Osterbräuche in deutschland

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Gibt es den Osterhasen wirklich?

30. März 2017

  • Autor Birgit Linhart
  • Thema Glaube in der Familie, Ostern

Belügen wir unsere Kinder, wenn wir vom Osterhasen sprechen? Bröckeln mit der Offenbarung, dass es den Osterhasen nicht gibt, die religiösen Fundamente weg? Geht etwas von Ostern verloren? Vor allem: Verspielen wir als Eltern unsere Glaubwürdigkeit? Ein Erfahrungsbericht.

„Heuer entfällt Ostern, sie haben den Osterhasen überfahren. Ich hab es selbst gesehen!“ Mit diesen dramatischen Worten erlaubte sich in meinen Kindertagen ein Großonkel Jahr für Jahr seinen grausamen Spaß mit mir. Stets blankes, ehrliches Entsetzen auf meiner Seite.

Ohne Osterhase keine Ostereier. Aber warum feiern wir Ostern?

Hat Ostern etwa nichts mit Brokkoli zu tun?

Ohne Osterhase keine Ostereier. Ohne Ostereier kein Ostern. Diesen Zusammenhang hatte ich schon früh erfasst. Niemand hatte mich als Kind je darüber aufgeklärt, warum wir Ostern feiern, bis im Religionsunterricht in der ersten Klasse unser altehrwürdiger Pfarrer selbst mir reinen Wein einschenkte: Zu Ostern gehe es um Jesus, Auferstehung, neues Leben, Freude. Oha! Mehr als nur Osterhase? Und von ihm habe ich auch gehört, dass es am Gründonnerstag nicht zwingend erforderlich sei, möglichst nur Grünes zu essen. Also kein Spinat, Salat und Brokkoli?

Hühnerheld und Hirngespinst

„Komisch, warum sagt mir das zu Hause keiner?“, wunderte ich mich damals zutiefst enttäuscht am Heimweg von der Schule. So stand ich da wie die Blöde.

Allzu verständlich, dass ich im Lauf meiner Jugend eine österlich-pädagogische Kehrtwende einlegte. Ich würde meinen Kindern von Anfang an die ganze Wahrheit erzählen. Kein langhaargelocktes Christkind und kein langstreckenhoppelnder Osterhase sollte unsere Wege jemals kreuzen. Bei uns würde der Geburtstag von Jesus gefeiert und das Fest der Auferstehung und damit basta. Und wir würden uns gegenseitig beschenken. Einfach und ehrlich.

Dann kamen meine Kinder. Und die haben den Osterhasen selbst gesehen. Mehrmals. Alle drei. Das waren schlagende Gegenargumente.

Religion und Tradition in friedlichem Nebeneinander

Zugeben muss ich an dieser Stelle: Zur Festvorbereitung hatten wir die Kinderbibel gelesen und uns gleichzeitig in die Welt der Osterhasen und -hühner vertieft. Wir redeten über das, was mit Jesus geschah und wir dachten im selben Atemzug darüber nach, wie man den ostergestressten Hennen aus der Legemisere helfen könne. Beides ist nämlich so spannend. Eines ist wahr, das andere erfunden. Das voneinander zu trennen scheinbar kinderleicht.

Bei meiner Hasenehre – ich lüge nicht!

Allerdings schildere ich den Osterhasen nicht von mir aus in allen Schattierungen seines Felles. Ich schwöre auch keinen Eid darauf, dass er die Eier in unserem Garten versteckt und habe noch kein Wort mit ihm gesprochen. Ich gestehe sogar, ihn noch niemals gesehen zu haben – weder tot noch lebendig. Hasenehrenwort!

Aber in der Fantasie der Kinder lebt der Osterhase trotzdem. Anders als Jesus und doch auf gleiche Weise real für sie. Eine Zeit lang. Und das ist gut so!

Der Osterhase und Jesus – beides gehört für die Kinder zu Ostern dazu wie die Eier der Hennen.

Die Stunde der Wahrheit

Es kam die Stunde, in der ich mich schließlich als Helferin vom Osterhasen outete. Diese Art von sozialer Gesinnung war für meine Kinder in Ordnung. Zuerst half ich Meister Lampe in kleinen Dingen, dann unterstützten wir ihn gemeinsam beim Eierfärben und stellten die Osterkörberl des Vorjahres vor die Tür – zum Wiederbefüllen. Die gefärbten Eier auch. Die waren dann plötzlich weg. Aber hallo! Wer hat sie geholt? Hasenhausenfeeling pur!

Schenken macht Freude – nicht nur Hasen

Von Jahr zu Jahr spannte uns dieser Hase mehr und mehr in seine ehrenwerten Tätigkeiten ein und irgendwann kümmerte er sich um kleinere Kinder und größere Gärten als bei uns. Wir schaukeln das inzwischen selbst. Selten schaut er noch auf einen Sprung vorbei. Nur in den Momenten, in denen unser Jüngster kurz an ihn glauben will.

Auslaufmodell und Allerweltsliebling Osterhase

Die Sache mit dem Tod und der Auferstehung ist von Jahr zu Jahr mehr in den Vordergrund gerückt und gewinnt an Geheimnis und Faszination. Die Geschichten aus Hasenhausen wurden abgelöst von Storys aus Entenhausen. Weh getan hat uns dieser schleichende Abschied vom Osterhasen nicht – vielleicht weil er gar nie wirklich stattfinden musste. Denn natürlich gibt es ihn! Jeder von uns hoppelt dann und wann einmal durch den Garten und die Wohnung. Zumindest zu Ostern!

Ein Halleluja auf vier Pfoten

Wie bunt ist unser Land mit all seinen Osterbräuchen, -ritualen und -geschichten. Wie dicht ist die vorösterliche Zeit: Jesusfreundschaft neben Hasenliebe, Hosanna neben Hasenhausen! Das eine nimmt dem anderen nichts weg. Nur keine Angst vor dem Osterhasen!

Den Osterhasen gibt es wirklich

Zwei Redakteure, zwei Meinungen: Jeden Samstag stellt die Mittelbadische Presse in der Reihe „Pro & Kontra“ zu einem kontroversen Thema zwei Positionen gegenüber. Ausbau der Rheintalbahn oder Nato-Einsätze – diskutiert wird, was polarisiert. An diesem Samstag lesen Sie: Robby Rheinschnake und Christoph Rigling über die Existenz des Osterhasen.

PRO
Von Robby Rheinschnake

„Er ist schnell und geschickt“
Also, irgendwann ist mal gut. Verschwörungstheoretiker gab es ja schon immer. Seit Jahrzehnten behaupten sie solchen Unsinn wie zum Beispiel, dass in Wirklichkeit nie ein Mensch auf dem Mond gewesen ist, Beatles-Sänger Paul McCartney 1966 gestorben und durch einen Doppelgänger ersetzt wurde oder – momentan sehr in Mode – Deutschland kein souveräner Staat ist und die deutsche Presse von der Bundesregierung gelenkt wird. Alles kompletter Unfug und nur für Leute wirklich interessant, die sich nachts einen Aluminium-Hut auf den Kopf setzen.
Der Gipfel der Verschwörungstheorien ist aber die, dass es den Osterhasen in Wirklichkeit gar nicht gibt und die Ostereier von Menschen versteckt werden. Wie kann man denn so etwas behaupten? Natürlich gibt es den Osterhasen! Seit Ewigkeiten hetzt er sich Jahr für Jahr ab, um Kindern über die Feiertage eine Freude zu bereiten. Und was ist der Dank der meisten Erwachsenen? Ihnen fällt nichts Besseres ein, als den Kindern die Freude an der Eiersuche zu nehmen, indem sie die Existenz des fleißigen Hasen ausschließen. Und das nur, weil er noch nie gesehen wurde. Dass das ganz einfach an der Schnelligkeit und Geschicklichkeit des Langohrs und der Unaufmerksamkeit der Menschen liegt, ist für diese Berufsskeptiker natürlich völlig ausgeschlossen. Bedauernswert. Trotzdem wünsche ich allen frohe Ostern.

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KONTRA
Von Christoph Rigling

Es gibt nur den Nikolausi
Jetzt muss ich mal dramatisch die Spaßbremse mimen: Das mit dem Osterhasen ist natürlich völliger Quatsch. Da kann die beliebte Rheinschnake Robby im Beitrag nebenan noch so lange herumeiern. Kein Hase legt Eier, kocht sie hart, färbt sie bunt und verteilt sie, wenn es denn das Wetter zulässt, im Gras und den Blumenarrangements des Gartens, sodass die Kinder danach wie wild suchen können.
Mit der Mär vom Osterhasen werden die kleinen Racker echt für blöd verkauft. Die verlieren ja das Vertrauen in die Eltern. Denn schnell merken sie, dass alles nur eine Erfindung von uns Erwachsenen ist, um den Kindern ein paar Geschenke unterzujubeln. Also nee, hier gilt es bei der Wahrheit zu bleiben und Aufklärung zu betreiben.
Wie ausgebufft Kinder schon sind, wird in Gerhard Polts Sketch-Klassiker „Nikolausi“ deutlich. Der kleine Junge fällt nicht auf das dumme „Osterhasi“-Gequatsche rein. „He, nein, he, das ist Osterhasi, weißt du, Osterhasi mit den Öhrli, hehehe, der bringt Gaggi für das Bubele, hehehehe, jaja.“ Jaja, „Gaggi“. Da müsste man eher „Gaga“ sagen. Das Baby durchschaut den tumben Polt: Nein, selbst wenn es Frühling wird, es gibt keinen Osterhasen, der die „Gaggi“ bringt, der landet höchstens in der Bratenröhre. Das „Bubele“ lässt sich nicht veralbern. Es weiß, es gibt nur den Nikolausi. Und damit aus die Maus.

Die verschiedenen Osterbräuche in Deutschland

Ostern Ratgeberübersicht

An den Ostertagen gibt es in Deutschland ganz verschiedene Bräuche. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Inhaltsverzeichnis

  1. Ostern und seine vielfältigen Traditionen
  2. Der deutsche Brauch des Osterhasen und der Ostereier
  3. Die Bedeutung des Osterlammes
  4. Das Osterfeuer und die Osterkerzen
  5. Das Osterfest in den verschiedenen Regionen in Deutschland

Ostern und seine vielfältigen Traditionen

Der Osterbrauch – Er ist bereits seit einem Jahrhundert fester Bestandteil der deutschen Kultur und hat auch überregional eine enorm große symbolische Bedeutung. Denn schließlich feiern Christen am Karfreitag die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Aus diesem Grund wurde um diesen Tag sogar ein ganzer Festkreis etabliert. Dieser besteht aus insgesamt drei Höhepunkten: Dem Gründonnerstag, Karfreitag sowie dem Ostersonntag. Um diese Tage herum haben sich die unterschiedlichsten Bräuche etabliert, so beispielsweise das Osterlamm, die Osterkerzen oder das Osterfeuer. Die Klassiker sind aber natürlich der Osterhase sowie das Osterei. Doch woher kommen diese Traditionen eigentlich? Und welchen Zweck sollen Sie erfüllen? In diesem Beitrag sollen unter anderem diese Fragen beantwortet werden.

