde Vernachlässigung.
  • Die Haut sollte niemals zu trocken werden.
  • Zu häufige und intensive Sonneneinstrahlung ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Auch Solariumsbesuche können schaden.
  • Die Haut sollte viel frische Luft zum Atmen bekommen.
  • Dicht abgeschlossene Hautpartien in enger Kleidung und Schuhen werden durch Schweiß leicht feucht und wund, denn hier finden Erreger wie Pilze einen idealen Nährboden.
  • Genau wie übermäßige Hitze ist auch klirrende Kälte zu meiden. Bei Frost sollte die Haut deshalb gut durch warme, angenehm tragbare Kleidung geschützt werden.
  • Gegen aggressive Substanzen, Reiz- und Schadstoffe sollte Schutzkleidung getragen werden. Auch bestimmte Duft- und Zusatzstoffe in Pflegemitteln und Kosmetik können Hautausschlag hervorrufen.

Hauterkrankungen entstehen neben äußeren Einflüssen häufig durch Infektionen oder persönliche Veranlagung. Der beste Schutz gegen Erreger ist ein starkes Immunsystem. Dieses kann durch einen gesunden Lebensstil unterstützt werden. Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und frische Luft tun dem Körper und damit der Haut gut. Da aber auch Stress sich ungünstig auf den Zustand der Haut auswirken kann, sollten zudem ausreichende und regelmäßige Entspannungsphasen eingehalten werden, um die Psyche und seelischen Abwehrkräfte zu stärken. Die Haut wird es danken.

Online Hautarzt fragen

Über unsere Startseite oder per App “AppDoc” können Sie Handyfotos Ihres Hautproblems an einen Heidelberger Hautfacharzt mit mindestens 10 Jahren Praxiserfahrung senden. So erhalten Sie schnell, anonym und kostengünstig eine professionelle Einschätzung, um was es sich bei Ihrer Hautveränderung handelt. Außerdem erhalten Sie eine individuelle Handlungsempfehlung, was Sie wegen ihres Hautproblems unternehmen sollten. In etwa 70% der Fälle müssen die Patienten nach der Online-Beratung nicht mehr in die Praxis.

Symptome einer Gürtelrose

Meist geht den Symptomen, die eine Gürtelrose eindeutig identifizierbar machen, eine Phase mit unspezifischen Krankheitszeichen voraus. Diese sind Müdigkeit, Gliederschmerzen, allgemeines Unwohlsein und manchmal auch leichtes Fieber. Erst nach zwei bis drei Tagen treten dann brennende Schmerzen, häufig auch Juckreiz oder ein kribbelndes Hautgefühl auf. Außerdem kann sich eine Rötung oder Schwellung der Haut in dem Bereich zeigen, in dem später die Bläschen erscheinen. Viele Patienten beschreiben diese Körperregion als extrem berührungsempfindlich. Wichtig ist, dass eine Behandlung von Gürtelrose innerhalb von 72 Stunden nach Auftreten der Hautveränderungen begonnen werden soll, um möglichst effektiv zu sein. Dies geschieht durch die anfangs unspezifischen Symptome allerdings häufig zu spät.

Symptome der Haut

Die unspezifischen Symptome können mehrere Tage anhalten, bis der typische gürtelförmige, halbseitige Hautausschlag auftritt. Ein rötlicher Hautausschlag entwickelt sich in kurzer Zeit zu flüssigkeitsgefüllten, brennenden Bläschen. Am häufigsten finden sich die Bläschen am Rumpf oder Brustkorb. Seltener ist ein Ausschlag am Hals oder im Gesicht. Grundsätzlich können alle Spinalnerven befallen werden, so dass auch ein Ausschlag an Armen oder Beinen auftreten kann.

Sind Nerven im Gesichtsbereich betroffen so kann es zu Binde- und/oder Hornhautentzündungen sowie Gesichtslähmungen kommen. Ist das Auge davon betroffen, spricht man von Zoster ophthalmicus. In wenigen Fällen kann es zu vorübergehenden oder dauerhaften Sehstörungen kommen, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen. Eine Lähmung der Gesichtsmuskulatur heilt in der Regel ab.

Nervenschmerzen

Ein typisches Zeichen einer Gürtelrose sind starke Nervenschmerzen. Die Reaktivierung der Varizella-Zoster-Viren führt häufig zu einer Schädigung der Nervenzellen. Dadurch entstehen Empfindungsstörungen oder Nervenschmerzen, die auch noch viele Monate nach dem Abheilen der Bläschen anhalten können. Man spricht dann von einer Post-Zoster-Neuralgie (PZN). Das Risiko für solche dauerhaften Schmerzen steigt, wie auch für die übrigen Folgen einer Gürtelrose, mit zunehmendem Altern an.

Wie lange dauern die Symptome an?

Das unspezifische Stadium dauert meist ein bis drei Tage, ab dem Auftreten der Bläschen dauert es in der Regel fünf bis sieben Tage bis zur vollständigen Verkrustung. Werden Bläschen aufgekratzt, können dauerhafte Narben entstehen. Die Dauer und Intensität der Nervenschmerzen ist von Patient zu Patient sehr verschieden. Manchmal verschwinden die Schmerzen nach dem Abheilen des Hautausschlags. Häufig aber bleiben die Schmerzen aber noch mehrere Wochen bis Monate, teilweise noch länger, bestehen.

Der Verlauf einer Gürtelrose

An einer Gürtelrose können nur Menschen erkranken, die in der Vergangenheit Windpocken hatten, denn nach der Abheilung der Windpocken verbleiben die Viren schlummernd im Körper. Genauer gesagt in den Nervenzellen, die sich in den Spinalganglien links und rechts entlang der Wirbelsäule befinden. Eine Gürtelrose kann dann irgendwann im Leben auftreten, vor allem aber ab einem Alter von 50 Jahren. Grund hierfür ist das nachlassende Immunsystem.

Reaktivierung der Varizella-zoster-Viren

Erfolgt die Reaktivierung der Varizella-zoster-Viren, wandern diese von den Nerven in den Spinalganglien entlang der Nervenfasern bis zu den Nervenendigungen an die Körperoberfläche. Abhängig davon, in welchen Spinalganglien die reaktivierten Viren ausbrechen, sind die damit verbundenen Hautbereiche betroffen. Die Vermehrung der Viren, und damit eine Gürtelrose, kündigt sich bei etwa dreiviertel der Betroffenen mit brennenden bis schneidenden Schmerzen an bestimmten Körperstellen an. Ebenso kann die Region jucken und berührungsempfindlich sein. Viele Betroffene fühlen sich unwohl und abgeschlagen, manche berichten von Fieber. Zu diesem Zeitpunkt ist von außen noch nicht sichtbar, um welche Krankheit es sich handelt. Die Virusvermehrung schädigt die Nervenzellen, was zu den bekannten Schmerzen führt.

Juckender Hautausschlag

Die Schmerzen können bis zu sieben Tage vor dem Auftreten des Hautausschlags beginnen. Die Haut an der betroffenen Stelle ist rötlich, teilweise fleckig verfärbt und Papeln entwickeln sich. In kurzer Zeit entstehen daraus flüssigkeitsgefüllte, Stecknadelkopf große Bläschen, die häufig in Gruppen zusammenstehen. Der Inhalt der Bläschen ist bei einer Gürtelrose ansteckend. Da sich die Nerven auf die rechte und linke Körperhälfte aufteilen und häufig nur einzelne Nerven befallen sind, tritt der Ausschlag meist nur auf einer Körperseite auf.

Am häufigsten tritt der Ausschlag am Rumpf auf, doch auch an den Armen oder Beinen, am Hals, Kopf oder im Gesicht kann die Krankheit auftreten.

Abheilung des Hautausschlags – Rückzug der Viren

Zwischen den ersten Anzeichen und dem Abheilen der letzten Bläschen liegen in der Regel zwei bis vier Wochen. Bei einem guten Immunsystem und rechtzeitiger Behandlung heilt eine Gürtelrose folgenlos aus. Die Varizella-zoster-Viren sind vom Immunsystem – und meist mit Unterstützung durch antivirale Medikamente – in die Spinalganglien zurückgedrängt worden. Der Erkrankte hat folglich die Gürtelrose überstanden, von den Varizella-Zoster-Viren befreit ist er allerdings nicht. Denn die Viren verbleiben in den Nerven und können erneut reaktiviert werden und eine erneute Gürtelrose-Erkrankung hervorrufen.

Folgen und Komplikationen

Nicht immer heilt die Erkrankung problemlos und folgenlos aus. Neben dauerhaften Schmerzen (Post-Zoster-Neuralgie) können weitere Folgen auftreten.

Ausschlag in der Armbeuge wegen der Sommerhitze?

