Pco syndrom behandlung

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PCO-Syndrom – ein Symptomkomplex

Die Behandlung

Für übergewichtige Frauen mit PCO-Syndrom ist es unumgänglich, das Gewicht zu reduzieren. Auch Frauen, die kein Übergewicht haben, sollten die Kohlenhydratmenge verringern. Denn gerade Frauen mit PCO-Syndrom können Kohlenhydrate besonders gut in Fett umwandeln. Sind der hohe Spiegel an männlichen Hormonen oder die Zyklusstörungen das vorherrschende Problem, wird eine Antibaby-Pille mit antiandrogener Komponente eingesetzt. Das ist eine Pille, die die männlichen Hormone im Blut herunterreguliert. Die Pille dient auch der Ergänzung von Östrogenen und beugt einer dauerhaften Verdickung der Gebärmutterschleimhaut vor, da sie eine regelmäßige Abblutung ermöglicht.

Besteht ein Kinderwunsch, kommen niedrig dosierte Glucocortikoid-Präparate zum Einsatz. Das sind entzündungshemmende Medikamente, welche die Produktion und Ausschüttung männlicher Hormone in der Nebennierenrinde verringern.

Das PCO-Syndrom tritt häufig gemeinsam mit einer Insulinresistenz auf. Hier wurden in internationalen Studien sehr gute Ergebnisse mit dem Diabetes-Mittel Metformin erzielt: Es konnte eine Reduktion der Insulinresistenz, eine Verminderung der männlichen Hormone und eine Stabilisierung des Menstruationszyklus nachgewiesen werden. Die besten Resultate wurden allerdings erzielt, wenn Metformin zusammen mit Clomifen verabreicht wurde. Clomifen ist ein Mittel, das vor allem zur Erhöhung der Eizellreifung bei unerfülltem Kinderwunsch zur Anwendung kommt.
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Polyzystisches Ovar Syndrom (PCOS)

Beim PCO-Syndrom orientiert sich die Therapie an den Symptomen. Ziel der Behandlung ist es, jene Beschwerden zu lindern, welche die Patientin am meisten belasten, und Folgeerscheinungen wie z.B. Diabetes vorzubeugen. Grundsätzlich muss man vor der Therapiewahl zwischen Patientinnen mit und ohne Kinderwunsch unterscheiden.

Hinweis Patientinnen mit PCO-Syndrom können sich aktiv an ihrer Therapie beteiligen. Neben medizinischen Maßnahmen ist die Veränderung des eigenen Lebensstils – dazu zählt ausreichende Bewegung und ausgewogene Ernährung – ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen Behandlung.

PCOS-Behandlung ohne Kinderwunsch

Bei gleichzeitigem Übergewicht und Störungen des Zuckerstoffwechsels besteht die wirkungsvollste Behandlung in einer Veränderung des Lebensstils (v.a. regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung). Durch die Gewichtsreduktion verbessert sich die Insulinresistenz, und die erhöhten Insulinwerte sinken etwas ab. Das vermindert die Androgenproduktion und reguliert den Zyklus.

Manchmal kommen bei PCO-Syndrom auch Antidiabetika (z.B. Metformin) zum Einsatz. Der Wirkstoff Metformin verbessert die Wirkung des Insulins, sodass der Blutzucker besser abgebaut werden kann. Weiters kann Metformin den Zyklus, Hautprobleme wie Akne und das Körpergewicht positiv beeinflussen.

Gegen die klassisch auftretenden Hormonstörungen (z.B. Hautunreinheiten, Haarausfall, vermehrte Körperbehaarung) kann eine hormonelle Therapie zum Einsatz kommen. Hier kann beispielsweise eine antiandrogene Antibabypille eingenommen werden.

PCOS-Behandlung mit Kinderwunsch

Auch bei PCO-Syndrom – Patientinnen mit Kinderwunsch steht eine aktive Veränderung des Lebensstils an erster Stelle – vor allem bei gleichzeitigem Übergewicht und Störung des Zuckerstoffwechsels.

Bei PCO-Syndrom und Kinderwunsch ist oft eine direkte hormonelle Stimulation der Follikelreifung unumgänglich. Dabei werden die Eierstöcke mit Antiöstrogenen wie Clomifenzitrat (Hormon, welches das Wachstum des Eibläschen fördert) angeregt. Häufig wird Clomifenzitrat auch in Kombination mit Metformin gegeben.

Hinweis Metformin ist eigentlich ein Wirkstoff gegen Typ-2-Diabetes und in Österreich noch kein Standardpräparat in der PCO-Therapie. Metformin kann bei entsprechender Aufklärung verwendet werden („Off label use“) und soll bei positivem Schwangerschaftstest abgesetzt werden.

Falls unter einer Clomifen-Therapie kein Eisprung erfolgt, können Gonadotropine (LH und FSH) eingesetzt werden. Diese Therapie muss niedrig dosiert und behutsam erfolgen, da ein Hauptrisiko bei PCO-Patientinnen das unbeabsichtigte Heranreifen mehrerer Eibläschen verbunden mit einem deutlich erhöhten Mehrlingsrisiko ist.

Abhängig von der individuellen Situation kann es sein, dass eine Schwangerschaft jedoch nur auf künstlichem Weg (IVF) möglich ist. Für Frauen, die an einem PCO-Syndrom leiden, besteht jedoch ein erhöhtes Risiko einer sogenannten Überstimulation (OHSS). Dieses Risiko kann durch die Gabe von Metformin herabgesetzt werden.

Ausführliche Informationen erhalten Sie unter Kinderwunsch & Künstliche Befruchtung.

Operative Therapieoption

In manchen Fällen kann auch eine Operation sinnvoll sein. Bei der operativen PCOS-Therapie werden im Rahmen einer Bauchspiegelung die an den Eierstöcken liegenden kleinen Eibläschen punktuell durch Hitze zerstört – sogenanntes Laserdrilling der Ovarien.

Dadurch kommt es häufig zu einer Normalisierung der Eierstockfunktion mit regelmäßigen Regelblutungen. Der Effekt ist allerdings oft nur vorübergehend mit einer Wirkung von ca. ein bis zwei Jahren.

Behandlung des PCO-Syndroms: Abnehmen

Viele Frauen leiden zusätzlich zum PCO-Syndrom an Übergewicht und einem gestörten Zuckerstoffwechsel. Die Betroffenen können ihre Beschwerden verbessern, wenn sie ihren Lebensstil umstellen. Die meisten schaffen es abzunehmen, wenn sie sich mehr bewegen und sich gesünder und ausgewogener ernähren. Wenn Übergewichtige bereits zehn Prozent ihres Körpergewichts verlieren, können sie die typischen Symptome des PCO-Syndroms lindern: Die Körperbehaarung geht zurück, Stoffwechsel und Zyklus regulieren sich, der Spiegel an männlichen Hormonen sinkt.

Behandlung des PCO-Syndroms: Medikamente

Hat die betroffene Frau weiterhin einen unregelmäßigen Zyklus und Probleme mit Haut und Haaren, verschreibt der Arzt meist ein Medikament. Es kommen vor allem Antibaby-Pillen zum Einsatz. Das Verhütungsmittel sorgt dafür, dass der Körper weniger männliche Hormone produziert. Der Zyklus der Frauen stabilisiert sich, Probleme wie Akne und fettige Haare verbessern sich.

Auch Frauen, die trotz Sport und gesunder Ernährung einen gestörten Zuckerstoffwechsel haben und eine Insulinresistenz entwickeln, bekommen ein Medikament. Das Mittel der Wahl ist Metformin, das viele Patienten mit Typ 2-Diabetes einnehmen. Der Wirkstoff hilft dabei, den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das ist wichtig, um Folgeerkrankungen wie etwa einen Herzinfarkt zu vermeiden.

Behandlung des PCO-Syndroms: Kinderwunsch

Frauen mit PCO-Syndrom, die schwanger werden wollen, müssen in der Regel Medikamente einnehmen. Meistens handelt es sich dabei um das Mittel Clomifen. Das Hormon-Medikament bringt die Bläschen im Eileiter dazu, heranzureifen. Der Wirkstoff Metformin kann zusätzlich stimulieren und die Chance erhöhen, schwanger zu werden. Bei dieser Hormon-Therapie ist die Dosis sehr wichtig. Eine zu hohe Dosis kann dazu führen, dass die Frauen Wasser im Bauch und im Brustkorb einlagern. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, Mehrlinge zu bekommen erhöht.

Eine künstliche Befruchtung kommt beim PCO-Syndrom erst infrage, wenn die Frau trotz Hormon-Behandlung nicht schwanger wird.

Behandlung des PCO-Syndroms: alternative Behandlungen

Für einige Frauen fühlt es sich unnatürlich an, mithilfe von Hormonen schwanger zu werden. Sie suchen eine natürliche Alternative, um ihren Kinderwunsch trotz PCO-Syndrom zu erfüllen. Heilpraktiker bieten eine Reihe von Methoden an – darunter Zyklustees, Heilpflanzen, Akupunktur und Fruchtbarkeitsmassagen. Die Techniken können dabei helfen, Stress zu reduzieren. Dass die alternativen Behandlungen dabei helfen, schwanger zu werden, ist allerdings nicht belegt.

Behandlung des PCO-Syndroms: psychologische Betreuung

Einige Frauen fühlen sich durch die Symptome in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Betroffene mit PCO-Syndrom entwickeln häufiger Depressionen und Angststörungen. Daher ist auch der psychologische Aspekt sehr wichtig. Eine Therapie bei einem Psychotherapeuten oder stressreduzierende Techniken wie Progressive Muskelentspannung oder autogenes Training helfen den betroffenen Frauen, mit den Beschwerden besser umzugehen.

PCO-Syndrom: Symptome, Diagnose und Behandlung

Wenn Frauen nicht schwanger werden können, liegt das in etwa einem Drittel der Fälle an hormonellen Störungen. Die häufigste davon ist das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCO-Syndrom oder PCOS). Wird es behandelt, stehen die Chancen auf ein Baby jedoch gut.

