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Baby Pucken? – Vorteile & Nachteile

Wer zum ersten Mal vom Baby Pucken hört, wird wahrscheinlich nicht sofort wissen, was damit gemeint ist. Junge Eltern oder junge Paare, die in naher Zukunft Eltern werden, werden sich vielleicht schon einmal mit dieser besonderen Wickeltechnik für Babys beschäftigt haben. Denn diese ausgefallene aber effektive Wickeltechnik sorgt dafür, dass sich Babys geborgen fühlen und die Enge und Bequemlichkeit verspüren, die auch im Mutterleib vorherrschte. Doch nicht alle stehen diesem Thema so offen gegenüber.

Wieso gerade Baby Pucken?

Ärzte, Hebammen und letztendlich auch werdende Eltern wissen, dass sich Babys im Bauch der Mutter besonders wohlfühlen. Sie lieben nicht nur die Wärme und den Herzschlag der Mutter, den sie permanent hören, sondern auch die Tatsache, dass sie in ihrem Bewegungsraum deutlich eingeschränkt sind. Arme und auch Beine können nicht unkontrolliert bewegt werden, so dass ungewollte Zuckungen verhindert werden.

Sicherlich merkt jede werdende Mutter, wenn sich das Baby in ihrem Bauch bewegt. Und dieses Gefühl, was dabei erzeugt wird, ist ein sehr wohliges Gefühl, welches die Mutter durchaus ernst nimmt und welches als Signal für eine gute Entwicklung des Babys gilt. Trotz alledem sind die Bewegungsmöglichkeiten im Mutterleib eingeschränkt, was dazu führt, dass ungewollte Reflexe ausbleiben. Ein solcher Reflex, der beispielsweise verhindert wird, ist der sogenannte Moro-Reflex.

Beruhigt Baby Pucken wirklich?

Experten empfehlen das Pucken, um Babys zu beruhigen. Bei den meisten Babys funktioniert dies auch. Sie werden ruhiger und zufriedener. Besonders oft kommt diese Pucktechnik nachts zum Einsatz, damit die Babys sanft und ruhig schlafen können.

Vor allem direkt nach der Geburt scheint das Babyglück erst einmal perfekt zu sein. Die Geburt ist überstanden und der kleine Sonnenschein endlich auf der Welt. Dieser wohlige Zustand der Glückseligkeit hält in vielen Fällen aber nicht lange an. Nicht nur, dass in den ersten Monaten nach der Geburt auf die frischgebackenen Eltern einiges zukommt. Auch für die Kinder ist die Geburt ein einschneidendes Erlebnis, welches die Entwicklung des Kindes positiv wie auch negativ beeinflussen kann.

Auf einmal ist unwahrscheinlich viel Platz. Es ist alles deutlich lauter, heller und die Gerüche und anderen Wahrnehmungen, die uns in unserem Alltag begleiten, prasseln auf einmal auf das neugeborene Kind ein. Für das Baby sind diese Eindrücke völlig neu und es muss sich erst daran gewöhnen. Diese Umstellung kann ein wenig dauern, so dass es gut ist, dass einige Rituale und bekannte Dinge, die aus dem Babybauch bekannt waren, zum Einsatz gebracht werden. Und dazu gehört unter anderem das Baby Pucken.

Nach der Geburt entsteht häufig das Problem, dass der Säugling einen anderen Schlafrhythmus hat, als die Erwachsenen. Zwar schläft ein Säugling besonders zu Beginn bis zu 20 Stunden am Tag. Er verlangt aber auch sechs bis acht Mahlzeiten am Tag, so dass ein Durchschlafen für die Eltern kaum gegeben ist. Besonders schwierig kann dies werden, wenn die Mutter stillt und somit die Hauptbezugsperson für das Baby ist. Denn dann ist sie es, die immer auf die Schreie als Hilferuf oder als Signal für die Nahrungsaufnahme reagieren muss.

Bekommt das Baby auch nicht ausreichend Schlaf, weil es vielleicht Einschlafprobleme hat, dann entwickelt sich schnell ein Schreikind, welches das Schreien als probates Mittel für sich erkannt hat, um auf sich aufmerksam zu machen. Doch der Säugling mag diesen Schlafentzug genauso wenig wie wir Erwachsenen. Es gilt daher, die Ursache für den Schlafmangel ausfindig zu machen, wenn Sie das Thema interessiert schauen Sie gerne in unserem Artikel zum Thema Babyschlaf – Erholsame Stunden richtig fördern vorbei.

Wann spricht man von einem Schreibaby?

Ein besonders häufiger Grund für Schreibabys ist das ständige Aufwachen durch Zuckungen bzw. durch unkontrollierte Bewegungen des Babys. In der Fachsprache werden diese Zuckungen und unkontrollierten Bewegungen als Moro-Reflex bezeichnet. Sie verhindern ein festes Einschlafen und sind somit die Hauptursache für Schreiattacken, mit denen das Baby zu kämpfen hat.

Auch 3-Monatskoliken können der Grund für die Schreiattacken sein. Wie damit richtig umgegangen wird, können Sie gerne in unserem ausführlichen Artikel nachlesen, dort verraten wir Ihnen Tipps & Tricks gegen Bauchschmerzen bei Babies.

Baby Pucken sorgt für Geborgenheit

In einem solchen Fall kann das Baby Pucken ein probates Mittel sein, um das Baby zu beruhigen und ihm sowie der Familie einen ruhigen und angenehmen Schlaf zu ermöglichen. Dabei geht es nicht zwingend darum, die Schlafphase über einen deutlich längeren Zeitraum zu strecken. Es geht vielmehr darum, einen tiefen und erholsamen Schlaf zu finden, der allen Familienmitgliedern neue Kraft für die anstehenden Aufgaben gibt.

Mit der Wickeltechnik, die mit dem Baby Pucken einhergeht, werden die Babys eng eingewickelt. Arme und Beine haben somit keinen Spielraum mehr für heftige sowie unkontrollierte Bewegungen. Den Babys schadet diese vertraute Position in den meisten Fällen nicht, denn sie kennen sie bereits aus dem Mutterleib. Auch wenn dies einige Experten anders sehen. Vielmehr wirkt diese Enge auf sie beruhigend und vermittelt ihnen das Gefühl, dass sie geborgen und sicher sind. Babys, die mit dieser Wickeltechnik beruhigt werden, schlafen deutlich besser und weisen die störenden und ungewollten Bewegungen nicht mehr auf. Dadurch wird der Schlaf erholsamer und die nachfolgenden Phasen gestalten sich die deutlich angenehmer.

Vorteile vom Baby Pucken

Wird das Baby Pucken richtig angewandt, dann bringt diese Wickeltechnik viele Vorteile mit sich. Sie führt unter anderem bei den Babys zu einem ruhigen und auch längeren Schlaf. Untersuchungen haben zudem aufgezeigt, dass vor allen Dingen unruhige Babys durch das Pucken weniger schreien und in einer sogenannten Puckdecke, Pucktuch oder einem Pucksack schneller zur Ruhe kommen. Zudem sinkt das Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben bei gepuckten Babys deutlich. Denn sie sind nicht in der Lage, sich auf den Bauch zu drehen. Die Puckdecke, der Pucksack oder das Pucktuch verhindern dies schlichtweg.

Damit diese Vorteile auch wirklich zum Tragen kommen können, ist es wichtig, dass die Wickeltechnik richtig angewandt wird. Das richtige Baby Pucken sollte daher im Vorfeld erlernt werden, damit dem Baby wirklich eine Hilfestellung gegeben werden kann.

Tipps zum richtigen Baby Pucken

Es mag beim ersten Mal eine gewisse Überwindung von der Mutter oder vom Vater abverlangen, das eigene Baby so fest einzuwickeln, dass es sich nicht mehr bewegen kann. In vielen Fällen begehen die frischgebackenen Eltern daher auch einen typischen Anfängerfehler und wickeln ihre Babys nicht fest genug ein. Dadurch strampeln diese sich nach kurzer Zeit wieder frei und wachen in ihrem Bett auf.

Der ruhige und erholsame Schlaf, der mit dem Pucken einhergehen soll, ist somit wieder nicht gegeben. Daher ist es wichtig, dass die unkontrollierten Bewegungen, die durch das Baby Pucken verhindert werden sollen, nur dann wirklich eingeschränkt werden können, wenn die richtige Wickeltechnik angewandt wird. Dafür wird ein Pucktuch oder eine Puckdecke benötigt, die aus Baumwolle bestehen und eine Größe von 80 x 80 cm aufweisen. Gerne kann auch mit Hilfe von einem Pucksack gearbeitet werden. Die Handhabung vom Pucksack können Sie im weiteren Verlauf des Textes nachlesen.

Zuerst wird das Pucktuch oder die Puckdecke in Form einer Raute auf dem Wickeltisch platziert. Die obere Spitze vom Pucktuch oder von der Puckdecke wird nach unten eingeschlagen, damit das Baby mit seinem Nacken auf die so entstandene Kante gelegt werden kann. Wichtig ist hierbei, dass die Arme des Säuglings parallel am Körper anliegen und nicht gebeugt oder anderweitig verschränkt sind.

