Reizhusten in schwangerschaft

Inhalte

Husten in der Schwangerschaft: Was hilft?

Eine Erkältung in der Schwangerschaft kann jede Frau treffen. Dabei bleibt es meist nicht allein beim Husten allein. Die Nase fängt an, zu laufen und auch Heiserkeit und Halsschmerzen können zusätzlich auftreten. Auch wenn in Apotheken sehr viele rezeptfreie Medikamente angeboten werden, möchten schwangere Frauen selten auf Tabletten und Säfte zurückgreifen, aus Angst ihrem Baby zu schaden. Wichtig ist, dass Sie Ihren Arzt vor der Einnahme von irgendwelchen Medikamenten zurate ziehen und sicherstellen, dass die Einnahme keine Komplikation hervorruft. Doch gibt es auch andere Möglichkeiten gegen Husten in der Schwangerschaft vorzugehen und eine Erkältung wirksam mit natürlichen Methoden zu lindern.

Was hilft gegen Husten in der Schwangerschaft?

Auch wenn sich beim Husten der Unterleib zusammenzieht, brauchen Sie nicht befürchten, dass Ihr Baby dadurch Schaden nimmt. Das Fruchtwasser schützt Ihr Baby bei diesen Hustenanfällen. Machen sich Erkältungssymptome in der Schwangerschaft bemerkbar, kann Inhalieren von heißem Dampf mit ein paar Tropfen Kiefern-, Eukalyptus- oder Salbeiöl helfen, die Nase zu befreien und wirkt auch entzündungshemmend. Zusätzlich hilft es, den Hustenreiz zu lindern und die angegriffenen Schleimhäute zu beruhigen. Am besten ist es die Inhalation alle drei Stunden zu wiederholen, um einen wirksamen Effekt zu erzielen. Läuft die Nase, können Sie auch auf eine Kochsalzlösung zurückgreifen und Ihre Nase ausspülen. Hustensäfte auf pflanzlicher Basis (Efeu oder Thymian) können gegen Husten helfen. Allerdings sollten Sie die Einnahme vorher mit Ihrem Arzt absprechen. Vermeiden Sie auf alle Fälle Hustensäfte oder Tropfen gegen Husten, die Alkohol enthalten. Hält sich der Husten hartnäckig über eine Woche und will einfach nicht verschwinden, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt aufsuchen. Vor allem wenn der Husten in der Schwangerschaft mit Fieber über 38,5 Grad auftritt, das auch nach einigen Tagen nicht abklingt, ist es notwendig, dass Sie sich an Ihren Arzt wenden.

Hausmittel gegen Husten in der Schwangerschaft

Handelt es sich bei Ihrem Husten um einen sogenannten produktiven Husten (es wird Schleim gebildet), kann dieser sehr gut mit Hausmitteln behandelt werden. Um die Schleimlösung zu fördern, hilft es viel zu trinken. Tees aus Pfefferminz und Kamille vermischt mit Honig helfen dabei. Auch Tees aus Thymian, Anis und Schlüsselblume helfen beim Abhusten. Dadurch nehmen Sie zudem auch die benötigte Flüssigkeit auf, die sehr wichtig ist, um schnell wieder gesund zu werden. Ein Hausmittel, das auch sehr bekannt ist, ist Zwiebelsaft. Dieses bewährte Hausmittel gegen Husten wirkt auch in der Schwangerschaft und kann ganz einfach selbst zubereitet werden. Dabei wird eine Zwiebel in kleine Würfel geschnitten und mit Kandiszucker bei ganz schwacher Hitze aufgekocht. Lassen Sie das Ganze für eine Weile abkühlen. Anschließend sieben Sie den Sud durch ein Tuch oder einen Kaffeefilter und nehmen diesen dann mit einem Teelöffel ein. Wer keinen Kandiszucker parat hat, kann auch auf Honig zurückgreifen. Den Sirup, der daraus entsteht, löffeln Sie dann. Bienenhonig soll dabei besser helfen als eine honigähnliche Substanz.

Tipp bei Husten in der Nacht: Geben Sie auf einen Teelöffel Honig einige Tropfen Eukalyptus- oder Zitrone. Das lindert die Hustenattacken in der Nacht.

Bewertung: Unbewertet 1 Stern 2 Sterne 3 Sterne 4 Sterne 5 Sterne Bewertungen: 673 Ihre Bewertung: {{rating}}

  • Über den Autor
  • Letzte Beiträge

Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

  • DIY – Kinderkleidung nähen leicht gemacht – Dezember 16, 2019
  • Selbstfürsorge: Warum Kinder nicht immer vorgehen sollten – Juli 16, 2019
  • Wichtige Kriterien für ein neues Babybett – Juli 11, 2019
  • Das Baby- oder Kinderzimmer von Beginn an durchdacht einrichten – Dezember 21, 2018
  • Coole Kindermode: Gut gekleidet durch den Herbst – Dezember 11, 2018
  • Family-Startups: Wenn das Business Familienangelegenheit sein soll – Dezember 11, 2018
  • Baby zahnen – Tipps bei Zahnungsbeschwerden – Juli 26, 2018
  • Baby Pucken? – Vorteile & Nachteile – Juli 25, 2018
  • Pflegekind aufnehmen – Eltern auf Zeit – Juli 24, 2018
  • Schwanger fliegen – Was Sie unbedingt beachten sollten – Juli 24, 2018

Alle Beiträge anzeigen

Husten in der Schwangerschaft – Gefahr für das Baby?

4. April 2018 18 Min.

Husten in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit. Ausgelöst durch einen Infekt oder eine Allergie kann er schlafraubend und lästig, mitunter sogar schmerzhaft sein. Die meisten Menschen greifen in dieser Zeit zu Schleimlösern, Hustenstillern oder anderen Arzneien, um sich Erleichterung zu verschaffen. Da jedoch viele Medikamente Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben, ist bei Husten in der Schwangerschaft ein wenig mehr Vorsicht geboten.

Direkt zu den Themen:

  • Ursachen
  • Hustenarten
  • Husten in der Nacht
  • Was hilft gegen den Husten?
  • Wann zum Arzt?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ein Husten ist zwar meist schlafraubend und belastend, aber in den seltensten Fällen ein echter Grund zur Sorge.
  • Die Ursachen für Husten in der Schwangerschaft können genauso vielfältig sein wie außerhalb einer Schwangerschaft.
  • Medikamente zu Behandlung richten sich in der Regel entweder nach dem Auslöser der Erkrankung oder nach den Symptomen.
  • Bei trockenem Reizhusten können Hustenstiller eine wirkungsvolle Hilfe sein, während bei produktivem Husten oftmals Schleimlöser eingesetzt werden. Die Einnahme darf jedoch nur auf ausdrückliche Anordnung eines Arztes erfolgen.

Ursachen von Husten in der Schwangerschaft

Zunächst einmal sei gesagt, dass Husten zwar sehr unangenehm ist, es sich dabei aber um einen natürlichen und nützlichen Reflex handelt. Er hilft dem Körper dabei, Fremdstoffe wie Krankheitserreger, Staubpartikel oder Nahrungsbestandteile abzustoßen, die sich in die unteren Atemwege verirrt haben. Ist dies der Fall, schließen sich die Stimmbänder und es kommt zu einem vom Zwerchfell ausgelösten Hustenstoß. Der unerwünschte Stoff wird katapultartig in den Mund zurückgeschleudert.1 Dieser Mechanismus ist enorm wichtig, um die Lunge vor dem Eindringen von größeren und kleineren Partikeln zu schützen. Häufig tritt Husten auch als Begleitsymptom verschiedener Atemwegserkrankungen oder Allergien auf.

Ursachen im Überblick:

  • Infektionen
  • Allergien
  • Psychogene Ursachen

Infektionen als Ursache für Husten in der Schwangerschaft

In der Regel ist Husten ein Symptom unterschiedlichster Infekte. Infrage kommen hier beispielsweise

  • Erkältungen,
  • Nasennebenhöhlenentzündungen,
  • Bronchitis oder, in schlimmeren Fällen,
  • eine Lungenentzündung.

