Periode nach geburt

Erste Periode nach der Entbindung: Das sollten Sie wissen

2. Die Stärke der Blutung

Bei vielen Frauen ist die erste Blutung nach der Entbindung etwas stärker als früher. Der gesamte Körper muss sich erst wieder auf „Normalbetrieb“ umstellen und der Hormonhaushalt normalisieren. Normalerweise gibt sich dies innerhalb der nächsten Wochen und Monate, sodass Sie dann wieder mit Blutungen von normaler Stärke rechnen können.

3. Die Regelmäßigkeit der Blutung

Genauso wie die Stärke muss sich auch die Regelmäßigkeit der Periode nach einer Entbindung erst wieder einpendeln. Die hormonellen Veränderungen im Körper brauchen ihre Zeit. So ist es z. B. völlig normal, wenn die Regel einsetzt, im nächsten Monat aber noch einmal ausbleibt.

4. Die Stärke der Beschwerden während der Blutung

Ebenfalls durch die hormonelle Umstellung bedingt, kann es sein, dass Sie zunächst intensivere Beschwerden während der Periode haben als früher. Ist die Blutung stärker, sind oft auch die Krämpfe schmerzhafter. In der Regel gibt sich auch dies jedoch nach einer gewissen Zeit.

5. Die Rückkehr der Fruchtbarkeit

Die Tatsache, dass die erste Regelblutung nach der Entbindung mitunter auf sich warten lässt, bedeutet nicht, dass Sie nicht dennoch schon wieder schwanger werden können. Wollen Sie also nicht gleich für ein kleines Geschwisterchen sorgen, müssen Sie auch ohne Periode sicher verhüten, also entweder mit Kondomen, der Pille oder auch per TÜV-geprüfter App.

Wie Sie sehen, sind Veränderungen somit in vielen Bereichen normal, wenn Sie nach der Entbindung zum ersten Mal wieder Ihre Regel bekommen. Dennoch sollten Sie sich genau beobachten und bei Fragen oder Unsicherheiten unbedingt Ihren Frauenarzt zu Rate ziehen.

Die erste Periode nach der Geburt

Bis zur ersten Periode nach der Geburt dauert es meist eine Zeit. Wie lange, ist dabei von Frau zu Frau unterschiedlich.

© stocksy/GIC

Viele frischgebackene Mütter fragen sich, wann die erste Periode nach der Geburt wieder einsetzt. Grundsätzlich gilt: Die erste Monatsblutung beginnt frühestens fünf bis sechs Wochen nach der Entbindung. Den genauen Zeitpunkt vorherzusagen ist dabei aber nicht möglich. Er ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Die meisten Mütter sind erst einmal froh, dass ihre Periode nach der Geburt ausbleibt: Schließlich haben sie in den ersten Tagen, Wochen und Monaten nach der Entbindung genug mit den körperlichen Veränderungen nach der Schwangerschaft zu tun: Die Rückbildung nach der Geburt beginnt, die Geburtsverletzungen verheilen, die Hormone spielen verrückt und auch das Neugeborene braucht seine Eltern – Tag und Nacht! Das erneute Einsetzen der Regelblutung ist für viele Mütter in der ersten Zeit nach der Geburt eher lästig. Sie sollten es aber auch positiv sehen: Ihr Körper kehrt nach einem Ausnahmezustand zur Normalität zurück und ist bereit für eine neue Schwangerschaft

Wann ist die erste Periode nach der Geburt frühestens möglich?