Die rechte Seite der Puckdecke beziehungsweise vom Pucktuch wird dann über das Baby gelegt und so fixiert, dass es auf der linken Körperseite unter dem Rücken fest eingesteckt wird. Im Anschluss kann die untere Spitze vom Pucktuch oder von der Puckdecke nach oben eingeschlagen werden. Sie sollte maximal bis zur Brust des Kindes reichen. Überschüssige Reste vom Pucktuch oder von der Puckdecke sollten eingeschlagen werden, damit das Pucktuch im vorderen Bereich wirklich nur bis zur Brust bei Babys reicht. Zum Schluss wird die linke Seite vom Pucktuch oder der Puckdecke ebenfalls über den Körper gelegt und unter den Rücken des Babys gesteckt. Auch dies sollte relativ eng am Körper stattfinden, damit das Baby keinen Bewegungsfreiraum hat.

Sinnvoll ist es, beim ersten Mal die Hebamme um Hilfe zu bitten. Sie zeigt nicht nur, wie die richtige Wickeltechnik funktioniert, sondern auch, welches Pucktuch beziehungsweise welche Puckdecke sich für das Baby Pucken besonders gut eignen. Zudem kann geschaut werden, ob eventuell sogar ein Pucksack zum Einsatz gebracht werden kann
Wer weder mit Tuch noch mit Decke arbeiten möchte, kann sich auch für den spezielle Pucksack entscheiden. Er ist einfacher in der Handhabung und verhindert relativ gut Fehler, die beim Baby Pucken recht schnell auftreten können. Den Pucksack gibt es in den unterschiedlichsten Designs und er erleichtert das Wickeln enorm.

Mit ein wenig Übung ist es jedoch durchaus einfach, die Kleinen in ein Pucktuch fest ein zu wickeln. Denn ein großer Aufwand ist auch damit nicht verbunden.

Unser Tipp: Das Baby Pucken eignet sich nicht nur für zu Hause. Auch in der Babyschale kann es zum Einsatz gebracht werden. Besonders in den kalten Wintermonaten fühlen sich viel Babys wohl, wenn sie zusätzlich zur Kleidung noch schön kuschelig eingepackt sind. Einige Puckdecken sind darum auch zusätzlich noch mit einer Kapuze ausgestattet. Gleiches gilt für das Pucktuch und den Pucksack.

Der ideale Zeitraum für das Pucken

Wie lange ein Baby mit dem Pucken beruhigt und zufriedengestellt werden kann, lässt sich pauschal nicht beantworten. Denn eine handfeste Antwort, die einen festen Zeitraum vorgibt, gibt es nicht.

In der Regel ist es so, dass das Kind angibt, wann Schluss mit dem Pucken ist. Die Entwicklung des Kindes ist somit ausschlaggebend für das richtige Zeitfenster. Wenn das Baby auch ohne Pucken gut schläft, sollte man damit aufhören.
Zudem empfiehlt es sich, dass Pucken langsam abzugewöhnen. Diese Abgewöhnung kann beispielsweise durch ein leichteres Pucken in die Wege geleitet werden. Der Pucksack eignet sich besonders gut dafür, da er sich unterschiedlich fest einstellen lässt. Schläft das Baby trotzdem genauso gut wie mit der festen Variante beim Pucksack, dann kann davon ausgegangen werden, dass die Abgewöhnungsphase beginnen kann.

Da das Pucken hauptsächlich angewandt wird, um die Schreiattacken und unkontrollierten Bewegungen des Babys zu reduzieren, bildet sich automatisch ein gewisses Zeitfenster, in dem das Pucken sinnvoll ist. Denn der dafür verantwortliche Moro-Reflex bei Säuglingen tritt vor allem in den ersten fünf Lebensmonaten des Kindes auf.

Es ist daher davon auszugehen, dass das Baby Pucken nicht unbedingt länger als diese fünf Monate betrieben werden sollte.

Trotz alledem ist es nicht ungewöhnlich, dass es Kinder gibt, die auch noch mit einem halben Jahr das Pucken benötigen, um ruhig zu schlafen. Jedes Kind entwickelt sich anders. Daher gilt: Das Pucken sollte ausgetestet werden. In der Regel merkt man als Elternteil, wenn das Pucken nicht mehr benötigt wird, sodass ein Abgewöhnen stattfinden kann. Wünscht das Kind aber weiter diese Geborgenheit, die mit den Pucken einhergeht, dann sollte dieses Verfahren auch noch nicht eingestellt werden.

Das Besondere an einem Pucksack

Auf den ersten Blick mag der Pucksack einem Babyschlafsack sehr ähneln. Wer aber genauer hinschaut und sich mit dem Thema Pucken ein wenig näher beschäftigt, der wird sehen, dass dieser Pucksack zusätzliche besondere Eigenschaften mit sich bringt, die ein effizientes und vor allem leichtes Pucken möglich machen.

Der Pucksack gibt dem Säugling in erster Linie eine kuschelige warme Hülle. Ganz so, wie wir es von einem Schlafsack kennen. Auf der anderen Seite kann der Pucksack aber entsprechend eingestellt werden, sodass das Pucken relativ eng oder auch etwas weiter stattfinden kann. Dafür bieten die meisten Pucksäcke Schlaufen oder Klettverschlüsse an, mit denen der Pucksack ganz individuell eingestellt werden kann. Er lässt sich somit nicht nur an die Größe des Kindes anpassen, sondern auch an die gewünschte Enge.

Ein Vorteil beim Pucksack ist zusätzlich, dass dieser auch in der Babyschale problemlos angewandt werden kann. Selbst im Kinderwagen können die Kinder bei einer Ausfahrt mit Hilfe dieses Sackes warm und kuschelig eingepackt werden. Er bringt somit verschiedene Verwendungsmöglichkeiten mit sich, sodass der Pucksack auf jeden Fall in die Ausstattung rund um ein Baby gehören sollte.

Nachteile beim Baby Pucken

Wo viel Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Das gilt natürlich auch beim Pucken. Experten haben unter anderem herausgefunden, dass die falsche Wickeltechnik zu Hüftschäden beim Baby führen kann. Daher auch an dieser Stelle noch einmal unser Hinweis: Lassen Sie sich bei Pucken beraten und führen Sie die Wickelmethode zuerst gemeinsam mit der Hebamme durch. Wünschen Sie dies nicht, dann setzen Sie auf den Pucksack, der nur sehr wenige Fehler zulässt.

Gepuckt werden sollte dann nicht, wenn das Baby eine Hüft-beuge-Schiene oder Spreizhose trägt. Auch bei Fieber sollte nicht gepuckt werden, da das Baby durch das enge Einpacken einen Hitzestau erleiden könnte. Ebenso gilt zu beachten, dass es durch die häufige Rückenlage, die mit dem Pucken einhergeht, zu einer Abplattung am Hinterkopf kommen kann.

Wollen Sie Ihr Kind auch Pucken?

Konnten wir Sie neugierig machen und haben Sie nun ebenfalls Interesse am Pucken? Dann freuen wir uns, wenn wir Ihnen dieses spannende Thema näherbringen konnten. Auch wenn es mit Sicherheit unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema gibt, so ist es wichtig, dass Sie sich eine eigene Meinung bilden und dann entscheiden, ob das Pucken für Ihr Baby in Frage kommt oder nicht.

Sie interessieren sich für einen Pucksack, wissen aber noch nicht welcher der Richtige für ihr Baby ist? Dann schauen Sie gerne bei unserem Pucksack-Test vorbei, dort haben unsere Experten die Pucksäcke genauer unter die Lupe genommen und ihre 5 Favoriten stellen sie ausführlich vor. Dort finden Sie auch eine Pucksack Beratung, die Ihnen hilft sich für den richtigen Pucksack oder Pucktuch zu entscheiden.

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Über Luise Veltmann

Luise wohnt mit ihrem Mann, ihrem zweijährigen Sohn Max und bald auch mit Kind Nr. 2 in Lübeck. Wenn Sie neben der Arbeit als Autorin für den Elternkompass die Zeit findet, dann geht Luise ins Fitnessstudio oder zeichnet. Die Zeit ist aber knapp, denn der kleine Max liebt es mit seiner Mama zum Kinderturnen zu gehen und Oma und Opa zu besuchen.

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Pucken: Schadet Pucken dem Baby?

Artikelinhalte auf einen Blick:

  • Was ist Pucken?
  • Vorteile
  • Nachteile
  • Anleitung
  • Wie lange Pucken?
  • Wichtige Regeln
  • Alternativen

Was ist Pucken?

Als Pucken wird eine bestimmte Wickeltechnik bezeichnet, bei der das Baby eng in ein Tuch oder eine Decke eingewickelt wird. Arme und Beine befinden sich dabei unter dem Tuch, der Kopf schaut heraus. In vielen Kulturkreisen hat das Pucken seit Jahren eine uralte Tradition.

Auch hierzulande pucken viele Eltern ihre Babys. Der Grund ist die Annahme, das Pucken würde durch die Begrenzung das Gefühl der Geborgenheit im Mutterleib nachahmen. Vor allem Kinder, die viel weinen, oder sogenannte Schreibabys sollen mit dieser Technik beruhigt und zum Schlafen gebracht werden.

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Vorteile vom Pucken: Wann das Einwickeln sinnvoll ist

Pucken kann bei Babys sinnvoll sein, die vermehrt unter reflexartigen, überschießenden Bewegungen der Arme, dem Moro-Reflex, leiden. Dieser Reflex, der durch plötzliche, laute Geräusche oder Erschütterungen ausgelöst wird und von Baby zu Baby unterschiedlich stark ausfällt, hindert das Baby oftmals am Einschlafen. Aufgrund der Reflexbewegung der Arme erschreckt es sich und kommt nicht zur Ruhe.