Meistens sind Viren und Bakterien die Ursache für den Husten. Hat die Schwangere Kontakt zu infizierten Personen, können die Erreger durch kleine Speicheltröpfchen beim Sprechen oder Husten übertragen werden (Tröpfcheninfektion). Auch eine Ansteckung über direkten Körperkontakt oder kontaminierte Gegenstände wie Türklinken (Schmierinfektion) ist möglich. Die Erreger legen sich dann auf die Schleimhäute der Nase und breiten sich unter Umständen von den oberen bis in die unteren Atemwege aus. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion der Bronchien – diese beginnen anzuschwellen und vermehrt Sekret zu produzieren, welches dann für den Hustenreiz sorgt.

Für das Ungeborene ist eine Erkältung der Mutter in der Regel nicht gefährlich. Bevor die Erreger den kindlichen Kreislauf erreichen und ihm schaden können, wurden sie schon von der mütterlichen Abwehr beseitigt. Nur wenige Krankheitserreger wie Listerien oder Rötel-Viren können im Blut die Plazenta überwinden oder über die Scheide eintreten und auf den Fötus übertragen werden.2

Vorsicht bei Fieber:

Tritt zusätzlich zu den normalen Erkältungssymptomen eine erhöhte Körpertemperatur auf, sollte gerade in der Schwangerschaft eine Abklärung der Ursachen des Hustens und der übrigen Symptome erfolgen. In der Schwangerschaft kann eine Grippe oder Lungenentzündung durch die Doppelbelastung des mütterlichen Immunsystems unter Umständen mit besonders schweren Symptomen einhergehen.10 Gerade in der Frühschwangerschaft sollte hohes Fieber über einen längeren Zeitraum jedoch vermieden werden, da dies das Risiko von Fehlbildungen leicht erhöhen kann. Zudem besteht der Verdacht, dass Fieber das Einsetzen von Wehen fördert.3 Die Einnahme fiebersenkender Medikamente, die vom Arzt verordnet werden, ist in diesen Fällen angeraten.

Husten in der Schwangerschaft durch Allergien

Ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von allergischen Reaktionen bei werdenden Müttern wurde bisher nicht nachgewiesen.4 Trotz allem besteht die Gefahr, dass sich eine Allergie bildet oder während der Schwangerschaft als Ursache für Husten zu Tage tritt. Bei einer Allergie handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion des Organismus gegenüber an sich harmlosen Substanzen, bei der es in der Folge auch zu einer Entzündungsreaktion der Bronchialschleimhaut kommen kann. Diese löst dann den Hustenreiz aus. Zusätzlich entwickeln viele Betroffene Kurzatmigkeit, Pfeifgeräusche beim Atmen oder Asthma, eine chronische Erkrankung, der eine permanente Entzündung der Bronchien zugrunde liegt.

Die sogenannten Allergene, also die Abwehrreaktion-auslösenden Faktoren, sind vielfältig. Sehr häufig treten jedoch Allergien gegen

  • Pollen (Heuschnupfen),
  • Hausstaub,
  • Tierhaare oder
  • Schimmelpilzsporen auf.

Ist eine Allergie die Ursache für den Husten, verschreibt der Arzt Schwangeren für gewöhnlich Antihistaminika (antiallergische Medikamente). In erster Linie muss jedoch dafür gesorgt werden, die bekannten Allergene so gut wie möglich zu meiden.

Psychogener Husten: Was sind die Ursachen?

Husten kann ebenfalls durch seelische Probleme bedingt sein und ist oft Symptom eines inneren Konflikts. Psychische Belastungen sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit. Angst vor der Geburt, vor der neuen Lebensaufgabe und einer möglichen Überforderung sind in vielen Fällen Teil der Gedanken einer werdenden Mutter.

Charakteristisch für den psychisch-bedingten Husten („Hustentick“) ist, dass

  • er nicht auf Medikamente anspricht,
  • für gewöhnlich nicht im Schlaf auftritt und
  • keine organischen Auslöser vorliegen.

Er klingt typischerweise trocken, kehlig sowie rau und erfolgt aus dem Hals heraus.5 Oftmals reicht es schon, wenn Betroffene mit anderen Menschen über ihre Ängste sprechen können und sich der Problematik bewusst werden. In schwereren Fällen muss ein Experte die zugrunde liegenden psychischen Probleme identifizieren. Oftmals werden dann Verhaltenstherapien eingeleitet und Entspannungsübungen empfohlen.

Wichtig:

Starker Husten in der Schwangerschaft sollte dringend ärztlich abgeklärt werden, um Allergien, Asthma oder andere schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen.

Welche verschiedenen Arten von Husten gibt es?

Aus medizinischer Sicht werden folgende Arten von Husten unterschieden:

  • Produktiver Husten: In der Schwangerschaft tritt diese Form in der Regel aufgrund einer Erkältung (grippaler Infekt), Bronchitis oder allergischen Erkrankung auf. Er geht mit der Bildung von viel Schleim einher, der dann abgehustet werden muss.
  • Unproduktiver Husten/Reizhusten: Die Auslöser für Reizhusten in der Schwangerschaft belaufen sich in den meisten Fällen auf Entzündungen des Kehlkopfes, der Luftröhre oder der Bronchialschleimhaut. Auch Reizungen der oberen Atemwege (Nase, Rachenraum) beispielsweise durch Staub oder Pollen können die Ursache sein. Bei dieser Art des Hustens kommt es nicht zu Auswurf – daher wird er als unproduktiv bezeichnet.

Eine weitere Unterscheidung erfolgt nach der Dauer der Hustenerkrankung. Ein akuter Husten dauert kürzer als vier Wochen und wird für gewöhnlich durch Infektionen wie beispielsweise eine Erkältung ausgelöst.6 Chronischer Husten zieht sich hingegen länger als vier Wochen hin und kann beispielsweise sich wiederholende Atemwegsinfekte als Ursache haben.7

Welche Auswirkungen hat Husten für die Schwangere und das Baby?

Bei einem Hustenstoß erreicht der ausgestoßene Luftstrom eine Geschwindigkeit von etwa 480 km/h.8 Die Bauchmuskeln spannen sich an, und das Zwerchfell wird nach oben geschoben. Was dramatisch klingt, ist für das Baby nur halb so schlimm: Die leichte Druckentwicklung wird durch die Muskulatur problemlos ausgeglichen. Außerdem schützt das Fruchtwasser vor zu starken Erschütterungen.

Die Schwangere sollte sich beim Husten jedoch angewöhnen, den Beckenboden anzuspannen, um bei einer durch die Schwangerschaft ausgelösten vorübergehenden Harninkontinenz keinen Urin zu verlieren. Nasenbluten kann in einigen Fällen, bedingt durch den hohen Druck beim Husten, ebenfalls auftreten. Ständige Hustenanfälle können den werdenden Eltern zudem den Schlaf rauben und zu starker Müdigkeit sowie Gereiztheit am Tag führen.

Husten in der Nacht

Vor allem dann, wenn der Körper eigentlich zur Ruhe kommen sollte – also nachts –, kann der Husten besonders lästig werden. Ein dadurch hervorgerufener Mangel an Erholungszeit führt zu starker Müdigkeit und unter Umständen zu Nervosität und Gereiztheit.

Warum leiden viele Schwangere nachts vermehrt an Hustenanfällen? Das liegt in vielen Fällen an …

  • … einem Infekt (beispielsweise einer Erkältung durch Viren) kombiniert mit zu trockener Raumluft im Schlafzimmer. Die Trockenheit sorgt dafür, dass die Schleimhäute empfindlicher werden und es schneller zum Hustenreiz kommt. In den Wintermonaten tritt diese Problematik durch die erhöhte Infektanfälligkeit und stark beheizte Räume gehäuft auf.
  • … einer sogenannten Schwangerschaftsrhinitis. Dabei handelt es sich um Schnupfen, der nicht durch Viren, sondern durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft ausgelöst wird. Bei einer verstopften Nase atmen Betroffene mehr durch den Mund, wodurch die Schleimhäute eher austrockenen, was wiederum zu Hustenreiz führt.
  • … Sodbrennen. Die typische Schwangerschaftsbeschwerde kann nachts Hustenanfälle verursachen, da durch die Liegeposition mehr Säure aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt. Folglich werden die empfindlichen Schleimhäute im Rachen angegriffen – es entsteht ein Hustenreiz.

