Oat syndrom trotzdem schwanger

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Wurde jemand schwanger trotz teratozoospermie?

Hallo wir haben nun nach dem zweiten kontroll Spermiogramm auch die Diagnose Teratozoospermie bekommen. 0% Normalformen. Dazu noch meine PCO mit IR (also nur Eisprung, wenn mit Hormonen nachgeholfen wird) und trotzdem meint die Kinderwunschpraxis, dass unsere Chancen gut wären und wir erstmal keine ICSI bräuchten.
Wir versuchen nun seit März 2016 ein Geschwisterchen zu bekommen. Ab Oktober können wir dann über eine ICSI nachdenken, wenn der derzeitige Hormon-Hammer, den ich nun bekomme, in den nächsten paar Monaten nicht zu einer Schwangerschaft führt….
Persönlich denke ich allerdings auch, dass man sich dieses rumgeeiere mit den Hormonen sparen könnte und besser direkt eine ICSI startet, da die Schwimmer meistens entweder gar nicht dort ankommen, wo sie hin sollen, oder aber nicht dazu in der Lage sind, in die Eizelle einzudringen. Dazu kommt ja auch noch, dass nicht jede Eizelle geeignet ist und sich evtl nicht befruchten lässt.
Ich wünsche euch auf eurem weg nun ganz viel Glück und Durchhaltevermögen bald wird es klappen! So oder so

OAT Syndrom: Verminderte Spermienqualität

Wenn der Wunsch nach einem eigenen Kind lange unerfüllt bleibt, entscheiden sich viele Paare dazu, sich auf ihre Fruchtbarkeit hin überprüfen zu lassen. Stellt sich heraus, dass die Ursache des Problems beim Mann liegt, lautet die Diagnose oft „OAT Syndrom“. Doch was genau bedeutet das?

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Diagnose OAT Syndrom?

Hinter dem Begriff Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom (OAT Syndrom) verbergen sich mehrere Einzelsymptome, die alle eine krankhafte Veränderung der Spermien beschreiben. Die Symptome können in unterschiedlichen Ausprägungen auftreten, woraus sich drei Schweregrade des Syndroms ergeben, die eine leichte, deutliche oder starke Einschränkung der Zeugungsfähigkeit beschreiben. Für das OAT Syndrom Grad 1 (leichte Einschränkung der Zeugungsfähigkeit) gelten folgende Richtwerte:

  • Oligo steht für „zu wenig“ und beschreibt in diesem Zusammenhang eine Menge von weniger als 20 Millionen Spermien pro Milliliter des männlichen Ejakulats.
  • Astheno bedeutet „unbeweglich“ und wird verwendet, um zu beschreiben, dass sich weniger als 25 Prozent der Spermien schnell fortbewegen oder aber weniger als 50 Prozent sich überhaupt zielgerichtet bewegen.
  • Terato steht für „fehlgebildet“ und trifft zu, wenn weniger als 3 Prozent der Spermien normal geformt sind.

Beim OAT Syndrom Grad 2 (deutliche Einschränkung der Zeugungsfähigkeit) und 3 (starke Einschränkung der Zeugungsfähigkeit) sind die jeweiligen Merkmale stärker ausgeprägt und die Werte dementsprechend schlechter.

Vom OAT Syndrom kann somit eigentlich nur dann gesprochen werden, wenn bei einem Patienten alle drei Symptome gleichzeitig auftreten. Darüber hinaus stellt es genau genommen keine Diagnose dar, sondern beschreibt nur verschiedene Symptome. Die Ursachen hinter den Symptomen müssen erst genauer diagnostiziert werden, um eine Behandlung einzuleiten. Wichtig ist aber, dass das OAT Syndrom nicht mit einer dauerhaften und kompletten Sterilität gleichzusetzen ist. Es ist durchaus möglich, dass ihre Ursachen die Zeugungsfähigkeit nur einschränken oder auch temporär sind.

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Ursachen für das OAT Syndrom

Die verminderte Spermienqualität, die sich durch das OAT Syndrom äußert, kann verschiedene Ursachen haben, die entweder mit der Spermiogenese, also der Bildung gesunder Spermien, oder deren Transport über die Samenleiter zusammenhängen können:

  • Fehllage der Hoden: Die Hoden wandern in der Regel in den ersten zwei Lebensjahren vom Bauchraum in den Hodensack. Falls dies nicht der Fall ist und sie im Bauchraum verbleiben, kann durch die höhere Temperatur im Körperinneren die Bildung gesunder Spermien negativ beeinflusst oder ganz verhindert werden. Fieberhafte Infekte können vorübergehend die gleiche Wirkung haben.
  • Varikozele: Durch Krampfadern am Hoden kann es zu einer Überwärmung kommen, die sich negativ auf die Spermienqualität auswirken kann.
  • Hormonstörungen: Wenn der sensible Hormonhaushalt und das Zusammenspiel von Hirnanhangsdrüse und Testosteron gestört wird, kann dies die Symptome eines OAT-Syndroms hervorrufen.
  • Entzündungen: Durch Entzündungen der Nebenhoden oder der Prostata, zum Beispiel auch durch Mumps im Kindesalter, kann es zu einem teilweisen oder völligen Verschluss der Samenkanäle kommen, wodurch der Transport der Spermien beeinträchtigt werden kann.
  • Äußere und Umwelteinflüsse: Auch die Einnahme bestimmter Medikamente oder Substanzen, wie Anabolika oder Drogen, Stress, Fehlernährung, Alkoholkonsum, Bestrahlung, Über- oder Untergewicht sowie Geschlechtskrankheiten können Faktoren sein, die zur verminderten Spermienqualität beitragen.

Eine eingehende Untersuchung durch den behandelnden Arzt ist daher sehr wichtig, um eine effektive Behandlung zu gewährleisten.

Behandlung des OAT Syndroms

Da viele der Ursachen für das Auftreten des OAT Syndroms nur vorübergehend sind, ist dieses in den meisten Fällen sehr gut behandelbar. Aufgrund der Tatsache, dass sich beim OAT Syndrom mehrere Symptome vereinen, gibt es keine konkrete Therapie, die bei allen Patienten angewandt werden kann. Vielmehr wird beim OAT-Syndrom zunächst die tatsächliche Ursache diagnostiziert und diese daraufhin gezielt behandelt. Hormonstörungen beispielsweise können durch die Verabreichung von Hormonpräparaten kuriert, Entzündungen durch die Einnahme von Antibiotikum oder anderen entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden. Bei einem Verschluss der Samenleiter kann dieser in manchen Fällen operativ geöffnet werden. Sollte dies nicht möglich sein, ist auch eine Hodenbiopsie, die sogenannte TESE, eine Option, bei der die Samenzellen aus einem Teil des Hodengewebes extrahiert werden, um sie im Rahmen einer künstlichen Befruchtung der Frau einzusetzen.

Um die Ursache der verminderten Samenqualität auszumachen, muss sich der Patient einer detaillierten Untersuchung unterziehen:

  • Anhand eines Spermiogramms wird zunächst die Spermienqualität überprüft und die problematischen Faktoren ausgemacht. Dieses Spermiogramm sollte nach einigen Wochen wiederholt werden, um eine kurzfristige Veränderung der Lage auszuschließen.
  • Durch eine Spermauntersuchung wird das Ejakulat auch auf eventuelle chromosonale Defekte oder Erbkrankheiten hin untersucht, die eine Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit zur Folge haben können.
  • Eine Hormondiagnostik dient zur Überprüfung des hormonellen Gleichgewichts.
  • Mithilfe einer Ultraschalluntersuchung wird die Lage der Hoden überprüft.
  • Eine Blutuntersuchung im Hinblick auf bakterielle Infekte soll dazu dienen, eine Entzündung der Prostata auszuschließen.

In den meisten Fällen lässt sich durch diese Untersuchungen die genaue Ursache des Problems feststellen und eine effektive Behandlung einleiten. Ist die Ursache nicht zu klären, spricht man von einer idiopathischen OAT. In diesem Fall, oder wenn die Spermienqualität sich trotz Behandlung nicht merklich verbessert, ist oft eine IVF oder ICSI-Behandlung notwendig, um den Kinderwunsch doch noch zu erfüllen.

Teratozoospermie und männliche Unfruchtbarkeit

Die Teratozoospermie besteht in der Erhöhung des Anteils an anormalen Spermien in einer Samenprobe und wird mit Hilfe eines Seminogramms oder einer Samenanalyse festgelegt.

Gemäß den Kriterien der 5. Ausgabe des Handbuchs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) (2010) leidet ein Mann an Teratozoospermie, wenn es in seinem Ejakulat weniger als 4% Spermien mit normaler Form gibt.

Die defekten Spermien werden je nach ihrer Lage in Kopf, Zwischenstück und Schwanz klassifiziert. Bei einem normalen Spermatozoid muss der Kopf perfekt oval sein, es muss über einen einzigen langen und vollständig entwickelten Schwanz und über ein gut zu unterscheidendes Zwischenstück verfügen, das etwas dicker als der Schwanz ist.

Die Teratozoospermie ist eine Ursache der Unfruchtbarkeit, weil die Mehrzahl der anormalen Spermien unfähig sind, in eine Eizelle einzudringen. Die Ursachen hierfür sind nicht mit völliger Genauigkeit bekannt, doch man weiß, dass die Qualität der Spermien von mehreren Faktoren beeinflusst werden kann, wie:

  • Hodenprobleme
  • Tabakkonsum und übermäßigen Konsum von Alkohol, Kokain und Marihuana
  • Varikozele
  • Unangemessene Ernährung
  • Vasektomie
  • Diabates mellitus
  • Fieberanfälle
  • Chemotherapie und Radiotherapie
  • Unangemessene Gewohnheiten, die die Erhöhung der Hodentemperatur hervorrufen (Sauna, zu enge Kleidung.…)

Je nach dem Grad der Teratozoospermie kann man verschiedene Behandlungen für das Erreichen einer Schwangerschaft erwägen, wobei die erfolgreichste die ICSI (Intrazytoplasmatische Mikroinjektion von Spermien) ist, da sie die Wahl jener Spermien mit der besten Morphologie und deren Verwendung für die Mikroinjektion in den Eizellen mit Hilfe einer Mikronadel oder einer Mikropipette ermöglicht.

Es gibt einige Methoden, die es erlauben, Verbesserungen bei der Samenqualität zu erzielen. Zu den wichtigsten gehören die Ernährungsgewohnheiten, und es gibt einige Produkte, die reich an essenziellen Aminosäuren sind, wie das L-Carnitin und Antioxidantien, die in Verbindung mit einem gesunden Lebensstil helfen, die Spermienqualität zu verbessern.

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OAT-Syndrom

Das OAT-Syndrom beschreibt eine verringerte Anzahl (oligo), verlangsamte Fortbewegung (astheno) und verminderte Qualität (terato) der Spermien betroffener Männer. Wenn bei Kinderwunsch mittels Spermiogramm das OAT-Syndrom festgestellt wird, kann je nach Schweregrad und Ursache eine entsprechende Therapie erfolgen.

Verschiedene Schweregrade beim OAT-Syndrom

Beim OAT-Syndrom werden drei Schweregrade unterschieden:

OAT I: Zeugungsfähigkeit leicht beeinträchtigt

OAT 2: Zeugungsfähigkeit deutlich eingeschränkt

OAT 3: Zeugungsfähigkeit stark eingeschränkt

Was können die Ursachen für sein?

