Ostergedicht für kindergartenkinder

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Die schönsten Sprüche zu Ostern

Ostern ist das Fest der Auferstehung, der Liebe und der Freude. Im Christentum ist es das höchste Fest, denn an diesem Tag wird die Auferstehung gefeiert. Dieses zentrale Fest zeigt der christlichen Glaubensgemeinde, dass es auch nach dem Tod ein Leben gibt. Somit gibt es auch Hoffnung. Natürlich ist die Auferstehung Glaubenssache.

Seit vielen Jahren ist das Osterfest auch ein sehr kommerzieller Anlasse. In den Geschäften boomt der Handel mit Schoko-Osterhasen und anderen leckereien, Insbesondere in den letzten Jahren werden zu Ostern auch grössere Geschenke an Kinder gemacht (Spielkonsolen, Fahrräder, etc),

Ein sehr schöner Brauch ist es, sich an Ostern mittels WhatsApp, SMS oder Kärtchen ein schönes Osterfest zu wünschen. Auf unserer Seite finden Sie entsprechende Sprüche zu Ostern, die Sie für verschiedene Zwecke verwenden können.

Ostersprüche – Sprüche zu Ostern

Spruch #1:

Es ist das Osterfest alljährlich
für den Hasen recht beschwerlich.

Wilhelm Busch

Spruch #2:

Ostern ist die Zeit des Schenkens und des aneinander Denkens. Zwar kein Auto, zwar kein Nerz – dafür eine Nachricht mit viel Herz. Frohe Ostern!

Spruch #3:

Im Licht der Ostersonne bekommen die
Geheimnisse der Erde ein anderes Licht.

Friedrich von Bodelschwingh

Spruch #4:

Ostern, Ostern, Auferstehen.
Lind und leis`die Lüfte wehn.
Hell und froh die Glocken schallen:
Osterglück den Menschen allen!

Spruch #5:

Da seht aufs neue dieses alte Wunder:
Der Osterhase kakelt wie ein Huhn
und fabriziert dort unter dem Hollunder
ein Ei und noch ein Ei und hat zu tun.

Kurt Tucholsky

Spruch #6:

Kleinen Blumenstrauss für dich, unbedeutend an für sich.
Nur damit du nicht vergisst, dass heute Ostersonntag ist.

Spruch #7:

Frühling wird es weit und breit,
und die Häschen stehen bereit.
Sie bringen zu der Osterfeier
viele bunt bemalte Eier.

Spruch #8:

Ich schick` einen bunten Schokogruss und einen süssen Sonnenkuss,
weil ich dich zuckergerne mag – hab`einen schönen Ostertag!

Spruch #9:

Alles Gute, nur das Beste,
gerade jetzt zum Osterfeste!
Möge es vor allen Dingen:
Freude und Entspannung bringen!

Spruch #10:

Wenn die Schokolade keimt,
wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
„Glockenklingen“ sich auf
„Lenzes Schwingen“ endlich reimt,
und der Osterhase hinten auch schon presst,
dann kommt bald das Osterfest.

Joachim Ringelnatz

Spruch #11:

Wer Ostern zu viele Eier sucht,
hat Weihnachten die Bescherung!

Volksmund

Spruch #12:

Das weiss ein jeder, wer’s auch sei,
gesund und stärkend ist das Ei.

Wilhelm Busch

Spruch #13:

Wird es nun bald Ostern sein?
Kommt hervor, ihr Blümelein,
komm hervor, du grünes Gras
komm herbei, du Osterhas!
Komm doch bald und fehl mir nicht,
bring auch deine Eier mit.

Volksmund

Spruch #14:

Ostern hier und Ostern da,
ich wünschte ich wäre bei dir, ganz nah!
Ostern hin und Ostern her,
ohne dich fällt mir das Leben schwer!

unbekannt

Spruch #15:

Was hoppelt da im grünen Gras,
mein Kind es ist der Osterhas,
flink versteckt er Ei um Ei
und auch für dich ist eins dabei!

Volksmund

Spruch #16:

Wo die Weidenkätzchen blühen,
und die Hasen hoppeln,
ist das Feld so grün,
so grün wie die Frühlingskoppeln.
Ein Hase aber ist dabei,
der bringt auch dir ein Osterei!

Spruch #17:

Wird es nun bald Ostern sein?
Kommt hervor, ihr Blümelein,
komm hervor, du grünes Gras
komm herbei, du Osterhas!
Komm doch bald und fehl mir nicht,
bring auch deine Eier mit.

Wir wünschen Ihnen ein frohes Osterfest.

Ostergedichte und Sprüche für grosse und kleine Kinder

Schöne Gedichte rund um die Osterzeit für gross und klein. Kurze und lustige, bekannte klassische und neue moderne Ostergedichte und Sprüche. Für Schule, Kindergarten oder Geschenke.

Wie alles hüpft und hoppelt

Der Charmeur

Am See da sitzt allein Herr Hase
und bohrt gerade in der Nase.
Da kommt Frau Hase mit einer Vase,
pflückt Blümchen und sieht den Hasen.
Freundlich sagt sie: Guten Tag Herr Hase.
Sofort hört er auf zu bohren in der Nase:
Guten Tag liebste Frau Hase,
schöne Blümchen haben sie in der Vase.
Alter Schmeichler denkt Frau Hase
und senkt doch ganz verlegen ihre Nase.
Zu den Blümchen bückt sich nun Herr Hase:
Nur für Sie gepflückt, liebste Frau Hase,
ein Blümchen aus dem Grase.
(© Monika Minder)

Ostereier suchen

Der Osterhas spielte wieder verstecken,
Eier hier und dort und zuhinterst in der Hecke.
Die Kinder lachen und kreischen, rennen und robben
durch das feuchte Gras mit ihren Nasenpoppeln.
Jeder sucht und findet seinen Hasen, sein Ei.
Danach geht’s knallvergnügt wieder heim.

