Parcour für kindergartenkinder

So bauen Sie sich Ihren eigenen Hindernisparcours für Hunde

Sie verbringen unglaublich gern Zeit mit Ihrem Hund und so toll es auch wäre, einen eigenen Hindernisparcours für Hunde zu haben, scheint das doch vielleicht schwer umsetzbar zu sein. Aber mit Glück haben Sie möglicherweise die Materialien und Ausrüstung, die Sie für einen Hindernisparcours Marke Eigenbau benötigen, bereits im Haus. Es macht nichts, wenn Ihr Hund bislang noch keine Parcourserfahrung hat oder Sie sich mit dem Training nicht so gut auskennen. Viele einfache Übungen können Sie ihm ganz leicht selbst beibringen. Starten Sie mit ein paar einfachen Sprüngen, einem Slalom und Tunneln und Sie beide werden in kürzester Zeit wie wahre Profis aussehen.

Es gibt einige Dinge zu bedenken, bevor Sie mit der Gestaltung Ihres Hunde-Parcours beginnen. Achten Sie zunächst darauf, dass Sie für jede Übung ausreichend Platz einplanen (und zusätzlichen Platz drum herum zur Sicherheit). Alles, was Sie aufbauen, sollte auch ganz leicht wieder auseinanderfallen, sodass sich Ihr Hund beim Training nicht verletzten kann. Haben Sie Geduld beim Training und es wird für Sie beide eine positive Erfahrung werden.

Sprünge

Sprünge sind eine tolle Übung, die Sie Ihrem Hund als erstes beibringen können, wenn Sie beide Anfänger in Sachen Hindernisparcours sind. Und wenn Sie einen Wäschekorb und eine Gardinenstange haben, dann haben Sie alle Utensilien, die Sie benötigen, um mit Ihrem Vierbeiner kurze Sprünge für Anfänger zu üben.

Haben Sie vielleicht noch Plastikrohre vom letzten Klempnerprojekt zu Hause? Diese eignen sich perfekt für das Basteln eines Hindernisparcours. Am besten bauen Sie ein Sprunghindernis, das in der Höhe verstellbar ist, sodass Sie die Höhe leichter verändern können, je nachdem auf welchem Trainingsstand Ihr Hund ist. Hier sind einige Tipps zum Bauen eines Sprunghindernisses aus Plastikrohren von Instructables.

Oder haben Sie vielleicht einen Hula-Hoop-Reifen oder eine Poolnudel? Beide sind weich und biegsam genug für ein Sprunghindernis. Bei den ersten Trainingseinheiten können Sie den Reifen einfach auf der gewünschten Höhe hochhalten und Ihrem Hund ein Zeichen geben, dass er hindurchspringen soll.

Alle Sprunghindernisse müssen zerlegbar sein, denn Sie möchten ja nicht, dass sich Ihr Hund verletzt, falls er das Hindernis nicht schafft.

Slalom

Haben Sie noch kleine orangefarbene Hütchen aus der Zeit, als Ihre Kinder Fußball gespielt haben? Diese Hütchen eignen sich hervorragend für einen Slalomkurs in Ihrem Hundeparcours. Stellen Sie die Hütchen so auf, wie Sie es bei einer Fußball-Trainingseinheit tun würden.

Haben Sie Ihr Zuhause zu Weihnachten schon einmal mit Stangen dekoriert, die wie Zuckerstangen aussehen? Wenn ja, perfekt! Auch wenn Ihr Hund natürlich größer als diese Stangen ist, wird er auf jeden Fall den Slalomkurs zwischen diesen leichten Stangen erkennen.

Achten Sie darauf, dass die Slalom-Stangen sicher genug stehen, sodass sie nicht jedes Mal umfallen, wenn Ihr Hund daran vorbeiflitzt. Ähnlich wie bei den Sprunghindernissen sollten sie jedoch leicht genug sein, damit er sich nicht verletzt, wenn er mit einer der Stangen kollidiert. Und sie sollten nicht zu nah beieinander bzw. nicht zu weit auseinander stehen.

