Östrogen in der schwangerschaft

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Einige Jahre vor meiner Schwangerschaft wurde bei mir eine Histaminintoleranz diagnostiziert. Woher diese Enzymschwäche kam, konnte mir lange Zeit niemand sagen. Auch, warum sie während der Schwangerschaft und Stillzeit wie weggeblasen war, verstand ich lange nicht. Vor einigen Wochen stieß ich durch Zufall auf einen Erfahrungsbericht über den Zusammenhang von Histaminintoleranz und Östrogendominanz. Also ließ ich einen Speicheltest machen – und weiß seitdem, dass ich auch unter einer Östrogendominanz leide.

Was das genau ist und wie Östrogendominanz und Kinderwunsch zusammenhängen, erfährst Du im Folgenden.

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Was ist eine Östrogendominanz?

Von einer Östrogendominanz spricht man, wenn das Verhältnis der weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen im Körper nicht stimmig ist. Bei einem ausgeglichenen Hormonhaushalt ist das Verhältnis etwa 1:100 bis 1:200. Bei mir beträgt es lediglich 1:53. Während einzeln betrachtet sowohl genügend Östrogen, als auch genügend Progesteron in meinem Körper vorhanden ist, stimmt das Verhältnis der beiden zueinander nicht. Feststellen kann eine Östrogendominanz ein Endokrinologe, also ein Arzt, der auf Hormone spezialisiert ist. Wenn Du diesen Weg scheust, kannst Du auch, so wie ich, einen eigenen Test in Auftrag geben. Das Set dafür kannst Du ganz einfach online kaufen. Zu Hause entnimmst Du dann nach der Anleitung am vorgegebenen Tag Speichel und schickst ihn ein. Das Ergebnis wird zu Dir nach Hause geschickt.

Doch wie bin ich eigentlich auf die Idee gekommen, dass bei mir eine Östrogendominanz vorliegen könnte? Wie äußerst sich diese und welche Symptome einer Östrogendominanz gibt es? Die Liste ist lang, weil fast jede Zelle im Körper und damit jedes Organ von Hormonen beeinflusst wird. Unter anderem kann an eine Östrogendominanz an diesen Symptomen erkennen:

  • PMS (Prämenstruales Syndrom), d.h. Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen vor der Regelblutung
  • Gemütsveränderungen wie Ängste, Reizbarkeit, Depressionen
  • Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten
  • Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Hitzewallungen
  • Zyklusstörungen und -unregelmäßigkeiten jeder Art
  • Zyklen ohne Eisprung, Unfruchtbarkeit
  • Beschwerden der Fortpflanzungsorgane
  • mangelnde Libido
  • Schilddrüsenunterfunktion, Nebennierenstörungen, Blutzuckerstörung
  • Gewichtszunahme, Wassereinlagerungen, vermehrtes Bauchfett
  • Hautprobleme, Haarausfall
  • beschleunigtes Altern, graue Haare, Osteoporose
  • Gelenkbeschwerden
  • Störungen des Immunsystems

Östrogendominanz und Kinderwunsch

Gravierende Auswirkungen hat das Verhältnis der Geschlechtshormone auf den Zyklus und die Fruchtbarkeit einer Frau. Denn Östrogen stimuliert den Eisprung und regelt den Zyklus. Doch sobald die Eizelle (möglicherweise) befruchtet ist, also in der zweiten Zyklushälfte, geht der Östrogenspiegel zurück und das Gelbkörperhormon Progesteron dominiert. Progesteron regt das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut an und bereitet sie auf die Einnistung der Eizelle vor. Sie verhindert auch einen neuen Eisprung und das Einsetzen der Regelblutung, mit der die Gebärmutterschleimhaut samt Eizelle abgestoßen würde. Vereinfacht gesagt ist also das Progesteron zuständig für die Aufrechterhaltung und den positiven Verlauf einer Schwangerschaft.

Wenn sich nun zu wenig Progesteron und zu viel Östrogen im Körper einer Frau befindet, wie häufig bei einer Östrogendominanz, wird die Eizelle zwar möglicherweise befruchtet, aber in der 6. oder 7. Schwangerschaftswoche setzt eine Blutung ein und die Schwangerschaft wird vorzeitig beendet. Vorbeugen kann man diesem frühen Schwangerschaftsabbruch durch eine Progesteronsubstitution in der zweiten Zyklushälfte, sodass sich die Eizelle einnisten kann. Je nach Grad des Progesteronmangels kann auch eine generelle Behandlung sinnvoll und notwendig sein. Diese sollte aber immer mit einem Facharzt abgestimmt werden.

Ursache für Östrogendominanz: Pille, Wechseljahre und Umweltfaktoren

Die genaue Ursache für eine Östrogendominanz ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Eine Östrogendominanz in den Wechseljahren ist relativ häufig und auf das natürliche Nachlassen der Sexualhormone zurückzuführen. Wenn schon vorher eine Östrogendominanz diagnostiziert wird, kann das durch äußere Faktoren verursacht worden sein. Als großer Risikofaktor zählt die Pille. Sie führt dem Körper dauerhaft hohe Dosen an künstlichem Östrogen zu und bringt so den Hormonhaushalt durcheinander. Auch andere Medikamente oder Dauerstress können zu einem Ungleichgewicht der Geschlechtshormone führen. Zusätzlich kommen Östrogene oder östrogenähnliche Stoffe (Xenoöstrogene) vermehrt in unserer Umwelt und unseren Nahrungsmitteln vor. Unser Körper nimmt sie auf und sie docken an den Östrogenrezeptoren an.

Östrogendominanz behandeln

Um eine diagnostizierte Östrogendominanz zu behandeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die auch in verschiedenem Maße in die natürlichen Regulierungsvorgänge im Körper eingreifen:

  1. Zunächst kann man versuchen, begünstigende Faktoren aus dem Umfeld und der Ernährung auszuschalten. Denn manche Lebensmittel, zum Beispiel Alkohol, Hopfen und Malz, fördern die Östrogenbildung. Eine Östrogendominanz beim Mann ist daher manchmal auf übermäßigen Bierkonsum zurückzuführen. Auch kann es passieren, dass der Körper Stoffe wie Mikroplastik (Xenoöstrogen) aus Kosmetika und Nahrungsmitteln aufnimmt, die im Körper den Östrogenspiegel ansteigen lassen. Hier hilft eine achtsame Ernährung und ein Verzicht auf ein Übermaß an kosmetischen Substanzen.

2. Weiterhin kann es helfen, hormonähnliche pflanzliche Substanzen in die Ernährung einzubauen und so dem hormonellen Ungleichgewicht entgegenzuwirken. Diese Pflanzen, z.B. die Yamswurzel, enthalten zwar kein Progesteron, aber Stoffe, die teilweise an dieselben Rezeptoren andocken können. So kannst Du die Symptome lindern, ohne in direkt in den Hormonhaushalt einzugreifen:

  • Mönchspfeffer
  • Schafgarbe
  • Wilder Yams
  • Passionsblume

3. Weiterhin gibt es Nahrungsergänzungsmittel und Cremes, für die pflanzliche Stoffe – überwiegend wilde Yams – chemisch so verändert wurden, dass sie dieselbe Struktur wie natürliches Progesteron haben. Dabei handelt es sich um sogenannte humanidentischen Hormone (Naturidentisches Progesteron).

4. Wenn all diese Maßnahmen zu keiner Verbesserung führen, gibt es noch die Möglichkeit, synthetisch hergestellte Hormonpräparate, meist als Creme, anzuwenden. Dabei werden dem Körper Substanzen zugeführt, die fast genau den menschlichen Hormonen entsprechen. Durch ein abgewandeltes Molekül halten sie sich länger im Körper und haben dadurch eine sehr starke Wirkung – allerdings auch mehr mögliche Nebenwirkungen.

Hormone und Stim­mungen in der Schwan­ger­schaft

Viele Frauen erfahren dies im Rahmen ihres Menstruationszyklus immer wieder. Ein kompliziertes Zusammenspiel von Hormonen bereitet den Organismus auf den Eisprung und die nachfolgende Befruchtung einer Eizelle vor.

Ist eine Schwangerschaft eingetreten, ermöglichen Hormone auch die Einnistung der befruchteten Eizelle, sie halten die Schwangerschaft aufrecht und sie passen den mütterlichen Organismus an die Bedürfnisse des Kindes vor, während und nach der Geburt an.

Wo werden die Hormone gebildet?

Weibliche Hormone, allen voran Östrogene und Gestagen, werden hauptsächlich von den Eierstöcken gebildet. Dabei unterliegen die Eierstöcke einer komplizierten Kontrolle durch Gehirn und Hirnanhangsdrüse. Eine Region des Zwischenhirns, der Hypothalamus, ist beispielsweise für die pünktliche Auslösung des Eisprungs genau zur Mitte jedes Zyklus verantwortlich. Die Hirnanhangsdrüse ist zuständig für die Feinsteuerung der hormonellen Prozesse während des gesamten Menstruationszyklus.

Kommt es während der Zyklusmitte zur Befruchtung der Eizelle, hält der gesprungene Rest-Follikel, der auch Gelbkörper genannt wird, die Produktion von Schwangerschaftshormonen aufrecht. Im weiteren Verlauf übernimmt die Plazenta dann diese Funktion vollständig.