Durch das Pucken kann ein stark ausgeprägter Moro-Reflex gebremst werden. Der natürliche Reflex endet normalerweise zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat.

Vorteile von gezieltem und wohldosiertem Pucken im Überblick:

  • Pucken kann zur Beruhigung dienen.

  • Es stellt eine mögliche Einschlafhilfe dar.

  • Pucken kann Blähungen aufgrund der Wärme reduzieren.

Nachteile von falschem Pucken: Diese Risiken können entstehen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnt ausdrücklich davor, Babys mit einem Tuch zu pucken, weil es zu gefährlich sei. Gerade im Sommer, wenn das Baby höheren Temperaturen ausgesetzt ist, steigt die Gefahr der Überhitzung oder Austrocknung des kleinen Körpers. Denn durch das Pucken kann kaum noch Körperwärme abgegeben werden – sie staut sich an.

Durch zu enges Pucken besteht zudem die Gefahr, dass Nerven abgeklemmt werden. Ein gepucktes Baby sollte nur in Rückenlage liegen, da sonst möglicherweise die Atmung eingeschränkt ist. Pucken erhöht bei Babys außerdem das Risiko für den plötzlichen Kindstod. Dies hängt vermutlich mit der eingeschränkten Atmungsfähigkeit beim sehr engen Pucken zusammen.

Pucken kann auch die Gefahr einer Hüftdysplasie erhöhen, da die Beinchen in Streckung fixiert werden und so die typische Anhock-Stellung nicht mehr einnehmen können. Noch sind zwar weitere Untersuchungen erforderlich, aber die bisherigen wissenschaftlichen Forschungen geben Hinweise darauf, dass Fehlstellungen der Hüfte tatsächlich durch Pucken entstehen. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) befürchtet, dass sich durch die Kräfte, die in der Streckhaltung wirken, das Wachstum der Hüfte verändert und verlangsamt. Die Folge: Die Hüfte reift nicht normal aus und es kommt zu Fehlstellungen, bei der Gelenkkopf und -pfanne nicht aufeinanderpassen.

Außerdem weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte darauf hin, dass sich Kinder auch im Mutterleib begrenzt bewegen und zum Beispiel treten können. Pucken vermittelt dem Kind demnach nicht das Gefühl, das es aus dem Mutterleib kennt. Bei zu straffem Pucken lassen sich weder Arme noch Beine bewegen. Die beruhigende Wirkung des Puckens bestünde den Experten zufolge darin, dass das Kind frustriert aufgibt, weil es sich nicht bewegen könne und deshalb passiv wird.

Nachteile vom Pucken im Überblick:

  • Gefahr der Überhitzung – vor allem im Sommer.

  • Pucken ermöglicht kein breites Wickeln.

  • Es besteht das Risiko, dass Nerven abgeklemmt werden.

  • Pucken könnte Hüft-Fehlstellungen begünstigen.

  • Das Risiko für den plötzlichen Kindstod ist erhöht.

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Anleitung zum Pucken: So funktioniert die Wickeltechnik

Wie genau das Pucken richtig funktioniert, kann die Hebamme zeigen – viele Geburtshelferinnen befürworten das Pucken. Statt straffem Pucken wird das Tuch locker um die Hüften gelegt, sodass die Babys ihre Beine trotzdem anwinkeln können. Es gibt zudem Techniken, bei denen die Arme nicht miteingewickelt werden.

Aufgrund der möglichen Risiken sollte Pucken nur unter Anleitung ausprobiert werden und nur nach Absprache mit Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.

1. Legen Sie ein 1×1 Meter großes Moltontuch zu einem Dreieck zusammen.
2. Legen Sie das Baby in Rückelage auf das Tuch – der Kopf ragt knapp darüber hinaus.

3. Schlagen Sie eine Seite über Ihr Baby. Stecken Sie den Tuchzipfel unter den Rücken.

4. Schlagen Sie die andere Seite darüber.

5. Klappen Sie das untere Ende des Dreiecks (die Spitze) nach hinten um.

Wie lange Pucken?

Die Technik des Puckens eignet sich bei richtiger Anwendung und in Absprache mit Hebamme oder Kinderarzt auch für neugeborene Babys. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt, Kinder ab dem sechsten Monat nicht mehr zu pucken. In diesem Alter ist das Baby bereits in der Lage, sich selbst umzudrehen, sodass die Gefahr für den plötzlichen Kindstod während des Puckens steigt. Verschiedene Forschungsarbeiten eines internationalen Expertenteams sehen hier eine besonders große Gefahr: Bei gepuckten Babys, die auf dem Bauch schlafen, erhöht sich das Risiko für den plötzlichen Kindstod demnach um das 13-Fache.

Die wichtigsten Regeln fürs Pucken

  • Nur nach Anleitung und in Absprache pucken.

  • Pucken wenn dann nur zur Schlafenszeit.

  • Das Kind unter dem Pucktuch nicht zu warm anziehen, ein Kurzarm-Body ist ausreichend.

  • Atmungsaktive Baumwolltücher zum Pucken verweden.

  • Das Baby im Beinbereich nicht zu eng einwickeln.

  • Niemals über das gepuckte Baby zusätzlich eine Decke legen.

  • Regelmäßig eine Temperaturprobe machen: Mit zwei Fingern im Nacken des Babys nachfühlen, ob es schwitzt oder sich kühl anfühlt.

  • Das gepuckte Baby ausschließlich in Rückenlage schlafen lassen.

  • Nur Pucken, wenn das Kind es als angenehm empfindet. Niemals das Baby dazu zwingen, im Pucktuch zu verweilen.

Alternativen zum Pucken: Pucksack bessere Wahl

Alternativen zum Pucken mit Tuch oder Decke können sogenannte Pucksäcke sein, bei denen die Beine Bewegungsfreiheit haben und die Temperatur durch entsprechende Stoffe reguliert werden kann. Zusätzlicher Vorteil eines Pucksacks: Das Pucken gestaltet sich für Eltern damit sehr einfach. Im Unterschied zu einem normalen Babyschlafsack ist der Pucksack enger.

In einem Tragetuch erfährt ein Baby auch körperliche Begrenzung, ohne eine Zwangshaltung wie beim Pucken zu vermitteln. Außerdem kann der Tragende den Zustand des Kindes besser kontrollieren.

5 Schlafempfehlungen für Babys

Wie kommt man auf die Idee, Kinder mitsamt der Arme einzuwickeln?

Um sie zu beruhigen. Evolutionsbiologisch sind Menschenkinder Traglinge. Das Pucken wäre eigentlich unnötig, wenn Kinder nach wie vor bei ihren Müttern auf der Hüfte hocken würden, wie man es zum Beispiel häufig in Südostasien sieht. Diese Position ist aus biologischer Sicht die richtige Art, ein Kleinkind aufzubewahren. Aus einer maximalen Geborgenheit werden sie von der Mutter ins Leben getragen und können – genau wie Tierkinder – selber steuern, wie weit sie sich von ihr entfernen. Seit wir unsere Lebensform der Industrialisierung angepasst haben, können wir unsere Kinder nur noch eingeschränkt bei uns tragen, wie es etwa in Südamerika oder Afrika der Fall ist. In westlichen Kulturen musste man einen Ersatz für Körperwärme und Nähe finden – eine davon ist das Pucken.

Woher stammt die Technik?

Das Pucken hat eine lange Tradition. Schon in der Bibel wird das Jesuskind in Tücher gewickelt dargestellt. Man kann die Entstehung nicht einer bestimmten Kultur oder Zeit zuordnen, die Methode ist in allen möglichen Regionen weltweit verbreitet und wird in unterschiedlicher Ausprägung ausgeführt.

Ein paar Beispiele?

Die Japaner wickeln relativ straff, die Hopi-Indianer binden ihre Kinder in Tücher gewickelt auf ein Brett, das man auch abstellen kann. Die Afrikaner tragen ihre Kinder in Kanga-Tüchern auf dem Rücken, während in unserer westlichen Kultur beispielweise die Antroposophen so pucken, dass die Beine Bewegungsfreiheit haben. Sie legen auch mehr Wert auf weiches Material wie zum Beispiel Merinowolle – damit kann man das Kind gar nicht einschnüren oder überhitzen. Man kann aber auch ein weiches Baumwolltuch oder eine Stoffwindel verwenden.

Wie wirkt sich das Eingewickeltsein auf die Kinder aus?

Es reduziert Unruhe und Kälte. Das ist mit dem Gefühl vergleichbar, wenn Sie jemand fest in den Arm nimmt und liebevoll hält. Im Grunde ist Pucken eine liebevolle Idee, auf keinen Fall soll es bestrafen oder Zwang ausüben.

In welchen Situationen empfiehlt sich diese Technik – nur zum Schlafen oder auch tagsüber?

Es kommt darauf an. In jedem Fall sollte das Kind nicht zu straff gewickelt werden, vor allem tagsüber nicht. Auch die Arme sollten nur dann verpackt werden, wenn Pucken als Einschlafhilfe dient.

Gehört das Pucken zur Hebammen-Ausbildung?

