Papier selber schöpfen

Nun wünsche ich wie immer viel Spaß beim Nachmachen!

Hallo ihr Lieben! ICH WEISS… SCHON WIEDER EIN DIY- THEMA… ABER ICH LIEBE ES UND ES IST JA AUCH BALD OSTERN! DA BENÖTIGT MAN SCHON DIE EINE ODER ANDERE INSPIRATION. In meinem heutigen Beitrag zeige ich euch, wie man z.B. aus Altpapier & Eierkartons Papier selber schöpfen kann! Was man dann mit diesem Papier macht? -Logo! Karten basteln, einrahmen und aufhängen (das werden echte Kunstwerke!!!) oder schöne Geschenkanhänger basteln! Nicht nur für die Kleinsten ist das ein wahnsinniger Spaß… Ich habe es in den letzten Tagen bereits 4 Mal gemacht! Es kann so vielfältig gestaltet werden, aber dazu später.

Ich sollte vielleicht direkt zu Anfang erwähnen, dass ich KEINEN SCHÖPFRAHMEN, sondern einen einfachen PFANNENSPRITZSCHUTZ verwendet habe.

WAS IHR FÜR EUER DIY- PAPIER BENÖTIGT:

  • Altpapier (Zeitungen, Pralinenschachteln, Eierkarton oder was ihr gerade da habt)
  • einen Pürrierstab oder einen Smoothiemaker
  • viiiiel Wasser
  • einen Spritzschutz für die Pfanne
  • Küchentücher ( hiervon dürfen es ruhig mehrere sein… Ihr werdet dann verstehen, weshalb 😉 )
  • zum veredeln des Papiers >z.B. Lebensmittelfarbe (alternativ können zum Einfärben auch bunte Servietten verwendet werden), Duftöl, Kaffee, Blütenblätter, Stroh, Gräser, Federn (gerne auch bunt), dünne Fäden …

UND SCHON KANN’S LOSGEHEN:

  1. Zerreißt das Altpapier in kleine Schnipsel (ca.2x2cm) und gebt alles in eine Schüssel. Wenn ihr das Papier mit bunten Servietten einfärben möchtet, dann zerreißt diese ebenso und fügt sie dem Altpapier bei. Man sollte bei den Zeitungen darauf achten, dass nicht zu viele sehr dunkle Bilder darauf gedruckt sind, sonst wird das Papier grau!
  2. Befüllt diese Schüssel mit Wasser und lasst alles eine Nacht einweichen.Bereitet euch eine sehr große Schüssel, eine Plastikwanne oder das Spülbecken für das Schöpfen vor.
  3. WER ES MIT DEM PÜRRIERSTAB MACHT sollte das eingeweichte Papier in die Wanne schütten, etwas Wasser und evtl. Lebensmittelfarbe dazugeben und lospürrieren. Dabei immer wieder Wasser hinzugeben. Zum Schöpfen benötigen wir später sowieso mehr Wasser.
  4. WER ES MIT DEM SMOOTHIEMAKER MACHT sollte den Becher mit ausreichend Wasser und den Schnipseln befüllen, evtl. Lebensmittelfarbe hinzugeben und pürrieren. Eure Pulpe (so nennt sich der produktionsfertige Faserstoff… meine Söhne bevorzugen es, das Zeug Schleim oder Pampe zu nennen ) sollte dann eine breiartige Konsistenz haben, bevor sie mit viel Wasser zum Schöpfen verdünnt wird.
  5. Ich hatte keine ausreichend große Plastikwanne und musste es daher im Spülbecken machen. Ihr seht, dass ich es fast bis zum Rand mit Wasser befüllt habe. Das solltet ihr auch tun.

  6. Taucht von der Seite mit dem Spritzschutz ins Becken/ die Wanne ein und bewegt euch langsam in die entgegengesetzte Richtung nach unten.
  7. Haltet den Schutz gerade und hebt ihn dann aus dem Wasser hinaus. Der auf dem Spritzschutz liegende Papierfaserbrei wird jetzt zu eurem Papier. Lasst gern noch etwas Wasser abtrofen.
  8. Stürzt es nun (mit der geschöpften Pulpe nach unten) auf ein vorher bereitgelegtes Küchentuch. Hebt es auf keinen Fall jetzt schon hoch!!!! Zuerst müsst ihr ein weiteres Tuch von oben auf den Spritzschutz drücken und ihr werdet sehen, wieviel Wasser ihr somit noch aufsaugen könnt.
  9. Zuletzt hängt ihr es zum Trocknen an die Wäscheleine oder über die Heizung. Man fühlt, wenn es getrocknet ist und man es dann vorsichtig ablösen kann.

FERTIG IST EUER SELBSTGEMACHTES PAPIER!!! WAR GAR NICHT SO SCHWER, ODER?

SEHT SELBST, WIE HÜBSCH ES ZU VERWENDEN IST!

Das Papier hat einen entscheidenden Einfluß auf das Druckergebnis. Rembrandt verwendete dickeres Japanpapier. Picasso druckte einige Radierungen auf Pergament, Whistler verwendete für seine Drucke z.T. Seidiges Chinapapier.
In der Regel verwendet man jedoch weiße, wenig geleimte Büttenpapiere.

Handgeschöpftes, halb- oder ungeleimtes Papier dehnt sich am wenigsten aus. Für Kontrolldrucke können Sie auch Ingres-Papier verwenden. Es gibt spezielles Kupferdruckbütten bzw. Kupferdruckkarton. Kupfertiefdruckkarton hat ein Papiergewicht von 150-350g/m2. Für den Auflagendruck wird häufig die schwere und teure Qualität mit 250-350 g/m2 verwendet. Handgeschöpfte Büttenpapiere sind bis zu einem Gewicht von 1350 g/m² erhältlich.

Fabriano-Papier zählt zu den edleren und teureren Qualitäten, da es zu einem Gutteil aus Baumwolle besteht. Picasso druckte teilweise auf Pergament. Echtes Pergament ist jedoch wegen des Preises nur für Luxusabzüge zu empfehlen.

Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz: Büttenpapiere werden nicht geschnitten, sondern gefaltet und gerissen. (Die sinnliche Ästhetik eines gerissenen Blattes gegenüber einem kalt geschnittenen Blatt macht aber jedes Gesetz überflüssig.)

Papierherstellung: Bütten selbstgemacht

Bau eines Papierschöpfsiebes

Einfache Variante:
Kaufen Sie
– billige Leinwände auf Keilrahmen im 1€-Shop
– Fliegengitter (Metall oder Kunststoff)
– selbstklebendes Türdichtungsband
Pro Schöpfrahmen benötigen Sie zwei Rahmen.
Entfernen Sie die Leinwand, bespannen Sie den Rahmen mit Fliegengitter.
Der zweite Rahmen wird ringsum mit Türdichtungsband beklebt.

