Rizinuscocktail zur geburtseinleitung

Du befindest Dich kurz vor, am oder schon nach dem errechneten Geburtstermin und Dein Baby ist immer noch im Bauch? Vielleicht raten Dir Deine Hebamme, eine Freundin oder der Arzt jetzt zum Wehencocktail, um die Geburt anzuschubsen.

Ich möchte Dir heute erklären, was es mit dieser Form der Geburtseinleitung auf sich hat, woraus ein Wehencocktail besteht und was er (vielleicht) bewirkt. Und weil der Einsatz des Cocktails nicht nur das Baby, sondern auch diverse gefährliche Nebenwirkungen mit sich bringen kann, weise ich bereits vorab darauf hin, dass Du den Wehencocktail niemals ohne Aufsicht und auf eigene Faust trinken solltest. Warum dies so ist, erfährst Du am Ende des Artikels.

Inhalt

Wann der Wehencocktail eingesetzt wird

Wenn sich das Baby nicht von alleine auf den Weg macht, muss eine Geburt manchmal eingeleitet werden. Je nachdem, wie der Befund vor der Einleitung ist, stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung: Der Wehencocktail ist eine relativ natürliche Form der Einleitung und wird in vielen Krankenhäusern als erste Maßnahme einer Einleitung ergriffen, bevor härtere Geschütze wie der Wehentropf oder eine Einleitung mit Tabletten oder Gel folgen.

In aller Regel bedienen sich Hebammen dieses Mittels, um eine Geburt anzuregen, wenn die Schwangere schon einige Tage über dem voraussichtlichen Entbindungstermin ist. Seltener wird der Wehencocktail eingesetzt, wenn die Fruchtblase bereits gesprungen ist und die Schwangere von alleine keine Wehen bekommt.

Der Wehencocktail: Das Rezept

Vielleicht fragst Du Dich, ob der Cocktail im Wehencocktail wirklich bedeutet, dass Du Alkohol in der Schwangerschaft trinken sollst. Und ja, tatsächlich, die klassischen Rezepte enthalten neben Rizinusöl und Aprikosensaft auch Schnaps, Sekt oder Wein. Der Alkohol dient der Lösung des Öls und sorgt dafür, dass dieses seine Wirkung entfalten kann. Der Saft oder das Aprikosenmark verringern den Elektrolytverlust und verbessern den Geschmack.

Neben dem klassischen Rezept gibt es diverse weitere, bei denen auch Eisenkraut oder Mandelmus beigemengt werden. Wenn Du Dir wegen des Alkohols unsicher bist und diesen schwanger nicht trinken möchtest, gibt es mittlerweile auch diverse alkoholfreie Rezepte.

Ich verzichte an der Stelle bewusst auf die genauen Angaben der Zutaten, da diese von Frau zu Frau und von Fall zu Fall unterschiedlich sein können. Bitte besprich diese mit Deiner Hebamme.

Wie der Wehencocktail wirkt

Bevor Du den Cocktail trinkst, willst Du sicherlich noch wissen, wie dieser wirkt und was nach dem Trinken passieren wird. Auch diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, weil jede Schwangere anders reagiert, in der Theorie sollte der Wehencocktail allerdings dafür sorgen, dass die Geburt beginnt. Das Rizinusöl wirkt auf den Darm und regt diesen an. Dadurch soll auch die Gebärmutter zu Kontraktionen bewegt werden. Im besten Fall bedeutet dies, dass Du Wehen bekommst und sich Dein Baby auf den Weg macht.

Die Wirkung des Wehencocktails tritt ungefähr nach zwei bis sechs Stunden ein.

Achtung: Der Wehencocktail kann gefährlich sein

Grundsätzlich ist der Wehencocktail eine relativ natürliche Form der Geburtseinleitung. Allerdings birgt insbesondere das Rizinusöl zahlreiche Risiken:

  • Harmlose(re) Nebenwirkungen dieses Abführmittels sind Erbrechen und Durchfall. Daneben können Darmkoliken auftreten. Durchfall und Erbrechen rauben Deinem Körper Energie, die Du unter der Geburt benötigst.
  • Die größere Gefahr jedoch ist, dass das Rizinusöl in den Blutkreislauf Deines Babys gelangen kann und bei diesem ebenso zum Stuhlgang führen. Gelangt das Mekonium ins Fruchtwasser, so verfärbt sich dieses grün, was immer ein Warnhinweis ist und für kindlichen Stress spricht.
  • Daneben ist die Wirkung des Wehencocktails unberechenbar: Ebenso wie gar nichts passieren kann, ist es möglich, dass binnen kurzer Zeit die Geburt einsetzt und Du von den heftigen Wehen und dem schnellen Ablauf überrascht wirst. Auch Dein Kind gerät so unter Stress, was zu einem Sauerstoffmangel unter der Geburt führen kann.
  • Bei einem geburtsunreifen Befund besteht außerdem die Gefahr von Komplikationen unter der Geburt.

Auch die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft äußert Bedenken zur Geburtseinleitung mit Rizinusöl.

