Rezepte für salzteig

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Salzteig-Rezept: In wenigen Schritten herstellen und backen

Mit diesem Salzteig-Rezept kannst du kreative und nachhaltige Kunstwerke formen. Wir zeigen dir, wie du beliebige Formen aus Salzteig herstellen, backen und verzieren kannst.

Für dieses Salzteig-Rezept brauchst du nur drei Zutaten:

  • Mehl
  • Salz
  • Wasser

Das Verhältnis für die Mischung ist 2:1:1. Je nach gewünschter Menge, kannst du die Zutaten im Salzteig-Rezept entsprechend anpassen.

Salzteig-Rezept aus nur drei Zutaten

Für den Salzteig benötigst du Mehl, Salz und Wasser im Verhältnis 2:1:1. (Foto: Melanie von Daake / Utopia)

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 Tasse Salz

Tipp: Du kannst auch eine halbe Tasse Mehl durch die gleiche Menge Speisestärke ersetzen und zwei Esslöffel Öl hinzufügen, um den Teig noch geschmeidiger zu machen. Er lässt sich dann leichter kneten und modellieren.

Salzteig selber herstellen – so geht’s

Das Salzteig-Rezept geht einfach und schnell. Befolge folgende drei Schritte:

  1. Mische Mehl und Salz in einer Schüssel.
  2. Gib das Wasser hinzu und knete die Zutaten zu einem glatten Teig. Der Teig sollte nicht an den Händen kleben. Falls doch, kannst du noch etwas Mehl hinzufügen.
  3. Nach dem Kneten ist dein Salzteig fertig zum Formen.

Hinweis: Du kannst den Teig vor dem Formen einfärben, z.B. mit Gewürzen (Kurkuma) oder anderen natürlichen Farben. Allerdings verlieren die Farben an Kraft, wenn der Salzteig gebacken ist. Wenn du kräftige Farben erzielen möchtest, ist es ratsam, dass du den Teig nach dem Backen bemalst.

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Salzteig ausstechen und formen

Für die Anhänger rollst du den Teig ca. 0,5 cm dick aus. (Foto: Melanie von Daake / Utopia)

Beim Formen des Salzteiges kannst du kreativ werden. Besonders geeignet ist der Salzteig für:

  • Anhänger, z.B. für den Weihnachtsbaum oder Osterstrauch
  • Utensilien für die Kinderküche oder den Einkaufsladen
  • Hand- und Fußabdruckplatten
  • Tischdeko

So stellst du Anhänger aus Salzteig her:

  1. Streue Mehl auf eine Arbeitsfläche und rolle den Teig mit einem Nudelholz ungefähr einen halben Zentimeter dick aus.
  2. Nun kannst du die einzelnen Anhänger z.B. mit Plätzchenformen ausstechen und mit der leicht mehligen Seite auf ein Backblech geben.
  3. Bohre mit einem Spieß ein Loch in deinen Anhänger, um ihn später auffädeln zu können.
  4. Achte darauf, dass das Loch groß genug ist. Wenn der Teig erst einmal trocken ist, wird es schwer noch Änderungen vorzunehmen, ohne dein Werk zu beschädigen.

Salzteig-Figuren mit Silikonformen:

Wenn du Silikon-Backformen verschiedener Motive zur Hand hast, kannst du damit Tischdekorationen oder Spielfiguren für Kinder herstellen. Nimm eine entsprechende Menge Salzteig und drücke diesen vorsichtig in die Form hinein.

Fuß- oder Handabdrücke:

Um den Fuß- oder Handabdruck deines Kindes zu verewigen, rollst du ein entsprechend großes Stück Salzteig auf einer bemehlten Fläche aus. Lass dein Kind nun vorsichtig Hand oder Fuß in den Teig drücken, sodass er gut sichtbar ist. Wenn du den Abdruck später aufhängen möchtest, bohre ein Loch an der entsprechenden Stelle hinein.

Salzteig backen im Backofen

Anhänger kannst du mit Plätzchenformen ausstechen. (Foto: Melanie von Daake / Utopia)

Salzteig mag keine große Hitze, dadurch wird er schnell rissig oder schlägt Blasen. Daher solltest du ihn schonend backen. Um Energie zu sparen, kannst du ihn alternativ über mehrere Tage in Heizungsnähe oder einem warmen Ort an der Luft trocknen.

Wenn du es mit dem Salzteig-Rezept etwas eiliger hast, solltest du ihn wie folgt ausbacken (gilt für die 0,5 cm dicken Anhänger):

  • Für 30 Minuten bei 60 Grad Celsius,
  • danach 30 Minuten bei 100 Grad Celsius,
  • und für zwei Stunden bei 120 Grad Celsius.

Tipp: Der Teig ist durchgetrocknet, wenn die Mitte der Unterseite hart ist.

Lies auch: 20 Geschenke aus der Küche

Bemalen und Lackieren der Salzteig-Figuren

Diese niedliche Tischdeko aus Salzteig ist in einer Silikonform gebacken und mit Wasserfarbe und wasserbasiertem Klarlack bemalt worden. (Foto: Melanie von Daake / Utopia)

Nach dem Trocknen bzw. Backen kannst du den Salzteig noch bunt anmalen. Dazu eignen sich verschiedene Farben. Für die Anhänger, Kuchen für die Kinderküche und Tischdeko auf den Bildern haben wir Wasserfarbe genutzt. Empfehlenswerte Farbkästen stellen wir dir in unserem Artikel über natürliche Wasserfarben vor. Du kannst aber auch andere Farben oder Buntstifte nutzen.

Wenn du die Salzteig-Kreationen fertig bemalt hast, sollten sie nochmals an einem warmen Ort trocknen.

Da der salzhaltige Teig mit der Zeit Wasser aus der Luft zieht, musst du ihn für eine längere Zeit haltbar machen. Dazu kannst du ihn mit einem Klarlack, z.B. wasserbasierend oder mit pflanzlichen Ölen, überziehen. Achte darauf, dass der Lack der Norm EN 71-3 entspricht, und somit auch für Kinderspielzeug geeignet ist.

Tipp: Wenn du Wasserfarbe nutzt, nimm wenig Wasser und viel Farbe, so decken die Farben besser. Du benötigst auch mindestens zwei Anstriche, um eine richtig satte Farbe zu bekommen.

Perfekt für die Kinderküche – bemalte Salzteig-Küchlein. (Foto: Melanie von Daake / Utopia)

Das Salzteig-Rezept im Video:

Weiterlesen auf Utopia.de:

  • Nudeln selber machen: so gelingt die perfekte Pasta
  • Weinstein Backpulver: Das steckt dahinter
  • Basteln mit Kindern: 5 kreative Ideen für Zuhause
  • Tipps gegen Langeweile: So machst du mehr aus deinem Leben
  • Backblech reinigen mit natürlichen Hausmitteln – so geht’s

English version available: Salt-dough: Fun Project for Kids of All Ages

Wer gern mit Kindern bastelt, für den ist Salzteig ein Klassiker. Aus dem weichen Teig lässt sich allerhand formen, was später auch noch weiterverarbeitet, nämlich verziert und gestaltet werden kann. Salzteig ist einfach herzustellen, preiswert, macht keinen Flecken, klebt nicht und ist unbedenklich für die Gesundheit. Wer also eine Idee benötigt, beispielsweise für den nächsten Regentag, dem sei Salzteig ans Herz gelegt. Beim Herstellen und Formen gibt es viel Spaß, die Kinder sind für Stunden beschäftigt und das für wenig Geld. Basteln mit Salzteig ist für Kinder etwa ab dem 5. Lebensjahr empfehlenswert. Man sollte ihnen aber erklären, dass der Teig nicht essbar ist.

Rezept für Salzteig

Salzteig kann man immer so viel herstellen, wie man benötigt. Der Teig setzt sich aus drei Bestandteilen, aber vier Teilen zusammen. Je nachdem, wieviel Teig benötigt wird, kann man mehr oder weniger anmachen.

  • 2 Teile Mehl
  • 1 Teil Salz
  • 1 Teil Wasser

Beispiel:

  • Wer nur wenig Teig benötigt, nimmt 200 g Mehl, 100 g Salz und 100 ml Wasser.
  • Wer sich das lästige Abwiegen sparen möchte, nutzt eine Tasse, nimmt also 2 Tassen Mehl, 1 Tasse Salz und 1 Tasse Wasser.

Tipp: Das Wasser immer zuletzt abwiegen. In nassen Gefäßen klebt Mehl und man muss mehr sauber machen. Wählt man die Zutaten in der richtigen Reihenfolge, entfällt das.

Variationen

  • Statt 200 g Mehl nutzen viele nur 150 g und nehmen dazu noch 50 g Speisestärke. Bei 2 Tassen Mehl sind es 1 ½ Tassen Mehl und ½ Tasse Speisestärke. Speisestärke soll den Teig besser zusammenhalten und ihn samtiger machen. Zudem verhindert sie Rissbildungen beim Backen.
  • Viele Rezepte haben noch Speiseöl als weiter Zutat. Bei dem Tassenrezept kommen da etwa 1 bis 3 Esslöffel Öl dazu. Das Öl macht den Teig glatter, weicher und geschmeidiger.
  • 1 bis 2 Esslöffel Tapetenkleister untergemischt, erhöht die Haltbarkeit des fertigen Produktes

Salzteig herstellen

Die Herstellung ist ein Kinderspiel. Alle Zutaten werden in ein geeignetes Gefäß gegeben und verrührt. Man kann mit den Händen kneten oder aber den Mixer nutzen. Es entsteht ein fester, glatter und gut formbarer Teig. Mehr ist nicht zu tun. Das Kneten können natürlich auch die Kinder übernehmen.

Salzteig färben

Salzteig kann mit Lebensmittelfarbe eingefärbt werden. Alternativ kann das gestaltete Objekt aber im Nachhinein auch bemalt werden. Wer keine Lebensmittelfarbe verwenden möchte, kann auch mit Naturfarben arbeiten.

