Osteopathie BEI baby

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Blockade: Wenn Dein Baby dauernd schreit…

Wenn Du als frischgebackene Mami mit Deinem kleinen Schatz das Krankenhaus verlässt, kommen einige Veränderungen auf Dich zu. Natürlich musst Du Dich erst einmal in den neuen Alltag mit Baby hinein finden. Umso schwieriger ist es, wenn Dein Kind scheinbar ununterbrochen und ohne erkennbaren Grund schreit und auch das Stillen nicht so richtig klappt. Grund dafür kann eine Blockade sein, die ein Osteopath auf sanfte Weise schnell wieder lösen kann.

Ganz sicher hast Du Dich in den letzten Wochen Deiner Schwangerschaft schon auf schlaflose Nächte eingestellt, in denen Dein Kind Dich regelmäßig aus den Federn schreit, weil es Hunger hat oder seine Windel nass ist. Wenn Dein Schatz jedoch ununterbrochen weint und sich auch nicht beruhigen lässt, raubt das frischgebackenen Eltern allerdings nicht nur den Schlaf, sondern oft auch den letzten Nerv. Anscheinend will Dein Baby weder trinken, noch hat es eine volle Windel und auch sonst kannst Du beim besten Willen nicht herausfinden, was dem Kleinen fehlt. Der erste Weg bei solchen Problemen sollte natürlich zum Kinderarzt führen. Dieser stellt unter Umständen fest, dass Dein Baby eine sogenannte Blockade hat, und schickt Dich zu einem Osteopathen. Bei dieser ganzheitlichen Therapiemethode wird der Körper des kleinen Patienten abgetastet, denn eine Blockade in der Wirbelsäule oder der Halsmuskulatur kann der Grund dafür sein, warum Dein Baby Dich Nacht für Nacht so auf Trab hält.

Wenn Dein Baby oft schreit, den Kopf bevorzugt zu einer Seite geneigt hält und die Arme häufig nach oben reißt, kann es an einer Blockade leiden.

Wie entsteht eine Blockade beim Baby?

Eine Blockade kann beim Baby auf zwei verschiedene Arten entstehen. Entweder handelt es sich um eine vorgeburtliche Schädigung, die daher rührt, dass das Baby in der Gebärmutter zu wenig Platz hat und in einer nicht optimalen Position liegt, oder die Strapazen während der Geburt selbst sorgen dafür, dass sich in der Halswirbelsäulenmuskulatur eine Verspannung bildet, die das Baby nicht von alleine wieder rückgängig machen kann. Ein erhöhtes Risiko für eine vorgeburtliche Blockade besteht bei Mehrlingsschwangerschaften, Anomalien der Gebärmutter oder Unfällen im Bauch- und Beckenbereich der werdenden Mami während der Schwangerschaft. Während der Geburt sind vor allem erhöhte Druckverhältnisse, lange Pausen zwischen den Wehen, nötige Lageveränderungen des Kindes oder Hilfsmittel wie eine Geburtszange oder Vakuumpumpe für eine solche Blockade verantwortlich. Da auch das Baby bei der Geburt unter großem Stress steht, kann es sein, dass es sich verspannt und auf diese Weise eine Deformation entsteht, die bei Nichtbehandlung mehrere Probleme mit sich führen kann.

Wie erkennst Du eine Blockade beim Baby?

Bei sehr starken Formen einer solchen Blockade wird der Arzt schnell feststellen, dass mit dem Hals Deines Kindes etwas nicht in Ordnung ist. Ein muskulärer Schiefhals oder – wie es heute genannt wird – das KiSS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung) kann die Folge einer ungünstigen Lage in der Gebärmutter oder der genannten Schwierigkeiten bei der Geburt sein. Oftmals sind Blockaden jedoch nicht direkt sichtbar, sondern machen sich durch mehrere nicht immer eindeutige Symptome bemerkbar. Wenn Dein Baby viel schreit und sich Probleme beim Stillen zeigen, es sich zum Beispiel bei dem Versuch es anzulegen überstreckt und immer wieder den Kopf wegzureißen scheint, kann Dein Schatz an einer solchen Blockade leiden. Auch wenn Dein Baby im Bettchen liegt, kannst Du eine Blockade erkennen. Dann liegt es nämlich häufig nicht entspannt und gerade, sondern zu einer Seite hin gekrümmt, bewegt oft die Arme und Beine hektisch und lässt sich auch beim Hochnehmen nur schwer oder gar nicht beruhigen.

Bei einer Blockade kann sich der Kopf verformen

Wenn Dein Baby eine Blockade hat, ist der Kopf bevorzugt zu einer Seite geneigt, sodass das Anlegen auf einer Seite meist besser klappt, als auf der anderen. Durch die einseitige Kopfhaltung kann jedoch der Schädel hinten abflachen und sich verformen. Dies ist oft das erste wirklich wahrnehmbare Zeichen, dass eine Blockade Schuld an den Problemen sein kann. Gerade Frauen, die zum ersten Mal ein Baby bekommen, sind zunächst sehr verunsichert, wenn ihr Baby sich so verhält. Sie suchen die Schuld erst einmal bei sich selbst oder beim Stillen, stellen auf Flaschennahrung um und zu den Schrei- und Stillproblemen gesellen sich dadurch auch noch Ernährungsschwierigkeiten. Dabei ist eine Blockade bei Babys eigentlich leicht in den Griff zu bekommen.

Wie kann eine Blockade behandelt werden?

Der wirksamste Weg, um eine Blockade beim Baby zu behandeln, ist der Weg zu einem Osteopathen. Bei der Osteopathie handelt es sich um eine ganzheitliche Therapiemethode, die davon ausgeht, dass der menschliche Körper eine Einheit bildet, deren Strukturen in ständiger Bewegung sind und einen harmonischen Fluss bilden. Ist dieser an einer Stelle gestört, spricht der Osteopath von einer Blockade. Bei Säuglingen befindet sich diese meist im Schädel- oder Halswirbelbereich. Da der Bewegungsfluss durch die Verspannung von Muskel oder Wirbel gestört ist, entstehen Symptome, die in erster Linie nichts mit der Wirbelsäule zu tun zu haben scheinen, wie das ständige Schreien oder die Probleme beim Stillen. Auch Verdauungsprobleme können durch eine Blockade entstehen. Der Osteopath wird Dein Baby daher zunächst einmal genau abtasten. Seine Aufgabe besteht darin, Gewebespannungen und Bewegungseinschränkungen durch die Berührung festzustellen und sie sanft mit den Händen zu lösen. Im Prinzip wird er Dein Baby also in einer Therapiestunde vorsichtig massieren, um die Verspannung zu lösen. Oft helfen schon ein bis zwei Sitzungen, um die Blockade zu lösen und die ganzen Probleme, die mit ihr einhergehen, schnell in den Griff zu bekommen.

Eine Blockade behandeln: Wie finde ich einen Osteopathen?

Auch wenn es nicht immer ganz einfach ist, eine Blockade zu erkennen, sind die Erfolgschancen der Behandlung durch einen Osteopathen sehr gut. Da die Ausbildung für die Therapiemethode jedoch in Deutschland noch nicht gesetzlich geregelt ist, gibt es einige Unterschiede in der Qualität. Beim Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) kannst Du Dich informieren, wo es in Deiner Nähe einen qualifizierten Heilpraktiker gibt. Um eine Blockade bei Deinem Baby behandeln zu lassen, solltest Du auch darauf achten, dass der behandelnde Osteopath eine Zusatzqualifikation für Babys und Kinder besitzt. Leider zahlen die meisten gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung derzeit noch nicht, sodass eine Therapiestunde mit 50 bis 120 Euro zu Buche schlagen kann. Informiere Dich am besten im Vorfeld, ob Deine Kasse die Behandlung übernimmt!

Wenn Dein Kind scheinbar ohne Grund schreit und sich beim Stillen verkrampft, kann eine Blockade der Halswirbelsäulenmuskulatur Schuld sein. Diese kann bereits im Mutterleib entstehen, wenn eine ungünstige Liegeposition für eine Verspannung sorgt, doch auch Schwierigkeiten während der Geburt können eine Blockade auslösen. Doch keine Angst, ein Osteopath kann Deinem Schatz und Euch gestressten Eltern schnell helfen, sodass schlaflose Nächte bald der Vergangenheit angehören dürften!

Bei einer Reihenuntersuchung in der Schule wies der Arzt meine Eltern darauf hin, dass ich etwas schief stehe: „Sie hat ein leichtes S im Rücken“, sagte er. Ich war sieben oder acht Jahre alt und verstand nicht genau, was der Arzt damit meinte. Mein Name begann mit S, hatte es etwas damit zu tun?

Mit Stock unterm Arm

Der Arzt schien nicht beunruhigt, es folgten keine weiteren Anweisungen. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Eltern erwogen, einen Spezialisten zu konsultieren, schließlich hatte ich keine Schmerzen. Osteopathen kannten wir nicht. Nur meine Oma sah ein Problem, sie empfahl mir, einen Stock quer über den Rücken unter die Arme zu klemmen und jeden Tag so zehn Minuten zu spazieren, was ich widerwillig machte. „Mit schiefem Rücken findest du keinen Mann“, warnte sie.

Neulich diagnostizierte der Kinderarzt bei meiner Tochter eine Fehlhaltung und gab mir eine Überweisung zum Osteopathen. Sie war zehn Wochen alt, lag die meiste Zeit in ihrem Bett, auf einer Decke. Sie lag dabei ein wenig schief, wie ein Croissant. Das war offenbar ein Problem.

Der schiefe Claus Kleber

Ich redete mit befreundeten Müttern, die auch Babys haben und stellte fest, dass alle zum Osteopathen gehen. Nicht nur wegen Fehlhaltungen, sondern auch wenn Kinder viel schreien. Osteopathen scheinen so eine Art Babyflüsterer zu sein. Eine Freundin sagte, sie mache sich Sorgen, weil die Haltung ihres Sohnes sie an Claus Kleber erinnere, den sympathischen ZDF-Moderator, der aber den Kopf immer etwas sehr schief legt. So schlimm war es bei meiner Tochter nicht, aber sie war jetzt auch keine kerzengerade Marietta Slomka.

Ich machte einen Termin, schon um meine Tochter vor meinem krummen Rücken zu bewahren. Ich überlegte, wie ich meinen Eltern erklären sollte, was ein Osteopath genau macht. Die Erklärung, er löse mit „besonderen Handgriffen“ Verspannungen und Blockaden, klang etwas esoterisch, nach Zauberei. Während die Effektivität der Methode bei der Behandlung von Rückenschmerzen bei Erwachsenen erwiesen ist, ist bei Säuglingen die Wirksamkeit offenbar nicht erwiesen. Die Behandlung kostet ab fünfzig Euro und wird nur von wenigen Kassen erstattet.

Wie beim Schamanen

Ich trug das Baby trotzdem zum Osteopath, und fühlte mich, als ginge ich zum Schamanen. Der Schamane hatte blaue Augen wie der Schauspieler Terence Hill. Er umfasste die Hüfte meiner Tochter, dann fühlte er den Nacken und stellte an beiden Stellen Blockaden fest. Bei Blockaden denke ich sofort an Atommüll, Castor, nicht an mein kleines Croissant, das jeden Morgen mit einem breiten zahnlosen Lachen aufwacht, als gebe es nichts Schöneres, als am Leben zu sein. Ich starrte dem Mann fragend in seine eisblauen Augen, darauf gefasst, dass er einen lustigen Spruch macht.

Links, rechts, fertig

Doch Terence Hill sagte ernst, die Blockaden könnte später Schwierigkeiten verursachen – in der Motorik, beim Schreibenlernen, bei der Konzentration. Er drehte den Kopf meiner Tochter sanft nach links, nach rechts. Er drehte die Hüfte nach links, nach rechts. Dann war er fertig, schüttelte meine Hand und verließ das Zimmer. Das alles hatte nur wenige Sekunden gedauert. Ich war mir nicht sicher, ob ich das nicht geträumt hatte. Inzwischen sind sechs Wochen vergangen, das Kind liegt nur noch selten wie ein Croissant da. Offenbar haben Terence Hills Griffe funktioniert.

Viele Eltern fragen sich, warum gerade ihr Baby so unruhig ist, warum es dauernd schreit und man es nie ablegen kann. Oft stecken Verspannungen und Blockaden dahinter, die durch eine schwierige Geburt ausgelöst wurden beziehungsweise schon in der Schwangerschaft entstanden sind. Und die mit Hilfe eines erfahrenen Osteopathen relativ schnell und völlig schmerzlos wieder beseitigt werden können.

