Rechner für kinder

BMI-Rechner für Kinder

Unser Body-Mass-Index-Rechner ermittelt den BMI-Wert mit der üblichen Formel: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körpergröße in Metern zum Quadrat. Wiegt Ihr dreijähriges Kind zum Beispiel 15 Kilo und ist 96 cm groß, lautet die Rechnung: 15 geteilt durch 0,962. Das Ergebnis ist ein BMI-Wert von 16,28, der für Dreijährige im Normalbereich liegt. Je nach Alter gelten jedoch ganz unterschiedliche Werte als normal.

Entwickelt sich Ihr Kind im Vergleich zu seinen Altersgenossen gerade etwas rascher oder verzögert, kann sein BMI-Wert vom Durchschnitt abweichen. Betrachten Sie die Ergebnisse unseres Rechners daher nur als Hinweise. Setzen Sie Ihr Kind auf keinen Fall eigenständig auf Diät.

Weicht das Gewicht Ihres Kindes von den Normalwerten ab, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Kinder- oder Hausarzt darüber. Er kann die Entwicklung einordnen und wird Ihnen helfen, gegebenenfalls passende Maßnahmen zu ergreifen. Bei Kindern unter zwei Jahren spielt der BMI eine untergeordnete Rolle – hier kann nur der Arzt die Entwicklung beurteilen.

Body-Mass-Index: Den BMI berechnen

Die Aussage „Ich bin zu dick“ ist sehr subjektiv. Manchmal sind auch Menschen mit Normalgewicht dieser Meinung, obwohl ihr Gewicht aus medizinischer Sicht völlig in Ordnung ist. Unser BMI-Rechner liefert erste Anhaltspunkte, ob Sie wirklich abnehmen sollten.

Er basiert auf der Einteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Spanne des empfohlenen Normalgewichts ist relativ breit. Für eine rundum gesunde Figur muss man nicht spindeldürr sein.

Wichtig zu wissen: Der Body-Mass-Index (BMI) erlaubt nur eine erste grobe Einschätzung. Wer viel Muskelmasse besitzt, kann beispielsweise einen hohen BMI haben ohne übergewichtig im eigentlichen Sinne zu sein. Auch sagt der BMI nichts über die Verteilung des Körperfetts aus. Dabei gilt insbesondere zu viel Bauchfett als gesundheitliches Risiko. Es gibt andere Einteilungen, die das Alter und das Geschlecht in die Beurteilung mit einbeziehen.

Als aussagekräftiger betrachten viele Experten daher mittlerweile den Wert „Taillenumfang in Zentimeter geteilt durch Körpergröße in Zentimeter“ (englisch: Waist-to-Height-Ratio, abgekürzt WHtR). Hier gilt ein Wert unter 0,5 (bei Älteren unter 0,6) als erstrebenswert. Auch der Taillenumfang allein hilft zur groben Orientierung: Er sollte bei Männern nicht über 102 Zentimeter, bei Frauen nicht über 88 Zentimeter liegen.

Body-Mass-Index

(BMI)

BMI ist die Abkürzung für den englischen Begriff „Body-Mass-Index“. Zur Berechnung des BMI wird das Verhältnis von Gewicht und Körpergröße ermittelt. Anders als bei Erwachsenen sagt der BMI bei Kindern und Jugendlichen alleine nichts aus. Der Grund: Während des Wachstums verändert sich die Körperzusammensetzung immer wieder und zwar bei Jungen und Mädchen unterschiedlich. Wissenschaftler haben daher sogenannte Referenzwerte errechnet, die sowohl das Alter als auch das Geschlecht einbeziehen. Sie sind bei dem BMI-Rechner hinterlegt und werden automatisch berücksichtigt.

Grundsätzlich gilt: Der BMI dient nur als Anhaltspunkt dafür, ob das Körpergewicht eher gering, normal oder hoch ist. Über die Ursachen von Über- und Untergewicht gibt der BMI keine Auskunft. Er sagt alleine nichts darüber aus, ob möglicherweise eine Essstörung vorliegt. Das lässt sich nur entscheiden, wenn andere Kriterien mit einbezogen werden, zum Beispiel das Essverhalten, das Selbstwertgefühl und die Körperwahrnehmung. Der BMI alleine erlaubt auch keine Aussage über den Gesundheitszustand eines Menschen. Dazu benötigt eine Ärztin oder ein Arzt weitere Informationen.