Erst wenn sich die Gebärmutter nach der Geburt zurückgebildet und der Hormonspiegel eingependelt hat, kann die Regelblutung wieder einsetzen. Wie lange sich der Körper dafür Zeit lässt, ist von Mutter zu Mutter verschieden.
Der ersten Periode geht meist ein Einsprung voraus. Möglich ist dieser bei Müttern, die nicht stillen oder Milch abpumpen, bereits drei Wochen nach der Entbindung. Entsprechend kann die erste Periode frühestens fünf Wochen nach der Geburt auftreten. Der genaue Zeitpunkt hängt aber auch davon ab, wie lange das Wochenbett – und damit auch der Wochenfluss – dauert. Bei Müttern mit mehreren Kindern beispielsweise fällt dieser deutlich länger aus. Wenn mit einem Kaiserschnitt entbunden wurde, ist der Wochenfluss geringer und versiegt auch schneller als bei einer natürlichen Geburt. So tritt die erste Periode nach der Geburt per Kaiserschnitt meist früher ein. Zwar verebbt auch bei stillenden Müttern der Wochenfluss schneller, dennoch setzt die erste Monatsblutung bei ihnen aufgrund des beim Stillen ausgeschütteten Hormons Prolaktin aber meist erst später ein.
Statistisch gesehen beginnt die erste Periode nach der Schwangerschaft bei 50 Prozent der nicht stillenden Mütter in den ersten sechs bis zwölf Wochen nach der Geburt. D.h. der Zeitraum zwischen dem Ausbleiben der Periode mit Beginn der Schwangerschaft und dem erneuten Einsetzen der Regel nach der Geburt beträgt dann ungefähr ein Jahr.

Stillen verzögert die erste Periode nach der Geburt

Stillen hat einen großen Einfluss auf den Hormonhaushalt frischgebackener Mütter. Denn beim Stillen schüttet der Körper zur Milchbildung unter anderem Prolaktin aus. Dieses Hormon hemmt, beziehungsweise verhindert das Reifen der Eizellen in den Eierstöcken und beeinflusst das Einsetzen des ersten Eisprungs und damit auch der ersten Periode nach der Geburt. In den meisten Fällen setzt bei voll stillenden Müttern, also bei Frauen, die ihr Kind mindestens alle vier Stunden stillen, die Monatsblutung erst wieder nach dem Abstillen ein. Allerdings sollten sich stillende Mütter trotzdem über das Thema Verhütung Gedanken machen: Schon eine Verschiebung beim Stillrhythmus durch unterschiedliche Zeitabstände oder eine durchschlafene Nacht ohne Stillen kann ausreichen, um einen Eisprung auszulösen. Dieser findet zudem meist unbemerkt statt, sodass sich Frauen ihrer erneuten Fruchtbarkeit gar nicht bewusst sind. Stillen ist also kein sicherer Empfängnisschutz.

Noch Wochenfluss oder schon Periode?

Wie kann ich wissen, ob meine Blutungen noch zum Wochenfluss gehören oder schon Teil meiner erneuten Monatsblutung sind? Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Die Konsistenz und die Farbe des Wochenflusses verändern sich während des Wochenbetts: In der ersten Woche heilt die Wundfläche ab, die durch das Ablösen der Nachgeburt von der Gebärmutterwand entstanden ist. Daher kann es in dieser Zeit zu relativ starken Blutungen kommen. Der Ausfluss hat einen roten Farbton und enthält unter anderem Gewebereste. Ab der zweiten Woche schwächt der Wochenfluss ab und wird bräunlich. Gegen Ende des Wochenbetts hat der Wochenfluss einen weißlichen Farbton und wird von Tag zu Tag schwächer.
Die Monatsblutung hingegen beginnt, wie Sie es gewohnt sind, relativ stark und hat einen hell- bis dunkelroten Farbton. Auch wenn der Wochenfluss und die erste Periode nach der Geburt unmittelbar aufeinanderfolgen, lassen sie sich also gut voneinander unterscheiden.

Verändert sich die Periode nach der Geburt?

Viele Frauen trifft die erste Periode nach der Geburt unvorbereitet: Entweder sie rechnen einfach noch nicht damit, haben sich an das Ausbleiben der Regel gewöhnt oder einfach zu viele andere Dinge im Kopf. Überrascht sind viele Mütter dann nicht nur über das Einsetzen, sondern auch über die Stärke der Blutungen: Oftmals ist die erste Periode nach der Geburt intensiver, schmerzhafter und dauert länger. Doch bei den meisten spielt sich das schnell wieder ein und in den darauffolgenden Zyklen fällt die Blutung eher geringer und kürzer aus, als vor der Geburt.
Der weibliche Körper braucht allerdings seine Zeit, um wieder zu seinem regelmäßigen Menstruationszyklus zu finden. Über Unregelmäßigkeiten in den ersten Monaten nach dem erneuten Einsetzen der Periode brauchen Sie sich also nicht zu wundern. Sollten diese allerdings anhalten, ist es empfehlenswert, darüber mit dem Frauenarzt zu sprechen. Führen Sie in diesem Fall am besten einen Zykluskalender, um Abweichungen genau dokumentieren zu können.