Das PCO-Syndrom kommt relativ häufig vor: Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist rund jede zehnte betroffen, das sind in Deutschland etwa eine Million Frauen. Beim PCOS ist die Hormonregulierung der Geschlechtsorgane gestört.

Definition des PCO-Syndroms

Mediziner sprechen vom PCO-Syndrom, wenn zwei der folgenden drei Kriterien erfüllt sind:

  • dauerhafte Zyklusstörungen (seltene oder ausbleibende Periode)
  • zu hoher Androgenspiegel im Blut
  • polyzystische Ovarien

Früher ging man davon aus, dass sich an den Eierstöcken (Ovarien) vermehrt (poly) Zysten bilden, was zum Begriff Polyzystisches Ovarialsyndrom führte. Bei den Zysten, die auch im Ultraschall gut zu erkennen sind, handelt es sich jedoch um unreife Eibläschen.

Diagnose

Das PCO-Syndrom lässt sich mit einer Blutuntersuchung oder im Ultraschall nachweisen. Bettina Toth, Direktorin der Universitätsklinik für Gynäkologische EndoKrinologie und Reproduktionsmedizin Innsbruck, weist allerdings darauf hin, dass es auch andere Erkrankungen gibt, etwa der Nebenniere oder der Hypophyse, die ähnliche Symptome wie das PCOS verursachen können. „Diese müssen immer ausgeschlossen werden“, so die Medizinerin.

Mögliche Symptome des Polyzystischen Ovarialsyndroms

Der hohe Androgenspiegel bei PCOS bringt für die Frauen weitere Probleme mit sich. So leiden sie häufig unter

  • starker Körperbehaarung
  • Akne
  • und Haarausfall.

Vermehrt treten auch

  • Übergewicht
  • eine Unterfunktion der Schilddrüse
  • und Insulinresistenz auf.

PCO-Syndrom: kein einheitliches Krankheitsbild

Typisch für PCOS ist allerdings, dass es kein einheitliches Krankheitsbild gibt. Die genannten Symptome können auftreten, müssen aber nicht. Das macht die Diagnose mitunter schwierig.

Die Auswirkungen von PCOS lassen sich auch auf Störungen im Ablauf der körpereigenen Hormonregulierung zurückführen. Auf den Überschuss an Androgen reagiert der Körper, indem er einen Teil davon in Östrogen umwandelt. Auf die erhöhte Östrogenkonzentration reagiert der Körper wiederum, und zwar mit der Bildung von noch mehr männlichen Hormonen. So entsteht ein Teufelskreis.

Zusätzlich wird bei PCOS auch oft mehr Insulin ausgeschüttet, was zu einer weiteren Verstärkung der Produktion männlicher Hormone im Eierstock führt. Auch eine Insulinresistenz ist möglich. Dann reagieren die Körperzellen nicht mehr auf Insulin, wodurch noch mehr Insulin produziert wird und der ohnehin gestörte Hormonkreislauf weiter angefacht wird. Als Folge entsteht ein Zuckerstoffwechselproblem und zum Beispiel auch Übergewicht.

So verläuft der normale Zyklus

Im Eierstock reifen normalerweise in jedem Zyklus mehrere Eizellen in Eibläschen (Follikel) heran. Eines dieser Eibläschen wird dominant und wächst. Zur Zyklusmitte hat es die volle Reife erreicht, es platzt und entlässt die befruchtungsbereite Eizelle in den Eileiter (Eisprung). Aus den Resten des geplatzten Eibläschens entwickelt sich in der zweiten Zyklushälfte der sogenannte Gelbkörper.

Durch Hormonproduktion bringt er die Gebärmutterschleimhaut zum Wachsen, um sie für die befruchtete Eizelle vorzubereiten. Bleibt die Schwangerschaft aus, kommt es zur Regelblutung, bei der die aufgebaute Schleimhaut abgestoßen wird.

Beim PCO-Syndrom bleibt der Eisprung aus

Frauen mit PCOS haben zu viele männliche Geschlechtshormone (Androgene), die den normalen Reifevorgang der Eibläschen behindern. Als Folge bleibt der Eisprung aus und die ungereiften Bläschen verbleiben am Eierstock, der dadurch vernarbt. Die Eierstöcke sind beim PCO-Syndrom zudem häufig beidseitig relativ groß. Dennoch kann es im Verlauf eines bis zu mehrere Monate dauernden Zyklus zu einem Eisprung kommen.

Der seltene oder ganz ausbleibende Eisprung hat weitreichende Folgen. Zum einen können Frauen ohne Eisprung nicht schwanger werden. Zum anderen fehlt die hormonelle Anregung, die Gebärmutterschleimhaut wachsen und abstoßen zu lassen, so dass die Abstände zwischen den Zyklen meist deutlich verlängert sind oder die Periode ganz ausbleibt.

Warum Frauen überhaupt PCOS entwickeln, lässt sich nicht sagen. „PCOS tritt familiär gehäuft auf. Die genauen Ursachen sind aber noch nicht geklärt“, erklärt Bettina Toth.

Therapie: So wird das PCO-Syndrom behandelt

„PCOS lässt sich heute gut behandeln“, erläutert Medizinerin Toth. „Ist die Patientin mit Medikamenten gut eingestellt, ist die Chance auf eine Schwangerschaft genauso groß wie bei gesunden Frauen.“

Eine einheitliche Behandlung bei PCOS gebe es aber nicht, so die Medizinerin. Die Ärzte orientieren sich an den jeweiligen Symptomen und stellen die Therapie individuell auf jede Patientin ein. Auch Frauen ohne Kinderwunsch werden behandelt, da sonst Spätfolgen wie Diabetes oder ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebserkrankungen drohen. Diese Frauen erhalten die Pille oder andere Medikamente, die hormonregulierend wirken. Auch die Begleiterscheinungen wie starke Behaarung und Hautunreinheiten lassen sich so reduzieren.

Bei PCOS den Eisprung mit FSH künstlich auslösen

Bei den Frauen, die sich ein Kind wünschen, steht der fehlende Eisprung im Fokus der Behandlung. Die Eizellreifung wird mit der Gabe eines follikelstimulierenden Hormons (FSH) ausgelöst. Bis sich der Zyklus neu eingespielt hat, können einige Monate vergehen. Auch hier empfiehlt Toth eine gesunde Lebensweise. „Gute Ernährung und Sport haben eine unterstützende Wirkung. Das sollte nicht unterschätzt werden.“ Hat sich der Zyklus jedoch erst einmal normalisiert, können Frauen mit PCO-Syndrom ganz normal schwanger werden.

Dennoch gilt auch hier: Bei Kinderwunsch sollte man die PCO-Behandlung nicht zu lange aufschieben. Auch die Männer sollten sich untersuchen lassen, rät Toth, denn natürlich können auch Probleme im Spermiogramm einer Schwangerschaft entgegenstehen.

Abnehmen kann bei Kinderwunsch helfen

Die Kinderwunschärztin rät Frauen mit Übergewicht, auf jeden Fall abzunehmen. Bei Normalgewicht können die Körperzellen wieder besser auf Insulin reagieren und in der Folge werden weniger männliche Hormone produziert. Dies kann bereits zu einer Normalisierung des Zyklus führen.

Erhöhtes Fehlgeburtsrisiko

Hat es mit der Schwangerschaft geklappt, ist weiterhin eine medizinische Betreuung notwendig. Denn die betroffenen Frauen haben aufgrund ihres gestörten Hormonhaushaltes ein erhöhtes Fehlgeburtsrisiko.

  • Fruchtbarkeitsbehandlungen: OP und Hormone – dem Kinderwunsch auf die Sprünge helfen
  • Weniger Fehlgeburten: Das ist der beste Monat, um schwanger zu werden
  • Fruchtbarkeitskalender: Wann sind Ihre fruchtbaren Tage?

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Wenn Frauen nicht schwanger werden, ist PCOS (Polyzystische Ovarialsyndrom) ein häufiger Grund dafür. Rund 5 – 10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind nach Schätzungen von dieser Hormonstörung betroffen. Eine rechtzeitige Diagnose ist sehr wichtig, um Spätfolgen zu verhindern. Auch wenn sich das PCO-Syndrom nicht gleich im vollen Ausmaß zeigt, können sich bereits in der Pubertät erste Symptome bemerkbar machen. Doch wie kann man PCOS erkennen? Und vor allem: was kann man tun, um trotzdem schwanger zu werden?

PCOS erkennen

Grund für die Entstehung des PCO-Syndrom ist meist eine Störung im Insulinstoffwechsels, die meist zu Störungen der Eierstocksfunktion führt. Die Hormonstörung kann weitere Symptome hervorrufen, wobei nicht alle Kennzeichen zusammen auftreten müssen.

  • Unregelmäßiger Zyklus (seltener oder gar kein Eisprung)
  • Übergewicht
  • Haarausfall
  • fettige bzw. unreine Haut
  • Damenbart
  • starker Haarwuchs am Körper
  • Insulinresistenz
  • geringe Belastbarkeit
  • Schlafstörungen

Ob du wirklich unter PCOS leidest kann nur der Frauenarzt bestimmen. Zum einen wird dafür das Blut untersucht, um die Erhöhung der männliche Hormone festzustellen. Zum anderen kann eine Ultraschalluntersuchung Aufschluss geben. In den Eierstöcken (=Ovarien) sind viele (= poly) kleine Bläschen (= Cysten) zu sehen.

Auch die Schilddrüsenwerte sollten untersucht werden. Denn eine Schilddrüsen-Unterfunktion könnte die Ursache von Problemen sein, die dem PCOS sehr ähnlich sind. In diesem Fall lassen sich die Symptome jedoch durch die Behadlung der Schilddrüsen-Unterfunktion beheben. Aber auch beim PCO-Syndrom ist die richtige Einstellung der Schilddrüse ein wichtiger Baustein.

Was hilft gegen das PCO-Syndrom ?

1. Nahrungsergänzungsmittel bei PCO-Syndrom

Das Kombi-Präperat

Das PCO-Syndrom hängt eng mit dem Stoffwechsel zusammen. Deshalb können Nahrungsergänzungsmittel ebenfalls viel bewirken.