Lassen Sie ihn zunächst zwischen den Hütchen oder Stangen hindurchgehen, bevor Sie es mit einem schnelleren Tempo versuchen. Sie können die Übung so gestalten, dass Sie ihn entweder an der Leine durch den Slalomkurs führen und ihn belohnen, wenn er die Aufgabe gemeistert hat oder Sie können ein Leckerli in der ausgestreckten Hand halten und ihn so führen, dass er ihnen durch die Hütchen folgt. Achten Sie darauf, während des Trainings immer dieselben verbalen Kommandos oder Handzeichen zu geben, sodass er Ihre Kommandos mit der Aktion verbindet, die er ausführen soll.

Tunnel

Es gibt viele Haushaltsgegenstände, aus denen man einen Tunnel bauen kann. Haben Ihre Kinder vielleicht noch Spieltunnel, für die sie zu groß geworden sind? Diese leichten, faltbaren Korridore eignen sich perfekt für das Hundetraining. Und wenn Sie gerade nicht trainieren, kann man sie ganz einfach platzsparend verstauen.

Hunden, die bislang noch nie geübt haben, durch einen solchen Tunnel zu laufen, könnte auch ein Karton gefallen, bei dem der Boden entfernt wurde und durch den sie hindurchlaufen sollen. Es kann sein, dass Sie den Karton etwas festhalten müssen, wenn Ihr Hund hindurchläuft. Sie können zunächst mit kürzeren Tunneln mit einer Länge von maximal 1 bis 1,5 Meter anfangen, bis Ihr Hund verstanden hat, um was es geht und dass er hindurchlaufen soll.

Wenn Ihr Hund noch nie ein Agility-Training mit Tunnelübungen absolviert hat, kann es sein, dass er etwas zögerlich ist und es nicht ausprobieren will. Ermutigen Sie ihn. Begeben Sie sich auf alle Viere, krabbeln Sie selbst durch den Tunnel und Ihr Hund wird Ihnen folgen. Sie können auch versuchsweise Leckerlis am Anfang, in der Mitte und am Ende des Tunnels platzieren, um Ihren neuen Sportler zum Durchgehen zu ermutigen. Wie bei allen anderen Übungen gilt auch hier: Verwenden Sie konsequent dieselben verbalen Kommandos, damit Ihr Vierbeiner versteht, dass er durch den Tunnel hindurchlaufen soll.

Rampen

Auch Rampen sind ein gutes Element für noch mehr Spaß im Hindernisparcours. Aus großen Sperrholzplatten und Porenbetonsteinen kann man eine einfache Rampe bauen, über die er hin- und herrennen kann. Achten Sie aber auf die Sicherheit und dass die Platten stabil genug sind, um das Gewicht Ihres Hundes beim Hin- und Herrennen zu tragen, ohne dass sie verrutschen, damit er sich nicht verletzt.

Verändern Sie immer mal wieder den Parcours

Sobald Ihr vierbeiniger Freund den Dreh raus hat und jedes Hindernis im Parcours mithilfe Ihrer verbalen Kommandos oder Handzeichen problemlos bewältigt, sollten Sie die Reihenfolge der Hindernisse verändern. Dadurch versteht er besser, dass für jedes Hindernis eigene Befehle gelten und läuft nicht einfach immer nur den gleichen Weg ab, den er gelernt hat.

Möchten Sie dem Ganzen noch ein paar Extras hinzufügen, sodass es noch mehr Spaß bringt? Sie könnten Ihren Hund zum Beispiel am Ende einen Tennisball apportieren oder in ein Planschbecken springen lassen, aus dem er ein Wasserspielzeug apportiert. Wenn Sie in den warmen Sommermonaten trainieren, könnten Sie zum Beispiel auch ein paar Rasensprenger in den Parcours integrieren, damit Ihr Hund nicht überhitzt. Achten Sie aber darauf, dass die Rampen nicht nass werden, damit er nicht ausrutscht und sich verletzt.