TK-Expertin Dr. Karin Anderson beantwortet die Frage von Unikosmos-User Tim (Foto: Public Address)

Wenn es weh tut oder fies juckt und sich die Haut rot wird, kann das verschiedene Ursachen haben. Gerade im Sommer ist von einem Sonnenbrand bis hin zu einer allergischen Reaktion alles möglich. Unikosmos-User Tim quält ein juckender Ausschlag in der Armbeuge. Er wendet sich im Hilfe-Forum an Dr. Karin Anderson, Expertin der Techniker Krankenkasse, und fragt sie um Rat.
Dr. Karin Anderson lebt im US-Bundesstaat Maine. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und hat eine Zusatzausbildung für psychotherapeutische Medizin. Als Forenexpertin für Unikosmos und die Techniker Krankenkasse berät sie unsere User kostenlos. Wenn du unserer Expertin ein Problem schildern möchtest oder eine Frage stellen willst, tue dies jederzeit gerne im Hilfe-Forum.

Kann man von Sommerhitze Ausschlag in der Armbeuge kriegen?

Tim fragt:

„Hallo Frau Dr. Anderson,
jetzt wo es so heiß ist und man so viel schwitzt, habe ich gemerkt, dass ich einen unangenehmen juckenden Ausschlag in der Armbeuge bekommen habe, vor allem da, wo die Haut aufeinanderliegt. Da sind so ganz viel, ganz kleine rötliche Pustelpunkte etwa 3-5 cm in jede Richtung. Es juckt auch ein kleines bisschen. Das ist doch nicht normal, oder? Wodurch kann das hervorgerufen werden? Was kann ich dagegen machen? Muss ich zum Arzt?
Danke und Grüße
Tim“

Dr. Karin Anderson antwortet:

„Hallo, Tim,
Du hast recht, diese Anhäufung von Pickelchen oder kleinen Bläschen an Armen und Beinen kann durch die ungewohnten hohen Temperaturen verursacht werden.
So ein Hitzeausschlag tritt besonders am Hals, dem oberen Brustbereich, der Leistengegend, (bei Frauen) unter den Brüsten und, wie bei dir, in der Ellenbeuge auf. Die Ursache dafür ist ein Wärmestau in diesen Bereichen, wo entweder zwei Hautpartien aneinanderliegen oder die Wärmeabstrahlung aus anderen Gründen schlechter funktioniert. Kinder und junge Leute leiden am häufigsten unter diesem Symptom.
Wenn du zu solchen stark juckende Hautausschlägen neigt, kannst du leider nicht viel anderes tun, als zu versuchen, dich in etwas kühlerer Umgebung zu aufzuhalten und die betroffenen Stellen möglichst trocken zu halten. Trag etwas Babypuder auf deine Ellenbeugen auf – Babypuder dient ja dem gleichen Zweck, er soll verhindern, dass durch Feuchtigkeit und aufgestaute Hitze unter der Windel ein Ausschlag entsteht. Unbedingt vermeiden solltest du jede Art von fetthaltiger Creme an den betroffenen Hautstellen – Fett behindert den Wärmeaustausch nämlich nur noch mehr und sollte daher nicht verwendet werden.
LG, Dr. Karin Anderson“

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Ausschlag im Gesicht

Ausschlag im Gesicht stört die Betroffenen nicht nur aus ästhetischen Gründen – bisweilen zeigt er auch ernste Krankheiten an. Ausschlag zeigt sich als Schuppen, als Blasen, oder als rote Flächen, als Quaddeln oder Eiterbeulen. So unangenehm Ausschlag im Gesicht generell ist, so unterschiedlich sind seine spezifischen Ursachen.

Inhaltsverzeichnis

Wie entsteht Hautausschlag?

Unsere Haut ist keine Hülle, sondern das größte Organ unseres Körpers und spielt eine besondere Rolle dabei, Krankheitserreger abzuwehren.

Die Haut zeigt, was in unserem Körper und unserer Psyche geschieht: Im Zorn fließt das Blut durch die Adern, und die Röte steigt uns in die Wangen; vor Furcht werden wir bleich im Gesicht. Die Haut ist dabei robuster als die meisten inneren Organe: Sie ist der Umwelt ausgesetzt, und sie wehrt schädliche Einflüsse ab. Zugleich aber spiegeln sich die „Kämpfe“ des Immunsystems im Körper an der Haut – zum Beispiel als Ausschlag.

Hautausschlag im Gesicht ist für die Betroffenen oftmals auch mit psychischen Belastungen verbunden, kann umgekehrt jedoch ebenso durch psychische Belastungen ausgelöst oder verstärkt werden. (Bild: Ocskay Bence/fotolia.com)

Flecken sind typisch, ebenso Blasen mit Flüssigkeit, Pusteln (Eiterbeulen), Knoten oder Quaddeln, Stippchen und Girlanden. Der Ausschlag „effloresziert“, er blüht auf wie Blumen nach einem Frühlingsregen.

Ärzte sprechen von Exanthemen. Die meisten dieser Hautveränderungen bilden sich nicht im Gesicht, sondern an Händen und Fingern, Füßen und Zehen, an Ellenbögen und den Innenseiten der Unterarme. Rötungen werden zu Blasen, und daraus entstehen Krusten, Wunden und Hautrisse.

Typisch für einen Hautausschlag ist ein starkes Jucken, ein Brennen oder eine starke Überhitzung. Fieber, Übelkeit, Schwitzen, Schwellungen und Atembeschwerden verweisen auf Basis-Erkrankungen.

Rote Flecken und starkes Fieber sind typisch für Röteln, Masern und Windpocken. Trockene Haut jedoch, verbunden mit entzündeter Haut ist ein Symptom für Neurodermitis.

Muss ich zum Arzt?

Bisweilen ist der Auslöser für einen Ausschlag im Gesicht harmlos: Ich vertrage eine bestimmte Gesichtscreme nicht, ich schwitze im Winter unter einem Wollschal, oder ein Insekt hat mich gestochen. Dann reicht es meist, eine Wundsalbe aufzutragen, und der Ausschlag verschwindet von allein.

Ein Arzt sollte jedoch aufgesucht werden, wenn:

– der Ausschlag plötzlich und schlimm aufblüht
– er stark schmerzt und schwillt
– dazu Symptome wie Schwindel, Schüttelfrost oder Atemnot entstehen
– der Ausschlag wiederkehrt
– die Hautveränderungen mutieren, also aus Rötungen Eiterpusteln oder Blasen werden
– ein Kleinkind betroffen ist
– der Grund nicht bekannt ist

Die erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Bei den meisten Ausschlägen reichen seine Mittel aus, bei speziellen Erkrankungen der Haut verweist er Betroffene an einen Hautarzt, bei inneren Basiskrankheiten an andere Spezialisten.

Eine der häufigsten Ursachen für Hautausschlag im Gesicht ist Herpes. (Bild: Cherries/fotolia.com)

Ursachen

Exantheme entstehen meist durch Infektionen, entweder im Körper oder direkt auf der Haut. Dazu gehören Viren und Bakterien ebenso wie die Nebenwirkungen von Medikamenten und Allergien.

Seltener sind nicht infektiöse Entzündungen der Haut, die nennen wir Ekzeme. Das können Gefäßentzündungen, Autoimmunerkrankungen oder Systemkrankheiten sein.

Betrifft der Ausschlag nur eine begrenzte Stelle im Gesicht, zum Beispiel an den Lippen, kommt der Erreger vermutlich von außen, typisch sind Kontaktekzeme und Pilzinfektionen.

Auch psychosomatische Hautausschläge sind häufig: Die Haut reagiert dann auf psychische Probleme und negativen Stress.

Pflanzengift

Lösen Gifte den Ausschlag aus, nennen wir ihn toxischen Gesichtsausschlag. Der Riesenbärenklau gehört zu den Pflanzen, die man nicht einmal mit Samthandschuhen, sondern gar nicht anfassen sollte. Berührt man die weiß blühende Schönheit, juckt die Haut, sie rötet sich und bildet Quaddeln; das Leiden hält bisweilen über Wochen an. Die Wunden nässen wie Brandwunden und die Symptome gleichen Verbrennungen dritten Grades. Die Staude enthält phototoxische Stoffe, die auf Sonnenlicht reagieren. Die Wunden heilen schwer ab, und Narben sowie Pigmentstörungen sind die Folge.

Das Gift des Bärenklaus gelangt auch in die Luft. Deshalb sollte man sich an heißen Sommertagen nie direkt neben den Riesenbärenklau stellen, wenn man sich keine Bronchitis einfangen will. Auch zwei verwandte Arten, Wiesenbärenklau und Engelwurz haben die gleiche Wirkung.

Allergien

Allergien lösen ebenfalls Hautauschlag im Gesicht aus. Verantwortlich ist heute insbesondere ein Übermaß an Hautpflege. Die periorale Dermatitis zeigt sich durch Bläschen rings um den Mund. Wer seine Haut mit zu viel Cremes und Lotionen schädigt, raubt ihr die Fähigkeit, körpereigene Fette zu produzieren. Die Haut trocknet aus; als Gegenmittel setzen viele Betroffene wiederum Cremes ein und verstärken so die Symptome.

Die möglichen Ursachen des Hautausschlag im Gesicht sind breit gefächert, wobei das Erscheinungsbild des Ausschlags oftmals bereits Hinweise auf die zugrundeliegenden Auslöser gibt. (Bild: SkyLine/fotolia.com)

Häufige Hautausschläge

Die Herpes-zoster-Viren zeigen sich als Hautausschlag am Rücken, auf der Brust, am Ohr und Gesicht, außerdem als Fieberbläschen im Mund, oder als Bläschen im Genitalbereich.