Je nachdem, wo Sie lernen, ist es Bestandteil der Ausbildung – und zwar immer dann, wenn es um die Frage geht: Wie kann ich das Kind beruhigen und wie kann ich seine Körperwärme regulieren.

Raten Sie jeder Mutter zum Pucken?

Ich probiere es zumindest bei jedem Baby aus. Man merkt es an der Reaktion, wenn man es an den Füßen und am Kopf mit den Händen berührt – das Bedürfnis nach Umschließung ist im Grunde eine Suche nach der Begrenzung durch den Uterus. Ein Baby, das jedoch entspannt im Bett liegt, Arme und Beine weit von sich gestreckt, hat vermutlich eher kein Bedürfnis danach. Wenn es sich herauswinden würde, würde ich so ein Kind niemals einwickeln.

Bis zu welchem Alter funktioniert diese Methode?

Etwa bis zum Krabbelalter, bis die Kinder also beginnen, sich selbst fortzubewegen. Danach macht es keinen Sinn mehr.

Kann Pucken auch negative Auswirkungen haben?

Ja, zum Beispiel dann, wenn es gegen den Willen der Kinder geschieht. Ich bin überzeugt, dass jede Art von Zwang psychische Konsequenzen hat. Aber auch körperlich kann es negative Konsequenzen haben, wenn man nicht sachgemäß vorgeht: Wird etwa der Stoff zu straff gespannt, kann sich die Entwicklung der Hüfte verzögern. Ist er zu locker, zieht sich das Kind die Windel unter Umständen übers Gesicht – das erhöht das Risiko für den plötzlichen Kindstod. Besonders problematisch ist die Gefahr einer verringerten Gewichtszunahme: Wenn Babys durchs Pucken einen tieferen Ruhezustand erreichen, überschlafen sie womöglich leise Hungersignale, statt unruhig zu werden und nach Nahrung zu verlangen. Achten die Eltern nicht auf entsprechende Anzeichen, verpassen die Säuglinge eine Stillmahlzeit und nehmen nachweislich schlechter zu. Wir Hebammen nennen diese Kinder „Dulder“. Die ertragen später eher Hunger und lassen sich auch leichter die Butter vom Brot nehmen – nicht nur beim Essen.

Pucken: Vor- und Nachteile für mein Kind

Die Technik

Durch das enge Anliegen der Arme an den Körper, wird der unkontrollierte Reflex, die Arme bewegen zu wollen, verhindert und das Baby kann ruhig und ohne Störung schlafen. Darüber hinaus vermittelt das Pucken dem Baby ein Gefühl der Geborgenheit, welches es aus dem begrenzten Raum des Mutterleibs gewohnt ist.

Auch Studien haben belegt, dass vor allem Frühchen, unruhige Neugeborene und Schreibabys vom Pucken profitieren.

Babys können vom ersten Tag bis etwa zum fünften Monat gepuckt werden. Mit dem fünften Monat und der Reife des Nervensystems verschwindet in der Regel der Moro-Reflex. Ab diesem Zeitpunkt schlafen die meisten Babys wieder ruhiger.

Das Pucken sollte dann eingestellt werden, sobald die Säuglinge mobiler werden und beginnen, sich auf den Bauch zu drehen. Hinweis: Um den Bewegungsdrang der Kleinen nicht einzuschränken, sollten Babys nur zum Schlafen gepuckt werden und nicht, um das Kind zwischendurch ruhig zu stellen. Babys, die völlig unkompliziert ein- und durchschlafen müssen übrigens nicht gepuckt werden.

Zum Pucken eignen sich Stoffwindeln oder dünne Babydecken aus Baumwolle, mit denen das Baby fest eingewickelt wird. Diese Wickeltechnik erfordert jedoch etwas Übung und sollte von der Hebamme gezeigt werden. Wesentlich leichter geht das Pucken mit speziellen Pucktüchern. Mit wenigen Handgriffen sind die Kleinen fest von einer kuscheligen Decke umhüllt, die mit Klettverschlüssen fixiert wird.

Wie werden Babys richtig gepuckt?

Beim ersten Mal erfordert es schon etwas Überwindung, sein Baby so fest einzuwickeln, dass es sich nicht mehr bewegen kann. Viele Eltern machen deshalb auch den typischen Anfängerfehler und wickeln die Kleinen zu leicht ein. Die Folge: Sie strampeln sich nach kurzer Zeit frei und wachen in ihrem Bettchen wieder auf.

Um die unkontrollierten Armbewegungen des Babys verhindern zu können, muss es für einen ruhigen Schlaf fest gepuckt werden. Zum Pucken eignet sich besonders gut ein Tuch oder eine Decke in der Größe 80 x 80 cm aus Baumwolle.

  • Das Tuch wird zunächst in Form einer Raute auf den Wickeltisch gelegt.
  • Die obere Spitze wird nach unten eingeschlagen.
  • Das Baby wird nun mit seinem Nacken auf die entstandene Kante gelegt.
  • Achten Sie darauf, dass die Arme des Babys parallel am Körper anliegen.
  • Die rechte Seite der Decke wird über das Baby gelegt und auf der linken Körperseite unter dem Rücken fest eingesteckt.
  • Nun wird die untere Spitze der Decke nach oben geschlagen (etwa bis zur Brust des Kindes).
  • Zum Schluss wird die linke Seite der Decke über den Körper gelegt und unter dem Rücken des Babys eingesteckt.

Beim ersten Mal ist es sinnvoll, die Hebamme um Hilfe zu bitten: Sie zeigt, wie das Tuch oder die Babydecke richtig verwendet wird.

Tipp: Wesentlich leichter geht das Pucken mit einer speziellen Puckdecke, die in vielen süßen Designs hier erhältlich ist.

Mit wenigen Handgriffen werden die Kleinen in der Decke fest eingewickelt. Diese Puckdecken können aber nicht nur zu Hause verwendet werden, sondern passen auch in die Babyschale. So kuschelig eingepackt fühlt sich Ihr kleiner Liebling rundum wohl. Einige Puckdecken sind zusätzlich mit einer Kapuze ausgestattet.

Vor- und Nachteile des Puckens

Das Pucken hat für das Baby, sofern Sie die richtige Wickeltechnik anwenden, viele Vorteile: Es führt bei Babys zu einem ruhigeren und häufig auch längerem Schlaf. Untersuchungen haben gezeigt, dass sehr unruhige Babys weniger schreien und in einer Puckdecke besser zur Ruhe kommen. Studien zufolge sinkt bei gepuckten Babys das Risiko am plötzlichen Kindstod zu sterben, da sie sich nicht auf den Bauch drehen können.

Es gibt mittlerweile aber auch Ärzte, die das Pucken von Babys kritisch sehen. Wird das Baby zu fest eingewickelt können nach Ansicht einiger Mediziner Nerven eingeklemmt werden.

Aber auch das Risiko einer Hüftdysplasie, einer Fehlstellung des Hüftgelenkes, könne durch das Pucken erhöht werden. Außerdem bemängeln Experten, dass den Babys durch das feste Einwickeln zu wenig Raum zum Luftholen und Schreien gegeben werde.

Eltern sollten ihre Babys deshalb immer beaufsichtigen und zwischendurch kontrollieren, ob es stark schwitzt. Tipp: Eltern sollten sich beim ersten Mal immer von einer Hebamme anleiten lassen, um ein zu festes Einwickeln des Babys zu verhindern.

Wann sollte nicht gepuckt werden?

So verlockend es sich auch anhört, das Babys durch das Pucken besser schlafen: Diese Wickeltechnik ist nicht für alle Babys geeignet. So dürfen zum Beispiel Säuglinge nicht gepuckt werden, die aufgrund einer Hüftdysplasie eine Spreizhose tragen müssen. Auch bei Fieber und heißen Temperaturen sollten Babys nicht gepuckt werden, da ein gefährlicher Hitzestau entstehen kann.

Zeitpunkt und Dauer des Puckens

Wann mit dem Pucken aufhören?

Jedes Baby ist anders – manche mögen es kürzer, manche länger. Die meisten Babys können mindestens bis zum vierten Monat gepuckt werden. Einige Babys benötigen die räumliche Begrenzung jedoch deutlich länger, z.B. manche Babys mit Geburtstraumen. Hier können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme von den allgemeinen Regeln abweichend entsprechend länger pucken. Manche Babys werden so bis ins zweite Lebensjahr gepuckt.

