Organe einer frau

Organ

Das ist kein echter menschlicher Körper, sondern nur ein Modell. Zu sehen sind einige unserer inneren Organe. 1: Lunge, 2. Herz, 3: Leber, 4: Magen, 5. Dünndarm, 6: Dickdarm, 7: Fettschicht, 8: Milz.

Ein Organ ist ein Körperteil eines Lebewesens, also auch vom Menschen. In unserem Körper gibt es eine ganze Reihe von Organen, und sie alle haben bestimmte Aufgaben. Das Herz zum Beispiel pumpt Blut durch die Adern. Ein anderes atmet, damit wir nicht ersticken: Das ist die Lunge, bei den Fischen sind es die Kiemen.

Wieder andere Körperorgane verdauen unser Essen. Das sind der Magen und der Darm. Außerdem gibt es noch die Leber, die Milz, die Nieren, die Schilddrüse, das Gehirn und viele andere. Auch Muskeln und Knochen sind Organe. Das größte Organ des Menschen ist die Haut.

Was für Organe gibt es?

Die Leber ist ein wichtiges Organ, weil sie bei der Verdauung hilft und giftige Stoffe aus dem Blut filtert.

Sämtliche Organe zusammen ergeben einen Organismus. Manche Organe gibt es im Körper nur einmal, andere zweimal. Man nennt sie „paariges Organ“. Hierzu gehören beispielsweise die Lunge mit ihren beiden Lungenflügeln und die Nieren. Da es in einem Körper nur ein Herz gibt und nur eine Leber, gehören diese nicht zu den paarigen Organen. Es gibt auch Organe, die in einem Organismus häufig vorkommen, beispielsweise die Knochen und die Muskeln.

Fast alle Organe, die wir haben, sind wichtig zum Leben. Eine Ausnahme bildet zum Beispiel der Blinddarm. Den kann man wegoperieren, meist nach einer starken Entzündung. Von den paarigen Organen kann man auf eines verzichten, wenn beispielsweise eines stark an Krebs erkrankt ist. Man kann zum Beispiel mit nur einer Niere leben oder mit nur einem Lungenflügel. Das ist der Vorteil der paarigen Organe.

Auf die meisten Organe kann man nicht verzichten, ohne sie würden wir sterben. Manche Organe kann man, wenn sie krank sind und nicht mehr gesund werden können, durch künstliche Organe ersetzen. Das geht aber nicht bei allen Organen. In vielen Fällen kann man auch das kranke Organ eines Menschen gegen das gesunde eines anderen Menschen oder sogar eines Tieres austauschen. Diejenigen, die ihre Organe an kranke Menschen weitergeben, heißen Organspender. Manche Organe, die man unbedingt selbst braucht wie das Herz, kann man erst spenden, wenn man schon tot ist.

Eine besondere Form von Organen sind die Sinnesorgane, mit denen wir unsere Umwelt wahrnehmen. Dazu gehören:

  • die Nase und der Geruchsinn zum Riechen,
  • die Zunge und der Geschmacksinn zum Schmecken,
  • die Ohren und der Gehörsinn zum Hören,
  • die Haut und der Tastsinn zum Fühlen sowie
  • die Augen und der Sehsinn zum Sehen.

Nicht nur Menschen und Tiere haben Organe, sondern auch Pflanzen. Eine Wurzel ist zum Beispiel so ein pflanzliches Organ mit eigenen Aufgaben, auch die Rinde bei Bäumen oder die Blätter.

Was bedeutet das Wort Organ noch?

Der Bundestag ist das Parlament und damit ein Organ der Bundesrepublik Deutschland.

Das Wort Organ kann aber noch ganz andere Bedeutungen haben. Im übertragenen Sinn spricht man etwa von einem Organ, wenn eine oder mehrere Personen stellvertretend für eine Organisation oder ein ganzes Land sprechen oder handeln dürfen. So bezeichnet man zum Beispiel den Bundeskanzler auch als Staatsorgan, weil er für den ganzen Staat handelt und diesen vertritt.

Manche Firmen, Vereine, Parteien oder andere Organisationen haben auch eigene Zeitschriften, die im Namen der Organisation sprechen und Neuigkeiten, aktuelle Geschehnisse oder andere wissenswerte Sachen über diese verbreiten. Auch diese Zeitschriften nennt man Organ. Nicht jede Organisation hat ein eigenes Organ. Viele haben aber eines, um sich bekannt zu machen und über sich in der Öffentlichkeit zu berichten.


