Niesen in der schwangerschaft

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Schwanger? Das passiert mit deinem Baby, wenn du niesen musst

Es ist ein Moment, auf den jede Schwangere sehnsüchtig wartet: Das erste Mal die Bewegungen des Kindes im Bauch zu spüren. Erst fühlt es sich an wie ein zartes Flattern, später werden die Tritte der kleinen Füßchen deutlicher spürbar.

Doch wie spürt das Kind eigentlich die Bewegungen seiner Mutter? Was geschieht mit ihm, wenn sie zum Beispiel lacht, einen Schluckauf hat oder niesen muss?

In diesem Video ist es genau zu sehen:

Niedlich, oder? Doch man fragt sich unwillkürlich: Tut das dem Baby auch sicher nicht weh?

Die kalifornische Frauenärztin Dr. Kameelah Philipps gibt diesbezüglich in einem Interview mit Romper Entwarnung:

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„Du musst keine Sorge haben, wenn du während der Schwangerschaft niesen musst. Niesen löst einen kurzen, vorübergehenden Anstieg des Drucks im Unterleib aus. Die dicke Muskelschicht der Gebärmutter und das umgebende Fruchtwasser bilden für das Baby jedoch ein exzellentes Polster gegen diesen erhöhten Druck.“

Das Baby kommt also nicht zu Schaden. Vielmehr wird es im Bauch einfach ein wenig gewippt. Und das nicht nur beim Niesen! Für Psychology Today schildert Janet DiPietro, Psychologin der Johns Hopkins University in Baltimore, USA, was im Bauch los ist, wenn die Mutter lacht:

„Wenn wir das Baby auf dem Ultraschall anschauen und die Mutter zu Lachen anfängt, sehen wir wie der Fötus, der ja kopfüber im Bauch liegt, auf seinem Köpfchen hoch und runter hüpft, bum-bum-bum, als würde er auf einem Trampolin hüpfen.

Wenn die Mütter das sehen, lachen sie noch mehr und der Fötus hüpft noch schneller auf und ab. Wir haben uns gefragt, ob das der Grund dafür ist, dass manche Menschen später so gern Achterbahn fahren.“

Probiert es doch beim nächsten Ultraschall einmal aus! Einfach herzlich lachen und zuschauen, was passiert.

Lachen ist ja schließlich gesund – und dein Baby könnte die Mini-Achterbahnfahrt sogar richtig genießen.

Schnupfen in der Schwangerschaft

Ursachen von Schnupfen in der Schwangerschaft

Bei Schnupfen in der Schwangerschaft (Schwangerschaftsrhinitis), sind zunächst viele verschiedene Ursachen denkbar – grundsätzlich dieselben Schnupfen-Ursachen wie bei Nichtschwangeren auch. Dazu gehören vor allem Schnupfen bei Erkältung in der Schwangerschaft (v.a. durch Schnupfenviren) sowie Ursachen von chronischem Schnupfen (z.B. Allergien, Reizstoffe). Daneben gibt es eine chronische Form von Schnupfen in der Schwangerschaft, die durch hormonelle Umstellungen auftritt: Den Schwangerschaftsschnupfen. Verschiedene Schnupfenformen können in der Schwangerschaft alleine auftreten oder sich überlagern.

Warum haben Schwangere so häufig Schnupfen?

Viele Frauen leiden – verglichen mit der Zeit in der keine Schwangerschaft vorlag – häufiger an Schnupfen in der Schwangerschaft. Zum einen liegt das daran, dass Schwangere vergleichsweise anfälliger für Erkältungsschnupfen sind, da ihr Immunsystem im Durchschnitt etwas schlechter in der Lage ist Erreger abzuwehren, als das Immunsystem von nichtschwangeren Frauen. Immerhin hat der Körper eine Schwangerschaft auszutragen, so dass den Abwehrkräften relativ weniger Ressourcen zur Verfügung stehen. Zum anderen ist der durch hormonelle Umstellungen ausgelöste Schnupfen in der Schwangerschaft, relativ weit verbreitet.

Die richtige Behandlung in der Schwangerschaft

Nur weil ein Schnupfen-Mittel, -Medikament oder -Hausmittel vor der Schwangerschaft erfolgreich und sicher angewendet werden konnte, heißt das nicht in jedem Fall, dass die Anwendung auch im schwangeren Zustand in Frage kommt. Schwangere sollten daher dem Einsatz sämtlicher Maßnahmen zur Heilung oder Linderung von Schnupfensymptomen grundsätzlich kritisch gegenüber stehen. Vor der Anwendung selbst von rezeptfrei erhältlichen Medikamenten oder Hausmitteln sollte bei Schnupfen in der Schwangerschaft daher besser immer der Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder der Hebamme eingeholt werden. Wer Mittel gegen Schnupfen in der Schwangerschaft einnehmen möchte, sollte darüber hinaus unbedingt alle Packungsbeilagen gründlich lesen und auf Warnhinweise zur Verwendung in der Schwangerschaft durchsuchen. Auch hier gilt: Im Zweifel lieber mit einem Experten Rücksprache halten! Für die verschiedenen Ursachen von Schnupfen in der Schwangerschaft stehen zahlreiche sichere Behandlungsmethoden zur Auswahl (Schwanger und Schnupfen – Was hilft?).

SCHNUPFENBEHANDLUNG VORAB MIT DEM PROFI PLANEN

Besonders praktisch ist der Rat in der Schwangerschaft bei Schnupfen vor der Anwendung jeglicher Behandlungsmaßnahmen immer einen Gesundheitsexperten zu konsultieren oft nicht. Viele Schnupfenerkrankungen kommen plötzlich und sind furchtbar lästig, so dass den meisten Schwangeren an einer schnellen Behebung ihres Problems gelegen ist. Wer hat schon die Geduld vorher beim Gesundheitsexperten nachzufragen? Die Versuchung einfach zum gewohnten und vor der Schwangerschaft durchaus bewährten Mittel zu greifen ist oft groß. Leider ist es in der Schwangerschaft aber unumgänglich selbst bei der Behandlung von relativ harmlosen Erkrankungen den Rat des Gesundheitsexperten hinzuzuziehen, wenn man auf der sicheren Seite sein will. Um beispielsweise beim Aufziehen des nächsten Erkältungsschnupfens nicht vollkommen handlungsunfähig zu sein, empfiehlt sich erfahrungsgemäß die möglichen, schwangerschaftsfreundlichen Behandlungen bereits vorab mit einem Arzt oder erfahrenen Heilpraktiker zu besprechen.