Das sind die Schwangerschaftshormone

Östrogene, Gestagene und Humanes Choriongonadotropin (HCG) sind wichtige Hormone, die für den reibungslosen Ablauf der Schwangerschaft sorgen.

Östrogene

Die geschlechtsreife Frau bildet Östrogene vor allem in den Eierstöcken. Nach Eintreten der Schwangerschaft übernimmt der Mutterkuchen weitgehend diese Aufgabe. Hauptvertreter der Östrogene ist das Östradiol. Östrogene prägen das weibliche Erscheinungsbild und die Psyche.

Östrogene haben – unabhängig von der Schwangerschaft – positive Einflüsse auf den Knochenstoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System. Im Verlauf der Wechseljahre versiegt bei der Frau die Bildung von Östrogenen.

Welche Aufgaben haben Östrogene?

  • Östrogene fördern das Heranreifen des Eis im Eierstock bis zum Eisprung.
  • Sie unterstützen die Wanderung des gesprungenen Eis über die Eileiter zur Gebärmutter.
  • Sie führen im Verlauf des normalen Zyklus zur vermehrten Bildung eines dünnflüssigeren Scheidensekrets, das dem männlichen Samen das Ein- und Vordringen in die Gebärmutter erleichtert.
  • Sie erleichtern das Eindringen des Samens in die Eihülle.
  • Sie bewirken die Vergrößerung der Brust und bereiten sie auf die Milchbildung vor.

Gestagene

Gestagene werden vor Eintritt der Schwangerschaft im Gelbkörper und dann im Verlauf der Schwangerschaft im Mutterkuchen gebildet. Hauptvertreter dieser Hormongruppe ist das Progesteron.

Welche Aufgaben übernimmt das Progesteron?

  • Es bereitet die Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter vor, indem es die Gebärmutterschleimhaut in eine dickere, für die Aufnahme der befruchteten Eizelle besonders geeignete Schleimhaut umwandelt.
  • Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat, ist Progesteron auch für die Rückbildung der Schleimhaut der Gebärmutter verantwortlich.
  • Progesteron bewirkt wie Östrogene eine Vergrößerung der Brust und bereitet sie auf die Milchbildung vor.

Humanes Choriongonadotropin

Dieses Hormon (Abkürzung HCG) wird praktisch ausschließlich vom Mutterkuchen in den Blutkreislauf ausgeschüttet. Deshalb beruhen die heute üblichen Schwangerschaftstest auf dem Nachweis von HCG im Urin.

Welche Aufgaben erfüllt HCG während der Schwangerschaft?

  • HCG ist wie Progesteron ein schwangerschaftserhaltendes Hormon, das auch die Schleimhaut der Gebärmutter auflockert, um die Einnistung der befruchteten Eizelle zu erleichtern.
  • Bis die Plazenta ihre volle Funktion ausübt, kurbelt HCG die Bildung von Schwangerschaftshormonen im Gelbkörper an.
  • Bei Frauen, die in der Frühschwangerschaft unter starkem Schwangerschaftserbrechen leiden, liegen häufig besonders hohe HCG-Spiegel vor. Bei manchen Frauen bewirkt HCG zu Beginn der Schwangerschaft vorübergehend eine leichte, meist unproblematische Überfunktion der Schilddrüse.

Prolaktin und Oxytocin

Prolaktin ist wie Oxytocin kein Schwangerschaftshormon im engeren Sinn, da es vor allem nach der Schwangerschaft, also während der Stillperiode in Aktion tritt. Prolaktin regt die Bildung der Muttermilch an. Es kann durchaus zwei bis drei Tage dauern, bis die Brust ausreichend Milch bildet. Dabei ist es das Neugeborene selbst, das durch den angeborenen Saugreflex und die vollständige Entleerung der Brust die Milchbildung der Mutter stimuliert.

Ein hoher Prolaktinspiegel unterdrückt häufig nach der Schwangerschaft den Eisprung und die Regelblutung. So sind viele Frauen während der Stillperiode vor einer erneuten Schwangerschaft geschützt. Allerdings gibt es dafür keine Garantie. Falls Sie nicht schwanger werden wollen, sollten Sie auf jeden Fall verhüten!

Während des Saugvorgangs des Neugeborenen schüttet die Hirnanhangsdrüse neben Prolaktin als zweites Hormon Oxytocin aus. Durch dieses Hormon ziehen sich reflektorisch Muskelzellen der Milchgänge zusammen. Als Folge gibt die Brust Milch ab. Das Hormon bewirkt zudem, dass sich die Gebärmutter nach der Geburt verkleinert und wieder die vorgeburtlichen Größe annimmt.

Übrigens: Wie man heute weiß, kann schon allein das Weinen eines hungrigen Babys die Ausschüttung der für den Stillvorgang wichtigen Hormone Prolaktin und Oxytocin bewirken.

Östrogene: Weibliche Geschlechtshormone

Welcher Wert ist normal?

Bei Frauen in der ersten Zyklushälfte beträgt die Blutserum-Konzentration des Östradiols 25 bis 95 ng/l. Während des Eisprungs liegt sie bei 75 bis 570 ng/l, wobei sie in der zweiten Zyklushälfte auf 60 bis 250 ng/l abfällt. Frauen nach den Wechseljahren (Postmenopause) weisen einen Wert von weniger als 45 ng/l auf.

Bei Männern beträgt die Östradiolkonzentration zwischen 12 und 42 ng/l.

Bei Mädchen und Jungen vor dem Eintritt der Pubertät liegen die Östradiolwerte unter 30 ng/l.

Wann steigt der Wert?

Die Östrogene, vor allen Dingen das Östradiol, steigen in der ersten Zyklushälfte an. Kurz vor dem Eisprung ist der Anstieg rasant. Dies bewirkt einen ebenfalls sprunghaften Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH). Das LH löst schließlich den Eisprung aus. Die Östrogenkonzentration nimmt schon zu diesem Zeitpunkt wieder rapide ab.

In der Schwangerschaft steigt der Östrogenwert stark an, in dieser Zeit werden die Östrogene Östradiol und Östriol hauptsächlich von der Plazenta produziert. Der Wert erreicht seinen Höchstpunkt zum Ende der Schwangerschaft.

Östrogene werden vor allem in der Leber abgebaut und größtenteils über die Niere ausgeschieden. Erhöhte Östrogenwerte können damit auch bei Leber- und Nierenschädigungen auftreten. Sie können aber auch auf Tumoren mit Östrogenproduktion hinweisen.

Wann ist der Wert zu niedrig?

Die Östrogenkonzentration fällt schon kurz vor dem Eisprung wieder rapide ab. Zwar gibt es in der zweiten Zyklushälfte noch einmal einen leichten Anstieg, doch dann nimmt die Konzentration weiter ab.

Da die Östrogenproduktion durch das follikelstimulierende Hormon (FSH) aus dem Hypophysenvorderlappen angeregt wird, können die Werte dann zu niedrig sein, wenn eine Funktionsstörung des Organs besteht. Aber auch die Eierstöcke selbst können bei Funktionsstörungen zu wenig Östrogene produzieren.

Hingegen weist das Dopamin bei Verliebten eine hohe Konzentration auf, insbesondere im Belohnungszentrum des Vorderhirns. Es reicht schon, ein Foto der geliebten Person zu zeigen, damit Dopamin ausgeschüttet und das Belohnungszentrum aktiviert wird, belegt eine Studie der Anthropologin Helen Fisher. Dass die so ausgelösten Glücksgefühle an diese spezielle Person gekoppelt sind, ist hingegen auf die Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin zurückzuführen.

Vor allem Oxytocin fördert die emotionale Bindung an den Partner. Es wird bei angenehmem Körperkontakt wie Streicheln oder Massagen, beim Küssen und in besonders hohen Dosen während des Orgasmus ausgeschüttet, wirkt angstlösend und senkt die Ausschüttung von Stresshormonen. Die Folge: ein Gefühl der Geborgenheit und eine erhöhte Empathiefähigkeit.

Je höher also die Oxytocin-Konzentration, desto vertrauensseliger der Mensch und desto enger seine Bindungen? Nicht unbedingt. Aktuelle Studien lassen vermuten, dass ein hoher Oxytocin-Spiegel auch antisoziale Auswirkungen haben kann. Eine Arbeit des Niederländers Carsten De Dreu zeigt beispielsweise, dass sich die positiven, vertrauensfördernden Effekte von Oxytocin nur auf bereits bekannte Menschen und Mitglieder der eigenen sozialen Gruppe erstrecken. Fremden, die nicht Teil der eigenen Gruppe sind, begegneten die Probanden mit hoher Konzentration des Hormons hingegen mit mehr Neid, Misstrauen und Schadenfreude – Oxytocin verstärkt somit positive wie auch negative soziale Vorurteile.

Wie sie die Schwangerschaft managen

LH, FSH, Östradiol und Progesteron: So heißen die hormonellen Akteure, die den weiblichen Zyklus bestimmen – und damit auch den Prozess, der zur Schwangerschaft führt. Taktgeber ist dabei eine Eizelle, die gerade heranreift. Sie schüttet während ihrer vom Hormon FSH stimulierten Wachstumsphase in der ersten Zyklushälfte Östradiol aus. Zur Zyklusmitte hin übersteigt die Konzentration einen bestimmten Wert, und eine Kaskade wird in Gang gesetzt: Die Hirnanhangdrüse, die eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Hormonsystems übernimmt, schüttet LH aus, das wiederum den Eisprung auslöst. Die hohe LH-Konzentration hemmt durch eine negative Rückkopplung die Östradiol-Bildung, sodass die Konzentration dieses Hormons wieder sinkt und in der Folge auch der LH-Spiegel wieder abfällt.