  • Kakao färbt braun
  • Curry gelb
  • Götterspeisenpulver oder Spirulina grün
  • Orangensaft orange (statt Wasser verwenden)
  • Rote Beete – rot (eher dunkel)
  • Paprika normales rot
  • Tinte färbt blau

Tipp: Beim Färben unbedingt mit Handschuhen arbeiten!

Salzteig verarbeiten

Salzteig kann auf unterschiedliche Art verarbeitet werden. Meist wird er ausgerollt. Entweder werden dann Formen herausgeschnitten oder mit Plätzchenformen welche ausgestochen, ähnlich wie beim Plätzchenbacken. Der glatte Teig kann auch zu unterschiedlichsten Dingen geformt werden.

Für den Frühling eignen sich bunte Blumenanhänger besonders gut.

Nach dem Formen wird der Teig entweder gebacken, ca. 45 Minuten bei 150°C oder man lässt ihn ohne Hitzeeinwirkung trocknen, was einige Tage dauert, aber Risse verhindert. Auch vor dem Backen sollten die kleinen Kunstwerke 1 bis 2 Tage natürlich trocknen. Um einen leichten Glanz auf der Oberfläche hinzubekommen, können die Figuren vor dem Backen dünn mit Eigelb oder Kondensmilch bestrichen werden.

Besser als das Backen bei hohen Temperaturen ist, ein längeres Backen bei niedrigen Temperaturen. Zuerst etwa 1 Stunde bei 60 bis 80 °C backen und dann noch etwa 2 Stunden bei 100 bis 120°C.

Nach dem Backen und Abkühlen bzw. nach dem Trocknen, kann die Figur oder was immer entstanden ist, bemalt werden. Wurde mit Lebensmittelfarbe gearbeitet, wird alles mit transparentem Lack bestrichen, damit das Gebastelte eine kräftige Farbe erhält. Alternativ kann Klarlack-Spray genutzt werden, am besten gleichmäßig von allen Seiten. So wird das Salzgebäck vor einziehender Feuchtigkeit geschützt und haltbar gemacht.

Tipp: Beim Backen immer Backpapier auf das Blech legen, der Salzteig klebt sonst fest. Beim Entfernen zerbrechen die Figuren und es gibt Tränen.

Möglichkeiten der Gestaltung

Die Möglichkeiten der Gestaltung sind vielfältig. Es gibt spezielle Bastelbücher für Salzteig, aber die meisten Ideen findet man im World Wide Web. Es kommt natürlich etwas auf das Alter der Kinder an, was gebastelt werden kann. Sehr beliebt sind Türschilder fürs Haus oder das Kinderzimmer. Auch Hand- und Fußabdrücke werden gern gemacht. Im Prinzip ist alles möglich. Wer Inspirationen sucht, muss bei der Google-Suche nur auf Bilder gehen, da hat man auf einen Blick Ideen für die Bastelstunden der nächsten Jahre zusammen.

Salzteig ist ideal, um mit Kindern zu basteln. Sie sollten nicht allzu jung sein, ab etwa 5 Jahren macht es Sinn, dann können sie im Prinzip alles allein machen. Wer schnelle Ergebnisse möchte, muss den Teig im Anschluss gleich im Ofen backen, was häufig zu Rissen führt. Wer mehr Zeit hat, sollte ihn natürlich trocknen lassen oder bei niedrigeren Temperaturen backen. Die Gestaltungsvielfalt ist enorm. Anregungen findet man in Mengen im Internet.

Salzteig selber machen: Rezept und Anleitung

  • Sie können alles Mögliche mit Salzteig anstellen. Rollen Sie ihn aus, um mit Plätzchenformen Anhänger auszustechen. Oder Sie formen Figuren nach Lust und Laune.
  • Auch bei der Farbgestaltung haben Sie mehrere Möglichkeiten. Sie können Salzteigfiguren später bemalen oder den Teig gleich einfärben. Das geht mit Lebensmittelfarbe, aber auch mit natürlichen Mitteln. Etwas Kakao färbt den Teig braun, gelb wird er mit Curry. Verwenden Sie statt Wasser Orangensaft, wird der Teig orange. Blauen Teig erhalten Sie ganz einfach, indem Sie etwas Tinte untermischen.
  • Sind die Figuren – oder was Sie sonst gebastelt haben – fertig, muss der Teig trocknen. Das dauert einige Tage, wenn Sie ihn an der Luft trocknen lassen.
  • Schneller geht es im Backofen. Hier sollten Sie eine niedrige Temperatur um die 50 bis 60 Grad wählen. Bei höheren Temperaturen zu Beginn entstehen leicht unschöne Risse im Teig. Wie lange der Teig im Backofen bleiben muss, hängt von der Dicke der Objekte ab. Pro halben Zentimeter Dicke müssen Sie eine Stunde Backzeit rechnen.
  • Danach backen Sie noch etwa eine Stunde lang mit einer Temperatur von 120 bis 150 Grad weiter. Nun muss der Salzteig noch auskühlen, bevor Sie ihn bemalen oder mit Klarlack behandeln können.

Salzteig-Rezept zum Selbermachen

Diese Zutaten brauchst du für das Salzteig-Rezept:

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • wahlweise 1 TL Pflanzenöl

So kannst du Salzteig herstellen:

  1. Verrühre Mehl und Salz.
  2. Gib das Wasser hinzu und knete es gründlich bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Du kannst jetzt wahlweise etwas Pflanzenöl hinzugeben und nochmal kneten. Durch das Öl wird die Masse noch geschmeidiger.
  4. Für farbigen Salzteig die Masse mit Lebensmittelfarbe einfärben.

Als Alternative zum Färben bemalst du ihn einfach. Dafür eignen sich Wasserfarben, Plakafarben und Acrylfarben. Bei der Wasserfarbe möglichst viel Farbe und wenig Wasser nehmen, so deckt sie besser.

Salzteig formen

  1. Mehl auf die Arbeitsfläche geben.
  2. Teig mit einem Nudelholz ausrollen.
  3. Ausstechen.

Das Salzteig-Rezept ist natürlich nicht nur darauf beschränkt, Anhänger zu basteln. Auch Handabdrücke, Türschilder oder Tischdeko machst du damit selber und mit Silikonformen gelingen kleine Figuren. Die Salzteig-Figuren sind vor allem beim Weihnachtsbasteln oder als Bastelideen für Ostern nicht wegzudenken!

Damit der Salzteig lange haltbar ist, lackiere ihn nach dem Malen mit Klarlack.

Salzteig backen

Je 5 mm Dicke planst du eine Stunde Backzeit ein – also bei 1,5 cm drei Stunden. Damit die Stücke keine Risse bekommen, erhöhst du die Backtemperatur schrittweise.

  1. Eine Stunde bei 60-80° C backen.
  2. Anschließend zwei Stunden bei 100-120° C backen. Ist die Mitte der Unterseite hart, ist der Teig durchgetrocknet.
  3. Auskühlen lassen.

Salzteig ohne Backen

Alternativ kannst du den Teig an einen warmen Ort stellen, zum Beispiel in der Nähe des Ofens. Dort braucht er ca. ein bis zwei Tage zum Trocknen.

Diese Tipps solltest du kennen

  • Du kannst auch Gewürze (z. B. Kurkuma) oder Lebensmittel wie Kakao oder Traubensaft zum Einfärben verwenden.
  • Wenn du nicht den ganzen Teig sofort verarbeiten willst, kannst du ihn portionsweise in luftdichten Behältern im Kühlschrank aufbewahren.
  • Für Anhänger oder Aufhänger pikst du vor dem Backen schon ein Loch in die entsprechende Stelle.

Ideen für den Teig

Aus Salzteig lassen sich viele kreative Sachen basteln und formen. Wir haben einige schöne Ideen für dich gesammelt:

Weihnachten

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Einfaches Rezept zum Herstellen von Salzteig

Zutaten:

  • 1 ½ Tassen Mehl
  • ½ Rasse Speisestärke
  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • evtl. 1 EL Öl

Zubereitung:

  1. Mehl, Salz und Wasser im Verhältnis 2 : 1 :1 miteinander vermengen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.
  2. Um den Teig geschmeidiger zu machen, kann nach Bedarf Öl hinzugefügt werden.

Sehen Sie im Video, wie Sie im Handumdrehen eine schönes Windlicht basteln der Artikel wird unter dem Video fortgesetzt).

Backen oder trocknen lassen?

Ist der Salzteig fertig geformt, kann er getrocknet, beziehungsweise gebacken werden. Wichtig dabei ist, dass der Bastelteig zu große Hitze mit Rissen oder Blasen abstraft. Alternativ zum Backofen gibt es die Möglichkeit, die geformte Dekoration an der Luft zu trocknen und dabei immer wieder zu wenden. Das dauert natürlich eine Weile, ein Tag sollte mindestens eingeplant werden, je nachdem wie dick die Figuren sind.

Im Ofen kann der Salzteig in drei Phasen gebacken, beziehungsweise getrocknet werden, zuerst für 30 Minuten bei 60 Grad, dann für weitere 30 Minuten bei 100 Grad und schließlich bei 120 Grad für zwei Stunden. In den ersten 60 Minuten ist es hilfreich, wenn die Backofentür alle zehn Minuten kurz geöffnet wird. So kann die Feuchtigkeit entweichen.

Tipps zum Bemalen von Salzteig

Für das Bemalen von Salzteig gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Teig kann schon vor dem Trocknen mit Lebensmittelfarben eingefärbt werden. Nach dem Trocknen gibt es die Möglichkeit, die Figuren mit Wasserfarben zu bemalen. Wer es gerne kräftiger und intensiver mag, kann zu Acryl- oder Lackfarben greifen.

Um die selbstgemachte Dekoration in ihrer Farbenpracht länger haltbar zu machen ist es empfehlenswert, nach dem Trocknen der Farbe Klarlack aufzutragen.

