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Kinderkleidung

Für Babys
Wir haben alles für die Baby-Garderobe. Entdecke unsere Auswahl für Neugeborene in Größe 50-74. Zur Auswahl stehen Multipacks mit Stramplern aus super-weicher Bio-Baumwolle.
Wenn dein Baby größer wird, findest du in unserem Sortiment Kleidung für kleine Mädchen und Jungen in Größe 50-98, z. B. Latzhosen, weiche Jerseykleidung und fröhliche T-Shirts mit Tierprints.

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Mädchen (Gr. 92-140) lieben unsere Blumen- und Schmetterlingsprints, farbenfrohen Streifen und Disney-Motive. Entdecke unsere Kindermode mit Jumpsuits, Ballerinas und bunten Haarklammern und Haarreifen. Große Mädchen (Gr. 134-170) freuen sich über schwingende Jerseykleider, schmale Jeans und leichte Tops.

Für Jungen
Jungen (Gr. 92-140) erforschen die Welt mit unserer Auswahl an Blattmustern, Dinosaurier-Prints und maritimen Designs. Entdecke schmal zulaufende Jeans, Cargo-Shorts und verspielte T-Shirts in dieser vielseitigen Kollektion. Für große Jungen (Gr. 134-170) bieten wir urbane Surfer-Looks mit farbenfrohen Slogan-T-Shirts, Sweathosen und Baseballcaps.

Jede Saison präsentieren wir Modefavoriten für Babys, Kinder und Teenager. Entdecke die neuesten Looks, die wir lieben – online bei H&M!

Mama-Kind-Outfit wird Trend

Mode

Designer finden den Partnerlook für Mutter und Tochter niedlich. Therapeuten und Soziologen halten ihn für übergriffig.
Von Christina Sticht

11. Mai 2019 14:00 Uhr„Mini Me“ heißt der Mode-Trend bei dem immer mehr Hersteller ähnliche Outfits für Eltern und Kinder anbieten. Foto: H&M/dpa

Berlin.Beim Thema Partnerlook denken viele zunächst an Rentner-Paare in identischer roter Allwetterjacke, vielleicht noch an Freundinnen im Teenie-Alter, die exakt dasselbe Outfit tragen. Aber Mütter und Töchter im Partnerlook? Väter und Söhne im gleichen knallblauen T-Shirt und der gleichen Boxershorts mit Bananenmuster? Tatsächlich bieten Modehersteller wie H&M oder WE Fashion Eltern-Kind-Kollektionen an, häufig unter der Überschrift „Mini Me“, was so viel wie Mini-Ich bedeutet. Auch Online-Plattformen stellen entsprechende Partnerlooks zusammen.

Luxus-Brands in der Kinderversion

„Es ist ein großer Trend im Luxusbereich“, sagt Judith Kessler, Kindermode-Expertin beim Branchenblatt „Textilwirtschaft“. „Alle angesagten Brands gibt es in der Kinderversion – von Chloé über Gucci bis Boss.“ Zunehmend wollten sich auch schon Neunjährige wie 16-Jährige stylen, sagt Kessler. So habe etwa die Männermodemarke Jack & Jones im August 2018 eine Juniorkollektion herausgebracht, die sich an der Erwachsenenkollektion orientiert.

Die „Mini Me“-Fotostrecken im Internet zeigen überwiegend Mädchen im Alter von vier bis neun Jahren und ihre Model-Mamas mit ähnlichen Haarfarben und Frisuren – beide im identischen Blümchenkleid oder der gleichen gestreiften Leinenhose.

Niedlich anzuschauen

Die Online-Stylingberatung Zalon bietet seit drei Jahren eine Mini-Me-Box an mit individuell abgestimmten Mama- beziehungsweise Papa-Kind-Outfits. „Es scheint der starke Trend zu bestehen, dass Eltern es mehr und mehr lieben, ihre Kinder zu kleinen Abbildern ihrer selbst zu stylen“, beobachtet Zalon-Stylistin Rosa Biazzo. „Ohne Frage ist ein Kleinkind in Blouson und Chino oder Plisseerock und Bluse ein überraschendes Bild und deshalb umso niedlicher anzuschauen.“

Anleihe aus dem Kino

  • Mode-Trend:

    Mit „Mini Me“sind ähnliche Outfits für Eltern und Kinder gemeint. So tragen etwa Mütter und Töchter Partnerlook.