Mit der Eizelle verlässt der Follikel den Eierstock. Er ist die Schutzhülle, in der das Ei bis zu diesem Zeitpunkt herangereift ist, und entwickelt sich nun zum sogenannten Gelbkörper, welcher Östrogene und Progesteron bildet. Letzteres sorgt dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut wächst und durchblutet wird, damit sich eine befruchtete Eizelle einnisten kann. Meist verkümmert der Gelbkörper jedoch, der Progesteronspiegel sinkt und leitet so die Regelblutung ein, die für die Ausscheidung der aufgebauten Gebärmutterschleimhaut und der Überreste des Gelbkörpers sorgt.

Wird die Eizelle aber befruchtet, stellt sich das sensible Hormongleichgewicht wie auf Kommando komplett um. Das sogenannte human chorionic gonadotropin (hCG) betritt die hormonelle Bühne. Es verhindert die Rückbildung des Gelbkörpers, der so weiterhin Östrogene und Progesteron produziert und die Schwangerschaft aufrechterhält. Die meisten Schwangerschaftstests messen daher heute den hCG-Spiegel im Blut, der etwa acht bis zehn Wochen nach der Empfängnis seinen Höchststand erreicht. In diesem Zeitraum beginnt die Plazenta, die Hormonproduktion des Gelbkörpers zu übernehmen.

Im weiteren Verlauf der Schwangerschaft steigen der Progesteron- und der Östrogen-Spiegel kontinuierlich an. Dass der Embryo nicht abstirbt, ist dem Progesteron zu verdanken. Die Östrogene wiederum sorgen unter anderem für das Wachstum der Gebärmuttermuskulatur und für eine steigende Konzentration des Hormons Prolaktin, das nach der Geburt die Milchbildung anregt. Am Ende agieren die Hormone auch noch als Geburtshelfer: Wenn es so weit ist, leitet Oxytocin die Wehen ein.

Wie sie neue Lebensabschnitte einleiten

Auf dem Weg zum Erwachsenwerden ist die Pubertät eine entscheidende Entwicklungsphase. Startschuss für die turbulenten Jahre ist die Produktion des Proteins Kisspeptin. Es sorgt über mehrere Zwischenschritte dafür, dass die Sexualhormone LH und FSH ausgeschüttet werden. Bei Jungen kurbeln sie die Bildung von Testosteron an, das unter anderem Hoden und Penis wachsen lässt.

Bei Mädchen werden Östrogene gebildet, die Brust beginnt zu wachsen. Neben der Ausbildung der Geschlechtsmerkmale findet in der Pubertät außerdem die letzte große Wachstumsphase statt: Das steht in engem Zusammenhang mit der Ausschüttung der Geschlechtshormone. Bis zu acht Zentimeter im Jahr schießen die Mädchen in die Höhe, bei den Jungen sind es sogar bis zu zehn Zentimeter. Durch die verstärkt vorhandenen Sexualhormone neigen die Jugendlichen aber auch zu impulsiveren und emotionaleren Reaktionen. So kann es in der Phase, in der die Abnabelung von den Eltern oft Konflikte aufwirft, schnell zur viel zitierten Launenhaftigkeit und zu Streitereien kommen.

Einige Jahrzehnte später, meist zwischen 40 und 60, geht die Konzentration der Geschlechtshormone wieder zurück, was sich besonders bei den Frauen bemerkbar macht: In den Wechseljahren, dem Klimakterium, wird die Produktion des Östrogens verringert, bis der Menstruationszyklus mit der Monatsblutung aussetzt – die fruchtbare Phase der Frau ist damit beendet. Diese weitreichende Umstellung ist oft unangenehm: Schweißausbrüche, Libidomangel, Depressionen, Entzündungen und Trockenheit im Scheidenbereich sind keine Seltenheit.

Um die Beschwerden zu lindern, machen viele Frauen eine Hormonersatztherapie und nehmen Östrogene und oft auch Gestagene ein und schwächen so die auftretenden Komplikationen ab. Doch die Hormonersatztherapie ist umstritten: Es gibt Hinweise auf ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken; auch tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien sind offenbar häufiger. Viele Experten empfehlen einen Mittelweg: Die Behandlung sollte früh beginnen und möglichst nicht länger als etwa zehn Jahre dauern.

Östrogen und Schwangerschaft

Eugene D. Albrecht, Professor für Gynäkologie, Geburtshilfe und Reproduktionswissenschaften an der zur University of Maryland gehörenden School of Medicine präsentierte die Ergebnisse dieser Untersuchung auf einem am 14. März 1998 in Atlanta stattfindenden Symposium über Fetal Signaling and Labor anläßlich des 45. Jahrestreffens der Society for Gynecological Investigation.

„Unsere Erkenntnisse deuten darauf hin, daß Östrogen eine entscheidende physiologische Rolle bei der Erhaltung der Schwangerschaft und der Lebensfähigkeit des Fötus spielt,“ sagt Albrecht. Er und sein Kollege, Gerald J. Pepe, Professor für Physiologie an der Eastern Virginia Medical School, hatten bei 22 schwangeren Pavianweibchen die Östrogenbildung künstlich unterdrückt. Sieben von ihnen erhielten einen Hormonersatz, der den Östrogenspiegel wieder auf Normalwerte brachte. Weitere 20 Paviane blieben als Kontrollgruppe unbehandelt.

Wie Albrecht berichtet, verlief die Schwangerschaft in der unbehandelten Kontrollgruppe zu 95% erfolgreich. Von den Tieren, deren Östrogenbildung unterdrückt wurde, erlitten 55% eine Fehlgeburt. Bei der Ultraschalluntersuchung von sechs Pavianen deren Östrogenbildung unterdrückt worden war, stellten die Forscher beim Fötus keinen Herzschlag fest. Das deutet darauf hin, so Albrecht, daß die Föten schon vor der Fehlgeburt gestorben waren. Dagegen konnten alle sieben Tiere, die sowohl mit einem Medikament zur Östrogenunterdrückung, als auch mit einem Östrogenersatz behandelt worden waren, ihre Schwangerschaft aufrechterhalten.

Die Rolle von Östrogen für den Fortbestand einer Schwangerschaft ist seit langem umstritten. Einige Wissenschaftler stellen heraus, daß die Fehlgeburtenrate bei Frauen mit einem mutierten Östrogenrezeptor 50% beträgt. Ihrer Argumentation nach unterstreicht dies die Bedeutung des Östrogens. Anderen zufolge, beweist gerade die Tatsache, daß die Schwangerschaft auch bei Frauen mit niedrigem Östrogenspiegel andauert, daß das Hormon in der Schwangerschaftsphysiologie keine essentielle Rolle spielt.

Albrecht und Pepe haben bereits früher aufgezeigt, daß das Hormon zumindest zwei wichtige Rollen bei einem Vorgang spielt, den die Wissenschaftler als den „während der Schwangerschaft von Primaten stattfindenden Dialog zwischen Fötus und Plazenta“ bezeichnen: Es reguliert nämlich die Produktion eines anderen wichtigen Hormons, des Progesterons, und fördert ferner die normale Entwicklung, den Reifeprozeß und die Funktionsfähigkeit der Plazenta sowie der Nebennieren des Fötus. Letztere produzieren Cortisol, ein Steroid-Hormon, das entscheidend ist für die Entwicklung der Lungen, der Leber und anderer Organe und Gewebe.

Seltsame Essgelüste, Gefühlsschwankungen, Tränen – bei schwangeren Frauen bringen die Hormone so einiges durcheinander. Aber wie sich jetzt zeigt, bleibt die Schwangerschaft auch für werdende Vätern nicht folgenlos: Auch ihre Hormone verändern sich, wenn ihre Partnerin ein Kind erwartet, wie US-Forscher jetzt festgestellt haben. So nimmt der Gehalt der Geschlechtshormone Testosteron und Östrogen bei ihnen messbar ab. Dieser Wandel könnte dazu beitragen, die Männer auch hormonell auf ihre Vaterrolle vorzubereiten.

Bei Frauen verändert sich der Hormonhaushalt während der Schwangerschaft und mit der Geburt eines Kindes erheblich. Gleich vier wichtige Hormone nehmen in der Zeit der Schwangerschaft immer weiter zu. Dazu gehören das weibliche Geschlechtshormon Östrogen und Progesteron, die beide nicht nur körperliche Effekte auslösen, sondern auch die Mutter-Kind-Bindung und das soziale Verhalten fördern. Auch der Gehalt des Stresshormons Cortisol steigt bei schwangeren Frauen – vielleicht als Reaktion auf vermehrten Stress beim Gedanken an die Geburt, aber auch, um die Frauen an die Belastungen durch ein Neugeborenes vorzubereiten. Das männliche Geschlechtshormon Testosteron nimmt ebenfalls zu. Ihm schreibt man eine wichtige Funktion bei der Aufrechterhaltung der Schwangerschaft zu, es könnte die Mutter aber auch zu einem aggressiveren Schutz ihrer selbst und damit des Kindes animieren.