Tampons, Menstruationstasse oder Binden?

Vor der Geburt ihres Kindes hatten die meisten Frauen sich für eine bestimmte Form der Monatshygiene entschieden. Ob Sie Tampons, Binden, Menstruationstasse oder -schwamm nutzen wollen, das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Einige kombinieren Tampons, Binden, Slipeinlagen und Menstruationstasse auch miteinander – je nach Stärke der Blutung und geplanten Unternehmungen. Nach der Geburt sind Mütter hingegen oft verunsichert, ob sie weiterhin die bisher gewohnte Form der Monatshygiene benutzen können.
Frauenärzte empfehlen, in den ersten sechs Wochen nach einer Geburt auf Tampons und Menstruationstassen zu verzichten. Der Grund dafür ist der Wochenfluss und die damit verbundene Infektionsgefahr. Während des Wochenflusses sollten Sie spezielle Vorlagen und Binden für eine starke Blutung verwenden. Auf der Geburtsstation liegen diese meist auf den Toiletten aus. Wird der Wochenfluss schwächer, reichen normale Binden und gegen Ende auch Slipeinlagen.
Sobald die erste Periode nach der Entbindung einsetzt, können Sie wieder die vor der Schwangerschaft gewohnte Form der Monatshygiene verwenden. Dann sind auch Tampons, eine Menstruationstasse oder ein Menstruationsschwamm unbedenklich. Allerdings bemerken viele Mütter, dass sie nicht mehr auf ihre gewohnten Größen zurückgreifen können, sondern mehr Volumen benötigen. Denn der Körper verändert sich durch eine Geburt.

Verhütung nach der Entbindung?

Die Lust auf Sex ist nach einer Geburt bei vielen Paaren ein großes Thema. Während die meisten Männer gerne wieder mit ihren Partnerinnen schlafen möchten, sieht es bei den Frauen sehr unterschiedlich aus: Einige verspüren schon wenige Wochen nach der Entbindung wieder Lust, bei anderen dauert es mehrere Monate. Gründe können ein verändertes Körpergefühl, Angst vor Schmerzen oder einfach Erschöpfung sein: Die ständige Müdigkeit und die Herausforderungen, die das Elternsein mit sich bringt, beeinflussen oftmals auch das sexuelle Verlangen beider Partner.
Wer nicht ungewollt schwanger werden möchte, darf mit der Verhütung auf keinen Fall bis zur ersten Periode nach der Geburt warten. Denn dann liegt der erste Eisprung schon hinter Ihnen! Spätestens einen Monat nach der Geburt sollten Sie aktiv anfangen zu verhüten – auch wenn Sie stillen.
Nichtstillende Mütter können auf ihre gewohnte Verhütungsmethode wie zum Beispiel Pille, Minipille, Kondom, Diaphragma, Spirale, Vaginalring, die natürliche symptothermale Methode oder Verhütungspflaster zurückgreifen.
Etwas komplizierter ist es für stillende Mütter: Während der Stillzeit darf das Verhütungsmittel nicht die Gesundheit von Mutter und Baby beeinflussen – ebenso wenig wie Qualität und Quantität der Milch. Besonders gut zur Verhütung während der Stillzeit eignen sich Methoden wie das Kondom, das Diaphragma, die Minipille (auch Stillpille) oder die Hormonspirale.
Die Verhütung ist auch Thema bei Ihrem Nachsorgetermin beim Frauenarzt. Dieser wird Ihnen geeignete Methoden erklären, sodass Sie schnell die für Sie passende Verhütungsmethode finden.