Deshalb solltest Du den Wehencocktail immer nur unter Beobachtung und Aufsicht bzw. nach einem ausführlichen Gespräch mit Deiner Hebamme zu Dir nehmen. Unter keinen Umständen solltest Du Dir auf eigene Faust einen Cocktail mischen und diesen trinken.

Alternativen zum Wehencocktail

Du hast eigentlich noch Zeit bis zum errechneten Geburtstermin, bist aber ungeduldig? Hebamme Melanie beschreibt hier einige sanfte Tipps, um erste Wehen anzuregen.

  • Tags:
  • Geburt
  • Schwangerschaft
  • Wehen

Fragen an die Hebamme: Was ist ein Wehencocktail?

Normalerweise leitet das Baby seine Geburt selbst ein, wenn der passende Zeitpunkt gekommen ist. Der errechnete Termin (ET) ist nur eine Orientierung, um den Geburtszeitraum einzugrenzen. Am ET selbst machen sich nur rund vier Prozent der Kinder auf den Weg. Alle anderen kommen davor oder danach, wobei ein Zeitraum von vor drei Wochen bis zu zwei Wochen nach der Geburt als physiologisch gilt.

Wird ein Baby vor der 37+0 Schwangerschaftswoche geboren, gilt es als Frühgeburt. Ab der 42+0 Schwangerschaftswoche wird von einer Übertragung gesprochen. Doch auch diese Angaben sind mit Vorsicht zu genießen, weil manchmal der tatsächliche ET nicht genau bestimmt werden kann. Dieser wird anhand des Mentruationszyklus berechnet, wobei es hier große Abweichungen gibt und der Eisprung eben nicht immer exakt an Tag 14 in einem 28-Tage-Zyklus geschieht.

Überlegener in der Bestimmung des Geburtstermins ist der Einsatz des Ultraschalls. Das gilt allerdings nur, wenn das Kind (und dessen Scheitel-Steißlänge) im ersten Schwangerschaftsdrittel vermessen wird. Danach weicht das Wachstum zu stark ab und bereits im zweiten Trimester liegt die Genauigkeit nur noch bei plusminus sieben Tagen.

Das Baby nicht drängeln

Wenn die 40+0 Schwangerschaftswoche erreicht ist, wird von einer Terminüberschreitung gesprochen. Diese stellt erst einmal keinen Handlungsbedarf dar, außer dass die Vorsorge durch Hebamme und Frauenarzt etwas intensiviert wird. Wenn alles unauffällig ist, kann einfach abgewartet werden, bis das Baby selbst das Signal für den Geburtsbeginn gibt. Diese letzten Tage des Wartens können körperlich aber auch emotional eine große Herausforderung für die Schwangere darstellen. Dennoch sollte das Baby nicht unnötig „gedrängelt“ werden. Wann und ob eine Einleitung der Geburt empfohlen wird, hängt von vielen Parametern ab. Die Leitlinie zum Vorgehen bei Terminüberschreitung und Übertragung ist von 2014 und wird derzeit überarbeitet.

Welche Variante der Einleitung sinnvoll ist, wird individuell in Absprache zwischen der Schwangeren und den Geburtshelfern entschieden. In der Klinik wird meist eine medikamentöse Einleitung empfohlen. Entweder durch die orale bzw. vaginale Gabe eines Prostaglandin-haltigen Präparates. Oder, abhängig vom Muttermundsbefund, mit einem Wehentropf, der den Wirkstoff Oxytozin enthält.

Darüber hinaus gibt es noch andere einleitende Maßnahmen wie die Eipollösung, Akupunktur oder die Verabreichung von mit Nelkenöl getränkten Tampons. Wie effektiv diese wirken, ist immer auch stark abhängig von der tatsächlichen Geburtsreife. Wenn alles einfach „noch nicht so weit“ ist, werden alternative und medikamentöse Maßnahmen kaum oder gar nicht anschlagen.

Der richtige Zeitpunkt

Dies gilt auch für alle anderen guten Tipps wie Treppensteigen, Sex, das Trinken bestimmter Tees oder warme Bäder. Wenn diese Empfehlungen anschlagen, liegt es meist vor allem daran, dass Mutter und Kind ohnehin wirklich geburtsbereit waren. Es ist ja auch sehr sinnvoll, dass der Körper sich nicht so leicht zum Gebären überreden lässt, wenn der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen ist. Denn es wäre in früheren Wochen fatal, wenn Treppensteigen oder die Tasse Ingwertee gleich Wehen auslösen würden.

Zu den nicht zu unterschätzenden „Hausmitteln“ zur Einleitung der Geburt gehört auch der so genannte Wehencocktail. Das hört sich irgendwie nett und nach Wellness an. Im Internet kursieren zahlreiche Rezepte und Erfahrungsberichte dazu. Dennoch ist dies keine Einleitungsmaßnahme, die ohne fachliche medizinische Absprache und Begleitung zum Einsatz kommen sollte. Die Wirkung und auch das Komplikationspotenzial werden hier oft unterschätzt.