Der deutsche Brauch des Osterhasen und der Ostereier

Der Osterhase ist zum Mustersymbol für Ostern geworden.

Herkunft und Geschichte des Osterhasen

Der Osterhase ist – wie bestimmt alle wissen – derjenige, der zu Ostern die Eier bringt. Erste Überlieferungen rund um den Osterhasen stammen bereits aus dem Jahr 1968. Der Medizinprofessor Georg Franck von Frankenau aus Heidelberg hat in dieser Zeit die ersten Belege für den Osterhasen überliefert. Der Brauch hat aber bereits seine frühen Spuren im Elsaß, in der Pfalz und am Oberrhein hinterlassen. Dort ist vor über dreihundert Jahren das erste Mal von einem Osterhasen die Rede. Der Osterhase ist zu dem Mustersymbol für Ostern geworden und viele Kinder erwarten sein Kommen fast so freudig wie im Dezember den Weihnachtsmann. Dafür, dass ausgerechnet der Hase die Ostereier bringt, gibt es auch die unterschiedlichsten Theorien. Denn an Ostern feiert man schließlich die Auferstehung von Jesus Christus. Der Hase gilt in der christlichen Tradition nicht nur als Bote Gottes, sondern gleichzeitig auch als Zeichen für neues Leben und Fruchtbarkeit, was der Anstoß zu dieser Ostertradition gewesen sein könnte.

Die Bedeutung der Ostereier

Die traditionelle Farbe der Eier ist eigentlich Rot – Heute gibt es allerdings einen bunten Mix.

Auch die Ostereier dürfen während des gesamten Osterfestes nicht fehlen. Doch was hat es mit den Eiern auf sich? Das Ei hat in der Menschheitsgeschichte die unterschiedlichsten Bedeutungen: Es ist nicht nur eine Nahrungsquelle, sondern gleichzeitig ein Symbol für das Leben, der Reinheit und der Fruchtbarkeit. Der Brauch, Eier zu verschenken geht auf die unterschiedlichsten Ursprünge zurück. So wurde es in der frühen Christenzeit als Grabbeilage für die Toten benutzt. Denn wie bereits erwähnt ist auch das Ei ein Symbol für neues Leben. Die Christen argumentieren, dass das Ei etwas verborgen hält, wie ein verschlossenes Grab. So lässt sich wiederum eine Beziehung zu der Auferstehung Jesus Christus setzen. So entsteht eine direkte Verbindung von dem Ei und Ostern. Das Ei steht außerdem für die Zukunft des Lebens, wodurch Ostern besonders zu einem Freudenfest wird.

Bunte Eier

Bei der Tradition des Bemalens der Eier wird es nochmal etwas komplexer: Die traditionelle Farbe für die Eier ist seit Beginn des 13. Jahrhunderts Rot. Der Begriff „Roteier“ hat sich hier in der westlichen Welt etabliert. Denn Rot ist bekanntlich die Farbe des Blutes Christi, des Lebens, der Freude sowie des Siegens. In Osteuropa ist eher das goldene Ei verbreitet, denn hier steht das Gold als ein Zeichen für Kostbarkeit. Heute hat sich in weiten Teilen Deutschlands ein Mix aus den verschiedenen Farben durchgesetzt.

Der Ursprung des Osterlammes und dessen Bedeutung

Das saftige Osterlamm darf an Ostern als Gebäck nicht fehlen.

Beim traditionellem Osterfest darf ein ganz bestimmtes Gebäck natürlich keinesfalls fehlen: Das Osterlamm. Traditionell gibt es über die Feiertage in allen Bäckereien das sogenannte Ostergebäck. Dies ist meist ein süßer Kuchen in Lammform.

Der Brauch ist aus einem frühen Ritual der Juden entstanden. Im Rahmen dieses Brauches haben die Juden zum Passahfest ein Lamm geschlachtet und verspeist. Das Lamm wird hier als ein Gedenkopfer an Gott dargebracht. Im Christentum ist das Lamm symbolisch zum Lamm Gottes geworden und gilt auch als ein Zeichen des Sieges. Im Rahmen der Kirche wird das Lamm ebenfalls als ein Zeichen für das Leben angesehen und eignet sich daher als Symbol für das Osterfest.

Das Osterlamm gibt es heute nicht nur in gebackener Form, es lässt sich auch auf den deftigen Speisekarten der Deutschen finden. Das Osterlamm in Bäckereien entsteht allerdings aus einem Rührteig und wird mit viel Aufwand verziert.

Das Osterfeuer und die Osterkerzen

Symbol für die Sonne

Auch das Osterfeuer wird traditionell in vielen Regionen in Deutschland während des Osterfestes entfacht. Das Osterfeuer steht dabei ganz als Symbol für die Sonne. Schon im Altertum der Menschen ist es heilig gewesen. Denn die Sonne ist besonders für den Frühling von entscheidender Bedeutung: Die Tagen werden länger und es wird wärmer. Damals waren das wichtige Faktoren, um die Felder neu ansähen zu können. Denn nur so kann neues Leben und neue Saat entstehen. Die Sonne gilt damit als ein Zeichen der Fruchtbarkeit, des Wachstums sowie der Ernte. Damit ist das Entzünden eines heiligen Feuers an Ostern für die Christen ein Schlüsselereignis. Das Feuer wird in der Osternacht, also in der Nacht von Samstag auf den Ostersonntag entfacht.

Das Osterfeuer wird als Sonne in der Nacht bezeichnet.

Der Ablauf beim Osterfeuer

In zahlreichen Städten und Gemeinden in Deutschland ist es in dieser Nacht üblich, dass die Jungen Holz sammeln und dieses dann zusammen mit Reisig zu einem großen Osterfeuer aufschichten. In Nordhessen sowie in Ostwestfalen in den Landkreisen Lippe und Schwalm-Eder-Kreis werden riesige feurige Osterräder traditionell von einem Hügel in das Tal hinabgestoßen.

Auch im Schwarzwald gibt es einen besonderen Osterbrauch: hier ist es üblich, dass der Mesner am Karsamstag vor dem Frühgottesdienst den Holzstapel, der von den Jungen zusammengetragen wurde, entfacht. Nach Ende der sogenannten Feuerweihe, entfacht der Mesner die Osterkerze. Diese trug er dann in die Kirche. Die Jungen trugen das heilige Licht dann mithilfe von Baumschwämmen in die einzelnen Haushalte, wo das Osterfeuer dann mithilfe von Kerzen weitergetragen wurde.

Die Osterkerze als „Lumen Christi“

Die Osterkerze hat ebenfalls eine ganz besondere Bedeutung für die Christen. Denn sie ist Symbol für das „Lumen Christi“ (Licht Christi) und soll Licht in das noch dunkle Haus Gottes bringen. In manchen Regionen steht das Osterfeuer nur symbolhaft für die Auferstehung Jesu. Dort ist es der Brauch, dass sie in der Nacht zum Sonntag eine Osterkerze anzünden, um das Osterfeuer zu verbreiten.

Das Osterfest in den verschiedenen Regionen in Deutschland

In der Oberpfalz ist das Ostereititschen bekannt.

Bemalte Eier suchen

Bekanntlich gilt: andere Länder, andere Sitten. Denn nicht nur in Deutschland ist der Brauch an Ostern fest etabliert. Auch in den Niederlanden suchen die Kinder mit viel Freude und Spaß die bemalten Eier und die leckeren Naschereien. Diese hat selbstverständlich der Osterhase versteckt. In Deutschland ist es außerdem sehr weit verbreitet, Bäume, Zweige oder Vasen im Garten mit bunt bemalten Ostereiern zu behängen und damit kunstvoll zu verzieren.

Das Ostereititschen

Bräuche rund um das Osterei gibt es natürlich auch in Hülle und Fülle. So ist folgendes eine bayerische Tradition in der Oberpfalz, aber auch in Südtirol und über den Balkan bis nach Russland: Das Ostereititschen. Bei diesem Brauch gibt es zwei Spieler, die gegenseitig versuchen mit ihrem Ei die Eierschale des Gegenspielers zu zerbrechen. Hierbei wird sich immer abgewechselt, bis die Schale eines Spielers zu Bruch gegangen ist. Dieser Brauch hat sich heut sogar bis nach Luxemburg und bis zu Teilen Schwedens verbreitet.

Das Ostereierschieben

In Brandenburg gibt es eine andere Tradition: Das sogenannte Ostereierschieben. In dieser deutschen Region nennt man diesen Brauch allerdings Eiertrudeln. Er wird am Ostersonntag von den Kindern ausgeübt. Es geht darum, dass die Kinder ihre Ostereier einen Hügel hinunter rollen lassen.

Das Eierschibbeln

In Norken im Westerwald wird seit über 100 Jahren das sogenannte Eierschibbeln gepflegt und Jahr für Jahr aufs Neue durchgeführt. Im Rahmen dieses Spiels wird ein Schibbelkönig beziehungsweise eine Schibbelkönigin gekürt.

Aufruf zum Beten

Vorwiegend im Süddeutschland ist es gebräuchlich, dass Kinder und Jugendliche mit speziellen Klappern durch ihren Heimatort ziehen. Sie rufen hier die Bevölkerung auf, Gebete zu sprechen. In katholischen Gemeinden ist es außerdem üblich, dass zwischen Karfreitag und der Osternacht die Kirchenglocken nicht geläutet werden.

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Osterbräuche

Der Osterhase ist heute als österlicher Eierbringer bekannt. Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck.

Ostereier sind die zum Osterfest verschenkten bunten und aus verschiedenen Materialien hergestellten Eier.

Das Osterlamm ist aus dem Ritual der Juden entstanden, zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen.

Das Osterfeuer steht als Symbol für die Sonne, die der Mittelpunkt unseren Lebens ist.

In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition.

Wie viele andere Bräuche geht auch das Osterwasser auf eine vorchristliche Entstehung zurück.

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Ostern – Bräuche und Traditionen

Anders als oft angenommen ist nicht Weihnachten, sondern Ostern das bedeutendste Fest im Christentum. An Weihnachten wird zwar die Geburt Jesu Christi gefeiert, an Ostern aber feiern die Christen seine Auferstehung von den Toten und damit einen der wichtigsten Grundpfeiler des christlichen Glaubens.

