Pille gegen pms

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Was versteht man unter dem Prämen­stru­ellen Syndrom (PMS)?

Das Prämenstruelle Syndrom kann sich zum Beispiel durch Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Schlafprobleme, Gewichtszunahme oder ein Spannungsgefühl in der Brust und Unterleibsschmerzen äußern.

Leichte prämenstruelle Beschwerden haben circa 20 bis 40 Prozent aller Frauen. Ein ausgeprägtes, behandlungsbedürftiges Krankheitsbild liegt hingegen nur in etwa fünf Prozent der Fälle vor. Bei diesen Frauen führen die Beschwerden oft zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen von privatem und beruflichem Alltag.

Eine Extremform des Prämenstruellen Syndroms mit dominierender schwerer psychischer Symptomatik ist die prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS): Niedergeschlagenheit, Reizbarkeit, innere Unruhe oder Stimmungsschwankungen bestimmen hier das Bild.

Welche Ursachen hat das Prämenstruelle Syndrom?

Auch nach dem neuesten Stand der Wissenschaft ist unklar, was das PMS verursacht. Zunächst wurde die Theorie favorisiert, ein Ungleichgewicht der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron sei Auslöser der Symptomatik. Neuere Studien weisen jedoch darauf hin, dass vielmehr Regelkreisläufe des Nervensystems und ihre Reaktionen auf hormonelle Reize an der Entstehung des Syndroms beteiligt sind. Eine besondere Rolle scheint hierbei der Botenstoff Serotonin einzunehmen.

Es handelt sich höchstwahrscheinlich um ein sogenanntes multifaktorielles Geschehen, bei dem verschiedene Faktoren solche Regelkreisläufe stören. Als Auslöser spielen offensichtlich negative Lebensgewohnheiten wie Bewegungsmangel, unzureichender Schlaf, Nikotin- und Alkoholkonsum sowie Stress eine Rolle. Vermutlich besteht auch eine erbliche Veranlagung.

Abzugrenzen ist das PMS von anderen allgemeinen Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Schilddrüsenunterfunktion oder einer Blutarmut, von anderen gynäkologischen Erkrankungen wie Endometriose, Pillenunverträglichkeit, beginnende Wechseljahre, Depression oder Angststörung.

Welche Beschwerden verursacht die Krankheit?

Das Prämenstruelle Syndrom kann eine Vielzahl von Beschwerden hervorrufen. Das Beschwerdebild ist individuell und von Frau zu Frau oft vollkommen unterschiedlich. Folgende Beschwerden können Ausdruck eines PMS sein:

  • Schmerzhafte Schwellung, Spannungsgefühl und erhöhte Berührungsempfindlichkeit der Brust (Mastodynie)
  • Unterleibskrämpfe, Druckgefühl im Unterbauch, Kopf- und Rückenschmerzen, Migräne, insgesamt erhöhte Schmerzempfindlichkeit
  • Völlegefühl, Verstopfung, Blähungen
  • Geschwollene Gliedmaßen durch Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit, allgemeine Erschöpfung
  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Veränderungen des Essverhaltens mit Appetitlosigkeit und Heißhungerattacken
  • Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, innere Unruhe, Ängstlichkeit, Nervosität, Überempfindlichkeit, Reizbarkeit, Aggressivität
  • Lustlosigkeit, Interessenverlust, Lethargie
  • Unreine Haut
  • Kreislaufprobleme

Die körperlichen Beschwerden sind zwar belastend, viele PMS-Patientinnen leiden aber vor allem unter den psychischen Symptomen. Die Störung des seelischen Befindens kann so ausgeprägt sein, dass es zu Konflikten in Partnerschaft, Familie und Beruf kommt.

Wie wird ein Prämenstruelles Syndrom diagnostiziert?

Da es beim Prämenstruellen Syndrom keine beweisenden Befunde gibt, wie beispielsweise einen bestimmten Laborwert, stellt der Frauenarzt die Diagnose anhand des Beschwerdebilds. Es können sowohl die körperlichen als auch die psychischen Beschwerden im Vordergrund stehen. Voraussetzung für die Diagnose eines PMS ist, dass die Beschwerden zyklusabhängig auftreten und dass ein symptomfreies Intervall von mindestens einer Woche in der ersten Zyklushälfte vorliegt. Ebenso gilt die ausgeprägte Beeinträchtigung des Alltags der Patientin als wichtiges Diagnosekriterium.

Das Prämenstruelle Syndrom ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose, das heißt, dass andere mögliche Ursachen der Beschwerden, wie zum Beispiel eine Depression, ausgeschlossen sein müssen.

Damit der Arzt ein PMS diagnostizieren kann, muss die Patientin ein Symptomtagebuch über mindestens zwei bis drei Monate führen, in dem sie die Beschwerden, ihre Stärke und den zeitlichen Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus festhält. Anhand dieses Tagebuchs kann der Arzt die Abhängigkeit der Symptome von der zweiten Zyklushälfte objektivieren und feststellen, welche Symptome die Patientin am stärksten beeinträchtigen.

Da das Syndrom für die meisten Frauen ein chronischer Zustand ist und sie einige Symptome durch Gewöhnung schon als normal empfinden, ist das Führen eines solchen Tagebuchs besonders wichtig. Sie können auf diese Weise auch Zusammenhänge zwischen Stress und Belastungsfaktoren in Familie und Beruf erkennen. Darüber hinaus lässt sich so auch der Erfolg einer Behandlung beurteilen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Da die Beschwerden bei jeder Patientin in Art und Stärke unterschiedlich sind, gibt es kein einheitliches Therapieschema.

Änderung der Lebensgewohnheiten

Sind die Symptome eines PMS mild bis mäßig, kann versucht werden, mit nicht medikamentösen Maßnahmen eine Besserung zu erzielen. Damit sind vor allem Änderungen nachteiliger Lebensgewohnheiten gemeint: körperliche Aktivität, Änderung des Schlafrhythmus, Stressreduktion, Verzicht auf Koffein und Alkohol, Meiden von Weißmehl und Zucker. Außerdem kann eine überwiegend vegetarische Ernährung mit ausreichend ungesättigten Fettsäuren hilfreich sein. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind zum Beispiel in fetten Fischen wie Lachs und Makrele enthalten.

Nahrungsergänzungsmittel, Heilpflanzenextrakte

Auch Nahrungsergänzungsmittel (Kalzium, Magnesium, Vitamin B6) oder pflanzliche Präparate mit Extrakten aus der Traubensilberkerze, Mönchspfeffer oder sibirischem Rhabarber sind mögliche Optionen. Ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit dieser Maßnahmen existiert allerdings nicht. Deshalb sollten betroffene Frauen vor der Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln oder pflanzlichen Mitteln ihren Arzt um Rat fragen, ob diese Präparate für sie geeignet sind.

Schmerzmittel

Gegen Kopf-, Unterleibs- und Rückenschmerzen können Schmerzmittel (Analgetika) wie zum Beispiel Ibuprofen helfen.

Antibabypille

Besonders bei gleichzeitig bestehendem Wunsch nach Empfängnisverhütung kann die Antibabypille zum Einsatz kommen, um PMS-Beschwerden positiv zu beeinflussen. Die Studienlage hierzu ist jedoch uneinheitlich. Eine Besserung von PMS-Beschwerden ist lediglich für eine Antibabypille, die Drospirenon enthält, nachgewiesen.

Entwässernde Medikamente

Zur Behandlung von ausgeprägter schmerzhafter Schwellung der Brüste (Mastodynie) und von Wassereinlagerungen (Ödemen) kann ein entwässerndes Medikament (Diuretikum, zum Beispiel Spironolacton) hilfreich sein.

Antidepressiva

Zeigt die hormonelle Therapie keinen ausreichenden Effekt und dominiert die psychische Komponente des PMS, kommen sogenannte selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) infrage. Diese sorgen dafür, dass der Botenstoff Serotonin in ausreichendem Maße im zentralen Nervensystem (ZNS) vorhanden ist. In großen Studien konnten diese Wirkstoffe die psychischen Beschwerden des PMS deutlich lindern.

Meist sind eine niedrige Dosis und die nur zeitweilige Einnahme in der zweiten Zyklushälfte oder nur an besonders beschwerdeintensiven Tagen ausreichend. Mögliche Nebenwirkungen sind Beschwerden des Magen-Darm-Traktes, Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Bei dauerhafter Anwendung kann es vorkommen, dass der Geschlechtstrieb (Libidoverlust) nachlässt.

Kognitive Verhaltenstherapie

Für Frauen mit PMS, bei denen psychische Beschwerden im Vordergrund stehen, könnte möglicherweise auch eine kognitive Verhaltenstherapie sinnvoll sein. Dabei lernen die Betroffenen, belastende Denkmuster und Verhaltensweisen zu erkennen und zu verändern.

GnRH-Analoga

Wenn keine der genannten Therapien zu einer Besserung führt, kann der Einsatz von Hormonpräparaten aus der Gruppe der GnRH-Analoga (Gonadotropin-Releasing-Hormon-Analoga) erwogen werden. Diese Präparate sind hauptsächlich wirksam gegen die körperlichen Beschwerden des PMS und können mit verschiedenen Nebenwirkungen einhergehen, sodass sie Ausnahmesituationen vorbehalten sein sollten.

GnRH-Analoga ahmen die Wirkung eines bestimmten körpereigenen Hormons, des GnRH, nach. Sie hemmen die Hormonproduktion der Eierstöcke und versetzen dadurch die Frau während der Dauer der Einnahme in „künstliche Wechseljahre“. Die Folge sind die typischen Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen sowie negative Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel (Entstehung von Osteoporose).

Progesteron

Einige Patientinnen wenden vor dem Einsetzen der Regelblutung das Gelbkörperhormon Progesteron in Form von Tabletten oder Scheidenzäpfchen an. Basis dieser Therapie ist die Annahme, dass ein niedriger oder in der zweiten Zyklushälfte sinkender Progesteronspiegel Auslöser der PMS-Beschwerden ist. Bisher ist jedoch nicht nachgewiesen, dass Progesteron die PMS-Beschwerden verringern kann.

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Alle Tage wieder

Letzte Änderung: 18.04.2019
Verfasst von Dr. rer. nat. Geraldine Nagel • Medizinredakteurin
Geprüft von Annette Mittmann • Gynäkologin Dieser Artikel wurde nachNach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst.

Unsere Inhalte basieren auf fundierten wissenschaftlichen Quellen, die den derzeit anerkannten medizinischen Wissensstand widerspiegeln. Wir arbeiten eng mit medizinischen Experten zusammen.

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Die meisten Frauen haben schon einmal PMS-Beschwerden erlebt. Viele sind sogar regelmäßig davon betroffen. Während die Beschwerden bei manchen Frauen eher leicht ausfallen, sind sie bei anderen so stark, dass ein normaler Alltag kaum möglich ist.

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Inhaltsverzeichnis

  • Überblick
  • Symptome
  • Ursachen
  • Diagnose
  • Behandlung
  • Verlauf
  • Vorbeugen
  • Quellen

Was ist PMS?

PMS ist die Abkürzung für prämenstruelles Syndrom. Man fasst darunter regelmäßig wiederkehrende körperliche und psychische Beschwerden zusammen, die vier bis 14 Tage vor der Regelblutung beginnen können. Sobald die Blutung einsetzt, lassen PMS-Beschwerden meist wieder nach.

Bei vielen Mädchen und Frauen, die kurz vor ihrer Regelblutung stehen, treten PMS-Beschwerden auf. Etwa 20 bis 40 Prozent der Betroffenen erleben dabei stärkere (und oft auch mehrere) Beschwerden, die sie als Belastung empfinden und die den Alltag einschränken. Etwa 3 bis 8 Prozent der Frauen haben beim PMS so starke Beschwerden, dass sie während der „Tage vor den Tagen“ kaum oder gar nicht in der Lage sind, ihrem Alltag nachzugehen. Bei derart starken Beschwerden spricht man auch von einer sogenannten prämenstruellen Dysphorie (PMDD = premenstrual dysphoric disorder).

Die prämenstruelle Dysphorie ist eine besonders schwere Form des PMS und gilt als eigenständige Erkrankung. Sie hat einen schwerwiegenden Einfluss auf das gesamte Leben der Betroffenen und sollte behandelt werden. Ein prämenstruelles Syndrom mit leichten Beschwerden, die den Alltag nicht nachhaltig beeinflussen, wird hingegen bislang nicht als eigenständige Erkrankung anerkannt.