(© Beat Jan)

Osterlied

Es huscht der Hase

Es huscht der Hase von Haus zu Haus,
er klopft nicht, geht nur geradeaus.
Leise legt er seinen Blumestrauss
in ein Versteck vor jedes Haus.
Ungesehen trippelt er wieder landaus,
für sein Geschenk will er keinen Applaus.
Ein bisschen Liebe den Menschen,
er wünschte sich mehr Seinesgleichen.
(© Monika Minder)

Nasen oder Ohren?

Wenn er doch endlich käme,
der Hoppler mit den bunten Schönen,
mit den feinen Schokohasen,
die mit den langen Nasen –
ups, oder waren das vielleicht Ohren?
Egal, in denen kann man auch bohren.

(© Beat Jan)

Schneeglöckchen und Häschen

Ein Schneeglöcken
bimmelt so vor sich hin,
ein Häschen kommt gehoppelt
und schnuppert an ihm.
Schneeglöcken freut sich
wie ein kleines Kind,
bimmelt gleich doppelt
im warmen Frühlingswind.
(© Monika Minder)

Fröhliche Ostern

Ei, ei!
In einer Reih
legen die fleissigen Hasen
wohl auf den grünen Rasen

hervorragend bunte Ostereier –
denn der freie Handel wird stets freier,
und so legt denn heuer das Hasensyndikat
über acht Stunden von früh bis abends spat.
Wenn wir Menschen uns aber die Eier begucken:

ja, was haben die Hasen nur diesmal für Mucken?
Da steht „Räterepublik“ auf einem Ei geschrieben,
das ist um und um mit brandroter Farbe eingerieben.
Auf einem steht: „Uns Nationalen gehts zuzeit sehr mau!“
Und dieses Ei ist mit Recht ganz und gar knallblau.

Und auf einem ist zu lesen, dass so weiss wie dies Ei
auch die Unschuld der Herren alldeutschen Kriegspolitiker sei.
Und wieder auf einem steht gross und dick und kühn:
„Deutschlands Zukunftshoffnung“ – und das ist grün.
Und es sagte mir eines der kleinen Hasentierchen:

„Dir und deinen lieben Deutschen zum Pläsierchen
täte ich gern etwas gegen den innern Krieg –
denn ich kleiner Hase, ich liebe die deutsche Politik!“
Und ich sagte: „Herr Hase, meinetwegen!
Also: dann müssen Sie Rühreier legen!“

Na, finden Sie vielleicht was dabei?
Allerseits: Fröhliche Ostern!
Ei, ei! Ei, ei!

(Theobald Tiger, 1890-1935, Pseudonym von Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller)

Die Hasen sind los

Ich tret gleich in den Supermarkt,
denn dort sind jetzt die Hasen los.
Braun und weiss und stark
in ultraleuchtend grünem Gras.
Wie kitschig denk ich bloss,
was ist nur mit den Herstellern los?
Farbstoff und Chemie bis ins Hasenmark,
nur gesunde Schokolade macht wirklich stark.
(© Monika Minder)

Er hat lange Ohren

Er hat lange Ohren
und kommt gehoppelt daher,
manchmal gefahren
im Strassenverkehr.
Er verteilt gerne Eier
und liebe Worte.
Manchmal bleibt er zur Feier
und isst ein Stück Torte.
(© Monika Minder)

Mit einem Strauss voll Glück im Arm

Mit einem Strauss voll Glück im Arm
kommt der Osterhas den Weg entlang.
Er grüsst mit seinem Stoppelschwänzchen
und macht mit jedem Bäumchen ein klein Tänzchen.
Dann dreht er sich auf seinem grossen Schuh,
winkt noch einmal, und wirft dir ein Blümchen zu.
(© Monika Minder)

Charmanter Osterhas

Der Osterhast wartet auf die Henne.
Sie hat sich wieder mal verpennt.
Als sie endlich kommt, küsst er sie charmant auf den Mund:
„Sie kommen grad zur rechten Zeit Madame,
ich warte seit kaum mehr als einer Stund.“
(© Monika Minder)

Auferstanden

Ein Küken nach dem andern
drängt sich aus der Eierschale.
Wie all die Blumen und die Gräser,
die sich im Frühling aus dem Boden wagen.
Noch einer ist wie alle andern
auferstanden zu neuem Leben,
um zu neuen Ufern zu wandern
und Liebe weiterzugeben.
(© Monika Minder)

Mutter sass als Osterhase

Mutter sass als Osterhase
oft in einer Seifenblase.
Sie schwebte hoch, sie schwebte weit
hin über meine Kinderzeit.
Fliege, fliege, Seifenblase,
dass ich selbst als Osterhase
oder auch als Weihnachtsmann
zu den Kindern fliegen kann.
(© Wolfgang Buschmann 1943)

Aus: Der Stuhl als Pferd und umgekehrt, Kinderbuchverlag Berlin 1982.

Gedicht hier veröffenticht mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Buschmann.

Henne und Osterhas

Es lag vorm Haus im grünen Gras
Die Henne mit dem Osterhas.
Sie kicherten und machten Witze
Ostern ist doch einfach spitze.
(© Monika Minder)

Leise zieht ein Frühlingslied

Leise zieht ein Frühlingslied
Zieht sich sanft durch mein Gemüt.
Leise zieht die Lieb ihr Lied
Singt ein Auferstehungslied.
(© Monika Minder)

Das Osterfest

Wie immer ist das Osterfest
Für Has‘ und Henn‘ ein grosser Test.
Sie legen Eier um die Wette
Und werden dabei immer fetter.
(© Monika Minder)

> mehr Ostersprüche

Gestern sah ich tief im Tann

Gestern sah ich tief im Tann
Weihnachtshas und Ostermann.
Der Ostermann versteckte inmitten
blühender Sträucher einen Schlitten.
Der Weihnachtshas zog seine Rute
und sprach zu Anne: Sing, meine Gute!
Sie sang das Lied vom sonnigen Mai
und kriegte dafür ein Weihnachts-Ei.
(© Wolfgang Buschmann 1943)

Gedicht hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Buschmann.