Dellwarzen sind entzündliche Hautwucherungen. Ursache ist ein Virus, das vor allem in den Tropen lebt. Sie wachsen vor allem an den Augenlidern, im Gesicht, am Hals, unter den Achseln und im Genitalbereich.

Bakterielle Infektionen wie Scharlach und Syphilis gehen mit Hautausschlag einher.

Viele Medikamente reizen die Haut. Dazu gehören Antibiotika wie Penicillin, Kortison, Antiepileptika, Gichtmittel und Glinide.

Die Haut wehrt schädliche Substanzen ab, und das führt zu Kontaktekzemen. Wer zum Beispiel ständig mit aggressiven Putzmitteln in Berührung kommt und die Hände im Gesicht abwischt, löst solche Reizungen aus. Auch Latex führt auf Dauer zu juckendem Ausschlag.

Eine „Mundrose“ entsteht, wenn die Gesichtshaut durch übermäßige Pflege überfordert wird. Dann bilden sich um den Mund, an Wangen, Kinn und Nase rote Stellen und Bläschen.

Eine Sonnenallergie zeigt sich im Gesicht als Hitzepickel, Rötung und Bläschen. Auch der klassische Sonnenbrand ist medizinisch ein Exanthem.

Hautausschläge als Folge von Allergien zeigen sich als Quaddeln, die jucken und mit Flüssigkeit gefüllt sind, und als Angioödeme, das sind Schwellungen im Gesicht, an den Händen, Füßen und im Genitalbereich. Solche allergischen Ausschläge müssen unbedingt ärztlich behandelt werden, denn wenn sie sich in den Mund-Rachen-Raum ausdehnen, können sie zu Atemnot und somit zum Tod führen.

Flechten-Erkrankungen treten schubweise auf, und zwar als entzündete Platten (nicht Beulen) aus weiß-silbrigen Schuppen; der Volksmund bezeichnet sie deswegen als „Fischhaut“. Besonders schmerzhaft ist Imetigo, die Eiterflechte – zudem ist sie ansteckend.

Hefepilze (Candida) gehören zum Haushalt unseres Körpers. Wenn unser Immunsystem jedoch versagt, vermehren sie sich übermäßig und lösen Entzündungen auf Haut und Schleimhäuten aus. Da sie sich auch im Mund befinden, ist dann auch ein Ausschlag in und um den Mund die Folge.

Parasiten befallen den ganzen Körper, auch das Gesicht. Besonders Kopfläuse machen sich im Haar breit, und die juckenden Flecken erstrecken sich auch auf das Gesicht. Milben, Flöhe und Zecken beißen und saugen sich in der Haut fest, die infizierten Stellen werden ebenfalls zu einem juckenden Ausschlag.

Ein verbreiteter Milbenbefall ist die Krätze. Die Milben lösen Juckreiz und einen unebenen Hautausschlag aus. Sie bohren sich unter die Haut und legen dort ihre Eier ab.

Krätze ist ansteckend, die Milben wandern von Haut zu Haut. Salben helfen effektiv gegen die Plagegeister.

Der so genannte Gneis heißt medizinisch Seborrhoisches Ekzem: Typisch sind fettende Schuppen und rote Flecken im Gesicht. Betroffen sind Männer und Säuglinge. Zuerst wuchert der Ausschlag auf Gesicht und Kopf, dann breitet er sich auf dem Körper aus. Die Ursache ist unbekannt.

Das Sweet-Syndrom zeigt sich als Knoten, die mit Flüssigkeit gefüllt sind, und zwar an den Extremitäten, Hals, Nacken und Gesicht. Fieber und Schmerzen in den Gelenken kommen dazu. Betroffene sind primär Frauen. Die Ursache ist unbekannt.

Kleinkinder leiden bisweilen am Kawasaki-Syndrom: Es beginnt mit Bindehautentzündung, Fieber und Entzündungen um den Mund. Dann schuppt die Haut an den Fingern, und die Lymphknoten schwellen. Menschen, die an dieser Krankheit leiden, zeigen eine starke Lichtempfindlichkeit, so dass sie es vorziehen, sich erst bei Dunkelheit im Freien zu bewegen. Die faulenden Zähne fluoreszieren, die Körperhaare wachsen sogar im Gesicht. Die Zähne wirken durch Auflösung des Zahnfleisches größer, als sie es in Wirklichkeit sind. Die Knochen verkrümmen sich im Verlauf der Krankheit.

Porphyrie ist wegen diesen Symptomen als „Vampirkrankheit“ bekannt, denn einige Mediziner vermuten, dass Vorstellungen von Vampiren und Werwölfen auch auf die Begegnung mit Menschen zurückzuführen sind, die an dieser Krankheit litten. Diese Hypothese ließ sich jedoch nicht aufrechterhalten.

Bei Porphyrie bilden sich auf der Haut, die dem Licht ausgesetzt ist, rote Stellen, Blasen und Geschwüre.

Akne

Akne ist die häufigste Erkrankung, die sich als Ausschlag zeigt und führt oft zu psychischen Problemen. „Normale“ Pickel, wie sie Pubertierende allgemein bilden, gesellen sich zu eitergefüllten Pusteln und Knötchen. Vor allem das Gesicht sieht aus wie ein „Streuselkuchen“, aber die Beulen bedecken auch Rücken, Brust und andere Körperteile.

Betroffen sind meist junge Menschen, vor allem Pubertierende. Auch deshalb führt Akne oft zu psychischen Problemen: Ausgerechnet in der Zeit, in der die Hormone der Betroffenen auf Hochtouren laufen und das sexuelle Begehren erwacht, in der sie auf Geschlechtspartner attraktiv wirken wollen, leiden sie unter Hautveränderungen, die gemeinhin nicht als „sexy“ gelten.

Kinderkrankheiten

Bei Kinderkrankheiten wie Windpocken, Masern oder der Mund-Hand-Fuß-Krankheit ist Hautausschlag im Gesicht eines der typischen Symptome. Ein Arztbesuch ist daher bei Kindern mit Hautausschlag im Gesicht dringend geboten. (Bild: Photozi/fotolia.com)

Dreitagefieber
Babys im ersten Lebensjahr leiden häufig an dieser Krankheit. Sie äußert sich in hohem Fieber, das schnell sinkt. Darauf folgt ein rötlicher Ausschlag an Kopf und Rumpf. Das Fieber überträgt sich durch Anfassen und Anhusten. Die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Wochen.

Masern
Masern werden durch einen Virus übertragen, sind hoch ansteckend und werden durch Tröpfchen übertragen. Sie beginnen mit Schnupfen, Husten und hohem Fieber. Außerdem ist der Betroffene sehr lichtempfindlich. Nach einigen Tagen sprießen rote Flecken auf der Haut, die stark jucken. Der Ausschlag beginnt im Gesicht und hinter den Ohren und dehnt sich dann auf Rumpf wie Beine aus. Der Ausschlag und das Fieber schwinden nach vier Tagen.

Ringelröteln
Ringelröteln kennzeichnet ein Gesichtsausschlag, der sich wie Schmetterlinge über die Wangen ausbreitet. Kinder zwischen 5 und 15 Jahren sind die Hauptbetroffenen. Ringelröteln entstehen durch das Parvovirus. Es vermehrt sich im Knochenmark und wird über Speichel und Nasenschleim übertragen. Die Inkubationszeit beträgt vier Tage bis drei Wochen. Ringelröteln zeichnen sich aus durch Juckreiz, die Gesichtsrötung, Fieber und Gelenkschmerzen. Der Ausschlag ist flächig, aber leicht erhoben, er beginnt auf beiden Wangen und wandert dann auf Arme, Rumpf, Oberschenkel und Gesäß.

Die Krankheit muss nicht notwendig ärztlich behandelt werden. Die Eltern können die Symptome mit Hausmitteln lindern. Das Kind sollte vor allem viel trinken und seine Ruhe haben. Wadenwickel und Fiebermittel helfen bei zu hohem Fieber. Riskanter ist die Infektion, wenn das Kind an Anämie leidet. Hier können die Röteln eine aplastische Krise auslösen. Möglicherweise müssen Betroffene im Krankenhaus behandelt werden. Gefährlich werden können die Ringelröteln auch für das Ungeborene, wenn die Mutter keine Antikörper hat und sich ansteckt.

Windpocken
Diese Kinderkrankheit wird durch einen Virus übertragen, zum Beispiel durch Niesen oder Husten. Sie verläuft sehr unterschiedlich. Einige Wochen nach der Ansteckung bricht Fieber aus, stark juckende Blasen breiten sich vom Gesicht auf den Körper aus. Bleibende Schäden sind Narben, die entstehen, weil das Kind sich die Bläschen aufkratzt. Der Juckreiz ist stark, lässt sich aber lindern, wenn die Eltern die Bläschen mit Kamillentee abtupfen oder eine Zinkcreme auftragen. Heute werden Babys regulär gegen Windpocken geimpft.