Mögliche Spätfolgen der Geburt

Eine Geburt ist kein Spaziergang. Weder für die Mutter, noch für das Kind, dessen Körper dabei starken physikalischen Kräften ausgesetzt wird. Wenn es zu schnell oder zu langsam geht, wenn die Geburt eingeleitet werden muss oder wenn ein Eingreifen in Form von Zange oder Saugglocke nötig ist, dann kann es zu sogenannten Dysfunktionen kommen. Wenn diese nicht behandelt werden, so gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder die Erscheinungen verschwinden im Laufe der Zeit vermeintlich wie von selbst und treten dann im schlimmsten Fall Jahre später in Form von Rückenproblemen, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Hyperaktivität oder Verhaltensauffälligkeiten wieder auf oder die Fehlspannungen bleiben dauerhaft im Körper. Und führen zu Schlaflosigkeit, Fehlhaltungen, KISS-Syndrom, Dreimonatskoliken und eventuell auch zu Entwicklungsverzögerungen.

Erste osteopathische Untersuchung so schnell wie möglich

Empfohlen wird daher, sich möglichst frühzeitig nach der Geburt an einen Osteopathen zu wenden. Dabei werden die Reflexe, das Bewegungsverhalten sowie die Körperhaltung überprüft. Es wird nach dem Trinkverhalten und dem Stuhlgang gefragt und danach, ob es möglich ist, das Kind auch mal abzulegen oder ob es immer getragen werden will. Der Osteopath untersucht Becken, Wirbelsäule, Halswirbel und Schädel und sucht gezielt nach Stauchungen oder Zerrungen, die das Kind während der Geburt erlitten hat beziehungsweise die durch Platzmangel in der Schwangerschaft entstanden sind. „In einigen Ländern“, so Marina Fuhrmann, Präsidentin des Verbandes der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD), „ist es bereits gang und gäbe, dass Osteopathen im Kreißsaal vertreten sind und tätig werden. Dabei unterstützen sie die Frau während der Geburt und untersuchen und behandeln das Neugeborene bereits innerhalb der ersten zwei Stunden danach.“

Funktionsstörungen frühzeitig erkennen und behandeln

Durch die Osteopathie kann es gelingen, die Symmetrie im Körper wieder herzustellen. Körperliche Spannungen werden so sanft beseitigt. „Grundsätzlich gilt“, so die Wiesbadener Osteopathin, „je früher das Neugeborene untersucht und behandelt wird, umso effizienter können Geburtstraumen ausgeglichen und gegebenenfalls bestehende funktionelle Störungen gleich behoben und damit die Entwicklung gestützt werden.“ Osteopathen gehen dabei im wahrsten Sinne des Wortes mit viel Fingerspitzengefühl vor. Durch die genaue Kenntnis von physiologischen und anatomischen Zusammenhängen sind sie in der Lage, eine verminderte Bewegungsfreiheit aufzuspüren und auf sanfte Weise zu beseitigen.

Der Mensch als Einheit

Dabei wird immer der Organismus als Ganzes betrachtet. Die Osteopathie nimmt den Patienten als Individuum wahr und behandelt ihn als ganzheitliche Medizin in seiner Gesamtheit. Diese Behandlung, die in der Regel 45 Minuten dauert, ist völlig schmerzfrei und für Babys sogar oft so entspannend, dass sie dabei einschlafen. Nach nur wenigen Behandlungen wird meist eine deutliche Besserung der Beschwerden erzielt.

Säuglinge haben eine überschaubare Krankengeschichte

Bei älteren Patienten ist eine Anamnese, also eine gründliche Befragung vor der Behandlung, notwendig, damit sich der Osteopath ein genaues Bild der Erkrankung machen kann. Dazu kann es auch nötig sein, Laborwerte und Röntgenbilder einzusehen. Das ist unter anderem der Grund, warum die Behandlung bei Säuglingen so einfach ist. Die Krankengeschichte ist äußerst überschaubar und meist gilt es nur, den Punkt zu finden, an dem die Bewegungsfähigkeit des Körpers eingeschränkt ist. Die Osteopathie geht nämlich davon aus, dass sich da, wo Bewegung verhindert wird, Krankheiten ausbreiten. Durch das frühzeitige Behandeln werden Funktionsstörungen schnell gelöst und so kann vorbeugend das Ausbrechen einer Krankheit verhindert werden. Für die Behandlung verwendet ein Osteopath übrigens nur seine Hände. Er verschreibt keine Medizin und braucht auch keine Instrumente.

Osteopathie in der Schwangerschaft

Bereits in der Schwangerschaft kann man sich und das Kind osteopathisch behandeln lassen. Hierbei geht es im Wesentlichen darum, dafür zu sorgen, dass das Kind gut mit Nährstoffen versorgt ist und Platz zum Wachsen hat. Auch der werdenden Mutter kann so die Schwangerschaft so angenehm wie möglich gemacht werden. Im ersten Trimester wird vor allem die Beweglichkeit des Beckens, der Muskeln und Gelenke überprüft und gegebenenfalls wieder hergestellt. Im zweiten und dritten Trimester wird die sich verändernde Statik ausgeglichen und vor allem das Kind im Uterus beweglich gehalten. So kann man nicht nur Schwierigkeiten bei der Geburt sondern auch manche Beschwerden wie Wasseransammlungen oder Krampfadern vermeiden beziehungsweise lindern. Aber auch bei gesundheitlichen Problemen der Mutter wie Migräne oder Rückenschmerzen während der Schwangerschaft kann ein Osteopath helfen. So wird verhindert, dass die Schwangere ein Schmerzmittel einnehmen muss. „Die osteopathische Behandlung sollte“ – laut Marina Fuhrmann – „immer im Tandem mit dem betreuenden Gynäkologen erfolgen. Wünschenswert ist, dass der Osteopath sich gemeinsam mit diesem um das Wohl der Schwangeren kümmert, sodass entstehende Probleme während der Schwangerschaft zusammen gelöst werden.“

Die Kosten der Behandlung

Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ist die Osteopathie nicht enthalten, private Versicherungen übernehmen teilweise die Behandlungskosten, wobei man für eine Behandlung mit einem Betrag zwischen 60 und 100 Euro rechnen muss. Dies beinhaltet eine ausführliche Besprechung der Krankengeschichte, die Untersuchung und die Anwendung unterschiedlicher osteopathischer Techniken.

Ursprung der Osteopathie

Die Osteopathie wurde vor mehr als 130 Jahren von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still begründet. Der Anlass, nach Alternativen zu suchen, war ein sehr trauriger: Der Mediziner hatte hilflos mit ansehen müssen, wie sowohl seine Frau als auch seine vier Kinder an Krankheiten starben. Der Begriff, den Still für seine Methode gefunden hat, setzt sich aus den altgriechischen Wörtern Osteo (Knochen) und Pathie (Leiden) zusammen. Bis heute hat sich die Osteopathie stets weiterentwickelt und umfasst inzwischen auch kraniosakrale (Schädel, Rückenmark und Nervensystem betreffende) sowie viszerale (die inneren Organe betreffende) Bereiche.

Osteopathie ist kein Allheilmittel

Die Osteopathie ist eine sinnvolle Ergänzung der Schulmedizin. Im Gegensatz zu dieser allerdings behandelt sie nicht nur einzelne Symptome, sondern spürt die eigentlichen Ursachen der Beschwerden auf. Die Osteopathie ist also keine Alternativmedizin und stößt immer dann an ihre Grenzen, wenn es nicht mehr möglich ist, die Selbstheilungskräfte entsprechend zu mobilisieren.

Entwicklung in Deutschland

In Deutschland, wo sie erst Mitte des vergangenen Jahrhunderts sehr langsam Einzug gehalten hat, gilt die Osteopathie als Heilkunde, die nur von einem Arzt oder einem Heilpraktiker beziehungsweise auf dessen Anweisung hin ausgeübt werden darf. Denn die Ausbildung zum Osteopathen ist bei uns noch nicht staatlich geregelt. Der VOD, 1994 gegründet, fordert deshalb die Anerkennung des Osteopathen als eigenständigen Beruf. „Vor allem, weil nur ein staatlich reglementierter Beruf bestmögliche Qualitätssicherung im Interesse der Patienten erlaubt,“ so die Präsidentin. Beim Verband der Osteopathen ist es übrigens auch möglich, eine Therapeutenliste einzusehen, die ausschließlich Mitglieder enthält, die sich seit Jahren auf dem Gebiet weiterbilden.

Was zahlt die Krankenkasse bei Osteopathie? (c) fotolia.com / JPC-PROD

Lange Zeit war das Thema „Osteopathie Krankenkasse“ wie bei anderen Naturheilverfahren auch für eine gesetzliche Krankenkassen ein nahezu unbetretener Kontinent. Dies hat sich in den vergangenen Jahren gründlich geändert. Nicht zuletzt auf Grund der vielen nachgewiesenen Heilerfolge und der wachsenden Popularität gehören osteopathische Behandlungen heute zu den gefragtesten Zusatzleistungen in der GKV.

Viele Krankenkassen übernehmen im Rahmen einer freiwilligen Satzungsleistung oder in Form von Bonusprogrammen oder Gesundheitskonten auch osteopathische Behandlungen. Die Behandlungskosten werden zu einem hohen prozentualen Anteil mit jeweiligen jährlichen Höchstgrenzen übernommen. Weitere Beschränkungen sind in der maximalen Anzahl an Konsultationen bzw. Heilbehandlungener sowie im maximalen Zuschuss für eine Einzelsitzung festgelegt.

Voraussetzungen für Kostenübernahme

Als generelle Voraussetzung für eine Kostenübernahme muss eine ärztliche Bescheinigung / Überweisung vom Allgemeinmediziner, einem Fach- oder Hausarzt vorliegen. Der osteopathische Therapeut, welcher die Heilbehandlung ausführen soll, muss für eine Kostenübernahme über eine anerkannte berufliche Qualifikation verfügen. Im Allgemeinen reicht die Mitgliedschaft in einem der anerkannten Berufsverbände für Osteopathen aus.

Übersicht Osteopathie + Krankenkasse

In der folgenden Liste wird jede Krankenkasse aufgeführt, welche sich aktuell an den Behandlungskosten für Osteopathie beteiligt. Die Spannbreite bei den Osteopathie-Leistungen ist relativ groß. Ein genauer Krankenkassenvergleich im bereich Osteopathie lohnt sich daher, wenn man als Kassenpatient die Osteopathie-Behandlungen nicht aus eigener Tasche bezahlen möchte. Grundlage für diese Übersicht ist der Krankenkassentest des Branchendienstes krankenkasseninfo.de

Welche Krankenkasse zahlt Osteopathie ?