Bau einer Papierpresse

Mit Mehrschichtplatten und einem Wagenheber lässt sich eine recht gute Papierpresse herstellen:

Papierpresse – Eigenbau © Wolfgang Autenrieth – eigene Skizze

Auswahl der Grundstoffe

Ansetzen der Maische und Siebe

Technische Herstellung:

Papierherstellung II:

Vorbereiten der Papierfasern
_________________________________________________________

Altpapier

Naturfasern

Servietten etc.

Herstellen des Faserbreies

Zunächst wird das Papier mit der Papierschneidemaschine in kleine Fetzen geschnitten. Besonders leicht tun Sie sich mit Papier aus dem Reißwolf oder Aktenvernichter. Diese werden in heißem, kochendem Wasser eingeweicht. Nach einigen Stunden Einweichprozess verwende ich zum “Zerhäckseln” der Papierschnipsel einen Eimer und eine Bohrmaschine mit Rühraufsatz (zum Gips- oder Zementmischen). Der dicke Brei bleibt danach zum Einweichen über Nacht stehen.

Die “Feinzerfaserung” geschieht mit einem etwas stärker verdünnten Brei am nächsten Tag mit alten Küchenmixern. Pürierstäbe sind ebenfalls möglich, sind jedoch erst in der Endphase – wenn die Papierschnipsel sich bereits zerfasert haben – geeignet. Sonst überhitzen sie und haben nur noch Schrottwert. Füllen Sie dann eine große Wanne mit Wasser und geben etwas Faserbrei dazu (es muss eine sehr dünne Mischung geben – ca 95%-98% Wasseranteil).

Schöpfen Sie mit dem Sieb das Papier heraus, dass es eine ca. 2-3 mm starke Schicht auf dem Sieb gibt, wenn das meiste Wasser abgetropft ist.
Vorbereiten zum Trocknen:
Legen Sie das Papier zwischen Filztücher (falls Sie keine Struktur wünschen), Molton-Flies , darunter eine Tischdecke, abgerissene Leintuchstücke (feine Leintuchstruktur), Windeleinlagen als Zwischenlagen zum Trocknen, mehrere Lagen Zeitungspapier zum Aufsaugen der Feuchtigkeit.

Erstes Pressen
Legen Sie darüber und darunter eine Mehrschichtplatte und pressen den Stapel mit Schraubzwingen aus.

Zweites Pressen
Legen Sie danach wieder neue Papier- oder Moltonlagen zwischen die Papierschichten und pressen nochmals 10 Minuten.

Trocknen
Hängen Sie das Papier zur Schlußtrocknung auf einer billigen Wäschespinne auf. (Wenn Sie dem Gestell Räder verpassen, könne Sie es einfach im Raum verschieben)

Ich habe noch aus der Foto-Dunkelkammerzeit zwei Heiß-Trockenpressen, mit denen das Trocknen stark beschleunigt werden kann. Falls in der Schule vor Ort noch kein Wegwerfwahn grassierte, findet man diese noch im Keller oder auf dem Dachboden. Sonst bei Ebay oder auf Flohmärkten.

Papier aus Lumpen (Hadern)

Schwierig, langwierig und teuer:
Am besten geeignet sind alte, echte Leintücher von denen man sich ungern trennt. Ersatzweise können Sie auch aus Baumwolle sein. Sie zerschneiden diese in 1×1 cm große Stücke, entfernen Nähte und ähnliches.

Bedecken Sie diese Flocken gerade mit Wasser, geben 4 Teelöffel Ätznatron pro Liter Wasser dazu und kochen das Ganze 8 Stunden lang. Rühren Sie ab und zu um, damit der Brei nicht anbrennt.

Leeren Sie die entstandene Brühe ab und neutralisieren sie mit Salzsäure. Waschen Sie den Brei mehrmals aus.

Die feuchte Masse „rösten“ Sie mehrere Wochen auf einem Steinboden oder in einer E-Mailschüssel, d.h. Sie lassen den Brei verfaulen.

Herstellung eigener Wasserzeichen

Papierformate

Sie können Formate bis A3 selbst schöpfen. Für größere Formate benötigen Sie Kraft und Geschick. Außerdem müssen Sie ab A4 das Sieb mit Querstreben oder Querdrähten gegen Durchhängen sichern, sonst wird das Papier in der Mitte viel dicker als am Rand.

Zusatzbemerkung: Selbstgeschöpftes Papier lässt sich in freien Formen herstellen, die Form ist nur abhängig vom Schöpfrahmen und der ebenen Siebfläche.

Aus Moosgummi können Sie mit einem Skalpell leicht Formen herausschneiden, in denen sich die Papiermaische sammelt.
_________________________________________________________

Glätten des Papiers

Reiben Sie mit einem Achat, Flint oder Speckstein über das Papier, so wird es glatter.
_________________________________________________________

Zusatzstoffe / Zuschläge

Modellgips

Modellgips erhöht stark das Weiß des Papiers und verbessert die Griffigkeit. Auch das Trocknen wird beschleunigt.

Titanweiß

Titanweiß ist ein sehr guter Füllstoff und bewirkt hohe Opazität und sehr reines Weiß.

Harzseife

Zutaten:

  • 20-30g Kolophonium
  • 2,5-4g Ätznatron
  • 30-40 g Alaun
  • 0,3 l Wasser

Kolophoniumharz in Ätznatron- oder Sodalauge verseift ergibt sogenannte Harzseife. Diese Harzseife wurde mit Wasser zu „Harzleim mild aufgekocht und der Papierfaserlösung zugeben. Durch Zusetzen von Papiermacheralaun flockte das Harz aus und lagerte sich an der Faser an.“

Bleichen

Mit Wasserstoffperoxid

Das Papier kann mit ein- bis zweiprozentiger Wasserstoffperoxidlösung gebleicht werden. Wasserstoffperoxid ist nur in Verdünnung erhältlich. Die Konzentration muss umgerechnet werden.

Mit Wäschebleicher

Wäschebleicher muss nach dem Bleichen gut ausgespült werden.

Holzgehalt bestimmen

Wozu das gut sein soll?
Lignin ist in billigen Papieren dafür verantwortlich, dass sich das Papier unter Sonneneinstrahlung braun verfärbt. Sie sollten nur ligninfreies oder zumindest ligninarmes Papier verwenden, damit die Drucke auch nach Jahren noch gut aussehen und nicht altern.

Der Holzgehalt des Papiers kann mit folgender Lösung bestimmt werden:

Zutaten:

  • 1 g Phloroglucin
  • 50 cm3 Spiritus
  • 20 cm3 Salzsäure

Hinweis: Tauchen Sie das Papier in diese Lösung. Falls Lignin enthalten ist, färbt sich das Papier rot.
_________________________________________________________

Bearbeiten des Papiers

Formschnitt

Wer sagt, dass Radierungen einen Büttenrand brauchen? Besonders bei ungewöhnlichen Plattenformen können Sie das Papier exakt auf Plattengröße zuschneiden. Nehmen Sie die Platte als Schablone, legen das feuchte Papier darunter und schneiden die Kontur mit dem Federmesser nach.