Periode nach der Geburt

Die Hormone ändern sich

War der Hormonhaushalt in den vergangenen neun Monaten auf Schwangerschaft eingestellt, so steht nach der Geburt die körperliche Rückbildung im hormonellen Fokus. Dieser Prozess beginnt unmittelbar mit der Nachgeburt. Mit dem Gebären der Plazenta sinken alle Blut- und Urinspiegel der von ihr produzierten Hormone ab. Hierzu zählen unter anderem die Steroidhormone Östrogen und Progesteron. Mit Abnahme dieser Hormone kommt die Um- und Rückbildung in Gang. Die Produktion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) nimmt dagegen wieder Fahrt auf, und die Follikelreifung im Eierstock startet wieder.

Dass die erste Periode nach der Geburt trotzdem noch einige Zeit auf sich warten lässt, liegt an einem weiteren Hormon, dem Prolaktin. Es wird im Gehirn (genauer: im Hypophysenvorderlappen) gebildet, sobald das Östrogen abfällt. Prolaktin sorgt dafür, dass die mütterliche Brust zeitig nach der Geburt Milch produziert – in der Regel kommt es am dritten bis fünften Wochenbetttag zum „Milcheinschuss“. Indem das Baby an der Brust saugt, wird die Produktion von Prolaktin weiter angeregt. Bei den meisten stillenden Müttern verhindert Prolaktin den Eisprung. Als Folge kommt es zur sogenannten Laktationsamenorrhoe oder Stillamenorrhoe, also dem Ausbleiben der Regelblutung in der Stillzeit.

Bei Frauen, die nicht stillen, normalisiert sich der Prolaktinspiegel innerhalb von zwei bis drei Wochen. Dann kommt es meist bald zur ersten Periode nach der Geburt.

Die erste Mens nach der Geburt

Nach der Geburt lässt der Beginn der Monatsblutung häufig noch eine Weile auf sich warten. Frühestens fünf Wochen nach der Entbindung kann die Menstruation wieder einsetzen. Im Extremfall kann es aber auch bis zu einem Jahr und länger dauern. Das ist individuell verschieden, hängt aber wesentlich davon ab, ob und wie intensiv Sie stillen. Stillen wirkt wie ein natürlicher – allerdings nicht zuverlässiger – Empfängnisschutz. Das milchbildende Hormon Prolaktin hemmt die Eizellreifung und damit den Eisprung. Je länger und häufiger gestillt wird, desto mehr wird von diesem Hormon ausgeschüttet und desto später wird die Periode einsetzen.

Wichtig

Schon vor der ersten Menstruation nach der Entbindungn können Sie wieder schwanger werden!

Verhütung nach der Geburt

Verhütung in der Stillzeit.

Die Mens ist nicht ganz leicht vom Wochenfluss zu unterscheiden, die Blutung, die nach der Geburt durch das Ablösen der Plazenta entsteht. Der Wochenfluss kann bis zu sechs Wochen andauern und geht manchmal sogar gleich in die erste Regelblutung über. Da der Wochenfluss gegen Ende schwächer wird, erst gelblich und dann weiss, ist der Übergang zur blutroten Mens aber deutlich erkennbar.

Vor allem die ersten paar Zyklen nach der Geburt sind anders, mit einer sehr starken, schmerzhaften und langdauernden (bis zu zwei Wochen) Menstruation. Nach einem halben Jahr etwa sollte sich der Zyklus eingependelt haben und die Monatsblutung wieder gleichmässiger ausfallen – wenn auch in Stärke und Dauer anders als vor der Schwangerschaft.

Ab sechs Wochen nach der Geburt dürfen Sie wieder Tampons benutzen. Vorher sind sicherheitshalber Binden (Vorlagen) zu empfehlen, weil das Infektionsrisiko möglicherweise noch etwas erhöht ist. Sehr wahrscheinhlich brauchen Sie nach einer vaginalen Geburt eine andere Grösse.

Wenn Sie Ihre Periodenblutung bekommen haben, müssen Sie nicht gleich abstillen. Möglicherweise sind die Brustwarzen aber während der Menstruation empfindlicher. Auch können Geschmack und Menge der Muttermilch dann variieren.

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange dauert es, bis man nach einer Entbindung wieder einen normalen Zyklus hat?