MÖGLICHST SCHONEND BEHANDELN

Für optimales Wohlbefinden von Mutter und Kind ist es erfahrungsgemäß ratsam möglichst schonenden Mitteln und Hausmitteln gegen Schnupfen in der Schwangerschaft den Vorzug zu geben, wie beispielsweise ausgewählten Homöopathika, Hausmitteln oder Salzwasser. Abschwellendes Nasenspray in der Schwangerschaft und andere starke Medikamente sollten dagegen wenn möglich vermieden werden. Grundsätzlich ist es wichtig, vor der Verwendung von Mitteln und Medikamenten gegen Schnupfen in der Schwangerschaft, eine besonders sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung zu machen.

URSACHENGERECHTE BEHANDLUNG

Verschiedene Formen von Schnupfen in der Schwangerschaft erfordern zumindest zum Teil ganz verschiedene Therapiemaßnahmen:

  • Schnupfen bei Erkältung in der Schwangerschaft (durch Schnupfenviren bedingt),
  • Schwangerschaftsschnupfen (hormonell bedingt),
  • Allergischer Schnupfen in der Schwangerschaft (ausgelöst durch verschiedene Allergene),
  • Vasomotorischer Schnupfen in der Schwangerschaft (verursacht durch Reizstoffe in der Umwelt oder psychische Belastungen),
  • Seltene Ursachen für Schnupfen in der Schwangerschaft (andere Infektionskrankheiten, Fremdkörper, Verletzungen, Tumore etc.).

UNERLAUBTE MITTEL BEI DER BEHANDLUNG

Die Behandlung von Schnupfen in der Schwangerschaft muss mit Methoden und Mitteln erfolgen, die bei Schnupfen in der Schwangerschaft zulässig und weder schädlich für Mutter noch Kind sind – das gilt sowohl für die Art der Methoden und Mittel als auch deren Dosierung beziehungsweise Dauer der Anwendung und insbesondere für Schnupfen in der Frühschwangerschaft, da sich in dieser Phase wichtige Strukturen und Organe beim Kind entwickeln. Vorsicht: Unerlaubte Mittel gegen Schnupfen in der Schwangerschaft können auch rezeptfrei erhältlich oder unter den Hausmitteln zu finden sein.

BESONDERE BEDINGUNGEN

Die Behandlung von Schnupfen in der Schwangerschaft muss auf eventuelle Grunderkrankungen oder besondere Bedingungen eingestellt sein (z.B. Risikoschwangerschaften, Grunderkrankungen der Schwangeren, Schwangerschaftsdiabetes, Komplikationen bei vorherigen Schwangerschaften, Mehrlingsschwangerschaften). Werden diese besonderen Bedingungen bei Schnupfen in der Schwangerschaft nicht beachtet ist das Wohl von Mutter und Kind möglicherweise in Gefahr. Vor allem auch aus diesem Grund ist es so wichtig sich bei Schnupfen in der Schwangerschaft gründlich vom behandelnden Frauenarzt, einem erfahrenen Heilpraktiker oder von der Hebamme beraten zu lassen.

Sind Mutter oder Baby bei Schnupfen gefährdet?

Die meisten Fälle von Schnupfen in der Schwangerschaft sind auf eine einfache Infektion mit Schnupfenviren (Rhinoviren) oder auf hormonelle Umstellungen – also Schwangerschaftsschnupfen – zurückzuführen. Beide Ursachen sind in der überwiegenden Zahl der Fälle harmlose Erkrankungen, die zwar lästig sind aber weder für die Mutter noch das Ungeborene eine ernsthafte Gefahr darstellen können. Gefährlich werden kann Schnupfen in der Schwangerschaft in der Regel erst dann, wenn:

  • Die Regeln zur Behandlung von Schnupfen in der Schwangerschaft nicht eingehalten werden,
  • Komplikationen auftreten (z.B. wenn eine Erkältung nicht richtig auskuriert wird, Asthmaanfall bei allergischem Schnupfen in der Schwangerschaft),
  • Schnupfen in der Schwangerschaft (vor allem Schnupfen in der Frühschwangerschaft!) falsch behandelt wird (z.B. mit Medikamenten die nicht für Schwangere zugelassen sind),
  • Grund- oder Nebenerkrankungen bei der Schwangeren mit Schnupfen vorliegen (z.B. Immunschwächekrankheiten, Herzerkrankungen, Diabetes, schwere psycho-soziale Belastungen),
  • (Neben bestimmten Grund- oder Nebenerkrankungen andere) Gründe für eine Risikoschwangerschaft vorliegen (z.B. Rhesus-Unverträglichkeit, vorangegangene Schwangerschaften mit vorzeitigen Wehen)
  • Dem Schnupfen in der Schwangerschaft vergleichsweise seltene infektiöse oder chronische Ursachen zu Grunde liegen, die unabhängig von den Schnupfensymptomen eine größere Gesundheitsgefährdung darstellen könnten (z.B. Diphtherie, Tumoren).

Kann Niesen dem Baby schaden?