Rund um das Osterfest haben sich viele unterschiedliche Bräuche und Traditionen entwickelt, die mit dem Leben und dem Tod, der Trauer und der Freude, der Hoffnung und dem Neubeginn sowie der Dunkelheit und dem Licht zusammenhängen. In Deutschland treffen sich viele Familien zu einem traditionellen Osterfrühstück, zu dem es unter anderem süße Hefezöpfe oder Kuchen in Form von Lämmern gibt.
Auf den Tischen stehen vielfach Zweige, die mit bunten Eiern geschmückt sind und für die Kinder versteckt der Osterhase Nester mit Süßigkeiten und kleinen Geschenken im Garten.

Möchtet ihr wissen, was es mit bestimmten Traditionen – wie dem Osterfeuer – auf sich hat? Ich habe mal gegooglet und euch meine Ergebnisse zusammen gefasst:

Ostereier
Das Ei ist schon immer ein Symbol für die Fruchtbarkeit, das Leben und den Neuanfang gewesen. Kein Wunder also, dass Eier auch in den Farben des Frühlings bemalt werden.
Für die Christen ist das Ei das Zeichen der Auferstehung. Gefärbte Eier wurden schon im 4. Jahrhundert in christlichen Grabstätten gefunden. Im Mittelalter bezahlten die Bauern die Pacht für die Ländereien, die sie bestellten, unter anderem mit Eiern.
Das Verschenken von bunten Ostereiern soll Glück bringen.
In Deutschland werden bunt bemalte Eier oder kleine Geschenke vom „Osterhasen“ versteckt. Zum Osterfest, an dem die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird, werden hierzulande außerdem auch Sträucher oder Bäume im Garten mit bunt bemalten Ostereiern geschmückt. Als Ostergebäck kommen in vielen Familien kleine Kuchen in Hasen- oder Lammform auf den Tisch.

Das Verstecken der Ostereier wurde übrigens erstmals 1682 in einer Schrift erwähnt.

Warum gerade der Hase die Eier bringt, weiß man nicht zuverlässig zu erklären. Möglicherweise könnte die Vermutung daher rühren, dass im Frühjahr die ausgehungerten Hasen zur Nahrungssuche in die Dörfer und Bauerngärten kamen. Obwohl die scheuen Hasen eigentlich die Nähe des Menschen meiden, ging man davon aus, dass sie zu Beginn des Frühlings in die Gärten kamen, um die Eier zu verstecken.

Und – ist sie nicht einfach wunderschön, die Geschichte der „Häschenschule“? Inzwischen gibt es dazu noch viele weitere Geschichten, die nicht nur für Kinder toll sind!

Gründonnerstag
Am Gründonnerstag nahm Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Er wurde noch am selben Tag verraten und verhaftet. Für die katholische Kirche beginnt mit Gründonnerstag die Dreitagefeier, in der an das Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi gedacht wird. Grün beschreibt in diesem Wort deshalb auch nicht die Farbe, sondern meint „gronan“, das mittelhochdeutsche Wort für „weinen“, weil Jesus verhaftet wurde. Trotzdem gibt es Christen, die am Gründonnerstag nur grüne Lebensmittel essen. Eier, die an diesem Tag gelegt werden, sollen besonders viel Glück bringen.

Karfreitag
Das ist der Tag an dem Jesus gekreuzigt wurde. Es ist ein sehr trauriger Tag für die Christen. In vielen Orten läuten deshalb auch keine Kirchenglocken. In den Messen und Gottesdiensten ertönen weder Orgelmusik noch Kirchenlieder. Daher wird dieser Tag auch der „stille Freitag“ genannt. Am Karfreitag wird traditionell Fisch gegessen.

Karsamstag
Oft wird dieser Tag schon als Ostersamstag bezeichnet, im christlichen Glauben gehört er jedoch noch nicht zu Ostern.

Ostersonntag
Am Sonntag entdeckten die Frauen das leere Grab Jesu Christi. Es ist der Tag an dem Jesus von den Toten auferstanden ist. Das ist der Mittelpunkt des christlichen Glaubens, um den sich alles dreht. Bereits in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag beginnen in den Kirchen die Feiern des Lebens, denn der Tod ist von Gott besiegt worden. Mit der Osternacht fängt die Osterzeit an, die nun 50 Tage bis Pfingsten dauern wird.

Ostermesse in Rom
Zehntausende katholische Christen feiern zusammen mit dem Papst, dem Oberhaupt der katholischen Kirche, am Ostersonntag eine Messe auf dem Petersplatz in Rom. An diesem Tag erteilt der Papst den Segen „Urbi et Orbi“, das heißt der Stadt und dem Erdkreis. Dieser Segen wird nur zu besonders feierlichen Kirchentagen gespendet.

Ostermontag
Mit der Auferstehung beginnt das Leben neu, deshalb werden nach den langen Tagen der Trauer die ersten Spaziergänge und Ausflüge ins Grüne gemacht. In den Guten Nachrichten der Emmausjünger wird davon berichtet, daher nennt man diese Ausflüge auch Emmausgang.

Osterkerze
In der Osternacht wird eine brennende Kerze in die dunkle Kirche getragen. Sie soll zeigen, dass Jesus Christus das Licht in die Welt gebracht hat.

Osterfeuer
Auch das Osterfeuer ist das Zeichen des Lichts. Es ist nur sehr viel größer als eine Kerze.
Mittlerweile werden fast überall in Deutschland an Ostern große Feuer entzündet, an denen sich viele Menschen versammeln, um sich das Feuerschauspiel anzusehen. Oben im Norden Deutschlands und in den skandinavischen Ländern sollen mit den Osterfeuern böse Geister und der Winter vertrieben werden.

Osterrad
In der Alpenregion werden in der Osternacht riesige Strohräder in Brand gesetzt und die Berge und Hügel hinuntergerollt. Damit soll eine reiche Ernte im Jahr gesichert werden.

Osterwasser
Besonders zu Ostern und Pfingsten finden Taufgottesdienste statt. Das Wasser, mit dem getauft wird, ist durch das Kreuz in der Osternacht gesegnet worden. In vorchristlichen Zeiten glaubten die Menschen daran, dass ihnen ein Bad in einem fließenden Gewässer am Ostersonntag ihre Jugend und Schönheit erhalten würde.

Gesegnete Ostereier
Nach der langen Fastenzeit vor Ostern wurde mit hart gekochten, bemalten Eiern, einem Osterfladen und der Osterbutter in den Kirchen das Fasten „gebrochen“, d.h. die Menschen durften wieder alles essen. Zuvor wurden die Speisen gesegnet. Bei den orthodoxen Christen gibt es Brauch, dass die Gläubigen die gesegneten Eier nach dem Gottesdienst mit dem Ausruf „Christus ist auferstanden!“ gegeneinander schlagen, denn das soll Glück bringen.

Osterlamm
Der Brauch an Ostern eine Lammspeise zu essen, stammt vom jüdischen Pessachfest ab.
Mit dem Blut eines Lammes malten die Juden vor ihrem Auszug aus Ägypten ein Kreuzzeichen an ihre Türpfosten. Es war das Schutzzeichen. Gott verschonte so die erstgeborenen Söhne der jüdischen Familien, als er als zehnte Plage zu den Ägyptern kam.
Im Alten Testament kannst du diese Geschichte im 2. Buch Mose nachlesen.
Das Lamm ist aber auch ein Symbol für Jesus Christus, denn Jesus wurde für die Sünden der Menschen gekreuzigt. Mit seinem Tod hat er alle Schuld auf sich genommen und Gott mit den Menschen versöhnt.

Osterfladen oder Osterbrot
Nicht alle Menschen konnten sich früher ein Lamm leisten. Stattdessen wurde aus einem süßen Teig ein Osterbrot gebacken.

Wie feiern unsere europäischen Nachbarn Ostern?

Ostern in Frankreich
In Frankreich bleiben die Kirchenglocken von Gründonnerstag bis Karsamstag im ganzen Land stumm, um den Tod Jesu zu betrauern. Erst am Ostersonntag läuten die Glocken wieder aus Freude über die Auferstehung Christi. Wenn die Franzosen dann die Glocken am Ostersonntag hören, umarmen und küssen sie sich innig. In manchen Gegenden Frankreichs halten die Kinder zu Ostern auch nach einer Kutsche mit vier Pferden Ausschau, die mit Eiern gefüllt ist.

Ostern in der Schweiz
Im Westen des Landes tragen die Klageweiber am Karfreitag die Marterwerkzeuge Christi und das Schweißtuch der Heiligen Veronika durch die Straßen. Überall hallen Gebete und Gesänge durch die Straßen. Im Wallis dagegen wird in den Dörfern Brot, Käse und Wein verteilt. Früher durfte man am Karfreitag nur barfuß auf die Straße gehen, um die Erde nicht zu stören. Heutzutage ziehen die Waliser kurz vor Sonnenaufgang am Ostermontag in kleinen Prozessionen auf die nahe gelegenen Hügel. Sie begrüßen die Sonne mit einem Tanz. Gelenkige Landsleute machen drei Purzelbäume. In einigen Gegenden versucht man, mit einem Wasserbassin, die Reflexion der tanzenden Sonnenstrahlen einzufangen. In Bern kommen Jung und Alt am Ostersonntag auf dem Kornhausplatz in der Altstadt zum „Eiertütscha“ zusammen. In dem fröhlichen Wettstreit werden Ostereier aneinander geschlagen – das standhafteste gewinnt.

Ostern in Spanien
In Spanien geht man am Ostersonntag zur Ostermesse in die Kirche. Dabei tragen die Jungen einfache Palmwedel und die Mädchen mit Süßigkeiten geschmückte Palmwedel. Die Palmwedel-Träger werden dann vom Priester gesegnet. Außerdem gibt es im gesamten Land Osterprozessionen, die bekannteste findet in Sevilla statt. Vor der Kirche im Palma de Mallorca wird am Ostersonntag die Passionsgeschichte nachgespielt. Am Gründonnerstag findet in Verges eine besonders makabre Osterfeier statt: Dort tanzen Männer als Skelette verkleidet.

Ostern in Italien
In Italien isst man traditionell eine „Ostertorte“, einen salzigen Kuchen mit gekochten Eiern und Spinat, oder „Ostertaube“. In vielen Orten gibt es Karfreitag eine Prozession, bei der das Kirchenkreuz durch die Straßen getragen wird. Die dunkel gekleideten Teilnehmer schreiten langsam durch die Gassen, in denen überall Kerzen brennen. Die Auferstehung wird am zweiten Osterfeiertag bei einem Ausflug mit Freunden oder der Familie gefeiert.