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Mögliche PMS-Symptome: Von Frau zu Frau verschieden

Das prämenstruelle Syndrom (PMS) kann bis zu zwei Wochen vor Einsetzen der Regelblutung beginnen und lässt meist mit Beginn der Regelblutung nach. Manchmal halten die Symptome auch darüber hinaus noch an.

Während dieser Zeit können PMS-Symptome unterschiedlichster Art auftreten. Die Beschwerden können körperlicher oder psychisch-emotionaler Art sein und in ihrer Stärke wechseln. Die PMS-Symptome sind zudem nicht bei jeder Frau gleich stark ausgeprägt und können sich von Mal zu Mal verändern.

© Jupiterimages/Wavebreak Media Viele Frauen fühlen sich von PMS-Beschwerden im Alltag beeinträchtigt.

Mögliche körperliche PMS-Symptome sind zum Beispiel:

  • Spannungsgefühl in den Brüsten (Mastodynie)
  • Lethargie
  • unreine Haut
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Gewichtszunahme durch Wassereinlagerung
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Kreislaufprobleme
  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Rückenschmerzen, Kreuzschmerzen
  • Unterleibsschmerzen
  • Druckgefühl im Unterbauch
  • geschwollener Bauch
  • Heißhunger
  • Konzentrationsprobleme
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Schwindel

Daneben kann es beim PMS auch zu psychisch-emotionalen Auswirkungen kommen. Hierzu zählen zum Beispiel:

  • Stimmungsschwankungen
  • depressive Verstimmungen
  • Reizbarkeit
  • Überempfindlichkeit
  • nervöse Anspannung, innere Unruhe
  • Antriebslosigkeit
  • Ängste

Stress, ungünstige Ernährungsgewohnheiten und mangelnde Bewegung können PMS-Symptome verstärken.

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Mögliche Ursachen

Die genauen Ursachen für das prämenstruelle Syndrom (PMS) sind bisher nicht vollständig geklärt. Als mögliche Ursachen kommen infrage:

  • hormonelles Ungleichgewicht: Eine mögliche Ursache ist das Ungleichgewicht der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, das bei Frauen durch die Hormonschwankungen im Laufe des Menstruationszyklus entsteht: Etwa in der Mitte des Menstruationszyklus findet der Eisprung statt. Nach dem Eisprung steigt der Progesteronspiegel, während der Östrogenspiegel sinkt. Zusätzlich wird vermehrt das Hormon Prolaktin gebildet, wodurch die Brustdrüsen anschwellen – bei einigen Frauen führt dies zu Brustschmerzen. Durch die hormonellen Veränderungen kann es im Körper zu Flüssigkeits- und Elektrolytverschiebungen kommen, die möglicherweise einen Teil der Beschwerden erklären.
  • Abbauprodukte des Hormons Progesteron: Beim Abbau des Hormons Progesteron entstehen Stoffe, auf die Betroffene eventuell empfindlicher reagieren.
  • Wechselwirkung von Progesteron mit Botenstoffen im Gehirn: Möglicherweise reagieren Betroffene anders auf Wechselwirkungen von Progesteron mit bestimmten Botenstoffen. Vor allem Serotonin scheint hierbei eine Rolle zu spielen.
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • zu niedriger Melatoninspiegel
  • vegetatives Nervensystem: Das vegetative Nervensystem könnte bei Betroffenen in seiner Funktion beeinträchtigt sein.

Video: PMS

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Außerdem gibt es verschiedene Faktoren, die PMS-Beschwerden verstärken können, dazu zählen:

  • Stress, z.B. durch Beziehungsprobleme, familiäre Probleme, berufliche Überlastung, Konfliktsituationen
  • ungünstige Ernährung (z.B. zu viel Zucker, Alkohol, Koffein)
  • Nikotin
  • zu wenig Bewegung
  • bestimmte Medikamente (z.B. Abführmittel)
  • bestimmte hormonelle Verhütungsmittel: Sie können als Nebenwirkung zu PMS-Beschwerden führen beziehungsweise diese verstärken.

In den meisten Fällen scheint eine Kombination aus verschiedenen Ursachen zu PMS-Beschwerden zu führen.

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Diagnose

Um festzustellen, ob die Symptome mit einem prämenstruellen Syndrom (PMS) in Verbindung stehen, erkundigt sich der Arzt nach den Beschwerden der Frau und danach, wann diese auftreten. Treten die Symptome immer ein bis zwei Wochen vor der Regelblutung auf, liegt ein Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus nahe.

Außerdem wird der Arzt im Rahmen der Diagnose versuchen, andere Ursachen mit ähnlichen Symptomen auszuschließen, etwa:

  • eine Schilddrüsenunterfunktion,
  • den Beginn der Wechseljahre,
  • eine Endometriose oder
  • Depressionen.

Eine Blutuntersuchung kann zeigen, ob hormonelle Probleme das prämenstruelle Syndrom auslösen. Bei Frauen mit PMS können sich während der Beschwerden erhöhte Entzündungswerte zeigen.

Für die Diagnose ist es hilfreich, wenn die Betroffene einige Wochen lang ein Tagebuch führt, in das Dinge eingetragen werden wie:

  • auftretende Beschwerden
  • Stärke der Beschwerden
  • Zeitpunkt der Regelblutung bzw. Zyklusverlauf
  • andere mögliche Einflüsse (wie starker Stress, Konflikte, Medikamenteneinnahme, …)

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Behandlung

Nicht jede Form eines prämenstruellen Syndroms (PMS) muss behandelt werden. Eine Therapie kann jedoch erforderlich sein, wenn die mit dem PMS einhergehenden Beschwerden so stark sind, dass sie den Alltag einschränken. Im Fokus der PMS-Behandlung steht vor allem, welchen Leidensdruck betroffene Frauen durch die erlebten Beschwerden haben und wie diese bewertet werden.

Im Gespräch mit dem Arzt sollten Betroffene zunächst ausführlich die Beschwerden schildern. Wichtig für die Behandlung ist auch, ob eher eine körperliche oder psychische Belastung im Vordergrund steht. Hilfreiche Grundlage für ein Arztgespräch kann beispielsweise ein Symptomtagebuch sein, dass Betroffene über einige Monate führen.

Welche Methoden gut gegen PMS-Beschwerden helfen, ist bislang nicht ausreichend erforscht. Verlässliche, aussagekräftige Ergebnisse gibt es kaum. Letztlich müssen Betroffene daher ausprobieren, was ihnen am besten hilft.

Allgemeine Tipps bei PMS

Einige allgemeine Tipps zum Lebensstil können sich bei manchen Betroffenen positiv auf PMS-Beschwerden auswirken, so zum Beispiel:

  • auf eine ausgewogene Ernährung achten (also mit viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und eher fettarm)
  • schwer verdauliche Lebensmittel meiden
  • nicht rauchen
  • für ausreichend Bewegung sorgen
  • Alkohol meiden
  • Koffein meiden

Vitamine und Mineralstoffe

Bestimmte Vitamine (z.B. Vitamin B6, Vitamin E ) und Mineralstoffe (z.B. Kalzium, Magnesium) können leichte PMS-Beschwerden möglicherweise etwas lindern.

Entspannung

Stress gehört zu den Faktoren, die PMS-Beschwerden verstärken können. Frauen mit PMS sollten deshalb darauf achten, sich regelmäßig Auszeiten zu gönnen, um zur Ruhe zu kommen. Entspannungsmethoden wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung helfen dabei, Stress abzubauen und generell weniger rasch gestresst zu sein.

Medikamente

PMS-Beschwerden lassen sich durch verschiedene Medikamente lindern, so zum Beispiel durch:

  • Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen)
  • hormonelle Mittel (z.B. Antibabypille mit Gestagenen, Vaginalkapseln mit Progesteron)
  • entwässernde Mittel (z.B. Diuretika wie Spironolacton)

Ist das PMS sehr stark ausgeprägt und belastet die betroffenen Frauen im Alltag auch stark durch psychische Beschwerden, kann eine Behandlung mit Antidepressiva (z.B. Amitriptylin, einem trizyklisches Antidepressivum) infrage kommen. Selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (SSRI) können durchgehend eingenommen werden oder sich auf die zweite Zyklushälfte beschränken. Beim Einsatz von Antidepressiva ist es erforderlich eine prämenstruelle Dysphorie von einer Depression abzugrenzen, um eine unzureichende Behandlung zu vermeiden.

Pflanzliche Mittel

Manchen Frauen mit PMS helfen pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer, worunter sich Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Brustspannung und Schwellungsgefühle verbessern können.

Unabhängig davon, ob leichte PMS-Beschwerden mit sanften Mitteln oder stärkere Beschwerden mit Medikamenten behandelt werden: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Behandlung er für empfehlenswert hält.

Verhaltenstherapie

Unter Umständen kann auch eine kognitive Verhaltenstherapie dabei helfen, mit PMS-Beschwerden besser umzugehen und diese dadurch zu lindern. Aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich jedoch zurzeit keine sichere Nutzenbewertung abgeben, da es keine ausreichend aussgekräftigen Studien gibt.

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Verlauf

Beschwerden durch das prämenstruelle Syndrom (PMS) treten im Allgemeinen bis zu 14 Tage vor der Regelblutung auf. Ob die Beschwerden behandlungsbedürftig sind, ist von Frau zu Frau verschieden und hängt von der Stärke der jeweiligen Beschwerden und dem individuellen Leidensdruck ab. Die PMS-Beschwerden bessern sich normalerweise im Zyklusverlauf, sobald die Regelblutung einsetzt. Das Ausmaß der Beschwerden kann sich von Mal zu Mal ändern.

Unbehandelt kann ein prämenstruelles Syndrom mit starken Beschwerden für Betroffene eine unzumutbare Belastung darstellen. Es ist daher sinnvoll, sich in solchen Fällen ärztliche Hilfe zu suchen.

Prämenstruelles Syndrom (PMS): Vorbeugen

Die genauen Ursachen für das prämenstruelle Syndrom (PMS) sind bislang nicht geklärt. Zudem scheint das PMS von vielen Faktoren beeinflusst zu werden. PMS-Beschwerden lässt sich daher nur bedingt vorbeugen. Die Symptome treten allerdings oft weniger stark auf, wenn Betroffene:

  • Stress abbauen (z.B. mit autogenem Training, progressiver Muskelentspannung) oder vermeiden,
  • auf eine ausgewogene Ernährung achten und
  • sich ausreichend bewegen.

Quellen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu „PMS (prämenstruelles Syndrom)“:

  • Schmerz und andere Zustände im Zusammenhang mit den weiblichen Genitalorganen und dem Menstruationszyklus

Onmeda-Lesetipps:

  • Falsch reguliert: Extreme PMS-Beschwerden haben genetische Ursachen
  • Regelschmerzen: Alle Infos
  • Forum Gynäkologie (expertenbetreut)

Quellen:

Prämenstruelles Syndrom (PMS). Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen: www. gesundheitsinformation.de (Stand: 31.5.2017)

Prämenstruelles Syndrom. Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: April 2016)

Uhl, B.: Gynäkologie und Geburtshilfe compact. Thieme, Stuttgart 2013

Weyerstahl, T., et al.: Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2013

Von Wolff, M., et al.: Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin. Schattauer, Stuttgart 2013

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Empfängnisverhütung. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 015/015 (Stand: Mai 2008)

Kirschbaum, M., et al.: Checkliste Gynäkologie und Geburtshilfe. Thieme, Stuttgart 2005

Beckermann, M., Perl, F.: Frauen-Heilkunde und Geburts-Hilfe. Schwabe, 2004

Aktualisiert am: 18. April 2019

Nicht jede Frau mit PMS benötigt übrigens eine Therapie. Viele finden selbst einen geeigneten Weg, um mit ihren Beschwerden umzugehen. So können sie meist gut ihren Alltag und Beruf bestreiten.

Prämenstruelles Syndrom – welche Medikamente helfen?

Es gibt verschiedene Medikamente, die Ärzte beim Prämenstruellen Syndrom einsetzen. Sie „heilen“ das PMS nicht, lindern aber die unangenehmen Symptome. Die wenigsten der verwendeten Medikamente sind speziell für das Krankheitsbild „PMS“ zugelassen. Manchmal erstatten die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten deshalb nicht. Besprechen Sie dies immer mit Ihrem Arzt.

