Pille und durchfall

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Durchfall oder Erbrechen nach Einnahme der Antibabypille

Bei einmaligem Durchfall bis 3-4 Stunden oder Erbrechen 2-4 Stunden nach der Einnahme, nimm eine Pille aus der Reservepackung. Bei einer Magen-Darmgrippe verhüte zusätzlich 7 Tage mit Kondomen.

Was tun bei Durchfall?

Wenn du bis 3-4 Stunden nach Einnahme der Pille einmaligen Durchfall (richtig wässrigen, also nicht einfach weichen Stuhlgang) bekommst, kann die Wirkung der Pille herabgesetzt sein. Nimm dann noch einmal eine Pille aus einer Reservepackung.

Was tun bei Erbrechen?

Wenn du bis 2-4 Sunden nach der Einnahme der Pille erbrichst, nimm noch einmal eine Pille aus einer Reservepackung.

Lies auch die Packungsbeilage deiner Pille und halte dich auf jeden Fall daran, was dort steht.

Was tun bei einer Magen-Darminfektion?

Wenn du eine Magen-Darminfektion hast mit mehrmals pro Tag dünnen oder wässrigen Darmentleerungen, ist die Wirksamkeit der Pille sicher herabgesetzt, weil der Wirkstoff der Pille nicht so gut von der entzündeten Darmschleimhaut aufgenommen werden kann. Du solltest während der ganzen Zeit der Magen-Darm-Erkrankung zusätzlich mit Kondom verhüten und auch noch 7 Tage später. Das heisst: Verhüte solange zusätzlich mit Kondomen, bis du wieder an 7 aufeinanderfolgenden Tagen die Pille ohne Darmsymptome wie Durchfall oder Erbrechen einnehmen konntest.

Falls die Magen-Darminfektion bis zum Ende deines Pillenblisters andauert, empfehlen wir, dass du die Pillenpause weglässt und gleich mit einer neuen Packung beginnst.

Lies auch die Packungsbeilage deiner Pille und halte dich auf jeden Fall daran, was dort steht.

Was die Wirkung der Pille beeinflussen kann:

Medikamente wie Antibiotika!

Wer krank ist, bekommt vom Arzt manchmal ein Antibiotikum verschrieben. Und einige Antibiotika können die Wirkung der Pille schwächen. Das ist aber nicht bei jedem Medikament so. Wenn ein Mädchen krank ist und die Pille nimmt, sollte es dem Arzt davon erzählen. Durch den Hinweis kann der Arzt in vielen Fällen ein Medikament auswählen, dass die Wirkung der Pille nicht beeinflusst. Andernfalls gilt: Zusätzlich verhüten! Am besten mit Kondomen. Ärzte empfehlen: Nach Absetzen des Antibiotikums mindestens noch sieben Tage warten, bis du dich wieder auf die Pille verlässt.

Übrigens: Auch natürliche Heilmittel, wie zum Beispiel Johanniskraut, können die Wirkung der Pille reduzieren. Deshalb vor einer medikamentösen Behandlung, immer erst den Beipackzettel lesen, beziehungsweise den Arzt oder Apotheker fragen!

Magen-Darm-Erkrankungen!

Durchfall und Erbrechen können zur Folge haben, dass die Pille ausgeschieden wird, bevor sie ihre Wirkung entfalten konnte.

Bei einmaligem Durchfall ist das ähnlich, wie wenn du deine Pille erbrochen hast: Bekommst du innerhalb von 4 Stunden nach der Pilleneinnahme Durchfall, konnte dein Magen-Darm-Trakt die Wirkstoffe der Pille noch nicht vollständig aufnehmen. Deinem Körper fehlt dann die notwendige Dosis an Hormonen, um noch sicher zu verhüten.

Dann musst du nach Abklingen des Durchfalls unbedingt eine weitere Pille nachnehmen, damit die Verhütung sicher bleibt.

Aber: Beim Nachnehmen darfst du eine Frist von maximal 36 Stunden zwischen der letzten normalen Einnahme und der nachgenommenen Pille nicht überschreiten. Tust du’s trotzdem wirkt die Pille nicht mehr sicher und du kannst schwanger werden.

Wichtig: Hält der Durchfall mehr als einen Tag an, hilft auch das Nachnehmen der Pille nichts. Dann musst du zusätzlich verhüten. Am besten mit Kondomen. Erst mit Beginn der nächsten Pillenpackung wirkt die Pille dann wieder sicher – vorausgesetzt der Durchfall ist bis dahin abgeklungen.

Bekommst du erst später als 4 Stunden nach der Pilleneinnahme Durchfall, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Dann hat dein Körper die Wirkstoffe der Pille schon aufgenommen. Die Verhütungssicherheit bleibt dann erhalten.

Hättest du es gewusst? Spannende Kondom-Facts gibt’s hier:

Alkohol!

Alkohol beeinflusst die Wirkung der Pille nicht. Mädchen sollten jedoch bedenken, dass Alkohol nicht nur ungesund für den jugendlichen Körper ist. Er führt auch oft dazu, dass die Einnahme der Pille nach einer Party vergessen wird oder ein Mädchen erbrechen muss, weil es zu viel Alkohol getrunken hat. In solchen Fällen gilt ebenfalls: Eine neue Pille muss so schnell wie möglich nachgenommen werden, damit der Schutz vor einer Schwangerschaft bestehen bleibt.

Hitze!

Im Sommer gehört die Pille nicht in die Hand-, Strand- oder Hosentasche. Sie sollte auch niemals direkt in der Sonne liegen. Der Grund: Bei Temperaturen über 30 Grad kann die Pille ihre Wirkung verlieren, da sich die Bestandteile des Hormonpräparats bei hohen Temperaturen auflösen. Auch die meisten anderen Verhütungsmittel, wie zum Beispiel Kondome, sind temperaturempfindlich.

Wer vor der Einnahmepanne Sex hatte:

Wurde die Pille vergessen, erbrochen oder ausgeschieden und konnte nicht rechtzeitig nachgenommen werden, muss schnell gehandelt werden. Vor allem dann, wenn das Mädchen vorher ungeschützten Sex hatte. Denn so kann in einigen Fällen eine Schwangerschaft entstehen.

Hier erfährst du, in welchem Fall die „Pille danach“ eingenommen werden kann oder wie du den Schutz der Pille vielleicht trotz Panne bei der Pilleneinnahme aufrechterhältst:
>> Pille vergessen! Was jetzt?
>> Pille danach: Last-Minute-Verhütung für den Notfall!

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Pille und Durchfall: Was tun?

Die Antibabypille zählt zu den sichersten Verhütungsmitteln laut Pearl-Index. Ein paar wenige Krankheiten beeinträchtigen die Wirkung der Pille – und Durchfall und Erbrechen zählen leider dazu. Doch es gibt ein paar Dinge, die du tun kannst, um den verhütenden Schutz trotzdem zu erhalten. Wir verraten dir, was du beachten musst.

Wie lange ist die Einnahme der Pille her?

