Pille ohne periode

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Die Schleimhautklumpen sind ganz normal. Während des Zyklus baut sich die Gebärmutterschleimhaut auf und nimmt beachtlich an Dicke zu. Das dient dem Zweck, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen, die sich dann dort einnistet. Geschieht dies nicht, so wird die Schleimhaut abgestoßen. Das heißt, sie reißt sozusagen ab, daher die Periodenblutung. Da die Schleimhaut mit ausgeschwemmt wird, kann man hin und wieder solche Klumpen erkennen.
Sollte deine Blutung nicht nachlassen, so kann das verschiedene Ursachen haben. Vor etwas Schlimmen brauchst du dich aber nicht zu fürchten. Es ist beispielsweise denkbar, dass du starke Blutungen bekommst, weil du die Pille doch nicht verträgst. Auch wenn du vorher mit dem gleichen Wirkstoff verhütet hast, so ist es trotzdem möglich, dass nach der fünfmonatigen Pause der Körper nun mit diesem Präparat nicht mehr zurecht kommt. Dann wäre eine Umstellung eventuell erforderlich. Auch gutartige Geschwulste in der Gebärmutter oder Schleimhautwucherungen können eine starke Menstruation auslösen. Grundsätzlich ist das nicht gefährlich, aber eine lang andauernde, starke Periodenblutung ist für den Körper schon eine Belastung und sollte deshalb mit einem Gynäkologen besprochen werden.
Aber jetzt warte erst mal ab, vielleicht und sogar höchst wahrscheinlich erledigt sich dein Problem nach dem Anbrechen der neuen Pillenpackung von selbst. Vielleicht gibst du mir kurz Bescheid, ich wüsste gerne wie es weiter geht.
Viele Grüße
Tanja1979

Periode verschieben – geht das und wie gesund ist das wirklich?

Sie gehöhrt zu unserem Leben als Frau irgendwie dazu, doch manchmal kündigt sich die Periode genau dann an, wenn wir sie gerade so gar nicht gebrauchen können. Sei es kurz vorm Urlaub, am Hochzeitstag oder bei einer wichtigen Veranstaltung – manchmal passt es mit der Menstruation einfach nicht.

Ist nicht schon allein der regelmäßige Tamponwechsel total nervig, leiden auch viele Frauen vor und während ihrer Periode unter Kopfschmerzen, Krämpfen, Stimmungsschwankungen und Unwohlsein. Gut, dass es Möglichkeiten gibt, die Periode zu verschieben. Wie das geht, ob das wirklich gesund ist und worauf ihr dabei achten solltet, zeigen wir euch hier.

Solltest du kennen: 10 Fakten über den Menstruationszyklus und die Periode

Periode verschieben mit der Pille

Am einfachsten lässt sich die Periode durch die Antibabypille beeinflussen. Mit der Pille ist es möglich, die Periode nach hinten zu verschieben oder sogar ganz auszusetzen. Dafür legt ihr nach den üblichen 21 Einnahmetagen keine siebentägige Pillenpause ein, sondern nehmt einfach einen weiteren Blister ein. Die Periode setzt erst dann wieder ein, wenn der zweite Blister aufgebraucht ist oder ihr die Einnahme vorher unterbrecht.

Wollt ihr nur den Wochentag eurer Periode verschieben, dann könnt ihr die reguläre Pillenpause auch einfach verkürzen. Heißt konkret: Startet an dem von euch gewünschten Wochentag mit der Einnahme eines neuen Blisters. So wird die kommende Periode um einige Tage vorverlegt.

Langzeitzyklus: Bequem, aber auch gesund?

Manche Frauen nehmen die Pille generell als Langzyklus, also drei bis sechs Monate ohne Pause, ein und unterdrücken so ihre Blutung über mehrere Wochen oder Monate. Gerade dann, wenn es vor und während der Blutung zu starken Menstruationsbeschwerden wie Migräne, Stimmungsschwankungen und Brustspannen kommt, ist es sinnvoll, nicht mehr jeden Monat, sondern nur noch alle paar Monate seine Regel zu bekommen.
Die Verhütung wird dabei nicht gefährdet, vielmehr steigt die Sicherheit sogar. Und auch sonst gibt es keinerlei Bedenken, wieso ihr die Pille nicht länger als 21 Tage am Stück einnehmen solltet. Laut den Frauenärzten im Netz hat der „Langzyklus – ebenso wie eine ’normale‘ Pillenanwendung – keine Auswirkungen auf die spätere Fruchtbarkeit.“
Da sich für den Langzeitzyklus nicht alle Präperate gleichermaßen gut eignen, sondern nur Einphasen-Produkte, bei denen jede Tablette die gleiche Wirkstoffkombination besitzt, solltet ihr diese Möglichkeit vorher aber unbedingt mit eurem Frauenarzt besprechen.