  • Hormonelle Verhütungsmittel (z.B. Pille gegen Prämenstruelles Syndrom): Die Arzneien greifen in den Menstruationszyklus ein und unterdrücken die Hormonproduktion. Besonders erfolgversprechend scheint die Kombination aus dem Gestagen Drospirenon und einem niedrig dosierten Östrogen zu sein. Hormonelle Verhütungsmittel gibt es auch als Pflaster, Ring, Spirale oder Depotspritze. Fragen Sie Ihren Gynäkologen, welche Form der Verhütung sich für Sie am besten eignet. Wie jedes Medikament besitzen Ovulationshemmer Nebenwirkungen.
  • Schmerzmittel zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms: Wirksam gegen die Schmerzen in den Brüsten, im Unterbauch oder im Rücken sind Medikamente aus der Gruppe der Steroidalen Antirheumatika (NSAR). Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (ASS) oder Naproxen. NSAR wirken zudem entzündungshemmend.
  • Entwässernde Medikamente (Diuretika): Gegen die Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme) und die Spannungsgefühle helfen entwässernde Arzneien.
  • Progesteron-Gel: Das Hormon soll die Spannungsgefühlt in der Brust lindern; es ist zur Behandlung des PMS in Deutschland zugelassen. Die Einnahme von Progesteron als Medikament zeigt dagegen keinen nachweisbaren Effekt.
  • Antidepressiva: Bei ausgeprägtem PMS und der Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS) helfen Antidepressiva gegen die Stimmungsschwankungen, Ängste und Niedergeschlagenheit. Meist setzen Ärzte Medikamente aus der Gruppe der Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) ein. Gängige Wirkstoffe sind zum Beispiel Sertralin, Citalopram oder Paroxetin. Die Medikamente lassen die Konzentration an Serotonin – einem „Glücksbotenstoff“ – im Gehirn steigen. Sie brauchen allerdings einige Wochen Geduld, bis die Wirkung einsetzt. Und: Die Medikamente haben nicht unerhebliche Nebenwirkungen. Sie kommen meist nur zum Einsatz, wenn andere Behandlungen des Prämenstruellen Syndroms keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben.
  • GnRH-Analoga: Medikamente aus diesen Wirkstoffgruppen kommen nur selten zum Einsatz. Sie bremsen die Hormonproduktion in den Eierstöcken, greifen also erheblich in den Hormonhaushalt ein. Die Folgen sind Beschwerden wie in den Wechseljahren: Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Stimmungsschwankungen, trockene Schleimhäute oder Schlafstörungen. Symptome also, die auch beim PMS selbst auftreten.

Prämenstruelles Syndrom – Therapie mit Pflanzenmedizin und Mineralstoffen

Manchen Frauen mit PMS versuchen, ihren Beschwerden mit pflanzlichen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln zu Leibe zu rücken. Auch wenn ihre Wirksamkeit nicht ausreichend wissenschaftlich bewiesen ist – einen Versuch sind sie vielleicht wert.

  • Mönchspfeffer (Agnus castus): Es gibt Hinweise darauf, dass Mönchspfeffer vor allem das Brustspannen lindern kann.
  • Johanniskraut soll depressive Verstimmungen, Ängste und Nervosität vertreiben, bewiesen ist die Wirksamkeit bei PMS jedoch nicht.
  • Kalzium: Es gibt vorsichtige Hinweise darauf, dass eine hohe tägliche Kalziumdosis die PMS-Symptome lindern kann; Sie müssen 1.000 bis 1.200 Milligramm täglich einnehmen – über den gesamten Monat.
  • Magnesium: Studien ergaben widersprüchliche Ergebnisse zur Wirksamkeit.
  • Vitamin B6 könnte in einer Dosis von 50 bis 100 Milligramm pro Tag wirksam sein (den ganzen Monat einnehmen).
  • Ginko biloba, Safran, Nachtkerzenöl: Zur Wirksamkeit lassen sich keine sicheren Aussagen treffen.

Prämenstruelles Syndrom: Homöopathie und Co

Viele Frauen behandeln ihr Prämenstruelles Syndrom auch mit „alternativen“ oder „komplementären“ (ergänzenden) Heilmethoden. Auch an der Psyche setzen diese Therapien an. Was bringen sie wirklich?

  • Kognitive Verhaltenstherapie: Dabei lernen Patienten, eine andere Sichtweise auf ihre Beschwerden zu entwickeln und mit dem PMS besser zurechtzukommen. Ziel ist es, die Denkweise und Verhaltensmuster positiv zu verändern. Die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie ist noch nicht belegt.
  • Homöopathie: Gegen ein Prämenstruelles Syndrom probieren manche Globuli mit Sepia oder Pulsatilla. Dass die Homöopathie tatsächlich etwas bringt, ist nicht erwiesen.
  • Akupunktur und Reflexzonenmassage: Ob beide Methoden bei PMS nützen, ist noch unklar.

Prämenstruelles Syndrom: Wie hilft der Lebensstil bei der Behandlung?

Sie können auch selbst etwas gegen das PMS unternehmen, indem Sie auf eine gesunde Lebensweise achten. Es gibt zahlreiche Tipps und „Hausmittel“, welche die verschiedenen Symptome bei PMS lindern sollen. Wissenschaftlich bewiesen ist deren Wirksamkeit meist nicht. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht wirken. Vielleicht müssen Sie ein wenig ausprobieren.

  • Sport: Bewegen Sie sich möglichst viel im Alltag und treiben Sie Sport, am besten Ausdauersport. Laufen, wandern, radeln oder schwimmen Sie mindestens dreimal pro Woche. Sport hellt das Gemüt auf, hebt die Laune und vertreibt Stress. Die meisten fühlen sich besser und entspannter, wenn sie sich körperlich ausgepowert haben. Außerdem schwinden die Wassereinlagerungen und die Schmerzen im Unterleib lassen aufgrund der angekurbelten Durchblutung nach.
  • Entspannung: Erlernen Sie eine Entspannungsmethode, zum Beispiel Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Auch ein Bewegungstraining wie Yoga, Tai Chi oder Qigong verbessern das Körpergefühl und vertreiben trübe Gedanken.
  • Sorgen Sie für ausreichenden und vor allem guten Schlaf.

Prämenstruelles Syndrom und Ernährung

Auch über die Ernährung können Sie ein Prämenstruelles Syndrom eventuell positiv beeinflussen:

  • Verzichten Sie auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin oder Koffein
  • Essen Sie nicht zu viel Süßigkeiten wie Schokolade, Kekse oder Kuchen
  • Ernähren Sie sich gesund mit viel frischem Obst und Gemüse, das Vitamine (Vitamine (B6, D und E) und Mineralien (Calcium, Magnesium) enthält. Greifen Sie vermehrt zu Vollkornprodukten und gesunden ungesättigten Fettsäuren (z.B. Omega-3-Fettsäuren) statt zu tierischen Fette. Achten Sie zudem auf Ihren Salzkonsum – wenn Sie zu viel davon erwischen, verstärken sich die Wassereinlagerungen.
  • Versuchen Sie auch, weniger zu trinken als sonst – so wirken Sie verstärkten Wassereinlagerungen entgegen.

PMS

PMS: Symptome

PMS betrifft rund 80 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter. Sie bekommen jeweils zwei Wochen bis drei Tage vor Beginn der Monatsblutung verschiedene körperliche und/oder psychische Beschwerden, die mit dem Einsetzen der Periode wieder verschwinden. Art und Ausmaß der Symptome sind von Frau zu Frau unterschiedlich. Außerdem können sie von Monat zu Monat variieren.

Körperliche PMS-Symptome

Mögliche körperliche PMS-Symptome sind zum Beispiel:

  • Unterleibsschmerzen
  • Druckgefühl im Unterbauch
  • Durchfall bzw. Verstopfung
  • Kreislaufprobleme, Schwindel
  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche
  • Rückenschmerzen
  • unreine Haut, Pickel

Außerdem kann sich der Appetit durch PMS verändern: Manche Frauen leiden unter Heißhungerattacken, andere klagen dagegen über Appetitlosigkeit und Völlegefühl. Auch Übelkeit vor der Periode sowie ein Blähbauch sind möglich. Manche Frauen berichten auch von einer Gewichtszunahme vor der Periode. Diese beruht weniger auf einer gesteigerten Nahrungsaufnahme als auf einer Einlagerung von Wasser in das Gewebe.

Brustspannen und Brustschmerzen vor der Periode sind ebenfalls mögliche Anzeichen von PMS. Mediziner sprechen hierbei von Mastodynie. Charakteristisch sind stechende oder ziehende Schmerzen. Oft ist die Brust auch vergrößert, weil durch das hormonelle Ungleichgewicht vor der Periode Wasser im Brustgewebe eingelagert wird. Mit Beginn der Menstruationsblutung bilden sich diese Wasseransammlungen (Ödeme) wieder zurück.

Von der Mastodynie zu unterscheiden ist die Mastalgie. Das sind Brustschmerzen unabhängig von der Regelblutung (also zyklusunabhängig). Sie können etwa durch Zysten, eine Brustentzündung oder Brustkrebs verursacht sein.

Kopfschmerzen vor der Periode sind ebenfalls keine Seltenheit bei PMS. Viele Frauen leiden vor der Regelblutung unter Druckschmerzen mitten auf dem Kopf. Bei einigen Betroffenen wachsen sich die Kopfschmerzen zu einer Migräne aus. Generell können Frauen vor der Regelblutung deutlich sensibler auf Reize wie helles Licht, Lärm, Gerüche oder Berührungen reagieren, die dann oft als extrem unangenehm empfunden werden. Zudem können PMS-Betroffene in dieser Zeit schlechter mit Zeitdruck oder Stress umgehen.

Psychische PMS-Symptome

Meist geht PMS nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit psychischen Beschwerden einher. So sind betroffene Frauen in der Zeit vor der Regelblutung oft gereizt. Außerdem werden sie schneller müde, benötigen öfter Pausen und mehr Schlaf als gewöhnlich. Weitere psychische PMS-Symptome, die häufig beobachtet werden, sind:

  • plötzliche Wutanfälle
  • depressive Verstimmungen
  • größere Ängstlichkeit
  • Interessenlosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • innere Unruhe
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Hyperaktivität

Viele Frauen fühlen sich in der Zeit vor der Regelblutung auch schneller überfordert. Sie machen sich mehr Sorgen und haben ein Gefühl von Kontrollverlust. Viele sind zudem traurig oder depressiv verstimmt. Oft ist dadurch auch das Selbstwertgefühl beeinträchtigt. Das verstärkt das negative Gesamtempfinden, was wiederum andere PMS-Symptome wie Ängstlichkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen verstärken kann. So geraten die betroffenen Frauen oft in einen Kreislauf aus negativen Emotionen.

Die Traurigkeit oder depressive Verstimmung vor der Periode hat oft keinen objektiven Grund. Sie kann auch plötzlich wieder verschwinden. Diese unerklärlichen Stimmungsschwankungen führen oft zu Problemen mit dem Partner, der Familie oder Freunden.

Wenn Sie unter psychischen PMS-Symptomen leiden, heißt das nicht, dass Sie psychisch krank sind. Die seelischen Veränderungen werden – genauso wie die körperlichen – unter anderem durch den veränderten Hormonspiegel hervorgerufen. Ebenso wie die körperlichen PMS-Symptome verschwinden auch die psychischen Beschwerden ein bis zwei Tage vor der Regelblutung.

Häufige Symptome bei PMS Viele Frauen leiden am Prämenstruellen Syndrom, jedoch können sich die Symptome von Frau zu Frau unterscheiden.

Einige PMS-Symptome wie Stimmungsschwankungen, Unterbauchschmerzen, Übelkeit und Heißhungerattacken könnten auch auf eine Schwangerschaft hindeuten. Doch gerade zu Beginn einer Schwangerschaft treten darüber hinaus weitere, klar vom PMS abgrenzbare Beschwerden auf. Dazu zählen vor allem die Morgenübelkeit, eine dauerhaft leicht erhöhte Temperatur sowie extreme Erschöpfung. Und spätestens, wenn die nächste Menstruationsblutung ausbleibt, klärt sich die Frage: PMS oder schwanger?

Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS)

Bei etwa fünf Prozent der PMS-Betroffenen ist die Belastung durch das Prämenstruelle Syndrom so groß, dass der normale Tagesablauf, das Berufs- und Familienleben davon beeinträchtigt werden. Diese besonders schweren Fälle werden als Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) bezeichnet. Sie gilt – im Gegensatz zum PMS – als Erkrankung.

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    Dr. med. Marc Schmidt,
    Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

  • Dr. med. Marc Schmidt

    Als PMS (Prämenstruelles Syndrom) bezeichnet man Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, Brustspannen oder ein Völlegefühl (Blähbauch), welche ausschließlich vor der beginnenden Monatsblutung auftreten und bei einsetzender Blutung auch wieder verschwindet. Sie sind also klar mit der Menstruation assoziiert.

  • Dr. med. Marc Schmidt

    Durch Verzehr von Schokolade erhöht sich der Zucker- und Insulinspiegel. Dies führt indirekt zu einem „besseren Gefühl“, ändert jedoch am eigentlichen PMS nichts. Vorbeugend können Sie versuchen, sich ausgewogen zu ernähren, ausreichend zu schlafen und Sport zu treiben. Manchmal lindert auch Mönchspfeffer (Agnus castus) das Auftreten der Beschwerden.

  • Dr. med. Marc Schmidt

    Wenn trotz der genannten Tipps die Beschwerden anhalten, könnte auch eine hormonelle Störung der Grund sein. Eine Schilddrüsenfehlfunktion oder eine Erhöhung des Hormons Prolaktin führen manchmal – wie auch beginnende Wechseljahre – zu einer Gelbkörperschwäche, die das PMS auslöst. Wenn Sie den Verdacht haben, das könnte bei Ihnen der Fall sein, lassen Sie Ihre Hormonwerte überprüfen.

  • Dr. med. Marc Schmidt,
    Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    Dr. Schmidt ist spezialisiert auf Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und betreibt eine eigene Facharztpraxis in München.

Gefühle außer Kontrolle

Auch der Hausarzt weiß mit dem Begriff PDMS oft nichts anzufangen. „Die Betroffenen sollten einen Psychiater aufsuchen, der sich bestenfalls auf endokrinologische Störungen spezialisiert haben sollte oder sich für geschlechtsspezifische Medizin interessiert“, rät Krüger. Experten sind auch gynäkologische Endokrinologen. „In großen Städten gibt es vielfach Hormonsprechstunden oder Zentren für Frauengesundheit, die für diese Patientinnen geeignet sein können.“ Abseits von Ballungsgebieten kann die Suche nach einem Spezialisten allerdings schwierig sein.

Die Möglichkeiten der Diagnose sind gering, da die meisten Blutwerte einschließlich der Hormonwerte in der Regel unauffällig sind. Patientinnen ist zu empfehlen, mindestens über drei Zyklen ein Stimmungstagebuch zu führen und dieses zum Arztbesuch mitzubringen. Der Mediziner kann daran prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Symptomen und bestimmten Zyklusphasen gibt. Charakteristisch für die PMDS ist, dass die Beschwerden mit Einsetzen der Regelblutung verschwinden, da in der ersten Zyklushälfte auch bei den Betroffenen die Hormonkonstellation optimal ist. Die Symp­tome kehren erst in den kritischen Tagen des nächsten Zyklus zurück. Neben einer gründlichen Ana­mnese gehört auch eine körperliche Untersuchung zur Diagnose. Psychiatrische Erkrankungen mit ähnlichen Merkmalen wie Depressionen, Borderline-Störung oder Angststörungen muss der Arzt ausschließen können.

Nicht eine Pille für alle

Ein spezialisierter Arzt ist nicht nur erforderlich, um die Störung richtig zu diagnostizieren, sondern auch, um sie adäquat zu behandeln. Faktoren wie Schwere des Syndroms, Alter und Lebenssituation der Patientin, Symptombild sowie allgemeiner Gesundheitszustand und medizinische Vorgeschichte sollten miteinbezogen werden. „Bei der Auswahl der Therapie ist viel Feingefühl gefragt“, erklärt Krüger. „Ich frage als Erstes danach, was die Patientin für Erwartungen hat. Auch Ängste und Abneigungen gegen bestimmte Maßnahmen müssen ernst genommen werden.“ Schließlich gehe es hier nicht um eine Behandlung, die wenige Tage oder Wochen ausgehalten werden müsse. „Viele Frauen müssen daran bis zum Eintritt der Wechseljahre festhalten“, so die Expertin.

Empfehlungen, die vor allem bei eher leichten Beschwerden helfen, sind eine Ernährungsumstellung, Stress­management, Entspannungstechniken oder die Einnahme bestimmter Vitamine. Sport hat einen allgemein günstigen Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden und wirkt auch den häufig auftretenden Wasser­einlagerungen entgegen. „Bei der Ernährung ist zu beachten, dass bestimmte Inhaltsstoffe von Lebens- und Genussmitteln die Beschwerden verstärken können“, weiß Krüger. Alkohol etwa verschlimmere die Symptomatik, beispielsweise die Neigung, übermäßig Wasser ins Gewebe einzulagern.

Bei stärkeren Formen von PMDS helfen diese Maßnahmen nicht. Hier kann der Arzt einen medikamentösen Therapieversuch mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) unternehmen, die die Patientinnen jedoch im Unterschied zur normalen anti­depressiven Behandlung nur in der zweiten Phase des Monatszyklus nehmen sollen. Auch hormonelle Thera­pien können helfen. Wichtig ist, dass die gewöhnliche Pille meist nicht geeignet ist, die PMDS zu behandeln. Die Patientinnen benötigen stattdessen Präparate mit speziellen, für sie geeigneten Hormonzusammensetzungen.

Pflanzliche Alternativen

Frauen, die pflanzliche Alternativen bevorzugen, kann der Apotheker Präparate mit Mönchspfeffer oder Traubensilberkerze empfehlen. Es gibt zudem Hinweise, dass die Einnahme von Vit­amin B6 die Beschwerden lindern könnte. Bianca Neumann hat nach vielen erfolglosen Therapieversuchen Erleichterung durch einen Verhütungsring gefunden. Seit knapp zwei Monaten ist sie symptomfrei. Betroffenen Frauen rät sie, nicht die Hoffnung auf Hilfe aufzugeben und sich vor allem selbst keine Vorwürfe zu machen. /

PMS – Prämenstruelles Syndrom

Veröffentlicht von cyclotest 01.04.2019 Kategorie(n): Mein Zyklusgeschehen, Meine Regel

Was ist das Prämenstruelle Syndrom (PMS)?

PMS (Prämenstruelles Syndrom) umfasst bestimmte Beschwerden, die bei Frauen im Zeitraum nach dem Eisprungtag bis zur Monatsblutung auftreten können. Zum Prämenstruellen Syndrom zählen Symptome wie Schmerzen, Übelkeit und schlechte Laune. Das Prämenstruelle Syndrom kann bei allen gebärfähigen Frauen auftreten.

PMS oder Prämenstruelles Syndrom – den Begriff hat wohl jeder schon einmal gehört. Was genau hat es mit diesen Beschwerden auf sich? Erst Anfang des 20. Jahrhunderts hat man den Zusammenhang zwischen dem weiblichen Hormonhaushalt und PMS erkannt. 1931 wurden erstmals prämenstruelle Beschwerden von Robert T. Frank als eigenes Krankheitsbild identifiziert („premenstrual tension“). Darin wurde es als eine Kombination aus physischen und psychischen Symptomen beschrieben.

Wer kennt sie nicht, diese lästigen Tage in der zweiten Zyklushälfte: Der Unterleib schmerzt und die Brüste spannen. Wenn man sie doch einfach streichen könnte. Hast Du Dich schon mal gefragt, warum die PMS-Beschwerden Dich so quälen? Zusammengefasst werden all diese Störungen unter Menstruationsbeschwerden.

Hier erfährst Du, was das Wort Prämenstruelles Syndrom bedeutet, was seine Ursachen sein können und welche Symptome mit PMS damit verbunden sind. Kennst Du Dich damit schon aus? Dann kannst Du gleich mit dem PMS-Test starten und Dir die anschließenden Tipps holen.

Prämenstruelles Syndrom: Ursachen?

Bis heute gibt es keine genauen Ergebnisse, warum Frauen an den lästigen Beschwerden leiden müssen.

Die wahrscheinlichsten Ursachen von PMS im Überblick:

  • Hormonschankungen in der zweiten Zyklushälfte
  • Sinkender Serotoninspiegel in der zweiten Zyklusphase
  • Ungünstiger Lebensstil
  • Psychosoziale Konflikte

Vermutet wird vor allem, dass die Ursache die Hormonschwankungen in der zweiten Zyklushälfte des weiblichen Zyklus liegt. Die hormonellen Veränderungen führen zu einem Ungleichgewicht von Östrogen und Progesteron. Konkret vermindert sich nämlich die Ausschüttung von Östrogen, während gleichzeitig die Progesteron-Produktion (ein Gelbkörperhormon) einsetzt.

Eine besondere Rolle scheint auch der Botenstoff Serotonin einzunehmen: Der Serotoninspiegel sowie die Menge körpereigener Endorphine sinken in der zweiten Zyklushälfte. Untersuchungen deuten darauf hin, dass ein Wechselspiel zwischen dem vegetativen Nervensystem, dem Hirnstoffwechsel und der Funktion der Eierstöcke die Beschwerden auslösen. Die genauen Stoffwechselfaktoren sind allerdings bis heute nicht bekannt.2

Gibt es noch weitere PMS-Ursachen? Auch der Lebensstil – Ernährung, Bewegung, Stress – soll den Schweregrad der Beschwerden verursachen. Diese können insbesondere durch einen Mangel an Vitaminen oder durch Stress herbeigeführt oder zumindest begünstigt werden.1, 3 Ungünstig kann sich beispielsweise der Genuss von Kaffee bzw. Koffein oder Nikotin auswirken; gleiches gilt für Schlafstörungen und Mangel an Bewegung.

Weitere mögliche Faktoren sind psychosoziale Konflikte wie Beziehungsprobleme und eine berufliche Überlastung sowie eine familiäre Vorbelastung mit psychischen Erkrankungen (zum Beispiel Depressionen). Diese Faktoren gelten als Risikofaktor für PMS.

Bei einer PMS-Therapie sollte zudem immer auch eine mögliche Gelbkörperschwäche untersucht werden, da diese oftmals dem PMS zugrundeliegt, das sich häufig auch durch schmerzhafte Beschwerden äußert.

Wer leidet unter PMS?

Es ist davon auszugehen, dass jede zweite Frau im geschlechtsreifen Alter prämenstruelle Beschwerden in der zweiten Monatshälfte wahrnimmt. Diese können unterschiedlich heftig ausfallen und körperlicher oder psychischer Natur sein. Bei Frauen über 35 erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, PMS-Anzeichen zu bemerken.1, 3 Etwa 25 Prozent der Betroffenen leiden darunter. Rund 5 Prozent fühlen sich dadurch in ihrem Alltag stark beeinträchtigt.

In der Zeit vor den Wechseljahren findet die Regelblutung nicht mehr regelmäßig statt. Diese Veränderung geht zudem mit Hormonschwankungen einher. Es wird weniger Östrogen produziert und es kann zu einem Abfall des Progesteron-Spiegels kommen. Dies kann PMS-ähnliche Symptome auslösen oder verschlimmern. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sie in den Wechseljahren gemindert oder sogar unterbunden werden.3

Als Unterart von PMS ist die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDD/PMDS) zu nennen. Bei PMDD bzw. PMDS sind die Beschwerden besonders stark ausgeprägt und der Alltag kann, sowohl privat als auch beruflich, nicht mehr in geregelter Weise stattfinden. Frauen, die an dieser Störung leiden, müssen sich in der PMS-Zeit krankschreiben lassen. Das betrifft immerhin ungefähr 5 % der Frauen im fertilen Alter. Eine ärztliche Behandlung ist bei PMDD bzw. PMDS unabdingbar.3

Welche Symptome treten bei PMS auf?

Da Frauen auf unterschiedliche Weise betroffen sind, möchten wir aufklären, welche Beschwerden auftreten können, da viele oft gar nicht wissen, dass ihre Leiden – wie beispielsweise Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen – vom Prämenstruellen Syndrom kommen können. Hierbei unterscheidet man zwischen körperlichen und psychischen Leiden. Diese können entweder einzeln oder zusammen auftreten.