17,586 total views, 3 views today

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie in wenigen Schritte einen Papierbogen selbst herstellen können. Das Papierschöpfen ist eine einfache Möglichkeit, Zeitungspapier wieder zu verwenden und gleichzeitig kreative Geschenke herzustellen. Selbst gebastelte Karten erfreuen sich bei den Beschenkten einer großen Beliebtheit und werden dem Anlass entsprechend gestaltet. Lesen Sie, wie Sie zunächst einmal den Schöpfrahmen basteln, welche Materialien Sie benötigen und welche Arbeitsschritte notwendig sind.

Das Papierschöpfen ist bereits seit langem bekannt und wird dazu genutzt aus Altpapier neue Papierbögen herzustellen. Im Grunde genommen ähnelt das Verfahren der industriellen Herstellung von Recyclingpapier. Allerdings werden bei den gewerblichen Abläufen häufig noch chemische Substanzen eingesetzt oder es wird ein Reinigungsprozess durchlaufen. Diese Schritte dienen dazu, das Papier aufzuhellen und von unerwünschten Fremdkörpern zu befreien. Bei der heimischen Herstellung wird auf diesen Schritt jedoch verzichtet, da es sich um ausgewähltes Zeitungspapier handelt und der dunkler wirkende Farbton erwünscht ist. Selbstverständlich können Sie das Recyclingpapier in jeder gewünschten Farbe färben. Ob Einsteiger oder Profi – Sie haben viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten.

Umweltfreundlichkeit des Papierschöpfens und die Eignung für Einsteiger

Das Schöpfen ist umweltfreundlich, da Sie keine chemischen Stoffe hinzusetzen und Altpapier zur Herstellung verwenden. Sie erhalten in wenigen Schritten eine kreative Geschenkkarte und können die Herstellung auch zusammen mit Kindern durchführen. Der Schwierigkeitsgrad ist mittelmäßig, sodass auch Einsteiger schnell Erfolge verzeichnen.

Die Herstellung vom Papierschöpfrahmen

Sie haben die Wahl, ob Sie den Papierschöpfrahmen selbst herstellen oder im Fachhandel fertig kaufen möchten. Im Folgenden finden Sie eine ausführliche Anleitung, wie Sie den Rahmen mit wenigen Handgriffen bauen können:

Dieses Material benötigen Sie zum Bauen:

  • Holzleisten in der passenden Größe (in Abhängigkeit von der gewünschten Rahmengröße)
  • Leim
  • Winkel oder Holzstücke
  • eventuell Schrauben
  • Drahtgitter
  • Tacker
  • eventuell Moosgummistreifen oder Filzstreifen

Das Grundprinzip des Schöpfrahmens

Der Rahmen besteht aus einem Formrahmen und einem Siebrahmen. Die Aufgabe vom Formrahmen ist es, eine Begrenzung für die Papiermasse darzustellen. Somit wird gewährleistet, dass eine verhältnismäßig gerade Papierkante zustande kommt. Der Siebrahmen weist die gleiche Größe wie der Formrahmen auf und ist mit einem Drahtgitter ausgestattet. Möglich ist auch eine Konstruktion als ein Rahmen, hierbei besteht allerdings die Gefahr, dass die Ränder später nicht so gerade werden.

Die Abmessungen der Leisten bestimmen

Die Länge der Holzleisten hängt von dem gewünschten Format des Papiers ab. Für eine Grußkarte oder einen kleinen Brief ist beim Rahmen eine Fläche von rund 25 x 15 Zentimetern gut geeignet. Für die Breite sollten Sie eine Größe von 2 Zentimetern auswählen, für die Höhe sind 3 Zentimeter perfekt. Notfalls klappt es auch mit schmaleren Holzleisten.

Wir haben uns für eine Rahmengröße von 22 cm x 30 cm entschieden und nur für einen Siebrahmen – das Papierformat, welches am Schluss geschöpft werden kann, wird dann etwas kleiner als DIN A4. Die ausgefransten Ränder sind erwünscht und wirken antik.

Der Zusammenbau

  • Setzen Sie die Leisten stumpf aneinander.

Achten Sie darauf, dass sich keine Splitter vom Holz lösen. Hierfür können Sie die Schnittkanten und die Oberfläche bei Bedarf glätten. Verwenden Sie hierfür Schmirgelpapier mit einer feinen Körnung. Sie können entweder Holz in einer Naturfarbe verwenden oder dieses zuvor in der gewünschten Farbe streichen. Achten Sie darauf, wasserfeste Farbe zu nutzen, da der Rahmen später mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Lassen Sie die gestrichenen Leisten anschließend ausreichend trocknen.

  • Verleimen Sie die Leisten miteinander.

Hierbei ist es hilfreich, wenn eine zweite Person Ihnen beim Zusammenbau behilflich ist. Achten Sie darauf, dass die Leisten gerade aufeinander treffen und fixieren Sie sie bei Bedarf durch Klebestreifen.

Achtung: Wenn Sie zum Fixieren Klebestreifen verwenden, stellen Sie sicher, dass sich diese leicht wieder ablösen lassen, ohne das Holz oder die Lackierung zu beschädigen.

  • Schrauben Sie an den Ecken Winkel aneinander, sodass der Rahmen mehr Stabilität erhält. Oder Sie nehmen übrig gebliebene Holzstücke der Holzleisten als Verbindungsstücke.

Sie können die Winkel bereits jetzt anschrauben, auch wenn der Leim noch nicht getrocknet ist. Die Winkel stabilisieren den Rahmen, sodass der Leim in Ruhe trocknen kann und verleihen dem Rahmen auch später noch Stabilität.

Tipp: Sie haben die Auswahl aus Metallwinkeln und lackierten Winkeln. Da der Rahmen im Gebrauch mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, müssen Sie in jedem Fall auf die Wasserfestigkeit achten. Durch einen Anstrich nach Fertigstellung des Baus, können Sie für zusätzlichen Schutz sorgen.

  • Bespannen Sie einen der beiden Rahmen mit dem Drahtgitter.

Sie können das Gitter beispielsweise mit Hilfe von Schrauben fixieren. Legen Sie das Gitter hierfür an die gewünschte Position und setzen Sie die Schrauben so an, dass der Kopf über ein Stück der Gitterquadrate reicht. Das Metall wird dadurch auf dem Holz festgehalten und kann sich nicht mehr verschieben. Verwenden Sie mehrere Schrauben an unterschiedlichen Stellen und sorgen Sie dadurch für einen festen Halt. Für die Befestigung können Sie auch einen Tacker verwenden.

Tipp 1: Gitter werden entweder in der passenden Größe angeboten oder können als Meterware gekauft werden. Wenn Sie das Gitter abgeknipst haben, müssen Sie darauf achten, dass die Stäbe spitz sind. Haben Sie das Gitter auf dem Holz befestigt, dann decken Sie die Ecken mit Stoff ab oder kleben Sie sie ab, sodass keine Spitzen verbleiben.

Tipp 2: Achten Sie in jedem Fall auf eine kleine Maschengröße, damit die Fasern gut hängen bleiben.