Unterschiedliche Ursachen können für ein OAT-Syndrom in Frage kommen. Hierzu zählen:

  • Störung der Spermienproduktion aufgrund von Fehllage der Hoden, etwa zurückgezogen in Richtung Bauchraum
  • Fehlentwicklung der Hoden
  • Krampfaderbruch (Varikozele)
  • Infektionen und Verletzungen
  • hormonelle Störungen wie Schilddrüsenunterfunktion, hormonaktive Tumoren der Nebennierenrinde
  • Verlegung der Samenwege, etwa durch Entzündung der Nebenhoden, Prostata oder Harnröhre hervorgerufen
  • wiederholter operierter Leistenbruch
  • Diabetes mellitus
  • Übergewicht
  • Fehlernährung
  • Stress
  • Alkohol, Nikotin, Drogen

Wie sehen Diagnostik und Therapie beim OAT-Syndrom aus?

Erstes Ziel beim OAT-Syndrom ist es, die mögliche Ursache herauszufinden und auszuschalten. Dies ist bei Varikozele oder Hoden in der Leistengegend manchmal möglich. Hormonuntersuchungen (FSH, LH oder Testosteron) sind ebenso möglich wie eine Untersuchung der Spermien. Zusätzlich kann das Hodengewebe nach einer Gewebeentnahme untersucht werden (Hodenbiopsie). Oftmals kann keine Ursache gefunden werden, jedoch können manchmal die Spermien durch verbesserte Ernährung und Verzicht auf Genussmittel erreicht werden. In den meisten Fällen bleibt nur der Weg der künstlichen Befruchtung mittels IVF/ICSI.

Angeborene sowie durch Entzündung oder Verletzung entstandene Verschlüsse der Samenwege kann man bei etwa der Hälfte der Betroffenen durch eine mikrochirurgische Operation wieder öffnen und damit die Zeugungsfähigkeit des Mannes operativ wiederherstellen.

Für den Fall, dass die Samenwege nicht wieder hergestellt werden können, gibt es seit einiger Zeit die Möglichkeit, Samenzellen auch direkt aus dem Hodengewebe (TESE = testikuläre Spermatozoenextraktion) oder Nebenhodengewebe (MESA = mirkochirurgische epididymale Spermatozoenaspiration) zu gewinnen.

Wie ist der Verlauf beim OAT-Syndrom?

Leider ist das Ergebnis bei Behandlungen des OAT-Syndroms oftmals enttäuschend, sodass die betroffenen Männer weiterhin als unfruchtbar gelten. Es sollte aber immer noch ein zweites Spermiogramm mit etwas zeitlichem Abstand zum Vergleich angefertigt werden, um sicher zu gehen, dass es sich nicht nur um eine Momentaufnahme handelt. Greifen alle Maßnahmen wie Ernährungsumstellung etc. nicht, bleibt letztendlich nur der Weg der künstlichen Befruchtung.

OAT Syndrom

Ursachen des OAT-Syndroms

Die Ursachen des OAT Syndroms können dabei sowohl in der Samenproduktion als auch im Bereich des Transportes liegen. Folgende Ursachen sind möglich:

  • Fehllage der Hoden
  • Eine tastbare und sichtbare Erweiterung des Venengeflechts um den Samenstrang (Varikozele)
  • Anomalien der Chromosomen in Anzahl oder Struktur
  • Hormonstörungen
  • Infektionen
  • Auch Medikamente oder Genussmittel können Einfluss auf die Spermienbildung haben

Wie imi – das auf natürliche Befruchtung spezialisierte Kinderwunschzentrum in Wien hilft

Je nach Ursache gibt es eine Fülle von Maßnahmen zur Therapie des OAT Syndroms:

  • Therapie der Entzündung
  • Verabreichung von entsprechenden Hormonen bei Hormonmangel
  • Operation mit Verödung oder Unterbindung der krankhaft erweiterten Hodenvene
  • Bei Verschluss der Samenwege besteht die Möglichkeit der operativen Wiederherstellung der Durchgängigkeit, der Entnahme von Spermien mittels Hodenbiopsie (TESE)
  • Verzicht auf die entsprechenden Substanzen von Medikamenten und Genussmittel
  • Bei genetische Anomalien ist eventuell TESE möglich

Der erste Schritt ist die Diagnose

Ziel von imi und unseren Patienten ist es, rasch schwanger zu werden.

Aus diesem Grund beginnt jede Behandlung bei imi mit unserer bewährten Basisdiagnostik, die sowohl Mann als auch Frau umfasst.

Dies ist gerade bei Verdacht auf OAT Syndrom wichtig. Warum?

Zum einen muss überprüft werden, ob das OAT Syndrom tatsächlich vorliegt und wo die Ursache (und damit die Therapie) dafür liegt. Dabei arbeiten wir mit

  • dem modernsten CASA Spermiogramm (Computer Assisted Semen Analysis),
  • einer umfassenden Hormondiagnostik,
  • dem MAR-Test und
  • DNA Fragmentationsanalysen.

Auch Probleme bei der Frau können die Schwangerschaft verhindern

Zum anderen wollen wir sicher stellen, dass auch bei der Frau nicht noch weitere Faktoren die Schwangerschaft verhindern. Beispielsweise können

  • die Eileiter nicht durchgängig sein,
  • der Hormonhaushalt den Eisprung verhindern oder
  • eine schlechte Blutgerinnung das Einnisten eines Embryos behindern.

imi – Das auf natürliche Befruchtung spezialisierte Kinderwunschzentrum in Wien

Das imi – Zentrum für Kinderwunschmedizin ist auf die rasche Diagnose von unerfülltem Kinderwunsch spezialisiert.

Unser Ziel ist es, durch rasches Erkennen der Ursachen und damit schnellstmöglichen Beginn mit der richtigen Therapie die Erfolgswahrscheinlichkeit unserer Behandlungen zu maximieren.

Oligoasthenoteratozoospermie


Medizinische Qualitätssicherung am 15. Februar 2019 von Dr. med. Nonnenmacher

Unter einer Oligoasthenoteratozoospermie wird eine pathologische Veränderung der männlichen Spermien verstanden, die oft zu Unfruchtbarkeit führt. Die Spermienveränderungen sind auch als OAT-Syndrom bekannt.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Was ist Oligoasthenoteratozoospermie?
  • 2 Ursachen
  • 3 Symptome, Beschwerden & Anzeichen
  • 4 Diagnose & Krankheitsverlauf
  • 5 Komplikationen
  • 6 Wann sollte man zum Arzt gehen?
  • 7 Behandlung & Therapie
  • 8 Aussicht & Prognose
  • 9 Vorbeugung
  • 10 Nachsorge
  • 11 Das können Sie selbst tun
  • 12 Quellen

Was ist Oligoasthenoteratozoospermie?

Von einer Oligoasthenoteratozoospermie ist die Rede, wenn beim Mann krankhafte Veränderungen an dessen Spermien auftreten. In der Medizin wird das Phänomen auch als Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom oder OAT-Syndrom bezeichnet. Der Begriff Oligoasthenoteratozoospermie setzt sich aus den Worten „Oligo“, „Astheno“ und „Terato“ zusammen.

Oligo heißt übersetzt „zu wenig“. Das bedeutet, dass in einem Milliliter Ejakulat des Mannes nicht mehr als 20 Millionen Spermien vorhanden sind. Der Begriff Astheno steht für „Unbeweglichkeit“, was bedeutet, dass bei weniger als 25 Prozent Spermien eine rasche Fortbewegung möglich ist. Nur 50 Prozent der Spermien nehmen zielgerichtete Bewegungen vor. Terato ist die Bezeichnung für „Fehlbildung“. Dabei weisen maximal drei Prozent der Spermien eine normale Form auf.

Eine Oligoasthenoteratozoospermie liegt aber nur dann vor, wenn sich die drei genannten Symptome zur gleichen Zeit zeigen. Für die Ursachen der Symptome sind genauere Untersuchungen erforderlich. So besteht die Möglichkeit, dass die Unfruchtbarkeit nur für einen vorübergehenden Zeitraum andauert.

Ursachen

Für das Vorliegen einer Oligoasthenoteratozoospermie kommt eine Vielzahl an Ursachen in Betracht. So ist entweder die Bildung der Spermien gestört oder es treten Schwierigkeiten bei ihrem Transport auf. Zu den häufigsten Gründen für ein OAT-Syndrom gehören Fehllagen der Hoden. Im Normalfall bilden sich diese ungefähr auf der Position des Nierenunterpols.

Zwischen der Geburt und dem Abschluss des ersten Lebensjahres ziehen sie weiter in den Hodensack. Kommt es beim Abstieg der Hoden jedoch zu Störungen, ist es möglich, dass sie sich im Bauchraum oder anderen Körperstellen ansiedeln. Mediziner sprechen dann von einer Lageanomalie des Hodens. Dabei kann es sich um Gleithoden oder Leistenhoden handeln.

Störungen der Hoden sind mitunter bereits angeboren. Dazu gehören Hodendystopien wie eine Hodenretention sowie eine Hodenektopie, chromosomale Defekte wie das Klinefelter-Syndrom, eine Hodenhypoplasie und Erbkrankheiten wie eine Mukoviszidose. Ebenso kommen hormonelle Störungen für eine Oligoasthenoteratozoospermie wie ein FSH-Mangel, LH-Mangel, eine Schilddrüsenüberfunktion, eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Mangel an Testosteron infrage.

Zu den weiteren denkbaren Ursachen zählen Krampfadern an den Hoden, Prostataentzündungen, entzündete Hoden beziehungsweise Nebenhoden nach einer Mumpserkrankung, fieberhafte Infekte oder Störungen an den Geschlechtschromosomen. Andere mögliche Indikationen sind der Konsum von Drogen oder Alkohol, die Einnahme von bestimmten Arzneimitteln.

Aber auch Geschlechtskrankheiten wie Gonorrhoe oder Syphilis, eine Bestrahlungstherapie gegen eine Krebserkrankung, Stress, eine falsche Ernährungsweise sowie Übergewicht oder Untergewicht können Oligoasthenoteratozoospermie begünstigen. In manchen Fällen lässt sich aber auch überhaupt keine konkrete Ursache für das OAT-Syndrom finden. Dann ist von einer idiopathischen Oligoasthenoteratozoospermie die Rede.

Symptome, Beschwerden & Anzeichen

Eine Oligoasthenoteratozoospermie kann beim Mann Unfruchtbarkeit zur Folge haben. Zu erkennen ist das OAT-Syndrom daran, dass die Anzahl der Spermien zu niedrig ausfällt. Auch ihre Beweglichkeit leidet darunter. Nicht selten kommt es zu umfangreichen Fehlformen der Spermien.

Unterteilt wird die Oligoasthenoteratozoospermie in drei verschiedene Schweregrade von OAT I bis OAT III. Dabei hängt die Einteilung der Schweregrade von der Konzentration der Spermien ab:

  • Im Falle von OAT I liegt nur eine geringfügige Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit vor.
  • Bei OAT II besteht dagegen schon eine deutliche Einschränkung der Zeugungsfähigkeit.
  • Von OAT III sprechen Mediziner bei einer stark eingeschränkten Fähigkeit zur Zeugung.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Um die Ursache für die Oligoasthenoteratozoospermie herauszufinden, kümmert sich der untersuchende Arzt um die Krankengeschichte seines Patienten. Von besonderem Interesse sind dabei mögliche Erkrankungen in der Vergangenheit, die für eine Beeinträchtigung der Zeugungsfähigkeit in Betracht kommen. Dabei kann es sich um Geschlechtskrankheiten, Erkrankungen der Harnwege oder Kinderkrankheiten wie zum Beispiel Mumps handeln.