Ostern in Griechenland
Das griechisch-orthodoxe Osterfest wird meist eine Woche nach dem „deutschen“ Osterfest begangen. Die Ostereier bemalt man rot und bewahrt sie bis Samstagabend auf. Zur Samstagabend-Messe bringen die Gläubigen brennende weiße Kerzen mit. Um Mitternacht werden alle Kerzen – bis auf eine – gelöscht. Die noch brennende Kerze symbolisiert die Auferstehung Christi. Das brennende Licht, das für das Leben steht, wird dann von dieser Kerze an die anderen weitergegeben.

Ostern in England
In England werden zu Ostern Weidenkätzchen-Zweige gesammelt und die Menschen tätscheln sich damit gegenseitig. Dies soll Glück für das nächste Jahr bringen.

Ostern in Schweden
In Schweden werden die Wohnungen mit Birkenzweigen und bunten Federbüschen geschmückt. Am Gründonnerstag ziehen Mädchen und Jungen mit Kopftüchern und mit langen Röcken als „Osterweiber“ verkleidet von Haus zu Haus und hinterlassen sogenannte Osterbriefe und erhoffen als Gegenleistung Süßigkeiten oder Geld. In Schweden bringt nicht der Osterhase die Ostereier, sondern das Osterküken. Mit Feuerwerkskörpern, viel Lärm und einem Osterfeuer werden die „bösen“ Osterhexen verjagt. Die treffen sich von Gründonnerstag bis zum Ostersamstag am Blåkulla, dem schwedischen Brocken, mit dem Teufel.

Ostern in Polen
Im katholischen Polen nimmt Ostern eine besondere Stellung ein. Am Ostersamstag wird ein Korb mit bemalten Eiern, Brot, Kuchen, Salz, Papier und weißen Würsten gefüllt und am Ostersonntag in die Kirche gebracht und dort gesegnet. Eine weitere Ostertradition in Polen ist am Ostermontag der Brauch des gegenseitigen Bespritzens mit Wasser. Dieser Brauch, vor dem niemand sicher ist, soll an die Taufe des Prinzen Mieszko I. im Jahre 966 erinnern, der den Polen das Christentum brachte.

Ostern in Bulgarien
In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, man bewirft sich gegenseitig mit ihnen. Derjenige, dessen Ei nicht zerbricht, ist der Sieger und soll das erfolgreichste Familienmitglied des kommenden Jahres werden. Ein weiterer Brauch ist es, die Eier nach der Mitternachtsmesse an der Wand der Kirche aufzuschlagen. Außerdem streicht die älteste Frau des Haushaltes in Bulgarien zu Ostern mit dem ersten rot gefärbten Ei allen Kindern des Hauses über das Gesicht. Diese Geste soll den Jungen und Mädchen Gesundheit und Stärke verleihen. Der am weitesten verbreitetste Osterbrauch in Bulgarien ist das Osterbrot. Es wird von unverheirateten Mädchen gebacken und besteht aus Eiern, Zucker und Früchten.

Nun seid ihr rundum informiert –

Schöne Osterfeiertage wünscht

eure Stephie

Ostereier als Brauch

Die Welt der Ostereier bietet eine Vielzahl an verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten, Sitten und Bräuchen. Eine kleine Auswahl besonderer Schmuckeier und Hintergrundinformationen zeigen wir Ihnen hier.

© dpa/ Matthias Hiekel

Woher kommt das Osterei?

Im vorchristlichen Heidentum wurde dem Osterei bereits eine große Rolle beigemessen. Weil das Hühnerei neues Leben birgt und erzeugt, galt es schon im alten Orient als Sinnbild für die Fruchtbarkeit. Heute sind Ostereier Symbole für das ranghöchste Fest der Christenheit.

Christliche Glaubensrichtungen orientierten sich bald an der Wirkungskraft des Eis und verglichen die harte Schale mit dem Grab Christi, aus dem schließlich durch die Auferstehung neues Leben entstand. Weil das Verspeisen von Eiern während der Fastenzeit verboten war, spielte das Hühnerei auch als Lebensmittel eine große Rolle. Denn hartgekocht hielt sich das Grundnahrungsmittel lang und konnte am Ende der Fastenzeit noch genüsslich verspeist werden.

Sorbische Ostereier

Die heutigen sorbischen Ostereier gehen auf eine alte Verzierungstechnik der frühen Sorben aus der Lausitz hervor. Weil nach christlicher Sitte am Karfreitag die Arbeit ruhen sollte, bemalten die „Lausitzer Serben“ stattdessen Hühnereier für das bevorstehende Osterfest.

Diese wurden dann nicht nur an Freunde verschenkt, sondern im Besonderen auch an die Patenkinder, welche sich am Ostersonntag mit einem leeren Korb auf den Weg zu ihren Taufpaten machten, um Geschenke abzuholen. Die Verzierung und Gestaltung der Eier war sehr aufwendig.

Bei der Ätztechnik wurden gefärbte Ostereier auf einen Ameisenhügel gestellt oder in Sauerkrautsaft eingelegt, um ungleichmäßige Muster zu kreieren. Bei der Reserviertechnik oder auch Wachstechnik wird das Hühnerei mittels Wachs verziert. Beim späteren Einfärben werden die zuvor gewachsten Stellen nicht eingefärbt.

Bei der sogenannten Bossiertechnik wird hingegen direkt koloriertes Wachs verwendet. Die Kratztechnik oder auch Ritztechnik erfordert einiges an Kunstfertigkeit. Hier wird das Ei zuvor bemalt und anschließend mit einem spitzen Gegenstand bearbeitet, sodass schöne Motive und Muster zum Vorschein kommen.

(Quelle: SRF Archiv)

Eier von Fabergé

Das Fabergé-Ei gehört wohl zu den weltweit exklusivsten Ostereiern. Der russische Juwelier und Edelmetallschmied Peter Carl Fabergé schuf im Auftrag des Zaren Alexander III. höchstselbst ein Schmuckei, das durch eine einzigartige filigrane Goldschmiedekunst bestach.

Die Tradition, seine Liebste mit einem außergewöhnlichen Ei zu beschenken, wurde durch den letzten Zaren Russlands, Nikolaus II., fortgesetzt. Schon bald wollten sämtliche Edelleute ein solch kostbares „Prunkei“ besitzen.

Diese Prunkeier wurden nicht nur aus erlesenen Materialien wie Edelmetallen, Juwelen oder Elfenbein gefertigt, sondern beinhalteten oft auch eine ausgeklügelte Mechanik, die für den Betrachter kleine, außergewöhnliche Überraschungen bereithielt. Noch heute werden die kleinen Kostbarkeiten zu Höchstpreisen gehandelt.

Woher kommt die Tradition der Ostereier eigentlich?

  • Herkunft & Bedeutung
  • Brauchtum
  • Ursprung des Namens

Herkunft und symbolische Bedeutung

Schon seit frühester Zeit wird dem Ei eine besondere Symbolkraft zugewiesen. Das Ei galt in den antiken Kulturen und Religionen als ein Symbol für die Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. In einigen Kulturen wurde es sogar als Ursprung von Mensch und Welt angenommen.

Im Christentum wurde diese symbolische Deutung des Eies aufgenommen und mit der Segnung der Ostereier weiterentwickelt. Hier steht die unversehrte Hülle des Eies nun einerseits für die Auferstehung Jesu: Wie das Küken die Schale durchbricht, so kommt Jesus lebend aus dem Felsengrab. Deshalb diente das Ei bei den frühen Christen auch als Grabbeigabe. Andererseits verweist das Ei oft im Hintergrund oder als Randmotiv auf Marienbildern auf die jungfräuliche Geburt Jesu.

Brauchtum der Ostereier

Seit dem 10. Jahrhundert war es unter den koptischen Christen Brauch, sich zum Osterfest gegenseitig Eier zu schenken. Das klassische Osterei oder Pasch-Ei (von lat. „pascha“ oder hebr. „passah“) schenkte man traditionell am Ostermorgen als Zeichen der Auferstehung. Ein solches Ei war ein durch Erhitzen haltbar gemachtes und dann rot gefärbtes Ei, das symbolisch für das Grab Jesu stand.

Ab dem 12. Jahrhundert wurde zur österlichen Speiseweihung zudem um die Segnung der Eier gebetet, ebenfalls mit besonderem Verweis auf die Auferstehung. In der Zeit von Papst Paul V. (17. Jahrhundert) wurde in der Ostermesse wie folgt gebetet: „Segne, Herr, wir bitten dich, diese Eier, die du geschaffen hast, auf dass sie eine bekömmliche Nahrung für deine gläubigen Diener werden, die sie in Dankbarkeit und in Erinnerung an die Auferstehung des Herrn zu sich nehmen.“

Auch waren Eier in den mittelalterlichen Klöstern ein sehr beliebtes Grundnahrungsmittel, welches auf verschiedenste Weise zubereitet wurde. Im Frankreich des Mittelalters weihten die Priester am Karfreitag hart gekochte Eier in einem rot gefärbten Wasserbad, um diese dann zum Osterfest als Essen anzubieten. In Deutschland berichtet man von gefärbten Eiern erstmals im frühen 13. Jahrhundert.

Weitere Gründe, welche die Tradition der Ostereier stärkten, waren im Mittelalter auch die Bedeutung von Eiern als „Zinsei“, einer Eierspende, die den Zehnt (Steuerabgabe) der Bauern an ihren jeweiligen Grundherren beinhaltete. Dieser Zehnt wurde im Frühling am Gründonnerstag immer in Form von Eiern gezahlt, weil es aufgrund der Fastenzeit sowie durch die erhöhte Legefreudigkeit der Hennen in dieser Jahreszeit einen Eierüberschuss gab.

Ebenfalls wirkte sich der Verzicht von Eiern (sie galten als tierische Produkte, denen man sich enthalten musste) in der Fastenzeit auf die starke Beliebtheit am sich anschließenden Osterfest aus, an dem der Eierkonsum dann besonders hoch gewesen ist.

Nach einer alten Legende soll das Ei sogar mit der Leidensgeschichte Jesu in Verbindung stehen: Angeblich hat Maria Magdalena einen römischen Wachsoldaten mit einem Ei bestochen, um auf diese Weise in das Haus des Pilatus eintreten und am Prozess Jesu teilhaben zu können.

Ursprung des Namens

Der Name „Osterei“ fand erstmals im Jahr 1615 bei einem Straßburger Handwerksmeister Erwähnung und 1617 berichtet ein E. Puteanus in seinem Werk „Ovi Euconium“ von beschrifteten, bemalten und geätzten Ostereiern. Im Jahr 1682 erwähnt S. Frank in der Schrift „Satyrae“ dann auch schon das Verstecken von Ostereiern.