Das Klexikon ist wie eine Wikipedia für Kinder und Schüler. Das Wichtigste einfach erklärt, mit Definition in der Einleitung, vielen Bildern und Karten.

Grundwissen kindgerecht, alles leicht verständlich und gut für Referate in der Schule. Mehr Wissenswertes über „Organ“ haben die Blinde Kuh und Frag Finn.

Innere Medizin

Sie ist wichtig zur Verwertung von Nahrungsbestandteilen, die aus dem Darm aufgenommen werden, zur Produktion von Eiweissen und Abbau bzw. Ausscheidung von Stoffwechselprodukten in der Galle.

Auf der linken Seite im Oberbauch befindet sich die Milz, ein Organ das ua. zur Infektabwehr und Aussonderung von alten Blutkörperchen wichtig ist. Der Magen liegt in der Mitte des Oberbauchs.
Etwas weiter unten oberhalb des Nabels liegt die Bauchspeicheldrüse, ein Organ, das einerseits zur Produktion von Verdauungssäften und andererseits zur Insulinproduktion und damit Kontrolle des Blutzuckers beiträgt. Vor der Wirbelsäule verlaufen die grossen Gefässe wie Aorta und untere Hohlvene, in der Nähe befinden sich auch Lymphknoten.
Bds im Lendenbereich befinden sich die Nieren, die den Urin über die Harnleiter in die Blase ableiten. Am Nierenoberpol liegen bds. die Nebennieren, hormonaktive Organe. Am Blasenausgang liegt beim Mann die Prostata und bei den Frauen hinter der Blase der Uterus, die Ovarien und die Vagina. Im Mittel- und Unterbauch ist schliesslich der Darm (Dünndarm und rahmenartig um den Bauch der Dickdarm), auf der rechten Seite im Unterbauch der sog. Blinddarm oder Appendix, der bei Entzündung zur akuten Appendicitis führen kann.

Alle diese Organe können erkranken, sei es entzündlich, durch schädigende Noxen oder tumorös. Eine Aufreihung von Erkankungen würde hier zu weit führen.
Nebst der genauen Anamnese und Untersuchung von aussen führt oftmals der Ultraschall des Abdomens zur Diagnose bzw. bestätigt den Verdacht.

Leber entgiften: Diese Mittel reinigen die Leber ganz natürlich

Fettiges Essen und zu viel Alkohol sind die Hauptursachen für Giftstoffe in der Leber. Wir verraten dir, wie du deine Leber mit natürlichen Mitteln effektiv entgiften kannst.

Die Leber entgiften: Woher kommen die Giftstoffe?

Die Leber ist in unserem Körper für die Entgiftung zuständig: Sie speichert Nährstoffe und steuert den Stoffwechsel. Neben der Haut filtert die Leber von allen Organen am meisten Krankheitserreger und Abfallprodukte heraus und scheidet sie über die Niere oder Galle wieder aus. Zu diesen Abfallprodukten gehören Stoffe wie Alkohol, Nikotin oder Medikamente. Obwohl unsere Leber sehr robust ist, können zu viele Giftstoffe der Leber schaden.

Oft sind Müdigkeit oder ein Schlappheitsgefühl erste Anzeichen, wenn es der Leber nicht gut geht. Meist aber merken wir davon gar nichts. Auch haben wir keine Schmerzen, wenn etwas mit der Leber nicht in Ordnung ist. Daher überschätzen viele ihre Leber. Damit dir das nicht passiert, solltest du in regelmäßigen Abständen deine Leber entgiften.

Diese Lebensmittel entgiften die Leber ganz natürlich

Ingwer und Zitrone unterstützen die Leber (Foto: CC0 / / Pexels)