Mit der Geburt eines Kindes ändert sich auch beim Mann einiges im Hormonhaushalt. Studien zeigen, dass Väter im Durchschnitt einen niedrigeren Testosteronwert haben als kinderlose Männer. „Das dient wahrscheinlich dazu, ihre Aggression zu senken, damit sie sich fürsorglicher um ihr Kind kümmern“, erklären Robin Edelstein und seine Kollegen von der University of Michigan. Ob werdende Väter aber auch schon während der Schwangerschaft ihrer Partnerinnen hormonelle Veränderungen zeigen, war bisher kaum untersucht. Dies haben die Forscher nun nachgeholt. Für ihre Studie nahmen sie bei 59 zum ersten Mal schwangeren Frauen und ihre Partnern mehrfach während der Schwangerschaft Speichelproben und analysierten darin den Gehalt der vier Hormone Testosteron, Cortisol, Progesteron und des Östrogens Östradiol.

Ein hormonelles Anti-Aggressionsprogramm

Und tatsächlich: Auch die Männer waren – zumindest im hormonellen Sinne – schwanger. Allerdings verhielten sich die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron dabei genau umgekehrt wie bei den Frauen: Bei werdenden Müttern steigen sie an, bei werdenden Vätern nimmt ihr Gehalt dagegen ab, wie die Forscher berichten. Die Veränderungen seien allerdings deutlich geringer als bei schwangeren Frauen. Erklären lässt sich die Testosteron-Abnahme ähnlich wie bei Männern mit bereits geborenen Kindern. Indem weniger aggressionsförderndes Testosteron in ihrem Blut kreist, werden die Männer schon während der Schwangerschaft auf Fürsorglichkeit getrimmt – sie erleben quasi ein hormonelles Anti-Aggressionsprogramm.

Und noch etwas zeigen diese Ergebnisse: Männer, die Väter werden, haben nicht von Natur aus einen niedrigeren Testosteron-Spiegel, sie sind daher nicht von Anfang an „softer“ als ihre kinderlos bleibenden Geschlechtsgenossen. Stattdessen tragen erst Partnerschaft und Schwangerschaft der Partnerin zu dieser Entwicklung bei, wie die Forscher betonen. Warum allerdings auch das Östradiol bei werdenden Vätern abnimmt, lässt sich nicht ganz so eindeutig erklären, denn eigentlich fördert das weibliche Geschlechtshormon die Zuwendung zu einem Kind. „Vielleicht ist dies ein Nebeneffekt der Testosteron-Abnahme, denn bei Männern entsteht Östradiol aus Testosteron“, mutmaßen die Forscher. Möglich wäre aber auch, dass das Östradiol bei Männern erst bei der Geburt und beim Kontakt mit dem Kind ansteigt. Bei den beiden restlichen Hormonen, Progesteron und Cortisol, stellten die Forscher keine signifikanten Veränderungen fest – sie blieben bei den werdenden Vätern gleich.

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„Soweit wir wissen, ist unsere Studie die erste, die die pränatalen Veränderungen der männlichen Hormone dokumentiert“, konstatieren Edelstein und seine Kollegen. Was genau diese Veränderungen auslöst, ist allerdings bisher unklar. Es könnte eine Folge der psychologischen Veränderungen sein, die werdende Väter in Erwartung eines Kindes erfahren, so die Forscher. Möglich wäre aber auch, dass Veränderungen in der Beziehung zu ihrer Partnerin oder sogar körperliche Mechanismen dafür verantwortlich sind. Klar scheint damit nur: Auch werdende Väter sind ein bisschen schwanger – zumindest hormonell gesehen.

Östrogen

Auf einen Blick

Auch bekannt als: Estrogen, Östrogen-Fraktionen (mehr als 30 verschiedene Formen von Östrogen wurden beschrieben; die am häufigsten untersuchten Formen sind Östron , Östradiol , Östriol )
Bezeichnung: E2, Östrogen
Ähnliche Tests: fsh, lh, Testosteron, hCG, Progesteron, afp Maternal, SHBG, Triple Screen, Triple Screen

/ Peter-Lomas

Warum wird Östrogen untersucht?

Bei Frauen um eine mögliche Erklärung für Störungen im Menstruationszyklus, veränderten oder zu starken Blutungen, Infertilität (Unfruchtbarkeit), Symptomen der Menopause (Wechseljahre) oder anderen hormonellen Veränderungen zu finden.

→ Zur Untersuchung der feto-plazentaren Einheit und Funktionstüchtigkeit in der Frühschwangerschaft. Hier wird insbesondere Östriol E3 untersucht.
→ Bei Symptomen der Verweiblichung bei Männern welche ebenfalls durch erhöhte Hormonspiegel bedingt sein können

Krankheiten & Symptome

Bei welchen Erkrankungen sollte Östrogen untersucht werden?
→ Bei Verdacht auf eine Störung des Hormongleichgewichts hat, bei Blutungsstörungen oder gestörter Entwicklung der Geschlechtsorgane (männlich oder weiblich).
→ Zur Überwachung der Funktionstüchtigkeit der Plazenta und der fetalen Gesundheit während der Schwangerschaft.

Östrogen Untersuchung

Was wird untersucht?
Östrogen gehört zu einer Gruppe von Hormonen, die vorwiegend für die Entwicklung der weiblichen Geschlechtsorgane und sekundären Geschlechtsmerkmale verantwortlich sind. Obwohl Östrogen vorwiegend ein weibliches Geschlechtshormon ist, wird es in geringen Mengen auch bei Männern gefunden.

Bei Frauen stimuliert das Follikelstimulierungshormon (fsh; durch die Hypophysegebildet) Zellen (Follikel), die das Ei in den Ovarien (Eierstöcken) umgeben, zur Östrogenproduktion. Bei Erreichen eines bestimmten Östrogenspiegels wird aufgrund eines positiven feed-back-Mechanismus über den Hypothalamus von der Hypophyse vermehrt Luteinisierungshormon (lh) produziert, was die Ovulation (Eisprung) auslösen kann und Vorraussetzung für eine mögliche Konzeption (Befruchtung) ist.

Die wichtigsten Östrogenfraktionen sind: Östron (E1), Östradiol (E2), Östriol (E3).

  • Östron (E1) ist das vorherrschende Östrogen nach der Menopause. Es wird aus Metaboliten der Nebennieren aber auch häufig im Fettgewebe gebildet.
  • Östradiol (E2) wird bei Frauen hauptsächlich im Ovar, beim Mann in Hoden und Nebennieren gebildet. Im Normbereich liegende Östrogenspiegel unterstützen einen reibungslosen Ablauf der Ovulation, Konzeption und Schwangerschaft. Weiter sind sie für eine gesunde Knochenstruktur sowie die Regulation des Cholesterinspiegel im weiblichen Organismus von Bedeutung.
  • Östriol (E3) ist das vorherrschende Östrogen in der Schwangerschaft. Große Mengen werden in der Plazenta produziert (aus Vorläufern, die in der fetalen Nebenniere und Leber produziert werden). Ab der achten Schwangerschaftswoche beginnt der Östriolspiegel zu steigen. Er steigt weiter bis kurz vor der Geburt. Das im mütterlichen Kreislauf zirkulierende Serumöstriol wird rasch aus dem Körper ausgeschieden. Jede Östriolmessung ist eine Momentaufnahme des jeweiligen Zustand des Feten und der Plazenta. Jedoch unterliegt der Östriolspiegel auch physiologischen Schwankungen.

Das Probenmaterial

Östrogen wird mittels Blutprobe untersucht
/ frolicsomepl

Aus welchem Probenmaterial wird Östrogen bestimmt?

  • Aus einer Blutprobe aus der Armvene.
  • Im 24 h Sammelurin.
  • In seltenen Fällen aus einer frischen Speichelprobe.

Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?

Aus einer Blutprobe aus einer Armvene oder aus 24h-Sammelurin. Abhängig vom jeweiligen Labortest kann die Untersuchung selten auch aus gesammelten frischen Speichel durchgeführt werden.

Der Estrogen Test

Wie wird der Östrogen-Test eingesetzt?

Östron kann bei der Diagnose eines Ovarialkarzinoms (Eierstockkrebs), beim Turner Syndrom, beim Hypopituitarismus und beim Mann bei einer Gynäkomastie oder bei Östrogen-produzierenden Tumoren hilfreich sein.

Östradiolspiegel werden zur Bestimmung der Ovarialfunktion eingesetzt. Auch bei Mädchen mit Pubertas praecox sowie bei Männern mit Gynäkomastie kann die Bestimmung von Östradiol hilfreich sein. Die wichtigste Bedeutung spielt Östradiol jedoch in der Differentialdiagnose der Amenorrhö (wie z.B. bedingt durch Menopause, Schwangerschaft oder eine andere Ursache).

In der Reproduktionsmedizin werden in den Tagen vor einer In-vitro-Fertilisation regelmäßige Messungen zur Überwachung der Follikelreifung im Ovar notwendig. Manchmal wird Östradiol auch zur Überwachung einer Hormonersatztherapie in der Menopause gemessen.

Östriol wird zusammen mit Alpha-Fetoprotein (mütterliches afp), humanem Choriongonadotropin (hCG) und Inhibin A (ein ovarielles und plazentares Hormon) zur Abschätzung des Risikos im Hinblick auf die Austragung eines Feten mit Fehlbildungen wie z.B. dem Down-Syndrom durchgeführt.