Tipp 3: Achten Sie darauf, dass das Gitter straff am Rahmen befestigt wird. Sollte das Gitter durchhängen, dann wird das Papier ungleichmäßig dick, da sich in der Mitte mehr Papierfasern sammeln als an der Seite.

  • Bringen Sie am Formrahmen gegebenenfalls eine Abdichtung an. Dadurch werden ausgefranste Papierränder verhindert. Kleben Sie hierfür Moosgummi-Streifen mit einer Stärke von rund 5 Millimetern an den Formrahmen.

Das Papierschöpfen – die Anleitung

Im Folgenden finden Sie eine Anleitung zum Schöpfen. Wenn Sie den Rahmen fertig gestellt haben, dann können Sie mit der Anleitung Schritt für Schritt das Papier herstellen.

Dieses Material benötigen Sie zum Schöpfen:

  • Altpapier (verwenden Sie beispielsweise alte Zeitungen)
  • Wasser
  • Messbecher
  • Schöpfrahmen
  • Handrührgerät
  • kleine Kunststoffwanne (ca. 40 cm x 40 cm)
  • Rührlöffel
  • Wischtücher
  • Nudelrolle oder Teigrolle

Die Anleitung: So gehen Sie beim Papierschöpfen vor

1. Schritt: Die Tageszeitung in kleine Stücke zerreißen
Sie benötigen für den Anfang 2 Doppelseiten der Zeitung. Reißen Sie diese in kleine Stücke, wobei eine Größe von rund 3 Zentimetern optimal ist.

Tipp: Die Stücke müssen nicht gleichgroß sein, sodass ein Auseinanderreißen ausreichend ist.

2. Schritt: Die Papierstücke einweichen lassen
Füllen Sie den Messbecher mit rund 0,75 Litern Wasser auf. Geben Sie nun die Papierstückchen in den Becher und lassen Sie sie kurz einweichen.

Nehmen Sie heiße Wasser aus dem Wasserkocher, so geht das Einweichen noch schneller.

3. Schritt: Den Papierbrei herstellen
Nehmen Sie nun das Handmixgerät und verrühren Sie die Papierstücke mit dem Wasser. Im Allgemeinen sollte eine Rührzeit von rund 3 Minuten ausreichend sein. Es entsteht ein einheitlicher Papierbrei, der nun weiter verarbeitet werden kann.

4. Schritt: Die Plastikwanne vorbereiten
Befüllen Sie die Plastikwanne mit rund 5 Litern Wasser.

5. Schritt: Den Papierbrei verdünnen
Geben Sie nun den Papierbrei in die Wanne. Verrühren Sie die Masse mit dem Rührlöffel, sodass sie sich gut verteilt.

6. Schritt: Der Schöpfrahmen
Handelt es sich um einen zweiteiligen Schöpfrahmen, dann legen Sie diesen zunächst einmal übereinander. Stellen Sie den Rahmen senkrecht auf den Boden der Wanne.

7. Schritt: Das Anheben vom Sieb
Heben Sie das Sieb langsam aus dem Wasser. Achten Sie hierbei auf eine waagerechte Haltung über der Wanne. Das überschüssige Wasser tropft ab und die Papierfasern verbleiben auf dem Sieb.

Tipp: Sie müssen das Sieb gerade halten, damit sich die Fasern möglichst gleichmäßig auf dem Sieb verteilen. Würden Sie das Gitter schief halten, dann würde sich die Masse ungleichmäßig verteilen und das Papier würde eine unterschiedliche Dicke aufweisen. Durch leichtes Rütteln des Siebs können Sie die Fasern noch ein wenig verteilen.

8. Schritt: In diesem Schritt ist es am einfachsten, wenn Ihnen eine zweite Person behilflich ist. Mit einem Tuch wischt der Helfer von unten über das Sieb. Das Ziel ist es, überschüssiges Wasser aufzusaugen.

Tipp: Sie können mit dem Tuch auf der Oberfläche entlang wischen, um eventuelle Wasseransammlungen zu verhindern. Außerdem können Sie dadurch die Oberfläche noch ein wenig glatt ziehen.

Tipp: Dieser Vorgang muss sehr gewissenhaft und mehrfach hintereinander durchgeführt werden. Drücken Sie das Tuch zwischendurch aus, damit es wieder trocken wird. Je mehr Wasser in diesem Schritt aufnehmen, desto kürzer wird die spätere Trocknungszeit. Gleichzeitig erhält die Masse Stabilität.

9. Schritt: Nehmen Sie nun den oberen Teil des Siebes ab. Stellen Sie den Papierschöpfrahmen zusammen mit den Papierfasern auf ein Wischtuch und kippen Sie das Sieb um. Halten Sie den Rahmen fest und reiben Sie mit dem Tuch von oben das Sieb trocken.

Tipp: Legen Sie unter das Wischtuch einen Papierstapel zur Stabilisierung und zum Auffangen der Feuchtigkeit. Achten Sie auf eine gerade Oberfläche der Unterlage, damit das Papier die richtige Form erhält.
(Bild von der Papiermasse wie sie zum Trocknen hingelegt wurde)

10. Schritt: Heben Sie nun das Sieb langsam hoch. Beginnen Sie auf einer Seite mit dem Anheben und arbeiten Sie sich Stück für Stück vor. Achten Sie darauf, dass die feuchte Papiermasse auf dem Tuch verbleibt.

11. Schritt: Decken Sie die Papiermasse mit einem Wischtuch und einer Zeitungsseite ab.

12. Schritt: Nutzen Sie die Nudelrolle, um weiteres Wasser aus der Masse zu pressen. Arbeiten Sie hierbei nur mit leichtem Druck.

13. Schritt: Lassen Sie den Papierboden nun trocknen. Sie können das Blatt entweder hinlegen oder aufhängen.

Tipp: Befindet sich im Papierbogen noch viel Feuchtigkeit, dann ist es besser, das Blatt zunächst einmal im Liegen zu trocknen.

Tipp: Sie können den Papierbogen auch vorsichtig bügeln, dann reduziert sich die Trocknungszeit deutlich. Nach wenigen Minuten ist das Papier trocken und kann weiter verarbeitet werden. Legen Sie zwischen das Bügeleisen und das Papier ein Tuch, ansonsten würde das nasse Papier am Bügeleisen festkleben.

So arbeiten Sie in das Material Dekorationsartikel ein

Sie können das Papier entweder nach dem Trocknungsvorgang oder auch schon währenddessen dekorieren. Wenn Sie beim Schöpfvorgang kleine Dinge einarbeiten, dann entsteht ein ganz besonderer Effekt, da sich die Zugaben im Papier befinden. Legen Sie hierfür kleine Objekte auf den Papierbrei, welcher sich noch auf dem Sieb befindet. Unter anderem eignen sich hierfür:

  • getrocknete Blütenblätter
  • Gewürze (beispielsweise Zimt zur Weihnachtszeit, da dieser einen weihnachtlichen Duft versprüht)
  • Bilder aus der Zeitung
  • Stücke von bunten Servierten oder farbige Pappe
  • bunte Perlen

Tipp: Ein besonders natürlich wirkendes Design entsteht, wenn Sie die Bilder oder die Papierstückchen nicht ausschneiden sondern herausreißen. Die Bilder verbinden sich mit der Papiermasse und erzeugen einen harmonischen Effekt.