Periode verschieben ohne Pille

Wer die Pille nicht nimmt und dennoch seine Periode verschieben oder aussetzen möchte, kann zu gestagenhaltige Hormontabletten greifen. Das bekannteste Präparat ist hier Primolut N, das das Hormon Norethisteron enthält. Die Tabletten sind rezeptflichtig und werden nur in Absprache mit dem Frauenarzt verabreicht.
Das Präparat wird dabei einige Tage vor der erwarteten Menstruation dreimal am Tag eingenommen. Die Hormontabletten sollen so die Regelblutung um etwa zwei Wochen hinauszögern – eine Garantie ist allerdings nicht gegeben. Zudem sollte die Einnahme solcher Tablette nur in wirklichen Außnahmefällen erfolgen, da sie den natürlichen Hormonhaushalt ordentlich durcheinanderbringen können.

Periode verschieben mit natürlichen Hausmitteln

Es gibt auch die Möglichkeit, ganz ohne Hormone den Zyklus zu beeinflussen. Sogenannte Frauenkräuter wie Mönchspfeffer oder Schafgarbe zum Beispiel können die Periode um einige Tage verschieben, wenn sie regelmäßig eingenommen werden – etwa als Tee oder in Tablettenform.

Wie schädlich ist das Verschieben der Periode für den Körper?

Mit der Pille könnt ihr eure Periode beliebig verschieben, was für den Körper nicht weiter schädlich ist. Denn die Periode, die während der Einnahmepause einsetzt, ist eigentlich keine Menstruation, sondern eine Abbruchblutung, die durch den Entzug der Hormone ausgelöst wird.
Wissenschaftler und Mediziner streiten schon lange darüber, wie schädlich ein Verschieben oder ein dauerhaftes Aussetzen der Periode ist. Viele Foscher vertreten hier die Meinung, dass das ständige Menstruieren sowie das Bluten nach 21 Tage Pilleneinnahme lediglich eine Erfindung der Moderne sei, auf die der weibliche Körper eigentlich gar nicht eingestellt ist. Unsere Vorfahrinnen waren die meiste Zeit ihres Lebens entweder schwanger oder stillende Mutter und damit menstruationsfrei. Die Hormone der Pille würden somit einen Naturzustand wiederherstellen.

Wie oft kann man die Periode verschieben?

Frauen, die sich für den Langzeitzyklus entscheiden, können ihre Monatsblutung dauerhaft aussetzen und den Zeitpunkt der Regelblutung beeinflussen. Wer seine Periode wie gewohnt jeden Monat bekommen möchte und nur einmalig zu einem unpassenden Zeitpunkt die Blutung verschieben möchte, kann dies ohne Probleme tun, indem er einfach einen weiteren Pillenblister einnimmt.
Die meisten Ärzte raten dazu, nicht mehr als drei Blister der Pille am Stück einzunehmen, um ein Abbluten zu gewährleisten. Sowieso kann es während dem Durchnehmen der Pille zu Schmier- und Zwischenblutungen kommen. Das ist nicht weiter schlimm und bei den meisten schwachen Präparaten völlig normal. Auch Schwindel, Kopfschmerzen, Erbrechen und Übelkeit können vorkommen,
Es sollte allerdings vermieden werden, die Periode mit hormonhaltigen Tabletten wie Norethisteron häufiger zu verschieben. Am besten ist es natürlich in jedem Fall, wenn ihr euren Körper seinen natürlichem Rhythmus belasst. Besprecht die verschiedenen Optionen am besten mit eurem Frauenarzt.