Seit einiger Zeit gibt es das Kombi-Präperat Fertilovit F PCOS, das alle wichtigen Nährstoffe für PCOS kombiniert. Zum einen enthält es wichtige Nährstoffe für PCOS Patientinnen wie Myo Inositol (auch in Clavella enthalten) und D-Chiro Inositol. In Kombination sollen die beiden Inositole noch besser bei PCOS wirken. Auch das enthaltene Vitamin D und Chrom sind bei PCOS-Patientinnen wirksam.

Außerdem enthält Fertilovit F PCOS auch Omega 3 Fettsäuren, Coenzym Q10 und hochdosierte Folsäure, die alle drei bekanntlich zu einer besseren Qualität der Eizellen beitragen und die Reifung der Eizellen fördern.

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Hier beschreibt eine PCOS-Bloggerin ihre Erfahrungen mit Fertilovit F PCOS. Einige Zeit nach Beginn der Einnahme ist sie durch eine ICSI schwanger geworden, wie ihr dort nachlesen könnt.

Natürlich ist es auch möglich, die Mikronährstoffe einzeln zu nehmen. Deshalb findest du im Folgenden alle wichtigen Bestandteile:

Inositole

Wenn du dir ein Kind wünschst, sind zwei Varianten von Inositol wichtig:

  • Myo-Inositol (positive Wirkung für Insulin/Zuckerstoffwechsel)
  • D-Chiro-Inositol (für die Funktion der Eierstöcke)

Studien haben gezeigt, dass Inositole genauso wirksam sind wie Metformin (das vom Arzt verordnet werden muss), aber frei von Nebenwirkungen.

Für Frauen mit PCO gibt es Kombi-Präperate Myo-Inositol mit Folsäure:

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Wem D-Chiro-Inositol wichtig ist, sollte dies separat nehmen oder auf das oben erwähnte Kombi-Präperat Fertilovit zurückgreifen, in dem alles enthalten ist.

Omega-3-Fettsäuren

Um den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel zu senken sowie die Cholesterin-Werte zu verbessern, spielen Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle. Diese sind enthalten in Walnüssen, Hanf-und Leinöl, Chia- und Leinsamen sowie in fettreichem Seefisch. Parallel sollte man auf Sonnenblumenöl, Distelöl,Olivenöl und Kokosöl verzichten. Diese enthalten Omega-6-Fettsäuren, die die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren teilweise aufheben.

Um messbare Erfolge für PCOS zu erzielen, ist die Aufnahme der Omega-3-Fettsäuren über die Nahrung in den meisten Fällen zu niedrig. Deshalb empfehlen sich Kapseln, die Omega-3-Fettsäuren enthalten.

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Vitamin D

Vitamin D kann einen positiven Einfluss auf die Insulinresistenz haben und ist deshalb beim PCOS besonders wichtig. Die meisten Menschen erreichen die empfohlene Menge an Vitamin D nicht über die tägliche Nahrung. Und auch für eine gesunde Schwangerschaft ist Vitamin-D sehr wichtig. Deshalb sollte man den eigenen Vitamin-Status prüfen lassen und bei Bedarf nachhelfen.

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Chrom

Chrom kann den Insulin- und Blutzuckerspiegel regulieren. Da auch dieses Spurenelement meist in unzureichender Menge über die Nahrung aufgenommen wird und zusätzlich bei Stress schnell verbraucht wird, kann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein. Nahrungsergänzungsmittel mit Chrompicolinat weißen die höchsten Bioverfügbarkeit auf, sind besonders wirksam und können sogar den Fettabbau beschleunigen.

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2. Weitere Nahrungsergänzungsmittel bei PCOS

Zimt

Unterschiedliche Studien zeigen, dass Zimt sich positiv auf Insulin, Blutzucker, Entzündungswerte, Blutdruck und Gewicht auswirkt. Bei PCO sind gerade diese Werte von entscheidender Bedeutung. Zimt könnte in Kombination mit Chrom zum Einsatz kommen.

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DIM (Diindolylmethan)

DIM (Diindolylmethan) ist wirkt entzündungshemmend, krebsfeindlich und senkt den Testestoronwert. Es ist in allen Varianten von Kohlgemüse enthalten oder als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

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Maca

Schon bei den Inkas wurde Maca eine fruchtbarkeitsfördernde Wirkung nachgesagt. Es soll Eisprünge fördern, den Zyklus regulieren und das innere Gleichgewicht fördern.

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3. Abnehmen bei PCO-Syndrom

Wenn du unter Übergewicht leidest, solltest du als erstes dein Körpergewicht reduzieren. Um eine Verbesserung von PCOS zu erzielen, können schon 5 % deines Gewichts reichen. Für eine Frau, die 80 kg wiegt, sind das 4 kg. Also gar nicht so viel. Nicht nur die Haut wird schöner, auch die Zyklen können sich wieder normalisieren und die Chance auf eine Schwangerschaft steigt.

Am besten lässt sich das Übergewicht und der erhöhte Insulinspiegel durch eine Ernährungsumstellung bekämpfen. Eine gemäßigte Low-Carb Ernährung kann Wunder bewirken: Auf Zucker und Weißmehl solltest du verzichten. Dafür viel Gemüse, Obst und ballaststoffreiche Lebensmittel (z.B. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Leinsamen) zu dir nehmen. Buchtipp: Fettlogik überwinden (Amazon Partnerlink)

4. Darmsanierung beim PCOS

An Ratten mit PCOS hat man bei Tierversuchen herausgefunden, dass die Darmsanierung zu einer Verbesserung der PCO-Symptome führen kann. Forscher gehen sogar so weit zu behaupten, dass gestörte Darmflora zu den Auslösern für PCOS gehören kann. Die richtige Ernährung ist ein wichtiger Baustein für den Darm: Low Carb, ballaststoffreiche Nahrung und Leinsamen können helfen. Zusätzlich unterstützt werden kann die Sanierung der Darmflora durch Probitotische Produkte.

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5. Körperliche Bewegung bei PCOS

Sport kann zu einer deutlichen Reduzierung der PCS-Syndrome beitragen. Glucose und Insulinresistenz werden durch die Bewegung abgebaut. Um eine spürbare Verbesserung zu erreichen und auch das Gewicht zu reduzieren, sind pro Woche drei mal 30 Minuten Sport sinnvoll. Wobei man die Intensität langsam steigern sollte.

Die Nutzung eines Fitnesstrackers finde ich persönlich sehr hilfreich. So kannst du deine tägliche Bewegung kontrollieren und dir beispielsweise 10.000 Schritte pro Tag als Ziel setzen. Selbst nutze ich dafür das Fitbit Charge 2 (Amazon Partnerlink) und bin damit sehr zufrieden.

Eisprung erkennen bei PCO-Syndrom ?

Die meisten Frauen mit PCOS haben einen sehr unregelmäßigen und langen Zyklus. Umso wichtiger ist es bei Kinderwunsch, den Eisprung zu erkennen und die Chance der fruchtbaren Tage zu nutzen. Methoden hierzu sind hierzu:

  • die Temperaturmessmethode und Bestimmung von Cervixschleim
  • Ovulationstest (-> Bestimme deine fruchtbaren Tage mit einem Ovulationstest)
  • Zykluscomputer (-> Bestimme deine fruchtbaren Tage mit einem Zykluscomputer)

Vorsicht bei Ovulationstests: Bei Frauen mit PCOS ist das Hormon LH oft schon am Anfang des Zyklus erhöht und ein hoher LH-Spiegel wird unabhängig vom dem Eisprung gemessen wird. Wenn über längere Zeit ein positives Ergebnis auf dem Teststreifen zu sehen ist (mehrere Tage oder Wochen), können diese nicht angewendet werden.

Zykluscomputer basieren meist auf der Messung der Körpertemperatur. Für Frauen mit unregelmäßigen und sehr langen Zyklen sind nicht alle Computer gleichermaßen geeignet. Der cyclotest myWay kann aber beispielsweise auch bei unregelmäßigen Zyklen von bis zu 45 Tagen verwendet werden.
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Auch das Ava Armband zur Messung der fruchtbaren Tage wird derzeit erst für Frauen mit PCOS getestet und weiterentwickelt – aber hier könnte sich in absehbarer Zeit etwas tun und es lohnt sich Ava im Auge zu behalten.

Weiterführende Links zu PCOS

pcos-selbsthilfe.org
pco-syndrom.at

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PCO und Kinderwunsch: “Man will ja nicht jedem Hinz und Kunz erklären müssen, warum man noch kein Kind hat.”

Nach der Weihnachtspause gibt es nun wieder die Familienrollen. Sehr ehrlich erzählt Anna von Familie Motte von ihrer Diagnose mit dem Polyzystischen Ovarialsyndrom, der manchmal aufreibenden Zeit in der Kinderwunschklinik, und wie das Leben heute mit drei kleinen Kindern ist.

Auf Deinem Blog schreibst Du, dass es für Dich nicht ganz so leicht war, Mutter zu werden. Nun bist Du Mutter von drei Kindern. Mit welchen Schwierigkeiten hattest Du bei Deinem ersten Kinderwunsch zu kämpfen?

Anna und die Motte.

Nachdem für uns feststand, dass wir uns ein Kind wünschen und ich damals die Pille abgesetzt hatte, setzen meine Tage nicht wie gewohnt ein. Zuerst war ich darüber nicht beunruhigt, weil der Körper ja manchmal ein bisschen Zeit braucht, bis alles wieder „in der Reihe“ ist, aber nach drei Monaten ohne Regel suchte ich dann doch meinen Frauenarzt auf. Der diagnostizierte nach einer ausführlichen Untersuchung auch ziemlich schnell: PCO-Syndrom. Das bedeutet: ich habe zwar Anlagen für Eier, diese wachsen aber nicht, entsprechend kommt es auch nie zum Eisprung. Ohne Hilfe ist es damit so gut wie unmöglich schwanger zu werden.

Wir entschieden uns daher zu einer Kinderwunschbehandlung in einer spezialisierten Klinik. Dort wurde uns – im ersten Schritt – eine Hormonbehandlung zur Stimulation der Eizellen empfohlen.