Test – Wann sinnvoll?

Wann könnte die Bestimmung von Östrogen sinnvoll sein?

Die Bestimmung von Östron oder Östradiol (zusammen mit anderen Tests) wird veranlaßt, wenn Symptome wie Ziehen im Becken, auffallende Vaginalblutungen oder Störungen im Menstruationszyklus auftreten sowie bei einer früher oder später erwarteten Entwicklung der Geschlechtsorgane (bei Männern oder Frauen).

Auch bei Symptomen der Menopause wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Schlaflosigkeit und/oder Amenorrhö wird die Bestimmung von Östron und/oder Östradiol angefordert. Zur Überwachung einer Hormonersatztherapie kann eine Bestimmung des Östronspiegel notwendig sein.

Bei Fertilitätsstörungen wird der behandelnde Arzt vor In-vitro-Fertilisationen über den Menstruationszyklus hinweg Östradiolmessungen zur Überwachung der Follikelreifung durchführen (zeitlich bestimmt durch einen plötzlichen Anstieg des Östradiolspiegels).

In der Schwangerschaft können mehrere Bestimmungen der Östriolspiegel über eine Zeit hinweg notwendig sein, um eine Tendenz, einen Anstieg oder Abfall der Spiegel zu beurteilen. Unkonjugiertes Östriol (Östriol, dass nicht an Sexualhormon-bindendes Globulingebunden ist) wird häufig zwischen der 15. und 20. Schwangerschaftswoche als Bestandteil des Triple-Tests (zusammen mit afp und HCG) gemessen.

Das Testergebnis

Was bedeutet das Testergebnis?

Bei vielen Stoffwechselvorgängen können erhöhte oder erniedrigte Östrogenspiegel beobachtet werden. Mit Vorsicht müssen Östron-, Östradiol- und Östriolspiegel beurteilt werden, da die Spiegel von Tag zu Tag als auch während des Menstruationszyklus stark variieren können. Deshalb werden anstatt einzelner Werte eher Tendenzen, eine Zu- oder Abnahme der Hormonspiegel über einen Zeitraum beurteilt.

Im Folgenden werden Zustände und Erkrankungen beschrieben, welche mit einer Zu- oder Abnahme der Östrogenspiegel einhergehen können. Es darf nicht Vergessen werden, dass eine Diagnose nicht anhand eines einzelnen Wertes gestellt werden kann.

Der Östrogenspiegel ist während der Schwangerschaft erhöht
/ JooJoo41

Erhöhte Östrogenspiegel werden beobachtet bei:

  • Normaler Schwangerschaft
  • Pubertas praecox
  • Tumoren der Ovarien, der Hoden, der Nebenniere
  • Leberzirrhose

Erniedrigte Östrogenspiegel werden beobachtet bei:

  • Turner-Syndrom
  • Hypopituitarismus
  • Hypogonadismus
  • Nach der Menopause (Östradiol)
  • Bei ausbleibender Schwangerschaft (Östriol)
  • Stein-Leventhal Syndrom (Syndrom der polyzystischen Ovarien)
  • Anorexia nervosa (Magersucht)
  • Extremen Ausdauertraining

Wissenswertes

Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?

Die Testergebnisse aus Blut, Urin und Speichel sind nicht gegeneinander austauschbar. Der behandelnde Arzt wird die Entscheidung treffen, welches Östrogen und welches Probenmaterial für die geplante Untersuchung geeignet ist.

Darüber hinaus können Zyklusschwankungen, Krankheiten wie Hypertension (Bluthochdruck), Anämie sowie eine gestörte Leber– oder Nierenfunktion die Östrogenspiegel im Körper beeinträchtigen.

Einige Medikamente wie z.B. Kortikosteroide, Ampicillin, Medikamente die Östrogen enthalten, Phenothiazin sowie Tetrazykline können zu einem Anstieg der Östrogenspiegel führen, wie auch Glukose im Urin und Infektionen im Harntrakt. Zu den Medikamenten, die zu einer Abnahme des Östrogenspiegels führen, zählt z.B. das bei der in vitro Fertilisation (IVF) zur künstlichen befruchtung eingesetzte Clomiphen.

Hinweise & Störungen

Probenmaterial

Grundsätzlich ist für die Bestimmung aller Östrogene Serum geeignet. Östriol (E3) kann ebenfalls aus Heparinplasma bestimmt werden.

Stabilität und Probentransport

Stabilität im Serum: 3 Tage bei 4- 8°C, 1 Tag bei 20°C. Eingefroren (-20°C) sind Östrogene mindestens 1 Jahr stabil.

Referenzbereich

Die Referenzbereiche sind alters-, geschlechts- und zyklusabhängig, darüber hinaus Methoden- bzw. Verfahrensabhängig. Als Anhalt für die Referenzbereiche im Serum bei den üblich verwendeten Immunoassay-Methoden können folgende Angaben dienen:

Frauen:

  • Östron :
    • 35 – 230 ng/l prämenopausal abhängig von der Zyklusphase
    • 15 – 100 ng/l postmenopausal ohne Hormonersatztherapie
  • Östradiol :
    • 10 – 500 pg/ml prämenopausal abhängig von der Zyklusphase

Männer:

  • Östron : 20 – 80 ng/l

Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten

Die Beeinflussung des Östradiolspiegels durch orale Kontrazeptiva (Verhütungsmittel) ist zu beachten und hängt von dem jeweiligen Präparat ab.

Bei Leberzirrhose können erhöhte Östradiolwerte gefunden werden. Bei Patienten unter Therapie mit hohen Biotin-Dosen (> 5 mg/Tag) sollte die Probenentnahme mindestens 8 Stunden nach der letzten Applikation erfolgen.

In seltenen Einzelfällen können Störungen durch extrem hohe Titer von Antikörpern gegen Streptavidin sowie Ruthenium auftreten.

Proben von Patienten, die mit Impfstoffen in Berührungen gekommen sind, welche Kaninchenserum enthalten oder von Patienten, die Kaninchen als Haustiere halten, können eventuell zu falschen Ergebnissen führen.

Richtlinien zur Qualitätskontrolle

Die Qualitätskontrolle für die Östradiolbestimmung muß entsprechend der Richtlinien der Bundesärztekammer (RILIBÄK) durchgeführt werden, die Teilnahme an externen Ringversuchen ist Pflicht.

Häufige Fragen (FAQ)

Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Östrogen.

Hat jeder Mann weibliche Hormone?

Auch Männer produzieren Östrogen / Pexels

Ja, auch wenn die vorhandenen Mengen viel niedriger sind als bei Frauen, so sind sie dennoch für das hormonale Gleichgewicht sowie die Funktion anderer Drüsen von Bedeutung.

Was sind Östrogenrezeptoren?

Östrogenrezeptoren sind in Zellen bestimmter Gewebe lokalisierte Proteine, die Östrogene binden. Ein Risikofaktor für das Mammakarzinom (Brustkrebs) ist ein Übermaß an vorhandenem Östrogen. Diese übermäßige Exposition mit Östrogenen scheint das Wachstum von Karzinomzellen zu stimulieren.

Was sind Phytoöstrogene und Umweltöstrogene?

Phytoöstrogene sind östrogenähnliche Verbindungen aus pflanzlicher Quelle. Die beiden wichtigsten Gruppen sind die Isoflavone, die in Sojaprodukten enthalten sind und die Lignane, die in Getreide, einigen Früchten und Gemüse enthalten sind.

Es wird vermutet, dass diese Produkte möglicherweise eine Alternative zur Hormonersatztherapie darstellen könnten. In initial durchgeführten Studien konnte eine Besserung menopausaler Symptome wie z.B. Hitzewallungen gezeigt werden.

Jedoch werden weiterführende Untersuchungen notwendig sein.Umweltöstrogene sind chemische Stoffe, entweder natürliche (aus pflanzlicher Quelle) oder synthetisch hergestellte Verbindungen (wie das Insektizid DDT).

Sie imitieren die Effekte von Östrogen und können Ursache für Fertilitätsstörungen, übermäßiges Wachstum der Vaginalschleimhaut, vorzeitige Brustentwicklung und Verweiblichung bei jungen Männern sein. Sie neigen dazu, lange Zeit im Körper zu überdauern und werden hinsichtlich ihrer Langzeitwirkungen untersucht.

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Diese Hormone zeigen die Wechseljahre an

Am Telefon hat die Arzthelferin Ihnen die Laborwerte für FSH, Progesteron und Östrogene mitgeteilt. Aber was bedeuten sie für Ihre Gesundheit? © iStock.com/Highwaystarz-Photography

Die Wechseljahre beginnen nicht von heute auf morgen. Es ist ein schleichender Prozess, der mit dem Spiegel der Sexualhormone FSH (Follikelstimulierendes Hormon), Progesteron und Östrogen zusammenhängt und sich über Wochen und Monate verändert, ab nicht über Nacht. So werden erste Anzeichen wie ein

  • verändertes Wärmegefühl,
  • Stimmungsschwankungen oder ein
  • unregelmäßiger Zyklus

nicht als Vorboten der Wechseljahre wahrgenommen und durch Alltägliches, wie Stress in der Arbeit, eine aktuell grassierende Grippewelle oder das Wetter erklärt. Diese und weitere Symptome, wie

  • Hitzewallungen,
  • Schlafstörungen,
  • Depression,
  • Gedächtnisstörungen,
  • Beschwerden im Intimbereich,
  • Gelenk- und Muskelschmerzen,
  • trockene Augen,
  • Blasenschwäche oder
  • Spannungen in der Brust,

nehmen aber unter Umständen schnell zu und sind bei Frauen über 40 Jahren ein deutlicher Hinweis auf den Beginn der Wechseljahre.