Für Babys, die keine Extremfälle sind, gelten grundsätzlich folgende Regeln:

  • Ihr Baby wird Ihnen sagen, wenn es nicht mehr gepuckt werden will. Evtl. werden Sie feststellen, dass Sie so locker pucken, dass das Baby die Grenze nicht mehr nötig hat.
  • Sollten Sie kein Pucktuch von babooz® (oder ein vergleichbares) verwenden, mit dem Sie dem Baby schrittweise mehr Raum gönnen können, fragen Sie Ihre Hebamme oder Ihren Kinderarzt, ab wann Ihr Baby nicht mehr gepuckt werden sollte, um seine motorische Entwicklung nicht zu behindern.
  • Falls Sie denken, dass Ihr Baby eventuell vom Rücken auf den Bauch rollen könnte, während es gepuckt ist (dies ist nicht sehr wahrscheinlich, auch nicht für ältere Babys, weil die Babys normalerweise ihre Arme verwenden, um sich umzudrehen), dann hören Sie mit dem Pucken auf, damit auf keinen Fall die Atemwege Ihres Babys durch die Bauchlage behindert werden können.
  • Sie sollten nicht mehr pucken, und zwar mit keiner Puckhilfe, wenn Ihr Baby groß oder stark genug ist, sich aus der Puckhilfe zu befreien.

zum FAQ-Index

Auf die Frage wie lange man ein Baby pucken sollte bzw. darf, gibt es keine Standardantwort. Es gibt keine Formel, nach der man einfach den Zeitpunkt berechnen kann, ab dem man auf das Pucken verzichten sollte. Als Anhaltspunkt kann man allerdings die Dauer des sogenannten Klammerreflex (Moro-Reflex) des Kindes ansetzen. Bei diesem Verhalten handelt es sich um plötzliche Zuckungen (insbesondere der Arme), die ganz natürlich und angeboren beim Säugling vorkommen. Die Zuckungen führen allerdings bei vielen Kindern zum Aufwachen, was durch das Pucken wesentlich verbessert werden kann. Dieser genetisch im Baby verwurzelte Reflex verschwindet nach etwa 3-4 Monaten. Meist ist das ein guter Zeitpunkt, um mit dem Pucken aufzuhören.

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Beim Pucken unbedingt auf die Signale des Babys hören

Die 3-4 Monate können allerdings nur ein Richtwert sein, denn wie schon bei der Frage ob man sein Kind überhaupt Pucken sollte oder nicht, wird ihr Baby auch bei der Länge des Puckens höchstwahrscheinlich entsprechende Signale aussenden. An diesen können Sie meist deutlich erkennen, ob das Pucken noch geeignet ist.

Klappt es beim wenige Wochen alten Baby noch sehr gut mit dem Pucken, ist es nicht selten, dass irgendwann das feste eingewickelt sein und die Begrenzung einfach nicht mehr gut „ankommt“. Das Baby wehrt sich dann gegen das Wickeln und versucht sich sofort aus der gepuckten Lage zu befreien, strampelt heftig mit den Beinen und gibt keine Ruhe. An entspanntes Einschlafen ist dann nicht mehr zu denken. Eher würde das eingewickelte Kind vor Erschöpfung durch den „Kampf“ gegen den Pucksack oder die Puckdecke einschlafen. Das ist natürlich gar nicht im Sinne des Erfinders, weshalb spätestens dann die Zeit gekommen ist auf das Pucken zu verzichten.

Viele Eltern machen darüber hinaus Schluss mit dem Pucken ab dem Moment, wenn das Kind sich selbständig auf den Bauch drehen kann. Andere schwören aufs Pucken bis ins Alter von einen halben Jahr oder sogar darüber hinaus. Wie oben erwähnt, gibt es hier keine eindeutige Faustregel. Es kommt auf das Baby an. Der einfachste und beste Tipp ist: Probieren Sie es aus. Natürlich muss das Kind nicht zwingend gepuckt werden, wenn es nicht nötig ist und das Baby auch ohne Puckhilfe gut schläft. In diesem Fall ist es ein Leichtes auf einen der Temperatur angemessenen Babyschlafsack umzusteigen.

Baby pucken oder lieber nicht? Vor- und Nachteile der Wickeltechnik

Hebammen, Ratgeberbücher und andere Eltern schwören auf die Wickeltechnik, die das Baby beruhigen soll. Kinderärzte aber warnen immer wieder vor den Gefahren des Puckens. Sollte man nun Baby pucken – oder lieber nicht? Das ist die Frage, die sich viele Eltern stellen.

Was ist Pucken überhaupt?

Pucken (im Englischen heißt es swaddling) nennt man die Technik, bei der man ein Baby fest in ein Tuch oder eine Decke einwickelt. Das Ganze hat zwei Hintergedanken: Einmal soll durch die Fixierung der Gliedmaßen an den Körper der Moro-Reflex abgeschwächt werden. Dieser ist angeboren und sorgt dafür, dass das Baby bei plötzlichen Geräuschen und Erschütterungen ruckartig die Arme und Beine ausbreitet – und zwar auch, wenn das Baby schläft oder gerade dabei ist einzuschlafen.

Durch die Bewegung erschrickt es und wird jäh aus der Entspannung herausgerissen. Zum anderen soll das umwickelte Tuch dem Baby die Enge vermitteln, die es noch aus der wohligen Gemütlichkeit der Gebärmutter kennt. Insbesondere der letzte Aspekt ist es, der auch den meisten Laien einleuchtet. Schließlich kann man sich gut vorstellen, wie überwältigend es für ein Neugeborenes sein muss, plötzlich völlig frei in der großen kalten Welt zu sein, ohne die Wärme und schützende Begrenzung in Mamas Bauch.

Hilft Pucken den Babys wirklich beim Schlafen?

Soviel zur Theorie, und in der Praxis?

Studien zeigen, dass diese Wickeltechnik tatsächlich positive Auswirkungen auf Babys hat. So schlafen gepuckte Kinder im Durchschnitt länger und werden zwischendurch weniger spontan munter. Es fördert also den ruhigeren Schlaf von Babys. Ebenso ließ sich in Untersuchungen beobachten, dass vor allem Schreibabys durch das Pucken schneller beruhigt werden konnten und die Schreidauer insgesamt deutlich abnahm. Außerdem soll das Pucken zur Akzeptanz der gesünderen Rückenlage beitragen, wenn das Baby sonst lieber in Bauchlage schläft.

Wie gefährlich ist pucken?

Vielen Kinderärzten ist das Pucken dennoch ein Dorn im Auge. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BvKJ) hat 2012 zum Pucken Stellung bezogen und rät von der Wickeltechnik ab*. Denn bewiesen ist auch: Pucken erhöht das Risiko für eine Hüftdysplasie beim Baby. Wird das Baby zu fest gepuckt, können wohl auch Nerven abgeklemmt und die Atmung beeinträchtigt werden (v.a. beim Schreien und Weinen). Zudem besteht die Gefahr der Abplattung des Hinterkopfes, wenn das Baby zu lange und häufig in Rückenlage liegt.

Der BvKJ weist außerdem auf die Gefahr der Überhitzung und Dehydrierung des Babys hin, besonders im Sommer und in geheizten Räumen. Zuletzt stellt der Verband auch den Sinn des Puckens in Frage, da das gepuckte Kind sich keineswegs „wie in der Gebärmutter“ fühlen kann. Dort lag es in Embryonalstellung und hatte zumindest ein wenig Bewegungsfreiraum – bei der üblichen Pucken-Technik liegt das Kind aber ausgestreckt und ist in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt. Und weniger schreien würde das Kind nur, weil es durch die Eingeschränktheit frustriert und passiv wird; weil es einfach aufgibt. Im Sinne der gesunden seelischen und körperlichen Entwicklung sei vom Pucken also besser abzusehen.

Baby

Das Baby schläft nicht – was kannst du tun?

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Die einseitige Stellungsnahme des BvKJ bringt noch heute die Befürworter in Rage, zu denen auch viele erfahrene Hebammen gehören. Sie entkräften die kritischen Argumente des BvKJ damit, dass diese allein auf ein falsches Pucken zutreffen. Mit der richtigen Technik und der nötigen Sorgfalt, würde es keinem Kind schaden.

Deshalb: Wenn pucken, dann richtig!

Das liest man auch immer wieder: Pucken ist kein Allheilmittel. Es kann Eltern von Schreibabys aber eine enorme Erleichterung verschaffen. Wenn du das Pucken also ausprobieren möchtest, dann lasse dir die richtige Technik zum Beispiel von deiner Hebamme zeigen. Lies dir außerdem die folgenden Punkte gut durch, um dein Kind beim Pucken keinem Risiko auszusetzen.

So geht’s richtig: 5 Tipps

  1. Welchen Babys kann pucken helfen?
    Sieh das Pucken als Methode, sehr quengelige Babys zu beruhigen. Vor allem bei Schreibabys und Babys, die große Probleme mit dem Einschlafen haben, kann das Pucken ausprobiert werden. Kinder, die gar nicht oder nur in normalem Maß quengeln, brauchen nicht gepuckt werden. Babys, die wegen Hüftproblemen eine Spreizhose tragen müssen, sollten ebenfalls nicht gepuckt werden. Achte außerdem auf die Signale deines Kindes – manche Babys mögen es einfach nicht, gepuckt zu sein.
  2. Wann und wie lange kann man Babys pucken?
    Gepuckt werden können Neugeborene bis zu einem Alter von ca. zwei bis drei Monaten. Sobald sich das Kind selbstständig vom Rücken auf den Bauch drehen kann, darf nicht mehr gepuckt werden! Pucke dein Baby auch nur zum Schlafen, vorwiegend nachts, wenn die Schlafphasen etwas länger sein sollen.
  3. Wie sollte man das Baby pucken?
    Hat man früher sowohl Ober- als auch Unterkörper des Babys fest eingewickelt, weiß man heute, dass die Beinchen mehr Platz brauchen und nicht fixiert gehören, um keine Hüftdysplasie hervorzurufen. Die Arme des Babys brauchen auch nicht gestreckt zu werden; die Hände können zum Nuckeln auch ans Gesicht gelegt werden. Das Gesicht muss immer frei bleiben beim Pucken!
  4. Was für eine Decke zum Pucken?
    Gepuckt wird mit einer dünnen Baumwolldecke, einem Pucktuch** oder Pucksack. Ideale Tuchgröße ist etwa Größe von 80 x 80 cm. Moderne und gute Puckhilfen helfen dabei, das Baby richtig zu pucken und den Beinen genug Freiraum zu lassen. Lasse dich dazu von deiner Hebamme oder anderen Experten beraten.
  5. Worauf sollte man außerdem achten?
    Gepuckte Babys dürfen nur auf dem Rücken liegen! Die Bauchlage würde das Risiko des plötzlichen Kindstods erhöhen. Achte darauf, dass es deinem Baby nicht zu warm ist und prüfe das durch Fühlen seines Nackens.