Um die Frage zu beantworten, ob die Pille bei Durchfall trotzdem wirkt, muss man sich zunächst fragen, wann die Antibabypille genau eingenommen wurde. Setzen Erbrechen und Durchfall drei bis vier Stunden nach der Einnahme der Pille ein, kann der verhütende Schutz der Pille gefährdet sein, da die Schleimhäute des Magen-Darm-Trakts die hormonellen Wirkstoffe noch nicht ausreichend aufgenommen haben. Außerdem ist Vorsicht geboten, wenn deine Magen-Darm-Probleme mehrere Tage andauern.

Wie die Pille genau im Körper wirkt, erfährst du in unserem kurzen Video!

Pille und Durchfall: Was kann ich tun?

Verhütest du mit der Pille und Durchfall setzt plötzlich bei dir ein, ist das richtige Timing entscheidend, um den Schutz optimal zu gewährleisten. Ist die Einnahme der Pille kürzer als vier Stunden her und du hattest mit Erbrechen oder Durchfall zu kämpfen, kannst du einfach eine weitere Pille aus deinem Blister schlucken und die Einnahme sozusagen nachholen, so als wenn du sie vergessen hättest. Wichtig ist, dass du dabei berücksichtigst, welche Art von Pille du einnimmst.

Verwendest du eine Mini-Pille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel, ist die pünktliche Einnahme äußerst wichtig. Bereits bei einer dreistündigen Verspätung kann der empfängnisverhütende Schutz gefährdet sein. Nachdem der Durchfall die Wirkstoffe des Präparats quasi aus deinem Körper gespült hat, bleiben dir also genau drei Stunden Zeit, um die Einnahme nachzuholen. Verwendest du eine Mini-Pille mit dem Wirkstoff Desogestrel oder eine herkömmliche Mikropille, bleiben dir zwölf Stunden, um eine weitere Pille zu schlucken.

Hast du mehrere Tage mit einer schweren Magen-Darm-Krankheit zu kämpfen, ist es sinnvoll für die nächsten sieben Tage zusätzlich mit Kondomen zu verhüten.

Hinweis: Bist du generell verunsichert, ob du ausreichend vor einer Schwangerschaft geschützt bist, solltest du deinen Arzt zurate ziehen, um auf Nummer sicher zu gehen.

Um die Wirkung der Pille bei Durchfall zu gewährleisten, ist vor allem das richtige Timing entscheidend.

Wer die Pille nimmt und plötzlich Durchfall bekommt, braucht nicht gleich in Panik zu verfallen. Ist die Einnahme der Pille weniger als vier Stunden her, kann sie einfach nachgeholt werden. Wer zusätzlich auf Nummer sicher gehen will, kann für eine Woche noch zusätzlich Kondome verwenden.

Pille vergessen, Durchfall, Erbrechen – was tun?

Die Pille muss regelmässig eingenommen werden, sonst verliert sie ihre Wirkung. Verbinde deshalb die Pilleneinnahme mit einer regelmässigen Tätigkeit wie Zähneputzen, oder stell dir einen Handyalarm.

Pille vergessen

Sobald du merkst, dass du deine Mikropille oder Cerazette® vergessen hast, nimm sie sofort ein, auch wenn du dann zwei Pillen an einem Tag schluckst.

Die Pille schützt nur vor einer Schwangerschaft, wenn der Wirkstoff regelmässig in deinen Blutkreislauf gelangt.

Wenn das mehr als 12 Stunden später geschieht, als du sie hättest einnehmen sollen, bist du nicht mehr sicher vor einer Schwangerschaft geschützt. Wenn du eine andere Pille nimmst, wende dich an deine Frauenärztin. Informationen findest du auch in der Packungsbeilage deiner Pille. Bewahre sie deshalb auf.

Durchfall oder Erbrechen

Wenn du innerhalb von 4 Stunden nach der Pilleneinnahme einer Mikropille oder Cerazette erbrochen hast oder unter starkem Durchfall leidest, wirkt die Pille nicht mehr.

Trotzdem geschützt bleiben

  • Nach Vergessen, Erbrechen oder Durchfall müsst ihr während 7 Tagen beim Sex Kondome verwenden. Sind zum Zeitpunkt der Einnahmepanne in der Packung weniger als 7 Pillen übrig, müsst ihr bis zum siebten Einnahmetag der neuen Pillenpackung mit Kondomen verhüten.
  • Nimm die restlichen Pillen der angebrochenen Packung bis zu deren Ende rechtzeitig ein.
  • Falls du seit der Panne schon ungeschützten Sex hattest, kannst du innerhalb von 72 Stunden die „Pille danach“ nehmen. Du bekommst sie in der Apotheke nach einer kurzen Beratung. Wenn du das verpasst hast, kannst du 147 anrufen, wir helfen dir weiter.

Vorsicht bei anderen Medikamenten

Wenn du andere Medikamente nimmst, erkundige dich in der Apotheke, ob die Pille immer noch wirkt. So können zum Beispiel Johanniskraut-Präparate und Antibiotika den Pillen-Schutz schwächen.

Beratung zur Pille und bei Schwangerschaft

Wenn du Probleme mit der Einnahme der Pille oder ihrer Wirkung hast: Frauenärztin oder Notfallapotheke anrufen.

Notfallapotheke: local.ch, „Apotheke“ und Ort eingeben (nachts und am Wochenende hörst du ein Tonband mit der Nummer der Notfallapotheke).

Wenn du befürchtest, schwanger zu sein, wende dich an eine Familienplanungsstelle oder an eine Sexualberatungsstelle. Adressen findest du in unserem Beratungsstellenverzeichnis.

Pilleneinnahme / Einnahmefehler

Ein klassischer Ovulationshemmer (Pille) enthält ein Östrogen und ein Gestagen. Die Einnahme erfolgt generell über 21 Tage mit anschließender 7 tägiger Pause = keine Pilleneinnahme für 7 Tage. Sie sollten die Pille möglichst zu gleichen Zeit einnehmen. Falls Sie die Einnahme vergessen sollten, können Sie diese ausnahmsweise auch noch innerhalb von 12 Stunden einnehmen. Die nächste Pille nehmen Sie wie gewohnt zum üblichen Zeitpunkt. Zusammenfassend gilt also für Standardpillen: 21 Tage Einnahme und 7 Tage Pause. Es gibt jedoch zunehmend Präparate mit anderen Einnahmerichtlinien z.B. 24 + 4 oder auch 21 + 7. Bei diesen Pillen werden häufig farblich anders gehaltene Pillen ohne Wirkstoff z.B. 4 oder 7 weiße Pillen der Packung hinzugefügt, damit die Anwenderin bei der täglichen Gewohnheit einer Pille bleiben kann und sich keine Gedanken über das Pausenintervall machen muss.

Beachten Sie daher immer den Beipackzettel Ihrer Pille!

Langzyklus: Die Pille wird durchgehend für einige Monate eingenommen und nur alle paar Monate ( drei oder vier Monate ) eine Pause von einigen Tagen eingelegt. Generell handelt es sich um einen sogenannten „off-label use“, der individuell besprochen werden sollte. Beachten Sie bitte außerdem, dass nicht alle Verhütungsmittel dazu geeignet sind.