Auch auf gofeminin: Mach es sicher: Alle Verhütungsmittel im Überblick

Empfindliche Menstruation: Was Pille, Stress und Co. bewirken

Die Regel im Hormonchaos

Vor allem bei jungen Frauen ist die Pille ein beliebtes Verhütungsmittel. Denn sie ist eine sehr zuverlässige, unkomplizierte und stresslose Verhütungsmethode. Apropos Stress: Neben der Pille ist dieser ein weiterer häufiger Faktor, der den körpereigenen Hormonspiegel verändert. Wie sich die Menstruation durch Einflussfaktoren wie Stress oder Pille verändern kann und was dabei im Körper passiert.

Was steckt in der Pille?

Am häufigsten werden Kombinationspräparate, sogenannte Mikropillen, verschrieben. Mikropillen enthalten zwei verschiedene Geschlechtshormone – Östrogen und Gestagen. Diese verhindern Eireifung und Eisprung sowie Befruchtung und Einnistung der Eizelle. Eine Pille ohne Östrogene heißt „Minipille“. Sie enthält nur ein Gestagen, das die Bildung von Schleim anregt, der Spermien den Weg in die Gebärmutter versperrt. Die Einnistung von Eizellen wird dadurch ebenfalls blockiert.

Zyklus und Menstruation mit Pille

Mikropillen werden normalerweise 21 Tage lang eingenommen und dann für sieben Tage ausgesetzt. Während der Einnahme baut sich durch die Hormone die Gebärmutterschleimhaut auf. In der Pillenpause wird die Gebärmutterschleimhaut durch den Hormonentzug wieder abgestoßen. Es setzt dadurch die Menstruation ein. Dieser künstliche Zyklus hat nichts mit dem Natürlichen zu tun. Auch die Menstruation ist einzig das Ergebnis der Pillenpause.

Schluss mit Menstruation: die Pille im Langzyklus

Im Gegensatz zur Mikropille, lassen sich Minipillen auch im sogenannten Langzyklus anwenden. Das bedeutet, dass auf die siebentägige Pillenpause verzichtet und das Präparat durchgehend eingenommen wird. Es kommt dann nicht mehr zur Menstruation, da die Hormone konstant zugeführt werden. Anfangs treten beim Langzyklus manchmal Zwischenblutungen auf. Der Körper gewöhnt sich aber in der Regel schnell daran. Weitere Verhütungsmittel für den Langzyklus sind Hormonring, Spirale (hormonell oder Kupfer), Drei-Monats-Spritze oder Verhütungsstäbchen.

Unregelmäßige Periode durch Stress?

Liebeskummer, Zeitverschiebungen auf Reisen, Termindruck: solche Faktoren sorgen nicht nur für Anspannung – sie wirken sich auch direkt auf den Hormonspiegel aus. Denn Stress-Botenstoffe im Gehirn können die Produktion von Geschlechtshormonen verändern. Die Folge: Bei großem Stress fällt die Periode oft zu stark oder zu schwach aus bzw. setzt früher oder später als gewohnt ein. Manchmal bleibt die Regelblutung sogar vollständig aus. Langfristig kann die hohe Stressbelastung für die Gesundheit zum Problem werden. Um Anspannung zu lindern und die Periode zu normalisieren, eignen sich Entspannungstechniken wie Yoga oder Pilates.

Pille ohne Pause: Ganz ohne Risiko?

Langzeitpille: Ohne Blutung geht es auch

Ein Trend, der auch in Deutschland Einzug hält, so Professor Thomas Strowitzki, ärztlicher Direktor der gynäkologischen Endokrinologie des Universitätsklinikums Heidelberg. „Vor allem junge Frauen möchten vermehrt auf ihre Periode verzichten.“

Ein Problem? Anwendungstechnisch betrachtet nicht. Normalerweise schlucken Frauen in einem Zyklus 21 Tage lang Hormonpräparate, pausieren dann eine Woche. In dieser Zeit kommt es zu einer Blutung. Die lässt sich umgehen, indem man die 21-Tage-Pille mehrere Monate durchnimmt. „Üblich sind vier Zyklen“, erklärt Thomas Strowitzki. Das heißt: Die Frau nimmt vier Pillenblister hintereinander, setzt dann eine Woche aus.