Wie auch immer Sie Ihren Hindernisparcours gestalten, Ihr Hund wird viel Vergnügen damit haben. Zudem bekommt er die Bewegung, die er benötigt und Ihnen wird es mit Sicherheit auch viel Spaß machen, ihm dabei zuzusehen, wie er von Hindernis zu Hindernis sprintet. Nach einer Weile können Sie auch die Zeit stoppen, um zu sehen, wie schnell er durch den Parcours manövrieren kann. Man weiß nie, vielleicht wird aus Ihrem Tier noch ein professioneller Hundesportler.

Über die Autorin

Erin Ollila

Extrem-Hindernisläufe wie Tough Mudder, Spartan Race, XLETIX Challenge, StrongmanRun oder BraveheartBattle sind uns schon länger bekannt. Die Teilnehmer legen hier Strecken durch Schlamm, Wasser, über Klettergerüste, Wände oder auch brennende Strohballen zurück. Jetzt kommt die Steigerung: Ninja Warrior! Sicher kennen Sie die RTL-Show „Ninja Warrior Germany”? Die Sendung rund um den verrückten Hindernisparcours erfreut sich immer höherer Einschaltquoten und größerer Beliebtheit. Ninja Warrior wurde zu einem echten Trend. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Hindernis-Show wissen müssen!

Ninja Warrior – ein Trend aus Japan verbreitet sich

Ninja Warrior ist eine Wettkampfshow, bei der die Teilnehmer vier Hindernisparcours (sog. Stages) überwinden müssen und die sich in kurzer Zeit zu einem sehr erfolgreichen TV-Format entwickelt hat. So wird Ninja Warrior bereits in vielen Ländern ausgestrahlt. Das Original stammt aus Japan und wurde dort seit 1997 unter dem Namen Sasuke im Fernsehen gezeigt. In Deutschland sowie in weiteren westlichen Ländern wie den USA, Frankreich, Österreich, Großbritannien und Italien läuft die Sendung unter dem Namen „Ninja Warrior”. Die amerikanische Version „American Ninja Warrior” feierte große Erfolge und trug erheblich zur Verbreitung bei. Im Mai 2018 startet in den USA bereits die 10. Staffel.

Deutschland zeigt das Format seit 2016 unter „Ninja Warrior Germany” auf RTL. Letztes Jahr gab es sogar ein Promi-Special, bei dem sich 23 prominente Teilnehmer, darunter Oliver Pocher, Mario Basler und Sven Hannawald, dem Hindernisparcours stellten. Zum ersten Mal in Deutschland gelang es dabei einem Sportler, alle Hindernisse zu überwinden: Der „American Ninja Warrior” Isaac Caldiero schaffte sogar die letzte Hürde, den fast unbezwingbaren Mount Midoriyama.

Ninja Warrior hat einen hohen Unterhaltungswert. So machen viele Kandidaten nur aus Spaß mit und kommen in Kostümen, um das Publikum zu unterhalten. Ein Weiterkommen zur nächsten Stage steht für sie nicht im Vordergrund. Auf der anderen Seite nehmen aber auch viele Athleten aus der Parkour- und Calisthenics-Szene teil, die weit kommen möchten und durch ihr eigenes Training von Grund auf über viel Kraft und Hangelkünste verfügen.

Scheitern erlaubt – der härteste Hindernisparcours der Welt

Jeder der vier Parcours beim Ninja Warrior besteht aus fünf bis neun Hindernissen, die von Show zu Show wechseln. Die Hindernisse beim Ninja Warrior vereinen verschiedene Elemente aus Bereichen wie Trampolinspringen, Parkour, Felsklettern und Hochseilgarten. Ob nun das Rennen über hängende Bälle („Chaosbälle”) oder das Überwinden von „schwingenden Balken” – die Hindernisse sind schwer zu bezwingen, das Scheitern gehört beim Ninja Warrior dazu. Bisher konnten in den 30 Jahren, in denen die Show bereits international gezeigt wird, nur sechs Athleten den Mount Midoriyama, die allerletzte Prüfung, bei der man ein 22 Meter langes Seil hochklettern muss, meistern. Bei „American Ninja Warrior” schaffte das der erste Kandidat erst in Staffel 7. Die meisten Teilnehmer landen schon nach wenigen Sekunden im Wasser und sind damit ausgeschieden.