Eine große Auswahl passender Ostereier zur Dekoration finden Sie im Vivat!-Shop. Wenn Sie selbst aktiv werden wollen haben wir Ihnen außerdem schöne Anregungen zum Dekorieren und Färben von Eiern zusammengestellt.

Den verschiedenen Traditionen und Techniken der Dekoration von Ostereiern widmen sich einige Museen und Ostereier-Börsen:

  • Ostereiermuseum Sabrodt, 02979 Elsterheide OT Sabrodt, Lausitz
  • Osterei-Museum Sonnenbuehl, 72820 Sonnenbühl, Schwäbische Alb
  • Internationale Ostereier-Börse in Leipzig „Leipziger Eierlei“

Osterbrauchtum: Wissenswertes über Ostern

Der Osterbrauchtum spielt in Österreich traditionell eine große Rolle. Was feiert man zu Ostern? Wann ist der Ostersonntag? Wo wohnt der Osterhase? Wir haben uns typische Bräuche zu Ostern angesehen und für unsere Leser zusammen gefasst.

Woher kommt das Wort Ostern?

Ostern hat seine Wurzeln im heidnischen Frühlingsfest. Man feierte das zunehmende Licht im Frühling, die wiederkehrende Fruchtbarkeit, das Erwachen der Natur und den Neubeginn. Rund um diese Symbolik sammelten sich Rituale, die bis ins heutige Zeitalter weiter getragen wurden. Im Zusammenhang mit Ostern ist des öfteren auch von Ostara die Rede, einer germanischen Frühlingsgöttin, die im Frühjahr verehrt wurde.

Über die genaue Herkunft des Wortes Ostern ist man sich jedoch unklar. Die Himmelsrichtung Osten (der Aufgang der Sonne) oder das altgermanische Wort Austro für Morgenröte aber auch die Göttin Ostara könnten hier zur Bezeichnung Ostern beigetragen haben. Ostern ist an keinem fixen Datum wie etwa Weihnachten. An welchem Wochenende Ostern gefeiert wird, bestimmt der Mond. Das Osterwochenende ist immer jenes Wochenende nach dem ersten Frühlingsvollmond. Der Ostersonntag fällt also frühestens auf den 22. März und spätestens auf den 25. April.

Osterhase & Ostereier

Das Ei gilt seit Jahrtausenden als Sinnbild neuen Lebens und als Symbol der Fruchtbarkeit. Auch der Hase steht für Fruchtbarkeit, bekannt auch als Begleiter der Fruchtbarkeitsgöttin Ostara. Nach der eierlosen Winterzeit fangen die Vögel und Hühner wieder an, Eier zu legen – ein weiteres Zeichen, das der Frühling einzieht. Daraus entstand angeblich auch der Brauch des Eiersuchen. Da die Hühner damals frei herumliefen, legten sie natürlich auch ihre Eier irgendwo ab. Damit die Menschen die Eier nutzen konnten, mussten sie somit danach suchen.

Eine andere Annahme besagt, dass das Verschenken von Eiern eine heidnische Tradition zu Ostara war und von der Kirche unter Strafe gestellt wurde. Um nicht erwischt zu werden, wurden die Eier nicht mehr persönlich übergeben, sondern auf Feldern versteckt. Familie und Freunde mussten die Eier suchen gehen. So gesehen das, was wir heute auch noch zu Ostern machen.

Wie man darauf kam, dass der Osterhase die Ostereier bringt, ist unbekannt. Zuvor waren es auch andere Tiere wie Fuchs oder Storch. Vermutlich lässt sich der Zusammenhang in der Symbolik der Fruchtbarkeit sehen, mit dem sowohl der Hase als auch das Ei in Verbindung steht.

Osterbräuche: Eierfärben und Osterfeuer

Bunte Ostereier schön dekoriert im Holzkorb.

Das Verschenken von Ostereiern ist ein weit verbreiteter Brauch. Die Tradition vom Eierfärben geht bis ins Mittelalter zurück. Gefärbt wurden die Eier bis ins 20. Jahrhundert hinein überwiegend nur in der Farbe Rot – die Farbe des Lebens und der Fruchtbarkeit. Eine pragmatische Theorie des Färbens von Eiern beruht darauf, dass während der Fastenzeit keine Eier gegessen werden durften. Um sie haltbar zu machen, wurden die Eier hart gekocht. Um diese später von den rohen Eiern unterscheiden zu können, wurden sie mit Pflanzenteilen eingefärbt.

Ein weiterer Brauch sind auch die Osterfeuer – Frühlingsfeuer, sie dienten zum endgültigen Austreiben des Winters, zum Begrüßen des Frühlings und der Sonne. Zugleich hoffte man mit dem Feuer auf gute Ernten. Im Christentum soll es an die Auferstehung Christi erinnern. Entzunden werden die Osterfeuer in den Abend- und Nachtstunden am Karsamstag. Dabei versammeln sich Nachbarn und Freunde um das meist meterhohe Holzfeuer, blicken in die Flammen und wärmen sich daran.

Fastenzeit und Auferstehung

Zur Zeit der Christianisierung baute das Christentum auf diese Tradition auf und übernahm das Osterfest in Form der Auferstehung Jesus Christus, die mit einer 40 tägigen Fastenzeit vorhergeht.

  • Mit Aschermittwoch (dem Tag nach Faschingdienstag) beginnt die Fastenzeit bis eine Woche vor Ostern, der sogenannten Karwoche, die mit dem Palmsonntag eingeleitet wird. Das Wort „Kar“ stammt vom althochdeutschen Begriff „kara“ ab und bedeutet „klagen, trauern“. Am Palmsonntag wird mit sogenannten „Palmbuschen“ dem Einzug Jesu in Jerusalem gehuldigt.
  • Am Gründonnerstag feierte Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Auch wenn allzugerne „grünes Essen“ wie Cremespinat mit Erdäpfel und Spiegelei – die mittlerweile traditionelle Speise am Gründonnerstag in vielen steirischen Haushalten gekocht wird, hat dieser Tag mit der Farbe grün wenig gemein. Die Bezeichnung geht vielmehr auf den althochdeutschen Begriff „grunen“ zurück der „klagen, weinen“ bedeutet.
  • Am Karfreitag wird dem Tod Jesus am Kreuz gedacht und als strenger Fasttag auf Fleisch verzichtet. Der Karsamstag gilt als die Grabesruhe. Am Ostersonntag wird die Auferstehung Jesus von den Toten gefeiert.
  • Am Ostersonntag bzw. Karsamstag findet die sogenannte Fleischweihe statt. Dabei werden Körbe voll mit Zutaten der Osterjause – Schinken, Kren, Brot, Eier – in die Kirche zur Segnung gebracht. Die Weihung und der anschließende Verzehr beendet die Fastenzeit. Mit den geweihten Speisen soll man angeblich ein Stück „Seligkeit“ zu sich nehmen.

Osterlamm: Bedeutung und Tradition

Das Lamm ist seit jeher das Symbol für Unschuld, im Christentum aber bekam es noch mal eine ganz neue Bedeutung. Jesus selbst wird als „Lamm Gottes“ bezeichnet, „das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (Johannes 1,29). Indem er sich stellvertretend für die Menschen opferte, erlöste er die Menschen. Mit dem Osterlamm feiern die Christen diese Erlösungstat.

In der Anfangszeit des christlichen Glaubens war es üblich, zum Osterfest ein Lamm zu schlachten, sein Fleisch zur Weihe unter den Altar zu legen und das Lammfleisch dann am Ostersonntag, dem Auferstehungstag, als Osterbraten (und erste Mahlzeit nach der Fastenzeit) zu essen. Die Auferstehung ist, neben der Geburt Jesu Christi, das höchste Fest der Kirche und wird mit dem Lammfleisch besonders gewürdigt.

Das Osterlamm heute

Heute ist der Brauch etwas weniger archaisch. Zwar essen wir noch immer Lammbraten oder Lammhaxen zu Ostern, doch das Lamm wird zunehmend von anderen Fleischsorten verdrängt. Üblich sind zum Beispiel zum Osterfest auch Hase oder Fasan. Das traditionelle Opferlamm spielt eigentlich nur noch in der griechisch-orthodoxen Kirche eine Rolle.

Bei uns findet sich die Lammform vor allem im gebackenen Osterlamm wieder. Auch Osterlämmer aus Schokolade erfreuen sich aber jedes Jahr großer Beliebtheit und sind ein beliebtes Geschenk – unabhängig davon, welche Osterbräuche man sonst noch so pflegt.

Ein Osterlamm backen

Der Kuchen in Lamm-Form ist eine schöne Alternative für alle, die zu Ostern kein Lammfleisch essen wollen – und simpel noch dazu. Das süße Lämmchen ist neben Hefezopf und Hefekranz ein echtes Traditionsrezept. Wir zeigen euch, wie ihr ein Osterlamm backen könnt.

© Thomas Neckermann

In der Regel wird das Osterlamm aus Rührteig zubereitet. Wer hier etwas experimentieren will, kann dem Teig aber auch Eierlikör, gemahlene Nüsse, Rum, Amaretto oder Kakao beimischen. Außerdem haben wir mit unserem Zitronen-Lamm mit Baiser eine tolle Alternative entwickelt, die auf dem Kaffeetisch mächtig Eindruck schindet. Eine spezielle Kuchenform für Osterlämmer ist natürlich unverzichtbar, um das Lamm in die charakteristische Form zu bringen.

Zu Ostern darf auch noch mehr auf den Tisch. Wir haben noch mehr leckere Rezepte für Osterkuchen und Ostertorte für euch und zeigen euch verschiedene Varianten vom Möhrenkuchen.

Wollt ihr noch mehr über Osterbräuche erfahren? Wir verraten, woher der Osterhase kommt. Außerdem findet ihr noch mehr Osterrezepte auf unserer Pinterest-Pinnwand. Nicht nur Hefezopf ein österliches Rezept zum Verlieben, sondern auch Muffins mit Eierlikör. 😉

Informationen rund um das Osterlamm

Die Bedeutung des Osterlamms reicht zurück in die früheste Zeit des Christentums und gilt als Symbol für Jesus Christus. Die Verletzlichkeit und die Unschuld des kleinen weißen Lämmchens stehen stellvertretend für den verletzten, gequälten Jesus, der letztendlich getötet wird. Das weiße Fell steht als Synonym für innere Reinheit und Frömmigkeit. Im Alten Testament bereits war das Lamm ein klassisches Opfertier und wurde in verschiedenen Ritualen Jahwe geopfert, meist auf einem Altar. Damit ist die vorrangige Bedeutung des Osterlamms schon seit Urzeiten vor allem die des Opfers. Das Opferlamm ist aber auch ein jüdischer Brauch: Beim Passahfest der Juden wird des Auszugs aus Ägypten gedacht und das Schlachten des Lamms ist, neben dem Backen ungesäuerten Brots, zentrales Ritual des Festes.