80% der Mütter, die nicht stillen, haben spätestens 10 Wochen nach der Geburt wieder eine Menstruationsblutung. Aber jede Frau hat einen individuellen Hormonhaushalt, und theoretisch kann schon drei Wochen nach einer Geburt der erste Eisprung stattfinden. So kann möglicherweise schon vor der ersten…

vollständige Antwort lesen Wann darf man nach einer Geburt frühestens wieder schwanger werden?

Zwei Kinder in kurzem Altersabstand zu bekommen, kann eine sehr schwere und nicht zu unterschätzende Aufgabe sein! Der Körper der Mutter sollte deshalb Gelegenheit bekommen, sich wieder einigermassen vollständig zu erholen – bei einer vaginalen Geburt ist eine „Pause“ von mindestens 6 Monaten…

vollständige Antwort lesen Mein Sohn ist jetzt einen Monat alt. wir möchten bald ein zweites Kind, da ich schon über 40 bin. Wie lange sollte man warten?

In der Zeit, in der Sie voll stillen, haben Sie recht geringe Chancen auf eine erneute Schwangerschaft. Ausserdem muss aufgrund Ihres Alters mit einer leicht verminderten Fruchtbarkeit und leicht erhöhten Fehlgeburtsrate gerechnet werden. Sofern Sie gesund sind und die Rückbildung bisher normal…

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Wissen

Nicht zu schnell wieder schwanger werden!

Letzte Aktualisierung : 14-01-19, BH

Unregelmäßige Periode nach Geburt: Grund zur Sorge?

Ist die Schwangerschaft erfolgreich verlaufen und das Baby auf der Welt, fragen sich viele, wann die erste Periode nach der Geburt wieder einsetzt. Eine pauschale Antwort auf diese Frage lässt sich jedoch nicht geben, denn selbst wenn viele Frauen während der Stillzeit keine Menstruation erleben, erfolgt bei einigen anderen der erste Eisprung noch während dieser Phase.

Hormone entscheiden über Periode nach der Geburt

Den größten Einfluss auf den Wiedereintritt der Periode nach der Geburt haben die Hormone. Stillende Mütter haben einen hohen Prolaktinspiegel, der erst nach und nach sinkt. Das Hormon signalisiert dem Körper, dass er noch „schwanger“ ist, sodass der Eisprung zunächst ausbleibt. Nach der Schwangerschaft dauert es deshalb manchmal bis zu einem Jahr und länger, bis die Menstruation wieder einsetzt, so das Apothekenmagazin „Baby und Familie“.

Wenn die Periode nach der Geburt wieder einsetzt, kann es etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis sich wieder eine gewisse Regelmäßigkeit einstellt. Manche Frauen warten bis zu einem halben Jahr, ehe die Menstruation wieder so regelmäßig ist, wie vor der Schwangerschaft. Mütter müssen sich also keine Sorgen machen, wenn nicht alles sofort seinen gewohnten Gang geht.

Bei starken Blutungen und Schmerzen zum Arzt

Die erste Blutung fällt bei den meisten Müttern sehr stark aus. Auch die Regelschmerzen können weit über dem gewohnten Niveau liegen. Doch auch hier sind noch keine großen Sorgen nötig. Zum Frauenarzt sollten Sie jedoch gehen, wenn die starken Blutungen und Schmerzen über einen längeren Zeitraum andauern. Der Gynäkologe kann dann abklären, ob vielleicht eine Erkrankung vorliegt.

Laut den Experten von“Baby und Familie“ pendelt sich nach der ersten Periode nach der Geburt für viele Frauen recht bald alles wieder auf einem normalen Niveau ein. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich Mütter auf einen dauerhaft veränderten Zyklus einstellen müssen: Die Menstruationsblutungen fallen dann beispielsweise stärker aus, erstrecken sich dafür aber über einen kürzeren Zeitraum.

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Menstruation nach der Schwangerschaft

Stillen verzögert Einsetzen der Menstruation

Ist das noch der ­Wochenfluss oder schon die Menstrua­tion? Auch das fragen sich manche Frauen. Im Wochenbett heilt die Wundfläche ab, die durch das Ablösen der Nach­geburt von der Gebärmutterwand entstanden ist. In den Tagen nach der Geburt kann es deshalb zu relativ starken Blutungen kommen. Mit dem Monatszyklus haben sie aber nichts zu tun. Zwischen drei und sechs Wochen dauert der Wochenfluss. Bei einem Kaiserschnitt ist er meist schneller vorbei. Wenn eine Frau vier Wochen nach einem Kaiserschnitt ­also plötzlich wieder eine stärkere, hellrote Blutung hat, könnte das die erste Periode sein.