Leider geht durch das Pucken häufig der Körperkontakt verloren, den das schreiende Baby anstelle des Gepucktseins auf den wiegenden Armen der Eltern noch gehabt hätte. Deshalb stelle sicher, dass dein Baby trotzdem möglichst viel Körperkontakt mit dir hat. Das gelingt dir zum Beispiel durch das häufige Tragen deines Babys im Tragetuch.

* Kinder- und Jugendärzte warnen: „Pucken ist überflüssig und gefährlich für Säuglinge“ – der ganze Artikel ist hier nachzulesen

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10 Mythen der Babyerziehung

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Bis zu welchem Alter kann/darf man Babys pucken?

Hallo,
ich hab meine Maus gepuckt, bis sie 13 Monate alt war. Sie hat es gebraucht und geliebt.
Heute, mit 2,5 Jahren, mummelt sie sich auch noch bis zur Nasenspitze in ihre Decke. Sie braucht einfach die Begrenzung – das hat sie vom Papa
Ich versuch mal dein Fragen aus meiner Sicht zu beantworten:
1. Kann das irgendwelche Schäden hinterlassen? Zum Beispiel in Bezug auf Bewegungsdrang? Oder noch schlimmer: gar psychische?
– Nein, kann es nicht. Du solltest nur darauf achten, dass die Beine Bewegungsfreiheit haben, also in die Spreitzhaltung fallen könne. Meine Maus hat keinerlei körperliche oder geistige Schäden genommen oder war in ihrer Bewegung beeinträchtigt, da sie nur in der Nacht und zum Mittagsschlaf gepuckt wurde. Ansonsten konnte sie sich nach Lust und Laune bewegen. Sie lief übrigens mit 11 Monaten frei!!!
2. Ich wage zu bezweifeln, dass sie sich in diesem Alter noch an die Enge in meiner Gebärmutter zurückerinnert. Oder?
– Nein, das sicher nicht, aber manche Kinder brauchen einfach die Enge und Geborgenheit. Wie schon gesagt, mein Mann ist fast 35 Jahre alt und schläft noch eingerollt wie eine Mumie.
3. Allerdings frage ich mich, ob es normal ist, ein halbjähriges Baby (das vorher noch nie gepuckt wurde) zu pucken.
– Klar, warum nicht. Probier es auch, und wenn es geht, dann mach es.
Dein Kind wird dir schon zeigen, ob es ok ist oder nicht.
LG

Richtig Pucken: So vermeiden Sie das Risiko des plötzlichen Kindstods

Das Risiko steigt mit dem Alter des Babys

Eine Metastudie, die im Fachmagazin „Pediatrics“ erschienen ist, hat einen Zusammenhang zwischen dem festen Einwickeln von Babys und dem plötzlichen Kindstod gezeigt. Forscher analysierten rund 400 Studien über das Pucken. Vier davon untersuchten den Zusammenhang zwischen Pucken und dem Ersticken von Babys im Schlaf. Aus diesen vier Studien erlangten die Wissenschaftler folgende Erkenntnisse:

  • Gepuckte Babys weisen ein doppelt so hohes Risiko für den plötzlichen Kindstod auf, wenn sie auf den Bauch oder die Seite gelegt wurden. Allerdings sind diese Schlafpositionen auch für nicht gepuckte Babys gefährlich, da sie die Atmung behindern können.
  • Das Pucken erschien in den ersten Lebenswochen relativ sicher. Ungefährt ab dem vierten Monat des Babys stieg allerdings das Todesrisiko.

Gerhard Jorch von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) und Klinikdirektor der Universitätskinderklinik Magdeburg erachtet Pucken nicht explizit als gefährlich. Er weist allerdings darauf hin, dass Gefahr besteht, wenn gepuckte Babys in der gefährlichen Bauch- oder Seitenlagen zu liegen kommen. Daher sollten Eltern mit dem Pucken aufhören, wenn das Baby alt genug ist, sich selbst auf die Seite oder den Rücken zu drehen. Das ist mit etwa vier Monaten der Fall.

Das sollten Eltern beim Pucken beachten

  • Das Baby nicht zu eng einwickeln, darauf achten, dass die Atemwege frei bleiben und der Brustkorb nicht eingeengt wird.
  • Säuglinge sollten nicht überhitzen.
  • Das Baby zum Schlafen unbedingt auf den Rücken legen. Hier könnte das Pucken vielleicht sogar den Vorteil haben, dass die Kinder „stabilisiert“ sind und so gar nicht erst in die ungünstige Seiten- oder Bauchlage kommen.
  • Ab einem Alter von vier bis fünf Monaten sollten Eltern mit dem Pucken aufhören.

Kinder- und Jugendärzte warnen vor Pucken: „Pucken ist überflüssig und gefährlich für Säuglinge“

Immer mehr junge Eltern wickeln ihre Säuglinge in den ersten Lebensmonaten eng in ein Tuch. Diese besondere Wickeltechnik heißt Pucken, sie ist die Abwandlung uralter Wickelmethoden. Pucken engt die Bewegungen des Neugeborenen und soll beruhigend wirken. Insbesondere Schreibabys sollen so zum Schlafen gebracht werden. „Pucken ist jedoch gefährlich,“ warnt der nordrheinische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte….

Immer mehr junge Eltern wickeln ihre Säuglinge in den ersten Lebensmonaten eng in ein Tuch. Diese besondere Wickeltechnik heißt Pucken, sie ist die Abwandlung uralter Wickelmethoden. Pucken engt die Bewegungen des Neugeborenen und soll beruhigend wirken. Insbesondere Schreibabys sollen so zum Schlafen gebracht werden. „Pucken ist jedoch gefährlich,“ warnt der nordrheinische Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

Dr. Hermann Josef Kahl, Experte für Prävention im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte: „Gerade im Sommer ist das Pucken für Säuglinge eine Qual. Sie können ihre Körperwärme nicht an die Umgebung abgeben. Es besteht die Gefahr eines Hitzschlags bzw. einer Dehydrierung. Manche Kinder werden so eng gepuckt, dass Nerven abgeklemmt werden. Auch das Risiko für Hüftdysplasien steigt nachgewiesenermaßen durch das Pucken an.

Durch das lange ruhige Liegen besteht die Gefahr der Abplattung des Hinterkopfes.

Viele Säuglinge wehren sich zunächst gegen das Pucken, werden dann aber besonders ruhig. Sie geben auf und werden passiv. Die beruhigende Wirkung des Puckens besteht also darin, dass das Kind zutiefst frustriert wird.

In unseren Praxen sehen wir auch immer wieder Kinder, die so eng gepuckt sind, dass sie nicht einmal tief Luft holen können, um zu schreien.

Pucken vermittelt dem Kind auch keineswegs die Enge des Mutterleibs, wie oft behauptet wird. Im Mutterleib liegt das Kind in der typischen Embryonalhaltung, es kann sich dort in Grenzen auch bewegen, etwa treten. Gepuckte Babys liegen dagegen ausgestreckt und können weder Arme noch Beine bewegen.

Eltern sollten daher auf das Pucken verzichten und ihrem Kind die Bewegungsfreiheit lassen, die es braucht, um sich körperlich und seelisch gesund zu entwickeln.“

Das ungeborene Kind hat insbesondere in den letzten Wochen der Schwangerschaft im Mutterleib kaum Bewegungsfreiheit. Diese natürliche Enge und Begrenzung, die das Kind bei der Mutter spürt, die es kennt und die dem Ungeborenen das starke Gefühl der Sicherheit gibt, versucht man mit dem Pucken bei Säuglingen nachzubilden.

Das Pucken ist eine Wickelmethode für Babys in den ersten Lebenswochen- und Monaten. Dabei ist es keine moderne Erfindung, sondern eine alte Technik des Wickelns, die seit Jahrtausenden bereits angewendet wird. Heutzutage gibt es neben den klassischen Wickelmethoden mit Tüchern oder Decken, entsprechend angefertigte Pucksäcke, die das Pucken des Babys erleichtern.
Auf dieser Website geben wir Tipps und Anleitungen zum Pucken und klären auf über Vor- sowie Nachteile.

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Was soll mit dem Pucken bewirkt werden?

