Omega 3 in schwangerschaft

Inhalte

Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft

In dem Artikel „Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft“ von der praktizierenden Heilpraktikerin und Hebamme Annett Schmittendorf sowie Ernährungsexpertin und Personal Trainer Julia Tulipan, der im Oktober 2016 in der Fachzeitschrift für Naturheilkunde „Naturheilpraxis“ erschienen ist, geht es um die gesundheitlichen Vorteile für Mutter und Kind, die eine ausreichende Omega-3-Versorgung in der Schwangerschaft mit sich bringt.

Was sind Fette und wofür sind sie wichtig?

Fette sind nicht nur wichtig für die Energiespeicherung und -bereitstellung, sondern dienen zusätzlich der Nervenbahnisolation und sind ein Teil von Zellmembranen. Sie stellen außerdem das Ausgangsmaterial für eine Vielzahl von Hormonen dar und sind der Hauptbestandteil des Gehirns. Ein Fötus benötigt täglich etwa 75 mg Fett für den Hirnaufbau. Das Gewicht des Gehirns steigt im dritten Trimester von 75 g auf 400 g an. Omega-3-Fettsäuren wird eine besondere Bedeutung beigemessen, weshalb vor allem diese in dem Artikel thematisiert werden.

Omega-3-Fettsäuren

Die wichtigsten Omega-3-Fettsäuren für den Menschen sind die marinen DHA und EPA Omega-3-Fettsäuren. EPA ist zum einen an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt und zum anderen auch für die Blutgerinnung und das Immunsystem wichtig. Der Körper kann EPA in DHA umwandeln. Insbesondere in Nervenzellen ist DHA ein Bestandteil von Zellmembranen. Somit hält es die Nervenzellen gesund und trägt zur normalen Gehirnentwicklung bei.
Fisch aus Wildfang stellt die wichtigste Quelle für die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA dar. Die pflanzliche Omega-3-Fettsäure ALA kann hingegen nur in geringen Teilen vom Körper in EPA und DHA umgewandelt werden.

Omega-6-Fettsäuren

Pflanzliche Öle, die aus Sonnenblumen, Maiskeimen, Soja und Disteln gewonnen werden, bestehen zu über 50 % aus Omega-6-Fettsäuren. Diese Pflanzenöle sind für das Omega-6/3-Ungleichgewicht in unserer Ernährung mitverantwortlich, unter anderem weil sie oft in Masttierfutter enthalten sind.
„Gute“ pflanzliche Öle, die hinsichtlich Omega-3 und Omega-6 als neutral einzustufen sind, sind beispielsweise Kokos-, Palm-, Lein-, Hanf- und Olivenöl. Der Körper benötigt beide Fettsäuren, jedoch in einem angemessenen Verhältnis, da Omega-6 als Gegenspieler zu Omega-3 entzündungsfördernd wirkt.

Omega-6/3-Verhältnis

Die Bewohner von Okinawa (Anmerkung der Redaktion: Japanische Präfektur), die eine hohe Lebenserwartung haben und selten an chronischen Erkrankungen leiden, weisen Omega-6/3-Verhältnisse von 1:1 bis 4:1 auf. In Europa liegt das Verhältnis durch die westliche Ernährung mit hohem Konsum von Fleisch aus Masttierhaltung und Omega-6-reichen Ölen etwa bei 15:1.

Omega-3-Gehalt unserer Nahrung

Ernährungsgesellschaften sagen in offiziellen Statements: „Es gibt keine Mangelernährung in Deutschland (Österreich) und mit einer ausgewogenen Ernährung lassen sich alle Mikronährstoffbedürfnisse abdecken.“ Allerdings beweisen einige Studien das Gegenteil. Der offizielle „Österreichische Ernährungsbericht 2012“ zeigte auf, dass lediglich ein Drittel der Schulkinder optimale Omega-3-Indizes (Anmerkung der Redaktion: prozentualer Anteil von EPA und DHA an den Gesamtfettsäuren) haben. Grund dafür ist wieder einmal die Nahrung, die es erschwert genügend Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen, denn selbst Fisch und Fleisch enthalten zu wenig Omega-3.

In der Schwangerschaft

Schon vor der Schwangerschaft hat die Omega-3-Versorgung einen großen Einfluss auf eine gesunde Entwicklung des Kindes und der Mutter. Leidet die Mutter bereits vor der Schwangerschaft an einer Stoffwechselerkrankung, Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Bluthochdruck, ist das Risiko für Präeklampsie (Anmerkung der Redaktion: auch als Schwangerschaftsvergiftung bekannt) und Plazentainsuffizienz während der Schwangerschaft erhöht. Die Fachliteratur empfiehlt bei solchen Krankheiten eine ausreichende Einnahme von Omega-3; etwa 1,5 bis 6 g pro Tag, da besonders die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA nützlich ist.

Einfluss auf die embryonale Entwicklung

Aus DHA und EPA bildet der Körper sogenannte Eicosanoide (Gewebshormone), die eine gerinnungshemmende Wirkung haben und die Gefäße erweitern. Außerdem nehmen sie Einfluss auf die Nervensystem- und Gehirnentwicklung sowie die Neurotransmitterstoffwechsel- und Immunsystemregulation. Die Autoren einer Review-Studie schlussfolgern; Omega-3 unterdrückt die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen, Enzymen und Zytokinen im Körper.

Seefisch und Schwermetallbelastungen

Die Handlungsempfehlung für Ernährung und Bewegung für Schwangere von „Gesund ins Leben – Netzwerk Junge Familie für Gesundheit“ rät vor allem schwangeren Frauen die Verwendung von Omega-3-Supplementen, um eine Aufnahme von mindestens 200 mg DHA pro Tag zu gewährleisten. Falls der Omega-3-Bedarf zum Teil oder ergänzend durch Meeresfisch gedeckt wird, ist von einem hohen Verzehr von Raubfischarten (zum Beispiel Thunfisch, Schwertfisch), die am Ende der maritimen Nahrungskette stehen und hohe Schadstoffgehalte aufweisen können, aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes abzuraten und sollte demnach vermieden werden.

Wenn ein natürliches Fischöl, das von PCBs und Schwermetallen gereinigt ist konsumiert wird, ist eine Belastung sowohl bei der Mutter als auch bei ihrem Kind kaum vorhanden.

Nach der Geburt

Der Hormonhaushalt der Mutter ändert sich nach der Geburt stark, wodurch unter anderem eine postnatale Depression entstehen kann. Depression und stille Entzündungen im Körper hängen oft zusammen. Forscher fanden heraus; je höher die EPA- und DHA-Spiegel eines an Depression leidenden Menschen sind, desto wahrscheinlicher ist eine Heilung der Depression.

Kind

Besonders nach der Geburt wird das kindliche Gehirn stark weiterentwickelt, wobei Fette unter anderem für die Zellmembranen essenziell sind. Durch die Gabe von Muttermilch, hat die Ernährung der Mutter auch dann noch Einfluss auf das Wachstum und die neurologische Entwicklung des Kindes. Nimmt die Mutter genügend Omega-3 auf, wirkt sich dies positiv auf den Säugling aus, da das Kind die Fette über die Muttermilch aufnimmt.

Fazit

Eine ausreichende Omega-3-Versorgung hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit der Mutter und ihres Kindes. Studien zeigen, dass durch Omega-3 die Frühgeburtenrate reduziert und das Geburtsgewicht erhöht wird. Zusätzlich wird das zentrale Nervensystem und Gehirn des Kindes gut entwickelt und die kognitiven Fähigkeiten werden langfristig gesteigert.

In der Schwangerschaft empfiehlt sich deswegen eine Omega-3-Einnahme durch ein natürliches Fischöl (Anmerkung der Redaktion: oder veganes Algenöl), um sowohl Mutter als auch Kind gut mit Omega-3 zu versorgen.

Annett Schmittendorf ist als Heilpraktikerin und Hebamme in ihrer Praxis in Oldenburg tätig.

Mag. rer. nat Julia Tulipan ist studierte Biologin und als Ernährungsexpertin und Personal Trainer tätig.

Wenn Sie Interesse an dem Originalartikel „Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft “ haben, kontaktieren Sie uns per E-Mail [email protected] oder Telefon 030 555 788 990 und wir senden Ihnen den Artikel gerne zu.

Omega 3 in der Schwangerschaft: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2019

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in der Schwangerschaft ist umstritten. Während es häufig heißt, dass sich der Körper holt, was er braucht, gibt es jedoch auch einige Nährstoffe, die separat zugeführt werden sollten. Omega 3 in der Schwangerschaft ist dabei ein besonders wichtiges Thema. Die Sorge vor Nebenwirkungen ist aber auch hier vorhanden.

In diesem Artikel findest du die wichtigsten Hinweise rund um die Einnahme von Omega 3 in der Schwangerschaft. Erfahre mehr darüber, worum es sich handelt, wie es sich auf dich und dein Ungeborenes auswirkt und ob es auch Nebenwirkungen mitbringen kann.

Das Wichtigste in Kürze

  • Omega 3 in der Schwangerschaft nimmt einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung der Netzhaut und des Gehirns bei einem Fötus.
  • Ein erhöhter Bedarf an Omega 3 besteht vor allem im letzten Trimester der Schwangerschaft, hier sollte eine tägliche Zufuhr von wenigstens 200 mg DHA erfolgen.
  • Ein großer Anteil der Omega-3-Fettsäuren wird über die Nahrung aufgenommen. Reich an Omega 3 sind vor allem fettreiche Fische, die jedoch Schadstoffe enthalten können.