Krankenkasse max. Anzahl Sitzungen max. Prozentsatz max. Satz je Sitzung Maximalbetrag
actimonda krankenkasse keine Kostenübernahme
AOK Baden-Württemberg 4 Sitzungen 50 EUR 200 EUR pro Jahr
(im Rahmen Gesundheits-
konto)
AOK Bremen/Bremerhaven 80% der Rechnung 750 EUR pro Jahr (im Rahmen des Programms ‚750 Euro Plus‘)
AOK in Hessen 3 Sitzungen 100% der Rechnung 50 EUR 150 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
AOK Niedersachsen 80% der Rechnung 500 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
AOK NORDWEST 80% der Rechnung 500 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
AOK PLUS 3 Sitzungen 90% der Rechnung 60 EUR 180 EUR pro Kalenderjahr
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 4 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 240 EUR pro Kalenderjahr
AOK Rheinland/Hamburg 180 EUR pro Kalenderjahr (Teilnahme am Gesundheitsbudgetist erforderlich)
AOK Sachsen-Anhalt 4 Sitzungen 60 EUR 240 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
atlas BKK ahlmann 6 Sitzungen 80% der Rechnung 65 EUR 390 EUR pro Kalenderjahr
Audi BKK 4 Sitzungen 30 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
BAHN-BKK 80% der Rechnung 200 EUR pro Kalenderjahr
BARMER keine Kostenübernahme
BERGISCHE Krankenkasse 150 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Flexibonus)
Bertelsmann BKK 3 Sitzungen 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitsbudget)
BIG direkt gesund 4 Sitzungen 40 EUR 160 Euro pro Kalenderjahr
BKK24 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
BKK Achenbach Buschhütten 3 Sitzungen 80% der Rechnung 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr
BKK AKZO Nobel Bayern 3 Sitzungen 30 EUR 90 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
BKK Diakonie 4 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 240 EUR pro Kalenderjahr
BKK DürkoppAdler 4 Sitzungen 80% der Rechnung 40 EUR 160 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen von ViDAplus_extra)
BKK EUREGIO 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
BKK exklusiv 6 Sitzungen 50 EUR 300 EUR pro Kalenderjahr
BKK Faber-Castell & Partner 6 Sitzungen 80 % der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
BKK firmus 3 Sitzung 50 EUR 150 EUR pro Kalenderjahr
BKK Freudenberg 6 Sitzungen 80% der Rechnung 40 EUR 240 EUR pro Kalenderjahr
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER 3 Sitzungen 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr (Im Rahmen des 250 Euro Vorteils-Pakets)
BKK HENSCHEL Plus 4 Sitzungen 80% der Rechnung 40 EUR 160 EUR pro Kalenderjahr
BKK Herkules 3 Sitzungen 80% der Rechnung 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr
BKK HMR 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
BKK Linde keine Kostenübernahme
BKK Melitta Plus 3 Sitzungen 80% der Rechnung 50 EUR 150 EUR pro Kalenderjahr
BKK Mobil Oil keine Kostenübernahme
BKK PFAFF 6 Sitzungen 90% der Rechnung 65 EUR 390 EUR pro Kalenderjahr
BKK Pfalz keine Kostenübernahme
BKK ProVita 4 Sitzungen 70% der Rechnung 400 EUR im Kalenderjahr
BKK Public 85% der Rechnung 400 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
BKK Scheufelen 6 Sitzungen 80% der Rechnung 40 EUR 240 EUR pro Kalenderjahr
BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg 6 Sitzungen 80% der Rechnung 50 EUR 300 EUR pro Kalenderjahr
BKK Technoform 3 Sitzungen 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr
BKK Textilgruppe Hof 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
BKK VBU 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
BKK VDN 3 Sitzungen 80% der Rechnung 80 EUR 240 EUR pro Kalenderjahr
BKK VerbundPlus 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
BKK WERRA-MEISSNER 4 Sitzungen 80% der Rechnung 50 EUR 200 EUR pro Kalenderjahr
BKK Wirtschaft & Finanzen 360 EUR pro Kalenderjahrr
BKK ZF & Partner 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
Bosch BKK keine Kostenübernahme
Continentale Betriebskrankenkasse 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
DAK-Gesundheit 3 Sitzungen 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
Debeka BKK 6 Sitzungen 80% der Rechnung 40 EUR 240 EUR pro Kalenderjahr
Die Schwenninger Krankenkasse keine Kostenübernahme
energie-BKK keine Kostenübernahme
Heimat Krankenkasse 3 Sitzungen 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr
HEK-Hanseatische Krankenkasse 3 Sitzungen 80% der Rechnung 30 EUR 90 Euro pro Kalenderjahr
hkk 4 Sitzungen 40 EUR 160 EUR pro Kalenderjahr
IKK Brandenburg und Berlin 80% der Rechnung 200 EUR pro Kalenderjahr
IKK classic 4 Sitzungen 40 EUR 160 EUR pro Kalenderjahr
IKK südwest 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahrr
IKK Nord 4 Sitzungen 37,50 EUR 150 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
Knappschaft 30 EUR 300 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
KKH Kaufmännische Krankenkasse 180 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des KKH Bonus)
Knappschaft 5 Sitzungen 80% der Rechnung 30 EUR 150 EUR pro Kalenderjahr
mhplus BKK 2 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr
Novitas BKK 50 EUR pro Kalenderjahr (Startguthaben beim Flexcheck)
pronova BKK 4 Sitzungen 100% der Rechnung 40 EUR 160 Euro pro Kalenderjahr
R u V Betriebskrankenkasse 3 Sitzungen 100% der Rechnung 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr
Salus-BKK 5 Sitzungen 90% der Rechnung (bei Kindern bis 12 Jahre 100 %) 60 EUR, bei Kindern 50 EUR 300 EUR pro Kalenderjahr (bei Kindern 250 EUR)
SBK 6 Sitzungen 30 EUR 180 EUR pro Kalenderjahr
SECURVITA Krankenkasse 6 Sitzungen, max. 3 pro Quartal 60 EUR 360 Euro pro Kalenderjahr
SIEMAG BKK 6 Sitzungen 80% der Rechnung 60 EUR 360 Euro pro Kalenderjahr
SKD BKK 6 Sitzungen 90% der Rechnung 35 EUR 210 EUR pro Kalenderjahr
Techniker Krankenkasse 3 Sitzungen 40 EUR 120 EUR pro Kalenderjahr
TUI BKK 3 Sitzungen 75% der Rechnung 60 EUR 180 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
VIACTIV Krankenkasse 6 Sitzungen 90% der Rechnung 60 EUR 360 EUR pro Kalenderjahr
WMF BKK 30 EUR pro Kalenderjahr im Rahmen des Bonusprogramms
AOK Nordost 180 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)
AOK Bayern 60 EUR 60 EUR pro Kalenderjahr (im Rahmen des Gesundheitskontos)

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OsteopathiezentrumKuhlmann

Kostenerstattung

Kostenübernahmen und -erstattungen sind unterschiedlich geregelt. Immer mehr gesetzliche Krankenkassen übernehmen im Rahmen ihrer Satzungsleistung anteilig die Kosten für osteopathische Behandlungen. Hierfür verlangen manche Krankenversicherungen eine ärztliche Bescheinigung, dass eine osteopathische Behandlung medizinisch veranlasst ist. Es handelt sich hierbei nicht um eine Verordnung im Sinne eines Rezeptes. Bitte fragen Sie bei Unsicherheiten bei Ihrer Krankenversicherung nach.

Die Voraussetzung für eine entsprechende Kostenübernahme durch die Krankenversicherung ist eine qualifizierte Ausbildung der Therapeuten. Alle Mitarbeiter des Osteopathiezentrums Kuhlmann erfüllen die von den gesetzlichen Krankenkasse geforderten Qualitätsstandards. Wir haben uns den Qualitätsstandards des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) verpflichtet und führen als Mitglied qualitätsgesicherte Behandlungen durch.

Gesetzlich versicherte Patienten haben auch die Möglichkeit, eine private Zusatzversicherung für Heilpraktiker- Behandlungen abzuschließen. Die daraus resultierende Kostenübernahme richtet sich ausschließlich nach dem von Ihnen gewählten Tarif und ist eine Vertragsleistung zwischen Ihnen und Ihrer privaten Zusatzversicherung.

Patienten, die bei einer privaten Krankenkasse versichert sind, erhalten in der Regel ebenfalls eine anteilige Kostenübernahme nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH). Auch hier ist diese abhängig vom gewählten Tarif und ausschließlich eine Vertragsleistung zwischen Ihnen und der privaten Krankenkasse. Bitte fragen Sie bei Unsicherheiten Ihren Versicherer oder lesen Sie aufmerksam die Vertragsunterlagen. Einmal geschlossene Verträge sind rechtsgültig. Einzelne, im Vorfeld eingeschlossene Leistungen, können nicht willkürlich seitens der Krankenkasse aufgekündigt werden.

Die Abrechnung der Behandlungen erfolgt bei Privatpatienten sowie gesetzlich Versicherten gleich. Sie erhalten eine Heilpraktikerrechnung über eine osteopathische Behandlung, die Sie zunächst bar oder per ec-Karte selbst bezahlen. Zur Erstattung Ihrer Kosten reichen Sie die Rechnung bei Ihrer Krankenkasse ein. Sollten Sie Versicherter einer Krankenkasse sein, die keine anteilige Kostenübernahmeregelung anbietet, benötigen Sie keine Heilpraktikerrechnung und erhalten stattdessen eine Quittung.

Folgende gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich anteilig an den Kosten. Bitte halten Sie aber in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Kasse, um über eventuelle Änderungen Ihrer Kasse diesbezüglich informiert zu sein. Die Listung bedeutet keinen Rechtsanspruch auf Zuschüsse.