Der Wehencoktail ist in der Regel eine Mischung aus Rizinusöl, Aprikosensaft, Alkohol (z.B. Sekt oder klarer Schnaps). Der Alkohol (ein Teelöffel reicht aus) hat hier die Funktion eines Emulgators, damit sich das Rizinusöl besser im Saft lösen und aufgenommen werden kann. Generell ist das Meiden von Alkohol in der gesamten Schwangerschaft natürlich empfohlen.

Aprikosensaft ist kaliumreich und soll einen Kaliumverlust ausgleichen, der durch die abführende Wirkung des Rizinusöls möglich ist. Es gibt auch Rezepte mit Mandelmus oder Sahne. Manchen ist auch Eisenkraut zugefügt. Die uneinheitlichen Rezepte, Dosierungen und Anwendungsschemata machen deutlich, dass es hier keine „Empfehlung für den Hausgebrauch“ gibt.

Wirkung und Nebenwirkungen

Der im Wehencocktail primär wirksame Bestandteil ist das Rizinuöl (Castor Oil). Die darin enthaltene Rizinolsäure wirkt auf die glatte Muskulatur im Körper und damit auch im Magendarm-Trakt und in der Gebärmutter. Die Darmperistaltik wird verstärkt, was auch die Wehentätigkeit anregt. Die Rizinolsäure stimuliert zudem die Prostaglandinrezeptoren und fördert die Prostaglandinbildung. Diese Faktoren fördern die Wehentätigkeit. Die Wirkung auf die Darmmuskulkatur führt bei den meisten Frauen zu weicherem Stuhl oder leichtem Durchfall. Ein dabei entstehender Kaliumverlust soll durch den Aprikosensaft ausgeglichen werden.

Der Wehencocktail wird im klinischen und außerklinischen Bereich bei entsprechender Indikation eingesetzt und kann eine gute Alternative zur medikamentösen Einleitung darstellen. Eine kleine Studie mit 103 Schwangeren (Einlingsschwangerschaften) mit intakter Fruchtblase in der 40. bis 42. Schwangerschaftswoche bestätigte die Wirkung. Als Erkenntnis kam heraus, dass Frauen, die Rizinusöl erhalten, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit haben, innerhalb von 24 Stunden unter der Geburt zu sein im Vergleich zu Frauen, die keine Behandlung erhalten.
Bei rund 58 Prozent der mit Rizinus behandelten Frauen begann anschließend die Geburt, verglichen mit vier Prozent in der abwartenden Kontrollgruppe. Von den Frauen, deren Geburtseinleitung mit Rizinus gelang, haben 83 Prozent vaginal geboren.

Kein Rezept für einen Wehencocktail

Das Befinden der Schwangeren und des Babys sollte auch bei einer Einleitung mit Rizinussöl angemessen überwacht werden. Kontraindiziert ist der Wehencocktail natürlich bei Allergien gegen den Wirkstoff. Auch bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder Gallenwegserkrankungen darf er nicht angewendet werden.

Als Nebenwirkungen sind am häufigsten gastrointestinale Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und zum Teil schwere Durchfälle zu beobachten. Es besteht die Gefahr von Elektrolytverlusten (v.a. Kalium) und daraus resultierenden Störungen der Herzfunktion. Auch Hautausschläge wurden nach der Einnahme von Rizinusöl beobachtet. Zudem kann es – bei Überdosierung aber auch bei regulärer Einnahme – zu einem „Wehensturm“ (uterine Polysystolie) kommen, wenn die Gebärmutter überstimuliert wird.

All diese Punkte machen es unerlässlich, dass die Anwendung bei entsprechender Indikation gut von geburtshilflichen Personal begleitet wird. Deshalb gibt es an dieser Stelle auch kein Rezept für einen Wehencocktail, sondern die Empfehlung, diese durchaus sinnvolle Option im Einzelfall persönlich abzuklären.

Alternative Methoden zur Geburtseinleitung

Neben den medikamentösen Methoden gibt es auch alternative Möglichkeiten eine Geburt einzuleiten oder Wehen anzuregen. Es ist aber davon auszugehen, dass diese Methoden erst wirksam sind, wenn das Kind reif ist und der Körper der Mutter optimal vorbereitet ist für die Geburt.

Die Eipollösung oder Zervix-Stripping

Bei dieser Methode werden während einer vaginalen Untersuchung der innere Muttermund digital (mit dem Finger) von den Eihäuten gelöst. Dabei werden Hormone (Prostaglandine) ausgeschüttet, die eine Reifung des Muttermundes bewirken und so zu Wehen führen können. Neuere Studien haben gezeigt, dass Frauen, die ab dem Geburtstermin ein Zervix-Stripping erhielten, weniger oft mit Medikamenten eingeleitet wurden. Die Methode kann allerdings schmerzhaft sein und leichte, aber unbedenkliche Blutungen auslösen.

Aufgrund der Wirksamkeit und der vergleichsweise harmlosen Nebenwirkungen sollte diese Methode nach Möglichkeit bereits vor einer Einleitung mit Medikamenten durchgeführt werden. Sprechen Sie mit Ihrer Fachperson darüber.