Mund-Hand-Fuß-Krankheit
Die Mund-Fuß-Krankheit zeigt sich durch rote Flecken im Mund, auf der Hand und an der Fußsohlen. Die Flecken schmerzen auf der Haut schmerzen nicht, die Bläschen im Mund dafür umso mehr. Fieber, Bauchweh und Übelkeit kommen hinzu. Das kranke Kind sollte Nahrung vor allem kalt und flüssig genießen; Quark, Joghurt und Brei ist geeignet. Es sollte nichts essen oder trinken, das Säure enthält, da diese die geschwächte Mundschleimhaut angreift, also keine Fruchtsäfte, kein säurehaltiges Obst oder Essig. Kühle und flüssige Nahrungsmittel wie zum Beispiel Joghurt und Brei tun Ihrem Kind gut. Verzichten sollten Sie auf säurehaltige Lebensmittel, da sie die angegriffene Mundschleimhaut reizen.

Fieber, Bauchschmerzen und Erbrechen können diese Krankheit begleiten. Die Virusinfektion wird durch Tröpfchen übertragen. Infektionsort ist meist der Kindergarten.

Diagnose und Therapie von Gesichtsausschlag

Der Arzt befragt Betroffene zuerst über die Erkrankung. Wann und an welcher Stelle entstand der Ausschlag? Hat er sich verändert? Hat er sich ausgebreitet? Tritt er schubweise aus, und bei bestimmten Auslösern, zum Beispiel Sonne? Juckt er?

Haben Angehörige, Mitschüler oder Kollegen einen ähnlichen Ausschlag? Hatte der Betroffene vorher Hautprobleme? Geht er in seinem Beruf mit Chemikalien oder giftigen Pflanzen um, zum Beispiel als städtischer Gärtner? Welche Medikamente nimmt der Betroffene ein? Hat er es mit einem Kleiderwechsel versucht? Traten die Probleme auf, nachdem er eine neue Creme oder ein neues Shampoo probierte? Hat er kurz zuvor die Wohnung mit scharfen Substanzen gereinigt? Ist er gegen Masern, Windpocken und Röteln geimpft? Gibt es in seiner Straße, seinem Umfeld ein Problem mit Hautparasiten? Kommt er gerade aus Ländern, in denen solche Parasiten verbreitet sind?

Liegt eine Basiserkrankung vor? Hat der Betroffene zusätzlich Fieber, Brechreiz oder Schüttelfrost, Husten oder Schnupfen?

Dann untersucht der Arzt den Ausschlag. Bildet er Quaddeln, Bläschen oder Flächen? Ist er eben oder uneben? Nässt er? Ist er begrenzt oder sind verschiedene Körperteile betroffen? Befinden sich Bläschen am Mund oder Rötungen an den Wangen? Er nutzt einen Spatel und prüft damit, wie die Haut auf Druck reagiert.

Blutuntersuchungen verraten, ob eine Autoimmunkrankheit vorliegt, oder welche Bakterien und Viren sich im Körper befinden. Laboruntersuchungen der betroffenen Haut können Pilzbefall feststellen.

Mit einem Auflichtmikroskop erkennt der Arzt, ob sich ein Hauttumor bildet.

Die Therapie bekämpft die Ursachen. Allergien und Hautreaktionen auf Gifte verschwinden, wenn der Auslöser verschwindet.

Bei Infektionskrankheiten verschwindet der Ausschlag mit der Krankheit. Gegen bakterielle Infekte helfen Antibiotika. Bei Parasiten kommen hingegen Antiparasitika zum Einsatz, bei Pilzen Antimykotika.

Problematischer sind chronische Hauterkrankungen wie Neurodermitis. Sie erfordern eine langfristige Behandlung, zum Beispiel mit Kortison und Nachtkerzenöl. Auch damit lassen sich die Symptome aber lediglich lindern.

Gegen Herpes-Viren helfen Virustatika, denn die dämmen die Vermehrung der Erreger ein. Medikamente gegen Viren lassen sich direkt auf die erkrankten Flächen auftragen.

Salben, Cremes, Tinkturen, Badesalze und Verbände mit Harnstoff, Schwefel oder Jod, sollten regelmäßig aufgetragen werden, bis der Ausschlag besiegt ist.

Neurodermitis, Sklerodermie und Psoriasis lassen sich gut mit Lichttherapien behandeln, bei denen die Betroffenen UV-Licht ausgesetzt sind. Außerdem empfehlen sich hier Kuren am Meer oder in den Bergen.

Vorbeugung

Viele Formen von Gesichtsausschlag lassen sich durch Vorbeugung verhindern. Dazu gehört zuerst eine umsichtige Hautpflege. Die Haut sollte nicht austrocknen, nicht zu lange in der Sonne sein, dabei aber frische Luft „atmen“. Luftdurchlässige Kleidung und Schuhe beugen Pilzbefall vor; zur Not reicht es auch, seine Kleidung öfter zu wechseln und andere Schuhe anzuziehen.

Bei Kälte können wir uns warm anziehen und darauf achten, die dicken Wollschals abzulegen, wenn wir in die warme Stube kommen.

Bei Gartenarbeiten können wir ebenso Schutzhandschuhe tragen, wie wenn wir mit aggressiven Substanzen hantieren.

Neue Cremes und Parfüme können wir sparsam ausprobieren, um zu sehen, wie sie wirken.

Die Haut profitiert von viel frischer Luft, gesunder Ernährung und Ruhephasen.

Wir stärken die Haut zum Beispiel mit Masken, die Milch und Honig enthalten; Mandelöl ist ebenfalls geeignet. Gesichtsmasken mit Olivenöl, Haferkleie und Quark beugen ebenfalls Ausschlag vor. (Dr. Utz Anhalt)

Quellen anzeigen Autoren: Dr. phil. Utz Anhalt, Barbara Schindewolf-Lensch Quellen:

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Ausschlag im Gesicht: Ursachen und Tipps

Ausschlag im Gesicht: Lästiges Übel

Ein Hautausschlag („Exanthem“) ist für Betroffene immer unangenehm. Besonders lästig ist aber Ausschlag im Gesicht. Egal ob Quaddeln, Pusteln, rote Flecken oder Bläschen – im Gesicht lassen sich die unschönen Veränderungen kaum verstecken, sodass Betroffene oft das Gefühl haben, deshalb übermäßig angestarrt zu werden. Als Ursache für einen Hautausschlag im Gesicht kommen verschiedene Infektionen und Krankheiten in Betracht, an denen sich auch die Behandlung orientiert.

Ursachen für Hautausschlag im Gesicht

Folgende Krankheiten können mit höherer Wahrscheinlichkeit für einen Hautausschlag im Gesicht sorgen:

  • Herpes, es entstehen vor allem Bläschen durch z. B. Lippen- oder Nasenherpes, Herpes im Mund oder Herpes am Auge
  • Ringelröteln, treten eher bei Kindern zwischen drei und acht auf und sorgen neben typischen Erkältungsbeschwerden für rötlichen Ausschlag im Gesicht und am Körper
  • Borkenflechte („Impetigo“), ebenfalls eine Kinderkrankheit, die zu flüssigkeitsabsondernden Knoten führt
  • Akutes Kontaktekzem, z. B. durch Pflegeprodukte oder Kosmetik, es kommt zu Rötungen und Bläschen, später schält sich die Haut
  • Sonnenekzem (durch eine Abwehrreaktion des Körpers kann der entstehende Sonnenbrand deutlich stärker sein als die vorangegangene Sonneneinstrahlung), sorgt für Rötungen, Entzündungen und Blasen
  • Pickel / Akne, vor allem bei Jugendlichen
  • Rosazea, es kommt zu Rötungen und Bläschen
  • Hautkrebs, vor allem das sogenannte Basaliom oder das Plattenephitelkarzinom, entwickelt sich z. B. durch Einwirkung von Sonne und sorgt für rötliche Flecken
  • Atopisches Ekzem, kommt bei Kindern vor und sorgt für juckenden Hautausschlag. Oft in Verbindung mit einer Allergie wie Asthma oder Heuschnupfen
  • Seborrhoisches Ekzem (jüngere Erwachsene), eine chronische Erkrankung, die für Schuppen und scharf abgegrenzten Hautausschlag in den Hautfalten sorgt
  • Periorale Dermatitis, rötlicher Ausschlag um den Mund oder die Augen, von dem oft junge Frauen betroffen sind

Wann sollte ich mit meinem Hautausschlag zum Arzt?

Häufig ist für den Hautausschlag nur eine unmittelbare Reaktion auf ein verwendetes Produkt verantwortlich, der nach ein paar Tagen von alleine verschwindet, wenn das entsprechende Produkt nicht mehr verwendet wird. Den Arzt solltest du in folgenden Fällen aufsuchen:

  • Der Hautausschlag kommt plötzlich und ist sehr stark
  • Die Ursache der Beschwerden ist unklar
  • Hautausschlag im Gesicht weitet sich auf andere Körperregionen aus
  • Der Ausschlag verändert sich oder wird in Schüben stärker
  • Es entstehen zusätzliche Symptome wie Fieber
  • Der Hautausschlag verursacht heftigen Juckreiz, starke Schmerzen oder Schwellungen

Hautausschläge bei Kindern und Babys sollten immer von einem Kinderarzt untersucht werden.