Ich bekam eine kurze Einweisung und musste dann jeden Tag eine bestimmte Dosis des Hormons Puregon spritzen. Zwischendurch musste ich regelmäßig in die Klinik zum Ultraschall. Dort wird dann kontrolliert, dass die Eizellen nicht zu groß werden und vor allem, dass nicht zu viele Eizellen gleichzeitig heranreifen. Trotz allem muss man wissen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft bei dieser Methode immer deutlich höher liegt als auf „normalem“ Wege ohne Hilfe.

Sobald die Eizellen groß genug sind, wird der Eisprung durch eine Spritze ausgelöst. Dann soll man innerhalb der kommenden 48 Stunden miteinander schlafen. Nach 4 Wochen muss man dann in die Klinik zur Blutabnahme für den Schwangerschaftstest. Diese vier Wochen dauern subjektiv eine Ewigkeit. Diese Hoffnung, dass es geklappt hat, das Warten…

Bei meiner ersten Schwangerschaft brauchten wir genau zwei Versuche, d.h. beim zweiten Mal hat es bereits geklappt. Ich wurde schwanger. Heute ist unsere Große fast 4 Jahre alt.

Beim zweiten Mal haben wir – mit derselben Methode – über ein Jahr versucht. Das Ergebnis? Die Zwillinge sind heute fast 6 Monate alt und unser großes Glück.
Wie offen seid Ihr damit umgegangen, als klar war, dass Du wahrscheinlich nicht zu den Frauen gehörst, die gleich nach Weglassen der Verhütungsmittel schwanger werden?

Wir sind relativ offen damit umgegangen, dass ich nicht einfach so schwanger werden kann. Natürlich haben wir es nicht jedem auf die Nase gebunden, aber Familie und Freunde wussten Bescheid. Da ich einige Freundinnen habe, bei denen es auch nicht „einfach so“ geklappt hat, hatte ich zudem Gleichgesinnte, mit denen ich mich austauschen konnte. Das hat oft geholfen, besonders dann, wenn man wieder enttäuscht wurde, weil man wieder nicht schwanger war.

Es gibt während so einer Behandlung unheimlich viele Tiefpunkte. Viele versuchen einen dann aufzubauen. Oft hört man: „macht Euch nicht so einen Stress“. Das ist allerdings leichter gesagt als getan, denn durch das ständige Spritzen von Hormonen kreist man eben doch jeden Tag um das Thema. Und der starke Wunsch nach einem Kind ist eben da. Den kann man ja nicht einfach abstellen.

Während unserer Behandlung habe ich gemerkt, wie viele Frauen tatsächlich betroffen sind. Daher appelliere ich hier an alle, die einfach mal so unbedarft fragen, wann man denn endlich Kinder will oder ob es jetzt so langsam losgeht mit der Familienplanung. Man kann Frauen wie mich, die sich so sehnlichst ein Kind wünschen und bei denen es nicht so einfach klappt, damit auch sehr verletzen. Und man will ja nicht jedem Hinz und Kunz erklären müssen, warum man noch kein Kind hat.

Auch jetzt gehe ich übrigens noch sehr offen damit um – in erster Linie um anderen Betroffenen Mut zu machen. Dass es klappen kann. Trotz PCOS.
Auf familiemotte.de bloggst Du schon eine Weile über das Leben mit einem Kind. Wann wurde klar, dass ihr gerne ein zweites haben wollte, und wie war der Weg dahin?

Schon bevor wir wussten, dass es nicht so einfach wird mit einer Schwangerschaft stand für uns fest, dass wir nur ein Kind wollen. Aber nach ungefähr zwei Jahren mit der Motte regte sich da ein Gefühl, dass wir noch nicht komplett sind. Wir haben gut überlegt, ob wir den ganzen Weg der Kinderwunschbehandlung wirklich nochmal gehen wollen. Denn es war klar: auch diesmal wird es auf natürlichem Wege nicht klappen.

Aber wir wollten es unbedingt versuchen. Also vereinbarte ich einen Termin in der Klinik. Der Arzt dort war sehr zuversichtlich, dass es auch diesmal mit Hormonspritzen wieder schnell gehen würde. Schließlich war ich schon einmal auf diesem Wege schwanger geworden. Aber daraus wurde leider nichts. Diesmal reagierten die Eizellen nicht wie gewünscht auf die Hormone. Wir mussten lange experimentieren, bis die richtige Dosis gefunden war, zwischenzeitlich probierte ich auch ein anderes Medikament aus. Mit diesem hat es dann letztlich auch geklappt. Aber bis es so weit war, war ich oft an dem Punkt wo ich alles hinschmeißen wollte. Mal wuchs keine Eizelle heran, mal dauerte es fast 8 Wochen bis eine Eizelle gerade so eben groß genug war, mal wuchsen gleich 4 Zellen heran, so dass wir die Behandlung abbrechen mussten, weil das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft mit mehr als 2 Kindern zu groß war.

Ich hatte die Hoffnung bereits aufgegeben. Ich war psychisch am Ende. Die Hormone, die fortwährenden Enttäuschungen, dass es wieder nicht geklappt hat. Ich fand mich irgendwann damit ab, dass es dann eben nicht sein soll. Und als wir den Entschluss fassten, dass dies nun der letzte Versuch sein sollte, wurde ich – nach über einem Jahr – endlich schwanger.

Als der Arzt mir völlig überraschend abends am Telefon mitteilte, dass es geklappt hat, war ich so überrascht, dass ich es kaum glauben konnte. Zumal diesmal zwei Blutungen vorausgegangen waren. Aufgrund dessen war ich felsenfest überzeugt, dass ich wieder nicht schwanger geworden bin. Im Nachhinein weiß ich, dass es sich um zwei Einnistungsblutungen handelte. Der Arzt riet uns jedoch auch zu verhaltener Freude, denn mein Gelbkörperwert war viel zu niedrig. Er war unsicher ob ich die Schwangerschaft halten kann und riet mir, sofort mit Utrogest zu starten. Das ist ein Medikament, was dem Körper natürliches Gelbkörperhormon zuführt.

Nach vier Wochen dürften wir dann endlich zum Ultraschall, da waren zwei Fruchthöhlen zu sehen. Weitere zwei Wochen später schlugen zwei kleine Herzchen auf dem Ultraschall. Und nachdem wir den ersten Schock verdaut hatten, konnten wir unser doppeltes Glück kaum fassen.

Vor Kurzem bist Du wieder Mutter geworden: Von Zwillingen. Wie wunderbar. Wie war die Schwangerschaft?

Ja, wir wussten, dass durch die Hormonspritzen die Wahrscheinlichkeit für eine Mehrlingsschwangerschaft erhöht ist. Dennoch rechnet man nicht wirklich damit. Gerade bei mir war es ja ein riesen Problem überhaupt eine reife Eizelle zu züchten. Und als wir den Versuch starteten, bei dem die Zwillinge entstanden sind, war nur eine Eizelle gerade so eben groß genug. Insofern war es eine große Überraschung, dass zwei Eizellen befruchtet wurden und sich auch eingenistet haben.

Die Schwangerschaft mit den Zwillis war soweit ok. Allerdings wurde ich vom Arzt deutlich früher krank geschrieben, weil alles viel früher sehr beschwerlich wurde. Mit der Großen habe ich bis zum Mutterschutz gearbeitet und war topfit.

Auch die Beschwerden waren anders. Bei den Zwillingen war mir morgens übel. Bei der Großen nicht. Bei den Zwillingen hatte ich starkes Sodbrennen und war extrem kurzatmig. Bei der Großen nicht.

Mein Bauch wurde riesig und ab der 30. Woche hatte ich ständig Angst, dass es jetzt losgeht. Man hört ja immer, dass Zwillingsschwangerschaften früher losgehen. Trotz aller Anstrengungen betete ich um jeden Tag, denn der kleine Floh war einfach zu leicht und brauchte jeden Tag im Bauch. Und auch vor einem Kaiserschnitt hatte ich Angst.

Letztlich waren alle Ängste unbegründet. Die beiden wären auch bis zum Schluss im Bauch geblieben, in der 39. Woche wurde die Geburt jedoch eingeleitet, weil der Floh einfach ein ganzes Kilo leichter war als seine Schwester und der Platz im Bauch zu eng wurde. Und die Geburt war – ganz anders als bei der Großen – genau so, wie ich es mir gewünscht hatte. Auf natürlichem Wege innerhalb von 2,5 Stunden waren unsere Zwerge auf der Welt. Die Motte brauchte damals 21 Stunden und wurde schlussendlich noch mit der Saugglocke geholt!!

Nun bist Du Mutter von drei kleinen Kindern. Wie ist Euer Alltag?

Stressig. Und anstrengend. Sehr anstrengend. Zwei Babys ist einfach eine andere Nummer als eins. Ich musste mich davon verabschieden, dass es möglich ist, alle Bedürfnisse sofort zu erfüllen und kein Kind schreien zu lassen. Das ist einfach unmöglich manchmal. Einer muss eben auch mal warten. Und der Haushalt und die Wäsche bleibt oft auf der Strecke, denn einer hat immer was. Das war für mich zu Beginn schwer zu akzeptieren, weil ich es gern perfekt mache.

Zudem ist der Floh ein Kind, der stark spuckt, noch das ein oder andere „Problem“ mit sich herumträgt und daher in seiner Entwicklung zurück ist. Die Große liebt ihre Geschwister sehr, sie macht das wirklich toll. Aber natürlich musste sie sich zu Beginn auch daran gewöhnen, dass sie nun oft warten muss. Mittlerweile haben wir aber unseren Rhythmus gefunden, die Motte bekommt Exklusivzeiten und der Alltag läuft reibungsloser. Dennoch gibt es Tage an denen ich abends wirklich am Ende bin. Auch die Nächte sind noch hart im Moment. Aber man weiß ja, dass es besser wird.