Das Eröffnen der Fruchtblase

Wehen können auch durch das künstliche Eröffnen der Fruchtblase (Blasensprengung, Amniotomie) ausgelöst werden. Lesen Sie hier mehr darüber…

Geschlechtsverkehr

Sperma enthält unter anderem ein Hormon (Prostaglandin), das wie beim Zervix-Stripping eine Reifung des Muttermundes bewirken und Wehen auslösen kann. Zur medikamentösen Einleitung wird übrigens auch oft ein synthetisches Prostaglandin verwendet. Geschlechtsverkehr kann also unter Umständen Wehen verstärken oder eine Geburt auslösen. Auf Geschlechtsverkehr sollte aber verzichtet werden, wenn die Fruchtblase bereits gesprungen ist.

Brustwarzenstimulation

Die Brustwarzen können direkt oder über die Kleidung für ca. eine Minute durch Reiben oder Massieren stimuliert werden. Nach drei Minuten Pause erfolgt die nächste einminütige Stimulation. Durch die Brustwarzenstimulation können ebenfalls Wehen ausgelöst werden. Der Wirkungsmechanismus ist noch weitgehend unbekannt, es wird jedoch vermutet, dass dabei das Wehenhormon Oxytocin freigesetzt wird. Das Hormon wird übrigens auch ausgeschüttet, wenn das Baby an der Brust trinkt, was unter anderem dazu führt, dass Nachwehen ausgelöst werden. Damit wird die Rückbildung der Gebärmutter unterstützt.

Rhizinusöl

Ein Gemisch aus Rhizinusöl, Aprikosensaft und einem Schluck klaren Schnaps (Wehencocktail) kann eingenommen werden um Wehen auszulösen. Es ist allerdings mit Nebenwirkungen wie Magenkrämpfen oder Durchfall zu rechnen. Lassen sie sich in jedem Fall vor der Einnahme von Rhizinusöl von Ihrer Hebamme oder Ihrer Geburtshelferin/Ihrem Geburtshelfer beraten!

Wehentee

Bestimmte Gewürze haben eine wehenanregende Wirkung. Aus einer Stange Zimt, zehn Gewürznelken, einem kleinen Stück Ingwerwurzel und einem Esslöffel Verveine Tee kann ein Liter Aufguss zubereitet werden. Trinken Sie 2-3 Tassen am Tag.

Akupunktur

Viele Hebammen haben eine Zusatzausbildung zur Akupunktur-Therapeutin. Sie wird Ihnen möglicherweise vorschlagen, einige Tage vor dem Termin den Körper mittels Akupunktur auf die Geburt vorzubereiten.

Bewegung

Treppensteigen und Spazieren gehen können den Geburtsbeginn fördern. Die Bewegung im Becken, die durch das Treppensteigen und das Gehen entsteht, hilft dem Kind, die optimale Position für den Geburtsbeginn zu finden. Natürlich können Sie auch Tanzen, auf einem Sitzball oder im Stehen mit dem Becken kreisen, Velofahren, Schwimmen… Bewegung kann eigentlich immer empfohlen werden, solange Sie sich dabei wohl fühlen.

Entspannung

Einer regelmässigen Wehentätigkeit geht ein komplexes Zusammenspiel diverser Hormone voraus, das sehr sensibel auf äussere Einflüsse und mütterlichen Stress reagiert. Die beste Voraussetzung für den Beginn einer Geburt ist eine entspannte Mutter, die sich sicher und wohl fühlt! Aus diesem Grund beginnen die ersten Wehen oft in den frühen Morgenstunden.
Versuchen Sie, sich zu entspannen und in den Tagen vor der Geburt genau das zu tun, worauf Sie Lust haben. Falls Sie nachts schlecht schlafen, nehmen Sie ruhig am Nachmittag ein Nickerchen und legen Sie sich hin, wann immer Ihnen danach ist. Nehmen Sie ein Voll- oder Fussbad, lassen Sie sich massieren, ziehen Sie sich zurück, versuchen Sie auf alle unnötigen Termine und Kontrollen zu verzichten. Nehmen Sie sich stattdessen Zeit, Ihr Baby und Ihren Körper zu spüren, für Spaziergänge in einer ruhigen Umgebung und für regelmässiges und gutes Essen!

So werden die schweren letzten Wochen leichter

Häufige Fragen zum Thema

Wie kann man selbst die Wehen anregen?

Die angenehmste Form der Wehenanregung ist Sex: Prostaglandine in der Samenflüssigkeit wirken gegen Ende der Schwangerschaft aufweichend auf den Gebärmutterhals, Brustwarzenstimulation führt zu einer Ausschüttung des Wehenhormons Oxytocin.

Zügiges Treppensteigen – wie jede andere Form der…

vollständige Antwort lesen Kann man mit Rhizinusöl wirklich Wehen auslösen?