Viele Schwangere mit Schnupfen sind besorgt, dass der große Druckaufbau im Körper beim Niesen, dem Baby schaden beziehungsweise vorzeitige Wehen auslösen könnte. Immerhin führt die Entladung des aufgebauten Drucks in der Nase beim Niesen zu Luftgeschwindigkeiten zwischen 160 und 180 Stundenkilometern – auf der meteorologischen Windgeschwindigkeitsskala gemessen ist das Orkangeschwindigkeit. Liegen bei Schnupfen in der Schwangerschaft gleichzeitig Risikofaktoren für vorzeitige Wehen vor (z.B. eine vorangegangene Schwangerschaft in der es zu vorzeitigen Wehen gekommen ist, Mehrlingsschwangerschaften) ist gegebenenfalls in der Tat Vorsicht geboten, wenn es bei Schnupfen in der Schwangerschaft zum Niesen kommt. In der überwiegenden Zahl der Fälle sind die das Niesen betreffenden Sorgen bei Schnupfen in der Schwangerschaft aber völlig unbegründet: Das ungeborene Baby wird in der Fruchthöhle vom Fruchtwasser umgeben und damit vor Erschütterungen geschützt – es bekommt auch vom heftigsten Niesen der Mutter daher nicht viel mit. Um die Druckübertragung noch weiter zu reduzieren, können Schwangere zusätzlich aktiv die Beckenbodenmuskulatur beim Niesen anspannen. Auf jeden Fall sollte vermieden werden das Niesen bei Schnupfen in der Schwangerschaft künstlich zu unterdrücken (z.B. durch Nasezuhalten), da so der Druckaufbau im Körper nur erhöht werden würde und bei Erkältungsschnupfen noch dazu die Erreger in die Nasennebenhöhlen oder andere Bereiche des Nasen-Rachenraums gepresst werden könnten, so dass zusätzliche Infektionsherde entstehen könnten.

Ab wann müssen Schwangere unbedingt zum Arzt?

Bei Schnupfen sollten sich alle Schwangeren vorsichtshalber immer professionell beraten lassen (z.B. von ihrem behandelnden Frauenarzt, Heilpraktiker, Hausarzt oder von der Hebamme). Das gilt für alle Ursachen von Schnupfen in der Schwangerschaft – auch vergleichsweise harmlose einfache Erkältungskrankheiten – und unabhängig davon, ob bestimmte Risikofaktoren wie Nebenerkrankungen vorliegen, oder nicht. Schwangere sollten zunächst davon ausgehen, dass sie Medikamente und Mittel die sie vor der Schwangerschaft gegen ihren Schnupfen verwenden konnten, nicht zwangsläufig auch in der Schwangerschaft geeignet sind, um sich selbst und dem ungeborenen Kind keinen Schaden zuzufügen. Daher sollte die Behandlung immer mit einem Gesundheitsprofi abgesprochen und eng überwacht werden. Packungsbeilagen sollten genau auf Hinweise zur Anwendung bei Schnupfen in der Schwangerschaft studiert werden. Darüber hinaus sollten bestimmte Symptome oder Bedingungen dazu führen, dass Schwangere sich sofort in professionelle Behandlung begeben. Dazu gehören:

  • Atemnot (Notfall!),
  • Anaphylaktischer Schock bei Allergie (Notfall!) – mögliche Symptome sind Ohnmacht, Übelkeit, Erbrechen, Darmkoliken, Hauterscheinungen mit Juckreiz und Rötung, Atemwegsverengungen mit Luftnot,
  • Anzeichen für vorzeitige Wehen (meist beidseitig heftige Bauchschmerzen, die trotz Ruhe nicht nachlassen und mehrmals innerhalb von einer Stunde auftreten), vaginale Blutungen oder andere Schwangerschafts-Notfälle,
  • Hohes Fieber (über 38,5 Grad Celsius im Ohr oder im Mund gemessen beziehungsweise über 39 Grad Celsius rektal gemessen),
  • Erhöhte Temperatur oder mäßiges Fieber das über drei Tage lang anhält (Temperatur zwischen 37,0 und 38,5 Grad Celsius im Ohr oder im Mund gemessen beziehungsweise zwischen 37,5 und 39 Grad Celsius rektal gemessen),
  • Schmerzen bei der Atmung (Verdacht auf Lungenentzündung),
  • Wiederholt auftretendes oder nicht stillbares Nasenbluten,
  • Chronischer Schnupfen in der Schwangerschaft mit bekannter Ursache, bei dem neue Symptome aufgetreten sind, der mit anderen in dieser Liste genannten Symptomen oder Zuständen einhergeht oder bei dem der Therapieplan noch nie oder schon seit längerem nicht mit einem Gesundheitsprofi besprochen wurde,
  • Verdacht auf Nasenspray-Sucht in der Schwangerschaft (durch Verwendung von abschwellendem Nasenspray),
  • Andere notfallmäßige oder ärztlich abklärungsbedürftige Zustände: z. B: starke Schwindelgefühle, Krampfanfälle, Ohnmacht (Synkope), vaginale Blutungen,
  • Allgemein, wenn die Schwangere ängstlich ist oder sich große Sorgen macht selbst wenn nichts des oben genannten zutrifft.

Manche in Frage kommenden Behandlungsformen und Mittel gegen Schnupfen in der Schwangerschaft können oder sollten darüber hinaus nicht ohne die professionellen Kenntnisse eines qualifizierten Arztes oder Heilpraktikers angewendet werden.

Autor: Dr. Jörg Schweikart

Schwangerschaftsschnupfen

Der Schwangerschaftsschnupfen gehört zu den harmlosen Schwangerschaftsbeschwerden, er kann aber durchaus lästig werden. Obwohl es sich eigentlich nicht um einen durch Viren verursachten Schnupfen handelt, wird der Schwangerschaftsschnupfen in der Medizin Schwangerschaftsrhinitis („-itis“ = Entzündung) genannt. Die Symptome sind tatsächlich durchaus ähnlich. Die Nase fühlt sich verstopft an und die Nasenatmung wird dadurch erschwert. Auch nächtliches Schnarchen kann beim Schwangerschaftsschnupfen auftreten.

Was sind die Ursachen von Schwangerschaftsschnupfen?

Der Schwangerschaftsschnupfen wird durch anschwellende Blutgefäße in den Schleimhäuten verursacht. Dadurch unterscheidet er sich vom normalen, durch Erkältungsviren bedingten Schnupfen. Das Anschwellen der Nasenschleimhäute wird wahrscheinlich durch Schwangerschaftshormone und die in der Schwangerschaft vergrößerten Blutgefäße verursacht.