Wie trainiert man am besten für Ninja Warrior?

Um den Ninja-Parkour zu bewältigen, benötigen die Kandidaten mehr als nur reine Kraft. Auch Körperbeherrschung, Koordination, Ausdauer und Griffkraft spielen hier eine wichtige Rolle. Wo kann man all das nun trainieren, um sich optimal auf Ninja Warrior vorzubereiten?

Trimm-dich-Pfade

Die klassischen Trimm-dich-Pfade, die es oft in Wäldern oder Parks gibt, eignen sich sehr gut als Vorbereitung auf Ninja Warrior. Hier können viele Kraftübungen wie zum Beispiel das Hangeln an einer Stange gemacht werden.

Bouldern

Klettern oder speziell Bouldern ist auch eine gute Möglichkeit, für Ninja Warrior zu üben, denn es trainiert den kompletten Oberkörper sowie die Griffkraft und fördert die Koordination.

Trampolinhallen

Viele Trampolinhallen springen bereits auf den Trend auf und haben Ninja-Training in ihre Anlagen integriert.

Ninja-Warrior-Hallen

Seit kurzer Zeit gibt es auch Hallen, die sich nur auf Ninja-Training spezialisiert haben. Zum Beispiel hat im Dezember 2017 in Erlangen die erste Ninja-Warrior-Halle Deutschlands eröffnet.

So bauen Sie Ninja Warrior in Ihr Studio ein

Ninja Warrior wird mehr und mehr zum Trend – nutzen auch Sie diese Chance und integrieren Sie das beliebte Ninja-Training in Ihr Studio oder Ihre Sport- oder Freizeitanlage! Sie können sich Ihren Hindernisparcours entweder selbst zusammenstellen oder ihn von Profis anlegen lassen.

Die Cube Sports GmbH bringt mit dem Fitness Gladiator das Ninja-Warrior-Training direkt in Ihr Studio. Durch seine modulare Aufbauweise ist der Fitness Gladiator flexibel und kann auf Ihre individuellen Bedürfnisse ausgerichtet werden. Egal, ob indoor oder outdoor – Cube Sports stellt Ihnen Ihre ideale Ninja-Warrior-Lösung zusammen und schneidet diese exakt auf Ihre Räumlichkeiten sowie Trainings- und Zielgruppenanforderungen zu. Aus verschiedenen Hindernissen können Sie sich Ihren eigenen Ninja-Parcours zusammenstellen.

Bieten Sie Ihren Mitgliedern die einzigartige Möglichkeit, sich auch einmal wie in der TV-Show Ninja Warrior zu fühlen, und holen Sie den neuen Trend in Ihre Anlage! Über fitnessmarkt.de können Sie direkt Kontakt zu Cube Sports aufnehmen!

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Redaktion fitnessmarkt.de (SIS)

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Kaninhop: Sport für Langohren

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Hundesport gibt es schon lange und mittlerweile wird mit vielen Katzen geclickert, aber Sport mit dem Kaninchen? Unser Stichwort: Kaninhop – eine Art Agility für Kaninchen. Worauf man bei der Ausführung achten muss und wie der Sport eigentlich funktioniert, erfährst du hier.

Zum Kleintierbeschäftigungs-Sortiment

Generelle Informationen zum Kaninhop

Beim Kaninhop springt ein Kaninchen über Hindernisse, während es von seinem Besitzer an der Leine geführt wird. Es ähnelt also stark dem Agility für Hunde, was jedoch meistens ohne Leine ausgeführt wird. Es gibt jedoch nicht nur eine Disziplin beim Kaninhop, sondern gleich vier: Es gibt die gerade Hindernisbahn, den nummerierten Hindernisparcour (wie beim Springreiten), Hochsprung und Weitsprung. In Dänemark und Schweden zusätzlich gibt es noch vier verschiedene Klassen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade angeben. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland einige Gruppen und Vereine, die auch untereinander Wettkämpfe austragen.