Der Body Mass Index (BMI) ist für Kinder und Jugendliche nur mit einigen Einschränkungen geeignet. Generell gilt, dass die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hinsichtlich Normal- und Übergewicht lediglich für Erwachsene Gültigkeit besitzen. Nichtsdestotrotz sollte auch schon in jungen Jahren auf ein gesundes Körpergewicht geachtet werden, wozu einige Indikatoren hilfreich sind.

BMI erst ab acht Jahren aussagekräftig

Grundsätzlich gilt, dass der BMI erst ab einem Alter von ca. acht Jahren überhaupt zuverlässig berechnet werden kann. Zuvor existieren schlichtweg zu viele und zu heterogene Wachstumsschübe, die das Bild beeinträchtigen können. Zudem benötigen vor allem Kleinkinder und Säuglinge den so genannten „Babyspeck“. So steigt der Körperfettanteil von Kindern bis zum neunten Lebensmonat sogar auf bis zu 25 Prozent und entspricht erst nach rund drei Jahren dem von Erwachsenen. Im Alter zwischen fünf und sieben Jahren wird der Fettanteil gegenüber dem der Erwachsenen sogar unterschritten, was naturgemäß auch einen Einfluss auf den BMI haben würde.

Was ist neben dem BMI für Kinder zu beachten?

Neben dem BMI für Kinder sind das Alter sowie das Geschlecht zu beachten. Auch ist immer eine ärztliche Gesamteinschätzung erforderlich, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Als besonders hilfreich gelten in diesem Kontext die Perzentikurven, wie sie beispielsweise die „Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter“ anbietet und wie sie im hinteren Teil eines jeden Früherkennungsheftes abgedruckt sind. Wohlgemerkt: es handelt sich hierbei nicht um genaue Vorgaben darüber, wie viel ein Kind wiegen soll oder muss, sondern um einen direkten Vergleich mit anderen Kindern desselben Alters.

Was sagen Perzentilen aus?

Entsprechend sagen die Perzentilen lediglich aus, wie viele Kinder ein höheres bzw. ein niedrigeres Gewicht aufweisen. Landet ein Kind nach der Ermittlung von Gewicht oder BMI beispielsweise in Perzentile 90, so bedeutet dies, dass es mehr wiegt als 90 Prozent seiner Altersgenossen. Perzentile 10 meint im Umkehrschluss, dass 90 Prozent mehr wiegen bzw. nur zehn Prozent noch weniger. Der exakte Durchschnitt und damit das „Normalgewicht“ ist mit Perzentile 50 erreicht, wobei zwischen den Werten 10 und 90 kein Grund zur Sorge besteht. Sollte ein Kind mit seinem BMI jedoch stark abweichen, so ist Rücksprache mit einem Kinderarzt zu halten.

Der monatsgenaue BMI- Rechner für Kinder und Jugendliche, Mädchen  wie Jungen 

Was ist das Besondere bei diesem BMI-Rechner für Kinder und Jugendliche ?

Der BMI wird überall auf der Welt nach der gleichen Formel berechnet: Körpergewicht dividiert durch das Quadrat der Körpergröße . Diese reine Zahl muss aber verglichen und eingeordnet werden, so schlägt die WHO vor das Normalgewicht für Erwachsene als BMI zwischen 18,5 – < 25,0 zu betrachten.