Im Laufe der Schwangerschaft steigt das Blutvolumen der Mutter um durchschnittlich 30 bis 50 Prozent an. Neben der wachsenden Plazenta müssen die mütterlichen Organe in der Schwangerschaft mehr als sonst arbeiten und benötigen daher mehr Blut. Der mütterliche Organismus passt sich an das vergrößerte Blutvolumen an, indem sich die Blutgefäße erweitern. Sie können so eine größere Menge Blut durch den Körper transportieren. In der Nasenschleimhaut befinden sich viele feine Blutgefäße, die sich während der Schwangerschaft ebenfalls vergrößern. Als Folge kann die Nasenschleimhaut anschwellen.

Auch Wassereinlagerungen im Gewebe begünstigen das Anschwellen der Nasenschleimhaut.

Anzeichen: Woran erkennt man einen Schwangerschaftsschnupfen?

Der Schwangerschaftsschnupfen äußert sich durch eine sich verstopft anfühlende Nase. Man bekommt nicht genügend Luft durch die Nase und atmet dadurch vermehrt durch den Mund. Nachts kann das zu Schnarchen führen. Da die Nasenschleimhaut stärker durchblutet ist, tritt manchmal auch Nasenbluten auf. Die Schleimhäute sind gereizt und fühlen sich trocken an. Im Unterschied zum normalen Schnupfen entsteht beim Schwangerschaftsschnupfen kein Sekret und die Nase läuft nicht. Schwangerschaftsschnupfen ist außerdem nicht ansteckend. Betroffene Schwangere schlafen oft schlecht oder wachen nachts häufiger auf. Tagsüber kann das zu Müdigkeit oder vermehrter Gereiztheit führen, manche Frauen bekommen auch Kopfschmerzen.

Die Unterscheidung zum herkömmlichen Schnupfen ist eigentlich leicht. Kommen zur verstopfen Nase weitere Beschwerden wie Halsschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Husten, Kopf- oder Gliederschmerzen hinzu, kann es sich um einen grippalen Infekt handeln. Tritt Fieber auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Den Schwangerschaftsschnupfen vom allergischen Schnupfen zu unterscheiden, ist dagegen schon etwas schwieriger. Manche Frauen entwickeln während ihrer Schwangerschaft zum ersten Mal überhaupt eine Allergie, während eine bestehende Allergie bei anderen sogar besser wird oder verschwindet. Hinweise auf eine Allergie können tränende, juckende Augen und eine laufende Nase sein.

Nasenbluten stoppen: Zehn natürliche Helfer

Behandlung: Was hilft gegen Schwangerschaftsschnupfen?

Bei der Behandlung von Schwangerschaftsschnupfen empfiehlt es sich, eher auf sanfte Hilfe zurückzugreifen. Nasenspray ist in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert, denn die gefäßverengende Wirkung von Nasenspray entfaltet sich nicht nur in der Nase, sondern auch im restlichen Körper. Es kann auch zu einer Verengung der Blutgefäße in der Plazenta kommen, wodurch die Versorgung des Babys eingeschränkt wird. Abschwellende Nasensprays können die Nasenschleimhaut außerdem zusätzlich austrocknen und reizen.

Eine gute Alternative zu herkömmlichen Nasensprays sind Meerwasser-Nasensprays. Man kann sie in Drogerien oder Apotheken kaufen. Sie sorgen für eine Befeuchtung der Nasenschleimhaut. Auch Nasenduschen (wer sie mag) haben diesen Effekt. Wenn die Luftfeuchtigkeit in Räumen in der kalten Jahreszeit zu niedrig ist, helfen Luftbefeuchter: Ein Kännchen Wasser auf die Heizung gestellt oder feuchte Handtücher im Raum sorgen für ein angenehmeres, feuchteres Raumklima.

Was Sie sonst noch gegen Schwangerschaftsschnupfen tun können:

  • Bewegen Sie sich täglich an der frischen Luft. Ein kurzer Spaziergang ist schon ausreichend.
  • Trinken Sie genug, am besten mindestens zwei Liter täglich.
  • Nehmen Sie ab und an ein warmes Bad (maximal 38 Grad Celsius warm), denn durch den Wasserdampf können die Schleimhäute etwas abschwellen.
  • Schlafen Sie nachts mit leicht erhöhtem Oberkörper. Das hilft nicht nur gegen Sodbrennen, sondern erleichtert auch die Atmung.
  • Manche Schwangere berichten, dass sich die Beschwerden durch Saunagänge etwas verbessern. In Maßen ist während der Schwangerschaft das Saunieren erlaubt, wenn keine gesundheitlichen Probleme dagegen sprechen.
  • Manche Schwangere haben gute Erfahrungen mit Homöopathie zur Linderung der Beschwerden bei Schwangerschaftsschnupfen gemacht. Wenn Sie sich für eine homöopathische Behandlung interessieren, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt/Frauenarzt.

Ab wann und wie lange tritt Schwangerschaftsschnupfen auf?

Ab wann Schwangerschaftsschnupfen auftritt, ist von Frau zu Frau verschieden. Manche Frauen berichten schon zu Beginn ihrer Schwangerschaft von den typischen Symptomen, andere entwickeln erst in den letzten Schwangerschaftswochen einen Schwangerschaftsschnupfen. Betroffene Frauen können sich darüber freuen, dass der lästige Schwangerschaftsschnupfen nach der Geburt von ganz alleine wieder verschwindet.

Es boxt, tritt und strampelt – was hat das Baby im Bauch eigentlich für ein Problem? Wenn Ungeborene mit Händen und Füßen gegen die Bauchdecke und in die Weichteile werdender Mütter treten, können einzelne Stöße eine Wucht von bis zu viereinhalb Kilogramm entwickeln. Alles nur, um Aufmerksamkeit zu erzeugen?

Nein, das Gestrampel hat einen anderen Grund, sagen Forscher. Es ist essenziell für die muskuloskelettale Entwicklung eines Kindes. Damit Muskeln trainiert und Knochen gestärkt werden, muss sich das Ungeborene im Uterus also bewegen, berichten die Forscher im Journal of the Royal Society Interface (Verbruggen et al. 2018).