Was ist Omega 3?

Bei Omega 3 handelte es sich um eine langkettige Fettsäuren. Die Docosahexaensäure, kurz auch DHA genannt, ist in den Zellmembranen zu finden. Sehr stark vertreten ist sie in der Netzhaut und im Gehirn. Daher ist sie für den Fötus in der Schwangerschaft wichtig. Sie wirkt sich auf dessen Gehirnwachstum aus.

Besonders in Kaltwasserfischen wie zum Beispiel Lachs ist reichlich Omega 3 enthalten. (Bildquelle: .com / Robert-Owen-Wahl)

Mit Beginn der zweiten Hälfte deiner Schwangerschaft wird das Gehirn des Fötus schnell stark wachsen. Es entwickeln sich die Bereiche für die motorischen, kognitiven und auch visuellen Fähigkeiten. Daher benötigt der Fötus ausreichend DHA.

Was ist der Unterschied zwischen Omega 3, 6 und 9?

Mit der Suche nach Omega 3 wirst du vermutlich auch mit Omega 6 und Omega 9 in Berührung kommen. Daher ist es wichtig zu wissen, wo die Unterschiede liegen und welche Eigenschaften die einzelnen Fettsäuren haben.

Typ Was ist das? Eigenschaften
Omega 3 Ungesättigte- und essentielle Fettsäuren Steigert bei den Zellmembranen die Flexibilität, Wirkt sich auf Herz und Gehirn positiv aus, Wirkt schützend auf die Augen, Fördert den Aufbau der Muskeln, Fördert die Leistung des Gehirns
Omega 6 Ungesättigte Fettsäuren Wichtige Bestandteile der menschlichen Zellmembranen, wirken gefäßverengend und unterstützen Wachstumsprozesse
Omega 9 Einfache, ungesättigte Fettsäuren Unterstützen die Funktionen der Nervenzellen

In der Schwangerschaft sind vor allem Omega 3 und auch Omega 6 ein wichtiger Aspekt.

Welches Verhältnis von Omega 6 und Omega 3?

Damit die Fettsäuren im Körper optimal wirken und auch die Entwicklung des Babys unterstützen können, ist ein optimales Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 notwendig. Dieses wird mit 5:1 beschrieben. Problematisch ist, dass der Mensch normalerweise das Verhältnis von 15:1 bedient.

In der Schwangerschaft solltest du darauf achten, dass dieses Verhältnis optimiert wird. Reduziere die Zufuhr von Omega 6 und erhöhe die Zufuhr von Omega 3. Omega-6-Fettsäuren findest du vor allem in Ölen, wie Sonnenblumen- oder auch Sojaöl. Sie kommen bei der Fertigung von Lebensmitteln besonders häufig zum Einsatz.

Omega 3 findest du dagegen in Leinsamen und in Chiasamen sowie in fettreichem Fisch. Da vor allem DHA in der Schwangerschaft wichtig ist, kannst du darauf achten, fetten Fisch, gereinigte Fischöle oder auch pflanzliche Alternativen, beispielsweise aus Algen, zu dir zu nehmen.

Experten empfehlen, in der Schwangerschaft das Verhältnis sogar auf 3:1 zu senken.

Hintergründe: Was du über Omega 3 in der Schwangerschaft wissen solltest

Wie äußert sich ein Omega 3 Mangel in der Schwangerschaft?

Liegt in der Schwangerschaft ein Omega-3-Mangel vor, wirst du davon erst einmal nichts bemerken. Auf dein Baby kann es sich jedoch dauerhaft auswirken. Mögliche Probleme, die im späteren Leben des Kindes auftreten, sind:

  • Vermehrte Bildung von Allergien
  • Entstehung von Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise Asthma oder auch
  • Neurodermitis,
  • Nicht optimal entwickeltes Gehirn
  • Probleme mit den Augen

Eine Studie der Taipei Medical University und der China Medical University hat zudem Hinweise darauf gegeben, dass ein Mangel an Omega 3 bei der werdenden Mutter zu Depressionen führen oder diese verstärken kann.

Welche Menge Omega 3 in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft hast du einen erhöhten Bedarf an Omega 3. Die tägliche Zufuhr sollte bei wenigstens 200 mg DHA am Tag liegen. EPA sollte in einer Menge von 250 mg zugeführt werden.

Ab wann darf ich Omega 3 in der Schwangerschaft einnehmen?

Auch wenn der große Teil von Omega 3 vor allem in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft benötigt wird, empfiehlt sich die Aufnahme bereits ab Beginn der Schwangerschaft. Spätestens ab dem vierten Monat der Schwangerschaft solltest du jedoch mit der Zufuhr beginnen.

Gibt es eine Überdosierung von Omega 3 in der Schwangerschaft?

Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen darüber, wie sich eine Überdosierung auswirken kann. Experten gehen davon aus, dass diese erst eintritt, wenn über einen langen Zeitraum täglich hohe Mengen von Omega 3 eingenommen werden.

Wie lange sollte ich Omega 3 in der Schwangerschaft nehmen?

Omega 3 sollte die komplette Schwangerschaft über und auch in der Stillzeit eingenommen werden.

Welchen Einfluss hat Omega 3 auf die Entwicklung des Embryos?

Omega 3 ist für die Entwicklung des Embryos wichtig, da es sich positiv auf die Gehirnentwicklung auswirkt. Auch der Einfluss auf die Entwicklung der Augen ist nicht zu unterschätzen.

Omega 3 ist in der Schwangerschaft für den Embryo besonders wichtig, da es sich positiv auf die Gehirnentwicklung auswirkt. (Bildquelle: .com / TeroVesalainen)

Welche Alternativen gibt es zu Omega 3 Kapseln in der Schwangerschaft?

Omega 3 kann in der Schwangerschaft nicht nur über Kapseln zugeführt werden. Die notwendige Dosis erreichst du normalerweise mit der Aufnahme von Meeresfisch zweimal die Woche. Aber auch andere Alternativen sind möglich.

  • Meeresfisch: Frischer Meeresfisch ist besonders reich an Omega 3. Allerdings haben Untersuchungen gezeigt, dass Fisch teilweise stark mit Schadstoffen belastet ist. Nicht alle Schwangeren essen zudem Fisch. Möchtest du dir auf diese Weise Omega 3 zuführen, kannst du auf Lachs und Forelle sowie auf Makrelen zurückgreifen.
  • Pflanzliche Öle: Einige pflanzliche Öle sind ebenfalls reich an Omega 3. Hier kannst du dir beispielsweise deinen Salat mit Walnussöl oder mit Rapsöl, mit Hanföl oder mit Chiaöl anreichern.
  • Gemüse: Auch einiges an Gemüse enthält Omega 3. Besonders Avocado und Bohnen, Rosenkohl und Spinat enthalten viel von der gesunden Fettsäure.
  • Samen und Nüsse: Leinsamen und Mandeln, Walnüsse und Chia-Samen können ebenfalls eingenommen werden, wenn es darum geht, den Körper mit Omega 3 zu versorgen.

Eine Alternative zu Fischöl-Kapseln in der Schwangerschaft stellt auch Krillöl dar. Es wird aus Meerestieren gefertigt und ist daher sehr reich an Omega 3.

Trivia: Wissenswertes und Fakten rund um das Thema Omega 3 in der Schwangerschaft

Omega 3 gehört in der Schwangerschaft zu den Nährstoffen, die einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung deines Babys haben. Einige wichtige Fakten und Informationen zur Fettsäure findest du daher nachfolgend.

Wo kann ich Omega 3 für die Schwangerschaft kaufen?

Möchtest du in der Schwangerschaft Omega 3 in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu dir nehmen, kannst du zu Öl oder auch zu Kapseln greifen. Angeboten werden diese Produkte frei verkäuflich im Handel. Unter anderem findest du sie in der Apotheke oder auch in der Drogerie, wie bei DM. Allerdings ist die Auswahl hier eher überschaubar.

Möchtest du einen wirklich effizienten Vergleich zu den einzelnen Produkten durchführen, kannst du lieber online auf die Suche gehen. Hier findest du einen umfassenden Überblick zu den einzelnen Herstellern und kannst die Produkte miteinander vergleichen.

Welche beliebten Hersteller für Omega 3 gibt es?

Inzwischen werden Nahrungsergänzungsmittel mit Omega 3 von vielen verschiedenen Herstellern angeboten. Einige Anbieter, wie beispielsweise Doppelherz, haben sich eine Namen gemacht.

Vegetarier oder Veganer können Omega 3 in Form von Algen zu sich nehmen. (Bildquelle: .com / zuzyusa)

Auch der Hersteller foodspring gehört zu den bekannten Marken. Zudem kannst du Produkte von Norsan oder von BioPräp nutzen.

Gibt es Omega 3 für die Schwangerschaft für Vegetarier und Veganer?

Meist wird Omega 3 in den Nahrungsergänzungsmitteln aus Fisch gewonnen. Bist du Vegetarier oder auch Veganer, findest du dennoch einige Nahrungsergänzungsmittel, die vegetarisch oder vegan sind. Hier wird die Fettsäure beispielsweise aus Algen gewonnen.

Da die Nahrungsergänzungsmittel meist in Kapselform zur Verfügung gestellt werden, solltest du darauf achten, dass auch die Hülle vegetarisch oder vegan ist. Dies ist auf den Produkten vermerkt.

Gerade in der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen. Diese sind nicht nur für die Versorgung deines Körpers wichtig. Du ernährst dein Baby und für ein gesundes Wachstum werden die Nährstoffe benötigt. Dazu gehört auch Omega 3. Normalerweise führst du deinem Körper Omega 3 über die Nahrung zu. Ein erhöhter Bedarf lässt sich nicht immer einfach decken.