Schöne Ideen für das Basteln mit Salzteig

Zu jedem Anlass und zu jeder Jahreszeit kann hübsche Deko aus Salzteig basteln. Wir haben für Sie ein paar hübsche Ideen gesammelt:

Diese niedlichen Igel sind beispielsweise eine schöne Idee für den Herbst:

Ein Beitrag geteilt von Nele von Faminino (@faminino) am Sep 18, 2019 um 10:44 PDT

Im Advent verschönert eine selbstgebastelter Türkranz den Hauseingang:

Ein Beitrag geteilt von Evi (@dekohus) am Dez 2, 2018 um 2:54 PST

Christbaumschmuck aus Salzteig hat eine persönliche Note und kann ganz individuell gestaltet werden.

Ein Beitrag geteilt von Manuela 🦄 (@skamanu13) am Dez 1, 2018 um 3:08 PST

Und auch Dekoration für den Frühling oder das Osterfest lässt sich schnell und unkompliziert aus Salzteig basteln.

Ein Beitrag geteilt von Karlinchen’s Welt (@karlinchenswelt) am Mär 11, 2019 um 2:25 PDT

Welches Werkzeug brauche ich?

Spezielles Werkzeug wird im Grunde für das Basteln mit Salzteig nicht benötigt. Eine Teigrolle ist hilfreich, um den Teig auszurollen. Wer Muster in den Teig ritzen oder stempeln möchte, braucht natürlich entsprechene Materialien wie Holzstäbchen oder Stempel. Einfache Ausstechförmchen sind gut geeignet um Baumschmuck auszustchen, Farben und Pinsel sollten bereitgelegt werden.

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Basteln mit Salzteig

Als erstes die trockenen Zutaten (Mehl, Stärke und Salz) in die Schüssel geben und miteinander vermischen. Nun das Öl einrühren. Anschliessend das Wasser nach und nach unter Rühren (mit dem Mixer) hinzugeben, bis alles gut miteinander vermischt ist. Der Teig sollte leicht zu kneten sein und nicht an den Händen kleben bleiben. Möchten Sie Ihren Salzteig einfärben, eignen sich dafür Lebensmittelfarben am besten. Ungefärbten Teig können Sie später besser bemalen.

Nun lässt sich der Teig verarbeiten. Nutzen Sie die Ausstechformen oder formen Sie frei Hand. Ihrer Fantasie – und der Fantasie Ihrer Kinder – sind keine Grenzen gesetzt. Stellen Sie zum Beispiel Baumschmuck, ein buntes Türschild oder Kerzenständer aus dem Salzteig her. Auch Obst und Gemüse für den „Chrämerliladen“ kann man damit selber machen.

Sind Sie mit Ihren Kunstwerken fertig, lassen Sie sie erst einmal ein bis zwei Tage an der Luft trocknen und erwärmen sie anschliessend zunächst bei 50 Grad für eine Stunde im Backofen. Erhöhen Sie die Temperatur dann auf 150 Grad und backen Sie sie noch einmal für eine Stunde. Nun können die Salzteigobjekte erst abkühlen und dann bunt bemalt werden. Am Schluss noch etwas Klarlack darüber und trocknen lassen – fertig.

Weihnachtsgeschenke basteln mit Kindern – SALZTEIG

Salzteig ist für mich die optimale Idee zum Basteln mit kleinen Kindern, aber auch den Großen macht es Spaß, tolle Geschenke zu kneten.

Meine Leserin Andrea aus der Schweiz hat mich kürzlich gefragt, was für Geschenke man mit einem 2-jährigen Kind selbst basteln könnte. Hier ist also Dein Post, liebe Andrea:

Der gute alte Salzteig wird garantiert immer noch nicht langweilig. Vor allem dann nicht, wenn Mama erzählt, dass sie damit früher als Kind auch schon tolle Sachen gemacht hat (garantiert auch Türschilder). Für jedes Kindesalter, auch schon für die Kleinsten ist diese Technik geeignet! Teig zu kneten macht immer Spaß und die Kinder probieren das salzige Zeug bestimmt nur ein einziges Mal. 🙂

Tolle Geschenke basteln aus Salzteig

In jedem Alter gibt es tolle Möglichkeiten, aus dem Salzteig schöne Geschenke herzustellen.
Die unter 4-jährigen zum Beispiel könnten kleine Taler formen und mit einem (Keks-)Stempel ein Motiv aufdrücken. Mama macht ein Löchlein oben hinein und schon haben wir einen Schlüsselanhänger oder Christbaumschmuck!
Meine Tochter hat schon mal (damals 5 Jahre alt) aus Knete die Krippen-Szene dargestellt. Auch das kann man wundervoll aus Salzteig machen und so hat man jedes Jahr wieder Freude daran.


Ist das nicht zauberhaft? Ich liebe diese Figuren immer noch. Sie stehen jedes Jahr wieder an ihrem Platz vor der Ostheimer Krippe.

Engelchen für die Fensterbank oder den Esstisch sind auch eine gute Idee als selbstgemachtes Geschenk aus Salzteig.

Hilfsmittel aus der Küche

Mit Keks-Ausstechern einfach kleine Sternchen o.ä. ausstechen lassen. Damit können die Kinder eine tolle Streudeko oder Tischkärtchen für die Weihnachtstafel zaubern. Auch als Geschenk-Anhänger sind diese sicher hübsch.

Schmuckkästchen, Bilderrahmen, Teelichthalter, Mensch-ärgere-dich-nicht-Spielsteine (der Papa sägt dazu ein Spielbrett?), so vieles mehr fällt mir auf Anhieb ein. Sicher gibt es Bücher, die Anregungen liefern, aber die Fantasie der Kinder geht meist viel weiter!

Salzteig einfärben

Ihr könnt die Farbigkeit auf unterschiedliche Weise herstellen – vor oder nach dem Brennen. Mit einem Klecks Acrylfarbe (immer mit Handschuhen!!) könnt ihr vorher den Teig sehr intensiv einfärben. Wesentlich besser klingt für mich die Variante der Lebensmittelfarbe. Diese färbt zwar auch ungeschützte Hände mit ein, ist aber für Kinder eine bessere Alternative.

So könntet ihr direkt ein paar farbige Salzteig-Bällchen vorbereiten und damit den Knet-Spaß erhöhen. Wie sich der farbige Teig im Ofen verhält, habe ich nicht ausgetestet. Sobald ich das gemacht habe, gibt es hier ein Update.

☆ ☆ ☆

Rezept für Salzteig:

2 Tassen Mehl 1 Tasse Salz 1 Tasse Wasser 1 TL Öl Alle Zutaten in einer großen Schüssel zum einem festen Teig kneten. Dieser kann dann sofort weiter verarbeitet werden. Die fertigen Werke sollten mindestens 1 Tag bei Zimmertemperatur trocknen, dann kann man sie fertig brennen: Ofen auf 50 Grad vorheizen. Salzteig je nach Dicke der Kreation für 1 – 2 Stunden im Ofen trocknen lassen. Dreht ihr die Temperatur höher, geht es zwar schneller, aber dann müsst ihr aufpassen, dass der Teig nicht dunkel wird und keine Blasen wirft. ☆ ☆ ☆

Weiterverarbeitung von Salzteig

Nach dem Brennen können wir die Salzteig-Kreationen mit Acrylfarben o.ä. bemalen. Wenn diese Schicht richtig trocken ist, können wir den Salzteig zusätzlich mit Klarlack schützen. Das verleiht der Figur einen schönen, kleinen Glanz-Schimmer.Das ist die Variante, die wir am Wochenende getestet haben. Wir haben mit Keks-Ausstechern den ausgerollten Teig in Sternchen oder Herzchen verwandelt. Dann haben wir mit Stempeln ein schönes Motiv hineingedrückt. Schon hatten wir einen Geschenkanhänger oder Christbaumschmuck!

Salzteig-Werke stempeln

Es empfiehlt sich hierbei, möglichst tiefe Stempel zu verwenden oder richtige Keks-Stempel. Wir haben die Anhänger nach dem Brennen mit Acrylfarben bemalt. Alternativ habe ich (bei dem blauen Stern zu sehen) mit Stampin‘ Up Prägepulver verziert, was wunderbar funktioniert und sehr haltbar ist. Anschließend habe ich die Anhänger mit Klarlack besprüht (draußen!). Besser ist aber sicher ein Lack, den man mit Pinsel aufträgt. Mir persönlich gefallen zu buntem Weihnachtspapier die naturbelassenen Anhänger am besten. So kann jeder nach eigenem Geschmack basteln.

Weitere Ideen, welche Weihnachtsgeschenke eure Kinder aus Salzteig selbst herstellen können:

  • Bilderrahmen bestückt mit dem aktuellsten Foto
  • Schneemann als Deko (mit Zahnstocher die einzelnen Teile verbinden)
  • Hand- oder Fußabdruck von Kleinkindern
  • Teelichthalter (s.o.)
  • Knöpfe oder Kettenglieder für ein Armband
  • Schmuckdose und vieles mehr…

Ich wünsche euch und den Kindern viel Spaß beim Basteln!

Wunderbare Erinnerung – Salzteig Handabdruck oder Pfotenabdruck

Anleitung für einen wunderbaren Salzteig Handabdruck

Warum ein Salzteig Handabdruck? Wie ihr ja bereits wisst, haben wir seit Kurzem eine wunderhübsche Katzendame in unserem neuen zu Hause. Sie macht uns jeden Tag unglaublich viel Freude und wir freuen uns jede Sekunde, sie bei uns zu haben.

Wie nach der Geburt eines Kindes ist man besonders die erste Zeit wahnsinnig damit beschäftigt, viele Fotos von dem süßen Neuankömmling zu machen. Jede Bewegung, jeder Blick ist so faszinierend und aufregend, dass man diese Momente am liebsten für immer auf Papier bannen möchte.