Im Anschluss an die Anamnese nimmt der Arzt eine gründliche körperliche Untersuchung vor. Außerdem findet eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung) statt. Nächster Schritt ist das Erstellen eines Spermiogramms, um das Sperma zu untersuchen.

Als weitere Diagnosemöglichkeiten eignen sich eine Zuckerbestimmung, ein Penetrationstest sowie ein Membranstabilitätstest. Als sinnvoll gilt zudem das Überprüfen des Hormonspiegels im Blut. Lassen sich dabei keine konkreten Ursachen finden, wird nicht selten etwas Gewebe vom Hoden entnommen, um dieses in einem Labor zu untersuchen.

Nicht immer verläuft die Oligoasthenoteratozoospermie trotz medizinischer Behandlung positiv. Die betroffenen Personen sind dann weiterhin unfruchtbar. In solchen Fällen kann eine künstliche Befruchtung sinnvoll sein.

Komplikationen

Durch die Oligoasthenoteratozoospermie leiden die Betroffenen in den meisten Fällen an einer Unfruchtbarkeit. Diese muss nicht in einem vollständigen Ausmaße auftreten, sodass der Betroffene in der Zeugung von Kindern nur eingeschränkt ist. Im schlimmsten Falle tritt allerdings die vollständige Unfruchtbarkeit auf, sodass der Patient keine Kinder zeugen kann.

Nicht selten wirkt sich die Oligoasthenoteratozoospermie damit sehr negativ auf die Lebensqualität des Patienten aus. Weiterhin kann es dabei auch zu Spannungen mit dem eigenen Partner kommen, falls ein Kinderwunsch besteht. Die restliche Gesundheit des Patienten wird durch diese Krankheit allerdings nicht negativ beeinflusst oder anderweitig verschlechtert. Auch die Lebenserwartung wird durch die Oligoasthenoteratozoospermie nicht eingeschränkt oder verringert.

Die Betroffenen haben auch verschiedene andere Möglichkeiten, dem Kinderwunsch dennoch nachzugehen. Mögliche Depressionen oder andere psychischen Beschwerden können mit Hilfe eines Psychologen oder eines Therapeuten behandelt werden. Dabei kommt es in der Regel nicht zu besonderen Komplikationen. Die Behandlung der Oligoasthenoteratozoospermie kann nur dann erfolgen, wenn die Krankheit durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst wurde. Mögliche Entzündungen können dabei mit Hilfe von Antibiotika in der Regel gut behandelt werden.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Haben geschlechtsreife Paare einen unerfüllten Kinderwunsch, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Ein Kontrollbesuch ist anzuraten, sobald die Planung des Nachwuchses über eine längere Zeit trotz aller Bemühungen erfolglos bleibt. Werden alle bekannten Vorgaben zur Zeugung eines Kindes befolgt und dennoch tritt keine Schwangerschaft ein, ist ein Arztbesuch zur Abklärung der körperlichen Möglichkeiten anzuraten. An der Oligoasthenoteratozoospermie können ausschließlich Männer erkranken, dennoch ist es ratsam, wenn sich beide Partner von einem Arzt über ihre Voraussetzungen einer Fruchtbarkeit untersuchen lassen.

Zudem sollte eine umfassende Aufklärung des individuellen Gesundheitszustandes stattfinden, damit mögliche Optimierungen erfolgen können. Dies kann dabei helfen, die seelischen Belastungen und das innere Stresserleben zu lindern. Stellen sich aufgrund der Unfruchtbarkeit des Mannes psychische Probleme ein, wird ein Arzt benötigt. Bei Verhaltensauffälligkeiten, depressiven Verstimmungen oder bei einer anhaltenden Traurigkeit sollte ein Arzt oder ein Therapeut aufgesucht werden.

Kommt es zu Störungen der Libido, Einschränkungen der sexuellen Funktionsfähigkeit, einem verminderten Wohlbefinden oder einer herabgesetzten Lebensfreude, ist ein Arzt aufzusuchen. Bei partnerschaftlichen Problemen oder Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung benötigt der Betroffene Unterstützung. In vielen Fällen kann eine therapeutische Behandlung helfen, damit die mentale Kraft des Betroffenen gestärkt werden kann und eine Neuausrichtung möglicher Lebensziele stattfindet.

Behandlung & Therapie

Je nachdem von welcher Ursache die Oligoasthenoteratozoospermie ausgelöst wird, richtet sich die Therapie des Syndroms. Da oftmals mehrere Beschwerden gleichzeitig bei dieser Störung auftreten können, gibt es keine Standardbehandlung.

Liegt zum Beispiel eine Entzündung vor, wird zunächst diese behandelt. Ist die Therapie abgeschlossen, findet eine weitere Kontrolle statt. Ist ein Krampfaderbruch für das OAT-Syndrom verantwortlich, erfolgt ein operativer Eingriff, bei dem die Hodenvene unterbunden oder verödet wird. Im Falle eines Hormonmangels lassen sich entsprechende Hormone verabreichen, um die Unfruchtbarkeit zu beheben.

Sind bestimmte Medikamente oder Genussmittel für die Oligoasthenoteratozoospermie ursächlich, muss der Patient auf deren Konsum verzichten. Bei einem Verschluss des Samenleiters wird dieser im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs geöffnet.

Eine weitere Behandlungsoption stellt die testikuläre Samenextraktion (TESE) dar, bei der die Samenzellen des Patienten chirurgisch entnommen werden und für eine künstliche Befruchtung zum Einsatz kommen.

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Die Oligoasthenoteratozoospermie – auch OAT-Syndrom genannt – bezeichnet eine krankhafte Verringerung der Spermienzahl. Oftmals werden genetische Ursachen als Verursacher dieser Störung festgestellt. Diese sind nicht beeinflussbar. Mittels eines Spermiogramms ermitteln die behandelnden Ärzte Ausmaß und Ursache der Störung.

In den meisten Fällen geht es bei der Oligoasthenoteratozoospermie um einen unerfüllten Kinderwunsch. Etwa bei der Hälfte der von einer Oligoasthenoteratozoospermie betroffenen Männer kann der Kinderwunsch trotzdem Realität werden. Für die andere Hälfte der Betroffenen ist die Prognose aber eher schlecht. Eines der Probleme dabei ist, dass die genetisch bedingten Fehlbildungen an bestimmten Chromosomen auf einen männlichen Nachkommen übertragen werden können. Dieser würde also an derselben Störung leiden.

Es hängt also davon ab, ob die Oligoasthenoteratozoospermie durch eine zu geringe Zahl an Spermien verursacht wird, oder durch zu wenig bewegliche bzw. zu viele pathologisch veränderte Spermien definiert wird. Bei etwa 20 Prozent der Männer mit einer Oligoasthenoteratozoospermie sind chromosomal oder genetisch bedingte Fruchtbarkeitsstörungen zu finden. Häufig liegt das chromosomal bedingte Klinefelter-Syndrom vor.

Da auch genetische Vorbedingungen und genetisch bedingte Erkrankungen zu einer Oligoasthenoteratozoospermie führen können, ist die Prognose bei einem Kinderwunsch meistens nicht besser als 50:50. Behandlungsmöglichkeiten für eine Oligoasthenoteratozoospermie gibt es derzeit nicht. Es kann lediglich eine In-vitro-Befruchtung versucht werden.

Vorbeugung

Einer Oligoasthenoteratozoospermie vorzubeugen ist schwierig, weil ihre Ursachen nicht immer bekannt sind. Mitunter kann es nützlich sein, die bisherigen Lebensgewohnheiten zu verändern und auf Alkohol und Anabolika zu verzichten.

Nachsorge

Dem Betroffenen stehen bei einer Oligoasthenoteratozoospermie in den meisten Fällen nur wenige und oft eingeschränkte Maßnahmen einer Nachsorge zur Verfügung, sodass in erster Linie bei dieser Erkrankung schon sehr frühzeitig ein Arzt aufgesucht werden sollte, um das Auftreten von weiteren Komplikationen zu verhindern. Eine Selbstheilung der Oligoasthenoteratozoospermie kann dabei in der Regel nicht eintreten, sodass der Patient immer auf eine medizinische Behandlung angewiesen ist.

Die meisten Betroffenen sind auf einen schnellen operativen Eingriff angewiesen. Es kommt dabei nicht zu besonderen Komplikationen, wobei sich der Betroffene nach dem Eingriff ausruhen und seinen Körper schonen sollte. Hierbei ist von Anstrengungen oder von stressigen Tätigkeiten abzusehen, um den Körper nicht unnötig zu belasten. Allerdings kann die Krankheit nicht generell vollständig geheilt werden, sodass der Betroffene auch nach einem Eingriff eventuell unfruchtbar wird.

Dabei ist der weitere Genesungsverlauf sehr stark vom Zeitpunkt der Diagnose abhängig, sodass eine allgemeine Voraussage dabei in der Regel nicht möglich ist. Die Lebenserwartung des Betroffenen wird durch diese Krankheit nicht verringert. In einigen Fällen kann auch der Kontakt zu anderen Betroffenen der Erkrankung sinnvoll sein, da es dadurch zu einem Austausch an Informationen kommt.

Das können Sie selbst tun

Eine Oligoasthenoteratozoospermie kann je nach Ursache und Ausprägung von den Betroffenen selbst behandelt werden. Liegen der Fruchtbarkeitsstörung Ursachen wie Übergewicht, Fehlernährung, Stress oder der Konsum von Genussmitteln wie Alkohol und Nikotin zugrunde, ist eine Umstellung der Lebensgewohnheiten notwendig. Sollten hormonelle Störungen oder Erkrankungen wie Tumoren, Diabetes mellitus oder ein Krampfaderbruch zugrunde liegen, so müssen diese zunächst behandelt werden. Bei psychischen Ursachen wie Stress ist körperliche Bewegung essenziell.

Oft benötigen die betroffenen Männer zudem therapeutische Unterstützung. Auch eine Paartherapie kann mögliche Konflikte in der Beziehung abbauen und dadurch unter Umständen auch zu einer Besserung der Spermienqualität beitragen.

Begleitend dazu müssen die betroffenen Männer regelmäßig zur ärztlichen Vorsorge gehen. Der Arzt wird die Qualität der Spermien in regelmäßigen Abständen prüfen und gegebenenfalls eine Unfruchtbarkeit diagnostizieren. In vielen Fällen gelingt durch eine konsequente Ursachenbekämpfung jedoch eine Besserung der Probleme. Welche Maßnahmen im Detail sinnvoll und notwendig sind, kann der Urologe beantworten. Wenn die Behandlung der möglichen Auslöser eine Besserung der Spermienqualität bringt, sind Alternativen wie eine künstliche Befruchtung oder eine Adoption in Betracht zu ziehen.