Therapie: Was tun bei Hautausschlag im Gesicht?

Der Hautausschlag wird je nach Ursache behandelt. Dabei kommen dementsprechend auch verschiedene Medikamente zum Einsatz: Gegen Hautkrankheiten, die durch bakterielle Infektionen entstanden sind, helfen zum Beispiel Antibiotika. Bei Juckreiz kommen Antihistaminika zum Einsatz, Kortison wirkt bei allergiebedingten Reaktionen und Hautkrankheiten wie Neurodermitis.

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Es passiert meist genau dann, wenn man es am wenigsten braucht. Der Tag der großen Präsentation, auf die Sie sich schon so lange vorbereitet haben, ist da und als Sie beschwingt das Badezimmer betreten, folgt dem Blick in den Spiegel ein Schockmoment. In Ihrem Gesicht haben sich rote Pusteln gebildet, die aussehen, wie ein fieser Hautausschlag. In so einer Situation ist guter Rat teuer. Als erstes sollte man sich darüber Gedanken machen, was der Auslöser für den Ausschlag sein könnte. Hier kommen verschiedene Ursachen und Symptome in Frage. Wir stellen Ihnen die häufigsten vor.

Unsere Haut ist ziemlich robust und muss einiges aushalten. Sie ist unserer Umwelt ausgesetzt und hat die Aufgabe, schädliche Einflüsse abzuweisen. Zugleich spiegelt unsere Haut aber auch wider, was in unserem Körper und unserer Psyche passiert: Hautausschläge können deshalb durchaus stressbedingt sein.

Hitzepickel

Ursache:
Hitzepickel entstehen oft in warmen Umgebungstemperaturen mit relativ hohen Feuchtigkeitsgehalt. Durch die Wärme verstopfen die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen. Das Resultat sind kleine, gerötete Pickelchen oder auch Bläschen, die meist an Stellen, an denen man schnell ins Schwitzen gerät, auftreten.

Therapie:
So schlimm es auch auf den ersten Blick aussehen mag: Die kleinen Pickelchen verschwinden meist von ganz allein. Löst sich der Hitzestau erst einmal auf, verschwinden auch die unschönen roten Stellen und Flecken, wie von selbst. Üben Sie sich in Geduld.

Allergische Reaktion

Ursache:

Eine allergische Reaktion tritt nicht nur beim Verzehr von falschen Lebensmitteln auf. Auch die Haut mag es nicht, mit „falschen Inhaltsstoffen“ gefüttert zu werden. Sowohl natürliche Stoffe als auch synthetische oder chemische Substanzen führen bei vielen Menschen häufig zu einer allergischen Reaktion wie Pusteln oder Ausschlag im Gesicht. Die Beschwerden äußern sich je nach Allergie anders.

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Eine allergische Hautreaktion kann viele Ursachen haben.

Therapie:
Nachdem man einmal herausgefunden hat, gegen welchen Stoff man allergisch ist, heißt es in Zukunft diesen Inhaltsstoff strengstens zu vermeiden. In besonders schlimmen Fällen empfiehlt es sich, zu einem Arzt zu gehen, der Ihnen eine Salbe, ein Medikament oder gar Antibiotika verschreibt. Achten Sie beim nächsten Kauf von Kosmetik-Artikeln und Nahrungsmitteln also unbedingt auf die Inhaltsstoffe, um unangenehme Hautprobleme und Ausschläge zu vermeiden.

Neurodermitis

Ursache:
Neurodermitis ist genetisch veranlagt und eine der meist verbreiteten Hautkrankheit überhaupt. Vorallem bei Kindern ist diese Krankheit häufig zu beobachten. Typische Symptome sind trockene, schuppige und meist stark juckende Hautpartien. Betroffene leiden oft unter einzelnen Neurodermitis-Schüben.

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Neurodermitis kann Juckreiz und sich schuppende Hautpartien verursachen.

Therapie:
Neurodermitis ist eine Hautkrankheit, die leider nicht heilbar, aber gut behandelbar ist. Menschen, die unter Neurodermitis leiden, bekommen meist spezifische Wirkstoffe zur äußerlichen, aber auch zur innerlichen Anwendung vom Hautarzt verschrieben, sodass die Größe des Ausschlags deutlich gemindert und Juckreiz, Schmerzen und rote Flecken reduziert werden. Stress und ungesunde Ernährung können einen Neurodermitis-Schub begünstigen.

Herpes

Ursache:

Die Ursache für einen einfachen Herpes, der meist im Bereich des Mundes auftritt, sind Infektionen beziehungsweise Herpes-Simplex-Viren. Sobald sie sich im Körper festgesetzt haben, beginnen sie schon bald, fiese Pusteln zu erzeugen. Wenn es soweit ist, gilt es, strickten Abstand zu anderen Personen zu halten, damit diese nicht von diesem unangenehmen Virus befallen werden.

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Herpes an den Lippen ist für die Betroffenen unangenehm – man sollte ihn jedoch gut ausheilen lassen.

Therapie:
Herpes kann über einige Wochen im Bereich des Mundes überleben. Man sollte in dieser Zeit unbedingt die Finger von der entzündeten Stelle lassen, bloß nicht pulen oder drücken. Was den Heilungsprozess zudem beschleunigt, sind Cremes und Tabletten, die die Wirkstoffe Valaciclovir oder Aciclovir enthalten. Am besten zusätzlichen Rat aus der Apotheke oder vom Arzt einholen.

Ursache:
Wenn es um Akne geht, muss zwischen mehreren Arten der Krankheit unterschieden werden. Es gibt Acne vulgaris, die auch als gewöhnliche Akne bezeichnet wird und häufig bei Erwachsenen auftritt. Mallorca Akne, zu der es kommt, wenn die Haut zu viel UV-Strahlung ausgesetzt ist und Acne Cosmetica, die häufig nach der Anwendung komedogener Kosmetika auftritt.

Therapie:
Als erste Maßnahme sollten Sie einen Hausarzt aufsuchen, der die genaue Art der Akne bestimmen kann, um so die richtigen Medikamente verschreiben zu können. Meist hilft die Anwendung von Cremes und Salben mit einem größeren Anteil an Benzoylperoxid, Zink oder Salicylsäure. Falls die Akne schlimmer auftritt als sonst, hilft oft nur noch die Einnahme von einem Antibiotikum. Nicht zu vergessen, ist außerdem gesunde Ernährung.

Hautausschlag: Rote Flecken, Pusteln und Quaddeln

Unter dem Begriff Hautausschlag wird eine Vielzahl unterschiedlicher, vorübergehender Hautveränderungen zusammengefasst. Dauerhaft bestehende Hautveränderungen, etwa Leberflecken, werden dagegen nicht als Hautausschlag bezeichnet.

Hautausschlag: Welche Krankheit steckt dahinter?

Ein Hautausschlag (Exanthem) tritt meist plötzlich auf. Es handelt sich dabei um ein häufiges Symptom: Kaum ein Mensch bleibt sein gesamtes Leben von roten Flecken, Quaddeln oder Bläschen verschont. Allein der Anteil von Patienten, die wegen eines juckenden Hautausschlags eine Hausarztpraxis aufsuchen, liegt bei fünf bis zehn Prozent.

Je nach Art und Ursache des Hautausschlags kann ein kleines Hautareal, eine größere Hautfläche oder der ganze Körper betroffen sein.

So verschieden Ausmaß und Erscheinungsbild von Exanthemen sind, so unterschiedlich sind auch die Ursachen. Ein Ausschlag kann Symptom einer Infektionskrankheit, einer allergischen Reaktion oder einer parasitären Hauterkrankung sein. Auch als Nebenwirkung von Medikamenten kann es zu vorübergehende Veränderungen des Erscheinungsbildes der Haut kommen (Arzneimittelexanthem).

Rote Flecken auf der Haut haben meist eine harmlose Ursache, können aber auch ein Symptom bei Gürtelrose, Pfeifferschem Drüsenfieber, Syphilis oder Hepatitis sein. Wenn die Hautveränderungen gleichzeitig jucken, steckt oft eine Allergie dahinter. Auch auf Infektionen mit Viren oder Bakterien kann der Körper mit roter Fleckenbildung reagieren.

Anzeichen des Ausschlags: Flecken, Pusteln oder Risse

Häufig äußert sich ein Ausschlag anfangs durch Hauterhebungen wie kleine Knötchen, Pusteln oder Quaddeln. Er kann aber auch in Form von roten Flecken ohne Erhebungen oder Schwellungen auftreten oder sich durch Risse oder Hautvertiefungen zeigen. Auch Hautauflagerungen wie Schuppen oder Krusten sind möglich.

Welche Formen des Hautausschlags gibt es?

Beim Hautausschlag werden je nach Erscheinungsbild verschiedene Grundformen unterschieden.