Tipp:

Bei nächtlichem Hustenreiz durch Sodbrennen sollten Sie den Oberkörper beim Schlafen leicht hoch lagern, um das Zurückfließen der Säure in die Speiseröhre zu minimieren.

Was tun bei Husten in der Schwangerschaft?

In vielen Fällen verschwindet Husten von ganz allein wieder und bereitet weder der werdenden Mutter noch ihrem Schützling Schwierigkeiten. Er kann jedoch oft schlafraubend und lästig sein, mitunter sogar schmerzhaft. Dann ist eine Behandlung unumgänglich. Dafür stehen Schwangeren neben Hustenstillern, Schleimlösern und pflanzlichen Hustensäften ebenso Hausmittel zur Verfügung.

Je nach Ursache gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Hustenstiller
  • Schleimlöser
  • Pflanzliche Hustensäfte
  • Hausmittel

Hustenstiller bei Reizhusten

Bei Hustenstillern (Antitussiva) handelt es sich um Mittel, die über das zentrale Nervensystem wirken. Sie haben einen beruhigenden Effekt auf das Hustenzentrum des Gehirns und unterdrücken so den Hustenreiz. Da das Husten ein Schutzreflex des Körpers ist, sollten Antitussiva so wenig wie möglich und am besten nur nachts zum besseren Durchschlafen eingesetzt werden. Bei einem produktiven Husten, also wenn es zur Schleimbildung kommt, ist ganz auf ihren Einsatz zu verzichtet. Denn dann kann sich das Sekret in der Lunge stauen, was im schlimmsten Fall eine Entzündung der Lunge nach sich zieht.9

Vorsicht: Hustenstiller und andere Medikamente sollten vor allem in der Schwangerschaft nur auf ärztliche Verordnung eingenommen werden, um mögliche negative Auswirkungen auf das ungeborene Kind zu vermeiden. Welche Wirkstoffe unbedenklich sind, fragen Sie am besten Ihren Frauenarzt.

Schleimlöser in der Schwangerschaft

In vielen Fällen wird der Husten durch vermehrte Schleimbildung in den Bronchien ausgelöst. Um Linderung zu verschaffen, verordnet der Arzt Schleimlöser, sogenannte Sekretolytika. Diese verflüssigen das Sekret und erleichtern so das Abhusten. Wichtig ist, den Schleimlöser nicht direkt vor dem Schlafengehen einzunehmen, da es sonst über die Nacht hinweg zu vermehrter Sekretverflüssigung und damit zu Husten kommen kann.

Über die gesamte Schwangerschaft ist die Einnahme von bestimmten, vom Arzt empfohlenen, schleimlösenden Medikamenten gegen Husten möglich. Dennoch sollten werdende Mütter bestenfalls auf Sekretolytika verzichten, um den kindlichen Organismus nicht unnötig zu belasten. Um den festsitzenden Schleim zu lösen, können Schwangere auf Inhalation, vermehrte Flüssigkeitszufuhr und andere bewährte Hausmittel zurückgreifen.

Pflanzliche Hustensäfte

Kann Hustensaft auf pflanzlicher Basis eine Option für schwangere Frauen sein? Häufig werden Mittel mit Thymian- oder Efeuextrakt und Cineol (Eukalyptus) empfohlen. Sie enthalten zwar Inhaltsstoffe pflanzlichen Ursprungs, gelten in medizinischen Kreisen deswegen jedoch nicht automatisch als unbedenklich. Gerade in der Schwangerschaft sollten Sie daher vor der Einnahme immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten. Der Grund: Bei vielen pflanzlichen Mitteln handelt es sich um Mischungen aus verschiedenen Inhaltsstoffen für die bisher verlässliche Erfahrungswerte fehlen.10

Neben der Einnahme von Medikamenten bieten sich Hausmittel zur (ergänzenden) Behandlung bei Husten in der Schwangerschaft an. Bewährt haben sich beispielsweise folgende Maßnahmen:

  • Heißer Kartoffelwickel: Kartoffeln sind in der Lage, sehr gut Wärme zu speichern. Diesen Effekt und die Tatsache, dass Wärme den Hustenreiz lindert, können Sie sich zu Nutzen machen. Für den Wickel kochen Sie etwa drei Kartoffeln, zerstampfen diese und geben Sie dann in ein Baumwolltuch. Sobald der Wickel so weit abgekühlt ist, dass er sich auf der Haut angenehm anfühlt, kann das Tuch mitsamt den Kartoffeln auf die Brust gelegt werden. Die wohltuende Wärme sorgt vor allem nachts für Linderung und Schlaf durch weniger Husten.
  • Inhalation mit Kochsalz: Ein Dampfinhalator aus der Apotheke wird mit heißem Salzwasser befüllt. Das Einatmen des entstehenden Wasserdampfes befeuchtet die Schleimhäute und der Schleim löst sich. Idealerweise inhalieren Sie direkt vor dem Schlafengehen, um eine angenehme Nachtruhe zu gewährleisten. Falls Sie ätherische Öle statt Salz verwenden möchten, sollten Sie dies unbedingt vorher mit Ihrem Arzt besprechen. Einige sind nicht für Schwangere geeignet.
  • Selbstgemachter Zwiebelsaft: Gerade wenn Ihnen ein infektbedingter Husten nachts den Schlaf raubt, kann Zwiebelsaft durch seine entzündungshemmende Wirkung für deutliche Linderung sorgen. Die Zubereitung ist ganz einfach: Eine Zwiebel in Würfel schneiden und anschließend mit etwa 200 Gramm Zucker kurz aufkochen. Sobald der Sud wieder abgekühlt ist, wird er durch ein Sieb gegossen und schon ist der selbstgemachte Hustensaft fertig. Nehmen Sie vor dem Schlafengehen und über den Tag verteilt immer wieder ein bis zwei Esslöffel zu sich. Der Saft sollte kühl sowie dunkel gelagert und innerhalb einer Woche aufgebraucht werden.11
  • Raumluft feucht halten: Ein zusätzlich sehr wichtiger Aspekt ist das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit in den Wohn- und Schlafräumen. Regelmäßiges Öffnen der Fenster und Luftbefeuchter können helfen, das Raumklima zu verbessern.
  • Viel trinken: Ein ausgeglichener Wasserhaushalt unterstützt den Körper dabei, sich selbst von Giftstoffen zu befreien und den Hustenschleim möglichst flüssig zu halten. Eine tägliche Zufuhr von mindestens 1,5 Litern wird empfohlen.12 Besonders warmer Tee tut bei Halsschmerzen und Husten gut. Geeignet sich beispielsweise Sorten wie Früchtetee oder Kamille. Viele andere Kräuter (beispielsweise Salbei oder Thymian) sind hingegen nur in geringen Mengen zu empfehlen, weil sie wehenfördernde Eigenschaften besitzen. Fragen Sie zur Sicherheit Ihren Arzt oder Apotheker.

Sollte es trotz allem zu einer Verschlechterung der Symptomatik kommen, sind Medikamente gegen Husten in der Schwangerschaft unumgänglich. Ihr Hausarzt und Ihr Frauenarzt sind hierbei die besten Ansprechpartner.

Gut zu wissen:

Zur Vorbeugung einer Erkältung und somit von Husten sollten Sie während der Schwangerschaft auf viel Bewegung an der frischen Luft, eine vitaminreiche Ernährung und wenig Stress achten. Eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in Räumen kann sich ebenfalls positiv auswirken, weil dadurch die Schleimhäute befeuchtet werden und sie ihre Abwehrfunktion gegenüber Krankheitserregern besser erfüllen können.

Wann zum Arzt beim Husten in der Schwangerschaft?

Wer schwanger ist und unter Reizhusten oder einer anderen Art des Hustens leidet, sollte bei anhaltenden Symptomen einen Arzt aufsuchen. Nicht nur, um die eigene Nachtruhe und die des Partners zu wahren, sondern auch, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.