Bilder sind ein zauberhafter Weg, seine Erlebnisse festzuhalten. Doch es gibt noch so viele andere tolle Ideen, um von seinen Liebsten eine tolle Erinnerung zu bewahren. Ich habe nach einer DIY Möglichkeit gesucht, in der Zeit, in der Nahla noch so klein ist, ihre kuschelig-süßen Pfötchen für die kommenden Jahre in einem Salzteig Handabdruck zu verewigen. Und ich habe einen Weg gefunden, der sowohl wunderbar einfach, als auch unglaublich schön und schnell ist. Diesen möchte ich dir hier vorstellen.

Die Idee klappt übrigens nicht nur bei Tierpfötchen! Natürlich lassen sich auch die Patschehände der geliebten Kinder toll auf diese Weise festhalten. Am schönsten ist es ja, dies regelmäßig zu wiederholen und zu sehen, wie die Kleinen immer größer werden. Ganz abgesehen von Fotos und Co.!

Rezept für den Salzteig Handabdruck

Ihr braucht (und die Liste ist gleich mit amazon verlinkt, falls noch etwas fehlt):

Für den Salzteig:

2 Tassen Mehl
1 Tasse Salz
1 Tasse Wasser
1 Teelöffel Öl
wenn der Teig bunt werden soll: Lebensmittelfarbe
evtl. Ausstechform Herz*
Klarlack*

Für die Deko:

Heißklebepistole / Alleskleber*
Bunte Stoff- oder Papierreste
Tiefer Bilderrahmen, zum Beispiel Ribba von Ikea*

Anleitung für den Salzteig Handabdruck

Die Zutaten für den Teig vermengen. Falls dieser noch nicht fest genug sein sollte, einfach nach Gefühl noch etwas Mehl hinzugeben. Scheint er etwas trocken, noch einen Schuss Wasser. Der Abdruck sollte darin dann gut halten können.

Ich habe den Teig komplett ausgerollt und dann mein Kätzchen dazu geholt. Da sie eh ganz neugierig um den Tisch herumspazierte, war es kinderleicht. :)) Ein Vorderpfötchen sanft in den Teig drücken, und schon ist es fertig! Das geht auch wunderbar mit Kinderhänden für einen Salzteig Handabdruck.

Als Deko zum Aufhängen kann man Backförmchen, wie zum Beispiel einen Herzausstecher, zum auslösen nehmen. Mit einem Strohhalm dafür oben in der Mitte ein Loch einstechen, und so lässt es sich auch wunderbar aufhängen! Für den Bilderrahmen reicht es, mit einem Messer den Abdruck rundherum auszuschneiden.

Nun muss der Teig mindestens einen Tag gut trocknen. Ist er bunt gefärbt, wird er beim Trocknen etwas blasser.

Den Ofen auf 150° vorheizen und etwa eine halbe Stunde backen. Ist der Teig abgekühlt, mit Klarlack überziehen. So ist die Haltbarkeit gesichert. Der Geruch des Klarlacks vergeht nach ein, zwei Tagen.

Und nun kann der gute Salzteig Handabdruck auf den Stoff/das Papier geklebt und eingerahmt werden. Für mein Bild habe ich ein Retro Motiv mit Blümchen gewählt. Es passt farblich wunderbar zur Farbe des Salzteigs.

Und schon ist es vollbracht!

Eine wunderschöne DIY und Deko Idee! Ich habe diesen Abdruck mit Fräulein Nahla vor Ostern gebastelt und diesen dann meinem Freund geschenkt. Er hängt nun neben ihrem Kratzbaum und erfreut sich, auch bei Besuchern, besonderer Beliebtheit!

Da Madame besonders stolz auf ihr erstes Kunstwerk ist, möchte sie es dir nun auch selbst präsentieren:

Wir wünschen viel Freude beim Nachbasteln! Victoria – Vintage Blog Vintagemädchen

Weitere kreative Ideen für Selbstgemachtes findest du hier:

Selbstgemachte Keramik – Keramikmalerei
Retro Bilderrahmen
3D Weihnachtsbaum aus Papier

*Informationen zu den im Beitrag verwendeten Affiliate Links findest du unter meinen Shoppingtipps.

MAMA MONDAY: Baby-Fußabdruck im Salzteig als schöne Erinnerung (DIY)

Hach, sie werden so schnell groß, die lieben Kleinen. Denkt unbedingt dran die süßen kleinen Babyfüße rechtzeitig zu verewigen. Vielleicht in Salzteig?

Genau das habe ich letzte Woche gemacht und am Wochenende hatte ich endlich Zeit die hübschen Stücke fertig zu machen. Eigentlich wollte ich auch Abdrücke von den Händen machen aber die ganze Aktion war schwieriger als gedacht. So ein kleiner Schatz versteht schließlich null was grade tolles passiert und macht daher natürlich auch nicht wirklich mit. Die kleinen Händchen gingen also ständig sofort zu wen ich dem Teig nur in die Nähe kam. Aber immer der Reihe nach. Erstmal das Rezept.

Rezept für Salzteig:

Zutaten für den Salzteig:

Diese Menge reicht für 4 große Herzen (siehe Foto)

2 Tassen Mehl
1 Tasse Salz
1/2 Tasse Wasser

Außerdem: Backpapier, Teigroller, Schüssel, Ausstechform, Farbe nach Bedarf, Stoffband

Zubereitung Salzteig:

Alle Zutaten für den Salzteig in einer großen Schüssel vermengen und mit den Händen kneten.

Teig zu einer Kugel formen und platt drücken. Mit dem Teigroller etwa 1,5 cm dick ausrollen. Am Besten den Teig direkt auf dem Backpapier ausrollen.

Mit Ausstechformen oder mit dem Messer die gewünschte Form ausschneiden. Teigreste Drumherum entfernen.

Nun schnappt man sich den kleinen Schatz und hoff auf Kooperation 😉 Füße abwaschen und in den Teig drücken. Danach Füße am Besten auch nochmal waschen.

Aus dem Backpapier um die Form herum schneiden und auf einen Teller legen. Mit einer Gabel oder einem Holzstäbchen mittig ein Loch einstechen um das Ergebnis später aufhängen zu können. Den Teller für 1-2 Tage au die Heizung stellen bis der Teig hart geworden ist. Zwischendurch eventuell einmal umdrehen. Natürlich kann der Teig auch im Ofen gebacken werden (150 Grad, ca 30 Minuten) – das geht schneller, eventuell bekommt der Teig aber unschöne Blasen.

Im Anschluss könnt ihr den harten Teig farbig gestalten. Ich habe Acrylfarbe verwendet, da ich diese noch zuhause hatte. So sind die Füße auch etwas besser zu erkennen. Aber bitte nicht zu viel Farbe verwenden, da der Teig sonst (wenn er nicht im Backofen getrocknet wurde) wieder weich werden kann. Trocknen lassen. Wer möchte kann zum Abschluss noch Klarlack überziehen.

Durch das Loch ein Stoffband ziehen und verknoten. Fertig!

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Keine Lust auf Salzteig?

Natürlich gibt es auch alle möglichen anderen Varianten Fußabdrücke oder Handabdrücke des Babys anzufertigen. Ich wollte allerdings kein fertiges Produkt hierfür kaufen sondern auf eine Bastelidee zurückgreifen, die ich selbst noch aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Salzteig ist außerdem billig herzustellen und eigentlich hat man Mehl und Salz ja auch immer zuhause fürs spontane Basteln.

Aber egal ob aus Gips oder mit Farbe, das Ergebnis ist immer einfach zuckersüß und eine wirklich schöne Erinnerung.

Demnächst möchte ich noch ausprobieren, was man mit Farbe für Abdrücke auf Papier hin bekommt.

Vegtastische Grüße!

Sabrina

Salzteig selber machen

Menü

Salzteig ist der Klassiker unter den selbstgemachten Kneten.

Sein Geheimnis ist vor allem die große Menge Salz. Obwohl das Rezept sehr einfach ist, gibt es zahlreiche verschiedene Rezeptvarianten.

Die Zutaten für den Salzteig sind sehr preiswert, was ihn zum Dauerbrenner in Kindergärten macht.

Die Knetergebnisse vom Salzteig kann man nach einer Trocknungsphase backen, anmalen und lackieren. So entstehen kleine Kostbarkeiten, über die sich Eltern und Großeltern sehr freuen.

Auch Erwachsene modellieren traditionell gerne mit Salzteig. Dabei entstehen zum Teil wahre Kunstwerke.

Typische Themen für Salzteig-Arbeiten sind: Kerzenständer, Türschilder, Weihnachtsbaum-Schmuck, Osterschmuck.

Zutaten

Hier unser bevorzugtes Salzteig-Rezept:

  • 1 1/2 Tassen Mehl
  • 1/2 Tasse Speisestärke
  • 1 Tasse Salz
  • 1/2 – 1 Tasse Wasser
  • 1-3 EL Öl

Zu den nicht-klassischen Zutaten: Die Speisestärke hält den Teig besser zusammen, macht ihn samtiger und verhindert beim Backen die Bildung von Rissen. Das Öl macht den Teil geschmeidiger, glatter und weicher.

Video

Über die Herstellung und Verarbeitung von Salzteig haben wir ein Video gedreht.

Dauer des Videos: 5 Min. 24 Sek.

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Siehe auch: Weiche Salzknete selber machen (Video)

Produkttipps

Varianten

Variation: Klassisch

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser

Variation: Tapetenkleister

Hier wird Tapetenkleister hinzugegeben, um den Teig geschmeidiger zu machen und Risse beim Backen zu vermeiden. In unserem Rezept weiter oben verwenden wir die Speisestärke anstelle des Tapetenkleisters.

  • 2 Tassen Mehl
  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • 1-2 EL Tapetenkleister (im Wasser auflösen)

Andere Varianten

Manche Salzteig-Rezepte enthalten auch Alaun für die Geschmeidigkeit und als Konservierungsmittel. Alaun ist jedoch gesundheitsschädlich, wenn man es isst.

Daher sollte man in Salzteig-Rezepten für kleine Kinder auf Alaun verzichten.

Bei manchen Salzteig-Rezepten wird auch heißes Wasser verwendet, bei anderen wird der Salzteig sogar gekocht. Diese Vorgehensweise soll den Teig haltbarer machen.