Durch Nahrungsergänzungsmittel kannst du die empfohlene tägliche Menge von 200 mg DHA zuführen. Eine Überdosierung ist nicht zu erwarten, auch wenn du aus Versehen einmal eine Kapsel zu viel einnimmst. Ebenfalls möglich ist es, dass du zu Nahrungsergänzungsmitteln greifst, die nicht nur Omega 3, sondern auch weitere Nährstoffe enthalten, die für den Embryo wichtig sind.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

https://omega-3-fettsäuren.info/omega-3-6-und-9/

Schlechte Omega-3 Versorgung führt zu Depessionen während der Schwangerschaft

Krillöl

Bildquelle: .com / StockSnap

Warum kannst du mir vertrauen?

Daniela ist von der heilenden Wirkung pflanzlicher Stoffe überzeugt. Deshalb hat sie sich dazu entschieden, eine Ausbildung im Fachbereich Homöopathie zu absolvieren. Sie arbeitet freiberuflich als Homöopathin und in ihrer Freizeit ist keine Fachzeitschrift und kein Buch vor ihr sicher. Dadurch besitzt sie eine große Expertise im Bereich der pflanzlichen Heilkunde.

Meistgelesen

Vitamin D Überdosierung: Vorbeugen und sicher erkennen Veröffentlicht von Saskia Ramsauer Kokosblütenzucker: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Julia Huter Erbsenprotein: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Jan Traugott Nattokinase: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Anna Bassler Mariendistel: Test & Empfehlungen (02/20) Veröffentlicht von Daniela Faller

Omega-3 Fettsäuren – essentiell für Mutter und Kind

Omega-3 Fettsäuren findet man hauptsächlich in pflanzlichen Ölen, wie Rapsöl, Distelöl, Sonnenblumenöl, Leinsamenöl.

Portulak, Nüsse, Raps und Leinsamen enthalten größere Mengen an ALA. DHA und EPA kommen in größeren Mengen in fettem Fisch vor.

Omega-3 Fettsäuren in den Empfehlungen internationaler Experten

Wissenschaftler sprechen sich für einen regelmäßigen Verzehr von langkettigen Omega-3 Fettsäuren aus.

Die Europäische Kommission hat deshalb die Entwicklung von evidenzbasierten Empfehlungen für die Aufnahme von Omega-3 Fettsäuren speziell während der Schwangerschaft und Stillzeit durch zwei europäische Forschungsnetzwerke, das Perinatal Lipid Nutrition Project und das Early Nutrition Programming Project (www.metabolic-programming.org) gefördert.

Zu den wichtigsten Fragestellungen, wie zum Beispiel: „Welche Auswirkungen hat die der mit der Nahrung zugeführte Fettqualität auf den Schwangerschaftsverlauf und die kindliche Entwicklung?“ wurden in elektronischen Datenbanken die verfügbaren wissenschaftlichen Ergebnisse identifiziert. Diese wurden dann nach Methoden der evidenzbasierten Medizin systematisch analysiert und bewertet.

Fachwissenschaftler aus aller Welt haben die Ergebnisse bei einer in Deutschland abgehaltenen Konsensuskonferenz bewertet und einvernehmlich Empfehlungen erstellt. Mitgearbeitet haben sieben internationale Fachgesellschaften, darunter auch die Europäische Gesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechselforschung (www.espen.org). Die Empfehlungen werden in Kürze im British Journal of Nutrition veröffentlicht.

Auch die „American Heart Association“ hat die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, spezielle Omega-3 Fettsäuren, wie DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) empfohlen.

Sollten Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit mehr Fett zu sich nehmen?

In der Schwangerschaft muss nur eine vergleichsweise geringe zusätzliche Energiezufuhr erfolgen (im 1. Schwangerschaftsdrittel <100 kcal/Tag, im 2. Drittel 300 kcal/Tag und im letzten Drittel 500 kcal/Tag). Dieser Bedarf wird leicht durch eine etwas höhere Menge einer normalen Mischkost gedeckt. Die gesamte Fettzufuhr muss sich deshalb nicht von der für gesunde Erwachsene insgesamt empfohlenen Fettzufuhr unterscheiden.

Der wesentliche Unterschied ist, dass Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit eine größere Menge an langkettigen Omega-3 Fetten zu sich nehmen sollten, wie sie in Seefischen enthalten sind. Die neuen Empfehlungen raten allen Schwangeren und Stillenden, durchschnittlich täglich mindestens 0,2 g der hoch ungesättigten Omega-3 Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) zu sich zu nehmen.

Welche Wirkungen haben die Omega-3 Fettsäuren aus Seefischen auf die Schwangerschaft?

Drei so genannten Meta-Analysen der Befunde aus kontrollierten Studien bei Schwangeren mit zufälliger Zuordnung (randomisierte Studien) zu Omega-3 Fettsäuren oder einem Scheinpräparat zeigen, dass bei regelmäßiger Zufuhr langkettiger Omega-3 Fettsäuren die Schwangerschafts-dauer und das kindliche Wachstum etwas gefördert werden. Sie tragen dazu bei, dass die für die Entwicklung des Kindes wertvolle Zeit in der Gebärmutter besser ausgenutzt werden kann.

Vor allem aber sinkt das Risiko unreifer Frühgeburten vor der 34. Schwangerschaftswoche um etwa ein Drittel, bei Risikoschwangerschaften sogar um über 60 Prozent. Angesichts der hohen Risiken bei solchen Frühgeburten ist dies ein sehr wichtiger Schutzeffekt.

Vergleichsweise große Mengen an DHA müssen in den letzten Monaten der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr im kindlichen Gehirn und in die Nervenzellen der Netzhaut eingebaut werden. Dabei ist die kindliche Versorgung unmittelbar von der Zufuhr der Mutter in Schwangerschaft und Stillzeit abhängig. DHA ist die wichtigste Fettsäure in den Strukturen des Gehirns und der Retina (Netzhaut).

DHA während der Schwangerschaft und Stillzeit

DHA ist unbestritten für die optimale Entwicklung des kindlichen Gehirns, der Augen und des Zentralnervensystems von großer Bedeutung und unterstützt auf lange Sicht auch die Gesundheit des Herzen.

Einige Studien zeigten, dass eine mütterliche DHA-Supplementation während der Schwangerschaft und Stillzeit die kindliche Entwicklung insbesondere in folgenden Bereichen verbessert:

  • Koordination von Augen und Händen
  • Feinmotorik
  • Konzentration

Auch das mütterliche Wohlbefinden sowohl während als auch nach der Schwangerschaft wird durch die Zufuhr von Omega-3 Fettsäuren gefördert.

DHA für die kindliche Entwicklung

Viele Kohortenstudien und randomisierte Interventionsstudien bestätigten die förderliche Wirkung einer guten DHA-Versorgung auf die kindliche Entwicklung. So war bei etwa 8.000 Kindern in Großbritannien bis zum Alter von acht Jahren die Entwicklung von verbalem Intelligenzquotienten, feinmotorischen Fähigkeiten und sozialem Verhalten signifikant besser, wenn ihre Mütter in der Schwangerschaft mehr fettreichen Seefisch verzehrt und damit eine höhere DHA-Aufnahme hatten.

Eine randomisierte Studie in Norwegen fand bei vierjährigen Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft und Stillzeit ein DHA-reiches Öl zu sich nahmen, im Vergleich zur Kontrollgruppe, einen im Mittel um vier Punkte höheren Intelligenzquotienten.

Bei 200 stillenden Frauen in Texas führte die randomisierte Gabe von DHA im Vergleich zu einem Kontrollöl im Alter von zweieinhalb Jahren zu einer um etwa zehn Prozentpunkte verbesserten psychomotorischen Entwicklung und im Alter von fünf Jahren zu einer signifikant verbesserten Aufmerksamkeit. Des Weiteren zeigten Babys, deren Mütter höhere DHA-Gehalte im Blut hatten, ein besseres Schlafverhalten, was auf eine reifere Entwicklung des Zentralnervensystems hindeutet.

Zusätzliche Omega-3 Fettsäuren während der Schwangerschaft

Worum geht es?

Verbessert die Einnahme von langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren entweder als Nahrungsergänzungsmittel oder Ergänzung zum Ernährungsplan (wie einige Fischarten) während der Schwangerschaft gesundheitsbezogene Endpunkte für Neugeborene und ihre Mütter? Dies ist eine Aktualisierung eines erstmals 2006 veröffentlichten Cochrane Reviews.

Warum ist das wichtig?

Frühgeburt (Babys, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden) ist eine der Hauptursachen für Behinderung oder Tod in den ersten fünf Lebensjahren. Fisch und Fischöl enthalten langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren (insbesondere Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA)) und werden mit längerer Schwangerschaftsdauer in Verbindung gebracht. Es liegt daher nahe, dass zusätzlich verabreichte langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren in der Schwangerschaft die Anzahl von Frühgeborenen vermindern und die Endpunkte für die Kinder und Mütter verbessern könnten. Viele schwangere Frauen essen jedoch nicht sehr oft Fisch. Schwangere Frauen zu ermutigen, fetthaltigen Fisch zu essen (der im allgemeinen einen niedrigen Toxingehalt aufweist) oder Nahrungsergänzungsmittel mit langkettigen Omega-3 Fettsäuren zu verwenden, könnte die Gesundheit von Kindern und Frauen verbessern. Dies ist eine Aktualisierung eines erstmals 2006 veröffentlichten Cochrane Reviews.