Ein Termin beim Hausarzt ist dann nötig, wenn der Husten in der Schwangerschaft

  • länger als vier Wochen anhält,
  • Ausmaß und Charakter ändert (beispielsweise deutlich stärker wird oder plötzlich mit Atemgeräuschen auftritt),
  • mit Fieber (über 38,9 Grad Celsius) einhergeht,
  • zu Luftnot führt oder
  • mit nächtlichem saurem Aufstoßen einhergeht.

Anhand der ermittelten Auslöser, die für den Husten in der Schwangerschaft verantwortlich sind – beispielsweise eine Bronchitis oder Allergie –, schlägt der Arzt eine geeignete Behandlung vor.

Hausmittel gegen Reizhusten (Schwangerschaft)

Husten Reizhusten: FAQ

© PantherMedia / Jiri Hera

Husten (Tussis) ohne Auswurf von Sekret nennt sich Reizhusten (unproduktiver Husten). Oft entwickelt er sich im Laufe einer Erkrankung wie Schnupfen (Rhinitis) zu produktivem Husten mit Schleimabsonderung und ist sehr belastend, gerade für schwangere Frauen, da er häufig mit Schlafstörungen einhergeht und anstrengend für den Körper ist. Daher sollte der Reizhusten direkt behandelt werden, was mit Hausmitteln gut möglich ist. Diese lindern die Symptome und eignen sich besonders gut für den Einsatz in der Schwangerschaft, da sie kein Risiko für den Fötus darstellen.

Husten ist meist ein Symptom einer anderen zugrunde liegenden Erkrankung, wie einer Reizung der oberen Atemwege, einer beginnenden Erkältung oder auch Stress. Es gibt einige natürliche Hausmittel, welche die Symptome lindern können, ohne dem Kind im Mutterleib zu schaden. Diese werden im Folgenden vorgestellt.

Honig

Honig hat sich sehr gut gegen Husten bewährt. Sei es in heißer Milch oder anderen warmen Getränken, in Bonbons oder pur, er hilft, den Hustenreiz zu lindern. Honig ist reich an Antioxidantien und wirkt daher entzündungshemmend. Besonders effektiv ist Honig von Eukalyptus und Zitrusgewächsen und Honig in Kombination mit Zitrusfrüchten. Dazu wird z.B. den Saft einer Zitrone mit einem Teelöffel Honig gemischt und beides mit warmem Wasser aufgegossen. Dabei liefert die Zitrone das abwehrstärkende Vitamin C, während der Honig entzündungshemmend und beruhigend wirkt.

Zwiebelsaft

Eines der ältesten Hausmittel gegen Husten ist Zwiebelsaft. Zur Herstellung wird eine frische Zwiebel geschnitten, mit Kandiszucker oder Honig aufgekocht und anschließend ruhen gelassen. Der gesiebte Sud kann dann löffelweise eingenommen werden. Zwiebeln sind reich an entzündungshemmenden und keimabtötenden Substanzen, welche die Bronchien entspannen.

Thymian und Eukalyptus

Thymian (Thymus) enthält ätherische Öle, die antibakteriell wirken, und Carvacrol, einen terpenoiden Naturstoff, der zusätzlich entzündungshemmende Effekte hat und ein natürliches Antibiotikum darstellt. Thymian kann in Form von Säften oder in Kräuterform verwendet werden. Konzentrierte Thymianöle sollten vermieden werden, um eine Reizung der Schleimhäute zu umgehen. Gleiches gilt für Extrakte aus Eukalyptus. Die Öle lassen sich besonders gut zu Balsam, Creme und Salbe verarbeiten und werden von den Schleimhäuten sehr gut und schnell aufgenommen.

Inhalation

Auch zur Inhalation eignen sich ätherische Öle der bereits genannten Pflanzen, wie Thymian und Eukalyptus, aber auch die frischen oder getrockneten Blätter können genutzt werden, da ihre Inhaltsstoffe im Wasserdampf freigesetzt werden. Zur Inhalation kann ein Wasserbad dienen, wobei der Kopf darüber gehalten und mit einem Tuch bedeckt wird oder ein spezieller Inhalator aus der Apotheke genutzt wird. Anschließend werden die heißen Dämpfe tief eingeatmet. Fenchel und Kamille eignen sich aufgrund ihrer hustenlindernden, schleimlösenden sowie entzündungshemmenden Wirkung ebenfalls sehr gut zur Inhalation. Die Substanzen gelangen hierbei durch die Schleimhäute und können so ihre Wirkung entfalten.

Eine Ursache für Reizhusten kann zu trockene Luft sein. Diese entsteht beispielsweise durch Heizungswärme im Winter. Ein Luftbefeuchter ist in dem Fall sehr sinnvoll. Es reicht hierfür auch, eine Tasse mit Wasser auf die Heizung oder in Heizungsnähe zu stellen, sodass das Wasser verdampfen kann.

Viel trinken

Um den Wasserhaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten und eine daraus resultierende Entgiftung zu unterstützen, muss viel getrunken werden. Besonders gut eignet sich hier Kräutertee. Kräuter wie Spitzwegerich, Thymian und Anis lindern dabei besonders gut den Reizhusten und beruhigen die Bronchien. Dazu werden je 20 Gramm von jedem Kraut vermischt und mit heißem Wasser übergossen. Danach abseihen und lauwarm trinken.

Wärme

Die Behandlung lässt sich gut mit einer Wärmflasche ergänzen. Wird sie auf die Bronchien gelegt, entspannen sich diese und die Hustensymptome werden gelindert.

Zu beachten

All diese Hausmittel können auch Schwangere unbedenklich anwenden, wenn zuvor jegliche Unverträglichkeiten ausgeschlossen werden konnten. Sollte es dennoch zu Problemen und Nebenwirkungen kommen, sollte die Anwendung abgebrochen und ein Arzt zurate gezogen werden.Wenn sich der Reizhusten trotz problemloser Anwendung jedoch nach 7 Tagen nicht gebessert hat oder Fieber und andere Begleiterscheinungen auftreten, ist es empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen und die Erkältung nicht zu unterschätzen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Husten

Quellenangaben:

Wichtiger Hinweis

Die auf Erkaeltet.info zur Verfügung gestellten Informationen sowie Kommentare und Diskussionsbeiträge können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer eigenständigen Auswahl und Anwendung oder Absetzung von Arzneimitteln, sonstigen Gesundheitsprodukten oder Behandlungsmethoden verwendet werden. Viele Symptome und Beschwerden können bei verschiedenen Erkrankungen auftreten. Für eine sichere Diagnose und Behandlung muss immer ein Arzt aufgesucht werden. Die auf Erkaeltet.info zur Verfügung gestellten Inhalte sind sorgfältig erarbeitet und werden in regelmäßigen Abständen auf ihre Richtigkeit überprüft und aktualisiert. Jedoch unterliegen die Erkenntnisse in der Medizin einem ständigen Wandel. Wir übernehmen daher keine Gewährleistung für die Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit und Aktualität sämtlicher Inhalte auf den Webseiten.

Fieber, Erkältung und grippaler Infekt

Die häufigste Ursache für Fieber ist eine Erkältung (Schnupfen) oder ein grippaler Infekt. Damit bezeichnet man Virusinfektionen im Nasen- und Halsbereich. Ein grippaler Infekt schwächt den Körper aber weitaus mehr als ein einfacher Schnupfen und ist unter anderem mit Fieber und/oder Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Heiserkeit, Husten, einer Rachenentzündung (Angina), Ohrenschmerzen und manchmal sogar Übelkeit verbunden. Er sollte aber nicht mit der echten Grippe (Influenza) verwechselt werden.

Bekommen Schwangere leichter eine Erkältung?

Schwangere können genauso leicht an Atemwegsinfekten erkranken wie nicht schwangere Frauen, wahrscheinlich sogar noch leichter, weil ihre Immunabwehr etwas herabgesetzt ist. Normalerweise bleibt eine fieberhafte Erkältung ohne Folgen für das ungeborene Kind. Allerdings ist bei einer schweren Erkältung mit hohem Fieber das Risiko einer Fehlgeburt oder vorzeitiger Wehen erhöht. Auch gibt es Hinweise auf eine möglicherweise leicht erhöhte Fehlbildungsrate, wenn in der Frühschwangerschaft über längere Zeit hohes Fieber bestand. Schwangere im ersten Trimenon sollten deshalb von Personen mit hohem Fieber, vor allem Kindern, sicherheitshalber Abstand halten.