Reine Gestagen Pillen: Einige Präparate müssen exakt zur gleichen Uhrzeit eingenommen werden. Hier liegt die Zeitspanne zum Nachholen vergessener Pillen bei nur 3 Stunden. Andere Präparate haben ein größeres Zeitfenster von 12 h. Die Einnahme erstreckt sich über 28 Tage ohne anschließende Pause. Meist tritt unter reinen Gestagen Präparaten keine bzw. nur eine sehr geringe Blutung z.B. alle 2-3 Monate auf. Das Blutungsverhalten ist jedoch nicht exakt vorhersehbar ( es fehlt die Östrogenkomponente ). Bei wiederholtem und längerem Auftreten von häufigen Zwischen- oder Schmierblutungen, sollte eine Untersuchung erfolgen und ggfs. ein anderes Verhütungsmittel gewählt werden. Der große Vorteil dieser Pillen liegt darin, dass bei Einnahme das Thromboserisiko nicht erhöht wird.

„Neue“ Östrogene in der Pille: Auf dem Markt gibt es seit einigen Jahren auch Pillen *, die statt dem üblicherweise verwendeten Ethinylestradiol –> Estradiolvalerat einsetzen. Hier gelten etwas andere Einnahmeregeln, die zu beachten sind. ( siehe auch Packungsbeilage ). Gleiches gilt für Pillen, die über 24 Tage wirkstoffhaltige Pillen enthalten und dann 4 wirkstofffreie Pillen. Die Einnahme erfolgt ohne die sonst übliche Pause, da diese bereits durch die 4 wirkstofffreien Pillen erreicht wird! s.o. Bitte tauschen Sie daher niemals farblich anders gehaltene Pillen untereinander aus!

Bei Durchfall oder Erbrechen kann die Aufnahme der Wirkstoffe beeinträchtigt sein. Ein sicherer Schutz ist dann nicht gewährleistet. Tritt Erbrechen oder starker Durchfall innerhalb der ersten Stunden nach der Einnahme auf, können die eine zusätzliche Pille einnehmen. In diesem Fall ist unklar, wie viel von der bereits eingenommenen Pille aufgenommen worden ist. Gleiches gilt für die Antibiotikaeinnahme. Ein Antibiotikum greift auch die Darmflora an und es kann u.a. dadurch zu Durchfall oder veränderter Aufnahme der Substanzen kommen. Sie sollten daher in diesen Fällen immer noch zusätzlich verhüten. Dies gilt primär für die Pilleneinnahme. Bei Hormonanwendung z.B. über die Haut, Depotspritzen oder Verhütungsringe gelten andere Regeln.

Bei Migräne oder Einnahme anderer Medikamente sollte die Situation besprochen werden. Ebenso sollten Sie sich umgehend melden, wenn in der Familie oder bei Ihnen eine Thrombose, Embolie oder Blutgerinnungserkrankungen oder ausgeprägte Krampfadern auftreten/ aufgetreten sind.

Vermeiden Sie bitte, die Pilleneinnahme für kurze Zeit ( wenige Monate ) zu unterbrechen und dann wieder anzusetzen. Dies bringt mehr Probleme und unnötige Risiken als Nutzen!

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: können insbesondere mit Medikamenten auftreten, die z.B. die Leberenzyme induzieren. Dazu gehören u.a. einige Psychopharmaka, Antiepilepsiemittel aber auch pflanzliche Zubereitungen die Johanniskraut enthalten. Generell sollten Sie vor Ausstellung eines Pillenrezepts immer von selbst angeben, welche Medikamente Sie generell/akut einnehmen. Beenden Sie aber nicht eigenmächtig ± mitten im Zyklus die Einnahme der Antibabypille, da sie andere Medikamente einnehmen müssen. Halten Sie bitte erst Rücksprache. Bei Anwendung von Antibiotika kann z.B. die Aufnahme der Pille beeinträchtigt werden. Benutzen Sie aber trotzdem die Pille weiter und verhüten Sie im Zweifelsfall noch mit anderen Verfahren wie z.B. Kondomen.

Pille und Thromboserisiko: Auf Grund der Komplexität des Themas ist immer eine individuelle Beratung / Beurteilung der Risiken im Gespräch mit Ihrem Frauenarzt vorzunehmen. Das Thromboserisiko ( Gerinnung von Blut in einem Blutgefäß mit daraus folgender Verstopfung ) steigt deutlich mit dem Alter an. Bei 20 jährigen ist das Risiko sehr gering, mit 80 Jahren sehr hoch. Ohne Risikofaktoren liegt das Thromboserisiko bei circa 1-5 Fälle/ 10.000 Frauenjahre, unter der Pilleneinnahme bei 5-12 Fällen, in der Schwangerschaft bei 5-20 Fällen und die ersten Wochen nach der Entbindung bei 40-60 Fällen. Weitere Risiken wie Rauchen und erhöhtes Körpergewicht, Bluthochdruck, Gerinnungsstörungen –risiken oder Bettlägerigkeit / Gipsverbände an den Beinen oder vergleichbares steigern das Thrombose/ Embolie Risiko zusätzlich deutlich. Das Thromboserisiko hängt primär von den Östrogenen ab. Durch die Anwendung von reinen Gestagen scheint das Risiko wenn überhaupt nur minimalst erhöht zu sein. Generell ist das Risiko einer venösen Thromboembolie im ersten Anwendungsjahr der Pille am höchsten. Bei einem Wechsel auf eine andere Pille sollte keine Einnahmepause ( außer der üblichen Pillenpause ) stattfinden. Bei Operationen und sonstigen Risiken wie Bein im Gipsverband sollte auf eine ausreichende Thromboseprophylaxe geachtet werden.

Besonderheiten: Pillen, die das Gestagen Cyproteronacetat enthalten: Diese Pillen dürfen nach Herstellerangaben nur eingesetzt werden, wenn es sich um eine ausgeprägte Form der Akne handelt, die anders nicht ausreichend zu behandeln ist. Die Therapiedauer sollte nicht länger als 3-4 Monate nach Erreichen des Therapieerfolges dauern. Danach sollte wieder auf eine andere Pille umgestellt werden. Dies wird dann bei der Rezeptausstellung besprochen.

Risiken: Beachten Sie bitte auch die Warnhinweise im Beipackzettel Ihres Hormonpräparats. Bei Rauchern, Thromboseneigung, Bluthochdruck, vorbestehenden Erkrankungen oder sonstigen Auffälligkeiten sollten Sie vor Einnahme eines Präparats unbedingt zu einem Gespräch vorbeikommen. Die Pille erhöht das Thromboserisiko. Siehe auch Beipackzettel, der in jeder Pillenpackung beiliegt. Nehmen Sie niemals eine Pille von einer Bekannten, die diese scheinbar problemlos verträgt. Für die Verschreibung und Kontrolle ist Ihr Frauenarzt zuständig. Bei längerer Immobilisation ( z.B. Flugreisen oder Gips am Bein ) kann eine zusätzliche Thromboseprophylaxe notwendig sein.