  • Knoblauch kurbelt die Produktivität der Leber an. Dadurch werden schädliche Stoffe schneller ausgeschieden und das Organ somit besser geschützt.
  • Walnüsse unterstützen die Leber ebenfalls beim Entgiften. In den Nüssen stecken Glutathion, Omega-3-Fettsäuren und L-Arginin. Dies sind wichtige Stoffe, die der Leber helfen, Ammoniak auszuscheiden.
  • Brokkoli enthält Senfölglykoside, die die Leber weiter anregen. Der Stoff steckt ebenfalls in Rettich und Radieschen.
  • Bittere Salate und Löwenzahn haben ebenfalls eine entgiftende Wirkung und regen die Fettverbrennung an.
  • Ingwer stärkt das Immunsystem und hilft so auch der Leber beim Entgiften.
  • Zitrone aktiviert Enzyme in der Leber, die beim Entgiften helfen. Noch dazu wird die Verdauung angekurbelt und der pH-Wert des Körpers ins Gleichgewicht gebracht.
  • Rote Beete unterstützt mit Flavonoide und Beta-Carotin. Außerdem verbessert das Gemüse die Durchblutung und gilt generell als Blutreiniger.
  • Artischocken enthalten viele Bitterstoffe, die eine Entgiftung anregen und die Leber vor freien Radikalen schützen.
  • Lein-Öl wirkt dank Omega 3-Fettsäuren entzündungshemmend und ist gut für die Leber.
  • Grüner Tee beseitigt Giftstoffe und Fettablagerungen. Zusätzlich schützt er die Leber vor den Folgen des Alkoholkonsums.
  • Kurkuma enthält Curcumin. Das fördert die Funktion der Gallenflüssigkeit und entlastet die Leber. Noch dazu schützt Curcumin die Leber vor schädlichen Giften und kann angeschlagene Leberzellen wieder heilen.

Detox-Kuren und Mittel zum Entgiften sind groß in Mode. Nicht alle bringen was, manche sind sogar gefährlich.

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Tipps zum Entgiften der Leber: der Leberwickel

Mit dem Leberwickel kannst du deine Leber schneller entgiften. Dies ist möglich, da der Leberwickel warm und feucht ist – so wird die Durchblutung der Leber stimuliert. Vor allem bei Fastenkuren ist der Leberwickel unverzichtbar. Aber auch ohne zu fasten, tust du damit deiner Leber etwas Gutes. Und so geht es:

  1. Bereite eine Wärmflasche, ein Gästehandtuch und ein normales Handtuch vor.
  2. Fülle die Wärmflasche mit heißem Wasser.
  3. Tränke das Gästehandtuch in warmes Wasser und wringe es gut aus.
  4. Lege das feuchte, warme Gästehandtuch doppelt gefaltet auf deine Leber (sie sitzt rechts unter den Rippen des Brustkorbs), lege die Wärmflasche darauf und wickle das größere Handtuch möglichst luftdicht um deinen Bauch.
  5. Bleibe so ca. 30 Minuten ruhig liegen.

Hinweis: Bei Magenblutungen, Magengeschwüren oder Darmgeschwüren solltest du den Leberwickel nicht anwenden!

Fasten für die Leberentgiftung

Saftfasten entgiftet die Leber (Foto: CC0 / / Couleur)

Beim Entgiften der Leber ist Fasten sehr hilfreich. Basisches Fasten eignet sich dabei besonders gut und bringt den pH-Wert im Körper wieder ins Gleichgewicht. Auch Saftfastentage sind gut geeignet. Die Saftkur befreit die Leber von Giftstoffen.

Gemüsesäfte sind nicht nur zum Fasten beliebt: Sauerkrautsaft, Karottensaft und Rote-Bete-Saft sind wegen ihrer Vitamine auch im Alltag voll im…

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Tipp: Beim Fasten solltest du es langsam angehen lassen, da sonst dein Organismus überlastet wird. Hier erfährst du mehr über verschiedene Fasten-Trends.

Diese Gifte schädigen die Leber

Möchtest du die Leber entgiften, solltest du auf folgende Dinge besser verzichten:

  • Genussmittel wie Alkohol und Nikotin
  • Süßigkeiten
  • übermäßiger Kaffeekonsum
  • Fastfood
  • Bewegungsmangel
  • zu wenig Schlaf

Du lässt öfter mal den Zucker im Kaffee weg, isst weniger Schokolade? Gute Sache für die Gesundheit. Aber: Oft ist…

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  • Körper entgiften? Vorsorge statt teure Hilfsmittel
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Aufbau des Bauches

Letzte Änderung: 07.10.2019

Das Wichtigste in Kürze

Der Bauch befindet sich ungefähr in der Mitte des Körpers. Der lateinische Begriff für den Bauch ist Abdomen.