Unser Tipp

8 Tipps um Erkältung vorzubeugen

Finden Sie heraus, wie Sie sich schützen können!

Weiterlesen

Wie kann man einer Erkältung vorbeugen?

Schützen Sie sich vor einer Ansteckung, indem Sie Ihre Abwehrkräfte stärken. Wichtig ist vitaminreiche Ernährung mit reichlich Zitrusfrüchten und Gemüse und wenig Fett sowie viel Bewegung an der frischen Luft. Schwangere gehören zudem zu dem Personenkreis, dem eine Grippeimpfung empfohlen wird.

Auch regelmässige Saunabesuche (auch in der Schwangerschaft erlaubt!) oder kalt-warme Wechselduschen wirken sich positiv aus. Ein bewährtes Hausrezept ist ein Fussbad mit langsam ansteigender Temperatur. Es führt dem Körper intensiv Wärme zu und steigert die Durchblutung der oberen Atemwege. Das Wasser sollte dabei bis zur Hälfte der Waden reichen. Wer ein Fussbad nimmt, sollte sich dabei hinsetzen und auf eine warme Sitzfläche achten. Das Wasser sollte zunächst etwa 35 bis 36 Grad Celsius haben und kann dann alle 2-3 Minuten mit heissem Wasser bis auf 41 Grad Celsius erwärmt werden. 15 Minuten genügen, danach gut abtrocknen, dicke warme Socken anziehen, sich bewegen oder ins Bett gehen! Kurz vor der Nachtruhe empfiehlt sich das heisse Fussbad allerdings weniger, denn es regt die Durchblutung der oberen Atemwege sehr stark an und kann den Schlaf rauben.

Das trockene Raumklima in der winterlichen Heizperiode kann durch Luftbefeuchter verbessert werden. Und ziehen Sie sich immer warm an! Warme und trockene Füsse sind besonders wichtig. Socken aus Baumwolle und Wolle halten wärmer als solche aus synthetischem Material. Wenn alle rundum husten oder niesen, heisst es in Deckung gehen. Verzichten Sie in der Erkältungszeit auf allzu herzliche Begrüssungen, Küsse und Umarmungen.

Gerne wird zur Vorbeugung von Erkältungen der Sonnenhut (Echinacea purpurea) angewandt. Fachleute der WHO raten jedoch ab, den Extrakt des Sonnenhutes bei Schwangeren und Kleinkindern als Grippe-Vorbeugung anzuwenden.Niedrig dosiert wird es gegen Halsschmerzen bei Schwangeren lokal angewandt (Echinadoron), nicht aber zur Prophylaxe.

Wie behandelt man eine Erkältung in der Schwangerschaft?

Wenn die Erkältung Sie trotz aller Vorsichtsmassnahmen doch erwischt hat, heisst das nicht, dass Sie als werdende Mutter nun gar nichts gegen die lästigen Symptome tun dürfen. Beginnen Sie mit harmlosen Hausmitteln. Hilft das nicht, dürfen Sie auch bestimmte Medikamente, z.B. Paracetamol (z.B. Dafalgan, Ben-u-ron) zur Fiebersenkung, nehmen. Aber nehmen Sie nicht leichtfertig irgendwelche Medikamente ein und lassen Sie sich unbedingt vorher von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten!

Allgemein ist wichtig, dass Sie viel trinken, vorzugsweise heisse Getränke. Das gleicht einerseits den Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen aus, andererseits kann der Schleim dann besser verflüssigt werden. Gerne greifen Schwangere zu Kräuteraufbereitungen: Hier ist aber Vorsicht angesagt, denn bei vielen Teedrogen sind zu wenig Informationen vorhanden, um Risiken und vor allem Toxizitätsgrenzen für Mutter und Kind definieren zu können. Unbedenklich sind Früchtetees wie Hagebuttenfrüchte, Lindenblüten- und Holunderblütentee. Ausserdem können Sie frisch gepressten Zitronensaft, pur oder mit warmem Wasser verdünnt, trinken. Auch die altbewährte warme Honigmilch kann Gutes bewirken.

  • Ätherische Öle: Falls die Nase sehr verstopft ist, können Sie den Brustkorb mit einer Bronchialsalbe mit ätherischen Ölen (Pfefferminze oder Engelwurz mit Thymian und Majoran) einreiben, das öffnet auch die Nase. Auch eine Inhalation mit Dampf wird empfohlen (z.B. Nasobol).
  • Inhalierstift: Eine andere Möglichkeit zur Linderung ist ein Inhalierstift. Die aktiven Wirkstoffe im Inhalierstift oder in Nasensalbe sind pflanzlich, meist Menthol und Kiefernnadel-Öl. Vor allem Menthol wirkt leicht betäubend, kühlend und abschwellend. Alle drei Stoffe sind nicht schädlich, auch nicht in der frühen Schwangerschaft. Wenn Sie bei Erkältung bisher gute Erfahrungen damit gemacht haben, dürfen Sie das Mittel auch jetzt in der Schwangerschaft verwenden. Kampfer (Kampher) sollte nur zurückhaltend eingesetzt werden: In hoher Dosierung wirkt es sich schädlich auf die kindliche Nerven- und Gehirnentwicklung aus.
  • Nasentropfen oder -sprays mit den Inhaltsstoffen Oxymetazolin (z.B. Nasivin /Nasivin – pur, VICKS Sinex), Xylometazolin (z.B. Xylo-Mepha, Otrivin, Nasben, Triophan), Tetryzolin (z.B. Rhinopront Top) sind kurzfristig auch in der Schwangerschaft bei Schnupfen erlaubt. Ungünstiger wäre auf jeden Fall, wenn Sie durch die verstopfte Nase zuwenig Sauerstoff aufnehmen können. Das kann Ihr Baby eventuell mehr beeinträchtigen als die minimalen Nebenwirkungen eines Medikaments. Am besten versuchen Sie zunächst ein Nasenspray in der verdünnten Konzentration für Säuglinge. Vielleicht hilft auch schon einfaches Meerwasser-Nasenspray, das Sie mit einem TL Salz auf eine Tasse Wasser (isotonische Kochsalzlösung) auch leicht selbst herstellen können. Sprays sind besser als Nasentropfen, weil die Tropfen nicht selten in den Hals hinablaufen.
  • Dampfbad: Wenn der ganze Kopf verschnupft und zugeschwollen scheint, ist ein Kamillen- oder Thymiandampfbad wohltuend. Kamille hemmt die Entzündungen der Schleimhäute, Thymian fördert die Durchblutung und löst den Schleim. Das Sekret verflüssigt sich durch die Dämpfe, kann abfliessen und Nase und Nasennebenhöhlen wieder freigeben. Die gesteigerte Durchblutung bringt vermehrt Immunzellen in die entzündeten Partien. Und so lässt sich das Dampfbad zubereiten: Eine Hand voller Kräuter in eine Schüssel geben und ein großes Frottee-Badetuch zurechtlegen, dann etwa 1-1.5 Liter Wasser aufkochen und darüber giessen. Das Gesicht über den Dampf halten, Kopf und Schultern mit dem Tuch abdecken. Etwa zehn Minuten inhalieren, anschliessend trocken reiben, warm anziehen und Zugluft meiden! Alternativ und wenn zu Hause vorhanden, kann auch eine Rotlichtbestrahlung nützen. Aufsteigende Dämpfe: So inhalieren Sie richtig!
  • Erkältungsbad: Angenehm sind auch Erkältungsbäder mit ätherischen Zusätzen, z.B. aus Thymian oder Nadelholzölen. Bei Fieber ist ein heisses Bad jedoch unnütz oder kann den Körper durch die zusätzliche Temperatur sogar gefährlich belasten. Und Achtung: Nicht zu heiss baden, damit der Blutdruck nicht zu sehr sinkt. Langsam aus der Wanne steigen. Und niemals ohne eine Person in der Nähe, die im Notfall (Ohnmacht, Ausrutschen) helfen kann.
  • Wadenwickel und Essigsocken: Eine oft gut wirksame natürliche Methode zur Fiebersenkung sind Wadenwickel und Essigsocken.