Welche Evidenz haben wir gefunden?

Wir suchten im August 2018 nach Evidenz und fanden 70 randomisierte kontrollierte Studien (RCTS; diese Art von Studie liefert die zuverlässigsten Ergebnisse) mit 19.927 Frauen. Die meisten Studien werteten eine Gruppe von Frauen aus, die langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren erhielten, und verglichen sie mit einer Gruppe von Frauen, die etwas erhielten, das wie Omega-3 Fettsäuren aussah, diese aber nicht enthielt (Placebo) oder die gar nichts erhielten. Die Studien wurden größtenteils in Ländern mit oberem-mittlerem oder hohem Einkommen durchgeführt. In einige Studien wurden Frauen mit erhöhtem Risiko für Frühgeburt eingeschlossen. Die Qualität der Evidenz der eingeschlossenen Studien reichte von hoch bis sehr niedrig. Dies beeinflusste das Vertrauen in die Ergebnisse zu unterschiedlichen Endpunkten.

Wir fanden heraus, dass die Inzidenz für eine Frühgeburt (vor der 37. Schwangerschaftswoche) und eine sehr frühe Frühgeburt (vor der 34. Schwangerschaftswoche) für Frauen niedriger war, die langkettige Omega-3 Fettsäuren erhielten, verglichen mit jenen, die kein zusätzliches Omega-3 einnahmen. Es gab auch weniger Neugeborene mit niedrigem Geburtsgewicht. Langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren erhöhten jedoch wahrscheinlich die Inzidenz für Schwangerschaften die über die 42. Schwangerschaftswoche hinaus gingen, obgleich kein Unterschied bei der Geburtseinleitung für Schwangerschaften nach dem errechneten Geburtstermin gefunden wurde. Das Risiko, dass das Neugeborene verstirbt oder sehr krank ist und auf eine neonatale Intensivstation kommt, könnte mit langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren verglichen mit keinem Omega-3, geringer sein. Wir fanden keine Unterschiede zwischen den Gruppen bezüglich schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen für Mütter oder postnatale Depression. Es wurden nur sehr geringe Unterschiede zwischen den Gruppen mit bzw. ohne langkettige mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren bei der Entwicklung und dem Wachstum der Kinder beobachtet.

Elf Studien berichteten, dass sie Finanzierung aus der Industrie erhalten hatten. Wenn wir diese Studien bei den Hauptendpunkten (wie Frühgeburt und sehr frühe Frühgeburt) nicht einbezogen, führte dies zu einem sehr kleinen oder keinem Unterschied bei den Ergebnissen.

Was bedeutet das?

Eine Erhöhung der Aufnahme von langkettigen mehrfach ungesättigte Omega-3 Fettsäuren, entweder durch Nahrungsergänzungsmittel oder durch Lebensmittel, könnte die Inzidenz von Frühgeburten (vor der 37. Schwangerschaftswoche und vor der 34. Schwangerschaftswoche) vermindern und möglicherweise mit einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit für Neugeborene mit niedrigem Geburtsgewicht einhergehen. Frauen, die während der Schwangerschaft Nahrungsergänzungsmittel mit langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren einnehmen, könnten wahrscheinlicher auch längere Schwangerschaften haben. Weitere Studien werden derzeit durchgeführt und ihre Ergebnisse werden in eine weitere Aktualisierung dieses Reviews eingeschlossen werden. Zukünftige Studien könnten prüfen, ob und wie sich die Ergebnisse in verschiedenen Populationen von Frauen unterscheiden können und könnten verschiedene Möglichkeiten zur Steigerung der Aufnahme von langkettigen mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren während der Schwangerschaft testen.

25. März 2019 4 Min.

Omega-3-Fettsäuren sind gesunde Fette. Das ist unbestritten. Allerdings werden ihnen teilweise Superkräfte zugeschrieben: Sie sollen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Entzündungen helfen. Auch in der Schwangerschaft schwören manche auf Fischöl. Wie wichtig sind Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft?

Fette haben einen schlechten Ruf. Sie machen krank und dick, heißt es. Aber so ganz richtig ist das nicht, denn es kommt darauf an, welche Fette Sie zu sich nehmen. Mehrfach ungesättigte Fette, auch PUFA genannt (vom Englischen: Poly Unsaturated Fatty Acids), sind überlebenswichtig.

Der Körper bildet daraus wichtige Stoffe, die uns gesund halten. Aufpassen sollten Sie jedoch bei gesättigten Fettsäuren, den tierischen Fetten. Sie wandern auf die Hüfte, können Arterien verstopfen und den Cholesterinspiegel erhöhen.

Omega-3-Fettsäuren sind essenziell – nicht nur in der Schwangerschaft

Omega-3-Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen. Man nennt sie deshalb auch essenziell. Sie gehören zu den Stoffen, die wir durch unsere Nahrung ausreichend aufnehmen müssen. Das tun wir hauptsächlich über Kaltwasserfischarten wie Hering oder Makrele, aber auch in bestimmten Pflanzenölen wie Raps-, Leinsamen- oder Sojaöl stecken viele Omega-3-Fettsäuren.

Omega-3-Fettsäuren: individueller Bedarf

Der Bedarf eines Erwachsenen an Omega-3-Fettsäuren ist abhängig von seinem Körpergewicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt circa 0,5 Prozent der benötigten Gesamtenergie in Form von Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen.

Bei dem durchschnittlichen Kalorienbedarf einer normalgewichtigen Frau von etwa 2.000 Kalorien sind das beispielsweise zehn Kalorien. Das entspricht etwa einem Gramm Omega-3-Fettsäuren pro Tag.

Omega-3-Fettsäuren sind wichtige Bausteine für die Augen und Nervenzellen. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle für das Abwehrsystem und die Blutgerinnung. Auch in der Schwangerschaft sind Omega-3-Fettsäuren von großer Bedeutung. Sie werden speziell für die Gehirnentwicklung des Babys benötigt.

In den letzten Jahren sind diese Fette vermehrt in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses gerückt. Studien haben gezeigt, dass sich Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft sehr gut mit Omega-3-Fettsäuren versorgt waren,

  • motorisch wie kognitiv besonders gut entwickeln,
  • weniger Allergien aufweisen und
  • nachhaltig schlanker

Auch bei den Müttern zeigten sich positive Effekte: Wochenbettdepressionen können durch eine gute Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren vermindert werden. Darum nehmen viele Schwangere regelmäßig Fischölkapseln ein.

Omega-3-Fettsäuren scheiden die Geister

Trotz der zahlreichen Studien zu Omega-3-Fettsäuren sind die Ergebnisse aber nicht eindeutig. Eine positive Wirkung sehen viele Wissenschaftler tatsächlich in den frühen Stadien von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, es gibt aber auch Studien, die dem widersprechen. Was die Wirkungen während der Schwangerschaft betrifft, so herrscht ebenfalls in vielen Punkten Uneinigkeit.

Es scheint jedoch eine auffällige Veränderung zu geben: Bei der gezielten Zufuhr von Omega-3-Kapseln wird die Schwangerschaft durchschnittlich um einige Tage verlängert. Das Geburtsgewicht ist dadurch auch etwas erhöht. Fischöl kann also das Risiko einer Frühgeburt senken. Um sich ausreichend mit Omega-3-Fettsäuren zu versorgen, müssen schwangere Frauen jedoch nicht zwangsläufig zu Kapseln greifen. Mit zwei Mahlzeiten Fisch pro Woche kann man diesen Bedarf ebenfalls decken.

Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft: Wie wichtig sind sie?

4. April 2018 6 Min.

Im Gegensatz zu anderen Fetten stehen Omega-3-Fettsäuren in gutem Ruf – vor allem während einer Schwangerschaft sollte die Ernährung reich an diesem Nährstoff sein. Aber müssen es deshalb gleich Fischöl-Kapseln sein? Welche Bedeutung haben Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft?

Märchenstunde: Sind alle Fette böse?

Lange Zeit galten Fette als schädlich für die Gesundheit – das ist aber nur bedingt wahr. Denn zum Leben benötigt der Körper durchaus Fett, nur eben die richtige Art in einer ausgewogenen Menge. Einige Fette sind sogar unentbehrlich für die Energiegewinnung oder fungieren als Träger für fettlösliche Vitamine wie Vitamin A oder Vitamin D.

Aber woran erkennt man nun, ob ein Fett „gut“ oder „böse“ ist? Die Antwort auf diese Frage findet sich in den Bausteinen von Fett, genauer gesagt den Fettsäuren. Zu unterscheiden ist dabei zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren wie Omega-3, die besonders in der Schwangerschaft gefragt sind.

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren stammen beispielsweise aus fettem Fleisch oder Kokosfett und werden teils in beträchtlichen Mengen zugeführt – weil Fett nun mal gut schmeckt und Energie liefert. Aber: Eigentlich wäre die Zufuhr von außen gar nicht nötig, denn unser Körper kann diese Form selbst herstellen.

Gesättigte Fettsäuren stehen im Verdacht, mitverantwortlich für beispielsweise

  • Übergewicht,
  • Fettstoffwechselstörungen und
  • Arteriosklerose zu sein.

Um derlei Folgen zu vermeiden, sollte der Anteil an gesättigten Fettsäuren maximal zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen (beispielsweise sind das 26 Gramm bei 2.400 Kalorien).1

Ungesättigte Fettsäuren

Diese Fettsäuren können einfach oder mehrfach ungesättigt sein: Ähnlich den gesättigten Fettsäuren müssen auch die einfach ungesättigten Fettsäuren, die beispielsweise in Oliven- oder Rapsöl vorkommen, nicht extra zugeführt werden – der Körper kann sie selbst bilden. Demgegenüber ist unser Organismus bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren – Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren – auf eine Zufuhr von außen angewiesen.