Schon im frühen Mittelalter wurde das Osterlamm als Symbol verwendet
Foto: AnnaER/

Im übertragenen Sinn wird Jesus Christus auch heute noch als Lamm Gottes (Agnus Die) bezeichnet. Im Neuen Testament, insbesondere im Evangelium des Johannes, wird die Bedeutung des Lamms klar hervorgehoben. Im christlichen Altertum wurde frisch geschlachtetes Lammfleisch unter den Altar gelegt, um es weihen zu lassen. Zu Ostern war es Brauch, dass die erste Mahlzeit des Auferstehungstages eben dieses geweihte Lammfleisch war. Der Verzehr der geweihten Speise stellte nach den Entbehrungen der Fastenzeit ein bedeutendes Ereignis für die Christen dar.

Wie hat sich die Rolle des Osterlamms im Laufe der Zeit gewandelt?

Bereits im Mittelalter wurde das Lammfleisch allerdings zunehmend durch das Fleisch von Hasen oder Fasanen ersetzt. Heute ist der ursprüngliche Brauch in unseren Breiten deutlich zurückgetreten und wurde durch das gebackene, süße Osterlamm ersetzt. Dieses erfreut sich zunehmender Bedeutung und Beliebtheit. Das häusliche Backen fördert den Zusammenhalt und schafft wieder ein Gemeinschaftsgefühl für die ganze Familie, denn jeder, ob groß oder klein, kann bei der Zubereitung des Osterlämmchens mithelfen. Traditionell erfolgt das Backen am Gründonnerstag. Anschließend wird das gebackene Osterlamm neben Eiern, Wurst, Fleisch und Brot in einem Speisenkorb gelegt und in der Kirche, meist während eines Gottesdienstes, geweiht. Heute finden sich im Speisenkorb meist noch (schokoladene) Osterleckereien für die Kinder, die natürlich ebenfalls gesegnet werden können. Für traditionsbewusste Christen ist das geweihte Osterlamm ein fester, unverzichtbarer Bestandteil des Osterfrühstücks.

An Ostern darf so richtig genascht werden
Foto: R. B. / pixelio.de

Auch in der griechisch-orthodoxen Kirche hat das Osterlamm seine Bedeutung nie verloren. Noch heute sind die Traditionen, Bräuche und Feste rund um das Osterlämmchen ein wichtiges Element der orthodoxen Osterfeierlichkeiten. Seit jeher hat das Osterlamm eine sehr enge Verbindung mit dem Leben, Sterben und Leiden sowie mit der Auferstehung Jesus Christus. Die Bedeutung des Osterlamms ist vielschichtig, führt letztlich aber doch immer wieder auf das Bild der Unschuld, Verletzlichkeit und inneren Reinheit zurück.

Osterbräuche im Überblick

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich rund um das Osterfest eine Vielzahl an Osterbräuchen entwickelt, zu denen hier ein kleiner Überblick gegeben werden soll:

  • Palmbuschen und Palmesel
  • Ratschen
  • Osterfeuer & Osterkerze
  • Speisesegnung & Osterweihkorb als Ostertradition
  • Osterlamm, Osterhase und Osterei
  • Der Emmaus-Gang – unterwegs mit dem Herrn
  • Osterwasser
  • Osterfahne – ein Siegeszeichen
  • Das Osterlachen – ein Ausdruck der Freude
  • Osterreiten – ein schöner Brauch
  • Film zu Osterbräuchen

Palmbuschen und Palmesel als Osterbrauch

Am Sonntag vor Ostern begehen die christlichen Kirchen den so genannten Palmsonntag: Sie gedenken an diesem Tag Jesus als er auf dem Rücken einer Eselin als „Friedenskönig“ in die Stadt Jerusalem einzogen ist. Laut der Bibel empfingen die Menschen Jesus mit Jubel und Palmzweigen. Dazu riefen sie: „Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels!“ (Joh 12,13). Im Judentum galt das Mittragen von Palmzweigen als Symbol der Huldigung und des Sieges (vgl.1 Makk 13, 51; 2 Makk 10,7).

In Gedenken an diese damalige Huldigung Jesu wird am Palmsonntag das Ritual der Palmweihe vollzogen. Während in Jerusalem, Rom und in den südlichen Ländern Palmzweige und Olivenzweige gesegnet werden, so sind es in nördlichen Regionen Zweige von Weidenkätzchen („Palmkätzchen“), Buchsbaum („Segenbaum“) oder anderen Sträuchern. Im Volk gelten die geweihten Zweige seit alters her als Segenszeichen für Haus und Feld. Im heutigen Russland trägt der Palmsonntag wegen der dort verwendeten Weidenkätzchen den Namen „Weidensonntag“.
Bereits in einem irischen Messbuch aus dem 7. Jahrhundert ist Palmweihe überliefert und schon im 8. Jahrhundert hat die Palmweihe eine große Verbreitung gefunden. In der Ostkirche gibt es seit dem 4. Jahrhundert eine Palmsonntagsprozession, wohingegen die Westkirche ein solche erst ab dem 11. Jahrhundert kennt.

In etlichen katholischen Pfarreien gibt es auch den alten Brauch, bei der Palmprozession zum Palmsonntag einen lebensgroßen Esel aus Holz mitzuführen, auf dem eine Christusfigur aus Holz sitzt. Diese Tradition war vermutlich bereits im 9. Jahrhundert bekannt und gewann besonders ab dem 13. Jahrhundert immer stärker an Bedeutung, bis die Reformation und Aufklärung aufkamen. In einigen Gemeinden wurde dieser Brauch in den letzten Jahrzehnten wiederbelebt. Statt dem Holzesel wird nun ein echter Esel mitgeführt, auf dem ein Priester bzw. ein Christusdarsteller reitet.

Ratschen als alte Tradition

Ein beliebter Brauch ist auch das Ratschen (lautes Knattern) oder Klappern. Dieses ersetzt von der Gründonnerstagsmesse bis zur Osternacht das Geläut der Altarglocken und wird von den Ministranten mit als Klappern (auch Karfreitagsklappern genannt) oder Ratschen bezeichneten Holzinstrumenten vollzogen.

Osterfeuer (Weihfeuer) und Osterkerze als Osterbräuche

Eine weite Verbreitung in Europa haben die Osterfeuer (auch als Weihfeuer bezeichnet) gefunden, die ihren Ursprung in der katholischen Osterliturgie haben. Aber auch vorchristliche kultische Frühlingsfeuer sind in der Geschichte nachgewiesen. Das Osterfeuer soll an die Auferstehung Christi erinnern und die christliche Osternachtfeier kennt eine eigene Lichtfeier bereits seit dem 4. Jahrhundert.

Ab dem 8. Jahrhundert wird eine Feuerweihe erstmals vor der Kirche abgehalten, welches mit Hilfe von Feuersteinen oder mittels eines Kristalls (Brennglas) aus Sonnenstrahlen entzündet wurde. Diese Methoden der Feuerentzündung symbolisieren in besonderer Weise die Auferweckung Christi aus dem steinigen Felsengrab. So wird das Feuer in der Liturgie der Osternacht (in früheren Zeiten bereits am Morgen des Karsamstags) entzündet und vom Priester gesegnet bzw. geweiht. An diesem Feuer wird dann auch die Osterkerze entzündet, nachdem sie liturgisch präpariert wurde.

Die Osterkerze wird dann feierlich unter dem Rufe „Lumen Christi“ (= Christuslicht) in die dunkle Kirche getragen und an ihr entzünden dann die Gläubigen ihre eigenen Kerzen. Das „Weihfeuer“ gilt zudem als Segenszeichen und in einigen Regionen ist es üblich, dass die Kinder das Feuer mit glimmenden Baumschwämmen in die Häuser tragen, wo damit dann das Herdfeuer entzündet wird und auf diese Weise der Ostersegen als Zeichen der Auferstehung nach Hause getragen wird. In etlichen katholischen Haushalten wurde früher das Herdfeuer nur einmal im Jahr, am Karfreitag in Erinnerung an den Tod Jesu, gelöscht.

Seit dem 10. Jahrhundert wird auch eine besondere Feuer-Zeremonie aus der Grabeskirche in Jerusalem abgehalten. Dort soll sich am orthodoxen Karsamstag um 13 Uhr im „Heiligen Grab“ das „heilige Feuer“ auf wundersame Weise selbst entzünden, welches die versammelten Gläubigen lautstark begrüßen. An diesem Feuer entzünden sie dann ihre Osterlichter, die in Erinnerung an die 33 Lebensjahre Jesu aus einem Bund von 33 dünnen Kerzen bestehen.

Erst seit dem 16. Jahrhundert sind die Osterfeuer dann auch als außerliturgischer Volksbrauch bekannt, denen vermutlich auch eine positive Wirkung auf die Fruchtbarkeit der Erde nachgesagt wurde.

Speisesegnung & Osterweihkorb als Ostertradition

Zum Osterfest gibt es den uralten Brauch der Segnung von Speisen (auch als „Speisesegnung“ bezeichnet). Bereits für das 7. Jahrhundert ist eine solche belegt und in Rom war es ab dem 11. Jahrhundert Sitte, Fleisch (Osterlamm), Milch, Honig, Käse, Butter und Brot zu segnen.

Außerdem gab es seit dem 12. Jahrhundert am päpstlichen Hof bereits eine feste Zeremonie der Nachahmung des letzten Abendmahles (Paschamahles), bei dem das gesegnete Osterlamm verzehrt wurde. Anfangs wurden nur Eier gesegnet. Mit der Zeit kamen auch Schinken, Milchprodukte und Brot hinzu.

Traditionell werden die Speisesegnungen (Speisenweihe) entweder in der Osternachtfeier, der Messe am Ostersonntag oder auch in einigen Gegenden bereits am Karsamstag durchgeführt. Dabei ist es Brauch, die gefärbten Ostereier und andere Speisen in einem geschmückten Körbchen („Weihekorb“) zum Gottesdienst mitzubringen, wo nach dem Hochamt die Speisesegnung stattfindet.

Dieser Osterweihkorb wird gewöhnlich mit einer Weihkorbdecke abgedeckt, in die ein Christussymbol oder ein anderes christliches Symbol eingestickt ist. Darin befinden sich meistens Speisen wie Fleisch, Osterschinken, Salz, Meerrettich, Schnittlauch, Käse, Butter, Wein, Honig, Würste, Obst, Dinkelmehl, Brot, Gebäck uvm.