Der Bauch ist der Bereich zwischen den Rippen und dem Becken. Die Rippen und die Beckenknochen können von außen getastet werden. In der Mitte des Bauches ist der Bauchnabel zu sehen.

Im Inneren des Bauches gibt es eine Höhle, die sogenannte Bauchhöhle. Sie wird nach oben begrenzt vom Zwerchfell. Nach unten hin geht die Bauchhöhle in die Beckenhöhle über.

Die Bauchhöhle enthält viele wichtige Organe unserer Verdauung. Dazu gehören zum Beispiel der Magen, die verschiedenen Abschnitte des Darms, die Leber mit der Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse. Auch Organe mit anderen Aufgaben wie zum Beispiel die Milz und die Nieren befinden sich im Bauch.

Die Beckenhöhle beinhaltet ebenfalls Teile unserer Verdauung, zum Beispiel das Ende des Darms. Außerdem befinden sich die Harnblase und teilweise auch die Geschlechtsorgane in der Beckenhöhle. Bei der Frau sind das die Scheide, die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke. Beim Mann sind das die Vorsteherdrüse, die Samenbläschen sowie verschiedene Gänge.

Die Organe im Bauch in der Ansicht von vorn

1 2 3 4 5 6 7 1 Leber 2 Magen 3 Gallenblase 4 Milz 5 Dickdarm 6 Dünndarm 7 Harnblase

Die Organe im Bauch in der Ansicht von hinten

1 2 3 4 5 6 7 1 Wirbelsäule 2 Leber 3 Milz 4 rechte Niere 5 linke Niere 6 linke Nebenniere 7 Dickdarm

Die Organe im Bauch

Manche Bauchorgane kann man bei der körperlichen Untersuchung des Bauches tasten. Häufig können zum Beispiel der untere Rand der Leber und Teile des Dickdarms von außen ertastet werden. Auch die Harnblase kann bei starker Füllung von außen tastbar sein. Beim Mann kann die Vorsteherdrüse und bei der Frau können Teile der Gebärmutter und die Scheide von innen ertastet werden.

Andere Organe, wie zum Beispiel der Magen, die Milz, die Gallenblase, die Bauchspeicheldrüse und die Nieren, können normalerweise nicht getastet werden. Diese Organe werden manchmal bei bestimmten Erkrankungen tastbar.

Der Magen

Der Magen befindet sich hauptsächlich im linken oberen Bereich des Bauches. Er hat eine gebogene Form. Im Inneren ist der Magen hohl. Bei der Verdauung ist der Magen vor allem dafür zuständig, die Nahrung aufzubewahren, weiter zu verkleinern und schädliche Keime abzutöten. Der Magen bildet auch Stoffe, um Eiweiße und Fette zu verdauen.

Die Form und die Größe des Magens können sich ändern. Das hängt unter anderem davon ab, wieviel Nahrung im Mageninneren ist.

Der Dünndarm

Der Dünndarm ist in mehrere Abschnitte unterteilt. Das sind der Zwölf-Finger-Darm, der Leerdarm und der Krummdarm.

Der Zwölf-Finger-Darm ist der erste Teil des Dünndarms. Er befindet sich im rechten oberen Bereich des Bauches. Seinen Namen hat er durch seine Länge, die etwa der Breite von 12 Fingern entspricht.

Auf den Zwölf-Finger-Darm folgt zunächst der Leerdarm. Er geht später in den Krummdarm über. Diese beiden Dünndarmabschnitte sind zusammen mehrere Meter lang.

Die Hauptaufgabe des Dünndarms ist die weitere Zersetzung der Nahrung und die Aufnahme der Nährstoffe. Für die Verdauung erhält der Zwölf-Finger-Darm über zwei kleine Gänge Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase.

Der Dickdarm

Auch der Dickdarm besteht aus mehreren Abschnitten. Das sind der Blinddarm mit dem Wurmfortsatz, der Grimmdarm und der Mastdarm. Der Grimmdarm besteht ebenfalls aus mehreren Abschnitten.

Die Hauptaufgabe des Dickdarms ist es, dem Darminhalt Salze und Wasser zu entziehen. Dadurch wird der Darminhalt eingedickt.

Die Leber

Die Leber befindet sich hauptsächlich im oberen Bereich des Bauches. Sie liegt rechts und reicht bis ungefähr zur Mitte. Ein kleinerer Anteil der Leber reicht bis in den linken oberen Bauchbereich.