Rezepte für sogenannte Wehencocktails mit Rizinusöl werden von Schwangeren untereinander weitergegeben und sogar von manchen Hebammen und Frauenärzten und Frauenärztinnen empfohlen, um bei Überschreitung des Geburtstermins die Wehen auf alternative Weise anzuregen. Über die Wirkung wird aber sehr…

vollständige Antwort lesen

Letzte Aktualisierung : 01-09-18, BH/Hebammenteam

Viele Schwangere verwenden zur Geburtseinleitung einen Wehencocktail, der aus Rizinusöl hergestellt wird. Was genau dieser Rizinuscocktail ist, wie der Wehencocktail wirkt, was die Zutaten sowie Risiken sind, wird in nachfolgendem Ratgeber tiefgehend erklärt.

Einsatz in der Geburtshilfe: Wie der Rizinuscocktail als Wehencocktail wirkt und eingesetzt wird (inklusive Rezept).

  • Wehencocktail – eine wehenfördernde Maßnahme?
  • Welche Wirkung hat Rizinusöl bei Wehen?
  • Wann wird ein Rizinuscocktail angewendet?
  • Was sind die Zutaten für einen typischen Wehencocktail?
  • Rizinuscocktail Rezept
  • Was sind die Risiken eines Rizinuscocktails?
  • Was sind die Alternativen zu einem Wehencocktail?

Wehencocktail – eine wehenfördernde Maßnahme?

Unter einem Wehencocktail versteht man eine Mischung aus verschiedenen arzneimittelwirksamen Stoffen, die zur Einleitung einer Geburt helfen. Der Wehencocktail wird angewendet, wenn eine Schwangere bereits über den Geburtstermin gekommen ist und sich keine Anzeichen der bevorstehenden Geburt zeigen. Durch die Einnahme des Wehencocktails während der Schwangerschaft soll die Einleitung von Wehen hervorgerufen werden. Der Wehencocktail fördert die Darmaktivität und regt damit ebenfalls die Muskeln der Gebärmutter an. Verwenden sollte man den Wehencocktail zur Geburtseinleitung allerdings nur, wenn Mutter und Kind bereits bereit für die bevorstehende Geburt sind und das Kind bereits zehn Tage über dem errechneten Geburtstermin hinweg zu spät ist. Man merkt, ob die Mutter bereit für die Geburt ist daran, ob und wie weit der Muttermund bereits geöffnet ist. Ebenfalls muss das Baby in der richtigen Position liegen, um geboren zu werden. Darüber hinaus gibt es noch weitere alternative wehenfördernde Maßnahmen. Ein Rizinuscocktail oder Wehencocktail ist nur unter ärztlicher Aufsicht einzunehmen. Als weitere beliebte Hausmittel gibt es auch Tees. So wirkt Himbeerblättertee wehenfördernd, aber auch andere Gewürze und Pflanzen werden wegen ihrer Wirkung dafür gern eingesetzt.

Informationen Erhalte viele weitere Informationen und Tipps in unserem Ratgeber Schwangerschaft kostenlos online in einer Übersicht mit den wichtigsten Themen, die schwangere Frauen bewegen.

Welche Wirkung hat Rizinusöl bei Wehen?

Ein Großteil der werdenden Mütter stellt sich die Frage, welche Wirkung ein solcher Wehencocktail auf die Geburt des Kindes hat. Wenn der Rizinuscocktail (oder ein anderer Wehencocktail) fertig zubereitet wurde, muss dieser innerhalb von 30 Minuten getrunken werden. Nach der Einnahme kommt es zu einer erhöhten Darmaktivität, die ebenfalls die Muskeln der Gebärmutter anregen. Durch diese Bewegungen sollte es innerhalb der darauffolgenden zwei bis sechs Stunden zu Wehen kommen.

Wann wird ein Rizinuscocktail angewendet?

Ein Rizinuscocktail sollte erst dann angewandt werden, wenn Mutter und Kind bereits für die Geburt bereit sind. Dies wird anhand der Öffnung des Muttermunds geöffnet. Der Arzt muss feststellen, ob und wie weit der Muttermund bereits geöffnet ist. Des Weiteren ist die Einnahme eines Rizinuscocktails erst dann empfehlenswert, wenn der errechnete Geburtstermin bereits mindestens seit zehn Tagen überschritten ist. Eine Anwendung sollte immer mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Was sind die Zutaten für einen typischen Wehencocktail?

Typischerweise wird ein Wehencocktail aus einem Abführmittel, Alkohol und Fruchtsaft hergestellt. Die Zutaten für einen typischen Wehencocktail sind also Rizinusöl, Aprikosensaft und Schnaps oder Sekt (häufig auch Mandelmus). Das Rizinusöl löst sich erst durch den Alkohol auf. Den Saft mischt man ebenfalls bei, da Rizinusöl einen sehr unangenehmen Geschmack hat. Der Aprikosensaft verhindert ebenfalls einen zu hohen Kaliumverlust. Ab und an werden wehenfördernde Mittel wie beispielsweise Eisenkraut oder andere Pflanzen und Gewürze noch der Mischung beigefügt.