Was tun bei Husten und Halsschmerzen in der Schwangerschaft?

Husten in der Schwangerschaft bereitet allen werdenden Müttern Sorge. Bei einem Hustenanfall zieht sich der gesamte Unterleib krampfartig zusammen – wird das Baby dann noch ausreichend versorgt? Gelangen die Erreger bis zum Kind? Werden unter Umständen sogar vorzeitige Wehen ausgelöst?

Keine Angst: Hustenstösse sind für Ihr Baby nicht gefährlich. Das Fruchtwasser umgibt Ihr Baby und fängt alle Erschütterungen zuverlässig ab. Das Kind nimmt höchstens ein Schaukeln wahr. Zudem können die Krankheitserreger von Erkältung & Co. nicht bis zu dem Ungeborenen vordringen. Und eine Wehenanregung ist nur möglich, wenn durch andere Faktoren ein Frühgeburtsrisiko besteht.

Husten ist eigentlich ein sinnvoller Schutzmechanismus, um Schleim aus den Lungen zu entfernen. Wenn irgendwie möglich, sollte man ihn deshalb nicht unterdrücken. Aber er kann schlafraubend und lästig, mitunter sogar schmerzhaft sein. Da wünscht man sich ein Mittel, das schnell Abhilfe schafft. Da jedoch viele Medikamente Auswirkungen auf das ungeborene Kind haben, ist beim Husten in der Schwangerschaft Vorsicht geboten.

Bei starkem Husten kann zunächst einmal mit Inhalieren und viel Flüssigkeit (Kräutertee, s.u.) eine Schleimlösung erreicht werden. Empfehlenswert in der Schwangerschaft ist ein Thymian-Hustensirup (z.B. Weleda Husten Elixir) oder ein Efeu-Präparat (z.B. Prospan). Auch Einreibungen mit einer Brustsalbe mit ätherischen Ölen wie Thymian und Majoran können Linderung bringen. Ein heisser Kartoffelwickel gibt tiefgehende Wärme und kann so den Hustenreiz dämpfen. Hierfür müssen drei Kartoffeln gekocht, zerstampft und nach dem Überprüfen der Temperatur in ein Tuch gewickelt auf die Brust gelegt werden.

Ist das erfolglos, kann ein sogenanntes Mukolytikum eingenommen werden, wie Acetylcystein (z.B. Fluimucil), Ambroxol (z.B. Mucosolvon) und Bromhexin (z.B. Bisolvon). Dies am besten am Morgen, damit der verflüssigte Schleim abgehustet werden kann. Auf Jodsalze zur Schleimlösung sollte in der Schwangerschaft verzichtet werden, weil sie die fetale Schilddrüse in ihrer Entwicklung behindern können.

Gegen den Hustenreiz sind zunächst Weleda Pertudoron Tropfen oder, wenn das nicht hilft, Dextromethorphan (z.B. Dextromed, Calmesin Mepha, Bexin, Calmerphan-L) unter ärztlicher Aufsicht zu empfehlen.

Codein sollten Schwangere nicht einnehmen: Es steht im Verdacht, in der Frühschwangerschaft Fehlbildungen auszulösen – ausserdem kann es Verstopfung als Nebenwirkung auslösen. Auch Huflattich-Drogen sind wegen ihres Gehaltes an Pyrrolizidinalkaloiden kontraindiziert und Fenchelöl hat eine möglicherweise fehlgeburtenfördernde Wirkung.

Halsschmerzen werden am besten mit viel heissem Tee aus Anis, Kamillenblüten, Pfefferminzblättern (da Pfefferminz den Reflux fördert, nur kurzfristig, d.h. nicht mehr als eine Woche, anwenden) und unterstützend dazu mit Lutschbonbons lokal (z.B. Kamille-, Glycerin- oder Salbeipastillen oder Echinadoron Lutschtabletten mit niedrig dosiertem Echinacea-Extrakt) und einem wärmenden Schal gelindert. Heisse Milch mit Honig und Gurgeln mit einer Lösung von Benzydamin, Chlorhexidin oder Dequalinumchloridum tun wohl. Cetylpyridinumchlorid oder Hexetidin hilft auch manchmal. Wohltuend ist auch eine Inhalation mit Kochsalz: Ein Dampfinhalator aus der Apotheke wird mit heissem Salzwasser (9 g Salz/ Liter Wasser) befüllt. Durch das Einatmen des Wasserdampfes werden die Schleimhäute befeuchtet und der Schleim löst sich.

Häufige Fragen zum Thema

Darf man bei einer Erkältung in der Schwangerschaft ein Medikament zum Fiebersenken einnehmen?

Hohes Fieber kann in der Frühschwangerschaft fruchtschädigend (teratogen) wirken, d.h. es kann beim Embryo Fehlentwicklungen vor allem am zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) auslösen, wie Neuralrohrdefekte. Aus diesem Grund ist die Einnahme eines fiebersenkenden Mittels sogar zu…

vollständige Antwort lesen Sind Nasensprays oder Inhalierstifte auch in der Schwangerschaft noch erlaubt?

Ja, wenn bei einer Erkältung das Nasenspray nicht über einen längeren Zeitraum genommen wird. Denn Schnupfensprays wirken auch im übrigen Körper, z.B. an den Blutgefässen der Plazenta, etwas gefässverengend, was aber für begrenzte Zeit kein Problem ist. Ungünstiger wäre auf jeden Fall, wenn Sie…

vollständige Antwort lesen Welches Mittel kann man bei hartnäckiger Bronchitis zur Schleimlösung nehmen – trotz Schwangerschaft? Und wie ist es mit Hustentropfen?

Erkältungen können in der Schwangerschaft besonders lästig sein, und die Behandlung will gut überlegt werden. Zunächst einmal sollte mit Inhalieren und viel Flüssigkeit (z.B. Kräutertee) eine Schleimlösung erreicht werden. Ist das erfolglos, kann ein Mukolytikum eingenommen werden, z.B….

vollständige Antwort lesen Ich hatte in der 5. Schwangerschaftswoche sehr hohes Fieber. Kann es sein, dass mein Kind deshalb krank geboren wird?

Mehrere wissenschaftliche Studien haben sich inzwischen mit der Bedeutung von Hitze-Einwirkung in der Schwangerschaft beschäftigt. Während in Tierversuchen eindeutig eine erhöhte Fehlbildungsrateverursacht wird, ist die Situation beim Menschen sehr viel komplexer. Einige Studien an Kindern mit…

vollständige Antwort lesen Sind Fieberbläschen gefährlich, wenn man schwanger ist?

Nein. Fieberbläschen (Herpes labialis) sind im Gegensatz zum Genitalherpes in der Schwangerschaft harmlos. Aber nach der Geburt kann das Herpesvirus durch Tröpfcheninfektion (z.B. Husten, Niesen) oder Schmierinfektion (z.B. Kontakt der Finger mit dem Bläscheninhalt und Verbreitung) auf das…

vollständige Antwort lesen Schadet ständiges Husten meinem Baby? Und was ist mit Niesen oder Naseputzen?

Wenn Sie nicht zu vorzeitigen Wehen neigen, kann Husten, Niesen oder Naseputzen Ihrem Kind nicht schaden. Eine gesunde Schwangerschaft hält ein bisschen Druckerhöhung mit Anspannung der Bauchmuskeln ohne weiteres aus.

Sie dürfen aber auch zur Linderung der Beschwerden bei einer Erkältung…

vollständige Antwort lesen Ich soll wegen einer Halsentzündung Penizillin einnehmen. Sind Antibiotika denn in der Schwangerschaft überhaupt erlaubt?

Penicillin ist in Schwangerschaft und Stillzeit seit langem das Antibiotikum der ersten Wahl. Sie können es sogar im ersten Drittel der Schwangerschaft einnehmen, wenn ein medizinischer Grund dafür vorhanden ist.