actimonda
„Erstattet werden max. 40 € je Sitzung. Jährlich können vier Sitzungen durchgeführt werden.“
AOK Baden-Württemberg
„Kinder, die im HZV (hausarztzentrierte Versorgung) eingeschrieben sind, erhalten bei unstillbaren, dauerhaften Schrei- und Unruheattacken (sog. Regulationsstörungen) oder KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetrie-Störung) bis zur Vollendung des ersten Lebensjahres, nach ärztlicher Delegation eines am AOK-Hausarzt-Programm teilnehmenden Kinderarztes oder Hausarztes osteopathische Behandlungen.“
AOK Baden-Württemberg
„Osteopathie: drei Sitzungen à 40 Euro Die osteopathische Behandlung muss durch einen zugelassenen Heilmittelerbringer oder Arzt erfolgen.“
AOK Bremen/Bremerhaven
„Wir erstatten Ihnen 80 % der Rechnung für osteopathische Behandlungen, die qualitätsgesichert von einem zur Ausübung der Heilkunde berechtigten Leistungserbringer (Ärzte oder Heilpraktiker) durchgeführt werden, der eine osteopathische Ausbildung absolviert hat.“
AOK Hessen
”Die AOK Hessen übernimmt die Kosten für drei Osteopathie-Sitzungen pro Kalenderjahr. Wir erstatten Ihnen 100 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 50 Euro pro Sitzung maximal 150 Euro je Kalenderjahr.“
AOK Niedersachsen
„Wir erstatten 80 Prozent des Rechnungsbetrages. Der Erstattungsbetrag für alle Mehrleistungen ist auf insgesamt 250 Euro je Kalenderjahr und Versicherten begrenzt. Kundentreuebonus: Jeder Kunde, der vom 01.01.– 31.05.2017 mindestens einen Tag bei der AOK versichert ist, verdoppelt seinen Anspruch auf 500 Euro im Jahr 2017.“
AOK NordWest
„Die AOK NORDWEST erstattet Ihnen 80 Prozent der jährlichen Kosten für maximal vier osteopathische Behandlungen (maximal 40 Euro pro Sitzung).“
AOK Plus
„Sie erhalten für drei Behandlungen im Kalenderjahr bis zu 180 Euro. Pro Behandlung übernimmt die AOK PLUS 90 Prozent der Kosten, maximal 60 Euro“
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland
„Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland erstattet im Rahmen des Gesundheitskontos “ die Kosten für osteopathische Behandlungen von Erwachsenen mit bis zu 60 EUR je Sitzung und 250 Euro je Kalenderjahr für maximal 6 Behandlungen. Kinder und Jugendliche erhalten sogar bis zu 360 Euro je Kalenderjahr.“
AOK Sachsen-Anhalt
keine Angaben
atlas BKK ahlmann
„Auch wir setzen auf Osteopathie. Die atlas BKK ahlmann übernimmt daher die Kosten für bis zu sechs Sitzungen im Kalenderjahr. Erstattet werden 80 Prozent des Rechnungsbetrages, maximal 65 Euro pro Sitzung.”
Audi BKK
„Die Audi BKK übernimmt im Rahmen von „GesundheitExtra“ die Kosten für Osteopathie in Höhe von bis zu 150 Euro pro Kalenderjahr.“
BAHN-BKK
„Wir übernehmen pro Kalenderjahr 80 Prozent der Kosten, maximal 200 Euro, unabhängig von der Zahl der Behandlungen.“
BARMER GEK
„Mit der 50-Euro-Zuschuss-Prämie können Sie eine persönliche Gesundheitsleistung auswählen. Zur Wahl stehen dabei folgende Leistungen: – Professionelle Zahnreinigung – Osteopathische Behandlung – Akupunktur – Sehhilfe.“
Bertelsmann BKK
„Für die mit den bloßen Händen erfolgende Therapie am Bewegungssystem, an den inneren Organen und am Nervensystem erstatten wir Ihnen im Jahr 2017 bis zu 120 € im Rahmen Ihres Gesundheitsbudgets. (…) Für drei Sitzungen erstatten wir Ihnen jeweils bis zu 40 €.“
BIG direkt gesund
„Wir bezuschussen 4 Behandlungen jährlich mit jeweils maximal 40 Euro – insgesamt 160 Euro pro Jahr. Falls Ihr Arzt Gebühren für die Bescheinigung verlangt, können wir diese nicht übernehmen.“
BKK 24
„Wir erstatten 80 Prozent des Rechnungsbetrages bis zu einer Höhe von 60,00 Euro pro Sitzung und für bis zu sechs Sitzungen im Kalenderjahr.“
BKK Achenbach Buschhütten
„Gegen Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung und der Originalrechnung erstatten wir Ihnen 80% des Rechnungsbetrages, bis zu 40,00 EUR je Maßnahme. Insgesamt können Sie 3 Sitzungen je Kalenderjahr bezuschussen lassen.“
BKK Aesculap
„Die BKK-Aesculap übernimmt die Kosten für osteopathische Behandlungen in Höhe von bis zu 60 Euro pro Sitzung für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten.“
BKK AKZO NOBEL BAYERN
„Wir erstatten bis zu 150 Euro jährlich für osteopathische Behandlungen.“
BKK B. Braun
„Alternative Heilmethoden (max. anrechenbar: 100 Euro): (…) – Osteopathie“
BKK BPW Bergische Achsen KG
„Übernommen werden: maximal 6 Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Unter Vorlage der Originalrechnung werden 80 % des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 EUR pro Sitzung erstattet.“
BKK Deutsche Bank
„Wir übernehmen im Rahmen des exklusiven Gesund-Paketes „BKK Premium Plus“ die Kosten in Höhe von 80 Prozent für osteopathische Behandlungen, und erstatten bis zu drei Sitzungen pro Jahr mit maximal 40,00 Euro je Sitzung.“
BKK Diakonie
„Entsprechend unserer Satzung sind seit dem 01.01.2014 maximal vier osteopathische Behandlungen je Kalenderjahr durch die BKK Diakonie erstattungsfähig. Dabei werden 80 v.H. des Rechnungsbetrages der Behandlung, jedoch höchstens 50,00 € je Behandlungseinheit erstattet. Bitte beachten Sie, dass im Rahmen des Achtsamkeitsbudgets je Kalenderjahr max. und insgesamt 200,00 € für die Bausteine „medizinische Vorsorge“ und „Osteopathie“ in der Addition zur Verfügung stehen.“
BKK DÜRKOPP ADLER
„- Maximal 5 Sitzungen pro Kalenderjahr und Versichertem – Kostenerstattung in Höhe von 90 %, jedoch nicht mehr als 50 Euro je Sitzung – Beginnt die Versicherung bei der BKK_DürkoppAdler nach dem 30.06. eines Kalenderjahres, besteht in dem Jahr ein Anspruch auf Bezuschussung bzw. Kostenübernahme maximal in Höhe von 50 Prozent der genannten Beträge“
BKK EUREGIO
„Wir übernehmen die Kosten für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 € pro Sitzung.“
BKK EWE
„Übernommen werden die Kosten für maximal acht Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 90 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60,00 € pro Sitzung.“
BKK exklusiv
„Die BKK exklusiv übernimmt die Kosten für bis zu fünf Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet wird der volle Rechnungsbetrag bis zu maximal 50,00 Euro pro Sitzung, insgesamt somit bis zu 250,00 Euro im Kalenderjahr.“
BKK Faber-Castell & Partner
„Die BKK erstattet die Kosten für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten in Höhe von 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 Euro pro Sitzung.“
BKK Freudenberg
Die BKK Freudenberg erstattet Ihnen 80% der Kosten bis 40,- Euro pro Sitzung für maximal 6 Behandlungen jährlich.
BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER
„Die BKK GILDEMEISTER SEIDENSTICKER beteiligt sich je Kalenderjahr und Versicherten mit bis zu 120 Euro an den Kosten der osteopathischen Behandlung (drei Sitzungen zu je maximal 40 Euro).“
BKK Henschel Plus
„Wir übernehmen die Kosten für maximal vier Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 40,00 Euro pro Sitzung.“
BKK Herkules
„Im Rahmen der Satzungsmehrleistungen erstattet Ihnen die BKK Herkules seit dem 01.07.2015 bis zu drei Sitzungen im Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden hierbei 80 von Hundert des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 40,00 EUR je Sitzung.“
BKK HMR
Die BKK HMR erstattet Ihnen 80 Prozent des Rechnungsbetrages, maximal 60 € je Sitzung. – Pro Kalenderjahr werden insgesamt 6 Sitzungen bezuschusst, der jährliche Höchstbetrag beträgt 360 €.
BKK KBA
„Die BKK KBA übernimmt die Kosten für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 80 % des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 EUR pro Sitzung.“
BKK Krones
„Wir übernehmen die Kosten für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr und zwar 80 % des Rechnungsbetrages, höchstens aber 50 Euro pro Sitzung.“
BKK MAHLE
Wir erstatten die Kosten für sechs Behandlungen je Kalenderjahr mit 80 % des Rechnungsbetrages, jedoch höchstens 60,- EUR je Sitzung.
BKK Melitta Plus
„Wir erstatten 80 % des Rechnungsbetrages, maximal 50 Euro pro Behandlung für höchstens drei Behandlungen durch einen qualifizierten Osteopathen pro Kalenderjahr und Versicherten.“
BKK Miele
„bis zu 420,- EUR kalenderjährlich – erstattet werden bis zu 6 Behandlungen (…) – erstattet werden 80% des Rechnungsbetrages, max. 70,- EUR je Sitzung“
BKK Mobil Oil
„Sie haben die Wahl: Mit unserem Aktiv-Bonus belohnen wir Ihr gesundheitsbewusstes Verhalten mit maximal 90,00 Euro. Über unsere Bonusvariante Aktiv-Konto erhalten Sie bis zu 250,00 Euro Zuschuss zu Ihren privaten Gesundheitskosten. (…) – Osteopathie (Kosten für qualitätsgesicherte Behandlungen durch einen Leistungserbringer, der eine osteopathische Ausbildung in den Bereichen Parietale, Viszerale und Craniale Osteopathie mit einer erfolgreichen Abschlussprüfung absolviert hat und Mitglied eines Berufsverbandes der Osteopathen ist oder aufgrund dieser abgeschlossenen Ausbildung zum Beitritt in einen Verband der Osteopathen berechtigt wäre.)“
BKK MTU
„ärztlicher Verordnung bis zu 8 Sitzungen à 30 Euro pro Jahr. Zusätzlich können Sie hierfür das Guthaben auf Ihrem persönlichen Gesundheitskonto bei der BKK MTU nutzen, somit können Sie osteopathische Leistungen im Wert von bis zu 240€ pro Jahr beanspruchen.“
BKK PFAFF
„Wie hoch ist der Zuschuss? 90 % des Rechnungsbetrages, bis zu 65 EUR pro Sitzung. Wie viel Sitzungen werden bezuschusst? Sechs Sitzungen je Kalenderjahr.“
BKK ProVita
„- Kostenerstattung für Osteopathie mit bis zu 500 Euro pro Kalenderjahr. – Bezuschussung von bis zu fünf Sitzungen beim Osteopathen pro Kalenderjahr. – Für jede osteopathische Behandlung erstatten wir 80 Prozent.“
BKK Rieker Ricosta Weisser
„maximal sechs Sitzungen pro Kalenderjahr. 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 50 Euro pro Sitzung.“
BKK RWE
„Ihre BKK RWE übernimmt die Kosten für eine Sitzung je Kalenderjahr und Versicherten. Wir erstatten Ihnen den vollen Rechnungsbetrag, bis zu 60 Euro.“
BKK Salzgitter
„Gegen Vorlage der Originalrechnungen erstatten wir Ihnen 85 % der entstandenen Kosten bis zu einer maximalen Höhe von insgesamt 400 Euro je Kalenderjahr. „
BKK SBH
„Die BKK SBH erstattet die Kosten für privat in Rechnung gestellte Kosten für Osteopathiebehandlungen je Kalenderjahr für 6 Sitzungen, bis zu 80 % der Rechnung, höchstens 50 € je Sitzung.“
BKK SCHEUFELEN
„Die BKK SBH erstattet die Kosten für privat in Rechnung gestellte Kosten für Osteopathiebehandlungen je Kalenderjahr für 6 Sitzungen, bis zu 80 % der Rechnung, höchstens 50 € je Sitzung.“
BKK Stadt Augsburg
„Die BKK Stadt Augsburg stellt Ihnen ein Gesundheitskonto im Wert von 200 Euro je Kalenderjahr für die nachfolgend beschriebenen Leistungen zur Verfügung. (…) Versicherte der BKK Stadt Augsburg können osteopathische Leistungen in Anspruch nehmen.“
BKK TECHNOFORM
– bis max. acht Sitzungen pro Kalenderjahr in Höhe von jeweils 90 % des Rechnungsbetrages – max. 60 Euro je Sitzung
BKK Textilgruppe HOF
„Die BKK Textilgruppe Hof übernimmt pro Kalenderjahr qualitätsgesicherte osteopathische Leistungen – bis maximal 6 Sitzungen, – in Höhe von jeweils 80 % des Rechnungsbetrages, jedoch max. 60 Euro pro Sitzung.“
BKK VBU
„Die BKK VBU erstattet Ihnen die Kosten – für sechs osteopathische Sitzungen im Kalenderjahr<br> – in Höhe von 80 Prozent, maximal 60 Euro pro Sitzung<br> Bitte beachten Sie: Mehrere Behandlungen am Tag gelten als Behandlungseinheit und somit nur als eine Sitzung.“
BKK VDN
„Ihre BKK VDN übernimmt 80 % der Kosten für bis zu 3 Behandlungen pro Kalenderjahr (max. 3 x 80 Euro).“
BKK VerbundPlus
Wir übernehmen 80 % der Kosten für bis zu 6 Sitzungen pro Kalenderjahr, maximal 60,- Euro pro Sitzung.“
BKK Voralb
– bis zu 6 Sitzungen im Kalenderjahr – bis zu 60 EUR je Sitzung
BKK Werra-Meissner
„Für 4 Behandlungen im Jahr können wir Ihnen über unser Gesundheitskonto Vorsorge Plus 80 Prozent des Rechnungsbetrages, maximal 40 Euro pro Sitzung, direkt auf Ihr Konto erstatten.“
BKK Wirtschaft und Finanzen
„Die BKK Wirtschaft & Finanzen erstattet jährlich bis zu 360 Euro ohne prozentuale Begrenzung.“
BKK Würth
„Die BKK Würth unterstützt diese alternative Behandlungsmethode als Mehrleistung und erstattet Ihnen pro Behandlung bis zu 40 EUR für bis zu 6 Behandlungen im Kalenderjahr.“
BKK ZF und Partner
„Wir übernehmen für Sie einen großen Teil der Kosten für 6 Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 80 % des Rechnungsbetrags, bis 60 ? pro Sitzung. Das bedeutet, wir bezuschussen die osteopathische Behandlung pro Versicherten im Jahr bis 360 €!“
BMW BKK
„Die BMW BKK bezuschusst die Leistungen der Osteopathie, vorerst bis Ende 2017. Für bis zu sechs Sitzungen pro Jahr werden 80 Prozent des Rechnungsbetrags erstattet, maximal 40 Euro pro Sitzung.“
Brandenburgische BKK
„Die Brandenburgische BKK übernimmt für bis zu sechs Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten bis zu 80 % des Rechnungsbetrages, maximal 50 € pro Sitzung.
Continentale BKK
Die Continentale BKK übernimmt die Kosten von bis zu 360 Euro im Jahr. Pro Kalenderjahr werden von bis zu sechs Sitzungen 80 Prozent des Rechnungsbetrages erstattet, maximal 60 Euro pro Sitzung. Das bedeutet: ist der Behandlungsbetrag größer als 75 Euro, werden maximal der Höchstbetrag von 60 Euro pro Sitzung erstattet.
Daimler BKK
Wir übernehmen die Kosten für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr. Erstattet werden 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60,- € pro Sitzung.
DAK-Gesundheit
„Die Kostenübernahme hängt von vielen Details ab – fragen Sie einfach Ihren Kundenberater (…) Kunden der DAK-Gesundheit, die am Bonusprogramm DAK Aktivbonus teilnehmen, können (…) sich dafür besondere Gesundheitsleistungen bezuschussen lassen. Zu diesen Gesundheitsleistungen gehört auch eine osteopathische Behandlung. Diese Investition in Ihre Gesundheit wird von der DAK-Gesundheit zusätzlich belohnt: Falls Sie Ihre Bonuspunkte für Osteopathie verwenden, steigert sich ihr Punkte-Gegenwert nämlich um 20 Prozent.“
Debeka BKK
„- Erstattungshöhe beträgt 80 % des Rechnungsbetrags, jedoch nicht mehr als 40 Euro je Sitzung – für maximal sechs Sitzungen pro Versicherten und Kalenderjahr“
DIE BERGISCHE
„Mit dem Flexibonus der BERGISCHEN profitieren Sie von jährlich bis zu 150 € für osteopathische Behandlungen.“
Die Schwenninger Krankenkasse
„Die Schwenninger Krankenkasse bietet daher speziell für Kinder bis vierzehn Jahren die Übernahme osteopathischer Behandlungen in Höhe von bis zu 200 Euro pro Anspruchsberechtigtem und Kalenderjahr an.“
Ernst & Young BKK
„Die EY BKK übernimmt die Kosten für maximal vier Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden maximal 50 Euro pro Sitzung.“
Hanseatische Krankenkasse HEK
– Kostenübernahme in Höhe von 80 % – Maximal 40 Euro je Behandlung für bis zu 3 Sitzungen im Jahr
Heimat Krankenkasse
Wir erstatten Ihnen maximal drei Sitzungen à 40 Euro bis zu einem Höchstbetrag von 120 Euro pro Jahr auf Ihr Konto.
hkk Krankenkasse
„Die hkk übernimmt die Kosten für ärztlich verordnete Osteopathie-Behandlungen, pro Kalenderjahr bis zu drei Mal 40 Euro, insgesamt bis zu 120 Euro.“
IKK Brandenburg und Berlin
„Qualifizierte Osteopathie verursacht Kosten von ca. 80 Euro pro Stunde. Die IKK BB bezuschusst Ihre Behandlung mit 80 Prozent des Rechnungsbetrages. Der maximale Zuschuss der IKK beträgt 200 Euro pro Jahr.“
IKK Classic
„Die IKK classic übernimmt im Rahmen der finanziellen Erstattung über das IKK Gesundheitskonto bis zu 160 Euro je Kalenderjahr und Versicherten für osteopathische Behandlungen. Dabei werden vier Behandlungen mit maximal 40 Euro je Behandlung erstattet.“
IKK gesund plus
„Die IKK gesund plus übernimmt 80 Prozent der Kosten von maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr, jedoch nicht mehr als 60 Euro pro Sitzung.“
IKK Nord
„Bezuschussung einer osteopathischen Behandlung von bis zu 50,00 Euro“
IKK Südwest
„Mit dem IKK Gesundheitskonto können Versicherte der IKK Südwest Leistungen der Alternativmedizin, die im gesetzlichen Rahmen normalerweise nicht erstattet werden, ganz einfach in Anspruch nehmen. Hierzu stellen wir jedem Versicherten ein jährliches Budget in Höhe von 150 Euro ? wenn Familienangehörige mitversichert sind, sogar 300 Euro ? zur Verfügung. (…) Leistungen im Bereich Osteopathie erstatten wir in Höhe von 100 % des Rechnungsbetrages, höchstens 30 Euro je Sitzung und maximal bis zur Höhe des aktuell zur Verfügung stehenden Guthabens.“
KKH Kaufmännische Krankenkasse
„Sie haben die Wahl: entweder eine Geldprämie von maximal 90 EUR direkt auf Ihr Konto erhalten oder ein Gesundheitsbudget (bis zu 180 EUR) bei Ihrer KKH einlösen. Dieses Budget können Sie individuell für Gesundheitsleistungen einsetzen, die von Krankenkassen normalerweise nicht übernommen werden. Zum Beispiel für neue Brillengläser, Akupunktur, Osteopathie oder einen Fitness-Tracker.
Knappschaft
„Die KNAPPSCHAFT übernimmt Ihre Behandlungskosten für bis zu fünf Behandlungen pro Jahr. Wir zahlen dabei 80 Prozent der Rechnung, maximal aber 30 Euro pro Behandlung. Im Klartext: Sie erhalten pro Jahr 150 Euro für osteopathische Behandlungen.“
Landwirtschaftliche Krankenkasse
siehe SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau)
Merck BKK
„Sie haben mit diesem Bonusmodell nicht nur die Möglichkeit Ihre Gesundheit zu stärken, sondern erhalten zudem eine Prämie von bis zu 150 Euro (Kinder und Jugendliche bis zu 100 Euro)! (…) Für u. a. folgende Vorsorgemaßnahmen und Leistungen können Sie einen Zuschuss von 50 % erhalten: – Osteopathie (…)“
mhplus Krankenkasse
„Ihre mhplus übernimmt die Kosten für 2 Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 80 % des Rechnungsbetrages, maximal 60,00 Euro pro Sitzung.“
NOVITAS BKK
„Unser FLEXCHECK besteht aus einer Vielzahl von Bausteinen, mit denen Sie Ihr eigenes FLEXCHECK-Extraguthaben aufbauen können. Dabei steht Ihnen von Anfang an ein Startguthaben von 50 Euro zur Verfügung. Das Extraguthaben können Sie für die folgenden Extraleistungen einsetzen: (…) Osteopathie (…) Mit dem FLEXCHECK-BONUS können Sie und Ihre Familie die Gesundheit fördern und gleichzeitig Ihr Startguthaben erhöhen. Versicherte ab 16 Jahren können FLEXCHECKS von bis zu 190 Euro und Versicherte unter 16 Jahren von bis zu 100 Euro je Kalenderjahr einlösen.“
pronova BKK
Die pronova BKK übernimmt je Versicherten maximal 4 Behandlungseinheiten pro Kalenderjahr und pro Behandlungseinheit maximal 40 EUR, jedoch höchstens 100 Prozent des Rechnungsbetrages.
R+V BKK
„Insgesamt erstatten wir für eine vom Arzt verordnete Osteopathie-Behandlung bis zu 120 EUR im Kalenderjahr. Dabei übernehmen wir 80 Prozent der Kosten für bis zu drei Sitzungen im Jahr. Er­stat­tet wird (…) bis zu 40 EUR pro Sit­zung.“
Salus BKK
Die Salus BKK übernimmt pro Kalenderjahr bis zu 300 Euro für qualitätsgesicherte osteopathische Leistungen (max. 5 Sitzungen), – in Höhe von jeweils 90 % des Rechungsbetrages, max. 60 Euro pro Sitzung. – bei Kindern bis zu 12 Jahren jeweils 100 % des Rechnungsbetrages, max. 50 Euro pro Sitzung.“
SBK
„Sie bekommen 30 Euro pro Sitzung für maximal sechs Behandlungen im Kalenderjahr bei einem von uns anerkannten Osteopathen erstattet. Sie können also insgesamt maximal 180 Euro pro Jahr erstattet bekommen.“
Securvita
„Innerhalb eines Kalenderjahres können die Versicherten der SECURVITA Krankenkasse bis zu sechs osteopathische Behandlungen in Anspruch nehmen. Pro Quartal wird eine Verordnung anerkannt. Es sind maximal drei Sitzungen pro Verordnung erstattungsfähig.“
SIEMAG BKK
„Unsere Versicherten können jetzt bis zu sechs Mal im Jahr die Behandlung bei einem Osteopathen (sofern er Mitglied im Berufsverband der Osteopathen ist oder eine entsprechende Ausbildung hat) wählen. Die SIEMAG BKK erstattet Ihnen 80 Prozent des Rechnungsbetrages (60 Euro pro Sitzung maximal). (…) Diese Leistung ist Teil unseres neuen PREMIUMPAKETS, das unsere Kunden kostenfrei erhalten.“
SKD BKK
„Im Rahmen einer Satzungsregelung aber beteiligen wir uns an den Kosten für diese Behandlungsmethode – und das mit bis zu 210 Euro jährlich. Für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr erstatten wir Ihnen 90 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 35 Euro pro Sitzung.“
Südzucker BKK
„- Erstattet werden bis zu vier Behandlungen jährlich. – Der Erstattungsbetrag beläuft sich auf maximal 50,00 Euro pro Sitzung.“
SVLFG
„Die landwirtschaftliche Krankenkasse erstattet ihren Versicherten 80 Prozent der aufgewendeten Behandlungskosten pro Sitzung, jedoch begrenzt auf maximal 80 Euro pro Sitzung. Pro Kalenderjahr erfolgt eine Kostenerstattung von bis zu 250 Euro je Versicherten.“
TBK Thüringer Betriebskrankenkasse
Unsere TBK übernimmt die Kosten in Höhe von maximal 60 EUR je Sitzung. Eine Eigenbeteiligung für die osteopathischen Behandlungen ist nur von erwachsenen Versicherten (ab 18 Jahren) zu entrichten. Sie beträgt 10 Prozent des Erstattungsbetrages.“
Techniker Krankenkasse TK
„Die TK bezuschusst maximal drei osteopathische Behandlungen pro Kalenderjahr. Sie erhalten je Sitzung 40 Euro, jedoch nicht mehr als die tatsächlich entstandenen Kosten.“
TUI BKK
„Wir übernehmen die Kosten bis zum erstattungsfähigen Höchstbetrag von 180 Euro je Kalenderjahr und Versicherten (Erstattungssatz 75 % = 135 Euro).“
Viaktiv
Die VIACTIV Krankenkasse unterstützt Ihre Osteopathie-Therapie mit einer Kosten-Übernahme von bis zu 360 Euro jährlich. Nutzen Sie die Erstattung von 90 Prozent Ihrer Kosten – für maximal sechs Sitzungen und höchstens 60 Euro pro Einheit.
WMF BKK
„(…) Osteopathie (…) Sämtliche dieser Methoden sind im Hufelandverzeichnis gelistet und werden von uns im Rahmen des Bonusmodells mit insgesamt bis zu 30,- Euro pro Kalenderjahr bezuschusst.“