1. Hauterhebungen

  • Knötchen (Papel): Hauterhebung mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm

  • Knoten (Nodus): Hauterhebung mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm

  • Plaque: flächige Hauterhebung mit bis zu 10 cm Durchmesser

  • Bläschen (Vesikel): flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von weniger als 5 mm

  • Blase (Bulla): flüssigkeitsgefüllte Erhebung mit einem Durchmesser von mehr als 5 mm

  • Pustel (Pustula): mit Eiter gefüllte Hauterhebung

  • Quaddel (Urtica): beetartige Erhebung mit Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (Ödem) und einem Durchmesser zwischen 0,2 und 10 cm

  • Schwellung

Hautkrankheiten mit diesen Bildern erkennen

2. Hautvertiefungen

  • Erosion: oberflächliche Verletzung der Haut

  • Exkoriation: tief reichende Verletzung der Haut

  • Geschwür (Ulkus): chronische tief reichende Verletzung der Haut

  • Riss (Rhagade)

3. Hautauflagerungen

  • Schuppe (Squama): zusammenhängende Bereiche sich ablösender Oberhaut

  • Kruste (Crusta): eingetrocknete Flüssigkeit

  • Flüssigkeit: Blasen oder Quaddeln mit Flüssigkeit gefüllt

4. Ausschlag ohne Erhebung oder Vertiefung

  • Fleck (Makel): umschriebene Farbveränderung

Weitere Kriterien, nach denen Hautausschlag charakterisiert wird:

  • Hautrötung (Erythem): rote Fleckenbildung der Haut

  • Hautvergröberung (Lichenifikation): die normale feine Felderung der Haut ist aufgehoben

  • Anordnung der Hautveränderungen: zum Beispiel gruppiert, verstreut oder zusammenfließend

  • Form der Anordnung: beispielsweise linear oder kreisförmig (anular)

  • Gefühl der Hautveränderung: beispielsweise brennende oder juckende Hautstellen

Hautausschlag: Ursache für rote Flecken, Pusteln und Quaddeln

Ein Ausschlag selbst ist keine Krankheit, sondern Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung. Manchmal kann das Forschen nach der Ursache wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen sein: Von psychosomatischen Auslösern über Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen bis hin zu Infektionskrankheiten und inneren Erkrankungen gibt es eine breite Palette von Auslösern eines Ausschlags.

  • Fieber, Schmerzen, Atemnot: Suchen Sie gezielt nach Symptomen und deren möglichen Auslösern

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Mögliche Ursachen für Hautausschlag im Überblick

Virale Infektionen und typische Kinderkrankheiten

  • Masern
  • Röteln
  • Windpocken und Gürtelrose
  • Mononukleose (Pfeiffersches Drüsenfieber, Kusskrankheit, Studentenkrankheit)
  • Herpes Simplex
  • Ebola
  • Dengue-Fieber

von Bakterien ausgelöste Infektionskrankheiten

  • Scharlach oder andere Streptokokkeninfektionen
  • Borreliose
  • Typhus
  • Syphilis

Allergien und Unverträglichkeitsreaktionen wie beispielsweise

  • Neurodermitis (atopisches Ekzem)
  • Nesselsucht (Urtikaria) bei Allergien
  • Kontaktallergie
  • allergische Reaktionen nach Insektenstich
  • Medikamentenunverträglichkeit: Unerwünschte Reaktionen auf Medikamente äußern sich oft in Form eines Hautausschlags, der dann als Arzneimittelexanthem bezeichnet wird.

Rheumatische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise

  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • systemischer Lupus Erythematodes (SLE): schmetterlingsförmige, rote Hautausschläge im Gesicht und schuppende Exantheme vor allem an den Händen.

Befall von Parasiten oder Mykosen (Pilzerkrankung) wie beispielsweise

  • Pilzinfektionen (zum Beispiel Fußpilz)
  • Skabies (Krätze): Auslöser der parasitären Hautinfektion sind Krätzmilben, die in die Haut eindringen und stark juckende, stecknadelkopfgroße Bläschen (Vesikel) und kleine Knötchen (Papeln) hervorrufen. Selbst wenn die Krätzmilben behandelt und beseitigt wurden, kann das Exanthem noch Wochen weiter bestehen.
  • Badedermatitis

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Hautausschlag: So verläuft die Diagnose

Die Verteilung und das Aussehen der Hautveränderungen sind oft so typisch, dass Hautärzte (Dermatologen) die Ursache eines Ausschlags in vielen Fällen allein aus dessen Erscheinungsbild sowie anhand typischer Begleitsymptome ableiten können.

Im Arzt-Patienten-Gespräch stehen zunächst die zeitliche Entwicklung des Hautausschlags (Seit wann liegt der Ausschlag vor? Besteht er durchgehend oder verschlechtert er sich in bestimmten Situationen?) und der begleitenden Symptome im Vordergrund. Außerdem wird der Arzt Vorerkrankungen, Auslandsreisen, Allergien sowie Medikamenteneinnahmen erfragen und sich nach ähnlichen Erkrankungen im Umfeld des Patienten erkundigen.

Bei der körperlichen Untersuchung überprüft der Arzt allgemeine Krankheitszeichen wie Fieber oder Mattigkeit und den Zustand der inneren Organe. Mit einer beleuchteten Lupe oder einem Glasspatel werden die Hautareale genau untersucht, um die Hautveränderungen präzise zu beurteilen und zu beschreiben. Dabei wird in der Regel die gesamte Körperoberfläche inklusive der Augen sowie gegebenenfalls die Schleimhäute von Nase, Mund und Genitalien untersucht.

Blutuntersuchung und Biopsie

Bei einem Hautausschlag können immunologische Faktoren eine Rolle spielen. Deshalb liefern Blutuntersuchungen Hinweise auf Entzündungsprozesse oder eine Beteiligung des körpereigenen Abwehrsystems. Wenn der behandelnde Arzt eine Kontakt- oder Lebensmittelallergie als Ursache für den Ausschlag vermutet, kann der Auslöser durch einen Hauttest (Pricktest) oder durch die Bestimmung von bestimmten Blutbestandteilen eingegrenzt und identifiziert werden.

Die feingewebliche Untersuchung einer Gewebeprobe (Biopsie) gibt Aufschluss darüber, welche Veränderungen auf Zellebene zum Ausschlag geführt haben.

Nur selten lässt sich die Ursache des Hautausschlags nicht klären, Mediziner sprechen in diesem Fall vom idiopathischen Hautausschlag.

Wie wird ein Hautausschlag behandelt?

Ein Hautausschlag geht in vielen Fällen auf Infektionen mit Viren oder Bakterien zurück. Während Bakterieninfektionen mit Antibiotika meist wirksam bekämpft werden können, ist die Therapie eines Hautausschlags, der durch Viren verursacht wurde, schwieriger. Bisher existiert nur für einige dieser Erkrankungen die Möglichkeit, die auslösenden Viren gezielt mit Medikamenten zu bekämpfen, beispielsweise bei Herpes-Infektionen und Windpocken. Bei anderen Viruserkrankungen beschränkt sich die Behandlung auf die Linderung der Beschwerden.

Wurde der Hautausschlag durch eine Pilzinfektion ausgelöst, stehen Antimykotika zur Verfügung. Auch für die Therapie des Hautausschlags aufgrund einer Allergie können Medikamenten eingesetzt werden. Grundsätzlich spielt die Allergenkarenz (Vermeidung des Kontakts zum jeweiligen Allergen) bei der Behandlung von Allergien eine wichtige Rolle. Bei Hautreaktionen auf eine Medikamentengabe, etwa in Form von roten Flecken, sollte das betreffende Medikament in Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt und durch ein besser verträgliches Präparat ersetzt werden.

Hautausschläge können auch die Folge autoimmuner Reaktionen des Körpers sein. Liegt eine Erkrankung des rheumatischen Formenkreises oder des Immunsystems vor, wird mit Medikamenten behandelt, die Einfluss auf die Aktivität der Körperabwehr nehmen. Dazu gehören entzündungshemmende, kortisonhaltige oder immunsuppressive Mittel.

Cremes lindern juckenden Hautausschlag

Zusätzlich zur Behandlung der Ursache lassen sich auch die Beschwerden selbst lindern: Spezielle Salben und Cremes schwächen Juckreiz und fördern die Heilung der Haut. Je nach Form des Ausschlags können auch Pflegecremes zur Regulierung des Feuchtigkeitshaushalts die Therapieerfolge bei Hautausschlag unterstützen.