Bald ist Ostern wieder vorbei

Bald ist Ostern wieder vorbei
Und lange gibts kein Osterei.
Doch Veilchen duften unter Bäumen
Und Hennen legen immer Eier.
Im Herzen tragen wir die Frühlingswonne
Und freuen uns an jedem Tag mit Sonne.
(© Monika Minder)

Wir wollen Eier färben

Kinder, kommt! wir wollen Eier färben,
Ostern ist schon bald.
Nach alter Tradition mit Zwiebelschalen,
die wir schon lange aufbewahren.
Kinder, kommt! wir wollen Eier färben,
Ostern ist schon bald.
Gummibändchen um die Eier legen,
Gräser, Blätter um die Eier weben.
Kinder, kommt! wir wollen Eier färben,
Ostern ist schon bald.
Weisse Eier kochen im braunen Sud,
helle Streifchen gibt’s im Nu.
(© Monika Minder)

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Klassische bekannte gemeinfreie Ostergedichte

Die Henne

Es war mal eine Henne fein,
Die legte fleissig Eier;
Und pflegte denn ganz ungemein
Wenn sie ein Ei gelegt zu schrein,
Als wär im Hause Feuer.
Ein alter Truthahn in dem Stall,
Der Fait vom Denken machte,
Ward bös darob, und Knall und Fall
Trat er zur Henn und sagte:
„Das Schrein, Frau Nachbarin, war eben nicht vonnöten;
Und weil es doch zum Ei nichts tut,
So legt das Ei, und damit gut!
Hört, seid darum gebeten!
Ihr wisset nicht, wie’s durch den Kopf mir geht.“
„Hm!“ sprach die Nachbarin, und tät
Mit einem Fuss vortreten,
„Ihr wisst wohl schön, was heuer
Die Mode mit sich bringt, Ihr ungezognes Vieh!
Erst leg ich meine Eier,
Denn rezensier ich sie.“
– Matthias Claudius 1740-1815, deutscher Dichter –

Da seht aufs neue dieses alte Wunder:
Der Osterhase kakelt wie ein Huhn
und fabriziert dort unter dem Holunder
ein Ei und noch ein Ei und hat zu tun.
Und auch der Mensch reckt frohbewegt die Glieder –
er zählt die Kinderchens: eins, zwei oder drei …
Ja, was errötet denn die Gattin wieder?
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!
Der fleissige Kaufherr aber packt die Ware
ins pappne Ei zum besseren Konsum:
Ein seidnes Schnupftuch, Nadeln für die Haare,
die Glitzerbrosche und das Riechparfum.
Das junge Volk, so Mädchen wie die Knaben,
sucht die voll Sinn versteckte Leckerei.
Man ruft beglückt, wenn sies gefunden haben:
Ei, ei, ei
ei, ei
ei!
Und Hans und Lene steckens in die Jacke,
das liebe Osterei – wen freut es nicht?
Glatt, wohlfeil, etwas süsslich im Geschmacke,
und ohne jedes innre Gleichgewicht.
Die deutsche Politik… Was wollt ich sagen?
Bei uns zu Lande ist das einerlei –
und kurz und gut: Verderbt euch nicht den Magen!
Vergnügtes Fest! Vergnügtes Osterei!
(Kurt Tucholsky 1890-1935, deutscher Journalist, Schriftsteller)

Die ganze Welt Herr Jesus Christ

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.
Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum zu blühen fangen an.
So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.
Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein` neuen Schein.
Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.
(Friedrich Spee, 1591-1635, deutscher Lyriker, Schriftsteller)

Osterhas

Osterhas‘, Osterhas‘,
leg uns recht viel Eier ins Gras,
trag sie in die Hecken,tu sie gut verstecken,
leg uns lauter rechte
leg uns keine schlechte,
lauter bunte, unten und oben,
dann wollen wir dich bis Pfingsten loben!
(Victor Blüthgen, 1844-1920, deutscher Dichter, Schrifsteller)

Henne oder Ei

Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen –
wohl die Henne, wohl das Ei!
Wäre das so schwer zu lösen –
erstlich ward ein Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen –
darum hat´s der Has` gebracht!
(Eduard Mörike, 1804-1875, deutscher Lyriker)

Fünf Hasen, die sassen
beisammen dicht,
es machte ein jeder
ein traurig Gesicht.
Sie jammern und weinen:
Die Sonn will nicht scheinen!
Bei so vielem Regen,
wie kann man da legen
den Kindern das Ei?
O weih, o weih!
Da sagte der König:
So schweigt doch ein wenig!
Lasst Weinen und Sorgen,
wir legen sie morgen!
(Heinrich Hoffmann, 1809-1854, deutscher Lyriker, Kinderbuchautor)

Has, Has, Osterhas,
Wir möchten nicht mehr warten!
Der Krokus und das Tausendschön,
Vergissmeinnicht und Tulpe stehn
Schon lang in unserm Garten.
Has, Has, Osterhas
Mit deinen bunten Eiern!
Der Star lugt aus dem Kasten raus,
Blühkätzchen sitzen um sein Haus;
Wann kommst du Frühling feiern?
Has, Has, Osterhas,
Ich wünsche mir das Beste!
Ein grosses Ei, ein kleines Ei
Und ein lustiges Dideldumdei,
Alles in einem Neste!
(Paula Dehmel, 1862-1918, deutsche Schriftstellerin)

Ich schenke dir ein Osterei

Ich schenke dir ein Osterei.
Wenn du’s zerbrichst,
So hast du zwei.
Eia, eia, Ostern ist da!
Häslein in den Ecken
Wird was vestecken.
Wir wollen suchen
Eier und Kuchen.
Eia, eia, Ostern ist da!
(Volksgut)

Unterm Baum im grünen Gras

Unterm Baum im grünen Gras
Sitzt ein kleiner Osterhas‘!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
Macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
Und ein kleiner frecher Spatz
Schaut jetzt nach, wa denn dort sei.
Und was ist’s? Ein Osterei!
(Emanuel Geibel 1815-1884, deutscher Lyriker)