Oft ist mit der Speisesegnung auch ein sich anschließendes Frühstück (den Inhalt des Osterweihekorbes) in der Familie oder eine Agapefeier in der Gemeinde verknüpft.

Osterlamm, Osterhase und Osterei

Einer der bekanntesten Bräuche an Ostern ist der rund um das Osterlamm. Schon seit Jahrtausenden gilt das Schaf als Symbol des Lebens und im Neuen Testament wird das Lamm zum Symbol für Jesus Christus, der als Lamm Gottes bezeichnet wird.

Weniger eng mit dem Christentum verknüpft ist der Kult um den Osterhasen, wenngleich eine Verbindung nicht gänzlich von der Hand zu weisen ist.

Die Tradition, am Osterfest Eier zu segnen, hat ihre Wurzeln bereits im Urchristentum. Dabei handelt es sich nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen, um einen heidnischen Brauch, sondern um eine alte christliche Tradition.

In einzelnen Beiträgen erklären wir Ihnen genau, welchen Ursprung und welche Bedeutung die Symbole Osterlamm, Osterhase und Osterei genau haben.

Aufgrund ihrer engen Verbindung zum Ei gehören auch auch Hennen und Küken zum Osterbrauchtum. Zudem findet sich auch in den Evangelien ein Bezug hierzu. So vergleicht sich Jesus selbst mit einer Henne:

Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt, aber ihr habt nicht gewollt.
– (Mat 23,37; Luk 13,3f).

Der Emmaus-Gang – unterwegs mit dem Herrn

Der Emmaus-Gang oder Emmausgang oder das Emmauspilgern ist eine Art besinnlicher Spaziergang, der verbreitet von christlichen Gruppen am Ostermontag unternommen wird. Oft brechen die Gruppen bereits am frühen Morgen des Ostermontags zum Emmausgang auf. Mancherorts macht man sich erst am Nachmittag auf den Weg in die Natur – meist mit einer Kirche oder Kapelle als Ziel.

Mit diesem Pilgerweg beziehen sich die Gläubigen auf den Weg der enttäuschten Jünger von Jerusalem nach Emmaus, auf dem sie Jesus – zunächst unerkannt – als Auferstandener begleitet hat. Erst am Ende des Weges gehen den Jüngern die Augen auf und sie erkennen ihn. Diese Erzählung aus dem Lukas-Evangelium (Lk 24,13-29) ist das Tagesevangelium in der Liturgie und tröstet die Jünger, die den Herrn selbst nicht mehr als Irdischen sondern ihn ausschließlich als Auferstandenen kennen gelernt haben.

Traditionell werden die Christen aufgefordert, den Auferstandenen im Gebet, im Hören auf sein Wort, im Brot brechen (Eucharistie) und in der christlichen Gemeinschaft zu begegnen. Deshalb gehören Schriftlesung, Gebet und häufig auch ein kleines gemeinsames Mahl zum Emmausgang.

Osterwasser

Aller Wahrscheinlichkeit nach liegt der Ursprung des Osterwassers bereits in heidnischer Zeit. Seit Anbeginn der Menschheit gilt das Wasser als Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit. Aus eben diesem Grund wurde es bei den Germanen zum Andenken an die Frühlings- sowie Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt.
Nach dem Siegeszug des Christentums wurde das Wasser bald zu einem Symbol für Ostern umgedeutet. Seit dem 2. Jahrhundert ist es Tradition, das Taufwasser zwei Mal jährlich zu weihen (in den Nachtfeiern von Ostern und Pfingsten).

Ein alter Volksbrauch war es, das Osterwasser in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach zu schöpfen und dann schweigend nach Hause zu tragen. Dies sollte ein ganzes Jahr lang Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen sowie für eine ewige Jugend und Schönheit sorgen. Nach dem Volksglauben sollen diejenigen Kinder, welche mit dem Osterwasser getauft wurden, besonders intelligent werden.

In der heutigen Zeit meint man als Osterwasser vor allem das in der Kirche gesegnete Wasser (Taufwasser). Dieses kann nach der Segnung in der Osternacht von den Gläubigen mit nach Hause genommen werden, wo es in manchen Regionen Brauch ist, das Osterwasser in die Weihwasserbecken der Stuben (man bekreuzigt sich beim Verlassen des Hauses) zu befüllen. Eine alte Tradition, die in engem Zusammenhang steht, ist die des Sich-Bekreuzigens mit Oster- bzw. Weihwasser beim Eintreten und Verlassen eines Gotteshauses.

Wenn Sie auch wieder den alten katholischen Brauch der Weihwasserbecken und -krüge in den Stuben neu beleben möchten oder eine schöne Geschenkidee benötigen, so empfehlen wir Ihnen hierzu das Angebot im Vivat!-Shop.

Osterfahne – ein Siegeszeichen

Schon seit dem 9./10. Jahrhundert kennt die Kirche Fahnen für liturgische Zwecke, die den Triumph Christi und der Heiligen symbolisieren. Ursprünglich war die Oster- bzw. Auferstehungsfahne ein rotes Velum (Schal), mit dem das Kreuz zu Ostern geschmückt wurde (ähnlich dem römischen Feldzeichen nach einem Sieg). Daneben entwickelte sich im Laufe der Zeit die heute typische Osterfahne als Fahnenstange mit der Querstrebe, an welcher ein Tuch herabhängt.

Traditionell sind zwei Motive üblich:

  1. Entweder wird Christus als der Auferstandene dargestellt, der mit der Hand das Siegeszeichen macht und für welches die Bezeichnung „Osterfahne“ üblich wurde.
  2. Oder in einer zweiten Variante wird Christus als Osterlamm dargestellt, welches die Osterfahne mit sich führt.

Beide Motive drücken symbolisch das Gleiche aus, nämlich den Triumph über den Tod.

Das Osterlachen – ein Ausdruck der Freude

Eine sehr alte Tradition zu Ostern ist das so genannte „Osterlachen“, das in vielen Gemeinden auch heute noch ein schöner Brauch ist.

Dabei erzählt der Priester in der Osterpredigt lustige Anekdoten (auch „Ostermär“ oder „Ostermärlein“ genannt), um die Gläubigen zum Lachen bringen.

Bekannt ist diese Tradition schon seit dem 16. Jahrhundert und Scherze bzw. überraschende Witze in der Osterpredigt waren bis in das 17. Jahrhundert hinein fast überall ein fester Bestandteil der Predigt in der Osternachtliturgie. Zwar verlor dieser Brauch im 18. Jahrhundert wieder Bedeutung, aber auch heute noch ist er in einigen Gemeinden fester Bestandteil.

Mit dem Osterlachen soll der Charakter des Osterfestes als Fest der Freude, an dem wir allen Grund haben zu lachen, ganz besonders zum Ausdruck gebracht werden.

Osterreiten – ein schöner Brauch

In der Osterzeit ist auch das so genannte „Osterreiten“ (Kreuzreiten) als ein altes Ritual in manchen Regionen bekannt, bei dem die Auferstehung von Jesus Christus verkündet wird. Seinen Ursprung hat das Osterreiten bei den heidnischen Slawen, die im Frühjahr um ihre Felder ritten, um auf diese Weise eine gute Ernte zu erbitten.

Nach der Bekehrung der Slawen zum Christentum wurde dieser Brauch des Osterreitens von der Kirche übernommen und wird bis heute im katholischen Teil der sorbischen Lausitz (Gebiet zwischen Hoyerswerda, Kamenz und Bautzen) jährlich am Ostersonntag gepflegt.

Angeführt wird die Prozession von den Fahnenträgern, den Trägern der Christusstatue und des Kreuzes. Zuerst versammeln sich die Reiter vor der Kirche und werden vom örtlichen Geistlichen gesegnet und verabschiedet. Anschließend prozessieren die festlich gekleideten Reiter (mit Gehrock und Zylinder, die Pferde sind mit muschel- oder metallbeschlagenem Ostergeschirr und buntbestickten Schleifen verziert) singend in die jeweilige Nachbargemeinde, um dort das Ereignis der Auferstehung bekannt zu machen.

Außerhalb der Ortschaften wird der Rosenkranz oder eine Litanei gebetet. Wenn die Prozession in der Nachbargemeinde angekommen ist, wird die Kirche sowie der Friedhof umrundet. Anschließend beten sie auf dem Friedhof für die Verstorbenen und werden dann bei den Familien des Dorfes verköstigt.

Film zu Osterbräuchen

Die schönsten Osterbräuche aus der Schweiz:

Quellen:

5 typische Osterbräuche in Deutschland

Ostern ist eines der ältesten und wichtigsten Feste in Deutschland. Es wird nicht nur die Auferstehung Christi gefeiert, sondern auch der Beginn der schönen Jahreszeit – dem Frühling! Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf. Endlich wird es wieder grün und bunt in unseren Gärten und auf unseren Balkonen. Seit Jahrtausenden feiern die Menschen den Beginn der warmen Jahreszeit mit dem Bemalen von Eiern und Osterhasen. Wir haben uns anlässlich des Osterfests mit den Sitten und Osterbräuchen im Ausland beschäftigt und stellen nun hier die beliebtesten Bräuche und Traditionen Deutschlands, die ihren Ursprung im Heidnischen haben.

Hasen werden schon lange Zeit mit dem Osterfest verbunden. Als Zeichen der Fruchtbarkeit werden Hasen geschichtlich als Symbol des nahenden Frühlings verstanden. Doch hauptsächlich sind die einfach süß 🙂

Das Osterwasser holen

Ein besonders schöner Osterbrauch, der vor allem bei den Sorben im Spreewald noch heute zelebriert wird, das Osterwasser. Man sagt, dem Osterwasser heilende Kräfte nach. Es wird in der Nacht zum Ostersonntag in einem Tonkrug aus einem Fließ bzw. einer Quelle aus östlicher Richtung (wo die Sonne aufgeht) her, von den Mädchen geholt. Auf dem Hin- und Rückweg darf nicht gesprochen werden. Andernfalls verliert das Wasser seine Wirkung. Laut dem Brauch wird mit dem Osterwasser das Vieh besprenkelt, damit es gesund bleibt. Aber auch die jungen Mädchen waschen mit dem Wasser Hals und Gesicht. Das verleiht Schönheit und Frische.

Wohl weiter verbreitet ist heutzutage in Deutschland aber der Genuss eines kleinen Osterwassers zum Essen. Damit ist in der Regel ein kleiner Schnaps gemeint 😉

Die Ostersemmel backen

Die Ostersemmel (oder auch Osterzopf genannt) wird aus einem Hefeteig geflochten und symbolisiert die heilige Dreifaltigkeit. Im Spreewald beispielsweise ist die Semmel ca. 50 cm lang und 20 cm breit. Sie soll ein Palmenblatt darstellen. Traditionell gehen die Kinder am Ostersonntag oder Ostermontag zu ihren Paten und holen sich ihre Geschenke ab. Das waren zum einen die Ostersemmel, Ostereier, Pfefferkuchen und eine kleine Brezel. Ein nach wie vor beliebter Brauch in Deutschland, der in verschiedenen Variationen zelebriert wird.