Die wichtigsten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Überblick

  • Arachidonsäure (Omega 6): nimmt an der Synthese von Prostaglandinen und Leukotrienen teil, die bei entzündlichen Prozessen eine Rolle spielen
  • Linolsäure (Omega 6): mitverantwortlich für die Synthese von beispielsweise Linolensäure und Arachidonsäure
  • α-Linolensäure (Omega 3): bedeutend für Entzündungsprozesse und deren natürliche Bekämpfung
  • Eicosapentaensäure, EPA (Omega 3): unter anderem beteiligt an der Bildung von Docosahexaensäure (DHA)
  • Docosahexaensäure, DHA (Omega 3): großteils in Zellmembranen von zerebralen Nervenzellen (Gehirn) und Photorezeptoren (Auge) enthalten

Bei den Omega-3-Fettsäuren ist des Weiteren noch zwischen pflanzlicher und tierischer Herkunft zu unterscheiden. Die α-Linolensäure ist vor allem in Pflanzenölen wie Lein-, Raps- oder Walnussöl vertreten, während andere Omega-3-Fettsäuren von Tieren stammen können, zum Beispiel von Kaltwasserfischarten wie Hering oder Makrele. Daher wird Frauen in der Schwangerschaft oftmals zur Einnahme von Fischöl geraten. Omega-6-Fettsäuren sind dagegen vorwiegend in Pflanzenfetten wie Distel- oder Sonnenblumenöl enthalten.

Egal ob pflanzlich oder tierisch: Beide Formen der ungesättigten Fettsäuren lassen sich vom Körper, genauer gesagt im Fettgewebe, gesunder Erwachsener speichern.

Gut zu wissen:

In der Regel ist es nicht die Fettmenge, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt, sondern die Qualität. Daher gilt nicht nur in der Schwangerschaft: Bei der täglichen Fettaufnahme sollten gesättigte Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie Omega-3 ersetzt werden.

Maximal zehn Prozent der Energiezufuhr sollten die gesättigten Fettsäuren ausmachen, da sie unter anderem die Blutfettwerte erhöhen. Demgegenüber können mehrfach ungesättigte Fettsäuren (wie die Linolsäure) den LDL-Cholesterinspiegel senken; ein erhöhter LDL-Wert kann das Arteriosklerose-Risiko erhöhen.2

Omega-3-Fettsäuren: Essentiell in der Schwangerschaft?

Egal ob Baby, Jugendlicher, Erwachsener oder in der Schwangerschaft – Omega 3 ist in jedem Lebensabschnitt wichtig. Den Fettsäuren werden unter anderem folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • Sie nehmen Einfluss auf das Immunsystem und
  • hemmen Entzündungsreaktionen.

Ein besonderes Augenmerk sollte dabei auf der DHA (Docosahexaensäure) liegen: Denn Denken, Lernen und Erinnern wird erst möglich, wenn die Verknüpfungen und Übertragungen von Signalen im Gehirn funktionieren – und an deren Bildung ist die Omega-3-Fettsäure beteiligt. Insbesondere in der Schwangerschaft ist es für Frauen wichtig, auf den Nährstoff achten, um so den Aufbau des Gehirns und die Entwicklung der Augen ihres Kindes positiv zu beeinflussen.

Des Weiteren weisen Babys und Kinder, deren Mütter ihren Omega-3-Haushalt vor und während der Schwangerschaft ausreichend gefüllt haben,

  • bessere kognitive und motorische Fähigkeiten sowie
  • ein stärkeres Immunsystem auf.

In einer Studie4 aus dem Jahr 2016 konnten Forscher zudem einen Zusammenhang zwischen den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) sowie Eicosapentaensäure (EPA) und einem reduzierten Allergie-Risiko feststellen. Die Kinder von Frauen, die Omega-3-Supplemente erhielten, entwickelten keine mit Immunglobulin E (IgE) verbundenen Erkrankungen. Bei Immunglobulin E handelt es sich um einen Abwehrstoff des Immunsystems, der unter anderem bei Allergien eine Rolle spielt.

Omega-3-Bedarf bei Kinderwunsch und während der Schwangerschaft

Frauen sollten vor und während der Schwangerschaft täglich 300 Milligramm der Omega-3-Fettsäure DHA aufnehmen – in der Regel sind Supplemente nötig, da nur etwa ein Drittel über die Nahrung mit beispielsweise Fisch gedeckt ist.3

Fischölkapseln in der Schwangerschaft schützen Kleinkinder in Interventionsstudie vor Asthma

dpa

Kopenhagen – Eine hochdosierte Behandlung mit den langkettigen ungesättigten Fisch­ölen Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) in der Spätschwanger­schaft hat in einer randomisierten kontrollierten Studie im New England Journal of Medicine (2016; 375: 2530-2539) die Häufigkeit von Asthmaerkrankungen in den ersten fünf Lebensjahren signifikant der Kinder gesenkt. Besonders deutlich war der Effekt bei Frauen, die vor Studienbeginn niedrige EPA/DHA-Serumspiegel hatten oder bei denen eine genetische Variante vorlag, die die körpereigene Synthese von EPA und DHA vermindert.

Die Verwendung von pflanzlichen Ölen beim Kochen und die Fütterung von Tieren mit Getreide hat zu einem Rückgang der Omega-3-Fettsäuren zugunsten von Omega-6-Fettsäuren in der menschlichen Nahrung geführt. Vor allem die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, die in Fischen enthalten sind, werden nur noch in geringer Menge mit der Nahrung aufgenommen.

Anzeige

EPA und DHA können zwar vom Körper mit Hilfe von Enzymen (Desaturasen) aus alpha-Linolensäure synthetisiert werden, doch nicht alle Menschen sind dazu gleichermaßen in der Lage. Frühere Studien haben gezeigt, dass ein bestimmter Genotyp in der Fettsäure-Desaturase 2 die körpereigene Produktion von EPA und DHA deutlich senkt.

Omega-Fettsäuren sind im menschlichen Körper ein wichtiger Bestandteil von Zellmembranen. Bei einem Mangel werden EPA und DHA dort durch Arachidonsäure ersetzt. Arachidonsäure ist Ausgangsstoff für die Bildung von Leukotrienen, die an Entzündungsreaktionen in den Bronchien beteiligt sind. Leukotrien B4 wirkt chemo­taktisch auf Leukozyten, Leukotrien C4 ist ein potenter Bronchokonstriktor.

Ein Mangel an EPA und DHA in der Nahrung könnte deshalb die Anfälligkeit für Asthmaerkrankungen fördern. Tatsächlich zeigen Beobachtungsstudien, dass ein Mangel an EPA und DHA in der Schwangerschaft mit einer erhöhten Rate von Asthmaerkrankungen bei Kindern assoziiert ist.

Die Einnahme von Fischölkapseln in der Schwangerschaft könnte deshalb Kinder vor der Entwicklung einer Asthmaerkrankung schützen, deren Häufigkeit in den westlichen Ländern parallel zum Mangel an langkettigen Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung zugenommen hat. Die bisherigen randomisierten klinischen Studien waren jedoch zu klein, um zu eindeutigen Ergebnissen zu kommen. Eine im Rahmen der Copenhagen Prospective Studies on Asthma in Childhood 2010 (COPSAC2010) durchgeführte randomisierte Studie verfügt dagegen über eine ausreichende Teilnehmerzahl. Sie hat auch erstmals den Einfluss des Genotyp „rs1535“ der Fettsäure-Desaturase 2 untersucht.

An der Studie nahmen 736 Frauen teil, die in der 22. bis 26. Woche schwanger waren. Sie erhielten Kapseln ausgehändigt, die sie bis zur ersten Woche nach der Entbindung täglich einnehmen sollten. Die Kapseln enthielten in einer Gruppe die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, in der anderen Placebogruppe enthielten die Kapseln Olivenöl. Die Dosis von EPA/DHA betrug 2,4 Gramm am Tag. Das ist zehnmal mehr als die dänische Bevölkerung im Durchschnitt mit der Nahrung aufnimmt, obwohl in Dänemark Fisch häufiger Bestandteil der Ernährung ist. In anderen Ländern nimmt die Bevölkerung 20-mal weniger EPA/DHA mit der Nahrung auf, als die Frauen in der Studie mit den Kapseln erhielten.

Die Studie war doppelblind: Weder Untersucher noch die schwangeren Frauen wussten bis zur Untersuchung ihrer Kinder im Alter von drei Jahren, ob die Kapseln EPA und DHA enthielten oder Olivenöl.

Die Forscher konnten fast alle Kinder im Alter von drei Jahren untersuchen. In der Behandlungsgruppe wurde bei 16,9 Prozent der Kinder über persistierendes Keuchen („Wheezing“) oder Asthma diagnostiziert, in der Placebogruppe waren es 23,7 Prozent. Hans Bisgaard von der Universität Kopenhagen und Mitarbeiter errechnen eine Hazard Ratio von 0,69, die mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 0,49 bis 0,97 signifikant war. Die Fischölkapseln hatten damit das Erkrankungsrisiko um ein Drittel gesenkt. Die Number Needed to Treat (NNT) betrug 14,6 Frauen. So viele Schwangere müssten täglich Fischölkapseln einnehmen, um eine Erkrankung bei Kindern zu vermeiden.