Rezept für einen Rizinuscocktail

Es gibt kein spezielles Rezept für Wehencocktails, da jede Hebamme ihren ganz persönlichen Wehencocktail herstellt. Jedoch ist das gängigste Rezept eines Rizinuscocktails folgendes:

Man nimmt sich einen großen Behälter, der mindestens einen Liter umfasst. Dann kippt man 300 bis 500 ml Aprikosensaft, Orangensaft, Ananassaft oder auch Multivitaminsaft in den Behälter. Anschließend folgen zwei Esslöffel von dem Rizinusöl. Die beiden Zutaten werden dann vermischt und es werden 200 ml Mineralwasser hinzugefügt. Anschließend fügt man ein Schnapsglas Schnaps hinzu, damit sich das Rizinusöl auflöst und vermischt das alles. Abschließend wird ein wehenförderndes ätherisches Öl beigefügt. Als ätherisches Öl verwendet man 2 Tropfen Eisenkraut. Wenn alles vermischt wurde, muss dies innerhalb einer halben Stunde leer getrunken werden.

Was sind die Risiken eines Rizinuscocktails?

Sollte der Rizinuscocktail zu hoch dosiert oder falsch eingenommen werden, kann es zu einer Gefahr für Mutter und Kind kommen. Bekannte Nebenwirkungen sind Übelkeit, Erbrechen oder Kreislaufbeschwerden. Diese Nebenwirkungen führen zu einer Stressreaktion für das ungeborene Baby. Sollte die abführende Wirkung des Wehencocktails zu stark sein, kann es zu einer Dehydrierung der Mutter kommen. Dieser Flüssigkeitsverlust kostet einen dann die Kraft, die eigentlich für die bevorstehende anstrengende Geburt von Nöten ist.

Was sind die Alternativen zu einem Wehencocktail?

In der heutigen Medizin gibt es neben dem Rizinuscocktail „einen Haufen“ an neuen Alternativen zur Wehenförderung bei der Geburtseinleitung, welche ebenfalls auch auf eine natürliche Art und Weise wirken. Im klinischen Alltag ist Misoprostol ein übliches Medikament. Eine natürliche Methode, um Wehen einzuleiten ist Geschlechtsverkehr. Durch Sex wird bei der Schwangeren das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Dieses Hormon kann zu Kontraktionen der Gebärmutter führen. Ebenfalls können Wehen durch eine Fußreflexionen-Massage beigeführt werden. Ebenfalls kann durch viel Bewegung das Kommen der Wehen ausgelöst werden. Bei vielen Frauen wurden durch aktive oder passive Bewegungen Wehen ausgelöst. Sollte das alles aber nichts helfen, kann der behandelnde Arzt im Krankenhaus die Wehen einleiten. Dies wird er so oder so tun müssen, wenn der Geburtstermin um 14 Tage überschritten wurde oder das Baby über die Plazenta nicht ausreichend versorgt werden kann.

Der errechnete Geburtstermin eures Kindes steht kurz bevor oder ist bereits überschritten? Nicht nur, dass die Vorfreude und die Spannung langsam unerträglich werden, auch die Schwangerschaft und der gesamte Alltag werden mit der großen Babykugel immer anstrengender.

Da gegen Ende der Schwangerschaft auch die Bewegungsfreiheit mehr und mehr eingeschränkt ist, verbringen Schwangere ihre Freizeit häufig in den eigenen vier Wänden, mit dem Warten auf den großen Tag. Dabei fühlt sich ein Tag beinahe wie eine Woche an und ihr fragt euch nicht zum ersten Mal, wann ihr endlich euer lang ersehntes Neugeborenes in eure Arme schließen könnt.

Mit einem Wehencocktail den Wehen nachhelfen

Spätestens mit dem Beginn der 40. Schwangerschaftswoche werden die werdenden Bald-Mamis auf eine ziemliche Geduldsprobe gestellt. Vielleicht habt ihr auch schon bewährte Hausmittel wie ein heißes Bad, Himbeerblättertee, sanfte Massagen, Spaziergänge oder die Brustwarzenstimulation ausprobiert, um die Wehen anzustoßen und eurem Schatz einen kleinen Schubs in Richtung Welt zu verpassen.

Fakt ist jedoch, dass es sich bei dem errechneten Geburtstermin lediglich um einen ungefähren Zeitraum handelt, in dem euer Baby auf die Welt kommen wird. Dabei werden nicht einmal 10 Prozent der Kinder pünktlich zu diesem Datum geboren. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sich euer Schatz drei Wochen vor oder zwei Wochen nach dem errechneten Termin auf den Weg macht.

Wie gefällt dir der Artikel bisher?Loading…

Oft hat dies auch seinen guten Grund und euer Baby braucht einfach noch ein paar Extra-Tage im schützenden Mutterleib. Sobald euer Kind so weit ist, werden auch die Wehen einsetzen und ihr könnt der Geburt ihren natürlichen Lauf lassen.

Wann kann ein Wehencocktail verabreicht werden?

Hin und wieder kann es dennoch vorkommen, dass den Wehen ein klein wenig nachgeholfen werden muss. Doch wie funktioniert das überhaupt? Höchstwahrscheinlich habt ihr schon einmal von eurer Hebamme, eurem Frauenarzt oder einer schwangeren Freundin von dem sogenannten Wehencocktail gehört.