Training im Mutterleib

Das Wissensmagazin Seeker hat aus den Ultraschallbildern, die die Forscher analysiert haben, ein eindrucksvolles Video gemacht. Das erklärt, wie Babys im Bauch trainieren – und so Knochen, Gelenke und Muskeln aufbauen. Sogar Missbildungen würden durch die Bewegung verhindert.

Für gewöhnlich machen sich Babys ab der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche bemerkbar. In welcher Stärke sie treten und strampeln, ist unterschiedlich. Doch je älter das Baby wird, desto mehr Kraft bekommt es und desto mehr Muskeln werden beansprucht. Durchschnittliche Muskelkraft bei voll ausgestrecktem Bein in der 20. bis 35. Woche © The Royal Society

Übrigens reagieren die Ungeborenen auch auf Töne. Neben dumpfen Geräuschen von außen nehmen sie vor allem den Lärm im Körper der Mutter war. Das Schlagen des Mutterherzens, das Pochen der Schlagader hinter der Fruchtblase, das Rumpeln des Magens und das Gluckern des Darms sorgen für einen Lärmpegel bis zu 80 Dezibel. Kein Wunder, wenn das Baby im Bauch kaum Ruhe findet.

  • Wie Babys im Bauch aus Erfahrungen lernen, erfahren Sie hier.
  • Ob ein Gläschen Alkohol während der Schwangerschaft okay ist fürs Baby? Lesen Sie dazu hier mehr.
  • Lesen Sie mehr zur Schwangerschaft auch auf der Baby-Themenseite.
  • Weitere Netzfundstücke finden Sie im Teilchen-Blog.


Einige Autoren dieses Blogs


  • Hanna Lauwitz

    Redakteurin Social Media bei ZEIT ONLINE

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In dieser Woche steht der zweite Test auf Rhesus-Unverträglichkeit an. Das Ungeborene lutscht schon am Daumen. mehr

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Diese Woche ist günstig für einen 3D-Ultraschall Bei starker Gewichtszunahme des Fötus ist ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes ratsam. mehr

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29. SSW: Babyfüße zeigen sich auf der Bauchdecke

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30. SSW: Der Körper trainiert für die Geburt

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Wassereinlagerungen und unruhige Nächte sind für diese Phase typisch. Es wird Zeit, sich mit der Geburt zu beschäftigen. mehr

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33: SSW: Alle zwei Wochen zur Kontrolle

Das Baby ist fast ausgewachsen. Ab jetzt werden regelmäßig seine Herztöne kontrolliert. mehr

34. SSW: Auf Symptome für Präeklampsie achten

Der Mutterschutz beginnt. Bei der Vorsorge wird auf Symptome einer Schwangerschaftsvergiftung geachtet. mehr

35: SSW: Senkwehen oder Geburtswehen?

Senkwehen bringen das Baby in die Startposition für die Geburt. Ist die Kliniktasche schon gepackt? mehr

36: SSW: Ist die Erstausstattung komplett?

Das Baby und die Schwangere haben nochmal stark an Gewicht zugelegt. Jederzeit kann es losgehen. mehr

37. SSW: Ein Schleimpfropf dient als Orakel

Es gibt für Schwangere ein klares Zeichen dafür, dass die Geburt bald bevorsteht. mehr

38. SSW: Bei Blasensprung direkt in die Klinik

Nach einem Blasensprung wird unter Umständen die Geburt eingeleitet. mehr

39. SSW: So lassen sich Wehen anregen

Aus den Brüsten der Schwangeren tritt womöglich schon Vormilch aus. Ab jetzt darf sie versuchen, mit sanften Methoden Wehen auszulösen. mehr

40. SSW: Die vier Phasen der Geburt

Der errechnete Geburtstermin ist erreicht. Aber keine Panik, wenn sich das Baby noch ein paar Tage mehr Zeit lässt. mehr

Ziehen im Unterleib: Mögliche Ursachen, und was dann?

Gerade Frauen empfinden und klagen oft über ein Ziehen im Unterleib. Zuerst einmal muss man sich ganz klar vor Augen führen, dass es sich dabei nicht um eine Krankheit handelt, sondern um ein Symptom, welches durch eine Vielzahl von Erkrankungen, aber auch durch physiologische Abläufe im Körper hervorgerufen wird.

Jährlich klagen etwa 28,9 Prozent aller Männer und zirka 71,1 Prozent der Frauen in Deutschland über dieses Ziehen, wobei die Häufigkeit des Auftretens mit zunehmenden Alter abnimmt und auch nach einer Schwangerschaft seltener wird.

Ziehen im Unterleib links (© nikodash / Fotolia)

Man geht davon aus, dass sich die Gebärmutter von jungen Frauen im Teenageralter erst an die hormonellen und muskulären Anforderungen der Menstruation gewöhnen muss. Eine fortschreitende Desensibilisierung mit zunehmendem Alter lindert dann die Beschwerden.

Als eher umgangssprachlicher Begriff ist unter „Unterleib“ die Region zwischen den beiden tastbaren Hüftknochen gemeint, die seitlich der Leisten und unterhalb des Nabels ist. Der medizinisch korrekte Fachausdruck ist Hypogastrium. Man findet in diesem Körperbereich die Harnblase, die Harnröhre, die Harnleiter, den unteren Abschnitt des Darmes und die Geschlechtsorgane mit den jeweiligen die Organe versorgenden Strukturen wie Gefäßen, Nerven und Lymphknoten.