Die Grafik gibt Dir einen Überblick über die häufigsten Symptome bei PMS. Viele Frauen leiden am Prämenstruellen Syndrom, aber die Symptome können sich von Frau zu Frau unterscheiden.

PMS-Symptome: Körperliche PMS-Symptome und psychische PMS-Symptome

Viele PMS-Beschwerden sind die gleichen wie bei Regelschmerzen: Dazu zählen Krämpfe im Unterbauch, Übelkeit, Rückenschmerzen oder Gereiztheit.

PMS verursacht Wassereinlagerungen & Co

Zu den weiteren körperlichen Beeinträchtigungen bei PMS gehören Wassereinlagerungen im Gewebe, die man auch Ödeme nennt. Die Wassereinlagerungen lassen den Körper „aufgeschwemmt“ wirken, weshalb man sich dicker fühlt als zu Beginn des Monats.

Oft führen die Wassereinlagerungen und hormonellen Schwankungen zu einer Gewichtszunahme. Auch der auftretende Heißhunger kann zu der ungewünschten Gewichtszunahme beitragen.Zusätzlich kann auch ein Spannen in der Brust (Mastodynie) oder Brustschmerzen auftreten. Berührungen werden dann unangenehm.

Außerdem fühlen viele Frauen vor der Regel eine große Müdigkeit oder Abgeschlagenheit. Durch die Müdigkeit möchten viele Betroffene am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Auch Übelkeit, Verdauungsstörungen, Völlegefühl, Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Migräne oder Rückenschmerzen können auftreten. Auch erhöhte Sensibilität auf Reize, wie zum Beispiel Licht, Geruch, Lärm oder Berührung, kann verspürt werden. In der PMS-Zeit tritt oftmals unreine Haut auf.

PMS-Symptom oder doch etwas anderes?

Die Beschwerden stellen in Einzelfällen Anzeichen für Krankheiten dar. Typische Unterbauchschmerzen könnten auf eine Endometriose hinweisen, wenn diese nicht in der PMS-Zeit auftreten. Im Falle einer solchen Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter wächst, treten meist weitere Symptome auf wie sehr starke Regelbeschwerden oder Schmerzen beim Sex. Es könnte sich auch um den Beginn der Wechseljahre (z. B. wenn Hitzewallungen und Schweißausbrüche mit einhergehen) oder, in Ausnahmefällen, um eine Schilddrüsenstörung handeln.3

Bestimmte Anzeichen von PMS können auch mit den Symptomen einer Frühschwangerschaft verwechselt werden.1 Zu diesen ersten Schwangerschaftsanzeichen zählt beispielsweise Brustspannen, Ziehen im Unterbauch, Heißhungerattacken oder Stimmungsschwankungen. Es kann daher passieren, dass die Anzeichen einer Schwangerschaft mit denen des Prämenstruellen Syndroms verwechselt werden. Daher ist die Frage „PMS oder schwanger?“ durchaus berechtigt.

Klarheit schaffen kann hier aber nur die (nicht) ausbleibende Periodenblutung, ein Urintest zur Schwangerschaftsfeststellung und/oder ein Besuch beim Arzt. Viele Frauen geben an, dass sie eine Schwangerschaft sofort bemerkt hatten und von PMS abgrenzen konnten. Allerdings benötigt man dazu eine große Vertrautheit mit dem eigenen Körper und seinen Signalen, um sie richtig deuten zu können.

In den meisten Fällen geht PMS nicht nur mit körperlichen, sondern auch mit seelischen Beschwerden einher.

Zu den psychischen Symptomen des prämenstruellen Syndroms zählen:

  • Stimmungsschwankungen
  • Depressionen, depressive Verstimmungen
  • Antriebslosigkeit
  • Hyperaktivität, Ruhelosigkeit
  • Angstzustände
  • Gefühl von Überforderung und Kontrollverlust
  • Aggressivität, Reizbarkeit
  • Veränderungen des Appetits, Heißhungerattacken
  • grundloses Weinen oder Lachen
  • vermindertes Selbstwertgefühl

Hinweis:

Wenn Du von psychischen PMS-Symptomen betroffen bist, heißt das nicht, dass Du auch psychisch krank bist. Die seelischen Veränderungen werden – genauso wie die körperlichen – durch den veränderten Spiegel der Hormone hervorgerufen.

PMS-Symptome: Dauer und ab wann?

In den ersten 2 bis 3 Wochen des Menstruationszyklus fühlen sich die meisten Frauen wohl in ihrer Haut, sind positiv gestimmt und erfreuen sich einer hohen Libido. PMS macht sich dann in der zweiten Menstruationszyklushälfte bemerkbar.

Wann beginnt das PMS?

PMS tritt fast ausschließlich bei Zyklen mit einem Eisprung auf. Es wird daher zu den körperlichen Eisprung-Symptomen gezählt. Die psychischen und physischen Beschwerlichkeiten beginnen meist bis zu 14 Tage vor der Menstruationsblutung.

Besonders stark zeigen sich die Auswirkungen etwa fünf Tage nachdem der Progesteronspiegel seinen Höhepunkt erreicht hat. Das sind 4 bis 10 Tage vor Einsetzen der Regel. Sobald die Menstruation einsetzt, lassen die Beschwerden meist wieder nach, da der Progesteron-Spiegel sinkt. Es kann allerdings auch vorkommen, dass sie auch darüber hinaus anhalten.2

Dauer der PMS-Phase

Die Dauer dieser Phase ist von Betroffener zu Betroffener unterschiedlich. Die Symptome können sich die ganze 2. Zyklushälfte über zeigen und sich sogar bis zum Beginn der Blutung verschlimmern. Sie können allerdings auch an einzelnen Tagen oder über einen kürzeren Zeitraum auftreten.

Prämenstruelles Syndrom: Tagebuch

Wenn Du vermutest, an PMS zu leiden, solltest Du Deine Beschwerden dokumentieren. Besser als ein Periodenkalender kann ein PMS-Tagebuch helfen. Hierzu notierst Du neben Deinen Periodendetails über mehrere Zyklen hinweg, wann welche Symptome auftreten und wie stark diese sind. Damit kannst Du prüfen, ob die Beeinträchtigungen tatsächlich mit dem Menstruationszyklus zusammenhängen.

Anwendungsbeispiel: PMS (Prämenstruelles Syndrom)-Tagebuch

Die Grafik zeigt Dir ein Ausfüllbeispiel. In die obere Zeile trägst Du den aktuellen Kalendermonat ein, kreuzt das Datum des ersten Tags Deiner Regelblutung an und markierst deren Länge. Halte alle Störungen sowie deren Stärke in der Tabelle fest. Zusätzliche Symptome kannst Du in den leeren Zeilen notieren.

Führe das PMS-Tagebuch am besten über mindestens 2 bis 3 Monate. Es kann auch zur Vorbereitung auf einen Besuch beim Arzt sinnvoll sein.

Lade Dir gleich das PMS-Tagebuch als Vorlage zum Ausdrucken herunter.

Wenn Du eine Verschlimmerung Deiner Symptome beobachtest oder Du bereits in den ersten Wochen Deines Monatszyklus symptomatische Schmerzen hast, könnte gegebenenfalls mehr dahinterstecken als „nur PMS“ und Du solltest das während einer gynäkologischen Untersuchung bei einem Frauenarzt abklären.

PMS? Mach den PMS-Test!

Möchtest Du wissen, ob die Symptome, die Dich plagen, PMS sein können? Dann mach den Test! Bitte berücksichtige aber nur die Beschwerden, die bei Dir kurz nach dem Eisprungzeitpunkt bis zur Menstruationsblutung auftauchen.

PMS-Testfragen

  1. Leidest Du vor Deiner Periode unter Stimmungsschwankungen oder bist Du grundlos gereizt?
  2. Fühlst Du Dich vor Deiner Regel müde, k.o. und ohne Energie?
  3. Hast Du vor Deinen Tagen oft Heißhunger auf Süßes?
  4. Hast Du vor der Periode berührungsempfindlichere Brüste als sonst?
  5. Leidest Du vor Deiner Periode an Kopf-, Rücken- oder Bauchschmerzen?
  6. Bist Du vergesslicher oder unkonzentrierter als gewöhnlich?
  7. Fühlst Du Dich durch körperliche Beschwerden oder Schmerzen in Deiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt?
  8. Machst Du Dir öfter Sorgen und bist Du in Entscheidungen unsicherer als sonst?

PMS-Test: Auswertung

  • Du hast 1 Frage oder keine mit ja beantwortet – Wahrscheinlich kein PMS

Das Prämenstruelle Syndrom ist für Dich ein Fremdwort. Vermutlich hast Du gerade überhaupt das erste Mal davon gehört und wirst Dir denken: Brauch ich wirklich nicht! Sei froh, dass Du PMS nur in der Theorie kennst.

  • Du hast zwischen 2 – 5 Fragen mit ja beantwortet – Leichte PMS-Neigung

Dir sind die beschriebenen Symptome nicht fremd, aber Du kannst damit leben, weil Du nicht dauernd damit zu kämpfen hast. Wenn Du unsere Tipps befolgst, kannst Du die Auswirkungen sicherlich noch weiter reduzieren.

  • Du hast mehr als 5 Fragen mit ja beantwortet – Wahrscheinlich leidest Du unter PMS

Du erkennst Dich 1:1 wieder und denkst, dass genau Du hier beschrieben bist? Dann leidest Du offensichtlich unter PMS. Kleiner Trost: Das geht nicht nur Dir so. Und es gibt Hilfe – lies Dir unsere Tipps durch oder frag Deinen Gynäkologen. Kopf hoch – die Auswirkungen lassen sich lindern, so dass Dir die Tage vor den Tagen nicht mehr wie der blanke Horror vorkommen müssen.

Was tun bei PMS?

Wenn Du unter PMS leidest, bist Du diesem lästigen Leiden nicht hilflos ausgeliefert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Auswirkungen zu lindern und Dein Befinden zu bessern. Da nicht alle Betroffenen gleichermaßen unter den Symptomen leiden, muss jede Frau ausprobieren, welche Maßnahmen ihr am besten helfen.

Mit einer smarten App kannst Du einfach Deinen Zyklus auswerten und feststellen, wann die kritische Zykluszeit beginnt – lass Dir einfach die PMS-Zeit anzeigen. Auf diese Weise bist Du gewarnt, kannst rechtzeitig entsprechende Vorbeugemaßnahmen treffen und Deine Tagesplanung zumindest ein bisschen darauf abstimmen. Das Beobachten der Körpersymptome hilft Dir außerdem dabei, die Vorgänge besser verstehen zu lernen und mögliche Unregelmäßigkeiten oder Krankheiten zu identifizieren.

Gibst Du innerhalb Deiner PMS-Zeit unter Stimmung „sensibel“ oder „traurig“ ein, so wirst Du durch eine Wolke zusätzlich auf die kritische Phase aufmerksam gemacht.

Auch der smarte Minicomputer cyclotest myWay zeigt Dir die PMS-Zeit an. Betroffene Frauen können dadurch besser einschätzen, wann die kritische Zeit ansteht und Maßnahmen zur Vorbeugung treffen.

Welche Medikamente helfen bei PMS?

Schmerzen können mit Schmerzmittel behandelt werden. Gegen Wassereinlagerungen helfen Patientinnen ausschwemmende Medikamente. Depressionen bzw. depressive Verstimmungen lassen sich mit stimmungsaufhellenden Präparaten wie Antidepressiva behandeln.

Es liegen schwache Hinweise darauf vor, dass eine Kombinationspille (enthält das Gestagen Drospirenon sowie das niedrig dosierte Hormon Östrogen) gegen PMS helfen kann. Ob der Einsatz dieser Hormone sinnvoll ist, sollte natürlich ein Arzt nach einer gründlichen Diagnose entscheiden. Aber wie alle Medikamente und wie jedes hormonelle Verhütungsmittel hat auch die Pille bzw. Minipille Nebenwirkungen.

Und wenn eine Schwangerschaft erwünscht ist, scheidet diese Methode sowieso aus; daher sind natürliche Präparate eine willkommene Alternative zu Antidepressiva, Schmerzmitteln oder weiteren Mitteln. Pflanzliche Medikamente können dann bei PMS eingesetzt werden.