  • Bedeutung:

    Der Begriff „Mini me“ geht auf eine Figur im Film „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ zurück, in dem ein Miniatur-Klon des Schurken dessen Charakterzüge und Gewohnheiten besitzt. Foto: Katja Henschel/Zalon.de/Little Years/dpa

Die Therapeutin Claudia Haarmann aus Essen sieht den Eltern-Kind-Partnerlook kritischer. „Der Mini Me-Trend bedeutet eine Angleichung zwischen den Generationen, die es faktisch nicht gibt“, sagt die Autorin, die sich intensiv mit Familienbeziehungen beschäftigt hat. „Es stellt sich die Frage: Will die Tochter aussehen wie die Mutter oder die Mutter wie die Tochter?“ Sie glaube, die Erwachsene wolle sich verjüngen. „Gleichzeitig wird ein Schulterschluss signalisiert: Wir sind Freundinnen. Wir sind unzertrennlich. Wir sind eins.“

Aus Sicht der Soziologin Christiane Varga spielt in Zeiten von Instagram & Co. beim „Mini Me“-Trend die Inszenierung eine wichtige Rolle. „Wenn man sich Fotos von Kindern aus den 80er und 90er anschaut, dann waren sie damals noch nicht so durchgestylt“, sagt die Forscherin vom Zukunftsinstitut Wien. „Für mich ist da auch ein Stück Übergriffigkeit dabei, eine Inbesitznahme des Kindes.“ Varga plädiert dafür, dass das Aussuchen von Kleidung gemeinsam mit Kindern „auf Augenhöhe“ geschieht.

Abgrenzung ist wichtig

Mode ist seit jeher ein gesellschaftliches Unterscheidungsmittel. In Bayern tragen bei Festen Jungen selbstverständlich Lederhosen wie ihre Väter und Mädchen Dirndl wie die Mütter – auch ohne das Label „Mini Me“. Viele kleine Mädchen lieben es, die Stöckelschuhe oder Schminke ihrer Mama auszuprobieren. „Ein Kind braucht Zugehörigkeit“, betont Therapeutin Haarmann. Wichtig sei allerdings, dass sich Kinder mit der Pubertät abgrenzen und herausfinden, inwiefern sie anders als ihre Eltern sind. „Respektlos“ findet Haarmann es, wenn Mütter dann ihren Töchtern noch bei der Kleidung Vorschriften machen oder sie gar wie eine gleichaltrige Freundin im Styling nachahmen.

Im Märchen mag das wunderbar funktionieren: Eine Frau, die mit einem Spiegel kommuniziert. Doch der Selbstversuch in einer belebten H&M-Filiale in Manhattan lässt einen schnell an die Grenzen sozial akzeptierten Verhaltens stoßen. Im ersten Stock des Flagship-Stores verteilt sich eine Handvoll erschöpfter Kunden auf zwei überdimensionierten Hockern, eine Mutter hält ihr schlafendes Kind im Arm, die meisten anderen Menschen sind über Smartphones gebeugt. Bis eine wohlmodulierte weibliche Stimme die Konsummüdigkeit durchbricht: „Hallo, ich bin ein Sprachassistent. Was möchten Sie tun – ein Selfie aufnehmen oder Mode-Inspirationen bekommen?“

Die Stimme gehört zum jüngsten Gadget der schwedischen Modekette, dem laut Unternehmen ersten sprachgesteuerten Spiegel der Welt. Der Prototyp – eine glänzende Bildschirmstehle zwischen zwei Sitzgelegenheiten aus silbernem Kunstleder – ist in einer Kooperation unter anderem mit Microsoft entstanden. Der Spiegel wird durch Bewegungssensoren aktiviert und lässt sich ähnlich wie Sprachassistenten bei Smartphones mit einfachen Stimmbefehlen steuern. Beim Praxistest zeigt sich schnell: Wer die Musik und sonstige Geräuschkulissen im Laden übertönen will, muss laut sprechen. Und die neugierigen bis befremdeten Blicke der anderen Kunden aushalten.