Osteopathie – Kostenübernahme durch Krankenkassen und Zusatzversicherung

Krankenkassen mit Erstattungen für Osteopathie

Die Internetseite www.osteokompass.de stellt eine Zusammenfassung der Krankenkassen auf, die Zuschüsse für osteopathische Behandlungen für ihre gesetzlich Versicherten vorsehen.
Dazu gehören z.B.:

  • Alle AOK´s leisten einen Zusschuss : Je nach AOK (Bundesland abhängig) von 3 mal 40 Euro (AOK BaWü) 80% max. 60,- für max. 6 Sitzungen pro Jahr ( AOK NordWest, Niedersachsen bis max. 300 Euro im Rahmen eines Bonudprogrammes bei der AOK Bremen).
  • Audi BKK – 150 Euro Zuschuss im Rahmen eines Bonusprogrammes
  • Bamer/GEK : nur max. 50 Euro/Jahr
  • BIG direkt gesund : 4 mal max. 40 Euro /Jahr
  • BKK Mobil oil : Im Rahmen eines Bonusprogrammes bis max. 250 Euro/Jahr
  • DAK : 2 mal max. 60 Euro (jedoch nicht mehr als 80%)
  • Deutsche BKK : 90% ,max 3 Sitzungen im Jahr, max. 50 Euro pro Sitzung
  • 80% , max 40,- pro Sitzung, max 3 Sitzungen im Jahr
  • IKK classic : 4 mal max. 40 ,- pro Jahr
  • mh plus : 80% max 60,- pro Sitzung, max. 2 pro Jahr
  • Techniker Krankenkasse : max. 3 mal 60 Euro im Jahr
  • BKK VBU : bis 360 Euro im Kalenderjahr + Zusatztarif ohne Gesundheitsfragen möglich.

Es gibt noch einige andere gesetzliche Krankenkassen, die eine Kostenübernahme für Osteopathie vorsehen. Auch dort handelt es sich eher um eine kleine Kostenbeteiligung.

Lösung Heilpraktikerversicherung

Da die Kostenübernahme für osteopathische Behandlungen nur sehr gering sind, besteht die Möglichkeit sich durch den Abschluss einer Heilpraktikerversicherung höher zu versichern.
Je nach Tarif sind so zusätzlich bis zu max. 2000 Euro in einem Jahr für Osteopathie, aber auch zahlreiche andere Naturheilverfahren möglich. Dies ist deutlich sinnvoller, zumal die Vergangenheit gezeigt hat, dass die Krankenkassen ihre Zuschüsse für die nicht gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen kürzen, um dadurch den Beitragssatz stabil zu halten. Die Techniker Krankenkasse sah z.B. bis vor 2 Jahren noch 6 Osteopathie Anwendungen pro Jahr vor, während es heute nur noch 3 pro Jahr sind.

Heilpraktikerversicherungen wie Signal Ambulant plus und UKV NaturPrivat leisten zwar ohne Wartezeit, jedoch nur für Behandlungen, die nach Vertragsbeginn stattfinden und angeraten werden.
Wer beispielsweise ein chronische Rückenleiden wie einen Bandscheibenvorfall hat wird eine solche Zusatzversicherung nicht mehr abschließen können.
Man sollte sich also rechtzeitig um die Bentragung einer solchen Zusatzversicherung kümmern, wenn man darüber nachdenkt, die Alternative Medizin so wie die Osteopathie zur Behandlung in der Zukunft zu erwägen.