Schwanger trotz OAT-Syndrom

Bei uns hat es 5 Jahre gedauert bis ich endlich Schwanger war. Es war eine sehr harte Zeit. Weil immer irgendeine Schwester oder Schwägerin dann zum 2ten oder gar 3ten mal schwanger wurden und wir leider nicht. Es gab so viele Nächte in denen ich einfach nur verzweifelt geweint habe. Am Ende war es so schlimm dass ich bei der Kleinsten Körperlichen Veränderung fest mit einer Ss gerechnet habe und entsprechend am Boden zerstört war. Interessanterweise war der Ärztliche Befund für mich wie eine Befreiung. Ich hatte danach mit dem Thema irgendwie abgeschlossen. Ich hatte so die Gewissheit wenn Gott uns Kinder schenken will wird er es tun und wenn nicht ist das auch gut für uns. Aber es war nichts was ich mir einredete oder so. Ich hatte einfach diese Gewissheit. Das war keine Bewusste Entscheidung. Es war eher gestern noch total verzweifelt und heute total entspannt.
Naja und ich hätte auch nie mit nem zweiten oder dritten Kind gerechnet. Wir waren so dankbar für unser Wunder. Aber wir wurden überrascht und beschenkt. Und freuen uns sehr auf das dritte.
Ich wünsche dir alles gute. Und es ist ok die Hoffnung auch mal aufzugeben und auch mal vertweifelt und wütend zu sein. Es ist nun mal eine Situation in der wir uns eben auch oft Hilflos und Ohnmächtig fühlen und es ist gut das zuzugeben und auch zuzulassen. Es isr einfach immer gut ehrlich mit seinen Gefühlen zu sein und vorallem
sich selber nichts vor zu machen.
Lg issi

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„So können Sie nicht Vater werden“

Von Test zu Test schlechtere Werte: Wie es sich anfühlt, eingeschränkt zeugungsfähig zu sein

Uns beschlich dieSorge, für ein Kind könnte es vielleicht schon zu spät sein

BERLIN taz ■ „Hatten Sie Stress?“, war die Frage der Urologin, als sie die Ergebnisse meines zweiten Spermatests sah. Im Vergleich zum ersten, zwei Monate zuvor, waren die Werte für Menge, Beweglichkeit und Form meiner Spermien deutlich schlechter.

Ich hatte gerade eine anstrengende mehrwöchige Reise hinter mir. Schon auf dem Hinflug hatte ich mir eine fette Erkältung eingefangen, die ich auf der ganzen Reise nicht mehr loswurde. Als ich nur noch mit Schmerzen sprechen konnte, griff ich zu Antibiotika. So konnte ich alle Termine wahrnehmen, richtig gesund wurde ich allerdings während der Reise nicht mehr. Bei dem feuchtheißen Klima und dem vollen Programm erkältete ich mich immer wieder.

„So können Sie nicht Vater werden“, stellte die Ärztin trocken fest. „Kommen Sie in zwei Monaten wieder, wenn Sie sich und Ihre Spermien regeneriert haben. Dann machen wir einen neuen Test.“

Vor zweieinhalb Jahren hatten meine Freundin und ich aufgehört zu verhüten. Mehrmals waren wir sicher gewesen, dass sie jetzt schwanger sein müsste. Jedes Mal ein Irrtum. Die Enttäuschung wuchs von Mal zu Mal, der Sex wurde zunehmend vom Zyklus diktiert und bekam eine unentspannte Note. Meine Freundin wurde nervös und begann mit Mitte dreißig ihre biologische Uhr ticken zu hören. Sie zu beruhigen fiel immer schwerer. Ich selbst machte mir zunächst weniger Gedanken. Schließlich war es in einer früheren Beziehung schon einmal zu einer Schwangerschaft gekommen. Damals hatten wir uns für eine Abtreibung entschieden. Welche Ironie: Ohne Kinderwunsch war meine frühere Freundin schwanger geworden – trotz Verhütung. Und jetzt sollte es partout nicht klappen?

Nach zwei Jahren vergeblicher Versuche ging ich zum Arzt. Die Ergebnisse des ersten Spermatests waren schon unerfreulich, wenn auch nicht hoffnungslos. „Die Qualität ist nicht besonders gut“, lautete der Befund, „Menge und Beweglichkeit lassen zu wünschen übrig, die Zahl der Deformationen ist hoch.“ Ich wusste, dass bei Männern mit zunehmendem Alter die Spermaqualität immer weiter abnimmt. Aber alt hatte ich mich mit 43 Jahren bisher nicht gefühlt.

Und was bedeutet das Ergebnis nun konkret, fragte ich. Die Ärztin reagierte gelassen: „Sie sind zeugungsfähig. Aber Sie haben eine Oligo-Astheno-Terratozoospermie.“ Das so genannte OAT-Syndrom, erfuhr ich, ist eine der häufigsten Einschränkungen der Zeugungsfähigkeit bei Männern. Verlässliche Aussagen könnten die Ärzte erst nach drei Spermatests im Abstand von jeweils einigen Wochen machen.

Nach dem zweiten, dem schlechteren Ergebnis wuchsen die Zweifel an meiner Zeugungsfähigkeit. Den Kinderwunsch hielten wir erst einmal für unerfüllbar. Von technischen Möglichkeiten, die Trefferquote zu erhöhen, nahmen wir Abstand, bis die Qualität meines Spermas bei weniger Stress hoffentlich bald wieder besser würde. Doch zugleich beschlich uns die Sorge, für ein Kind könne es vielleicht schon zu spät sein. Der Stress ließ sich kaum reduzieren.

Wenig später, nach einem Kurzurlaub, dann doch die gute Nachricht: Wir waren schwanger. Wir konnten unser Glück kaum fassen. Doch gleich darauf machten wir uns schon wieder Sorgen: Wenn die Qualität der Spermien so schlecht ist – wirkt sich das auf die Gesundheit unseres Kindes aus? Die Ärzte beruhigten uns: Nur ein gesundes Spermium ist befruchtungsfähig. Das OAT-Syndrom reduziert nur die Wahrscheinlichkeit.

Heute denke ich, es war unsere letzte Chance. AXEL WAGNER

Verminderte Spermienqualität (OAT Syndrom)

Das OAT Syndrom (Oligo-Astheno-Teratozoospermie-Syndrom) beschreibt das Auftreten einer verminderten Spermienqualität beim Mann. Bei 50% der Kinderwunschpaare ist diese eingeschränkte Samenqualität der Grund für die Kinderlosigkeit. Man spricht bei Paaren von einer Infertilität oder auch Sterilität, wenn trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr innerhalb eines Jahres keine Schwangerschaft eingetreten ist. In mindestens der Hälfte der Fälle werden als Grund Fertilitätsstörungen auf Seiten des Mannes festgestellt. Die häufigste Ursache einer Unfruchtbarkeit beim Mann, ist dabei die unzureichende Produktion normal geformter und ausreichend beweglicher Samenzellen.

Wir führen Spermiogramm-Analysen nach WHO 2010 durch und bieten auch sehr kurzfristig Termine. Durch die hohe Anzahl an Kinderwunschbehandlungen an unseren Kliniken haben unsere Experten im IVF Labor besonders viel Erfahrung bei der Beurteilung und Befundung von Spermiogrammen.

Dabei sind folgende Faktoren für die Beurteilung der Samenqualität ausschlaggebend:

  • die Spermiendichte (Anzahl der Spermien pro Milliliter)
  • die Spermienbeweglichkeit (Mobilität)
  • die Spermienoptik (Morphologie)

Die Kinderwunschkliniken Wels und Wien sind Teilnehmer am Ringversuch der „Qualitätskontrolle der deutschen Gesellschaft für Andrologie (Männerheilkunde)“ (QuaDeGA).

Das Spermiogramm als Diagnosemethode

Um die entscheidenden Faktoren zur Quantität und Qualität der Spermien auszuwerten, wird ein sogenanntes Spermiogramm erstellt. Es zeigt eine Momentaufnahme der Samenqualität. Um sicherzustellen, dass ein korrektes Ergebnis der Samenprobe vorliegt, sollte das Spermiogramm jedoch wiederholt und das Ergebnis bestätigt werden.

Methoden zur Behandlung bei verminderter Spermienqualität

  • IUI: Bei nur leicht eingeschränkter Spermienqualität wird bei einer IUI aufbereiteter Samen mit Hilfe eines dünnen Katheters direkt in die Gebärmutterhöhle der Patientin eingebracht. Dies geschieht zum Zeitpunkt des natürlichen Eisprungs.
  • IVF: Bei nur leicht eingeschränkter Spermienqualität werden im Labor die bei der Follikelpunktion gewonnenen Eizellen und Spermien in einer speziellen Nährlösung zusammengefügt und die Spermien dringen selbstständig in die Eizellen ein und befruchten diese. Voraussetzung ist, dass die Samenqualität des Partners ausreichend gut ist, und so eine selbständige Befruchtung der Eizellen gewährleistet wird.
  • ICSI: Die ICSI Methode kommt zum Einsatz, wenn die männliche Samenqualität stark eingeschränkt ist, so dass keine selbständige Befruchtung der Eizellen durch den aufbereiteten Samen erfolgen kann, oder vorherige IVF Versuche nicht den gewünschten Behandlungserfolg gezeigt haben. Die Samenzellen werden bei der ICSI Methode unter dem Mikroskop speziell ausgewählt, einzeln in eine Mikropipette aspiriert und direkt in die bei der Punktion der Frau gewonnenen Eizellen injiziert.
  • TESE: Sind im Ejalukat keinerlei Spermien nachweisbar, ist es nach Urologischer Untersuchung und Beratung mitunter möglich, mittels einer TESE noch Befruchtungsfähige Spermien aus dem Hoden zu gewinnen. Dabei werden In einem chirurgischen Eingriff kleine Stücke Hodengewebe entnommen. Der Eingriff geschieht an unserer Klinik unter Sedo-Analgesie.

Im Falle der völligen Unfruchtbarkeit des eigenen Partners bieten wir eine Behandlung mit Spendersamen an. Wir verfügen über eine große Auswahl an Spendern aus unserer eigenen Samenbank. Unsere Spender werden sorgfältig ausgewählt, umfangreich getestet und erfüllen höchste Standards.

Schlechtes Spermiogramm verbessern, was tun?

Wie auch du deine Spermienqualität steigern kannst

Frauen wollen sich bei schwierigen Themen ja meist die Last von der Seele reden – Männer aber eher schweigen. So natürlich auch beim sensiblen Thema Spermienqualität, mit dem heutzutage immer mehr Paare mit unerfülltem Kinderwunsch spätestens nach dem negativen Fruchtbarkeitstest beim Andrologen oder in der Kinderwunschklinik konfrontiert werden… Hier findest du hilfreiche Informationen und 11 bewährte Tipps, wie auch du ein schlechtes Spermiogramm verbessern und deine Spermienqualität doch noch steigern könntest:

Inhalt dieser Seite

1 Dein schlechtes Spermiogramm verstehen, Chancen erkennen und richtig handeln 2 Eine kurze Erklärung der Symptome eines schlechten Spermiogramms 3 Sinkende Spermienanzahl bei Männern in Industrienationen wie Deutschland 4 Mögliche Ursachen für dein schlechtes Spermiogramm 5 11 Tipps, wie du dein schlechtes Spermiogramm verbessern kannst 6 Nahrungsergänzungsmittel und Hausmittel, um die Spermienqualität zu verbessern