Das Dekorieren des Papiers

Auch nach dem Trocknungsvorgang haben Sie zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten:

  • bekleben Sie die Oberfläche mit Glitzersteinen
  • basteln Sie kleine Figuren und setzen Sie diese auf das Papier
  • kleben Sie Schleifen oder Blumen auf
  • wählen Sie für das Beschreiben eine besonders schöne Schrift aus
  • kleben Sie Fotos auf

Das Färben des Papiers

Sie können den Papierbogen in verschiedenen Farben färben. Hierfür setzen Sie der Masse vor dem Sieben die entsprechende Farbe bei. Achten Sie allerdings darauf, dass der Papierbogen bereits Farbpigmente enthält und somit auf die neue Farbe oftmals nicht wie gewohnt reagiert. Die Farben vermischen sich und es können spannende Effekte entstehen. Wählen Sie außerdem eine ungiftige Farbe aus, da somit die Umwelt und Ihre Gesundheit geschont werden.

Tipp: Wenn Sie als Basis für das Schöpfen helle Papierbögen verwenden, dann ist das Färben vom Material später einfacher.

Tipps für Schnellleser:

  • Papierschöpfrahmen bauen
  • 2 Doppelseiten Zeitungspapier verwenden
  • Zeitung in 3/4 Liter Wasser auflösen
  • Masse durchrühren
  • in Wanne mit 5 Litern Wasser auflösen
  • Papierfasern mit Sieb abschöpfen
  • Wasser abtropfen lassen
  • Wasser mit Tuch aufnehmen
  • Papiermasse auf Wischtuch trocknen lassen
  • Trocknungszeit durch Bügeleisen verkürzen
  • Papier dekorieren
  • während des Schöpfvorganges Dekoration einarbeiten
  • Bauen vom Rahmen und Schröpfen für Einsteiger geeignet

Papierschöpfen mit Kindern

Heute darf gematscht werden, denn wir machen unser eigenes Papier. Hier kommt eine einfache Anleitung für das Papierschöpfen – ganz ohne Schöpfrahmen.

Zum Papierschöpfen brauchen Sie:

• Papier- und Pappreste
• einen Stabmixer
• dünnmaschige Siebe (z.B. Pfannenspritzschutz)
• dünne Küchenlappen
• noch mehr Tücher und Lappen
• eine große Wanne und einige Eimer
• mindestens zwei Bretter zum Pressen
• nach Belieben Blüten oder Gewürze
• ggf. Perlen und Bänder zum Verzieren

Papier selber machen – so geht’s:

➤ Sortieren Sie die Papierreste nach Farben, zerkleinern Sie sie etwas und weichen sie in Wasser ein.
➤ Nun wird das eingeweichte Papier mit dem Mixer noch weiter zerkleinert. Die Eltern können ihren Kindern hierbei etwas helfen. Der Brei, der so entstanden ist, heißt Pulpe.
➤ Die graue Pulpe in eine große Wanne mit Wasser geben. Ihre Kinder können die Pulpe mit den Händen in das Wasser rühren. Das Papierwasser fühlt sich weich an.
➤ Jetzt kann es mit dem Papierschöpfen richtig losgehen: Schöpfen Sie die verdünnte Pulpe mit einem Behälter und gießen Sie sie auf ein engmaschiges Sieb, z.B. einen Pfannenspritzschutz. Mann kann verschiedenfarbige Pulpe miteinander vermischen. So entstehen interessante Papierstücke.
➤ Optional können Sie und Ihre Kinder die Pulpe auch mit Blütenblättern aufpeppen. Diese werden einfach auf die geschöpfte Pulpe gelegt und etwas festgedrückt.

➤ Stürzen Sie das Sieb auf ein Tuch. Unter dem Tuch sollten noch weitere Tücher sein, damit die Flüssigkeit gut aufgenommen wird. Mit einem Lappen wird nun „abgegautscht“, das heißt, die Flüssigkeit wird mit einem Lappen aus dem geschöpften Papier herausgesaugt.
➤ Nun werden die abgegautschten Stücke gepresst, um so viel Flüssigkeit wie möglich zu entfernen. Legen Sie den Lappen mit dem Papier zwischen weitere Lappen und Handtücher. Diese Lappen und das Papierstück werden zwischen zwei Bretter gelegt. Dann können sich Ihre Kinder zum Beschweren daraufstellen.
➤ Je mehr gepresst wird, desto weniger Wasser bleibt zurück. Die Pulpe kann sich besser verbinden, und das Papier wird stabiler. Nun können die Papiere im Wind trocknen. Falls sie sich vom Lappen lösen, legen Sie sie zum Trocknen einfach hin.
➤ Die getrockneten Papiere können als Briefpapier oder für Lesezeichen verwendet werden. Oder Sie basteln daraus ein kleines Buch. Schneiden Sie dafür mehrere gleich große rechteckige Stücke aus dem Papier zu. Lochen Sie die Papiere an einer Seite. Fädeln Sie ein Bändchen durch die Löcher, um das Buch zusammenzuhalten.

Aus: Das Kinderwerkelbuch – Ideen für drinnen & draußen
von Natascha Pazodka

>> Mehr Infos und Bestellmöglichkeit

Basteln macht Spaß! Kleine Küken in Eierschalen, gefärbte Eier, Straußanhänger aus Salzteig, Fimo-Kuchen für die Puppen; Bachspielzeug aus leeren Plastikflaschen, selbstgemachte Seife, glitzernde Steine, Traumfänger aus Strandfundstücken; Laternen, Stockmännchen und Heutiere; ein Bärenpuppenhaus und Weihnachtssterne. Diese kinderleichten Bastelideen entstehen aus Salzteig und Fimo, aus Stoff und Garn sowie aus verschiedenen Naturmaterialien, zum Beispiel Blüten, Ästen und Heu. Auf vielen Arbeitsfotos zeigen Kinder, wie’s geht. Da kann nichts schiefgehen, und der Spaß beim Basteln und Spielen ist garantiert.

Stempel selber machen aus Gemüse Obst

Bilderstrecke starten (10 Bilder)

Zuerst stand die Frage der Kinder im Raum, was eigentlich mit dem Papier in der Papiertonne einmal passiert, wenn sie abgeholt wird. Dazu kam unsere frühjährliche Blütensuch- und Trockenaktion und schließlich haben wir beides zusammengeführt und unsere eigenes Papier aus Papierresten mit getrockneten Blüten hergestellt. Das Blütenpapier kann schön als Lesezeichen benutzt oder als kleiner Frühlingsgruß verschickt werden mit einer Botschaft darauf.