Wie Osteopathie Babys hilft

Mit behutsamen Griffen die Selbstheilungskräfte mobilisieren – das ist das Ziel der Osteopathie. Wie sie funktioniert und wann sie Babys helfen kann.

Babys werden von Kopf bis Fuß untersucht.

Behutsam tastet Torsten Liem im Hamburger Osteopathiezentrum den Körper des kleinen Ole ab. Erst befühlt er Beine und Bauchraum, dann Arme, Rücken, Hals und Kopf. Dabei überprüft er die Beweglichkeit der Gelenke und testet die Reflexe des acht Wochen alten Säuglings. Seine Mutter beobachtet aufmerksam, wie ihr Baby still daliegt und die Berührungen zu genießen scheint. Der Kinderarzt hatte ihr zum Besuch beim Osteopathen geraten. Denn Ole schreit viel, auch beim Stillen. Oft verkrampft er dann, will nur an einer Brust trinken. Den Grund dafür hat der Osteopath bald erspürt: „Ole hat eine Blockade im obersten Halswirbel“, stellt er fest. Und mit sanften Handgriffen macht er sich sogleich an die Behandlung.

In der Osteopathie wird der Körper als Einheit betrachtet

Immer mehr Eltern suchen für ihre Babys Hilfe in der Osteopathie. Denn diese ganzheitliche Therapieform heilt ohne Medikamente – einzig durch die Kraft der Hände. Einer der Gründe, warum Osteopathie eine für Babys optimale Form der Therapie ist. „Osteopathie ist eine sehr sanfte Behandlungsmethode, die die körpereigenen Selbstheilungskräfte nutzt und vor allem bei funktionellen Beschwerden helfen kann – häufig auch bei solchen, für die es keinen klaren körperlichen Befund gibt. Das macht die Heilmethode gerade für Kinder so attraktiv“, erklärt Torsten Liem, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderosteopathie sowie Autor mehrerer Bücher zum Thema.

Osteopathie ist sanft und schmerzfrei.

Was aber ist Osteopathie eigentlich genau?

Die von dem amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828–1917) begründete Heillehre ‚Osteopathie‘ basiert auf der Vorstellung, dass der menschliche Körper eine Einheit bildet. Alle seine Strukturen – Knochen, Gelenke, Gewebe oder Organe – sind in ständiger Bewegung und im Idealfall harmonisch miteinander verbunden. Ist das Zusammenspiel an einem Punkt gestört, hat das Auswirkungen auf den Rest des Gebildes: Der Bewegungsfluss gerät aus dem Gleichgewicht, Krankheitssymptome entstehen. „Aufgabe des Osteopathen ist es, Gewebespannungen und Bewegungseinschränkungen der Strukturen über die Hände wahrzunehmen und zu korrigieren“, erklärt Torsten Liem.

Osteopathen kennen die Anatomie und Physiologie genau

Mit esoterischem Handauflegen hat Osteopathie nichts zu tun. Grundlage sind vielmehr genaue Kenntnisse der menschlichen Anatomie und Physiologie. Sie ermöglichen es dem Osteopathen, kleinste Spannungen im Gewebe aufzuspüren. Mithilfe manueller Techniken versucht er dann, die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und so Blockaden zu lösen.

Der enge Geburtskanal kann Babys verschieben

Bei Babys und Kleinkindern sind solche Dysfunktionen oft Folge von Schwangerschaft oder Geburt. Denn hier wirken enorme Kräfte auf den kleinen Körper ein, insbesondere auf den Hals und Kopfbereich. So kann die Enge im Geburtskanal zu einer Verschiebung der Schädelknochen oder der oberen Halswirbel führen. Gefäße und Nerven können eingeengt werden und verschiedenste Symptome auslösen. Schiefhals, Saug- und Schluckstörungen, Koliken, Schlafprobleme oder häufiges Schreien sind typische Beschwerden, bei denen Osteopathie helfen kann.

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Die Osteopathie kennt ihre Grenzen

Osteopathie versteht sich als Ergänzung zur Schulmedizin. Als ganzheitliche Methode kennt sie ein breites Behandlungsspektrum, hat aber auch klare Grenzen: „Überall dort, wo Gewebe zerstört ist und die Selbstheilungskräfte nicht ausreichen, kann Osteopathie nicht helfen“, sagt Torsten Liem. Bei akuten Erkrankungen sollte man immer erst zum Kinderarzt gehen. Denn nicht jeder Osteopath hat einen schulmedizinischen Hintergrund. Und obwohl Ärzte und Osteopathen heute vielfach Hand in Hand arbeiten – wissenschaftlich bewiesen ist die Wirksamkeit der Methode bislang nicht. „Vieles beruht auf Erfahrungswissen. Da steht die Osteopathie erst am Anfang“, so der Therapeut. Dem kleinen Ole konnte er helfen: Schon nach der ersten Behandlung wurde der Säugling ausgeglichener.

Jedes Baby zum Osteopathen

Experten raten zu einem vorbeugenden Check. „Wir empfehlen, jedes Baby in den ersten vier Wochen nach der Geburt osteopathisch untersuchen zu lassen“, so der Kinderosteopath. Denn nicht jede Störung mache sich sofort bemerkbar. „Manche verkörperlichen sich erst im Laufe des Wachstums und sind dann schwerer therapierbar. Je früher Funktionsstörungen oder Blockaden erkannt werden, desto leichter kann man sie korrigieren und so unter Umständen späteren Entwicklungsstörungen vorbeugen.“ Kinder reagieren meist schnell auf die sanften Heilimpulse. Babys benötigen oft nur eine bis zwei Sitzungen.

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Osteopathie im Alltag: Worauf Eltern achten sollten

Jenseits der Behandlung durch einen Osteopathen können Eltern zu Hause einige Dinge beherzigen, um ihren Kindern den Start ins Leben zu erleichtern und eine gesunde Entwicklung zu unterstützen.

Symmetrie ist wichtig!

Achten Sie darauf, dass Ihr Baby zum Greifen beide Hände einsetzt. Wenn es sein Spielzeug immer nur mit derselben Hand greift, motivieren Sie es, auch die andere einzusetzen. Beim Schlaf sollte es nicht immer auf derselben Seite liegen. Und auch fürs Treppensteigen gilt: Nicht immer denselben Fuß zuerst auf die Stufe setzen.

Rituale geben Halt!

Babys lieben Routine. Sie mögen es, wenn ihr Babyalltag jeden Tag ähnlich ausschaut und sie absehen können, was als nächstes passiert. Bauen Sie als Eltern wiedererkannbare Rituale und Routine ein.

Schaukeln und wiegen!

Im Mutterleib hat sich der Gleichgewichtssinn als erstes entwickelt, und auch „draußen“ lieben es Babys, wenn sie gewiegt und geschaukelt werden. Babyhängematten sind ein wunderbarer Ort zum Entspannen. Und von Mama, Papa oder sonst einem lieben Menschen auf dem Arm gewiegt zu werden, ist sowieso das allerschönste.

Sorgen Sie für Ruhe und Entspannung!

Je ruhiger und entspanner Sie im Umgang mit Ihrem Kind sind, umso entspannter wird auch Ihr Kind sein. Funktioniert natürlich nicht immer und in jeder Situation. Aber allein das Wissen um die Wichtigkeit von Ruhe hilft oft schon, schwierige Situationen zu meistern.
➤ Unser Buchtipp: Baby-Nöte verstehen. Verblüffend einfache Alltagshilfen aus der osteopathischen Praxis von Karin Ritter, Trias-Verlag, Preis: 17,99 Euro. Das Buch ist bei Amazon.de erhältlich.

Osteopathie bei Babys: Wann zahlt die Krankenkasse?

Gerade bei Babys und Kleinkindern gilt die Osteopathie als wirksame Therapieform. Wie Sie einen guten Osteopathen für Ihr Baby finden und wer die Kosten übernimmt, das erfahren Sie hier.

Wie finde ich einen Therapeuten?

Für Babys sind Osteopathen mit einer kinderosteopathischen Weiterbildung zu empfehlen.

Die Bezeichnung „Osteopath“ ist in Deutschland nicht rechtlich geschützt. Eine fundierte Ausbildung ist jedoch unabdingbar. Wie Sie die richtige Wahl treffen:
1. Wer darf als Osteopath praktizieren?
Osteopathie gilt nicht als eigenständige Heilkunde. Daher dürfen nur Ärzte oder Heilpraktiker mit entsprechender Zusatzqualifikation sie selbstständig ausüben. Osteopathisch ausgebildete Physiotherapeuten benötigen eine Verordnung.
2. Qualitätsmerkmale eines Osteopathen
In Deutschland ist die Ausbildung zum Osteopathen bislang nicht gesetzlich geregelt – Dauer und Qualität sind also uneinheitlich. Nur in Hessen gibt es derzeit eine staatliche Kontrolle. Erkundigen Sie sich daher nach der Qualifikation des Therapeuten. Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) zum Beispiel verlangt eine mindestens vierjährige Ausbildung an einer anerkannten Schule. Therapeuten mit Schutzmarken wie D.O. (Diplomierter Osteopath) und M.R.O. (Mitglied im Register der Osteopathen) erfüllen diese Voraussetzungen. Adressen finden Sie auf der VDO-Verbandsseite (www.osteopathie.de) und der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Osteopathische Medizin (DGOM, www.dgom.info).
3. Osteopathen mit Zusatzausbildung für Babys und Kinder
Um Kinder kompetent behandeln zu können, ist es zudem wichtig, deren Anatomie, Entwicklungsstufen und spezifischen Krankheitsbilder genau zu kennen. Ideal sind deshalb Therapeuten mit einer zusätzlichen kinderosteopathischen Weiterbildung von mindestens 400 Stunden. Hier hilft die Mitgliederliste der Deutschen Gesellschaft für Kinderosteopathie (DGKO, www.kinderosteopathen.de) weiter.

Welche Kasse zahlt den Osteopathen?

Wer sein Baby oder Kind osteopathisch behandeln lassen möchte, sollte sich vorher über die Kostenbeteiligung der Krankenkasse informieren.
Da es derzeit erst wenige Studien zur Wirksamkeit der Osteopathie gibt, ist diese Therapieform bislang nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Es gibt jedoch erste Vorreiter, die sich an Behandlungskosten beteiligen. So zahlt z.B. die DAK eine osteopathische Erstuntersuchung für Säuglinge in den ersten zwölf Lebensmonaten. Für notwendige Folgebehandlungen erhalten kleine DAK-Versicherte vergünstigte Konditionen bei anerkannten Vertragspartnern.
Private Krankenkassen oder private Zusatzversicherungen hingegen übernehmen die Kosten für osteopathische Sitzungen häufig ganz oder zumindest teilweise – je nach Vertrag. Wer mit seinem Kind einen Besuch beim Osteopathen plant, sollte sich also zuvor bei seiner Krankenkasse erkundigen, welche Möglichkeiten der Kostenbeteiligung es gibt. Für eine Therapiestunde mit ausführlicher Anamnese, Untersuchung und Behandlung müssen Sie bei Kindern mit Kosten zwischen 60 und 120 Euro rechnen.

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Osteopathische Behandlung bei Babys und Kindern

Osteopathie – Geschichte und Wirkung

Verspannungen und Blockaden werden im Körper aufgespürt und gelöst. Auf den Einsatz von Medikamenten wird in der Osteopathie vollkommen verzichtet. Gerade bei Kindern reichen in den meisten Fällen etwa drei Sitzungen aus, bis die Beschwerden behoben sind.

Begründet wurde die Lehre der Osteopathie von Andrew Taylor Still (1828-1917), einem amerikanischen Arzt. Er ging davon aus, dass im menschlichen Körper Organe, Knochen, Gewebe oder Gelenke im Idealfall harmonisch miteinander verbunden sind.

Wird diese Einheit jedoch nur an einem Punkt gestört und der Körper gerät aus dem Gleichgewicht, können Krankheitssymptome entstehen. Zur osteopathischen Behandlung gehört, dass der Therapeut diese Störungen mit seinen Händen wahrnimmt und korrigiert.

Während viele Eltern auf die sanfte Wirkung der Osteopathie schwören und von den Ergebnissen begeistert sind, belächeln andere diese ganzheitliche Therapieform. Osteopathie ist aber kein esoterischer Hokus-Pokus, wie viele Menschen vielleicht denken.

Eine seriöse Ausbildung dauert in der Regel 5 Jahre und vermittelt genaue Kenntnisse der menschlichen Anatomie, Physiologie und Biochemie.