Hautkrankheiten bei Kindern erkennen

Trockene Haut beim Baby

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Gründe für trockene Haut beim Baby

Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan und fungiert gleichzeitig als äußere Schutzschicht für unseren Körper. Bei Erwachsenen schützt sie sehr wirksam vor Klimaeinflüssen wie Kälte, Nässe und Hitze, aber auch gegen das Eindringen von Krankheitserregern oder vor Austrocknung. Bei Babys ist die Schutzfunktion der Haut nach der Geburt noch nicht voll entwickelt, weshalb trockene Haut bei Babys ein besonders häufiges Problem ist. Der hohe Feuchtigkeitsverlust von Babyhaut wird durch verschiedene Faktoren bedingt:

  • Die zarte Haut von Babys ist noch wesentlich dünner als die Haut von Erwachsenen. Das liegt unter anderem daran, dass die Hornschicht, also die äußerste Schicht der Oberhaut, noch nicht voll ausgebildet und somit noch nicht sehr widerstandsfähig ist. In der Hornschicht, die wie eine Mauer aus einzelnen Zellen aufgebaut ist, befinden sich im Säuglingsalter noch viele Lücken, weshalb sie durchlässiger ist und Wasser durch die Haut nicht optimal gebunden werden kann.
  • In den ersten Lebensjahren arbeiten die Talgdrüsen bei Deinem Kind noch nicht optimal. Das körpereigene Talgfett ist jedoch in zweierlei Hinsicht von besonderer Bedeutung. Zum einen fungiert es als eine Art Mörtel, der in der Haut von Erwachsenen die einzelnen Hautzellen in der Hornschicht der Oberhaut stabilisiert. Zum anderen ist die Hornschicht bei Erwachsenen von einem dünnen Wasser-Fett-Film überzogen. Da diese zusätzliche Barriere einen leicht sauren pH-Wert hat, spricht man in ihrem Zusammenhang auch vom Säureschutzmantel der Haut. Aufgrund der fehlenden Talgproduktion ist auch dieser nicht ausreichend ausgebildet und der zarten Babyhaut fehlt ein weiterer Schutz.

Erst im Laufe der ersten vier Lebensjahre reift die Haut Deines Kindes langsam zu ihrer vollen Funktionsfähigkeit heran. Säuglinge haben zudem eine, in Relation zu ihrem Körpergewicht gesehen, wesentlich größere Hautoberfläche als Erwachsene, weshalb noch einmal mehr Flüssigkeit verloren geht. All diese Gründe tragen dazu bei, dass trockene Haut beim Baby sehr häufig vorkommt.

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Äußerliche Faktoren für trockene Haut beim Baby

Neben der generellen Beschaffenheit der empfindlichen Babyhaut, gibt es auch zahlreiche äußerliche Faktoren, wie beispielsweise das Klima, Allergien oder falsche Pflege, die die trockene Haut beim Baby noch verstärken können:

  • Winterluft: Vor allem im Winter muss die Haut Deines Babys gut geschützt werden, da sie in diesem Zeitraum besonders leicht austrocknet. Das liegt in erster Linie am Wechsel zwischen der kalten Luft draußen und der warmen, trockenen Heizungsluft drinnen. Die Haut Deines Babys verliert daher im Winter besonders viel Feuchtigkeit, da sie stetig Wasser an die trockene Umgebungsluft abgibt. Je kälter es außerdem wird, desto weniger Talg produziert die ohnehin schon talgarme Haut des Babys.
  • Allergien: Trockene, sehr gereizte Haut im Gesicht kann, vor allem bei Babys die schon Beikost bekommen, eine Reaktion auf den eigenen Speichel sein. Durch den Verzehr neuer Lebensmittel wird die Produktion von Verdauungsenzymen angekurbelt. Die veränderte Zusammensetzung sowie die vermehrte Absonderung des Babyspeichels können allergische Reaktionen hervorrufen. Diese legen sich zwar meist nach einer Weile wieder, können trockene Haut im Gesicht jedoch vorübergehend stark verschlimmern.

Falls die allergischen Reaktionen anhalten, kann auch eine Nahrungsmittelallergie vorliegen. Teste nach und nach einzelne Beikostzutaten auf ihre Verträglichkeit. Auch eine Kuhmilchunverträglichkeit könnte die Ursache für anhaltend gereizte Haut sein. Falls Du unsicher bist, solltest Du Deinen Kinderarzt um Rat fragen.

  • Kleidung: Wenn Dein Kind sehr trockene Haut hat, ist es ratsam, bei Kleidung eher glatte, kratzfreie Materialien zu verwenden. Die Kleidung sollte außerdem vor dem ersten Tragen unbedingt gewaschen werden, um eine Belastung durch Schadstoffe zu minimieren.
  • Waschmittel: Wenn Dein Baby an Körper oder Extremitäten rote, juckende Flecken aufweist, kann dies eventuell auf eine Überempfindlichkeit auf ein Waschmittel oder einen Weichspüler hinweisen. Versuche, den Hersteller zu wechseln oder das entsprechende Produkt ganz wegzulassen, um herauszufinden, ob es als Ursache in Frage kommt. Unser Tipp: das Waschmittel Persil Sensitive Megaperls,Anzeige welches speziell für Allergiker und Menschen mit sensibler Haut geeignet ist. Es enthält natürliche Inhaltsstoffe und ist daher perfekt für die empfindliche Baby- und Kinderhaut.

Warum ist trockene Haut beim Baby bedenklich?

Eine gesunde Haut übernimmt viele wichtige Funktionen, wie beispielsweise die Wärmeregulation des Körpers oder die Abwehr schädlicher Umwelteinflüsse. Um diese Arbeit leisten zu können, muss die Hautbarriere allerdings intakt sein, da Bakterien und andere Krankheitserreger sonst leichter in den Organismus eindringen können.

Der Juckreiz, der in der Regel mit trockener Haut einhergeht, belastet nicht nur das allgemeine Wohlbefinden Deines Babys stark. Kleine Kinder können den Juckreiz, anders als Erwachsene, noch nicht unterdrücken. Das unweigerliche Kratzen führt oft zu kleinen Hautverletzungen, in denen sich Krankheitserreger ansiedeln können. Schmerzhafte Entzündungen und eine erhöhte Infektanfälligkeit können die Folge sein.

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Besondere Pflege für trockene Haut beim Baby

Um strapazierte und trockene Haut beim Baby zu schützen, solltest Du auf eine besonders schonende Pflege achten. Die Haut von Babys braucht in den ersten Jahren Unterstützung, um Fett und Feuchtigkeit ausreichend speichern zu können. Dabei sind vor allem die Regelmäßigkeit der Pflege, wie auch die Wahl der geeigneten Pflegeprodukte wichtig. Denn nur so lässt sich die Barrierefunktion der Haut nachhaltig stabilisieren.

Trockene Haut beim Baby eincremen

Egal ob gesunde oder trockene Haut, das regelmäßige Eincremen ist sehr wichtig. Kinder mit gesunder Haut können nach jedem Baden oder Duschen von Kopf bis Fuß eingecremt werden. Bei trockener Haut ist ein tägliches Eincremen, auch unabhängig vom Bad, ratsam. Bei der Wahl der richtigen Creme gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Verwende rückfettende Produkte, wie die Penaten Wundschutzcreme, die sich für die tägliche Pflege eignet,Anzeige sehr reichhaltig ist und sich trotzdem leicht verteilen lässt. Rückfettende Produkte dringen in der Regel auch in die tieferen Hautschichten ein und spenden nicht nur oberflächlich Feuchtigkeit.
  • Cremes, die ungesättigte Fettsäuren oder Harnstoff enthalten, fördern die Hautgesundheit vieler Kinder ungemein, da sie die noch nicht komplett entwickelte Hornschicht der Haut stabilisieren und einen Wasserverlust so effektiv eindämmen.
  • Achte auf eine leichte Verteilbarkeit und darauf, dass die gewählte Creme leicht einzieht. Das macht Deinem Baby das Eincremen besonders angenehm, weil die Haut nicht ziept und zerrt. Greife gegebenenfalls auf Lotions zurück, die in der Regel dünnflüssiger sind als Cremes.

Beim Auftragen gilt: immer nur so viel Creme verwenden, wie auch tatsächlich einzieht. Durch dicke Cremeschichten auf der Haut kann sich ein Hitzestau bilden, der zu Hautreizungen, wie Pickelchen oder Ausschlägen, führen kann. Creme Dein Kind daher lieber häufiger, als zu dick ein.

Fettige Cremes sind in der Regel eher mit Vorsicht zu genießen. Das sogenannte Abdecken ganzer Hautpartien mit fettiger Creme sollte nur als gezielter Kälteschutz oder im Windelbereich zum Einsatz kommen, um den Po vor der aggressiven Wirkung von Stuhlgang und Urin zu schützen. Bei sehr trockener Haut kann eine teilweise Abdeckung jedoch ratsam sein, um eine starke Schädigung ohnehin schon strapazierter Haut und das Eindringen von Bakterien zu verhindern.

Extrem trockene Haut kann auch mehrmals täglich mit einem Hautpflegeöl eingerieben werden, wie beispielsweise mit unserem Favoriten „Burt’s Bees Pflegeöl“ mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen, welches wir auf Amazon gefunden haben. Anzeige

Es dringt noch leichter in die Haut ein und pflegt intensiv. Bei „normaler“ Haut solltest Du auf das Einreiben mit Öl jedoch eher verzichten, da es dort nicht genügend absorbiert wird und auf diese Weise leicht ein Hitzestau entstehen kann.

Babys mit trockener Haut baden

Auch beim Baden des Babys mit trockener Haut gibt es einiges zu beachten. Wenn das Wasser beispielsweise zu heiß ist, trocknet dies die Babyhaut zusätzlich aus. Auch zu lange Bäder sind zu vermeiden, da die Haut dadurch aufquellen kann, was die Bindung von Feuchtigkeit in der Haut weiter erschwert.