Und dann ist da dieses große Glücksgefühl. Wenn gleich zwei Babys dich morgens aus dem Bettchen anstrahlen. Wenn sie zusammen auf einer Decke liegen und Händchen halten, sich gegenseitig entdecken und einfach zufrieden brabbeln. Wenn die Große mit den beiden Quatsch macht und dann alle aus tiefster Kehle laut lachen. Dieses große Glück drei gesunde Kinder aufwachsen zu sehen. Die Neugier mit der sie die Welt Stück für Stück entdecken. Das ist jede Anstrengung wert.

Was rätst Du anderen Frauen, die vom Frauenarzt hören, dass es mitunter “nicht ganz leicht” ist, schwanger zu werden?

Geduld haben. So schwer das auch fällt. Es wird viele, viele Tiefpunkte geben. Tage an denen man nur heulen möchte. Alles ungerecht findet. Sich fragt, warum es einfach nicht klappen will.

Und, auch wenn es leichter gesagt als getan ist, sich versuchen mit anderen Dingen abzulenken. Oft klappt es nämlich tatsächlich erst, wenn man lockerer wird. Zumindest war es bei uns zweimal so.

Hilfreich ist es auch mit Gleichgesinnten und Frauen, bei denen es durch eine Behandlung bereits geklappt hat, zu reden. Die verstehen oft was man durchmacht.

Und man sollte sich gut beraten lassen und genau überlegen, wie weit man gehen möchte. Neben unserer Methode gibt es dann ja noch zahlreiche andere Möglichkeiten. Das alles braucht aber viel Kraft und garantiert keinen Erfolg. Man lebt mit Hormonschwankungen – mein Mann musste zeitweilig ganz schön was aushalten – und muss gegebenfalls zahlreiche Enttäuschungen wegstecken.

Aber wenn es dann endlich geklappt hat, wird man für all’ das mit dem Wunderbarsten belohnt, dass man sich vorstellen kann.

Vielen lieben Dank für Deine tollen Antworten, Anna.
Ihr habt auch eine außergewöhnliche Familiengeschichte? Oder eine Idee, welches Thema unbedingt mal in den Familienrollen vorkommen sollte? Dann schreibt mir eine Mail an [email protected]

Die Diagnose beim Gynäkologen lautet: Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS). Die meist 20-30-jährigen Betroffenen leiden unter Akne, vermehrter Körperbehaarung, Hirsutismus und Virilisierung. Die Zysten im Ovar jedoch, die für die Namensgebung des Syndroms verantwortlich sind, spielen diagnostisch keine prioritäre Rolle. Die Assoziation dieser Stoffwechselstörung mit dem metabolischen Syndrom ist hoch, etwa 50 % der Patientinnen leiden an Adipositas. Alles, was Sie über das PCO-Syndrom sonst noch wissen sollten, lesen Sie im Folgenden.

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Bild: „Transvaginal ultrasound scan of polycystic ovary“ von Schomynv. Lizenz: CC0 1.0

Ätiologie

Wie entsteht das PCOS?

Die Ätiologie des PCOS ist nicht abschließend geklärt. Ursächlich ist wohl eine Störung im Insulinstoffwechsel. Dies zeigt sich bei den Patientinnen in einer peripheren Insulinresistenz und daraus resultierender Hyperinsulinämie.

Diese Hyperinsulinämie ist nicht nur Ursache für die Adipositas, sondern auch für ein Ungleichgewicht zwischen den Androgenvorstufen und Beeinflussung hormoneller Regelkreise. Es kommt letztlich zu einer Störung der Follikelbildung mit Anovulation/Oligoovulation, was zu Sterilität bei der Patientin führen kann.

Oft ist das PCOS unbemerkt die Ursache für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Symptomatik

Bei einer Patientin mit Zyklusstörungen kommt eine große Zahl an Differentialdiagnosen in Frage, die sie abarbeiten müssen, um zur Ausschlussdiagnose PCOS zu gelangen. Eingrenzender sind die Virilisierungserscheinungen wie männliches Behaarungsmuster (Rücken, Oberschenkel, Gesäß, …), Stimmveränderung und Hyperseborrhoe mit Akne vulgaris.

Neben Virilisierungserscheinungen und Zyklusstörungen sind die Symptome des metabolischen Syndroms diagnostisch wegweisend: Adipositas, Hyperglykämie, Hypertriglyzeridämie, Hypercholesterinämie.

Die wesentlichen Differentialdiagnosen für diese ovarielle Hyperandrogenämie sind M. Cushing, adrenogenitales Syndrom und androgenproduzierende Tumoren. Außerdem muss auf eine evtl. externe Androgenzufuhr geachtet werden, z. B. durch Anabolika und Steroide. Das polyzystisches Ovarialsyndrom ist eine Ausschlussdiagnose.

Diagnostik

Blutbild zur Erkennung des PCO-Syndroms

Neben dem Blutbild untersuchen Sie im Labor die Hormone LH und FSH sowie Progesteron, Testosteron und Östrogene. Meist zeigt sich eine LH-Dominanz bei erhöhtem LH/FSH-Quotienten. Östrogene und Testosteron präsentieren sich erhöht, Progesteron und SHBG erniedrigt. Sonografisch zeigt der positive Befund zahlreiche (sich echoleer darstellende) Zysten in den meist vergrößerten Ovarien.

Bild: „polizystisches Ovar im Ultraschall“ von Je Hyuk Lee. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Nach der American Society of Reproductive Medicine (ASRM) müssen zwei dieser drei Kriterien vorliegen, um ein PCOS zu diagnostizieren:

  • Polyzystische Ovarien
  • Oligo- und/oder Anovulation
  • Virilisierung durch Hyperandrogenismus

Sie können die Diagnose also auch stellen, wenn keine Zysten im Ovar vorliegen sollten!

Therapie

Therapiemaßnahmen des PCO-Syndroms vom Kinderwunsch abhängig

Entscheidend für die Therapie ist, ob ein Kinderwunsch bei der Patientin besteht oder nicht. Entsprechend wird hier der Fokus auf die Normalisierung der Ovarialfunktion gelegt. Ansonsten liegt das Hauptaugenmerk auf der Behandlung der Virilisierung.

Mittel der Wahl sind orale Kontrazeptiva (die bei aktuellem Kinderwunsch abgesetzt werden und die Follikel zusätzlich z.B. durch Clomifen stimuliert werden können), Glukokortikoide und Metformin im Off-Label-Use. Besteht kein Kinderwunsch kann mit Antiandrogenen behandelt werden.

Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Gynäkologen und Endokrinologen ist unumgänglich!

Fallbeispiel

Zum Abschluss lesen Sie noch ein Fallbeispiel, wie sich eine „klassische“ Patientin bei Ihnen präsentieren könnte:

Bei einer 26-jährigen, stark übergewichtigen Patientin finden sich bei wiederholten Messungen eine Hyperglykämie und ein arterieller Hypertonus. Anamnestisch gibt die Patientin außer seit Langem bestehenden menstruellen Blutungsunregelmäßigkeiten keine weiteren gesundheitlichen Beschwerden an. Bei der körperlichen Untersuchung fällt neben einer Akne eine verstärkte Behaarung an den Oberschenkelinnenseiten, der Schamregion und der Brust auf. Darauf angesprochen, berichtet die Patientin, dass sie „unreine Haut“ und den starken Haarwuchs schon seit der Pubertät habe und sie das nicht weiter störe. Die Sonographie zeigt keine pathologischen Befunde an Leber, Pankreas und Nieren. In den deutlich vergrößerten Ovarien kommen jedoch beidseits zahlreiche zystische, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume von bis zu 10 mm Durchmesser zur Darstellung.

Quelle

Leidenberger, Strowitzki, Ortmann (Springer Verlag 2009): Klinische Endokrinologie für Frauenärzte.

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Nein, danke!

Polyzystisches Ovar-Syndrom: Einziger Ausweg Pille?! Natürliche Behandlung bei PCOS

Woher kommt PCOS?

PCOS ist ein sehr umstrittenes Krankheitsbild, bei dem sich nicht einmal Fachgesellschaften einig sind. Es gibt die verschiedensten Thesen über die Ursache dieses Syndroms, doch die meisten Ärzte interessiert die Ursache nicht. Die einfachste Erklärung für sie: Es muss genetisch sein. Genetik kann bei fast allem eine Rolle spielen, ist aber meistens “nur” mitbeteiligt.

Einen sehr interessanten Blickwinkel auf dieses spannende Thema zeigt uns die amerikanische Ärztin und Autorin des Buches Period Repair Manual Lara Briden. Nach 20 Jahren Erfahrung in der Frauenheilkunde hat sie ihre Erkenntnisse in diesem tollen Buch zusammengefasst. Aus ihrer Sicht gibt es verschiedene Formen von PCOS und somit auch verschiedene Ursachen.

Sie umschreibt die folgenden drei Typen:
  1. PCOS durch eine Insulinresistenz
    Laut Lara’s Erfahrungen der letzten Jahre ist die häufigste Ursache für PCOS eine Insulinresistenz. Grund hierfür: Bei einer Insulinresistenz hat der Körper Probleme, Insulin richtig umzuwandeln und zu verwerten. Durch diesen Umstand hat man zu viel Insulin, was sich negativ auf den Eisprung auswirkt. Dies kann dazu führen, dass die Eierstöcke irgendwann durcheinander kommen und statt Östrogen auf einmal zu viele Androgene (männliche Hormone) bilden. Des weiteren bewirkt das erhöhte Insulin, dass die Hypophyse einerseits mehr LH (Luteinisierendes Hormon = löst den Eisprung aus) und andererseits weniger SHBG (Sexualhormonbindendes Globulin = Transportprotein für Sexualhormone, insbesondere für Östradiol und Testosteron) produziert als sie sollte. Auch das führt wieder zu vermehrten männlichen Hormonen.
  2. PCOS als Folge der Pille
    So ironisch das auch klingen mag: Man kann PCOS auch durch die Pille bekommen. Lustig oder? Wird es doch in den meisten Fällen genau damit behandelt. Laut Lara kann die Antibabypille gleich auf zwei Arten zu PCOS führen. Zum einen ist die Pille ein sehr häufiger Verursacher der Insulinresistenz, die ja – wie wir gerade gelernt haben – zum Polyzistischen Ovar-Syndrom führen kann. Des weiteren ist es bei vielen Frauen nach langjähriger Pilleneinnahme so, dass sich der Zyklus nicht mehr richtig einstellt. Nachdem der Eisprung durch die Pille über viele Jahre unterdrückt wurde, schafft es der Körper danach nicht mehr, sich zu regenerieren. Jahrelanges Hormonungleichgewicht, fehlende Eisprünge und häufig die Diagnose PCOS sind die Folge.
  3. PCOS durch eine unentdeckte Entzündung im Körper
    Jede dauerhafte, unentdeckte Entzündung in unserem Körper führt irgendwann zu Problemen. Bei Laras Patienten sind die Ursachen hierfür meist Umweltgifte, Rauchen, schlechte Ernährung und eine unausgewogene Darmflora. All das kann dazu führen, dass durch die entzündlichen Prozesse Hormonrezeptoren zerstört werden und so unser kompliziertes Hormonsystem durcheinander gerät.