Hier finden Sie ein Rezept mit heißem Wasser und Zitronensäure ist als salzhaltige Weich-Knete.

Ungiftig aber nicht essbar

Der Salzteig nach unserem Rezept (ohne Alaun) kann als ungiftig betrachtet werden.

Aber er ist nicht essbar, sondern eher als ungenießbar einzustufen.

Zwar sind alle verwendeten Zutaten ungiftig und werden in der Küche verwendet.

Aber Salz in großen Mengen ist alles andere als gesund und kann eventuell auch zu Gesundheitsschäden führen.

Man sollte vom Salzteig also keine großen Mengen essen.

Aber kein Mensch, auch kein kleines Kind, mit normalem Geschmacksempfinden, würde mehr als einen Krümel dieses extrem salzigen Teiges essen. Obwohl der Salzteig lecker aussieht und auch gut riecht, schmeckt er grässlich über-salzig.

Wenn man den Salzteig für kleine Kinder angerührt hat, sollte man aber vielleicht ausreichend Trinkwasser bereit stellen, falls ein Kind mal zu viel Salzteig in den Mund nimmt und anschließend den salzigen Geschmack im Mund loswerden will.

Anleitung

Foto-Anleitung

Stellen Sie die Zutaten bereit.

Geben Sie zuerst das Mehl, die Speisestärke und das Salz in eine Schüssel.

Vermischen Sie die Trockenzutaten mit einem Löffel.

Geben Sie das Öl und das Wasser in die Schüssler.

Vermischen Sie die Zutaten mit dem Mixer.

Mixen Sie, bis der Teig aus größeren Klumpen besteht und sich von der Schüsselwand löst.

Kneten Sie den Teig mit der Hand, bis Sie einen großen Klumpen erhalten.

Dann kann man auf dem Tisch oder der Arbeitsplatte weiterkneten.

Die Modellierarbeiten können jetzt beginnen.

Ab jetzt ist der Salzteig auch zum Kneten für kleine Kinder geignet.

Formen Sie aus dem Salzteig, worauf Sie Lust haben.

Auf dem Bild entsteht gerade ein einfacher Kerzenständer.

Man kann mit dem Salzteig auch flache Formen ausstechen, ganz wie bei Weihnachtsplätzchen.

Nach dem Trocknen, Backen und Anmalen kann man diese flachen Formen beispielsweise als Weihnachtsbaumschmuck verwenden.

Damit man die flachen Formen später aufhängen kann, sollte man schon in den rohen Teig Löcher stechen.

Dazu eignet sich ein Strohhalm.

Die fertigen Stücke müssen zunächst ein bis zwei Tage trocknen.

Dann werden sie gebacken: Bei ca. 150°C backt man die Stücke mindestens eine Stunde.

Je 5mm Dicke der Stücke rechnet man ine Stunde Backzeit, d.h. für ein 2 cm dickes Stück braucht man 4 Stunden Backzeit.

Anschließend kann man die Stücke anmalen und danch lackieren.

Erst lackiert ist der Salzteig dauerhaft haltbar, denn unlackiert zieht der hohe Salzgehalt Wasser aus der Luft und macht den Salzteig langfristig bröckelig.

Salzteig selber machen: So geht’s

Salzteig selber machen ist ganz einfach! Mit der selbstgemachten Modelliermasse lassen sich auch von ganz kleinen Kindern tolle Dinge kneten. Hier unsere Lieblingsrezepte.

Salzteig heißt Salzteig, weil er eine große Menge Salz enthält. In den Kindergärten oder beim Bastelnachmittag zuhause ist er äußerst beliebt: Die Zutaten hat man allermeist daheim, er lässt sich schnell anfertigen – und günstig ist er zudem! Salzteig lässt sich wie Knete leicht formen – und wenn er getrocknet ist, kann er mit Wasserfarben bemalt und natürlich auch lackiert werden. Wir haben verschiedene Rezepte getestet und stellen ihnen das klassische Rezept sowie unser Lieblingsrezept vor.

Salzteig – das klassische Rezept

  • 2 Teile Mehl
  • 1 Teil Salz
  • 1 Teil Wasser

Rezept für Salzteig – Der Klassiker

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Salzteig-Rezept mit Stärke für besonders leicht formbaren Teig

  • 1,5 Tassen Mehl
  • eine halbe Tasse Stärke
  • 1 Tasse Salz
  • 1 Tasse Wasser
  • 2 Esslöffel Öl

Rezept für besonders elastischen Salzteig

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Nach dem Formen die Kunstwerke ein bis zwei Tage an der Luft trocknen lassen, dann im Ofen bei 150 Grad eine Stunde aushärten. Danach können die fertigen Stücke nach Lust und Laune mit Wasserfarben bemalt werden. Mit Klarlack schauen sie besonders hübsch aus.

Tipp: Salzteig lässt sich auch mit Lebensmittelfarbe einfärben. In einem Tupper oder in Frischhaltefolie verpackt kann er einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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Für mich ist das Basteln mit Salzteig eine tolle Kindheitserinnerung. Salzteig formen. Salzteig trocknen. Salzteig bemalen. Hach, wie herrlich! Insbesondere in der Weihnachtszeit habe ich früher zusammen mit meinem Bruder immer viele hübsche Dinge kreiert. Einige Salzteigfiguren hat meine Mutter bis heute aufbewahrt!

Jetzt, wo die Weihnachtszeit näher rückt, bin ich auf die Idee gekommen, mal wieder etwas mit Salzteig zu basteln. Die Möglichkeiten sind ja fast unbegrenzt. Mit sehr günstigen Materialien ist der Teig super schnell zubereitet und es können Figürchen und Anhänger und vieles mehr gestaltet werden.

Einfach im heimischen Ofen gebacken, kann man sie mit allen möglichen Farben anmalen und für eine sehr lange Zeit konservieren. So kann man schnell hübsche Deko, persönliche Weihnachtsgeschenke oder ausgefallene Geschenkanhänger selber machen.

Soweit die Theorie. Aber wie ging das nochmal mit dem Teig? Als Kind habe ich mich ja wenig darum geschert, wie er genau hergestellt wird. Und welche Farben nimmt man am Ende am besten? Und kann man überhaupt alles formen, was man möchte? Oder gibt es da Einschränkungen? All das habe ich ausführlich getestet und im Folgenden findet Ihr das Ergebnis.

Viel Spaß beim Lesen und anschließend viel Spaß beim Salzteig basteln! 🙂

Welche Salzteig-Varianten gibt es?

Wenn man im Internet nach „Salzteig Rezept“ googelt, dann findet man neben dem klassischen sehr einfachen Rezept, das nur aus Mehl, Salz und Wasser besteht auch Abwandlungen. Am häufigsten kann man die Empfehlung finden, einen Teil des Mehls durch Speisestärke zu ersetzen. Auch wird hin und wieder Olivenöl erwähnt. Am interessantesten fand ich den „Geheimtipp“ beim Anrühren heißes Wasser zu verwenden.

Neben den leichten Abwandlungen gibt es dann noch weitere Alternativen zum Salzteig, bei denen man beispielsweise nur Speisestärke, Natron und Wasser verwendet. Aus dem fertigen Teig soll dann eine Art Fake-Porzellan werden, das eine ganz feine Struktur hat und fast weiß ist.

Allerdings scheint die Herstellung eines solchen Teiges nicht so einfach zu sein. Man muss die Masse aufkochen und ich habe unglaublich viele verzweifelte Kommentare von Hilfesuchenden gefunden, weil der Teig nichts wird. Und Salzteig, wie man ihn von früher kennt, ist er ja dann auch nicht mehr, wenn man ihn im Kochtopf zubereiten muss, oder?

Welche Varianten habe ich also zum Test auserwählt?

Rezept 1

Das erste Rezept musste natürlich das am weitesten verbreitete ganz klassische sein. Das gibt nur Mehl, Salz und Wasser als Zutaten an. Das Verhältnis, da sind sich alle Quellen im Netz einig, muss immer sein: 2 Teile Mehl, ein Teil Salz und ein Teil Wasser.

Rezept 2

Nach diesem klassischen Salzteig-Rezept findet man am häufigsten eine Variante, bei der die Hälfte des Mehls durch Stärke ersetzt wird. Das soll für eine schönere Geschmeidigkeit des Teigs sorgen. Manchmal werden auch nur kleine Mengen des Mehls ersetzt, wie beispielsweise drei Esslöffel von 100gr Mehl.

Da ich aber einen deutlichen Unterschied sehen wollte, entschied ich mich für die Version mit einem größeren Anteil Stärke. D.h. in meinem Rezept Nr. 2 habe ich einen Teil Mehl und einen Teil Stärke mit einem Teil Salz und einem Teil Wasser gemischt.

Rezept 1B und Rezept 2B

Auch sehr häufig genannt war die Variante, einige Esslöffel Olivenöl mit in den Teig zu geben. Auch das soll den Teig geschmeidiger machen. Ich habe mich jedoch sofort dagegen entschieden, das überhaupt in Erwägung zu ziehen. Denn Olivenöl wird nie ganz trocken, ist fettig und kann im schlimmsten Fall sogar ranzig werden. Der Gedanke daran, dass meine Salzteig-Kreationen am Ende muffelig riechen und auf meiner Kommode einen Fettabdruck hinterlassen, hat mich einfach extrem abgeschreckt. Die Olivenöl-Variante habe ich mir also gespart.

Was ich als Variante aber sehr interessant fand, ist das Anmischen des Teigs mit erhitztem Wasser! Ich konnte mir vorstellen, dass das heiße Wasser die Salzkörner besser auflösen konnte und der Teig somit am Ende eine feinere Oberfläche bekommen würde. Das wollte ich unbedingt ausprobieren.
Aus Rezept 1 und Rezept 2 wurden also ganz schnell Rezept 1B und Rezept 2B. Es sollte also nicht nur das klassische Rezept und das mit Stärke getestet werden, sondern außerdem beide Varianten auch mit heißem Wasser.