Nach vier Zyklen meist Pause nötig

Der Grund für die Pause: Nach einer längeren Zeit ohne Menstruation hat sich manchmal die Gebärmutterschleimhaut aufgebaut und sollte abbluten. Dass dies ansteht, merkt man etwa an Zwischenblutungen. Eine Faustformel, wie lange man die Pille durchnehmen kann, gibt es nicht, erklärt die Hamburger Hormonspezialistin und Gynäkologin Dr. med. Katrin Schaudig.

Zeigt sich im Ultraschall, dass sich die Schleimhaut noch nicht aufgebaut hat, „kann man die Hormone problemlos auch länger nehmen“. Manche schlucken sie jahrelang durchgehend. Frauen, die zu Zwischenblutungen neigen, rät die Gynäkologin davon ab. In jedem Fall sollte man die Pille nicht eigenständig durchnehmen, sondern zuvor mit seinem Arzt sprechen.

Spezielle Präparate

Der Langzeitzyklus funktioniert nur mit sogenannten monophasischen Pillen, die konstant die gleiche Wirkstoffmenge enthalten. Auch ein Vaginalring, der gleichmäßig Östrogene und Gestagene abgibt, erfüllt diesen Zweck.

Die Periode lässt sich auch mittels einer Hormonspirale unterdrücken – allerdings nach einem anderen Prinzip: Dabei wird Gelbkörperhormon direkt in die Gebärmutter transportiert. Das soll verhindern, dass sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Die Hormonbelastung für den Körper ist geringer, als wenn die Hormone auf den ganzen Organismus wirken – wie bei der Pille.

Langzeitpille: Langfristige Wirkung noch nicht erforscht

Schadet es den Frauen, wenn sie auf die Blutung verzichten? „Dazu gibt es keine aktuellen Studien“, erklärt Expertin Schaudig. Die Erkenntnisse bisher: 2006 kam das unabhängige Wissenschaftsinstitut Cochrane nach dem Vergleich von sechs Untersuchungen zu dem Schluss, dass die durchgehende Pilleneinnahme sicher verhütet. Im Februar 2013 fanden dänische Forscher heraus, dass Menstruationsbeschwerden bei der durchgehenden Pilleneinnahme stärker zurückgehen, als bei der Einnahme mit Pausen (Acta Obstet Gynecol Scand. 2013 92(2):125-36). Beide Forschergruppen forderten allerdings Langzeitstudien über mögliche Nebenwirkungen.

In manchen Fällen die bessere Wahl

Bei manchen Erkrankungen, da sind sich alle Experten einig, lohnt es sich sogar, die Periode zu unterdrücken: bei Endometriose zum Beispiel, Wucherungen von Gebärmutterschleimhaut in der Wand der Gebärmutter oder außerhalb davon, oder bei Myomen, gutartigen Muskeltumoren der Gebärmutter. Auch wenn Frauen während ihrer Tage unter Migräne oder starken Stimmungsschwankungen leiden, scheint die Form der Verhütung sinnvoll.

„In jedem Fall bietet die Langzeitpille einen besseren Schutz vor Schwangerschaft“, sagt Strowitzki. Die Präparate sind zwar möglichst niedrig dosiert. Der konstante Wirkstoffspiegel unterdrückt die Funktion der Eierstöcke aber noch wirksamer, als wenn man regelmäßig eine Pause einlegt. Vergisst die Frau etwa eine Pille, fällt das meist nicht ins Gewicht.

Blutung in Pillenpause hat keine Funktion

Wo also liegt das Problem? „Nach derzeitigem Wissensstand gibt es keines“, so Schaudig. Dass Frauen jeden Monat bluten, „bringt, medizinisch betrachtet, keinen Nutzen“, erklärt sie. Früher seien Frauen größtenteils entweder schwanger gewesen, oder sie hätten gestillt – und hatten ziemlich selten ihre Regel.

Die Blutung, die während der Pillenpause eintritt „erfüllt bestenfalls einen kosmetischen Zweck“, so Schaudig. Schließlich handelt es sich nicht um eine echte Menstruation, sondern nur um eine Entzugsblutung, die eintritt, weil dem Körper keine Hormone mehr zugeführt werden. „Die Pille allein ist schon ein enormer Eingriff in den Körper“, erklärt die Gynäkologin. „Der Unterschied zum Langzeitzyklus ist dann eher marginal.“

Langzeitpille ja oder nein? Offenbar eher eine Frage der persönlichen Vorlieben. Es gibt Frauen, die Wert darauf legen, jeden Monat zu bluten, weil sie befürchten, sonst das Gefühl für die Abläufe ihres Körpers zu verlieren. „Solche emotionalen Argumente sollte man in jedem Fall ernst nehmen“, sagt Strowitzki.