Mit seinen Händen kann der Osteopath kleinste Spannungen aufspüren und mithilfe manueller Techniken die Blockaden lösen. Zusätzlich werden die Selbstheilungskräfte des Körpers mobilisiert.

Bei welchen Beschwerden hilft die Osteopathie?

Die Osteopathie ist für viele Eltern interessant, da die sanfte manuelle Behandlung für die Kinder schmerzfrei und frei von Nebenwirkungen ist. Deshalb ist die Osteopathie auch schon für Säuglinge geeignet. Außerdem wird dem Körper als Einheit Aufmerksamkeit geschenkt und nicht nur die Teilbereiche betrachtet.

An erster Stelle steht ein ausführliches Gespräch mit dem Osteopathen, in dem der Ablauf der Schwangerschaft und der Geburt von Interesse ist. Bei einer sehr schnellen Geburt kann der Druck auf den Kopfbereich und den Hals des Babys so groß sein, dass Verspannungen entstehen können.

Aber auch der enge Geburtskanal kann ein Grund sein, dass sich Schädelknochen und Halswirbel verschieben oder Gefäße eingeengt werden.

In der eigentlichen Therapie sucht der Osteopath dann mit gezielten manuellen Techniken nach Verspannungen. Bei einer Vielzahl von Beschwerden bei Babys und Kindern kann die Osteopathie Abhilfe schaffen:

  • Verdauungsbeschwerden und Koliken
  • Schlafstörungen
  • Symmetriestörung als Folge der Geburt (Schiefhals)
  • Saug- und Schluckstörungen
  • Häufiges Schreien
  • Heuschnupfen und andere Allergien
  • Atemwegserkrankungen
  • Hüftdysplasie
  • Fieberkrämpfe

Hinweis: Bei der Osteopathie handelt es sich um keine Therapie, die Wunder bewirken kann. Die Grenzen einer osteopathischen Behandlung sind bei offenen Wunden, Infekten, Brüchen und akuten, lebensbedrohlichen Notfällen erreicht. Eltern sollten mit ihren Kindern immer erst einen Arzt oder Facharzt aufsuchen, um ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen ausschließen zu können.

Die osteopathische Behandlung ist keine Alternativmedizin, sie kann aber sehr gut begleitend zur Schulmedizin eingesetzt werden.

Teilbereiche der osteopathischen Behandlung

Die Osteopathie wird in drei Bereiche unterteilt: Die parietale Osteopathie beschäftigt sich mit dem Bewegungsapparat des Patienten, also mit Muskeln, Gelenken, Faszien und den Knochen des menschlichen Körpers. Osteopathen wenden verschiedene manuelle Techniken an, um Funktionsstörungen in diesem Bereich zu lösen.

Bei der viszeralen Osteopathie geht es um die Beweglichkeit der Organe und dem stützenden Binde-und Muskelgewebe, welches sie umschließt. Der Osteopath kann Einschränkungen der Mobilität der Organe erkennen und mit speziellen Griffen beheben.

Der letzte Teilbereich der Osteopathie ist die sogenannte Cranio-Sacral-Therapie und wird häufig zur Behandlung von Babys und Kleinkindern angewandt. Bei diesem Teilbereich liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich zwischen dem Schädel (Cranium) und dem Kreuzbein (Sacrum).

Eine Vielzahl an Beschwerden wie zum Beispiel chronische Schmerzen, Migräne, Tinnitus, Stress, sowie der sogenannte Schiefhals bei Babys können mit dieser Therapie behandelt werden. Osteopathen gehen außerdem davon aus, dass Veränderungen des craniosacralen Pulses für Lernschwierigkeiten oder Hyperaktivität verantworlich sein können.

Bei der Behandlung wird ein sanfter Druck auf die Schädelknochen erzeugt. Diese minimalen Bewegungen sollen sich schließlich über die Wirbelsäule und die Nervenbahnen auf die Funktionen des Körpers übertragen.

Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

Da die Wirksamkeit der Osteopathie wissenschaftlich bisher nicht nachgewiesen werden konnte, gehört die osteopathische Behandlung in Deutschland noch nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Aus diesem Grund müssen Patienten die Behandlung bei einem Osteopathen in der Regel aus eigener Tasche bezahlen.

Mittlerweile bieten aber einige gesetzliche Krankenkassen Zuschüsse für die Versicherten an. Private Krankenversicherungen übernehmen je nach Vertrag die Kosten für die osteopathische Behandlung zum Teil oder auch ganz.

Für Eltern ist es deshalb ratsam, sich vor einer Sitzung beim Osteopathen bei ihrer Krankenkasse genau zu informieren. Eine Therapiestunde ist mit Kosten zwischen 60 und 120 Euro nicht ganz billig.

Wie finde ich einen passenden Osteopathen?

Da der Beruf des Osteopathen nicht geschützt ist, ist es für Eltern besonders wichtig jemanden zu finden, der eine umfassende Ausbildung durchlaufen hat. Osteopath darf sich nämlich auch jemand nennen, der nur einen Wochenend-Kurs absolviert hat.

Seriöse Osteopathen für Kinder und Erwachsene finden Sie zum Beispiel auf diesen Internetseiten:

Wenn Sie einen erfahrenen Osteopathen in Ihrer Nähe suchen, kann Ihnen Ihr Kinderarzt häufig weiterhelfen. Aber auch im Freundeskreis oder in der Krabbelgruppe gibt es immer mehr Eltern, die mittlerweile Erfahrung mit der sanften osteopathischen Behandlung gemacht haben und Kontaktadressen weitergeben können.

© Ilike – Fotolia.com

Hat der Osteopath Euch wirklich gegen Blähungen helfen können?

Hallo Yvonne,
wir sind auch gerade bei einer Osteopathin in Behandlung und konnten schon riesige Fortschritte bemerken.
Bei uns hat die Osteopathin im Beckenbereich angefangen Verspannungen zu lösen und unsere kleine Amélie hat die ersten 15 Minuten der Behandlung fast ununterbrochen gepupst. So richtig weg waren die Blähungen danach leider nicht, aber die Kleine war viel entspannter. Nach der 2. Behandlung haben wir dann noch Globulis bekommen, die genau auf Amélies Kostitution abgestimmt waren und wir hatten danach das erste komplett Bauchweh-freie Wochenende.
(Inzwischen hat sie diese Globulis 3 x bekommen und wir haben danach immer ein komplett neues zufriedenes Baby)
Bei der nächsten Behandlung soll dann auch bei unserer Maus der obere Bereich (Hals-Nacken-Kopf) behandelt werden. Ob der was mit den Blähungen zu tun hat, weiß ich nicht. Soweit ich weiß, soll sie davon dann nur insgesamt etwas entspannter werden. Was sich bei Babys allerdings ja auch immer irgendwie auf den Bauch auswirkt.
Ach so. Im Allgemeinen heißt es, dass man eine osteopathische Behandlung ein paar Tage (bis 2 Wochen) wirken lassen muss um zu sehen, ob und wie die Kleinen darauf reagieren.
LG
Katja & Amélie (10 Wochen)

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Immer öfter suchen Eltern mit ihren Babys die Hilfe von Osteopathen. Die Gründe reichen von langanhaltendem Schreien der Kleinen über häufiges Erbrechen bis hin zu Dreimonatskoliken. Auch in späteren Jahren etwa bei Wachstumsstörungen, Konzentrationsschwächen oder Wasser im Ohr führt für viele der Weg mit ihren Kindern zur schonenden manuellen Therapie. Der Arbeitskreis Kinderosteopathie des Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO zeigt, wie die osteopathische Behandlung den Kleinen hilft und worauf Eltern achten sollten.

Sanften manuellen Techniken

Osteopathie ist ein eigenständiger medizinischer Ansatz für Vorsorge, Untersuchung und Behandlung. Er basiert auf der Erkenntnis, dass der gesamte menschliche Körper eine Funktionseinheit ist. Alle Strukturen wie Organe, Gefäße, Gewebe und Knochen stehen in Verbindung und besitzen eine normale Grundspannung. Blutkreislauf und Lymphsystem sichern die Versorgung der Bestandteile beispielsweise mit Nähr- und Botenstoffen. Störungen und Überspannungen beeinträchtigen die Zirkulation und Zufuhr etwa von Sauerstoff und Hormonen. Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Magenleiden, die ihren Ursprung in Blockaden an ganz anderer Stelle haben, können entstehen. Dort setzen Osteopathen mit ihren Händen an und lösen die Störungen mit sanften manuellen Techniken auf.

Spannungen am Bindegewebe

Osteopathie ermöglicht eine wirksame und gleichzeitig schonende Behandlung für typische Beschwerden von Säuglingen, Kleinkindern und Heranwachsenden. Das gilt beispielsweise für Schreikinder: Rund jedes fünfte Neugeborene gehört dazu, weint über einen längeren Zeitraum oft, fortdauernd und heftig. Eine Belastung für Kind und Eltern, besonders, wenn bisher keine greifbaren Ursachen gefunden wurden. Einen Grund für das Schreien sieht die Osteopathie unter anderem in Spannungen am Bindegewebe der Nahtstellen der Schädelknochen. Die Knochen sind noch beweglich, haben sich bei der Geburt auf- und zugefaltet. Sind dabei an den Knochennähten Verklebungen oder Blockaden entstanden, führt das zu unangenehmem Druck. Osteopathen spüren die Spannungen mit feinfühligen Tastbewegungen auf und normalisieren diese.

Dreimonatkoliken

Auch Dreimonatkoliken können bei Säuglingen zu Unwohlsein führen. Anstatt nur Symptome zu lindern, greifen Osteopathen die Ursachen an. Oft liegen diese in einer mangelnden Hormonversorgung und Mobilitätsstörungen des Darms, der dadurch verkrampft. Stuhl verweilt zu lange im Darm, Blähungen entstehen und die Babys verspüren kolikartige Schmerzen. Osteopathen ertasten die Verkrampfungen und lösen diese. Sie normalisieren zudem die Versorgung des Verdauungstrakts. Erbrechen sich Babys übermäßig, liegt das meist am Magenpförtner (Pylorus), der sich nicht richtig in den Darm öffnet. Durch eine Verengung kann Nahrung nicht weitergeleitet werden und wird erbrochen. Osteopathen lösen die Verkrampfung am Magenausgang und mobilisieren den Pylorus, sodass eine vollständige Öffnung erfolgen kann.

Wachstumsschmerzen

Weitere Einsatzfelder ergeben sich auch in späteren Entwicklungsphasen der Kinder. Haben sie etwa Flüssigkeit im Ohr, lassen sich durch Osteopathie operative Eingriffe vermeiden. Die Ursache liegt in Blockaden des Verbindungskanals zwischen Rachen und Ohr. Meist ergeben sie sich durch Spannungen an den Knochennähten im Umfeld der Verbindungsröhre. Durch eine osteopathische Behandlung lassen sich Verklebungen lösen und der Abfluss von Flüssigkeiten wiederherstellen. Ein anderer Bereich sind Wachstumsschmerzen, die auftreten, wenn sich Knochen und umliegende Strukturen unterschiedlich schnell entwickeln. Mit manuellen Techniken fördern Osteopathen die Versorgung von Muskeln, Faszien und Bändern. So können sie mit dem Knochenwachstum wieder schritthalten.

Kinderosteopathie

„Osteopathie für Kinder ist eine Spezialdisziplin der Osteopathie“, unterstreicht Christoph Bellmann vom BVO-Arbeitskreis Kinderosteopathie. „Sie erfordert eine besondere Ausbildung. Babys und Heranwachsende sind mitten in ihrer Entwicklung. Beständig verändern sich ihre Muskeln, Gewebe und Knochen ebenso wie ihr Hormonhaushalt und Stoffwechsel. Kinderosteopathen benötigen umfassende Kenntnisse zu Entwicklung und Wachstum der Kleinen, um ihre Beschwerden sicher und wirksam behandeln zu können.“ Der Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO zertifiziert Kinderosteopathen mit einem speziellen Siegel. Die Therapeuten müssen dafür eine reguläre Osteopathie- sowie eine umfangreiche Kinderosteopathie-Ausbildung nachweisen.