Hei, juchhei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort!
Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei ! Dort ein Ei!
Bald sind’s zwei und drei!
Wer nicht blind, der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen bald zur Schau.
Und ich sag’s, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei:
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.
(Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1798-1874, deutscher Lyriker)

In der schönen Osterzeit

In der schönen Osterzeit,
wenn die frommen Bäckersleut,
viele süsse Zuckersachen
backen und zurechtmachen,
wünschten Max und Moritz auch
sich so etwas zum Gebrauch.
(Wilhelm Busch 1832-1908, sechster Streich)

Oster- und Pfingstgedicht

Wenn’s an Pfingsten regnet

Oben aus dem Fahnenhaus
Guckt das schwarze Wettermännchen raus,
Spreizt die Beine und grinst uns an;
Schäme dich, alter Wettermann!
Am Ostersonntag, vor sieben Wochen,
Hast du dem Fritze fest versprochen,
Dass zu Pfingsten, im Monat Mai,
Das allerschönste Wetter sei.
Und nun regnets, liebe Not,
Alle hellen Blüten tot,
Sie liegen da wie nasser Schnee,
Auf den Wegen steht See an See;
Ja, wenn wir schon drinnen baden könnten,
Wie die Spatzen oder die Enten!
Wir dürfen aber garnicht raus,
Sehn so mucksch wie Maulwürfe aus;
Röch nicht der Kuchen so lecker her,
Wüsst man gar nicht, dass Feiertag wär.
Nicht mal die Pfingstkleider kriegt man an;
Schäme dich, schwarzer Wettermann!
(Paula Dehmel 1862-1918, deutsche Schriftstellerin)

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Schöne Oster- und Frühlingsgedichte.
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Unterricht – Wissen

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Infos und Wissen bei Wikipedia.
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Eins, zwei, drei, fertig ist das Osterei!
Der Hase mit der roten Nase:
Vierfarbiges Papp-Bilderbuch

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Die zehn schönsten Ostergedichte für Kinder

Der Frühling hat viele namhafte Schriftsteller inspiriert, grossartige Gedichte zu verfassen. Viele Ostergedichte, die sich rund um das fröhliche und farbenfrohe Osterfest ranken, sprechen auch Kinder an. Wir haben die zehn schönsten Ostergedichte für Sie zusammengestellt.

Gedichte drücken Osterfreude aus. Bild: Ingram Publishing-Thinkstock

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Von Sigrid Schulze

Osterhas‘ – Gras, Meise – leise, versteckt – entdeckt: Ist es nicht erstaunlich, wie ähnlich viele Worte klingen? Kinder können stundenlang nach Reimen suchen. Kein Wunder, dass ihnen Gedichte Freude machen, in denen es von Reimen wimmelt. Gedichte drücken auch Stimmungen aus. Beim Hören und Aufsagen der Verse lässt sich staunen und träumen, oft auch lachen. Fröhliche Ostergedichte zum Lesen, Vorlesen und Auswendiglernen sprechen Kinder besonders an. Die zehn schönsten Ostergedichte finden Sie hier:

Das Osterei

Hei, juchhei! Kommt herbei!
Suchen wir das Osterei!
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort!

Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei ! Dort ein Ei!
Bald sind’s zwei und drei!

Wer nicht blind, der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen bald zur Schau.

Und ich sag’s, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei:
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Der April

Der Regen klimpert mit einem Finger
die grüne Ostermelodie.
Das Jahr wird älter und täglich jünger.
O Widerspruch voll Harmonie!

Der Mond in seiner goldnen Jacke
versteckt sich hinter dem Wolken-Store.
Der Ärmste hat links eine dicke Backe
und kommt sich ein bisschen lächerlich vor.
Auch diesmal ist es dem März geglückt:
er hat ihn in den April geschickt.

Und schon hoppeln die Hasen,
mit Pinseln und Tuben
und schnuppernden Nasen,
aus Höhlen und Gruben
durch Gärten und Strassen
und über den Rasen
in Ställe und Stuben.

Dort legen sie Eier, als ob’s gar nichts wäre,
aus Nougat, Krokant und Marzipan.
Der Tapferste legt eine Bonbonniere,
er blickt dabei entschlossen ins Leere –
Bonbonnieren sind leichter gesagt als getan!

Dann geht es ans Malen. Das dauert Stunden.
Dann werden noch seidene Schleifen gebunden.
Und Verstecke gesucht. Und Verstecke gefunden:
Hinterm Ofen, unterm Sofa,
in der Wanduhr, auf dem Gang,
hinterm Schuppen, unterm Birnbaum,
in der Standuhr, auf dem Schrank.

Da kräht der Hahn den Morgen an!
Schwupp sind die Hasen verschwunden.
Ein Giebelfenster erglänzt im Gemäuer.
Am Gartentor lehnt und gähnt ein Mann.
Über die Hänge läuft grünes Feuer
die Büsche entlang und die Pappeln hinan.
Der Frühling, denkt er, kommt also auch heuer.
Er spürt nicht Wunder noch Abenteuer,
weil er sich nicht mehr wundern kann.

Liegt dort nicht ein kleiner Pinsel im Grase?
Auch das kommt dem Manne nicht seltsam vor.
Er merkt gar nicht, dass ihn der Osterhase
auf dem Heimweg verlor.

Erich Kästner (1899-1974)

Das Häslein

Unterm Schirme, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige rann
reicher Sommerregen.

Plötzlich rauscht das nasse Gras –
stille! Nicht gemuckt! –
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has‘ …

Dummes Häschen,
bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?

Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
Ohren, weit zurückgelegt,
Miene, schlau zufrieden.

Ohne Atem lieg ich fast,
lass die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
meine Stiefelspitzen …

Um uns beide – tropf – tropf – tropf –
traut eintönig Rauschen …
Auf dem Schirmdach – klopf – klopf – klopf …
Und wir lauschen … lauschen …

Wunderwürzig kommt der Duft
durch den Wald geflogen;
Häschen schnuppert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen;

Schiebt gemächlich seitwärts, macht
Männchen aller Ecken …
Herzlich hab ich aufgelacht –
Ei, der wilde Schrecken!