Noch deutlicher war die Wirkung im Drittel der Frauen mit den niedrigsten Serumwerten von EPA aus DHA vor Studienbeginn. Die Fischölkapseln senkten die Häufigkeit von Asthma oder „Wheezing“ von 34,1 Prozent auf 17,5 Prozent, Hazard Ratio 0,46; 0,25-0,83, NNT 5,6). In der Gruppe mit einem GG-Genotyp im FADS-Gen, der die körpereigenen Synthese von EPA und DHA vermindert, wurde das Erkrankungsrisiko sogar von 37,8 auf 15,2 Prozent gesenkt (Hazard Ratio 0,37; 0,15-0,91).

Die Nachuntersuchung im Alter von fünf Jahren bestätigte die Ergebnisse. Dies bedeutet, dass die Zahl von Kindern mit Asthma oder asthmaähnlichen Erkrankungen durch eine hochdosierte Behandlung der Schwangeren mit Fischölkapseln deutlich gesenkt werden könnte. Die Studie wurde mit öffentlichen Geldern und durch die Lundbeck-Stiftung gefördert. Die Forscher haben die Kapseln von einem Hersteller gekauft, der an der Studie nicht beteiligt war. Eine Verfälschung durch Interessen­konflikte ist deshalb unwahrscheinlich.

Die Studie wurde nach Ansicht des Editorialisten Christopher Ramsden von den US-National Institutes of Health sorgfältig geplant, und sie beruht auf ausführlichen, präklinischen Untersuchungen. Die Fischölkapseln waren zudem verträglich und es wurden keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter oder Kind gefunden.

Die Ergebnisse der Studie könnten deshalb zu einer Neubewertung durch die Fachgesellschaften führen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) raten Schwangeren und Stillenden derzeit zur einer Zufuhr von mindestens 200 mg DHA pro Tag, was deutlich unter der Dosis der Studie liegt. © rme/aerzteblatt.de

Die Omega-3-Fettsäuren DHA (Docosahexaensäure) und EPA (Eicosapentaensäure) spielen in Schwangerschaft und Stillzeit eine äusserst wichtige Rolle bei der Entwicklung des werdenden Kindes. Besonders wichtig ist DHA, ein essenzieller Baustein von Augen und Gehirn.

elevit® Omega3 ist ein Nahrungsergänzungsmittel und hilft die Zufuhr dieser lebenswichtigen Fettsäuren sicherzustellen. Es ist speziell entwickelt worden, um die Einnahme in der Schwangerschaft und der Stillzeit so angenehm und praktisch wie möglich zu gestalten.

Unterstützung in der Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und der Stillzeit steht die langkettige Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) im Vordergrund. DHA ist ein wichtiger Baustein für Augen und Gehirn. Für deren Entwicklung und spätere Funktion ist es auch schon beim werdenden Kind wichtig. Deshalb ist besonders während Schwangerschaft und Stillzeit auf eine ausreichende Versorgung zu achten.

Was sind Omega-3-Fettsäuren?

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essenziellen Fettsäuren. Das bedeutet, dass sie lebensnotwendig sind und nicht vom menschlichen Körper selbst hergestellt werden können. Natürlicherweise kommen sie fast ausschliesslich in fettreichen Meeresfischen wie Lachs, Hering, Makrele und Heilbutt vor. Bei geringem Fischkonsum stellen Nahrungsergänzungsmittel mit Fischöl in Kapselform eine beliebte Form der Zufuhr dar.

Produkteigenschaften

  • elevit® Omega3 enthält die empfohlene Tagesdosis an DHA für schwangere Frauen
    (200 mg) und 18 mg EPA
  • kleine Kapseln, leicht zu schlucken
  • geschmacks- und geruchsneutral
  • auf Basis von Fischölen höchster Qualität aus nachhaltiger Produktion
  • keine Schwermetallbelastung
  • vegetabile Kapselhüllen
  • keine Quelle von Gluten oder Laktose
  • in der Schweiz hergestellt
  • Nahrungsergänzungsmittel

Dosierung

Täglich 1 Kapsel mit reichlich Flüssigkeit (am besten kalt) einnehmen.

Erhältlich in Apotheken und Drogerien der Schweiz.

Packungsgrösse

elevit® Omega3 enthält 100 Kapseln.

Bestellen Sie noch heute Ihr elevit® Omega3 Gratismuster

Es wäre eine wahre Wunderkapsel, wenn denn stimmen würde, was viele werdende Mütter von ihr erwarten: Fischölkapseln sollen nicht nur Frau und Kind vor Komplikationen in der Schwangerschaft schützen, sondern auch den Nachwuchs langfristig schlanker, gesünder und intelligenter machen. Im Raum München greifen über 40 Prozent der Schwangeren zu derartigen Präparaten, ergab eine Befragung der Technischen Universität München.

Detailansicht öffnen

Nehmen Frauen Fischöl ein, kommen ihre Kinder im Schnitt einige Tage später zur Welt. Schlanker sind sie jedoch nicht.

(Foto: dpa/dpaweb)

Doch zunehmend mehren sich Zweifel an der Wirkung des Fischöls. Eine neue Studie der TU München zerstreut nun die die Hoffnung, Fischöl könne einen positiven Einfluss auf das Gewicht des Kindes haben.

Tierversuche hatten Hinweise darauf gegeben, dass die in Fischöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren die Entwicklung von Fettgewebe beim Nachwuchs bremsen können. Das Team um den Münchner Ernährungsmediziner Hans Hauner untersuchte daraufhin mehr als 200 schwangere Frauen, die entweder gezielt Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln und Fischmahlzeiten zu sich nahmen oder ihre Ernährungsgewohnheiten beibehielten. Nach der Entbindung vermaßen die Forscher ein Jahr lang regelmäßig das Fettgewebe der Babys. Einen Unterschied zwischen den zwei Gruppen konnten sie nicht feststellen.

„Leider werben die Hersteller und Vertreiber der Produkte gerade bei Schwangeren hemmungslos“, sagt Hauner. Dabei halten auch viele der anderen postulierten Vorzüge des Fischöls einer kritischen Überprüfung nicht stand. Die für ihre wissenschaftliche Exaktheit bekannte Forschervereinigung Cochrane Collaboration kann weder ein vermindertes Risiko einer Schwangerschaftsvergiftung noch eine geringere Gefahr von Wachstumsstörungen des Unbeborenen erkennen. Auch positive Auswirkungen auf die kognitive Entwicklung des Nachwuchses stellten die die Forscher nicht fest. Eine große australische Studie mit über 2000 Frauen kam zum gleichen Ergebnis. In dieser Studie wurde zugleich untersucht, ob Frauen mit hohem Fischöl-Konsum besser vor Kindbettdepressionen geschützt sind. Auch diese Annahme konnte nicht bestätigt werden.

Nach Angaben von Hauners Team ist auch eine Schutzwirkung des Fischöls vor kindlichen Allergien nicht sicher. Eine erwiesene Wirkung habe das Nahrungsergänzungsmittel dagegen auf die Dauer der Schwangerschaft. Frauen, die Fischöl einnahmen, verlängerten damit ihre Schwangerschaft um einige Tage. Ihre Kinder hatten im Schnitt ein höheres Geburtsgewicht. Dies sei nicht zwangsläufig positiv zu bewerten, denn schwerere Kinder steigern das Risiko von Komplikationen während der Geburt.

Der überzeugendste Effekt des Fischöls ist wohl, dass es die Rate extremer Frühgeburten senken kann. Mütter, die Fischöl einnahmen, brachten deutlich weniger Kinder vor der 34. Schwangerschaftswoche zur Welt als Mütter, die auf das Ergänzungsmittel verzichteten. Hinweise, dass die zusätzliche Einnahme von Fischöl schaden könne, gibt es nicht.

Dennoch resümiert Hauner, eine generelle Empfehlung für Fischöl-Kapseln in der Schwangerschaft lasse sich nicht vertreten. Er empfehle werdenden Müttern lediglich ein bis zweimal pro Woche Fisch zu essen. Nur wer absolut keinen Fisch mag, könne Fischöl in niedriger Dosierung einnehmen.

Sind Supplemente mit Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft notwendig?

DHA ist für die normale Entwicklung, vor allem von Gehirn und Sehfunktion, wichtig. Das Netzwerk Gesund ins Leben, eine IN FORM-Initiative des Bundesernährungsministeriums, empfiehlt deshalb schwangeren Frauen, wöchentlich zwei Portionen Meeresfisch zu verzehren. Um die Empfehlung von durchschnittlich mindestens 200 mg der langkettigen Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) pro Tag zu erreichen, sollte eine Portion von einem fettreichen Meeresfisch wie Makrele, Hering, Sardine oder Lachs stammen. Pflanzliche Lebensmittel wie Rapsöl, Leinöl oder Walnüsse enthalten die kürzerkettige Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure. Aus ihr kann der Körper zwar DHA bilden, doch die Umwandlungsrate ist sehr begrenzt. Wer in der Schwangerschaft nicht regelmäßig Fisch verzehrt, sollte deshalb Supplemente mit der Omega-3-Fettsäure DHA zu sich nehmen. Mit DHA angereicherte Lebensmittel können ebenfalls zu einer guten Versorgung beitragen. Vegetarierinnen können auf DHA aus marinen Mikroalgen zurückgreifen.