Generell sollten Sie mich bei Zweifelsfällen anrufen oder kurz vorbeikommen, damit die Situation besprochen werden kann. An dieser Stelle können nur allgemeine Hinweise wiedergegeben werden, die im Einzelfall nicht gültig sein können. Diese Hinweise ersetzen nicht die Beratung durch den Frauenarzt!

Allgemeine Hinweise: (für die traditionellen Pillen – für einige neuere Pillen gelten etwas veränderte Regeln. Bitte beachten!)

Einnahmebeginn
Erstanwenderin: Die Einnahme der Pille beginnt mit dem ersten Tag der Periode. Sind die 21 Dragees am Ende des Zyklus aufgebraucht, sollte nach wenigen Tagen Ihre Periode kommen. Sie beginnen mit der neuen Packung nach 7 Tagen Pillenpause- zunehmend gibt es Präparate mit nur 4 Tagen Pillenpause. Im ersten Anwendungsmonat kommt es häufig zu Zwischen/ Schmierblutungen auch außerhalb der Periode. Dies ist nicht besorgniserregend und gibt sich meist von alleine. Bei anhaltenden Blutungsproblemen auch nach den ersten zwei Anwendungsmonaten muss ein Präparate Wechsel erwogen werden. Reine Gestagen Pillen mit 28 Tbl. werden dagegen durchgehend ( ohne Pause ) eingenommen. Die Periodenblutung bleibt meist aus. Pillen mit 24 Dragees und 4 wirkstofffreien (also insgesamt 28 Drg ) oder 21 Dragees und 7 wirkstofffreien Dragees ( ebenfalls in der Summe 28 Drg. ) werden durchgehend eingenommen. Der Periode kommt während der Einnahme der wirkstofffreien (meist weißen) Dragees. Bitte beachten Sie immer den Beipackzettel. Hier finden Sie die genauen Hinweise für Ihre Pille. ( Verfügbare Pillenverabreichungsformen: 21/7 (21 Pillen- 7 Tage keine Pille); 21+7 (21 Pillen + 7 Tage wirkstofffreie Pille); 24+4 (24 Pillen + 4 wirkstofffreie Pillen); 28 ( 28 Pillen für die Dauereinnahme )

Präparate Wechsel: Sie beginnen nach der 7-tägigen Pause mit der Einnahme des neuen Präparats. Bitte besprechen Sie immer mit Ihrem Frauenarzt einen Präparate Wechsel – bitte nicht einfach die Pille der Freundin einnehmen. Bei genau gleichen Inhaltsstoffen aber anderer Verpackung/Marke ist ein Wechsel jedoch problemlos möglich. Zunehmend sind Patente für viele Pillen abgelaufen und andere Hersteller bieten eine Pille mit gleicher Zusammensetzung zu evtl. deutlich günstigeren Preisen an. Die Pillengröße und auch Farbe und Oberfläche der Pillen können dabei leicht variieren. Ein Präparatewechsel liegt dann vor, wenn Sie z.B. eine Pille mit anderen Wirkstoffen nehmen. Sind die Wirkstoffe und Menge aber gleich, handelt es sich nicht um einen Wechsel. Zahlreiche Pillen werden mittlerweile durch andere Hersteller auf den Markt gebracht, da das „Patent“ abgelaufen ist. Teilweise sind dadurch die Preise um 50% gefallen. Von der Wirksamkeit oder Verträglichkeit verändert sich nichts für Sie. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie das teuere Präparat oder das Nachahmerpräparat kaufen möchten, sofern der Austausch auf dem Rezept durch ein Kreuz im aut idem Feld nicht ausdrücklich ausgeschlossen wurde.

Umsteigerin von Gestagen Pille / Implantat: Beginn bei Beendigung des vorher benutzten Präparats.

Welche Pille ist die Richtige ?

Die ideale Pille für Sie erkennen Sie daran, dass Sie keinerlei unangenehme Wirkungen während der Pilleneinnahme feststellen. Ihr Gewicht bleibt nahezu konstant, die Periode ist weniger lang bzw. schmerzhaft, es fallen keine (neuartigen oder öfter auftretenden ) Kopfschmerzen auf, es gibt keine wiederkehrenden Zwischen/ Schmierblutungen oder Brustspannen. Jede Frau hat unterschiedliche Vorstellungen: einige möchten die monatliche Periodenblutung, andere dagegen können bestens darauf verzichten. Einige Frauen möchten Tablettenform, andere Pflaster oder Spritzen, Scheidenring, Stäbchen unter der Haut oder Spirale. Nach einer Vorabauswahl muss dann getestet werden, ob Sie mit einem Präparat zufrieden sind oder nicht. Leichte Blutungsstörungen in der Anfangsphase können unter allen Präparaten kurzzeitig auftreten. Beobachten Sie sich in den ersten 2 Anwendungsmonaten genau- Sie erleichtern damit eine evtl. erforderliche Umstellung auf ein anderes Präparat. Haben Sie den Mut, bei Beschwerden die Pille auf eine andere umzustellen. Der Aufwand lohnt sich bestimmt. Reine Gestagen Präparate können prämenstruelle Beschwerden vermeiden, ebenso Brustspannen oder andere Symptome, die auf Östrogene ( die bei dieser Pille fehlen ) zurückzuführen sind. Dagegen ist das Blutungsverhalten nicht genau vorhersehbar ( häufig keine Blutung mehr, gelegentlich aber ständiges Spotting ). Vermeiden Sie aber genauso, eine Pille zu wechseln, wenn sie gut damit zurechtkommen.

Pilleneinnahme bei Flugreisen mit Zeitverschiebung

Bitte halten Sie möglichst die Einnahmeabstände ein. Bei Zeitverschiebungen wie Flügen außerhalb von Europa nehmen Sie bitte die Pille entweder weiter im 24 stündigen Abstand ( entsprechend der dt. Ortszeit ) ein oder verschieben Sie die Pilleneinnahme schrittweise um 4-8 Stunden/pro Tag, damit Sie die Pille am Urlaubsort wieder zur gewohnten Zeit einnehmen können. Bis 12 Stunden Einnahmeverschiebung beeinträchtigt die Sicherheit der Pille nicht. Bei einigen Frauen treten jedoch bei größeren Zeitverschiebungen (leichte) Zwischenblutungen auf.

Verhalten bei Einnahmefehlern

Generell gilt: Nach sieben Tagen korrekter Anwendung (kein Durchfall, kein Erbrechen, keine Antibiotikaeinnahme, keine vergessene Einnahme) sollte wieder Verhütungsschutz bestehen.

Pilleneinnahme bei Durchfall ± Erbrechen:

Je nach Abstand zwischen Pilleneinnahme und o.g. Beschwerden kann die Wirkung der Pille beeinträchtigt werden und der Verhütungsschutz kann dadurch u.U. verloren gehen. Daher sollten Sie sicherheitshalber in dieser Phase der „unsicheren“ Aufnahme des Präparats sowie für die anschließenden Tage zusätzliche Verhütungsmaßnahmen ergreifen. siehe auch Verhalten bei vergessener Pilleneinnahme.

Anwendungsfehler:

Allgemeine Hinweise ersetzen keine persönliche individuelle Beratung!