Was Du brauchst:
Papierreste
Wasser
Kochtopf
Stabmixer
ein feines Sieb
getrocknete Blüten
Küchentücher

  1. Die Papierreste werden in kleine Schnipsel zerrissen und in einen Kochtopf gelegt
  2. Begieße das Papier mit ausreichend Wasser und lasse diese Masse mindestens eine Stunde kochen.
  3. Gieße das Wasser ab. Das weiche Papier wird mit frischem Wasser begossen und mit dem Stabmixer zu einem dickflüssigen Brei verarbeitet.
  4. Mit der Schöpfkelle kann nun der Papierbrei auf das Sieb gegeben werden. Wir haben als Sieb eine Etage unseres Dörrautomaten genutzt, aber auch ein Bratpfannenspritzschutz ist möglich oder ein selbst gebauter Schöpfrahmen aus Holz mit engmaschigem Gitter.
  5. Auf den Papierbrei werden die getrockneten Blüten verteilt.
  6. Anschließend wird ein Küchentuch auf den Brei gelegt und angepresst, so dass das Wasser aus dem Brei gepresst wird.
  7. Nun wird das Papier vom Sieb gestürzt: Das Sieb umdrehen und vorsichtig Papier mit Tuch vom Sieb lösen.
  8. Nochmals pressen: Auf der Seite, auf der zuvor das Sieb lag, wird ein weiteres Tuch aufgelegt, unter das vorhandene Tuch ein weiteres Tuch gelegt. Nun wird restliches Wasser herausgepresst: Durch Druck mit den Händen oder alternativ auch indem ein Nudelholz darüber gestrichen wird oder durch Druck zwischen zwei Platten.
  9. Das ausgedrückte Papier wird dann vorsichtig von den beiden Tuchschichten befreit.
  10. Das Papier trocknen.
  11. Wenn die Blüten sehr dick sind und nicht gut halten, kann das Papier später auch noch einmal mit Leim dünn bestrichen werden.

In dieser Art von Recyclingpapier ist die Druckerschwärze und andere Farben noch enthalten. Eine andere Alternative für weißes Blütenpapier mit Butterbrotpapier findest Du hier.

Papier schöpfen

Selbst Papier zu schöpfen ist eine tolle Aktion für warme Tage im Frühling oder Sommer unter freiem Himmel.
Am Vortag reißen die Kinder Zeitungsreste oder gesammeltes farbiges Altpapier in kleine Schnipsel, diese werden über Nacht in Wasser eingeweicht.

Die “Papierschnipsel-Suppe” wird nun mit einem Mixer zerkleinert und in eine Wanne gefüllt. Mit einem Schöpfrahmen, den mann mit den Kindern leicht aus zwei gleich großen Bilderrahmen und einem Stück Fliegendraht selbst herstellen kann, taucht man nun in den wässrigen Papierbrei, wackelt ein bisschen hin und her und zieht den Rahmen dann langsam waagerecht nach oben. Auf dem Netz bleiben nun die Breischnipsel hängen.

Wer eine Wiese oder ein Stück Natur in der Nähe hat, kann auf diese Papierbreilage feine Blüten, Gräser oder Blätter legen. Sie verbleiben dann auf dem Papier.
Nun wird der Rahmen auf ein saugfähiges (und reißfestes!) Küchentuch geklappt und mit einem Schwamm das überschüssige Wasser herausgedrückt und zurück geklappt. Die geschöpfte Lage wird zusammen mit dem Küchentuch an der Leine zum Trocknen aufgehängt.

Kinder suchen mit Begeisterung nach Buchstaben und Wortresten, die hier und da im Papier zu finden sind. Sie vergleichen diese mit denen in ihrem Namen und sind fasziniert vom Prozess der Papiergestaltung.

Damit jedes Kind sein Papier wieder entdeckt, auf Holzklammern die Namen schreiben lassen und damit befestigen. An einem sonnigen Platz trocknen die Blätter nach 1-4 Stunden, je nach Dicke. Erst wenn das Papier ganz trocken ist, das Küchenpapier vorsichtig abziehen. Wem es zu wellig ist, kann es noch zwischen Handtüchern glatter bügeln.

Grundanleitung – Papierschöpfen

(Vorsicht lang 🙂 ). Man kann Papierschöpfen professionell mit tollen Geräten und Werkzeugen betreiben, ich zeige Euch jedoch die allergünstigste Form für zu Hause.

Die Vorbereitung

Für Papierschöpfen braucht man Altpapier – am besten nicht bedruckt, damit das neue Papier nicht grau vor Druckerschwärze wird – jede Menge Wasser, ein paar Schüsselchen oder Plastikbecher, einen Rührbehälter, Fliegendraht, Allzwecktücher, alte Handtücher, eine kleine Plastikwanne, ein Nudelholz (am besten aus Plastik) und einen Stabrührmixer. Mit etwas Übung kann man in die „neuen“ Papiere auch unterschiedliche Materialien (wie z.B. Blätter) hineinschöpfen. Lest am besten die Anleitung vorher einmal durch und legt Euch alles bereit, um es bei dem jeweiligen Schritt greifbar zu haben.

Wenn Ihr plant Papier zu schöpfen, müsst Ihr einen Tag vorher mit den Vorbereitungen anfangen. Denn als erstes muss man das Altpapier in kleine Schnipsel reißen und über Nacht in Wasser einweichen lassen.

Am nächsten Tag könnt Ihr dann loslegen. Papierschöpfen ist insgesamt eine feuchte Sache, daher empfehle ich den Arbeitsplatz mit Zeitungen oder einer Folie auszulegen und für die Hände ein altes (der Papierbrei setzt sich gerne in den Handtuchfasern fest) Handtuch breit zu halten. Mit dem Mixer wird das eingeweichte Papier zu einem Brei zerkleinert. Dazu muss der Behälter zu ca. 2/3 mit Wasser (1/3 Papier) gefüllt sein. Je feiner der Brei, desto dünner wird das Papier.

Der Papierbrei

Der Faserbrei wird nun in die mit etwas Wasser gefüllte Schöpfwanne gegossen. Wenn Ihr genug Faserbrei mit dem Mixer zubereitet habt, könnt Ihr mit dem Schöpfen beginnen. Bevor Ihr mit einer anderen Farbe des Breis arbeiten wollt, solltet Ihr den bisherigen Brei komplett geschöpft haben. Eventuell sollst Du dann auch das Wasser in der Schöpfwanne wechseln. Allerdings kann ein Farbenmix auch erwünscht sein, um andere Effekte zu erzielen. Rührt den Brei in der Schöpfwanne gut um. Das kann man auch ruhig mit den Händen machen.

Das Schöpfen

Für das Schöpfen benutzen Profis Schöpfrahmen, aber für den Hobbyschöpfer reicht auch ein Stück Fliegengitter, zugeschnitten auf DIN A6, DIN A5 oder anderes gewünschtes Format. Das Schöpfgitter wird nun schräg vom Wannenrand aus, vollständig unter den Brei eingetaucht und dort in eine waagerechte Position gebracht. Hebe es dann langsam aus dem Wasser heraus. Auf dem Gitter setzt sich nun der Brei ab. Zum Abtropfen kann das Gitter leicht schräg über die Wanne gehalten werden.