Bei Infektionen der Atemwege, der Harnwege und im Hals-Nasen-Ohren-Bereich werden…

vollständige Antwort lesen

Newsticker

Fieber runter! | 18.11.2017

Fieber – oft im Rahmen eines grippalen Infekts – kann sich in der Schwangerschaft auf das Ungeborene auswirken: So wird das Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und angeborene Herzfehler, für Autismus und Schizophrenie erhöht. Jetzt hat eine wissenschaftliche Studie ergeben, dass daran nicht die Infekterreger schuld sind, sondern die Temperaturerhöhung an sich. Die Zellen der Neuralleiste, die für die Herz- und Gaumen-Entwicklung wichtig sind, sind sehr temperaturempfindlich. Fiebersenkende Medikamente seien demnach auch in den ersten Monaten der Schwangerschaft nicht nur erlaubt, sondern sogar angebracht. Als Mittel der ersten Wahl für fiebernde Schwangere gilt der Wirkstoff Paracetamol – aber natürlich immer nur kurzzeitig und in erlaubter Dosierung einnehmen!

Feuchte Raumluft gegen Grippeviren: Obwohl Grippeviren per Tröpfcheninfektionen übertragen werden, vermindert eine hohe Luftfeuchtigkeit vermutlich das Infektionsrisiko. Die Zahl der Viren ist zwar gleich, die Infektiosität der Viren jedoch bei niedriger Luftfeuchtigkeit deutlich höher. Eindrücklich war der Unterschied v.a. bei den Tröpfchen mit einem Durchmesser unter einem Mikrometer, die beim Einatmen bis in die tiefen Atemwege vordringen. Das Ansteckungsrisiko wird so bei trockener Heizungsluft im Winter weiter erhöht. (Newsticker, 8.3.2013)

Halten Sie sich warm: Häufige Erkältungen der werdenden Mutter steigern möglicherweise das Asthma-Risiko des Kindes. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Münchner Studie an mit Asthmaerkrankungen belasteten Familien. Die Kinder von Frauen, die sich an drei oder mehr Erkältungen erinnern konnten, waren im Alter von 5 Jahren mehr als doppelt so häufig wie andere an Asthma bronchiale erkrankt. Aus der Studie lässt sich aber nicht schliessen, dass der Schutz vor Erkältungen in der Schwangerschaft oder die inzwischen empfohlene Grippeimpfung eine allergische Erkrankung des Kindes verhindern könnten. (swissmom Newsticker, 28.2.14)

Erkältung kommt von „Kälte“: Erkältungen haben im Winter Hochsaison – ist daran wirklich ganz banal die Kälte schuld? Absolut, behaupten Wissenschaftler der Universität Yale. Denn die zelleigenen Immunreaktion auf die Schnupfenerreger, meist Rhinoviren, die sich in der Schleimhaut von Nase und des Rachens festsetzen, ist bei kälteren Temperaturen geschwächt. Die Erreger fühlen sich wohler und können sich besser vermehren. Bei warmen Temperaturen hingegen können sie dem Menschen wenig anhaben, denn das Immunsystem hält die Viren dann in Schach. Die Wissenschaftler untersuchten mit Viren infizierte Schleimhautzellen bei 33 Grad, was einer kühlen Nase nahekommt, und bei 37 Grad (normale Körpertemperatur). „Warm anziehen“ hat also seine Berechtigung! (swissmom Newsticker, 16.10.15)

Letzte Aktualisierung : 07-10-19, BH

Reizhusten: Ein lästiger Begleiter der Schwangerschaft

Reizhusten in der Schwangerschaft und Stillzeit lindern – aber wie?

Wenn schwangere und stillende Frauen ein trockener Reizhusten quält, stellt sich bei vielen die Frage: Welches Mittel darf ich einnehmen, ohne meinem Baby zu schaden? Allgemein gilt in der Schwangerschaft und Stillzeit: Weniger ist mehr! Sie sollten zunächst versuchen, auf Medikamente zu verzichten und stattdessen auf Hausmittel und bewährte Tipps setzen:

  • Viel trinken: Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees und Saftschorlen. Wer viel trinkt, hält die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum feucht. Zäher Schleim wird flüssiger und kann dadurch leichter abfließen beziehungsweise ausgehustet werden.
  • Dampfinhalationen durchführen: Eine Schüssel mit dampfendem Salzwasser (etwa neun Gramm Kochsalz auf einen Liter Wasser) und ein Handtuch sind alles, was sie benötigen. Kopf über die Schüssel, das Tuch darüber und inhalieren – auch das tut den gereizten Schleimhäuten gut.
  • Sich Wärme und Ruhe gönnen: Das Wichtigste bei einer Erkältung mit Reizhusten und Co. ist ausreichend Erholung. Wer sich in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht gesund fühlt, kann sich ruhig mal mit einer dicken Decke und einer heißen Tasse Tee aufs Sofa legen und entspannen. Dann hat auch Ihr Immunsystem die Gelegenheit, sich voll auf die Bekämpfung der Krankheitserreger zu konzentrieren.

Je nach Hustenart können Schwangere und Stillende auch auf pflanzliche Mittel zurückgreifen: Während bei einem produktiven Husten mit Schleimbildung in der Regel Schleimlöser zum Einsatz kommen, können Betroffene bei Reizhusten ein hustenstillendes Mittel, das beispielsweise Eibischwurzel enthält, anwenden. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Einnahme aber erst nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.

iIKK: Gesund werden: Erkältung & Grippe. (19.02.18)

Husten in der Schwangerschaft: Ist er gefährlich fürs Baby und was hilft?

Jeder, der von heftigem Keuchen schon nächtelang wachgehalten wurde, weiß: Husten kann richtig quälend sein. Das gilt besonders für Schwangere – schließlich darf man mit Baby im Bauch kaum Medikamente nehmen. Was du trotzdem tun kannst, um die Beschwerden bei Husten in der Schwangerschaft zu lindern

Ist Husten in der Schwangerschaft gefährlich fürs Baby?

Bei einem starken Husten zieht sich auch der Unterleib krampfartig zusammen. Kein Wunder also, dass sich betroffene werdende Mamas oft Sorgen machen, ob das Keuchen ihrem Baby schaden oder vielleicht sogar eine Frühgeburt auslösen könnte. Bedenken, die zum Glück unbegründet sind: Das Ungeborene ist im Fruchtwasser, das alle Erschütterungen von ihm abhält, bestens geschützt.

Lackmus-Test

Fruchtwasser oder Ausfluss – wie erkenne ich den Unterschied?

Weiterlesen Lackmus-Test Weiterlesen

Wann sollte man bei Husten in der Schwangerschaft beim Arzt?

Wenn du länger als eine Woche unter Husten in der Schwangerschaft leidest, solltest du einen Arzt aufsuchen. Falls zum Keuchen auch Fieber über 38,5 Grad dazukommt, unbedingt schon früher. Ein Doktor kann dir auch genau sagen, welche Medikamente du jetzt nehmen darfst – und welche nicht.

Hält der Husten in der Schwangerschaft länger als eine Woche an – ab zum Arzt!

Welche Hausmittel helfen gegen Husten in der Schwangerschaft?

Wer unter Husten in der Schwangerschaft leidet, für den ist Trinken das A und O. Besonders gut geeignet, um beim Schleimlösen und Abhusten zu helfen: Tees, zum Beispiel aus Pfefferminze (Achtung, davon nicht zu viel!), Kamille, Thymian, Anis, Schlüsselblume oder Lindenblüten. Nur wer genug Flüssigkeit zu sich nimmt, wird schnell wieder gesund.

Aufgepasst!

Tee in der Schwangerschaft: Welche Sorten erlaubt sind – und welche nicht

Weiterlesen Aufgepasst! Weiterlesen

2. Selbstgemachter Zwiebelsaft

Er ist ein Hausmittel gegen Husten, der sich seit Jahrhunderten bewährt hat: Zwiebelsaft. Schneide dazu einfach eine Zwiebel klein, gib die Stückchen in ein Gefäß und füge Honig hinzu. Dann mehrere Stunden stehen lassen. Den entstandenen Sud durch ein Sieb in ein verschließbares Glas abseihen und immer wieder einen Löffel davon trinken. Schmeckt gewöhnungsbedürftig, aber hilft.