Halten Sie bitte folgende Daten bereit:
Erster Tag der letzten Blutung Name der Pille Pille an welchem Einnahmetag vergessen Einnahme nachgeholt ?

Verspäteter Einnahmebeginn: Haben Sie den pünktlichen Beginn der Einnahme der Pille vergessen, beginnen Sie baldmöglichst z.B. einen Tag später als vorgesehen mit der Einnahme. Sicherheitshalber sollten Sie aber zusätzlich für 7 Tage verhüten. Hatten Sie Geschlechtsverkehr müssen Sie evtl. die Pille danach nehmen.

Einnahmefehler in der ersten Woche: Wurde 1 Dragee vergessen, sollten Sie die Einnahme innerhalb von 12 h nachholen (nur bei einer einzigen Pille gibt es ein Zeitfenster von 24 h). Wird die Einnahme erst später nachgeholt, sollten für die nächsten 7 Tage z.B. Kondome benutzt und ggfs. bei stattgefundenem Verkehr evt. auch die Pille danach genommen werden. Nach > 7 Tagen regulärer Einnahme der Pille besteht wieder Verhütungsschutz

Einnahmefehler in der zweiten Woche: Bei zuvor regelmäßiger Einnahme in der vorausgegangenen 7 Tagen sollten Sie für die nächsten 7 Tage gerechnet ab vergessener Einnahme zusätzlich verhüten. Die Pille danach ist in der Regel nicht (unbedingt) erforderlich.

Einnahmefehler in der dritten Woche: Sie haben u. U. keinen Schutz in der nächsten Einnahmepause zwischen den Pillenpackungen. In diesem Fall können Sie statt der Einnahmepause:

a) sofort mit der neuen Packung beginnen Es besteht dann trotzdem in der Regel ausreichender Schutz. b) Alternativ könnten Sie auch nach der vergessenen Pille die Einnahme abbrechen und beginnen dann mit einer neuen Packung nach 7 Tagen einen neuen Zyklus.

Verschieben der Periode: z.B. wegen anstehendem Urlaub, Sportwettkampf, Hochzeit etc. Nicht empfehlenswert, wenn Sie bisher keine Pille eingenommen haben. Lassen Sie sich bitte persönlich beraten.

Langzyklus: mit einigen aber nicht mit allen Präparaten ist auch ein Langzyklus möglich, so dass Sie nur noch 4 Mal im Jahr Ihre Blutungen haben. Sprechen Sie mich bitte darauf an.

Blutung unter Pilleneinnahme: Kommt es während der regelmäßigen Pilleneinnahme zu einer kurzen Zwischenblutung / Schmierblutung, haben Sie in der Regel trotzdem vollen Schutz. Häufig ist dies in den ersten zwei Anwendungsmonaten einer neu eingenommenen Pille der Fall. Tritt die Zwischenblutung wiederholt in den einzelnen Zyklen auf, muss eine Umstellung auf ein anderes Präparat erwogen werden.

Keine Blutung in der Pillenpause: erfordert eine Abklärung durch gynäkologische Untersuchung und evt. Ultraschall. bzw. einen Schwangerschaftstest, den Sie bei uns durchführen lassen können. Bei vielen Frauen vermindert sich unter Pilleneinnahme die Dauer und Stärke der Blutung, es kann auch sein, daß die Periode ganz ausbleibt, ohne dass dies Anlass zur Besorgnis geben muß.

=> „Pille danach“

Bei ungeschütztem Verkehr ( keine Antibabypille eingenommen, Einnahme der Antibabypille vergessen, Versagen der lokalen Maßnahmen -Kondom geplatzt ). Sollte innerhalb von 48 Stunden (max. 72 h ) eingenommen werden. Seit 2010 gibt es ein Präparat, mit einem Zeitfenster von 120 h . Das Zeitfenster hat sich dadurch erheblich vergrößert. Melden Sie sich bitte dennoch umgehend zur nächsten Sprechstundenzeit. Warten Sie nicht unnötig 2 Tage ab, bis Sie die Angst vor einer Schwangerschaft erfasst: Die Wirksamkeit der „Pille danach“ ist am Höchsten, wenn der Eisprung noch nicht stattgefunden hat. Hat der Eisprung bereits stattgefunden, kann eine Befruchtung/ Einnistung nicht mehr sicher verhindert werden.

-> Beachten Sie bitte, dass bei deutlich übergewichtigen Frauen (BMI ab >35) die Wirksamkeit der Pille nachlässt. Gleiches gilt auch für die Einnahme von bestimmten Medikamenten gegen Epilepsie, Pilzerkrankungen, HIV, Tuberkulose aber auch pflanzliche Präparate. Alternativ bietet sich auch in dieser Phase das Einlegen einer Spirale an. Hierbei handelt es sich jedoch um einen „off label use“.

-> Bitte beachten Sie, dass nach Einnahme der Pille danach für den Rest des Zyklus mit lokalen Maßnahmen zusätzlich verhütet werden muss.

Die Anwendung der „Pille danach“ ist für Notfälle und auch nur einmalig in einem Zyklus zugelassen. Lesen Sie bitte genau den Beipackzettel bezüglich der Kontraindikationen und möglichen Nebenwirkungen. Sollten Sie innerhalb von 3 Stunden nach der Einnahme erbrechen müssen, müssen Sie die Pille erneut einnehmen. Der Zyklus kann durch die Pille danach verändert werden. Verschiebungen von ± 5 Tagen sind gut möglich. Wir raten dringend von Selbstmedikationen ab.

Pflaster: Sollten Sie einen Pflasterwechsel vergessen haben, können Sie diesen innerhalb von 24 h nachholen. Die Pflaster zur wöchentlichen Applikation enthalten immer noch eine gewisse Reserve. Wird der Wechsel mehr als 24 Stunden vergessen, ist der Verhütungsschutz beeinträchtigt und Sie sollten sicherheitshalber zusätzlich alternative Verhütung benutzen.

Depot Gestagene: oder 3 Monatsspritze. Sie sollten möglichst die Zeitspanne von 90 Tagen ± wenige Tage einhalten. Wir bieten Ihnen dazu einen Recall Service per SMS an.

Kosten: Ab dem 22. Geburtstag (bisher 20. Geburtstag) wird die Pille als Verhütungsmittel nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen. Auch wenn Sie die Pille nicht wegen der Verhütung sondern z.B. wegen starken Schmerzen bei der Monatsblutung einnehmen sollten, übernimmt die Kasse diese Kosten nicht. Formaljuristisch hat eine Pille fast ausschließlich die Zulassung „Kontrazeption“ = Verhütung. Siehe auch Beipackzettel in der Pillenpackung unter Anwendungsgebiete. Jede andere Anwendung zum Beispiel Schmerzen bei der Periode oder extrem starke Monatsblutung oder bei Endometriose kann medizinisch empfehlenswert sein, würde aber einem „off label use“ entsprechen. Bei einem „Off label use“ jedoch darf lt. aktuellem Recht die Verordnung nur auf Privatrezept erfolgen, ausgenommen die Fälle, die „lebensbedrohlich und nicht anders therapierbar sind“ oder „bei Krankheiten, die regelmäßig tödlich enden“. Anträge zur Kostenübernahme der Pille bei den verschiedenen Krankenkassen verlaufen bei den nur o.g. Ausnahmen wenig erfolgversprechend, da durch die medizinischen Dienste der Kassen auf die Off label Situation hingewiesen wird. Die Preise für die Antibabypille/Hormonanwendungen liegen (nur als Orientierungshilfe) je nach Präparat und Hersteller zwischen 25€ und 80 € für die 6 Monatspackung. Die „Pille danach“ kostet zwischen 18 und 36 Euro je nach Präparat.