Eine Gynäkologin erklärt: Das passiert mit deinem Körper, wenn du deine Periode mithilfe der Pille verschiebst

Jede Frau kennt sie: die Periode, die genau zum ungünstigsten Zeitpunkt kommt. Umso praktischer, dass sich diese mit der Einnahme der Pille besser planen und sogar komplett verschieben lässt. Doch was passiert eigentlich im Körper, wenn die Blutung bewusst aufgeschoben wird? Und hat das gesundheitliche Nachteile? Wir haben mit der Gynäkologin Dr. Sheila De Liz gesprochen, die uns im Interview alle wichtigen Fakten rund das Thema Pille und Periode erklärt.

Periode mit Pille verschieben – so funktioniert es

Wer die Pille als Verhütungsmittel wählt, hat einen praktischen Vorteil, denn der Zyklus wird durch diese Methode besonders übersichtlich. Die Periode tritt immer zur siebentägigen Pause oder während der Einnahme der Placebo-Tabletten ein. Lässt man diese jedoch weg oder verzichtet auf die Pause und fängt direkt mit dem neuen Pillen-Blister an, dann bleibt die Blutung aus. Ein kleiner Trick sozusagen, der den Körper überlistet und super praktisch ist. Denn Strandurlaub, Hochzeit oder Yoga-Kurs lassen sich so ganz ohne Tampons, Binden und Bauchkrämpfe genießen. Doch wie funktioniert das eigentlich genau? Gynäkologin Dr. Sheila De Liz verrät: „Die einzelnen Pillen in der klassischen Packung sind in der Regel alle gleich und halten den Körper auf einer Art ‚hormonellen Flatrate’. So lange, wie wir die Pille einnehmen. Ob 21 oder 28 Tage ist dabei völlig egal. Es kommt hingegen zu einer Hormonentzugsblutung, wenn die Einnahme gestoppt wird (Pause am Blister-Ende). Beim Verschieben nimmt man die Pille hingegen einfach so lange weiter, wie man die Periode nicht haben möchte.“ Doch muss beachtet werden: Nicht jedes Präparat ist gleich – je nach Wirkstoff funktioniert das Verschieben der Periode nämlich ein wenig anders. „Am allerbesten klappt die Methode mit einer Pille, die klassisch 21 Tage abdeckt und zwei Hormone benutzt. Es gibt auch Pillen, die nur ein sogenanntes Gestagen enthalten oder eine, mit Abstufungen der Dosierung. Mit Letzterem wird es kniffliger, die Periode zu verschieben, ist aber nicht unmöglich. Diese Art der Pille wird heute aber sowieso sehr selten noch verschrieben“, erklärt Dr. Sheila De Liz. Nimmt man diese dennoch ein, empfiehlt es sich, mit der persönlichen Frauenärztin über das Thema zu sprechen.

Pille durchnehmen: Welche Folgen hat ein Langzyklus? Zwei Frauen und eine Ärztin erzählen

Viele Frauen zögern, die Pille durchzunehmen und machen es nur in Ausnahmefällen. Was spricht aus medizinischer Sicht dagegen?

Nichts. Es gibt keine einzige Studie oder sonstige Hinweise, dass es schädlich sein könnte. Das einzige, was dagegensprechen könnte: Manche Frauen haben Zwischenblutungen und empfinden das als lästig. Prinzipiell wird die Wahrscheinlichkeit für Zwischenblutungen aber geringer, je länger man die Pille durchnimmt.

Warum gibt es denn dann die Einnahmepause überhaupt?

Das geht vermutlich auf die Zeit zurück, in der die Pille entwickelt wurde. John Rock, einer der Väter der Antibabypille, war ein gläubiger irischer Katholik. Er dachte wohl, wenn er die Pille so entwickelt, dass Frauen weiterhin jeden Monat bluten, sei die Kirche mit der Verhütungsmethode eher einverstanden. Durch die dreiwöchige Einnahme und einwöchige Pause fühlt es sich so an, als hätte man trotz Pille immer noch einen natürlichen Zyklus. Also sagte man damals: Es ist für Frauen normal, alle vier Wochen zu bluten, deshalb wählen wir diesen Rhythmus.