Mönchspfeffer lindert vor allem Schmerzen in der Brust und kann sich positiv auf das Zyklusgeschehen auswirken. Er gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen und hat sich bei der Behandlung von PMS einen festen Platz erobert. Eine Tasse Ingwertee ist sehr wohltuend bei Kopfschmerzen.

Weitere Heilpflanzen zur PMS-Behandlung, die meist als Teeaufguss getrunken werden können, sind Frauenmantel, Schafgarbe, Mexican Wild Yam (Jamswurzel), Lavendelblüten, Baldrian oder Hopfen. Gerade Frauenmanteltee soll bei PMS spürbar lindernd wirken. Damit Heilpflanzen ihre Wirkung entfalten können, müssen sie über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Du musst also ein wenig Geduld haben, wenn Du das Prämenstruelle Syndrom sanft und auf natürliche Weise bekämpfen möchtest.3

Was essen bei PMS?

Schlechter Laune vor der Regelblutung kann man durch die richtige Ernährung bei PMS entgegenwirken. Salzhaltigen Lebensmitteln oder Schokolade solltest Du aus dem Weg gehen, da diese Produkte bei übermäßigem Verzehr nicht nur schlecht für Deine Gesundheit sind, sondern auch, da sie die Unpässlichkeit begünstigen können.

Milchprodukte und rotes Fleisch können diese Beschwerden ebenfalls fördern. Spezielle Rezepte gegen PMS mit den optimalen Lebensmitteln können zur Linderung beitragen.

Koch Dir Gute-Laune-Gerichte bei PMS, die Deinen Verstimmungen natürlich entgegenwirken.

Die richtige Ernährung bei PMS | Foto: © cyclotest

Persönliche Erfahrung bei PMS

Maggie vom Blog We are the Ladies ist Expertin für Verhütung, Zykluswissen und viele Themen rund um Frauengesundheit. Hier hat sie für uns ein paar wertvolle Tipps gegen PMS zusammengestellt:

  • Sich bewegen:
    Wenn Ihr insbesondere an Wassereinlagerungen leidet – auch ein weit verbreitetes Symptom vor den Tagen –, hilft körperliche Aktivität, das eingelagerte Wasser schneller abzutransportieren. Sport fördert außerdem die Durchblutung und kann Krämpfe in der Gebärmutter lindern.
  • Entspannen:
    Wer sich nicht so gern sportlich betätigt, kann auf Meditation und andere Entspannungstechniken zurückgreifen. Entspannung bedeutet für viele aber auch einfach nur, sich in die Badewanne zu legen, Musik zu hören, zu lesen oder einen guten Film zu schauen.
  • Gesund ernähren:
    Euer Körper benötigt nun viele Vitamine und Mineralien, also am besten viel Obst und Gemüse essen. Im Idealfall verzichtet Ihr in der Zeit vor Eurer Blutung auf (zu viel) Alkohol, Koffein und Zucker. Hilfreich können auch Kräutertees sein, zum Beispiel aus Frauenmantelkraut, Melissenblättern und Kamillenblüten.
  • Nahrung ergänzen:
    Es gibt leider keine wissenschaftlichen Studien, die belegen, welche Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich gegen das prämenstruelle Syndrom helfen. Trotzdem hat sich ein Trend unter Frauen abgezeichnet: So schwören viele auf Magnesium, Johanniskraut, Yamswurzel, Folsäure und Mönchspfeffer. Auch Vitamin B6 und Kalzium können eventuell helfen. Am besten, Ihr sprecht mit Eurem Arzt oder fragt in der Apotheke nach.
  • Schlafen:
    Vielleicht geht es Euch so wie mir, und Ihr schlaft vor Eurer Periodenblutung schlechter als sonst. Wenn möglich, solltet Ihr Euch dann nachmittags noch mal zum Schlafen hinlegen, und sei es nur, um kurz runterzukommen und abzuschalten.

Portrait von Maggie – We are the Ladies

Tipps gegen PMS

Einige Frauen schwören darauf, in der PMS-Zeit moderaten Sport zu treiben. Du könntest zum Beispiel Yoga machen, da es Bewegung und Entspannung vereint. Der Körper wird so besser durchblutet und die Ursachen der Bauchkrämpfe werden bekämpft.

Für die Stimmungsschwankungen, Verstimmungen und Reizbarkeit wird u. a. ein Mangel an Serotonin, das sog. Glückshormon, verantwortlich gemacht. Dem lässt sich durch viel Tageslicht, Sport, Entspannungstechniken oder Massagen entgegenwirken. Über die Ernährung lässt es sich mit Nüssen, Omega-3-Fettsäuren und sogar dunkler Schokolade erhöhen.

Das Prämenstruelle Syndrom kann für eine Beziehung eine große Herausforderung darstellen. Manche Frauen spüren ihre Symptome sehr stark. Als Mann ist es sicherlich nicht leicht, immer damit umzugehen. Du könntest Deine Partnerin körperlich, mental und emotional unterstützen.

Hilfe im Haushalt und bei anderen körperlich anstrengenden Tätigkeiten wird sicherlich gerne angenommen. Du könntest das Kochen übernehmen und dabei besonders auf krampflindernde Speisen und Getränke achten. Höre ihr zu, zeige Rücksicht und wende dich ihr zu. So kommt ihr beide gut durch die PMS-Phase.

PMDS: Die noch viel schlimmere Version von PMS

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Der Ausbruch kam wieder ganz plötzlich. Ein Streit mit dem pubertierenden Sohn, der Tag war stressig, abends dann die Auseinandersetzung mit ihrem Mann. Kerstin, zusätzlich noch Mutter von Zwillingen, Vollzeit berufstätig, war eh schon gereizt, schmiss eine Vase durch den Raum, packte ihre Sachen und drohte mit Scheidung. Zwei Wochen später lief ihr Leben wieder in ruhigen Bahnen. Ihr Umfeld weiß Kerstins Wutausbrüche mittlerweile einzuordnen, sie leidet unter PMDS, einer prämenstruellen dysphorischen Störung.

Viele Frauen kennen die Stimmungsschwankungen in den Tagen vor ihren Tagen. Neben den körperlichen Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopf-, Bauch-, und Rückenschmerzen sind sie leichter reizbar, können sich schwerer konzentrieren, sind mitunter ängstlich und antriebslos. Wer seinen Zyklus kennt, weiß die Symptome einzuordnen: Typisch PMS-prämenstruelles Syndrom, dann reißt man sich eben einfach etwas am Riemen.

Was sich bei den meisten Frauen als relativ harmlose Stimmungsschwankungen äußert, mit denen man lernt umzugehen, ist bei Kerstin deutlich stärker ausgeprägt. „Im Prinzip ist es eine sehr abrupte Wesensveränderung “, erklärt Dr. Andrea Hocke, Leiterin der Gynäkologischen Psychosomatik der Universitätsfrauenklinik Bonn. „Kompetente, freundliche und lebenstaugliche Menschen können sich aus heiterem Himmel in einen Menschen verwandeln, der sehr reizbar ist und der mit dem Alltag komplett überfordert ist.“

Was passiert da mit dem Körper?

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Zwei wichtige Hormone steuern den Zyklus – das Östrogen in der ersten Hälfte, das Gegasten in der zweiten. Beide Hormone sind letztendlich auch erforderlich für den Eintritt einer Schwangerschaft. Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft, sinkt der Hormonspiegel, die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen, es kommt zur Blutung. „Dieser plötzliche Abfall der Hormone wird auch für die Stimmungsschwankungen verantwortlich gemacht“, erklärt Hocke.

PMDS unterscheidet sich sehr heftig von der weit verbreiteten PMS. Die Stimmung ist wesentlich schlechter, häufig kommt es zu Konflikten in der Familie. „Ich habe immer wieder Patienten, die berichten, sie seien plötzlich wie jemand ganz anderes“, so Hocke. „Es kommt zu Ehekrisen, die Mutter ist den Kindern gegenüber sehr ungehalten, im Job funktioniert man nicht mehr. Und das geht dann eben weit über das Phänomen hinaus, was viele als mir geht es vor der Periode nicht so gut kennen.“

Es ist sehr wichtig, zwischen PMS und PMDS zu unterscheiden, damit die Frauen die mitunter heftigen Stimmungsschwankungen auch tatsächlich als Krankheitsbild erkennen. Und letztlich auch wissen, dass sie damit nicht alleine dastehen. In Deutschland wird PMDS in keinem Diagnosekatalog geführt, deswegen subsummiert sich immer noch alles unter dem allgemeinen Oberbegriff PMS. Wie bei vielen psychischen Erkrankungen besteht dann allerdings leicht die Gefahr, dass man denkt: „Nur ich stelle mich so an“.

Wie erkennt man, dass es sich um PMDS und nicht um eine normale PMS handelt?

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Nicht jeder, der naturgemäß zu heftigen Reaktionen oder zu einer gewissen Grundaggressivität neigt, hat auch PMDS. In der Regel weiß man dann um seine Persönlichkeit, kommt damit selber klar und auch das Umfeld trägt keinen großen Schaden. Sehr weit verbreitet ist die PMDS sowieso nicht. Wer betroffen ist, merkt relativ eindrücklich, dass etwas nicht stimmt. Man leidet extrem unter der Situation und unter den Konsequenzen, die die Stimmungsschwankungen mit sich bringen.

Häufig fällt auch Familienmitgliedern oder engen Freunden eine Veränderung besonders stark auf. Sie äußern dann Sätze wie „Ich habe schon gewusst, dass Du Deine Periode bekommst…“. Sowieso ist das Umfeld oft aufmerksamer als man selber. Wer sich unsicher ist, horcht mal genau in sich hinein. Wie sehr belasten ihn und das Umfeld die Gefühlsausbrüche? „Sollte man nicht mehr in der Lage sein, seinen Alltag zu stemmen, ist das ein Signal, dass man handeln sollte“, so Hocke.

Bevor man sich in Therapie begibt, gilt es zu klären ob die Stimmungsschwankungen hormonell bedingt sind. Hocke rät den Patientinnen, die mit dem Verdacht auf PMDS zu ihr kommen, ein Zyklustagebuch zu führen. Dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Apps, wie Clue, Flo oder mytherapy. Hier kann man täglich aus mehreren Optionen seinen Gemütszustand auswählen und nach zwei bis drei Monaten entweder eine Rhythmik erkennen – oder eben nicht. Treten die Symptome auch in der Mitte des Zyklus auf, ist es eher unwahrscheinlich, dass es sich um eine PMDS handelt.

Was sind die häufigsten Gründe für PMDS?

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Klar, erstmal die Hormone, aber eben nicht nur. „Der Zyklusverlauf ist sicherlich dafür zuständig“, so Hocke „doch ich erlebe sehr häufig Patienten, die zusätzlich noch eine Vorgeschichte mitbringen – psychische Belastungen – und absolute mangelnde Selbstfürsorge. Frauen, die tausendprozentig berufstätig, tausendprozentig Mutter, tausendprozentig Ehefrau und nebenbei auch noch eine gute Freundin sein wollen oder eben müssen. Häufig braucht es dann nur noch die hormonelle Instabilität vor der Periode und dieses Konstrukt stürzt einfach zusammen.“ Perfektionistische, leistungsorientierte Patientinnen, die eine gewisse psychische Verletzlichkeit mitbringen, sind also besonders gefährdet für eine schwere Form der PMDS.

Treffen kann sie jeden – auch unverhofft. Aufgrund der meist bedingten psychischen Vorgeschichte ist die Krankheit aber eher bei jungen Frauen in der Altersspanne von Mitte zwanzig bis Mitte dreißig verbreitet. Die Entwicklung ist individuell, häufig auch Resultat einer Schwangerschaft, die den Körper verändern kann. Frauen, die unter PMDS leiden, können auch Depressionen nach der Geburt bekommen.

Gesprächstherapie, Medikamention oder Yoga im Wald – was hilft bei PMDS?

Verdichtet sich der Verdacht auf PMDS braucht die Patientin Hilfe. Eine probate Methode kann sein, dass die Patientin ihren Zyklus künstlich verlängert – die Pille also, wenn sie sie denn gut verträgt, ohne Pause durchnimmt.