Bei starkem Durchfall ist die Antibabypille wirkungslos. Dann verlässt die Pille den Körper, bevor im Magen-Darm-Trakt die Hormone in ausreichender Menge aufgenommen wurden. Doch wann Durchfall wirklich Durchfall ist und ab wann der Empfängnisschutz nicht mehr gewährleistet wird, lesen Sie hier.

Die Pille ist ein beliebtes und sicheres Verhütungsmittel bei Frauen. Etwa 38 Prozent der Frauen im Alter zwischen 14 und 44 Jahren benutzen es. Von 100 Frauen, die ein Jahr lang die Pille ohne Fehler einnehmen, wird weniger als eine Frau schwanger. Damit die Pille wirkt, muss sie allerdings ausreichend lange im Körper verweilen. Durchfall ist für den Verhütungsschutz daher ein ebenso großes Risiko wie das Erbrechen der Pille.

Die Sechs-Stunden-Regel

Für die Pilleneinnahme bei Durchfall gilt die Sechs-Stunden-Regel: „Drei bis sechs Stunden braucht der Körper, um die notwendige Hormondosis aufzunehmen. Dabei ist die Aufnahme abhängig davon, was die Frau zuvor gegessen hat. Abhängig von der Nahrung dauert die Magen-Darm-Passage eine bis sechs Stunden und erst im Dünndarm wird die Pille resorbiert. Kommt es vor dieser Zeit zu Durchfall, kann man sich auf die Wirkung der Antibabypille nicht verlassen“, erklärt Professorin Bettina Toth.

Sie ist Direktorin der Universitätsklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin in Innsbruck und Expertin der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. Da es hierzu keine großangelegten Studien gibt, rät die Expertin zur Sicherheit zur Sechs-Stunden-Regel.

Um Durchfall handelt es sich laut Toth dann, wenn es zu wässrigem Stuhlgang kommt: „Ab drei Durchfällen, also flüssigem Stuhlgang, innerhalb von 24 Stunden ist die Wirksamkeit der Pille gefährdet. Ist der Stuhlgang nur weich oder breiig, hat dies in der Regel keine Auswirkungen auf die Pillenwirkung.“ Die Sechs-Stunden-Regel gilt auch bei Erbrechen. Konkret bedeutet das: Die Pille sollte mindestens sechs Stunden im Körper sein, damit eine sichere Wirkung vorliegt.

Pille einfach nachnehmen?

Bei Durchfall und Erbrechen gibt es die Möglichkeit, eine Pille nachzunehmen. Die meisten kombinierten Pillen haben eine „Toleranzzeit“ von bis zu zwölf Stunden, in der Frauen die Pille nachnehmen können. Da es viele verschiedene Pillenpräparate mit ganz unterschiedlichen Hormondosierungen gibt und auch die Zeitabstände zwischen zwei Pilleneinnahmen von Präparat zu Präparat schwanken können, sollte man die Packungsbeilage gründlich lesen und weitere Maßnahmen mit seinem Frauenarzt schon bei der Erstverschreibung besprechen, um auf Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Nach Durchfall und Erbrechen bietet Kondom Schutz

„Bei Durchfall und Erbrechen ist es auch möglich, die Pille vaginal einzuführen, auch wenn es hierzu keine größeren Studiendaten gibt“, sagt Toth. „Grundsätzlich empfehlen wir aber immer, bis zur nächsten Blutung mit Kondom zu verhüten.“ Auch wenn der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet ist, sollten Frauen den Pillen-Blister zu Ende nehmen, da sonst der Körper aus seinem Rhythmus kommt.

  • Tipp: Im Fall von Erbrechen und Durchfall nach der Pilleneinnahme ist es praktisch, einen Ersatz-Blister zu haben. Aus diesem kann bei Bedarf eine Pille entnommen werden, ohne dass dem aktuellen Blister eine Pille fehlt. In einer Schutzhülle im Kosmetikbeutel oder in der Handtasche aufbewahrt, haben Frauen so immer eine „Ersatz-Pille“ zur Hand.

Wirkungslose Pille durch Antibiotika

Neben Durchfall und Erbrechen stellt auch die Einnahme von Antibiotika ein Risiko für den Verhütungsschutz dar. Das Medikament kann in die Funktion des Magen-Darm-Trakts eingreifen und die Hormonaufnahme stören. „Hinzu kommt, dass Östrogen und Gestagen unter der Einnahme von bestimmten Antibiotika schneller vom Körper abgebaut werden, da Antibiotika in den Leberstoffwechsel eingreifen“, sagt die Gynäkologin.

Außerdem gehört Durchfall zu den häufigen Nebenwirkungen von Antibiotika. Zwischen- oder Abbruchblutungen können ein Hinweis darauf sein, dass das Antibiotikum den Empfängnisschutz der Pille beeinträchtigt. Wer Antibiotika einnehmen muss und die Pille nimmt, sollte daher zur Sicherheit bis zum nächsten Zyklus zusätzlich mit Kondom verhüten.

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Pille und Durchfall oder Erbrechen

Die Hormone der Antibabypille gelangen durch den Magen-Darm-Trakt ins Blut und verteilen sich so im gesamten Körper. Je nach Zusammensetzung tritt die vollständige Wirkung etwa nach drei bis vier Stunden ein. Wenn es während dieser Zeit zum wiederholten, starken Durchfall oder Erbrechen kommt, wird die Wirkung der Pille abgeschwächt und es kann zur ungewollten Schwangerschaft kommen.

Ob es wirklich bei Erbrechen und Durchfall zur Abschwächung der Wirkung kommt, hängt vom Auftreten der Magen-Darm-Beschwerden und vom Zeitpunkt der Einnahme der Pille ab. Tritt der Durchfall kurz nach der Pilleneinnahme ein, wurden die Hormone noch nicht vollständig resorbiert und wahrscheinlich ausgeschieden. Dadurch wird die Pille unwirksam. Setzen Erbrechen und Durchfall erst nach vier Stunden der Pilleneinnahme ein, hat der Körper die Hormone vollständig aufgenommen und es ist nichts zu befürchten.

Kommt es hingegen nach der Einnahme der Pille in den darauf folgenden drei bis vier Stunden zu kurzzeitigem Erbrechen oder Durchfall, kann eine weitere Pille eingenommen werden. Natürlich vorausgesetzt, dass man sich nicht mehr übergeben muss oder den Darm wässrig entleert. Zwischen der erneuten Einnahme einer Pille und der normalen Einnahmezeit sollten nicht mehr als zwölf Stunden liegen.