Lara Briden spricht mir aus der Seele. Denn meiner Meinung nach entstehen Krankheiten nicht einfach so! Sie sind nicht einfach auf einmal da. Man wird auch nicht angeniest und hat PCOS. Die Ovarialschwäche entwickelt sich und das meistens über viele Jahre. Betrachten wir einen Menschen ganzheitlich, finden wir für jede Krankheit auch eine Ursache und genau diese sollte identifiziert und entsprechend behandelt werden!

Wie kann PCOS behandelt werden?

Zum Beispiel mit Unterstützung einer Heilpraktikerin, wie Andrea Mohr. Sie ist spezialisiert auf ganzheitliche Frauenheilkunde. In ihrer Praxis in Kronberg bei Frankfurt behandelt sie viele Frauen mit PCOS aus ganz Deutschland. Ich habe Andrea dazu einige Fragen gestellt:
Andrea, was sind deine Erfahrungen in der Behandlung von PCOS-Patientinnen?

Andrea: Schön, dass du das Buch von Lara Briden erwähnt hast. Wie sie bin auch ich der Meinung, dass viele Ursachen zu dem Krankheitsbild PCOS führen. Frauen, die zu mir kommen, sind meistens überfordert mit der Diagnose und suchen nach Aufklärung. Ich bin froh, dass ich Frauen diese Beratung bieten kann, denn ich möchte, dass jede Frau versteht, was in ihrem Körper vorgeht und sie sich kompetent findet, eine Entscheidung zu treffen.

Wie sieht denn eine alternative Therapie in deiner Praxis aus?

Andrea: Wir gehen genau so vor, wie du es beschrieben hast. Wir suchen nach den Ursachen, um dazu die geeignete Therapie zu finden. Das kann schon mal eine Detektivaufgabe sein. Jede Frau ist anders und hat andere Bedürfnisse. Ich muss also die Frau in den Mittelpunkt stellen. Hat sie einen unerfüllten Kinderwunsch oder macht ihr die Behaarung im Gesicht das Problem? Wir müssen die Umwelteinflüsse und den Lebensstil identifizieren. Soll Gewicht abgebaut, der Darm saniert oder Entzündungen im Körper bekämpft werden? Begleitend dazu gibt es bei mir diagnostische Verfahren wie Hormontestungen, Analysen der fehlenden Vitamine und Mineralstoffe etc. Einzelne Symptome lindere ich gern mit pflanzlichen Präparaten.

Also können auch fehlende Mineralien und Vitamine zu PCOS führen?

Andrea: Wie schon gesagt, es gibt viele Puzzleteile. Ich sehe oft einen Mangel an Omega 3 Fettsäuren, Chrom, Zink und Magnesium. Außerdem leidet die Leber sehr oft unter Hormondysbalancen. Bitterstoffe wie Enzian, Löwenzahn oder Schöllkraut geben der Leber die nötige Unterstützung, um gut zu arbeiten.

Wie bekommst du das Hormonchaos in den Griff?

Andrea: Anhand aussagekräftiger Hormonspeicheltestungen kann ich abstimmen, ob bioidentische Hormone oder Pflanzenwirkstoffe wie Agnus Castus in Frage kommen. Oder liegt eine Umwandlungsstörung von Östrogen und Testosteron vor, dann gibt es wirksame Pflanzen wie Sägepalme oder Süssholzwurzel.

Übrigens auch Schilddrüsenstörungen können PCOS-Symptome vortäuschen. Da sind wir wieder bei den sensiblen Kreisläufen der Hormone.

Vielen Dank Andrea für das Interview. Hast du noch einen Tipp für meine Leserinnen?

Andrea: Ja, gern. Betroffene sollten sich immer eine zweite Meinung einholen. Ihre Gesundheit wird es danken. Mir ist auch wichtig, dass das weibliche Bauchgefühl ja sagt zur Therapie. Und noch ein praktischer Tipp für die wichtige Durchblutung im Unterleib. Ich sehe viele Frauen mit einer richtigen Blockade mit Schwäche- und Kältegefühl. Bauchtanz oder Hormonyoga funktioniert bestens und bringt ein gutes Selbstwertgefühl.

Hier geht es zu Andrea’s Praxis

Prämenstruelles Syndrom: Einziger Ausweg Pille?! Natürliche Behandlung bei PMS

ZUM ARTIKEL

Trotz PCOS ungeplant schwanger

Das Ausmaß dieser Worte wird nicht jedem bewusst sein und das sind vermutlich die Glücklichen die nicht von PCOS oder ähnlichen fruchtbarkeitseinschränkenden Krankheiten betroffen sind.

Ein Gastbeitrag einer PCO-Betroffenen.

Was ist PCO?
Ich bin selber keine Ärztin und meine Erklärung wird vermutlich mangelhaft sein aber in ganz vereinfachten Laien Begriffen:Frauen die von PCOS (Kurzform für polyzystische Ovar(oder: Ovarial)-Syndrom ) betroffen sind, leiden unter einem Ungleichgewicht in ihrem Hormonhaushalt.

Oft produziert der Körper zu viel Testosteron was zu einer Vielzahl von Problemen führen kann. Zum einem leiden diese Frauen oft an männlichem Haarwachstum (z.B. verstärkt an Kinn und Oberlippe), oder an kreisrundem Haarausfall was sich besonders auf die Psyche niederschlagen kann. Akne, Übergewicht, Depressionen und Amenorrhoe (dem Ausbleiben der Regelblutung) und Anovulation (Ausbleiben des Eisprungs) sind nur ein paar weitere Symptome an denen sich viele betroffene Frauen erfreuen dürfen. Ich würde allerdings jedem Interessierten vorschlagen, selbst ein wenig zu recherchieren und sich nicht auf mich als primäre Informationsquelle zu verlassen.

© Leyasw / Bigstockphoto.com

Was für diesen Artikel wichtig ist: das Ausbleiben des Eisprungs und der Periode. Ohne Eisprung keine Schwangerschaft, so viel ist jedem klar.

Ich wusste schon immer, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt

Das späte Einsetzen der Regelblutung ist zwar bei mir in der Familie die Norm, aber als ich erst mit 18 zum ersten Mal meine Tage bekam war ich bereits der festen Überzeugung niemals Kinder haben zu können. Leider habe ich die schlechte Eigenschaft, schlechte Nachrichten nicht hören zu wollen und so ging ich nie zum Frauenarzt.

Meine große Schwester hatte ähnliche Probleme und bekam mit 18 von einem unsensiblen A*sch der Extraklasse diagnostiziert: „Haben Sie einen Freund? Ja? Na dann machen sie jetzt ein Kind, denn sonst werden sie nie eins haben.“

Heute weiß ich was für eine unqualifizierte und unsensible Aussage das war. Mit 13/14 war mir das nicht klar. Die Worten brannten sich in mein Gedächtnis nur um jedes Mal aufzutauchen wenn ich mich fragte, warum ich nicht blutete wie alle Mädchen in meiner Klasse.

Mein Geheimnis fliegt auf

Irgendwann wurde mir erzählt, dass man sicher seine Periode bekäme wenn man die Pille nimmt. Das war der Anstoß für meinen ersten Arztbesuch. Der untersuchte mich und mein bis dato best gehütetes Geheimnis, dass ich zwar mit 18 einmal eine Regelblutung hatte, danach aber erst 3 Mal wieder, flog auf.

Er machte eine Ultraschalluntersuchung und zeigte mir, dass meine Eierstöcke, die charakteristischen Merkmale von Polizystischen Ovarien aufwiesen. Hier würde ich wieder jedem Interessierten eigene Recherche vorschlagen und will nur noch erwähnen (um Standard Trugschlüssen vorzukommen), dass der Name „Polizystisch“ etwas irreführend ist. Er bedeutet nicht, dass man ganz viele „herkömmliche“ Zysten hat (das kann allerdings auch vorkommen) also wie sie vereinzelt bei jeder Frau auftreten können und oftmals kleine Bläschen, gefüllt mit Gewebe oder Flüssigkeit sind, sondern ist auf das Aussehen der Eierstöcke zurückzuführen in denen man viele unvollständig gereifte Follikel sehen kann, aus denen es das Ei nicht zur Reife und zum Eisprung schaffte (wieder eine grobe Vereinfachung). Es stellte sich heraus, dass ich genau so einen tollen Arzt wie meine Schwester erwischt hatte denn er fragte: „Wollen Sie Kinder?“ (ich war damals 20). Aus Angst vor dem was er sagen würde meinte ich „Nein, nein! Das ist nicht in meiner Lebensplanung.“ Woraufhin er antwortete: „Ah, das ist ja gut, weil das wird eh nichts.“ (Das war in Chile wo der Umgangston eh etwas rauer ist)

An alle Leser*innen die vielleicht wie ich, Angst vorm Frauenarzt Besuch hatten und nun über diese Seite gestolpert sind. Das ist absolut nicht wahr! Sollte euch jemals ein Arzt so etwas sagen, dann lauft weg! Das ist ein unsensibler A*sch der keine Lust auf „hysterische Frauen hat die unbedingt ein Baby haben wollen“.

Niemals Schwanger wegen PCO?