Wie lang der Wochenfluss anhält, hängt auch von der Zahl der Geburten ab. Mit jedem Kind dauert es etwas länger, bis sich die Gebärmutter zusammengezogen hat. Anfangs ist der Wochenfluss hellrot, dann nimmt er ab und wird bräunlich, schließlich gelb und weiß. Am längsten warten stillende Mütter auf das Einsetzen ihrer Monatsblutung. Der Grund: Stillen verändert den Hormonhaushalt. Dabei wird Prolaktin freigesetzt, das für die Milchbildung verantwortlich ist. Es sorgt auch dafür, dass die Eizellreifung im Eier­stock eingeschränkt wird. Viele Mütter, die voll stillen, haben also keine Periode.

Schwangerschaft trotz ausbleibender Menstruation möglich

Das Problem dabei: Es besteht dennoch die Gefahr, dass sie schwanger werden. Zwar sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Eisprung, wenn eine Frau voll stillt – also mindestens viermal am Tag. Aber garantieren lässt sich das nicht. „Alle Paare sollten sechs Wochen nach der Geburt wieder verhüten“, sagt Gynäkologin Meisel.­ Welche Methoden sich eignen, besprechen sie am besten mit der Frauenärztin, zum Beispiel bei der Nachuntersuchung sechs Wochen nach der Geburt. Stillende müssen etwa darauf achten, dass die Verhütung keinen Einfluss auf die Milchbildung hat. Für sie kommen Barrieremethoden wie Kondom und Diaphragma infrage. Als unbedenklich gelten Spiralen, auch solche, die das Hormon Gestagen abgeben. Sie haben keinen Einfluss auf die Milch.

Die Spirale kann von der Gynäkologin, genauso wie ein Dia­phragma, aber frühestens sechs bis acht Wochen nach der Geburt eingesetzt werden, ­also wenn die Gebärmutter sich zurückgebildet hat. Mütter, die nicht stillen, dürfen nach der ersten Regelblutung mit der Pille beginnen. Nicht alle hormonellen Präparate eignen sich dagegen für Mütter, die die Brust geben. Kombi­pillen bestehen etwa auch aus Östrogenen, die auf das Baby übergehen und die Milch­menge reduzieren. Eine Mini­pille, die nur Gestagen enthält, ist dagegen unbedenklich.

Periode ändert sich nach der Geburt

Und wie geht es weiter? Die erste Blutung nach der Geburt kann intensiver und schmerzhafter ausfallen als früher. Während der ersten Zyklen kann noch ein paar Monate lang Chaos herrschen. Ist die Blutung ungewöhnlich stark, sehr schmerzhaft oder hält sie an, sollte man zum Gynäkologen gehen. „Bei den meisten Frauen“, sagt Meisel, „wird die Periode insgesamt nach der Geburt weniger schmerzhaft und regelmäßiger.“ In der Regel …

Stillen als Empfängnisschutz?

Noch bei unseren Grossmüttern galt Stillen als etablierte Verhütungsmethode, später wurde sie in das Reich der „Ammenmärchen“ verbannt. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo zwischen diesen Extremen. Denn Stillen bietet zumindest eine gewisse Sicherheit vor einer zu kurzen Schwangerschaftsfolge, ist aber lange nicht so zuverlässig wie heutige moderne Verhütungsmethoden.

Während der Stillzeit bleibt die Regelblutung meist bis nach dem Abstillen aus, da das während der Stillzeit freigesetzte Hormon Prolaktin, das an der Milchproduktion beteiligt ist, den Eisprung hemmt. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass bei 5% aller stillenden Frauen die Ovulation nach sechs Wochen, bei 25% nach zwölf Wochen und bei 65% aller Stillenden nach 24 Wochen stattfindet.