Die Leber ist teilweise von den Rippen und dem Zwerchfell überdeckt. Die Lage der Leber kann sich ändern, zum Beispiel durch die Veränderung des Zwerchfells beim Atmen. Dies macht sich der Arzt häufig bei der Untersuchung der Leber zu nutze. Dazu lässt der Arzt den Patienten während der Untersuchung tief einatmen, um den unteren Rand der Leber besser tasten zu können.

Die Leber ist ein wichtiges Organ mit vielen Aufgaben. Sie hat beispielsweise Aufgaben bei der Aufnahme, der Verarbeitung, dem Umbau und der Speicherung von Bestandteilen der Nahrung. Sie ist wichtig für die Blutgerinnung. Außerdem bildet sie die Gallenflüssigkeit, die bei der Verdauung und Ausscheidung eine Rolle spielt.

Die Gallenblase

Die Gallenblase befindet sich im rechten oberen Bereich des Bauches. Dort grenzt sie an die Leber.

Die Gallenblase wird mit einer Flüssigkeit, der sogenannten Gallenflüssigkeit, gefüllt. Diese Gallenflüssigkeit wird von der Leber hergestellt und kommt dann in die Gallenblase. Dort wird die Gallenflüssigkeit gespeichert, bis sie bei der Verdauung gebraucht wird. Die Gallenflüssigkeit spielt zum Beispiel eine Rolle bei der Verdauung von Fetten in der Nahrung. Dazu wird die Gallenflüssigkeit über einen Verbindungsgang von der Gallenblase in den Zwölf-Finger-Darm geleitet.

Die Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse ist ein schmales längliches Organ im oberen Bereich des Bauches. Sie ist eine große Drüse. In dieser Drüse wird der Bauchspeicheldrüsensaft gebildet. Er ist für die Verdauung wichtig.

Außerdem werden in der Bauchspeicheldrüse auch verschiedene Botenstoffe hergestellt, zum Beispiel der Botenstoff Insulin. Diese Botenstoffe kommen aus der Bauchspeicheldrüse ins Blut.

Die Milz

Die Milz befindet sich im linken oberen Bereich des Bauches. Sie übernimmt Aufgaben bei der Abwehr von Krankheiten und beim Abbau bestimmter Blutbestandteile.

Die Nieren

Die Niere gehört zu den Organen, die es zweimal im Körper gibt. So unterscheidet man eine rechte Niere und eine linke Niere. Beide Nieren befinden sich normalerweise im oberen Bereich des Bauches hinten Richtung Rücken. Sie haben eine etwas gebogene Form, die an eine Kaffeebohne erinnert.

Die Nieren haben mehrere Aufgaben. Sie filtern zum Beispiel das Blut und bilden dadurch den Urin. Bestimmte Stoffe werden im Körper zurückbehalten. Mit dem Urin werden dann Abfallstoffe aus dem Körper ausgeschieden. Außerdem bilden die Nieren Botenstoffe und helfen dabei, den Blutdruck zu regeln.

Die Nebennieren

Die Nebennieren liegen oben an den Nieren. Die rechte Nebenniere hat eine Form wie ein Dreieck und befindet sich oberhalb der rechten Niere. Die linke Nebenniere hat eine Halbmondform und befindet sich oberhalb der linken Niere.

In den Nebennieren werden verschiedene Botenstoffe hergestellt.

Die Organe im Becken

Harnleiter, Harnblase und Harnröhre

Der Urin wird in den Nieren gebildet. Von dort wird er über Verbindungsgänge in die Harnblase abgeleitet. Diese Verbindungsgänge heißen Harnleiter. Es gibt einen rechten Harnleiter zwischen der rechten Niere und der Harnblase und einen linken Harnleiter zwischen der linken Niere und der Harnblase.

Die Harnblase ist innen hohl. In ihr wird der Urin gesammelt. Die Größe der Harnblase ist abhängig davon, wie viel Urin in der Harnblase enthalten ist.

Die Harnblase befindet sich im vorderen Bereich des Beckens. Wenn die Harnblase voll ist, verspürt man in diesem Bereich ein Druckgefühl – das ist der Harndrang. Über eine Röhre, die sogenannte Harnröhre, kann der Urin dann aus der Harnblase nach außen abgegeben werden. So wird die Harnblase entleert.