Halten die Gesundheitsprobleme an, sollten Frauen zusätzlich mit einem Kondom verhüten. Wichtig ist, die angefangene Packung zu Ende zu nehmen, die regulären sieben Tage zu pausieren und anschließend eine neue Packung zu beginnen. Bestehen die Probleme über das Ende der angefangenen Packung hinaus, wird angeraten, während der Einnahmepause und weiteren sieben Tagen zusätzlich zu verhüten. Denn nur so besteht ausreichender Empfängnisschutz.

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Pille und Durchfall

Bei Durchfall oder Erbrechen in den ersten drei bis vier Stunden nach Pilleneinnahme sollte so gehandelt werden, als ob die Einnahme vergessen wurde. Was das genau bedeutet, hängt von der jeweiligen Pillensorte ab.

Minipille und Durchfall

Bei der Minipille mit dem Wirkstoff Levonorgestrel ist die regelmäßige Einnahme sehr wichtig. Wird das Präparat mit einer dreistündigen Verspätung eingenommen, besteht bereits die Gefahr einer Schwangerschaft. Wenn Durchfall oder Erbrechen die Wirkstoffe der kurz zuvor eingenommenen Minipille aus dem Körper spülen, erhöht sich das Risiko ebenfalls. In diesem Fall sollten Sie innerhalb der nächsten drei Stunden nochmals eine Minipille mit Levonorgestrel schlucken.

Die Minipille mit Desogestrel sollte bei Durchfall und Erbrechen innerhalb der nächsten zwölf Stunden erneut eingenommen werden.

Falls die Pille nicht nach spätestens drei Stunden (Levonorgestrol) oder zwölf Stunden (Desogestrel) geschluckt wird, ist die zusätzliche Verhütung mit beispielsweise Kondomen für die nächsten sieben Tage ratsam.

Mikropille und Durchfall

Wurde die Mikropille vergessen oder haben Durchfall und Erbrechen die Wirkstoffe ausgeschwemmt, sollte das Hormonpräparat so rasch wie möglich innerhalb der nächsten zwölf Stunden nachgenommen werden. Auch hier gilt: Wenn die Zwölf-Stunden-Frist versäumt wird, sollte zusätzlich mit Kondomen verhütet werden.

Mögliche Probleme

Entscheidend ist, welches Pillenpräparat eingenommen wird und in welcher Zykluswoche die Einnahme vergessen wurde.

Mikropille vergessen

Wer in der 1. Zykluswoche die Pilleneinnahme vergisst, sollte während der nächsten 7 Einnahmetage vorsichtshalber zusätzliche Verhütungsmittel anwenden. Fand in der Woche vor der vergessenen Einnahme Geschlechtsverkehr statt, sollte man sofort einen Frauenarzt aufsuchen. In dieser Zeit ist der Schleimpfropf am Gebärmutterhals noch nicht ausgebildet und für Spermien durchlässig. Diese sind bis zu 5 Tagen in der Gebärmutter überlebensfähig.

Wenn die Pille in der 2. Woche vergessen wurde, besteht der Verhütungsschutz weiterhin, sofern die 7 Pillen zuvor korrekt eingenommen wurden.

Bei Anwendungsfehlern in der 3. Zykluswoche besteht das Risiko in der darauffolgenden Einnahmepause schwanger zu werden. Die Einnahmepause sollte dann vorgezogen oder ausgesetzt werden. Wenn Sie die 7-tägige Pause vorziehen, brechen Sie die Einnahme aus der aktuellen Blisterpackung ab und nehmen die nach dem Einnahmefehler noch verbliebenen Tabletten nicht mehr ein. Der Tag, an dem Sie die Tablette vergessen haben, wird dann als erster Tag der 7-tägigen Pause gezählt. Bei Aussetzen der Pause wird die Einnahme mit der nächsten Monatspackung fortgesetzt.

Wird keine der beiden Varianten gewählt, muss während der Pause und weitere 7 Tage danach zusätzlich verhütet werden.

Minipille vergessen

Bereits bei einmaligem Vergessen der Minipille ist ein sicherer Empfängnisschutz nicht mehr gewährleistet. Dann sind bis zur nächsten Menstruation zusätzlich Verhütungsmethoden erforderlich.

Durchfall und Erbrechen

Bei Erbrechen oder starkem Durchfall kann die Wirksamkeit der Pille beeinträchtigt sein. Wenn die Pilleneinnahme länger als vier Stunden zurückliegt, ist der Empfängnisschutz allerdings weiterhin gegeben. Ist jedoch Durchfall oder Erbrechen innerhalb von vier Stunden nach der Pilleneinnahme passiert, ist es möglich, dass der Körper die Pille noch nicht aufnehmen konnte. In diesem Fall sollte eine weitere Pille eingenommen werden. Allerdings muss beachtet werden, dass für die verschiedenen Pillenpräparate unterschiedliche Zeitfenster gelten: Die Pille und die Minipille (Desogestrel) müssen spätestens zwölf Stunden nach ihrem üblichen Einnahmezeitpunkt, die Minipille (Levonorgestrel) spätestens drei Stunden danach eingenommen werden.

Wenn Erbrechen und Durchfall länger andauern, müssen Sie davon ausgehen, dass Ihre Pille in diesem Zyklus nicht mehr wirkt. Verhüten Sie an den restlichen Tagen zusätzlich mit Kondomen. Damit Ihr Hormonhaushalt nicht unnötig durcheinander gerät, sollten Sie die Pillen der angefangenen Packung trotzdem weiter wie gewohnt einnehmen.

Pille vergessen – was muss ich beachten?

Das Wichtigste im Überblick

  • Ob der Verhütungsschutz noch besteht hängt vom Zeitpunkt im Zyklus ab.
  • Je nach Pillenart kann die Pille innerhalb von 12 bzw. 3 Stunden nachgenommen werden.
  • Im Langzyklus ist ein Vergessen meist unproblematisch.

Die Antibabypille ist das in Deutschland am häufigsten angewandte Verhütungsmittel. Mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 gilt sie als eine der sichersten Verhütungsmethoden.

Um zuverlässigen Schutz vor einer ungeplanten Schwangerschaft zu bieten, muss die Pille jeden Tag möglichst zur selben Uhrzeit eingenommen werden. Entsprechend schnell kann es zu Vergessen und damit Einnahmefehlern kommen.

Was ist zu beachten, wenn ich die Pille vergessen habe?

Sobald Ihnen auffällt, dass Sie vergessen haben, eine Pille einzunehmen, sollten Sie dies schnellstmöglich nachholen. Bei den meisten Pillen ist der Empfängnisschutz nicht beeinträchtigt, wenn die vergessene Pille innerhalb von zwölf Stunden eingenommen wird. Bei Minipillen beträgt dieses Zeitfenster nur drei Stunden.

Zwischen den Zeitpunkten der Pilleneinnahme sollten nie mehr als 36 Stunden liegen. Die nächste Pille nehmen Sie wieder zur gewohnten Zeit ein. Mehr dazu finden Sie weiter unten unter “Tipps zur regelmäßigen Pilleneinnahme”.

Wurde der Einnahmezeitpunkt um mehr als zwölf bzw. drei Stunden überschritten, schützt Sie die Pille unter Umständen nicht mehr wie gewohnt vor ungewollten Schwangerschaften.