Dein schlechtes Spermiogramm verstehen, Chancen erkennen und richtig handeln

Während die Frau oft viel über ihren Zyklus und ihre Hormonwerte weiß und sicher mit Abkürzungen wie AMH (Anti-Müller-Hormon �), FSH (Follikelstimulierendes Hormon) oder TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) jonglieren kann, geben mir Männer in meiner Praxis auf die Nachfrage „Und, wie steht´s um Ihre Spermienqualität?” meist eher knappe Antworten: So zum Beispiel „Bei mir ist soweit alles okay…” oder „Mein Spermiogramm ist nicht schlecht, sondern nur ein bisschen eingeschränkt. Da kann man halt nichts machen.”… Solche Antworten lassen eine große Spanne an nebulösen Vermutungen zu. Denn „Alles okay” kann auch bedeuten, dass die Fruchtbarkeit des Mannes SO GERADE NOCH im Rahmen der vor einigen Jahren übrigens herabgesetzten Normwerte eines guten Spermiogramms liegt. Viele der mir in meine Kinderwunschpraxis in Berlin mitgebrachten Spermiogramme zeigen mit ihren oft „kryptischen” Angaben dann jedoch häufig ein differenzierteres Bild: Denn nicht selten produziert der Mann leider zu wenig Spermien, oder es sind einfach viel zu wenig schnell bewegliche Spermien im Ejakulat vorhanden. Oder aber, die Anzahl der normal geformten Spermien ist zu gering. Häufig sogar auch alles zusammen! Ein richtig gutes Spermiogramm sehe ich in der Praxis leider selten… Oft wissen Männer auch kaum etwas darüber, wie ihre Spermien gebildet werden, oder dass jedes Spermium gewisse Reifestadien durchläuft und dafür 2 bis 3 Monate benötigt. TIPP: Ein schlechtes Spermiogramm will richtig interpretiert werden, um mögliche Chancen zu erkennen wie die Spermienqualität doch noch verbessert werden kann: Solange unterm Mikroskop „noch ein Spermium zappelt”, besteht zwar die Chance, dass die Kinderwunschklinik eine ICSI versuchen kann. Das reicht vielen Männern auch aus, um sich „in Sicherheit” zu wägen. Doch das „Zappeln” alleine sagt leider noch nichts über die Zeugungsfähigkeit des Spermiums aus. Auch ein sehr schlechtes Spermiogramm kann sich unter Berücksichtigung der Ursachen wieder verbessern. Und je mehr fittes und gesundes Sperma du produzierst, desto besser deine Zeugungsfähigkeit und umso höher die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft!

Eine kurze Erklärung der Symptome eines schlechten Spermiogramms

Für ein normales Spermiogramm definiert die Weltgesundheitsorganisation WHO als Referenzwert 15 Millionen Spermien pro ml beziehungsweise 39 Millionen pro Ejakulat (sogenannte Normozoospermie). Wobei mindestens 32% der Spermien beweglich sein sollten. Dabei wird die Beweglichkeit der Spermien (Motilität) in Abstufungen betrachtet. Um ein bisschen Licht in die kryptischen Begriffe zu bringen, habe ich für dich hier eine kurze Erklärung der Symptome eines schlechten Spermiogramms zusammengefasst:

1. Teratospermie (Zu wenig normal geformte Spermien)

Bei Teratospermie kann die Spermienanzahl pro ml kann zwar in Ordnung sein, aber es existieren zu wenig normal geformte Spermien (nicht gut ausgereift und damit nicht zeugungsfähig) und zu viele Spermien mit Unregelmäßigkeiten in der Morphologie (Zellaufbau): Kopfdefekte Spermien, Hals- oder Mittelstückdefekte, Hauptstückdefekte, Vakuolen in den Spermienköpfen (flüssigkeitsgefüllte Bläschen), Schwanzdefekte, …

2. Asthenozoospermie (Zu wenig schnell bewegliche Spermien)

Wird Asthenozoospermie diagnostiziert, dann liegt in der Spermienprobe ebenfalls zwar häufig eine normale Spermienanzahl pro ml vor, aber es sind in diesem Fall leider einfach zu wenig schnell bewegliche Spermien vorhanden (sog. „progressive Motilität”). Das heißt, die meisten Spermien bewegen sich nur wenig, nicht gradlinig oder gar nicht…

3. Oligozoospermie (Zu geringe Spermienanzahl)

Oligozoospermie bedeutet im Spermiogramm, dass die Spermaprobe zu wenig Spermien enthält (Spermienanzahl weniger als 20 Millionen Spermien pro ml).

4. Oligoasthenoteratozoospermie (Schlechte Spermienproduktion) | OAT-Syndrom

Oligoasthenoteratozoospermie (auch „OAT-Syndrom” genannt) ist die schlechteste Kombination aus Teratospermie, Asthenozoospermie und Oligozoospermie (s.o.).

5. Kryptozoospermie (Nur sehr wenig Spermien)

Findet man nur noch sehr wenig Spermien (weniger als 1 Million pro ml), dann spricht der Androloge, Urologe oder der Kinderwunscharzt von Kryptozoospermie.

6. Azoospermie (Gar keine Spermien)

Azoospermie ist ganz schlecht, denn dann findet man gar keine Spermien im Ejakulat.

Sinkende Spermienanzahl bei Männern in Industrienationen wie Deutschland

Seit einiger Zeit geistern Schlagworte wie „Spermienkrise” und „Werden Männer unfruchtbar?” durch die medizinische Fachliteratur, Internetforen und Kinderwunsch-Blogs. FAKT: Die durchschnittliche Spermienanzahl hat in den letzten 45 Jahren um mehr als 50% abgenommen! Einige Mediziner sehen darin eine beunruhigende Entwicklung der männlichen Fruchtbarkeit. Andere Forscher meinen: „Es sind ja immer noch gut 47 Millionen Spermien pro ml im Durchschnitt da. Das reicht doch, um eine Schwangerschaft zu erzielen.”. Nun ja, mag sein. Aber die Spermienanzahl allein ist ja nicht alles (siehe oben). Morphologie und Beweglichkeit der Spermien zu verbessern war leider nicht Bestandteil der Metaanalyse, auf der die Aussage zum Rückgang der Spermienanzahl basiert . Was sind die Gründe für diese fruchtbarkeitseinschränkende Entwicklung? Hat etwa die Evolution dafür gesorgt, dass heute zwar weniger aber dafür vielleicht hoch zeugungsfähige Spermien produziert werden – also eine Art „Effizienzanpassung”? Wohl kaum… Forschende Experten in der Reproduktionsmedizin halten sich meist bedeckt und meiden klare Aussagen oder gar Schuldzuschreibungen. Stattdessen formulieren sie gerne im Konjunktiv: Möglich seien Zusammenhänge zwischen Spermienqualität und Umwelteinflüssen. Gemeint sind Toxine und Lebensstil, wie zum Beispiel Handystrahlung und Übergewicht. FAKT: Die Abnahme der Spermienqualität und der Spermienanzahl betrifft vor allem die leistungsorientierten Männer in den modernen Industrienationen wie Deutschland beziehungsweise Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland. Aber warum ist das so?

Mögliche Ursachen für dein schlechtes Spermiogramm

Die Frage nach der Fruchtbarkeit stellt sich Paaren ja meist erst dann, wenn es trotz „Wollen und Wünschens” und vielem lustvollem Sex zum richtigen Zeitpunkt über mehrere Monate einfach nicht klappt mit dem Nachwuchs. Frauen reagieren dann in der Regel schneller und werden misstrauisch, während Männer sich noch lange mit „…das wird schon!” beruhigen. Auch wenn bislang häufig die Frau mit ihren älter werdenden Eizellen als Hauptursache für einen unerfüllten Kinderwunsch gesehen wird, gehen immer mehr Ärzte davon aus, dass die Ursachen mittlerweile zu 50% beim Mann zu suchen sind . Bleibt also die spannende Frage: Was genau bedroht die Spermienqualität und damit die männliche Fruchtbarkeit? TIPPS: Als mögliche Ursachen für ein schlechtes Spermiogramm sind einige Faktoren ja schon lange bekannt (z.B. Rauchen, Alkohol, Stress, Übergewicht). Deshalb möchte ich hier auf 3 spermienschädigende Ursachen hinweisen, die leider meist weniger Beachtung finden:

1. Schlechte Spermienproduktion durch urogenitale Entzündungen und Infektionen

Als eine der bisher kaum beachteten Ursachen für eine schlechte Spermienproduktion gelten unentdeckte urogenitale Entzündungen, die gemeinerweise nicht unbedingt heftige Symptome verursachen, sondern manchmal schon lange unbemerkt (also chronisch) vorliegen. Mittlerweile wird vermutet, dass dies bei 10% der Männer die Ursache für ihre Unfruchtbarkeit darstellt. „Hattest du mal eine Infektion?”. Das kann zum Beispiel eine jahrelang unbemerkte Chlamydien-Infektion � sein, die Mann sich „im Sturm und Drang eingefangen” hat und sich entweder damals nicht sofort bemerkbar gemacht hat oder die derart unspezifische Symptome verursachte, dass du sie nicht ernst nahmst und nicht zum Arzt gegangen bist… Da das Thema „sexuell übertragbare Infektion” mit Scham belastet ist, geht wohl niemand so schnell zum Arzt, nur „weil es irgendwie juckt oder beim Pippi brennt”… Urogenitale Infektionen können durch „aufsteigende Infektionen” verursacht worden sein (Erreger, die über die Harnröhre in den Körper gelangen). Oder aber, ein Erreger (Virus oder Bakterien) ist über den Blutweg in den Urogenitaltrakt „abgestiegen”. Das könnten zum Beispiel die Erreger der typischen Kinderkrankheit „Mumps” gewesen sein, als du ein kleiner Junge warst. Es gibt also aufsteigende und absteigende Infektionswege. Deshalb sind auch jene Männer leider nicht sicher, die bislang nur eine Partnerin im Leben hatten… PROBLEM: Man kann alte Infektionsschäden nicht einfach mit einem simplen Bluttest nachweisen, sondern nur per Hodenbiopsie (TESE). Schon allein die Vorstellung, dass eine Hohlnadel in das sensibelste der männlichen Körperteile (den Hoden) gestochen werden soll, um eine Gewebeprobe zu entnehmen, lässt die meisten Männer wohl eher freundlich abwinken. Bei 25% der Männer, die sich dieser Prozedur dennoch unterziehen, findet der Androloge dann diese fruchtbarkeitseinschränkenden Entzündungsschäden im Hodengewebe und hat damit die Erklärung für das negative Spermiogramm. In diesem Fall sind oft die Qualität und die Quantität der männlichen Spermien schlecht… Handelt es sich um eine akute Entzündung (zum Beispiel des Nebenhodens), dann greift diese nicht nur sehr häufig auch auf die Hoden über (sind einfach auch sehr nah beieinander), sondern dann ist auch eine schnell angesetzte antibiotische Therapie keine Garantie, dass nach Abklingen der Infektion nicht doch eine irreversible Störung der Keimzellen und damit der Spermienproduktion bestehen bleibt. Das schlägt sich dann in einem schlechten Spermiogramm zum Beispiel als Oligozoospermie nieder (siehe oben). FAZIT: Urogenitale Entzündungen sind leider nicht selten und bergen ein hohes Risiko, dass ihre fiesen Erreger die Spermienproduktion verschlechtern – und zwar dauerhaft.