Die Geschlechtsorgane der Frau

Die Gebärmutter gehört zu den inneren Geschlechtsorganen der Frau. Sie befindet sich in der Mitte im Becken. Die Form der Gebärmutter ist wie bei einer Birne, deren schmalerer Teil nach unten zeigt. Dieser schmalere Teil der Gebärmutter ragt in die Scheide hinein. Im Inneren ist die Gebärmutter hohl. Dieser Hohlraum wird während der Schwangerschaft durch das Kind ausgefüllt.

Die Scheide und der in die Scheide ragende Teil der Gebärmutter können von innen getastet werden. Dazu führt der Arzt einen Finger über die Scheide ein.

Während einer Schwangerschaft nimmt die Gebärmutter an Größe zu. Sie kann dann auch von außen ertastet werden.

Die Eierstöcke mit den Eileitern

Die Eierstöcke und die Eileiter befinden sich rechts und links von der Gebärmutter.

Der Eierstock enthält die Eizellen, aus denen ein Kind entstehen kann. Dafür müssen die Eizellen im Eierstock heranreifen. Die reife Eizelle wird nach dem Verlassen des Eierstocks vom Eileiter aufgenommen.

Der Eileiter ist wie eine Verbindungsröhre. Wie es der Name sagt, leitet der Eileiter die Eizelle vom Eierstock in die Gebärmutter.

weibliche Geschlechtsorgane in der Ansicht von vorn

1 2 3 1 Gebärmutter 2 linker Eierstock 3 rechter Eileiter

Die Geschlechtsorgane des Mannes

Die Vorsteherdrüse gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Sie wird auch Prostata genannt. Sie befindet sich unten im Bauch.

Die Vorsteherdrüse grenzt an den unteren Bereich der Harnblase und umgibt dort die Harnröhre, die den Urin aus der Harnblase nach außen ableitet. Die Vorsteherdrüse ist ungefähr so groß wie eine Kastanie. In der Vorsteherdrüse wird eine Flüssigkeit für die Samenflüssigkeit gebildet. Über kleine Verbindungsgänge kann diese Flüssigkeit aus der Vorsteherdrüse in die Harnröhre abgegeben werden.

Weil die Vorsteherdrüse direkt neben dem Mastdarm liegt, kann sie vom Mastdarm aus getastet werden. Dazu führt der Arzt einen Finger über den After ein und tastet die Vorsteherdrüse von innen.

Organverschiebung in der Schwangerschaft: Das Baby macht sich Platz im Bauch

Immer wieder faszinierend: Die Verwandlung von der kleinen Erbse zum großen Säugling, der sich für die weite Welt bereit macht. Wie viele andere fragst du dich sicherlich auch, wie dein Baby in deinem Bauch überhaupt Platz findet. Wir haben eine fesselnde Animation zur Organverschiebung während der Schwangerschaft gefunden – und verraten dir, was dein Baby während der neun Monate mit deinen Organen anstellt.

Wie um Himmels Willen soll ein Baby in meinen Bauch passen? Welche Frau hat sich das nicht schon gefragt? Denn logistisch gesehen ist doch eigentlich gar kein Platz für den Nachwuchs, oder? Magen, Leber, Herz – die Organe sind alle vorschriftsmäßig an ihrer Stelle und brauchen ja schließlich ihren Platz – wo soll da noch ein Baby reinpassen? Keine Sorge, dein Kind versteht es, sich während der Schwangerschaft zwischen den Organen Platz zu verschaffen, wie diese Animation auf anschauliche Weise zeigt. Eine ausführlichere Version der Animation gibt es auf der Seite des Museum of Science and Industry in Chicago.

Organverschiebung: Ab etwa der 27. SSW geht es richtig los

Die Organe in der Schwangerschaft: Das passiert bei der Organverschiebung

Wie die Animation anschaulich verdeutlicht, verschieben sich die Organe während der Schwangerschaft ein ganzes Stück. Ab etwa der 27. SSW legt das heranwachsende Baby immer mehr zu und die Organe von Mama müssen den Weg frei machen. Das geht leider mit lästigen Schwangerschaftsbeschwerden, wie Sodbrennen, Verdauungsproblemen oder Kurzatmigkeit einher. Was genau mit den einzelnen Organen einer werdenden Mama geschieht, haben wir uns einmal angeschaut:

➤ Der Magen
Der arme Magen hat die denkbar schlechteste Position. Da er am höchsten Punkt des Uterus liegt, bekommt er im Laufe der Schwangerschaft immer mehr Druck von unten. Ab der 34. SSW hat er kaum noch die Hälfte des ursprünglichen Fassungsvermögens. Außerdem geht durch den Druck der Schließmuskel des Magens nach oben hin leichter auf. So kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen. Die Folge: Sodbrennen.
Was lässt sich tun? Am besten fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen, statt drei große. Beim Schlafen solltest du darauf achten, den Oberkörper etwas höher zu lagern, das hilft, damit die Säure eher unten bleibt. Hier haben wir noch mehr Tipps gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft.