Eine andere Möglichkeit ist die Psychotherapie, mit der auch Hocke bereits sehr viele gute Ergebnisse erzielen konnte. In der Regel arbeitet sie vor allem an dem Thema Selbstfürsorge. Die Frauen lernen achtsamer zu leben, auf ihren Körper zu hören. Dabei helfen können Entspannungsmethoden, Sport und manchmal auch begleitend eine Ernährungsumstellung. Kurz gesagt, die Konzentration auf sich selbst. Kein Multi-Tasking mehr. Frauen können aber aber auch von einer Medikation mit Antidepressiva profitieren.

Im Fall von Kerstin hat die Rückführung zu sich selbst geholfen. Nach einer medikamentösen Behandlung hat sie mit ihrer Therapeutin am „großen Stop“ gearbeitet. Neuerdings macht sie regelmäßig Yoga im Wald. Natürlich ist ihr berufstätiges Leben mit Kindern immer noch anstrengend, aber Kerstin hat gelernt, besser damit umzugehen. Und seitdem fliegen auch keine Vasen mehr.

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Premenstrual Dysphoric Disorder (PMDD)

What is PMS?

Premenstrual syndrome (PMS) is a medical condition that affects some women of childbearing age. More than one in three women suffer from PMS. One in 20 suffer so severely that their lives are seriously affected. PMS is related to a variety of physical and psychological symptoms that occur just before the menstrual period.

What causes PMS?

The exact cause of PMS is unknown, but it seems to be related to the fluctuating levels of hormones (including estrogen and progesterone) that occur in preparation for menstruation.

What are the symptoms of PMS?

There are many symptoms of PMS, and the number and severity of symptoms vary from woman to woman. In addition, the severity of the symptoms can vary from month to month. Common symptoms of PMS include:

  • Bloating
  • Breast tenderness
  • Weight gain
  • Trouble concentrating
  • Headaches/backaches
  • Skin problems/acne
  • Fatigue
  • Tearfulness
  • Irritability/aggression
  • Anxiety
  • Mood swings and/or depression

How is PMS diagnosed?

There is no single test to diagnose PMS. It is a clinical diagnosis which is made by discussing your concerns with your doctor. However, there are some strategies your doctor may use to help diagnose PMS. These include:

PMS symptoms diary — Your doctor may ask you to keep a diary to assess the frequency and severity of symptoms. By doing this, you can see if your symptoms correspond to certain times in your monthly cycle. While your symptoms may vary from month to month, a trend likely will appear after tracking your symptoms for a few months. Sometimes women are surprised to find that the symptoms do not seem to vary with the fluctuation of their hormonal cycles. Women who have many of the emotional symptoms throughout the month may actually suffer from depression and/or anxiety. Making a correct diagnosis is the most important first step towards feeling better.

Thyroid testing — Because thyroid disorders are common in women of childbearing age, and some of the symptoms of PMS—such as weight gain, depression, fatigue—are similar to symptoms of thyroid disorders, your doctor may order a test to evaluate thyroid function. This can help to rule out a thyroid disorder as a cause of your symptoms.

How is PMS treated?

Treatment for PMS is based on relieving symptoms. Treatment begins with a thorough assessment of your symptoms, as well as the impact of them on your daily life.

Education — You will be better able to deal with your symptoms if you can relate how you’re feeling to your menstrual cycles, knowing that you will feel better once your period starts. While symptoms may vary from month to month, the symptoms diary mentioned above can give you a good idea of how your periods affect your physical health and moods. Learning how to cope with the problems in your life may help relieve the stress and irritability you feel before your period. If you experience severe anxiety, irritability, or depression, counseling and/or medication may be helpful.

Nutrition — A healthy diet is important to overall physical and mental wellness. Making changes in your diet—including reducing the amount of caffeine, salt and sugar and staying well-hydrated with water and light juices—may help relieve symptoms of PMS. A number of vitamin supplements are often taken to try to help PMS symptoms, including vitamin B6, vitamin E, calcium, and magnesium. However, none of these supplements have been shown in well-designed studies to be better than placebo (sugar pills or dummy pills, which can help 30 percent of the time without an active ingredient). Talk to your doctor about the safety of trying calcium or magnesium supplements for you. Excess vitamin E or vitamin B6 is usually discouraged due to studies showing concerns about side effects, especially with vitamin B6. This vitamin can cause permanent nerve damage in women with daily doses in excess of 50 mg per day. It is best to try to get your vitamins by eating a diet rich in unprocessed fruits and vegetables.

Exercise — Like a healthy diet, regular exercise can improve your overall health. It also can help relieve and help you cope with the monthly symptoms associated with PMS, especially dysmenorrhea (painful cramping and bloating).

Medications — Over-the-counter pain relievers—such as aspirin and ibuprofen—may help relieve symptoms such as headache, backache, cramps, and breast tenderness. Make sure you have no contraindications such as peptic ulcer disease or kidney disease before using many pain relievers. Medications may be prescribed in cases of depression or anxiety that are disruptive to a woman’s lifestyle. Birth control pills and other hormonal contraceptives can help by controlling the hormonal fluctuations of the monthly cycle.

Can PMS be prevented?

PMS itself cannot be prevented, but through education and appropriate treatment of symptoms, most women can find relief. A healthy lifestyle—including exercise and a proper diet—also can help a woman better manage the symptoms of PMS.

What is PMDD?

Premenstrual dysphoric disorder (PMDD) is a severe form of PMS. The symptoms of PMDD are similar to those of PMS, but are severe enough to interfere with work, social activities, and relationships.

How is PMDD diagnosed?

PMDD is diagnosed when at least five of the following symptoms occur seven to 10 days before menstruation and go away within a few days of the start of the menstrual period:

  • Mood swings
  • Marked anger
  • Irritability
  • Tension
  • Decreased interest in usual activities
  • Fatigue
  • Change in appetite
  • Sleep problems
  • Physical problems, such as bloating

Before a doctor makes a diagnosis of PMDD, he or she will rule out other emotional disorders—such as major depression or panic disorder—as the cause of the symptoms. In addition, underlying medical or gynecological conditions (such as endometriosis, fibroids, menopause, and hormonal problems) that could account for symptoms must be ruled out.

How common is PMDD?

PMDD occurs in 3 to 5 percent of menstruating women. Women with a personal or family history of mood disorders—including major depression or postpartum depression—are at greater risk for developing PMDD.

What causes PMDD?

As with PMS, the exact cause of PMDD is not known. Most researchers, however, believe PMDD is brought about by the hormonal changes related to the menstrual cycle. Recent studies have shown a connection between PMDD and low levels of serotonin, a chemical in the brain that helps transmit nerve signals.

Certain brain cells that use serotonin as a messenger are involved in controlling mood, attention, sleep and pain. Therefore, chronic changes in serotonin levels can lead to PMDD symptoms.

Clinical evaluation should include a comprehensive review of the patient’s symptoms and medical history, a physical exam, a gynecologic exam, and basic laboratory tests as needed.

Psychiatric evaluation should focus on symptoms of depression, seasonal variation of depression (looking for worsening in the winter), alcohol and drug use, early victimization and trauma, family history of affective disorder (a group of disorders characterized by a disturbance of mood), alcoholism, and current situational stresses.

How is PMDD treated?

Many women gain relief from the symptoms of PMDD with education and lifestyle changes including exercise, vitamins, and a caffeine-free diet. Medications, including anti-depressants like selective serotonin reuptake inhibitors (SSRIs), may be used to treat the emotional symptoms of PMDD. Hormonal contraceptives may help, though it is important to be patient until a right fit for the woman’s body chemistry can be found. The optimal hormonal option/method can vary between each person. The FDA has approved the birth control pill Yaz® for the treatment of PMDD. However, other oral contraceptives may also help a woman with PMDD. In addition, individual and group counseling, and stress management can be beneficial in helping a woman cope with PMDD.

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PMS – die 20 häufigsten Symptome des prämenstrualen Syndroms

Aus heiterem Himmel deprimiert und bei der kleinsten Kritik schießen Tränen in die Augen? Viele Frauen kennen dieses Stimmungstief. Es setzt kurz nach der Zyklusmitte ein, etwa vier bis 14 Tage vor Beginn der Regel. Manchmal geht diese Phase nur einen Tag, manchmal bleibt sie bis zum Einsetzen der Regelblutung. Mediziner sprechen dann vom Prämenstruellen Syndrom, kurz PMS. Symptome und Beschwerden treten also in den Tagen kurz vor der Menstruation auf, so sagt es der Name.

PMS und seine Symptome durch sinkendes Östrogen und Serotonin

Ursache sind – so wird es zumindest vermutet – Hormonumstellungen: Nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel. Gleichzeitig steigt der Spiegel des Gelbkörperhormons Progesteron, auf dessen Abbauprodukte manche Frauen empfindlicher reagieren. Diese Schwankung beeinflusst vermutlich auch die Produktion von Botenstoffen, etwa der des „Glückshormons“ Serotonin. Und auch Umweltfaktoren sowie familiäre Veranlagung können mit einfließen.

Doch psychische Veränderungen sind nicht die einzigen Symptome eines PMS. Frauenärzte fassen über 150 Beschwerden als PMS zusammen, sowohl psychischer als auch physischer Natur. Die wichtigsten weiteren Anzeichen sind:

  1. Schlechte Stimmung
  2. Aggressivität
  3. Depression
  4. Körpergewicht steigt, obwohl nicht mehr als sonst gegessen wird. Ursache sind Wassereinlagerungen im Gewebe, die mit Einsetzen der Menstruation wieder verschwinden.
  5. Die Brüste schmerzen und spannen.
  6. Die Brustwarzen sind sehr berührungsempfindlich und tun schnell weh.
  7. Kopfschmerzen
  8. Migräne
  9. Rückenschmerzen
  10. unreines Hautbild
  11. Bauchschmerzen
  12. Blähungen
  13. Übelkeit
  14. Völlegefühl
  15. Heißhunger oder Appetitverlust
  16. Hitzewallungen
  17. Angstgefühle
  18. Schlafstörungen
  19. Konzentrationsstörungen
  20. Reizbarkeit

75 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter haben regelmäßig mit diesen Problemen zu kämpfen. Manche treffen nur ein oder zwei dieser Symptome. Bei sechs Prozent der Frauen treten jedoch mehr dieser Beschwerden auf – und so massiv, dass sie oft arbeitsunfähig sind. Diese schwere Form von PMS wird als prämenstruelle Dysphorie (PMDD) bezeichnet.

PMS oder schwanger?

Gerade, wenn Übelkeit, Stimmungsschwankungen, Ziehen in den Brüsten und Heißhungerattacken deutlich ausgeprägt sind, stellen sich viele Frauen die Frage, ob sie nicht vielleicht doch schwanger sind und die vermeintlichen PMS-Symptome in Wirklichkeit Frühzeichen dafür sind, dass sie ein Baby erwarten.

Ein Schwangerschaftstest ist so kurz nach der potenziellen Befruchtung meist nicht aussagekräftig. Der Urin-Frühtest kann etwa drei bis vier Tage vor vermutlichem Beginn der Menstruation Auskunft geben. Ganz sicher gehen Sie, wenn Sie den Termin der nächsten Regel abwarten: Falls die Blutung eintritt, handelt es sich um PMS und keine Schwangerschaft.

Das hilft gegen die belastenden PMS-Symptome

Sport und Entspannungstechniken gelten als sanfte Hilfen gegen die Qual beim Prämenstruellen Syndrom. Auch pflanzliche Präparate eignen sich zur Behandlung, etwa Mönchspfeffer (Agnus castus) oder Johanniskraut. Auch kalziumreiche Ernährung und Vitamin B6 als eines der sieben wichtigsten Vitamine für Frauen können helfen.

Wer unter PMDD leidet, kann nach Absprache mit den behandelnden Ärzten auch Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI) oder Aldosteronantagonisten – wenn zu Ödemen geneigt wird – einnehmen. Laut Forschern kann aber auch eine gewisse Kombination aus Fettsäuren einige der PMS-Symptome lindern.

Ein Allheilmittel gegen die PMS-Symptome gibt es allerdings leider nicht. Viele Frauen probieren auch Akupunktur oder Entspannungsübungen aus. Andere versuchen, weniger Alkohol und Kaffee zu trinken.

Manche Frauen, die die Antibabypille nehmen, berichten, dass die Beschwerden im Gegensatz zu vorher nachlassen. Andere wiederum sind plötzlich nach Absetzen der Pille beschwerdefrei.