Bei Kindern und Jugendlichen ist es aber nicht so einfach, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gibt es andere Grenzwerte als für Erwachsene, da durch das Wachstum und die Pubertätsentwicklung und den damit verbundenen Änderungen der Körperzusammensetzung der BMI typischen alters- und geschlechtsspezifischen Veränderungen unterliegt. Um diese Veränderungen möglichst genau zu berücksichtigen liegen hier – ,anders als bei vielen anderen BMI-Rechnern für Kinder und Jugendliche – die „offiziellen“ Kriterien (Perzentilen) der Deutschen Adipositas Gesellschaft und aktuelle Daten des Robert-Koch-Instituts zugrunde, nicht wie die weniger spezifischen der WHO . Das macht es möglich, den BMI bei Kindern und Jugendlichen in Monatsschritten zu bewerten. Der rechnerische BMI eines Kindes bleibt bei gegebenem Gewicht und Größe zwar gleich (s.o.) , egal ob Junge oder Mädchen und unabhängig vom Alter , aber die Grenzwerte zum Über-und Untergewicht ändern sich laufend (s. Tabelle unten), wie sich auch der Körper des Kindes bzw. Jugendlichen ändert.

Beispiel

Bei einem Mädchen von 10,0 Jahren liegt die Grenze zum Übergewicht bei 20,81 (BMI Perzentile 90) bei einem Mädchen von 10 Jahren und 9 Monaten aber erst bei einem BMI von 21,41,

bei einer Größe von 130cm würde dieser Grenzwert bei 35,3 kg erreicht

bei gleicher Größe aber 10 Jahren und 9 Monaten erst bei 36,2 kg d.h. wenn 36,0 kg zuvor noch Übergewicht war kann ein paar Monate später erhöhtes Normalgewicht bedeuten. Zur besseren Einordnung werden jeweils die Grenzwert-BMIs ausgegeben.

Bei einem Jungen von 10,0 Jahren liegen diese Grenzwerte etwas niedriger: bei 20,61 und bei 10 Jahren und 9 Monaten bei 21,23

Entsprechend beim Untergewicht . Wenn einem Mädchen von 11,0 Jahren bei einem BMI von 14,88 (110 cm, 18 kg) schon Untergewicht bescheinigt wird mit 10 Jahren und 9 Monaten aber noch „niedriges Normalgewicht“, so sieht man den Einfluß weniger Monate. Etwas anschaulicher wird dies im Idealgewicht-Rechner für Kinder und Jugendliche .

Body Mass Index „BMI“ im Kindes- und Jugendalter

Was ist der Body Mass Index?
Der Body Mass Index bewertet das Körpergewicht in Relation zur Körpergröße und ist somit weitaus aussagekräftiger als die alleinige Beurteilung des Gewichtes anhand einer Waage.

Bei Kindern steigt der Body Mass Index nach der Geburt in Abhängigkeit vom Geschlecht bis zu 8-9 Monaten an, sinkt darauffolgend bis zu einem Minimalwert zwischen 4 und 5 Jahren, um dann kontinuierlich wieder anzusteigen. Zwischen dem 11. und 16. Lebensjahr zeigen Mädchen einen höheren BMI als Buben, danach kommt es zu einer Umkehrung.

Bei der Beurteilung des BMI von Kindern und Jugendlichen spielt daher neben dem Geschlecht vor allem das Alter eine bedeutsame Rolle. Mit Hilfe der „BMI-Perzentilen“ nach Kromeyer-Hauschild lassen sich die ermittelten BMI-Werte relativ leicht einschätzen.

Wie lautet die Formel zur Berechnung des BMI?
Der Body Mass Index errechnet sich aus dem Quotienten aus dem Körpergewicht in Kilogramm und der Körpergröße in Metern zum Quadrat.

Körpergewicht (in kg) / Körpergröße2 (in m)

Überprüfen Sie den Body Mass Index Ihres Kindes!
Durch Eingabe von Geschlecht, Größe, Gewicht und Alter und Klicken auf den BMI Button wird der Body Mass Index Ihres Kindes ausgegeben.

Der Body Mass Index oder kurz BMI wird vielerorts gründlich missverstanden. So handelt es sich keineswegs um einen Idealwert oder gar eine Vorgabe. Dies war auch seitens der Erfinder nicht so vorgesehen. Den Anfang machte der belgische Statistiker Adolphe Quetelet. Dieser hatte mit Gesundheit oder Ernährung relativ wenig zu tun, sondern widmete sich der Sozialstatistik. So entwickelte er im Jahr 1832 den so genannten Quetelet-Index, der lediglich statistische Maßzahlen für die Relation des Körpergewichts eines Menschen zu dessen Körpergröße liefern sollte.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der BMI vom Österreicher Ignaz Kaup weiterentwickelt und auch dieser interessierte sich eher für die damals sehr populäre Sozialhygiene und weniger dafür, individuelle Anweisungen zu geben.