Christian Morgenstern (1871-1914)

  • 1. Teil Die zehn schönsten Ostergedichte für Kinder
  • 2. Teil Ostergedichte für Hasen, Küken und Co.

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Zitate

Schöne und witzige Poesie, Reime und Verse für die Osterzeit, für Kinder und Erwachsene, moderne und klassische Ostergedichte und kurze Ostersprüche.

Es war einmal ein Osterhas

Es war einmal ein Osterhas,
der sah ein kleines Veilchen im grünen Gras.
Er bückte sich und sagte leis:
Liebes Veilchen, ich lass dich gern am Leben sein,
ich esse nämlich lieber ein Osterei.
(© Monika Minder)

Schokolade ist das gelbe vom Ei.

(© M.B. Hermann)

Bürzel nach oben

Bürzel nach oben
Ohren nach unten
Hase unter Ohren
bürzelt sich munter.
(© Monika Minder)

Zum Frühstück ein Ei, zum Mittag zwei Zweier, zum Abend drei Eier-Likör.

(© Beat Jan)

Es lag vorm Haus im grünen Gras
Die Henne mit dem Osterhas.
Sie kicherten und machten Witze
Ostern ist doch einfach spitze.
(© Monika Minder)

Glück ist, wenn man trotzdem hoppelt.

(© M.B. Hermann)

Osterglück

Huhn gehüpft
Ei geschlüpft
Has verrückt
Osterglück!
(© Monika Minder)

Rose und Flieder

Es sprach die Rose zu dem Flieder:
Ostern kommt bald wieder,
lass uns blühen, lass uns lieben,
lass erwachen unsre Triebe,
lass die Hände uns gen Himmel strecken
und den Frühling in uns neu erwecken.
(© Monika Minder)

Liebe geht durch den Magen. Ostern auch.

(© Beat Jan)

Die Häschen

Die Häschen sind los,
tragen Eier im Schoss,
legen sie ins kühle Ostermoos.
Schnell weg hier bloss!

(© Beat Jan)

Zu Weihnachten getanzt im Schnee, zu Ostern Frost im Zeh.

(Wilhelm Busch, 1832-1908)

Der Himmel singt von Liebe

Es singt der Himmel jetzt von Liebe.
Has und Henne sind getrieben.
Die Eier wollen in den Blumen liegen,
damit alle Kinder eines kriegen.
(© Monika Minder)

Es war einmal ein kleiner Has

Es war einmal ein kleiner Has,
der wünschte sich ein Ei im Gras.
Er sah die Henne gackern
und schwupps war schon ein Ei gebacken.
(© Monika Minder)

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Lieben, irren, schwirren, was wär das Leben ohne Wirren?

(© Monika Minder)

Alles fängt zu blühen an

Alles fängt zu blühen an,
es singt von fern die Nachtigall.
Die Kinder warten auf den Weihnachtsmann.
doch zuerst kommt noch der Osterhase dran.
(© Monika Minder)

Unsere Eltern erzählen uns vielleicht einen Quatsch! Der Weihnachtsmann ist der Papa, der Osterhase auch. Und das mit dem Klapperstorch ist auch nicht wahr, weil wir vom Affen abstammen.

(Alfred Edmund Brehm, 1829-1884)

Endlich wacht die Erde gähnend auf

Endlich wacht die Erde gähnend auf,
Schneeglöckchen schauen zur Sonne hinauf.
Aus dem Gras, da hüpft ein kleines Häschen,
Stubst das Glöckchen mit dem Näschen:
„He, kling doch mal du schönes Glöckelein,
ich freute mich und würde glücklich sein.“
© Monika Minder)

Die Henne trägt allein ihr grosses schweres Ei

Die Henne trägt allein ihr grosses schweres Ei,
da kommt ein Has gehopelt, geht nicht an ihr vorbei
Und sagt: komm liebe Henne, ich trage dir das Ei.
Von nun an gingen sie den schweren Weg zu zwein.
Denn niemals kommt ein Anfang so von ganz allein,
es muss schon Liebe im Herzen sein.
(© Monika Minder)

© Bild Monika Minder, darf privat u. geschäftlich=nicht im Internet=nicht kommerziell (z.B. für Karten, Mails, Basteln) gratis genutzt werden.

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Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören. Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.
(Peter Kuzmic)

Ostersprüche und Zitate

Leben neu erfinden

Ostern hat das Leben neu erfunden,
nur wir machen immer gleich weiter.
(© Monika Minder)

Ostern ist

Ostern ist das neue Gelbimweiss,
buntherum mit Klimbimscheiss.

(© Beat Jan)

Goldene Eier

Viele wünschten sich goldene Eier zu Ostern,
sie küssen aber die falschen Hennen.
(© Monika Minder)

Die Muse

Die Muse küsst den Hasen.
Es ist Osterphase.

(© Beat Jan)

Gesund und stärkend

Das weiss ein jeder, wers auch sei,
gesund und stärkend ist das Ei.
– Wilhelm Busch 1832-1908, deutscher Dichter –

Bekannte und klassische lustige Ostergedichte

Ostern

Da ist nun unser Osterhase-!
Er stellt das Schwänzchen in die Höh
und schnuppert hastig mit der Nase
und tanzt sich einen Pah de döh!
Dann geht er wichtig in die Hecken
und tut, was sonst nur Hennen tun.
Er möchte sein Produkt verstecken.
um sich dann etwas auszuruhn.
Das gute Tier-! Ein dicker Lümmel
nahm ihm die ganze Eierei
und trug beim Glockenbammelbimmel
sie zu der Liebsten nahebei.
Da sind sie nun. Bunt angemalen
sagt jedes Ei: „Ein frohes Fest!“
Doch unter ihren dünnen Schalen
liegt, was sich so nicht sagen lässt.
Iss du das Ei! Und lass dich küssen
zu Ostern und das ganze Jahr …
Iss nur das Ei! und du wirst wissen
was drinnen in den Eiern war-!
– Kurt Tucholsky 1890-1935, deutscher Schriftsteller –