Das Pucken hat das Ziel das Baby nach der Geburt zu beruhigen, indem es in die gewohnte Enge des Mutterleibs „zurückversetzt“ wird. Gefördert wird dadurch das Einschlafen des Babys. Die einzelnen Aspekte des Puckens lassen sich in folgenden Punkten zusammenfassen:

  • Insbesondere durch das feste Einwickeln des Oberkörpers, wird verhindert, dass das Baby unkontrolliert mit den Armen zuckt. Diese schreckhafte, plötzliche Bewegung wird als so genannter „Moro-Reflex“ bezeichnet. Relativ häufig kann man es im Schlaf des Babys beobachten, was zum Aufwachen des Säuglings führen kann. Mit dem Pucken wird dieser Effekt zumindest stark vermindert. Auch Babys, die durch einen eventuell stark ausgebildeten Moro-Reflex gar nicht erst oder nur schwer einschlafen können, werden durch das Pucken ruhiger und schlafen tendenziell besser ein.
  • Im Schlaf sollte das Baby stets in Rückenlage gelegt werden und niemals auf den Bauch. Dieser wichtige Ratschlag für einen sicheren Schlaf und zur Verhinderung des plötzlichen Säuglingstodes sollte in jedem Fall befolgt werden. Oft jedoch beobachten Eltern, dass das Baby viel lieber in Bauchlage schlafen würde und die Rückenlage für das Kind nicht sehr schlaffördernd ist. Hier kann das Pucken helfen, da viele Säuglinge auf diese Weise fest eingewickelt und die Begrenzung spürend, die Rückenlage eher akzeptieren und dadurch besser einschlafen können.
  • Unruhige Säuglinge oder Schreibbabys können durch den Einsatz des Puckens ruhiger werden. Ihr Schlafverhalten und vor allem die oft kritische Einschlafphase kann positiv beeinflusst werden.
  • Natürlich ist das Pucken kein Wundermittel oder gar Garantie zum perfekten Durchschlafen. Aber es kann helfen bei Kindern, die Probleme haben mit dem Einschlafen bzw. Durchschlafen. Neben theoretischem Wissen, ist es empfehlenswert bei Interesse das Pucken einfach auszuprobieren (siehe auch Pucken Anleitung Video) und vor allen Dingen dabei auf die Signale des eigenen Babys zu achten. Fühlt es sich wohl? Schreit es unentwegt weiter ohne sich zu beruhigen? Verkürzen sich die Abstände, in denen das Kind nachts aufwacht? Zeigt das Kind sonstige Auffälligkeiten beim Pucken? Wirkt es gar verängstigt oder beunruhigt?

Pucksack Empfehlung

Der folgende Pucksack ist unsere Empfehlung zum Pucken.

Nr. 136 BewertungenSwaddleMe-Original Pucksack, klein (0-3 Monate), blau (1er Pack)* von b-boo baby & lifestyle GmbH

  • Der Klassiker unter den Pucksäcken
  • Fixierung über Klettverschlüsse sehr einfach möglich. Je nach Größe des Babys kann man so leicht die Festigkeit des Puckens bestimmen
  • Bewegungsfreiheit für die Beine (wichtig für die Entwicklung der Hüfte und das „Pupsen“ beim Strampeln)
  • Material ist 100% Baumwolle
  • Auch im Auto in einer Babyschale verwendbar durch Schlitze für Gurte
  • Sehr beliebter Pucksack mit Top Bewertungen bei Amazon
  • Verschiedene Ausführung (für Neugeborene und auch für größere Babys)
  • Leichter Stoff (wie ein Body) – auch gut geeignet für den Sommer, selbst an heißen Tagen (dann reicht ein Kurzarmbody drunter
  • Perfekt auch als Einsteiger Pucksack
  • mit deutscher Produktanleitung.

Preis: € 23,80 Bei Amazon ansehen* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Wie wird das Baby gepuckt?

Bereits in der Antike wurden Neugeborene gepuckt bzw. genauer gesagt „gewickelt“. Dabei hatte man lange Stoffbänder dazu benutzt das Kind regelrecht einzuschnüren. Dies hatte man zumeist auch außerhalb der Schlafzeiten gemacht, was aus heutiger Sicht überhaupt nicht empfehlenswert ist: Um den Bewegungsdrang und die Entwicklung des Babys nicht zu beeinträchtigen sollte man Kinder lediglich zum Schlafen pucken. Auch werden heute keine Stoffbänder dazu benutzt. Die simpelste Form des Puckens besteht darin, das Baby mit einem Tuch (bestehend aus einem Stück Stoff) einzuwickeln und dieses entsprechend so zu fixieren, dass der Säugling sich nicht aus dem Tuch freistrampeln kann. Da es nicht ganz einfach ist, die Fixierung tatsächlich effektiv hinzukriegen, gibt es am Markt eine Reihe von Pucksäcken, die mit entsprechendem Schnitt und Klettverschlüssen die Handhabung wesentlich erleichtern.

Mit einem Pucksack gehts leicht von der Hand

Sehr beliebt sind Pucksäcke wie z.B. der SwaddleMe. Dieser Pucksack wird mit Klettverschlüssen fixiert, so dass das Pucken auch für Ungeübte sehr leicht von der Hand geht. Das Baby lässt sich damit fest einwickeln – gleichzeitig hat es aber ausreichend Beinfreiheit zum Strampeln. Die Pucksäcke sind oft aus Baumwolle gefertigt und es gibt sie in unterschiedlichen Größenausfertigungen (beispielsweise Neugeborene mit 3-6 kg und größere Babys mit etwa 6-10 kg) und in verschiedensten Farb- und Musterkombinationen. Es gibt auch besondere Ausfertigungen aus Bio-Baumwolle.

Pucken Anleitung Video

In unserem Video zeigen wir, wie einfach das Pucken mit einem Pucksack ist.

Pucken Anleitung in der Videosequenz: Pucken mit einem Pucksack ist kinderleicht. Wir zeigen, wie es geht. Mit Klettverschlüssen wird der Pucksack fixiert. Die Festigkeit kann dabei selbst leicht reguliert werden.

Kritik am Pucken, Vor- und Nachteile

Wie bei vielen Fragen rund um die Pflege und Erziehung von Kindern, gehen auch beim Pucken die Meinungen sehr weit auseinander. Während manche Hebamme, Kinderarzt oder der ein oder andere Ratgeber das Pucken als sinnvolles schlafförderndes Mittel empfiehlt, stehen andere dem Pucken kritisch gegenüber und sehen darin eher eine unnatürliche „Stilllegung“ des Babys, die weniger dem Wohl des Kindes als vielmehr der oft stark ersehnten Ruhe der eventuell (schrei)geplagten Eltern dient. Auch die Wissenschaft liefert hier kein klares Bild und so ist es nicht verwunderlich, dass diverse Studien zitiert werden, die ja nach Lager in die eine oder andere Richtung scheinbar sinnvolle und nachvollziehbare Argumente liefern.

Letztlich sind es die Eltern, die – wie in tausenden anderen Fragen zum Kindeswohl auch – ihrer Verantwortung dem Baby gegenüber gerecht werden müssen und mit gesundem Menschenverstand für ihr Kind und im Sinne des Kindes entscheiden müssen, was ihrer Meinung nach das Beste ist. Nichtsdestotrotz gibt es beim Pucken einige kritische und beachtenswerte Punkte, die man wissen, bedenken und entsprechend handeln muss. Die wichtigsten Fakten und Verhaltenshinweise haben wir hier zusammengefasst. Davon unabhängig, ist es sinnvoll sich beispielsweise mit anderen Eltern auszutauschen, die bereits Erfahrungen mit dem Pucken gesammelt haben und sozusagen eine individuelle und funktionierende Pucken Anleitung vermitteln und weitergeben können.

Die wichtigsten Fakten und Verhaltenstipps

  • Es wird oft auf die Gefahr des Überhitzen des eingewickelten Babys verwiesen. Dieser Punkt hängt allerdings direkt mit dem Verhalten der Eltern zusammen. Es liegt auf der Hand, dass man das Baby im Hochsommer nicht in Body und sogar Schlafanzug zusätzlich in ein Pucktuch wickeln darf. Auch sollte man darauf achten, dass das Pucktuch oder der Pucksack aus Baumwolle gefertigt ist, die bekanntermaßen für die Temperaturregelung wesentlich besser geeignet ist als synthetische Materialien. Im Sommer bei höheren Temperaturen reicht oft ein kurzärmliger Body unter einem leichten Baumwoll-Pucksack aus. Ist das Baby krank und fiebert sollte zudem auf das Pucken vollkommen verzichtet werden.
  • Ein weiterer oft kritisierter Punkt ist die Stellung der Beine beim Pucken bzw. der daraus eventuell entstehenden Hüftfehlstellung. Bedenkt man das altertümliche, straffe Wickeln des Babys mit Stoffbändern (s. oben), bei dem auch die Beine extrem fixiert wurden, ist das ein berechtigter Hinweis. Beim Pucken muss also auf die Beinfreiheit des Babys geachtet werden. Moderne Pucksäcke sind bereits so geschnitten und gefertigt, dass das Kind genug Platz hat zum Strampeln.
  • Zum Schlafen sollte das Kind unbedingt in Rückenlage gelegt werden. Das ist zunächst mal unabhängig vom Pucken zu betrachten. Wird das Baby zudem auch tagsüber oft auf den Rücken gelegt, kann es durch die relativ weichen Knochen zu einem Abplatten des Hinterkopfes führen. Dies sollte jedoch nicht als Argument gegen das Pucken angeführt werden, da wie erwähnt die Rückenlage im Schlaf immer die richtige Position ist.
  • Das Baby sollte beim Pucken nicht zu fest eingewickelt werden, damit die Atmung nicht behindert wird.
  • Im Babybett sollten sich außer der straff bezogenen Matratze keine weiteren Dinge befinden, die evtl. das Atmen des Kindes behindern könnten. Verzichten Sie auf Kissen, Decken und ein Nestchen. Gleiches gilt natürlich für Spielzeug und Kuscheltiere. Diese haben im Bett, zumindest wenn das Baby schläft, nichts zu suchen.
  • Wenn Sie sich trotz allem unsicher sind in Sachen Pucken, scheuen Sie nicht Ihre Hebamme oder den Kinderarzt um Rat zu fragen. Insbesondere die Hebamme hat meist viel Erfahrung und kann oft fachkundig helfen. Das Thema „Baby Schlaf“ wird höchstwahrscheinlich ohnehin im Zuge der Nachsorge nach der Geburt mit der Hebamme besprochen. Diese Termine eignen sich sehr gut, um nach einer Pucken Anleitung zu fragen.