Fake-Porzellan und die vielen anderen Varianten, die ich so gefunden habe, wollte ich in diesem Rahmen nicht testen. Denn die Rezepte waren mir einfach zu weit weg von dem ursprünglichen Salzteig-Bastel-Erlebnis. Somit stand das Konzept und dann konnte es auch schon losgehen.

Das Herstellen des Teigs

Das erste Rezept ließ sich sehr einfach herstellen. Ich kippte alle drei Zutaten zusammen, vermische diese erst mit einem Löffel und ging dann aber schnell dazu über, mit der Hand zu kneten. Das Kneten ging super einfach und der Teig wurde schön weich und elastisch. Er ließ sich am Ende wunderbar zu einer glatten Kugel formen.

Wenn der einfache Teig jetzt schon so geschmeidig war, dann musste das Rezept Nr. 2 mit der Speisestärke ja ganz traumhaft werden! Ich mischte wieder alles zusammen und fing an zu kneten. Doch sehr schnell merkte ich, dass das Kneten gar nicht so einfach war. Der Teig war sehr mürbe und bröselte deswegen sehr viel.

So hatte ich einige Mühe, eine zusammenhängende Teigmasse zu formen. Immer wieder fielen Brösel herunter und am Ende dauerte es um einiges länger, den Teig zu einer Kugel zu formen als bei dem ersten Rezept. Und ja, seine Oberfläche fühlte sich in der Tat etwas samtiger an als bei dem ersten Rezept. Allerdings war er viel weniger elastisch.

Für die Bilder des fertig gekneteten Teiges habe ich die Kugel jeweils etwas platt gedrückt. Auf dem Foto unten könnt Ihr sehen, dass der Teig mit der Speisestärke dabei regelrecht aufgeplatzt ist.

Rezept 1B

Nun ging es daran, beide Teig-Varianten noch einmal mit heißem Wasser herzustellen. Ich kippte also zuerst Mehl und Salz zusammen und dann frisch aufgekochtes Wasser dazu. Nachdem ich mit dem Löffel umgerührt hatte und das Wasser dann nicht mehr ganz so heiß war, ging ich wieder ins Kneten über.

Eigentlich habe ich es gar nicht so wirklich damit gerechnet, aber nun verhielt sich der Teig in der Tat völlig anders! Er ließ sich nur sehr schwer kneten und wirkte nun auch bröselig. Zwar war er immernoch nicht so mürbe wie die Version mit Stärke, aber es dauerte nun wesentlich länger, eine Kugel daraus zu formen. Auf dem Bild seht Ihr, was mit der Oberfläche passierte, nachdem ich ihn etwas platt gedrückt habe. Die Oberfläche scheint innerhalb von kürzester Zeit ausgetrocknet zu sein und bildete überhaupt keine geschlossene Fläche mehr!

Rezept 2B

Noch viel schlimmer verhielt sich nun der Teig nach dem zweiten Rezept, den ich nun mit heißem Wasser anmischte. Auch der wurde bereits beim Kneten irgendwie zäh und hart und er war nun noch viel bröseliger als mit kaltem Wasser. So hatte ich wirklich sehr große Mühe überhaupt eine Kugel daraus zu formen! Der Teig brach beim Kneten immer wieder auseinander und die einzelnen Brocken fielen in Bröseln wieder zurück in die Schüssel.

Fazit

Was alleine die Herstellung des Teiges angeht, muss ich sagen, dass man sich alle Experimente sparen kann. Der einzige Teig, der wirklich einfach herzustellen war und eine gut formbare und elastische Konsistenz bekommen hat, war der ganz klassische Teig aus Mehl, Salz und Wasser in Zimmertemperatur.

Das Bearbeiten des Teigs

Aber noch war mein Test nicht zu Ende. Denn das Wichtigste war für mich, wie gut sich kleine hübsche Dinge mit dem Teig formen lassen. Aus jedem Teig machte ich sechs Plätzchen, die später als Anhänger aufgehängt werden können und einen kleinen Schneemann. So hatte ich sowohl flache, dünne Teile als auch jeweils eine dicke Figur in meinem Test und konnte sehen, wie sie sich im weiteren Verlauf verhalten würden.

Wie erwartet klappte mit dem Teig des ersten Rezepts alles ganz wunderbar. Der elastische Teig ließ sich sehr einfach ausrollen und die Plätzchen konnten problemlos ausgestochen werden. Dabei waren die Kanten des Teigs relativ glatt, also nicht besonders viele Brösel zu erkennen. Die Kugeln für den Schneemann ließen sich gut formen und aufeinander stapeln.

Nun machte ich mit dem gleichen Teig weiter, der mit heißem statt mit kaltem Wasser hergestellt worden war und nun zeigte sich der Unterschied zum ersten Rezept noch viel stärker. Denn in den wenigen Minuten, die der Teig nun bei mir in der Küche lag, war die Oberfläche schon sehr stark angetrocknet. Das Ausrollen war somit gar nicht mehr so einfach und am Ende konnte man ganz kleine bereits getrocknete Teigstücke in der Oberfläche erkennen.

Der Rand der Plätzchen war nach dem Ausstechen bröseliger als beim ersten Teig. Die Kugeln für den Schneemann ließen sich auch nicht mehr ganz so einfach formen wie zuvor. Was mir aber positiv auffiel ist, dass ich die Nase einfacher in ihre Form bekommen habe. Dadurch, dass der Teig härter war als der erste, ließ sie sich recht einfach formen und blieb dann auch in der Form.

Nun also ging des mit der Speisestärke-Variante weiter. Positiv ist, dass die Oberfläche wirklich etwas samtiger und glatter wirkt als bei den Teigvarianten ohne Stärke. Das war es aber auch schon an Vorteilen. Denn der Teig war vergleichsweise schwer zu kneten und wirkte ziemlich zäh und mürbe. Das Ausrollen war deshalb eher schwierig. Immer wieder riss der Teig oder die Oberfläche fing an zu bröseln.

Außerdem ist der Stärke-Teig klebriger als der nur mit Mehl. Diese Eigenschaft zusammen mit der Tatsache, dass der Teig überhaupt nicht elastisch war, machte es extrem schwierig, die ausgestochenen Plätzchen auf das Backblech zu bekommen. Sie klebten am Tisch fest und beim Versuch, sie vorsichtig abzuziehen, brachen sie sehr schnell. Bei dem Versuch mit einem kleinen Piekser das Loch für die spätere Aufhängung zu stechen, brach der Teig sogar einmal auf, so wenig elastisch war er.

Dagegen klappte das Formen der Kugeln für den Schneemann recht gut und die Oberfläche ließ sich ganz gut glattstreichen. Wirklich viel glatter als bei Rezept 1 wirkte sie aber auch nicht.

Nun kommen wir zum absoluten Katastrophen Rezept. Der Stärke-Teig mit heißem Wasser war fast unmöglich zu bearbeiten. Er war nicht nur wie der Teig aus Rezept 2 zäh und mürbe, nun war er dazu auch noch so hart, dass ich ihn kaum ausgerollt bekommen habe. Das ist der Grund, warum die Plätzchen aus diesem Rezept so dick sind. Ich habe den Teig einfach nicht flacher ausgerollt bekommen, ohne dass er auseinander riss und in viele bröselige Stücke zerfiel.

Als ich dann doch irgendwie Plätzchen produziert bekommen habe, habe ich mehrere Versuche gebraucht, die klebrige, bröselige Masse im Ganzen auf das Backblech zu kriegen. Die größte Herausforderung war es allerdings, die Kugeln für den Schneemann zu formen! Der Teig war so bröckelig, dass ich es einfach nicht schaffte schöne, glatte Kugeln herzustellen.

Auch hier muss ich sagen, dass das Rezept Nr. 1 einfach am besten war. Der Teig war einfach zu kneten, zu formen, bröselte quasi gar nicht und die Oberfläche sah sehr schön glatt aus. Was mir allerdings auch aufgefallen ist, dass die Elastizität des Teiges nicht immer nur ein Vorteil ist. Denn dadurch begibt sich der Teig gewissermaßen schnell wieder in seine Form zurück. Beispielsweise beim Formen der Nase für den Schneemann war es schwierig eine exakte Form zu modellieren.

Bei dem härteren Teig mit dem heißen Wassern, also Rezept 1B, war das viel einfacher. Daher würde ich sagen, dass es bei anspruchsvolleren Formen, Mustern im Teig etc. vielleicht doch gar nicht so falsch ist, zumindest mit warmem Wasser zu arbeiten.

Rezept 2 und 2B kann man dagegen meiner Meinung nach völlig vergessen. Es hat einfach überhaupt keinen Spaß gemacht, den Teig auszurollen und zu formen und die Ergebnisse waren echt alles andere als schön. Da hilft es auch nicht, wenn sich der Teig etwas samtiger anfühlt. Ich weiß also bis hierhin wirklich nicht, welchen Nutzen es haben soll, Stärke statt Mehl zu verwenden!

Das Ergebnis nach dem Salzteig Trocknen

Wenn der Teig in seine finale Form gebracht worden ist, dann muss er trocknen. Eine Möglichkeit ist es, die kleinen Werke einfach an der Luft trocknen zu lassen. Allerdings kann das je nach Dicke des Teigs einige Tage bis sogar Wochen dauern. Aus diesem Grund ist es gängig, die fertigen Salzteigfiguren in den Backofen zu schieben.

Damit die Oberfläche nicht so schnell austrocknet, dass sie reißt, soll man zuerst mit einer geringeren Temperatur von beispielsweise 50 Grad anfangen. Sobald die oberste Schicht getrocknet ist, kann man dann auf eine höhere Temperatur gehen. Je nachdem wie dick die Teile sind und welche Temperatur man im Backofen wählt, dauert der Trockenvorgang dann 2 bis 5 Stunden.