Wenn die Schokolade keimt

Wenn die Schokolade keimt,
Wenn nach langem Druck bei Dichterlingen
„Glockenklingen“ sich auf „Lenzesschwingen“
Endlich reimt
Und der Osterhase hinten auch schon presst,
Dann kommt bald das Osterfest.
– Joachim Ringelnatz 1883-1934, deutscher Schriftsteller –

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Has, Has, Osterhas,
Wir möchten nicht mehr warten!
Der Krokus und das Tausendschön,
Vergissmeinnicht und Tulpe stehn
Schon lang in unserm Garten.
Has, Has, Osterhas
Mit deinen bunten Eiern!
Der Star lugt aus dem Kasten raus,
Blühkätzchen sitzen um sein Haus;
Wann kommst du Frühling feiern?
Has, Has, Osterhas,
Ich wünsche mir das Beste!
Ein großes Ei, ein kleines Ei
Und ein lustiges Dideldumdei,
Alles in einem Neste!
– Paula Dehmel 1863-1920, deutscher Dichter –

Ergo bibamus

Hier sind wir versammelt zu löblichem Tun,
Drum, Brüderchen! Ergo bibamus.
Die Gläser, sie klingen, Gespräche, sie ruhn,
Beherziget Ergo bibamus.
Das heisst noch ein altes, ein tüchtiges Wort:
Es passet zum ersten und passet so fort,
Und schallet ein Echo vom festlichen Ort,
Ein herrliches Ergo bibamus.
Ich hatte mein freundliches Liebchen gesehn
Da dacht ich mir: Ergo bibamus.
Und nahte mich traulich; da liess sie mich stehn.
Ich half mir und dachte: Bibamus.
Und wenn sie versöhnet euch herzet und küsst
Und wenn ihr das Herzen und Küssen vermisst,
So bleibet nur, bis ihr was Besseres wisst,
Beim tröstlichen Ergo bibamus.
Mich ruft mein Geschick von den Freunden hinweg;
Ihr Redlichen! Ergo bibamus.
Ich scheide von hinnen mit leichtem Gepäck;
Drum doppeltes Ergo bibamus.
Und was auch der Filz von dem Leibe sich schmorgt,
So bleibt für den Heitern doch immer gesorgt
Weil immer dem Frohen der Fröhliche borgt;
Drum, Brüderchen! Ergo bibamus.
Was sollen wir sagen zum heutigen Tag!
Ich dächte nur: Ergo bibamus.
Er ist nun einmal von besonderem Schlag;
Drum immer aufs neue: Bibamus.
Er führet die Freude durchs offene Tor,
Es glänzen die Wolken, es teilt sich der Flor,
Da scheint uns ein Bildchen, ein göttliches, vor;
Wir klingen und singen: Bibamus.
– Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter –

Osterpredigt in Reimen

Verehrter Mitmensch, höre und vernimm
Freundwillig mit Hulden und ohne Grimm:
Dieweil es nun Ostern geworden ist,
Sollst du, von welcher Art du auch bist,
Ob Heide, Jude, Moslem, Christ,
Durchaus vergnügt im Herzen sein,
Osterwürdig und osterrein.
Mit einem Birkenreise kehre
Aus deiner Seele den Geist der Schwere!
Der Wenns und Abers und Achs und Os,
Die hart und starr dein Herz umwindet,
Dass der Geist der Leichte kaum Eingang findet,
Mache dich hurtig und heiter los!
Du brauchst nichts weiter dazuzutun,
Als dich im Grünen auszuruhn.
Da atmet sichs sehr wonnig ein,
Was dir das Herz macht frei und rein:
Der jungen Blumen frischer Hauch;
Und die Augen haben der Wonne auch,
Denn nichts ist lieblicher anzusehn,
Als wie sie da hold beisammenstehn,
Blau, weiss und rosa, klar und licht,
Der Erde süssestes Ostergedicht.
An ihnen dir ein Beispiel zu nehmen,
Sollst du, ach Mensch, dich keineswegs schämen!
Vergiss dein Gehirn eine Weile und sei
Gedankenlos dem lieben Leben
Blumeninnig hingegeben;
Vergiss dein Begehren, vergiss dein Streben
Und sei in seliger Einfalt frei
Des Zwangs, der dich durchs Hirn regiert!
Er hat dich freilich hoch geführt
Und vieles dir zu wissen gegeben,
Aber das allertiefste Leben
Wird nicht gewusst, wird nur gespürt.
Der Blumen zarte Wurzeln fühlen
Im keimlebendigen, frühlingskühlen
Erdboden mehr von ihm als du.
Und bist doch auch ein Kind der Erde.
Dass sie nicht sinnenfremd dir werde,
Wende ihr heut die Sinne zu!
Das ist der festlich tiefe Sinn
Der Ostertage: Mit Entzücken
Sollst du zum Mutterschoss dich bücken.
Gib heut, o Mensch, dich innerst zu beglücken,
Der Mutter Erde frühlingsfromm dich hin!
– Otto Julius Bierbaum 1865-1910, deutscher Schriftsteller –

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Wilhelm Busch Gedichte

Schöne und lustige Gedichte und Sprüche des berühmten deutschen Dichters sowie Gedichte anderer klassischer Schriftsteller.

Höhere Instanz

Was er liebt, ist keinem fraglich;
Triumphierend und behaglich
Nimmt es seine Seele ein
Und befiehlt: So soll es sein.
Suche nie, wo dies geschehen,
Widersprechend vorzugehen,
Sintemalen im Gemüt
Schon die höchste Macht entschied.
Ungestört in ihren Lauben
Laß die Liebe, laß den Glauben,
Der, wenn man es recht ermißt,
Auch nur lauter Liebe ist.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Du willst sie nie mehr wiedersehen

Du willst sie nie und nie mehr wiedersehen?
Besinne dich, mein Herz, noch ist es Zeit.
Sie war so lieb. Verzeih, was auch geschehen.
Sonst nimmt dich wohl beim Wort die Ewigkeit
Und zwingt dich mit Gewalt zum Weitergehen
Ins öde Reich der Allvergessenheit.
Du rufst und rufst; vergebens sind die Worte;
Ins feste Schloß dumpfdröhnend schlägt die Pforte.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Woher, Wohin?