Das Gautschen

Das Gitter wird nun mit dem Faserbrei nach unten auf ein feuchtes Allzwecktuch (für Profis: Abgautschtuch) „gekippt“. Dieses Allzwecktuch sollte auf einem alten dicken Handtuch oder Filz liegen, so dass das Wasser aufgesaugt wird. Zur Sicherheit am besten noch eine Plastiktüte darunter legen. Mit etwas Druck wird nun mehrmals mit dem Nudelholz über das Schöpfgitter gerollt. Dadurch wird das Papier entwässert, verfilzt und abgegautscht. Bereits beim Rollen mit dem Nudelholz heben sich Ecken des Gitters vom Papier ab. So wird es nun leichter das Gitter langsam abzunehmen und vom Papier zu lösen.

Wenn sich das Papier nicht vom Gitter lösen sollte, kann es sein, dass der Brei zu dünn war. Zur Behebung dieses Problems, kann man einfach das Papier noch mal ins Wasser geben und neuen nicht so dünnen Brei dazu mixen. In dieses geschöpfte Papier können nun je nach Bedarf Materialien eingeschöpft werden. Hier habe ich das mit gepressten Blättern gemacht. Die Blätter werden auf das Papier gelegt und mit ganz wenig Brei überzogen, entweder mit den Fingern oder mit einem Stück Gitter. Dazu das Gitters nur kurz in den Brei eintauchen und schräg, statt waagerecht aus dem Wasser ziehen. Dieses Gitterstück dann mit dem Brei nach unten auf das Blatt legen und nach leichtem Andrücken wieder abheben.

Die Allzwecktücher mit dem angehefteten Papier werden nun zum Trocknen aufgehängt oder ausgelegt. Nach dem Trocknen kann das Papier vorsichtig vom Tuch abgezogen werden. Eventuelle Wellen können durch Bügeln unter einem Geschirrtuch ausgeglichen werden.

In meinem neusten Artikel zeige ich Dir wie Du handgeschöpftes Papier in Stampin Up Farben machst. Moderne Elemente gemischt mit diesem alten Handwerk findest Du bei meiner Karte ‚Black & White‚.

Papierschöpfen

Die unterschiedlichen Papiere und Zellstoffplatten werden in kleine Stücke gerissen, zusammen mit Wasser in einem Küchenmixer so zerkleinert, dass eine Rohpapiermasse entsteht, die in den mit Wasser gefüllten Kunststoffbehälter gefüllt wird. Das ist das Basismaterial zur Herstellung einer Pulpe (Fachbezeichnung der Rohmasse für die Papierherstellung). Bei Berücksichtigung der dafür verwendeten Papiere ist diese Mischung grau oder braun, sieht nicht besonders schön aus und ergibt verständlicherweise auch kein so schönes Papier. Dem kann abgeholfen werden, wenn für die Papierherstellung entweder nur eine kleine Menge dieser Gebrauchspapiere, dazu noch weisser Zellstoff oder kurz- oder langhaarige Cellulosefasern zugegeben werden.
Abhängig von der Zugabemenge dieser „neuen“ Papierrohstoffe eine weisse Papier-masse entsteht. Grundsätzlich wird ein weiss aussehendes Papier aber nur aus den unterschiedlich langen und kurzen Cellulosefäden und dem Zumischen des weissen Zellstoffs hergestellt. Diese Grundmischung kann zusätzlich noch individuell verfeinert werden, beispielsweise durch das Zumischen von Kaolin und Kartoffelstärke etc.

In unsere Serie zum Papierschöpfen sind bisher die folgenden Teile:

  1. Papier schöpfen das Rezept mit detailierter Anleitung
  2. Papier schöpfen – was fkt. und was nicht?
  3. Papier schöpfen – Schöpfrahmen aus Draht und Papier selber basteln
  4. Papier schöpfen – unser Test mit einem Strickrahmen
  5. Papier schöpfen – so löst ihr das Papier vom Untergrund

erschienen.

Aus dem Test mit dem Stickrahmen scheint wirklich verwendbares Papier entstanden zu sein. Wir haben die Stoffstücke mit dem nassen Papiermix über unsere Heizung drapiert und das Papier vorsichtig und langsam trocknen lassen.

Nach dem Trocknen des geschöpften Papiers muss dieses nur noch abgelöst werden. Die große Frage war: „Wie funktioniert das Ablösen, ohne dass das Papier zerstört wird?“ Seid ihr genauso gespannt wie wir?

Zuerst haben wir mit dem zerrupften Papier aus Versuch mit dem selbst gebastelteten Rahmen getestet. Trotz der Risse ließ sich das Papier recht gut lösen. Unsere Zuversicht steigt – klappt das auch so gut mit den Ovalen?

So löst ihr das Papier vom Stoff

Fasst ein kleines Stück Papier am Rand an und zieht den Stoff nach unten weg.

Nun vorsichtig den Stoff weiter zur Mitte hin abziehen. Fasst beim Papier immer wieder nach, so verhindert ihr ein Einreißen.

Eigentlich einfacher als vorher vermutet. Das abgschöpfte Papier ist richtig schön gleichmäßig dick. Es sind keine Löcher und keine schmalen Stellen vorhanden. Das Ablösen vom Stoff haben wir uns weit aus schwieriger vorgestellt.

Anmerkung: Auch das Papier unseres 8-jährigen Nachbarsjungen hat sich vollständig, ohne zu reißen, gelöst. Und er hat sein Papier ganz allein abgeschöpft. Damit ist diese Anleitung auch von Kindern für Kinder getestet und für gut befunden :).

Legt das abgelöste Papier zur Weiterverarbeitung an die Seite.

Da unser Papier einige Wellen durch das Trocknen und Abziehen aufweist, wandern die exklusiven Stücke vor der Weiterverarbeitung erst einmal in einen dicken Schmöcker zum Pressen.

Ideen zur Verwendung des Papiers

So jetzt habt ihr euer Papier selber geschöpft, getrocknet und abgezogen. Noch sehen die Seiten aber nicht besonders edel aus.

Für die Weiterverarbeitung könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen.

Was könnt ihr mit dem geschöpften Papierseiten anfangen?

Ihr könnt aus den Seiten Glückwunschkarten, Einladungskarten oder Briefe basteln. Das Papier ist beschreibbar, ihr könnt es schneiden, bekleben und aufkleben.

Verziert das Papier mit Sternen, Glitzerdekor oder Figuren, je nach dem, wie eure Kreation aussehen soll.

Ausschneiden und Verzieren

Im nächsten Teil unserer Serie zeigen wir euch verschiedene Dekorationsbeispiele und Zuschnitte. Lasst euch inspirieren und schickt uns eure Kreationen. Wir sind neugierig, was aus euren Rohmaterialien geworden ist. Zeigt uns eure Entwürfe eure Erfolge und auch eure Misserfolge.