Wechseljahre: Die ersten Symptome

Lifeline/Wochit

Symptome der Wechseljahre unter 40 – Kann das sein?

Die Symptome der Wechseljahre treten bei manchen Frauen bereits deutlich vor dem 40. Lebensjahr auf. Doch nicht immer steckt das beginnende Klimakterium – wie Mediziner bei Frauen die Jahre der hormonellen Umstellung bezeichnen – hinter Scheidentrockenheit oder plötzlich auftretendem Hitzegefühl. Organe wie die Schilddrüse, aber auch hormonproduzierende Tumore können Wechseljahrssymptome auslösen, obwohl eigentlich eine andere Erkrankung zugrunde liegt.

Um eine Krankheit als Ursache für diese Beschwerden auszuschließen oder gegebenenfalls den Beginn der Wechseljahre zu bestätigen, wird der Spiegel der dafür entscheidenden Hormone FSH, Progesteron und der Östrogene über den Hormonstatus aus dem Serum im Blut (flüssiger Bestandteil) oder auch über einen Nachweis im Urin ermittelt. Da die Eierstöcke im Laufe des Lebens immer weniger Östrogene und Progesteron produzieren, sinkt der Spiegel dieser Sexualhormone und beeinflusst zugleich die Konzentration anderer Hormone im Blut, wie die des FSH, das in der Hypophyse im Gehirn gebildet wird.

Umfrage Wann haben Sie die ersten Symptome der Wechseljahre an sich bemerkt?

Normalwerte für den Hormonspiegel der Frau als Tabelle

Die folgenden Tabellen zeigen die für den jeweiligen Lebensabschnitt zutreffenden Normwerte im Serum für die Sexualhormone FSH, Progesteron und Östradiol, das als repräsentativer Vertreter aus der Hormongruppe der Östrogene gemessen wird, die noch Ostron und Östriol miteinschließt.

Die Werte sind auf den Bevölkerungsdurchschnitt gemittelt und können durchaus auch bei Abweichungen aus dem Normbereich individuell unbedenklich sein. Aufgrund unterschiedlicher Messtechniken können sich die Referenzbereiche je nach Labor geringfügig unterscheiden.

(Einheiten: IE/L = internationale Einheiten pro Liter; ng/l = Nanogramm pro Liter; µg/l = Mikrogramm pro Liter)

Normalwerte für den Hormonspiegel vor den Wechseljahren

Normalwerte für den Hormonspiegel in den frühen Wechseljahren

Normalwerte für den Hormonspiegel in den Wechseljahren

Hormon Referenzbereich

1. Zyklushälfte

2. Zyklushälfte

FSH

> 12 IE/l

Östradiol

: < 25 ng/l

< 80 ng/l

Progesteron

< 5 µg/l

Normalwerte für den Hormonspiegel nach den Wechseljahren

Hormon Referenzbereich
FSH

23 – 116 IE/l

Östradiol

< 20 ng/l

Progesteron

< 1 µg/l

Follikelstimulierendes Hormon – FSH

Das Follikelstimulierende Hormon (FSH), auch als Follitropin bezeichnet, ist ein ein so genanntes Gonadotropin, was bedeutet, dass es direkt auf die Geschlechtsdrüsen einwirkt. Es kommt bei beiden Geschlechtern vor und wird jeweils in der Adenohypophyse, dem vorderen Lappen der Hirnanhangsdrüse (Glandula pituitaria) gebildet. Anschließend wird das FSH ins Blut abgegeben, damit es zu den Geschlechtsorganen transportiert werden kann. Die Menge an freigesetztem FSH wird im Hypothalamus – einem Abschnitt des Zwischenhirns – über ein weiteres Hormon, das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH), geregelt.

Normalwerte für FSH bei Frauen, Männern und Kindern

Bei den Referenzwerten für FSH sollte beachtet werden, dass sich diese je nach Literatur und von Labor zu Labor geringfügig unterscheiden. Ein Laborergebnis sollte immer von dem behandelnden Arzt ausgewertet und beurteilt werden.

(Einheiten: IE/L = internationale Einheiten pro Liter; ng/l = Nanogramm pro Liter; µg/l = Mikrogramm pro Liter)

Wirkung und Funktion von FSH bei Frauen

Bei Frauen wirkt FSH auf die Eierstöcke (Ovarien) und lässt dort die Eibläschen zu voll funktionsfähigen Eizellen heranreifen bis hin zum Eisprung. Im Zusammenspiel mit dem luteinisierenden Hormon (LH) regt FSH die Östrogen- und Progesteronproduktion in den Eierstöcken an. Zwischen ihnen besteht eine entgegengesetzte Wechselwirkung: Kreisen viel Östrogen und Progesteron im Blutkreislauf, schüttet die Hirnanhangsdrüse weniger FSH aus. Sinkt der Spiegel an Östrogen und Progesteron, steigt die FSH-Ausschüttung wieder.

In den Wechseljahren verlieren die Eierstöcke allmählich ihre Fähigkeit Östrogen und Progesteron zu produzieren. Dem versucht der Körper mit einer erhöhten Ausschüttung des FSH entgegenzuwirken und die Eierstöcke zur weiteren körpereigenen Herstellung der beiden Sexualhormone anzutreiben. Dies wirkt sich auf die Steuerung des Menstruationszyklus aus, der dadurch unregelmäßiger wird oder ausbleiben kann, bis hin zur Menopause, also der letzten Regelblutung. Der Körper hält den FSH-Spiegel danach noch für mehre Jahre hoch, akzeptiert aber dann schließlich doch die fehlende Rückantwort aus den Eierstöcken und fährt dann die FSH-Menge im Blut auf ein Maß leicht oberhalb der Phase vor den Wechseljahren zurück.

FSH dient als zuverlässiger Marker für den Fortschritt der Wechseljahre und zur Vorhersage der letzten Regelblutung und dem damit verbunden Eintritt der Menopause.

Wann wird der FSH-Wert untersucht?

Bei Erkrankungen, deren Ursache eine Sexualhormonstörung sein könnte, wird der FSH-Wert ermittelt. Die sind beispielsweise:

  • Entwicklungsstörungen in der Pubertät, insbesondere der Geschlechtsreife
  • unregelmäßige oder dauerhaft ausbleibende Regelblutung
  • Unfruchtbarkeit
  • Unterfunktion der Eierstöcke

Wann ist der FSH-Wert bei Frauen niedrig?

Ein erniedrigter FSH-Wert ist nicht mit einer Fehlfunktion der Geschlechtsorgane verbunden, sondern gibt Hinweise auf eine Störung am Syntheseort des Hormons im Gehirn. Mögliche Ursachen sind:

  • Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse)
  • Funktionsstörungen im Bereich des Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns)
  • Tumore im Bereich der Hypophyse
  • Magersucht
  • Stress

Wann ist der FSH-Wert bei Frauen zu hoch?

Erhöhte FSH-Wert lassen meist auf eine Fehlfunktion an den Geschlechtsorganen schließen, da die erhöhte FSH-Ausschüttung einen Hormonmangel in den Geschlechtsdrüsen kompensieren soll. Sie können aber auch durch den Menstruationszyklus bedingt und dementsprechend normal und harmlos sein. Häufige Ursachen für einen hohen FSH-Wert sind:

  • Zeitraum vor dem Eisprung (Physiologisch eher unbedenklich)
  • Zysten an den Eierstöcken (Polyzystischen Ovarien)
  • Unterfunktion der Eierstöcke (nach einseitiger operativer Entnahme oder mit Einsetzen der Wechseljahren
  • Funktionsverlust der Eierstöcke (nach beidseitiger Entnahme oder in der Menopause)

Wirkung und Funktion von FSH bei Männern

FSH steuert beim Mann die Spermienbildung (Spermatogenese). Bei Störungen der Samenreifung oder Entwicklungsstörungen in der Pubertät wird der FSH-Wert ermittelt.

Wann ist der FSH-Wert bei Männern niedrig?

Ein niedriger FSH-Wert beim Mann kann durch einen genetischen Defekt seit Geburt bedingt sein oder durch eine Schädigung im Gehirn, etwa durch einen Schlaganfall, im Bereich des Zwischenhirns ausgelöst werden. Dies führt zu:

Die Hirnanhangsdrüse (Adenohypophyse) besteht anatomisch aus Vorder-, Zwischen- und Hinterlappen. FSH wird im Vorderlappen hergestellt. © iStock.com/janulla

  • Unterfunktion der Keimdrüsen (sekundärer hypogonadotroper Hypogonadismus, etwa das Kallmann-Syndrom)
  • Störungen im Bereich von Hypothalamus (Abschnitt des Zwischenhirns) oder Hypophyse (Hirnanhangsdrüse)

Wann ist der FSH-Wert bei Männern hoch?