Bei stillenden Frauen ist also eine erneute Schwangerschaft kurz nach der Geburt zwar nicht ausgeschlossen, aber doch sehr selten. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gilt: Beim Stillen unter idealen Bedingungen kommt es zu einer Schwangerschaft pro 200 stillende Mütter. Dann ist Stillen als Verhütungsmittel in den allerersten Wochen nach der Geburt fast genauso zuverlässig wie herkömmliche Methoden, z. B. ein Kondom, das Diaphragma (Scheiden-Pessar) und die Spirale. Die idealen Bedingungen sind:

  • Das Kind wird ausschliesslich gestillt – ohne Zusatzmilch, Wasser oder Tee
  • Die Pausen zwischen den Stillmahlzeiten betragen nicht mehr als vier Stunden, nachts nicht mehr als sechs Stunden
  • Das Baby stillt sein Saugbedürfnis ausschliesslich an der Brust, es nimmt keinen Beruhigungssauger (Nuggi)
  • Es ist noch keine Periodenblutung eingetreten
  • Das Kind ist nicht älter als 6 Monate

Bei weniger idealen Bedingungen (Zufütterung, Kind älter als 6 Monate) muss mit zwei Schwangerschaften pro 100 stillende Mütter gerechnet werden.

Oft ist es aber schwierig zu beurteilen, ob die Blutung eine normale Regelblutung ist, oder noch mit dem Wochenbettfluss zusammenhängt. Abhängig ist der Schutz auch davon, wie häufig pro Tag und wie lange das Kind schon gestillt wird und ob schon zugefüttert wird. Und Vorsicht: Hatten Sie bereits eine Periode, dann hat sich auch Ihr Zyklus wieder eingespielt, und Sie können dann auch in der Stillzeit schwanger werden. Auch wenn Sie nicht stillen, können Sie jederzeit wieder schwanger werden, selbst wenn Sie noch keine Periode hatten. Ihr Menstruationszyklus beginnt nämlich während der ersten Wochen und Monate nach der Geburt oftmals mit einem Eisprung und nicht mit einer Regelblutung. Eine Empfängnis ist also nicht ausgeschlossen.

Für die Empfängnisverhütung in der Stillzeit gelten die nicht-hormonellen Barriere-Methoden wie Diaphragma (Pessar) oder Kondom, bzw. chemische Mittel (spermienabtötende Salbe, Gel, Schaum oder Zäpfchen) als Mittel der ersten Wahl. Wenn Sie vor Ihrer Schwangerschaft ein Pessar oder Diaphragma benützt haben, müssen Sie sich jetzt wahrscheinlich ein neues anpassen lassen, denn Ihre Scheide hat sich nach der Schwangerschaft und der Geburt verändert – auch wenn Sie einen Kaiserschnitt hatten.

Als hormonelle Verhütungsmittel eignen sich die Minipille bzw. reine Gestagenpräparate wie die sog. Dreimonatsspritze und die Hormonspirale. Sie sollten allerdings erst nach 6 Wochen angewendet werden. Eine normale, meist kupferhaltige Spirale (Intrauterinpessar) wird ebenfalls meist erst 6-8 Wochen nach der Geburt eingesetzt.

Nicht zu schnell wieder schwanger werden!

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis man nach einer Entbindung wieder einen normalen Zyklus hat?

Wann darf man nach einer Geburt frühestens wieder schwanger werden?

Kann man die „Pille danach“ nehmen, wenn man noch stillt?

Wie kann ich trotz Stillen schwanger werden?

Newsticker

Stillen ist in: Die Ergebnisse der neusten Studie zur Säuglingsernährung und Gesundheit im ersten Lebensjahr (Swifs) zeigen, dass sich die Mütter in der Schweiz eng an die nationalen Empfehlungen zum Stillen und zur Säuglingsernährung halten. 95% der Mütter stillen nach der Geburt, 62% in den ersten drei bis vier Monaten ausschliesslich. Das bedeutet eine Zunahme von 9% gegenüber der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2003. Die „Swiss Infant Feeding Study“ wird alle 10 Jahre vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen in Auftrag gegeben und vom Schweizerischen Tropeninstitut / Public-Health-Institut durchgeführt. (swissmom Newsticker, 20.4.15)

Letzte Aktualisierung : 25-11-19, BH

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