Kaninhop kommt übrigens aus Schweden und ist vor rund 20 Jahren von Kaninchenzüchtern erfunden worden. Sie hatten jedoch nie die Intention, eine Sportart zu erfinden, sie wollten Ihre Kaninchen lediglich beschäftigen und ihren natürlichen Bewegungsdrang auslasten. Aufgrund des Erfolgs dieser „Beschäftigungsmaßnahme“ entwickelte sie sich bald zur eigenständigen Sportart. Letztendlich haben es dann die Dänen von den Schweden übernommen und der Schleswig-Holsteiner Kaninchenzuchtverein hat es sich von den Dänen abgeguckt, so gelange Kaninhop – der Name ist übrigens dänischen Ursprungs – nach Deutschland und wird hier seit 1995 von Kaninhop-Vereinen immer stärker betrieben; mitsamt Trainingsstunden und kleinen Turnieren.

Das geeignete Kaninchen

Generell gilt, dass Kaninhop für viele Kaninchen und Menschen eine gute Beschäftigungsmöglichkeit ist. Es müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt werden, denn grundsätzlich ist nicht jedes Kaninchen für die Ausführung von Kaninhop geeignet.

Natürlich muss dein Kaninchen gesund sein, und darf keinerlei Schmerzen bei Bewegung empfinden. Zusätzlich scheiden von Anfang an Kaninchen aus, die sich nicht gerne anfassen lassen, sehr nervös, scheu oder ängstlich sind oder sich einfach nicht gerne bewegen. Das ideale Kaninhop-Kaninchen ist dementsprechend sehr zutraulich und bewegt sich gerne. Darüber hinaus musst du es an Geschirr und Leine gewöhnen, was auch nicht jedem Kaninchen gefällt.

Grundsätzlich sind Kaninchen beider Geschlechter und aller Rassen erlaubt, besonders im Frühling aber sind die kastrierten Rammler die zuverlässigsten Sportler, wenn sich die anderen mehr für das andere Geschlecht interessieren. Außerdem sind Kastraten häufig verträglicher gegenüber anderen Kaninchen. Kleine Rassen haben übrigens gegenüber den größeren Rassen einige Vorteile, denn sie sind deutlich wendiger, schneller und besitzen eine verhältnismäßig größere Sprungkraft.

Die ersten Schritte

Den meisten Kaninchen kannst du das Springen beibringen, wenn du früh anfängst. Direkt zu Anfang aber hier der Hinweis, dass man ein Kaninchen niemals zum Ausführen von Kaninhop zwingen darf. Auch wenn es mal ein paar Tage lang keine Lust hat, sonst aber begeistert dabei ist: Niemals zwingen! Das macht nicht nur keinen Spaß, es schadet auch noch eurer Beziehung.

Wie gesagt funktioniert das „Lernen“ am besten, wenn das Kaninchen noch jung ist. Man sollte hier im Auslauf oder Käfig Bretter bzw. Hindernisse aufstellen und ihm so die Möglichkeit zum Springen geben. Hier kann man ohne eigenes Zutun erkennen, ob das Kaninchen Spaß am Springen hat.

Der nächste Schritt ist dann, dass man versucht, das Kaninchen mit Leckerchen über niedrige Hindernisse zu locken: Zwanglos, ohne Druck und in entspannter Atmosphäre. Wenn es so aussieht, als weiß das Kaninchen nicht, was es tun soll, kann man es auch einfach einmal über das Hindernis heben und danach wieder mit dem Leckerchen versuchen: Viele Hoppler verstehen so, was man von ihnen will. Wichtig ist natürlich immer zu loben, wenn das Kaninchen etwas Tolles macht, selbst nach dem kleinsten Erfolg: Stimme, Leckerchen und Streicheleinheiten sind hier besonders effektiv.

Grundsätzlich sollte man nie zu lang am Stück trainieren, sonst kann das Kaninchen schnell die Lust am Springen verlieren. Immerhin soll es euch beiden Spaß machen. Wichtig ist auch, dass du stets die Geduld behältst und die Schwierigkeit (Höhe und Anzahl der Hindernisse) nur sehr langsam steigerst. Die Hindernisse gibt es übrigens im Handel, man kann sie aber auch einfach selber bauen. Kriterium ist bei jedem Modell, dass sich das Kaninchen nicht verletzen kann und dass sie Stangen leicht runterfallen.