Wo sich Ewigkeiten dehnen,
Hören die Gedanken auf,
Nur der Herzen frommes Sehnen
Ahnt, was ohne Zeitenlauf.
Wo wir waren, wo wir bleiben,
Sagt kein kluges Menschenwort;
Doch die Grübelgeister schreiben:
Bist du weg, so bleibe fort.
Laß dich nicht aufs neu gelüsten.
Was geschah, es wird geschehn.
Ewig an des Lebens Küsten
Wirst du scheiternd untergehn.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Romanze

Es war einmal ein Schneiderlein
Mit Nadel und mit Scher,
Der liebt ein Mädel hübsch und fein
So sehr, ach Gott, so sehr.
Er kam zu ihr in später Stund
und red’t so hin und her,
Ob er ihr etwa helfen kunnt
Mit Nadel und mit Scher.
Da dreht das Mädel sich herum!
„Oh je, o jemine!
Deine Nadel ist ja schon ganz krumm,
Geh geh, mein Schneider, geh!“
Der Schneider schrie: „Du falsche Dirn,
Hätt‘ ich Dich nie gekannt!“
Er kauft sich einen Faden Zwirn
Und hängt sich an die Wand.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Gedichte, Dideldum.

Zu nehmen, zu behalten

Zu nehmen, zu behalten
Und gut für sich zu leben
Fällt jedem selber ein.
Die Börse zu entfalten,
Den andern was zu geben,
Das will ermuntert sein.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Briefe, 1893-1908; Für einen Bazar in Nürnberg.

Wankelmut

Was bin ich alter Bösewicht
So wankelig von Sinne.
Ein leeres Glas gefällt mir nicht,
Ich will, das was darinne.
Das ist mir so ein dürr Geklirr;
He, Kellnerin, erscheine!
Lass dieses öde Trinkgeschirr
Befeuchtet sein von Weine!
Nun will mir aber dieses auch
Nur kurze Zeit gefallen;
Hinunter muss es durch den Schlauch
Zur dunklen Tiefe wallen. –
So schwank ich ohne Unterlass
Hinwieder zwischen beiden.
Ein volles Glas, ein leeres Glas
Mag ich nicht lange leiden.
Ich bin gerade so als wie
Der Erzbischof von Köllen,
Er leert sein Gläslein wuppheidi
Und lässt es wieder völlen

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Gedichte, Dideldum.

Der fremde Hund

Was fällt da im Boskettgesträuch
Dem fremden Hunde ein?
Geht man vorbei, so bellt er gleich
Und scheint wie toll zu sein.
Der Gärtner holt die Flinte her.
Es knallt im Augenblick.
Der arme Hund, getroffen schwer,
Wankt ins Gebüsch zurück.
Vier kleine Hündchen liegen hier
Nackt, blind und unbewußt.
Sie saugen emsig alle vier
An einer toten Brust.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Schein und Sein.

Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken
Jede Gabe sei begrüsst,
Doch vor allen Dingen:
Das worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Schein und Sein.

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Glückspilz

Geboren war er ohne Wehen
Bei Leuten, die mit Geld versehen:
Er schwänzt die Schule, lernt nicht viel,
Hat Glück bei Weibern und im Spiel,
Nimmt eine Frau sich, eine schöne,
Erzeugt mit ihr zwei kluge Söhne,
Hat Appetit, kriegt einen Bauch,
Und einen Orden kriegt er auch,
Und stirbt, nachdem er aufgespeichert
Ein paar Milliönchen, hochbetagt
Obgleich ein jeder weiss und sagt:
Er war mit Dummerjan geräuchert.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Schein und Sein.

Sie war ein Blümlein hübsch und fein

Sie war ein Blümlein hübsch und fein,
Heil aufgeblüht im Sonnenschein,
Er war ein junger Schmetterling,
Der selig an der Blume hing.
Oft kam ein Bienlein mit Gebrumm
Und nascht und säuselt da herum.
Oft kroch ein Käfer kribbelkrab
Am hübschen Blümlein auf und ab.
Ach Gott, wie das dem Schmetterling
So schmerzlich durch die Seele ging.
Doch was am meisten ihn entsetzt,
Das Allerschlimmste kam zuletzt.
Ein alter Esel frass die ganze
Von ihm so heissgeliebte Pflanze.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Kritik des Herzens.

Die Affen

Der Bauer sprach zu seinem Jungen:
„Heut in der Stadt, da wirst du gaffen,
Wir fahren hin und sehn die Affen.
Es ist gelungen
Und um sich schiefzulachen,
Was die für Streiche machen
Und für Gesichter,
Wie rechte Bösewichter,
Sie krauen sich,
Sie zausen sich,
Sie hauen sich,
Sie lausen sich,
Beschnuppern dies, beknuppern das,
Und keiner gönnt dem andern was,
Und essen tun sie mit der Hand,
Und alles tun sie mit Verstand,
Und jeder stiehlt als wie ein Rabe.
Pass auf, das siehst du heute.“
„O Vater“, rief der Knabe,
„Sind Affen denn auch Leute?“
Der Vater sprach: „Nun ja,
Nicht ganz, doch so beinah.“

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Gedichte, Zu guter Letzt.

Wie schad, dass ich kein Pfaffe bin

Wie schad, dass ich kein Pfaffe bin
Das wäre so mein Fach.
Ich bummelte durchs Leben hin
Und dächt‘ nicht weiter nach.
Mich plagte nicht des Grübelns Qual,
Der dumme Seelenzwist,
Ich wüsste ein für allemal,
Was an der Sache ist.
Und weil mich denn kein Teufel stört,
So schlief ich recht gesund,
Wär wohlgenährt und hochverehrt
Und würde kugelrund.
Käm dann die böse Fastenzeit,
So wär ich fest dabei,
Bis ich mich elend abkasteit
Mit Lachs und Hühnerei.
Und dich, du süsses Mägdelein,
Das gern zur Beichte geht,
Dich nähm ich dann so ganz allein
Gehörig ins Gebet.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Kritik des Herzens.