Über den Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO

Der Bundesverband Osteopathie e.V. – BVO ist die berufliche Interessenvertretung für alle osteopathisch arbeitenden Therapeuten, Schulen und Einrichtungen in Deutschland. Seit 15 Jahren setzen sich die Organisation und ihre über 2.600 Mitglieder für eine Anerkennung der Osteopathie als Beruf durch ein Bundesgesetz ein. Als Basis dafür fordert der Verband eine Ausbildung mit mindestens 1.350 Unterrichtseinheiten begleitend zu einem Beruf als Arzt, Physiotherapeut, Heilpraktiker und medizinischen Masseur oder eine Vollzeitausbildung mit mindestens 5.000 Unterrichtseinheiten. Für die jährlich Millionen Patienten von Osteopathen führt der BVO in einem Online-Verzeichnis Therapeuten, die diesen Standards folgen. Dort findet sich zudem eine Liste mit rund 100 gesetzlichen Krankenkassen, die Osteopathie als wirksame medizinische Leistung teilweise oder ganz bezuschussen.

Osteopathie beim Baby – Folgen einer Geburt und deren Behandlungsmöglichkeiten

Osteopathie beim Baby: Jede Zelle des Körpers hat ihre eigene Bewegung. Osteopathen erspüren diese Bewegungen. Überprüfen sie auf Einschränkungen und korrigieren sie, wenn nötig gezielt mit den speziellen Techniken der Osteopathie. Diese sanfte, manuelle Behandlungsmethode arbeitet ausschließlich mit dem leichten Druck der Hände.

Begründet wurde die Osteopathie von Dr. Andrew Taylor Still bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Der amerikanische Arzt forschte lange Zeit, um seine für die heutige Osteopathie grundlegenden Einsichten über Gesundheit und Krankheit und den menschlichen Körper, aufzuschreiben.

Ich selbst bin mit dieser naturheilkundlichen Heilungsmethode erst nach meiner zweiten Geburt in Berührung gekommen.

Heute denke ich, dass meine erste Geburt viel sanfter hätte verlaufen können, wenn ich bereits in der Schwangerschaft so behandelt worden wäre. Mein Kind hätte vermutlich weniger schreien müssen und seine Ruhe und seine Balance nach einer schweren Geburt früher wiedergefunden.

Der weibliche Körper ist während der Schwangerschaft enormen Veränderungen ausgesetzt

„In der Schwangerschaft ist der weibliche Körper enormen Veränderungen ausgesetzt, wie z.B. einer veränderten Statik und hormonell bedingt weicherem Gewebe.“

„Das kann zu vielfältigen Beschwerden führen.“ erklärt die Osteopathin Annette Wöhler. „In diesen Fällen ist eine osteopathische Behandlung gut geeignet, die Anpassungsvorgänge zu unterstützen.“

In der Praxis der Expertin, die auf ganzheitliche Physiotherapie und Osteopathie spezialisiert ist, sind speziell ausgebildete Experten für die Behandlung von Kindern zuständig.

Sie rät Schwangeren, sich bereits mit dem Thema Unterstützung durch Osteopathie und ganzheitliche Behandlungsformen auseinanderzusetzen:

„Für die Geburt ist es notwendig, dass sich die Beckenknochen frei zueinander bewegen können. Gibt es Spannungen in diesem Bereich, ist es sinnvoll schon vor der Geburt eine Osteopathin aufzusuchen.“

Diese Verspannungen sind häufig den traumatischen Erfahrungen und den damit verbundenen Ängsten in Bezug auf Geburten und dem Thema Loslassen und Vertrauen geschuldet. Hinweis der Baby-Redaktion.

Wann sollte man zum Osteopathen?

Meine erste Geburt hatte mich mehr geschlaucht, als ich mir das damals eingestanden hatte. Alles ist so euphorisch, so aufregend nach einer Geburt.

Wer denkt da an die junge Mutter? Wohl am allerwenigsten sie selbst. Vor lauter Glück, vor lauter Baby gucken und Baby streicheln, Baby beruhigen und füttern, vergisst sie schnell sich selbst.

Erst einige Wochen nach der Geburt habe ich bemerkt, dass sich nichts so von allein wieder eingerenkt hatte. Zumindest nicht so wie das Omas, Tanten und andere Mütter beruhigend behauptet hatten.

Ich fühlte mich total abgespannt, verbogen und verzerrt. Ja, verzerrt! Meine Körpermitte hatte sich verschoben, meine Leisten taten weh, das Kreuzbein war verspannt. Eigentlich tat mir einfach alles vom Bauchnabel abwärts furchtbar weh.

Dabei bin ich brav zur Rückbildung getigert und habe gewissenhaft, die dort von der Hebamme gezeigten Übungen, auch zuhause durchgeführt. In der Schwangerschaft hatte ich sogar mit Yoga begonnen und viel in meinen Körper hineingehört.

Wo war nur mein harmonisches Körpergefühl hin?

Früher musste ich nie über meinen Körper nachdenke. Er machte keine Probleme, war einfach ok so wie er war.

Als das Ganze begann sich bei der zweiten Schwangerschaft zu wiederholen, hatte ich mehr Glück. Klar renkt sich das auch ohne Osteopathie irgendwie wieder ein. Dies hat ja auch nach der ersten Geburt funktioniert. Doch wieso sich das Leben schwerer machen als nötig?

Durch Zufall bekam ich nach der Geburt der Zwillinge die Visitenkarte einer Osteopathin in die Hand gedrückt. Eigentlich für die Babys, die mit einem Kaiserschnitt zur Welt gekommen waren.

Spontan beschloss ich auch einen Termin für mich selbst auszumachen – aus dem reinen Bauchgefühl heraus, dass mir das gut tun könnte.

Und es war ein erhebendes Erlebnis. Ich konnte regelrecht spüren wie mein Körper wieder ins Lot gerückt wurde. Daraufhin habe ich für alle drei Kinder Termine ausgemacht.

Annette Wöhler hält eine osteopathische Behandlung nicht prinzipiell nach jeder Geburt für notwendig. „War die Geburt schwer, ist auch eine Behandlung für die Mutter empfohlen.“ Ansonsten gilt es wie beim Kind, dem Körper Zeit zu geben. Und die körpereigenen Selbstheilungskräfte wirken zu lassen. Typische Beschwerden der Mutter nach der Geburt sind Rückenschmerzen im Lenden- und Brustwirbelbereich sowie Beckenschmerzen.“

Osteopathie beim Baby

Was verstehen Spezialisten überhaupt unter einer schweren Geburt? „Eine osteopathische Behandlung von Neugeborenen ist vor allem dann sinnvoll: wenn es zum Einsatz von Hilfsmitteln wie Saugglocke oder PDA gekommen ist, oder ein Kaiserschnitt stattgefunden hat“.

Klar ist jede Geburt anstrengend und Säuglinge wie Gebärende sind erst einmal erschöpft und ruhebedürftig. Das ist ganz normal und es braucht Zeit und Ruhe, um wieder zu sich zu kommen und zurück zu seiner Mitte zu finden.

Sie rät ihren Patientinnen zudem zu Osteopathie, wenn ihre Geburt zwar natürlich, aber besonders schwer, lang oder auch extrem kurz war.

Dennoch empfiehlt sie erst einmal abzuwarten und dem Neugeborenen Zeit und Ruhe zuhause zu geben. Vor allem wenn beim Kind alles gut läuft und die Geburt problemlos abgelaufen ist. In diesen Fällen ist es gut, das Baby erstmal in seiner neuen Umgebung ankommen zu lassen.

Falls die Eltern aber den Wunsch verspüren, das Kind einmal anschauen zu lassen, genüge es, das Baby der Osteopathin ab vier bis sechs Wochen nach der Geburt vorzustellen.

Das Kind arbeitet sich während der Geburt mit Hilfe der mütterlichen Wehen durch den Geburtskanal. Auf das Baby wirken dabei enorme Kräfte ein.

Anpassungen nach der Geburt stellen riesige Herausforderungen dar

Osteopathie beim Baby: Nach der Geburt stellt die Anpassung an die neue Umgebung eine riesige Herausforderung dar. So kommt es immer wieder vor, dass bei Kindern Spannungen im Gewebe zurückbleiben. Diese sind häufig auf den Geburtsvorgang oder die Lage im Mutterleib zurückzuführen.

Die Osteopathin unterstützt diesen Anpassungsvorgang, indem sie Spannungen im Gewebe löst.

„Schon Neugeborene können Symptome aufweisen wie Bauchweh und Verdauungsprobleme, häufiges Schreien, Vorzugshaltungen, vermehrte oder verminderte Körperspannung oder Schwierigkeiten beim Stillen“.

Häufig entstünden diese Symptome durch Anpassungsschwierigkeiten des kindlichen Organismus oder persistierende Spannungen im Gewebe. Wenn dies der Fall ist, kann eine osteopathische Behandlung sehr gut helfen.

„Auch bei Kleinkindern können typische Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Haltungsabweichungen oder motorische Unruhe durch Spannungen im Gewebe ausgelöst sein“. Hier kann eine osteopathische Behandlung Verbesserungen erreichen.

Immer mehr Krankenkassen beteiligen sich übrigens an den Kosten für eine osteopathische Behandlung.

Eure Verena Wagner (Babytalk-Autorin)

Nachfolgend findet ihr einen Bericht einer „betroffenen“ Mutter zu Osteopathie beim Baby, Hinweis der Redaktion.

Beitragsfoto: riopatuca / Foto2: bmf-foto.de /

Im Laufe einer Schwangerschaft finden bei der werdenden Mutter etliche Veränderungen statt. Neben den hormonellen Veränderungen werden durch das Wachstum und die Gewichtszunahme des Kindes zunehmend die Lendenwirbelsäule, das Becken sowie die Mechanik des gesamten Bewegungsapparates belastet, da sich der Körperschwerpunkt verlagert.

Falls bereits vor der Schwangerschaft Fehlstellungen vorgelegen haben, können diese jetzt möglicherweise störende Beschwerden auslösen. Begünstigt werden diese noch durch die physiologische Erweichung der Bindegewebsstrukturen infolge der Schwangerschaftshormone.

Auch die Lage des heranwachsenden Kindes kann entscheidend sein. Liegt das Kind beispielsweise lange in einer Beckenendlage, so kann der vermehrte Druck auf das Zwerchfell und den Oberbauch sehr unangenehm für die werdende Mutter sein. Sitzt das Kind hingegen schon sehr früh und dauerhaft mit seinem Köpfchen fest im Becken der Mutter, so kann möglicherweise der Druck auf den Beckenboden oder den Darm erhöht sein und Beschwerden auslösen.

Ziel der Osteopathie ist es, eine Unterstützung bei der Anpassung der Funktionen der einzelnen Bereiche an die veränderten Bedürfnisse der Schwangerschaft zu geben. Darüber hinaus soll die Osteopathie geburtsvorbereitend unterstützen, um die Dauer der nötigen Wehen minimal zu halten, den Beckenboden vorzubereiten, das Risiko von Geburtsinterventionen zu minimieren sowie unnötigen zusätzlichen Druck auf das Neugeborene zu vermeiden.

Osteopathie

Osteopathie ist eine ganzheitliche, medizinische Therapiemethode. Die Philosophie der Osteoapthie ist es den gesamten menschlichen Körper und seine Strukturen als Einheit zu betrachten.

Ziel ist es Eischränkungen der Beweglichkeit zu korrigieren und das körperliche und seelische Wohlbefinden wieder herzustellen.
In der Schwangerschaft unterstützt die Osteopathie die werdende Mutter im Wandlungsprozess ihrer Körpers und hilft Schwangerschaftsbeschwerden zu lindern. Durch gezielte Behandlungstechniken wird die Atmung verbessert und Geburtsräume für Becken und Beckenboden geschaffen.

Indikationen vor der Geburt

  • Rücken- und Hüftschmerz
  • Schmerzen im Bereich des Schambein
  • schmerzhafte Leiste
  • Ödeme und Stauungen der Arme und Beine
  • Ischiasbeschwerden
  • Steißbeinschmerzen
  • Beschwerden von Becken- und Beckenboden
  • Sehnenscheidentzündungen
  • Beckenendlagendrehung

Indikationen nach Geburt

  • Rücken- und Hüftschmerz
  • Schmerzen im Bereich des Schambein
  • schmerzhafte Leiste
  • Ödeme und Stauungen der Arme und Beine
  • Ischiasbeschwerden
  • Steißbeinschmerzen
  • Beschwerden von Becken- und Beckenboden
  • Sehnenscheidentzündungen
  • nach einem Kaiserschnitt
  • starke Kopfschmerzen nach Geburt
  • bei Stillproblemen

Baby

  • Saug- und Schluckprobleme
  • Schreibabys
  • Schlafproblemen
  • Darmkoliken, Verstopfungen und Verdauungsschwierigkeiten
  • Reflux (Aufstoßen)
  • Mittelohrentzündung
  • Schiefhals
  • Neurodermitis
  • Geburtsbedingte Blockaden

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