Wie bereits erwähnt, ist die Bedingung für den offiziellen Sport, dass dein Kaninchen mit Geschirr läuft und vor allem springt. Die meisten Tiere gewöhnen sich mit positiver Bestätigung schnell ans Geschirr, man sollte hier jedoch nicht zu früh mit Geschirr und Leine anfangen. Außerdem braucht jedes Tier ein eigenes Geschirr, damit es nicht vom Geruch anderer Kaninchen abgelenkt wird. Der Gewöhnungsprozess selber sieht dann so aus: Zuerst legt man das Geschirr an und lässt das Kaninchen frei laufen. Das wiederholt man regelmäßig und lässt das Kaninchen – sofern es für das Tier sichtlich okay ist – immer länger mit dem Geschirr laufen. Erst, wenn es das Geschirr vollständig akzeptiert hat, darf man mit der Gewöhnung an die Leine anfangen. Oberste Priorität hat, dass sich das Kaninchen sich an der Leine wohlfühlt. Es sollte also nicht in eine Richtung gezogen oder gar an der Leine hochgezogen werden.

Der offizielle Sport

Hat man das Kaninchen nun an Springen, Geschirr und Leine gewöhnt und es den Sport sichtlich gern macht, kann man einen Kaninhop-Verein besuchen und an Wettkämpfen teilnehmen. Zumeist herrscht bei solchen Turnieren eine entspannte, freundschaftliche Atmosphäre: Immerhin geht es weder um weltweiten Ruhm noch große Preisbeträge: Alle die bei einem solchen Turnier anwesend sind, tun das aus Interesse am Sport und am Spaß bei der Zusammenarbeit mit ihren Tieren.

Kritikpunkte

Natürlich gibt es auch bei dieser Sportart gewisse Kritikpunkte, der erste ist wie so oft, dass es unnatürlich ist. Im Prinzip ist es genauso unnatürlich, wie einen Hund an der Leine zu führen oder mit einem Pferd zu springen. Darüber hinaus sind Kaninchen von Natur aus ängstliche Fluchttiere, das heißt sie springen bei Gefahr nicht über Hindernisse, sondern laufen so schnell wie möglich zur nächsten Deckung. Außerdem besteht ein gewisses Verletzungsrisiko aufgrund der Verwendung von Geschirr und Leine, zusätzlich kann der häufige Transport Stress für die Tiere bedeuten.

Wir sind der Meinung, dass man bei jedem Kaninchen darauf achten sollte, ob es von sich aus eine Veranlagung zum Kaninhop besitzt. Nur dann kann man mit dem Training anfangen bzw. weitermachen und vielleicht sogar an Turnieren teilnehmen. Im Fokus sollten immer das Wohl des Tieres und der Spaß an der gemeinsamen Beschäftigung stehen. Wenn es deinem Tierchen also Spaß macht und du dich an die Hinweise hältst, steht eurem Kaninhop-Spaß nichts mehr im Wege.

„Kinder stark machen“-Parcours

Stationen und Materialliste

© Bernd Telle

1. Schwungseil
Material: Schwungseil
Spielverlauf: Ein Helfer und ein Kind schwingen ein Schwungseil, in dem zwei Kinder springen. Der Schwierigkeitsgrad kann geändert werden, indem das Seil mal schneller, mal langsamer geschwungen wird, indem die Schwungrichtung während des Springens gewechselt wird oder indem die Kinder in das schwingende Seil hineinspringen müssen.

2. Balltransport
Material: Medizinbälle, Gymnastikstäbe, Material für Parcours (Bank etc.)
Spielverlauf: Zwei Kinder halten die Gymnastikstäbe und transportieren darauf einen Medizinball. Gemeinsam laufen sie so um ein Hindernis herum. Für ältere Kinder kann die Übung erschwert werden, indem sie z. B. beim Balltransport über eine Bank balancieren oder durch einen Slalomparcours laufen.