Ein leichtes Ziehen im Unterleib ohne weitere Begleitsymptome ist meist harmlos und so muss nicht sofort ein Arzt konsolidiert werden. Treten jedoch auch Fieber, starke Schmerzen, Unwohlsein oder Blutungen auf, muss in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Ziehen im Unterleib: Mögliche Ursachen bei Frauen

Physiologisch:

  • Ziehen im Unterleib schwanger oder Menstruation?Menstruation (vor Periode): Das Unterleibsschmerzen aufgrund von der anstehenden Menstruation (vor Periode) kann auf beiden Seiten des Unterbauchs vorkommen (Ziehen im Unterleib links, Ziehen im Unterleib rechts). Es beginnt kurz vor Beginn der Regelblutung, verschlimmert sich in den ersten beiden Tagen der Blutung und klingt dann wieder ab. Ist eine Frau davon betroffen, bleiben die Beschwerden oft bis zur Menopause bestehen und lindern sic in der Postmenopause. Durch eine vermehrte Ausschüttung von Prostaglandinen kommt es im Uterus zu Kontraktionen der Spiralarterien und in Folge dessen zur Abstoßung der für eine Schwangerschaft aufgebauten Gebärmutterschleimhaut.

Ziehen im Unterleib – schwanger? | Ein Drücken und Ziehen im unteren Bauch sowie im Rücken kann ein Symptom für eine Frühschwangerschaft sein, aber auch viele andere Ursachen haben, z.B. als Begleiterscheinung der Menstruation vor der Periode einsetzen (© Nagel’s Blickwinkel / Fotolia)

  • Ziehen im Unterleib Eisprung?Eisprung: Ein Teil der Frauen empfindet in der Mitte ihres Zyklus einen Schmerz im Unterleib. Dieser wird durch den Eisprung ausgelöst und kann auf beiden Seiten vorkommen (Ziehen im Unterleib links, Ziehen im Unterleib rechts), je nachdem welcher Eierstock gerade aktiv ist. Den Mittelschmerz nimmt nicht jede Frau war, manche empfinden das Ziehen im Unterleib mittig jedoch deutlich.
  • Ziehen im Unterleib Schwangerschaft?Schwangerschaft: Treten neben dem Zuggefühl im Unterbauch noch andere Veränderungen am weiblichen Körper wie beispielsweise ein Spannungsgefühl in den Brüsten (Brustschmerzen) (Brustschmerzen), ein Ausbleiben der Periode (keine Periode) eine Dunkelfärbung der Brustwarzen, Müdigkeit, Schwindel oder ein allgemeines Schwächegefühl auf, sind dies alles unsichere Anzeichen für eine Frühschwangerschaft (schwanger, Schwangerschaft). Das Zuggefühl im Unterbauch rührt von der hormonellen Umstellung und dem vermehrten Zug auf die Mutterbänder her, welche sich durch den Größenzuwachs der Gebärmutter erst lockern müssen. Ist die Phase der Frühschwangerschaft verstrichen und die Schwangerschaft besteht weiterhin, kann auch durch die Kindsbewegungen oder zum Ende zu beginnende Übungswehen ein Stechen und Ziehen ausgelöst werden.
  • Nach Absetzen der Pille: Ziehen im Unterleib nach Absetzen der Pille?Ein leichtes Ziehen im Unterleib nach Absetzen der Pille ist meist ganz normal. Durch die hormonellen Veränderungen nach Weglassen des Verhütungsmittels kommt es zum Beispiel zum „Wiederanlaufen der Eierstöcke“ und auch die Menstruationsbeschwerden werden oft heftiger nach Absetzen der Pille.

Pathologisch:

    • Zyste: Zyklusunabhängige Eierstockzysten sind an sich ungefährlich. Sind die Zysten aber gestielt und dreht sich die Zubildung um diesen Stiel, sind starke Schmerzen die Folge.
    • Entzündungen der Geschlechtsorgane: Bei einer bakteriellen Entzündung der Geschlechtsorgane sind die typischen Begleiterscheinungen Fieber, vaginaler Ausfluss, Blutungen neben der Periode und allgemeines Unwohlsein. Betroffen sein können alle Teile des weiblichen Geschlechtsapparates. Abszesse als eitrige Einschmelzungen von Gewebe sind natürlich auch denkbar.

Ziehen im Unterleib rechts (© Andrey Popov / Fotolia)

  • Endometriose: Bei dieser Erkrankung wuchert Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Dieses Gewebe kann sich im ganzen Körper verteilen, meist jedoch findet man es im Unterbauch, Bauchfell oder kleinen Becken. Das Problem ist, das auch diese Zellansammlungen einen Monatszyklus durchlaufen und es im Zuge dessen zu Blutungen (Schmierblutungen) und starken Schmerzen kommen kann. Weitere Anzeichen sind Schmerzen im Bauch und Rücken (Ziehen im Unterleib und Rücken), beim Wasserlassen, Stuhlgang oder nach dem Geschlechtsverkehr (Ziehen im Unterleib nach GV).
  • Tumore: Hier sind die häufigsten Vertreter der Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterkrebs, Myome und Eierstocktumore. Anzeichen können stark riechender Ausfluss, Zwischenblutungen (Schmierblutungen) oder Blutungen nach der Menopause sein.
  • Abort: Ist man schwanger und kommt es neben dem ziehenden Gefühl im Unterbauch zu krampfartigen Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, blutigem Ausfluss oder Rückenschmerzen, können dies im Fall von Schwangerschaft Vorboten einer Fehlgeburt sein.
  • Eileiterschwangerschaft: Ein fälschliches Einnisten der befruchteten Eizelle im Eileiter ist die Ursache für diese Erkrankung, die durch Ausbleiben der Periode (keine Periode), starke Unterleibsschmerzen und Schmierblutungen bis hin zu sehr starken Blutungen bemerkbar macht.
  • Krampfadern im Becken: Neben mittigem Ziehen im Unterbauch (mittig) sind die Symptome ein Schweregefühl in den Beinen und Schmerzen bei langem Sitzen oder Stehen.
  • Gebärmuttersenkung: „Druck und Ziehen“Die Senkung entsteht häufig durch Bakterien und die daraus resultierende Entzündung. Die Keime siedeln sich von der Vagina aus bis zu den Eierstöcken hin an. Hauptsächlich ältere Frauen klagen dann über ein leichtes Ziehen, Völlegefühl und einen Druck im Hypogastrium (Druck und Ziehen).
  • Chlamydieninfektion: Die meist Chronisch-schleichend verlaufende Infektion mit Chlamydien verursacht nur selten ein Stechen oder Ziehen im Unterleib. Auch Probleme beim Wasserlassen und Stuhlgang sowie vaginaler Ausfluss werden nur selten beobachtet.