Grund hierfür ist das starke Absinken des Hormonspiegels durch die fehlende Einnahme. Die vergessene Pille sollte dennoch nachträglich eingenommen werden. Ob der Empfängnisschutz der Antibabypille noch gegeben ist, hängt vor allem davon ab, zu welchem Zeitpunkt im Zyklus die Pille vergessen wurde.

Pille in der ersten Woche vergessen

Wurde die Pille in der ersten Einnahmewoche vergessen oder zu spät eingenommen, ist der Empfängnisschutz nicht mehr ausreichend gegeben. In den nächsten 7 Tagen sollte zusätzlich zur Pilleneinnahme mit einem weiteren Verhütungsmittel, z. B. Kondomen, verhütet werden. Wird die Pille danach zumindest für eine Woche korrekt eingenommen ist der Empfängnisschutz wieder gesichert.

Warum besteht in der ersten Woche ein Schwangerschaftsrisiko?

Wenn Sie die Pille in der ersten Woche vergessen und Geschlechtsverkehr gehabt haben, besteht das Risiko einer Schwangerschaft. Zur Befruchtung der Eizelle kann es dadurch kommen, dass der Schleimpfropf am Gebärmutterhals während der vorangegangenen Pillenpause für Spermien durchgängig geworden ist. Diese können bis zu fünf Tage im Körper der Frau überleben.

In diesem Fall ist es sinnvoll, Rat bei einem Facharzt zu suchen. Dieser wird Ihnen möglicherweise die Pille danach anbieten. Diese kann es auch rezeptfrei in der Apotheken erworben werden. Mit einem Rezept vom Gynäkologen wird die Pille danach jedoch von der Kasse erstattet.

Pille in der zweiten Woche vergessen

Wenn Sie die Pille in der zweiten Einnahmewoche vergessen, besteht kein Risiko für eine Schwangerschaft. Es müssen also keine weiteren verhütenden Maßnahmen ergriffen werden.

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Einnahme in der ersten Woche stets korrekt erfolgt ist, also keine Pille vergessen wurde.

Pille in der dritten Woche vergessen

Wenn die Pille in der dritten Woche vergessen wird, ist ihre empfängnisverhütende Wirkung nicht gemindert. Auch hier gilt, dass die Einnahme zuvor stets korrekt gewesen sein muss.

In diesem Fall können Sie sich zwischen zwei Vorgehen entscheiden: Zum einen können Sie die Pillenpause vorziehen. Das heißt, die vergessene Pille wird nicht nachträglich eingenommen. Stattdessen folgt sofort die einwöchige Einnahmepause, in der die Regelblutung auftritt. Danach setzen Sie die Einnahme wie gewohnt fort.

Zum anderen können Sie die vergessene Pille so schnell wie möglich nachträglich einnehmen. Auch die restlichen Tabletten des Blisters schlucken Sie wie gewohnt. Nach Aufbrauchen der Packung legen Sie jedoch keine Pillenpause ein, sondern beginnen direkt mit dem nächsten Blister. Sobald dieser aufgebraucht ist, machen Sie wie gewohnt eine siebentägige Pause.

Die Pillenpause sollte nie länger als sieben Tage dauern. Für einen zuverlässigen Schutz ist es wichtig, dass die Pille zu Beginn der Einnahme mindestens sieben Tage am Stück fehlerfrei eingenommen wurde.

Pille im Langzeitzyklus vergessen

Falls Sie die Antibabypille im Langzeitzyklus nehmen, ist eine vergessene Pille meist wenig problematisch. Für den Fall, dass Sie eine Pille in der ersten Woche nach oder in der letzten Woche vor der Pillenpause vergessen haben, folgen Sie bitte den Anweisungen der Abschnitte “Pille in der ersten Woche vergessen” oder “Pille in der dritten Woche vergessen”. Das bedeutet, Sie nehmen die Pille innerhalb von zwölf Stunden, bzw. drei Stunden bei Minipillen, nach. Wird dieser Zeitraum überschritten, sollten Sie die Pille trotzdem nachträglich einnehmen und die nächsten sieben Tage zusätzlich ein Kondom zur Verhütung nutzen.

Planen sie eine Pillenpause können Sie diese jetzt vorziehen oder die Pille weiter durchnehmen und die Pause erst nach dem nächsten Blister beginnen.

Bin ich trotz Durchfall und Erbrechen geschützt?

Leiden Sie in den ersten vier Stunden nach der Pilleneinnahme unter Durchfall oder Erbrechen, besteht die Möglichkeit, dass die Wirkstoffe der Pille ausgeschieden werden, ohne vorher vollständig vom Körper aufgenommen worden zu sein.

Aus diesem Grund sollte schnellstmöglich eine weitere Pille eingenommen werden. Auch hier gilt: Wird die Pille mehr als zwölf Stunden (beziehungsweise drei Stunden für die Minipille) nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt eingenommen, kann ist empfängnisverhütende Schutz nicht mehr garantiert.

Tipps zur regelmäßigen Pilleneinnahme

Die regelmäßige Einnahme der Antibabypille ist entscheidend für die Vermeidung ungewollter Schwangerschaften.

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen, die Pille nicht zu vergessen: Wählen Sie zur Einnahme einen für Sie passenden Zeitpunkt. Besonders geeignet sind Zeiten, die von Routine geprägt sind und in denen Sie Ruhe haben – beispielsweise abends vor dem Schlafengehen oder morgens nach dem Aufstehen.

Bewahren Sie den Pillenblister an einem Ort auf, der zu Ihrer individuellen Einnahmezeit passt und in Ihre alltägliche Routine eingebunden ist. Dies kann zum Beispiel auf dem Nachttisch oder neben der Zahnbürste im Bad sein. Sie können sich einen Wecker auf dem Handy stellen, der jeden Tag zur selben Zeit klingelt oder auf eine Zyklus-App zurückgreifen. Auch Erinnerungen in Form von Post-its oder eines Kalendereintrags können hilfreich sein.

Es ist außerdem ratsam, eine Reserve der Antibabypille im Portemonnaie aufzubewahren. So kann eine vergessene Pille auch unterwegs schnell nachträglich eingenommen werden.

Was kann ich tun, wenn ich eine Pille zu viel genommen habe?

Versehentlich eine Pille zu viel zu nehmen, ist ein weitaus kleineres Problem, als die Einnahme zu vergessen. Es ist in diesem Fall wichtig, darauf zu achten, dass der Einnahmezyklus von 28 Tagen eingehalten wird.

Die Pillenpause, in der keine Einnahme erfolgt und sich üblicherweise die Menstruationsblutung einstellt, darf nicht länger als sieben Tage sein. Um die zu viel eingenommene Pille zu ersetzen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie benutzen eine Pille aus einer Reservepackung und nehmen diese wie gewohnt am Folgetag ein oder Sie beginnen mit der Pillenpause einen Tag früher.

Im letzten Fall verschiebt sich Ihr Zyklus um einen Tag nach vorne. Bei keiner der beiden Optionen dürfen Sie die Pillenpause von sieben Tagen verlängern.

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