Da es sich um eine relativ natürliche Form der Geburtseinleitung handelt, verabreichen einige Frauenärzte lieber zuerst einen Wehencocktail bevor Tabletten, ein geburtseinleitendes Gel oder der Wehentropf zum Einsatz kommen.

Der Wehencocktail ist ein altes Hausmittel, welches die Wehentätigkeit innerhalb von wenigen Stunden anregen und die Geburt einleiten soll. Frauenärzte und Hebammen greifen allerdings nur zu dieser Maßnahme, wenn es absolut nötig ist und bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Wann wird über die Verabreichung eines Wehencocktails nachgedacht?

Ihr wartet und wartet und mittlerweile ist der errechnete Geburtstermin bereits um mehrere Tage überschritten? Ist dies der Fall, so wird von einer sogenannten Übertragung gesprochen und euer Frauenarzt oder eure Hebamme wird euch über eine eventuelle Geburtseinleitung aufklären.

Denn ab Vollendung der 41. Schwangerschaftswoche steigt statistisch gesehen das Risiko, dass ihr eine Plazentainsuffizienz entwickelt und euer Baby im Mutterleib nicht mehr mit genügend Nährstoffen und ausreichend Sauerstoff versorgt wird.

Auch wenn bereits ein Blasensprung stattgefunden hat und Fruchtwasser abgegangen ist, die Wehen jedoch weiter auf sich warten lassen, wird des Öfteren ein Wehencocktail verabreicht.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Ganz wichtig ist, dass Baby und Mutter für die bevorstehende Geburt bereit sind. Das heißt, der Muttermund muss weich und bereits leicht geöffnet und der Gebärmutterhals ausreichend gedehnt sein.
  • Zudem muss sich euer Baby mit dem Kopf nach unten in der Geburtsposition und bereits tief im Becken befinden.
  • Der errechnete Geburtstermin muss mindestens um 10 bis 14 Tage überschritten sein, damit eine sogenannte Übertragung vorliegt.
  • Die Einnahme muss unter strenger Kontrolle und Aufsicht einer erfahrenen Hebamme oder eures Frauenarztes sowie nach einer vorherigen Untersuchung stattfinden.

Die enthaltenen Zutaten eines Wehencocktails

Jede Hebamme oder Geburtsklinik hat ihre eigene Rezeptur für den klassischen Wehencocktail. Doch einige Zutaten eignen sich für den wehenfördernden Cocktail besonders gut. Bewährt haben sich eine Mischung aus Rizinusöl, Aprikosensaft sowie Alkohol in Form von Sekt, Wein oder klarem Schnaps.

Was bewirken die verschiedenen Zutaten? Rizinusöl wird seit Hunderten von Jahren als zuverlässiges Abführmittel verwendet und fand bereits in der Antike Anwendung im Geburtsbereich und als wehenförderndes Mittel. Die im Öl enthaltene Rizinolsäure wird dabei über die Darmschleimhaut aufgenommen und regt die Darmtätigkeit an. Durch die starken Darmbewegungen sollen auch die Kontraktionen der benachbarten Gebärmutter verstärkt und somit die Wehen ausgelöst werden.

Aprikosensaft enthält viele wertvolle Vitamine und ist vor allem sehr kaliumhaltig. Die Beigabe des Saftes dient dazu, einem gefährlichen Kalium- sowie Elektrolytverlust, die durch das Rizinusöl hervorgerufen werden können, vorzubeugen. Zudem verbessert der Fruchtsaft den Geschmack, da Rizinusöl wirklich alles andere als lecker ist.

Der beigemischte Alkohol bewirkt, dass sich das Rizinusöl im Saft lösen kann. Einige Hebammen fügen dem Getränk auch noch Mineralwasser, Mandelmus oder Eisenkraut bei, wobei das Eisenkraut die Wehentätigkeit zusätzlich stimuliert.

Das richtige Mischverhältnis ist bei einem Wehencocktail essenziell und eine Überdosierung muss unbedingt vermieden werden. Zudem sollte der Cocktail nur von einer erfahrenen Hebamme zubereitet werden.

Aus diesen Gründen raten wir dringend von einer Selbstherstellung ab und verzichten an dieser Stelle auf ein detailliertes Rezept mit dem wehenfördernden Rizinusöl. Wenn ihr euch für einen Wehencocktail entscheidet, solltet ihr euch mit eurer Hebamme oder eurem Frauenarzt beraten.

Wann tritt die Wirkung des Wehencocktails ein?

Der Wehencocktail sollte nach der Zubereitung innerhalb von 30 Minuten und nur unter Aufsicht der Hebamme getrunken werden. Die Wirkung setzt in der Regel bereits nach 2 bis 6 Stunden ein. Bei manchen Schwangeren zeigt der Wehencocktail jedoch kaum oder gar keine Wirkung. Dann muss unter Umständen über andere wehenfördernde Maßnahmen nachgedacht werden oder ihr solltet eurem Liebling, sofern keine gesundheitlichen Risiken für euch und das Baby bestehen, noch ein paar Tage mehr Zeit geben.