Ziehen im Unterleib beim Mann – welche Ursachen hier?

  • Hodentorsion: Unter einer Hodentorsion versteht man eine Stieldrehung des Hodens um seine Längsachse. Durch die Drehung werden wichtige Strukturen abgedreht, was zu starken Schmerzen und Unterversorgung des Gewebes führt und die Hodentorsion zu einem absoluten Notfall macht. Klinisch manifestiert sich die Hodentorsion durch Schmerzen am Hoden und in der Leistengegend und eine dunkle Hodenverfärbung, begleitet von schmerzbedingten vegetativen Erscheinungen wie Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen und letztendlich einem Schock. Diese Erkrankung tritt vermehrt im Kindesalter auf.
  • Prostataentzündung: Bei einer bakteriellen Infektion der Vorsteherdrüse tritt meist beim Wasserlassen ein Schmerz im Unterleib auf, genauso wie bei der Ejakulation. Begleiterscheinungen sind des Weiteren Fieber, blutiger Urin und ein Spannungsgefühl in der Leiste und dem Darm. Jüngere Männer sind häufiger betroffen.
  • Krampfadern: Vor allem sind hier Krampfadern am Hoden zu nennen. Durch die veränderte Durchblutungssituation kommt es zu einem Temperaturanstieg des Hodengewebes, was bei unterlassener Entfernung der Krampfader zur Unfruchtbarkeit führen kann. Symptome sind hier die sichtbare Krampfader, ein Wärmegefühl und eine leichte Blaufärbung des umliegenden Gewebes.
  • Tumor: Nur selten wird als Anzeichen eines an dieser Lokalisation meist bösartigen Tumors ein Ziehen im Bereich der Hoden beschrieben.

Ursachen unabhängig vom Geschlecht

Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes:

  • Verstopfung: Durch eine verändere Konsistenz des Kotes oder ein Hindernis in der Darmpassage kommt es zu Verstopfung.
  • Blinddarmentzündung: Ein erst mittig auftretendes, ziehendes Gefühl im Unterbauch, welches im weiteren Verlauf nach rechts wandert während es ständig schmerzhafter wird ist ein Anzeichen für eine Appendizitis. Besondere Schmerzen verursacht das Anheben des rechten Beines.
  • Magengeschwür: Hier ist das Ziehen auf der linken Seite lokalisiert und eher im oberen Bereich des Hypogastriums. Appetitlosigkeit, Aufstoßen, Blut im Stuhl, Sodbrennen, Übelkeit und Erbrechen sind die Hauptsymptome.
  • Gallenkolik: Oft strahlen die Schmerzen in den Rücken und die rechte Schulter aus (Ziehen im Unterleib und Rücken). Ursache für die Schmerzen ist eine Verkrampfung der Hohlorgane meist durch Gallensteine verursacht.
  • Leistenbruch: Diese als Inguinalhernie bezeichnete Erkrankung wird definiert als ein Durchbruch der inneren Organe durch die Bauchwand in den Leistenkanal. Ein Bruch liegt im Allgemeinen dann vor, wenn man einen Bruchsack mit Bruchinhalt und eine Bruchpforte ertasten kann. Als Bruchinhalt kommt beim Leistenbruch hauptsächlich der Darm in Frage, der nicht selten in der Bruchpforte eingeklemmt wird. Alarmsignale für diese Erkrankung sind starke Schmerzen in der Leistengegend, Verschlimmerung der Symptomatik bei Husten/ Pressen/ Niesen, Erbrechen und Kreislaufprobleme. Der wichtigste Anhaltspunkt zur Diagnosefindung ist eine Schwellung in der Leistengegend, welche meist zusammen mit den anderen Anzeichen kurz nach schwerem Heben aufgetreten ist. Leistenbrüche können auf der linken oder rechten Seite entstehen.
  • Akute Darminfektionen: Neben einer Lebensmittelunverträglichkeit wie Laktoseintoleranz können ebenso Bakterien oder Viren zu einer Entzündung des Darmes führen. Durchfall und Fieber sind die hauptsächlichen Auffälligkeiten neben dem Ziehen im Bauch.
  • Chronische Darmerkrankungen: Zu nennen sind beispielsweise Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Bauchschmerz, ein Ziehen im Unterbauch und Durchfälle werden beobachtet.
  • Divertikelentzündungen: Ein Darmdivertikel ist eine Ausstülpung der Darmschleimhaut, welche meist durch eine Schwäche des Bindegewebes im Darm entsteht und durch ballaststoffarme Ernährung noch begünstigt wird. Entzündet sich diese Ausstülpung leiden die Menschen an Stechen und Ziehen im Unterleib, Fieber und Stuhlverhalt.
  • Krebs: Dickdarmkrebs beispielsweise zeigt sich durch Druck und ziehendem Gefühl im Hypogastrium, Blut im Stuhl (vgl. Blut und Schleim im Stuhl), Verstopfung oder Durchfall und Gewichtsverlust. Auch eine Anämie ist denkbar.
  • Reizdarmsyndrom: Neben dem meist leichten Ziehen im Unterbauch treten oft Blähungen, Verstopfung oder Durchfall auf. Auch eine erhöhte Frequenz der Toilettenbesuche ist typisch.

Erkrankungen der Harnwege:

  • Blasenentzündung: Schmerzen und Probleme beim Wasserlassen und eine deutlich erhöhte Frequenz der Toilettenbesuche sind charakteristisch für die Blasenentzündung. Neben einer mechanischen Reizung durch beispielsweise Blasensteine ist auch eine bakterielle Ursache häufig.
  • Erkrankungen der Harnleiter: Neben Harnleitersteinen treten auch Harnleiterkoliken und -sperren auf, welche mit heftigen krampfartigen Schmerzen und Druck (Druck und Ziehen) im Unterbauch und blutigem Urin einhergehen.
  • Nierensteine: Bei dieser Erkrankung können Symptome auftreten, müssen es aber nicht. Liegt der Stein ruhig im Nierenbecken, bleibt er oft unentdeckt. Kommt es jedoch zu einer Nierenkolik, strahlt der Schmerz oft von der Niere in den seitlichen Unterbauch und den Rücken aus. Auch ein reflektorischer Darmverschluss, Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen sind nur einige mögliche Begleitsymptome.
  • Nierenbeckenentzündung: Neben Schmerzen in der Flanke kann man Schüttelfrost, Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl beobachten.
  • Reizblase: Ein Ziehen im Unterbauch, häufiger Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen deuten auf diese Erkrankung hin.