Ausreichend DHA für eine gute Entwicklung

Die langkettige Omega-3-Fettsäure Docosahexaensäure (DHA) ist Bestandteil von Zellmembranen. Vor allem im Gehirn und in der Netzhaut im Auge ist sie zu finden . Das Wachstum des Gehirns nimmt in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft rasch zu und setzt sich in den ersten Lebensjahren fort. Kognitive, motorische und visuelle Fähigkeiten entwickeln sich . Für dieses rasche Wachstum muss ausreichend DHA im Gehirn zur Verfügung stehen. Eine gute Versorgung in der Schwangerschaft und Stillzeit über die Ernährung der Mutter ist daher wichtig. Darüber hinaus sind Omega-3-Fettsäuren als Vorstufen von Eicosanoiden, die beispielsweise Entzündungs- und Immunreaktionen beeinflussen, für eine gesunde Entwicklung von Bedeutung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren und Stillenden im Durchschnitt mindestens 200 mg DHA pro Tag zuzuführen .

2 Portionen Meeresfisch wöchentlich

In der Rubrik Nachgefragt gehen wir Irrtümern auf den Grund und erklären altes Wissen neu.

Alle Artikel der Reihe

Omega-3-Fettsäuren unterscheiden sich. Fettreiche Meeresfische enthalten neben DHA auch die langkettige Variante Eicosapentaensäure (EPA). In pflanzlichen Lebensmitteln wie Leinöl, Rapsöl, Walnüssen oder Chiasamen kommt die essentielle Alpha-Linolensäure vor. Aus dieser pflanzlichen Omega-3-Fettsäure kann der Körper DHA bilden, doch die Umwandlungsrate ist stark begrenzt und wird auf 0,1 bis 10 Prozent geschätzt . Die DHA-Versorgung ist durch Fisch somit viel effektiver als mit pflanzlichen Lebensmitteln. DHA wird zudem bevorzugt durch die Plazenta übertragen . Da der Fötus auf die ausreichende Versorgung mit DHA durch die Ernährung der Mutter angewiesen ist, sollten schwangere Frauen 2 Portionen Meeresfisch pro Woche, mindestens eine davon in Form von fettreichem Meeresfisch, zu sich nehmen. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört aber auch die regelmäßige Verwendung von pflanzlichen Ölen, wie beispielsweise Rapsöl oder Leinöl, die Alpha-Linolensäure enthalten.

Kleinere fettreiche Meeresfische bevorzugen

Schadstoffe können sich in Fischen anreichern und große Raubfische, wie zum Beispiel Thunfische oder Schwertfische, können hohe Gehalte aufweisen. Deshalb sollten schwangere Frauen diese Fischarten nicht regelmäßig verzehren , sondern zum Beispiel auf Makrele, Hering, Lachs oder Sardinen zurückgreifen.

Alternative: Supplemente und angereicherte Lebensmittel

Wer auf Fisch verzichtet oder ihn nur sehr selten isst, sollte DHA mit Supplementen oder angereicherten Lebensmitteln zu sich nehmen. Verbraucher können zwischen Präparaten aus Fischöl und Krillöl oder aus marinen Mikroalgen wählen, so dass auch schwangere Vegetarierinnen eine gute DHA-Versorgung ermöglichen können. Zudem stehen mit DHA (auch aus marinen Mikroalgen) angereicherte Lebensmittel, wie zum Beispiel Öl oder Margarine, zur Verfügung. Schwangere sollten sich bei der Dosierung an der Tagesempfehlung von 200 mg DHA orientieren.

Stand: 10.08.2015 (aktuell in Überarbeitung)

Omega-3-Fettsäuren und SchwangerschaftArzneimittelgruppenOmega-3-FettsäurenOmega-3-Fettsäuren sind essentielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die mit der Nahrung zugeführt werden. Sie sind für die Entwicklung des fötalen Gehirns und der Netzhaut vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft bedeutsam. Schwangeren wird deshalb die Zufuhr von mindestens 200 mg DHA pro Tag empfohlen. Dieser Bedarf kann durch den regelmässigen Konsum fettreicher Fische gedeckt werden. Allerdings können Fische Schadstoffe wie zum Beispiel Methylquecksilber enthalten und Schwangere essen in der Schweiz im Allgemeinen zuwenig Fisch. Deshalb wird diskutiert, ob gereinigtes Fischöl supplementiert werden soll. Produkte

In der Schweiz sind Omega-3-Fettsäuren als Arzneimittel, Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel im Handel. Einige Produkte werden gezielt für die Schwangerschaft und Stillzeit vermarktet, z.B. Elevit® Omega 3. Viele Multivitaminpräparate für die Schwangerschaft enthalten keine Omega-3-Fettsäuren.

Struktur und Eigenschaften

Zu den aktivsten Omega-3-Fettsäuren gehören die Docosahexaensäure (DHA) und die Eicosapentaensäure (EPA). Es handelt sich um essentielle, mehrfach ungesättigtes Fettsäuren, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden und mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Omega-3-Fettsäuren sind in hoher Konzentration im Fischöl enthalten. Weitere mögliche Quellen sind pflanzliche Öle wie zum Beispiel Rapsöl und Leinöl. Diese enthalten α-Linolensäure (ALA), die in EPA und von EPA zu DHA umgewandelt werden kann. Dieser Stoffwechselweg ist aber ineffizient, da nur wenige Prozent biotransformiert werden. Eine direkte DHA-Zufuhr ist deshalb vorteilhafter.

Wirkungen

Omega-3-Fettsäuren (ATC C10AX06 ) sind vor allem für die normale Entwicklung des fötalen Gehirns und der Netzhaut im dritten Trimenon bedeutsam und spielen unter anderem im Hormon- und Immunsystem eine wichtige Rolle. DHA ist ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen der entsprechenden Organe. Eine ausreichende Zufuhr soll Mutter und Kind zudem verschiedene gesundheitliche Vorteile bringen, zum Beispiel eine tiefere Rate von Frühgeburten.

Anwendungsgebiete

Ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren vor und während der Schwangerschaft und während der Stillzeit.

Dosierung

Schwangeren wird die Zufuhr von mindestens 200 mg DHA pro Tag empfohlen. Die erforderliche Menge kann durch den 1-2 mal wöchentlichen Konsum von fettreichem Fisch erreicht werden, entsprechend etwa 280–300 g Fisch.

Einige Fische können jedoch Schadstoffe wie zum Beispiel das Neurotoxin Methylquecksilber, polychlorierte Biphenyle (PCB), Dioxine und synthetische Östrogene enthalten. Abgeraten wird vor allem von grösseren Raubfischen am Ende der Nahrungskette wie zum Beispiel Hai, Schwertfisch, Königsmakrele und Torpedobarsch. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt Forellen, Rotbarsch, Felchen, Sardinen, weissen Heilbutt oder Thunfisch aus der Konserve zu sich zu nehmen.

Die widersprüchliche Sachlage führt zu einer Verunsicherung vieler Schwangeren und nicht jede Frau mag Fisch. Deshalb werden Omega-3-Fettsäuren aus gereinigtem Fischöl von kontrollierter Qualität auch als Nahrungsergänzungsmittel zum Beispiel in Form von Kapseln angeboten. Sie sollen unmittelbar vor oder während den Mahlzeiten eingenommen werden, um die Absorption zu erhöhen und unerwünschte Wirkungen zu vermeiden.

In der wissenschaftlichen Literatur finden sich gegensätzliche Meinungen zur Supplementierung. Während einige Autoren sie klar befürworten, weisen andere auf die ungenügende Datenlage hin.

Kontraindikationen

Omega-3-Fettsäuren sind bei Überempfindlichkeit und bei Störungen der Fettverdauung im Dünndarm kontraindiziert. Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

In Kombination mit Antikoagulantien kann die Blutungszeit verlängert sein. Omega-3-Fettsäuren können einen erhöhten Blutdruck mit der Zeit senken, was eine Senkung der Dosis von gleichzeitig verabreichten Antihypertonika erfordert.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen bei der Einnahme von Fischölkapseln gehören Aufstossen, Fischgeschmack, Übelkeit und Erbrechen. Deshalb wird empfohlen, die Arzneimittel zum Essen und mit Flüssigkeit einzunehmen.

siehe auch

  • Multivitaminpräparate in der Schwangerschaft
  • Fischöl

Literatur Autor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

  • Produkte anzeigen (Schweiz)

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

DHA Omega-3 in der Schwangerschaft schützt vor allem vor Frühgeburten

DHA Omega-3 – spezifische Omega-3-Fettsäuren – sollte während der Schwangerschaft und der Stillzeit mit mindestens 200 mg pro Tag aufgenommen werden.

Seit etwa 10 Jahren wird die Nahrungszufuhr von Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft offiziell empfohlen. So zeigte beispielsweise eine Studie, dass während der Schwangerschaft und der Stillzeit eine Nahrungszufuhr von durchschnittlich mindestens 200 mg pro Tag Docosahexaensäure (DHA Omega-3) sinnvoll ist.

Wobei eine rezente Cochrane-Untersuchung zeigte, dass allgemein eine hohe Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft die Häufigkeit von Frühgeburten verringert. Bei Raucherinnen ist der Effekt übrigens noch stärker. Möglicherweise kann ein hoher Omega-3-Spiegel aber auch die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Schwangerschaft erhöhen.

Eine aktuelle australische Studie fand jedoch keine Vorteile aller langkettigen n-3 Fettsäuren. Dabei konnten nicht weniger Frühgeburten beobachtet werden. Eine aktuelle irische Untersuchung wiederum zeigte sehr wohl Vorteile einer zusätzlichen Einnahme von Omega-3-Fettsäuren.