Also nehmen Frauen nur deshalb die Pille nicht durch? Weil sich der Gedanke etabliert hat, dass Frauen jeden Monat bluten „müssen“?

Viele Frauen finden es beruhigend, wenn sie einmal im Monat bluten. Sie wissen dann, dass sie nicht versehentlich schwanger sind. Die Chance dafür ist natürlich gering, wenn sie die Pille regelmäßig nehmen. Manche Frauen haben auch während des Langzyklus Blutungen, bei denen sie dann aber nicht genau wissen, wann sie auftreten. Das finden sie unpraktisch und wollen sie deshalb nicht durchnehmen.

Gibt es andere Gründe, die Pille durchzunehmen – außer, weil es bequemer und schmerzfreier ist?

Ja, zum Beispiel Migräneanfälle in der Einnahmepause. Außerdem ist die Sicherheit der Pille durch die durchgängige Einnahme höher. Bei der dreiwöchigen Pilleneinnahme und der einwöchigen Pause ist es wichtig, direkt nach der Pause wieder mit der Einnahme zu beginnen. Ansonsten ist der Schutz nicht mehr gewährt. Auch Frauen mit Endometriose profitieren von der durchgehenden Pilleneinnahme.

Nimmt man die Pille durchgehend, also im sogenannten Langzyklus, ist es nicht schlimm, sie einmal oder auch mehrere Tage hintereinander zu vergessen. Das ist dann, als würde man die Einnahme einfach pausieren, wie man es sonst auch jeden Monat tun würde und es besteht keine erhöhte Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft.

Gynäkologinnen und Gynäkologen in England wurden dazu aufgerufen, ihren Patientinnen explizit zu sagen, dass es nicht schlimm ist, die Pille durchzunehmen. Wie stehen Sie dazu?

Ich würde es nicht prinzipiell jeder Patientin raten, aber ich finde es gut, dass man Frauen darüber aufklärt, dass nach aktuellem Wissensstand nichts gegen eine durchgängige Einnahme der Pille spricht. Trotzdem muss man individuell vorgehen, da jede Frau eine andere Gebärmutterschleimhaut hat.

Wie lange kann ich ohne Bedenken meine Periode aussetzen?

Wenn eine Patientin während des Langzyklus nicht blutet und die Schleimhaut in der Gebärmutter schmal ist – das kann der Arzt im Ultraschall sehen – kann sie es unbedenklich langfristig, also über mehrere Jahre machen. Hat man den Eindruck, da baut sich immer wieder Schleimhaut auf, sollte man sie vielleicht immer mal wieder abbluten lassen. Aber die Notwendigkeit dafür ist nicht medizinisch belegt.

Pille durchgenommen und trotzdem Tagelang Blutung ….

Hallo. Ich hatte jetzt immer Monate lang so starke Regelschmerzen. Schon bevor sie überhaupt kam und wenn sie da war dann auch . Deswegen sollte ich die Pille durchnehmen. Ich fange es gut. Dachte juhu keine Regel mehr und Pickel Haut wird besser. Letzteres hat funktioniert. Aber ich mache das nun 2 Monate schon und genau wo ich eigentlich mit der Pillenpause dran wäre was kam? Die Regel. Tzzzzz. Ich nahm trotzdem fleißig weiter. Und das ist jetzt etwa 2 Wochen her und ständig ist Blut. Mal altes , mal frisches. Mal mehr , mal weniger. Kann das den sein? Also das man überhaupt die Tage bekommt ? Und dann auch noch Tagelaaaaaaang? Mal ist weg. Dann ist wieder was dran am Papier. Nervt. Soll das jetzt 6 Monate machen . Dann wieder kommen. Aber nach der dritten durchgenommen Packung für 5 Tage pausieren und dann weiter machen . Mich macht das nachdenklich das ich Blute trotz Pille u das so lange . Meine Freundin sagt das nicht normal. Hoffe ihr habt für mich Antworten. Den auf 2 Stunden Frauen Arzt sitzen schon wieder hab ich keine Lust. DANKE

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