3. Dreibeinlauf
Material: Seil/Tuch, evtl. Hindernisse
Spielverlauf: Zwei Kinder stellen sich nebeneinander. Mit einem Tuch werden zwei Beine (von jedem Kind eins) zusammengebunden. Die Arme werden ineinander gehakt. Anschließend muss das Paar einen Hindernislauf absolvieren oder mehrere Paare treten in einem Wettrennen gegeneinander an.

4. Balancierparcours
Material: Bänke, kleine Kästen, Kastenoberteil, Ball
Spielverlauf: Aus Kästen, umgedrehten Bänken o. ä. wird ein Balancierparcours aufgebaut. Die Kinder balancieren durch den Parcours. Als erschwerte Übung trägt das Kind oder tragen sogar zwei Kinder gemeinsam einen Ball durch den Parcours.

5. Korbwurf
Material: verschieden schwere Bälle, Korb oder Eimer
Spielverlauf: Die Bälle müssen in einen Korb oder Eimer geworfen werden. Die Entfernung vom Korb und das Gewicht der Bälle sind ausschlaggebend für den Schwierigkeitsgrad.

6. Vertrauensübung
Material: z. B. Augenbinde/Tuch, Kasten, Softbälle, Matten, Seile, Sprungbrett, Bank
Spielverlauf: Ein Kind hat die Augen verbunden und lässt sich von einem zweiten Kind durch den Vertrauensparcours leiten. Mögliche Stationen können sein: Das Kind klettert über eine Bank, tritt in Kästen, die mit verschiedenen Materialien (Softbälle, Tücher etc.) gefüllt sind und krabbelt durch einen Kriechtunnel. Bei der schwierigeren Variante balanciert das Kind über ein am Boden liegendes Seil, es kriecht unter einer Bank hindurch und springt von einem niedrigen Kasten auf eine Weichbodenmatte.

7. Bankrutschen
Material: Bank, Kasten, Luftballons
Spielverlauf: Die Luftballons müssen aufgepustet und anschließend zwischen die Beine geklemmt werden. Aufgabe ist es nun, über eine Bank zu rutschen und den Ballon am Ende in einen Kasten fallen zu lassen. Alles ohne dabei den Ballon mit den Händen zu berühren.

Blog – Bewegungsspiel: Der Hindernisparcours

Spielerisch Alltagskompetenzen fördern

Sucht ihr für euren Kindergarten auch immer wieder Spiele und Spielideen, die die Alltagskompetenzen eurer Schützlinge fördern? Dann ist das folgende Spiel sicher gut: Baut im Außenbereich oder im Bewegungsraum einen Hindernisparcours für die Kinder auf, den die Kleinen überwinden müssen. Das schult Beweglichkeit und Gewandtheit nicht nur im Kindergarten: Je wendiger und geschickter sich die Kinder zu Fuß und mit Fahrzeugen bewegen, desto sicherer sind sie im Straßenverkehr

Das Schöne an einem Hindernisparcours: Für solche Spielideen für Kinder benötigt ihr nur einfache, in der Regel vorhandene Mittel, und schon habt ihr Kindergarten Spiele in petto, die die Fähigkeiten der Kinder aktiv fördern

Ihr braucht:

  • Eimer oder Hütchen
  • Seile
  • Kreide

So wird’s gemacht:

Baut mit den Kindern aus dem vorhandenen Material einen Hindernisparcours auf und besprecht gemeinsam, wie er gemeistert werden soll. Dann stellen sich alle Kinder am Start des Parcours hintereinander auf und versuchen, ihn mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum Vordermann zu meistern.

Der Parcours kann immer wieder verändert oder auch ganz spontan beim Spiel im Hof oder Garten eures Kindergartens z.B. aus Sandspielsachen aufgebaut werden. Wenn möglich, bezieht die Kinder hierbei ein – eben Spielideen für Kinder von Kindern. Ältere Kinder sollten auch üben, ihr Fahrzeug über ein Hindernis zu tragen oder zu heben. Eine solche Aufgabe kann zusätzlich in den Hindernisparcours eingebaut werden – schon habt ihr für euren Kindergarten neue Spiele auf Lager.