Ich bekam die Pille, ich bekam die Regel und ich bekam die Bestätigung meiner Annahme niemals schwanger werden zu können. Die nächsten Jahre verbrachte ich damit mich selbst davon zu überzeugen keine Kinder haben zu wollen. Ich dachte, so sei es am besten. So würde ich meiner Enttäuschung und meinem Schmerz vorbeugen. Ich verbrachte die Jahre mit klarer Haut, tollen Haaren, ohne mein Oberlippenbärtchen, 5 Kilo mehr, schwankender Stimmung bis Depression, eingeschränkter Libido und was es sonst noch so an Nebenwirkungen der Pille gibt.

Vor zwei Jahren hatte ich genug. Nach 4 Jahren Pille, setzte ich sie ab und bekam wie erwartet meine Tage nicht mehr. Dieses Mal ging ich zum Arzt. Mittlerweile lebte ich in Deutschland und hatte wirklich Glück, ich geriet an eine tolle Frauenärztin. Sie untersuchte mich und nahm sich die Zeit, sich nicht nur auf visuelle Charakteristika zu beschränken sondern bestätigte die Diagnose „PCOS“ mit Bluttests. Ich stand ganz am Anfang meiner „Reise“ und hatte noch keine Ahnung von der Krankheit.

Mein Weg mit PCO

Hier wieder mal eine grobe Vereinfachung: Es gibt keine Heilung. PCOS hat man für immer und das einzige was man tun kann ist die Symptome in Check zu halten. Für Frauenärzte heißt das leider die Pille zu verschreiben. Die Pille reguliert den Hormonhaushalt auf chemische Art und Weise was kreative Ausreißer wie die, die von PCOS provoziert werden, stark beschränkt.

Bye, bye Pille!

Ich wollte die Pille aber nicht mehr. Das war eine persönliche Entscheidung, deren Gründe komplett irrelevant sind, weil das am besten jede Frau für sich selbst entscheidet. Aber für mich war klar: keine Pille mehr! Und so toll meine Frauenärztin auch war, hier enttäuschte sie mich dem Befolgen des Standartvorgehens dem Frauenärzte wohl unterworfen sind: bei PCOS ohne Kinderwunsch gibt’s die Pille. Das hat gute Gründe auf die ich wieder nicht eingehen werde aber kurz gesagt: es wird medizinisch empfohlen regelmäßig eine Blutung zu haben.

Und hier entschied ich mich für einen Schritt bei dem ich bis heute dankbar bin, dass ich ihn gegangen bin. Kein Arzt will nämlich mit dir über Fruchtbarkeit reden wenn der Kinderwunsch nicht akut ist. „Wollen Sie denn jetzt Kinder haben? Nein? Na dann ist das doch jetzt gar nicht wichtig, darüber können wir reden wenn es akut wird.“ Als log ich. Kinderwunsch? Natürlich! Sehr akut! Am besten jetzt! Aha. Auf einmal gab es ja doch Informationen und weitere Tests. Das Ergebnis war nicht sehr ermutigend. Erhöhte Testosteronwerte, sekundäre Amenorrhoe und chronische Anovulation. Auf natürlichem Wege würde ich nicht schwanger werden.

Ich ging diese Schritte bis wir zu dem Punkt kamen an dem meine Ärztin mir Medikamente geben wollte um den Eisprung auszulösen. Mit denen hätte ich 3 Monate „Zeit“ gehabt schwanger zu werden, bis man mich in eine Kinderwunsch Klinik überwiesen hätte. So weit trieb ich es nicht. Ich erklärte ihr, der Kinderwunsch sei nicht mehr akut, verabschiedete mich und kam die nächsten Jahre nicht wieder.

Dieser Text ist keine Empfehlung es mir gleichzutun. Es war meine Entscheidung. Ich kann nicht einschätzen wie real die medizinischen Sorgen sind, weshalb man regelmäßig Bluten sollte aber ich habe dieses Risiko für mich in Kauf genommen.

Alternativen

Die letzten zwei Jahre verbrachte ich viel mit Lesen. Lesen über das PCO Syndrom darüber wie man die Symptome natürlich Regulieren kann, ich ging zum Endokrinologen (einen Schritt den ich jeder Betroffenen dringend ans Herz lege), probierte es mit Diabetes Medizin (erfolglos, ich bin zum Glück von Diabetes verschont geblieben. Ich dachte nur ich probiere es mal aus) alles in der Hoffnung meinen Zyklus in Schwung zu kriegen.

Ich lernte was meinen Körper gut tut. Lernte welches Essen für mich wichtig ist, wie wichtig Sport ist (letzteres ehrlich gesagt eher theoretisch.. ). Wie schlimm Alkohol und Zucker sich auf meine Hormone auswirken können. Das Ziel war ein regulierter Hormonhaushalt, ich versuchte nicht schwanger zu werden.

Die letzte Aussage kann man jetzt auch wieder zweifelhaft ansehen. Meinem Freund und mir gingen vor einem Jahr die Kondome aus. Wir kauften keine neuen. Ehrlich gesagt, deprimierte es mich jedes Mal 12€ auszugeben um mich vor etwas zu schützen von dem es keine Anzeichen gab, dass es überhaupt möglich war. (Wir hatten uns beide zu Beginn der Beziehung auf Krankheiten testen lassen weshalb die Kondome wirklich nur der Empfängnisverhütung dienen sollten.) Wir kauften keine neuen und führten weiterhin unsere glückliche Beziehung.

Meine letzte, nicht chemisch ausgelöste Regelblutung war so viele Jahre her, dass ich es ehrlich gesagt nicht mehr weiß. Die letzte Regelblutung hatte ich vor einem Jahr, als mir der Endokrinologe Pillen gab um meinen 13 Monat Zyklus zu beenden und einen neuen zu beginnen.

Schwanger trotz PCO??

Vor ein paar Wochen fing dann das Ziehen im Unterleib an. Ich muss sagen, ich dachte vielleicht für eine Sekunde an Eisprung aber alle Betroffenen wissen wie oft man so etwas denkt. Nachdem ich vor langer Zeit hier auf Faminio einen Artikel zur natürlichen Empfängnisverhütung gelesen hatte, hatte ich mir ein Set von 100 Tests gekauft die einem anzeigen können ob man einen Eisprung hat.

Leider hat PCOS die nette Nebenwirkung, dass das nötige Hormon zum Eisprung immer in etwas höherer Dosis als bei anderen Frauen vorhanden ist, weshalb man scheinbar wochenlang einen Eisprung hat, wenn sich in Wirklichkeit nichts tut. Wegen dieser scheinbar ständigen Eisprünge hatte ich die Tests in kürzester Zeit alle verbraucht und mir keine neuen mehr gekauft. So verwarf ich den Gedanken auch wieder ohne ihm nachgegangen zu sein. Allerdings hörten die Gefühle im Unterleib nicht auf. Ein Ziehen wurde zu kleinen Stechenden Schmerzen, wurde zu kleinen Krämpfen. Ich dachte, dass sich vielleicht doch eine Zyste bildete und erzählte meinem Freund davon. Er dachte sofort an Schwangerschaft und drängte mich einen Schwangerschaftstest zu machen.

Ich plante nicht schwanger zu sein. Es war nicht der Moment aber ich wusste doch, dass mich ein negatives Ergebnis enttäuschen würde. Das ist schwer zu erklären und schwer nachzuvollziehen aber so fühlte ich mich.
Ich machte den Test nur, weil ich mich beim Frauenarzt auf Zysten untersuchen lassen wollte und wusste, sie würden vermutlich darauf beharren, dass ich davor einen Test machte.

Schwanger!

Das positive Ergebnis schockte mich. Ich bedauere zutiefst, dass meine ursprüngliche Reaktion nicht Freude war, sondern reine Angst. Angst, Ohrensausen und Schüttelfrost.

Das ist jetzt erst ein paar Tage her.

Der Clearblue Test sagte mir 2-3 Wochen.
Mein Freund sagte mir: Oh schei*e.
Die nette Arzthelferin am Telefon sagte mir: 07.01.
Und mein Freund sagte mir: Ich fang doch schon an mich zu freuen.

2-3 Wochen. Das ist unglaublich früh. Alles kann schief gehen. Das weiß ich. Aber dieser Test ist an sich schon eine Erfolgsgeschichte. Seit mehreren Jahre keine Regelblutung und dann so was.

Es war mir so wichtig diesen Text zu schreiben, weil ich mich noch an mich vor ein paar Jahren erinnern
kann.

„schwanger trotz PCOS“
„schwanger ohne regelmässige Periode“
„wie hoch wahscheinlichkeit schwanger PCOS“
„wer schwanger PCOS“
„wie lange durschnitt bis schwanger PCOS“
„heilung PCOS schwanger“
„schwanger PCOS medikamente“

Diese Worte haben für lange Zeit meine Suchkriterien bei Onlinesuchen bestimmt. Vielleicht bei euch ja auch und diese Seite ist aufgetaucht. Deswegen ist es jetzt auch gar nicht wichtig wie meine Geschichte weitergeht (für mich natürlich schon ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass alles gut geht).

Wichtig ist: Ja, schwanger mit PCOS.
Ja, schwanger ohne medikamente.
Nein, PCOS nicht = unfruchtbarkeit.

Lasst euch letzteres von keinem erzählen. Ich rate euch, informiert euch! Geht zum Endokrinologen. Achtet auf eure Ernährung. Das sind alles keine Heilungen aber die Pille als Lösung für PCOS präsentiert zu bekommen muss nicht euer definitives Urteil sein.

Und nun?

Ich weiß nicht wie meine Schwangerschaft weitergeht. Allein diese Worte zu schreiben ist so irreal, dass ich es ehrlich gesagt immer noch nicht glauben kann. Aber sie sind real. Ich bin schwanger. Meine Brüste schmerzen und mein Essen schmeckt anders. Wie meine Schwangerschaft weitergeht ist nicht das wichtige. Jede Frau und jede Schwangerschaft ist unterschiedlich. Wichtig ist, dass es möglich ist. Und ich weiß wie wichtig es mir gewesen wäre so einen Text zu lesen.