Basteltipp: Papier selber schöpfen

Autor: Maja | 16. August 2013

Basteltipp: Papier selber schöpfen

Papier selber schöpfen ist gar nicht so schwer wie man denkt. Papierschöpfen ist auch schon für kleinere Kinder geeignet, die bei vielen Arbeitsschritten mithelfen können. Größeren Kindern macht das Experimentieren mit den verschiedenen Farben, Papierstärken, Formen und Naturmaterialien sehr viel Spaß!

Was benötigt ihr?
1. Schöpfrahmen, 2. Papier- oder Kartonschnipsel zum Pürieren, 3. sehr großen Behälter, 4. viele dünne Vlieslappen und Handtücher

1. Schöpfrahmen
Schöpfrahmen könnt ihr schnell selber herstellen. Ein Schöpfrahmen besteht aus einem rechteckigen Holzrahmen, der straff mit einer Gaze überspannt und mit Reißzwecken befestigt wird. Die besten Erfahrungen haben wir mit einem Fliegennetz aus Kunststoff gemacht. Feinmaschiger muss die Gaze nicht sein. Sie sollte aber auch nicht zu grob sein, da die pürierten Papierreste darauf stehen bleiben müssen. Dann braucht man einen weiteren einfachen Rechteckrahmen aus vier Leisten, der etwas kleiner ist und die Form des Schöpfpapiers bildet. Wer keine Lust hat, extra einen Schöpfrahmen zu bauen sollte nach Alternativen Ausschau halten z.B. kann man kurzerhand den runden Spritzschutz einer Bratpfanne zweckentfremden. Vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen!? Es gibt auch fertige Schöpfrahmen im Bastelbedarf zu kaufen.

2. Papier, Papierreste oder Karton
Zum Papierschöpfen eignen sich fast alle Papiersorten – Reste, die ihr zu Hause finden könnt: Fehldrucke, eingerissenes Kopierpapier, alte Werbebroschüren, alte Eierverpackungen, alte Servietten. Bei der Menge verschätzt man sich leicht. Meistens reicht weniger aus, denn das Papier saugt sich noch voll. 2-3 Eierpackungen und dazu eine Zeitung reicht fürs erste Experimentieren aus.

Für bunte Ergebnisse solltet ihr verschiedene Farben sortieren und in einzelnen Behältern sammeln.
Wir hatten beim Schöpfen die Farben weiß (Fehlkopien), grau und grüngelb (alte Eierpackungen sortiert), dunkelblau (alte Servietten), rötlich (Werbeprospekte) und creme (alte Pralinenschachtel) zur Verfügung. Das Färben des Papiers ist natürlich auch anders möglich z.B. mit Lebensmittelfarben.

3. Behälter
Zum Papierschöpfen muss man das Papierpüree mit viel Wasser verdünnen. Zum Schöpfen benötigt ihr also eine ziemlich große Schüssel oder noch besser eine Babybadewanne vor allem bei einem normal großen Schöpfrahmen (ab Papierformat A5). Auf jeden Fall muss man bequem den Schöpfrahmen darin untertauchen und etwas hin und her bewegen können.

4. Vlieslappen und Handtücher
Papierschöpfen ist eine ziemlich nasse Angelegenheit! Um das Papier vom Rahmen zu lösen benötigt man Küchenhandtücher und Vlieslappen (die gibt es auch von der Rolle) und zum Aufsaugen des Wassers und zum Unterlegen sind normale Baumwoll-Küchenhandtücher geeignet. Zum Papierschöpfen waren wir im Freien auf einer Wiese, so hatten wir keine Angst vor Wasserspritzern und Naturmaterial zum Experimentieren war sofort zur Hand!

Wie geht Papierschöpfen?

1. Die Pulpe herstellen
Die Papier- und Pappreste müsst ihr in kleine Schnipsel reißen ca. 2×2 cm, mit heißem Wasser übergießen und 1 Nacht einweichen lassen. Das Mischungsverhältnis hängt von der Papier- oder Kartonsorte ab und außerdem wird der Papierbrei beim Schöpfen nochmals stark verdünnt. Auf jeden Fall sollte es so viel Wasser sein, dass alles schön breiartig ist und man gut mit dem Pürierstab mixen kann. Den entstandenen Papierbrei nennt man Pulpe!

2. Das Papier schöpfen
Zum Schöpfen gibt man dann einen Teil der Pulpe in die Babybadewanne und vermischt alles im Verhältnis ca. 1:8 mit Wasser. Dann nimmt man den Schöpfrahmen, drückt das Oberteil fest an das Unterteil, taucht mit der Gaze nach oben in das gut gerührte Schöpfwasser mit sanften Schaukelbewegungen ein und hebt den Rahmen wieder heraus. Der obere Rahmen bildet die Begrenzung des Papiers. Man muss darauf achten, dass an allen Stellen des Schöpfrahmens die Pulpe gleichmäßig dick verteilt ist. Falls nicht, dann ist das nicht schlimm! Man kann ja den Rahmen ohne Oberteil andersherum wieder eintauchen, die Pulpe abspülen und einen neuen Versuch wagen – solange bis man zufrieden ist! Falls das Schöpfwasser zu dünn ist, was man teilweise erst bei späteren Arbeitsschritten bemerken wird, dann gibt man noch Pulpe hinzu und verdickt damit das Schöpfwasser! Beim Schöpfen sollte man jedenfalls keine Netzstruktur vom Schöpfrahmen durchsehen können, denn dann wird das Papier zu dünn!
Die Pulpe tropft kurz ab und man kann sofort das Oberteil des Schöpfrahmens abnehmen und bekommt eine erste Ahnung von seinem eigenen handgeschöpften Papierbogen!

3. Papier gautschen, trocknen und pressen
Nun legt ihr behutsam ein Vlies auf und stürzt alles auf ein glattes Küchenhandtuch. Aus einem weiteren Küchenhandtuch formt man sich einen kleinen Ballen, mit dem ihr die Pulpe gautscht, also vom Gitter von der Rückseite her ablöst. Dabei sollte schon so viel wie möglich Wasser aufgesaugt werden. Dann kann man den Schöpfrahmen hochnehmen – ein schnelles ruckartiges Hochreißen funktioniert manchmal besser als ein langsames behutsames Ablösen. Das muss man aber ausprobieren, das hängt auch vom Netz und den Papierfasern ab!
Wer großen Wert auf ein ganz glattes Blatt legt, der kann noch das mit einem weiteren Vlies abgedeckte Blatt mit einem Nudelholz bearbeiten! Ansonsten wird das Küchenvlies mit anhaftendem nassem Blatt auf einer Leine zum Trocknen aufgehängt. Nach dem vollständigen Trocknen kann man es vom Vlies lösen und eventuell pressen.

So schnell habt ihr eigenes handgeschöpftes Papier hergestellt! Viel Spaß dabei!

Wer will kann getrocknete Blütenblätter, Gräser oder Fäden mit einbringen. Diese muss man auf die Vliesunterlage legen und dann den Rahmen mit der Pulpe direkt darauf stürzen. Man kann aber auch dickere Blätter, Spitze oder andere Materialien zum Prägen auf die Vliesunterlage legen, das Papier schöpfen und anschließend entfernen, das Papier hat diese Formen dann angenommen.

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.