Wenn Du zum Waschen nicht nur klares Wasser verwendest, solltest Du darauf achten, besonders milde Reinigungsprodukte zu verwenden. Diese sollten unbedingt seifenfrei sein, damit sie den ohnehin schwachen Säureschutzmantel der Haut nicht noch zusätzlich angreifen. Auch wichtig ist, dass Badeöle oder andere Pflegeprodukte rückfettend wirken. So kann der Feuchtigkeitsverlust, der durch das Wasser entsteht, schon während des Badens ausgeglichen werden.

Um die trockene Haut zu schonen, ist es außerdem ratsam, beim Waschen auf den Gebrauch eines Waschlappens oder Schwamms zu verzichten. Durch die entstehende Reibung würde die Haut nur zusätzlich gereizt. Auch beim Abtrocknen solltest Du die Haut nicht trocken reiben, sondern sie vorsichtig abtupfen, um die empfindliche Babyhaut nicht unnötig zu strapazieren.

Nach einem Ölbad solltest Du sogar völlig auf das Abtrocknen verzichten, um die pflegende Fettschicht auf der Haut nicht abzutragen oder zu zerstören. Sorge dann aber für eine besonders warme Umgebungstemperatur, damit dein Kind nicht auskühlt.

Wann ist trockene Haut beim Baby ein Fall für den Arzt?

Wenn die Babyhaut nicht nur rau und trocken ist, sondern sich auch deutlich schuppt und zur Trockenheit Rötung und Entzündungszeichen hinzukommen, solltest Du unbedingt einen Kinderarzt zu Rate ziehen. Denn ein schlechtes Hautbild mit nässenden Bereichen, Bläschen- oder Krustenbildung kann ein Anzeichen für eine ernsthafte Hauterkrankung sein. Im Windelbereich können beispielsweise schnell eine Windeldermatitis oder ein Windelpilz entstehen.

Eine der häufigsten Hauterkrankungen im Kleinkindalter, die allerdings meist erst nach dem dritten Lebensmonat auftritt, ist die Neurodermitis. Dabei handelt es sich um eine chronische, entzündlich bedingte Hauterkrankung, die von starkem Juckreiz begleitet wird. Trockene Haut und leichte, unscharf begrenzte Rötungen sowie Hautverdickungen können ein erstes Anzeichen sein. Doch längst nicht jedes Kind mit trockener Haut leidet auch an Neurodermitis.

Falls sich die trockenen Stellen jedoch hauptsächlich auf das Gesicht, den behaarten Kopf und die Streckseiten von Armen und Beinen beschränken, solltest Du eine genaue Diagnose beim Kinderarzt stellen lassen, um dein Kind möglichst schnell mit geeigneten Mitteln behandeln zu können.

Bei einer Neurodermitiserkrankung bleibt der Windelbereich meist von trockenen Stellen ausgespart, da unter der Windel eine höhere Umgebungsfeuchtigkeit herrscht, als an den restlichen Körperpartien.

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Wissenswertes über gesunde Haut

Neurodermitis, auch als atopische Dermatitis bezeichnet, ist ein häufiges Problem bei Babys und Kleinkindern; Schätzungen zufolge leidet in den sog. Industrienationen jedes 5. Kind an den Symptomen. Dazu gehören trockene, schuppige Haut, rote Flecken auf der Kopfhaut und im Gesicht (vor allem auf den Wangen), die sich auf die Arme und Beine ausbreiten können. Oft treten die Symptome bereits in den ersten sechs Lebensmonaten auf und können von unangenehmem Juckreiz begleitet werden1.

BESONDERHEITEN DER KINDERHAUT

Zum Zeitpunkt der Geburt sind die Strukturen der Haut zwar schon vollständig ausgebildet jedoch noch nicht richtig funktionstüchtig. Die Haut von Neugeborenen ist daher häufig mit einem weißlichen Belag, der sogenannten „Käseschmiere“ (Vernix Caseosa), bedeckt, die unter anderem vor Feuchtigkeitsverlust und bakteriellen Infektionen schützt.

Kinderhaut ist dünner als die von Erwachsenen und ihre Schutzfunktionen sind noch nicht komplett ausgebildet. Durch eine verminderte Talg- und Schweißdrüsenfunktion neigt die Haut zur Trockenheit. Im Vergleich zu Erwachsenen ist die Körperoberfläche bei Babys und Kindern im Verhältnis zum Körpergewicht deutlich größer. Damit wird Umwelteinflüssen mehr Angriffsfläche geboten und Flüssigkeitsverlust macht sich stärker bemerkbar.

Kinderhaut schützen

Was für Erwachsene gilt, gilt für Kinder in besonderem Maße. So kann Hitze beziehungsweise starke Sonneneinstrahlung die zarte Kinderhaut ebenso gefährden wie winterliche Kälte. Das Stichwort Feuchtigkeitsverlust ist in beiden Fällen von besonderer Bedeutung. So ist es bei Minusgraden angebracht, die empfindliche Haut von Säuglingen und Kleinkindern mit entsprechenden Fettcremes zu schützen, da sie diesen Schutz noch nicht mit einer eigenständigen Talgproduktion gewährleisten kann.

Entscheidend ist die regelmäßige, mit entsprechend für Babys geeigneten Produkten. Eltern sollten darauf achten, dass die Basispflege keinen Harnstoff enthält (kann zu einem zeitweiligen Brennen auf der Haut führen) und frei von Duftstoffen ist.

WAS SIND DIE URSACHEN VON NEURODERMITIS BEI BABYS?

Die Haut von Babys ist dünner als die von Erwachsenen und die Hautbarriere befindet sich noch in der Entwicklung. Deshalb verliert die Babyhaut schneller Feuchtigkeit und ist empfindlicher gegenüber äußeren Reizen und Bakterien. Erkrankungen wie Neurodermitis werden dadurch begünstigt. Außerdem hat man herausgefunden, dass auch Vererbung eine Rolle spielen könnte: Wenn die Eltern an Neurodermitis leiden oder in ihrer Kindheit an Neurodermitis gelitten haben, ist die Wahrscheinlichkeit für das Kind ebenfalls an Neurodermitis zu erkranken, besonders hoch2.

WAS HILFT GEGEN NEURODERMITIS BEI BABYS?

Die folgenden Hautpflege-Tipps können helfen, die unangenehmen Symptome der Hauterkrankung Ihres Babys zu lindern:

Creme verwenden

Tragen Sie nach der Reinigung eine verträgliche Pflegelotion auf, die Ceramide und Feuchtigkeitsspender enthält und frei von reizenden Inhaltsstoffen ist. Somit wird die Hautbarrierefunktion unterstützt und die empfindliche Babyhaut kann die notwendige Feuchtigkeit besser speichern. Wir empfehlen eine beruhigende Pflegelotion wie Cetaphil® PRO ItchControl Pflegelotion.

Auf hautschonende Kleidung achten

Ziehen Sie Ihrem Baby locker sitzende Kleidung aus Baumwolle oder Seide an, damit die Haut nicht zu stark an der Kleidung reibt und dadurch gereizt wird. Benutzen Sie zum Waschen der Kleidung ein mildes Waschmittel ohne Duftstoffe.

Den Juckreiz lindern

Neurodermitis bei Babys kann mit einem starken Juckreiz verbunden sein, der die Kinder manchmal sogar am Schlafen hindert. Es kann sein, dass Ihr Baby sich an den trockenen Stellen kratzt, sodass sich der Ausschlag verschlimmert oder sich die Haut sogar entzündet. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie den Juckreiz lindern, indem Sie eine sanfte Pflegelotion mit hautberuhigenden und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen auftragen. Schneiden Sie Ihrem Baby auch die Fingernägel und ziehen Sie ihm Fäustlinge an, damit es sich die Haut nicht aufkratzen kann.

Das Baby nur kurz baden

Baden Sie Ihr Baby nur kurz, etwa 10 Minuten, mit lauwarmem Wasser – möglichst bei 38 °C– und verwenden Sie Waschlotionen , die speziell für die sensible Haut von Babys gedacht sind. Tupfen Sie die Haut nach dem Baden mit einem sauberen Handtuch trocken und vergessen Sie nicht, eine Pflegelotion aufzutragen, damit die Haut nicht weiter austrocknet.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit kontrollieren

Hitze kann belastend sein und einen Neurodermitis-Schub bei Ihrem Baby auslösen. Achten Sie immer darauf, dass Ihr Kind nicht unter zu vielen Decken liegt und dass im Kinderzimmer eine angenehme Temperatur herrscht – ungefähr 18 °C sind ideal. Sie können auch einen Luftbefeuchter ins Kinderzimmer stellen, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.

Im Zweifelsfall zum Arzt gehen

Wenn sich die Symptome bei Ihrem Baby verschlimmern – vor allem wenn sich auf dem Ausschlag Blasen oder ein gelblicher Schorf zeigt – ist es an der Zeit, einen De mitrmatologen aufzusuchen. In manchen Fällen müssen entzündete Hautstellen mit Cortison behandelt werden.

2. Paternoster et al. Nature Genetics volume 44, pages187–192 (2012)

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