Eine Mutter scheitert mit dem Versuch, ihre Teenager-Tochter zu einem gemeinsamen Selfie zu überreden – zu peinlich. Dabei hält der Spiegel ein besonderes Gimmick für die Generation America’s Next Topmodel bereit: Die Software platziert das Foto markenwirksam auf der Titelseite des H&M-Kundenmagazins – per QR-Code lässt sich das persönliche Coverfoto dann herunterladen. Hochauflösend, selbstverständlich. Und was passiert danach mit den Aufnahmen? Die Selfies seien ausschließlich für den persönlichen Gebrauch der Kunden gedacht und würden im Anschluss gelöscht, versichert eine Unternehmenssprecherin.

Neben der Selfie-Funktion bietet der Spiegel auch die erwähnten modischen Inspirationen. Wer allerdings eine individuelle Beratung durch künstliche Intelligenz erwartet, wird enttäuscht. Der Kunde kann lediglich zwischen drei Kategorien wählen: „Modern Classics“, „Trend“ und „Casual“. Die vorgeschlagenen Outfits entsprächen den aktuellen Traffic-Trends auf der Homepage hm.com, erklärt eine Unternehmenssprecherin. Angezeigt werden also jene Outfits, die im Onlineshop besonders beliebt sind. Zu jedem Styling-Vorschlag, inklusive Schuhen und Accessoires, wird wiederum ein QR-Code angezeigt. Wer diesen abfotografiert, kann das Outfit direkt im Laden oder später online nachkaufen. Als Anreiz gibt es einen Gutschein – eine kleine Entschädigung dafür, dass man hier nicht die Revolution des Shoppens erlebt, sondern ziemlich klassisches Online-Marketing. Der Kunde gibt seine Daten her und bekommt dafür einen Rabattcode.

Wie erfolgreich das Spiegel-Experiment ist, dazu hält man sich bei H&M bedeckt. Nach Deutschland soll der sprachgesteuerte Spiegel aber erst einmal nicht kommen. Konkrete Zahlen, wie viele Kunden tatsächlich dann ein Outfit gekauft haben, will die Unternehmenssprecherin nicht nennen. Nur so viel: „Momentan liegen die Selfies im Trend.“

Stören dürfte diese Tendenz beim schwedischen Modegiganten niemanden – im Gegenteil. H&M arbeitet daran, jüngere Kunden zurückzugewinnen, da helfen Fotos, die wie geschaffen sind für Plattformen wie Instagram. Man wolle den Kunden ein „interaktives Social-Media-Erlebnis“ in einem „physischen Store“ bieten, erklärt die Unternehmenssprecherin.

Eine digitale Verkaufsstrategie fehlte

Zwar ist H&M immer noch der zweitgrößte Einzelhändler für Bekleidung weltweit, aber das Unternehmen verlor in nur drei Jahren mehr als zwei Drittel seines Börsenwerts. Branchenkenner kritisierten, der Konzern habe in immer neue Filialen investiert, eine Strategie, wie der Konkurrenz im Internet zu begegnen sei, habe aber zu lange gefehlt.

H&M ist nicht die einzige Modekette, die derzeit versucht, die Brücke zwischen virtuellem Shopping im Netz und realem Einkaufserlebnis im Laden zu schlagen. Auch der spanische Bekleidungshersteller Mango experimentiert in ausgewählten Geschäften weltweit mit einem digitalen Spiegel: Kunden können Artikel in der Kabine einscannen und sich die Produkte von Verkäufern in anderen Größen oder Farben bringen lassen. Und die Kaufhauskette Karstadt hat in diesem Frühjahr in Düsseldorf ihr erstes interaktives Schaufenster vorgestellt. Das Prinzip ähnelt dem der digitalen Spiegel: Der Kunde sieht beim Vorbeischlendern im Schaufenster ein Bekleidungsstück, das ihm gefällt, und kann es direkt per integriertem Bildschirm bestellen. Rund um die Uhr – und ganz ohne schräge Blicke anderer Passanten, Touchpad sei Dank.

In der H&M-Filiale am Times Square verzweifelt derweil ein junges Pärchen daran, den sprechenden Spiegel zum Schweigen zu bringen. Während sie ihren Freund davon zu überzeugen versucht, dass er auf dem gemeinsamen Selfie doch sehr gut aussehe, mischt sich ständig die Computerstimme ein und verlangt nach neuen Befehlen. „Eine Sekunde, bitte“, sagt das Mädchen höflich in Richtung Spiegel. Der antwortet genauso höflich, aber zum wiederholten Mal mit dem Satz: „Entschuldigung, ich habe nicht verstanden, was Sie gesagt haben – können Sie das anders formulieren?

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