Auch bei erhöhten FSH-Werten können genetische Ursachen in Frage kommen. Hohe Werte sprechen aber in der Regel für eine Schädigung an den Hoden. Dies führt zu:

  • Unterfunktion der Keimdrüsen, trotz ausreichender Stimulation (primärer hypergonadotroper Hypogonadismus, etwa das Klinefelter-Syndrom)
  • Schäden an den Tubuluszellen im Hoden, etwa nach Entzündung oder durch Trauma

Die Symptome eines FSH-Mangels und deren Therapie

Ist ein FSH-Mangel genetisch bedingt und besteht seit der Geburt, kommt es zu Entwicklungsverzögerungen und -störungen mit den offensichtlichen Symptomen der Erkrankungen wie Klinefelter- oder Kallmann-Syndrom. Tritt der FSH-Magel erst verpätet auf, ist das Hautpsymptom eine dauerfhaft bestehende Unfruchtbarkeit, da bei der Frau die Eizellen und beim Mann die Spermien nicht reifen können.

Liegt die Ursache für den Magel in der Hypophyse und damit in der fehlenden Synthese von FSH, kann das Hormon chemisch hergestellt und mittels Injektion in die Blutbahn ersetzt werden. Die genau Dosierung erfordert viel Erfahrung, da zu Hohe Dosen sich negativ auf andere Hormone im Körper auswirken können oder bei Frauen zu einer gesteigerten Eizellenreifung führen und beim Eisprung gleich mehrere fruchtbare Eizellen zur Verfügung stehen. Dies kann dann zu Mehrlingsschwangerschaften führen.

Progesteron – Gelbkörperhormon

Bei Schwangeren produziert daneben der Mutterkuchen (Plazenta) Progesteron. Außerdem stellen die Nebennierenrinden sowohl bei Frauen als auch bei Männern geringe Mengen Progesteron her.

Progesteron dient dem Erhalt der Schwangerschaft

Progesteron fördert nach dem Eisprung den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch sorgt das Hormon dafür, dass eine Eizelle im Falle einer Befruchtung bei der Ankunft in der Gebärmutter einen guten Nährboden zur Einnistung vorfindet. Verläuft die Einnistung erfolgreich, setzt der Gelbkörper Progesteronproduktion fort. Das verhindert den Abbau der Gebärmutterschleimhaut und sorgt für den Erhalt der Schwangerschaft.

In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten sorgt das Hormon HCG dafür, dass nach einer Befruchtung der Eizelle der Gelbkörper erhalten bleibt. In dieser Zeit produziert der Gelbkörper weiterhin Progesteron. Erst nach Ablauf der ersten drei Schwangerschaftsmonate übernimmt die Plazenta diese Rolle. Das bewirkt, dass sich die Brustdrüsen auf die Milchproduktion vorbereiten und das Wachstum des Embryos weiter gefördert wird.

Progesteron ist zudem für die Erhöhung der Körpertemperatur nach einem Eisprung verantwortlich. Das Gelbkörperhormon bewirkt in den ersten zwei Tagen nach dem Eisprung einen Anstieg der Basaltemperatur, also der in der Schiede gemessenen Körpertemperatur beim Aufwachen, um 0,3 bis 0,6 Grad Celsius. Bleibt die Befruchtung der Eizelle aus, sinkt der Progesteronspiegel wieder ab. Das leitet die Menstruationsblutung ein.

In der zweiten Zyklushälfte steigt der Progesteronspiegel an

Die Höhe des Progesteronspiegels im Blut hängt von der Zyklusphase ab. Sie ist in der zweiten Zyklushälfte am höchsten, weil nach dem Eisprung der Gelbkörper entsteht, der das Progesteron herstellt. Während der Schwangerschaft steigt der Progesteronspiegel deutlich an. In den letzten Schwangerschaftswochen kann er bis zu zehnmal höhere Werte als in der zweiten Zyklusphase erreichen.

Normalwerte für Progesteron bei Frauen

(Einheiten: IE/L = internationale Einheiten pro Liter; ng/l = Nanogramm pro Liter; µg/l = Mikrogramm pro Liter)

Phase Referenzbereich

1. Zyklushälfte

~ 1µg/l

2. Zyklushälfte

≥ 10 µg/l

Wechseljahre

≤1µg/l

Bei Männern spielt Progesteron übrigens eine untergeordnete Rolle. Es wirkt im männlichen Körper hauptsächlich als Steuerelement für andere Stoffwechselvorgänge.

Verminderter Progesteronwert weist auf Störungen hin

Liegt der Progesteronspiegel bei Frauen außerhalb des Normbereichs, weist dies möglicherweise auf Störungen oder Krankheiten hin. Verminderte Progesteronwerte können beispielsweise entstehen:

  • bei einer Gelbkörperschwäche (Gelbkörperinsuffizienz): Dabei produziert der Gelbkörper zu wenig Progesteron. Die Folge: Es können Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit auftreten. Liegt eine Gelbkörperschwäche vor, kann die Progesteronproduktion durch die Einnahme künstlicher Hormone oder homöopathischen Arzneien angeregt werden.
  • bei Ausbleiben des Eisprungs in einem oder mehreren Zyklen.
  • bei einer Funktionsschwäche der Eierstöcke

Liegt keine Schwangerschaft vor, können erhöhte Progesteronwerte zum Beispiel auf erbliche Defekte im Hormonhaushalt hinweisen (sogenanntes androgenitales Syndrom). Außerdem kann ein Tumor an den Eierstöcken für eine Erhöhung des Progesteronspiegels verantwortlich sein.

Progesteron in der Therapie bei Wechseljahrsbeschwerden

In der Hormonersatztherapie (HET) zur Behandlung von Beschwerden der Wechseljahre kommt neben Östrogen auch Gestagen zum Einsatz. Hier kommen prinzipiell zwei Formen des Progesterons in Frage. Zum einen gibt es synthetisches, also im Labor hergestelltes Progesteron. Dieser künstliche Stoff birgt aber ein erhöhtes Brustkrebsrisiko in sich. Deshalb raten Ärzte wie der Lifeline-Experte Professor Heinz Günther Bohnet zur Verwendung eines als natürliches Progesteron bezeichneten Gestagens, das aus der Yams-Wurzel gewonnen werden kann. Da dies dem Progesteron im Körper vollkommen gleicht und entsprechend vom Körper akzeptiert wird. Das aus der Yams-Wurzel gewonnene Progesteron kann in Pulverform zu Tabletten gepresst und einfach eingenommen werden. Studien belegen, dass sich dadurch günstige Hormonspiegel erreichen lassen, die sich positiv auf die Lebensqualität der Anwenderinnen auswirken, indem sie beispielsweise beruhigend wirken oder sogar Angstzustände lösen können.

Östrogen (Estrogen) – Das wichtigste weibliche Geschlechtshormon

Östrogen wird hauptsächlich in der ersten Zyklushälfte unter dem Einfluss des follikelstimulierenden Hormons (FSH) in den Eierstöcken gebildet. In der zweiten Zyklushälfte nimmt die Östrogenproduktion wieder ab.

Normalwerte für Östrogen bei Frauen, Männern und Kindern

(Einheiten: pg/ml = Pikogramm pro Milliliter)

Was bewirken Östrogene?

Östrogene fördern die Reifung einer befruchtungsfähigen Eizelle, deren Transport und Einnistung in die Gebärmutter. Durch Östrogen wächst die Gebärmutterschleimhaut und wird gut durchblutet, der Muttermund öffnet sich und das Gebärmutterhalssekret wird durchlässig für Spermien. Östrogen signalisiert der Hypophyse die Eizellreife und löst damit indirekt den Eisprung aus.

Östrogene wirken insbesondere in der Pubertät auf das Wachstum der Brustdrüsen und auf die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale. Zusammen mit Progesteron und den Gonadotropinen sind sie für den normalen Ablauf des Menstruationszyklus verantwortlich.

Während der Schwangerschaft wird Östrogen auch in der Plazenta gebildet. Nachdem sich der Embryo in der Uteruswand eingenistet hat, sind er selbst und die Plazenta Hauptlieferanten des Östrogens. Die Östrogen- und Progesteronkonzentration erhöht sich in der Schwangerschaft schnell. Die an einem einzigen Tag während der Schwangerschaft produzierte Östrogenmenge ist genauso hoch ist wie die einer Nichtschwangeren innerhalb von drei Jahren.

Weitere Wirkungen von Östrogenen

  • Während der Entbindung fördert Östrogen die Kontraktionsbereitschaft des Uterus.
  • Beim Erwachsenen bewirkt Östrogen die Stimulation des Geschlechtstriebes.
  • Östrogen unterstützt den Knochenaufbau und wirkt sich günstig auf den Fettstoffwechsel aus.
  • Auch bei Männern werden geringe Mengen Östrogen in den Hoden und der Nebennierenrinde gebildet.
  • Östrogene sind auch in einigen Pflanzen nachgewiesen worden, wie etwa Granatapfel, Palmkerne, Weidenkätzchen.
  • Östrogene und verwandte Verbindungen wurden trotz Verbot gelegentlich in der Tiermast, besonders der Kälbermast, zur Steigerung des Masterfolges eingesetzt.
  • Nach der Menopause hört die Östrogenproduktion im weiblichen Körper auf.