Hund und Katze

Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
Wohnhaft an demselben Platze,
Haßten sich aus Herzensgrund.
Schon der Ausdruck ihrer Mienen,
Bei gesträubter Haarfrisur,
Zeigt es deutlich: Zwischen ihnen
Ist von Liebe keine Spur.
Doch wenn Miezel in dem Baume,
Wo sie meistens hin entwich,
Friedlich dasitzt wie im Traume,
Dann ist Molly außer sich.
Beide lebten in der Scheune,
Die gefüllt mit frischem Heu.
Alle beide hatten Kleine,
Molly zwei und Miezel drei.
Einst zur Jagd ging Miezel wieder
Auf das Feld. Da geht es bumm!
Der Herr Förster schoß sie nieder.
Ihre Lebenszeit ist um.
O, wie jämmerlich miauen
Die drei Kinderchen daheim.
Molly eilt, sie zu beschauen,
Und ihr Herz geht aus dem Leim.
Und sie trägt sie kurz entschlossen
Zu der eignen Lagerstatt,
Wo sie nunmehr fünf Genossen
An der Brust zu Gaste hat.
Mensch mit traurigem Gesichte,
Sprich nicht nur von Leid und Streit,
Selbst in Brehms Naturgeschichte
Findet sich Barmherzigkeit.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Gedichte, zu guter Letzt.

Der Stern

Hätt einer auch fast mehr Verstand,
Als wie die drei Weisen aus Morgenland,
Und liesse sich dünken, er wär wohl nie
Dem Sternlein nachgereist wie sie;
Dennoch, wenn nun das Weihnachtsfest
Seine Lichtlein wonniglich scheinen lässt,
Fällt auch auf sein verständig Gesicht,
Er mag es merken oder nicht,
Ein freundlicher Strahl
Des Wundersternes von dazumal.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Gedichte, Schein und Sein.

Kritik des Herzens

Es wohnen die hohen Gedanken
In einem hohen Haus.
Ich klopfte, doch immer hiess es:
Die Herrschaft fuhr eben aus!
Nun klopf ich ganz bescheiden
Bei kleineren Leuten an.
Ein Stückel Brot, ein Groschen
Ernähren auch ihren Mann.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Gedichte, Kritik des Herzens.

Durchweg lebendig

Nirgend sitzen tote Gäste.
Allerorten lebt die Kraft.
Ist nicht selbst der Fels, der feste,
Eine Kraftgenossenschaft?
Durch und durch aus Eigenheiten,
So und so zu sein bestrebt,
Die sich lieben, die sich streiten,
Wird die bunte Welt gewebt.
Hier gelingt es, da missglückt es.
Wünsche finden keine Rast.
Unterdrücker, Unterdrücktes,
Jedes Ding hat seine Last.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

Aus: Gedichte, zu guter Letzt.

Es hat ein Müller eine Mühl

Es hatt‘ ein Müller eine Mühl
An einem Wasser kühle;
Da kamen hübscher Mädchen viel
Zu mahlen in der Mühle.
Ein armes Mädel war darunt,
Zählt sechzehn Jahre eben;
Allwo es ging, allwo es stund,
Der Müller stund daneben.
Er schenkt ein Ringlein ihr von Gold,
Daß er in allen Ehren
Sie ewig immer lieben wollt;
Da ließ sie sich betören.
Der Müller, der war falsch von Sinn:
„Wenn ich mich tu vermählen,
So will ich mir als Müllerin
Wohl eine Reiche wählen.“
Da ’s arme Mädel das vernahm,
Wird’s blaß und immer blasser
Und red’t nit mehr und ging und kam
Und sprang ins tiefe Wasser. –
Der Müller kümmert sich nicht viel,
Tät Hochzeitleut bestellen
Und fährt mit Sang und Saitenspiel
’ne andre zur Kapellen.
Doch als man auf die Brücke kam,
Fängt ’s Wasser an zu wogen
Und zischt und rauscht verwundersam
Herauf bis an den Bogen.
Die weiße Wassernixe stand
Auf schaumgekrönter Welle;
Sie hält in ihrer weißen Hand
Von Gold ein Ringlein helle.
Du Falscher, deine Zeit ist aus!
Bereite dich geschwinde!
Dich ruft hinab ins kalte Haus
Die Mutter mit dem Kinde.

(Wilhelm Busch, 1832 -1908, deutscher Dichter, Zeichner)

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Im Herbst

Wilhelm Busch

Sprüche und Zitate

Liebe – sagt man schön und richtig – ist ein Ding,
was äusserst wichtig.
Der Weise schweigt. Er kennt die Gründe.
Denn die Summe unseres Lebens, sind die Stunden,
in denen wir liebten.
Kinder, in ihrer Einfalt, fragen immer und immer: Warum?
Der Verständige tut das nicht mehr – denn jedes Warum,
das weiss er längst, ist nur der Zipfel eines Fadens, der
in den dicken Knäuel der Unendlichkeit ausläuft, mit
dem keiner recht fertig wird, er mag wickeln und haspeln –
so vie er nur will.
Das Gute – dieser Satz steht fest – ist stets das Böse,
das man lässt.
Es ist ein Brauch von Alters her, wer Sorgen hat,
hat auch Likör.
Eine kleine Betriebsstörung im Verkehr zweier Herzen
kann immerhin vorkommen.
Wie oft im Leben wirft uns das Schicksal seinen tragischen
Hut vor die Füsse, und wir mögen tun, was wir wollen,
Verdruss gibt’s doch.
Gar manches ist vorherbestimmt; das Schicksal führt ihn
in Bedrängnis; doch wie er sich dabei benimmt, ist seine
Schuld und nicht Verhängnis.
Bald klopft vor Schmerz und bald vor Lust, das rote Ding
in meiner Brust.

(Wilhelm Busch 1832 -1908, deutscher humoristischer Dichter, Zeichner)

Quelle: Wilhelm Busch Wikiquote
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