Was der BMI aussagt

Der BMI sagt also lediglich aus, in welchem Verhältnis das Körpergewicht zur Körpergröße steht. Die BMI Tabelle, die viele Jahre später unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geliefert wurde, orientiert sich zunächst an den erhobenen Zahlen der Bevölkerung. Mittlerweile hat der BMI jedoch einen geradezu normativen Charakter erhalten, sodass viele Menschen glauben, dass bestimmte Werte erreicht werden müssen. Fakt ist, dass ab einem BMI von ca. 30 ernsthafte gesundheitliche Probleme möglich sind. Die Frage, wann genau Über- und Untergewicht beginnen, ist jedoch sehr individuell zu beantworten und lässt sich nur bedingt aus einer Tabelle herauslesen.

Grenzen des BMI

Entsprechend hat auch der BMI seine Grenzen. Menschen, die Kraftsport betreiben, gelten regelmäßig als übergewichtig, da die Muskelmasse schlichtweg mehr wiegt als Fettgewebe. Dies führte dazu, dass selbst Top-Sportler wie der Fußballer Oliver Kahn oder Boxweltmeister Wladimir Klitschko nach landläufiger BMI -Definition als „zu dick“ gegolten hätten.

Ebenfalls an seine Grenzen stößt der BMI, wenn es um das Gewicht von Kindern und Jugendlichen geht. Hier muss immer auch das Alter und das Geschlecht einbezogen werden und es zählt allein die Relation zu den AltersgenossenInnen. Zu diesem Zweck wird im Bereich der Kindermedizin mit so genannten Perzentilen gearbeitet, die ein leichtes Ablesen der vermeintlichen „Normalwerte“ ermöglichen.

BMI und Ernährung

Nichtsdestotrotz kann der BMI eine Funktion als Indikator erfüllen. Wer mit seinem Gewicht unzufrieden ist oder nach Ansicht seines Arztes zu viel oder zu wenig auf die Waage bringt, kann sich am BMI orientieren und sein Gewicht verändern.

Möglich ist dies unter anderem durch eine Umstellung der Ernährung und die Bevorzugung einer (hauptsächlich) pflanzlichen Vollwertkost. Zudem gehen viele Mediziner davon aus, dass Bewegung das A und O ist und daher nur derjenige gesund bleibt, der einen aktiven Lebensstil pflegt.

BMI bei Sportlern und Bodybuildern

Der BMI kann bei Sportlern nicht direkt zur Anwendung gebracht werden, da die Muskelmasse in der Regel über die eines normalen Menschen hinausgeht. Lesen Sie dazu unseren zusätzlichen Artikel BMI für Sportler und Bodybuilder.

Body Mass Index (BMI)

  • 01.Was versteht man unter BMI oder Body-Mass-Index?

    Mit dem Body-Mass-Index (BMI) lässt sich beurteilen, ob man Unter-, Normal- oder Übergewicht hat. Hierbei wird das Körpergewicht in Bezug zur Körpergröße bewertet. Das Gewicht (in Kilogramm) wird durch das Quadrat der Körpergröße (in Meter) dividiert. Beim Bewerten des BMI spielen Geschlecht und Alter eine wesentliche Rolle. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt für Männer, da sie über mehr Muskelmasse als Frauen verfügen, das Normalgewicht zwischen 20 bis 25 kg/m2. Für Frauen gilt ein BMI zwischen 19 und 24 kg/m2 als normalgewichtig.

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  • 02.Ab wann gilt ein Erwachsener als krankhaft übergewichtig?

    Wenn der Körper einen zu hohen Fettanteil besitzt und der BMI-Wert zwischen 25 bis 29,9 liegt, gilt dies als Übergewicht (Präadipositas). Von krankhaftem Übergewicht (Fettsucht oder Adipositas) spricht man bei einem BMI zwischen 30 und 39,9. Ein BMI von mehr als 40 wird als extreme Adipositas bezeichnet.