Nicht selten führen Verletzungen an den inneren Organen oder den Muskeln in dieser Region zu Ziehen im Unterbauch.

Stress und psychische Überbelastung sind auch mögliche Gründe für die dargestellte Symptomatik.

Ziehen im Unterleib schwanger?

Sehr viele Frauen recherchieren in Google die Suchphrasen „Ziehen im Unterleib schwanger“ bzw. „Ziehen im Unterleib Schwangerschaft“. Nicht ohne Grund, denn ziehende Schmerzen, ein leichtes Drücken und Kneifen – ja das Frühschwangerschafts-Anzeichen sein. Welche Symptome einer Frühschwangerschaft es noch gibt, zeigt das folgende Video:

Quellen:

Autor: Teresa Haufe

Publiziert am: 31. Juli 2017

Unterleibsschmerzen bei Männern (Unterbauchschmerzen)

Unterleibsschmerzen sind typisch weiblich? Nein! Auch bei Männern können an verschiedenen Stellen des Unterbauches Schmerzen auftreten. Die Ursachen sind vielfältig. (pointstudio / Fotolia.com)

Als Unterleibsschmerzen werden Beschwerden im Unterbauch bezeichnet. Bei Männern können Erkrankungen der Verdauungsorgane, der Harnwege, der Prostata und der Hoden zu Unterbauchschmerzen führen.

Unterleibsschmerzen beim Mann können unterschiedliche Ursachen haben. Sie können an verschiedenen Stellen des Unterbauches auftreten. Unter Unterleib versteht man den Bereich zwischen den Hüftknochen, der seitlich von den Leisten und oben vom Nabel begrenzt wird.

Bitte beachten Sie: Die Liste der möglichen Krankheiten erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen und/oder Behandlungen zu beginnen. Die Auflistung soll einen groben Überblick über die Bandbreite an möglichen Ursachen für einzelne Beschwerden vermitteln. Die Informationen sind keinesfalls als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete Ärzte anzusehen.

Folgende Erkrankungen können Unterleibsschmerzen bei Männern auslösen:

  • Hoden- und Nebenhodenentzündung: Die Hodenentzündung kann als mögliche Komplikation bei Mumps auftreten. Eine Nebenhodenentzündung entsteht meist in Verbindung mit einer Entzündung der Harnwege.
  • Hodentorsion: Unter einer Hodentorsion versteht man eine Drehung des Hodens und des Samenstrangs um die Längsachse. Durch die Drehung wird der Blutfluss unterbrochen, es kommt zu einem Blutstau, der ohne Behandlung zum Absterben des Hodengewebes führt.
  • Hodenkrebs: Als Hodenkrebs wird ein bösartiger Tumor im Hoden bezeichnet. Bei Männern zwischen 20 und 40 Jahren ist es die häufigste Krebserkrankung.
  • Prostataadenom: Unter Prostataadenom versteht man eine gutartige Vergrößerung der Prostata.
  • Prostatakrebs: Einen bösartigen Tumor der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata) bezeichnet man als Prostatakrebs.
  • Prostatitis (Prostataentzündung): Ist die Prostata entzündet, spricht man von einer Prostatitis. Ursache dafür können Bakterien sein, die aus dem Blut oder über die Harnröhre in die Prostata gelangt sind.

Weitere Ursachen für Unterleibsschmerzen:

  • Blasenentzündung: Bei einer Blasenentzündung (Zystitis) ist die Schleimhaut, die die Blase auskleidet entzündet.
  • Blasenkrebs: Unter Blasenkrebs versteht man die Entwicklung eines bösartigen Tumors an der Schleimhaut der Harnblase.
  • Blinddarmentzündung: Die Appendizitis ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes, dem kleinen Anhängsel des Blinddarms.
  • Colitis Ulcerosa: Dabei handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Erkrankung des Darms.
  • Darmpolypen: Darmpolypen sind Schleimhautgeschwülste, die in den Hohlraum des Darms hineinragen. Sie können unterschiedliche Formen und Größen haben und einzeln oder in größerer Zahl auftreten.
  • Darmverschluss: Als Darmverschluss bezeichnet man einen kompletten oder inkompletten Stillstand des Darminhaltes.
  • Divertikulitis: Dabei handelt es sich um eine bakterielle Entzündung der Darmschleimhaut.
  • Harnblasensteine: Auf dem Weg durch den Harnleiter können abgehende Nierensteine zu Unterleibsschmerzen führen.
  • Harnwegsinfekt: Wenn nicht nur die Blase, sondern auch die Harnwege von einer Entzündung betroffen sind, spricht man von einem Harnwegsinfekt.
  • Leistenbruch: Ein Leistenbruch ist eine Aussackung des Bauchfells in den Leistenkanal, die auch Darmabschnitte betreffen kann.
  • Morbus Crohn: Dabei handelt es sich – ebenso wie bei Colitis ulcerosa – um eine chronisch entzündliche Darmerkrankung.
  • Nierenkolik: Von einer Nierenkolik spricht man, wenn Nierensteine die Harnleiter verlegen und starke Schmerzen auslösen.
  • Rektumkarzinom: Ein Rektumkarzinom ist ein bösartiger Tumor im unteren Darmabschnitt.

+++ Mehr zum Thema: Unterleibsschmerzen +++

+++ Mehr zum Thema: Unterleibsschmerzen bei Frauen +++

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Redaktionelle Bearbeitung:
Silke Brenner

Stand der medizinischen Information: Juni 2016

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