Ein kleiner Hinweis: Wenn Salzteig durchgetrocknet ist, dann ist er wirklich steinhart. Wenn Ihr Euch also nicht ganz sicher seid, ob der Teig schon trocken ist, dann versucht ihn einmal mit dem Fingernagel einzudrücken. Wenn der Teig trocken ist, dann könnt Ihr absolut keine Spur auf der Oberfläche hinterlassen! Außerdem könnt Ihr einmal unter die Figur schauen. Nur wenn auch der Boden komplett hell ist, dann ist er trocken.

Ich habe den Backofen zuerst für eine Stunde auf 50 Grad laufen lassen und dann für zwei weitere Stunden auf 150 Grad. Das Ergebnis könnt Ihr auf dem Bild unten sehen. Zwei der Schneemänner haben diesen Trockenvorgang leider nicht überlebt…

Der Schneemann aus dem ersten Rezept war der erste, der umgefallen ist. Die am Ende eingestellte Temperatur war scheinbar viel zu hoch, denn der Teig ist an der unteren Verbindungsstelle der Kugeln aufgegangen. Zudem ist die untere Kugel aufgeplatzt. So konnte der Schneemann unmöglich stehenbleiben und ist nach ca. einer Stunde auf der heißeren Temperatur gekentert.

Für die Plätzchen dagegen war alles gut. Die Oberflächen sind schön glatt, selbst die Schnittkanten sehen relativ sauber aus. So habe ich mir das Ergebnis eines Salzteig-Plätzchens vorgestellt!Allerdings habe ich einen kleinen Fehler gemacht. Ich habe einen Rost anstelle eines Blechs verwendet und durch die Rillen, auf denen er lag, hat sich der Teig etwas verformt. Legt Eure Werke also auf jeden Fall auf ein glattes Backblech damit die Unterseite schön plan bleibt!

Auch hier ist der Schneemann im Backofen umgefallen. Das ist wahrscheinlich hauptsächlich deshalb passiert, weil er eben nicht auf einem glatten Backblech stand. Allerdings wäre das Ergebnis auch ohne das Umfallen nicht schön geworden. Denn der Teig ist an mehreren Stellen aufgeplatzt. Die Plätzchen sind auch hier viel besser gelungen. Man sieht in der Oberfläche noch immer die angetrockneten Teilchen, die schon beim Ausrollen zu sehen waren. Ansonsten sind die Oberflächen recht glatt und die Schnittkanten nicht allzu bröckelig geworden.

Was mir beim Herausholen aus dem Ofen sofort aufgefallen ist, dass die Ergebnisse mit beiden Stärke-Teig-Varianten viel heller, also weißer geworden sind als die ersten beiden. Außerdem sind beide Schneemänner stehengeblieben.

Die Oberfläche des Schneemanns bei dem Rezept mit kaltem Wasser ist sehr schön glatt geblieben, was ich sehr positiv finde. Allerdings ist auch er auf der Rückseite aufgeplatzt. Die Plätzchen sehen wie schon vor dem Backen nicht besonders ansprechend aus. Man kann noch immer deutlich erkennen, dass der Teig recht mürbe war, als er geformt worden ist.

Auch bei dem letzten Rezept ist der Schneemann zwar stehengeblieben, ist aber auch mehrfach aufgeplatzt. Die Plätzchen sehen sehr bröselig aus und sie hinterlassen sogar Krümel, da wo man sie hinlegt. Also auch hier leider kein überzeugendes Ergebnis.

Zunächst einmal ist ganz klar, dass die Temperatur im Backofen für die dicken Schneemänner eindeutig zu hoch war. Beim nächsten Mal werde ich mit der Temperatur im Backofen nicht über 120 Grad gehen und dann halt ein bisschen länger backen. Was außerdem klar geworden ist, ist dass die Ergebnisse, was die Oberfläche betrifft, nicht schöner werden können als sie vor dem Backen sind. D.h. dass die bröckeligen Oberflächen genauso unschön bleiben, wenn man sie vor dem Backen nicht geglättet hat.

Das Interessante ist, dass der klassische Teig, der nur aus Mehl, Salz und Wasser besteht, scheinbar eher aufgeht oder aufplatzt als die Stärke-Varianten. Dabei verändert sich der Teig, der mit heißem Wasser angemischt worden ist, im Ofen weniger als der mit kaltem Wasser.

Welchen Teig würde ich also nach dem Backenverhalten bevorzugen? Auch hier scheint wieder der klassische Teig der Gewinner zu sein, einfach weil der Teig schon vor dem Backen der schönste ist. Allerdings könnte man auch hier wieder überlegen, zumindest warmes Wasser, wenn schon nicht heißes, zu verwenden. Denn durch das erwärmte Wasser ist der Teig irgendwie schon vorgehärtet und verändert sich dann im Ofen nicht mehr so stark.

Wenn man sehr dicke Figuren hat, dann könnte es sich aber vielleicht doch lohnen, einmal den Stärketeig, als zumindest den mit kaltem Wasser einmal auszuprobieren. Denn der scheint die sichere Variante zu sein, wenn es um das Aufplatz-Risiko im Ofen geht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ich dafür in Kauf nehmen würde, dass das Formen der Figur viel weniger Spaß macht. Vielleicht sollte man dann doch den klassischen Teig verwenden und sich die Zeit nehmen, das Ganze am Ende an der Luft trocknen zu lassen?

Stoß-Empfindlichkeit der fertigen Figuren

Da die Plätzchen aus den zwei Stärke-Teig Varianten so bröckelig aussahen, habe ich einen kleinen Test gemacht, um zu sehen wie stabil sie sind. Ich habe je Rezept ein Plätzchen aus ca. 30cm Höhe fallen lassen. Das Ergebnis war dabei genauso wie ich es erwartet habe. Die beiden Stärke-Rezept-Plätzchen sind schon beim ersten Sturz zerbrochen, obwohl beide viel dicker waren als die aus dem klassischen Teig. Das Plätzchen aus Rezept 1B brauchte 3 Würfe, bis es zerbrach und das aus Rezept 1 ist selbst dann noch nicht kaputt gegangen. Also, es ist genauso wie es aussieht: Je mürber und unelastischer der Teig, desto zerbrechlicher sind auch die Werke.

Haltbarkeit des rohen Salzteigs

Wenn man Salzteig herstellt, dann muss man nicht unbedingt direkt alles verarbeiten. Luftdicht verpackt kann man ihn für ca. eine Woche im Kühlschrank lagern und auch dann noch verarbeiten. Das wollte ich natürlich auch testen. Ich habe von allen vier Rezepten einen Rest des Teigs zu einer Kugel geformt und dann für eine Woche in den Kühlschrank gestellt. Danach habe ich alle Teige herausgenommen und einmal geknetet.

Erstaunlicherweise haben sich die Teige auch nach einer Woche wirklich kaum verändert. Das beste Ergebnis bietet Rezept 1. Der Teig ließ sich noch super kneten und war selbst im Kühlschrank-kalten Zustand super geschmeidig. Ich glaube Ihr könnt schnell erraten, welches Rezept das schlechteste Ergebnis erzielt, wenn Ihr Euch das folgende Bild anseht, oder?Der Teig aus Rezept 2B ist einfach sofort in meiner Hand komplett zerbröselt, als ich ihn kneten wollte. Daraus hätte ich sicherlich nicht mehr viel machen können…

Salzteig bemalen

Nach dem Trocknen des Salzteigs sollten meine Plätzchen natürlich noch angemalt werden. Die Schneemänner haben es leider nicht weiter geschafft und sind in den Schneemannhimmel, also in die Mülltonne gewandert. 😛

Laut Internet kann man Salzteig mit allen möglichen Farben bemalen. Das wollte ich testen und habe je Rezept jeweils ein Plätzchen mit Buntstiften, Acrylfarbe, Kreidefarbe, Acryllack und Wasserfarbe angemalt.

Was man bei Salzteig immer beachten sollte ist, dass den getrockneten Werken Feuchtigkeit schaden kann! Nur im absolut trockenen Zustand können die kleinen Kunstwerke ewig aufbewahrt werden. Aus diesem Grund sollte man Salzteigfiguren immer möglichst mit einem Lack versiegeln und somit vor Feuchtigkeit schützen. D.h. wenn man nicht sowieso schon mit einem Lack malt, dann sollte am Ende immer noch einmal mit Klarlack versiegelt werden.

Buntstifte

Das Anmalen der Oberflächen mit Buntstiften hat ganz gut geklappt. Es ist klar, dass die Farbe der Stifte nicht ganz in die feinen Vertiefungen in der Teigoberfläche kommen kann. Somit ist das Farbergebnis maßgeblich davon abhängig wie glatt die Oberfläche ist und somit war es bei Rezept 1 und 1B am besten und bei den Stärke-Rezepten eher nicht so schön. Allerdings muss ich sagen, dass die Stifte auf den Plätzchen aus Rezept 2 und 2B irgendwie besser glitten. Die Oberfläche ist halt doch irgendwie etwas samtiger. Insgesamt hält die Farbe auf allen Plätzchen dabei recht gut und färbt kaum ab.

Anschließend habe ich das Plätzchen aus Rezept 1 und das aus Rezept 2 mit einem Acryl-Klarlack versiegelt. Was nicht so schön ist: Bei beiden Plätzchen ist der Lack während des Trocknens gerissen und ist zusammen mit dem Buntstift abgeblättert. Da scheint sich irgendwas nicht richtig vertragen zu haben. Anschließen habe ich das Plätzchen aus Rezept 1B zur Hälfte mit einem Glitzer-Acryllack überstrichen, was wunderbar funktioniert hat. Hier ist nichts abgeblättert.Was schließe ich daraus? Wenn Ihr Eure Werke mit Buntstiften anmalen wollt, dann solltet Ihr vorher einmal testen, mit welchem Acryllack das Versiegeln gut funktioniert. Es wäre viel zu ärgerlich, wenn Euch hinterher auch der Lack absplittert!