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  • 03.Warum ist Übergewicht bei Erwachsenen schädlich?

    Ein Zuviel an Körperfett kann eine Reihe von Krankheiten verursachen, da es den gesamten Organismus belastet. Vor allem betroffen ist das Herz-Kreislaufsystem. Oft kommt es zu hohem Blutdruck, und mit jedem Kilo Übergewicht steigt das Herzinfarktrisiko. Darüber hinaus steigen häufig die Blutfettwerte, was ebenfalls die Gefahr von Herzerkrankungen wie Angina Pectoris oder chronischer Herzinsuffizienz erhöht. Eine weitere weit verbreitete Folgeerkrankung stellt der Diabetes mellitus Typ 2 dar. Gallensteine, Fettstoffwechselstörungen und Leberverfettung können auftreten. Auf psychologischer Ebene leiden Übergewichtige nicht selten unter vermindertem Selbstwertgefühl bis hin zu Depressionen.

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Rechner zum Thema Body Mass Index

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  • 04.Was kann man tun, um Übergewicht zu vermeiden?

    Ein normales Gewicht hält man vor allem durch gesunde, maßvolle und nicht zu kalorienreiche Ernährung und ausreichende Bewegung. Der Körper benötigt außerdem mit steigendem Alter weniger Kalorien, weshalb ältere Menschen entsprechend weniger zu sich nehmen sollten.

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  • 05.Wie wird Übergewicht therapiert?

    Eine Behandlung von Übergewicht verläuft mehrgleisig. An erster Stelle steht die Ernährungsumstellung auf gesunde, kalorienarme und ausgewogene Kost mit dem Ziel, abzunehmen und den Lebensstil dauerhaft zu ändern. Zum Einsatz kommen sollten z.B. fettarme Nahrungsmittel, viel Gemüse und Obst sowie Vollkornprodukte. Der Fleischverzehr wiederum sollte reduziert werden. Zu achten ist auch auf viel Flüssigkeitszufuhr, vor allem Wasser. Neben gesunder Ernährung ist regelmäßige ausreichende Bewegung sehr wichtig, etwa durch gemäßigten Ausdauersport wie Schwimmen, Radfahren oder Nordicwalking. Zur Therapie gehört auch ein Bewusstmachen der psychischen Ursachen für die Gewichtszunahme sowie der ungesunden Essgewohnheiten. Vor allem bei extremer Adipositas werden chirurgische Eingriffe wie das Magenband (Gastric Banding), Schlauch­magenbildung oder der Magenbypass angewandt.

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  • 06.Wie wird der BMI für Kinder berechnet?

    Der BMI wird für Kinder anders als der für Erwachsene interpretiert. Während Erwachsene anhand der BMI-Werte in Gewichtsklassen eingeteilt werden, erfolgt die Beurteilung des BMI bei Kindern anhand von alters- und geschlechtsabhängigen Referenzkurven. Man greift hierbei bewusst auf ältere Referenzkurven bzw. Perzentilwerte zurück, bei denen schlankere Kinder als Norm-Grundlage dienten. Hiernach gelten Kinder als übergewichtig, bei denen der BMI oberhalb des 90. alters- und geschlechtsspezifischen Perzentils liegt. Dies bedeutet, dass bei 90% der Kinder in dieser Altersgruppe und desselben Geschlechts der BMI-Wert unter dem 90. Perzentil liegt. Die darüberliegenden 10 Prozent gelten als übergewichtig, wobei ein BMI-Wert ab 97 Prozent als fettleibig gilt.

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  • 07.Wie entsteht Übergewicht bei Kindern?

    Vor allem die bewegungsarmen sitzenden Tätigkeiten vieler Kinder vor Computer und Spielkonsolen fördern Übergewicht. Hinzu kommen kann eine genetische Veranlagung, besonders wenn auch andere Familienmitglieder an Übergewicht leiden. Ungesunde Ernährung, basierend auf fett- und kalorienreichen Speisen sowie Fastfood, trägt erheblich zu der steigenden Rate übergewichtiger Kinder bei.