Jede Frau reagiert also individuell – und muss daher am besten selbst herausfinden, was ihr guttut und was gar nicht hilft.

Mit Einsetzen der Periode sind die PMS-Beschwerden dann meist weg – werden dann aber möglicherweise durch Regelbeschwerden abgelöst.

Übrigens kann die Farbe der Periode so einiges über Ihre Gesundheit aussagen:

Das sagt die Farbe der Periode über die Gesundheit aus

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Verwechslungsgefahr mit Endometriose

Der Gynäkologe sollte jedoch in jedem Fall befragt werden, um andere Ursachen für die unterschiedlichen Probleme auszuschließen. Manchmal kann nämlich auch Endometriose Ursache der Bauchschmerzen und anderer „PMS-Symptome“ sein.

Sind die Beschwerden durch PMS sehr stark, kann der Arzt Hormonpräparate verschreiben, die den Eisprung verhindern. Damit fallen die Hormonschwankungen und auch die Probleme vor den Tagen oft weg.

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Schwanger oder PMS: So erkennen Sie den Unterschied

  • Beim PMS bestehen diese Beschwerden schon vor Eintritt der Regelblutung, lassen mit Beginn der Menstruation jedoch nach. Liegt eine Schwangerschaft vor, bleibt der hohen Progesteronspiegel erhalten und somit auch die Beschwerden, die dadurch hervorgerufen werden.
  • So verschwindet die mögliche Müdigkeit beim PMS bereits nach zwei bis drei Tagen. Sind Sie schwanger, hält diese Müdigkeit in der Regel die ersten drei Monate an.
  • Spannungsgefühl und Empfindlichkeit der Brust ist beim PMS nur so lange gegeben, bis die Regelblutung beginnt. Bei einer Schwangerschaft dagegen verstärkt sich dieses Gefühl mit der Zeit.
  • Leiden Sie während des PMS unter Übelkeit, gibt sich das recht schnell, sobald Ihre Monatsblutung einsetzt. Sind Sie schwanger, wird sich diese Übelkeit eher intensivieren.
  • Eine Blutung nach dem Eisprung bedeutet übrigens nicht zwangsläufig, dass Sie nicht schwanger sind. Es kann sich genauso um eine Einnistungsblutung handeln.
  • Ob Sie tatsächlich schwanger sind oder doch nur unter PMS leiden, können Sie gesichert nur durch einen Schwangerschaftstest oder Arzt feststellen lassen.

Schwanger oder PMS: Anzeichen richtig deuten

Ähnliche Symptome bei PMS und Schwangerschaft

Sowohl eine Schwangerschaft im frühen Stadium als auch PMS werden häufig von ziehenden Schmerzen im Unterleib begleitet. Auch ein Ziehen in der Brust sowie Kopfschmerzen sind häufige Anzeichen für beide Zustände. Während viele Frauen unter Heißhungerattacken leiden, stellen andere eher einen Mangel an Appetit an sich fest. Auch ständige Übelkeit ist ein häufiges Symptom. Schließlich sind auch Stimmungsschwankungen ein mögliches Anzeichen sowohl für PMS als auch für eine Schwangerschaft.

Gibt es eindeutige Anzeichen für eine Schwangerschaft?

Es ist kaum möglich, Symptome zu benennen, die zweifelsohne dafür sprechen, dass eine Frau ein Kind erwartet – schließlich können die Beschwerden von Person zu Person variieren. Während eine Frau keinerlei Anzeichen verspürt, treten bei der anderen viele der häufigsten Beschwerden auf. Es gibt jedoch einige Symptome, die typischerweise ziemlich eindeutig auf baldigen Nachwuchs hinweisen können und die eher selten im Rahmen von PMS auftreten. Hierzu zählt die bekannte morgendliche Übelkeit, die eine Schwangerschaft häufig begleitet. Auch anhaltende Müdigkeit sowie eine dauerhaft leicht erhöhte Temperatur werden meist mit einer Schwangerschaft in Verbindung gebracht, nicht jedoch mit PMS.

Frühe Schwangerschaftssymptome – weißt du, worauf du achten solltest?

„Sind das nun frühe Schwangerschaftssymptome oder handelt es sich um das Prämenstruelle Syndrom (PMS)?“ wird die Frage sein, die dich in der zweiwöchigen Wartezeit ständig beschäftigen wird. Du wirst auf jedes Ziepen und Zwicken deines Körpers achten, es analysieren und grübeln, ob DAS vielleicht die ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft sein könnten.

Während du also darauf wartest, endlich einen Schwangerschaftstest zu machen, um dir Gewissheit zu verschaffen, bietet dir dieser Beitrag einen Überblick über frühe Anzeichen einer Schwangerschaft und hilft dir, sie von anderen Symptomen zu unterscheiden.

Könnte eine Schmierblutung vor meiner Regelblutung schon die Einnistungsblutung sein?

In einem Zyklus, in dem es zur Schwangerschaft kommt, nistet sich das befruchtete Ei in der Gebärmutterschleimhaut ein, was zwischen acht und zehn Tagen nach dem Eisprung geschieht. Es wird häufig berichtet, dass dieser Vorgang Schmierblutungen oder leichte Blutungen verursachen kann. Doch trotz dieser verbreiteten Ansicht gibt es keine medizinischen Nachweise für die Existenz der Einnistungsblutung.

Leichte Blutungen vor deiner Regelblutung können aufgrund hormoneller Veränderungen auftreten, weil dein Progesteron-Spiegel rapide absinkt. Im Falle einer Einnistung sorgt der steigende hCG-Spiegel dafür, dass der Progesteron-Spiegel auf einem hohen Niveau bleibt, woraus wir folgern können, dass bei einer tatsächlichen Einnistung keine Blutungen oder Schmierblutungen auftreten.

Die Schlussfolgerung? Es ist zwar nicht ungewöhnlich, Schmierblutungen in der Frühschwangerschaft zu haben, doch es ist wahrscheinlicher, dass diese Blutungen im Verlauf von Zyklen auftreten, in denen es nicht zur Empfängnis gekommen ist.

Können Krämpfe während der zweiwöchigen Wartezeit Symptome einer frühen Schwangerschaft sein?

Nein, Krämpfe sind keine frühen Anzeichen für eine Schwangerschaft. Sieh es einmal so: Falls eine Einnistung stattfindet, geschieht dies für gewöhnlich acht bis zehn Tage nach dem Eisprung und zudem auf einer mikroskopischen, kaum wahrnehmbaren Ebene. Um dir ein besseres Verständnis davon zu vermitteln, wie das aussieht, stell dir den Embryo als halb so groß wie eine Staubmilbe vor. Du bräuchtest eine 10-fache Vergrößerung, um eine Staubmilbe überhaupt erkennen zu können, ganz zu schweigen davon, man könnte spüren, wie sie „zubeißt“. Die Wahrscheinlichkeit, dass du bei der Einnistung irgendwelche körperlichen Symptome spürst, ist daher ziemlich gering.

Es ist zwar nicht ungewöhnlich, in der frühen Schwangerschaft Krämpfe zu haben, doch ohne einen positiven Schwangerschaftstest ist es unmöglich zu sagen, ob diese Krämpfe auf eine Schwangerschaft hindeuten oder dem PMS zuzuschreiben sind. Warum? Weil dasselbe Hormon für beide Symptome verantwortlich ist, also sowohl für das Prämenstruelle Syndrom als auch für die frühen Schwangerschaftssymptome. Am Ende deines Menstruationszyklus ist der Progesteronspiegel immer erhöht, ob du schwanger bist oder nicht. Dadurch werden deine Verdauungsmuskeln entspannt, was zu Blähungen und Völlegefühl führen kann.

Ist weißer Scheidenausfluss ein frühes Schwangerschaftssymptom?

Nun, nein. Scheidenausfluss ist ein ganz natürlicher Bestandteil des weiblichen Zyklus. Weißer Ausfluss, der auch als Leukorrhoe bezeichnet wird, wird zwar häufig mit der Schwangerschaft in Verbindung gebracht, ist jedoch kein definitives Anzeichen für eine Schwangerschaft. Scheidenausfluss dieser Art kann immer dann auftreten, wenn es größere Schwankungen im Östrogenhaushalt gibt. Dies kann während der Frühschwangerschaft passieren, aber auch in den Tagen vor dem Eisprung.

Selbst wenn du schwanger bist, ist die Leukorrhoe für gewöhnlich erst zum Ende des ersten Trimesters oder Anfang des zweiten Trimesters bemerkbar, also schon lange, nachdem du den Schwangerschaftstest gemacht hast. Es mag zwar verlockend sein, etwaige Veränderungen in deinem Ausfluss nach dem Eisprung zu beobachten, doch um eine frühe Schwangerschaft festzustellen, gibt es bessere Anhaltspunkte.

Ist es ein Anzeichen für eine Frühschwangerschaft, wenn du dich müder als sonst fühlst?

Die Beantwortung dieser Frage ist ziemlich kniffelig. Erschöpfung kann durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden, wie zum Beispiel durch Stress, schlechten Schlaf usw. Daher ist es schwierig, zu sagen, ob Müdigkeit ein frühes Schwangerschaftssymptom ist, oder einfach nur auf sonstige Änderungen in deinem Alltag zurückzuführen. Mit Sicherheit kann zwar niemand sagen, was die Ursache für Schwangerschaftsmüdigkeit ist, wahrscheinlich hängt sie jedoch mit dem Progesteronanstieg zusammen.

Können Schmerzen, Spannen oder erhöhte Empfindlichkeit der Brüste frühe Schwangerschaftssymptome sein?

Brustschmerzen können sowohl während eines normalen Menstruationszyklus als auch während der Frühschwangerschaft auftreten. Es gibt keine zuverlässige Methode, Brustschmerzen nach ihrer Ursache zu differenzieren. Sowohl bei frühen Schwangerschaftssymptomen als auch beim Prämenstruellen Syndrom verändert sich das Brustgewebe aufgrund von Hormonschwankungen.

Ist häufiges Urinieren ein frühes Schwangerschaftssymptom?

Falls du häufiger zur Toilette musst als sonst, könnte dies in der Tat ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein. Häufiges Urinieren kann aber auch ganz einfach die Folge davon sein, dass du deinen Körper mit ausreichend Flüssigkeit versorgst. Bei den meisten Schwangeren tritt das häufige Wasserlassen erst am Ende des ersten Trimester auf. Das bedeutet, dass es kein besonders nützlicher Hinweis für eine Frühschwangerschaft ist, denn noch bevor du irgendwelche Änderungen beim Urinieren bemerkst, wirst du schon lange einen positiven Schwangerschaftstest gemacht haben.

Sind Übelkeit oder Geruchsempfindlichkeit ein frühes Schwangerschaftssymptom?

Übelkeit und Geruchsempfindlichkeit sind häufige Anzeichen der Morgenübelkeit und könnten auch einen frühen Hinweis auf eine Schwangerschaft darstellen. Üblicherweise tritt die Morgenübelkeit erst nach der fünften Schwangerschaftswoche auf. Bei manchen Frauen kann sie jedoch schon vor dem ersten Ausbleiben der Regelblutung beginnen.

Sind verspätete Regelblutungen ein Anzeichen für eine Schwangerschaft?

Deine Regelblutung erfolgt immer etwa zwei Wochen nach dem Eisprung, es sei denn, du bist schwanger. Also könnte eine verspätete Regelblutung oder eine ausgebliebene Regelblutung ein Schwangerschaftsanzeichen sein. Es könnte aber auch bedeuten, dass du deinen Eisprung einfach später als üblich hattest. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und umfassen zum Beispiel Stress, Krankheit oder Jetlag. Ein verspäteter Eisprung kann aber auch einfach so erfolgen, also ohne jeden erkennbaren Grund!

Daher ist es auch eine ziemlich gute Idee, den Eisprung nachzuverfolgen, damit du weißt, wann du ovulierst: Falls dein Eisprung also bei einem Zyklus später stattfindet, wirst du nicht überrascht sein, wenn deine Regelblutung auch später eintritt. Falls schon mehr als 16 Tage nach dem vermuteten Eisprung vergangen sind und deine Regelblutung noch immer auf sich warten lässt, könnte es an der Zeit sein, einen Schwangerschaftstest zu machen, um dir Klarheit zu verschaffen!

Von Lindsay Meisel | Nov 27, 2018

Lindsay Meisel

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