3. Inhalieren

Um den Hustenreiz zu lindern und die gereizten Schleimhäute zu beruhigen, hilft das Inhalieren von Dampf. Füge dem heißen (nicht kochenden!) Wasser in einer Schüssel am besten ein paar Tropfen Eukalyptus-, Kiefern- oder Salbeiöl hinzu und breite ein großes Handtuch über deinen Kopf – befreit die Nase und wirkt entzündungshemmend. Alle drei Stunden und vor dem Schlafengehen wiederholen.

Life Hacks für die Schwangerschaft: Diese genialen 20 Tricks erleichtern dir dein Leben mit Babykugel

Bilderstrecke starten (21 Bilder)

4. Ruhe, Wärme und frische Luft

Auch wenn es dir schwer fällt: Versuche dich zu schonen! Schließlich trägst du momentan nicht nur für dich selbst, sondern auch für dein Baby, die Verantwortung. Also ab aufs Sofa oder gleich ins Bett! Ein geöffnetes Fenster tut dir gut, ebenso wie eine nicht zu heiße Wärmflasche oder Wärmedecke, die du unter deinem oberen Rücken platzierst. Außerdem hilfreich: Den Oberkörper höher zu lagern.

Gut zu wissen!

Wärmflasche in der Schwangerschaft: gefährlich oder nicht?

Weiterlesen Gut zu wissen! Weiterlesen

Welche Medikamente sind bei Husten in der Schwangerschaft erlaubt?

Die schlechte Nachricht zuerst: Alle Medikamente, die in der Lage sind, deinen Husten von Jetzt auf Gleich zu stoppen, wie zum Beispiel Codeintropfen, sind für dich jetzt tabu. Ist gibt allerdings ein paar Wirkstoffe, die zumindest Linderung bringen, und die auch für Schwangere erlaubt sind.

Bye-bye, Husten!

Pflanzliche Hustensäfte selber herstellen!

Weiterlesen Bye-bye, Husten! Weiterlesen

Dazu zählen Hustensäfte auf pflanzlicher Basis, die aus Eibischwurzel, Thymian oder Efeu gewonnen werden. Bei starker Schleimbildung sind Präparate mit Acetylcystein kurzfristig erlaubt, allerdings erst ab dem zweiten Trimester. Außerdem darf man bei Husten in der Schwangerschaft auf Paracetamol zurückgreifen, nur nicht über einen längeren Zeitraum und nicht mehr als acht Tabletten am Tag.

Bei allen eingenommenen Medikamenten gilt natürlich: Alkohol als Inhaltsstoff ist verboten. Und im Zweifel solltest du unbedingt deinen Arzt oder Apotheker fragen.

Schmerzmittel

Paracetamol in der Schwangerschaft – gefährlich oder nicht?

Weiterlesen Schmerzmittel Weiterlesen

Was kann man bei Husten in der Schwangerschaft sonst noch tun?

Ganz klassisch Hustenbonbons und -pastillen lutschen. Das hilft oft auch schon ein bisschen, wenn der Hustenreiz wieder aufkommt. Für die Nacht solltest du aber unbedingt auf zuckerfreie Produkte achten. Sonst brauchst du neben dem Hausarzt bald noch einen Zahnarzt…

Schnupfen und Husten in der Schwangerschaft

( Image Point Fr / )

Antwort: Natürlich ist es ausgesprochen unangenehm, wenn man ständig erkältet ist und die Erkältung zudem nicht richtig bekämpfen kann. Was nun die Nasentropfen anbelangt, so existieren ganz unterschiedliche Präparate: Sie können etwa Tropfen auf Kochsalzbasis anwenden, ohne deshalb ernsthafte Nebenwirkungen befürchten zu müssen. Von Nasentropfen mit stärkerer Wirksamkeit wird jedoch insbesondere in der Frühschwangerschaft abgeraten. Bevor sich die Infektion aber in den Nasennebenhöhlen festsetzt, ist es besser, auch solche Präparate zu nehmen. Im Zweifelsfall ist jedenfalls anzuraten, vorher den Frauenarzt zu fragen, welche Tropfen geeignet sind. Auch Dampfbäder, also die Inhalation von heißem Dampf, können dabei helfen, die oberen Atemwege zu öffnen. Positive Effekte bewirkt weiters die Inhalation von Kamillentee, Salzwasser (Emsersalz) oder anderen Kräutern. Auch ätherische Öle schaden nicht, wenn Sie diese vertragen.

Beim Husten verhält es ähnlich. Ist dieser sehr ausgeprägt, können Sie in der 23. SSW, in der Sie sich im Moment befinden, durchaus zu stärkeren Hustenmitteln greifen, ohne das Kind einer Gefahr auszusetzen. Wichtig ist allgemein, dass Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten warmen Tee oder heiße Zitrone. Bekannte Hausmittel schaden sicher auch nicht: Im Fall einer Bronchitis kann man sich etwa einen Kartoffelwickel auf die Brust legen: Dabei werden frisch gekochte Kartoffeln zerkleinert, in ein Tuch gewickelt und auf die Brust gelegt. Gleiches funktioniert auch mit Quark.

Wenn Sie starke Kopfschmerzen haben oder sich sehr elend fühlen, kann durchaus auch eine Tablette mit Paracetamol eingenommen werden. Paracetamol ist während der Schwangerschaft erlaubt! Tritt jedoch Fieber hinzu, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Fieber kann Wehen auslösen und sollte deshalb unbedingt behandelt werden.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

Erkältung

Nebenhöhlenentzündung

Weitere Fragen

Rubriken:

  • Übersicht: „Frage und Antwort“ – Schwangerschaft und Geburt

  • Zur Startseite von NetDoktor.at

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von netdoktor.at

Autoren:
Dr. Britta Bürger, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe (Erstautorin 2000)
Medizinisches Review:
Dr. med. Alexander Just
Redaktionelle Bearbeitung:
Dr.med. Kerstin Lehermayr

Aktualisiert am: 05.08.2014 | 13:04

Weitere Artikel zum Thema

Grippezeit – das sollten Sie beachten

Die kalte Jahreszeit ist auch die Zeit der guten Ratschläge und Rezepte: Fast jeder hat eine Meinung oder ein Hausmittel gegen Erkältung und Grippe …

Grippe oder Erkältung?

Es ist nicht immer leicht, eine Grippe von einer Erkältung zu unterscheiden. In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen, was die Unterschiede sind.

Mit Liebe gegen die Erkältung

„Zieh dich warm an, sonst erkältest du dich“, lautet einer der populärsten Ratschläge besorgter Mitmenschen. Und das zu Recht, wie eine aktuelle …

Bronchitis in der Schwangerschaft

Akute oder chronische Bronchitis in der Schwangerschaft

Da die körperlichen Veränderungen den werdenden Müttern viel Kraft kosten, ist das Immunsystem häufig geschwächt. Husten, Schnupfen und Co. haben in der Schwangerschaft leichtes Spiel: Dringen Krankheitserreger in die Atemwege ein, besetzen diese die Schleimhäute und regen eine vermehrte Schleimproduktion an. Um die Erreger und den Schleim wieder loszuwerden, reagiert der Körper ganz natürlich – mit Husten.

Eine harmlose Erkältung kann sich unter Umständen auf die unteren Atemwege ausbreiten – eine Bronchitis entwickelt sich. Charakteristisch sind:

  • Schmerzen hinter dem Brustbein
  • anfangs trockener Husten
  • nach einigen Tagen Husten mit Auswurf

Bei einer einfachen Bronchitis besteht in der Regel kein größeres Risiko für Mutter und Kind. Schwangere sollten trotzdem einen Arzt aufsuchen, wenn Bronchitis-ähnliche Symptome auftreten, um schwere Erkrankungen wie Keuchhusten auszuschließen. Zudem ist festzustellen, ob es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Dies ist erkennbar an hartnäckigen Symptomen, die länger als zwei Wochen anhalten. Eine bakterielle Bronchitis wird in der Regel mit Antibiotika behandelt – Schwangere sollten sich in diesem Fall mit ihrem Arzt besprechen. Es gibt durchaus Antibiotika, die sich als unbedenklich in Schwangerschaft und Stillzeit erwiesen haben.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.