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  • 08.Wann sind Kinder besonders übergewichtsgefährdet?

    In bestimmten Wachstumsphasen steigt bei Kindern das Risiko, übergewichtig zu werden. So muss sich ein Kind zur Zeit der Einschulung auf lange, bewegungsarme Sitzphasen sowie auf eine Fülle neuer Herausforderungen einstellen. Diese werden oft mit Seelentröstern wie Chips, fetten Speisen oder Schokolade ausgeglichen. Während der Pubertät, in der tiefgreifende körperliche und seelische Veränderungen stattfinden, neigen Kinder ebenfalls dazu, vermehrt zu Süßigkeiten, kalorienreichen Speisen und Fastfood zu greifen.

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  • 09.Wie kann man Übergewicht bei Kindern vorbeugen?

    Gewiss sind eine gesunde, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung grundlegend, um zu vermeiden, dass ein Kind übergewichtig wird. Außerdem kommt aber den Eltern eine wichtige Rolle dabei zu, denn nur, wenn auch sie diesen Lebensstil ausüben, werden Kinder dem Beispiel folgen. Kinder sollten dazu ermuntert werden, aktiv draußen etwas zu unternehmen, statt stundenlang vor Computer oder Fernsehen zu sitzen. Regelmäßiges gemeinsames Essen mit der Familie ist ein wichtiges Ritual, das zu einem gesunden Lebensstil beitragen und auch mithelfen kann, ständiges Essen nebenher einzudämmen.

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  • 10.Wie wird Übergewicht bei Kindern behandelt?

    Wenn ein Kind nur leicht übergewichtig ist, besteht oft die Chance, dass es mit Hilfe von Kalorienreduzierung und Bewegung aus diesem Gewicht herauswächst. Der Kinderarzt kann diese Möglichkeit am besten beurteilen. Ist ein Kind jedoch krankhaft übergewichtig, muss die ganze Familie in die Therapie mit einbezogen werden. Zu Beginn der Behandlung wird der Speiseplan für alle Familienmitglieder auf kalorienarme und gesunde Ernährung umgestellt. Auch bei den sportlichen Freizeitaktivitäten sollte die Familie das übergewichtige Kind aktiv unterstützen, indem man z.B. gemeinsame Radtouren und Wanderungen unternimmt oder miteinander Fußball spielt. Auf diese Weise wird das betreffende Kind wieder Spaß an der Bewegung finden.

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Was ist der Body-Mass-Index?

Für die Berechnung des BMI (Body Mass Index) wird das Körpergewicht in ein Verhältnis zur Körpergröße gesetzt. Der BMI berechnet sich aus dem Quotienten aus Körpergewicht und Körpergröße zum Quadrat (kg/m2). Er ist die Beurteilungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation.

Die Gewichtsklassifikation bei Erwachsenen anhand des BMI ist wie folgt:

BMI Untergewicht
BMI 18,5 – 24,9 Normalgewicht
BMI 25 – 29,9 kg/m2 Übergewicht
BMI 30 – 34,9 kg/m2 Adipositas Grad I
BMI 35 – 39,9 kg/m2 Adipositas Grad II
BMI ≥ 40 kg/m2 Adipositas Grad III

Bitte beachten:

  • Sportliche Menschen können einen erhöhten BMI-Wert haben, ohne dass ein Übergewicht besteht.
  • Ein erhöhter BMI-Wert sagt nichts aus über die Ursache des Übergewichts und auch nichts darüber, welche Therapie am besten geeignet ist.

Bei Fragen kann die/der niedergelassene Ärztin/Arzt weiterhelfen. Spezialisierte Behandlungseinrichtungen sind hier zu finden:

www.aga.adipositas-gesellschaft.de/index.php?id=5

Wo gibt es weitere Informationen zu diesem Thema?
Weitere Informationen finden Sie in der Interdisziplinären Leitlinie der Qualität S3 zur „Prävention und Therapie der Adipositas“

Literatur:
WHO. Obesity: preventing and managing the global epidemic. WHO Technical Report Series 894, Genf 2000

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