➤ Die Lunge
Auch die Lunge verliert an Fassungsvermögen: Sie bekommt während der Schwangerschaft 25 Prozent weniger Luft. Denn Magen und Leber werden von unten gegen die Lunge gedrückt und verschieben die Lunge so nach oben. Die Folgen sind Kurzatmigkeit und das Gefühl, nie genug Luft zu bekommen.
Was lässt sich tun? Die gute Nachricht: Ab etwa der 36. SSW lässt der Druck meist plötzlich nach. Denn dann senkt sich das Köpfchen deines Nachwuchses ins Becken und die Lungen haben wieder mehr Platz zum Atmen – das ist vor allem in Hinblick auf die Strapazen der Geburt extrem wichtig.

➤ Das Herz
Das Herz liegt relativ geschützt im Brustkorb – da kommt die Gebärmutter selbst ganz am Ende der Schwangerschaft nicht hin. Trotzdem zeigt auch dein Herz während deiner Schwangerschaft Auffälligkeiten: Es muss nun etwa eineinhalb Liter mehr Blut pumpen, um dich und deinen Nachwuchs ausreichend zu versorgen, deshalb wird es während der Schwangerschaft auch größer – was wir für eine schöne Metapher für das Mamawerden halten. Zusätzlich beginnt das Herz schneller zu schlagen. Bei dir macht sich das durch verstärktes Herzklopfen und ein enges Gefühl in der Brust bemerkbar.
Was lässt sich tun? Bei starkem Herzklopfen solltest du dich erst einmal kurz hinlegen – mit erhöhtem Oberkörper und Beinen. Das hilft der Durchblutung der Plazenta und dein Herz kann sich wieder etwas beruhigen.

➤ Die Blase
Die Blase reagiert besonders empfindlich auf eine Schwangerschaft: Auch schon in den frühen Schwangerschaftsmonaten hast du das Gefühl, einfach immer auf die Toilette zu müssen. Anfangs ist daran noch nicht der Druck durch das Baby schuld, sondern das Gelbkörperhormon Progesteron. Das bewirkt, dass der Blasenschließmuskeln seine Aufgabe nicht mehr richtig erledigen kann. Später wird die Blase dazu noch immer weiter nach unten gedrückt – der Harndrang verstärkt sich noch zusätzlich.
Was lässt sich tun? Ein alter Hebammentrick hilft zumindest, dass die Blase vollständig leer wird: Beim Wasserlassen den Bauch etwas anheben, damit die Blase Raum hat, sich zu entleeren. Und: Trotzdem viel trinken – auch wenn du gefühlt immer auf die Toilette musst.

➤ Der Darm
Darm mit Charme – außer er bekommt das Progesteron zu spüren. Denn auch der Darm reagiert besonders empfindlich auf das Gelbkörperhormon: Er wird träge und langsam. Noch dazu wird er von der Gebärmutter sehr in die Enge getrieben und nach hinten gedrückt, so kann er sich nicht richtig entfalten – Völlegefühl und Verstopfung sind die Folge. Da auch die Venen aus der Region des Dickdarms zusammengedrückt werden, kann dies einen Stau in den Blutgefäßen und damit Hämorrhoiden verursachen.
Was lässt sich tun? Natürliche Mittel gegen Verstopfung sind beispielsweise eingeweichte Backpflaumen oder Sauerkraut. Außerdem: Viel trinken und viele Ballaststoffe zu sich nehmen. Gegen Hämorrhoiden helfen Cremes oder Zäpfchen.