Abbauprodukt von Östrogen

Östron-3-Glucuronid ist ein im Urin erscheinendes Abbauprodukt von Östrogen. Von Beginn des Zyklus an steigt die Konzentration dieses Hormons konstant an und erreicht ihren Höchstwert im Durchschnitt 24 Stunden vor dem Eisprung. Die Östrogenmenge im Urin wird von verschiedenen Zykluscomputern bei Kinderwunsch beziehungsweise zur Empfängnisverhütung nachgewiesen und ausgewertet.

Sind das die Wechseljahre? Symptome im Überblick

Warum bestimmt man Östradiol im Blut?

  • Unerfüllter Kinderwunsch bzw. Sterilität
    Abklärung der Ursache, Abschätzen der sog. Ovar-Reserve („wie viele stimulierbare Follikel sind noch in den Eierstöcken?“)
  • Bei anderen Hinweisen auf eine Funktionsstörung der Eierstöcke (Ovarial-Insuffizienz = „Eierstock-Schwäche“)
    Bei Verdacht auf eine Ovarialinsuffizienz oder zur Abklärung ihrer Ursache werden auch die Östradiolspiegel im Blut bestimmt.
    Zeichen einer Ovarialinsuffizienz sind z.B.:
    • Abnorme Regelblutungen
      Ausbleibende Blutungen (Amenorrhoe), zu seltene Blutungen (Intervall > 35 Tage; Oligomenorrhoe), zu häufige Blutungen (Intervall < 25 Tage; Polymenorrhoe), unregelmäßige Blutungen, zu schwache oder zu starke Blutungen (Hypo- bzw. Hypermenorrhoe) oder zu lange Blutungen (Menorrhagie), Schmierblutungen.
    • Abnormer Verlauf der Basaltemperatur (Temperaturkurve)
    • Abnorme FSH-, LH-Spiegel oder niedrige Progesteronspiegel
    • Abnorme Ultraschallbefunde der Eierstöcke
  • Zur Beobachtung bei Fruchtbarkeitsbehandlungen
  • Kontrolle der Hormonersatzbehandlung (Östrogenbehandlung)
  • Bei Störungen der Pubertätsentwicklung
    (d.h. bei zu früher oder bei ausbleibender Pubertät)
  • Tumordiagnostik
    Erkennung von Östradiol-bildenden Tumoren.
  • Verdacht auf Schwangerschaftskomplikationen
    Die Östradiolbestimmung wird fallweise zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt in der Frühschwangerschaft eingesetzt (etwa in der 6-12 Schwangerschaftswoche). Zu niedrige Östradiol-Werte sind dabei ein schlechtes Zeichen.
    Auch bei einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter (=extrauterine Gravidität) sind die Östradiolspiegel niedriger als bei normaler Schwangerschaft. Dies wird aber kaum zur Diagnose der extrauterinen Gravidität eingesetzt. Routinemäßig wird hierzu das HCG bestimmt.

Östradiolbestimmung zur Bestimmung der Ovar-Reserve

Während der Mann laufend Samenzellen nachbildet, wird die Frau mit einer bestimmten Anzahl Eizellen geboren. Eine Nachbildung ist nicht möglich. Diese Eizellen werden von einer Zellhülle umgeben, Eizelle plus Zellmantel wird Follikel genannt. Zum Zeitpunkt der Pubertät sind etwa 40.000 Follikel in den Eierstöcken. Jeden Monat kommt eine Eizelle zur Reifung, während andere zugrunde gehen. Das heißt, dass sich die Anzahl der noch vorhandenen Follikel laufend vermindert. Die noch vorhandenen stimulierbaren Follikel kann man als Ovar-Reserve bezeichnen.
Von der Anzahl der noch vorhandenen, stimulierbaren Follikel hängt die Erfolgschance bei Stimulationsbehandlungen (z.B. mit Clomifen, Gonadotropinen oder GnRH) und damit auch bei künstlichen Befruchtungsbehandlungen ab. Um diese Erfolgschance einzuschätzen, bestimmt man am 3. Zyklustag FSH und Östradiol. Hohe FSH-Werte (über 12 IU/l bis über 20 IU/l, je nach Bestimmungsmethode) und/oder hohe Östrogenspiegel (über 80 ng/l bzw. über 294 pmol/l) sprechen für eine geringe Ovar-Reserve und damit für eine geringe Erfolgschance bei der Stimulationsbehandlung.
Warum spricht ein hoher Östradiolwert eigentlich für eine geringere Anzahl stimulierbarer Follikel, wo das Östradiol doch in den Follikeln produziert wird?
Ein Wert über 80 ng/l bereits am 3. Zyklustag ist eine abnormale, frühzeitige Östradiolerhöhung, wie sie aus verschiedenen Gründen bei älteren Frauen vorkommt. Wahrscheinlich wird durch das erhöhte FSH frühzeitig ein bestimmter Follikel zum dominanten Follikel und dieser produziert dann frühzeitig größere Östradiolmengen (Speroff, Clinical Gynecologic endocrinology and infertility, 2005).

Östradiolbestimmung zur Beobachtung einer Fruchtbarkeitsbehandlung

Zu den Behandlungsmöglichkeiten bei unerfülltem Kinderwunsch gehören die Anregung des Follikelwachstums in den Eierstöcken mit Clomifen, Gonadotropinen oder GnRH (sog. Stimulationsbehandlungen). Besonders die Clomifen- und die Gonadotropinbehandlung müssen mit regelmäßigen Östradiolbestimmungen im Blut überwacht werden. Zu hohe Östradiolspiegel zeigen das Risiko von Mehrlingsschwangerschaften oder das Risiko für das sog. Überstimulationssyndrom (eine gefürchtete Komplikation der Stimulationsbehandlungen) an.

Kontrolle der Hormonersatzbehandlung (Östrogenbehandlung)

Nicht immer wird eine Messung des Östradiolspiegels bei der Hormonersatztherapie notwendig sein. Empfohlen wird eine Messung z.B.

  • bei Verdacht auf Über- oder Unterdosierungen (diese sind ohne Hormonbestimmung manchmal nicht eindeutig voneinander zu unterscheiden)
  • zur Beruhigung einer Patientin, die sich unterdosiert (oder seltener überdosiert) fühlt.

Anhaltspunkte zur Beurteilung des Östradiolspiegel bei der Hormonersatzbehandlung:

  • Als Richtwert für eine passende Dosierung gilt eine Östradiolkonzentration von 40-100 ng/l (= 147-367 pmol/l) bei Östrogeneinnahme am Abend vor dem (morgendlichen) Ambulanzbesuch.
    Auf Grund der unterschiedlichen Ergebnisse verschiedener Labortests für Östradiol wird empfohlen, die Bestimmung immer im selben Labor durchführen zu lassen (Speroff, Clinical Gynecologic endocrinology and infertility, 2005).
  • Sind Beschwerdebilder unter Hormonersatztherapie nicht zuzuordnen, spricht ein Östradiolspiegel unter 35 ng/l (= 128 pmol/l) für Folgen eines Östrogenmangels, während Spiegel über 100 ng/l (= 367 pmol/l) für Überdosierungserscheinungen sprechen.
    (Ortmann, in: Klinische Endokrinologie für Frauenärzte, 2005)
  • Sind die Östradiolspiegel 2-3h nach der Tabletten-Einnahme unter 50 ng/l (= 184 pmol/l), spricht dies für eine ungenügende Aufnahme über den Darm.
    (Ortmann, in: Klinische Endokrinologie für Frauenärzte, 2005)

Die Beurteilung des gemessenen Östradiol-Wertes ist aber gar nicht einfach. Man muss dabei berücksichtigen:

Welches Präparat wurde verwendet und mit welcher Methode hat man es gemessen?
Manche Tests messen ausschließlich Östradiol, andere erfassen auch ähnliche Östrogene. Bei Einnahme von Pferde-Östrogenen wird eine Messmethode, die nur Östradiol bestimmt, die Wirkung der eingenommenen Östrogene unterschätzen (gewissermaßen einen zu geringen Spiegel anzeigen). Nimmt eine Frau nicht Östradiol sondern Östriol ist ein Östradiolmessung völlig sinnlos.

Wie wurde das Östradiol verabreicht und wann war die letzte Verabreichung?
Schluckt man das Östradiol-Tabletten dann kann man den höchsten Östradiolspiegel nach ca. 2-3h beobachten. Nachher sinkt der Spiegel wieder ab.

Östradiolbestimmung bei vorzeitiger oder ausbleibender Pubertät

Pubertas praecox (vorzeitige Pubertät)
Das Auftreten von bestimmten Geschlechtsmerkmalen vor dem 8. Geburtstag (meist verbunden mit einem beschleunigten Wachstum) wird bei Mädchen als vorzeitige Pubertät angesehen. Verantwortlich dafür sind vorzeitig erhöhte Östrogenspiegel, z.B. Östradiolspiegel.
Näheres zur Diagnostik der vorzeitigen Pubertät finden Sie im Abschnitt FSH, LH.

Ausbleibende Pubertät
(ungenau auch als Pubertas tarda bezeichnet)
Bei Verzögerungen der geschlechtlichen Entwicklung wie z.B. dem Ausbleiben der Brustknospung bis zum Alter von 13.5 Jahren (=Pubertas tarda) oder beim Nichteintreten der Regelblutung bis zum 16. Geburtstag (=primäre Amenorrhoe) wird häufig ein niedriger Östradiolspiegel zu beobachten sein.
Über die möglichen Ursachen siehe Abschnitt Verminderung.

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