Nebenwirkungen eines Wehencocktails

Ein Wehencocktail kann zwar dazu beitragen die Wehen zu fördern, allerdings dürfen die Nebenwirkungen nicht unterschätzt werden. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass ihr stets unter der Aufsicht und Kontrolle eurer Hebamme oder des Frauenarztes seid.

Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen:

Starker Durchfall, Erbrechen und Übelkeit. Daraus können Kreislaufprobleme und ein gefährlicher Wasser- sowie Nährstoffmangel entstehen. Durchfall raubt euch außerdem wichtige Kraft, die ihr dringend für die bevorstehende Geburt benötigt. Zudem kann sehr starker Durchfall Darmschäden sowie schmerzhafte Darmkoliken auslösen.

Ist euer Körper noch nicht reif für die Geburt, also wenn der Muttermund nicht weich genug sowie leicht geöffnet ist, kann es während der Geburt unter Umständen zu Komplikationen kommen.

Plötzlich auftretende und starke Wehen können nicht nur bei euch, sondern auch bei eurem Baby enormen Stress und sogar einen riskanten Sauerstoffmangel auslösen. Zudem kann das Rizinusöl auch in den Blutkreislauf eures Kindes gelangen. Dort kann es, genauso wie bei euch, Stuhlgang hervorrufen. Das Kindspech oder Mekonium, wie der medizinische Fachausdruck dafür ist, sorgt für eine grünliche Verfärbung des Fruchtwassers und ist ein Zeichen dafür, dass euer Kind sehr gestresst ist.

Starke Wehen können unter anderem zu einer Mangeldurchblutung der Plazenta führen. Um zu verhindern, dass die Herztöne des Ungeborenen nach starken Kontraktionen der Gebärmutter abfallen, sollten die Herztöne während und nach der Einnahme des Wehencocktails überprüft und kontrolliert werden.

Durch die Einnahme eines Wehencocktails kann die Rückbildung der Gebärmutter beeinträchtigt werden.

Ihr seht also, ein Wehencocktail kann unter bestimmten Voraussetzungen zwar hilfreich sein und die überfälligen Wehen auslösen, allerdings sind die Nebenwirkungen nicht zu unterschätzen. Deshalb ist es enorm wichtig, eine erfahrene Hebamme zurate zu ziehen und vorab untersuchen zu lassen, ob ihr und euer Kind bereit für den Geburtsvorgang seid.

Zudem kennen Hebammen das richtige Mischverhältnis eines Wehencocktails und bewahren euch vor einer möglichen Überdosierung. Da die Wehen sehr schnell und heftig eintreten können, sollte der Wehencocktail nur unter Aufsicht und anschließender Kontrolle der Hebamme und vor allem niemals auf eigene Faust konsumiert werden.

Alternativen zu einem Wehencocktail

Bevor ihr euch für einen Wehencocktail entscheidet, solltet ihr es zuvor lieber erst mit den schonenden und ungefährlichen Hausmitteln versuchen. Diese sind ganz ohne Nebenwirkungen verbunden und können sanft die Wehentätigkeit anregen.

Wie wäre es zum Beispiel mit einem schönen langen Spaziergang, einem heißen Vollbad, speziellen Wehen-Tees oder einer leichten und entspannenden Bauch- oder Fußreflexzonenmassage?

Auch Geschlechtsverkehr ist bestens dafür geeignet Wehen auszulösen, da das für die Geburt wichtige Wehen-Hormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Zudem enthält Sperma das Hormon Prostaglandin, welches unter anderem den Muttermund weich macht. Die einzige Hürde könnte sein, dass es ein bisschen dauert, bis ihr eine geeignete Stellung gefunden habt.

Sollten weder die Hausmittel noch der Wehencocktail helfen, kann der Frauenarzt auch bestimmte wehenfördernde und medikamentöse Mittel verabreichen. Dazu gehören zum Beispiel effektive Präparate mit Prostaglandin oder anderen wehenauslösenden Wirkstoffen. Diese werden der Schwangeren in der Regel jedoch nur verordnet, wenn es absolut notwendig ist.

Fazit

Gefühlt seid ihr bestimmt schon lange bereit, um euren kleinen Schatz endlich auf die Welt zu bringen. Das heißt jedoch nicht, dass sich euer Zwerg auch schon bereit dafür fühlt, das Licht der Welt zu erblicken.

Wenn der Frauenarzt oder die Hebamme keine Bedenken äußern und zudem keine gesundheitlichen Gründe wie zum Beispiel eine Unterversorgung des Babys oder eine geplatzte Fruchtblase vorliegen, solltet ihr eurem Kind noch ein paar zusätzliche Tage zur weiteren Entwicklung gönnen.

Sobald euer Baby nämlich bereit für das Leben außerhalb des schützenden Mutterleibs ist, werden auch die Wehen einsetzen und die Geburt endlich beginnen.

Bis dahin wünschen wir euch noch die nötige Geduld und alles Gute für die bevorstehende Geburt.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.