Hindernisparcours

➤ Anzahl Spieler: 3-10
➤ Spiel-Zubehör: verschiedende Gegenstände
➤ Spieldauer: bis 20 Minuten
➤ Kategorie: Indoorspiel, Spiele für den Kindergeburtstag, Bewegungsspiele, Geschicklichkeitsspiele

Spielanleitung für „Hindernisparcours (3-8 Jahre)“

Im Kinderzimmer werden verschiedene Gegenstände als Hindernisse aufgestellt, die die Kleinen überspringen müssen. So entsteht ganz schnell ein Sprungparcours. Man kann aber auch auf einem auf dem Boden liegenden Seil oder Wollfaden balancieren, über oder durch Stühle krabbeln, sich um Tischbeine schlängeln, unter großen Decken hindurchkriechen und vieles mehr.

Variante „Tiger durchqueren den See“
In der Variante „Tiger durchqueren den See“ ist ein Spieler der See, alle anderen sind die Tiger. Der „See“ setzt sich auf den Boden, die Tiger überspringen seine ausgestreckten Beine. Der See kann jetzt verschiedene Sitzfiguren einnehmen. Am „tiefsten“ und schwierigsten zu überspringen ist er, wenn er seine gespreizten Hände und die Füße „stapelt“, also jeweils aufeinandersetzt. Wird der See berührt, wird derjenige Tiger zum See.

Hindernisparkour

Dauer: individuell beeinflußbar
Alter: egal, altersentsprechend auswählen
Gruppengröße: egal
Vorbereitung: je nach Aufwand des Parkours
Material: je nach Auswahl: Bank, Stuhl, Tisch, Seil, Reifen, Strickleiter, Kasten, Balken, Baumstamm, Bobbycar, Stoppuhr

Spielebeschreibung

Ideen für einen Hindernisparkour, welcher auf einem Wiesengrundstück, einem Spielplatz oder gar in der Sporthalle möglich ist gibt es viele. Mit 3-4 vorhandenen Möglichkeiten ist es schon getan.

  • Über einen Baumstammlaufen.
  • Über mehrere Biertischbänke balancieren.
  • Unter einer Bank hindurchrobben.
  • durch einen hängenden Reifen durchkriechen
  • über ein Hindernis klettern (Kasten)
  • eine Strickleiter / Klettergerüst hochklettern
  • über ein Hindernis springen
  • durch eine Wasserröhre laufen
  • eine Rutschbahn hochlaufen
  • um Slalomstangen laufen
  • mit dem Bobbycar eine Strecke zurücklegen

Alternativen:

Dieses Spiel kann natürlich ganz nach Belieben auch schwieriger gestaltet werden. Dann bildet der Spielleiter ganz einfach Zweierteams, die den Parcours gemeinsam überwinden müssen, Hier kommt es natürlich auf die Stationen an, die absolviert werden müssen. Denn die Teammitglieder müssen sich dabei selbstverständlich ständig an den Händen halten und dürfen den Körperkontakt nicht verlieren. Das funktiniert beispielsweise beim Balancieren über einen Baumstamm, nicht aber, wenn es darum geht, eine Strickleiter oder ein Klettergerüst hochzuklettern.

Die Teilnehmer lernen hierbei vor allem, ihren eigenen Körper zu kontrollieren und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Denn es erfordert nur ein kleines Missgeschick oder einen klitzekleinen Fehltritt und der Teilnehmer oder das Team sind an einem Hindernis gescheitert und müssen den kompletten Parcours erneut absolvieren. Natürlich läuft die Zeit dabei aber weiter.

Wertung

Es kann eine Einzelwertung stattfinden, oder aber sobald eine Person den Parcours absolviert hat ist das nächste Gruppenmitglied an der Reihe. Die Gesamtzeit der Gruppe wird notiert. Entscheidet sich der Spielleiter für die Variante mit den Zweierteams, hat jenes Team gewonnen, das den Parcours am schnellsten absolviert hat.

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