2. Zu niedriger Testosteronspiegel durch Schmerzmittel wie Ibuprofen

Auch Männer mögen keine Schmerzen, selbst wenn „der Indianer keinen Schmerz kennt”, wie schon kleinen Jungs „glaubhaft” gemacht wird… Durch zu viel Stress und Termindruck auf Arbeit, Ärger mit Kollegen oder gar mit der Liebsten, eigenem Leistungsdruck sexuell gut „performen” zu wollen, Sorgen um die Gesundheit, weil Mann es nicht mehr zum Sport schafft und das schlechte Gewissen jeden Abend mit Alkohol niederkämpft, verliert auch der robusteste Organismus irgendwann seine Fähigkeit zur Selbstregulation und antwortet mit Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder Verdauungsproblemen, wie zum Beispiel mit Sodbrennen. Da ist es natürlich super, wenn ein netter Kollege mal eine Schmerztablette parat hat… ACHTUNG: Eines der meist verkauften Schmerzmittel – Ibuprofen – steht unter dringendem Verdacht, das hormonelle Gleichgewicht durcheinander zu bringen! Forscher fanden heraus, dass eine regelmäßige Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen über längere Zeit zu einem kompensierten Hypogonadismus führt . Während der Einnahme von Ibuprofen werden über hormonellem Wege die Keimzellen „herunter reguliert”, so dass auch weniger Spermien produziert werden. Die fein ausbalancierte Kommunikation zwischen der Hirnanhangdrüse (das „Headquarter” für die hormonelle Steuerung deines Körpers) und den Keimzellen ist ein immens bedeutsamer hormoneller Regelkreis, der für so wichtige Prozesse wie Stoffwechsel, Wachstum, Muskelmasse, Energie, Stimmung, Libido, Potenz und Zeugungsfähigkeit zuständig ist. „Hast du mal ne Schmerztablette für mich?”. Eine Einnahme von Ibuprofen über einige Wochen bewirkt vereinfacht gesagt, dass das Hormon Testosteron sinkt und damit zu einem zu niedrigen Testosterospiegel führt, und das Hormon LH (luteinisierendes Hormon – das bei Frauen den Eisprung auslöst) kompensatorisch steigt. Nun könntest du denken: „Vielen Dank für die Info, dann nehm ich halt ne Aspirin…”. Nein leider nicht, denn auch die Acetylsalicylsäure im ASS oder Aspirin bietet keine Alternative. Im Prinzip greift jedes Medikament in die psycho-neuro-immunologischen Regelkreise ein. Und auch Acetylsalicylsäure steht im Verdacht von Forschern als eine der Verantwortlichen für die generell sinkende Spermienzahl und die allgemein zunehmende Impotenz .

3. Schlechte Spermienqualität durch Umweltgifte und Phthalate (Weichmacher)

„Happy Hour” – Dein täglicher Giftcocktail… Fangen wir mal bei den Umweltgiften an, denen du ausgesetzt bist und die du nicht so ohne Weiteres selbst beeinflussen kannst: Da wäre zum Beispiel der Feinstaub, der in seiner Zusammensetzung toxische Stoffe wie Blei, Aluminium und Quecksilber enthält. Gerade in manchen Großstädten gibt es eine zunehmende Feinstaubbelastung (siehe Feinstaubatlas ), die im Verdacht steht, die Spermienqualität zu verschlechtern . Auch wenn man in der Studie wieder im Konjunktiv formuliert, so ist doch Fakt, dass Blei und Quecksilber hochgiftige Stoffe sind, die im Körper nichts Gutes verrichten. Die Quecksilberbelastung der Meeresfische hat übrigens ebenfalls in den letzten Jahren dramatisch zugenommen und landet somit auch in deinem Essen und schadet deiner Gesundheit und deiner Spermienqualität. Als weitere Übeltäter die die Spermienbildung behindern, gelten die Pestizide aus der Landwirtschaft, Nitrate im Trinkwasser und Weichmacher (Phthalate) in allen möglichen Produkten deines Alltags… Lass uns auf die Phthalate mal genauer schauen, denn da hättest du die Chance, deine Spermien vor den Toxinen DEP und DMP zu schützen. DEP (Diethylphthalat) und DMP (Dimethylphthalat) gehören zu den hormonell wirksamen Chemikalien, insbesondere wenn sie lange auf der Haut verbleiben. Das Problem: DEP und DMP finden sich zum Beispiel in Sonnencremes , Parfums, Haargel, Deos (z.B. im beliebten 8×4 Unity Fresh). Und diese Produkte bleiben ja nun mal eine gewissen Zeit auf der Haut. Phthalate finden sich auch in Lebensmittelverpackungen (die weiche Folie, die überall drum gewickelt ist) und in Tablettenüberzügen. Wenn du zum Beispiel bei Sodbrennen aufgrund des oben geschilderten Stress- Szenario mal eben eine „Omep” einwirfst, dann bekommst du den Weichmacher „frei Haus” mit dazu… Weichmacher die in den Körper gelangen erhöhen das Krebsrisiko, greifen in die hormonellen Regelkreise ein und haben eine sogenannte reproduktionstoxische Wirkung. Vom DEP weiß man, dass es die Struktur der Spermien-DNA verändert . Vor einigen Jahren kam die Diskussion um Bisphenol A in Trinkwasserflaschen aus Plastik auf, das sich daraus löst und mit dem Wasser getrunken wird. Mittlerweile sind die Flaschen zwar Bisphenol A frei, aber die Nachfolger-Stoffe sind nicht unbedingt besser!

11 Tipps, wie du dein schlechtes Spermiogramm verbessern kannst

Du siehst, deine Spermien leben zwar gefährlich und ihre Produktion ist leicht störbar. Es gibt aber keinen Grund, weiterhin zu denken: „Da kann man nix tun”! Abschließend möchte ich dir daher mit 11 bewährten Tipps, du dein schlechtes Spermiogramm verbessern kannst, ein paar Ideen für fruchtbarere Spermien mit auf den Weg zu deinem Wunschkind geben:

1. Reduziere deinen Stress

Ein schlechtes Spermiogramm durch Stress muss nicht sein! Kümmere dich um eine effektive Stressreduktion, denn Stress schwächt deine Spermien, und nur die Stress-Symptome zu bekämpfen ist nicht sinnvoll. “ 20 Tipps zur Entspannung bei Kinderwunsch

2. Höre mit dem Rauchen auf

Höre auf zu Rauchen, denn Nikotin ist erwiesenermaßen sehr spermienschädigend!

3. Verzichte auf Schmerzmittel

Wirf niemals gedankenlos Schmerzmittel ein (zum Beispiel bei einfachen Kopf- oder Rückenschmerzen). Geh besser an die frische Luft, und versuchs bei Kopfschmerzen mal mit Pfefferminzöl an den Schläfen oder mit Ingwer-Tee.

4. Meide hormonell wirksame Substanzen (Phthalate)

Verwende weniger Produkte, die hormonell wirksame Substanzen enthalten (unter anderem viele herkömmliche Kosmetikartikel wie zum Beispiel Deos, Parfums, Sonnenmilch u.v.m.). Und verzichte auf magensaftresistente Tabletten. Hier kannst du nachschaun, ob auch deine Kosmetikartikel Phthalate enthalten: “ www.codecheck.info

5. Vermeide Plastikflaschen

Trinke Wasser aus Glas- oder Edelstahlflaschen (möglichst „lebendiges” Quellwasser).

6. Achte auf eine gesunde Ernährung

Beschäftige dich mit gesunder Ernährung. Iss zum Beispiel mehr Tomaten! Denn das enthaltene Lycopin kann die Beweglichkeit der Spermien verbessern und damit deine Spermienqualität steigern (Auch Studien belegen eine Abnahme der schlechten Spermien ). Entdecke für dich den Spaß am gesunden Kochen. Und vermeide natürlich unbedingt übermäßigen oder auch nur regelmäßigen Alkoholkonsum! Falls dir leider die Zeit dazu fehlt, dich gesund und ausgewogen zu ernähren, dann solltest du dies zumindest durch eine gezielte Nahrungsergänzung zur Verbesserung deiner Spermienqualität ausgleichen (Tipps dazu findest du weiter unten).

7. Reduziere dein Übergewicht

Reduziere dein Übergewicht, denn Bauchfett hat eine hormonelle östrogenähnliche Wirkung und kann zu eingeschränkter Spermienproduktion und Unfruchtbarkeit führen.

8. Sorge für ausreichend Bewegung

Beweg dich genug! Bist du ein Sportmuffel? Dann geh einfach ein bisschen mehr zu Fuß, indem du zum Beispiel eine Bushaltestelle früher als sonst aussteigst. Nimm die Treppe statt den Aufzug. Und schaff dir vielleicht einen Schrittzähler an, denn das motiviert.

9. Vermeide Handystrahlung

Nimm das verdammte Handy aus der Hosentasche! Und falls du es nachts auch noch neben deinem Bett liegen hast, dann aktiviere wenigstens den Flugzeugmodus.

10. Lass dich auf Entzündungen und Infektionen untersuchen

Spätestens dann, wenn du mit deiner Frau in Kinderwunschbehandlung bist, sollte eine Infektions- und Entzündungsdiagnostik Bestandteil der Basisuntersuchungen sein.

11. Lass deinen Vitaminhaushalt und Mikronährstoffstatus checken

Lass vom Hausarzt deinen Vitaminhaushalt und Mikronährstoffstatus checken. Das ist zwar eine IGEL-Leistung, aber dann weißt du genau, welche Vitamine, Spurenelemente, Nahrungsergänzungsmittel und Kombipräparate für dich am besten geeignet sind. Die hier dargestellten Tipps, Anregungen und Ideen sind ganz klar nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was du für deine Spermien tun kannst. Aber ich will dich auch nicht überfordern, sondern deine Motivation wecken, achtsamer mit dir selbst umzugehen. In diesem Sinne: Mach dich auf den Weg, und dein Weg wird dich belohnen!

Nahrungsergänzungsmittel und Hausmittel, um die Spermienqualität zu verbessern

„Pimp my Sperm”: Vor allem dann, wenn die Fruchtbarkeit des Mannes nicht durch chronische Krankheiten oder körperliche Defekte eingeschränkt ist, kann eine sinnvolle Nahrungsergänzung die Spermienqualität verbessern und damit die Zeugungsfähigkeit steigern. Deshalb hab ich hier einige bewährte Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente und Hausmittel zusammengestellt, die ich auch Patienten in meiner Praxis regelmäßig empfehle.

1. Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung der Spermienqualität

Um die beste Wirkung von Nahrungsergänzungsmitteln zu erzielen, empfiehlt sich generell die Einnahme über einen längeren Zeitraum. TIPP: Wenn es wie hier um die Verbesserung der Spermienqualität geht, dann solltest du idealerweise schon mindestens 8 bis 10 Wochen vor eurem geplanten Zeitpunkt der Befruchtung der Eizelle damit beginnen. Denn Spermien benötigen circa 64 Tage zur Regeneration, um von ihrer Bildung über mehrere Reifestadien zum befruchtungsfähigen Spermium zu werden (Spermatogenese). • Das Spurenelement Zink kann die Spermienqualität verbessern und den Testosteronspiegel regulieren. • Das Spurenelement Selen kann die Spermabildung unterstützen und damit die Fruchtbarkeit des Mannes steigern. • Die B-Vitamine B6 und B12 können die Spermienzahl erhöhen und die Beweglichkeit der Spermien (Motilität) verbessern. Zudem schützt Folsäure (Vitamin B9) vor möglichen Gendefekten. • Vitamin D kann die Spermienqualität verbessern sowie die Spermienmenge und ihre Leistungsfähigkeit erhöhen. Darüber hinaus stärkt Vitamin D das Immunsystem und kann sogenannt „stille” Entzündungen lindern. • Das Antioxydans Vitamin E kann die Spermienqualität verbessern, da es die Spermienbildung anregt und die Anzahl sowie die Beweglichkeit der Spermien steigert. Zudem kann es die männliche Fruchtbarkeit erhöhen, indem es die Spermien vor einer Schädigung durch freie Radikale schützt. • Vitamin C stärkt die Außenhülle der Samenzellen. Das ist wichtig, da ein Vitamin-C- Mangel DNA-Schäden verursachen kann (Gendefekte und Schädigung des Erbgutes). • Kupfer kann kann den Energiestoffwechsel und das Immunsystem unterstützen sowie den Hormonspiegel und Hormonstoffwechsel stabilisieren. • Omega-3-Fettsäuren und L-Carnitin können die Beweglichkeit der Spermien verbessern (Motilität). • L-Arginin kann die Spermienanzahl erhöhen und die Spermienmotilität verbessern. • L-Histidin kann die Spermienproduktion verbessern. • L-Citrullin kann die männliche Potenz steigern. • Coenzym Q10 kann die Spermienqualität verbessern. • Macapulver kann die Spermaqualität verbessern und die Spermienanzahl erhöhen. • Chinesischer Raupenpilz und Ginseng können die Bildung der Spermien und des Testosterons unterstützen. • Safran und Bockshornklee gelten als 100% natürliche, weil rein pflanzliche Potenzmittel (frei erhältlich). ORTHOMOL FERTIL PLUS (360 Tabletten und Kapseln) Orthomol Fertil Plus könnte man wegen der Wirkstoffe und seinem Preis auch als „Mercedes Benz” der Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung der Spermienqualität bezeichnen. Es enthält die fruchtbarkeitssteigernden Mikronährstoffe Zink, Selen , Vitamin B6, Vitamin B9 (Folsäure), Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin C, Kupfer, L-Carnitin, Coenzym Q10 und Omega-3-Fettsäuren. • POSITIV: Sehr gute Kombination wichtiger Vitamine und Spurenelemente für die männliche Fruchtbarkeit. • NEGATIV: Die Kapseln enthalten leider den Farbstoff Titandioxid �, dem (wie auch in vielen anderen Medikamenten) das Krebsrisiko steigernde Nebenwirkungen nachgesagt werden. Bitte informiere dich und wäge deine Chancen mit dem eventuellen gesundheitlichen Risiko gut ab. Oder teste für dich zum Beispiel erstmal die Wirkung von rein natürlichen Präparaten (siehe weiter unten). Eine Packung Orthomol Fertil Plus enthält 270 Tabletten und 90 Kapseln und reicht bei der empfohlenen Dosierung für circa 90 Tage (12 Wochen). Eine Tagesration besteht aus 3 Tabletten und 1 Kapsel und kostet umgerechnet circa 1,14 Euro. “ Mehr Infos & Erfahrungen zu Orthomol Fertil Plus auf Amazon.de* � (€ 102,51) MASCUPRO FERTILITÄT (180 Kapseln) MascuPRO Fertilität für den Mann ist eine günstigere Alternative zu Orthomol Fertil Plus. Es enthält die Wirkstoffe Zink, Selen, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B9 (Folsäure), Vitamin B12, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin C, L-Arginin, L-Carnitin und Coenzym Q10. • TIPP: Auch MascuPRO Fertilität ist leider nur in Kapseln erhältlich, die Titandioxid enthalten (Hinweis siehe oben). Sie lassen sich jedoch recht einfach öffnen, um dieses Nahrungsergänzungsmittel als Pulver zum Beispiel in Getränke eingerührt einzunehmen. Eine Packung MascuPRO Fertilität enthält 180 Kapseln und reicht bei der empfohlenen Dosierung für circa 90 Tage (12 Wochen). Eine Tagesration kostet im Preisvergleich somit circa 0,61 Euro. “ Mehr Infos & Erfahrungen zu MascuPRO Fertilität auf Amazon.de* � (€ 54,95) NATURTREU HELDENKRAFT MACA (90 Kapseln) NATURTREU Heldenkraft Maca Kapseln kombinieren viele hochdosierte natürliche Wirkstoffe mit fruchtbarkeitsunterstützenden Spurenelementen. Sie enthalten Macapulver aus Wurzelextrakt, chinesisches Raupenpilz-Fruchtkörperextrakt, Ginseng, Safran, Bockshornkleesamenpulver sowie Zink, Selen, L-Histidin und L-Citrullin. • POSITIV: Überwiegend pflanzliche Inhaltsstoffe (vegan) und ohne gesundheitsschädliche Substanzen (allergenfrei, keine Gentechnik) zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Eine Dose NATURTREU Heldenkraft Maca enthält 90 Kapseln. Die Tagesration kostet somit umgerechnet circa 0,67 Euro. • TIPP: Bei der empfohlenen Einnahme von täglich 3 Kapseln reicht eine Dose „Heldenkraft” im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Präparaten leider nur für circa 30 Tage (4 Wochen). Wenn du wie oben empfohlen bereits frühzeitig mit der Einnahme dieses Nahrungsergänzungsmittels beginnst (8 bis 10 Wochen vorher), dann solltest du also nicht vergessen, rechtzeitig nachzubestellen oder gleich zwei Artikel kaufen. “ Mehr Infos & Erfahrungen zu Heldenkraft Maca auf Amazon.de* � (€ 19,99) GSE MÄNNER VITAL COMPLEX (60 Tabletten) GSE Männer Vital Complex ist ein preiswertes und dabei zu 100% biologisches Nahrungsergänzungsmittel zur Versorgung des Körpers mit ausschließlich aus Pflanzen gewonnenen Vitaminen und Mikronährstoffen. Dies ist sehr innovativ, da die Inhaltsstoffe der meisten anderen Ergänzungsmittel synthetisch hergestellt werden. Es enthält die fruchtbarkeitsstärkenden Wirkstoffe Zink, Selen, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B9 (Folsäure), Vitamin E und Vitamin C. • POSITIV: Dieses, unter anderem die Spermienproduktion anregende Nahrungsergänzungsmittel enthält ausschließlich Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aus natürlichen Pflanzenextrakten in kontrollierter Bio-Qualität und keinerlei synthetische Farb- oder Zusatzstoffe. Eine Dose GSE Männer Vital Complex enthält 60 Tabletten und reicht damit bei der empfohlenen Dosierung für circa 60 Tage (8 Wochen). Eine Tagesration kostet umgerechnet circa 0,50 Euro. “ Mehr Infos zum GSE Männer Vital Complex auf Amazon.de* � (€ 29,90)

2. Hausmittel zur natürlichen Linderung von Kopfschmerzen

Ätherische Öle können Kopfschmerzen und Anspannung auf natürliche Weise lindern und im Gegensatz zu Schmerztabletten darüber hinaus auch konzentrationsfördernd wirken: PRIMAVERA HEALTH&WELLNESS ROLL-ON KLARER KOPF (10 ml) Die Natur bietet oft die beste Medizin. Die biologisch-ätherischen Öle von Primavera Health&Wellness Roll-On Klarer Kopf wirken erfrischend und konzentrationsfördernd: Das enthaltene Pfefferminzöl fördert die Konzentrationsfähigkeit und verleiht Energie. Rosmarinöl schärft das Denkvermögen. Pfefferminzwasser belebt Haut und Sinne. “ Mehr Infos & Erfahrungen zum Roll-On Klarer Kopf auf Amazon.de* � (€ 12,04)

3. Medien zur Spermienqualität, Stressabbau und Steigerung der Fruchtbarkeit

NICHTSCHWIMMER (Buch, Kindle-Edition, Audio-Book) Pflege deine Psyche und verlerne nicht (auch mal über dich selbst) zu lachen! Nichtschwimmer ist ein informatives und zugleich humorvolles Buch beziehungsweise Audiobook (3 CDs) über einen Mann mit Kinderwunsch, der vom Urologen erfährt, dass seine Spermienqualität zu schlecht ist. Und dann beginnt seine Odyssee an Fruchtbarkeitstherapien… “ Mehr Infos & Erfahrungen zu Nichtschwimmer auf Amazon.de* � (€ 7,99) DIE QUELLE DER LEBENSKRAFT (MP3-Download) Die Quelle der Lebenskraft ist eine von mir entwickelte spezielle Meditations- und Hypnoseübung für den gezielten Stressabbau und die Steigerung der Zeugungsfähigkeit (MP3-Download). “ Die Quelle der Lebenskraft anhören (€ 9,99)

4. Phthalatfreie Trinkflaschen für unterwegs und auf Arbeit

KLEAN KANTEEN REFLECT (800 ml) Klean Kanteen Reflect ist eine absolut schadstofffreie Flasche zum unkaputtbaren Mitnehmen für unterwegs und fürs Büro und dabei wesentlich leichter und robuster als eine Glasflasche. “ Mehr Infos & Erfahrungen zu Klean Kanteen auf Amazon.de* � (ab € 30,81) * Wenn du ein Produkt über einen der Links kaufst, dann erhalte ich eine kleine Provision, mit der du den Betrieb meiner Webseite unterstützt. Dein Kaufpreis erhöht sich dadurch natürlich nicht. Herzlichen Dank! TIPP: Hier findest du bei Interesse einen kleinen Bericht zu einem Spermientest für zuhause und Infos über weitere Kinderwunsch-Hilfsmittel zum Schwanger werden.

Weiterführende Informationen zur Spermienqualität etc.

Die Spermienzahl sinkt vor allem in westlichen Ländern “ www.aerzteblatt.de/Spermienzahl � Ibuprofen alters human testicular physiology “ www.pnas.org � Urogenitale Infektionen als Risiko für männliche Unfruchtbarkeit “ www.aerzteblatt.de/Urogenitale-Infektionen � Feinstaub setzt die Spermienqualität herab “ www.aerzteblatt.de/Feinstaub � Auch in Sonnencreme: Oft enthält Kosmetik schädliche Phthalate “ www.nachhaltigleben.ch � Phthalate: Innovation mit Nebenwirkung “ www.aerzteblatt.de/Phthalate � (Artikel als PDF-Datei) The Relationship between Environmental Exposures to Phthalates and DNA „� (Artikel als PDF-Datei) Feinstaubatlas Deutschland (Aktuelle Luftdaten in deiner Region) “ www.umweltbundesamt.de � STUDIENERGEBNIS: Warum Männer mehr Tomatenmark essen sollten “ www.fitbook.de �

Infertilität des Mannes (1/3): Ursachen der Unfruchtbarkeit

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  • Infertilität des Mannes (1/3): Ursachen
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  • Infertilität des Mannes (3/3): Therapie

Zusammenfassende Literatur Infertilität: (Derouet, 1999) (Hendry u.a., 2001), Leitlinien der EAU: (Jungwirth u.a., 2016).

Definitionen und Epidemiologie der Infertilität

Die Infertilität ist eine variabel definierte Erkrankung mit entsprechend unterschiedlichen epidemiologischen Daten. Meistens wird die Infertilität als das Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr über 1 oder 2 Jahre definiert. Die Verwendung des Zeitraums von einem Jahr führt zu einer gewissen Überdramatisierung (mit Gefahr der Überdiagnose und Übertherapie), da ein erheblicher Anteil der Frauen, welche im ersten Jahr nicht schwanger wurden, im folgenden Jahr schwanger werden.

Die alte Unterscheidung zwischen Sterilität (Unmöglichkeit, ein Kind zu zeugen) und Infertilität (Unmöglichkeit, ein Kind auszutragen) besteht in der modernen Literatur nicht mehr, beide Begriffe werden synonym nebeneinander verwendet. In Prävalenzstudien bestehen erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Dauer des unerfüllten Kinderwunsches (1–2 Jahre vs. lebenslang), der Datenerhebung (Fragebogen vs. prospektiv), der Erfolgsziele (Schwangerschaft vs. Lebendgeburt), des Beziehungsstatus und der Ausschlusskriterien (Gurunath u.a., 2011). Im klinischen Alltag ist es praktikabel, die Infertilität in Abhängigkeit des Zeitraums des unerfüllten Kinderwunsches und der Chancen für eine Schwangerschaft zu beurteilen (Gnoth u.a., 2005).