➤ Die Leber
Die Leber besteht aus relativ nachgiebigem Gewebe, deswegen kann sie leicht „auf Wanderung“ gehen und gelangt so in den Oberbauch. Fühlst du einen intensiven Juckreiz, ohne dass ein Hautausschlag o.ä. zu sehen ist, kann es sich in (seltenen) Fällen um eine Schwangerschafts-Cholestase handeln, einem Schwangerschaftsleiden, das die Leber befällt. Hier solltest du einen Arzt aufsuchen, denn die sogenannte intrahepatische Schwangerschafts-Cholestase erhöht das Risiko für eine Frühgeburt.
Was lässt sich tun? Wenn du deiner Leber etwas Gutes tun willst, iss am besten wenig Fett.

Schwangerschaft

Ultraschall in der Schwangerschaft: Hallo Baby!

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Keine Sorge

Die meisten Mamas spüren diese Organverschiebung während der Schwangerschaft nicht. Nur der Druck auf die Organe kann in den höheren Schwangerschaftswochen Schmerzen oder auch Übelkeit verursachen. Und: Nach der Geburt kehren die Organe auch wieder brav an ihren Platz zurück.

Platz da, ich komme! Ein Baby im Bauch verändert das ganze Leben. Doch woran man nicht denkt: Es bringt nicht nur die Hormone der Frau, sondern vor allem deren Organe ziemlich durcheinander!

Ständiger Harndrang, Kurzatmigkeit und Sodbrennen nach dem Essen – die Schwangerschaftsleiden sind nur allzu bekannt. Doch wie die Beschwerden eigentlich genau verursacht werden, wissen nur die wenigsten. Denn nicht nur hormonell verändert sich einiges während der Schwangerschaft. Das wachsende Baby macht dem Körper der Mutter ziemlich zu schaffen, so dass es im Bauch einer Schwangeren plötzlich ganz anders aussehen kann!

Erstes Trimester: Baby braucht noch nicht viel Platz

Denn wo ein Baby wächst, müssen Organe weichen. Auf Blase, Lunge und Magen nimmt das neue Kind keine Rücksicht. Doch im ersten Trimester bleibt noch alles beim alten. Obwohl in den ersten drei Monaten äußerlich noch keine großen Veränderungen wahrnehmbar sind, wird es im Inneren schon bald ganz anders aussehen.

Zweites Trimester: Gebärmutter drückt auf Blase

Ab dem zweiten Trimester der Schwangerschaft werden die Organe sichtlich verschoben. Plötzlich drückt die Gebärmutter auf die Blase – ständiger Harndrang und Probleme beim Wasserlassen sind die Folge. Wer die Ursache weiß, kann sich damit helfen, den Bauch auf Toilette vorsichtig anzuheben.

Drittes Trimester: Magen nach oben verschoben

Ab dem dritten Trimester heißt es für die Organe im Bauch dann endgültig: Platz machen für die Schwangerschaft! Denn nun drückt das wachsende Baby nicht nur auf die Blase, sondern verdrängt auch Lunge und Magen. Das bleibt nicht ohne Folgen, Schwangere klagen über Kurzatmigkeit und Herzklopfen. Der Sauerstoffmangel macht dem Kreislauf zu schaffen. Hier kann ein Spaziergang an der frischen Luft gut tun, denn der Sauerstoffbedarf ist in der Schwangerschaft bis zu 30 Prozent erhöht. Wer unter starken Kreislaufproblemen leidet: Ruhe gönnen und Beine hochlegen!

Nachdem Lunge und Blase das wachsende Baby schon zu spüren bekommen haben, bleibt spätestens ab der 34. Schwangerschaftswoche auch der Magen nicht verschont. Im Bauch der Schwangeren sieht es mittlerweile deutlich anders aus. Die Blase ist nach unten, Lunge und Magen nach oben verschoben. Hier findet sich die Ursache für ein weiteres Schwangerenleiden: Sodbrennen. Die Magensäure steigt leichter hoch, je größer das Baby wird, desto weniger Nahrung kann aufgenommen werden. Auch Leber und Darm wandern von den Unter-, plötzlich in den Oberbauch!

Eine Schwangerschaft bringt den weiblichen Körper also ganz schön durcheinander. Dass es so anders im Bauch aussieht, hätte man nicht erwartet. Doch keine Sorge: Sobald das Baby das Licht der Welt erblickt, kehren auch die Organe alle unbeschädigt wieder an ihren gewohnten Platz zurück.

Auch wenn die Organe durcheinander sind: So bleiben Sie auch in der Schwangerschaft fit!

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