Ursprung und Historie des Puckens

Die Kenntnisse der Baby- und Kleinkindpflege waren in der frühen Menschheitsgeschichte bekanntermaßen von vielen falschen oder gar schädlichen Aspekten geprägt. Das gilt natürlich für die Gesamtheit des medizinischen Wissens. Für den Ursprung des Puckens ist es aber wichtig zu wissen, dass die Menschen (bzw. die Gelehrten dieser Zeit) deutlich vor und um Christ Geburt glaubten, dass der Körper des Säuglings direkt nach der Geburt fest eingeschnürt und gewickelt werden müsste, weil er zu weich und in seiner Ausprägung nicht „wohlgeformt“ war, so dass man diesem Makel mit dem Wickeln entgegenwirken musste. Diese Form des Wickelns war in der römischen und griechischen Antike fester Bestandteil des Rituals bei Geburten. Die Babys blieben über Wochen und Monate (sogar bis zu einem Jahr) gewickelt. Diese Methode blieb in Europa bis weit ins Mittelalter hinein verbreitet.

Aus heutiger Sicht liegt es auf der Hand, dass diese geradezu barbarische Vorgehensweise im höchsten Maß schädlich war für das Kind und nichts zu tun hatte mit dem auf dieser Website thematisierten modernen Pucken, das lediglich zeitweise und unter den oben beschriebenen Rahmenbedingungen stattfinden sollte.

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  • Der Klassiker unter den Pucksäcken
  • Fixierung über Klettverschlüsse sehr einfach möglich. Je nach Größe des Babys kann man so leicht die Festigkeit des Puckens bestimmen
  • Bewegungsfreiheit für die Beine (wichtig für die Entwicklung der Hüfte und das „Pupsen“ beim Strampeln)
  • Material ist 100% Baumwolle
  • Auch im Auto in einer Babyschale verwendbar durch Schlitze für Gurte
  • Sehr beliebter Pucksack mit Top Bewertungen bei Amazon
  • Verschiedene Ausführung (für Neugeborene und auch für größere Babys)
  • Leichter Stoff (wie ein Body) – auch gut geeignet für den Sommer, selbst an heißen Tagen (dann reicht ein Kurzarmbody drunter
  • Perfekt auch als Einsteiger Pucksack
  • mit deutscher Produktanleitung.

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Pucken: Das ist beim Einwickeln von Babys zu beachten

Ganz schön eng sieht das kleine Stoffpaket aus. Kein Wunder, dass das Pucken, also das Einwickeln von Babys in ein Tuch, lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Dabei ist Pucken gut geeignet, damit sich das Baby geborgen fühlt und einschläft. Allerdings gibt es auch Nachteile. Eltern müssen die richtige Technik beachten und darauf achten, das Baby nicht zu lange zu pucken.

Das Pucken hat eine lange Tradition. Studien belegen, dass das Einwickeln für Säuglinge in den ersten Lebenswochen sehr entspannend sein kann: Straff in ein Tuch gewickelt, die Ärmchen eng am Körper, erleben sie eine Geborgenheit und Wärme wie im Bauch. Viele Neugeborene kommen mit der plötzlichen Freiheit beim Schlafen nicht gut zurecht. Sie haben noch einige Zeit das Bedürfnis nach Begrenzung und nach engem Körperkontakt mit der Mutter.

Ingeborg Stadelmann, Hebamme und Autorin, bestätigt: „Kleine Babys empfinden das Pucken als Ersatz für die Begrenzung im Mutterleib. Deshalb empfehle ich Eltern, ihr Kind in den ersten Lebenswochen tagsüber und nachts zu pucken. Vom Mittelalter bis zum 18. Jahrhundert war die damals ‚Fatschen‘ genannte Technik übrigens besonders beliebt, daher ist das Jesus-Kind auf vielen Darstellungen aus dieser Zeit als Puck-Kind zu sehen.“

Pucken hilft beim Einschlafen

Ob die Methode für das eigene Kind geeignet ist, probieren Eltern am besten erst einmal vorsichtig aus, denn nicht jedem Kind gefällt es im Puck. Im Zweifel sollten Mütter und Väter mit dem Kinderarzt oder der Hebamme sprechen und sich genau zeigen lassen, wie das Einwickeln funktioniert. „Mit liebevoller Zuwendung und gesundem Menschenverstand angewandt, ist Pucken eine Möglichkeit, ein Kind zu beruhigen – vorausgesetzt, dass das Kind es annimmt“, sagt die Hebamme Christiane Schwarz.

Das spricht gegen das Pucken

Aber das Pucken ist dennoch umstritten: Kritiker meinen, den Kindern werde durch das Einwickeln ein großer Teil ihrer Bewegungsfreiheit genommen. Das könnte die Entwicklung der Motorik beeinträchtigen. Aus ärztlicher Sicht ist das Pucken nur dann bedenklich, wenn die Kinder zu lange am Stück eingewickelt sind, sagt Berliner Kinderarzt Jakob Maske. Zum Schlafen sei die Methode gut geeignet, das Kind solle aber nicht den ganzen Tag lang im Tuch bleiben.

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (Degum) warnt jedoch, dass Pucken der Entwicklung der Hüfte schaden kann. Zumindest, wenn Das Baby mit gestreckten Beinen eng in ein Tuch gewickelt wird. Kinderorthopäden halten deshalb einen Puck-Sacke mit Beinfreiheit für die bessere Alternative als ein eng anliegendes Tuch.

Bis wann soll man Babys pucken?

Auch Christine Sonn-Rankl, Klinische Psychologin und Psychoanalytikerin am Wilhelmspital in Wien, hält das Pucken für gut, wenn Eltern gewisse Einschränkungen beachten: „Ob es sinnvoll ist, hängt vom Alter des Kindes und seinen Bedürfnissen ab. Ideal ist es für viele Babys bis zwölf Wochen. Danach stehen Kinder entwicklungspsychologisch bereits auf der nächsten Stufe, nämlich der des Greifens und Erkundens mit den Händen. Da würden sie durch das Pucken nur behindert.“ Und sie betont: „Das Pucken kann natürlich nie Ersatz für reichlichen Körperkontakt mit den Eltern sein.“

„Es gibt einfach Kinder die gerne gepuckt werden und andere weniger gerne. Es geht darum, dass die Mutter lernt, die Vorlieben ihres Kindes zu erfahren und eine Methode entdeckt, die für beide gut ist“, sagt Stadelmann und ergänzt: „Pucken schadet nicht, sondern gibt vielen Kindern den nötigen Halt und die Geborgenheit.“

So wird das Baby richtig in ein Tuch eingewickelt

Zum Pucken verwendet man ein Vierecktuch. Wichtig ist, das richtige Material zu wählen. Ideal sind Wickeltücher aus Wolle oder Baumwolle. In einem Tuch aus Synthetik kann der Körper überhitzen, warnt Hebamme Schwarz. Das kann auch dann passieren, wenn Säuglinge bis unter die Nasenspitze eingewickelt sind. Es sollte immer genug Haut rausschauen.

Das Tuch wird wie eine Raute ausgebreitet und die obere Ecke nach innen umgeklappt. Das Baby wird mit dem Rücken auf das Tuch gelegt und der Nacken an der Falte der umgeklappten Ecke positioniert. Dann werden nacheinander beide Arme flach an den Körper gelegt und die jeweiligen Enden des Tuches quer über den Körper gezogen.

Eltern müssen darauf achten, das Baby weder zu eng, noch zu locker einzuwickeln. Ist das Tuch zu locker, kann es über das Gesicht rutschen und es droht Erstickungsgefahr. Ist es immer wieder zu eng, kann das in Extremfällen zu Hüftfehlstellungen führen. Außerdem sollte das Baby nicht im Tuch schwitzen. In diesem Fall empfiehlt sich ein dünneres Pucktuch. Eltern sollten ausprobieren, ob ihr Kind besser mit einem Schlafsack oder einem Pucktuch oder Puck-Sack zurechtkommt.

Pucken im Sommer

Im Sommer besteckt die Gefahr, dass das Baby beim Pucken überhitzt. Deshalb sollte es nur einen dünnen Body tragen und in ein leichtes Moltontuch eingewickelt werden. An sehr heißen Tagen kann das Baby nur eine Windel unter dem Tuch tragen. Eltern müssen kontrollieren, dass es dem Kind nicht zu heiß wird. Dazu fühlt man im Nacken, ob sich die Haut heiß abfühlt oder verschwitzt ist. Wichtig ist eine gute Luftzirkulation im Raum.

Die richtige Technik beim Pucken – Anleitung im Video

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