Unerfüllter Kinderwunsch:

Der unerfüllte Kinderwunsch ist das Ausbleiben einer Schwangerschaft nach sechs Menstruationszyklen trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Prävalenz beträgt ungefäht 20%, man spricht auch von leichter Subfertität. Die Hälfte dieser Paare werden in den nächsten sechs Zyklen eine Schwangerschaft erreichen.

Erhebliche Subfertilität:

Erhebliche Subfertilität bedeutet das Ausbleiben einer Schwangerschaft nach zwölf Menstruationszyklen trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr, dies entspricht einer häufigen klinischen Definition von Sterilität oder Infertilität. Die Prävalenz beträgt ungefäht 10%. Etwa die Hälfte der Paare hat innerhalb von 36 Monaten die Aussicht auf eine Spontankonzeption, die andere Hälfte leidet unter Infertilität (nur noch sporadische Aussicht auf eine Konzeption).

Sterilität und Infertilität:

Etwa 5% der Paare mit Kinderwunsch werden auch nach 48 Monaten ungeschützten Geschlechtsverkehr keine Schwangerschaft erreichen, man spricht auch von definitiver Infertilität oder Sterilität. Es existieren nur noch sporadische Aussichten auf eine Konzeption (Gnoth u.a., 2005).

OAT-Syndrom:

Oligo-Astheno-Teratozoospermie Syndrom. Häufig gestellte Diagnose anhand eines Spermiogramms mit zu wenig, zu gering beweglichen und zu vielen pathologisch geformten Spermien. Siehe Abschnitt Spermiogramm und Diagnostik.

Sertoli cell-only Syndrom:

Das Sertoli cell-only Syndrom (SCOS) ist eine pathologische Diagnose anhand einer Hodenbiopsie bei Patienten ohne Nachweis einer Spermatogenese.

Ursachen (Ätiologie) der Infertilität

Bei Paaren mit Infertilität sind in 30% männliche Faktoren zu identifizieren; weibliche Ursachen der Infertilität beinhalten Ovulationsstörungen (25%), Tubenerkrankungen (20%), uterine or peritoneale Erkrankungen (10%). In etwa 40% sind männliche und weibliche Faktoren für Infertilität vorhanden, in 25% der Fälle sind keine Ursachen zu finden.

Unerklärte Infertilität:

In 25% der Fälle kann keine Ursache für Infertilität bei Mann und Frau gefunden werden (engl. unexplained infertility). Voraussetzungen für die klinische Diagnose ist die Subfertilität (12 Monate unerfüllter Kinderwunsch) und normale Standarduntersuchungen (Spermiogramm, Tubendurchgängigkeitstest und Untersuchung der Ovulation). Die Prognose ist günstig, etwa 50% der Paare werden innerhalb der nächsten 12 Monate eine Schwangerschaft erreichen, weitere 12% im folgenden Jahr (Gelbaya u.a., 2014).

Das Alter der Frau:

Das Alter der Frau ist ein Risikofaktor für Subfertilität, siehe Tab. Alter der Frau und Schwangerschaftsraten. Weiterhin ist das Alter der Frau ein Risikofaktor für den Erfolg der assistierten Reproduktionstechniken.

Chromosomale und genetische Krankheiten mit Infertilität des Mannes:

Etwa 20% der azoospermen Männer haben genetische oder chromosomale Ursachen, davon ist das Klinefelter-Syndrom am häufigsten.

  • Chromosomale Erkrankungen:
    • Klinefelter-Syndrom: numerischen Sexchromosomabberation mit einem zusätzlichen X-Chromosom (47,XXY) mit Azoospermie und hypergonadotropen Hypogonadismus.
    • 46XX-Männer haben ebenfalls eine Azoospermie durch die fehlende Keimzellproduktion.
    • Die chromosomale balancierte Translokation ist ein Austausch von Chromosomenarmen ohne Verlust von Genmaterial . Männer mit balancierter Translokation sind i.d.R. beschwerdefrei, haben häufig eine gestörte Fertilität (Oligozoospermie bis Azoospermie), da die Meiose durch die Translokation behindert wird. Wenn eine Fertilität vorliegt, besteht eine hohes Risiko von befruchteten Eizellen mit unbalancierter Translokation (sehr hohe Fehlgeburtenrate, behinderte Kinder).
  • Genetische und angeborene Erkrankungen:
    • Y-chromosomale Mutationen des Azoospermie-Faktors: Mutationen von AZFa+b führen zur Azoospermie, histologisch liegt im Hoden ein Sertoli cell-only Syndrom vor. Bei Mutationen von AZFc besteht noch eine geringe Spermatogenese mit entweder Azoospermie oder Oligozoospermie, sodass Spermien für eine ICSI entweder im Ejakulat oder in der Hodenbiopsie gefunden werden können.
    • minimales oder partielles Androgeninsensitivitätssyndrom
    • 5α-Reduktase-Mangel
    • adrenogenitales Syndrom.
    • Genetisch bedingte bilaterale Aplasie des Vas deferens (CBAVD) durch Mutationen des CTFR-Gens
    • Angeborener hypogonadotroper Hypogonadismus inkl. Kallmann-Syndrom

Balancierte Translokation zwischen zwei Chromosomen ohne Verlust von Genmaterial. Wenn die Chromosomen während der Spermatogenese im Rahmen der Meiose aufgeteilt werden, entstehen zwei Spermatogonien mit normalen haploiden Chromosomensatz und zwei Spermatogonien mit unbalancierten haploiden Chromosomensatz.

Hormonstörungen:

Je nach Ausprägung der Hormonstörung entsteht eine Subfertilität bis hin zu einer Azoospermie.

Hypogonadismus:

Siehe Abschnitt Hypogonadismus.

Weitere Hormonstörungen und Infertilität:

Östrogenüberschuss (Leberzirrhose, Adrenokortikales Karzinom, Hodentumoren), Androgeneinnahme (meist Sportler), Hyperprolaktinämie, Hyperkortisolismus, Hyperthyreose oder Hypothyreose.

Schwere Systemerkrankungen:

führen u.a. zu einem primären Hypogonadismus und zur Infertilität (z.B. Leberzirrhose, Niereninsuffizienz oder Herz-Kreislauferkrankungen).

Testikuläre Ursachen der Unfruchtbarkeit:

Neben Ursachen des primären Hypogonadismus verursachen auch testikuläre Erkrankungen ohne Hypogonadismus eine Infertilität.

Testikuläre Schädigung durch Toxine oder Medikamente:

Strahlentherapie, Chemotherapie, Ketoconazol, Kalziumkanalblocker, Cimetidin, Spironolacton, Valproinsäure, Allopurinol, Alpha-Blocker, trizyklische Antidepressiva, Drogen.

Kryptorchismus:

Die Ursache für die Keimzellschädigung bei Kryptorchismus ist unklar (genetische Faktoren, Hyperthermie) Eine frühzeitige Orchidopexie (vor dem zweiten Lebensjahr) ist wichtig, um das Risiko für eine spätere Infertilität zu reduzieren.

Hodentumoren:

Sowohl Keimzelltumoren oder Stromazelltumoren können die Ursache einer Infertilität sein. Vermutet werden gemeinsame ätiologische Faktoren für die Schädigung des Keimepithels. Zusätzlich kann die Hormonproduktion von Tumoren zu einer Infertilität führen.

Varikozele:

Die Varikozele verschlechtert die Spermienqualität durch Reflux von katecholaminhaltigen venösen Blut mit reaktiver Vasokonstriktion, weiterhin erhöhte Hodentemperatur durch erhöhte Durchblutung, venöse Stase und verminderte Testosteronproduktion durch Leydig-Zellen. Die Bedeutung der Varikozele bei männlicher Unfruchtbarkeit ist umstritten.

Entzündungen:

Mumps-Orchitis, Hodenabszedierung oder Infektion bei bakterieller Epididymitis.

Mechanische Faktoren:

Hodentorsion oder Verletzungen des Hodens. Es besteht die Gefahr der immunologischen Schädigung der kontralateralen Seite.

Anorchidie:

angeboren oder erworbener Verlust beider Hoden.

Posttestikuläre Ursachen:

Eine beidseitige Erkrankung der Samenwege führt zur Infertilität (obstruktive Azoospermie).

Fehlbildungen und Unfruchtbarkeit:

Genetisch bedingte bilaterale Aplasie des Vas deferens (CBAVD), Aplasie von Nebenhoden oder Samenblasen durch Mutationen des CFTR-Gens.

Young-Syndrom:

COPD, chronische Sinusitis und obstruktive Azoospermie. Die Ursache ist wahrscheinlich eine abnorme ziliäre oder muköse Funktion.

Obstruktion der Ductus ejaculatorii:

durch Utrikuluszysten, Infektionen, Prostatasteine, Fibrosen, Spermatozelen, bei ADPKD…

Erworbene Obstruktion:

Vasektomie (5 % wünschen nach Vasektomie eine operative Reanastomose), Hernienchirurgie, Epididymitis.

Spermienfunktionsstörungen als Ursache der Unfruchtbarkeit:

fehlerhafte Spermiengeißel oder Reifungsdefekte der Spermien.

Immobile Spermiengeißel:

heterogene Gruppe von Erkrankungen mit fehlerhaftem Aufbau der Spermiengeißel: Defektes Dynein, Kartagener-Syndrom (Situs inversus, Bronchiektasen, Sinusitis), Usher-Syndrom (Retinitis pigmentosa, Taubheit), …

Reifungsdefekte der Spermien:

meist durch Erkrankungen des Nebenhodens oder nach Reanastomose nach einer Vasektomie.

Immunologische Ursachen der Infertilität:

Antikörper gegen Spermien werden durch die Blut-Hoden-Schranke verhindert. Nach Hodentrauma, Hodentorsion oder Vasektomie werden vermehrt Antikörper gegen Spermien gebildet. Die Häufigkeit von autoimmuner Infertilität wird auf 10 % geschätzt. Eine weitere Möglichkeit der immunogenen Infertilität sind Isoantikörper der Frau gegen Spermien.

Iatrogene Faktoren der Infertilität:

Chemotherapie, Strahlentherapie, Medikamente (Zytostatika, Immunsuppressiva, Kortikoide, Antidepressiva, Metoclopramid, Antibiotika, Antiepileptika), Samenstrangverletzung nach Herniotomie.

Weitere Risikofaktoren für Infertilität:

Schwerer Nikotin- oder Alkoholabuses.

Sexuelle Störungen und Unfruchtbarkeit:

Falscher Zeitpunkt, falsche Frequenz oder falsche Sexualpraktiken können die Ursache für Infertilität sein, weiterhin auch Vorzeitige Ejakulation, retrograde Ejakulation und fehlende Ejakulation (Querschnittslähmung).

Varikozele Suchen Infertilität (2/3)

Weitere Information: Spermiogramm nach WHO-Kriterien.

Sachregistersuche: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Literatur Infertilität

Derouet 1999 DEROUET, H.: Abklärung und Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch.
In: Urologe A
38 (1999), S. 380–387
Gurunath, S.; Pandian, Z.; Anderson, R. A. & Bhattacharya, S. Defining infertility–a systematic review of prevalence studies.
Hum Reprod Update 2011, 17, 575-588
Gnoth, C.; Godehardt, E.; Frank-Herrmann, P.; Friol, K.; Tigges, J. & Freundl, G. Definition and prevalence of subfertility and infertility.

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