Alternativ könnt Ihr natürlich auch einfach Mut zur Lücke walten lassen und Euch das Versiegeln sparen. Denn nur mit Buntstiften angemalt sehen die Oberflächen auch sehr hübsch aus. Der große Vorteil, wenn Ihr nur die Buntstifte verwendet: Ihr weicht den Teig nicht mehr auf, weil die Stifte ja trocken sind.

Acryl-Farbe

Als nächstes habe ich Künstler-Acrylfarbe verwendet. Mehr zu diesen Farben könnt Ihr übrigens auf meiner Seite Acryl-Künstlerfarben nachlesen. Angemalt wurde wieder je ein Plätzchen aus jedem Rezept. Sie Farben sind aus einem Set von einem Discounter. Sie waren also nicht besonders teuer. Und wie ich finde ist das Ergebnis trotzdem ganz bezaubernd geworden!

Die Farbe hat sich sehr schön in die Vertiefungen aller Oberflächen streichen lassen und sie leuchten wunderbar. Die Vertiefungen werden durch die Farbe betont und somit ergibt sich auf den unebenen Flächen der Stärke-Rezept-Flächen sogar eine Optik, die der Krakelier-Optik nahe kommt (mehr zu diesem Thema findet Ihr hier: Krakelieren). Nach dem Trocknen sind die Oberflächen schön glatt und glänzen seidig.

Nach dieser Farbe muss nicht mehr versiegelt werden und somit ist das eine ganz tolle Möglichkeit, Salzteig-Werke anzumalen. Was mir hier aufgefallen ist, dass die Farben auf den Stärke-Rezept-Plätzchen noch ein bisschen mehr leuchten als auf denen aus dem klassischen Rezept, weil die Basis einfach etwas heller ist.

Kreidefarbe

Wer mich und meinen Blog kennt, der weiß, dass ich irgendwie auch Kreidefarbe mit ins Spiel bringen musste. Mehr zu diesem Thema könnt Ihr nachlesen unter Kalk- und Kreidefarben. Für die Salzteig-Plätzchen (wieder je eins aus jedem Rezept) habe ich graue Kreidefarbe verwendet. Wie erwartet ist das Ergebnis deckend und ziemlich matt. Durch die dicke Konsistenz schließt die Farbe die Poren der Salzteig-Oberfläche und kaschiert sie somit ein wenig.Auch hier muss allerdings zum Schluss noch mit einem Lack versiegelt werden. Für die Plätzchen aus Rezept 1 und 2 habe ich wieder meinen Acryl-Klarlack genommen. Das Plätzchen aus Rezept 1B habe ich zur Hälfte mit einem Glitzer-Acryllack überstrichen. Hier funktionieren beide Lacke, anders als bei der Bemalung mit Buntstiften, einwandfrei. Natürlich geht dabei der matte Eindruck der Kreidefarbe so ziemlich verloren.

Acryl-Glitzerlack

Auf den nächsten vier Plätzchen habe ich den Acryl-Glitzerlack direkt auf die Salzteigoberflächen gestrichen. Das funktionierte bei allen vier Teilen sehr gut. Er ließ sich super einfach auftragen und bildete eine geschlossene Oberfläche. Allerdings trocknete diese Farbe am längsten.
Auf dem folgenden Foto kann man noch einmal sehr gut erkennen, dass die beiden rechten Plätzchen, also die aus Rezept 2 und 2B heller sind und der Glitzerlack somit etwas besser zur Geltung kommt.

Wasserfarbe

Damit ich die Salzteigoberfläche nicht zu sehr aufweiche habe ich die Wasserfarbe jeweils nur mit möglichst wenig Wasser angerührt. Das Ergebnis wunderschön leuchtend und sehr farbintensiv geworden. Dabei ist die Farbe im Nu trocken, weil das Wasser sofort in die Oberfläche einzieht. Auch hier fällt wieder auf, dass die Farbe auf den zwei helleren Plätzchen etwas intensiver leuchtet als auf denen aus dem klassischen Salzteig-Rezept.

Damit der Salzteig und die Wasserfarbe geschützt sind, musste auch hier noch im Anschluss mit Lack versiegelt werden. Dieser hat die Wasserfarben wieder ganz leicht angelöst. Ansonsten ging das Versiegeln aber ganz problemlos. Allerdings hat sich aber auch hier, wie schon beim Buntstift, die Lackoberfläche beim Trocknen gelöst. Nicht so stark wie bei den Buntstiften, aber trotzdem noch recht gut erkennbar. Anschießend habe ich zur Gegenprobe wieder den Acryl-Glitzerlack auf einem weiteren Plätzchen ausprobiert und der hat wieder wunderbar gehalten.

Hier gilt also das gleiche wie schon für die Buntstifte: Probiert vorher auf jeden Fall aus, mit welchem Lack sich die Wasserfarbe „verträgt“!

Gesamtfazit

Klassisch oder mit Stärke?

Was ist nun also das beste Rezept für Salzteig zum Basteln? Für mich ist ganz klar, dass das klassische Rezept aus Mehl, Salz und Wasser grundsätzlich das beste ist. Die Idee hinter dem Hinzufügen von Stärke ist, dass der Teig geschmeidiger wird. In der Tat wird er leicht samtiger als der klassische Teig. Dazu ist er heller und Farben leuchten darauf schöner. Allerdings ist der Teig nicht wirklich feiner. Das Bearbeiten ist viel schwieriger und bereitet beim Basteln ein wenig Frust.

Ein starker Vorteil von Stärke scheint allerdings zu sein, dass der Teig im Ofen nicht mehr aufgeht. Nur die beiden Schneemänner aus den Stärke-Rezepten sind in meinem Ofen stehen gebelieben. Wenn ich also sehr dicke Figuren herstellen möchte und es dazu auch noch wichtig ist, dass sie möglichst hell werden, dann würde ich evtl. noch einmal Stärke im Rezept in Erwägung ziehen. Aber dann vielleicht mit einem geringeren Anteil als hier getestet.

Es gibt allerdings auch noch einen Anwendungsfall, für den das Stärke-Rezept sich sogar ganz gut eignet. Beim Anmalen mit Acrylfarbe habe ich festgestellt, dass die mürbe und gesprungene Oberfläche ein bisschen aussieht, wie ein Krakelee. Wenn ich also etwas herstellen möchte, was eine solche antik anmutende Optik haben soll, dann wäre ich mit dem Stärke-Rezept ganz gut bedient!

Kaltes oder heißes Wasser?

Ich hatte gedacht, wenn man heißes statt kaltes Wasser verwendet, dann wird der Teig feiner, weil sich das Salz besser auflöst. Im Endergebnis kann man die feinen Salzkörner jedoch in allen Teigen gleichermaßen sehen.

Den Effekt, den heißes Wasser hat, ist dass der Teig insgesamt härter wird und, wenn man das so sagen kann, ihn schon einmal irgendwie „vorgart“. Im Fall von Rezept 1B bedeutete das, dass der Teig schwerer zu kneten, aber dafür feiner zu modellieren war. Denn er zeigte beim Formen einen gewissen Härtegrad und blieb danach weiterhin perfekt in seiner Form. Zudem hat er sich später im Backofen nicht mehr so stark verändert als beim Rezept mit kaltem Wasser.

Allerdings war der Teig mit kaltem Wasser direkt aus der Leitung um einiges elastischer und somit besser knet- und ausrollbar. Das Basteln selbst hat daher mit dem klassischen Teig mit kaltem Wasser am meisten Spaß gemacht. Auch von den beiden Stärke-Rezepten war die Version mit kaltem Wasser viel besser zu verarbeiten als die mit heißem.

Daher würde ich sagen: Macht das Wasser nur dann heiß, wenn Ihr ohne Stärke arbeitet und Ihr den Teig entweder sehr fein ausformen oder relativ dicke Figuren herstellen möchtet.

Und was ist die beste Farbe um Salzteig anzumalen?

Ich glaube, dass die beste Möglichkeit ist, Acrylfarben zu nehmen. Die sehen super auf dem Salzteig aus und man spart sich am Ende den Schritt der Versiegelung. Ansonsten würde ich ggfs. auch zu Kreidefarbe greifen, einfach weil sie den Vorteil hat, dass sie Unebenheiten in der Salzteig-Oberfläche kaschieren kann. Diese muss dann halt im Nachgang noch versiegelt werden. Oder aber sie wird noch nachträglich über eine Schicht Acryllack aufgetragen. Denn dann ist der Salzteig luftdicht eingepackt und man bekommt trotzdem eine schön matte Kreidefarbe-Optik hin.

Wer zusammen mit Kindern bastelt, für den eignen sich wahrscheinlich dennoch die Wasserfarben am besten. Eure Kinder können den Salzteig nach Lust und Laune mit den Wasserfarben bemalen und Ihr könnt sie dann im Nachgang für Eure Kinder noch mit einem Klarlack versiegeln – vorausgesetzt natürlich, dass Ihr ihn vorher ausprobiert habt und er am Ende nicht absplittert.

Und jetzt wird endlich gebastelt – Salzteig Ideen

Nach meinem Test war es dann Zeit, endlich richtig mit meinem Salzteig-Favoriten zu basteln. Ich habe mich dabei für die Rezept-Variante 1 entschieden. Ich habe also einfach nur Mehl, Salz und kaltes Wasser verwendet. Ob Baumanhänger für den Weihnachtsbaum, Geschenkanhänger, einen Lebkuchen-Mann, der nicht nur eine Saison den Weihnachtstisch schmückt oder einen dicken Weihnachtsbaum. Alle meine kleinen Werke sind auch mit dem einfachsten aller Rezepte gut gelungen. Selbst der zweite Versuch, einen Schneemann bei etwas niedrigerer Temperatur zu backen ist geglückt. Auch wenn er ein bisschen so aussieht, als hätte die Schneeschmelze schon eingesetzt. 😉

Ich hoffe ich konnte Euch mit meinem Test ein wenig Zeit ersparen, um selbst verschiedene Teige auszuprobieren. Und vielleicht konnte ich Euch sogar ein wenig inspirieren. Jetzt wünsche Euch in jedem Fall selbst ganz viel Spaß beim Basteln! 🙂

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