Gesündere Schwangerschaft durch DHA Omega-3

Frauen, die bei ihrer Ernährung auf die Aufnahme von DHA Omega-3 achten, haben gesündere Schwangerschaften. So konnte weiland gezeigt werden, dass Neugeborene von Schwangeren, die ausreichend DHA Omega-3 eingenommen hatten, ein höheres Geburtsgewicht hatten. Zudem war eben wie eingangs erwähnt auch die Anzahl der Frühgeburten geringer.

Die Vorteile nach der Geburt sind ebenfalls bestätigt. Denn die DHA Omega-3-Zufuhr in der Stillzeit fördert die positive kindliche Entwicklung. Und zwar gilt das vor allem für die Augen und manche Gehirnfunktionen.

Bei der Analyse möglicher Vorteile von Omega-3-Fettsäuren ergab sich dann eine empfohlene Omega-3-Zufuhr in der Schwangerschaft und in der Stillzeit von mindestens 200 mg DHA Omega-3 pro Tag. Junge und werdende Mütter sollten dies Informationen jedenfalls beachten. Denn das hilft ihnen dabei, dass eine ausreichende Versorgung mit DHA Omega-3 sicherstellen können. Schließlich profitieren sie dann auch während der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit von den erwähnten Vorteilen.

Besserer Eisenstoffwechsel beim Embryo

Omega-3-Fettsäuren stehen beim Embryo in Interaktion mit dem Eisenstoffwechsel. Schwangere sollten daher nicht nur den Eisenspiegel, sondern auch die Omega-3-Fettsäuren-Zufuhr optimieren. Wobei die DHA Omega-3 Docosahexaensäure dazu führt, dass das Baby das von der Mutter bereitgestellte Eisen in ausreichendem Mass nutzen kann.

Im Grunde genommen ist der Eisenbedarf in der Schwangerschaft sehr viel höher, da Eisen für die Blutbildung der Babys eine entscheidende Rolle spielt. Bei Eisenmangel kann sich die Plazenta nicht richtig entwickeln. Die Eisenversorgung für das Baby kann dann unzureichend sein.

Wissenschaftler der University of Granada und des King’s College London konnten zeigen, dass eine Nahrungsergänzung mit DHA Omega-3 von der Schwangeren eingenommen das Neugeborene vor Eisenmangel und Anämie schützen kann.

Die Studie wurde im renommierten Fachmagazin Journal of Functional Foods veröffentlicht. Darin schreiben die Autoren, dass DHA nicht nur – wie man schon länger weiss – an der frühen Entwicklung des Gehirns beteiligt ist. Sondern DHA Omega-3 steht auch in enger Verbindung zum Eisenstoffwechsel des Neugeborenen.

Omega-3-Fettsäuren sorgen während der Schwangerschaft somit für ausreichend Eisenreserven und beugt einem Eisenmangel beim Baby nach der Geburt vor, was besonders auch für die kognitive Entwicklung wichtig ist. DHA kann die Entwicklung des Gehirns fördern und verbessern.

Omega-3-Fettsäuren in fetten Seefischen

Grundsätzlich gelten Omega-3-Fettsäuren als gesundheitsfördernd. Wobei die Angaben über die besonderen Wirkungen insbesondere während der Schwangerschaft und Stillzeit oft verwirrend und widersprüchlich sind.

Vor allem bei Frauen mit einem typisch westlichen Ernährungsverhalten besteht das Risiko einer zu geringen Versorgung mit DHA Omega-3. Denn die Hauptquelle der DHA, fette Seefische, gehören ja bekanntlich nicht unbedingt zum permanenten westlichen Speiseplan.

Docosahexaensäure ist in fetten Fischen wie zum Beispiel Lachs oder Makrele enthalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen in den westlichen Industrieländern im Rahmen ihrer Ernährung ausreichend mit DHA versorgt werden, ist somit geringer.

Deswegen wird der Verzehr von zwei Portionen fetten Fisch pro Woche für Schwangere und stillende Frauen empfohlen. Das stimmt zudem auch mit den Empfehlungen der Europäische Agentur für Lebensmittelstandards überein. Frauen in der Schwangerschaft, die wenig oder keinen Fisch verzehren, sollten die Verwendung von Omega-3-Supplementen erwägen.

Literatur:

Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft: Schutz für den Embryo

In der Schwangerschaft Omega-3-Fettsäuren einnehmen!

Omega-3-Fettsäuren stehen offenbar in enger Wechselwirkung mit dem Eisenstoffwechsel – zumindest beim Embryo. Das bedeutet: In der Schwangerschaft sollte Frau nicht nur den Eisenspiegel im Auge behalten, sondern auch die Omega-3-Fettsäuren-Versorgung optimieren, da erst die Anwesenheit der Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) dazu führt, dass das Baby das Eisen der Mutter im erforderlichen Mass nutzen kann.

NanoRepro
Schwangerschaftstest 3,95 EUR Für Frauen ⟩ Kinderwunsch & schwanger werden effective nature
Inositol Pulver 29,90 EUR Für Frauen ⟩ Kinderwunsch & schwanger werden

In der Schwangerschaft steigt der Eisenbedarf steil an, da Eisen für die Blutbildung des Babys erforderlich ist. Liegt ein Eisenmangel vor, kann sich die Plazenta nicht richtig entwickeln, und das Baby kann infolgedessen nicht optimal mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden.

Eisenmangel in der Schwangerschaft

Da ein Eisenmangel in der Schwangerschaft weit verbreitet ist, wird nahezu jeder Schwangeren ein Eisenpräparat empfohlen. Eisentabletten aber müssen monatelang (mind. 3 bis 6) eingenommen werden, bis sich – falls überhaupt – eine Besserung im Eisenspiegel zeigt.

Zeitgleich sind Eisentabletten oft nicht gut verträglich und führen zu Verdauungsbeschwerden, wie Völlegefühl, Übelkeit, Sodbrennen, Magenschmerzen, Verstopfung und vielem mehr, worauf man gerade in der Schwangerschaft sehr gut verzichten kann. Notfalls wird das Eisen dann intravenös über Infusionen verabreicht.

Omega-3-Fettsäuren schützen Babys vor Anämie

Doch oft benötigt der Organismus gar nicht noch mehr Eisen über Tabletten, sondern andere Nährstoffe, die dabei helfen, dass das vorhandene Eisen überhaupt in den erforderlichen Mengen zum Baby transportiert werden kann – wie Wissenschaftler der University of Granada und des King’s College London zeigen konnten. Sie stellten in ihrer Studie fest, dass eine Nahrungsergänzung mit der Omega-3-Fettsäure DHA – wenn von der Schwangeren eingenommen – das Neugeborene vor Eisenmangel und Anämie schützen kann.

Die Studie wurde im renommierten Fachmagazin Journal of Functional Foods veröffentlicht. Darin schreiben die Autoren, dass DHA nicht nur – wie man schon länger weiss – an der frühen Entwicklung des Gehirns beteiligt ist, sondern auch in enger Verbindung zum Eisenstoffwechsel des Neugeborenen steht.

Vegetology
Omega-3 EPA & DHA 22,90 EUR Vitalität ⟩ Omega-3-Fettsäuren effective nature
Eisen aus Curryblatt 22,90 EUR Mineralstoffe ⟩ Eisen

Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft verbessern Eisenversorgung des Kindes

An der kontrollierten, randomisierten und doppelblinden Studie nahmen 110 schwangere Frauen teil. Die Studie begann im 6. Schwangerschaftsmonat. Man teilte die Frauen in zwei Gruppen ein. Eine Gruppe erhielt täglich eine Nahrungsergänzung mit 400 Milligramm DHA, die andere nicht.

Schliesslich entnahm man den Frauen Plazentaproben zur Analyse der Gen- und Proteinexpression, wobei man entdeckte, dass die Omega-3-Fettsäure während der Schwangerschaft ganz deutlich den Eisenstoffwechsel beim Fötus anzuregen vermochte. DHA führte zu einer stärkeren Expression von Schlüsselgenen, die es wiederum ermöglichten, dass das Eisen aus dem Blutkreislauf der Mutter leichter über die Plazenta zum Embryo gelangen konnte.

Die Omega-3-Fettsäure sorgt also schon während der Schwangerschaft für optimierte Eisenreserven und beugt einem postnatalen (nachgeburtlichen) Eisenmangel beim Baby vor. Diese Wirkung schützt das Baby natürlich auch vor Schäden, die sich aus einem Eisenmangel entwickeln können, wie z. B. einer verzögerten oder beeinträchtigten kognitiven Entwicklung. DHA kann die Entwicklung des Gehirns somit direkt und auch – über die Verbesserung des Eisenstatus – indirekt fördern und verbessern.

Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft verhindern Komplikationen durch Eisenmangel

„Die Nahrungsergänzung mit DHA in der Schwangerschaft ist nicht nur eine sehr gute Möglichkeit, die kognitive und auch die visuelle Entwicklung des Babys zu verbesssern und zu fördern, sondern auch um dem Risiko einer Anämie vorzubeugen. Genauso werden Komplikationen vermieden, die mit einem Eisenmangel des Babys in Verbindung stehen, wie z. B. ein zu geringes Geburtsgewicht und eine verspätete kognitive Entwicklung”,

erklären die Forscher Javier Díaz Castra und José Ochoa Herrera.

Eine Nahrungsergänzung mit DHA lohnt sich in der Schwangerschaft also mehrfach. DHA kann entweder mit dem veganen Omega-3-DHA-Öl von Dr. Erasmus eingenommen werden oder aber mit Krillölkapseln, wozu Sie hier weitere Informationen finden: Krillöl – Das perfekte Rezept der Natur

About the author

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.