Ostereier und Osterhasen suchen

Wir alle haben es als Kind geliebt, das Auspusten und Bemalen von Eiern. Traditionell werden die Eier dann im Garten versteckt und gesucht. Oft gibt es die eine oder andere Süßigkeit in Form eines Hasens dazu. Wusstet ihr, dass es den Osterhasen bereits seit 300 Jahren gibt? Oder dass sich die Chinesen bereits vor etwa 5.000 Jahren bemalte Eier zum Frühlingsanfang schenkten? Ganz schön alt, diese Traditionen und Bräuche. Sowohl der Hase als auch die Eier gelten in unseren Breiten als Symbol der Fruchtbarkeit und des erwachenden Lebens (bzw. der Auferstehung).

Bunte Ostereier gehören in Deutschland zum Fest einfach dazu. Ob als Deko, als kleines Geschenk oder einfach als Leckerei – Ostereier müssen sein.

Einen Osterspaziergang machen

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…“ Wer kennt ihn nicht, den „Osterspaziergang“ von Johann Wolfgang von Goethe. Wir alle machen an Ostern gerne mit der Familie einen Gang durch die aufblühende Natur. Doch woher kommt denn dieser Osterbrauch? Tatsächlich hat der Osterspaziergang einen christlichen Hintergrund. Laut der Bibel wollen die Jünger Jesu nicht glauben, dass dieser Auferstanden ist und treten den Weg zu ihm an. Während des Ganges diskutieren sie eifrig darüber und sangen. Über die Zeit entwickelte sich dieser Weg der Glaubensfindung zum allseits beliebten Osterspaziergang für die ganze Familie.

Das Osterrad rollen lassen

Vor allem in den ländlichen Gefilden wird am Ostersonntag eine besonders wichtige Tradition zelebriert. Es wird das Osterrad angezündet und vom Hügel oder Berg gerollt. Diesen Brauch gibt es seit über 2.000 Jahren. Es ist ein mit Stroh ausgeschmücktes Holzrad. Kippt das brennende Rad um, bedeutet dies eine schlechte Ernte für die Bauern. Rollt es gerade herunter, kann man mit einer guten Ernte rechnen.

Verwandte Begriffe

Bräuche, Verkaufsschlager und Zahlen
So wird Ostern in Deutschland gefeiert

Panorama – 27.03.2018

Wenn der Konsum von bunten Eiern in deutschen Haushalten plötzlich steil nach oben schnellt, kann das nur eines bedeuten: Es ist wieder Osterzeit. Wie Ostern in Deutschland und der Welt gefeiert wird, was zu Ostern auf den Tisch kommt und welche Geschenke sich im Osternest verstecken.

Von Max Frehner

An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi. Betrachtet man jedoch Bräuche und Gepflogenheiten zur Osterzeit, stellt man zügig fest, dass Osterhase, bunte Eier und Geschenke wenig mit dem eigentlichen Anlass zu tun haben. So verwundert es auch kaum, dass lediglich 19 Prozent der Deutschen eine Kirche an Ostern besuchen. Das ist nur eines der Ergebnisse, die von Netzshopping zu diesem Thema zusammengetragen wurden.

Ostern in Deutschland: Selbstgemachtes liegt im Trend

Stattdessen werden Osterfeiertage für Familienbesuche genutzt. Über die Hälfte aller Deutschen feiert das Osterfest mit der Verwandtschaft. Dort treffen Besucher vielerorts auf bunt geschmückte Häuser und Wohnungen. Rund 79 Prozent aller deutschen Haushalte hübschen ihr Zuhause mit Osterdekoration auf. Auch Selbstgemachtes steht hoch im Kurs: 65 Prozent der Deutschen bemalen Ostereier mit bunter Farbe. Immerhin 27 Prozent basteln ein eigenes Osterkörbchen. Handgefertigte Osterutensilien und gekaufte Präsente werden anschließend meist versteckt und müssen von den Beschenkten gesucht werden. So ist es bei 55 Prozent aller Deutschen Brauch.

Geschenke zu Ostern: Mehr Kleinigkeiten als große Präsente

Apropos Geschenke: Allein die Spielzeugindustrie macht zu Ostern rund 200 Millionen Euro Umsatz. Am häufigsten liegen jedoch Süßigkeiten in den Osternestern. Während 62 Prozent der Deutschen etwas Süßes zum Naschen verschenken, setzen 45 Prozent auf kleinere Geschenke wie Bücher oder Spielwaren. Darauf folgen Eier (38 Prozent), Blumen (22 Prozent), Selbstgebasteltes (13 Prozent), Gutscheine (elf Prozent) und Geld (zehn Prozent). Nur zwei Prozent der Deutschen greifen für ein Ostergeschenk tiefer in die Tasche und verschenken ein größeres Geschenk. Knapp ein Fünftel verzichtet komplett auf Ostergeschenke. Übrigens: Wer als Kind an den Osterhasen geglaubt hat, gibt durchschnittlich zehn Euro mehr für Ostergeschenke aus.

Fisch, Lamm und Eier – das kommt auf den Tisch

Auch kulinarisch bietet die Osterzeit Besonderheiten. Während der durchschnittliche Deutsche rund 205 Eier pro Jahr verspeist, was in etwa vier Eiern pro Woche entspricht, werden in der Osterwoche im Schnitt drei Eier mehr gegessen. Fast jeder dritte Haushalt richtet zu Ostern ein Festessen aus. Als Hauptmahlzeit steht bei 19 Prozent der Deutschen ein Lammbraten auf dem Speiseplan. Das macht in etwa 15 Prozent des ganzjährigen Lammfleischkonsums aus. Am Karfreitag wird vor allem Fisch aufgetischt (40 Prozent).

Osterhasen beliebter als Nikoläuse

Süßigkeiten sind das liebste Ostergeschenk der Deutschen. Entsprechend ist auch der Schokoladenkonsum zur Osterzeit besonders hoch. Durchschnittlich nascht ein Haushalt 1,1 Kilogramm Schokolade über die Feiertage. Damit liegt der Schokoladenkonsum um etwa 50 Prozent höher als im sonstigen Jahr und stellt selbst den Verzehr von Schokoladen-Nikoläusen in der Weihnachtszeit in den Schatten. Um sich für den großen Ansturm zu wappnen, produziert die Süßwarenindustrie jährlich etwa 126 Millionen Schokoladen-Osterhasen.

Deutsche verzichten am liebsten auf Alkohol

Für manch einen ist die Schokolade zum Osterfest aber auch Belohnung für Wochen der Enthaltsamkeit. Insgesamt 73 Prozent der Deutschen konnten sich im Vorfeld der Fastenzeit vorstellen, auf etwas zu verzichten. Mit 68 Prozent gab der Großteil der Befragten an, Alkohol fasten zu wollen. Auch Süßigkeiten (59 Prozent), Fleisch (39 Prozent), Fernsehen (34 Prozent), Rauchen (34 Prozent), Handy und Computer (23 Prozent) sowie das Auto (18 Prozent) standen auf der Liste der verzichtbaren Dinge.

Kuriose Osterbräuche aus aller Welt

Je nach Region gibt es auch zu Ostern unterschiedliche Bräuche. So werden in manchen Teilen Deutschlands geweihte Ostereier über das Haus geworfen, um es vor Blitzeinschlag und Feuer zu schützen. In England werden Eier die Straße hinuntergerollt – solange bis sie kaputt sind. Grob geht es in Bulgarien zu. Hier bewirft man sich gegenseitig mit Eiern. Wer es schafft den anderen zu treffen ohne dass das Ei zerbricht, soll im kommenden Jahr besonders viel Glück erfahren. Ebenfalls raue Stimmung herrscht in Finnland. Hier klopfen sich Freunde mit einer Birkenrute auf den Rücken. Als „Osterweiber“ verkleidet ziehen die Kinder in Schweden von Tür zu Tür und tauschen selbstgemalte Bilder gegen Süßigkeiten oder ein kleines Taschengeld ein.

Osterbrauch, Osterbrauchtum, Osterbräuche in
Deutschland

Osterhase – Osterhasen
Der Osterhase ist heute als österlicher Eierbringer bekannt. Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck von Frankenau, einem Medizinprofessor aus Heidelberg überliefert. Vor über dreihundert Jahren ist der Brauch im Elsaß, in der Pfalz und am Oberrhein entstanden. weiter

Osterei – Ostereier
Ostereier sind die zum Osterfest verschenkten bunten und aus verschiedenen Materialien hergestellten Eier. Das Ei hat in der Geschichte der Menschheit viele verschiedene Bedeutungen, die sich teilweise auf das Osterfest übertragen haben. Das Ei dient als Nahrung, ist Symbol des Lebens, der Reinheit, der Fruchtbarkeit, gilt als Naturalabgaben für Schulden, als Opfer oder Liebesgabe. weiter

Osterlamm
Zum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm. Entstanden ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. Dabei wird das Lamm zum Gedenken an Gott geschlachtet. In der christlichen Kirche ist es symbolisch zum Lamm Gottes geworden. weiter

Osterfeuer
Das Osterfeuer steht als Symbol für die Sonne. Sie ist der Mittelpunkt unseren Lebens. Ohne die Sonne ist kein Leben auf unserer Welt möglich. Diese Bedeutung wird auf Gott und Jesus übertragen. Der Glauben ist Ausgangspunkt unseres Lebens. weiter

Osterkerze – Osterkerzen
In der Osterkerze vereinigen sich die griechische, jüdische, römische und christliche Lichttradition. Das Licht gilt als Zeichen des Lebens. Im christlichen Glauben ist die Osterkerze im 4. Jahrhundert nach Christus entstanden. weiter

Osterräderlauf in der Osterräderstadt Lügde am 1. Osterabend
Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem ersten Früh1ingsvollmond lädt man in Lügde, bei Bad Pyrmont, im Weserbergland, dem überlieferten Brauch der Väter folgend, am ersten Ostertag bei Einbruch der Dunkelheit, etwa gegen 21 Uhr, sechs brennende Osterräder vom Osterberg ins Tal der Emmer rollen. weiter

Osterwasser
Wie viele andere Bräuche geht auch das Osterwasser auf eine vorchristliche Entstehung zurück. Das Wasser steht als Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit und wurde zum Gedenken an die germanische Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. weiter

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