Bonus: Auf Faminino habe ich gelernt, dass eine Schwangerschaft vom letzten Tag der letzten Periode an gezählt wird (oh je hab ich mir das richtig gemerkt?) also bin ich nicht nur schwanger sondern ich bin verdammt schwanger. Sozusagen überschwanger. Seit geschätzt 13 Monaten schwanger. 😉

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Polyzystisches Ovar Syndrom (PCO) und Kinderwunsch

Die meisten Frauen werden entweder selbst, oder von ihrem Gynäkologen darauf aufmerksam, wenn es mit dem schwanger werden nicht klappt. Der Verdacht oder dann später die Diagnose des PCO, oder der Polyzystischen Ovarien kann aber manchmal auch auf sich warten lassen. Bzw. schwierig sein, weil vielleicht vordergründig keine Symptome oder äussere Anzeichen dafür bestehen. Denn nicht immer ist PCOS klassisch schulmedizinisch einzuordnen. Manchmal gibt es allerdings schon in der Familie eine Vorgeschichte, d.h. Mutter, Tanten, Grossmutter oder Schwestern sind ebenfalls davon betroffen. Aber auch das muss nicht sein… In der Regel können Frauen mit PCO sehr gut damit leben, da es sich in erster Linie auf das zyklische Geschehen auswirkt. Doch wenn dann der Wunsch nach einem Kind da ist, kann das polyzystische Ovarial Syndrom zu einem Problem dabei werden.

Was genau ist PCO?

Das klassische PCO-Syndrom entsteht dadurch, dass der weibliche Organismus zu viele Androgene produziert. Androgene sind Hormone, die bei Männern und Frauen vorkommen. Bei Frauen mit Pcos ist der Adrogenspiegel aber meist überdurchschnittlich erhöht. Dies wiederum verhindert die normale, zyklische Entwicklung eines Eies im Eierstock. Er blockiert das Wachstum vor der Reife. Somit wird der normale, weibliche Hormonzyklus durch die Ueberproduktion von Androgenen blockiert. Die zyklischen Veränderungen können nicht stattfinden, das Ei kann auch nicht springen. Es entstehen viele kleine Zysten in den Eierstöcken, die aus unterentwickelten Eiern resultieren. Oftmals sind auch die Eierstöcke deshalb vergrössert, was sich bei einem Ultraschall meistens darstellt. Deshalb auch die Bezeichnung Poly- (aus dem griechischen für viel, mehrere) zystisches Ovar(Eierstock).

Welche äussere (An-)Zeichen und Auswirkungen hat PCO?

Die gängige, schulmedizinische Ansicht ist, dass Frauen, die unter PCO leiden übergewichtig sind und eine verstärkte Körper- bzw. vor allem Gesichtsbehaarung haben. Häufig leiden sie auch unter Haut- Unreinheiten, eher schütterem Kopfhaar und neigen dazu meist um die Körpermitte zuzunehmen. Das kann ein Erscheinungsbild sein, aber es gibt auch viele Frauen, die diesem Bild in keinster Weise entsprechen.

Frauen mit polyzystischen Ovarien haben meist unregelmässige Zyklen oder auch sehr lange Abstände zwischen den Zyklen. Das kann zum Teil schon kurz nach der Menarche, in der Pubertät beginnen, oder auch erst später einsetzen. Aufgrund der hormonellen Disbalance kommt es nicht oder sehr selten zu einem Eisprung, so dass das gesamte zyklische Geschehen dadurch beeinflusst wird. Das komplexe Zusammenspiel aller Hormone, die das weibliche System steuern ist gestört. All dies kann die Erfüllung des Kinderwunsches erschweren.

Vorgehensweise in der Schulmedizin

Weshalb es zu einem PCO-Syndrom bei einer Frau kommt, ist nicht immer nachzuvollziehen, zumal auch viele Frauen nur schwache Anzeichen haben, oder die Hormonrelation leicht irregulär ist. Deshalb zielt die klassische Schulmedizin eher darauf, die Symptome zu unterdrücken, sofern kein Kinderwunsch besteht. Das heisst, es wird der Frau geraten, die Pille zu nehmen, oder ein Gestagen- (Gelbkörper)präparat , um den Menstruationszyklus und die Periode wieder zu aktivieren. Bei dieser Methode wird aber weder die fehlende Ovulation, noch der hormonelle Einfluss der Schaltzentren im Gehirn berücksichtigt.

Frauen mit Thema Kinderwunsch werden dann meist mit einer hormonellen Stimulation behandelt, die die Eireifung und somit auch den Eisprung beeinflusst.

Welche tiefergehende Ursachen können bei Pcos einen Einfluss haben

Wenn das Ei nicht springen kann, sind meistens hormonelle Einflüsse im Spiel. Ein weiterer Grund kann aber auch sein, dass die Follikelblase nicht platzen kann, weil sie zu hart und derb ist. Es geht hier also auch um das weichsein und loslassen. Im Gegensatz zum männlichen Prinzip der Härte, ist das weibliche von Weichheit geprägt. Welche verinnerlichten Bilder eine Frau über sich, ihre Weiblichkeit und ihre Fruchtbarkeit hat, kann auf tieferliegender Ebene auch mit einen Einfluss haben. Was für Rollenbilder vom Frau- und Muttersein haben uns geprägt? Und wie waren unsere Erfahrungen auf dem Weg vom Mädchen zur Frau mit dem Thema Weiblichkeit? Sind sie von negativen Erlebnissen überschattet? Wie war unsere Menarche (1. Menstruation); war es für uns schwierig, zur Frau zu werden, weiblich zu sein und auch so wahrgenommen zu werden?

Deutung von Polyzystischen Ovarien

Die Flüssigkeitsansammlungen in den Hohlräumen der Zysten können auf der seelischen Ebene auch als gestaute Energie und ungeweinte Tränen gedeutet werden. Es geht hier vor allem auch darum Vertrauen aufzubauen. In erster Linie in sich als Frau und in das Prinzip des urweiblichen und mütterlichen Aspektes in uns. Aber auch das Vertrauen in das männliche, den Partner ist ebenfallls wichtig und gilt es zulassen zu können. So kann sich das weibliche hingeben, loslassen und sich dem männlichen Prinzip zur Verfügung stellen. Lies hierzu auch mehr in meinem Blog: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/empfangen-und-sich-zur-verfuegung-stellen/ Auf der physischen Ebene bedeutet das, das Ei kann sich lösen, auf den Weg machen und vom Spermium befruchtet werden. Das weibliche Prinzip, die Frau, stellt das weiche Nest zur Verfügung, welches dem zukünftigen Kind ein sicheres zuhause sein wird, bis es auf die Welt kommen darf.

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Weiblichkeit kann demnach bei polystischen Ovarien ein Thema sein, welches sich lohnt anzuschauen. Das kann auf verschiedenen Ebenen geschehen, je nachdem welchen Zugang wir brauchen und welcher Weg uns zu unserer inneren weiblichen Kraft und dem Urvertrauen bringt.

Was können wir auf der körperlichen Ebene tun bei PCO?

  • Moor ist ein sehr wirksames Mittel, da es den Spiegel aller Hormone erhöht und ausbalanciert. Ausserdem sorgt Moor für eine gute Durchblutung, ist entzündungshemmend und regt die körper- eigene Hormonproduktion an. Moor kann in Form von Bädern angewendet werden, oder als Packungen auf dem Bauch und Unterleib.
  • Natürliches Licht kann einen wichtigen Einfluss haben, denn es wirkt direkt auf den Hypothalamus, (steuert zusammen mit der Hypophyse Drüsenfunktionen und hat einen wichtigen Einfluss auf das hormonelle Geschehen), auch auf die Nebennieren und den Eisprung. Man kann auch mit einer Lichtquelle im Schlafzimmer auf den Eisprung einwirken.
  • eine leichte und tiefdosierte (ca. 2%) Progesteroncreme kann ebenfalls lindernd und harmonisierend wirken
  • Mit der Ernährung, bzw. einer Umstellung – falls erforderlich – auf eine nährstoffreiche Vollwertkost kann auch sehr positiv auf polystische Ovarien und ihre Symptomatik eingewirkt werden, da dabeiauch überschüssige Androgene reduziert werden können.
  • Immer wichtig auch möglichst auf Pet und Plastik zu verzichten. Siehe auch Blog https://fruchtbarkeitsmassage.ch/petplastik-was-macht-das-mit-uns/

PCO ist auf jeden Fall kein Hinderungsgrund nicht schwanger werden zu können. Ich habe in meiner Praxis genügend Beispiele erlebt, dass Frauen trotzdem ihren Weg zum Wunschkind und ihr Wunschkind den Weg zu ihnen gefunden hat. Mehr dazu in diesen Erfahrungsberichte: https://fruchtbarkeitsmassage.ch/spontan-schwanger-nach-unregelmaessigen-zyklen/

Herzlichst Alles Gute

Roberta

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Polyzystisches Ovarialsyndrom: Erhöhtes Risiko bei Schwangerschaft und Geburt

Wirkt sich ein polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) negativ auf eine Schwangerschaft und die Geburt des Kindes aus? Dies war die Fragestellung einer schwedischen Kohortenstudie. Dabei wurden die Daten von 1 191 336 Geburten bei Frauen ohne PCOS und 3 787 Geburten bei Frauen mit PCOS in der Zeit von 1995 bis 2007 in Schweden verglichen.

Fazit: Die Studie bestätige, dass Frauen mit einem PCO-Syndrom häufig Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden und dass im Falle einer Schwangerschaft auch ein deutlich erhöhtes Komplikationsrisiko bestehe, kommentiert Prof. Dr. med. Klaus Friese, Universitätsfrauenklinik München-Großhadern. Neu sei in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass post partum offenbar höhere Gesundheitsrisiken bei den Säuglingen bestünden. Dies sei möglicherweise nicht direkt durch das PCOS bedingt, sondern durch den Habitus der Frauen. Christine Vetter

Roos N, et al.: Risk of adverse pregnancy outcomes in women with polycystic ovary syndrome: population based cohort study. BMJ 2011; 343: d6309 doi: 10.1136/bmj.d6309

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